All language subtitles for Die kleine Meerjungfrau-2013-6.auf.einen.Streich-ARD-DE

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Original subtitles

Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag des MDR

„Weit draußen im Meer ist das Wasser so blau

wie die BlĂĽten der Kornblumen und so klar wie Glas.

Aber es ist dort auch tief.

Tiefer als irgendein Ankertau reicht.

Unzählige Arten bevölkern diese Welt.

Nicht alle sind den Menschen bekannt.

Doch über einige von ihnen erzählen Sagen und Legenden.

Meerjungfrauen lieben es, in den Wellen zu spielen,

mit den Fischen um die Wette zu schwimmen.

Ihr Gesang ist so traurig und schön,

dass sie damit die Sehnsucht in den Herzen der Menschen wecken.

Die Meerjungfrauen leben verborgen im Grund,

im Schloss ihres Vaters.

Dem König des Meeres.“

Ich hab Lust, nach oben zu schwimmen. Kommt ihr mit?

Kämm dich mal lieber.

Polier deine Schuppen, die setzen sonst Moos an.

Als ob das einen Unterschied macht.

Au.

Pass doch auf.

Mein neuer Spiegel.

Entschuldigung.

„Die Jüngste der Schwestern ist irgendwie anders.

Sie ist voller Neugier auf alles im Wasser

und voller Fragen nach allem im Land.“

Pferdewiehern

(Vater) Undine.

Wo steckst du denn?

Komm jetzt her!

Sie macht, was sie möchte. Das kann doch nicht sein.

„Ein Ort jedoch war den Schwestern strengstens verboten.

So war es schon immer, an Land wie im Wasser.

Man fĂĽrchtet die, die mehr wissen.

Doch manchmal siegt die Neugier.“

Sieh nicht immer dahin.

Das Reich der Meerhexe ist uns verboten.

Dann seh ich eben zu dir.

Du bist unmöglich, Undine.

Wisst ihr, was ich gesehen habe?

Die Kinder am Ufer haben Boote schwimmen lassen,

kleine Boote, aus Borke geschnitzt.

Was du immer hast.

Was suchst du immer da oben? Hier unten ist es so schön.

Ich kenne jedes Sandkorn.

Zu Hause ist es am schönsten. Du hast es bald satt.

Die Welt ĂĽber dem Wasser?

Niemals.

So viele Farben, eine solche Weite.

Der Blick stößt nie an, nicht so wie hier.

Heute Nacht im Mondlicht darfst du wieder dort singen.

(summt)

(singt) * Wellentanz, Mondenglanz.

Goldenes Haar und Nixenschwanz.

Meeresrauschen, Nixensang.

In der Tiefe lockt der Klang.

Wellentanz, Mondenglanz.

Goldenes Haar und Nixenschwanz.

Zauberweisen locken leise.

Mach dich auf zur weiten Reise. *

Prinz Nikolas, was soll das werden?

Ihr wollt nicht etwa schwimmen gehen?

Zeit fĂĽrs Bett, mein Freund.

Das Meer ist herrlich. Geht ruhig vor, ich komm nach.

Na gut, Prinz.

Wenn er meint.

Wir sehen uns später.

Pass auf die Strömung auf.

Seht zu, dass Ihr ins Bett kommt.

Meerjungfrauen singen, gib acht. - Du bist ein HasenfuĂź.

(schreit)

Hilfe.

Musik

Musik

Hey.

Wach auf.

Bist du tot?

Da ist das Meer. Davon hab ich geträumt.

Vorsicht, Prinzessin.

Wer weiĂź, wo wir hier sind.

Diese kleine Bucht ist so schön.

So viel Wasser auf einmal, seht nur.

Das schickt sich nicht, so schnell zu laufen.

Kommt zurĂĽck, ich bitte Euch, Prinzessin.

Die Sonne wird Euren Teint ruinieren.

Das schöne Kleid.

Wollt Ihr dem Prinzen nicht gefallen?

Ihr seid heute Abend seine Braut.

Er wird mich nehmen mĂĽssen, wie ich bin.

