All language subtitles for Mala na fingu.S02E03

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Original subtitles

.

Untertitelung: BR 2019

Erol?

Ich bin's, Johannes Krauss aus Hindafing.

Sie ... erinnern sich bestimmt.

Ich hab Ihre neue Adresse von Ihrer Kollegin.

Ähm, ich ... muss mit Ihnen sprechen.

Der Mord an Amadou, das Flüchtlingsmädchen,

das Ihnen damals entkommen ist ...

* Titelsong *

♪ I don't wanna spend the rest of my days.

♪ I don't wanna spend the rest of my days

♪ worrying about the rest of my days.

♪ You keep saying we're here to behave.

♪ But I don't wanna worry for the rest of my days.

♪ I don't wanna spend the rest of my days

♪ worrying about the rest of my days.

Falscher Alarm. Das waren gar keine Wehen.

Und jetzt? - Es waren Blutungen.

Der Arzt sagt, das ist nicht weiter schlimm.

Sie machen einen Ultraschall, aber es sieht gut aus.

Aber wenn das Kind jetzt gekommen wäre, wärst du zu spät gewesen.

Danke für deine Einschätzung.

(TV) "Nachdem die Aufrüstung der Polizei beschlossen wurde,

soll sie nun auch in die Tat umgesetzt werden.

Unser historisch einmaliges Polizeiaufrüstungsgesetz

soll unserem Sicherheitsapparat zugutekommen.

Wir prüfen mehrere Angebote bayerischer Hightech-Unternehmen.

Damit die Gelder nicht nur für,

sondern auch in Bayern ausgegeben werden."

Michael, die Diana ... - Ja, ich weiß ...

Aber das geht doch nicht!

Die ist ein Fähnchen und jetzt hat sich's gedreht.

Ich wette, die schustert den Auftrag Kunz & Hoffmann zu.

Dem Waffenhersteller aus ihrem Wahlkreis.

Und du schaust blöd aus der Wäsche. - Das ist Vetternwirtschaft.

Außerdem hat Bauer den Auftrag Röderich & Schneider zugesichert.

Dem glaubst du? - Scheiße.

Was machen wir jetzt? - Zum Gegenschlag ausholen.

Wann kannst du im Landtag sein? - Gar nicht.

Ich bin bei meiner Frau im Krankenhaus. - Welches?

Elisabeth-Krankenhaus.

Rate mal, wo die Barbara untergebracht ist.

Du musst versuchen sie zu sprechen. - Ich versuche gar nichts.

Kümmere du dich drum!

Was haben die Ärzte gesagt? Wann darf Marie nach Hause?

Das dauert noch eine Weile.

Ich soll dir ausrichten, dass du wieder fahren kannst.

Ist sie sauer auf mich?

Magst du ihr den Strauß von mir geben?

Bitte.

Oder weißt du was?

Ich geb ihn ihr selber. Später.

Grüß Gott. Zischl. Ich bringe die Genesungswünsche der Fraktion.

Sie stehen nicht auf der Liste. - Könnten Sie noch mal schauen?

Könnten wir, aber Sie stehen nicht auf der Liste.

Zischl. Diana, kannst du mal kurz? - Du bist zu spät.

Was heißt "zu spät"? Hast du das eingefädelt?

Sicher.

Weil ich Schluss gemacht hab?

Du hast mein Herz gebrochen, jetzt werde ich dein Leben zerstören.

Nimm dich nicht so wichtig. Wir haben ein bisschen gefickt.

Deshalb klaust du mir mein Thema und den Polizeiauftrag.

Jede Firma kann sich drauf bewerben. Fairer Wettbewerb.

Du kriechst doch der Obereder in den Arsch.

Die Barbara liegt im Koma. - Seit wann?

Seit ein paar Stunden.

Wir zwei können gar nichts machen.

Also entspann dich.

Weißt du, was das heißt, als Frau so weit zu kommen in der Partei?

So weit wie die Barbara?

