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Original subtitles

Vielen Dank. Ich weiß gar nicht, wie mir das mit der Laterne da passieren konnte.

So was kann schon mal vorkommen. Ich muss nach Hause, meine Frau wartet auf mich.

Sie sind noch nicht lange verheiratet? - Elf Jahre.

Ich wäre auch ganz gern verheiratet.

Das könnte man Ihnen fast glauben. - Ich mein's auch ganz im Ernst.

Anfangs wär's fast schief gegangen.

Wenn ich ihr beim Frühstück gegenübersaß, überlegte ich, wie ich sie loswerde.

Dann dachte ich: "Wie kommst du darauf?" Einen ernsthaften Grund fand ich nie.

Vielleicht wollten Sie wieder frei sein. - Wir lernten uns auf einem Ball kennen.

So?

Aber sie wirklich kennenzulernen, war gar nicht so leicht.

Sie hatte noch keine Erfahrungen. Sehr bezeichnend für Paris.

Ich wette, in dieser Stadt kann man mehr Jungfrauen finden

als in einem kleinen Provinznest.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Verstehen Sie?

Das war nicht der Grund, warum ich sie heiratete.

Warum sonst? - Hm, Gewohnheitssache.

War 'ne hübsche Zeit mit ihr.

Ich weiß nicht, wer Sie sind.

Ich werde Sie auch wohl kaum wiedersehen.

Deshalb kann ich mich aussprechen.

Von Zeit zu Zeit tut es gut, sein Herz einem Fremden gegenüber auszuschütten.

Ja, ja, da ist was Wahres dran. - Ich fasste eine starke Zuneigung zu ihr.

Das war mir noch nie passiert. Unser Verhältnis dauerte ein Jahr.

Und plötzlich, eines schönen Tages, hab ich Trauringe gekauft.

Ich nehme an, das ist doch immer so, oder? - Immer nicht.

Ich glaube, wirklich verliebt hab ich mich in sie,

als wir zwei Jahre verheiratet waren,

als sie unser erstes Kind erwartete.

Wie ich damals an ihrem Bett stand...

Zuerst sah ich sie an, dann das Baby.

Und sehen Sie, seit der Zeit fing unsere Ehe eigentlich erst an.

Wie viele Kinder haben Sie denn? - Drei.

Drei? Das ist eine gute Zahl.

Tja, alle drei sind in Ordnung. Ich muss jetzt hier abbiegen.

Machen Sie's gut. Und kühlen Sie Ihr Auge. - Ja, werd ich tun.

Vielen Dank! Alles Gute!

Hallo! Edouard! Guten Abend! - Ich heiße jetzt Charlie. Warte da.

Nanu, der Empfang ist ja drollig.

Vier Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen und du...

Du begrüßt mich, als hätten wir uns gestern noch gesehen.

Hier, sieh mal, ich hab mich gestoßen.

Im Dunkeln lief ich gegen eine Laterne.

Waren sie hinter dir her? - Ja.

Aber die Bullen waren's nicht. - Wenn du nur deswegen da bist.

Ohne mich! Ich mach nicht mit.

Wie geht's Fido? Er muss doch schon ganz schön groß sein.

Wie geht's geschäftlich? Alles in Ordnung? - Ich komme zurecht. Rechne nicht mit mir.

Mit deinen Machenschaften will ich nichts zu tun haben.

Was heißt das?

Wie geht's der Familie? Was macht sie? - Danke, danke, alles gesund und munter.

Richard? - Du kennst ihn ja. Immer auf dem Anstand.

Aber du und Fido, ihr fehlt uns sehr. - Wie lange sind sie dir auf den Fersen?

Charlie, ich sitz in der Patsche. Bitte, du musst mir unbedingt helfen.

Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. - Deshalb die Familie. Wer verfolgt dich?

Zwei Figuren.

Wir hatten einen Coup gelandet. Die beiden, Richard und ich.

Da wollten sie uns aufs Kreuz legen und übervorteilen.

Da beschlossen wir, überhaupt nicht zu teilen

und haben die beiden unterwegs einfach abgehängt.

Wie sehen die beiden Figuren denn aus? - Einer trägt 'nen Hut, einer 'ne Mütze.

Man könnte sie für zwei Brüder halten. Sie rauchen beide Pfeife.

Guten Abend, Charlie. Na, wie geht's?

Was machst du hier? Du verplemperst hier dein Leben.

Ja, ich find es zum Heulen. Sitzt hinter so einem Klimperkasten,

anstatt in einem vollen Konzertsaal, wo das Publikum dir zujubelt.

Was hast du hier verloren?

Ich kann nicht an zwei Orten zugleich sein.

Guter Witz. Ein so berühmter Künstler wie du wirft die Perlen hier vor die Säue.

Als ob die was von Musik verstehen. - Tu mir den Gefallen, halt den Mund!

Seht ihn euch an! Ein Virtuose, der hier zum Tanz aufspielt.

Verdammt, gebt ihm wenigstens einen Flügel mit Kerzen drauf.

Das werden wir gleich haben. Wo sind die Kerzen?

Nicht so laut! - Sie sollen's hören.

Sie wollen hier nicht gestört werden.

Kein Mensch will mehr gestört werden. - Er ist nicht ganz bei sich.

Kennst du ihn denn? - Ich dachte, da wären wir uns einig?

Ich lasse mich nicht von jedem duzen. - Ich hab Sie was gefragt! Kennen Sie ihn?

Na ja, vielleicht schämt er sich meiner. Mein Bruder, ein berühmter Künstler.

Er heißt gar nicht Charlie, sein Name ist Edouard.

Halt den Mund jetzt! - Ich wusste nichts von einen Bruder.

Ja, unsere Mutter hat vier Jungen.

Wofür bekommt Charlie denn sein Geld? - Fürs Klavierspiel.

Na also.

Aber nicht für seine Lebensgeschichte. Wenn man was wissen will, muss man zahlen.

Je mehr man erfährt, desto mehr kostet es. Das ist wie bei einem Brunnen.

Je tiefer man bohrt, desto teurer wird es. Manchmal wird's sogar so teuer,

dass man es aufgibt.

Sie sind sehr begehrenswert. Und deshalb begehre ich Sie auch.

Heute Abend beschloss ich zu heiraten.

Sie sind die erste Frau, der ich einen Heiratsantrag mache.

Sie wissen gar nicht, ob ich frei bin.

Der hässliche Gartenzwerg ist Ihr Alter? - Er war mein Alter.

Aber wir haben uns noch nicht getrennt. Wer sind Sie eigentlich?

Der Bruder von Charlie. - Von Charlie?

Für den hab ich was übrig. - Und ich?

Dazu kennen wir uns noch zu wenig.

