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WAS BISHER GESCHAH:
Mrs. Wilkes hat Probleme mit ihrer Tochter.
Sie sind gut darin, Menschen zu helfen.
Ich sollte Ihnen mit Ihrer Tochter helfen.
Sie müssen ein Konto eröffnen.
Ich werde das bereuen.
Stell dich nicht an. Ich brauche deine ehrliche Meinung.
Ich muss den Kaffee von Sounds and Grounds weiterentwickeln.
Sprich ihn trinkbar machen?
Das ist Cold Brew, Alter.
Die nächste Generation Kaffee.
Bist du high? Es ist Kaffee. Der braucht keinen Schnickschnack.
Er hat zwei Aufgaben. Dich wachhalten und kacken lassen.
Es ist echt traurig, wie einfach du gestrickt bist.
-Ben, bitte probier mal. -Ok.
Oder?
Schmeckt wie Kaffee.
Echt kalter Kaffee.
Ok. Loudermilk.
Ok. Na gut.
Muss er im Schnapsglas sein?
Das ist wie Eiscreme aus einem Pitabrot.
Pitabrot.
Komm schon.
Und?
Rauchige, ausbalancierte Säure mit subtilen Nuancen
von Bitterkeit und Süße.
Das ist perfekt.
Rauchig, ausbalanciert…
-Er ist nicht schlecht. -Er macht, was er soll.
-Dich aufwecken? -Nein, der andere Teil.
Nächste Woche ist die letzte Stunde vor den Prüfungen,
also stellen Sie Ihre Fragen.
Ok, das war's.
-Habe ich geschnarcht? -Nein.
-Scheiße. Was habe ich verpasst? -So, so viel.
-Scheiße. Echt? -Ja.
Oh Gott.
Keine Sorge, du kannst von mir abschreiben.
Ich habe das meiste notiert.
Das ist toll.
Besonders die Schattierung an den Bällchen.
-Das ist… -Ja?
Arschkriecher Andy kroch ihm in den Arsch.
Wir hörten die Geschichte, wie Obama in der siebten Klasse zu ihm kam
und sagte, er habe Potenzial.
So ein Idiot. Das sagt Obama sicher jedem.
Politikstudenten sind Narzissten. Fast so schlimm wie Mediziner.
-Was ist dein Hauptfach? -Medizin.
-Ich muss hier lang, also… -Ich bin Claire.
Ich saß das Semester neben dir. Ich bin Ryan.
Ja, ich weiß.
-Lebst du im Wohnheim? -Nein, ich flog im ersten Jahr raus.
-Echt? -Eine lange Geschichte.
Die würde ich gern mal hören.
-Was machst du am Wochenende? -Nichts.
Arbeiten, lernen.
Wenn du dich treffen willst…
Scheiße, das kann nicht wahr sein.
Wenigstens hast du kein Pfefferspray genommen.
-Nein, das galt nicht dir. -Hallo, Claire.
Mom. Was machst du hier?
Ich besuche einen Kurs zum kreativen Schreiben.
Ich erzählte vor Wochen davon.
Ich dachte, diese Kurse fänden nachts statt.
Nein.
Also?
Stellst du mich nicht deinem Freund vor?
-Nein. -Ryan Caldwell.
-Freut mich, Claires Mom. -Nenn mich Judith.
Ok. Ich muss los.
Bis bald, Claire. Hat mich gefreut, Judith.
Mom, ich weiß, was du denkst. Da ist nichts.
Er ist sehr höflich. Mehr sage ich dazu nicht.
-Und gutaussehend. -Mom.
Ok, das war's. Ich freue mich für dich.
Danke.
Toll, dich zu sehen. Hast du kurz Zeit?
-Ich komme zu spät zur Arbeit. -Mein Professor bat uns,
eine persönliche Kurzgeschichte zu schreiben.
Ich weiß nicht, ob ich zu weit ging. Würdest du sie lesen?
Ich will wissen, was du denkst.
Ich bin keine Autorin. Und ich habe viel zu tun.
Bitte, Claire.
Ok. Aber gib mir ein paar Tage.
-Danke. Moment. -Verschieben wir das.
-Der Bus. -Tut mir leid.
