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Sehr schön. Fünferatmung, sehr gut.
Weiter so.
Schöne Wende.
Schön im Rhythmus bleiben.
Nein. Nein, Rachele, nein.
Verausgab dich nicht auf den ersten 100 Metern.
So hältst du nicht bis zum Ende durch und gibst wieder nach der HäIfte auf.
Los, noch mal.
Noch mal.
Rachele.
Die Bar läuft nicht gut.
Das verstehst du doch. Du bist doch intelligent.
Es ist jemand bei mir gewesen.
Er hatte zwei Koffer mit etwas dabei, das viel Geld wert ist.
Was denn?
Was kümmert dich das? Ist doch unwichtig.
Er hat mich gebeten, sie für ihn zu verstecken.
Ich habe sie dabei. Sie sind im Kofferraum.
Das ist unsere Gelegenheit, von hier wegzukommen.
Wie lange träumen wir schon davon? Lass uns von vorn anfangen, heute noch.
- Dann fahren wir nicht mehr nach Hause? - Nein.
Ich habe übermorgen den Wettkampf. Da könnte ich gewinnen.
Es wird noch 1.000 Wettkämpfe geben, und du wirst sie alle gewinnen.
Ich gehe uns was zu essen holen. Was willst du?
- Ich habe keinen Hunger. - Du musst was essen.
Also, Sandwich und Cola? Okay?
Der Trainer sagt, Kohlensäure ist verboten.
Dann eben ein Sandwich und Wasser. Sieh mich an.
Diesmal verspreche ich es dir. Wir werden ekelhaft glücklich sein.
Gib mir ein Küsschen.
Hey, lauf ja nicht weg. Keine Spielchen. Ich bin gleich wieder da.
Rachele!
Schönes Lied.
Die ist verriegelt.
Hilfe!
Die ist verriegelt. Vergiss es.
Ich werde ehrlich zu dir sein.
Du wirst deinen Papa nicht wiedersehen.
Er hat dich verarscht.
Das heißt, er dachte, er würde mich verarschen.
Aber am Ende hat er dich verarscht.
Verstehst du, dass er dich in die Scheiße geritten hat?
Tun Sie ihm nicht weh.
Da du ein aufgewecktes Mädchen bist, ist dir bestimmt längst klar,
wem die Koffer dahinten gehören, nicht wahr?
Weißt du, was wir jetzt machen?
Bis zu deiner Volljährigkeit werde ich für dich sorgen.
Du kriegst eine Wohnung, genug Geld,
kannst die Schule beenden und weiterhin schwimmen.
Und für deinen Vater organisiere ich ein schönes Begräbnis.
Denn auch wenn er ein Trottel ist, und das ist er, Rachele,
solltest du dich von ihm verabschieden, so wie der Herr es vorgesehen hat.
Und jetzt muss das alles, was geschehen ist,
aus deinem kleinen Kopf hier raus und darf da niemals wieder rein.
Hast du verstanden, Rachele?
Du musst das alles vergessen.
Wenn du das verstanden hast, nicke mit dem Kopf.
Nicke, wenn du verstanden hast.
Lauf rum und schneid ihm den Weg ab. Scheiße, läuft der schnell.
- Ihr kriegt das Geld von meinem Bruder. - Stefano!
Einer reicht.
Siehst du, Chris? Ich habe es sofort kapiert.
Du dämliches Arschloch! Mein Zahn ist draußen.
"Dämliches Arschloch"? Wer ist hier das Arschloch?
Gut, dass du es kapiert hast.
Hallo, Mama.
Chris, hallo.
- Essen ist fertig. - Das sehe ich.
- Pasta al forno? - Ja.
- Die echte? - Ganz recht.
Extra für dich.
- Schön, oder? - Traumhaft, Mama.
- Hier, bitte. - Danke.
Du hast vergessen, für Lino zu decken.
Nein, nein, nein.
Ich möchte ein bisschen mit dir allein plaudern, nur wir zwei.
- Er kommt gleich. - Er versteht das.