AuĂźerdem kenn ich ihn nicht.

Seht nur.

Gott sei Dank, er lebt.

Wie schön er ist.

Bestimmt ein Fischer.

Das schickt sich wirklich nicht. Der Mann ist fast nackt.

Entsetzlich.

Du hast mich gerettet.

Das reicht jetzt.

Kommt, Prinzessin.

Der Mann braucht Hilfe.

Wo seid Ihr? Hallo?

Da kommen Leute, die sich kümmern können.

Wollt Ihr die Hochzeit gefährden?

Ihr hier allein bei einem fremden Mann,

was das fĂĽr einen Eindruck macht.

Verbergt Euch.

Nur wenn Ihr mir versichert, dass ihm geholfen wird. - Ja, ja.

Hallo, hierher.

Hier.

Was war denn das?

Doch kein schlechtes Omen fĂĽr die Hochzeit?

Was du wieder redest?

Wir mĂĽssen den Prinzen finden.

„Ich komm gleich nach.“ Wir kriegen wieder den Ärger.

Da vorn liegt jemand, dort drĂĽben beim Felsen.

Ist es etwa der Prinz?

Seid Ihr verletzt?

Um Himmels willen. Ihr werdet dem König nichts verraten, hm?

Hannes, Tönnes, kein Wort zu meinem Vater bitte.

Ihr zittert am ganzen Körper. Wie wollt Ihr das verbergen?

Die Dame da posaunt es sicher aus.

Dann habt Ihr sie auch gesehen. - Wen?

Ein Mädchen, so schön wie die Morgenröte.

Das war nur eine recht betagte Schachtel.

Deren Sonne ist längst untergegangen.

Sie war jung, mit Augen wie 2 Sterne.

Das Feiern ist Euch nicht bekommen.

Das Leben hat sie mir gerettet.

Wer denn? Eine der Meerjungfrauen.

Glaubt mir, Hannes. Es gibt sie.

DrauĂźen singen seelenlose Wassernixen.

Das schöne Mädchen war also ein Traum?

Ich fĂĽrchte schon.

(ruft) Undine.

Hast du dir die Haare gebĂĽrstet?

Die Schuppen poliert vor dem Essen?

Immer mĂĽssen wir auf dich warten.

Deine Schwestern haben recht. Ich hasse kaltes Essen.

Ich hab keinen Hunger.

Wenn du dich immer dort oben rumtreibst.

Das muss auf den Magen schlagen.

Lasst eure Schwester in Ruhe erzählen.

Nun, meine Tochter. Was hast du dieses Mal erlebt?

Was gab es dieses Mal fĂĽr dich zu entdecken?

Den schönsten Mann auf der Welt.

Denkt Euch, ich habe ihn gerettet.

Die Strömung zog ihn in die Tiefe. Doch ich trug ihn fort bis ans Land.

Seitdem ist mir gleichzeitig heiĂź und ganz kalt.

HeiĂź und kalt?

So was Dummes hab ich nie gehört.

Du hast einen Menschen gerettet?

Was hast du dir dabei gedacht?

Du bist unmöglich, Undine.

Hätte er sterben sollen?

Ich seh ihn immerzu vor mir.

Seinen Mund, seine Nase.

Seine Haut … - Das reicht.

Schluss damit. Iss jetzt!

Wenn ich aber keinen Hunger habe?

Du machst, was ich dir sage.

Wir brauchen einen Arzt.

Nein, es geht schon.

Wir haben ihn aus dem Meer gezogen.

Neue Kleider, wir brauchen neue Kleider. Los.

Prinz Nikolas wäre fast ertrunken.

Der arme Prinz.

Schnell, die HandtĂĽcher.

Die Liebe zum Wasser bringt ihn noch um.

Prinz Nikolas.

Vielleicht muss das der König nicht erfahren.

Wir ziehen ihn hier um.

Ja, wozu Ärger säen? Es geht ihm gut.

Ärger …

… ist längst da.

Junger Mann.

Undine, Liebes.

Versteh doch, die Menschen sind uns nun mal fremd.

Die kriegen keine Luft unter Wasser.