Wir haben viel gearbeitet.
Ich habe so viele Geschichten. Da ist sie.
Ok. Hat noch jemand ein Problem? Ich bin in Fahrt.
-Ich habe ein schwieriges Problem. -Schieß los, Mugs.
Gestern waren die Kinder da,
und Gerald brauchte Hilfe bei den Hausaufgaben,
und ich konnte es nicht.
Die Art von Problem meinte ich nicht.
Ich bin ein Idiot. Mathe aus der dritten Klasse.
Es gab eine TV-Show über Erwachsene gegen Drittklässler.
Traten Erwachsene da nicht gegen Fünftklässler an?
Egal. Du bist ein Idiot.
Ich weiß nicht weiter. Ich soll vor Geralds Klasse
über meine Arbeit reden.
Hat irgendwer ein echtes Problem?
Wie lautet die Regel zum Ausgehen? Wie lang sollte man trocken sein?
Mindestens neun Monate.
Ich persönlich empfehle zwei bis drei Jahre Enthaltsamkeit,
-um bereit zu sein. Ich wartete fünf. -Das war wohl eher unabsichtlich.
Fick dich.
Wer ist der Unglückliche, Claire?
Jemand vom College.
Er ist echt nett und kriegt das Leben gut gewuppt.
Du meinst, er schläft nicht in einem Karton
-unter der Brücke? -Nein.
Er studiert Medizin.
Oh Mann.
Alle Mediziner sind Narzissten.
Na und?
Ich würde mit einer ausgehen. Oder mit einer Brandstifterin.
Mit jeder Frau. Gott, ich bin so verdammt einsam.
-Schon ok. -Er ist kein Narzisst,
und ich glaube, er mag mich.
Er will mit mir ausgehen…
Aber ich bin nervös.
-Ich weiß nicht, wie. -Wie was?
Wie erzähle ich von meiner Vergangenheit, ohne ihn zu vergraulen?
Der Lesbenkram? Damit würde ich anfangen.
Nein, Arschloch.
Meth und Strippen.
Ich sehe das wie Ed. Offen zu sein, ist sexy.
Aber ich würde das Strippen vorm Meth erwähnen.
Nein. Meth vorm Strippen. Das ist die natürliche Reihenfolge.
Ich nahm tonnenweise Meth und habe nie gestrippt.
Aber ich holte mal wem oben ohne in einer Gasse einen runter.
Seine Idee.
Da draußen sind viele Freaks.
Ich bin selbst überrascht, aber Tony hat zur Hälfte recht.
Sei ehrlich zu ihm, Claire.
Wenn er sein Leben im Griff hat, kommt er damit zurecht.
"Entspricht nicht dem, was wir veröffentlichen."
Ihr habt keine verdammte Ahnung,
deshalb stirbt die Branche.
Hey. Loudermilk?
Tust du mir einen Gefallen?
Wenn es um ein Aktmodell für den Kunstkurs geht, frag Ben.
Hast du einen schlechten Tag?
Einen normalen Tag. Noch eine Ablehnung.
Scheiße.
Und wenn du es umschreibst und noch mal einreichst?
Wie soll das gehen, wenn jemand mein Büro belegt?
Es muss nicht umgeschrieben, sondern von wem gelesen werden, der kein Idiot ist.
Verstehe. Könntest du mir helfen?
Meine Mutter belegt einen Kurs und gab mir eine Kurzgeschichte von sich.
Moment. Echt? Deine Mutter wirkt nicht wie eine Künstlerin.
Eher wie eine Anwältin oder die Schulpolizei.
Ich habe so viel fürs College und die Arbeit zu tun. Keine Zeit.
Könntest du sie für mich lesen und ein paar Tipps geben?
Kommt drauf an. Muss ich nett sein?
-Nein. -Das kriege ich hin.
Hier.
-Was tust du? -Wonach sieht es aus?
-Ich prüfe, welche Becher Claire stahl. -Du drehst durch.
Sie nahm meinen "Bester Vater der Welt"-Becher. Ein Geschenk.
Von meinem Vater an sich selbst.
Vergiss nicht, mich heute abzuholen.
-Was? Wo? -Beim Zahnarzt.