Ohne die hätt ich das nie geschafft.

Wenn die jetzt stirbt,

ist das nicht nur mit meiner Digitalisierungsagenda vorbei.

Sondern auch politisch mit mir.

Und wenn ich den Auftrag für Röderich & Schneider nicht krieg,

scheitere ich in meinem Wahlkreis und bin bei der nächsten Wahl weg.

Das kannst du mir nicht antun.

Bitte.

Gut. Du kannst deinen Auftrag behalten.

Echt jetzt? Einfach so?

Nein, nicht einfach so.

Und Alfons hat nichts ausgerichtet?

Nachdem er gehört hat, dass nichts ist, ist er sofort wieder los.

Das ist ein Workaholic.

Der eine arbeitet viel, der andere muss sich selbst finden.

Ich hab das Gefühl, ... - Dass er dich betrügt?

Dass das alles zu viel ist. Schwangerschaft, Job ...

Ich bin nur für dich da, bis das Kind da ist.

Er ist ein konservativer Politiker mit Rollenbildern aus den 50ern.

Du bist eine kochende Gummipuppe.

Er ist erst so komisch, seit ich schwanger bin.

Ich hab den Autoschlüssel im Wartezimmer.

Dann lauf ich. - Nein, bleib sitzen.

Bleib sitzen! - Das ist doch lächerlich.

Alles gut.

Aber er muss hier sein. Ich hab doch überall geguckt.

Dann soll Alfons uns jetzt abholen. Ich kann nicht mehr.

* Alfons' Handy-Klingelton *

* Stöhnen *

Äh. - Ach du Kacke.

Demütigend. Einfach nur demütigend. - Marie, du musst mir glauben.

Ich ... wollte das nicht. - So demütigend.

Wenn du so was brauchst ... - Halt du dich da raus.

Ich musste das tun. Warum? Warum hat diese Frau

ihre Scheißfaust in deinem Arsch gehabt?

Weil ich Krebs hab! Prostatakrebs!

So, jetzt ist es raus.

Ich hab Krebs.

Ich hab Krebs.

Und als ich dann die Schmerzen beim Pieseln bekommen hab,

bin ich zum Arzt gegangen und dann hab ich die Diagnose bekommen.

Und wann war das?

Vor drei Wochen.

Alfons ... - Ich hätte es dir sagen sollen.

Aber ich ... hab das nicht gekonnt.

Wisst ihr, was einem für Gedanken da durch den Kopf gehen?

Warum krieg gerade ich diesen Scheißprostatakrebs?

Und musst du da eine Chemo machen? Wie läuft das?

Nein. Nein, nein.

Ich krieg Tabletten. - Was für Tabletten?

Eine neue Methode.

Wieso keine Chemo?

Weil das macht keinen Sinn.

Weil ich hab ja richtig gute Heilungschancen.

Sagt der Arzt. - Wie heißt die neue Methode?

Das ist ein Fachbegriff. Der ist mir momentan nicht präsent.

Mein Arzt ist eine Koryphäe. - Wer ist das?

Der hat so einen ganz komplizierten tschechischen Namen.

Ich hab noch nie gehört, dass Tabletten Krebs besiegen können.

Hast du deinen Befund da?

Nein! Der ist im Büro. Und genau da muss ich hin.

Nee, setz dich bitte wieder hin. Du hast Krebs.

Du rennst jeden Tag wie ein Wahnsinniger ins Büro.

Marie, schau her. Wenn ich jetzt anfang,

mich als Patient zu fühlen, hat der Krebs schon fast gewonnen.

Jetzt ist er gerade reingekommen.

Warten Sie mal.

Herr Zischl, da ist der Ludwig am Apparat.

Soll ich ihn durchstellen?

Der Ludwig? - Ihr Vorgänger.

Ich hab ihm gesagt, Sie rufen zurück.

Aber das geht nicht, weil er im Strafvollzug ist.

Auflegen!

Angie, ganz kurz ...