Entschuldigen Sie.

Warum starren Sie dauernd auf meine Brust? - Weil ich Medizinstudent bin.

Ich bin heute zum ersten Mal hier. - Ich kenn das Lokal schon länger.

Die Mädchen sind nicht schlecht. - Da! Haben Sie das eben gesehen?

Hochinteressant. Eine sehr originelle Art.

Ich hab jetzt zu tun, Charlie.

Die beiden sind da. Die machen mich alle! - Verschwinde durch die Hintertür!

Sie müssen über den Hof gegangen sein. Haben sie es wirklich auf Chico abgesehen?

Sie sehen aus, als ob sie sich mit ihm über Geschäfte unterhalten wollten.

Es ist immer dasselbe. Der Erste, der reinfällt, ist Chico, dieser Dummkopf.

Hoffentlich schafft er's noch.

Viel Glück!

Wiedersehen, Charlie! - Gute Nacht!

Die hat 'ne Schwäche für Sie. - Wer denn?

Lena, falls Sie's nicht gemerkt haben. - Vielen Dank. Danke für den Hinweis.

Aber Sie haben ja nichts übrig für sie. Das Mädel sollte mich mal so ansehen.

Wenn Sie wollen, kann ich sofort kündigen. - Das würde mir auch nichts nützen.

Ich bin doch nicht ihr Typ. Schade. Ich bin kein Frauentyp.

Bis morgen.

Das ist noch nicht raus.

Na ja, ich bin eben zu dick.

Und ich habe nichts, womit ein Mann auf Frauen Eindruck macht.

Vielleicht sind's die Drüsen. - Nein.

Meine Fresse, meine Fresse ist mies.

Man darf keine Angst vor Frauen haben.

Tun Sie bloß nicht so, als ob Sie was davon verstehen.

Ihnen geht's ebenso wie mir.

Na, und wenn schon. - Ich weiß, was mit Ihnen los ist.

Sie sind ein schüchterner Mensch. Sie haben Angst.

Angst? - Natürlich.

Angst.

Ich habe Angst?

Klar, ich habe Angst. - Was ist denn? Ist Ihnen nicht gut?

Ich habe Angst.

Die beiden, die hinter ihm her waren, was sind das für welche?

Keine Ahnung.

Ich gehe jetzt am besten schlafen. Wozu soll ich hier noch rumstehen?

Gute Nacht! - Hallo, Monsieur Charlie!

Ich wollte nicht vor den anderen fragen. Können Sie mir etwas borgen?

Selbstverständlich.

Hier, bitte. - Danke. Kommen Sie ein Stückchen mit?

Ich geh nachts nicht gern allein, Monsieur Charlie.

Sagen Sie ruhig Charlie zu mir.

Einverstanden. Dann sagen Sie Lena.

Wieso Lena? - Das ist die Abkürzung von Helena.

Dein Schweigen muss ihr komisch vorkommen.

Du müsstest irgendetwas sagen. Sonst glaubt sie noch, du bist schüchtern.

Schweigen ist manchmal sehr beredt. Ein unsichtbares Band zwischen Verliebten.

Sie ist auch nicht gerade sehr gesprächig, mehr eine von der stillen Art.

Nicht hochnäsig, doch auf Distanz bedacht.

Wenn man sie zum Lachen bringen will, muss einem schon ein guter Witz einfallen.

Warum lachen Sie? - Weil Sie so ein Gesicht machen.

Kennen Sie die Freunde Ihres Bruders? - Warum?

Die verfolgen uns.

Sehen Sie mal hier in den Spiegel.

Wo sind sie denn geblieben? Sie müssen sich versteckt haben.

Ach, Pech gehabt.

Ich geh nach Hause.

Die Luft ist rein.

Sie ließ die Annäherungsversuche zu. Also ist sie einverstanden.

Einverstanden? Womit denn? Fragezeichen.

Schlag ihr vor, irgendwo einzukehren. Das gibt dir Zeit. Sag ganz ungezwungen:

"Wir trinken noch ein Glas zusammen." Du musst es netter sagen.

"Ich wette, Lena, Sie haben noch Durst. Ich auch."

Ich wette, Lena, Sie haben noch... Ach, sie ist weg.

Ach. Na, vielleicht ist es besser so. Denk an was anderes. Ob Art Talent hat?

Und Erroll Garner? Na, Garner hat welches.

Bei Junie Manse weißt du's nicht. Den kennst du zu wenig.

Charlie! Ich bin's, Clarisse.

Guten Abend, Charlie! - 'n Abend!

Schläfst du immer ohne Pyjama? - Ja. Ist gesünder.

Du erinnerst mich an meine Skelett-Nummer beim Varieté.

Daraufhin bin ich dann auch zu Hause rausgeflogen.

Damals lag ich in einem Sarg. So gut wie nackt.

Durch einen Spiegeltrick sah man mein Skelett.

Selbst die Ärzte haben gestaunt.

Dann hab ich mir 'nen Knöchel verstaucht. - Das Artistenleben ist schwer.

Soll ich bleiben? - Wenn du willst?

Ich geb dir Kredit. - Nein, danke.

Bitte, bitte, es muss ja nicht sein.

Ich geh wieder.

Sei nicht gleich beleidigt. Zieh dein Kleid aus.

Und mach die Tür zu. Wegen Fido.

In diesem Kleid laufen die Geschäfte.

Ich reiß mir kein Bein aus beim Kundenfang. Kann ich nicht behaupten.

Wie viel? Fester Preis, ja oder nein, wenn nicht, dann lassen Sie's bleiben.

Rabatt gibt's bei mir nicht. Steht jedem frei.

Du hast recht. Kein schlechter Gedanke. - Ich hab lieber hübsche Unterwäsche an.

Was ich anhabe, ist immer hübsch. Findest du nicht?

Ja, sehr hübsch.

Ich sagte doch, dass ich's hübsch finde.

Die andern fragen mich immer, wo ich meine Sachen herhabe. Für 20 Francs.

Nicht mal teuer. - Deine Höschen interessieren mich wenig.

Du bist doch nicht auf den Kopf gefallen? - Nein. Ich bin Puritaner.

Puritaner. Ein armes Luder bist du.

Ich weiß doch, was mit dir los ist.

Hab ich dir wehgetan, mein Schatz? Bist du böse?

Nein, mein Kind. Dein Schatz ist nicht böse, sondern müde.

Im Fernsehen ist auch kein Programm mehr.

Ich bin müde. Ich mag nur Slips.

Fernsehen ist ein Film, den kann man sehen.

Man braucht nicht mal aus dem Haus zu gehen.

Rück mal 'n Stück.

So was ist in einem Film nicht erlaubt. - Denkst du.