Stell dir bloĂź mal vor, sie essen Fisch.

Was ist das eigentlich genau, die Seele?

(beide) Die Seele?

Wieso fragst du das?

„Seelenlos“ nennen sie uns auf der Erde.

Was meinen sie damit?

Das sagen sie, weil sie feige sind. - Und schwach. Vergiss es.

Die Seele ist so etwas wie Trost.

Ich denke, den brauchen die Menschen, weil sie so frĂĽh sterben.

„Eine Seele hat, wer wahrhaft liebt“, hab ich sie sagen hören.

Dann will ich auch so eine Seele haben.

Ich will so sein wie dieser Prinz. - Na, na, na.

Was ist nun wieder in dich gefahren?

Warum redest du andauernd von ihm? - Weil ich verliebt bin.

Wisst ihr nicht, wie das ist?

(König) Was muss ich hören, Nikolas?

Hört Ihr was? - Psst.

Du treibst dich rum, nachts am Strand.

Springst ins Wasser wie ein VerrĂĽckter.

Du sollst bald das Land regieren.

Das Meer schien so verlockend.

Und was hast du da getrieben?

(schreit) Wild gefeiert.

Der Prinz kann nichts dafĂĽr, es war meine Idee.

Ein Abschied unter Männern, vor der Hochzeit.

Wir haben es ĂĽbertrieben.

Du hältst dich wohl für besonders schlau.

Die Hochzeit findet statt, so wie ich das wĂĽnsche.

Ich kann nicht heiraten.

Ich hab mich verliebt.

So plötzlich?

Sie war es. Sie hat mich gerettet.

Schön wie ein Engel.

Ihr beiden, was erzählt er da?

Ihr habt ihn an Land gezogen. Ihr prahlt ĂĽberall damit.

Ja, gewissermaßen. - Eine Frau war da, keine schöne.

Wenn ich es Euch sage,

Augen wie Bernstein, das schönste Lächeln auf der Welt.

Das Fieber scheint zu steigen.

Ein Arzt. Wo bleibt der Arzt?

Einen Boten zur Braut.

„Verehrteste Prinzessin,

zu unserem großen Bedauern ist der Prinz unpässlich.

Die Hochzeit wird um einige Tage verschoben.

Wir hoffen, Ihr fĂĽhlt Euch in unserem Sommerschloss wohl.

Hochachtungsvoll etc. …“

Und du …

… wirst noch zur Vernunft kommen.

Was steht ihr hier noch rum?

Die Hochzeit ist verschoben.

Er liebt mich.

Er liebt mich nicht.

Er liebt mich.

Er liebt mich nicht.

Er liebt mich.

Er liebt mich nicht.

Er liebt mich.

Der Arzt sagt: 3 Tage reichen.

Am besten, du schonst dich bis zur Hochzeit.

Ich muss immerzu an diese Frau denken, Vater.

Wisst Ihr nicht, wie das ist, verliebt zu sein?

Ich war auch mal jung. Was glaubst du?

Aber ich sprach von Heirat. Mit Liebe …

… hat es bei uns nur bedingt zu tun.

Glaub mir, mein Sohn, verliebt sein geht vorĂĽber.

Aber eine Ehe muss ein Leben lang halten.

Die Liebe kann auch wachsen.

Mit der Zeit. - Und was, wenn nicht?

Vielleicht Freundschaft.

Schluss mit den Flausen, die Hochzeit findet statt.

Du wirst dich fĂĽgen.

Was ist los mit dir? Du machst uns Sorgen.

Ich kann ohne den Prinzen nicht mehr leben.

Ein Mensch und eine Meerjungfrau, daraus kann niemals etwas werden.

Die Menschen sind nicht so wie wir. - Weil sie Seelen haben.

Na ja, vielleicht.

Doch sag, wozu?

Ich mag keine Seele haben, doch hab ich ein Herz.

Die Liebe schmerzt doch nur.

Ich kann dir diesmal leider nicht helfen.

Das kann doch keiner.

Außer vielleicht … - Mydra?

Denk nicht im Traum daran. - Schon gut.

