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Zulu
.
(Spannungsvolle Musik)
Mit Untertiteln aus Deutschland
(Rasante "Tatort"-Melodie)
(Musik endet.)
(Vogelzwitschern, unheilvolle Musik)
(GedÀmpfter Jubel)
(Erleichterter Jubel)
(Spannungsvolle Musik)
(Klacken)
Hepp.
(Schuss)
Hepp.
(Entferntes Bellen, abwartende Musik)
(Sie summt vor sich hin.)
(Musik wird unheilvoller.)
(Klacken, Schuss)
(Lachen)
Hepp.
Ah! - Emma, aufstehen!
(Zischen)
Herrgott Sakrament.
(Musik stoppt.)
Komm, Herr Jesus, sei unser Gast
und segne, was du uns bescheret hast, Amen.
Einen guten! - Lasst es euch schmecken.
Typisch.
Sie kommt schon noch. - Kein Verlass auf die Dame.
Vielleicht ist ihr was dazwischengekommen.
Da ruft man doch an!
(Ticken)
(Stimmengewirr, monotones, rhythmisches Trommeln)
(Trommeln wird hektischer.)
(Letzter Trommelschlag)
(Leises Stimmengewirr)
(Melancholische Klaviermusik)
(Lockere Jazzmusik)
(Melancholische Klaviermusik)
(GedÀmpfte Musik aus dem Auto)
(Stimmengewirr)
Die Vier!
So.
Franzi, nimmst du noch ein Viertel? - Ja, gern.
So.
Und die haben mir die jetzt geschickt,
das ist eine Riesensache, ein 38er Special.
Der Klassiker.
Korrekt.
Schwer. - Ah ja.
Komm hier, fĂŒr einen Fangschuss ist der ideal.
Leg mal dein Spielzeug weg. - Willst mal anfassen?
Lass stecken. - Oh, keine Angst.
Die geht nicht los.
Die ist nicht geladen, noch nicht, verstehst?
Oh Jögi, bei dir gibt's doch eh nur Ladehemmung.
(Lachen) Prost.
Und? Was ist mit deiner Knarre? - Der schieĂt.
Wann immer du willst. - GroĂe Worte.
Hast du die Hanna erreicht? - Nein.
Was? - M-m.
Hab's schon versucht. - Versuch's noch mal.
Sie geht nicht ran. - Versuch's noch mal.
Ist sinnlos.
Mach, was ich dir sag.
Mach dir keine Sorgen.
Ich mach mir keine Sorgen, ich bin sauer.
(Stimmengewirr, Lachen)
(Unruhige KlÀnge)
Pfarrer Schmiedle, ist dir der Messwein ausgegangen?
(Lachen)
(Unruhige KlÀnge)
(Beklemmende Töne)
(Unruhige KlÀnge)
Hanna.
(Beklemmend-monotone Töne)
(Leises Stimmengewirr)
Herrschaften, wir machen Feierabend fĂŒr heut,
Schluss, geht heim, lasst alles stehen.
Ist Schluss fĂŒr heut.
Schnell, bitte.
Tut mir leid, ja.
Emmale, hilfst du mir bitte? Emma.
Das ist meine Schuld.
Frau Riedle, nicht. - Ich war's.
Ich hab sie umgebracht.
(Schniefen)
(weint:) Ich war's.
(Leises Stimmengewirr aus der Gaststube)
So, Sportsfreunde, auf, ihr geht heim.
Tut mir leid.
Hier.
Ohne Kopf bleibt hier.
Geh heim, komm. - Ich trink noch mein Bier aus.
Nein, geh heim. - Hannes, jetzt ...
Hör mal auf!
(gepresst:) Ich sag, du gehst heim! - Ist was mit der Hanna?
Was ist? - Sie ist tot, Jögi.
(Klirren)
Ich muss zu ihr. Ich muss jetzt ...
War ja klar.
Bin gleich da, ich hol meine Jacke.
Herr Winkler, wir können das auch morgen machen.
Wir machen das jetzt, ich muss meine Tochter sehen.
(Scheppern)
(Seufzen, SchlĂŒsselklirren)
Und keinen Kratzer.
Mein ich ernst. - Jaja.
(Leises Stimmengewirr)
(Bellen)
Das kommt davon.
Was?
WÀr die Hanna hiergeblieben, wÀr das nicht passiert.
Aber sie musste ja in die Stadt.
Das ist gefÀhrlich heutzutage.
Wegen den ganzen Arabern und so. - Ach, bitte.
Bitte was?
Seien Sie doch einfach still. - Still?
Ah, so einer bist du.
Das war ĂŒberraschend.
Die Zimmer sind noch nicht renoviert.
Wir haben eigentlich keine GĂ€ste mehr.
Ich brauch nicht viel.
(Geschirrklappern) Danke.
Emma, kannst du dich drum kĂŒmmern?
Mach ich. - Ich muss.
(AutotĂŒr schlĂ€gt zu.)
Tut mir leid, dass du das alles hier machen musst.
Ist okay.
So was hier ist eigentlich eher die Ausnahme.
Bin noch nicht mal vorbereitet.
Keine ZahnbĂŒrste dabei.
(Klirren)
(Knarzen)
Ich komm jetzt bestimmt nicht zur Ruh.
Ich bleib ja bei Ihnen.
Danke. - Okay.
Gute Nacht.
(TĂŒr wird geschlossen.)
(Unruhige KlÀnge)
Aufwachen. (Brummen)
Hallo, aufwachen. Wachen Sie auf.
(Ăchzen)
Kundschaft.
Das hĂ€tte morgen FrĂŒh gereicht, oder? - Der Vater will sie jetzt sehen.
Na ja, es gibt ja NachtzuschlÀge. - Haben Sie schon was?
Todeszeitpunkt: Samstagabend oder in der Nacht zum Sonntag.
Todesursache: Ersticken durch ErwĂŒrgen.
Da gibt's Hautreste unter ihren FingernÀgeln,
DNA-Analyse lÀuft.
Was auffĂ€llt, die WĂŒrgemale am Hals ...
ziemlich ungewöhnliche Form.
Ungewöhnlich? Wie?
Kann ich noch nicht sagen,
muss ich mir noch mal genauer anschauen.
Sind Sie soweit?
(Schniefen)
(Dröhnende Musik von nebenan)
(Gepresste Schreie)
(Die Rockmusik wird lauter.)
(Dröhnende Musik von nebenan)
(Rockmusik, Wimmern)
Herr Riedle?
Herr Riedle.
Herr Riedle!
Herr Riedle.
(Musik stoppt.)
(keucht:) Du weiĂt nix.
Nix!
Sie hat goldene HĂ€nde gehabt.
Die Hanna. Der Meister hat geschwÀrmt.
Sie hat eine Ausbildung angefangen in Stuttgart.
Als Tischler- ... -in.
Meine GroĂe.
Auch einen? Selbstgebrannt.
