All language subtitles for Jugend.ohne.Gott.German.1080p.BluRay.x264-EmpireHD

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian Download
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

(elektronische Musik)

Wenn ich die Augen schließe,

sehe ich eine Welt, in der alle Menschen gleich sind.

Jeder kann sein, wie er ist,

und frei entscheiden, wie er leben will.

Eine Welt, in der man keine Angst haben muss, für seine Fehler bestraft zu werden.

Alle haben die gleichen Chancen, egal, woher sie kommen.

Egal, wer ihre Eltern sind.

Es gibt keine Missgunst und keinen Neid,

kein arm und kein reich

und keine Sektoren.

Niemand muss kämpfen.

Nicht um sein Leben,

nicht um Besitz,

nicht um Gerechtigkeit.

Aber wenn ich meine Augen öffne,

dann sehe ich die Welt, wie sie ist:

verlogen und kalt.

(Die Musik klingt hallend aus.)

(Elektrosurren und gedämpfte Elektronikbeats)

Im Namen des Coaching Teams

heiße ich euch im Rowald Education Performance Camp willkommen.

Mein Name ist Loreen.

Bevor wir zum Zeltplatz aufbrechen,

gebt ihr bitte alle elektronischen Geräte ab.

Ihr bekommt für die Zeit im Camp neue Armbänder.

Eure Biodaten werden wir jeden Abend manuell auslesen.

Ihr werdet für die Zeit im Camp auf jede weitere Technik verzichten.

Der Verzicht kann bei euch Stress hervorrufen.

Sollte das der Fall sein, kommt zu uns, wir können das medikamentieren.

Aus versicherungstechnischen Gründen

werden wir jedem von euch einen Sender unter die Haut injizieren.

So können wir euch im Notfall jederzeit im Gelände lokalisieren.

Ihr wisst, hier geht es um eure Zukunft.

Nur die Besten von euch

ergattern einen Platz an einer der fünf weltweiten Rowald Universitäten.

Also, gebt euer Bestes

und helft euch gegenseitig, die oder der Beste zu werden.

Aber das Wichtigste: Habt Spaß dabei.

(Junge) Geben Sie das her! (Loreen) Gibt es hier ein Problem?

(spannungsgeladene Musik steigert sich und klingt hallend aus.)

(Vogelzwitschern)

(Vogelrufe und leise, harmonische Musik)

(gedämpfte Gespräche)

Hast du so was schon mal gesehen?

Was wollten die da an der Schleuse von dir?

War bloß mein Phone.

Hab ich vergessen rauszunehmen.

(dynamische Musik)

Danke.

Zach? - Ja.

Ronen? - Ja.

Ziehst du dich bitte an? Geht gleich los.

Leyla? - Hier.

Und Nadesh.

Ihr seid in Zelt vier, Material ist unten. Geht ihr los?

(Lehrer entfernt) So, danach Suri, Jan und Titus, Zelt drei.

(Nadesh) Hast du schon mal im Zelt übernachtet?

Die erste Nacht ist schwierig wegen den Geräuschen.

Aber man gewöhnt sich wohl dran.

Ich find das so toll hier!

Warst du schon mal in den Bergen?

Da vergisst man fast, worum es wirklich geht, oder?

Um was geht's denn eigentlich?

Zulassung?

Stimmt. Hätte ich fast vergessen.

Jetzt tu doch nicht so.

Dir ist die doch auch wichtig, oder willst du auf eine staatliche Versager-Uni?

(Mann) Im Zelt vier, der Schüler Zacharias:

sehr gute körperliche Verfassung,

in den letzten zwei Jahren weit über Durchschnitt,

aber im letzten Quartal ein deutlicher Abwärtstrend.

Er schreibt dieses Tagebuch. Der Schüler ist labil. Referenzgruppe?

Entschuldigung. Sein Vater hat sich das Leben genommen. Damit hat er zu kämpfen.

(Nadesh) Meine Schwester hat das Camp vor zwei Jahren gemacht.

Die beobachten uns ganz genau,

picken sich nur die raus, die in ihr System passen.

Aber wenn die einen wollen, zählen die Schulbeurteilungen nicht.

Wenn du irgendwo Substandard bist, kannst du das hier wieder rausholen.

Brauchst du Hilfe? - Geht schon, danke.

Als Nächster der Schüler Ronen:

solider Durchschnitt.

Körperlich eher schwach, auffallend hoher Krankenstand.

Ein klarer Fall für die Referenzgruppe.

Teamfähigkeit suchen die hier.

Die Scouts interessiert vor allem, wie wir in der Gruppe funktionieren.

Nadesh, mach dir keine Sorgen, wir schaffen das.

Ist super, dich in der Gruppe zu haben.

Hohe Sozialkompetenz, eine körperlich gute Verfassung,

dazu ein signifikant gutes Leadership-Potenzial.

Wir sollten sie in den Fokus nehmen. Einwände? - M-m.

(Tiergeräusche)

(leise Musik)

Alles gut bei dir?

Ja. Wollte euch nicht wecken.

Notizbuch. Wo kriegt man denn so was heute noch her?

Ist ein altes.

Was schreibst du da so rein?

Nur so für mich.

Dann pass auf mit den Mücken.

Ich hab ein Mittel, wenn du brauchst.

Danke.

(leise) Oh, fuck!

(Knacken)

Suri? - Ja?

Zusammen mit Bernardt. - Bernardt, wir sind zusammen.

Nadesh?

Mit Zacharias.

Sambia?

Zach? Wir machen den Orientierungslauf zusammen.

Du warst mal im Leichtathletikteam, oder? - Ist zwei Jahre her.

Die Sieger bekommen 20 Punkte, aber nur, wenn wir zusammen ankommen.

(Loreen) Hört ihr mal bitte her?

Jedes Zelt wird für heute Nacht eine Wache abstellen.

Die Einteilung könnt ihr später dem Board entnehmen.

Im Wald sind Kriminelle gesehen worden.

(aufgeregtes Gemurmel)

Was meinen Sie mit Kriminelle?

Asoziale.

Illegale, die ihren Bereich verlassen haben und Hilfe verweigern.

Aus den integrierten Sektoren? - Sie verstoßen gegen das Gesetz.

Der Kontakt zu ihnen ist verboten.

Die Leute sind verwahrlost, haben Krankheiten

und werden versuchen, im Camp zu stehlen.

Wenn ihr im Wald jemand von denen seht, müsst ihr uns das melden.

Verstanden? (Schüler) Ja.

Wie kann das sein, dass die im Wald unterwegs sind?

Ist doch alles abgezäunt.

Die werden immer einen Weg finden.

Wenn wir die Augen offen halten und zusammenarbeiten,

besteht keine Gefahr. Noch Fragen?

Ja?

(Räuspern)

Stimmt das, dass Sie dieses Jahr nur fünf Zertifikate vergeben?

(Gemurmel)

Sonst waren es mindestens acht! - Das geht nicht!

Stimmt das? - Der Verteilungsschlüssel ist noch nicht ermittelt.

Werden es weniger sein als sonst?

Morgens seht ihr hier die Ergebnislisten vom Vortag.

Wir werden die Teams jeden Tag neu durchmischen.

Das Verfahren ist fair und transparent, es hat sich in den Vorjahren bewährt.

Alles klar?

Können wir jetzt?

Dann los.

(Nadesh) Warte mal!

Ich glaube, wir müssen mehr Richtung Norden.

Guck mal, da ist der Scanner.

Hattest du ein gutes Verhältnis zu deinem Vater? - Geht so.

(Signalton)

Ich hab viel über Verlust gelesen und dass er uns stärker macht.

