All language subtitles for Drei Maenner im Schnee

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Original subtitles

(schwungvolle Musik)

(flotte Musik)

(sanfte Musik)

Wenn es keine Millionäre gäbe, müssten sie erfunden werden.

Die Menschheit braucht sie:

als Steuerzahler, als Wirtschafts- kapitäne, als Gesprächsstoff.

Und als Lustspielfiguren.

Ein richtiger Millionär ist mit seinem Vermögen verheiratet.

Er ist glücklich, und die Kinder haben hübsche Namen.

Sie heißen Ruhm und Macht und Würde.

Der Herr Papa freut sich, wie die Kinder heranwachsen,

und er liebt sie wie sich selbst.

Aber nicht jedermann, der Millionen besitzt, ist ein Millionär.

Es gibt auch andere reiche Leute.

Sie sind einigermaßen natürliche Menschen geblieben.

Und das wirkt in ihrer vergoldeten Umgebung natürlich etwas unnatürlich.

(lebhafte Musik)

Morgen, Albert.

Schnulli keine Milch geben!

Er ist und bleibt ein Kind. Habe ich recht?

Nein. Es wäre ja auch das erste Mal.

War mein Masseur bei Ihrer Frau?

Sie behauptet, er habe ihr das Genick gebrochen.

Aber da sie noch reden kann ... - Das beweist bei einer Frau nichts.

Ist ein verschleppter Hexenschuss. - Gute Besserung.

Schönen Dank, Herr Geheimrat.

Post für Schulze? - Schulze?

Schulze ... Eduard Schulze?

Eduard Schulze. - Bitte schön.

Danke.

(schelmische Musik)

(lautes Scheppern)

Machen Sie nicht so viel Krach!

Sie sollen kein Konzert geben, nur den Tisch decken.

Stimmt es, dass es heute Mittag Linsen mit Würstchen gibt?

Ja. Warum?

Gestern gab's Nudeln mit Rindfleisch.

Ein Millionär sollte einen eleganteren Appetit haben.

Der Herr Geheimrat isst, was ihm schmeckt.

Mischen Sie sich nicht in seine Linsen!

Wie lange sind Sie jetzt bei uns? - Sechs Wochen, Frau Kunkel.

Ich glaube kaum, dass Sie lange hier bleiben.

Wenn zwei dasselbe denken, haben sie einen Wunsch frei.

Meinen Wunsch kennen Sie ja nun. - Sie meinen glücklicherweise nicht.

(Die Tür wird geschlossen.)

(lautlos)

(leises Gemurmel)

Wiederschauen.

Tun Sie nicht so, als ob Sie lesen könnten.

Das glaubt Ihnen ja doch keiner.

Heute stehen die Preisträger in der Zeitung.

Erster Preis 14 Tage, zweiter Preis zehn Tage

Aufenthalt in einem Alpenhotel.

Worum handelt sich's denn?

Um das Preisausschreiben unserer Putzblank-Werke.

An derartigen Sachen beteiligen sich nur unseriöse Leute.

Der zweite Preisträger wohnt postlagernd.

Man kann postlagernd wohnen?

Nein. - Na also.

Und Schulze heißt er auch noch.

Der erste Preisträger ist ein Doktor. - Dr. Fritz Hagedorn.

Freut mich, Sie persönlich kennenzulernen, Dr. Hagedorn.

Wir versprechen uns von der Durchschlagskraft Ihres Textes viel.

Ich bin Werbefachmann.

Man könnte die Firma, bei der Sie angestellt sind, beneiden.

Tun Sie das nicht, sie machte vor einem Jahr bankrott.

Ich bin noch zu haben.

Bewerbungsschreiben ... - Sind ans Personalbüro zu richten.

Zu Ihnen komme ich mit einer anderen Bitte.

Schießen Sie los, junger Mann.

Die Schlüter-Werke spendierten mir

einen Hochgebirgsaufenthalt in Luxusausführung.

Sie werden sich prächtig erholen. - Ich brauche mich nicht zu erholen.

Ich bin erholt. Ich finde keine Stellung.

Ich liege meiner Mutter auf der Tasche.

Sie hat eine kleine Rente und muss Zimmer vermieten.

Da soll sich erholen, wer will. Ich kann's nicht!

Herr Generaldirektor.

Könnten mir die Schlüter-Werke den Gegenwert der Reise

in barem Geld aushändigen? (Telefonklingeln)

Entschuldigen Sie. Tiedemann. Guten Tag.

Rhein-Ruhr-Transport, ganz recht.

Den Herrn Geheimrat persönlich?

Nein, das müssen Sie sich aus dem Kopf schlagen.

Er kümmert sich um "Schlüters gesammelte Werke" nur telefonisch.

Generaldirektor Schön hat weitgehende Verhandlungsvollmachten.

Nichts zu danken. Wiederhören!

Es geht nicht, Herr Doktor.

Es widerspräche dem Sinn und dem Wortlaut der Wettbewerbsbedingungen.

Sehr schade.

Sie sollen ja nicht hingerichtet werden, sondern Höhenluft inhalieren.

Also: Glückliche Reise. - Danke schön.

Ich werde mir gestatten, Ihnen ein Päckchen Neuschnee zu schicken.

Als Muster ohne Wert. - Können Sie nicht aufpassen?

Verzeihung!

Welcher Glanz in meiner Hütte. - Sie übertreiben, Herr Tiedemann.

Was verschafft mir die Ehre?

Ich möchte meine Nase in ein anderes Ressort stecken.

Dass Bilanzen spannender sind als Romane,

das hat man mir vergeblich einzureden versucht.

Wir werden für unsere Kron- prinzessin etwas Amüsanteres finden.

(vergnügtes Pfeifen)

Wiedersehen, Frau Hagedorn.

Am Montag bin ich zurück. - Gute Geschäfte, Herr Franke.

Grüßen Sie den Herrn Sohn. Er soll nicht vergessen,

den Damen der großen Welt die Köpfe zu verdrehen.

Sie sind ein Wüstling!

Das drucke ich auf die Visitenkarten. - Nun aber raus.

(Sie lacht.)

(Türklingel)

Ja, das Fräulein Anni.

Einen Gruß von der Frau Möbius. Hier sind Würstchen, Zwiebeln.

Nett von Ihnen. Bezahlt wird morgen. - Aber das eilt doch nicht!

Tag, Frau Hagedorn. - Tag, mein Junge.

Die Menschheit tritt ihr Glück mit Füßen.

Wer trat es heute? - Ein gewisser Tiedemann.

Seines Zeichens Generaldirektor.

Als ich durchblicken ließ, dass ich noch zu haben sei, wurde er kühl.

Du müsstest mal mit dem Schlüter selber sprechen.