Heute Nachmittag bin ich im Kino gewesen. Der Film hieß "Minen in Alaska".

Mit John Wayne. Die Amerikaner wollten dort ihre Ruhe haben.

Sieh mal an, den Amerikanern geht's genau wie mir.

Du machst dich lustig. - Nein, ich nehm dich sehr ernst.

Gib mir einen Zug.

Nein. Nein. Du frecher Kerl.

Ich dachte, du bist schüchtern.

In der Gefahr werden die Schüchternen oft die Mutigsten.

Clarisse, geh in dein Zimmer! Fido muss aufstehen.

Ich geh schon. Das Essen darf ich ihm jeden Abend machen.

Komm mir nicht damit. Gib mir die Hose.

Was gibt's da zu sehen? - Och, gar nichts.

Mach mir mal den Reißverschluss zu. - Allez hopp!

Geh in dein Zimmer! Bis heute Abend.

Fido!

Zeit zum Aufstehen.

Los, beeil dich, du kommst sonst zu spät.

Ich geh jetzt. Wiedersehen!

Guten Morgen, Charlie! - Wer sind Sie?

Mein Name ist Ernest. Das ist Momo. - Guten Tag!

Steigen Sie ein. - Ich gehe lieber.

Lass das. Er weiß, dass du eine hast. - Ich wollt sie zeigen, damit er's glaubt.

Wollen Sie nicht doch lieber einsteigen? - Gut, ich komme mit.

Sehr vernünftig.

Momo, was hältst du von unserem Freund?

Er ist wohl hart im Nehmen. - Stimmt.

Reichen 500? Wenn's zu wenig ist, sagen Sie nur, was Sie verlangen.

Ich bin nicht sehr anspruchsvoll. - Er glaubt an Angeberei.

Zeig's ihm.

Sehr unvorsichtig. So viel Geld.

Ruhe, wo waren wir stehen geblieben? - Geld will er nicht haben. Dann nicht.

Wir wollen uns nur mit ihm unterhalten, passieren soll ihm nichts.

Wem denn? - Wir wollen hier kein Versteck spielen.

Sie wissen genau, dass es um Chico geht.

Sie sollen uns zu dem Bauernhof führen, wo er sich aufhält.

Ich weiß gar nicht, ob er da ist. - Darauf möchte ich Gift nehmen.

Setz dich mit ihm nach hinten, da kommt unsere gemeinsame Freundin, die Kellnerin.

Ihre zukünftige Frau, wenn Sie wollen.

Vorstellen ist wohl nicht nötig. - Wohin geht's?

Fragen Sie Ihren Mann. - Das ist er nicht.

Wir fahren zu seinem Bruder. - Der von gestern mit dem blauen Veilchen?

Sie scheinen sich erkundigt zu haben. Man muss ihnen meine Adresse gesagt haben.

Und Ihre auch. - Wer denn?

Ich glaube, den Burschen kenn ich. - Ich werde euch das Geheimnis verraten.

Heute Morgen tranken wir was mit dem Wirt.

Er gab uns einen miserablen Champagner. Dafür bekam er von uns 50 Scheinchen.

25 für die Adresse von Charlie und 25 für Ihre. Erst wollte er nicht.

Aber dann hat er das Geld doch genommen. Der Hund hat genau nachgezählt.

Das sieht diesem Schuft ähnlich.

Pass auf. - Mache ich ja.

Trotzdem, sieh auch mal nach vorn. - Stimmt.

Wir müssen auf das Wohl unserer bezaubernden Geisel bedacht sein.

Na, den hättest du überholen können.

So viel Zeit war noch. Na, fahr schon. - Wer fährt?

Wenn ich am Steuer säße, hättest du's bald um den Hals.

Nicht nervös werden. - Nervös?

Wenn ich etwas kann, ist es Auto fahren. Ich bin mit dem Wagen verwachsen.

Ich kann mit ihm machen, was ich will. - Nur nicht überholen.

Willst du mich auf den Arm nehmen, ja? - Nein.

Statt nach den Weiber zu schielen, sieh geradeaus, sonst überfährst du einen.

Wenn ich einen totfahre, wär's die Rache für meinen Vater.

Der wurde als Fußgänger überfahren.

Er hatte nur Augen für Weiber. Er sah sich bestimmt gerade nach hübschen Beinen um.

Und da ist das Malheur dann passiert.

Dein Alter muss ja komisch gewesen sein.

Ich bin trotzdem stolz auf ihn. Ich seh immer im rechten Augenblick hin.

Wenn der Wind die Röcke hochhebt. Oder wenn 'ne Puppe in den Autobus steigt.

Schockiert Sie das? - Sie sind nicht das erste Ferkel.

Von Ihrer Sorte gibt's mehr. - Hören Sie, jeder Mann will es wissen.

Alle wollen sie's wissen.

Wer will was? - Die Männer von den Frauen.

Ich bin genau derselben Meinung. Wer's wissen will, soll's auch erfahren.

Ich habe nichts gegen Frauen. - Ich weiß.

Im Gegenteil, ich liebe sie alle. Schon aus dem Grund, weil sie Frauen sind.

Leider muss man vorher mit ihnen reden.

Und erst recht hinterher. Meist, wenn man wieder allein sein möchte.

Wenn ich etwas sagen darf... Mein Vater sagte über die Frauen:

"Wenn man eine gesehen hat, kennt man sie alle."

Wenn ich eine zum ersten Mal sehe, ist das wie ein Erdbeben. Dann lieb ich sie.

Dann will ich heiraten und Kinder von ihr. Später denke ich nur noch ans Vergnügen.

Wenn das vorbei ist, möchte ich abhauen. - Ein reizender Mensch sind Sie.

Ich bin eben so. Aber Schuld daran sind die Frauen.

Sie legen's ja darauf an, uns Männer aufzuregen.

Rote Fingernägel, Büstenhalter, kurze Röcke,

hohe Stöckelabsätze, hauchdünne Strümpfe. Warum tragt ihr solche Strümpfe?

Warum keine Socken wie wir? - Ein Mädchen mit Kniestrümpfen. Nein!

Kleine Natascha! Einmal waren alle meine Unterhosen in der Schmutzwäsche.

Ich nahm 'nen Seidenslip meiner Schwester. Das war was!

Damals begriff ich, warum sie es wollen. Alle.

Mehr als wir, die wir Hosen tragen.

Aber sie, mit ihren Kleidern. Da reiben sich die Schenkel immer.

Und die Pfarrer? Das muss denen doch was ausmachen, oder?

Die Pfarrer haben lange Unterhosen!

Halt! Rote Ampel, verdammt noch mal!

Schweinerei, sie haben uns erwischt. Wir werden uns schon rausreden.