Meine Großmutter ist letztes Jahr gestorben.

Wir denken, es schwächt uns, aber...

Was willst du von mir?

Ich will dir helfen.

Gut. Ich brauch keine Hilfe. Lass mich in Ruhe, ja?

Aber... wir sollen uns nicht trennen!

Die sehen es, wenn wir unterschiedliche Wege gehen.

Das gibt Punktabzug. Zach!

Es tut mir leid! Ich wollte dich nicht verletzen.

(dramatische Musik)

Zach!

Bitte bleib stehen!

Wir müssen zusammen bleiben.

Oh nein. Scheiße.

Zach!

Zach!

Zach!

(Signalton)

(Zach) Lebt ihr wirklich im Wald?

(Mädchen) Kannst du dir nicht vorstellen, was?

(bedrohliche Musik)

(lautes Knacken)

(Die Musik klingt aus und Vogelzwitschern)

(dynamische Musik)

Sambia, schnell!

Komm!

Hey!

Sambia! Komm, lass mich nicht hängen!

Bitte, steh auf!

Wo ist dein Partner?

Unser Tempo war zu unterschiedlich. Wir haben uns getrennt.

Ihr sollt euch unterstützen.

Die Starken helfen den Schwachen.

Ich weiß. War mein Fehler.

(Ächzen)

Nicht kotzen.

Das gibt Punktabzug.

Die sehen hier alles.

(Loreen) Was war? (Zach) Hab mich verlaufen.

Ihr solltet zusammen bleiben. Das gibt null Punkte.

Trag dich in die Liste für die Nachtwache ein!

(Zach) Kss! Ihr seid dran.

Zach?

Tut mir leid, wenn ich im Wald zu neugierig war.

Es ist okay, wenn du nicht über deinen Vater reden willst.

Tut mir leid.

Ist okay.

Schreibst du auch was über das Mädchen im Wald?

Ich hab euch gesehen.

Die ist 'ne Illegale, oder?

Du musst es melden, Zach. Der Kontakt mit denen ist verboten.

Die gehören eingesperrt. Die sind wie Tiere... - Nadesh.

Kein Wort.

Zu niemandem.

Was ich in mein Tagebuch schreibe, geht dich nichts an.

(dumpfe Elektronikmusik)

Ich bin sogar aufgestiegen. - Dritter Platz! Bald hab ich dich.

(Sambia) Was ist denn mit Nadesh los?

Die ist voll abgestürzt!

(Fynn) Ich hab dir gesagt, wir sind zu langsam.

Vergiss ihn, das ist ein Romantiker.

Der ist viel zu weich für das alles hier.

Was war los bei dir gestern, hm?

Hast du die Rangliste gesehen? Du bist nicht Top Ten!

Ich hole schon wieder auf.

Halt dich ran. Die haben keine Quote, wie viele sie nehmen.

Es könnten drei sein, keiner.

Bernardt hat keine Ahnung.

Woher weißt du denn das? - Connections.

Willst du?

Grünkohl-Dattel. - Danke, Titus, ich hab schon.

(Lehrer) Meine Jacke ist weg.

Dem Idioten haben sie gestern Nacht die Jacke geklaut. Scheiß Illegale.

(leise Musik)

Ich hab gesagt, du sollst die Finger davon lassen! Gib her!

(Aufschrei und Aufprall)

Spinnst du?

Lass mich! Nadesh!

Hör auf!

(Nadesh) Lass mich in Ruhe!

Zach verprügelt Nadesh!

Ich weiß, es war ein Fehler, das Tagebuch zu nehmen.

Aber ich wollte ihm nur helfen.

Sein Vater ist doch gestorben, und ich dachte, wenn ich mehr über ihn weiß

und besser verstehe, wie er sich fühlt und wie er denkt,

kann ich auch viel besser auf ihn eingehen.

Das ist doch die Aufgabe.

Das Team zu stärken, jeden Einzelnen in die Gruppe zu integrieren.

Nur so können wir erfolgreich sein, oder nicht?

Fehlende Transparenz führt zu Konflikten, das ist nichts Neues.

Ich erwarte von dir, dass du auf Zach zugehst.

Dass ihr euren Konflikt gemeinschaftlich löst.

Fehler sind erlaubt, solange wir aus ihnen lernen.

Natürlich.

Gut. Dann sprechen wir jetzt mit Zach.

Du kannst gehen. Konzentrier dich auf die anstehenden Aufgaben.

Überschätz dich nicht. - Ja.

Zach, kommst du bitte?

Ich hab nichts verraten.

(dunkle Elektronikmusik)

(Surren)

Hier! Den können wir schon mal zwischen die Steine legen.

(Suri) Und dann?

Dann haben wir den ersten Meter. - Das funktioniert auch nicht.

Doch mit dem Seil schwimmen. - Ich geh nicht ins Wasser.

Das ist zu reißend und kalt. Da unterkühlen wir uns.

Was würde man machen, wenn man wirklich in der Situation wäre?

Ich würde mir eine andere Stelle suchen.

Ja.

Moment, ich weiß nicht, ob wir das dürfen. Die haben uns die Stelle zugeteilt.

Das werden sie uns schon sagen.

Wo wollt ihr hin?

Wir sehen keine Möglichkeit, den Fluss hier zu überqueren.

Wir suchen eine schmalere Stelle.

Wir waren uns nicht einig, ob das erlaubt ist.

Sehr gut.

(Helikoptergeräusch)

(über Funk) Vorfall in Abschnitt vier.

Ist was passiert?

Ihr geht zurück ins Camp. Nehmt die Kiste mit.

(ruhige Musik)

(Helikopter)

Weißt du, wer da rausgeflogen wurde? - Bernardt.

Wollte durch den Fluss, hat sich überschätzt.

Scheiß Ranglisten.

Was ist jetzt mit ihm?

Wo hast du das Tagebuch? - Ich hab's nicht.

Wo hast du's, hm?

Was soll das?

Lass meine Sachen in Ruhe! - Wo hast du's?

Lass los! - Wo hast du's? Wo hast du das Tagebuch?

Lass mich! Ich hab es nicht! - Lüg nicht!

(Lehrer) Kommt ihr bitte?

Ein Wort über das Mädchen, und ich bring dich um!

Wo ist das Tagebuch? - Ich weiß es nicht.

Du lügst. - Ich hab's nicht genommen!

Ruhe jetzt!

Da ihr nicht in der Lage seid, euren Konflikt beizulegen,

sehe ich mich gezwungen zu intervenieren.

Du kommst in ein anderes Zelt, Nadesh.

Wieso ich? Ich hab das Tagebuch nicht gestohlen.

Zu deinem eigenen Schutz.

Du kannst dich in einer neuen Gruppe beweisen.

Ich hoffe, dass du dir dort mehr Mühe gibst.

Die Punkte der letzten beiden Tage werden euch abgezogen.

Aber dann verliere ich meine Zulassung.

Das hast du dir selbst zuzuschreiben. Wir haben dich gewarnt.

Und der?

Was ist mit dem? Dem ist die Zulassung scheißegal!

Die haben so viel Geld, der muss nie arbeiten! - Es reicht jetzt.

Sonst muss ich dein Verhalten als emotionale Unreife werten.

Was mit dir passiert, darüber muss ich mit der Supervision sprechen.

Ihr könnt jetzt gehen.

(Musik: "Statues" von Moloko)

Alles in Ordnung?

Geht schon.

Du hast immer noch eine Chance. Wir sind noch fünf Tage hier.

Wenn du dich anstrengst, dann...