Er soll eine Witterung für tüchtige Leute haben.

Ich glaube, den gibt's gar nicht.

Er lässt sich nicht fotografieren, er gibt keine Interviews.

Ich halte den Mann für eine Märchenfigur.

Jedenfalls fährst du für sein Geld in die Berge.

Mir wäre lieber, du würdest fahren. - Da erfrier ich mir meine Nase.

Nimmst du eigentlich deinen blauen Anzug mit?

Das ist doch einer der glänzendsten Anzüge.

Wo bleibt meine Tochter?

Ich habe Frl. Hilde benachrichtigt. - Trinken wir einen Kaffee.

Die Kunkel auch. Stecken Sie eine Zigarre an.

Sie wissen doch, dass ich nicht rauche.

So, da bin ich.

Haben Sie gegessen? - Ja, in der Kantine.

Haben die Direktoren gut gefolgt? - Wie am Schnürchen.

Weil sie dich nur flüchtig kennen. - Hauptsache, ich kenne sie.

Nun, mein teurer Vater: Womit willst du uns heute wieder erschrecken?

Die Schlüter-Werke haben die Preis- träger eines Bewerbs bekanntgegeben.

Den ersten Preis hat ein Arzt namens Hagestolz gewonnen.

Nein, ein Doktor Hagedorn.

Und dein zweiten Preis ... - Ein gewisser Eduard Schlüter.

Nein, ein Herr Schulze. Und zwar postlagernd.

Aha.

Wieso aha?

Verstehen Sie's nicht? - Doch!

Der Herr Geheimrat verkohlt uns. - Nein.

Verstehen Sie's immer noch nicht?

Doch!

Die Zeitung hat gelogen. Das soll vorkommen.

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit.

Ich könnte mich unter dem Namen Schulze beteiligt haben.

Da kann man leicht gewinnen, wenn man der Chef selber ist.

Dann könnten Ihnen aber Ihre Direktoren den ersten Preis geben.

Sie gaben den zweiten Preis einem ihnen vollkommen fremden Menschen.

Ich denke, dem Herrn Geheimrat?

Aber das wussten sie doch nicht!

Schöne Direktoren, das nicht zu wissen.

Schluss der Debatte! Sonst klettere ich auf die Gardinen.

Da haben Sie's. Den armen Herrn Geheimrat so zu quälen.

Nun meine nächste Frage.

Worin besteht der zweite Preis?

Herr Schulze gewann einen zehntägigen Aufenthalt

in einem erstrangigen Alpenhotel.

Hin- und Rückfahrt zweiter Klasse. (Klaviermusik, Lachen)

Ich ahne Fürchterliches.

Du willst als dieser Schulze ...

Erraten, geliebtes Kind: Ich will.

Ich demoliere das Glashaus, in dem ich bin. Ich reise als armer Teufel.

Mit Gehpelz und Frack.

In glaubwürdiger Garderobe. Ihr werdet staunen!

Wir? Nein. Aber die Leute im Hotel.

Falls sie dich als Landstreicher einsperren, depeschiere.

Keine Bange, Johann fährt ja mit.

Ich? - Jawohl.

Sie werden im selben Hotel wohnen.

Aber Sie kennen mich nicht. Sie reisen als wohlhabender Privatmann.

Ich habe nie etwas anderes sein wollen als Ihr Diener.

Herr Schulze hat keinen Diener.

Einen Smoking für Sie habe ich bei meinem Schneider bestellt.

Und wann geht die Reise los?

Übermorgen Abend.

Ich kann nicht Ski fahren. - Dann werden Sie's lernen.

Ich bin sprachlos. - Wie schön!

Herr Geheimrat, Sie sind das älteste Kind, das ich kenne.

Sie haben immer schon zu viel Fantasie und zu viel Zeit gehabt.

15 Jahre bin ich nun in dem Haus. Gelangweilt haben Sie uns nie.

Aber diesmal treiben Sie's zu bunt!

Ich rege mich auf.

Dabei hat mir der Arzt jede Aufregung verboten.

Jedes Jahr schicken Sie mich in ein Herzbad,

und wenn ich zurückkomme, fängt das Theater von vorne an.

(Er summt "Das Wandern ist des Müllers Lust".)

Dadi-dadi-dadi-dadi, dadi-dadi-dadi-dadi.

Dadi-dadi.

Hmmm-hmmm-dadi-dadi.

Dadi-hmmmmm ...

Das überlebe ich nicht!

Halten Sie das, wie Sie wollen. Aber packen Sie meinen Koffer fertig.

(Er summt weiter.)

Johann.

Sie sehen aus wie ein Botschafter.

Ich traue mich nie mehr, mir von Ihnen die Schuhe putzen zu lassen.

Ich darf Sie die ganze Zeit nicht ansprechen?

Unterstehen Sie sich!

Dadi-dadi-dadi-dada ...

Das hier auch?

Wenn Sie nicht wollen, dass Herr Schulze friert: Ja.

Entsetzlich! Huch!

(Gelächter)

Meine alten Schlittschuhe. Ich habe sie auf dem Speicher gefunden.

In den Koffer damit! Dadi-dadi-dadi ....

Melden Sie im Wohnzimmer ein Blitzgespräch an. Rasch!

Hier ist die Nummer.

Übermorgen bist du wieder daheim, lieber Vater.

Wieso?

Sie werden dich hochkantig hinauswerfen.

Den Preis könnte auch einer gewinnen, der sich immer so anzieht.

Den würfen sie auch hinaus. Der wundert sich nicht darüber.

Dann will ich dir was sagen. Wenn die mich hinausschmeißen,

dann kaufe ich das Hotel und schmeiße die anderen hinaus.

(Er summt lauter.)

(Husten)

Darf ich wenigstens gelegentlich in Ihrem Hotelzimmer aufräumen?

Auf keinen Fall! Sie verkehren mit der großen Welt.

Sie fahren Ski, Sie spielen Bridge, Sie machen Schlittenpartien.

Sie laden Damen zum Tanzen ein.

Ich darf wirklich nie mit Ihnen sprechen?

Unter keinen Umständen.

Wenn ich Ihnen zufällig im Wald begegne, und Sie sind ganz allein?

Das wäre eine Ausnahme. Aber nicht, dass Sie zehn Tage im Wald stehen.

(Quietschen)

Morgen trifft in Ihrem Hotel ein Preisträger der Schlüter-Werke ein.

Der sich als armer Mann maskiert hat, obwohl er ein Millionär ist.

Ja, sogar ein Multimillionär.

Warum?

Es ist eine Marotte von ihm. Er will die Menschen studieren.

Er darf auf keinen Fall merken, dass Sie Bescheid wissen.