Los, steigen Sie mal aus!

Die Tür scheint zu klemmen. Augenblick.

Was ist denn? Was hab ich denn gemacht?

Stellen Sie den Motor ab. Steigen Sie aus!

Ich bin mir gar keiner Schuld bewusst. - Ihre Papiere!

Er kann überhaupt nicht fahren. Ich habe Blut und Wasser geschwitzt.

Bei ein bisschen Verkehr dreht er durch. Los, Chérie. Ich komme sonst zu spät.

Wir fahren mit dem Bus weiter.

Was kann ich dafür? - Wir sehen uns.

Und zwar bald! - Sie können ja zu uns ins Lokal kommen.

Er hat gesagt, sie kommen bald.

Wir werden's ja erleben. - Richtig.

Nicht einschüchtern lassen. Im Revolver hatte er wahrscheinlich Zündplättchen.

Sie hat sich von ganz allein eingehängt. Sie will dich wohl zu sich mitnehmen.

Hier wohne ich.

Augenblick, ich geh vor.

Man schaut nicht auf die Beine.

Aber wenn du nicht auf die Stufen achtest, fällst du auf die Nase.

Du kannst ja auf's Geländer sehen, so geht's auch.

Heute spielt Charlie bei Plyne. Früher war das ganz etwas anderes.

Nicht wahr, Edouard?

Nicht wahr, Edouard?

Früher...

Früher...

Ach, bitte...

Ja? - Haben Sie noch Karamellspeise?

Nein. - Schade.

Die Karte, bitte. - Sehr schade. Kann man nichts machen.

Bis wann sind Sie hier? - Ich muss erst mal sehen.

Einen Augenblick. - Darf ich Ihnen einen Kaffee bringen?

Ja. Hier, das ist für Ihre Mühe.

Der ist viel zu schön.

"Der ist viel zu schön", hat sie gesagt.

Du dachtest: "Für zwei Jahre Glück zu wenig."

Wir dürfen keine Geschenke annehmen.

Kommt dieser Kerl schon lange? - Seit ein paar Tagen.

Ich glaube, ich hab ihn schon mal irgendwo gesehen.

Weißt du, was ich möchte?

Dass du aufhörst zu arbeiten. - Die Klavierstunden reichen nicht.

Sag das nicht. Nichts gegen meine Klavierstunden.

Du warst zufrieden. - Ja, das stimmt. Weißt du noch?

"Verehrter Meister, ich möchte gerne etwas bei Ihnen lernen,

aber ich bin zu dumm dazu."

"Sie sind nicht dumm. Das Klavierspiel ist nicht leicht."

"Ich komme so gern zu den Stunden."

"Sind Sie wirklich so musikbegeistert?" "Und wie, Monsieur Edouard."

Du, ist das wahr, dass du mich immer bei dir haben willst?

Jede Minute. Das ganze Leben.

Wirklich? Das wünsch ich mir auch. Von Tag zu Tag mehr.

Guten Tag, Monsieur! Ich würde Ihnen das Menü empfehlen.

Gestatten, Lars Schmeel, Impresario. - Edouard Saroyan.

Ich kenne Sie schon. Sie sind Pianist. Vor einem Jahr waren Sie in meinem Büro.

Ja, das stimmt. - Ich konnte Sie damals nicht empfangen.

Entschuldigen Sie. - Verstehe.

So ein Tag ist oft viel zu kurz. Erlauben Sie?

Ja. - Wollen Sie zu Mittag speisen?

Ich möchte Ihnen etwas erklären. Sie ist nämlich meine Frau.

Das ist ja reizend, Madame. - Wir spielen öfter Gast und Kellnerin.

Ein sehr amüsantes Spiel, nicht wahr? Das würde mir auch gefallen.

Sie haben eine ganz bezaubernde Frau. - Sehr liebenswürdig.

Wir werden unsere Besprechung nachholen. Kommen Sie morgen Vormittag zu mir.

Bei wem haben Sie eigentlich studiert? - Beim alten Zeleny.

Was hast du denn? - Nichts, gar nichts.

Du hast was. Im Wagen warst du vergnügt.

Du bist verstummt, dabei hab ich doch gar nichts gesagt.

Ich hörte auf zu reden, weil du mir nicht mehr zuhörtest. Das langweilt dich.

Du sagst dir: "Lass ihn reden." Vermutlich denkst du an deine Schneiderin.

Ich erkläre dir, was mir beim Konzert nicht gefiel.

Du denkst: "Rede nur, das interessiert mich nicht."

Ach... - Ich bin nicht fertig. Ich hab es satt.

Das ist kein Leben für einen Künstler. Vielleicht bin ich noch gar kein Künstler.

Ich brauche jemanden, der an mich glaubt.

Das ist doch das Mindeste, was man von seiner Frau verlangen kann.

Bei dir muss man viel Geduld haben.

Mehr, als ein Mensch aufbringen kann. Seit einem Jahr dieselben Gespräche.

Frage ich: "Was hältst du von Hemingway?", sagst du: "Er sammelt meine Platten.

Dem Soundso gefiel mein Konzert nicht. Man sagt, ich bin der größte Pianist."

Hat es Sinn, dir zu widersprechen? Was hält der Frisör von mir?

Sah mich die Putzfrau im Fernsehen? Mein Gott.

Du sagst immer dasselbe. Ich muss so tun, als ob ich's zum ersten Mal höre.

Ist das ein Leben für mich? Im Laufe der Zeit fällt einem das auf die Nerven.

Ich wollte, du wärst viel selbstbewusster, wie es deinem Können entspricht.

Dann hätte ich wenigstens meine Ruhe.

Bei der geringsten Kritik wirst du krank.

Ich rede so, weil ich eifersüchtig bin.

Nein, es stimmt alles, was du gesagt hast. Das hab ich selbst oft gedacht.

Ich bin nicht der richtige Mann für dich. - Nein, sag so etwas nicht.

Das tut weh.

Mit so einem Erfolg können Sie doch zufrieden sein. Und Ihre Frau auch.

Aber jetzt mal was anderes. Ihre Presseinterviews waren ein Reinfall.

Ich trommle die Journalisten zusammen. Aber Sie haben nicht mal eine Anekdote.

Sie schweigen. Aus. Mit Ihrer verdammten Schüchternheit kommen Sie nicht weiter.

Zum Glück hab ich für Sie vorgearbeitet und der Klatschpresse etwas erzählt. Hier.

"Der Impresario von Edouard Saroyan hat uns erklärt, der Künstler liebt alles,

was schön ist, ob Musik oder Frauen."

WIE VERLIERE ICH MEINE HEMMUNGEN

GEGEN DIE SCHÜCHTERNHEIT

LAMPENFIEBER ÜBERWINDEN

Das war sehr schön.