-Die Weisheitszähne werden gezogen. -Bist du dafür nicht zu alt?
Es ist kompliziert.
Ich habe Ben Kingsleys Haare, aber die Zähne eines Sechsjährigen.
Ich brauche jemanden, der mich abholt. Eskortiert.
Ich nehme 150 die Stunde. Keinen Kuss auf den Mund.
Auf den Mund.
Die Vorlage war gut, oder?
Ein einfaches Ziel.
WILLKOMMEN
Faszinierend.
Habt ihr irgendwelche Fragen an Sadies Vater?
Wie lange gingen Sie zur Schule, um Wissenschaftler zu werden?
Das ist eine tolle Frage. Danke. Mal nachdenken.
Vier Jahre am MIT, vier weitere an der Caltech,
dann das Praktikum und die Assistenzzeit.
Insgesamt waren es noch zehn Jahre Ausbildung, um meinen Doktor zu machen.
-Wow, das ist lange. -Danke, Dr. Fairchild.
Wir haben Glück, jemanden bei uns zu haben,
der den Kyoto Prize in Advanced Technology erhielt.
Danke.
Ok. Als Nächstes ist Geralds Vater dran, Mr. Bennigan.
Sollten wir nicht kurz Pause machen?
Die Kinder brauchen sicher eine kleine Stärkung,
besonders nach dem gerade Gehörten, und ich kann nächste Woche…
Nein, nicht nötig. Bitte, fangen Sie an.
Ok.
Hey. Ok.
Hi.
Wie ihr sehen könnt, bin ich kein Bob Nye the Science Guy
wie Mr. Fairchild.
-Doktor. -Tut mir leid. Mr. Fairchild, der Doktor.
Mussten Sie auch zehn Jahre zur Schule gehen?
Ja, ich ging sogar genau zehn Jahre zur Schule.
Sag ihnen, was du machst, Dad.
Ok. Ihr kennt doch Waschbären und Eichhörnchen und Stinktiere?
Ich war an Halloween ein Stinktier.
Echt? Ok.
Das ist süß.
Manchmal wollen Eltern nicht, dass ein Stinktier bei ihnen ist,
also rufen sie mich an, und ich töte es.
Sie töten Stinktiere?
Ja. Ich töte Stinktiere, Opossums und Ratten.
Alles mit vier oder mehr Beinen,
das bei euch zu Hause ist, töte ich.
Der wissenschaftliche Begriff ist Exterminator. Oder, Doc?
-Ich… -Exterminator.
Ich werde es buchstabieren.
Exterminator.
Ok, das ist genug.
Es ist ein guter Job. Ich mag ihn.
Er wird gut bezahlt.
Ich bin auf mich gestellt, bin sozusagen mein eigener Chef.
Du hast Halloween erwähnt. Das ist wie Halloween für Tiere.
Ich gebe den Tieren einen besonderen Bonbon,
und sie kehren ins Nest zurück und geben ihn ihrer ganzen Familie.
-Sie geben der ganzen Familie Bonbons? -Ja. Auch den Babys.
Ja.
Oh, und wisst ihr, wenn…
Wenn man nach Halloween zu viele Bonbons isst,
dann bekommt man Bauchschmerzen. Ihnen geht es noch viel schlechter.
Und sie kommen nicht mehr zu euch.
Gibt es irgendwelche Fragen?
Was für ein Mensch tötet beruflich Tiere?
Das ist eine tolle Frage. Ein lizenzierter Exterminator.
Sie sind ein Psychopath.
Wie können Sie schlafen?
Buh!
Haltet die Fresse!
Das ist mein Dad. Zeigt ihm etwas Respekt.
Hi. Ich bin Sam Loudermilk. Ich soll Ben Burns abholen.
-Ist er fertig? Die Parkuhr läuft. -Wir haben Sie angerufen.
Ich habe wohl nicht auf mein Handy geschaut.
Warum nicht?
Ist das irgendeine Regel, dass man ständig aufs Handy schauen muss?
Wenn Sie sein Notfallkontakt sind, dann ja.
Was ist der Notfall?
Mr. Loudermilk, ich habe leider schlechte Nachrichten.