Der ist so empfindlich. Er hätte sich bestimmt gefreut.
Ja, ich weiß. Ich habe was vorbereitet. Das hier ist für ihn.
Was zum Mitnehmen? Das ist ja noch schlimmer.
Aber heute Abend sehen wir uns doch sowieso.
Dann sehen wir uns einen dieser Krimis an,
die du so magst, von diesem...
- Hitchcock. - Hitchcock.
- Geh schon. - Nein, Ma.
Mach auf. Und bring ihm das.
- Mama. - Jetzt geh schon.
Er wird enttäuscht sein.
- Hey, Lino. Warte. - Wieso?
- Sie hat sich kurz hingelegt. - Geht es ihr nicht gut?
- Nein, nein. Sie ist nur müde. - Lass mich zu ihr.
Nein, wirklich. Ein andermal.
Was soll denn die Scheiße?
Sie ist müde. Sie will niemanden sehen.
Bin ich etwa niemand?
Nein, natürlich nicht. Warte.
Hier, das soll ich dir mitgeben. Für dich und Anna.
Pasta al forno. Wie sie sie früher gemacht hat.
Lino?
Lino, bist du es?
Lino?
Was machst du hier zu Hause? Wolltest du nicht bei Italia essen?
Es geht ihr nicht gut. Sie lässt dich schön grüßen.
Danke.
Dieses Kleid...
Wo hast du das her?
Das steht dir unheimlich gut.
Das steht mir beschissen. Ich will mich nur noch verstecken.
Was redest du denn da?
Du bist eine Königin.
Du bist wunderschön.
Was erzählst du da?
Anna, wenn dir nicht danach ist, musst du auch nichts erzwingen.
Es ist normal, dass du dich ein bisschen fremd fühlst.
Wenn du nicht willst, musst du nicht unbedingt rausgehen.
Bleib einfach zu Hause. Ich leiste dir Gesellschaft.
Ja, klar doch. Das würde dir gefallen, was?
Danke, dass Sie mich empfangen.
Ich hätte ein paar Fragen zu der Klinik, die Sie geleitet haben. Ancilla Domini.
Ich suche Informationen über ein Kind, das dort geboren ist.
Am 14. Oktober 1984.
Danke für Ihren Besuch. Auf Wiedersehen.
Ich verstehe schon. Sie haben sicher viel zu tun.
Ora et ora et ora.
Ich habe alles, was ich brauche.
Ja, ein schönes Zimmer mit Blick auf den Park.
Es wäre doch ein Jammer, wenn ein sehr einflussreicher Kardinal
fordern würde, es einer seiner Favoritinnen zuzuteilen.
Sie sollten sich wirklich was schämen.
Ich erinnere mich an die Mutter.
Ein ängstliches junges Mädchen.
Ein bisschen verrückt.
Sie hat behauptet, sie wäre noch Jungfrau.
Eine Jungfrau mit Neunmonatsbauch. Wo gibt es denn so was?
Als sie zu uns gebracht wurde,
musste ich die ganze Etage abschotten.
Niemand durfte darüber reden.
Und niemand durfte zu ihr.
Und das Kind? Wie war es? Hatte es irgendetwas...
Das haben wir nur für ein paar Minuten gesehen.
Er hat es gleich danach abgeholt.
Wer ist "er"?
Ein Priester.
Entschuldige, ich...
Ganz ruhig, alles gut.
Setz dich.
Bis Monatsende sind es noch zehn Tage.
Das soll nicht dein Gehalt sein.
Es ist eher eine Art Ratschlag.
Weißt du,
es geht gar nicht um die Tatsache, dass mein Sohn dich vögelt,
sondern mehr darum, dass wenn er dich vögelt,
er mit keiner anderen mehr vögelt.
Du bist ein One-Night-Stand, Michela. Alles andere wäre besorgniserregend.
Und ich bin besorgt.
Davide ist erwachsen. Du brauchst dir keine Sorgen um ihn zu machen.
Nicht doch.