Ich hab nichts gesagt.

Musik

Lachen

Sieh an, wer hätte das gedacht? Eine Meerjungfrau.

Seid Ihr das, Mydra?

Wer denn sonst?

Verzeiht die Störung, ich …

Ich weiß längst, was du willst.

Ich weiĂź alles.

Beinahe.

Alles?

Was war?

Was ist?

Sogar das meiste, das sein wird.

Wie herrlich. - Findest du?

Viele denken da anders.

Ich weiĂź. Meine Schwestern z.B.

Du bist anders, nicht wahr, Undine?

Ihr wisst sogar meinen Namen.

Jetzt langweilst du mich, kleine Meerjungfrau.

Sag mir, was du willst. Sonst lass mich.

Wie kann ich auf der Erde leben?

Wie werde ich diesen Fischschwanz los?

Warum willst du das wissen?

Weil ich verliebt bin.

Die Liebe …

Die Liebe hat viele Gesichter.

Sie bewirkt manches Wunder.

Und manchmal bringt sie nichts als Schmerz.

Manchmal wird sie nicht erwidert.

Doch sie macht Mut, alles zu wagen.

Wenn Ihr so klug seid, mĂĽsst Ihr mir helfen.

Ohne den Prinzen bricht mir das Herz.

Und umgekehrt ist es genauso.

Ach, auch umgekehrt?

Was macht dich da so sicher?

Ich weiĂź, er liebt mich auch.

Sie haben es mir gesagt.

Du hast die Perlen befragt? Ausgerechnet die Perlen.

Habt Ihr nicht gesagt, Ihr wĂĽsstet alles?

Sagt mir, wie ich oben auf der Erde leben kann.

Du hast eine Menge Feuer fĂĽr ein Kind des Wassers.

Nun …

Es gibt vielleicht einen Weg.

Was immer ich tun muss, ich tu es.

Ich weiß einen Trank, der lässt deinen Fischschwanz schrumpfen

und dir Beine wachsen wie den Menschenfrauen.

Doch jeder Schritt wird dir wehtun.

Du bist das Gehen nicht gewohnt.

Wenn sie nur hübsch sind wie die der Prinzessin …

… die er für mich gehalten hat.

Diesen Trank wirst du teuer bezahlen mĂĽssen.

Womit denn? Was kann ich Euch geben?

Von euch 3 Schwestern singst du am schönsten, nicht wahr?

Das sagt man? Wieso fragt Ihr das?

Du wirst dort oben keine Stimme haben. Sie bleibt bei mir.

An Land wirst du stumm sein, stumm wie ein Fisch.

Wie kann ich dann seine Liebe wecken,

wenn ich ihm nichts von mir sagen kann.

Tja, da wirst du dir wohl andere Wege suchen mĂĽssen.

Da wäre noch etwas.

Wenn der Prinz eine andere wählt, wird dein Leben enden.

Du wirst zu Meeresschaum zerfallen

und fĂĽr alle Zeit auf dem ewigen Meer treiben.

Bist du erst einmal Mensch, gibt es kein ZurĂĽck.

Du wirst nie wieder mit deinen Schwestern singen,

nie mehr mit Delfinen um die Wette schwimmen.

Habt Ihr mir dabei zugesehen?

Tja.

Manchmal, ein bisschen.

Nun.

Was ist?

Ich will es wagen, der Liebe wegen.

Bei Mondschein trinken, alles auf einmal.

Und dann, pass auf dich auf, Undine.

Ihr seid so anders, als sie sagen.

Sei dir da nicht so sicher, kleine Meerjungfrau.

Das hier ist meine Entscheidung.

Du hast eine Menge Mut. Du wirst ihn brauchen.

Und nun leb wohl.

Die Perlen fragst du nach der Liebe?

Die Tränen des Meeres?

(schnarcht)

(singt)

* … Mondenglanz.

Goldenes Haar und Nixenschwanz.

Zauberweisen locken leise.

Mach dich auf zur weiten Reise. *

1 …

2, 3.

(beide) Aufwachen.

Ein wunderschöner Tag, gerade richtig für ein Bad im Meer.