Ist er tot?
Nein. Gott, nein.
Aber seine Weisheitszähne saßen sehr tief,
und er bekam zusätzliche Medikamente.
Eineinhalb Tankfüllungen.
Seit er aufwachte, redet er viel und ist fahrig.
Ok. Das war zu erwarten.
Loudermilk.
Sie werden meine Zähne zerstören.
Er tut seit einer Stunde, als sei er in Der Pate,
Teil eins und zwei.
Nehmen Sie ihn mit,
-bevor er zu Teil drei kommt. -Ok. Ich übernehme.
Wer dich zum Barzini-Treffen anspricht,
das ist der Verräter.
Vergiss das nicht.
Ich brachte dich heim. Mein Job ist erledigt.
Du hast mich nicht zugedeckt.
Nein.
-Liest du mir eine Geschichte vor? -Vergiss es.
Verdammte Scheiße.
Das wird dich ins Reich der Träume schicken.
Was ist es denn?
"Eine Frau zu sein". Eine Kurzgeschichte von Claires Mom.
"Joanne stand nackt vor dem Spiegel.
Sie untersuchte ihren Körper,
die Erinnerung an seine Berührung noch ganz frisch.
Sah sie seit dem Rendezvous anders aus? Roch sie anders?
Henry würde bald heimkommen, und sie musste duschen.
Als das heiße Wasser über ihren Busen floss,
schloss sie die Augen und versuchte, die Sünden von all dem,
was soeben auf dem Pizzeria-WC geschehen war, abzuwaschen.
Aber es war unmöglich.
Ihre Gedanken kehrten zu seinem Glied, das in sie eindrang, zurück.
Sie stützte sich an der Wand ab.
Sein gebrochenes Englisch und eine Jukebox
übertönten ihr Stöhnen voller Schmerz und Entzücken."
Was zur Hölle?
Medizin also. Das ist aufregend. Bist du bereit dafür?
Noch nicht. Ich muss vorher noch etwas feiern.
Nach dem Abschluss will ich ein Jahr Auszeit nehmen,
um um die Welt zu reisen, bevor ich sechs Jahre im Labor bin.
Ich verbrachte ein Jahr während der Highschool
in Europa und lebte in den Museen.
Es war großartig. Das, woran ich mich erinnere.
Ich war die ganze Zeit blau.
Toll. Ich kann mir vorstellen, wie du in einem Café in Paris sitzt
mit einer Baskenmütze und Croissants und einem Glas Wein.
Nicht wirklich ein Glas.
Wo wir dabei sind, bestellen wir eine Flasche. Ja?
Ja.
Hi. Können wir eine Flasche Bonello bekommen?
-Ich… -Der ist gut.
Gute Wahl. Ich bin gleich zurück.
-Dazu… -Was bestellst du?
Du nimmst Spaghetti mit Hackbällchen.
Oh ja.
Ich bestelle was mit viel Kohlenhydraten und Käse.
Das trifft auf alles auf der Karte zu.
Ja, das ist toll. Ich liebe es.
Ein Mädchen, das richtig isst, nicht bloß Avocadotoast
mit Rosenkohl und Brühe.
Ja.
Der ist toll. Danke.
Wie, du magst keinen Rotwein?
Nein, eher das Gegenteil.
Ich mag ihn zu gern.
Prost.
Ich trinke nicht.
Ich hätte es früher sagen sollen.
Ich wusste nicht, wie und wann ich es sagen soll.
Das ist cool. Alles gut.
Kein Problem.
Aber nur um das klarzustellen, du bist trocken?
Seit zwei Jahren, zehn Monaten und einer Woche.
Ich muss das nicht trinken.
Nein, ich sehe Leuten gern beim Trinken zu.
Meth mochte ich eh lieber.
-Meth? -Ja.
Ja. Ich will nur offen und ehrlich sein.
Irre.
Noch andere Drogen?
Ich meine, da…
-Sollen wir die Vorspeise bestellen? -Ja.
-Ok. Cool. -Eine Vorspeise.
Hey.
Oh, hey.
Ich hole mir nur mein Eigentum zurück.
Verstehe. Das macht sie auch mit meinen Sitzkissen.