Er soll glauben, dass man ihn für arm hält und doch mustergültig behandelt.

Mhm, ja.

Oh, fein. Fein, das beruhigt mich sehr.

Seine Gewohnheiten? Das ist eine gute Idee, ja.

Er lässt sich täglich massieren.

Und abends muss ein warmer Ziegelstein in seinem Bett liegen.

Nudeln mit Rindfleisch!

Ja, er bevorzugt Hausmannskost.

Nudeln mit Rindfleisch, Linsen mit Würstchen, Irish Stew.

Ja, ja, ja, ja. In dieser Art.

Ja, in Getränken ist er wählerischer. Französischen Cognac liebt er sehr.

Katzen!

Haben Sie siamesische Katzen?

Nein? Dann besorgen Sie ihm einige. Mhm.

Und Sie haben sich alles notiert? - Achtung!

Sehr gut, danke schön. Auf Wiederhören!

Oh, der Herr Geheimrat!

Äh, ich ... wasch mich nur Wache ...

Mache mich nur rasch ... für den Bahnhof zurecht.

Ha! Ich rasch mich, mach mich?

Ich werde aufpassen, dass sie nicht mitfährt.

Ihre Anhänglichkeit ist entwaffnend. - Ihre Sorge ist berechtigt.

Du machst eine überflüssige Dummheit. - Dummheiten sind nie überflüssig.

Das hört ein junges Mädchen gerne. - Das gilt für Väter, nicht Töchter.

Natürlich. - So.

(Rumpeln, Gespräche)

Alles Gute.

Können Sie nicht aufpassen? - Verzeihung.

Rufen Sie uns jeden Abend um zehn an, damit wir wissen, wie es ihm geht.

Jeden Abend um zehn, gut. - Ohne dass er es merkt.

Vergessen Sie nicht, die Blumen zu gießen und beim Reden Luft zu holen.

Schade, dass ich nicht sehe, wenn Sie sich beim Skifahren ein Bein brechen.

Haben Sie besondere Wünsche? Das linke oder das rechte Bein?

Beide sind mir lieb. - Sie sind ein guter Mensch.

So.

Schreib sofort. - Gleich nach der Ankunft.

Vorsicht!

(Blasmusik)

Meine Damen und Herren, wir nähern uns einer erhabenen Landschaft.

(getragene Musik)

Gäste aus aller Welt kommen zu Besuch

und zahlen in harter Währung höchste Preise.

Schönheit ist teuer.

Hier, hoch oben, verliert der Mensch

vor lauter Glück und Panorama den letzten Rest von Verstand.

Bindet sich Holz an die Füße und saust zu Tale.

(dynamische Musik)

Unten angekommen, begibt man sich entweder ins Krankenhaus

oder ins Hotel.

Hier wie dort sind Bedienung und Verpflegung erstklassig.

Und hier wie dort sind während der Saison die Zimmer knapp.

Vergessen Sie deshalb bitte nicht, beizeiten zu bestellen.

Nein, ich bedaure. Leider nichts mehr frei.

Guten Morgen. - Guten Morgen.

Bonjour, Madame. Die Platzkarten für die Seilbahn. Bonjour, Monsieur.

Griaß di. Ist die Miss Becker unten? - Nein, oben. Warte in der Halle.

Der Zug mit unserem armen Millionär wird bald einlaufen.

Wie schauen Sie aus, Herr Direktor? - Was der Mann an Katzen findet ...

Ein Glück, dass wir nur eine haben.

Derartige Tiere sollte man vor Gebrauch maniküren lassen.

Wie geben ihm Appartement 7. - Richtig, 7.

Jedenfalls: Der Cognac steht bereit, der Masseur ist bestellt,

und es gibt Nudeln mit Rindfleisch.

Wie heißt der komische Vogel? - Ich weiß nicht.

Ich konnte die junge Dame nicht mehr fragen.

(heitere Musik)

(kecke Musik)

(Pfeifen)

(Glöckchen klingeln.)

Guten Tag. - Guten Tag, die Herren wünschen?

Bitte nach Ihnen. Ich habe 14 Tage Zeit.

Sehr liebenswürdig.

Ein schönes Zimmer mit Bad und Balkon. Sonnenseite, ruhige Lage.

Das sagt sich leicht, mein Herr. - Jawohl.

Wir sind bis unters Dach ausverkauft. Sie hätten bestellen sollen!

Der Preis spielt keine Rolle.

Was?

Die Kniescheibe? Oje, oje, oje.

Gut, Schwester. Wir schicken das Gepäck hinüber.

Sie haben Glück, mein Herr. Zimmer 31 wird frei.

Eine holländische Dame hat sich beim Skifahren einiges gebrochen.

Kniescheibe? Na, das kann lange dauern.

Ich bleibe nur zehn Tage.

Das Gepäck des Herrn auf Zimmer 31. Bitte das Formular ausfüllen.

Und womit können wir Ihnen dienen, mein Herr?

Mit mir ist es so eine Sache.

Ich bin Fritz Hagedorn und gewann den Preis der Putzblank-Werke.

Oh, herzlich willkommen. Ihr großes Gepäck ist noch am Bahnhof?

Ich habe keines, Herr ... - Kühne.

Arme Leute brauchen kein großes Gepäck.

Welches Zimmer war doch gleich für Doktor Hagedorn vorgesehen?

Appartement 7.

Appartement 7. - 7.

Und zum Lunch gibt es Nudeln mit Rindfleisch.

Das Einfachste ist immer das Beste. (Sie lachen.)

Darf ich bitten, durch die Halle. - Danke.

Das ist er.

Ein reizender Mensch.

Es gibt komische Menschen.

Dieser Herr etwa ist ein Millionär,

tritt als armer Mann auf und hofft, schlechte Erfahrungen zu machen.

Das wird ihm bei uns nicht gelingen.

Woher wissen Sie, dass er Millionär ist?

Wir wurden telefonisch auf ihn vorbereitet.

Donnerwetter!

Größere Zimmer haben Sie nicht?

(ruhige Musik)

Allerhand für kein Geld.

Ja, wir hoffen, dass Sie sich bei uns wie zu Hause fühlen werden.

Wie zu Hause?

Ihr Sinn für Humor scheint sehr ausgeprägt zu sein.

Der Masseur kommt morgen Früh um acht.

Der Masseur?

Was will er denn? - Massieren.

Wen? - Sie, Herr Doktor.

Warum?

Es ist gesund, es fördert die Blutzirkulation.

Das kann sein, aber diese Gesundheit kann ich mir nicht leisten.

Aber Herr Doktor. Es ist uns eine Ehre!

Also gut, lasse ich mich ehrenhalber massieren. Danke herzlich.

