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(Mann) Ein japanisches Sprichwort sagt:
”Kein Weg ist lang mit einem Freund an deiner Seite.”
Das sind meine Freunde:
Guido, Günther und Bronko.
Und das bin ich, Paul.
Die große Liebe zu finden, ist ein langer Weg,
den man besser mit Freunden geht.
(Tür knallt) Das war sie übrigens nicht.
Das war sie auch nicht.
Mi amor!
Die war es auch nicht.
Und das ist sowieso eine ganz andere Geschichte.
Jedenfalls hatten wir alle unsere Probleme.
Sie ist noch mit dem Kerl zusammen,
für den sie dich verlassen hat?
- Die beiden sind verheiratet. - Oh.
Kann ich 'ne Weile bei dir wohnen?
Aber wozu hat man Freunde?
Und bei Günther lief es dann ja auch ganz gut, erstmal.
(Klopfen)
Du musst mir helfen, Paul.
Morgen, Günther. Ich muss zum Flughafen.
Oh, wo geht's denn hin?
- Mallorca. - Für einen Tag?
Der Verlag feiert sein 100-jähriges Bestehen.
Tja, dann kannst du mir ja leider nicht helfen,
meine Ehe zu retten.
- Was ist denn passiert? - Iggy setzt mich unter Druck.
Sie hat die Pille abgesetzt, weil ich verhüten soll,
wenn ich keine Kinder möchte.
Jetzt will sie andauernd Sex!
- Klingt doch nicht schlecht. - Ich bin doch noch so jung.
Ich hab mein Leben noch vor mir.
"Jung" würde ich dich nicht nennen.
Du könntest Iggy sagen,
dass ich noch nicht die nötige Reife hab,
um eine Familie zu gründen.
Ich glaube, auf dich hört sie!
(flotte Popmusik)
Mein Freund Guido.
Frauenheid und Romantiker.
Um diese Mischung beneide ich ihn.
Guido ist überzeugt, dass man der großen Liebe
nur begegnen kann, wenn man sie für möglich hält.
(entfernte Klaviermusik)
Schön, Sie endlich kennenzulernen!
Guido Schamski, Ihr Vertriebsleiter.
(Frau) Ganz meinerseits.
Freut mich, Sie kennenzulernen. Danke für die Einladung!
Trinken Sie Champagner, hilft gegen Nervosität!
Und mir bitte noch einen doppelten Brandy!
Die ist vergeben. Verbrennst dir nur die Finger!
Du kennst die?
Lena von Beuthen, Tochter der Verlegerin.
Der Mann an ihrer Seite, Patrick Arterberry,
managt einen Hedgefonds und gehört zum englischen Adel.
Du hast recht. Ich lass das lieber.
Ja, andere Mütter haben auch schöne Töchter.
(Salsamusik)
(verträumte Klaviermusik)
Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?
(Frau schreit kurz)
Entschuldigung, das ist mir jetzt peinlich.
Muss es nicht. Sieht schlimmer aus, als es ist.
- Hier gibt's eine Schneiderei. - Nein...
Ich kenne die Inhaberin. Das kriegen wir wieder hin.
(verabschieden sich auf Spanisch)
In einer halben Stunde ist Ihr Hemd wie neu.
In der Zwischenzeit kann ich Touristen unterhalten.
Bisschen jonglieren...
Oder kann ich Sie auch auf einen Kaffee einladen?
Gern.
(verträumte Musik)
(Gespräch nicht hörbar)
Juan?
Oh, ich müsste längst zurück sein!
- La cuenta, por favor! - Ich mach das.
Ich hol mein Hemd ab und dann komm ich nach.
- Vielen Dank, Paul! - Gerne.
(Faun Juliette Greco soll gesagt haben:
"Egal, wie oft man in der Liebe auf den Falschen trifft,
wenn der Richtige vor einem steht, muss man zugreifen."
(Mann, entfernt) Meine Damen und Herren,
Hebe Lena!
Wir kennen uns jetzt einige Jahre
und ich liebe dich von ganzem Herzen.
Und ich möchte dich hier und jetzt fragen:
Lena„...
(gefühlvolle Klaviermusik)
„willst du meine Frau werden?
(Jubel und Applaus)
Ich hab ewig geklopft! Wo warst du?
Verstehe.
(romantischer Popsong)
Wenn du es nicht versuchst, erfährst du es nie.
(Song läuft weiter)
Ich hoffe, deine Mutter hat's verwunden,
dass du nicht englischen Adel geheiratet hast.
Da musst du jetzt durch.
Das ist ja ein süßes Dorf.
Welches Haus ist es denn?
Äh, alle.
Jetzt bin ich doch ein bisschen nervös.
Musst du nicht.
- Mama, Papa! - Lena, schön, dich zu sehen!
Kleines!
-(Lena) Schön, euch zu sehen. -(Mutter) Wie war die Reise?
(Lena) Gut, danke. Wie geht's euch?
-(Vater) Wie immer. -(Lena) Na, du?
Sie dürfen näherkommen, Herr Dr. Schuberth.
Wir beißen nicht. Jedenfalls nicht sofort.
- Hallo. - Elisabeth von Beuthen.
Mein Mann Karl.
- Willkommen. - Freut mich.
(lautlos)
Ihr macht euch jetzt ein wenig frisch,
dann sehen wir uns im Garten.
Der Rest der Familie wartet schon!
Sehr schön.
(Lena) Das ist unser Hund, Maya.
Ah ja.
Meine Mutter ist immer so ruppig.
Sie meint es nicht so. Gewöhn dich schon mal dran.