Ist Claire da? Ich muss etwas abholen.
Nein, sie ist weg. Ich glaube, auf einem Date.
Ok.
Soll ich etwas ausrichten?
Nein, danke. Ist nicht wichtig.
Ich gab ihr eine Kurzgeschichte von mir.
Sie sagte, sie habe etwas Feedback. Ich muss die bald abgeben, also…
Ich habe Ihre Geschichte gelesen.
Ja?
Oh, das ist mir peinlich.
Muss es nicht. Sie war ziemlich gut.
Der beste koffeinfreie Kaffee.
Ihre Wohnung ist echt was Besonderes.
Oh, danke.
Vielleicht werde ich Innenausstatter, wenn der Hausmeisterjob schiefgeht.
Das ist mein erster Besuch hier.
Claire und ich verstanden uns nicht gut, als sie hier wohnte.
Wir haben uns auch meist nicht gut verstanden.
Ich habe Ihnen nie gedankt für das, was Sie für sie taten.
Für unsere Familie. Sie waren ein Geschenk des Himmels.
Wortwörtlich.
Pater Michael brachte uns zusammen.
Das ist kein Geschenk des Himmels.
Sie haben echt viele Platten.
Ich hatte noch mehr.
Ich bekam fünf bis sechs pro Woche von Plattenfirmen,
-als ich noch Kritiker war. -Als Kind hatte ich so viele Alben.
Ich lag stundenlang im Bett und hörte Musik.
Ich auch. Jeden Samstagmorgen legte ich eine Platte auf
und überlegte die zweite Seite lang, was als Nächstes käme.
Bis meine Mutter mich zum Spielen rauswarf.
Pool.
Nie von denen gehört.
Pool?
Legen Sie sie auf. Zeit für etwas Musik.
Das ist schön.
Ja, das ist echt schön. Ich erinnere mich nicht dran.
Nein, ich meinte uns. Wir reden wie zivilisierte Menschen.
Immer, wenn wir uns trafen… Wir hatten unsere Probleme.
Ja, die hatten wir, oder?
Das ist echt besser.
Und Pater Mike sitzt nicht dazwischen.
Also…
War sie zu düster?
-Was? -Meine Kurzgeschichte.
Nein, überhaupt nicht.
Nein, gerade dunkel genug. Das hat sie echt sexy gemacht.
Ich kann mir vorstellen, wo Sie sexuelle Symbolik sahen.
Es war etwas mehr als Symbolik.
Danke. Schön, dass sie Ihnen gefallen hat.
Ich ließ noch nie jemanden meine Geschichten lesen.
-Sie scherzen. -Nein.
Denken Sie, ich habe Potenzial?
Sie sind tapfer.
Das ist der halbe Kampf.
Sie haben keine Angst, es zu versuchen.
Danke.
Sie können sich nicht vorstellen, wie schön es ist, das zu hören.
Claires Vater hat meine kreativen Ambitionen nicht unterstützt,
also war ich immer zurückhaltend, etwas zu zeigen.
Das sollten Sie nicht sein.
Sie sollten sich weiter zeigen.
Das ist verdammt seltsam.
Absolut seltsam.
Sam?
Hey, Alter.
Das tut mir leid.
Hey. Wie geht's?
Ok.
Ja, hör zu.
Es tut mir leid, dass ich es nicht früher sagte.
-Meine Vergangenheit. -Wie hätte das gehen sollen?
-Wir lernen uns erst kennen. -Stimmt.
Ich hoffe, das hat dich nicht vergrault.
Nein, nicht wirklich.
Vielleicht ein bisschen.
Ja. Das ist normal.
Deshalb posaune ich es nicht in die Welt hinaus.
Niemand will mit wem ausgehen, der öde und trocken ist.
Claire, du bist nicht öde.
Du bist echt toll. Ich…
Ich habe nur grad viel um die Ohren, und…
Also hat es dich vergrault?
Ich mag dich echt. Deine Vergangenheit ist schwierig.
Aber nicht für dich. Sondern für mich.
Ja. Ich weiß. Nur…
Das ist keine Welt, die ich kenne oder in der ich mich je gesehen habe.