Ich hab es nicht gestohlen. Die haben meine Sachen durchsucht.

Warum glaubt mir denn keiner?

Ich glaube dir.

Zach trifft sich mit einem Mädchen von den Illegalen. Im Wald.

Ich wollt's nicht vor der Psychologin sagen.

Er soll keine Probleme kriegen, das mit seinem Vater reicht, aber...

man muss ihn doch vor sich selbst schützen.

Es ist gut, dass du das da drin nicht gesagt hast.

Das muss niemand wissen.

Ich rede mit Zach.

Sagen Sie ihm nicht, dass Sie es von mir wissen.

Ich rede mit ihm.

(Betreuer) Klettergurt? - Ja.

Seilbremse? - Ja.

Erste-Hilfe-Päckchen? - Jou.

Wasserflaschen? - Ja.

Auf geht's.

Mir folgen!

Was ist mit Zach? - Der muss heute nach Hause.

(Loreen) Heute gibt es 30 Punkte.

Für einige ist das die letzte Chance, vergesst das nicht.

(entfernte Rufe)

(Sie ächzt.)

(spannungsgeladene Musik)

Oh, shit!

(Aufschrei)

Ah, fuck!

(Betreuer) Nadesh! Das war's, du bist draußen.

Was ist denn los? - Fuck.

Bist du müde? - Nein, lass mich runter.

(Schluchzen)

(Knacken)

(Donnergrollen)

Bist du verrückt geworden?

Ab ins Zelt. Komm!

Komm!

(Signaltöne)

Habt ihr Nadesh gesehen?

Nein.

Nadesh fehlt.

Ausgerechnet.

Schlechte Nachrichten.

Zach war nicht im Heli.

Er war nicht mehr da, als sie gelandet sind.

Können Sie die beiden orten?

(spannungsgeladene Musik)

(Piepsen)

Das Gewitter stört das Signal. - Was ist mit einer Suchdrohne?

Bei dem Wetter? Das ist aussichtslos.

(dramatische Streichermusik)

Wo warst du denn? Der Heli hat auf dich gewartet!

Ich mach das schon.

Zach. Zach!

Wo warst du?

Ich wollte noch mal den Wald sehen, bevor ich gehe.

Hab mich verlaufen. - Nadesh fehlt.

Weißt du, wo sie ist?

Die war doch klettern.

Hat sich vielleicht auch verlaufen.

Kann ich duschen? Mir ist kalt.

(Die Musik steigert sich langsam.)

(Die Musik klingt aus.)

(wiederholtes Piepsen)

(basslastige Elektronikmusik)

(weibliche Computerstimme) Guten Morgen, Titus.

Deine Zeit heute auf dem Laufband war ein neuer persönlicher Rekord.

Weiter so!

Guten Morgen, Zacharias.

Melde dich bitte bei der Supervision.

Dein Attest liegt bereit.

Guten Morgen, Wladim.

Hey. - Hey.

Deine Hydrowerte sind im unteren Drittel. Bitte nimm mehr Wasser zu dir.

Deine Präsenzwerte im Lauftraining sind negativ.

(Wladim) Angesichts der größer werdenden Kluft in den Produktivitätsraten,

bedurfte es zur Sicherung des Wirtschaftssystems eines Modells,

das das negative Bruttoindividualprodukt minimiert.

Durch die Trennung der Bevölkerung in Leistungsträger und -empfänger

und die Ansiedlung der beiden Gruppen in spezialisierten Sektoren,

wurde es möglich, effektiver auf deren Bedürfnisse einzugehen.

Die Starken helfen den Schwachen,

und die leisten ihren Anteil durch verstärkte Kostenoptimierung.

Dennoch gibt es in den Sektoren der Leistungsempfänger,

also hier, hier und hier,

immer noch einige Herausforderungen zu meistern.

Vor allem stellen die illegalen Sektorenübertritte krimineller Elemente

aus der Gruppe der Leistungsempfänger eine Bedrohung für unsere Sicherheit dar.

Dieser Entwicklung muss entschieden entgegengetreten werden.

Vielen Dank, Wladim.

Wer möchte was zu Wladims Vortrag sagen?

Ronen.

Stimmt es, dass Wladim mit ins Camp kommt?

Die Listen sind öffentlich. Wenn er draufsteht, ja.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Voraussetzungen erfüllt.

Oder seine Gesundheitspunkte gesammelt hat.

(allgemeines Gelächter)

Ist doch egal, dass er dick ist. Er gibt sein Bestes.

Vielleicht reicht das nicht. Er zieht den Klassenschnitt nach unten.

Wir wollen, dass Bernardt mitkommt.

Bernardts physische und kognitive Werte sind viel besser.

Bernardt ist neu in der Klasse. Für eine abschließende Bewertung ist es zu früh.

Wir können die Diskussion beenden.

Wir haben ja abgestimmt. Bernardt soll mit ins Camp.

Ich war bei keiner Abstimmung dabei.

Wladim gehört nicht ins Camp. Der gehört in die Förderschule.

(Gelächter)

Was ist los mit euch, was habt ihr gegen Wladim?

Wir sollen uns helfen. Sieht das so für euch aus?

Nur weil dein Vater gestorben ist, musst du dich nicht als Robin Hood aufspielen.

Es geht um uns alle, nicht um einen.

(Lehrer) Es reicht jetzt. Er steht auf der Liste, er fährt mit.

Ende der Diskussion.

Zach...

Ich finde es gut, dass du dich für Wladim eingesetzt hast.

Die haben Angst um ihre Zulassung, und Wladim kriegt's ab.

Wladim wird seine Chance im Camp nutzen, und wir helfen ihm dabei, hm?

Wir sehen uns morgen.

(Musik: "The Competition Winner" von Officers)

(Die Musik ist nur noch leise zu hören.)

Was machen Sie da? Lassen Sie das!

Was soll das? - Zacharias...

Was machen die mit seinen Sachen?

Stopp!

Aufhören!

Zach, Papa ist seit drei Monaten tot. Die Sachen müssen endlich weg.

Wo ist seine Kiste?

(Mutter) Bitte hör auf.

(sanfte Klaviermusik)

Wo ist Wladim?

Wladim hat sich für heute krankgemeldet.

Er kommt doch nicht mit ins Camp.

Stimmt das?

Stimmt was?

Ähm, dass Wladim nicht mit ins Camp kommt.

Wladims Körperwerte liegen unter den Mindestanforderungen.

Die Versicherung hat ihre Deckung zurückgenommen. - Von heute auf morgen?

Die Entscheidung ist gefallen.

Wladim war gestern noch auf der Liste. Heute ist alles anders?

Es tut mir leid, Zach.

Ronen, bitte, dein Referat.

(basslastiger Technobeat)

(leises Stimmengewirr)

(lautes Stimmengewirr)

(Lehrer über Lautsprecher) Der Graph einer quadratischen Funktion ist eine Parabel.

Es stellt sich die Frage, wie wir die Steigung einer Kurve definieren können.

Wladim!

Wladim!

(Lehrer)...und der Y-Achse als Achse durch die Gleichung

Y gleich A mal X-Quadrat

beschrieben werden kann.

Leute!

Wir können zusammen üben. - Vergiss es.

Guck mich doch mal an.

Ich bring's nicht. Ich bin zu fett.

Wir trainieren. Du musst nicht hier bleiben.

Hat es jemals einer von der Förderschule zur Rowald-Uni geschafft?

Ich muss jetzt wieder rein.

Aber dir viel Erfolg im Camp.

(rhythmische Elektronikmusik)

(stumme Szene)

Was ist das?