Noch einmal: Wichtig, unwichtig.

Und der Ludwig mit seinen Kinderpornos ist giftig.

Den fassen wir nicht an. - Er meinte, es wär extrem wichtig.

Wichtig, unwichtig, giftig.

Das musst du einfach mal verinnerlichen.

Und jetzt Terminanfrage für den Spitz.

Den wollten wir doch ignorieren. - Bitte danke.

Mit Logik hat das aber nichts zu tun. - Ganz genau.

Na, Brummbär? Hast du was gefangen?

Was ist denn das?

Was hat denn das gekostet?

Erstens war's ein Schnäppchen und zweitens ein Geschenk.

Für dich! - Für mich?

Ich brauch doch kein Schiff.

Ich hab mir gedacht, vielleicht machst du einen Bootsführerschein.

Du brauchst mal ein Hobby, so viel, wie du arbeitest.

Ich weiß genau, was du willst. - Was denn?

Dass ich aus dem Betrieb rausgeh. Aber so einfach geht das nicht.

Das ist aber schade, wenn du das so siehst.

Die Investoren wollen, dass ich ein bisserl mehr mache.

Und so ein Schiff ist was Feines.

Außerdem hab ich gedacht, das wär was.

Nein danke. Schau, dass du das Teil loswirst, aber zum gleichen Preis.

Alfons ...

Das wäre doch nicht nötig gewesen.

Ach geh, eine kleine Aufmunterung.

Das heißt also, es haut hin mit meiner Bahnstation?

Versprechen kann ich nichts, aber ich kämpfe bis zur Fraktionsspitze.

Danke dir, Alfons.

Was kriegst du eigentlich für eine Behandlung wegen dem Krebs?

Ich lass mir von den Ärzten keine falschen Hoffnungen machen.

Das ist alles nur Geldschneiderei.

Du müsstest mal sehen, was die mir antun wollten.

Operation, danach Windeln, Impotenz, vielleicht noch eine Chemo.

Steht alles in meiner Patientenakte.

Das würde mich interessieren. - Kann ich dir nicht zeigen.

Datenschutz? - Ich hab sie weggeschmissen.

Nein! - Doch!

Weil ich hab mir gedacht: Krebs, jetzt scheiß ich auf dich.

Ich hab auch Krebs.

Prostata.

Nein.

Das glaub ich jetzt nicht.

Ja ... ich sollte eine Chemo kriegen,

aber ich weiß nicht, ob ich's machen soll.

Ach deswegen interessierst du dich so für meine Therapie.

Sag das doch gleich.

Komm her ...

Lass es raus.

Das gibt's ja nicht.

* Streitgespräch *

Ohne mich wäre das hier immer noch eine Dorfmetzgerei!

Ich hab das aufgebaut, ich ziehe die Fäden.

In der Politik genauso wie daheim.

Und den Schmarrn mit den Chinesen kannst du vergessen.

Es gibt keine Konservenfabrik mehr. Ich hab den Kredit umgeschichtet

und investiere in ein anderes Unternehmen.

Spinnst du? Was hast du gemacht?

Mir gehört jetzt die Hälfte von Röderich & Schneider.

Eine Waffenfabrik? Hast du den Arsch auf?

Davon hast du keine Ahnung!

Du kannst auch keine Sau schlachten und willst eine Großmetzgerei führen!

* Türglocke *

Sag einmal ...

Mummerle?

* Handy *

Zischl, machen Sie's kurz.

Ich wollte nur ein Update geben wegen Röderich & Schneider.

Die haben einen neuen Investor und sind fit für die Ausschreibung.

Das sind doch tolle Nachrichten.

Ich wusste, dass ich mich auf Sie verlassen kann.

Das wäre schön, wenn ich das von Ihnen auch wüsste.

Ich hab gehört, die Knaacke-Weibling interessiert sich für die Sache.

Jetzt wüsste ich gern, wo Sie stehen.