Die Wirtschaft war nix fĂŒr ...
Hab ich gewusst, schon lang.
Die Leut' bleiben lieber daheim wegen dem ganzen ScheiĂ hier.
(Lautes Poltern)
Sie ist im Streit weg.
Mit der Luise.
(schreit:) Meiner Frau, der lieben, oder? Hast wieder gestritten!
(Poltern)
(Laute Rockmusik)
(Musik endet.)
(Boden knarzt.)
(Ticken)
Hast du sie gesehen?
(TĂŒr knarzt und fĂ€llt ins Schloss.)
(Schniefen)
(KrÀhen, Muhen)
(KrÀhen, Quietschen)
(Kirchenglocken, Bellen)
(WasserplÀtschern, er singt.)
(Brutzeln)
Mama schon auf?
Nein. - Nein?
Kannst du das schnell machen hier?
(Gackern)
(Brummen)
Das ist zu hell! - Aufstehen.
Es ist schon acht Uhr durch.
Komm, nicht trÀumen. - Ist zu hell.
Komm, aufstehen, komm hoch. - Lass mich.
Nicht hÀngen lassen. Luise!
Nicht hĂ€ngen lassen, komm, wie mĂŒssen weitermachen.
Nicht aufgeben. Los, komm. - Lass mich.
Es ist schon nach acht, komm jetzt.
(Geschirrklappern)
Guten. - Sieht aber gut aus, danke.
(Entferntes Motorrattern)
(Bellen)
Entschuldigung? - Ja?
Eine Frage.
Bitte? - Wer ist das?
Das ist der Robbi.
Der Robert GmÀhle.
Ist der Verlobte ... der Ex-Verlobte von der Hanna.
(Unruhige KlÀnge)
(Bellen)
Geht's vielleicht mal leiser?
(Bellen)
(Unruhige KlÀnge)
(TĂŒrglocke)
"Ja bitte?"
Mein Name ist Lannert, Kripo Stuttgart.
"Kommen Sie rein." (TĂŒrsummer)
(TĂŒr knarzt, Schritte.)
Herr GmÀhle?
Ich hab's selber grad erst erfahren.
Ich krieg das irgendwie gar nicht so richtig in meinen Kopf.
ScheiĂe, Mann.
Gehen Sie jetzt arbeiten? - Ja.
Gott sei Dank, ich hab Schicht.
WĂ€r ich den ganzen Tag hier alleine ...
wĂŒrd ich verrĂŒckt werden.
Wann haben Sie Hanna das letzte Mal gesprochen?
Sie wollt nix mehr von mir wissen, nach der Trennung.
Wie lange ist das her?
Ein Vierteljahr, so was.
Und Sie haben nicht versucht, sie wieder fĂŒr sich zu gewinnen?
Doch, natĂŒrlich, wie ein Depp sogar.
Am Anfang.
Ich hab alles fĂŒr die Hanna gemacht.
Das Haus ...
Alles.
Sogar das Kinderzimmer war schon fertig.
Entschuldigung. Ich hab's gleich.
Das Sofa wollt auch die Hanna.
GroĂ, schick, aus Leder.
Den Fernseher hab ich ihr zum Einzug geschenkt.
Aber irgendwas fehlt ihr, hat sie gesagt.
Sie hat doch hier alles gehabt.
(VerkehrslÀrm)
(Klackern)
(Sirren)
Hey.
(Unheilvolle Musik)
Letzten Freitag haben wir zusammen in der Werkstatt gestanden.
Und jetzt ... - Ja.
Hat Sie Ihnen erzÀhlt, was Sie am Wochenende vorhatte?
Nee.
Wollt ich auch gar nicht wissen.
So. Das ist ihr Zimmer.
Also Sie haben sich nicht nÀher gekannt.
Na ja ... was meinen Sie?
Na ja.
SchlieĂlich hat sie fĂŒr Sie gearbeitet, ne?
Ach was, Sie war 'ne Auszubildende.
FleiĂig, geschickt, musste noch viel lernen, klar.
Sie war eine Gute.
Sie kannte am Anfang niemanden.
Dann brauchte sie eine Wohnung, hab ich ihr eine von meinen gegeben.
Eine ... eine alte Bekannte war grad ausgezogen.
Hm.
Also ... nicht dass ich jetzt irgendwas von Hanna erwartet hÀtte.
Aber ... so ein bisschen ...
Dankbarkeit ist doch nicht zu viel verlangt, oder?
Kommt drauf an. - Na ja.
Ich hab's auf alle FĂ€lle schnell bereut.
Bereut? - Mhm.
Sie war ... zu wild.
Die Nachbarn haben sich stÀndig bei mir beschwert.
Zu laut. Musik ...
Gestöhne ...
und so. - Hm.
Die hatte so komische Freunde, die haben nie gegrĂŒĂt.
Ich hab auch mal gesehen,
wie einer von denen nachts auf den Balkon geklettert ist.
Ein Mann? - Mhm.
(VerkehrslÀrm, leises Kindergeschrei)
Und wann war das?
Ist schon eine Weile her, ein ...
zwei Monate?
(Frau:) Hallo? (Klopfen)
Hallo! Frau Riedle!
Was ist hier los?
Kripo.
Kripo?
Ha.
Was hat sie wieder ausgefressen, ha?
Sie ist tot.
Oh Gott.
Frau Nellinger, alles in Ordnung?
Jaja. Ja.
Sind Sie die Nachbarin?
Ja.
Da ... (RĂ€uspern)
Da war Streit. - Ein Streit?
Ja, hab ich gehört, ziemlich heftig.
Sie und ein Typ, hier auf dem Flur.
Gestern? Vorgestern? Vorgestern!
Gegen Abend rum war das.
Ein Streit, Samstagabend, mit einem Typen.
Ich hab ihn natĂŒrlich nicht gesehen, nur gehört.
Sie hat ganz laut geschrien, er soll verschwinden,
und dann hat eine TĂŒr geknallt und ... ja.
Dann war Ruh'.
(Kirchenglocken)
Lassen Sie sich's schmecken. - Danke schön.
Und? Was passiert jetzt?
Na ja, ich mach mir ein Bild. - Ein Bild.
Ăber die UmstĂ€nde. - UmstĂ€nde?
Na ja ...
ĂŒber Hanna, Sie beide.
Freunde, Bekannte.
Gab's Konflikte, hatte sie Schwierigkeiten?
Schwierigkeiten?
Nein, nicht mit den Leuten von da.
Ăber ihre neuen Bekanntschaften aus der Stadt,
da wissen wir nix, gell? - Nein.
Seit sie nach Stuttgart ist, hat sie nichts mit uns gesprochen.
Das sind ja Wochen, Monate. - Mit dir.
HĂ€? - Mit dir hat sie nimmer gesprochen.
Sie hat ja eh nie viel erzÀhlt.
Die haben gestritten. - Aber, gestritten.