(Rumpeln)
- Willst du dich frischmachen? - Gern.
Da ist das Bad. Soll ich auf dich warten?
Nein, nein, ich finde euch schon.
(fröhlicher Popsong)
- Hallo! - Hallo.
Kann ich Ihnen helfen?
Ja, ich hab mich verlaufen.
Und Sie sind?
Äh, Schuberth. Paul Schuberth.
Paul? Hab schon viel von dir gehört.
Ich bin Audrey, Lenas kleine Schwester.
Freut mich.
Komm, ich zeig dir den Rest der Familie.
Gerne.
Falls ihr unseren Gast sucht: Er hat sich im Garten verirrt.
(lachend) Passiert mir auch öfter!
Zieh dir was an, wir haben Gäste.
Komm schon, Papa. Wir sind doch unter uns.
Ich geh mal duschen. Wir sehen uns.
Das ist meine Schwester Melissa. Melissa, Paul.
Freut mich.
Ich war Barkeeper, als ich Schauspiel studierte.
Kennen Sie "König Lear"?
- Ich gab den Narren. - Ja?
Singapore Sling oder Screwdriver?
Nehmen Sie einfach beide.
Ich mach mir zwei neue.
Du sollst nicht so viel trinken, sagt der Arzt.
Stimmt. Er hat aber auch keine bessere Idee.
(Paul) Schön haben Sie's hier.
Komm! Ich zeig dir erst mal alles.
(Paul) Bis später.
Patrick war Mutters Liebling.
Dann werde ich mir mal Mühe geben.
Das kenne ich: ein auf alt gemachter Bar-Globus.
- Wenn man die Welt... - Lass es!
Das ist ein enorm teures Original!
Mutters "Globe Terrestre", der hat mal Napoleon gehört.
Napoleon?
Alles klar.
(Lena) Los! (sie juchzt)
(fröhlicher Popsong)
(Paul) Guck mal.
(Lena schreit)
(Song läuft weiter)
Ein kleines Dankeschön für die Einladung!
- Vielen Dank. - Ich habe zu danken.
- Ihnen auch vielen Dank. - Danke.
(lachend) Wein. Wie originell, Herr Dr. Schuberth.
Das sind Burgunderweine aus Ihren beiden Geburtsjahren.
1950? Stimmt.
Danke.
(Karl ächzt angestrengt)
(Korken knallt)
(Wein fließt plätschernd ins Glas)
Kann man trinken.
Haben Sie schon über Ihre Zukunft im Verlag nachgedacht,
Dr. Schuberth?
Wie Sie wissen, geht unser Vorstand bald in Rente.
- Reden wir jetzt nicht davon. - Nur kurz.
Ich bin als Personalchef sehr zufrieden.
Ihr Ehrgeiz hält sich also in Grenzen?
So kann man das nun nicht sagen.
Tun wir so, als ob ich Ihnen
den Vorstandsvorsitz anbieten würde.
Was wäre Ihre erste Maßnahme?
Unser Vertriebschef würde mein Stellvertreter.
Guido Schamski? Der Kfz-Mechaniker?
Kein Benimm, kein akademischer Titel...
Sie kennen ihn?
Unser Revisor Dr. Scharf hat mir potenzielle Kandidaten
für den Chefposten vorgeschlagen
und dabei äußerst energisch von Guido Schamski abgeraten.
Seine Abteilung generiert mit Abstand den meisten Umsatz.
Na gut.
Rufen Sie ihn an. Er soll herkommen.
Dr. Scharf ist ein paar Tage hier.
Zeigen Sie ihm, dass ein Mechaniker
und ein Personalchef meine Firma leiten können.
Vielleicht überzeugen Sie damit auch mich.
Ja, gerne.
Und Herr Schamski soll keine Gastgeschenke mitbringen!
Ich bin's, Paul. Kannst du nach Mallorca kommen?
Was liegt an?
Es geht um die Neubesetzung des Vorstandes.
Die haben dir ein Angebot gemacht?
Ja. Können wir das in Ruhe besprechen?
(bejahend) Mhm.
(tiefes Ausatmen)
Ist Rauchen nicht verboten mit einem Stent im Herzen?
Keine Sorge.
Meine Kardiologin passt sehr gut auf mich auf.
(leises Kichern)
Dann ist ja gut.
Ich fahr gleich morgen früh los.
Es gibt auch passable Flüge von Berlin nach Mallorca.
Ja, ich weiß.
(lautlos)
Aber wenn ich fliege, muss ich etwas Geliebtes hierlassen.
Was meinst du? Meinen Hund?
Nein, meinen Porsche. Die Kavallerie ist unterwegs.
Bring einen anständigen Anzug mit!
Zivilisten befehlen mir nichts.
Guido, ich mein's ernst...
(Elisabeth) Patrick hat eindeutig mehr Stil.
Hör bitte auf mit Patrick, es geht um Paul.
Du hast versprochen, dass du ihm eine reelle Chance gibst.
Tu ich doch. Und was macht er draus?
Dein Paul blamiert mich mit einer Pulle Nachkriegswein.
(Motor brummt)
(Winseln)
Ja, komm!
Nettes Boot.
Nette Hütte.
Nettes Plätzchen hier.
Was ist das für ein Auto?
Der Porsche steht in Palma. Der hat 'nen Platten.
Das war der einzige adäquate Leihwagen, den es gab.
Schamski ist noch stilloser als dein Paul.
Und sein Mischling soll bloß seine Pfoten von Maya lassen.
Stimmt's, Maya?
Oh, wir haben Besuch?
Melissa von Beuthen.