Vielen Dank. - Sehr schön. Noch einmal. So bleiben.

Danke schön. - Ein bisschen mehr nach links.

Nein, nein, nach rechts. - Aber das ist doch meine Aufnahme.

Hier ist Ihr Bild. Jetzt können Sie mir nicht mehr entkommen.

Wenn Sie weg sind, kann ich dieses Meisterwerk betrachten.

Wie geht's Theresa? - Sie ist müde. Sie ist immer sehr müde.

Wahrscheinlich von den Konzertreisen. - Nein, die Schuld liegt bei mir.

Gibt es oft Streit bei euch? - Anfangs schon. Nun ist's noch schlimmer.

Sie können ganz offen mit mir reden.

Sie will nichts von mir wissen. Es ist so, wie ich's sage.

Zuerst wollte ich es auch nicht glauben.

Es ist, als ob sie innerlich gegen irgendetwas ankämpft.

Ich merke es immer deutlicher. Ich erzähl ihr etwas.

Plötzlich steht sie auf, dreht sich um und geht aus dem Zimmer.

Frage ich, was sie hat, schließt sie die Tür ab

und gibt überhaupt keine Antwort mehr.

So weit ist es schon gekommen. Wir sind am Ende.

Hat sie das gesagt? - Nein, aber so etwas fühlt man doch.

Ich habe den Eindruck, dass sie mich verachtet,

seit ich wirklich Erfolg habe. - Das Ganze ist ein Missverständnis.

Sie haben heute um vier einen Presseempfang.

Bringen Sie sie mit. - Ich versuch's.

Danke.

Theresa?

Theresa, bitte. Schmeel möchte, dass du bei dem Empfang dabei bist.

Lass mich in Ruhe, bitte. Geh allein. - Jetzt hab ich aber genug!

Warum schreist du so? Das bin ich nicht von dir gewöhnt.

Entschuldige, das wollte ich gar nicht. - Von mir aus kannst du ruhig schreien.

Ich mach dich unglücklich.

Es ist schlimm, aber ich kann's nicht mehr ändern.

Die Nacht kann man nicht aufhalten.

Die unheimliche Dunkelheit, die immer größer wird.

Es gibt keine Rettung. Und keinen Ausweg.

Vielleicht gibt's eine Lösung für uns. Nur eine.

Lebewohl sagen und gehen.

Ich werde dir den Grund sagen, du sollst ihn erfahren. Ja.

Es ist besser, wenn man offen ist und alles gesteht.

Gestehen willst du?

Ich habe etwas getan. Und zwar etwas sehr Hässliches.

Aber jetzt bist du ja ein großer Mann. Und ich kann zufrieden sein.

Deine Karriere hast du mir zu verdanken.

Lars Schmeel!

In der Woche, in der du deinen Vertrag unterschrieben hast, ein paar Tage vorher,

da kam er in das Lokal zu mir. Nicht, um seinen Kaffee zu trinken.

Und er wollte auch nichts essen. Er kam, um mir einen Vorschlag zu machen.

Ich hab ihn erst gar nicht verstanden.

Es war wie beim Rätselraten. Ich hab ihn gefragt, wovon er spricht.

Er sah mich an, als wollte er sagen:

"Das weißt du nicht? Denk mal nach, dann verstehst du mich schon."

Ich hab eine Nacht darüber nachgedacht und nicht geschlafen.

Am nächsten Tag kam er wieder. Sein Netz legte er wie eine Spinne aus.

Er hat mich in zwei Teile zerlegt,

so als ob meine Seele der eine Teil wäre und mein Körper der andere.

Es war nicht Theresa, die mit ihm zusammen war. Nur der Körper.

Ihre Seele war nicht dabei. Die war nur bei dir.

Ich habe es für dich getan.

Am Nachmittag hatte er in der Nähe ein Zimmer gemietet.

Und am Abend hat er mir dann mitgeteilt:

"Der Vertrag ist unterzeichnet."

Danach ist er wieder ins Lokal gekommen.

Er ist ein Gast gewesen wie jeder andere.

Er hat sein Essen bestellt. Und für mich war es vorbei.

Ich wollte wieder Theresa sein.

Aber es ist eigenartig.

Was du gestern getan hast, das wirst du heute nicht los.

Ich sehe oft in den Spiegel. Wen sehe ich? Theresa?

Deine Theresa?

Nein.

Das ist sie nicht.

Nicht mehr.

Ich sehe nur etwas Beschmutztes.

Deshalb sollst du mich nicht anfassen. Du sollst keinen Schmutz anfassen.

Geh zu ihr! Tröste sie!

Fall auf die Knie vor ihr und sag ihr was.

Es wird dir schon was einfallen. Aber schnell, solange noch Zeit ist.

FRAU DES PIANISTEN EDOUARD SAROYAN AUS DEM FÜNFTEN STOCK GESPRUNGEN

Dann hast du ein neues Leben angefangen.

Aus Edouard Saroyan wurde Charlie Koller.

Du fuhrst zu deinen Brüdern aufs Land, nahmst Fido mit, um für ihn zu sorgen.

Eines Tages landetest du dann bei Plyne.

Er hat dich engagiert, um das Lokal auszukehren.

In der Ecke stand ein altes Klavier, dieser Klimperkasten.

Den hast du sauber gemacht. Du hast ihn von allen Seiten angesehen.

Eines Tages hast du Plyne gefragt: Kann ich mal darauf spielen?

Was? - Ob ich mal darauf spielen kann?

Von mir aus, wenn es nach Musik klingt.

Wer ist Charlie Koller? Man weiß so gut wie nichts von ihm.

Er spielt Klavier, sorgt für seinen Bruder und will keine Aufmerksamkeit.

Dir hat Plyne zu verdanken, dass die Leute zum Tanzen kommen.

Er hat sogar noch Personal und zwei Musiker dazu engagiert.

Victor, den Schlagzeuger, der dauernd lacht und nicht weiß, worüber.

Und seinen Bruder François, den Kontrabassisten mit den behaarten Händen.

Und dann war ich noch da.

Ich hab dich dauernd angesehen, aber du hast es nie gemerkt.

Und an meinem Geburtstag, weißt du noch?

Da hat jeder von mir einen Kuss bekommen, nur damit ich dich auch küssen konnte.

Da hast du mich zum ersten Mal bemerkt.

Und wir haben uns lange angesehen.

Was hast du gedacht, als wir gestern Abend zusammen die Straße entlanggingen?

Hab ich dir gleich gefallen?

Erinnerst du dich an den Moment, wo du's mir gesagt hast?

Als ich mich bei dir einhängte, befürchtete ich, du verstehst es falsch.