Kein Grund, sich nicht zu melden. - FĂŒr die Hanna schon.
Was ist passiert?
Passiert? Was soll passiert sein?
Was hast du ihr gesagt? - Nix!
Nix hab ich gesagt!
Warum ist sie bloĂ weg?
Ha?
So stur.
Alle beide.
Ich hab ja alles versucht, dass die zwei sich versöhnen.
Irgendwann ...
hat die Hanna nachgegeben.
(Immer lauter werdendes Ticken)
Sie wollte vorbeikommen, gestern.
Es hat extra ihr Lieblingsessen gegeben.
Aber ...
sie ist nicht gekommen.
(Handy klingelt.)
Entschuldigung, da muss ich ran.
NatĂŒrlich.
Sebastian. - "Na, genieĂt du die Landluft?"
Fantastisch.
"Ich war grad in Hannas Wohnung."
"Eine Nachbarin hat am Samstag einen heftigen Streit mitgekriegt."
Ich hab mit ihrem Ex-Verlobten gesprochen.
Ex? Wie lange? - "Zwei, drei Monate."
Er hat sie seitdem wohl nicht mehr gesehen.
"Hannas Meister hat vor zwei Monaten
jemand auf ihren Balkon klettern sehen."
"Interessant."
"Dann knöpf ich mir den Ex noch mal vor."
Bis dann, ciao. (Bellen)
Bist du ruhig!
Töle.
(Bellen)
Das hier ... ist mein altes Rad.
(Ăchzen)
So.
(Klappern)
Na ja, das hab ich schon lang reparieren wollen.
Sackzement.
Die ist gerissen.
Und was ist mit dem roten? Das tut's auch.
(Gackern)
Das ist der Hanna ihres.
WĂ€r das okay?
(Unruhige KlÀnge)
(Muhen)
(Spannungsvolle Musik)
(KrÀhenkrÀchzen)
(Tor quietscht.)
(Rattern, unruhige KlÀnge)
Völlig idiotisch, ich kletter nicht auf Balkone!
(Scheppern)
Und der Streit? Wann war der? Samstag?
War ich auf dem SchieĂstand.
(Scheppern)
Können Sie alle fragen, alle JÀger.
Hannas Vater war auch dabei.
Das werd ich ĂŒberprĂŒfen. - Ja, machen Sie das!
(Scharren)
(Tiefes Rattern)
Wem glotzt denn nach?
Kripo. - Kripo?
Die verdÀchtigen Robert.
VerdÀchtigen? Robert? - Der hat auch allen Grund.
Wieso?
Hast du's noch nicht gehört? - Was gehört?
Na, wegen der Hanna.
Die Hanna?
Die haben sie gefunden, tot.
In Stuttgart, am Neckar. Gestern.
(Unruhige KlÀnge)
(Nachdenkliche Gitarrenmusik mischt sich in die unruhigen KlÀnge.)
(Vogellaute)
(Fahrradklingel)
Schule aus?
Hast gar nicht freigemacht?
Warum nicht?
Ăndert doch nix.
HÀttest aber machen können.
Ich komm klar.
Wart ihr euch eigentlich nah, du und Hanna?
Nicht mehr. (Kirchenglocken)
Hat sie was erzÀhlt, wie es so ist in der Stadt?
Ăber neue Freunde, Bekannte? - Keine Ahnung.
Soll ich dich fahren?
Komm, steig auf.
So. (Bremsen quietschen.)
Okay?
Dann geht's los!
(Spannungsvolle Musik)
(Bremsen quietschen, Bellen.)
Der hat was gegen mich. - Komisch.
Sonst ist er immer ganz friedlich. Schluss, aus!
Wo geht's hin? - In den Wald.
Nach den Fallen schauen.
Vielleicht zeigt sich spÀter noch ein Wild.
Eine Frage hÀtt ich noch:
Hannas Verlobter. Ex-Verlobter ...
Wieso Frage? Ist er verdÀchtig?
Das darf ich Ihnen nicht sagen. - Der Robbi.
Ah-ah.
Der macht so was nicht.
Na ja, er behauptet,
er wĂ€re das ganze Wochenende mit Ihnen auf dem SchieĂplatz gewesen.
Das stimmt ja auch.
Samstagabend. - Ja.
Es hat Sau am SpieĂ gegeben.
Kann das nicht sein, dass er mal weg war?- Nein.
Der war bei der Sau.
Die ganze Zeit.
(Ticken)
(Unheilvolle Töne)
(Unruhige KlÀnge)
Mama? - Hm?
Ich muss dir was sagen.
Was ist passiert?
Ich geh fort. - Wie bitte?
Ich geh nach Stuttgart.
Stuttgart? - Mhm.
Ich fang eine Ausbildung an. - Was redest du da?
Als Tischlerin.
Schwachsinn.
Was ist? Mach!
Ich mein's ernst. - Deck den Tisch.
Die Gesellschaft kommt bald.
Ich hab mich vom Robbi getrennt.
Sag mal, spinnst du, was soll denn das?
Der Robbi denkt bloà an die Löffler und die Jagd.
Dem bin ich doch scheiĂegal.
Ich geh. - Nach Stuttgart.
Bestimmt nicht!
Was soll aus der Wirtschaft werden?
Was wird aus dem Vater und mir, wenn wir alt sind?
Aber das will ich alles nicht!
Was will ich mit der Wirtschaft? - Du musst aber!
Beten und arbeiten - das ist dein Leben!
Das Leben will ich nicht.
(Unheilvolle Musik, Ticken)
Ich geh.
(Unruhige KlÀnge)
Wenn du das machst, dann bist du fĂŒr mich gestorben.
(Klirren halt nach.)
(WĂŒrgen)
Mama. (WĂŒrgen)
Mama!
Mama. (laut:) Papa!
(schreit:) Papa!
(WĂŒrgen)
Achtung. Frau Riedle.
Rauslassen, rauslassen! Sie mĂŒssen das rauslassen.
Frau Riedle, raus damit!
Alles raus.
(Keuchen) Gut so.
Jetzt trinken Sie was.
Hier. (Japsen)
(Husten)
Geht's?
Trinken Sie noch was. (Keuchen)
(weint:) Warum bloĂ?
Warum?
Der Hanna ging's gut bei uns, richtig gut.
Ich wollt immer ihr Bestes.
Streit, klar hat's den gegeben, ist normal, oder?
Aber dass sie in die Stadt hat mĂŒssen,
weg von da, weg von allem.
Man kann doch nicht einfach machen, was man will.
Ich konnte auch nicht machen, was ich will.
Mein alter Herr hat ja auch nicht gefragt,
ob ich die Wirtschaft ĂŒbernehmen will,
es war halt so.
(Keuchen)
(Schniefen)
Und? Wollten Sie's?
Was ich will, spielt ĂŒberhaupt keine Rolle.
Bedauern Sie das?