Guido Schamski, sehr erfreut.
Sie haben ein wunderschönes Anwesen.
Freut mich, dass es Ihnen gefällt.
Hat man Ihnen schon eine Führung angeboten?
Nein. Leider noch nicht.
Gut, dann mach ich das.
Sie haben doch nichts dagegen, Paul, oder?
In einer Stunde treffen wir Dr. Scharf.
Ach, das reicht völlig,
damit wir beide uns ein bisschen...
- Beschnuppern können? - Ja, das auch.
- Paul, könntest du? - Klar.
- Wie ist denn unsere Taktik? - Wir haben keine.
(leise) Keine?
So, kommen Sie mal mit.
- Riecht das irgendwie komisch? - Zeig mal.
Nö, einwandfrei. Ganz frisch.
Ich glaub, das kann ich heute nicht essen.
(genüsslich) Hmm.
Single?
Wie kann eine so attraktive Frau Single sein?
Ich bin finanziell unabhängig und weiß, was ich will.
- Das irritiert viele Männer. - Und?
Und ich suche einen Mann zur Familiengründung.
Perspektivisch, versteht sich.
Nicht ganz verwunderlich mit 31.
Das ist alles?
Gut, eigentlich bin ich 32.
Ich sehe immer noch kein Problem.
33, um genau zu sein.
34. Deshalb hab ich's mit der Familienplanung etwas eilig.
34, ach...
Ich fände Sie kein bisschen weniger attraktiv,
wenn Sie, sagen wir mal, 35 wären.
37. Ich bin 37.
Und ich will ein Baby.
Ich habe Angst, dass es bald zu spät ist.
Alle Männer laufen weg, wenn sie das hören.
Weil genau das mein verdammtes Problem ist,
dass Männer mit Druck nicht umgehen können, so!
Und jetzt können Sie auch davonlaufen.
Nö, ich bin ganz froh.
Es sah fast aus, als wären Sie viel zu jung für mich.
(Stöhnen)
Darf ich unseren Revisor Dr. Scharf vorstellen?
- Freut mich. - Guten Tag.
Nanu? Hat Ihr Stellvertreter
kein zweites Hawaii-Hemd zum Wechseln dabei?
Er wurde aufgehalten. Von Ihrer reizenden Tochter.
Wir hatten bereits das Vergnügen.
Freut mich sehr, gnädige Frau.
- Danke für die Einladung. - Bitte schön.
- Schamski. - Dr. Scharf.
Na dann, meine Herren.
(Tür wird geschlossen)
Wir brauchen einen harten Sparkurs,
um den Verlag für die Zukunft fit zu machen.
Gibt es da Ihrerseits Vorschläge?
Wir könnten die Yacht verkaufen.
(prustendes Gelächter)
Der Seifenverbrauch in Unternehmen
lässt sich um 2,9 Prozent reduzieren,
wenn man den Hinweis "Sei sparsam" anbringt.
"Sei sparsam"?
"Sei sparsam".
Finde ich gut.
(gedämpftes Lachen)
Vielleicht kann man das auf andere Bereiche übertragen?
Auf welche zum Beispiel?
Können Sie uns weiterhelfen, Herr Schamski?
(Handy summt)
Ich würde das auch auf Drucker und Kopierer kleben.
Dann ist aber auch gut,
denn sonst geht der Effekt schnell flöten.
Gute Idee.
(gedämpftes Gelächter)
Herzlichen Glückwunsch!
Sie sind schwanger.
Zwölfte Woche.
Frau von Beuthen, geht's Ihnen gut?
Lena?
Hier bist du! Ich hab dich gesucht.
Setz dich bitte.
Wir müssen reden.
Okay.
Ich bin schwanger.
Aber das ist doch 'ne gute Nachricht.
Hey! Wir bekommen ein Kind.
Paul...
Das Kind...
ist nicht von dir.
Wie? Nicht von mir?
Ich bin in der zwölften Woche.
Zwölfte Woche?
Da kannten wir uns noch nicht.
Mir wäre auch lieber, wenn du der Vater wärst.
Möchtest du, dass wir so tun, als wär's von mir?
Das kann ich nicht machen.
Es ist sein Kind. Ich muss es ihm sagen.
Ja, du hast recht.
Ich würde es auch wissen wollen, wenn ich er wäre.
(er seufzt schwer)
Wie auch immer Patrick sich entscheidet,
bist du an meiner Seite?
Ich liebe dich, Lena.
Ich würde alles für dich tun.
(Tür wird geöffnet)
(Tür wird geschlossen)
Ich hab Patrick gesagt, dass er die Wahl hat,
ob er das Kind annehmen möchte.
Und?
Er will herkommen und alles bereden. Auch mit dir.
- Gleich morgen. - Oh.
(Elisabeth) Also dann, guten Appetit!
Wir möchten euch etwas sagen.
Ich bin schwanger.
- Aber... - Aber nicht von mir.
(Schluckauf)
Patrick ist der Vater.
(Schluckauf)
(Audrey) Mein Mäuschen!
(Kusslaute)
(Gekicher)
Ich möchte jetzt das Glas
auf einen der glücklichsten Tage
meines Lebens erheben!
Wir haben so lange auf ein Enkelkind gewartet.
- Auf das Leben! -(Audrey) Aufs Leben.
(Karl) Auf das Leben!
- Lena. - Patrick.
Oh, sind die schön.
- So sieht man sich wieder. - Hallo!
(Patrick) Ich habe nachgedacht.
Letztlich geht es um das Kind. Es braucht einen Vater.
Und der bin ich.