Mein Vater … Seid Ihr verrückt.

Er sprach gestern von einer Schonfrist.

2 Tage habt Ihr noch. Dann beginnt der Ernst des Lebens.

Wir sollten es krachen lassen.

Wer weiĂź, was alles anders wird nach der Hochzeit.

Los.

Schon gut, schon gut.

Ein Wettlauf bis zum Felsen.

Keine Chance. - Das werden wir sehen. Topp.

1. - 2. - Und 3. - Jawohl.

Halt, das ist unfair.

Hey!

Weg da.

Entschuldigung.

Unser Prinz scheint doch nicht so krank zu sein.

Das ist ein Wunder.

Du, arbeite weiter.

Musik

Ihr habt keine Chance. Gebt gleich auf.

Erster.

Seht nur.

Wach auf.

Wer ist das?

Als wäre sie direkt dem Meer entstiegen.

Wer bist du? Woher kommst du?

Oh, wir haben nichts gesehen.

Kannst du nicht sprechen?

Bist du etwa stumm?

Das macht die Sache freilich komplizierter.

Vielleicht hat sie was zu verbergen?

Ach, wird eh genug geredet in dieser Welt.

Lass uns das Mädchen mit zum Schloss nehmen.

Wir finden heraus, wer du bist.

Es ist klar, sie ist geschwommen.

Ein Mädchen, so weit? Niemals.

Wir drehen uns um, bis du im Wasser bist.

Ist dir das recht, du seltsames Geschöpf?

(alle) 1, 2 und 3.

Musik

Das gibts doch gar nicht.

Ja, das glaubt uns keiner.

Erzählt das bloß nicht weiter.

Der Prinz, besiegt von einem kleinen Mädchen.

Du bist ja noch ganz wacklig.

Ganz kĂĽhl, wir kriegen dich schon warm.

Gefällt es dir, mein Schloss?

(Meereskönig) Verschwunden …

… ohne ein einziges Wort.

Das glaube ich euch nicht.

Ihr wisst selbst, wie Undine ist.

Sie ist einfach unmöglich.

Das will ich nie wieder hören, Melusine.

Was weißt du, was möglich ist?

Nicht jedem reichen glänzende Schuppen.

Jetzt seid Ihr ungerecht.

Wir machen uns auch groĂźe Sorgen.

Du, sei still, Aquarella.

Du bist die Älteste, du hättest achtgeben müssen.

Was kann denn ich dafĂĽr?

Undine hat von Mydra gesprochen.

Mydra sagst du?

(schreit) Aquarella!

Undine dachte sicher, dass Mydra ihr helfen kann.

Sie ist so verliebt in diesen Prinzen.

Ich fĂĽrchte, sie hat eine Dummheit begangen.

Schafft mir diese Hexe her.

Du weiĂźt doch wohl noch:

Mir befiehlt keiner. Ich komme von selbst oder gar nicht.

Lasst uns allein.

Das geht nur uns 2 was an.

Hübsch sind sie geworden, deine Töchter.

Wo ist sie?

Was hast du getan?

Du hast dich gar nicht verändert.

So viele Jahre und nichts dazugelernt.

Was willst du damit sagen?

Was denkst du, was ich damit sagen will?

Du hast dich auch nicht verändert.

Statt Antworten nur Fragen.

Manche Leute mĂĽssen eben Fragen stellen.

Warum fĂĽrchtest du dich so sehr davor?

Undine war auch immer anders.

Das hier war ihr nie genug.

Ich wollte meine Mädchen nur beschützen.

Jeder muss seinen Weg selber finden.

Sie sucht ihn jetzt oben, an Land.

Mein kleines Mädchen.

Was hast du gemacht?

Wer wahrhaft liebt, muss loslassen können.

Das wissen wir 2 doch, nicht wahr?

Vertrau deiner Tochter doch.

Sie ist ein besonderes Kind.

Wie lange dauert das noch? Wir wollen ausreiten.

Wenn die Kleine so reiten kann, wie sie schwimmt …

Verzeiht, mein Prinz.