Ich hoffte, dass du meine Hand nimmst.

Ich hab den Eindruck, dass Plyne bis über beide Ohren in dich verliebt ist.

Bist du verrückt, das fehlt mir noch. - Bestimmt. Und er hat's mir verraten.

Warum nicht? Er ist ein Mann wie alle andern.

Ich liebe dich, weil du nicht so bist wie die anderen.

Du bist kein Angeber, nicht so ungehobelt.

Du bist schüchtern und hast Respekt vor den Frauen.

Glaub das ja nicht.

Ich bin im Grunde genau wie die anderen.

Als ich Geld hatte und berühmt war, erkannten mich die Frauen auf der Straße.

Die hab ich so herausfordernd angesehen, als ob ich sie ausziehen wollte.

Da die meisten meinem Blick standhielten und ihnen die Art zu gefallen schien,

wurde ich bald noch übermütiger.

Traf ich mal ein anständiges Mädchen, das wegsah,

dann schämte ich mich.

Meine Mutter, meine Frau, meine Tochter dürfte keiner so ansehen.

Weißt du, was wir machen werden? Wir werden zu Plyne gehen und kündigen.

Dann können wir uns zusammentun. Ich erwecke dich zu einem neuen Leben.

Und du wirst wieder Edouard Saroyan. - Warum?

Frag nicht, warum? Sondern für wen? Für mich. Und für dich auch.

Für uns. Ich wuchs im Waisenhaus auf und lernte zu kämpfen.

Du arbeitest, spielst einem Agenten vor und gibst wieder Konzerte.

Charlie ist tot, es lebe Edouard!

Sei doch mal so nett und hol mir schnell ein Paar Strümpfe.

Dann gehen wir zu dem schmierigen Plyne.

Ein Paar Nylons, "Skandal Nr. 2". Beige ist meine Farbe.

Gut.

Charlie.

Ich verlange nur, dass du's mir sagst, wenn es mal aus ist.

Zur Liebe kann man sich nicht zwingen.

Wenn du mich nicht mehr liebst, sag's mir.

Den Text hab ich vergessen.

Halt, ich mach dir noch ein Brot zurecht. - Ich esse lieber nur das Gelbe.

Herein!

Draußen ist ein Kunde für Sie. - Ein Kunde? Jetzt?

Der soll in meiner Arbeitszeit kommen. Sagen Sie, er soll sich 'ne andere suchen.

Die freuen sich. Ich hab jetzt keine Zeit.

Aber er will Mademoiselle Clarisse und keine andere, er besteht darauf.

Er macht einen wohlhabenden Eindruck.

Er ist gar nicht unsympathisch. - Gut, ich komme. Hier.

Da ist Zucker, Joghurt, und nimm dir Obst. Aber bis dahin bin ich wieder zurück.

Bitte, Monsieur, hier ist die Dame. - Bis gleich, Fido. Na, Monsieur?

Guten Tag. Wo geht's denn lang? - Hier, mein Schatz. Kennen wir uns nicht?

Warst du schon mal bei mir? - Nein.

Hast du auch genug in der Brieftasche? - Ich hoffe, es reicht.

Halt! Sag mal, wo willst du denn hin?

Was fällt dir denn ein? Hilfe! Kidnapper! - Komm jetzt! Die Luft ist rein.

Aufmachen!

Komm, mein Junge, es passiert dir nichts. - Kein Theater!

Fido! - Komm schnell.

Fido! Ihr Hunde, was wollt ihr von Fido? Lasst den Jungen in Ruhe!

Polizei!

So, jetzt steigst du hier ein!

Hilfe, Polizei!

Mein Wagen.

Also, wir kündigen, das steht doch fest? - Lass mich machen und beobachte du Plyne.

Sie kommen.

Ich dachte schon, ihr macht Urlaub. - Ich habe lange geschlafen.

Wir machten erst einen Spaziergang. - Ihr beide zusammen?

Ja. Wollen Sie noch mehr wissen? - Allerdings, das ist doch was Neues.

Gewöhnlich zog er allein durch die Gegend. - Er war immer allein.

Ihr seid wohl wegen des Geldes gekommen. - Und um zu kündigen!

Man muss sich schon über die Gäste ärgern und jetzt noch übers Personal.

Was sagst du, Plyne? - Charlie! Wo hatten Sie sich versteckt?

Ich war in Sorge um Sie wegen der zwei Typen.

Wo soll er sich verstecken? Die beiden hatten doch unsere Adressen.

Wo haben sie die denn her? - Er weiß es. Sie leben mit ihm zusammen!

Zusammenleben ist zu viel gesagt. - Halt den Mund! Und du auch!

Die Typen waren heute Morgen wieder da.

Jemand verriet ihnen Charlies Adresse. Und meine gleich mit.

Warst du es? - Wer sonst? So eine Gemeinheit.

Plyne hat sich schweinemäßig benommen. Bestimmt, weil sie ihn enttäuscht hat.

Er hat sich jeden Abend um sie bemüht, aber er hatte kein Glück.

Selbst jetzt, wo sie ihm die Hölle heiß macht,

kann er sie nicht aus den Augen lassen.

Plyne ist vielleicht gar nicht so gemein.

Ein armer Teufel, der sich gern aufspielt, weil er's zu nichts gebracht hat.

Das alles geht dich im Grunde nichts an. Gar nichts.

Du wirst dich einfach ans Klavier setzen.

Du kannst doch nichts für Plyne tun. Du hast nichts damit zu schaffen.

Dich berührt das alles nicht mehr.

Ich hab ihn nur aus Mitleid aufgenommen. - Sie und Mitleid?

Jetzt, wo die Geschäfte besser gehen, wollt ihr mich ruinieren!

Wir haben gekündigt, und dabei bleibt's.

Das werden wir sehen! - Oh, Sie Idiot!

Sag das noch mal. - Sie alberner Idiot!

Die Muskeln sind keine Attrappe. Schau!

Ach, Scheiße. - Sie hat recht. Du bist ein Scheißkerl!

Verwinde doch. So eine Scheiße.

So ein Wort aus einem so hübschen Mund. - Apropos Mund.

Halten Sie Ihren, Sie dummes Schwein! - Dann werde ich dich umbringen.

Ich hab keine Angst vor Ihnen. - Ich schlag dich tot!

Charlie wird munter. - Lassen Sie sie in Ruhe.

Im Augenblick interessiert sie mich nicht. Jetzt kommen Sie dran. Sie Strolch, Sie.

Sie ist Ihr Verhältnis, geben Sie's zu! Dafür rechnen wir beide jetzt ab!

Wir sind verrückt. - Sie geben auf?

Mir ist alles egal. - Kommt nicht in Frage.