Dem will ich mich stellen, egal was die Zukunft bringt.
Und hast du dir überlegt,
wie das konkret für dich aussehen soll?
Ich denke, das kannst nur du sagen.
Sehen Sie das auch so, Paul?
Ja, natürlich.
Gut.
Ich dachte mir, wir nehmen uns ein paar Tage Zeit,
um einen groben Plan aufzustellen.
Entschuldigung.
Es ist nur so bitter,
dass ich nicht den Alltag mit unserem Kind teilen werde.
Hatte ich mir immer gewünscht.
Ein ganz normales Leben.
Verzeihung...
(düstere Percussionmusik)
- Lässt du uns kurz allein? - Klar.
Ich will Sie aber nicht vertreiben, Paul.
Nein, nein. Schon gut.
(Patrick seufzt)
(Mann) Baby, bleib so. Genau das ist es!
(Knurren)
(Bellen)
Fred! Fred!
Fred!
(Ächzen)
- Bronko? - Paul?
Was machst du denn hier?
(Knacken)
(stöhnend) Fährst du mich ins Krankenhaus?
Fred hat mir alle Wirbel rausgehauen.
So pleite wie in Berlin kann ich auch hier sein.
Hier hab ich wenigstens Meer und Sonne.
Klingt sehr vernünftig.
Und warum bist du hier? Urlaub?
Nein. Familientreffen.
Du gehörst zu dieser Familie?
Ja. Deine Auftraggeberin ist die Mutter meiner Freundin.
Wow.
Und wie läuft's bei euch?
Na ja. Lena ist schwanger von ihrem Ex-Verlobten.
-(leise) Oh. - Sie hat's ihm gestern gesagt.
Oh!
Jetzt spricht sie mit ihm über unsere Zukunft. Zu dritt.
Oh! (Knacken)
(schmerzerfüllt) Oh. Oh.
Was machst du denn hier?
Ich hab den Porsche aus Palma geholt.
Auf dem Weg ist was Seltsames passiert.
Mir auch!
Aber nicht so seltsam wie meins.
Würde ich nicht drauf wetten. Du zuerst!
- Ich hab Günther angefahren. - Was?
Der ist mir direkt vors Auto gerannt.
Oh Gott! Ist er schwer verletzt?
Die wollen nur sicher sein, dass nichts gebrochen ist.
Und was ist dir Seltsames passiert?
Tja, also...
Wow. Das ist echt seltsam!
Was in aller Welt machst du auf Mallorca?
- Ich wohne hier. - Und du?
Ich bin auf der Flucht vor meiner Frau.
Du kannst auch hier parken.
Lass mal, ich park draußen.
Nicht, dass das Dach auf den Porsche kracht.
Willkommen auf der "Finca Artista".
- Geht's? - Ist nur die Hüfte.
(Stöhnen)
Hereinspaziert.
Darf ich vorstellen:
Carmen, Ursula.
(Gackern)
Günther, dein Zimmer ist oben.
Super. Danke!
Nett! Vielleicht ein bisschen...
- Schrottig? - Chaotisch, würde ich sagen.
Ja, man muss es mögen.
Ich mag's. Und es ist günstig.
Du zahlst für das hier Miete?
Mögt ihr was trinken? Ich hab, äh...
Tee aus dem eigenen Garten?
Rest Sangria?
(zustimmende Laute)
Ich will ja nicht unken,
aber ich finde die Situation mit Patrick
alles andere als einfach.
Warum? Wenn man redet, muss es keine Probleme geben.
Sehe ich genauso.
Ja, noch nicht.
Die Probleme fangen erst an, wenn das Kind älter wird.
Wird es ein Fan von Arsenal London oder Hertha BSC?
Geht es auf ein englisches Internat
oder auf 'ne Berliner Schule?
Alles nur 'ne Frage der Flexibilität.
(Summen)
Konfuzius sagt: "Fordere viel von dir selbst
und erwarte wenig von den anderen.
So bleibt dir Ärger erspart."
Wie bleibt mir noch mal Ärger erspart?
- Hallo, Schatz! - Hallo, Paul.
- Alles okay? - Bin ein bisschen schlapp.
Spielen Sie zufällig Tennis?
Ich hab mal. Ist aber lange her.
Schlagen wir ein paar Bälle und reden in Ruhe?
Ja, warum nicht?
Spielen wir um etwas, damit es spannender wird?
Jepp. Ich setze mein Sommerhaus in den Hamptons.
Okay. Dann setze ich ein Londoner Stadthaus dagegen.
In Notting Hill, das wird Ihnen bestimmt gefallen.
Äh, das war nur ein Witz.
Ich hab gar kein Sommerhaus in den Hamptons.
Dann ein anderes. Die Hamptons werden sowieso überschätzt.
Ehrlich gesagt hab ich gar kein Sommerhaus.
Was ist los?
Wir könnten auch darum spielen, wer das Feld räumt.
Als Sie mir Lena weggeschnappt haben,
hab ich das zu nehmen versucht wie ein Gentleman.
War trotzdem ein harter Schlag.
Jetzt gibt mir das Schicksal eine zweite Chance.
Und diesmal überlasse ich Ihnen das Feld nicht.
Das klang heute Morgen noch ganz anders.
Irgendwie kooperativer.
Na, das, was ich gesagt habe, meinte ich auch so.
Ich werde für das Kind da sein.
Und für Lena. Und das war's.
Lena wünscht sich, dass wir beide da sind.
Bullshit.
Wir sind Gegner.
Wir lieben die gleiche Frau.