Das war ein Ablenkungsmanöver.

Sie brauchen von außen einen Konkurrenten.

Außerdem hab ich mit ihr gesprochen.

Sie will sich von dem Thema zurückziehen.

Sie will sich auf ihre neuen Aufgaben konzentrieren. - Welche?

Die Obereder will sie als Staatssekretärin.

Sie haben mir den Posten versprochen.

Die Diana war gestern bei ihr und

bevor Barbara ins Koma gefallen ist, haben sie das wohl entschieden.

Diese hinterfotzige Drecksau.

Zischl, ich bin auf Ihrer Seite.

Solang Barbara im Koma liegt, wird es keine Kabinettsumbildung geben.

Ziehen Sie das mit der Waffenfabrik durch.

Dann gibt es vielleicht spannendere Positionen als Staatssekretär.

Hört sich doch gut an, oder?

Herr Bauer, ... wenn Sie mich verarschen ...

Jetzt bring ich sie um.

Bauerntrampel.

War das der Zischl?

Ja. - Und?

Jetzt läuft es. Wir müssen uns nur noch zurücklehnen und zuschauen.

Ein bisschen leid tut er mir schon.

Angie?

Ach Sie sind ja noch da!

Ja und ich hab gerade ein wichtiges Telefonat mit der Fraktionsspitze.

Entschuldigung. Jetzt hab ich gerade das Telefon abgesteckt.

Das hab ich gemerkt. - Ich hab eine neue Telefonanlage gekauft.

Alles digital. Ich kann jetzt jeden Anruf priorisieren

in wichtig, unwichtig und giftig.

Warum braucht man dazu eine neue Telefonanlage?

Ich kann die Anrufe jetzt sogar auf Ihr Handy umleiten.

Angie ...

Spezialauftrag.

Diana Knaacke-Weibling.

Ruf mal bei deinen alten Kontakten an,

ob du was Pikantes über die rausfinden kannst.

Jetzt machen wir eine Schmutzkampagne,

die sich gewaschen hat.

Und Jour fixe soll ich auch absagen? - Logisch.

Das mach ich gern, Herr Zischl.

Isst du immer noch kein Schweinefleisch?

Und dieses afghanische Mädel hast du nimmer dabei?

Aber das Reden hast du nicht verlernt?

Nein.

Vielleicht erzählst du uns einfach mal, was du vorhast.

Was du erlebt hast.

Darf ich vielleicht erst mal in Ruhe essen?

Freilich.

Ich hab mir überlegt, ...

Ich geh zum Bund.

Will er da jetzt echt draußen übernachten?

Die Decke fällt ihm auf den Kopf, hat er gesagt. Er will die Sterne sehen.

Und wenn es regnet? - Dann geht er rein.

Spricht er da arabisch? Jetzt ist er endgültig ein Salafist.

Arabisch ist eine Weltsprache. Das sprechen über 1 Mrd. Menschen.

Was hat der da drüben bloß angestellt?

Vielleicht auf Leute geschossen.

Das werden sie ihm bei der Bundeswehr schon austreiben.

Ich weiß nimmer, wer das ist. Aber sicher nicht mein Moritz.

Das ist eine Antihormon-Therapie.

Die ist viel verträglicher. Deshalb hat sie mir von der Chemo abgeraten.

Verliert man da nicht auch seine Haare?

Marie, da geistern so viele Mythen herum.

Das ist heutzutage halb so wild. Und mit guten Heilungsaussichten.

Warum lügst du mich an? "Patient verweigert Chemotherapie."

Tabletten, ja?

Gott sei Dank.

Schön, deine Stimme zu hören.

Wie geht's Manni?

Der wird wieder. War aber ganz schön knapp.

Und bei dir? - Das Geld ist safe.

Aber sie haben das Auto gefunden. Wann sehen wir uns endlich?

Besorg dir ein neues Auto. Wir treffen uns morgen beim Doktor.

Ich freu mich.