Ich mache mir doch keine Sorgen um ihn.
Ich mache mir Sorgen um dich.
Weil ich fürchte, dass du genauso dämlich bist wie dein Vater.
Dass du nicht verstehst, wann du das tun musst, was man dir sagt.
Verstanden, Michela?
Nimm das Geld,
verschwinde von hier
und halte dich von meinem Sohn fern.
Du bist genauso dämlich wie dein Vater.
Nein, nicht ganz. Das hast du von deiner Mutter.
Erzähle ich dir später. Keine Zwiebeln.
- Hey, eine halbe Stunde. - Ich habe für uns gearbeitet.
Wir müssen zur 204 gehen.
Selbst in den Cappuccino machen sie Zwiebeln.
- Worum geht es da? - Keine Ahnung.
Signora Rachele, du musst mir helfen. Du hast gesagt, er hilft mir.
Mein Mann ist krank. Er verspielt das Geld an der Maschine.
Ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ich habe verstanden. Moment mal. Dürfte ich bitte auch etwas sagen?
- Ja, aber er... - Also... Hey!
Sie ist verzweifelt, weil ihr Mann alles verspielt.
Ja, ist klar. Er hat Schulden.
Er will aufhören, aber er schafft es nicht.
Ist klar. Kann ich dich kurz sprechen?
- Ja. Können wir kurz da rüber? - Ja, geh.
- Nur kurz. Sie warten. - Bitte, hilf uns.
- Ja, wir sind gleich wieder da. - Ja.
- Rachele. Hey. - Was?
- Hör mal zu. - Warte.
- Hallo. - Hallo.
- Hörst du mir mal zu? - Ja, warte. Ich suche nach einen Ort.
Hier.
- Was ist da? - Hallo.
Hier.
Oh, los. Raus hier. Beeilung.
Und hopp. So ist es brav. Da.
- Wo schleppst du mich hin? - Sie sind halt verzweifelt.
Der Kerl ist ein Volltrottel. Was mache ich da?
Also, ich habe drüber nachgedacht.
Ich habe mich gefragt, was ist Heroin eigentlich?
- Eine Droge. - Ja, aber was macht es mit dir?
Da bist du die Expertin.
Sie füllt eine Lücke, Chris.
Es geht dir schlecht. Dir fehlt was. Also setzt du dir einen Schuss.
Und für ein paar Minuten fühlst du dich wie Gott.
Mit den Spielautomaten ist es genauso. Kannst du mir folgen?
Nein.
Das ist etwas, wovon du sie befreien kannst.
Wir müssen das Business erweitern. Junkies, Spieler, Kranke.
- Kundschaft gibt es genug. - Einverstanden.
Hier stinkt es.
Bloß raus hier.
Los.
Nein, das geht nicht. Zu viele Leute.
Darf ich bitten? Alle Mann raus hier. Sonst klappt es nicht.
Vorwärts. Beeilung, na los. Los, raus hier.
- Woher weiß ich, ob es klappt? - Sobald es geklappt hat, rufe ich dich.
- Danke. - Bitte.
Ich melde mich wieder. Wollt ihr was essen?
- Ein andermal. Danke. - Danke.
Bitte.
- Beim nächsten Mal verlangen wir mehr. - Ja, aber das sind arme Schlucker.
Kann sein, aber so ein Wunder ist für immer.
Ich habe Lust auf Chinesisch.
Nein, nein, nein. Zu fettig. Ein paar Kroketten.
- Weil die nicht fettig sind? - Doch, aber die schmecken.
Japanisch-Brasilianisch?
Was ist das? Sushi mit Bananen?
- Quatsch. So was esse ich nicht. - Das schmeckt gut.
Ich rufe dich später an.
Bitte.
Hier strecken wir den Stoff.
Da verpacken wir ihn.
Also, so würde ich das machen.
Aber du kennst ja meine Haltung. Das lasse ich den Zonenboss entscheiden.
Mich interessiert nur das Ergebnis.
Die Tür da drüben führt zu einer anderen Wohnung.