Einer muss gewinnen. - Und wenn ich nicht mehr mitmache?

Nein, ich lief vorhin davon. Ich will meine Revanche.

Sie sollen es wissen. Es stimmt nicht, was sie gesagt hat.

Ich liebe Lena nicht mehr. Sie sagte Worte, die ihrer unwürdig sind.

Sie hat kein Zartgefühl, sonst wäre sie nie so ordinär geworden.

Eine Schlampe. Sie ist kein Mädchen. Und sie ist auch keine Frau.

Denn eine Frau hat Gefühle, hat Herz und Anstand.

Eine Frau ist was Wunderbares, zu dem man aufblicken kann.

Für mich war eine Frau ein höheres Wesen. Lieber Charlie.

Du erlaubst, dass ich "du" zu dir sage? Wenigstens jetzt, wo du sterben wirst!

Es ist nur ein Unfall gewesen.

Hören Sie, da kommt jemand. Zu dumm, ich hab das Licht vergessen.

Die Polizei. Ich geh wieder rauf.

Sieh mal. Er macht die Augen auf.

Warum schleppst du mich? Ich hab Beine. - Na, dann beweg sie.

Schlimmer als ein Betrunkener. Setz dich. - Das Messer.

Das hatte ich weggeworfen, um zu zeigen, dass es nicht ernst war.

Ich war am Ersticken. Da nahm ich's, um ihn in den Arm zu pieken.

In dem Moment hat er sich rumgedreht, so schnell, dass es in den Rücken ging.

Ich wette, das klappt. - Was?

Das wird man dir abnehmen. - Die Polizei verlangt Beweise.

Ich war's. Der Rest ist unwichtig.

Erkläre es. - Das mache ich lieber schriftlich.

Hol auf jeden Fall Fido. - Ja.

Fido? Hallo, Fido!

Fido!

Was wollen Sie denn hier? - Hab ich einen Schreck bekommen.

Ich suche nur Fido Saroyan. - Der ist verschwunden.

Entführt worden, von zwei verdammten Schweinehunden.

Diesmal wird er uns nicht entwischen.

Fido ist doch der Name für einen Hund. - Das heißt "treu".

Dein Trick mit der Milch war gut, aber die zweite Runde haben wir gewonnen.

Warum hast du die Tür aufgelassen.

Mein Vater sagte: "Wenn's klingelt, pass auf, es kann auch ein Mörder sein.

Wenn's nur ein Dieb ist, hast du Glück."

Bist du gut in der Schule? - Na ja.

Lieblingsfach? - Naturwissenschaft.

Ich war schlecht.

Vater und Großvater waren Musterschüler.

Die haben allen Geist verbraucht. Da ist für mich nichts übrig geblieben.

Zigarette? - Nein, lieber 'ne Prise.

Tabak in die Nase? Ist das nicht eklig? - Nein, das tut gut, besonders morgens.

Die erste Prise ist immer die Beste.

Was ist das? - Ein Feuerzeug mit Musik.

Die Uhr.

Hier. Aber es gibt noch mehr.

Ich hab noch 'nen Wecker am Auspuff, der nach jeder Stunde Parken klingelt.

Ist das alles? - Nein, noch ein Füller mit Schnorchel,

zusammenziehbarer Spitze und automatischer Füllvorrichtung.

Ein Gürtel aus Schlangenhaut, ein Hut mit Klimaanlage.

Und mein Anzug stammt aus London. Echte australische Schafswolle.

Meine Schuhe sind in Ägypten gemacht. Die vertragen die größte Hitze.

Ich kenne alles, was es gibt.

Der Schal hier, sieht doch aus wie Seide, nicht wahr? Aber er ist aus Metall.

Aus einem besonderen, biegsamen Metall. Wird in Japan gemacht.

Fass mal an. - Das ist Seide.

Sag ich doch, echt japanisches Metall. - So was gibt's ja gar nicht.

Auch nicht in Japan. - Ich schwöre es.

Glaub ich nicht. - Dann soll meine Mutter tot umfallen.

Sie wollen mich wohl verulken? - Nein.

Ich bin's, Lena. Komm, wir gehen jetzt. Aber mach keinen Lärm.

Mein Kopf, mein armer Kopf. Ich hab das Gefühl, der zerspringt mir.

Warte, ich seh mal nach. Die Polizei ist noch da!

Wo ist Fido? - Das erklär ich dir später.

Der Weg ist frei.

Ich hab einen Wagen.

Von wem? - Von meiner Wirtin.

Stehst du denn so gut mit der? - Ich weiß, wo die Schlüssel sind. Geht's?

Ja. - Komm, fass mich um.

Bestimmt. Wenn Sie mir nicht glauben, dann fragen Sie doch die anderen Mieter.

Die werden's Ihnen bestätigen. Wissen Sie, ein Wort gibt das andere.

Und plötzlich gibt's eine Schlägerei.

Und die Polizisten? - Die haben mich ganz schön ausgequetscht.

Nimm das, das könnt ihr sicher brauchen.

Ich ruf an. - Wo ist Fido?

Davon reden wir später.

Hast du die Flasche? - Hier.

Da.

Ich hab furchtbaren Durst.

Dass ich Idiot mir das nicht gedacht hab.

Von Chico sind sie auf mich gekommen. Und von mir auf Fido. Schöne Bescherung.

Jetzt sitzen alle vier Brüder in demselben Boot.

Verdammt noch mal! - Die dritte Panne.

Sauerei! Der Kasten ist schrottreif.

Woran liegt's denn diesmal? - Vielleicht hat er Darmverschlingung.

Wir werden ihn wieder anschieben müssen. - Moment, ich werde erst mal nachsehen.

Nach rechts! Nicht nach links!

Schieben Sie schon! - Pass auf. Du musst geradeaus fahren.

Interessant, so ein Motor. - Nicht da anfassen.

Hier... - Nicht anfassen.

Mache ich ja nicht...

Funktioniert das Radio? - Ich weiß nicht. Versuch's mal.

Halt an! - Wir sind noch nicht da.

Du sollst trotzdem anhalten.

Was willst du denn machen? - Du fährst den Wagen der Wirtin zurück.

Sieh mich an!

Betrunken wäre die Trennung einfacher.

An der Hauptstraße fährst du nach links. - Ich weiß Bescheid, ich kenn ja den Weg.

Warum steigst du nicht aus?

Du willst, dass sie bei dir bleibt. Aber es geht leider nicht.

Vielen Dank für die Fahrt.

Guten Tag, Richard! - Bist du allein? Da war doch ein Wagen.

Ein Freund von mir hat mich hergebracht.

Weißt du, wir müssen hier ein bisschen aufpassen.