Mein Tagebuch.

Geben Sie das her.

Gibt es hier ein Problem?

Gehört das dir? - Ich hab ein Attest dafür.

Mein Vater ist gestorben.

Die Supervision hat gesagt, ich soll Tagebuch schreiben.

Was mir in den Kopf kommt.

So macht das die Supervision bei euch in der Schule.

Wir haben hier für so was Gruppengespräche.

Mentale Probleme können wir medikamentieren.

Der Arzt hat gesagt, das ist wichtig für mich.

Aber wir können das nicht kontrollieren. Es ist nicht gut, Geheimnisse zu haben.

Wenn ich mein Tagebuch nicht mitnehmen kann, gehe ich nicht mit ins Camp.

Es ist doch nur ein altes Notizbuch. Was soll er schon reinschreiben?

Das sollten wir respektieren.

Kann ich das Attest bitte mal sehen?

(leise) Oh, fuck!

(Knacken)

(spannungsgeladene Musik)

(leises Klappern)

(Zach) Hey!

Stopp! Bleib stehen!

(Stöhnen und Ächzen)

Wer bist du?

(Musik wird schneller)

(Mädchen) Das ist genug!

(Ächzen)

(rhythmische Elektronikmusik)

(Die Musik klingt aus.)

Was ist passiert?

Ich bin gestolpert.

Alles gut. - Okay.

(Die Musik läuft weiter.)

Was hast du da eigentlich gemacht? - Mich gestoßen.

Warte mal!

Ich glaub, wir müssen mehr Richtung Norden.

Guck mal, da ist der Scanner.

Hattest du ein gutes Verhältnis zu deinem Vater?

Geht so.

Ich hab viel über Verlust gelesen, dass es einen stärker macht.

Wir sollen uns nicht trennen!

Die sehen es, wenn wir unterschiedliche Wege gehen.

Zach, bitte bleib stehen!

Hast du dich verlaufen?

Ihr seid Illegale, stimmt's?

Was soll das sein: illegal?

Bist du legal?

Es ist doch verboten, mit uns zu sprechen.

Wie heißt du?

Zach.

Hast du Angst, Zach? - Wovor?

Oh, schick.

Damit du nicht verloren gehst?

Lebt ihr wirklich im Wald? - Kannst du dir nicht vorstellen, was?

Wie heißt du?

(Knacken)

(Stimmengemurmel)

Was war? - Hab mich verlaufen.

Ihr solltet zusammen bleiben. Du bekommst keine Punkte für die Prüfung.

(Mädchen) Kss, kss!

(flüstert) Ihr müsst aufpassen! Hier sind überall Wachen.

(leise Elektronikmusik)

Hast du keine Angst, dass die euch finden? (Sie lacht leise.)

Wo lebt ihr?

Habt ihr so was wie eine Hütte?

Schön weich.

Ist sicher warm.

Wo sind deine Jungs?

(leises Stöhnen)

(Musik wird dynamischer)

(langgezogener Pfiff)

Ich muss weg.

Wie heißt du? - Ewa.

Sehen wir uns wieder?

Verzeihung, hätten Sie vielleicht eine Jacke für mich?

Meine ist weg, geklaut.

(Betreuer) Da hat wohl einer auf der Wache gepennt. Kommen Sie.

Ich geb Ihnen eine. - Danke.

Ich hab gesagt, du sollst die Finger davon lassen!

Spinnst du?

(Loreen) Gewalt ist nicht tolerierbar. - Mein Tagebuch geht Nadesh nichts an.

Wir wissen, dass der Tod deines Vaters schmerzlich für dich gewesen ist.

Umso wichtiger ist es, dich in die Gruppe zu integrieren.

Das Gefühl von Gemeinschaft kann sehr heilsam sein.

Gemeinschaft?

Das ist aber keine Gemeinschaft hier.

Das ist Kampf: jeder gegen jeden.

Siehst du das Camp so? Als Kampf?

Nein, ich nicht, aber Sie.

Sie hetzen uns aufeinander, weil Sie wissen wollen, wer der Stärkste ist.

Oder nicht?

Dieses Camp ist eine große Chance.

Ich weiß, dass du das Zeug zum Zertifikat hast.

Dein Potenzial ist überdurchschnittlich. Wirf das nicht weg.

Die Rowald Foundation sucht Leute wie dich,

die Dinge auch mal hinterfragen,

aber du darfst dich nicht gegen uns stellen.

Das wird dir helfen.

(Loreen) Zach.

Wir danken dir, Zach.

Kooperation ist der Schlüssel zum Erfolg.

Danke.

Komm!

(Musik: "Things I Stole" von Choir of Young Believers)

Wohin gehen wir?

Hast du Schiss?

Komm!

(Sie lacht.) - Okay, okay.

Okay!

♪ See her smile when I close my eyes

♪ And nothing ever happens

♪ And I don't try

(ausgelassenes Lachen) ♪ I don't try

♪ I know that nothing happens anyway

Bist du reich?

Ich glaube, ja.

Wie ist das so, reich sein?

Weiß nicht. Normal.

Ich wär auch gern reich.

So mit Leuten, die einen bedienen.

So ist das bei uns auch nicht.

Mein Vater hatte eine Firma.

Ist gestorben.

Woran?

Er hat sich umgebracht.

Das ist schlimm.

Ja.

(leise Elektronikmusik)

Vielleicht hat das Geld ihn traurig gemacht.

Damit ihr reich sein könnt, müssen andere Menschen arm sein.

Ja.

So wie ihr.

Wir haben alles, was wir brauchen.

Aber ihr klaut.

Na und? Tut euch das weh? Kauft euch einfach was Neues.

Ich wollte nicht sagen, dass das falsch ist. - (verächtlich) Ah.

Was ist?

(dynamische Musik)

(über Funk) Meinst du, das hält?

(Titus) Mit dem Seil können wir uns zur anderen Seite ziehen.

Oh, Scheiße! (Surren und Signaltöne)

(Bernardt) Was ist mit rüber schwimmen?

Zach, was meinst du?

Keine Ahnung, das...

Vergiss den! Der interessiert sich dafür nicht.

Ah, fuck!

So schaffen wir's nicht.

Scheiße, aber ich brauche die Punkte.

Dann sollten wir an eine andere Stelle gehen.

Ich glaube nicht, dass wir das dürfen. Schwimmen wir.

Vergiss es, das ist viel zu reißend.

So weit ist das nicht. Ich bin ein guter Schwimmer.

Titus, sag ihm, dass es Schwachsinn ist. - Was ist dein Scheißproblem?

Traust du mir das nicht zu oder was? Das sind maximal zwölf Meter oder so.

Das gibt sicher eine Menge Punkte.

Ich mach's. Ich zeige denen, was ich draufhab.

Du bist jetzt sicher.

(spannungsgeladene Musik)

(dumpfer Herzschlag)

(Surren)

Titus, zieh!

Macht was!

(Signalton)

Wo seid ihr?

Was ist los mit euch? Wie könnt ihr das zulassen?

Sah so aus, als würde er's schaffen.

So weit wie er ist noch keiner gekommen.

(melancholische Streichermusik)

Du hast ihn da reingequatscht. - Das war doch seine Idee.

Du hast gewusst, dass er das nicht schaffen kann.

Stell dich nicht so an!

Du bist so ein Arschloch! Gibt es irgendjemanden, der dich mag?

Willst du mich schlagen?

Komm schon, schlag mich!

Was willst du?

Ich bin nicht das Problem.

DU bist das Problem.

Du alleine kämpfst gegen uns alle.

Weiter!