Wenn es sein muss, bist du in 30 Sekunden weg.
Wie findest du es?
Wie schon? Das ist der Hammer. Danke.
Das wolltest du doch, oder? Eine Zone ganz für dich allein.
Die Türme.
Jetzt hast du sie.
Das könnte der Anfang sein.
Ich kann's kaum erwarten.
Du hast es dir verdient.
Und du bist bereit. Das weiß ich.
Auch dazu, unangenehme Dinge zu tun.
Gehört zum Job dazu. Habe ich immer schon gemacht.
Aber jetzt hast du das Kommando.
Das ist was anderes.
Davide...
hat sich mit der Einzigen eingelassen, von der er sich fernhalten sollte.
- Mit Grecos Tochter. - Grecos Tochter?
Ich habe weggesehen und gehofft, dass es irgendwann aus ist.
Rede mit Davide. Sag es ihm, oder?
Vor 20 Jahren habe ich sie verschont.
Weil ich unschuldige Wesen immer am Leben lasse.
Solange das mit der Unschuld stimmt.
- Du musst sie umbringen. - Was?
Was redest du da, Lino?
Ich tue das auch für dich.
Was soll das heißen?
Macht hält man durch Angst aufrecht.
Wenn sie keine Angst haben und denken, dass es einen besseren Weg gibt,
eine bessere Welt, irgendetwas, das besser ist als das hier,
steckst du in der Scheiße.
Denn das, was für dich Mitleid ist, sehen diejenigen unter dir als Schwäche.
Und das geht nicht.
Verstehst du den Unterschied?
So ist das, wenn man das Kommando hat. Zeig mir, was du kannst.
Dass ich dir vertrauen kann.
Dass du das Zeug zum Anführer hast.
Verzeihen Sie die Störung, Herr Kardinal.
Die Angst, mich zu stören, hat dich doch noch nie davon abgehalten.
- Möchtest du auch was? - Nein, danke.
So was sollte ich auch nicht essen.
Kennen Sie einen gewissen Padre Klaus Cerni?
Ich habe im Archiv gesucht, aber nichts über ihn gefunden.
Aber seit wann ist keine Spur mehr von ihm zu finden?
Seit 25 Jahren.
Ein triftiger Grund, die Suche einzustellen.
Sie wissen, dass das nicht geschehen wird.
Aber wenn Sie mir helfen, kann ich vielleicht weniger...
indiskret sein.
Was willst du von ihm?
Eine Antwort zu einem Fall, an dem ich dran bin.
Wie deine Frage auch lautet, ich bezweifle,
dass ein Mann wie er die Antwort hat.
Kennen Sie ihn?
Ich habe ihn nur einmal getroffen.
Er war 1982 beim Heiligen Vater.
Eine Privataudienz. Keiner weiß, worüber sie gesprochen haben.
Bekannt ist nur, dass das Treffen nicht mal eine Minute gedauert hat.
Seither ist es ihm verboten, hier noch einmal aufzutauchen.
Seine Nachfolger haben das Verbot bestätigt.
Der Ärger über Padre Klaus überdauerte also drei Päpste?
Ärger würde ich es nicht nennen.
Hass?
Ich würde es eher Angst nennen.
Dies sind nur die bekannten Fälle.
Von denen lebt keiner mehr. Sie wurden alle bei Ritualen ermordet.
Als der Vatikan die Berichte erhielt und das Grauen offenbar wurde,
beteuerte Klaus hartnäckig,
er werde bei seinem erbitterten Kampf gegen Satan
von unserem Herrn geleitet.
Ein Exorzist.
- Nein. Ein Mörder. Ein Verrückter. - Was ist mit ihm passiert?
Er wurde gefasst und beobachtet.
Zum Glück hat er sich mit der Zeit darauf beschränkt,
bloß sich selbst Leid anzutun.
Er verbrachte Jahre in freiwilliger Isolation,
verloren in seinem Wahnsinn.
Diese Unterlagen gibt es nicht.