Wenn ich das richtig sehe, will Lena
ihr Leben mit mir verbringen.
Aber jetzt bekommt sie ein Kind von mir.
Die Karten werden ganz neu gemischt.
(Elisabeth) Dürfen wir zuschauen?
Aber gern. Möge der Bessere gewinnen.
- Yes! -(sie lacht)
(flotter Popsong)
So. Ich lauf noch ein Stündchen,
um mich wenigstens ein bisschen auszupowern.
Wenn Stiftung Warentest Vibratoren testet,
ist dann "befriedigend" besser als "gut"?
(grunzendes Kichern)
Was macht ihr denn hier?
Kleiner Umtrunk.
Ich bin nicht eingeladen?
Wir dachten, du musst dich um Lena kümmern.
Danke.
Alles okay?
Patrick hat mir den Krieg erklärt.
Er will Lena zurück.
Ihr gegenüber tut er aber so, als ob alles in Ordnung wäre.
Wäre komisch, wenn er es nicht versuchen würde.
Hast du mit Lena darüber gesprochen?
Was soll ich ihr denn sagen?
Dass der Vater ihres Kindes ein intriganter Arsch ist?
Da ist was dran.
Paul, wenn du sie liebst, musst du ihr vertrauen!
Das sagt der Richtige!
Boote ihn aus. Umschwirre sie wie die Motte das Licht.
Lass ihn nicht an sie ran.
Und vor allem: Lass sie keine Minute aus den Augen.
- So würde ich das machen. -(Handy piept)
Ich muss los. Melissa wartet.
(verneinend) Mmh. Die ist für später.
Ich rauche nur noch nach dem Sex.
Gute Idee, um das einzuschränken.
Genau! Dadurch rauche ich nur noch fünf Stück am Tag.
Das war ein Witz, oder?
Der Scherz ist das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift.
(Handy summt)
(sie spricht spanisch)
Entschuldigung, sprechen Sie zufällig Deutsch?
(überrascht) Oh. Hallo, Paul.
Du kannst Spanisch?
Ja. Das ist hier einigermaßen verbreitet.
Fragst du sie, ob sie mir Frühstück macht?
Ist nicht für mich. Ist für Lena.
(sie gluckst)
Ist sie nicht toll?
(leise) Ja.
(schnelle Musik)
(Klopfen)
Ich hab dir Frühstück gemacht.
Das freut mich. Vielen Dank.
Lena? Es ist ein Paket gekommen.
Von den Arterberrys aus London.
Oh, Sekunde. Bin gleich unten!
(Elisabeth) Gut, ja.
(Melissa) Ja, genau so!
- Oh ja, und jetzt... -(schreit)
Nein! Ist der schön!
(Patrick, erstaunt) Das ist ja...
"Für Patrick und Lena".
(Rascheln)
(kurzes Lachen)
"Lieber Patrick, liebe Lena!
Wir gratulieren zum freudigen Ereignis.
Unser Präsent gehörte einst dem dritten Earl of Adder."
Lovely.
"Auch Patrick hat in diesem Wagen
einige Monate seines Lebens verbracht.
Möge er euch so viel Glück bringen wie unserer Familie.
Es grüßen aus Belgravia die stolzesten Eltern
und bald auch Großeltern von ganz London.
Es umarmen euch Nancy und Clark."
(glückliches Schluchzen)
Ich frage mich, ob wir bei Besprechungen Tee,
Kaffee und Softdrinks anbieten müssen.
Täte es nicht einfaches Leitungswasser?
- Herr Dr. Schuberth? - Was?
Lassen wir die Säfte weg. Die gehen am meisten ins Geld.
Hervorragender Vorschlag!
Beim Sparen ist kein Aufwand zu groß.
(nicht hörbar)
(energiegeladener Popsong)
Komm, Paul.
Aua.
(Song läuft weiter)
Jetzt könnt ihr noch alle Kopfstand machen,
wenn ihr könnt.
Dieser Sommer ist wirklich reich an Gelegenheiten,
die Gläser zu erheben.
Dr. Scharf hat mir erzählt, dass wir große Fortschritte
bei der Verschlankung des Verlages erzielen.
Danke, meine Herren. Danke.
Ich habe lange nachgedacht
und eine wichtige Entscheidung getroffen.
Lieber Herr Dr. Schuberth, Sie bekommen Ihre Doppelspitze.
Mit Herrn Schamski.
Und es freut mich, dass Patrick sich bereiterklärt hat,
einen Posten im Aufsichtsrat zu übernehmen.
Er wird sich um die Finanzen kümmern.
Da finden wir keinen Besseren.
Also...
- Auf das Unternehmen... - Alles okay?
-...und auf die Familie! - Ja, ja.
Ich bin nur so gerührt.
(Karl) Gegen Ärger empfehle ich einen Sour.
Wenn der Ärger groß war, einen Highball.
Bei sehr großem Ärger einen großen Highball.
Nein, danke.
Was ist denn das?
- Das ist... - Eine Feuerwerksbatterie.
Diese Idee haben wir unserem Patrick zu verdanken.
Silvester ist noch ein bisschen hin.
Das Feuerwerk ist für unser Fest gedacht.
Wir wollen das freudige Ereignis begießen.
Da hatte Patrick die Idee zu diesem Event.
Bitte sagen Sie Lena noch nichts.
Es soll eine Überraschung sein.
Ich bin auch etwas überrascht.
(verlegenes Lachen)
Keine große Sache: Meine Eltern kommen
und bringen ein paar Freunde und Verwandte mit.
Und ich hab ein paar Leute von der Insel eingeladen.