Nein, nie.
Ich bin zufrieden.
(Schniefen)
Aber die Hanna ...
(Schniefen)
Die hat gemeint, das ist nix fĂŒr sie.
Die hat gemeint, sie ist was Besseres.
(Schniefen)
(Rasante, chaotische KlÀnge)
(Letzter Trommelschlag)
(Stimmengewirr)
Entschuldigung, ich muss mal ganz kurz durch.
(Aufgebrachtes Pöbeln)
Danke.
Entschuldigung, ich muss vor. - Nee, nee.
Ich bin von der Polizei. - Aber Stempel abholen.
Deine Tasche noch.
(Dynamische, elektronische Musik)
(Lautloses GesprÀch)
(Musik wird bedrohlicher.)
(Musik reiĂt ab.)
Sie hatte so viel Kraft.
War zuversichtlich, fröhlich.
Ganz besonders.
Hanna hatte wohl einen Streit mit 'nem Typen.
Samstagabend war das.
Ist wohl ziemlich heftig gewesen.
Vielleicht ist ihr Ex-Verlobter mal wieder aufgetaucht.
Mal wieder? Kam das öfter vor? - Ja.
Er wollte sie unbedingt zurĂŒck.
Hat alles versucht.
Gebettelt ...
gedroht ...
Der hat sich herausgeputzt.
Ist stÀndig ins Fitnessstudio gerannt.
Hat sich sogar die Haare blondieren lassen.
Hat alles nichts genĂŒtzt.
Und was ist mit anderen MĂ€nnern?
Hanna hatte die Schnauze voll von denen.
(Leise Musik von drauĂen)
Und da gab's niemand anderen?
Gar keinen?
Nee.
Doch.
Da war einer.
Ein alter Schulfreund.
Kompletter Volltrottel.
Der hat sie wahnsinnig genervt.
Hatte der auch einen Namen, der Volltrottel?
(Handy klingelt, Ăchzen.)
(Genervtes Brummen)
Sebastian, weiĂt du, wie spĂ€t es ist?
Na, wie ist das Nachtleben auf der Alm?
"Haha, sehr witzig."
"Frische Unterhose und Socken wÀr nicht schlecht."
Okay. Sag mal, warst du noch mal bei dem Ex?
"Ja, der hat ein Alibi fĂŒr den Samstagabend."
Wieso ist es so laut bei dir? Party oder was?
Nix Party, Arbeit!
"So spÀt?"
Ja, es hat sich auch gelohnt. - "Aha."
Ich hab einen Namen.
Marek Gorsky.
"Wer ist Marek Gorsky?"
Was ist denn da passiert an Ihrem Auge?
Herr Gorsky? - Ah so, das ...
Ja, Missgeschick bei der Arbeit.
Mhm.
Kennen Sie Hanna Riedle? - Ja. Sicherlich.
Wir sind in dieselbe Schule gegangen.
(Entferntes Bellen)
Schrecklich, was passiert ist.
Wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt mit ihr?
Mit der Hanna? Ewig her.
Ewig heiĂt was?
Halt lange. - Komisch.
Wieso komisch?
Komisch, weil, na ja,
Sie haben ihr einen Tag vor ihrem Tod
eine Nachricht gesendet. - Eine Nachricht? Nein.
Doch, wir haben ihr Handy.
PrivatsphÀre heutzutage, ein Albtraum.
Da schreiben Sie:
"Hallo, Hanna, wie geht's? Denk an dich."
"Ich muss dich sprechen, dringend. Bitte melde dich."
Und? - Und was?
Hat sie sich gemeldet?
Hat sie nicht, oder?
Deswegen waren Sie Samstagabend bei ihr.- Ăberraschungsbesuch.
Sie wollte Sie nicht sehen.
Sie hat geschrien, Sie sollen verschwinden.
Es gibt Zeugen fĂŒr den Streit.
In Ordnung, gut.
Ich hab was gehabt mit ihr, ja.
Aber halt nur kurz. - Und Samstag?
Ich war nicht bei ihr.
Ach nein? - Nein.
Die Sache war doch schon lÀngst zu Ende.
Trotzdem wollten Sie sie sehen. - Dringend.
Warum lĂŒgen Sie? (TĂŒr wird aufgesperrt.)
Besuch? - Ja, SchÀtzle.
Mein MĂ€usle.
Ja, die Polizei, ist wegen der Hanna.
Was hast du mit der Hanna zu tun? - Ich? Nix.
Sie wollen nur wissen, wo ich am Samstagabend war.
Samstagabend.
Da warst du doch hier das ganze Wochenende.
(Vogelzwitschern, Muhen)
Falsche TĂŒr.
Bitte schön.
(Muhen)
Keine Kratzer. - Keine Kratzer.
Sebastian ... Wie du dich um mich kĂŒmmerst.
Kennst mich doch.
(Unruhige KlÀnge)
(KrÀhenkrÀchzen)
(Unruhige KlÀnge)
Komm, Emma.
Danke, Feierabend!
Ab in die Kabinen, wir sehen uns morgen.
(Unruhige KlÀnge)
Und? Wie lÀuft's?
Was wollen Sie denn noch von mir? - Wir wollten noch mal reden.
Reden. Macht ihr einen auf einfĂŒhlsam.
Wie die anderen glotzen, so mitleidig,
es ist echt zum Kotzen.
Spart euch das, brauch ich nicht.
Ich komm klar, ich brauch keinen.
Keinen Vater, keine Mutter, keine Hanna.
Hanna hat sowieso immer nur an sich gedacht.
Warum ist sie ĂŒberhaupt weg?
Können Sie mir das sagen?
LĂ€sst mich einfach im Stich.
Total bescheuert.
Ich hasse sie.
Das lief ja super.
Mhm.
Hunger? - Hunger.
Muss schnell wieder hier weg. - Wieso, ist doch schön.
Das Essen - gefÀhrlich.
Also mir schmeckt's.
Ja, mir auch, das ist ja das Problem.
Spannt schon alles.
Es tut mir so leid.
Mh, Frau Gorsky.
Ertl.
Bitte? - Frau Ertl.
Pia Ertl.
Wir sind nicht verheiratet.
So wie's aussieht, bleibt das auch so.
Wie können wir Ihnen helfen?
Ich ...
Ich hab gelogen.
Jetzt ist es raus. - Was?
Es tut mir so leid, ich ...
Gelogen. - Ich ... ich hab gedacht ...
Ich weiĂ nicht, was ich gedacht hab, ich helf ihm oder ...
Ganz ruhig, Frau Ertl. - Mh.
Bitte, setzen Sie sich doch.
Nein. Nein, danke.
Wissen Sie, ich hab den ganzen Tag auf ihn gewartet.
Auf Ihren Mann. - Auf meinen Freund.
Herr Gorsky. - Ja, Marek, wen denn sonst?
Er war nicht bei Ihnen. - Samstagabend.