Was du gerade liest, ist nie geschehen.
Ist das klar?
Wo kann ich ihn finden?
Vielleicht hast du es nicht verstanden.
Du musst dich nicht mehr schämen, wenn du morgens in den Spiegel siehst.
Ich schäme mich doch nicht.
Verstehe. Hey.
Hast du dich mal angesehen?
Du hast ein echtes Problem. Das ist dir doch klar, oder?
- Ach, Rachele. - Sag nicht, du kannst damit aufhören.
Die Story habe ich mir auch erzählt.
Hey.
Du hast ein Kind, eine Wohnung, Arbeit. Es ist nicht zu spät.
- Ich denke drüber nach. - Ist gut.
Wenn du fertig bist, ruf mich an. Ich tue dir damit einen Gefallen.
Roberto...
Fast überzeugt.
Hallo, Rachele.
Stimmt das? Dass alles weggeht, wenn er einen berührt?
Du hast nicht viel Kohle, oder?
Im Augenblick nicht. Ich muss erst mal aus der Scheiße rauskommen.
Für ihn, ist doch klar.
Hier.
Ist heiß.
Also, was haben wir?
Drei Kokssüchtige, zwei auf Psychopharmaka,
eine Bulimikerin und eine Sammelwütige.
- Eine was? - Eine Sammelwütige.
Ein Messie. Eine von denen, die nichts wegwerfen können.
- Die sieht man immer im Fernsehen. - Ich sehe nicht mal fern.
Was ist denn los?
Was ist los?
Nichts. Ich glaube, wir sollten damit aufhören.
- Wieso? - Keine Ahnung, weil...
In einer Welt wie der unseren geben wir den Leuten Hoffnung,
und wir wissen ja, wie das dann läuft.
Ich habe Angst, dass dann...
Dass Lino dazwischenfunkt.
Lino funkt immer dazwischen.
Ich verstehe dich ja.
Ich weiß, wie schwer es ist, zu Lino Nein zu sagen.
Guten Tag.
Ich suche Padre Klaus.
Wie heißen Sie?
Matteo.
Ich hätte ein paar Fragen an Sie.
Es geht um ein Kind, das 1984 geboren wurde.
Ancilla Domini.
So hieß die Klinik.
Du bist hier nicht willkommen,
Matteo.
Du kannst wieder gehen.
Sie waren der Letzte, der das Kind gesehen hat.
Du kannst jetzt gehen, Matteo.
Verschwinde.
- Nein! - Wahnsinn.
Sieht aus wie ein Banksy. Wahnsinn.
- Schön. - Wann hast du das gelernt?
Als kleiner Junge.
Ich wollte eigentlich am liebsten immer nur malen.
Ich wollte in die Kunstschule, aber das wurde mir versaut.
Aber wer es draufhat, der hat es einfach drauf.
Stimmt. Totti konnte schießen, bevor er laufen konnte.
- Hat er dir das erzählt? - Nein, das stand in einem Buch.
- Du liest jetzt Bücher? - Nur das eine.
Erklär du uns lieber mal was.
Bis vor zwei Wochen wollte Lino dich umbringen.
Und jetzt gibt er dir die Türme.
Vielleicht hast du ein paar Karrieretipps für uns.
Ich habe gerade einfach Schwein. Wieso?
Nur so. Ich habe da so ein paar Sachen mitbekommen.
Zum Beispiel?
Na ja, unser Freund hat bei einer Transe so was wie einen Zauber bewirkt.
Der ging es irgendwie schlecht.
Dann hat er sie angefasst, und zack, ging es ihr wieder gut.
Transen sind widerlich. Die würde ich nie anfassen.
- Nicht mal für Geld. - Hey. Wozu sind wir eigentlich hier?
Ja, genau.
Also dann.
Auf Sergio.
- Auf Sergio. - Ciao, Bruder.
Hey.
- Ich muss dir noch was sagen. - Schieß los.
Diese Sache mit den Türmen, keine Ahnung...
Stört dich das? Wolltest du die?