Die machen seit dem Anschlag überall Straßensperren. Pass auf dich auf.

Mach ich doch immer. Tschüss. - Tschau.

Die haben sich vertippt! - Red keinen Scheiß!

Das ist meine Krankheit und ich kann damit machen, was ich will!

Du bist nicht allein! - Das ist meins und das mache ich, wie ich denke!

Sag auch mal was. - Sag du auch mal was!

Marie, das giftige Zeug in so einer Chemo, das ist doch Wahnsinn!

Was ist das für eine Haltung?

Ich will, dass du die Krankheit besiegst.

Da hat er nicht ganz unrecht. Chemo ist das pure Gift.

Die tötet womöglich andere Zellen ab. - Was soll das jetzt?

Nicht dass es keine Alternativen gäbe.

Ich hab dir erzählt, dass ich diese Seminare in der Schwitzhütte mache.

Er braucht eine richtige Behandlung! - Warte mal.

Wir hatten letztes Jahr zwei Frauen mit Krebs.

Und danach ... - ... waren sie geheilt?

Es ging ihnen besser. - Das ist doch Aberglaube!

Entschuldige, du redest seit Monaten von ganzheitlicher Geburt.

Von Impfverzicht und vertreibst Geister mit Salz.

Da will ich dem eine Chance geben,

bevor ich mich unnötig mit Gift vollspritze.

Das ist nicht unnötig! - Da muss ich ihm recht geben.

Der Doktor, der die Seminare leitet, ist ein erfahrener Heilpraktiker.

Ich nehm ihn morgen mit zur Schwitzhütte.

Nein, morgen kann ich nicht.

Alfons, wenn du das ernst meinst, fährst du da morgen mit.

Oder du gehst zur Chemo. - Wir nehmen dein Auto.

Gabi? Gabi, wo bist du denn?

Hast du mich von da unten aus angerufen?

Sepp, ich will, dass der Moritz wieder auszieht.

Wieso? - Ich hab das in seiner Dreckwäsche gefunden.

Drück mal auf Play.

Tun die da eine Ziege schlachten?

Ui, ...

Das ist keine Ziege.

Nein, das ist keine Ziege. Der Moritz ist ein Terrorist.

Was meinst du, was der wirklich vorhat beim Bund?

Ich versteh nicht, warum du da mitfahren musst.

Ich sorg schon dafür, dass der Schneider den Auftrag kriegt.

Du kannst dich zurücklehnen und dein Geld für dich arbeiten lassen.

Als stiller Teilhaber. - Ich hab mein Leben lang gearbeitet.

Mein Leben lang hab ich mir gedacht, das ist mein Auftrag.

Als Ehemann und als Vater, dass ich Wurst auf den Teller bringe.

Das Geld frisst dir die ganze Zeit.

Vielleicht wär's besser, man hätt gar nichts.

Dafür kennt man sein eigenes Kind.

Hältst es du für denkbar, dass der Moritz ein Schläfer ist?

Ein Terrorist?

Wie kommst du da drauf? - Es tät schon alles Sinn machen.

Wenn ich dran denke, seine permanenten Wutausbrüche.

Prügeleien in der Schule.

Damals das mit der Kühltruhe war seine Idee.

Wenn du mich so fragst: Denkbar wär das schon.

* Handy *

Angie, wir sind schon auf dem Weg.

Abgeordneter Zischl? - Wer spricht denn da?

Ludwig, Ihr Vorgänger. - Woher haben Sie meine Handynummer?

Ich ruf in Ihrem Büro an. - Nein, das tun Sie nicht.

Das ist eine Weiterleitung. - Ist doch mir scheißegal!

Ich red mit keinem Kinderschänder!

Fragen Sie mal den Schneider, was in Afghanistan passiert ist.

Ich sitz hier nicht, weil ich ein paar Filmchen angeschaut hab.

Das wird nur gegen mich verwandt,

weil ich Bescheid weiß über Röderich & Schneider.