Klingt eher nach einem großen Fest.
Nein, nein, ein ganz zwangloses Barbecue,
150 Leute, bisschen Feuerwerk, Livemusik.
Schön!
(spricht spanisch)
Entschuldigung.
Excuse me, Paul. Wir haben noch zu tun.
- Patrick. - Karl.
Ja.
(leises Gemurmel)
- Ich nehme doch so 'n... - Großen Highball?
Genau.
Prost.
(Seufzen)
(Stöhnen)
- War ein heißer Tag heute. -(leises Kichern)
Das ist mir in Marokko mal passiert.
Bei einem Kongressdinner rutschte ich vom Stuhl.
- Weil ich dehydriert war. - Aha.
Ups.
Du solltest einen Spaziergang machen.
- Jetzt? - Ja, jetzt!
Oh, ich muss mal mit dem Hund raus.
Ah, dehydriert.
Alle dachten damals, ich wär besoffen.
(Knurren)
(Bellen)
Fred!
(Poltern)
- Oh, Scheiße. - Paul.
Ich mach das!
(Bellen)
(düstere Musik)
Was machst du da?
Und ab mit dir!
Fred!
(schreiend) Fred, Fred! Bleib stehen! Bleib stehen!
Fred!
Mein "Globe Terrestre"!
(Paul) Komm her!
(Elisabeth) Oh!
Hab ihn gleich.
(Scheppern)
(Musik läuft weiter)
Fred!
(Knallen und Pfeifen)
(Schreie)
Paul!
Heiliger Bimbam!
Der! Der da war's! Der!
Komm, du bist ein bisschen durchein... (schreit)
(Patrick ächzt)
Verlassen Sie sofort mein Grundstück, Dr. Schuberth!
Lena! Hör mir zu! Lena...
(Guido) Lass gut sein, Paul. Wir gehen lieber.
Bevor du noch mehr Scheiße baust.
Was ist denn los mit dir, Paul?
Mit mir ist gar nichts los.
Patrick ist das Problem.
Moment, ich dachte, ihr versteht euch prima?
Es scheint nur so.
In Wahrheit versucht er, uns auseinanderzubringen.
Hab ich hier irgendwas nicht mitbekommen?
Ich wollte nicht, dass du dich aufregst.
Deswegen habe ich dir nichts erzählt.
Was heißt das?
Du lieferst dir mit Patrick einen Revierkampf
und ich soll nichts davon erfahren?
Ja.
Ich wollte, dass wir zusammen einen Weg finden.
Aber das wollte ich doch auch!
Okay.
- Wo willst du jetzt hin? - Zu Bronko.
- Kommst du nicht mit? -(verneinend) Mmh.
Du schläfst deinen Rausch aus und morgen sehen wir weiter.
(Rockmusik im Radio) Glaubst du, ich hab's verbockt?
Bei Elisabeth ganz sicher.
Beim Rest der Familie vielleicht.
Und bei Lena...
Weiß ich nicht.
Ich kenne Männer, die sich weniger geleistet haben
und verlassen wurden.
Zahlt so was eigentlich die Haftpflicht?
Mit vollem Kopf 'ne fette Yacht versenken? Garantiert nicht.
Na ja, wenigstens bin ich jetzt wieder nüchtern.
-(Guido) Scheiße. - Hast du was getrunken?
Drei Bier, die Flasche Wein, die zwei Hierbas
und dann das andere Zeug.
(Schnüffeln)
Ich mag die Spanier.
(Günther) Okay.
- Die Hängematte ist bereit. - Danke.
Ab morgen kannst du mein Zimmer haben, wenn du willst.
Hm?
Ich hab mit Iggy telefoniert.
Sie will herkommen und reden.
Das klingt doch gut.
Ich glaub, das bringt nichts.
Deshalb werde ich abhauen.
Du kannst doch nicht ewig vor deiner Frau wegrennen.
Doch, das kann ich sehr wohl.
Okay, aber es ist bescheuert.
Und du wirst es eines Tages bereuen.
Hast du dich nie gefragt,
was du der Welt mal hinterlassen wirst?
Ich werde der Welt ein paar Bilder hinterlassen. Immerhin.
Also, ich hinterlasse nix.
Und was ist mit dir?
Seit ich Melissa kenne,
denke ich zum ersten Mal darüber nach,
eine Familie zu gründen.
(ruhige Gitarrenmusik)
Patrick und Paul streiten sich wie die Kesselflicker
und ich krieg's nicht mit. Ist mir ein absolutes Rätsel.
Hallo, du bist schwanger.
Dein Gehirn ist auf totale Harmonie programmiert.
Was anderes registriert es jetzt gar nicht.
Gleich zwei Männer, die sich um dich kloppen.
Ich hab an jedem Finger zwei,
aber die sind am nächsten Morgen weg.
(Musik läuft weiter)
Woran hakelt es denn?
Schon bei der Anrede.
Was willst du ihr denn überhaupt sagen?
Dass es mir leidtut. Dass sie mein Glück ist.
Dass ich immer für sie und das Kind da sein werde.
Und dass ich ihr das heute Abend persönlich sagen will.
Klingt doch gut. Schreib's halt.
- Schickt Mama dich? -(trockenes Lachen)
Sie möchte, dass du Patrick eine zweite Chance gibst.
Ich soll dir die Idee schmackhaft machen.
Das machst du aber nicht sehr clever.
Ich will, dass du ganz allein entscheidest,
welcher der Richtige für dich ist.
Und für dein Kind.
Ich weiß, welcher für mich der Richtige ist.