Nein, wenn Papa das so will, passt das. Ich bin zufrieden.
Aber mich nervt, dass es dich nicht nervt.
Was faselst du da?
Was ist los? Ich kenne diesen Ausdruck. Los.
Von allen Weibern musst du Grecos Tochter vögeln?
- Was redest du da? Bist du verrückt? - Dein Vater weiß es, Davide.
Hör dieses eine Mal auf mich, okay?
Trenn dich von ihr.
Sofort. Geh zu deinem Vater. Bitte ihn auf Knien um Vergebung.
Und auch deine Mutter.
Das ist ja wohl meine Sache.
Das geht alle was an.
Diesmal habe ich mich aber verliebt. Sieh mich an. Du kennst mich.
Was ist das für ein Scheiß?
Ihr Vater hat deiner Mutter in den Kopf geschossen.
Ihr Vater. Was hat sie damit zu tun?
Das ist dasselbe. Sie hat damit zu tun.
Hey, Davide.
Du bist clever. Intelligent. Erwachsen.
Wenn das die Frau deines Lebens ist, dann nimm sie und geh weg von hier.
Aber weit weg.
Aber ich will nicht weggehen.
Ich bin hier geboren.
Das da ist mein Leben.
Wo sollte ich hingehen?
Bist du verrückt?
Was hat Papa gesagt?
Dass sie so enden soll wie ihr Vater.
Gehen wir.
Chris?
Hallo, Mama.
- Es ist schon spät. - Du hast mich erschreckt.
- Geht es dir gut? - Ja.
Warum schläfst du nicht?
- Hast du eine Zigarette? - Was willst du?
Eine Zigarette. Gibst du mir eine?
- Aber du hast nie geraucht. - Du hast mich nur nie gesehen.
Bekommt dir gut.
Also.
Was ist los?
Lino hat mir die Türme gegeben.
Und warum gibt er sie dir und nicht seinem Sohn?
Weil er mir vertraut.
Und Davide vertraut er nicht?
Doch, aber Davide hat gerade anderes um die Ohren.
Du wirkst nicht gerade glücklich.
Weil ich etwas für ihn tun soll, Mama.
Mit einer Person, die das nicht verdient hat.
Aber Lino tut niemandem weh, wenn es nicht nötig ist.
Tja, diesmal schon.
Grecos Tochter.
Und wieso?
Weil sie mit Davide zusammen ist.
Und das geht einfach nicht.
- Und er hat dich gebeten... - Ja.
Das macht er, weil er Angst hat.
- Wovor? - Vor dir.
- Na klar. - Ganz sicher.
- Sicher, Lino hat Angst vor mir. - Ja. Bald werden Leute nach dir suchen.
Sie werden nach dir fragen.
Auf dich hoffen.
Deshalb setzt er dich in die Türme. Um dich zu kontrollieren.
Deshalb will er, dass du etwas Furchtbares tust.
- Unsinn, Mama. - Um zu zeigen, dass du so bist wie er.
Dass du nichts Besonderes bist.
Als Linos Vater gestorben ist...
Ich erinnere mich genau.
Ich ging zu ihm, um ihn zu fragen, wie es ihm geht.
Weißt du, was er gesagt hat?
Er meinte, falls ich irgendwas bräuchte, solle ich ihn fragen.
Ein kleiner Junge von zwölf Jahren. An dem Tag, an dem er zur Waise wurde.
Lino hatte niemals vor irgendwas Angst. Bis heute.
Er kann alles machen.
Er kann den Leuten alles geben und alles nehmen, was er will:
Häuser,
Geld,
Arbeit.
Nur die Hoffnung nicht.
Ohne Filter schmecken sie besser.
Du wirkst so nachdenklich.
Nein.
Was bedrückt dich?
Das mit den Türmen?
Willst du wissen, warum ich sie Christian gebe?
- Ich weiß, dass du sie wolltest. - Ich habe dich nie um was gebeten.
Weil ich dafür gesorgt habe, dass du es dir verdienst.