Ihr Gepäck ist schon auf dem Zimmer, Herr Kesselhut.

Skifahren muss ich auch lernen. - Skifahren? Einen Augenblick bitte.

Rezeption.

(heitere Musik)

Bonjour, Madame.

Oui. Non. Warten Sie.

Guten Tag.

Guten Tag.

Je regrette beaucoup, Madame.

Sie wollten Skiunterricht.

Nehmen Sie Privatstunden beim Graswander Toni.

Es ist angenehmer, als wenn Ihnen beim Hinschlagen andere zuschauen.

Wer schlägt hin? - Sie höchstwahrscheinlich.

Was wollen Sie eigentlich hier?

Wohnen.

Das dürfte Ihnen zu teuer sein. Gehen Sie besser in ein Gasthaus.

Vielen Dank für den guten Rat. - Guten Tag.

Wurde Zeit, mich zu begrüßen. Ich erwarte bessere Manieren.

Hinaus mit Ihnen! Aber etwas plötzlich!

Mein Name ist Schulze.

Da ist etwas Lesestoff. Entschuldigen Sie sich später.

Oh!

Bin gleich wieder da.

Hoffentlich ist noch ein Zimmer frei.

Sonst muss ich auf Hotelkosten mit den Schlüter-Werken telefonieren

und mich beschweren. - Ich werde tun, was ich kann.

Tun Sie lieber mehr. - Herr Geheimrat.

Stellen Sie sich vor, als ich kam ... - Ein Wort, und ich erschlage Sie.

(Schlüter summt.)

Verzeihen Sie.

Ich möchte für mein Leben gerne raten, wie Sie heißen. Darf ich?

Ich weiß zwar nicht, aber bitte. - Sie heißen Schulze. Stimmt's?

Es stimmt.

Ich weiß sogar noch mehr.

Sie sind Preisträger der Putzblank-Werke. Stimmt's?

Es stimmt.

Und jetzt müssen Sie raten, wie ich heiße.

Hagedorn.

Es stimmt.

Sie gestatten? - Aber gerne.

Sagen Sie, Herr Schulze, haben Sie auch so ein pompöses Zimmer?

Vorläufig habe ich noch gar keins. Aber die werden schon etwas finden.

Na, mein Kleiner? Was machst du denn?

Ich spiele.

Was spielst du denn? - Nichts.

Das ist aber ein feines Spiel.

Sehen Sie sich das an. Schulze hat sich schon den Millionär gekapert!

Sehr peinlich.

Wie heißt du denn? - Olaf.

Vielleicht geht er freiwillig, wenn wir nachhelfen.

Aber wie?

Gehen wir in den sechsten Stock.

Eins, zwei, drei!

Eins, zwei, drei!

Willkommen, Herr Schulze, darf ich Ihnen Ihr Zimmer zeigen?

Sie dürfen.

Herr Schulze, ich sehe Sie noch? - Er wird von der Reise müde sein.

Da irren Sie sich gewaltig. Natürlich sehen wir uns noch.

Sehr gut.

So ist's recht.

(beschwingte Musik)

Drehen.

Jetzt noch einmal.

Mutti! - Aber Olaf.

Du reißt ja dem Herrn den Arm aus. Das Kind belästigt Sie, hm?

Ach, ganz und gar nicht. Hagedorn. - Sehr erfreut.

Heltai, Tanzlehrer und Arrangeur strahlender Feste.

Schwer geprüfter Tanzlehrer.

Hallo! - Olaf.

Ein schrecklicher Wildfang.

Also, machen wir für heute Schluss. - Bis morgen.

Sei schön lieb, Muckili.

Donnerwetter.

Kleinere Zimmer haben Sie nicht? - Nein.

Schön kühl haben Sie's hier.

Die Heizung geht nur bis zum fünften Stock, für einen Ofen ist kein Platz.

Der Arzt hat mir verboten, in geheizten Räumen zu schlafen.

Und schiefe Wände liebe ich über alles.

Die Macht der Gewohnheit.

Bin glücklich, Ihren Geschmack getroffen zu haben.

Wer wohnte vorher hier? - Ein Küchenmädchen.

Tod durch Lungenentzündung? - Sie hat vorher gekündigt.

Und Sie kennen den alten Schlüter tatsächlich?

Wie meine Westentasche.

Auf Ihr Wohl, Herr Doktor.

Prost.

Herr Kesselhut kennt den Schlüter persönlich. Was es so alles gibt!

Falls ich Ihnen aufgrund dieser Beziehung behilflich sein kann ...

Entschuldigen Sie meine Zudringlichkeit.

Ich bin nicht zimperlich, Herr Kesselhut.

Ich bin stellungslos und helfe der Mutter, ihre Rente aufzuessen.

Das ist hart. - Das ist scheußlich.

Ich kann Sie dem Geheimrat empfehlen. - Ja?

Er hält große Stücke auf mich.

Wenn ich meine Mutter frage, und sie schickt meine Arbeiten

per Eilboten los, sind die Sachen übermorgen hier.

Und ich gebe ... schicke sie dem alten Schlüter.

Depeschieren Sie!

Das ist ein Tag!

(sanfte Geigenmusik)

Lassen Sie mich mal mit dem kleinen Millionär allein, Baron.

Warum?

Damit ich ihn besser fressen kann.

Guten Appetit.

Woher kennen wir uns?

Ich glaube, wir kennen uns nicht.

Dann wird es Zeit, diesen unhaltbaren Zustand zu beenden. Casparius.

Thea Casparius.

Hagedorn. - Ich weiß, Herr Doktor.

Vorname Fritz.

Ich habe mich erkundigt. Sie waren mir auf Anhieb sympathisch.

Und das Leben ist bekanntlich sehr kurz.

Haben Sie auch Katzen im Zimmer?

Katzen?

Ich bitte um Entschuldigung, gnädige Frau, da kommt ein Bekannter.

Herr Schulze, ich habe eine tolle Sache erlebt.

Nicht wirklich!

Haben Sie mal was von Geheimrat Schlüter gehört?

Aktionär der Schlüter-Werke?

Der Name kommt mir irgendwie bekannt vor.

Irgendwie? Das ist gut.

Der alte Schlüter ist ein Begriff wie Siemens oder Beethoven.

Und nun stelle ich Sie einem Mann vor, der ihn kennt.

So? - Ja.

Herr Kesselhut. Das ist Schulze, er gewann den anderen Preis.

Angenehm.

Sehr erfreut.

Sie sind der Herr, der den Geheimrat Schlüter kennt?

Ja.

Ich sehe ihn fast täglich.

Ist das nicht fantastisch?

Allerdings.

Charlie, was wollen wir trinken? - Limonade!