Weißt du, wer da rausgeflogen wurde? - Bernardt.

Scheiß Ranglisten.

Was ist jetzt mit ihm?

(leise Musik)

Wo hast du das Tagebuch? - Ich hab's nicht.

Wo hast du's, hm?

Was soll das! Lass meine Sachen in Ruhe!

Ich hab dein Tagebuch nicht! - Wo hast du's?

Wo hast du's? Wo hast du's? - Ich hab's nicht!

Lüg nicht!

(Musik wird lauter, Geräusche treten in den Hintergrund.)

Gib's her!

(leise hallende Rufe)

Kommt ihr bitte?

Ratte!

(Ewa) Kss, kss!

Jemand hat mein Tagebuch geklaut.

Die wissen von euch, ihr müsst vorsichtig sein.

Niemand findet uns.

Ich will mit euch leben.

Ach was.

Ich dachte, für dich sind wir Illegale.

Und wir klauen, sind kriminell, wir sind Asoziale.

Egal. Ihr macht, was ihr wollt.

Unser Leben ist hart. Du kennst das nicht.

Dir geht's gut. - Mir geht's nicht gut.

Das ist scheiße da.

Wenn du deine Leistung nicht bringst, servieren die dich ab. Das ist verlogen.

Aber ihr macht alle mit. - Weil alle Angst haben.

(leise Elektronikmusik)

Ich will zu dir.

Findest du die Stelle im Wald, wo wir uns das erste Mal gesehen haben?

Morgen Mittag treffen wir uns da.

Aber du musst das Ding rausmachen.

Dann bist du einer von uns.

(Musik wird dynamischer)

(Die Musik läuft weiter.)

(Betreuer) Alle mal herhören! In 15 Minuten ist Aufbruch zum Klettern.

Ja, packt eure Rucksäcke!

Zach, du nicht. Du gehst nach Hause.

Was?

Du bist eine Gefahr für dich und deine Mitschüler.

Das Team hat so entschieden. - Weil Nadesh mein Tagebuch geklaut hat?

Die Versicherung deckt dich nicht mehr.

In einer Stunde holt dich der Helikopter ab.

Zach, kommst du?

Also, du bleibst jetzt hier und rührst dich nicht vom Fleck.

Der Hubschrauber kommt in 20 Minuten.

Mach's gut.

(dynamische Musik)

(entfernte Stimmen)

Ewa?

Ewa!

Zach.

(leises Ächzen)

Jetzt bin ich einer von euch. - Ja.

Bist du verrückt geworden?

Willst du abhauen? - Scheiße.

Was will die? - Hau ab!

Bist du noch ganz dicht?

Bestimmt hast du dich angesteckt. - Angesteckt?

Vergiss es.

Ich kriege kein Zertifikat, weil du mit der Hure fickst!

Halt den Mund! - Machst du sicher bei jedem Camp.

Fickst rum, die anderen klauen. - Verpiss dich! - Hau ab!

Was willst du? Ihr gehört eingesperrt.

Sperr mich ein! Los, sperr mich ein! - Nadesh!

(Ewa lacht.)

Lern erst mal werfen, Mädchen.

(Aufprall und Stöhnen)

(Zach) Lass es.

(klatschender Aufprall und Fiepen)

(Ewa) Nein!

(dumpfer Aufprall, Fiepen wird leiser)

(Donnergrollen)

(lauter werdendes Fiepen)

(Das Fiepen stoppt.)

(leise Elektromusik)

Ewa!

Ewa!

(spannungsgeladene Musik)

Hilf mir!

Hilf mir!

Ewa!

Warte! Ewa!

Warte!

(dramatische Streichermusik)

(Die Musik klingt aus.)

Wo warst du denn? Der Heli hat auf dich gewartet!

Ich mach das schon.

(dumpfe, spannungsgeladene Musik)

(hallendes Tropfen)

(Surren und dramatische Musik)

(Surren und Signaltöne)

(Mann) Du und Nadesh hattet Streit, sagen die anderen?

Worüber denn?

Sie hat mein Tagebuch genommen.

Und?

Nichts und. Wir haben uns vertragen.

Wo ist denn das Tagebuch jetzt?

Keine Ahnung, ist weg.

Lasst mich los! Ich hab nichts getan!

Kennst du das Mädchen?

(Ewa schreit unverständlich.)

Was ist mit ihr?

Das ist 'ne Illegale. Wir haben Blutspuren an ihrer Kleidung gefunden.

Von Nadesh. Sie hat sie getötet.

Aber sie... war's nicht.

Sondern?

Ich war's.

Ich hab... Nadesh getötet.

(elegische Musik)

(Die Musik klingt dumpf aus.)

Ich stehe auf der Liste. Ich darf mit ins Camp!

Ich hab dir gesagt, du schaffst das. Hast du dein Referat vorbereitet?

Ja, ja.

Komm!

Ihre Klasse weigert sich geschlossen, mit dem Schüler Wladim ins Camp zu fahren.

Konnten Sie das nicht in der Klasse regeln?

Bernardt ist noch nicht lang genug in der Klasse.

Außerdem ist die Klasse stark genug, jemanden wie Wladim mitzutragen.

Ihre Klasse möchte auch nicht mehr von Ihnen unterrichtet werden.

Wie bitte?

Ich leite Ihnen die Mail gerne weiter.

Die Klasse habe das Vertrauen in Ihre Unvoreingenommenheit verloren,

da Sie Einzelne bevorzugen. - Stimmt nicht.

Nicht nur Schüler haben sich beschwert.

Ich hatte Gespräche mit Eltern,

darunter welche, die unsere Schule seit Jahren großzügig unterstützen.

Sie meinen, dass Bernardt viel eher das Leistungsniveau der Klasse im Camp anhebt.

Die Listen sind raus. Es ist zu spät.

Es liegt im Ermessen der Lehrkräfte, Empfehlungen auszusprechen.

Unsere Sponsoren möchten, dass nur die Besten gefördert werden.

Und was passiert mit Wladim?

Wenn wir Wladim jetzt rausnehmen, war's das für ihn.

Obwohl er ausreichend Punkte hat.

Wir sollen die Schulregularien außer Kraft setzen,

weil ein paar Schüler sich über sein Gewicht beschweren?

Setzen Sie sich für die qualifiziertesten Schüler ein,

setze ich mich dafür ein, dass diese Beschwerde keine hohen Wellen schlägt.

Es wäre schade, Sie aus unserem Kollegium zu verlieren.

Und sorgen Sie für eine hohe Zulassungsquote am Ende des Camps.

Unsere Sponsoren lieben das.

Und für Ihre Jahresbeurteilung wäre das auch von Vorteil.

Danke.

(düstere Musik)

Ja?

Wir finden, mit Wladim, da haben Sie die richtige Entscheidung getroffen.

Das wollten wir Ihnen eigentlich nur kurz sagen.

Danke, Titus.

(Lehrer) Sein Vater hat sich das Leben genommen.

Damit hat der Junge zu kämpfen.

Er fängt sich wieder. Man muss ihm nur Zeit geben.

Die Erfahrungen im Camp werden ihm guttun.

Ihre Einschätzung in Ehren,

aber das Camp ist keine Selbsterfahrungs- maßnahme für Problemschüler.

So war das nicht gemeint. Er braucht einfach eine Aufgabe,

ein Ziel, woran er sich stabilisieren kann.

Zach ist ein besonderer Junge. - In welcher Hinsicht?

Er ist kreativ, setzt sich für seine Mitschüler ein.

Er hat das Potenzial zum Leader.

(Lachen)

Zum Leader, so, so.