Ja, hab ich doch grad gesagt.
Hören Sie mir ĂŒberhaupt zu?
Er ist erst nach Mitternacht heimgekommen.
Der blöde Arsch.
Herr Gorsky?
Entschuldigung, Herr Gorsky. Hallo.
Herr Gorsky?
Ja?
Guten Abend. - 'N Abend.
Wir mĂŒssten Sie sprechen. - Wieso?
Nicht hier. WĂŒrden Sie mitkommen?
Ja. Klar.
Ăhm, ich hol nur geschwind meinen Rucksack - darf ich?
Klar. - Danke.
(TĂŒrverriegelung klackt.)
Spinnt der?
Herr Gorsky?
(Klappern)
Herr Gorsky! Ach Gott.
Hallo, wĂŒrden Sie bitte wieder rauskommen?
Das ist doch Quatsch jetzt. Hm?
Der fÀhrt jetzt nicht weg? (Motor startet.)
Herr Gorsky!
(Motor dreht hoch.)
(Schmerzvolles Ăchzen)
Geht's? - (schmerzverzerrt:) Ja.
(Langgezogenes Ăchzen)
(Unruhige KlÀnge)
(Reifen quietschen.)
(Reifen quietschen.)
(Reifen quietschen.)
(Unruhige KlÀnge)
(Stimmengewirr, TĂŒr knallt zu.)
Das ist ein Wahnsinn, der totale Wahnsinn.
Was ist Wahnsinn?
Was da passiert ist, glaubt mir keiner.
Dir sowieso nicht.
Die Kripo hat den Gorsky Marek geholt.
Nein, ah-ah. - Die Kripo hat den Gorsky geholt?
Ja. Der wollte nicht mit.
Awa!
Der wollt nicht mit, ist abgehauen, mit dem Auto.
Beim Löffler auf dem Parkplatz.
Einer von der Kripo hat sich so in den Weg gestellt, so.
Und der ... der Gorsky hat voll Gas gegeben
und hat ihn ĂŒbern Haufen gefahren. - Du spinnst doch.
Wenn ich's dir doch sag, ĂŒbern Haufen, einfach so!
Ja, und? - HĂ€?
Ist er davongekommen, oder was? - Wer?
Der Gorsky, Mann. - Nein, der ist net weit gekommen.
Sackgasse, der andere von der Kripo ist hinterher
und hat ihn festgenommen mit Handschellen und Pistole
und allem Drum und Dran.
Ja, jetzt haben sie ihn. - Du meinst ...
Der Marek? Nein.
Ich glaub das nicht.
Und warum ist er vor der Polizei weg? - Ich trau's dem Gorsky total zu.
Der hat die Hanna schon mal angemacht. - Ah, Robbi.
Bringst noch eine Runde? - Mach mal Platz.
(Stimmengewirr)
(Unruhige KlÀnge)
Der Gorsky Marek ist ein falscher Hund,
ein richtig krummer Hund.
Letzte Runde. - Danke dir.
Der ganzen Familie kann man nicht trauen.
Gar nicht kann man der trauen. - Die sind ja nicht von da.
Aus dem Osten. - Dem Osten?
Mhm. - DDR, oder was?
Nee, schlimmer.
Polen. - (abfÀllig:) Polen.
Jetzt fÀllt's mir erst auf, Gorsky.
Die sind nach dem Krieg hergekommen
und haben sich hier breitgemacht.
Blödes Arschloch.
Haben sich genommen, was uns gehört.
Meine Hanna.
Meine Hanna hat er sich genommen.
Der hÀtt ihr doch gar nix bieten können. - Gar nix.
Bei dir hÀtt sie doch ein schönes Leben gehabt.
Das stimmt doch, oder?
Da hĂ€tt sie nicht bedienen mĂŒssen in dem ScheiĂladen da.
Die dumme Sau. (Gepresster Wutlaut)
(Beklemmende KlÀnge)
(Telefon klingelt.)
Hallo. - Hallo.
Na endlich.
Tut mir leid, das wollt ich nicht.
Tut's arg weh? - Nur, wenn ich mich bewege.
Herr Gorsky, Ihre Freundin war bei uns.
Sie war sehr durcheinander.
Sie hat gesagt, sie hat gelogen. - Samstagabend war sie alleine.
Wo waren Sie?
Ich hab der Hanna nix gemacht.
Okay, warum sind Sie dann abgehauen?
Ja, total bescheuert, ich weiĂ.
So Blackout oder so ... was. - Hm.
Wo haben Sie das noch mal her, was haben Sie gesagt?
Missgeschick bei der Arbeit? - Mhm.
Glaubst du das? - Nee.
Ich auch nicht.
Erkennen Sie das Problem, Herr Gorsky?
Alles, was Sie gesagt haben, was Sie getan haben,
lÀsst nur den einen Schluss zu ... - Ich hab sie geliebt.
Wir hatten PlÀne miteinander, wir wollten zusammenziehen.
Bitte, glauben Sie mir.
Ich mĂŒsste euch mal sprechen.
(Stimmengewirr von drauĂen)
Was gibt's denn?
Die DNA-Analyse hat ergeben,
dass die Haut unter Hanna Riedles FingernÀgeln teilweise von ihm ist.
Der Kratzer.
Teilweise? - Wir haben noch andere gefunden.
Andere DNA? - Ja.
Wir wissen nicht, von wem, sind wir aber dran.
Gut, danke.
Herr Gorsky, wir haben Ihre DNA am Opfer gefunden
und wir wissen, dass Sie gelogen haben.
Ich glaube, es ist Zeit fĂŒr die Wahrheit.
Sie haben sie gestalkt. - Ge-was?
Gestalkt, es gibt Zeugen dafĂŒr. - Gestalkt.
Sie sind auf ihren Balkon geklettert.
Nein.- Doch, Sie sind auf ihren Balkon geklettert.
(laut:) Niemals!
Ich glaub Ihnen.
Sie haben Sie geliebt, ne?
Ja. Sehr.
(Entferntes Telefonklingeln)
Sie haben geglaubt, Hanna liebt Sie auch, nicht wahr?
Mhm.
Dass mit ihr alles anderes wird.
(leise:) Ja.
Dass Sie noch mal ganz neu anfangen können.- Ja.
Dass diesmal alles richtig wird.
Mit Hanna.
Der Traum von einem besseren Leben. Jeder von uns kennt das.
(leise:) Ich wollt nur mit ihr sein.
Ich fand Hanna schon immer so toll.
Sie war so schön, so anders.
Hast schon gehört? Die Hanna ist vom Robert weg.
Wollten die nicht im Sommer heiraten? - Jaja.
(off:) Ja, und irgendwann war sie halt wieder frei
und ich hab mir gedacht ...
(leise:) Jetzt oder nie.
Hanna.
Marek? - Hi.
Was machst du denn hier?