(Sie lachen.)

Ja, du kriegst deine Limonade.

Und für uns bitte drei Cognac. Französischen. Nicht zu klein.

Zigarre gefällig, Herr Schulze?

Sehr liebenswürdig.

Bitte schön.

Danke.

Nach dem Abendessen einen Tisch bitte, für drei Personen.

Für vier!

Nein, mein Kleiner, du musst in die Klappe.

Ooooh! - Joooo.

(ruhige Musik)

♪ Hör gut zu,

♪ was dir meine Musik erzählt.

♪ Hör gut zu,

♪ denn sie sagt es nur dir.

♪ Jeder Geigenstrich

♪ singt "Ich liebe dich",

♪ allezeit, so wie heut.

♪ Komm zu mir,

♪ bring das Glück in mein Herz hinein.

♪ Habe mich lieb,

♪ und das Leben wird schöner sein.

♪ Glaube mir, ich weiß genau,

♪ was uns zum Glücklichsein fehlt.

♪ Darum hör gut zu,

♪ was mein Lied

♪ dir erzählt.

Sagen Sie mal, Kesselhut: Sie sind Großkaufmann oder Industrieller?

Oder Generalvertreter oder sonst was Besseres mit General?

Ich bin an der Firma Rhein-Ruhr-Transport beteiligt.

Daher kennen Sie den ollen Schlüter!

Überland-Transport oder Binnenschifffahrt?

Beides.

Auch Übersee?

Auch.

Große Pötte?

Oh ja, das kann man wohl sagen.

Wie groß?

Ja, also hier gehen sie nicht rein. - Aaaahhh.

Na, was sollen sie auch hier?

Arrangieren Sie bitte eine Damenwahl.

Ich möchte mit dem kleinen Millionär tanzen.

Meine sehr verehrten Herrschaften, der nächste Tanz: Damenwahl.

(sanfte Streichmusik)

Darf ich Sie um einen Tanz bitten?

Mit Vergnügen.

Mit den Übersee-Dampfern haben Sie mich blamiert, Herr Geheimrat.

Erstens heiße ich Schulze.

Und keiner von Ihnen verlangt, sich an Schifffahrt zu beteiligen.

Mir fiel in der Eile nichts Gescheiteres ein.

Sind Sie verrückt geworden? - Entschuldigen Sie, Herr Schulze.

Ja, schon gut.

Gestern hat hier jemand angerufen und erzählt, es käme ein Multimillionär.

Als armer Mann verkleidet.

Na, sieh mal einer an!

Mein Fräulein Tochter wollte mir den Spaß verderben.

Vermutlich. - Na warte!

Und nun hält man Doktor Hagedorn für den Millionär.

Ein netter Mensch. - Ein reizender Mensch.

Na, da soll er sich mal ein bisschen verwöhnen lassen.

Ihre Schuhe sind auch nicht geputzt.

Kümmern Sie sich lieber um die Schifffahrt.

Darf ich eine Flasche bringen lassen? - Fragen Sie nicht so blöd.

Nicht tanzen ist auch ganz hübsch.

Übrigens: Mein Söhnchen hat Sie gern.

Ja?

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sie ...

Sehen Sie, mein letzter Mann, mein vorläufig letzter Mann,

das war ein brutaler Mensch. Ohne höhere Interessen.

Wir Frauen nehmen leicht die Eigenschaften unserer Männer an.

Mein erster Mann war Kunsthistoriker. Damals war ich sehr gebildet.

Mein zweiter Mann war Rennfahrer.

In diesen zwei Monaten habe ich mich nur für Autos interessiert.

Ich glaube, wenn ich mich in einen Turner verliebte,

ich könnte in drei Tagen die Riesenwelle.

Der Tanz ist vorbei.

Seien Sie mir nicht böse, ich muss zu meinem Tisch.

Sind Sie mit Ihrem Zimmer zufrieden? - Danke, ja.

Kann ich sonst etwas für Sie tun? - Danke, nein.

Guten Abend.

Oh, der Herr Doktor! Wie ist das werte Befinden?

Das werte Befinden ist vortrefflich. - Das hört man gerne, Herr Doktor.

Na, wie war's?

Eine interessante Frau.

Sie hat so etwas unerhört Plötzliches am Leibe.

Wo?

Am Leibe. - Na, na, na, na.

Also dieser Schulze liegt mir im Magen wie ein Hühnerauge.

Wie der sich angebiedert hat! - Ein Mensch ohne Stolz.

Die Sorte ist unverwundbar.

Unser Gönner, Herr Kesselhut, ver- sucht, mich dem Schlüter einzureden.

Mache ich, Herr Doktor.

Da es Ihnen, verzeihen Sie, wohl auch nicht zum Besten geht ...

Erraten, junger Freund.

Könnten Sie nicht beim Schlüter für ihn ein gutes Wort einlegen?

Bei Geheimrat Schlüter?

Für den Schulze?

(Er lacht.)

Was hat er denn?

Was ist denn daran so komisch?

Haben Sie das öfter?

(lachend:) Nein, nur ganz selten.

Sie müssten aber was dagegen tun.

Verkalkung kann's doch wohl nicht sein.

Ich muss bitten, Herr Gehei ... - Heeeei!

Ärgern Sie ihn nicht.

Ohne ihn kommen wir nicht an den ollen Schlüter ran.

Ich spreche mit ihm.

Ihr Wort! (Er lacht laut.)

Herr Geheimrat, werden wir zu ihm sagen ... Ist er sehr ekelhaft?

Mir gefällt er.

Aber es ist natürlich Geschmackssache.

Wir werden ja auch sehen.

Trinken wir auf ihn.

Der olle Schlüter soll leben.

(lachend:) Ja, das soll er.

Na, meinetwegen.

(Sie lachen schallend.)

Entschuldigen Sie mich einen Augenblick, bitte.

Hoffentlich denkt er nicht, dass wir ihn nett finden, weil er Geld hat.

Woran sollen reiche Leute merken, ob man sie oder ihr Geld meint?

Endlich mal eine Sorge, die wir zwei uns nicht zu machen brauchen.

Das ist ein Grund zum Trinken.

Ich könnte mich übrigens revanchieren.

In meinem Zimmer steht eine Flasche Cognac.

Oh! - Mit drei Sternen.

Dreimal oh!

Die Direktion erlaubt sich, sagte der Direktor.

Die erlaubt sich allerlei. Kommen Sie.

Eben haben wir den ollen Schlüter, äh, den Geheimrat hochgehen lassen!

Ja, das ist dieser Doktor Hagedorn. Der wird für den Millionär gehalten.

Das ist ja das Entsetzliche.

Selbstverständlich, gnädiges Fräulein. Morgen Abend, selbe Zeit.