Nichts scheint diesem Mädchen zu passen.

Jedes Kleid schnĂĽrt sie ein, jeder Schuh scheint zu schmerzen.

Ich weiĂź nicht, was sie noch probieren soll.

Das glaube ich. Frauenkram passt nicht zu ihr.

Gib ihr Sachen von mir.

Was die Schuhe betrifft:

Es ist Sommer. Lasst sie barfuĂź gehen.

Hauptsache, sie kommt. Die Pferde sind gesattelt.

Ihr wolltet eure Schonfrist nutzen, oder?

(seufzt)

Du siehst groĂźartig aus.

Wie mein kleiner Bruder.

Jetzt komm, ich will dir alles zeigen.

Hast du noch nie einen Globus gesehen?

Pass auf.

Hierauf sind alle Länder verzeichnet, siehst du?

Jeder Kontinent und jedes Meer.

Genau …

… hier sind wir.

Jetzt komm.

Uhrenläuten

Das ist eine Uhr.

Kommst du?

Kornblumen.

Keine Ahnung, was das ist. Wir wollen ausreiten.

(klatscht)

Du kennst keine Rosen?

Was bist du denn für ein Mädchen?

Irgendwas stimmt nicht mit ihr.

Komm schon.

(Pferd wiehert)

Ruhig, Blonder, ruhig.

Ruhig.

Ruhig.

Dieses Pferd kann Fremde für gewöhnlich nicht ausstehen.

AuĂźer Euch, Prinz.

Selbst da wäre ich mir nicht so sicher.

Du bist ein besonderes Mädchen.

Deine Nähe tut irgendwie gut.

Gib mir mal meinen Hut.

Damit dir die Sonne die Haut nicht verbrennt.

So, komm her.

Einen FuĂź in den SteigbĂĽgel.

Reich mir die Hand.

3, 2, 1, hopp.

So, halt dich gut fest.

Wir wollen jetzt fliegen.

Musik

Rauschen

Das klingt sehr schön.

WeiĂźt du, was fĂĽr ein Ort das ist?

Genau hier …

… hab ich mich verliebt.

Hier hat sie mich aus den Fluten gezogen und mir das Leben gerettet.

Vielleicht war es ein Engel.

Vielleicht war es ein Traum, aber ich kann sie nicht vergessen.

Ihre Augen, wie dunkler Bernstein.

Ihre Haare …

… schwarz wie Ebenholz.

Ihr Kleid war aus Samt und aus Seide.

Ihre Berührung …

Was ist?

Was hat sie plötzlich? Versteht Ihr das?

Na ja, sie ist eben ein Mädchen.

Das ist sie wohl, trotz Hemd und Hosen.

He da, was soll das werden?

Hey.

Im Wasser bewegt sie sich wie ein Fisch,

reitet schnell wie der Wind.

Mit der Erde steht sie auf KriegsfuĂź.

Los, Männer. Hinterher.

Jetzt mach die TĂĽr auf. Es tut mir leid.

Womit ich dich auch gekränkt haben mag, sieh es mir nach.

WeiĂźt du, auch wenn du nichts sagst, sagst du viel.

Ich habe es noch nie so empfunden.

Ich glaube, wir 2 sind seelenverwandt.

WeiĂźt du, was ich meine?

Wir verstehen einander, du und ich.

Mein GlĂĽck hat dich mir geschickt.

Du darfst mich nie mehr verlassen.

Willst du bleiben?

Komm, ich zeig dir das Schloss.

Pilze.

Eine Pastete.

Das ist ein Wiegemesser, um Kräuter zu schneiden.

Koch? Was ist das?

Das ist eine Aubergine, Herr, fĂĽr die Hochzeit.

Ăśbermorgen ist meine Hochzeit.

Jetzt schau nicht so traurig. Das ändert nichts zwischen uns.

Das ist nun mal so, schon seit ewigen Zeiten.

Wer König ist, braucht eine Frau.

Ehe und Liebe sind 2 Paar Schuhe.

Das hat mir mein Vater erklärt.

Er ist alt geworden, und ich werde ihm auf den Thron folgen.