Danke, ist notiert. Rufen Sie bitte nicht mehr an.

Arschloch.

So ein Spinner, die Angie kann was erleben,

wenn sie meine Nummer weitergibt. - Alfons, was war in Afghanistan?

12 tote Bundeswehrsoldaten?

Wissen Sie, wie mir das ans Herz gegangen ist?

Ich hab nächtelang nicht geschlafen.

Aber das auf unser Gewehr zu schieben, ist gemein!

War das ein friendly fire in Afghanistan oder nicht?

Hab ich 10 Millionen in Schrott investiert?

Schauen Sie halt selber! Schießt das für Sie ungenau?

Mitten ins Schwarze!

Das Leute so weit gehen, so was zu unterstellen:

"Präzisionsunschärfe in der Zielgenauigkeit".

Angeblich, weil's aus Plastik ist.

Aber nur die Ummantelung ist aus Plastik

und das ist auch eine hochspezifische Legierung für heiße Einsatzgebiete,

die wir fortlaufend optimieren.

Fassen Sie mal an! Glauben Sie, das schmilzt einfach?

Keine Ahnung. Ist das so? - Nein!

Oder ... minimal vielleicht.

Dann zielt man ein wenig nach links oder rechts und dann passt es.

Herrschaftszeiten, ich hab das so satt!

Alles nur wegen der Lügen eines inkompetenten Obersts,

der sein taktisches Versagen nicht zugeben will.

Und dann einfach in den Bericht schreibt, der Schmierfink,

das Gewehr sei schuld!

Der ist doch psychisch nicht ganz dicht!

Ist auch kein Wunder. Wenn man jahrelang nur Kriegsgebiete sieht.

Was ist denn jetzt mit dem Bericht?

Der ging an einen Wehrausschuss.

Und er hat mir versprochen, dass der verleumderische Bericht,

niemals irgendwo auftaucht.

Dafür hab ich meine Kriegskasse plündern müssen.

Was glauben denn Sie, wo das ganze Kapital geblieben ist?

Ganz kurz: Sie haben den gesamten Wehrausschuss bestochen?

Wie Sie das jetzt schon wieder formulieren

Da hat Sie doch einer gegen mich aufgehetzt.

Und der Ludwig war im Wehrausschuss. - Freilich.

Und wer noch?

Die Ministerpräsidentin.

Sepp ...

Sepp, wir ziehen uns aus der Ausschreibung zurück.

Da steckt mein ganzer Kredit drin.

Aber wichtig ist, die Arbeitsplätze sind gesichert.

Wir müssen einfach durchhalten, kühlen Kopf bewahren.

Und notfalls brauchen wir noch einen Finanzzuschuss.

Die Schlachterei ist völlig verschuldet.

Du bist doch der größte Arbeitgeber! - Von nichts kommt nichts.

Wenn das nicht funktioniert, kommt nix mehr.

Wir machen morgen einen Termin aus mit dem Polizeichef.

Du, ich und der Schneider.

Dem machen wir ein Angebot, das er nicht abschlägt.

Und wenn ich davon irgendeinem das Wort "Afghanistan" höre,

rollen Köpfe und deiner als erstes. Ist das angekommen?

Ist klar.

Morgen ist extrem schlecht, da wär ich in der Schwitzhütte.

Ich hab mich über dich erkundigt.

Du warst 4 Monate in der Psychiatrie wegen versuchten Suizids.

Du hast diesen Amadou geliebt.

Und du willst nicht wahrhaben, dass er sich umgebracht hat.

Seine Leiche war in Plastikfolie eingewickelt.

Die Ermittlungen waren ein Witz. - Jetzt suchst du einen Schuldigen.

Und das soll Zischl sein.

Mein Vater hat bei Springer gearbeitet.

Er ist bei einem RAF-Anschlag ums Leben gekommen.

Irgendwann hab ich einen Tipp bekommen,

dass einer der letzten Flüchtigen in München an der Uni lehrt.