Aber diesmal hast du mir nicht gezeigt, dass es dir wichtig ist.
Du hast es vorgezogen, dich anderweitig zu beschäftigen.
Oder etwa nicht?
Aber es ist noch nicht zu spät.
Du kannst es noch abwenden.
Aber du musst dich richtig entscheiden. Und du musst entschieden vorgehen.
Vergiss die Türme. Schlag sie dir aus dem Kopf.
Denk lieber an das gesamte Schloss.
Nehmen wir die Gerste.
Man kann Bier aus ihr machen oder Whiskey.
Dieses Zeug da trinken alle.
Das da nicht.
Das hier ist das Getränk der Könige.
Alles eine Frage der richtigen Entscheidung.
Hey.
- Los. - Und dein Gepäck?
Im Auto. Schnell.
Los, los, los.
Vorgeben, im Mittelpunkt der Welt zu stehen, aber unsichtbar bleiben.
- Wie sind Sie hier reingekommen? - Ihr vom Vatikan seid eigenartig.
Komm her.
Setz dich.
- Was ist in dieser Klinik geschehen? - Setz dich hin, Matteo.
Was ist in dieser Klinik passiert?
Ancilla Domini. "Die Magd des Herrn."
- Ich kenne die Bedeutung. - Und du? Siehst du dich auch so?
Als Diener des Herrn?
Sie wurden als Letzter mit dem Kind gesehen.
Es gibt viele, die sich für Diener des Herrn halten.
In Wahrheit sind sie einfach nur Diener.
Diener von etwas völlig anderem.
Diener, die es verdienen würden,
mit den Qualen der Ungläubigen bestraft zu werden.
Deshalb will Sie niemand hier im Vatikan haben.
Diener auf der Suche nach dem Licht,
die sich stattdessen blenden lassen.
Sag du es, Matteo.
Wovon hast du dich blenden lassen?
Was schnürt dir den Atem ab?
Diener, die zulassen, dass die Finsternis
das Augenlicht ihrer Kinder raubt.
Verschwinde.
Ich bin hergekommen, weil ich etwas über dich erfahren wollte.
Für dich gibt es keinen Plan Gottes, Matteo.
Hey.
Was ist?
- Du hattest recht, Chris. - Womit?
Was ist passiert?
Dass ich nicht mehr abwarten kann.
Kurz habe ich mich erschrocken. Du willst mit ihr durchbrennen?
Lass uns ein bisschen spazieren.
- Jetzt? - Ja.
- Es ist spät. - Gehen wir ein paar Schritte.
Warte.
Nach unserem Gespräch habe ich nachgedacht.
- Ja, aber warum rennst du so? - Ich habe mich gefragt, was will ich?
- Was ist meine Priorität, verstehst du? - Priorität?
Was wollte ich schon immer, schon als Kind?
Ist alles in Ordnung mit dir? Was ist los?
Ich habe die Augen geöffnet.
Der Erbe meines Vaters.
Das wollte ich schon immer sein.
Ein Boss.
Ich verstehe nicht. Warum hast du mich hierhergebracht?
Was zum Teufel hast du gemacht?
Ich scheiße auf Romeo und Julia.
Davide, was hast du angerichtet?
Ich wollte sie retten.
Ich wollte, dass sie flieht.
Und als ich nicht mitwollte, ist sie ausgeflippt.
Sie meinte, ich hätte bloß Schiss vor meinem Vater.
Sie wollte mit ihm reden. Was hätte ich denn tun sollen? Was?
Verstehst du mich?
Was hätte ich tun sollen?
Geh nach Hause, Davide.
Aber verstehst du mich?
Ja.
Geh nach Hause.
Geh nach Hause, na los.
Verstehst du mich?
Morgen muss ich sie verschwinden lassen. Bis dahin mach, was du willst.
Also gut. Ich gehe schlafen.
Wie spät ist es?
Geht es dir gut?
Du musst mir bei etwas helfen.
- Komm rein. - Nein, sofort. Zieh dir Schuhe an.
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