Aber ich will auch, dass mein Kind seinen Vater kennt.
Versprich mir nur eins: Hör auf dein Herz.
Und hör bitte nicht auf deine Mutter.
(Musik läuft weiter)
Wenn ihr Herz nicht aus Stein ist, wird sie dich anhören.
Ich bin weg. Wir sehen uns...
(Motor brummt)
- Hi. - Hallo, Iggy.
Wisst ihr, wo Günther ist?
(Handyklingeln)
Hallo, Schatz!
Es gibt keine absolute Sicherheit, Günther.
Dann stimmst du mir also zu?
Nein.
Aber wenn du kein Risiko eingehen möchtest,
dann mach ich dir einen Vorschlag.
Du brauchst dich nicht um das Kind zu kümmern.
Ich mach das.
Im Ernst: Du hättest absolut keine Verpflichtungen.
Das klingt irgendwie wie ein Trick.
Kein Trick.
Ich hab nur großes Vertrauen in uns beide.
(verträumte Musik)
(Paul) Lena.
(lauter) Lena!
Paul hat mir gesagt, dass du ihm das Leben schwer machst.
Hast du versucht, uns auseinanderzubringen?
Lena„.
Hast du mal dran gedacht, dass er ein...
Alkoholproblem haben könnte?
Ich bin mir da nicht sicher, aber achte mal darauf.
Es würde einiges erklären.
Wenn ich dich so reden höre, könnte ich Paul fast glauben.
Ich sage dir das nur, weil ich nicht will,
dass du unglücklich wirst.
Ich hab nie aufgehört, dich zu lieben.
Ich möchte, dass wir Freunde sind, Patrick.
(nachdenkliche Musik)
Du weißt genau, dass ich mich für Paul entschieden habe.
Und dabei bleibt es auch.
Paul?
(lautlos)
(Schrei und Ächzen)
(entferntes Gekicher)
(Mann und Frau stöhnen)
-(lggy) Günther! -(Günther) Iggy!
(Musik läuft weiter)
- Lena? - Weißt du, wo Paul ist?
Keine Ahnung. Vielleicht in der Stadt?
Paul!
(trockener Husten)
-(Audrey) Besser? - Besser.
Was ist denn jetzt mit Lena und Patrick?
Die liegen sich küssend in den Armen. Gib noch mal.
Wer küsst hier wen?
Paul: Ragnhild. Ragnhild: Paul.
- Freut mich. - Hallo.
Willst du auch? Ist genug für alle da.
Mir ist ein bisschen komisch von dem Joint.
Dagegen helfen die Pillen auch.
Dann ist ja gut.
Diese Außerirdischen haben komische Nasen.
Findet ihr das auch?
(wilde Partymusik)
Wo bleibt Audrey? Die wollte gleich mit in die Stadt.
Vielleicht ist sie mit den beiden schwimmen.
- Oder es war eine lange Nacht. - War bestimmt 'ne lange Nacht.
Am frühen Morgen klang es so, als ob Büffel
durchs Treppenhaus gezogen wären.
Ich schau mal nach ihr.
(Klopfen)
Audrey? Ist gleich 11 Uhr. Kommst du mit oder nicht?
Was?
Du wolltest doch mit in die Stadt.
(Stöhnen)
Oh, ich wusste gar nicht, dass du...
- Hi... - Hi.
Bist du die Mutter?
Was ist hier los, Paul?
Keine Ahnung.
Ich hab 'nen Filmriss.
-(Tür knallt) - Lena! Lena, warte!
Lena, warte! Lena!
Warte doch! Lena!
Lena!Lena!
- Warte doch! Lena! - Ich will dich nie mehr sehen!
Ich weiß nicht, was passiert ist,
aber es ist bestimmt nicht so, wie du denkst!
Oh Scheiße!
(Klirren)
Ich bring dich mal in Sicherheit.
Ein Idiot! Ein Idiot! Ich bin ein verdammter Vollidiot!
Hör auf, mir den Porsche zu zerlegen.
Lena geht zu Patrick zurück, oder?
Was hast du denn erwartet,
wenn du nebenan ihre Schwester vögelst?
Ich weiß nicht, wie das passieren konnte.
Ich wollte alles richtig machen und hab alles falsch gemacht.
Man darf also nicht allein seinem Herzen folgen, oder?
Lena!
Ich kann dir nicht verzeihen, Paul.
Ich hab's versucht, aber es geht nicht.
Es tut mir unendlich leid, Lena.
Es tut mir auch unendlich leid.
(gefühlvolle Popmusik)
Lena.
Lena!
Du räumst echt das Feld?
Ist besser für alle.
Paul...
Komm, ich fahr dich zum Flughafen.
- Ich komm mit. - Ich auch.
Ist nett von euch, Jungs.
Ich muss aber vorher noch was erledigen.
Tschüss.
Ich hoffe, du willst dich verabschieden.
- Ja. Das auch. - Was willst du denn noch?
Versprich mir, dass du zu Lena immer ehrlich bist.
Und dann drehst du dich um und schwirrst endlich ab?
Ich meine es ernst.
Schlimm genug, dass sie dir vertraut.
Aber viel schlimmer wäre es,
wenn du dieses Vertrauen missbrauchst.
Gut, ich verspreche dir,
dass ich das Vertrauen von Lena nie missbrauchen werde.
Du wirst verstehen, dass ich nicht Auf Wiedersehen sage.
Ich lege nämlich keinen Wert darauf.
Was bist du doch für ein Arschloch.
(Musik läuft weiter)
-(Klopfen) - Nein!
Irgendwann musst du mit mir reden.