Jetzt bin ich einmal in Stuttgart, wenn das kein Zeichen ist, oder?
(Lockere Musik)
Du sprichst gar kein SchwÀbisch mehr? - Nee.
Es war gleich wie frĂŒher.
(off:) Wir konnten ĂŒber alles schwĂ€tzen, ĂŒber alles.
Es war aufregend.
Ich war wie neu. Ich war wie neu!
Hab immer nur an sie gedacht.
Tag und Nacht.
(Ăchzen, Lachen)
(Ăchzen)
(Entfernte Kirchenglocken)
Ich bin's langsam angegangen.
Hab mir Zeit gelassen, hab gedacht, nix ĂŒberstĂŒrzen.
Das könnt sie verschrecken oder so was in der Art.
Ich mein, da war sie ja grad aus der Beziehung raus.
Da bist du ja nicht gleich bereit fĂŒr was Neues, oder?
Was willst du? - Da, fĂŒr dich.
FĂŒr mich. - Ein Geschenk.
FrĂŒhlingsduft. - FrĂŒhlingsduft?
GefÀllt's dir nicht? - Marek.
Schenk ich dir halt was anderes. - Was ist mit der Pia?
Pia? Die mag kein Parfum.
Ja, aber die ist doch schwanger, oder nicht?
Vielleicht solltest du bei ihr sein.
(off:) Aber ich ...
hab irgendwann gemerkt, sie will nicht.
Sie mag nicht, sie mag nicht, ja.
Wegen der Pia und so, und ...
Sie wollt halt nix durcheinanderbringen irgendwie.
Ich hab das dann auch akzeptiert und ... ja.
Aber es war hart.
Das war ultrahart.
Ich hab's dann nicht mehr ausgehalten.
Hanna. - (laut:) Mein Gott! Fuck!
Du lÀsst mich jetzt in Ruh..
Oh mein Gott. - Tut mir leid.
Es ist nicht witzig, ich will, dass das aufhört.
Ich muss dich sehen. - Das ist verrĂŒckt.
Hanna, ich liebe dich.
Marek.
Du hast sie nicht mehr alle.
Du wirst Vater, verdammt, was ist mit Pia und deinem Kind?
Ist mir egal.
Es reicht, geh. - Ich lieb dich so sehr.
Ich will, dass du gehst. - Ich will nur dich.
(schreit:) Nein! Nein!
Geh weg!
(Schrei, Keuchen)
Bitte, Hanna. Bitte.
(schreit:) Lass mich los! - Aua!
(SchmerzerfĂŒlltes Stöhnen)
Hanna! Hanna, warte! - Lass mich!
Bitte. Hanna!
(schreit:) Hanna!
Ich bin dann halt durch die Gegend,
bin dann zur Tanke, hab mir ein Sixpack geholt
und hab mich komplett weggeschossen.
Irgendwann ... irgendwann bin ich halt heim am Sonntagmorgen.
Ja, Sonntagmorgen, fragen S' Pia.
(Schniefen)
Ich hab Hanna geliebt.
Ich hab der ...
Ich hab der Hanna nix gemacht.
Ich hab Hanna nicht umgebracht.
M-m.
Und? Ist jemand dabei, der so aussieht wie der Fassadenkletterer?
Hm.
Was? - Die Drei.
Die Drei.
Der ist paarmal bei Hanna in der Werkstatt aufgetaucht.
Und auf den Balkon geklettert?
Nee, der nicht, glaub ich.
Sie glauben? - Das ...
Das passt nicht, das war ein anderer Typ.
So breit und krÀftig.
Wie die Eins. - Aha.
Und er hatte helle Haare. - Blond.
Mhm, ja, ungefÀhr wie die Vier.
Nee, viel leuchtender.
GefÀrbt? - Ja, wahrscheinlich.
(TĂŒr wird geöffnet.)
Hallo. - Hallo.
Und?
Wie sieht's aus? Seid ihr fertig?- Ja.
Tja, das war's Sie können gehen.
Vielen Dank. - Ja, gerne.
Wiedersehen. - Wiedersehen.
(TĂŒr wird geschlossen.)
Hat er ihn wiedererkannt? - Nee.
Und? Was gibt's von der Tankstelle?
Gorsky war da, ich hab die Ăberwachungsvideos gesehen.
Und das hier ...
ist die Auswertung der Handydaten.
Lass mich raten, er war nicht in der NĂ€he vom Tatort.
Nein, war er nicht.
Mist.
(Poltern)
(Beklemmende Musik)
(Rumpeln, Rascheln)
Sie hat dich so sehr vermisst.
(Beklemmende Musik)
(Entferntes Bellen)
(Einzelne TrommelschlÀge)
(Unruhige KlÀnge)
(Vogelzwitschern)
Pia?
MĂ€usle?
Pia?
(Glasklirren)
(Vogelkeckern)
Wo ist mein AutoschlĂŒssel? - Hab ich doch.
Ach ja.
So, Gorsky ist nicht auf ihren Balkon geklettert,
wer war's dann?
Breit und krÀftig hat ihn der Tischlermeister beschrieben.
Eigentlich das Gegenteil von Gorsky. - Und gefÀrbtes Haar.
Blondiert? - Ja.
Der Verlobte. - Der ist doch nicht blond.
War er aber. - War?
Hannas Freundin hat mir erzÀhlt, dass er nach der Trennung blond war.
Also doch der Ex.
Marek!
Bist wieder daheim!
(Platschen)
Sag einmal ...
Warst du das? - Und wenn schon.
(Ăchzen)
Ich hab ihr nix getan. - Warum hat die Kripo dich abgeholt?
Haben halt den Falschen erwischt.
Die haben genau den Richtigen erwischt.
(Husten)
Komm her, komm her! - Hau ab!
Komm her. - Hau ab!
Ich schlag dich tot. - Lass mich!
Lass mich in Ruhe!
(Schmerzlaute)
(Gemurmel)
(Schrei)
(Keuchen, Ăchzen)
Schluss jetzt. - Lass mich!
Schluss!
Aus, jetzt reicht's!
(Röcheln)
Es reicht!
Der hat deine Tochter umgebracht und du machst nix!
(Keuchen, Bellen)
Jetzt langt's, mein Lieber.
(Stimmengewirr)
Ihr alle da, geht heim.
Ja, du auch, Jögi.
(Röcheln)
(Angespannte KlÀnge)
(Mann:) Sauber, Robert.
(schreit:) Papa!
(Angespannte Musik)
Luise!
Luise. Hallo.
Wir gehen heim.
Komm.
Möchtet ihr?
(Angespannte Musik)
(Stimmengewirr)
(Unruhige KlÀnge)
Dann machen wir Platz.
(Unruhig-angespannte Musik)
Guten Abend, Herr GmÀhle.
Was machen Sie denn hier?
Wir haben noch Fragen an Sie. - Fragen.
Ăber die Zeit nach der Trennung. - Ist das Ihr Ernst?