Na, Herr Kesselhut?

Wir wollen auf meinem Zimmer einen Cognac trinken. Kommen Sie mit?

Das ist eine gute Idee. Au! Aber ...

Ich werde doch lieber schlafen gehen.

Und trinken darf ich nicht mehr.

Handelt es sich um ein Gelübde? - Nein.

Die erste Skistunde meines Lebens. - Er tut, als würde er hingerichtet.

Dann wüsste ich wenigstens, woran ich wäre.

Herr Kesselhut, noch einmal herzlichen Dank. Gute Nacht.

Das Gespräch setzen Sie auf die Zimmerrechnung. Und morgen Abend

melden Sie dieselbe Nummer um die gleiche Zeit an. Gute Nacht.

Der Skilehrer kommt um neun. Schlafen Sie gut!

Guten Abend, Herr Doktor. - Guten Abend.

Willkommen in Villa Hagedorn.

Haben Sie auch Katzen im Zimmer?

Katzen? Nein. Aber dafür schiefe Wände und keinen Ofen.

Keinen Ofen?

Wer meine Bruchbude als Dachkammer bezeichnet, wäre ein Aufschneider.

Der Masseur kommt morgen um acht Uhr. Der heiße Ziegelstein liegt im Bett.

Der heiße Ziegelstein? Was soll das Ding in meinem Bett?

Ihnen die Füßchen wärmen.

Also da stimmt doch etwas nicht!

Aber was stimmt nicht, Herr Schulze?

Man muss Sie für einen verkleideten Nabob halten.

Oder für den Thronfolger von Albanien.

Ich bin aber kein Nabob.

Ich bin kein Thronfolger, ich bin ein ganz armes Luder.

Wo wollen Sie hin? - Zu diesem Esel von Direktor.

Ich will eine Dachkammer. - Seien Sie vernünftig.

Ich will nicht massiert werden, ich will keinen Cognac.

Aber ich, mein Junge.

Solange man Sie für den Kronprinzen von China oder einen Millionär hält,

solange haben wir Cognac, einen Salon und ein Badezimmer.

Außerdem: Massage ist gesund.

Den heißen Ziegelstein nehme ich jeden Abend mit in meinen Eiskeller.

Wenn Sie ihn mir leihen wollen. - Mit Wonne.

Oh! Sie haben schon lieben Besuch.

Diese Dame hält Sie auch für einen Millionär.

Und ich dachte schon, sie meinte mich.

Irren ist menschlich.

Ich hab's. - Was?

Wir gehen zum Direktor und sagen, man hätte uns zwei verwechselt.

Der Kronprinz von Albanien seien Sie.

Dann wohnen Sie hier und werden massiert.

Na, na, na, na! Für einen Thronfolger bin ich reichlich alt.

Und den Millionär, den glaubt mir doch kein Mensch.

Da haben Sie recht.

(atmosphärische Musik)

Es schneit.

Es klingt vielleicht albern,

aber ich habe mich wirklich sehr gefreut, Sie kennenzulernen.

Ganz meinerseits. Auch ich habe mich sehr gefreut.

Gute Nacht. - Gute Nacht, Herr Schulze.

(Miauen)

Schlaf schön!

Der heiße Ziegelstein.

Also, bis morgen. - Bis morgen. Gute Nacht!

(idyllische Musik)

(kecke Musik)

(Die Musik wird lauter.)

(klimpernde Musik)

Ah! Stopp!

(ruhige Streichmusik)

(Telefonläuten)

Ja?

Ist gut.

(lebhafte Musik)

(von drinnen:) Herein!

Morning, Sir.

I bin der Graswander Toni.

Da kann man nix machen.

Ich komme wegen dem Skiunterricht.

Haben Sie schon gefrühstückt?

Ich schon. Aber für Sie ist das nix!

Anfänger sollen gefälligst nach dem Sport frühstücken - gesünder!

Man stürzt besser und steht leichter auf.

Gehen S' zu, Sie sollen was tun für Ihr Geld!

Quickly, quickly! Auf geht's!

Ein paar fesche Brettln hab ich unten für Sie.

(heitere Musik)

(quäkende Musik)

(heitere Musik)

(quäkende Musik)

Please, Sir, gemma!

(beschwingte Musik)

Dieses Panorama vergleicht man im Baedeker

mit einem Blick ins weiße Paradies.

Es ist ganz gut, dass die Natur nicht lesen kann.

Sonst würde sie womöglich eitel werden.

So!

(schwungvolle Musik)

Na ja ...

Sie sind also noch nie auf Brettern gestanden?

Noch nie. Es ergab sich nicht.

Was?

Es bot sich keine Gelegenheit.

Na, gemma an die Arbeit! - Bitte sehr.

Zuerst kommt die Theorie. Die Hauptsache sind weiche Knie.

Die hab ich. - Ganz locker, verstehst?

Ja, was ist denn?

Nachmachen, bitte schön! Ich kann's nämlich schon!

Ohne Ski? - Ja freilich, Herr Baron!

Soll ich dir eine Einladung schicken? Please!

(Kirchenglocken)

Ah!

Schön? - Schön.

(Aufschrei)

(spannungsvolle Musik)

Hilfe! - Slowly, du Depp! Slowly!

Hilfe! Bahn frei!

Oh!

Hilfe! Hilfe!

(spannungsvolle Musik)

Oh, Hilfe!

(Der Hund bellt.)

(schnelle Musik)

Bahn frei! Bahn frei!

Na, na! - Was ist denn?

So ein Rindviech, ein damisches!

Guten Morgen, meine Herren.

(Sie lachen schallend.)

(langsame Musik)

B ... Bahn frei! Bahn frei, please!

Mmmh ...

Ist es gestattet? - Bitte sehr.

Geh schön spielen, mein Schatz!

Frau Casparius hat sich beschwert. Schulze geht ihr auf die Nerven.

Mir auch! - Er ist im Weg!

Was machen wir da? - Ich hab da gewisse Ideen.

Na dann viel Glück! Zum Tee bin ich wieder zurück!

Ernst! Pscht!

Bitte zum Portier kommen! - Ich?

Ja.

So? Na, dann wollen wir mal sehen.

Kommst du mit, Olaf?

(langsame Streichmusik)

Wollen wir eine Schlittenpartie machen? Nach St. Veit?

Mit Glöckchen.

In warme Decken eingemummelt. Das kann sehr schön sein!

Wunderschön.

Aber so ein Pferdeschlitten ist teuer.

Sie sollen ihn doch nicht kaufen.

(Ächzen)

Wo ist denn Herr Sch ... Schulze?

Eben war er noch da!

(schnelle Drehorgel-Musik)

Hier wohnt man doch nicht!