Unter falschem Namen. Ich hab daraus eine Enthüllungsstory gemacht.

Leider lag ich falsch.

Der Tipp stammte von einem frustrierten Studenten.

Ich hätte fast das Leben des Professors zerstört.

Und meine Karriere gleich noch mit dazu.

Liebe und Rache sind schlechte Ratgeber für Journalismus.

Dein Journalismus kann mich mal. Mir geht's um die Wahrheit.

In deiner Mappe verdächtigst du einen Erol Yildirim

die Leiche beseitigt zu haben.

Der ist heute tot aufgefunden worden. - Ich weiß.

Woher?

Das stand doch gar nicht in der Presse?

Ich war dort. Ich weiß auch, wer ihn ermordet hat.

Lass mich raten: Zischl.

Wenn du dir da so sicher bist, warum gehst du nicht zur Polizei?

Die werden mich fragen: "Und was haben Sie am Tatort gemacht?

Den Herrn Zischl beschattet? Wegen des Mordes an Amadou?"

Aber den haben die doch damals extra vertuscht!

Die pissen Zischl nicht ans Bein. Die stecken da mit drin.

Ich hab einen Informanten in der Landesregierung.

Der hat mir ein paar interessante Dinge zugespielt über Zischl.

Was hältst du von einem Volontariat bei der Münchner Zeitung?

(Angie) Jetzt weiß ich, wo der Fehler war.

Ich hab gemeint, mit Raute wäre das Gespräch beendet.

Dabei hab ich den Ludwig stattdessen zu Ihnen durchgestellt.

Passt schon. Aber hast du alle Infos für heute?

Punkt 14 Uhr Telko mit Schneider und Goldhammer.

Unter der Büronummer von Schneider,

Polizeichef Huber unter seiner Durchwahl und Sie auf Ihrem Handy.

Passt so, merci.

Wie lange dauert der Scheiß heute?

Das Seminar dauert bis Sonnenuntergang.

Hab ich dir doch erklärt.

Ich frag nur, weil du Gepäck für 2 Wochen dabei hast.

Gut, dass du da bist!

Du musst der Alfons sein. Heidi hat dich angekündigt.

Ich bin der Wolfram und du kannst mich Adiatma nennen.

Ich freu mich so, dass du bei uns bist. Schwere Zeit für dich?

Geht so.

Wir helfen dir!

Sei willkommen!

Sobald ihr alle umgezogen seid, beginnen wir mit der Reinigung.

Du hast doch einen Bademantel, oder? In der Umkleide hängen Mietmäntel.

Jörg!

Das also ist dein Schwiegersohn.

Totales Arschloch, aber bei ihm ist der letzte Ort, wo die suchen.

Vielleicht solltest du eine Weile dort bleiben. Bis Manni fit ist.

Aber wenigstens muss ich das Geld nicht mehr verstecken.

30 Euro und dann hat der nicht mal einen Spind.

Scheiße.

* Handy *

Angie?

Es wär jetzt alles bereit für die Telko.

Der Herr Zischl ist drin und beim Huber wählt es noch.

Ich hab eine Idee, wie wir den Preis hochtreiben.

Ich weiß nicht, ob das in unserem Sinne ist.

Ich geb mich als Konkurrenz aus. Das hab ich schon mal gemacht.

Alfons, du sagst, ich bin ... - Das ist keine gute Idee.

Das ist eine gute Idee!

Du sagst, ich bin das Bundesheer von Österreich.

Wir wollen die Waffe exklusiv.

Ich bin der Herr Müller.

Der Herr Huber wär jetzt drin.

Sorry für die Verspätung.

Hier ist immer noch die Hölle los wegen des Attentats.

Wir könnten es mit einer islamistischen

Terrorgruppe zu tun haben.

Umso gespannter sind wir auf Ihre Hightech-Ausrüstung,

Dr. Schneider ...

Ja, es ist jetzt so, wir haben ein sehr gutes Angebot von Österreich.