Sie belĂ€stigen mich, und der Mörder lĂ€uft da drĂŒben rum.
Waren Sie in der Zeit der Trennung mal beim Friseur?
Was soll der Quatsch? - Hatten Sie blondierte Haare?
Oh ja, jetzt haben Sie mich erwischt.
Das sah kriminell aus,
am besten verhaften Sie mich hier und jetzt.
Wir haben einen Zeugen, der sah, wie Sie auf Hannas Balkon stiegen.
Bin ich nicht.
Die Beschreibung passt aber genau auf sie.
Was hat das mit Hannas Tod zu tun?
Dann wissen wir, dass Sie gelogen haben.
Wir brauchen Ihre DNA.
Kein Problem.
(Röchelndes Aufziehen)
(AutotĂŒr fĂ€llt zu, Motor startet.)
Vergelt's Gott.
Segne es Gott.
Wie geht's ihr?
Nicht so gut.
Aber du hast gesagt, es wird wieder. - Es ist nix Körperliches.
Die braucht jetzt Hilfe.
Dank dir. Ade. - Ade.
(Schritte entfernen sich.)
Ich kann nimmer.
Der Norbert hat gesagt, es wird wieder.
(TĂŒr wird weiter weg geschlossen.)
Wie kann ich leben, wenn der davonkommt?
Vielleicht war er's gar nicht.
Doch.
Auge um Auge.
Nein.
Das ist nicht dein Ernst.
(Ticken)
Luise, das ist der falsche Weg.
(Donnern)
Kannst du auch nicht schlafen?
Doch, doch.
(Donnergrollen)
(Kirchenglocken)
(Vogelkeckern)
Danke.
(Stimmengewirr)
Hannes?
Obacht, heiĂ.
Auf unsere Hanna.
(mehrere:) Auf die Hanna.
Wo ist die Emma? - Ăh ...
Ich glaub, drauĂen. - DrauĂen?
Na ja ...
(Stimmengewirr, Geschirrklappern)
Und? Was hab ich dir gesagt?
Gorsky.
Hat sich nicht blicken lassen.
(Schniefen)
(Stimmengewirr, Geschirrklappern)
Hol sie rein.
(Stimmengewirr)
Wiedersehen. - Emma!
Emma, die Mama braucht dich.
Ich bin gleich bei ihr. - Nicht gleich, jetzt.
Aber ... - Los, geh, ich sag's nicht zweimal.
Los, auf.
(bestimmter:) Los, auf.
Und Sie fahren schon, oder wie?
Ja. - Ja?
Ach ja, und? - Wie, und?
Gibt's irgendwas Neues? - Nein.
Nein. - Das können wir noch nicht sagen.
Ah so, weil's nix Neues gibt. - Wir tun, was wir können.
Was tun Sie denn, ha? - Herr Riedle.
Ist Ihnen irgendwas aufgefallen? - Wie denn aufgefallen?
Bei der Beerdigung. - Was meinen Sie?
Marek Gorsky, der war nicht da. Das schlechte Gewissen, oder?
Was immer Sie denken. - Der war's, oder?
Hören Sie ... - Der war's.
Herr Riedle, bitte. - Komm, wir fahren.
Ja, genau, fahren Sie. - Wir bleiben dran.
Sie bleiben dran? - Tut mir leid.
Es tut Ihnen leid?
Sie lassen den Mörder meiner Tochter laufen.
Sag was. Sag was, du.
Warum, ha?
Sag's! Warum, du?
(Bellen)
(Unruhige KlÀnge)
(Pusten)
(Klappern)
Bist ja immer noch da.
Ach herrje, warum gehst nicht heim?
Zu Haus ist doch keiner.
Tja.
(Geschirrklappern)
Auf, packen wir's.
Ja.
(genervt:) Ist doch gut.
Mit der Kotzerei wartest, bis du drauĂen bist.
Emmale, hast du die Mama gesehen?
(TĂŒr knallt zu.)
Nein. - Nein?
Wo kann die sein? Sag einmal.
Luise!
Luise?
(Bedrohliche KlÀnge)
(Unruhige Getrommel)
Luise, was machst denn du?
Luise.
(leise:) Luise.
Luise, mach doch keinen ScheiĂ.
Luise. (schreit:) Emma!
Luise, bitte, bitte, wach doch auf!
Wach auf, Mensch, ich brauch dich.
Emma, ruf den Doktor.
Emma, mach schnell!
(Bellen, unruhige KlÀnge)
(Keuchen)
(Quietschen)
(Metallisches Klirren)
Luise, Luise. Luise, wach auf!
Luise, komm, wach auf!
Luise! Komm schon, verdammt noch mal.
Sie bleibt nicht wach. (laut:) Luise, wach auf!
Verdammt!
(Luise:) Ich will aufstehen.
(Keuchen)
(Keuchen)
Das Gift ist raus.
Ade. - Danke.
Norbert.
(TĂŒrknarzen)
Gott sei Dank.
(Ticken)
Ich mach's.
(Spannungsvolle KlÀnge)
(Unheilvolle Musik)
(Spannungsvolle Musik)
(Tor quietscht.)
(Zischen)
(Beklemmende Musik)
(Unruhige KlÀnge)
(KrÀhenkrÀchzen)
(Scheppern)
(Vogelzwitschern, Klopfen eines Spechts)
(Scheppern)
(Gepresste Wutlaute)
(Keuchen)
(Vogelzwitschern)
(Klopfen eines Spechts)
TschĂŒss. - Ciao.
(Maschinensurren)
(Entferntes Stimmengewirr)
(Entferntes Rattern)
Arschlöcher.
(Tor poltert und quietscht.)
Hey, Jögi, kannst du mich mitnehmen?
(AutotĂŒr fĂ€llt zu, Motor startet.)
(Unruhiges Rattern)
(Donnergrollen)
Kannst du mich mitnehmen?
(Schuhe knarzen.)
(Donnern)
Marek.
Kann ich dir helfen?
Ja, ich ...
Danke.
Hannes, ich war's nicht.
Ist mir wurscht, was die Polizei denkt oder die Leute im Dorf.
Ich hab der Hanna nix gemacht.
Ich weiĂ, Marek, ich weiĂ.
Danke.
Ach, verdammt. - Was ist?
Ich wollt nach den Fallen gucken.
Fallen? - Ja, im Wald.
Mach halt.
Nein, das dauert. - Mach halt.
Ich hab Zeit. - Im Ernst?
(Leises Donnergrollen)
(Unruhiges Ticken)
Und? Was fÀngst da so?
Was meinst?
Ja, mit den Fallen, mein ich.
Ah, ah ja.
Alles Mögliche, Kleinvieh und so Zeugs.
Oi.
Wer hat denn da gebuddelt?
(Eulenruf)
(Klacken)
(Langgezogener Eulenruf)
(Vogellaute)
Was hast du vor?