Aber vorher werden wir uns gut amĂĽsieren.

Hast du auch Hunger?

Vielleicht darauf?

Schon gut.

Wie ist es hiermit?

Das wird heiter, unser Prinz auf dem Thron.

Ja, das glaub ich auch.

Pass auf, du. So rede nur ich hier.

(eine Eule schreit)

(Koch schnarcht)

Dumpfer Schlag

Rauschen

(Koch schreit) Nein, nein.

Das gibts doch nicht. Was soll ich jetzt machen?

Was ist denn los? Das Geschrei weckt ja Tote.

Dieser Tölpel hat nicht aufgepasst.

Ich wars nicht.

Der ist von selbst verschwunden, ich schwör es.

Wer denn? - Der Fisch.

Was soll ich denn nun kochen?

Von heute an wird hier kein Fisch mehr gegessen.

Was soll ich stattdessen servieren? Euer Vater liebt Fisch.

Er will, dass ich ihm auf den Thron folge.

Das ist mein 1. Erlass.

Irgendwie hat der Prinz sich verändert.

Ich sage doch, sie hat ihn verhext.

Koch. - Majestät.

Was ist das? - Das …

Das …

… soll sehr gesund sein.

Gesund?

Wozu? Ist hier jemand krank?

Das Rezept ist ein Geschenk fĂĽr die Braut.

Frauen lieben nun mal GrĂĽnzeug.

Ah, was du nicht sagst.

Ist das so?

Ist das die Kleine, die du gestern aufgelesen hast?

Du hast zwar Hosen an, aber du bist ein Mädchen.

Sag mal, schmeckt dir das hier?

Und?

Was denkst du?

Nicht ĂĽbel.

Und dass mir keiner hier sagt, ich wäre nicht modern.

Lasst uns essen, kalt wirds nicht besser.

Guten Appetit, Majestät.

Hahaha…

GroĂźartige Land- und Seekarten.

Alles ganz genau aufgezeichnet.

Die Lage.

Die Koordinaten.

Interessiert dich das?

Warte mal.

Schau mal hier, die Sterne.

Das ist ein Mysterium.

Der ganze Kosmos.

Du bist mir eine.

Ich wünschte, mein Sohn wäre so.

Aber der denkt nur noch an sein AmĂĽsement.

Wo steckst du, Mädchen?

Kleine, wo bist du?

Ja, nimm das alles mit.

Diese Leidenschaft teile ich mit dir.

Was hältst du von der Kleinen?

Viel zu mager, fĂĽr meinen Geschmack.

Das mein ich doch nicht.

Denkst du wirklich, sie zaubert?

Ich weiĂź es nicht. Aber sie ist mir unheimlich.

Dem Prinzen tut sie gut.

Es wird Zeit, dass es aufhört. Er hat kaum ein Wort für uns.

Bist du eifersĂĽchtig? Auf dieses Kind?

Nein!

Was ist mit der Braut?

Der Prinz und das Mädchen so nah, das wird ihr nicht gefallen.

Die Kleine ist keine Gefahr.

Stell dir vor, dieses Mädchen als Braut,

wie sie am Stickrahmen sitzt, im Samtkleid, auf dem Kopf eine Krone.

Du hast recht, es ist albern.

Hier bist du.

Was soll denn das? Das passt nicht zu dir.

Tausch die Sticknadel gegen einen Degen.

Komm, ich zeig dir, wie es geht.

Los.

Den Degen gerade, den Arm hoch und ein wenig in die Knie.

Und schön locker federn.

Wenn ich einen Schritt auf dich zumache, machst du einen zurĂĽck.

Jetzt du.

Gut.

Mein Herz?

Darin kann nur eine wohnen.

Das Mädchen, das mich gerettet hat.

Die Schönheit mit den schwarzen Haaren.

Verstehst du das? Ich bin verliebt.

Auch, wenn ich morgen eine andere heirate.

Fanfare

(alle) Ah.

Mein lieber Sohn.

Nun schau nicht so verdrieĂźlich.

Was ist das fĂĽr ein Anblick fĂĽr deine ZukĂĽnftige?