Das ist doch das, was Sie suchen.

Sie sind nicht der erste Lehrer, der seine Schüler gut verkaufen will.

Ich will niemanden verkaufen. Ich gebe nur meine Empfehlungen ab.

Sie empfehlen uns also den Schüler Zacharias.

Absolut.

Meinetwegen. Nehmen wir ihn in den erweiterten Kreis.

Wir werden sehen, ob er zu uns passt. Weiter.

Dann zum Zelt fünf, der Schüler Bernardt.

Da liegen wenig Daten vor, die Aussagekraft ist gering.

Was machen wir mit dem?

Ah, Verzeihung.

Hätten Sie vielleicht 'ne Jacke für mich? Meine ist weg, geklaut.

Da hat wohl einer auf der Wache gepennt. Kommen Sie, ich gebe Ihnen eine.

Danke.

Sie sind das erste Mal im Camp dabei, oder?

Ja. Ich freue mich, die Schüler bei diesem wichtigen Schritt begleiten zu dürfen.

Sie wissen schon, dass sie am Ende auch eine Beurteilung über Sie schreiben?

Das ist ein Scherz.

Das Camp kann 'ne schwere Sache sein für die Jugendlichen.

Das Gefühl, die ganze Zeit beobachtet zu werden. Da ist viel Druck.

Das klingt nicht, als wären Sie sehr begeistert bei der Sache.

Ich mag den Wald.

Und es ist nicht schlecht, das, was die Jugendlichen hier lernen.

Die Natur ist ein Erlebnis für sie.

Einerseits stärkt es ihr Selbstbewusstsein,

andererseits fahren sie mit etwas mehr Demut zurück in die Stadt.

Hier, probieren Sie die mal.

Danke.

(Ronen) Zach verprügelt Nadesh!

(entfernte Schreie)

Warum ist es so schlimm, wenn Nadesh dein Tagebuch liest? Was steht da drin...

Das würden Sie gerne wissen, oder?

Gewalt ist hier nicht tolerierbar, Zach.

Mein Tagebuch geht Nadesh nichts an.

Noch mal so was und ich schicke ihn nach Hause.

Er geht nicht positiv mit der Wettbewerbssituation um.

Der Schüler hat keine gute Einstellung.

Ich rede mit ihm.

Sie meinen es ernst mit ihm.

Es gibt wirklich keinen Grund, ihn aufzugeben.

Gut. Auf Ihre Verantwortung.

Aber ich sage Ihnen: Nicht alle sind die Hoffnung wert, die wir in sie setzen.

Hey, Zach.

Was wollen Sie?

Loreen, die Psychologin, mag dich nicht besonders.

Haben die Sie geschickt? Mit der letzten Warnung?

Ich will dir nur helfen.

Mhm. So, wie Sie Wladim geholfen haben.

Zach, du bist ein besonderer Junge.

Wenn jemand das Zertifikat bekommen sollte, dann du.

Versteh es als Chance. - Ich soll mitspielen?

Was gibt denen das Recht zu sagen, wer was taugt und wer nicht?

Das mit Nadesh war nicht gut. Noch mal so was und die schicken dich nach Hause.

Warum haben Sie Wladim fallen lassen?

Haben die gedroht, Ihnen zu kündigen?

Ist man jung, glaubt man, man muss die Welt verändern.

Aber es gibt Realitäten, die wir zu akzeptieren haben.

Wenn Altwerden bedeutet, so zu sein wie Sie,

will ich nicht alt werden. - Den Kampf kannst du nicht gewinnen.

Das ist kein Grund, nicht zu kämpfen.

(rhythmische Elektronikmusik)

(Ächzen)

(entferntes Knacken)

(Ewa) Komm!

(Zach) Wohin gehen wir? - Hast du Schiss?

(spannungsgeladene Musik)

(Ewa) Komm!

(Ewa lacht.)

(leises Stöhnen)

So, kommt.

Bisschen Tempo.

Die Nächsten schon!

Und? Welche Gruppe beobachten Sie?

Ich bleibe heute hier. Ich übernehme die Lagerwache.

Ich fühl mich nicht so.

Hm? Wollen Sie eine Tablette?

Nein, danke. Etwas Ruhe wird helfen.

Gut. Ich übernehm das.

Danke.

(Loreen) Kommt ihr?

(unheilvolle Streichermusik)

(Helikoptergeräusch)

Scheiße.

(Zach) Gestern Nacht hab ich Illegale in der Küche erwischt.

Wer entscheidet eigentlich, wer illegal ist und wer nicht?

Was würde passieren, wenn wir einfach sagen:

Wir machen nicht mehr mit?

Wenn wir alle im Wald leben würden?

Wenn wir einmal nicht funktionieren würden?

Wenn es einmal nicht um Leistung geht, sondern nur um den Menschen?

Würde sich dann etwas ändern?

Der Lehrer sieht ganz genau, was hier läuft,

und trotzdem macht er mit.

Wie viel Kraft muss es kosten, sich jeden Tag zu belügen?

(näherkommende Stimmen)

(Lehrer) Scheiße.

(dramatische Musik)

(Nadesh) Lass meine Sachen in Ruhe! Ich hab dein Tagebuch nicht!

Lass mich! (Schlag)

Wo hast du's? Wo hast du's?

Wo hast du's? - Ich hab's nicht!

Lüg nicht!

(Streichermusik und Schreie)

(Zach) Aber sie... war's nicht.

Sondern?

Ich war's.

Ich hab Nadesh getötet.

Weil sie dein Tagebuch geklaut hat.

Ja.

Ach, Verzeihung.

Haben Sie 'ne Idee, wo das Tagebuch abgeblieben sein kann?

Bei den Sachen von der toten Schülerin haben wir nichts gefunden.

Keine Ahnung. Tut mir leid.

(dynamische Elektronikmusik)

Hallo, Zach.

Darf ich?

Ich kann verstehen, dass du dich nicht freust, mich zu sehen.

Du warst es nicht.

Die Beweise sind eindeutig.

Dieses Mädchen, das du schützt: Du bedeutest ihr nichts.

Sie ist es nicht wert. - Sie heißt Ewa.

Ewa, ja.

Es ist ehrenwert, dass du sie schützen willst,

aber sie hat Nadesh getötet, nicht du.

Du zerstörst dein Leben damit.

Ich bitte dich, sag die Wahrheit vor Gericht. Es ist noch nicht zu spät.

Ich will zurück in meine Zelle.

Du hast dich da in etwas verrannt.

Ja, vielleicht hab ich mich verrannt.

Aber es fühlt sich richtig an. Das werden Sie nie verstehen.

Und deine Mutter, wird sie dich verstehen?

Soll sie dich auch noch verlieren? - Warum lassen Sie mich nicht in Ruhe?

Sie haben mit all dem nichts zu tun. Was wollen Sie von mir?

Es kann Ihnen scheißegal sein, was mit Ewa passiert oder mit mir.

Was geht Sie das an?

Nadesh hat dein Tagebuch nicht genommen. Ich war's.

Ich hab gelesen, was du geschrieben hast.

Es war ein großer Fehler. Es tut mir leid.

Sie sind noch viel erbärmlicher, als ich gedacht hab.

Ich bitte dich, sag die Wahrheit vor Gericht.

Erzählen Sie mir nichts von Wahrheit.

Nadesh war sauer auf mich. Weil sie wegen mir ihr Zertifikat nicht kriegt.

Sie hat mich mit einem Stein angegriffen,

hat mich hier am Kopf getroffen.

Dann hab ich einen Stein genommen, hab ihn nach ihr geworfen,

und dann war sie tot.