Er findet's komisch.

Hier ist er auch nicht!

Nein, das kann nicht wahr sein!

Und so was lässt er sich gefallen!

Er hat mir verboten, mich für ihn zu beschweren.

Ich wollte mit ihm tauschen, aber er ist ein Dickkopf.

Das ist er!

Bitte, lieber Doktor, sehen Sie zu, dass Sie ihn finden!

Ich hab noch etwas zu erledigen.

Ist gut.

Herr Schulze, was soll das bedeuten?

Der Portier hat mich als technische Nothilfe eingesetzt.

Dürfte Schikane sein! - I wo!

Er ist um meine Gesundheit besorgt!

Ich werd ihn ohrfeigen!

Mein lieber Freund, ich bitte Sie, sich nicht einzumischen.

Wenn Sie jetzt keinen Krach machen, scheuern Sie übermorgen die Treppe!

Geben S' her, ich mach den Rest! - Sepp, war ich sehr im Weg?

Studiert haben S' den Beruf ned!

(klimpernde Musik)

Sie wünschen?

Au!

Sie sind wohl nicht bei Trost!

Doch, Herr Geheimrat. Ich schon.

Das Wasser taut schon.

Also, hinaus mit Ihnen!

Die Zigarren sollen vorzüglich sein.

Sie hätten Weihnachtsmann werden sollen.

Ich bin mit meiner jetzigen Stellung sehr zufrieden!

Ja ja ja, ps-s-s!

Raus!

(ruhige Musik)

(Er pfeift leise.)

Wir könnten die Koffer packen und nach Innsbruck fahren.

Was wollen wir denn in Innsbruck? - Das verrate ich nicht!

(Er räuspert sich.)

(leise Musik)

Sind Sie jung?

Ja.

Bin ich hübsch?

Ja.

Ist das Leben lang?

Nein.

Es ist kurz?

(Klopfen)

Herein!

Doktor, sind Sie allein?

Gleich.

Vorsicht, Vorsicht!

Wenn Frauen sich etwas in den Kopf gesetzt haben,

führen sie's meistens durch.

(lachend:) Sie Ärmster!

Sie sehen schon ziemlich durchgeführt aus.

Ich brauche auch einen.

Danke schön.

Sagen Sie, Herr Schulze ...

Könnten Sie nicht ein bisschen auf mich aufpassen?

Wie eine Mutter! Prost! - Prost!

In einer armseligen kleinen Dachstube!

Sechs Treppen hoch, ohne Lift! Ungeheizt!

Nein, eine Heizsonde hat er jetzt.

Heute war er auf der Eisbahn.

Nein, nicht Schlittschuh laufen! Schnee fegen!

Na, dieser Portier hier, und der Direktor!

Ich bin schon ganz krank vor Angst um seine Gesundheit!

Wenn mein Vater diese Schikanen aushält - ich halte sie nicht aus!

Und ich?

Gut, morgen Abend um dieselbe Zeit.

Und grüßen Sie den alten Dickkopf von mir!

Ach nein, das geht ja nicht! Also ...

Grüßen Sie ihn nicht. Gute Nacht!

Fräulein Hilde, das lassen wir uns nicht länger gefallen!

Schuhreparatur Madame Rossignol?

Drei Schachteln Menthol-Dragees ...

Na, Olaf?

Eine schmale Hundeleine, dunkelgrün, Lackleder?

Die von Mr Robson gekaufte Uhr abholen.

Das Kind der Botenfrau hat die Masern.

Gute Besserung! - Hier ist Geld.

Hier ist der Rucksack.

Guten Morgen, Herr Schulze.

Morgen, Herr Kesselhut!

Guten Morgen! Herrliches Skiwetter heute!

Ist Ihnen unser später Umtrunk gut bekommen?

Und Ihnen? - Glänzend.

In Schifffahrtskreisen verträgt man einen Stiefel.

Fahren Sie wohl!

Please, Sir, gemma! - Ja ...

Einkaufsliste, Geld, Rucksack haben Sie. Am Abend rechnen wir ab.

Schon?

Darf ich wissen, was Sie am Nachmittag mit mir vorhaben?

Ich möchte für mein Leben gern einmal Schornstein fegen.

Veranlassen Sie, dass der Schorn- steinfeger Zahnschmerzen kriegt!

Komm, wir gehen!

(beschwingte Musik)

(Türglocke)

(beschwingte Musik)

(Türglocke)

(fröhliche Musik)

Oooh!

(Uhrenschlag, Kuckucksruf)

(Gelächter)

Ich fordere die Anwesenden auf, sich zu erheben

und mir unauffällig in die Natur zu folgen.

(singt:) Hinaus vors Tor der Grand Hotels!

(singt:) Hinaus vors Tor der Grand Hotels!

Saalpost?

"In meinem Zimmer sind keine Katzen außer mir. Thea."

Die geht aber ran!

Keine Angst, mein Junge, eher gehe ich selber!

Zunächst aber an den Busen der Natur!

(Gelächter)

(Sie lachen und johlen.)

(ausgelassenes Gelächter)

(Er brummelt.)

He! Ho!

(Gelächter, Jubel)

(heitere Streichmusik)

(schallendes Gelächter)

Der Gute hat einen Eierkopf!

Wir nennen ihn ganz einfach ... Kasimir!

Wer Kasimir heißt, kann sich einen Eierkopf leisten!

Da hat er recht! - Da hat er recht!

He, Moment!

Ein hübscher Mensch!

Kunststück! Er hat ja auch drei Väter!

Aber er ist noch nicht getauft!

Stimmt, er ist noch nicht getauft! Wo ist der Sekt?

Uns so taufen wir dich ...

Moment, so geht das nicht! Ich hole erst was zu trinken!

Da hat er recht.

(Kirchenglocke)

Ich möchte, wenn's Ihnen recht ist, mein Junge,

den Vorschlag machen, dass wir Du zueinander sagen.

Ja. Ich hätte mich nie getraut, Sie um Ihre Freundschaft zu bitten.

Menschenskind, ich danke dir!

Oh! Hallo, oh!

(Er lacht.)

Ich heiße Eduard.

Ich heiße Fritz!

Fritz. - Eduard.

Eduard, hau - ruck!

(Er lacht lallend.)

Sehr verehrter Herr Schneemann ... - Komma!

Der Mensch und so auch Sie muss heißen ...

Punkt!

Er muss einen Namen haben! - Es darf sogar ein falscher sein!

So haben wir, drei leicht besoffene Männer im Schnee, die Ehre,

Ihnen mitzuteilen, dass Sie von nun an,

bis Sie an der Schmelzsucht dahinschwinden werden,

Kasimir heißen!