Es ist die Falsche.

Fang bloĂź nicht wieder damit an.

Am heutigen Tag feiert Prinz Nikolas Hochzeit.

Ein Anlass zur Freude fĂĽr alle von uns.

Die Feierlichkeiten sind hiermit eröffnet.

Prima.

Und nun, tanzt.

Musik.

Musik

Habt Ihr das Mädchen gesehen?

Prinz, unter den Hosenträgern?

Bei den Damen ja wohl erst recht nicht.

Musik

Wo bleibt sie denn, meine ZukĂĽnftige?

Ach so, jetzt kannst du es wohl kaum erwarten.

Ich hätte es gerne hinter mir.

Dann wart mal ab.

Sie wird dir gefallen.

Ah.

BeiĂź mich der Schwan. Seht die Kleine dort an.

Alle Achtung.

Du liebe GĂĽte, was hast du gemacht?

Ich erkenn dich gar nicht mehr wieder.

Was?

In den Hosen hast du mir besser gefallen.

Du siehst ein wenig verkleidet aus.

Verzeih mir.

Du bist wunderschön so.

Gestattest du mir diesen Tanz?

(alle) Ah.

Musik

Du bist ein groĂźes Geheimnis.

Musik

Mein lieber Sohn, es ist an der Zeit.

Da ist sie.

Deine Braut.

(alle) Ah.

Darf ich allen hier vorstellen?

Prinzessin Anneline vom Lande in den Bergen.

Unten am Strand, das warst du. - Du bist der Fischer.

Du hast mich gerettet.

Du bist der Prinz.

Musik

Das nennt man wohl „Liebe auf den ersten Blick“.

Darf ich vorstellen? Das ist meine Braut Anneline.

Und das ist mein wildes Mädchen.

Sie ist mir so kostbar wie eine Schwester.

Eine Schwester hab ich mir immer gewĂĽnscht.

Nun aber zum Höhepunkt des Tages.

Seid Ihr bereit fĂĽr die Trauung?

Fanfare

Dann kniet nieder, meine Kinder.

Wenn dein Prinz eine andere wählt, so wird dein Leben jäh enden.

Wellenrauschen

Undine, Liebes.

Wir sind hier.

Unser Haar hat die Meerhexe. Das war der Preis.

Diesen Dolch, er wird dich retten.

Bevor der neue Tag anbricht, musst du den Prinzen töten.

Wenn sein Blut deine Füße berührt, wächst dein Fischschwanz neu.

Und du kannst eine Meerjungfrau wieder sein.

Dann kannst du wieder nach Hause kommen.

Es wird langsam Zeit.

Wenn der Prinz nicht stirbt, dann stirbst du.

(Käuzchen rufen)

Musik

Bitte, Undine, tu es.

Die Liebe hat viele Gesichter.

Musik

Schlaf weiter, mein Liebster.

Du hast nur geträumt.

Musik

(Mydra lacht)

Mydra?

Seid Ihr das?

Ich bin sehr stolz auf dich.

Wer liebt, muss loslassen können.

Sie sind offenbar fĂĽreinander bestimmt.

Ich konnte es nicht tun.

Jetzt werde ich zu Schaum werden auf fernen Wellen

und nie eine Seele bekommen.

Begreifst du nicht, dass du eine hast?

Du hast die Prüfung bestanden. Sein Tod hätte dich niemals erlöst.

Eine Seele hat, wer wahrhaft liebt?

Ihr wusstet es also vorher.

Wer weiĂź?

Jetzt komm mit mir …

… ins Neue, ins Weite.

Deine Reise fängt gerade erst an.

Meine Reise? In die Welt?

Ja. Und ich begleite dich ein StĂĽck.

Nie aufhören zu fragen? Liegt darin die Antwort?

Die Antwort?

Vielleicht eine erste.

(singt) * Wellentanz, Mondenglanz.

Goldenes Haar und Nixenschwanz.

Zauberweisen locken leise.

Mach dich auf zur weiten Reise.

Mach dich auf zur weiten Reise. *

Copyright MDR 2013

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