Aber die wollen die Exklusivrechte.

Also das Gewehr kann in kein anderes Land verkauft werden.

General Müller?

Küss die Hand. Für uns ist es die ideale Waffe,

wenn wir demnächst den Brenner zu machen.

Aber natürlich, wie besprochen, mit Exklusivrechten.

Das ist natürlich Ihre Entscheidung, Dr. Schneider.

Wir haben auch noch Angebote von anderen Firmen.

Wenn ich mich da einmischen darf, in diesem Fall sind wir patriotisch.

Gell?

Das hört man natürlich gern. - Wenn der Preis stimmt.

Wahlkreisbüro Alfons Zischl, grüß Gott.

Münchner Zeitung.

Ist der Herr Zischl da?

Der spricht gerade. Kann ich was ausrichten?

Ich hätte gerne eine Stellungnahme. - Angie, wer ist da in der Leitung?

Wie bitte? - Herr Zischl?

Sind Sie das?

Das ist jetzt ganz schlecht ...

Es geht um das Sturmgewehr.

Ich hab da einen Bericht vorliegen.

Das Gewehr scheint eine Fehlkonstruktion zu sein.

Angie, kannst du ... - Bei Hitze schießt es nicht richtig.

Das hat 12 Bundeswehrsoldaten im Einsatz das Leben gekostet.

Wieso Fehlkonstruktion?

Meine Quelle beim Bund schwört, dass das Gewehr eine Mogelpackung ist.

Er fürchtet, dass der Skandal unter den Teppich gekehrt werden soll.

Das besprechen wir ein andermal.

Moment mal. Jetzt haben wir ein technisches Problem.

Mogelpackung? Wer ist hier in der Leitung?

Was ist denn da los?

Wieso spricht General Müller auf einmal bairisch?

Angie, Telko beenden.

Geh hören Sie, das war doch kein Bairisch.

Meine Herren, ich schätze, ich rede erst mal mit den anderen Bewerbern.

Das würde ich Ihnen auch raten. - Warten Sie doch.

Auf Wiederhören!

Ich glaub das einfach nicht. Das ist das Ende.

Alfons, ich hab dir so oft gesagt, such dir eine gescheite Sekretärin.

Moment mal! - An wen wollten Sie das Gewehr denn verkaufen?

Wie schwer kann es sein, ein Telefon zu bedienen?

Und du, Sepp, das hab ich dir zu verdanken. Der Deal war fix.

Leckt mich doch alle am Arsch!

Löst doch eure Scheißprobleme selber, ... ihr Arschlöcher!

Selber.

Nicht schlecht, Herr Zischl.

Alfons! Mit dir hätte ich nicht gerechnet!

Ist die Marie auch hier? - Sicher nicht.

Schade.

Bevor wir mit der Zeremonie loslegen, wollen wir uns innerlich reinigen.

Wir nehmen etwas von den Schwingungen der Elemente des Waldes in uns auf.

Fühlt euch frei und ohne Druck.

Ich wünsch euch eine gute Reise. In eure Vergangenheit.

Und vielleicht auch in eure Zukunft.

Aber vor allem in eine tiefere Version eures Selbst.

Bei dir gibt's anscheinend viel zu reinigen.

Vielleicht sollten wir der Marie auch etwas mitbringen,

damit sie aus ihrer Schaffenskrise kommt.

Sag nie mehr den Namen meiner Frau. Halt einfach das Maul.

Wenn du sie noch einmal angräbst,

beiß ich dir den Zipfel ab und schluck ihn runter.

Du glaubst doch nicht, dass ich der Einzige war,

mit dem sie dich betrogen hat. Ich sage nur "Afrikanischer Zyklus".

Dieser schwarze Flüchtling, dieser Amadou ...

Ah!

Hello Mr. Zischl.

Ah!

Jetzt hast du dich ganz schön in die Scheiße geritten!

Ah!

Untertitelung: BR 2019

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