(Schluchzen)

(Richterin) Dem Bericht der Gerichtsmedizin nach

kann die Verletzung beim Opfer kaum von einem geworfenen Stein kommen.

Wie weit warst du von ihr weg?

Ich weiß nicht. Zehn Meter vielleicht.

Bist nicht hin zu ihr und hast mit dem Stein auf den Kopf geschlagen?

Kann sein, ich weiß es nicht mehr.

War sonst noch jemand dabei? Ewa zum Beispiel?

Sie hat damit nichts zu tun.

Aber sie hat gesehen, was du gemacht hast. - Kann sein. Ich weiß es nicht.

Ich erinnere mich nicht.

Die Taschenlampe wurde am Tatort gefunden.

Das ist meine.

Frau Vorsitzende, mein Mandant sagt die Unwahrheit.

Hören Sie auf!

Zeugen bestätigen... - Ich will nicht verteidigt werden.

Er will nur dieses Mädchen schützen. - Hören Sie auf!

Ich hab Nadesh umgebracht!

(erregtes Murmeln)

(Richterin) Ruhe!

Du hast im Reservat gelebt, stimmt das?

Nein, wir sind da nur manchmal rein.

Aber ihr habt da nix zu suchen. Du bist im Gamma-3-Sektor registriert.

Das ist scheiße da. Da kann man nicht leben.

Also seid ihr ins Reservat, um zu stehlen.

Wir müssen überleben. - Indem ihr klaut?

Was sollen wir denn machen? Verhungern?

(unverständlich)

Warst du dabei, wie Zach Nadesh mit dem Stein getroffen hat?

Ich war dabei, ja.

Aber Zach hat das Mädchen nicht getroffen mit dem Stein.

Zach hat gar nicht geworfen.

(Murmeln)

Sondern?

Zach konnte nicht mehr werfen, weil die hat ihn am Kopf getroffen.

Dann ist er umgefallen und den Hang runter.

Ich hab gedacht, der ist tot.

Und dann, was hast du gemacht?

Ich hab die angeschrien, dass die Hilfe holen soll.

Das heißt, zu dem Zeitpunkt war Zach gar nicht mehr dabei?

Sag ich doch! Der lag da. - Das stimmt nicht.

Und dann? - Dann...

Da war noch... da war noch mal ein Junge,

der stand plötzlich vor dem Mädchen.

Und dann hat er dem Mädchen den Stein an den Kopf gehauen.

(Murmeln)

Und das sollen wir glauben? - Das ist die Wahrheit.

Jetzt kommt die Geschichte vom unbekannten Dritten.

So was kennt man ja.

Frau Vorsitzende, ich denke, die Täterin sitzt hier genau vor uns.

Nein! Sie wollen mir das anhängen, weil wir Asoziale sind für Sie

und es so einfacher ist für Sie. Es war aber dieser Junge!

Wer soll dieser unbekannte Junge gewesen sein?

Einer... einer aus dem Camp. Was weiß denn ich!

(Richterin) Zach sagt, er hat Nadesh getötet.

Wenn es so war, wie du sagst, warum erzählt er uns das dann?

Weil er denkt, ich war's.

Er will mich schützen.

(Richterin) Und warum?

Ich glaub, der liebt mich.

(Murmeln)

(Richterin) Und du? Liebst du ihn auch?

Nein.

Können wir reden?

(stumme Szene und Streichermusik)

(Zach) Wie verlogen alle sind.

Die Starken helfen den Schwachen. Was für eine Lüge!

In Wahrheit geht es darum, die loszuwerden, die nicht funktionieren.

Die schwach sind und nur Geld kosten, um sie in die Sektoren abzuschieben.

Das nennen sie dann Integration.

Und alle machen mit bei dieser Lüge, weil sie Angst haben.

Sie lügen, wenn sie mit mir reden,

sie lügen im Netz, sie lügen in den Schulen.

Und so lernen alle diese Lügen, von Anfang an.

Und irgendwann gibt's niemanden mehr, der die Wahrheit kennt.

Warum bin ich so?

Warum kann ich nicht so sein wie die anderen?

Ich schaue mich um, und alle sehen zufrieden aus mit dem, wie es ist.

Und alles drückt auf mich und lässt mich nicht sein, wie ich bin.

Warum ist das so? Warum bin ich anders?

Was ist falsch mit mir?

Wir haben uns im Camp strikt an die Vorgaben der Protokolle gehalten.

Gibt's niemanden, dem es so geht wie mir?

Bin ich wirklich ganz allein?

So bedauerlich das ist, was passiert ist, wir haben getan, was wir konnten.

Was soll man machen, wenn der Schüler die Medikation verweigert?

Ich habe Zach immer als einen talentierten jungen Menschen gesehen.

Er war in sich gekehrt.

Der Tod seines Vaters hat ihn sicherlich mehr bewegt,

als uns allen klar war.

Haben Sie eine Idee, was Zacharias in das verschwundene Tagebuch geschrieben hat?

Nein.

Sie haben nie mit ihm darüber gesprochen?

Nein.

Haben Sie mitbekommen, dass Zacharias sich mit dem Mädchen getroffen hat?

(ruhige Streichermusik)

Haben Sie meine Frage verstanden? - Verzeihung.

Haben Sie etwas von dem Verhältnis zwischen Zacharias und Ewa gewusst?

(leise) Es ist meine Schuld.

Wie bitte?

Ich habe das Tagebuch genommen.

(erregtes Gemurmel)

(leise Elektronikmusik)

Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie dabei sind, eine Aussage zu machen,

mit der Sie sich selbst belasten.

Dieses Fehlverhalten wird Konsequenzen haben. Sind Sie sich dessen bewusst?

Ja.

Und warum haben Sie das Tagebuch genommen?

Ich wollte ihm helfen, um selbst besser dazustehen.

Inwiefern?

Je mehr Schüler eine Zertifizierung bekommen, desto besser meine Bewertung.

Zach sollte nach Hause. Ich wollte das verhindern, indem ich ihn verstehe.

Indem Sie sein Tagebuch lesen.

Ja.

Ich verstehe die Schüler nicht mehr.

Jede Schwäche wird gnadenlos bestraft.

Sie sind kalt.

Zach ist anders. - Halt endlich dein Maul!

Du hast meine Tochter auf dem Gewissen!

(Richterin) Ich lasse den Saal räumen.

Wir machen eine Pause. Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück.

(düstere Streichermusik)

Hallo.

(dumpfes Basswummern)

Karla.

Lukas.

Hi.

Und das ist dein Zimmer.

(entferntes Stimmengewirr)

(unverständliche Rufe)

(Mann #1 über Lautsprecher) Fünf Personen, Datenerfassung für drei Tage, Zimmer 928,

Mindestqualifikation 2b.

(Mann #2) ...zwei Mann, Sektor Alpha-7, Zimmer 1108.

Drei Mann, Kanalarbeiten,

Sektor Gamma-2, Zimmer 1102.

Zwei Mann, Fassadenreinigung,

Sektor Alpha-7,

Zimmer 1108.

Drei Sicherheitsbeauftragte...

Nach den Vorfällen haben sie das Camp für einen Monat dichtgemacht:

Restrukturierung des Konzepts.

Nachdem es wieder aufgemacht wurde, war ich plötzlich nicht mehr dabei.

Das tut mir leid.

Ach was. Wahrscheinlich hab ich einfach zu viele Fragen gestellt.

Glauben Sie an die offizielle Version,

dass das illegale Mädchen Nadesh getötet hat?

Wer sonst? Es gibt keinen Beleg dafür,

dass außer den dreien noch jemand am Tatort war.