(Eulenruf, KrÀchzen)
(Schluchzen)
(Verzweifeltes Ăchzen)
(KrÀchzen)
(weint:) Ich war's nicht.
Ich war's doch nicht.
Ich hab der Hanna nix gemacht, Hannes.
(Eulenruf)
(verzweifelt:) Hannes.
Bitte. Bitte, ich war's nicht.
(Schuss, Ticken)
(Stille)
(KrÀchzen)
(Keuchen)
(Handy klingelt.)
Hallo?
(Handy klingelt weiter.)
(Verzweifeltes Wimmern)
(Handy klingelt.)
(KrÀchzen)
(Handy klingelt weiter.)
(Panisches Keuchen)
(Handy klingelt.)
(Handy klingelt weiter.)
(Lauter, langgezogener Schrei)
(Auto nÀhert sich.)
(AutotĂŒr fĂ€llt zu.)
Und?
(Kurzes Keuchen)
(ganz leise:) Ja.
(Leises Schluchzen)
Oh, gibt's was Neues? - Eher was Altes.
Eine Spur zum TÀter, möglicherweise.
Möglicherweise heiĂt?
Ich hab mich mit Prokop getroffen.
Prokop? - Ein Kollege.
Ich hab ihm die WĂŒrgemale gezeigt, die kamen dem bekannt vor.
Er hat sich an einen alten, unaufgeklÀrten Fall
von vor zwei Jahren erinnert.
Derselbe Opfertyp.
Eine junge Frau, sie sieht Hanna sogar Àhnlich.
Seht euch die WĂŒrgemale an.
Wie bei Hanna.
Mein Kollege und ich haben uns die WĂŒrgemale genauer angeschaut.
Und?
Ja, wir sind zu dem Schluss gekommen,
dass dem TĂ€ter zwei Finger an der rechten Hand fehlen mĂŒssen.
Finger. - Vielleicht nicht ganz.
Die Kuppen oder ein paar Glieder. Vermutlich Zeige- und Mittelfinger.
Das schlieĂt Gorsky und den Ex definitiv aus.
Auf jeden Fall.
Nehmt euch den alten Fall doch noch mal vor.
Vielleicht findet ihr ja was. - Danke.
Ich geh erst mal aufs Klo.
(Zugrattern)
Kannst du ein bisschen langsamer machen?
Och, 'tschuldigung,
ich hab vergessen, dass du nicht mehr so kannst.
Dann pass mal auf, mein Freund.
Ja, bitte?
Wir sind hier wegen Ihrer ehemaligen Kollegin Frau ... wie war das?
Ăhm, Frau Flogaus, Natalie Flogaus.
Haben Sie den Mistkerl endlich? - Nein, nein, noch nicht.
Immer noch nicht?
Wie lang ist das jetzt her?
Zwei Jahre? - Bestimmt.
Wir ermitteln eigentlich in einem anderen,
aber sehr Àhnlichen Fall.
Wir hoffen, Sie können uns weiterhelfen.
Nach so langer Zeit?
Was soll uns einfallen, was Sie net schon wissen?
Vielleicht kennen Sie jemanden aus ihrem Kollegen- oder Bekanntenkreis
mit Verletzungen an der rechten Hand.- Verletzungen?
An Zeige- und Mittelfinger. - Luigi!
Was? - Ah so, ja, genau.
Luigis Pizza. - Genau.
(Unruhige KlÀnge)
(Motorroller brummt.)
(Unruhige KlÀnge)
Er kommt, sind die anderen AusgÀnge alle besetzt?
Okay.
(Unruhige KlÀnge)
Bestellung fĂŒr Bootz. - Hier!
(Unruhige KlÀnge)
Pizza capricciosa? - SĂŹ.
Ăh, 12,20 bitte.
(Unheilvolle Musik)
Ist gar nicht so einfach, oder? - Es geht schon.
Wie ist denn das passiert? - Ha?
Was geht Sie das an?
(MĂŒnzenklirren)
(Unruhige KlÀnge)
Kriminalpolizei.
(Rasante KlÀnge)
(Ăchzen, Keuchen)
Ah!
(Schmerzschrei)
(Rasante KlÀnge stoppen.)
(Ă€chzt:) Au!
Entschuldigung, hab vergessen, dass du nicht mehr so kannst.
Tut's weh?
(Stöhnen)
(Ticken)
(Bellen)
Schmeckt's dir nicht? - Hm?
Schmeckt's dir nicht? - Doch, doch, wie immer.
(Bellen, Ticken)
Wo willst du hin?
Muss noch zum Training. - Hock dich her, iss auf.
Lass sie gehen.
Geh nur, wenn du willst.
(Stimmengewirr, Telefonklingeln)
Ist das ein neuer Trend? - (lacht:) Ja.
Sag jetzt nichts.
Willkommen im Klub.
Hat Luigis Pizza schon geliefert?
Keinen Ton hat er von sich gegeben.
Aber wir haben alles, WĂŒrgemale, passende Hand dazu.
DNA.
AuĂerdem gab's eine Pizzalieferung kurz vor der Tat,
in der NÀhe von Hannas Joggingstrecke.- TatsÀchlich?
Ja, ich glaube, der Fall ist erledigt.
Kaum zu glauben.
Was machst du jetzt? - Gips kommt ab.
Schön fĂŒr dich.
(Stimmengewirr, KrÀhen)
(Muhen)
(Unruhige KlÀnge)
(Tor quietscht.)
(Angespannte Musik)
Sie.
Was wollen Sie?
Wir haben ihn. - Wen?
Hannas Mörder.
(Angespannte Musik)
Wann?
Gestern.
(Vogelzwitschern)
Warum sie?
Es klingt hart, aber ...
Hanna hatte einfach nur Pech.
Pech.
(Vogelkeckern)
Falsche Zeit, falscher Ort.
Ein grausamer Zufall.
Zufall.
(Vogelzwitschern)
Alles sinnlos.
(Stimmengewirr)
So, war's recht? - Jaja, super, vielen Dank.
Da auch? - Ja, wunderbar.
Noch ein SchnÀpsle? - Gern.
Du, Emma, machst du bitte noch zwei Obstler?
Mach ich.
So, und da auch. Vom Trollinger?
Zwei Viertel bitte. - Gerne.
Wie guckst denn du?
Wie guck ich denn?
Als ob dir der Leibhaftige ĂŒber den Weg gelaufen ist.
(Stimmengewirr)
Ich war auf dem Friedhof.
Irgendwann geht das vorbei.
Irgendwann.
Irgendwann.
(Geschirrklappern, Stimmengewirr)
(Ticken)
(Bedrohliche KlÀnge)
(Klirren)
(Bedrohliche KlÀnge)
(Entfernter Jubel)
(Unruhige KlÀnge, verzerrter Jubel)
(Unruhige KlÀnge stoppen.)
(Beklemmende Musik)
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