Du bist eine Art Courtney Love,
und ich suche eher nach einer Courteney Cox.
Wer ist das?
Du guckst kein Friends?
Wir sind so unterschiedlich.
Wieso sagst du es nicht?
Du willst keine Freundin, die süchtig war.
Wenn ich ehrlich bin,
stand auf der Liste von Dingen, die ich an Mädchen mag,
nicht "frühere Meth-Abhängige".
Tut mir echt leid.
Ich bin nicht bereit dafür. Tut mir leid.
-Hey. -Hey.
Wie geht es dir?
Als hätte jemand meinen Kiefer mit einer Brechstange geöffnet
und mein Gesicht ermordet.
Wie kam ich nach Hause?
Ich habe dich abgeholt.
Moment… Du erinnerst dich nicht wirklich an gestern?
Nur daran, dass der Zahnarzt mir die Maske aufsetzte.
Danach ist nichts mehr, nur ein schlechter Geschmack im Mund.
Aber das könnten die blutigen Tupfer in meinem Mund sein.
Und du hattest Sex auf dem Sofa mit Claires Mutter.
Er flüchtete, als er erfuhr, dass ich süchtig war.
Ich hätte lügen sollen.
Oh, toller Plan. Ja.
Jede Beziehung sollte auf Täuschung basieren.
Nichts für ungut, aber ich brauche gerade
keine Beziehungstipps von einem Kiffer.
"Kiffer"?
Weißt du, was? Ich habe noch nie Drogen angerührt.
Ja, klar.
Nein, ich meine es ernst.
Keine Drogen, kein Alkohol, gar nichts.
Ich… Viele in meiner Familie sind süchtig,
ich wollte nicht dazugehören.
Du bist also einfach so?
-Wie denn? -Na ja, seltsam.
Ja. Das ist mein reines, seltsames Ich.
Ich persönlich finde, der Typ ist ein Vollidiot,
wenn er dich wegen deiner Sucht verurteilt.
Du bist, wer du bist, weil du süchtig warst.
Die Sucht lehrte dich Mitgefühl und Vergeben und Demut
und das zu schätzen, was du hast.
Und weißt du, was?
Das mag ich an dir.
Aber du bist die schlechteste Tamburinspielerin aller Zeiten.
Aller Zeiten.
Mugsy, wie lief es an der Schule?
-Voller Erfolg. -Cool.
-Na also. -Ja.
Seine Mitschüler waren hochnäsige Arschlöcher, aber…
Gerald hat mich verteidigt.
Das war echt cool.
Hey, Claire, wie lief dein Date?
Hast du ihm erzählt, wie gern du es treibst?
Nein, Ed. Aber danke fürs Nachfragen.
Das Date lief beschissen.
Eine ehemalige Süchtige ist nicht jedermanns Traumfrau.
Du steigst wieder aufs Pferd.
Nicht aufs Pferd, sondern…
Ok.
Ok. Noch jemand, bevor wir gehen?
Ja, ich habe auch was.
Gestern wurden meine Weisheitszähne gezogen,
was Medikamente erforderte.
Aber heute kann ich sagen,
dass das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren…
Es gefiel mir nicht.
Ich habe OPs geliebt.
Ich ließ eine Vasektomie rückgängig machen, um Oxy zu bekommen.
Warum hast du eine machen lassen?
Wegen des Vicodins.
Hast du die Kurzgeschichte gelesen?
Kurzgeschichte?
Ja, klar.
Ja, hier ist sie.
Ja.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage,
aber deine Mutter ist eine interessante Autorin.
Tut mir leid, aber die ist nicht von meiner Mom.
Lange Geschichte.
Sie gab mir die Geschichte, merkte, es war die falsche.
Sie brachte mir die richtige, aber aus Versehen
gab ich dir die falsche.
Tut mir leid. Das ist die Geschichte von meiner Mom.
-"Geschichte einer Nonne"? -Ja.
Es geht um eine religiöse Frau, die sich fragt,
-ob sie ins Kloster gehen soll. -Herrgott.
Du spielst mit dem Leben von Menschen. Sei vorsichtig.
Du bist seltsam.
Untertitel von: Anne Christine Lauenroth
Can't find what you're looking for?
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