Es sei denn, die Ortungssignale sind manipuliert worden.

(rauschendes Dröhnen)

(hallend) Dann sollten wir an eine andere Stelle.

Ich glaub nicht, dass wir das dürfen. Ich könnte schwimmen.

Das ist viel zu reißend!

Titus, sag ihm, dass es Schwachsinn ist.

Das gibt sicher 'ne Menge Punkte.

(dröhnendes Hallen)

(hallend) Titus, zieh!

(unheilvolle Musik)

Macht was!

Wo seid ihr?

(entfernte Rufe)

(Ächzen)

(Klacken)

(Aufschrei und hallendes Dröhnen)

(hohes Sirren)

(Aufschrei)

(Nadesh) Fuck!

Was ist denn los? Bist du müde?

(Donnergrollen)

(Nadesh entfernt) Bist du nicht ganz dicht?

Ich kriege kein Zertifikat, weil du mit der Hure fickst!

Halt den Mund! - Machst du bestimmt bei jedem Camp.

Fickst rum, die anderen klauen. - Verpiss dich!

Ihr gehört eingesperrt.

Dann sperr mich doch ein! Los, sperr mich ein!

Nadesh!

Lern erst mal werfen, Mädchen.

Nein!

Los, hol Hilfe!

Hol Hilfe!

(dramatische Streichermusik)

(Schluchzen)

Titus!

Wir müssen Hilfe holen! Zach ist verletzt...

(Stöhnen)

(Röcheln)

(Stöhnen und Schluchzen)

(ersticktes Husten)

(Aufschrei)

(getragene Musik)

(Fiepen)

(entferntes Grollen)

(unheilvolle Musik und Atmen)

(Piepsen)

(Piepsen)

(Piepsen)

(Piepsen und lauter werdendes Atmen)

(Direktorin) Kommen wir jetzt zum Jahrgangsbesten.

Mit einem weit überdurchschnittlichen Ergebnis von 97,8 Punkten

konnte Titus sich souverän den ersten Platz sichern.

Er gehört damit nicht nur zu den besten Abgängern unserer Schule,

auch landesweit erreichte er mit diesem Ergebnis

einen Platz unter den besten drei.

Herzlichen Glückwunsch, Titus.

(ironisches Auflachen)

Und woher weiß er das? Nein!

(Piepsen) (Mutter) Und was hat er gesagt?

Im Prozess um die Ermordung der Schülerin Nadesh K.

kam es, wie erwartet, zu einer Verurteilung der illegalen Ewa A.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Obdachlose aus Habgier getötet hat...

(Mutter) Stimmt nicht!

...und wies die Unterbringung in einem geschlossenen Resozialisierungsheim an.

(Mutter) Das soll er versuchen.

Zacharias W. wurde freigesprochen.

Das Gericht stufte sein Geständnis als Schutzbehauptung ein.

Wünscht der junge Herr noch etwas?

(Mutter) Wir unterstützen euch natürlich.

Selbstverständlich!

Na sicher! Das diskutier ich doch gar nicht!

(Türklingel)

(Die Tür knallt zu.)

Titus, Sie haben Besuch.

Gefällt's Ihnen?

Bin mir nicht sicher.

Ich finde es... bedrückend.

Sie haben einen langen Weg gemacht, um mich zu besuchen.

Da, wo Sie leben, das ist weit weg von hier.

Es ist ganz schön, mal wieder frische Luft zu atmen. Danke.

(Die Mutter telefoniert im Hintergrund.)

(Titus) Du kannst gehen.

(sich entfernende Schritte) (Mutter) Was schlägst du vor?

Sie sehen verändert aus. Müde.

Du bist jemand, der die Dinge ganz genau beobachtet, oder?

Ja, das denken immer alle. Wegen der Augen.

Wie ein Fisch, hat das Kindermädchen immer gesagt.

Hm? Und, stimmt es?

Hast du auch beobachtet, wie Nadesh gestorben ist?

Wie kommen Sie denn darauf?

Die Daten vom Ortungssystem wurden manipuliert. Es war noch jemand am Tatort.

(spannungsvolle Musik)

Was hattest du gegen Nadesh?

Sie tun ja so, als hätte ich sie umgebracht.

Warum hast du es gemacht?

Was hast du gefühlt dabei?

Du hast nichts gefühlt.

Stimmt's?

Es ist gut, nichts zu fühlen.

Es macht mich stark.

Ich kann so Dinge tun, die keiner tun kann.

Zum Beispiel einen Menschen töten.

Können Sie das beweisen?

Meinen Sie, irgendjemand wird IHNEN glauben?

Ihre Aussage vor Gericht war eine große Überraschung.

Warum haben Sie das gemacht? - Weil ich mich schuldig gefühlt habe.

Und jetzt ist besser?

Wie ist das eigentlich, wenn man sich schuldig fühlt?

Macht Sie das zu einem besseren Menschen?

Du bist krank, Titus.

Ich bin nicht krank.

Ich bin der Beste meines Jahrgangs.

Ich bin die Elite, die diese Gesellschaft führt.

Ja.

Ich denke, es ist an der Zeit, dass Sie jetzt gehen.

(ruhige Streichermusik)

Lassen Sie mich los.

(leise) Sie sollen mich loslassen!

(schniefend) Lassen Sie mich los!

Lassen Sie mich los jetzt!

(Schluchzen)

(düstere Musik)

(leises Schluchzen)

(Tür wird geöffnet.)

(dumpf-hallender Schlag)

(entfernte Rufe und Sirene)

Aufwachen!

Was ist denn los?

Los, ziehen Sie sich an!

Beeilen Sie sich!

(spannungsgeladene Musik)

(leise Stimmen im Hintergrund)

Kommen Sie.

Entschuldigung, was ist denn passiert?

Haben Sie gestern mit Titus gesprochen?

Warum? - Haben Sie?

Ja.

Worüber?

Ich wollte ihn dazu bewegen, sich zu stellen.

Ich bin mir sicher, dass er Nadesh getötet hat.

Warum sollte er das tun?

Ich weiß es nicht.

Vielleicht wollte er einfach sehen, wie jemand stirbt.

Ich glaube, dass Titus ein sehr einsamer Mensch ist.

Titus hat sich gestern Abend die Pulsadern aufgeschnitten.

Und das haben wir bei ihm gefunden.

(ruhige Klaviermusik)

Das tut mir sehr leid.

Sie können jetzt gehen.

Aber halten Sie sich bereit für eine Aussage.

(Türsummer, Klacken und Dröhnen)

(ruhige Elektronikmusik)

Du siehst anders aus.

Gefällt dir nicht?

Komm. - Wohin?

Keine Ahnung.

Irgendwohin, wo man nicht perfekt sein muss.

Wo soll das sein?

Müssen wir suchen.

(Musik: "Bad Kingdom" von Moderat)

♪ Here it ends

♪ No one's gonna shed a tear

♪ No need to shout

♪ Just to stand the silence

♪ A well-spent time

♪ In the early morning's haze

♪ You sit and wait

♪ Watching full glasses through blank eyes

♪ This is not what you wanted

♪ Not what you had in mind

♪ This is not what you wanted

♪ Not what you had in mind

♪ Vacuous winter stare

♪ A worn-out version of yourself

♪ Too tough to fall

♪ But not strong enough to turn

♪ But not strong enough to turn

♪ But not strong enough to turn

♪ This is not what you wanted

♪ Not what you had in mind

♪ This is not what you wanted

♪ Not what you had in mind

Untertitel: Subtext Berlin, 2017

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.