Die zwei Figuren sind hinter Chico her und wollen ihm an den Kragen.

Ist er hier? Wann ist er zurückgekommen?

Heute Nachmittag. Er war halb tot. Zum Teil per Anhalter, zum Teil zu Fuß.

Jetzt geht's ihm schon besser, er schläft. Als er ankam, machte er sich was zu essen.

Warum? Sind Vater und Mutter nicht da? - Die haben wir im Dorf untergebracht.

Seid ihr vollkommen verrückt geworden? - Du weißt, wie wir mit den beiden stehen.

Unsere Alten machen nie Schwierigkeiten, aber sie sind eben nicht kugelsicher.

Habt ihr heute schon Besuch gehabt? - Zum Glück nicht.

Dann bin ich ihnen also zuvorgekommen.

Immer dieser Ärger mit Chico. Nimm ihn nicht in Schutz.

Er hat bis jetzt überall Wirbel gemacht.

Die Situation war sehr unangenehm für ihn. - Das kennen wir schon.

Das ist er doch immer. Und warum?

Weil er alles falsch macht. - Aber ich hab einen umgebracht.

- Was? Ja, das hab ich getan. Gestern Abend.

Wir sitzen in der Klemme. Auf der einen Seite die zwei, die Fido schnappten,

auf der anderen Seite die Polizei, die sicher kommt, um dich zu suchen.

Abgesehen davon...

Es freut mich, dass wir uns sehen. - Mich auch.

Me too. Wie die Engländer sagen. - Ist das dein Kaffee, der da kocht?

Wenn Kaffee kocht, ist es keiner mehr.

Es ist verdammt lästig, hier so angekettet zu sein und sich nicht bewegen zu können.

Morgens willst du gar nicht aufstehen. Du bist hier wie dein eigener Gefangener.

Anfangs machte es Chico und mir Spaß. Da fanden wir's noch komisch.

Ich werde ihn wecken, um ihm die Neuigkeit zu verpassen, dass du da bist.

Ja! Ich komme!

Ach, du bist da? - Was macht die Beule?

Danke, tut nicht mehr weh.

Was hast du denn da? - Banknoten.

Deshalb bin ich ja in Paris gewesen. Lauter funkelnagelneue Scheine.

Die Nummern darauf sind registriert. Da muss man sich was einfallen lassen.

Das war so: Richard und ich, wir hatten eine lohnende Stelle gefunden.

Und zwar in einer Immobilienfirma. Einmal machten wir 'nen guten Abschluss.

Da wollten die zwei Typen uns ausmisten. "Mit uns könnt ihr so was nicht machen",

sagte ich. "Wir kennen uns ein wenig aus."

Und die: "Wenn ihr auch Bescheid wisst, dann machen wir's eben zu viert."

Ich sehe Richard an und er mich.

Die Gelegenheit war zu günstig, wir waren einverstanden und fuhren mit ihnen los.

Wir hatten sowieso gleich die Absicht, uns hier zu verstecken. Tja.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber im Wagen fingen die beiden mit uns Streit an.

Hierher war es zu weit, der lange Weg durch den Schnee. Lange Rede, kurzer Sinn,

wir haben sie abgehängt und beschlossen, nicht mehr mit ihnen zu teilen.

Ich kann ja verstehen, dass die Burschen sauer sind.

Wir hätten sie besser gleich umgelegt. - Charlie hat einen umgelegt.

Was ist los? Meine Fresse.

Der arme Teufel. Hat der einen umgebracht.

Weißt du, eigentlich find ich's komisch. Jetzt passt du wenigstens zu uns.

Erinnerst du dich an die Steinschleudern? - Was meinst du denn?

Die Limousine. Die haben wir beworfen, als sie dich abholten. Den Wunderknaben.

Den 14-jährigen Virtuosen. Um dich in die Akademie zu bringen, zum alten...

Ja, zu Zeleny.

Und als wir durch den Wald fuhren, habt ihr den Wagen mit Steinen beworfen.

Die Männer wussten nicht, wer ihr seid.

Aber die Frau, die mit im Wagen saß, die gefärbte Haare hatte und eine Brille,

die fragte mich: "Wer ist das?"

Und ich sagte: "Diese Jungs da, Madame?"

"Das sind wilde Tiere", sagte sie. - Und du? Was hast du geantwortet?

"Das sind meine Brüder, Madame."

Darauf hat sie das Thema gewechselt,

hat mir von der Akademie erzählt, welchen Lehrer ich bekommen würde.

Und während der Zeit prasselten dauernd eure Steine auf den Wagen.

Als ob ihr mir noch was sagen wolltet.

Dass ich nicht für immer von euch gehe, aber eines Tages zu euch zurückkomme.

Ja, ja, zurück zu den wilden Tieren.

Du musstest ja zu uns zurückkommen. Wir sind alle aus demselben Holz.

Sogar Fido. Stimmt doch. - Komm, wir gehen schlafen, Charlie.

Chico, du kannst die Wache übernehmen. - Leg dich ruhig hin. Ich rauche noch.

Gut, den lass ich dir da.

Für alle Fälle.

So ist das nun. Du bist ein Mörder in einer Familie von Dieben.

Das ist doch Wahnsinn! Wenn ich wüsste, von wem ihr das geerbt habt.

Von den Alten bestimmt nicht. Das muss ein paar Generationen übersprungen haben.

Soll ja vorkommen. Nach 100 Jahren taucht es wieder auf.

Wahrscheinlich gab's früher mal 'n paar Verrückte in der Familie,

die genauso gelebt haben wie wir.

Man könnte einen Roman schreiben.

Und dieser Revolver... "Den lass ich dir da, für alle Fälle."

Was sollst du damit schon anfangen? Du verabscheust jede Waffe.

Ist Fido da? - Nein, noch nicht.

Komm, wir fahren zurück.

Und die Polizei? - Es ist erwiesen, dass es Notwehr war.

Die Nachbarn haben gesagt, wie's war. Dass du das Messer weggeworfen hattest,

und dass Plyne dich erwürgen wollte. Es war ein Unglücksfall.

Hätte ich nicht gedacht. Wo ist der Wagen? - Der steht da unten. Los, komm!

Ich muss es ihnen wenigstens sagen. Warte. - Kommst du auch? Wirklich?

Was glaubst du denn? Wenn's eines Tages aus ist,

nehm ich meine Mütze und geh.

Verdammter Bengel!

Pass auf, es ist glatt.

Charlie!

So darfst du sie nicht anfassen, so gehen die Gläser kaputt. So geht's.

Stell sie vorsichtig hin, verstanden? Das ist Madeleine, die neue Kellnerin.

Das ist Charlie, unser Pianist. - Guten Abend.

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