Nicht nötig, du kannst ihn haben!
Was redest du da?
Früher waren es meine Kleider und mein Make-up.
Heute nimmst du dir meine Männer. Okay!
Ich will keinen, der auf meine kleine Schwester steht.
Sag mal, hast du sie noch alle?
Hast du sie noch alle?
Du gehst mit Paul ins Bett und ich soll das wegstecken?
- Wir waren total auf Droge. - Ja. Hab ich ganz vergessen.
Du hast ihn vorher zugedröhnt,
das macht es moralisch viel besser.
Wir waren alle nur stoned. Ganz im Gegensatz zu dir.
Was soll das heißen?
Du hast mit Patrick rumgemacht. Paul hat es mir erzählt.
Er hat euch beim Dinner gesehen.
Was?
Er war am Boden zerstört,
dass du seinen Brief ignoriert hast.
Welchen Brief denn?
(Paul) ”Liebste Lena,
ich schreibe dir aus vielen Gründen,
vor allem aber aus dem einen:
ich liebe dich!
Es tut mir so schrecklich leid, was geschehen ist.
Ich hab mich wie ein Idiot benommen
und möchte mich von ganzem Herzen
bei dir entschuldigen.
Trotz all der Ereignisse der letzten Tage
sehe ich noch klarer als je zuvor,
was du für mich bedeutest: alles.
Du bist mein Glück, Lena.
Mein Hafen,
in dem ich nach langer Irrfahrt meine Heimat fand.
Du bist meine Hoffnung, meine Sonne.
Ich werde immer für euch da sein. Immer.
Bitte lass uns morgen um 22 Uhr vor dem Tor treffen.
Noch ein Mal, um dir alles zu sagen.
Lena, ich vermisse dich schmerzlich.
In Liebe, dein Paul. ”
(Schluchzen)
Für Ascot müsst ihr euch um nichts kümmern.
Ich organisiere alles.
(Elisabeth) Du kommst mit, Melissa.
- Es ist toll. - Ja, es ist toll.
Nein, ich bleibe mit Guido hier.
Lena! Wir sprachen gerade über nächstes Wochenende...
Ich kann das alles erklären.
Immerhin hab ich nicht mit deiner Schwester geschlafen.
Guido hat gesagt, er bringt Paul zum Flughafen.
Mailbox.
Auch die Mailbox bei Paul. Ich fahre zum Flughafen.
Elisabeth.
Ich mochte Paul von Anfang an.
Du kommst mit.
(bombastische Popmusik)
Sieht gut aus.
Im Moment wollen alle hier hin. Fast niemand will weg.
Erst in zwei Tagen?
Sie haben doch gesagt, es sieht gut aus.
Ohne den Hund könnten Sie schon in einer Stunde abheben.
Tiere im Fahrgastraum dürfen maximal sechs Kilo wiegen.
Fred macht sich klein.
Er wiegt 50 Kilo. 44 Kilo zu viel!
(Winseln)
- Da gibt es keine Ausnahme? - Für Blindenhunde.
Er arbeitet tatsächlich als Blindenhund!
Ehrenamtlich.
Ja, stimmt. Er betreut unsere Gruppe.
Netter Versuch.
Ihr Flug geht in zwei Tagen. Tickets?
Nun geben Sie sich doch einen Ruck.
Ich buche auch zwei Plätze.
- Erster Klasse! - Bitte geben Sie das Desk frei,
damit ich die anderen Passagiere bedienen kann.
- Drei Plätze? - Zum letzten Mal:
Geben Sie das Desk frei.
Hören Sie Frau, ähm, Müller-Morales,
ich will einfach nur schnell weg von hier!
Ist das so schwer zu verstehen?
Ich hab trotzdem keinen Flug für Sie. Tut mir leid.
Wie kann man nur so 'ne sture, arrogante,
herzlose, unfähige, typisch festangestellte Schla...
(Spanisch)
Schlampe sein?
Allerdings gibt's hier Probleme!
Nein! Nein! Hören Sie mal!
(aufgebrachtes Stimmengewirr)
(Lena) Paul!
Stop! No, no, no!
(Klopfen) Si?
Ich hab deinen Brief nie bekommen.
Was? Aber ich hab...
Ich hab den Brief verschwinden lassen.
Du hast was?
-(Patrick) Hey! - Beruhige dich bitte, Paul!
(Patrick) Paul!
Patrick hat noch mehr Dinger gedreht.
Den Stubenwagen hat er gebraucht in Palma gekauft!
Sag ihr, wie das mit der Yacht und dem Globus war.
- Es war allein meine Schuld. -(Lena) Oh.
Das wird Mutter aber freuen.
Du kannst es dir ja leisten, uns eine neue Yacht zu kaufen.
Die Sache mit Audrey...
Es tut mir...
Ich weiß nicht, wie ich's sagen soll.
Schon gut, Paul.
Audrey hat mir erzählt, dass nichts passiert ist.
Es wäre einiges nicht passiert,
wenn ich deinen Brief bekommen hätte.
Du hast geschrieben,
dass du immer für mich und das Kind da sein wirst?
Nichts lieber als das!
Du kannst dein Kind sehen, wann du willst,
wenn du akzeptierst,
dass Paul der Mann an meiner Seite ist.
Ich liebe dich.
Ich dich auch.
(Korken knallt)
(Paul) Es gibt 3, 5 Milliarden Frauen auf diesem Planeten.
Die statistische Chance, die Richtige zu finden, ist winzig.
Das ist aber noch lange kein Grund, es nicht zu versuchen.
(romantischer Popsong)
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