Jawohl! - Er soll leben!

Und so fasse ich zum Schluss Ihre namhafte Existenz

und unseren ehrlich erworbenen Schwips in dem Zuruf zusammen:

Gute Nacht, Kasimir! - (alle:) Gute Nacht, Kasimir!

Gute Nacht, meine Herren! Aber gleich, wenn ich bitten darf!

(schelmische Musik)

Guten Morgen, Herr Kesselhut! - Guten Morgen.

Please, Sir, gemma!

Zehn Plakate kleben Sie im Ort. - Ja, schon recht!

Der Sepp muss mir beim Dekorieren helfen!

Zerreißen kann ich mich nicht!

Ich habe einen Ersatzmann.

Frau Casparius hat sich wieder über ihn beschwert!

Meine Mutter hat Arbeiten geschickt, die Kesselhut Schlüter zeigen will.

Kommen Sie mit zur Post? - Das kostet einen Cognac!

Was? - Du!

Kommst du mit zur Post? - Natürlich.

Außer der Portier hat sich wieder etwas für mich ausgedacht.

Die drei stehen rum wie die Senatoren kurz vor Cäsars Ermordung!

(alle:) Guten Morgen, Herr Doktor! - Morgen, meine Herren!

Herr Schulze!

Worum handelt es sich? Darf ich endlich den Schornstein fegen?

Aber ... - Du gehst zur Post, mein Junge!

Sie duzen Herrn Doktor Hagedorn? - "Mein Junge"!

Ich bitte nachträglich um Ihr Einverständnis.

Heute Abend ist im Hotel ein großer Kostümball.

Ich weiß, ich komme als Bayadere.

Immer zu einem Scherz aufgelegt. - Das wird sich schon legen!

Kommen Sie, Schulze!

Oh ... - Sitzen Sie gut?

Verzeihung!

(Er räuspert sich.)

Ha! Ich hab noch etwas vergessen!

Was denn, Tante?

Das hab ich auch vergessen.

Tante Julchen reist sehr selten.

(singt:) Di-di-di-di-di-di-diiiih ...

Di-di-di-deh ... Ah!

So was Ungeschicktes!

Na! Lassen Sie doch den Quatsch!

Sie sollen den Quatsch lassen!

Das ist ja unglaublich! Tsh!

Eduard! Was soll denn das nun wieder?

Der Arzt hat mir Höhenluft verordnet.

Charly, zwei Cognac! Setzen Sie's dem Portier auf die Rechnung!

Ja! - (singt:) Di-di-da-da-de-dah ...

Was hast du denn?

Ich bin verloren.

Verliebt?

Bleib mir mit deinen albernen Weibern vom Hals!

Sie ist nicht albern! Du kennst sie nicht!

Ich vertrete Mutterstelle an dir, mein Junge!

Eine Tante Julchen ist dabei. - Oh, Tante Julchen!

Darf ich die Zimmer zeigen?

Sehr fesch!

Na, wo haben Sie das gelernt, mein Lieber?

Soeben, mein Lieber!

Der Rest hat Zeit, die Halle ist wichtiger!

Ich muss Ihnen etwas beichten! - Schon?

Man hält mich hier für einen Millionär oder etwas Ähnliches.

Dabei bin ich ein armer Teufel.

Das ist aber lustig! - Es ist peinlich!

Ich wollte die Sache aufklären, aber Eduard war dagegen.

Eduard? - Er dekoriert gerade.

Eduard!

Eduard, komm doch bitte mal herunter!

Mach ich!

Ich möchte dich einer jungen Dame vorstellen.

Das kann nie schaden.

Das ist Eduard. Mit Familiennamen Schulze.

Sehr angenehm ... Herr Schulze!

Ich heiße wie Ihr Freund!

Sie heißen auch Eduard?

Ich hab nur den gleichen Familiennamen wie er.

Fritz, hol die Hoffmannstropfen aus meinem Zimmer!

Ist dir nicht gut? - Nein.

Ich bin gleich wieder da!

Sie haben Magenschmerzen? - Halt den Schnabel!

Was willst du hier?

Ich wollte nachsehen, wie's dir geht, Vater!

Dein Benehmen ist beispiellos!

Erst informierst du das Hotel, jetzt kommst du selber!

Und seit wann hast du eine Tante Julchen?

Seit heute Früh.

Willst du sie kennenlernen? Da kommt sie!

Darf ich die Herrschaften bekannt machen?

Herr Schulze - Tante Julchen.

Bei euch piept's wohl!

Gott sei Dank, er lebt noch!

Schlecht sehen Sie aus, Herr Geheim ...

Ha-hrrrmm!

Ist ja auch kein Wunder - in einer Dachkammer schlafen!

Die Eisenbahn kehren, nein, die Eisbahn!

Schhh! - Den Laufburschen machen!

Aber ich hab's ja kommen sehen!

Wir hatten keine ruhige Minute zu Hause, verstehst du das nicht?

Die Kunkel und Johann und ich.

Wir haben dich doch lieb!

Ich bin kein kleines Kind mehr! - Das sagen Sie!

Vorsicht, der Junge kommt!

Mund auf! - Was?

Mund auf! - Meine Magenschmerzen sind weg.

Das sagen Sie immer! (Hilde räuspert sich.)

Das sagen sie immer, die Männer!

Na, nun komm schon!

So.

Please, Sir, gemma!

Äh, tomorrow ... Also morgen um dieselbe Zeit!

Yes.

Herr Doktor Hagedorn erwartet Sie.

Thank you ... Danke.

Hingehaut hat's ihn wie einen Ochsen am Schlachthof!

Herr Kesselhut!

Darf ich Ihnen Herrn Kesselhut vorstellen?

Er ist Besitzer einer Schifffahrtslinie.

(prustet:) Einer was?

Einer Schifffahrtslinie! - Sogar einer sehr großen!

Ich muss mich umziehen.

Sonst bekomme ich den Schnupfen.

Übrigens, das sind die Arbeiten, die Sie Schlüter zeigen wollen.

Okay, Doktor.

Beeilen Sie sich, Schulze, der Ball findet heute statt!

Darf ich die Anwesenden bitten, heute Abend meine Gäste zu sein?

Genehmigt.

(schwungvolle Musik)

Wo sie nur bleiben?

Ich weiß, du hast Sehnsucht nach der Tante.

Danke sehr.

Herr Kesselhut!

Ich will Sie nicht kränken,

aber Sie sehen wie der geborene Diener aus!

Ich fühle mich nicht gekränkt.

Stehen Sie nicht so rum, Herr Schifffahrtslinienbesitzer!

Ich habe gestern Abend auf Sie gewartet.

Er hatte ein Rendezvous mit einem Schneemann.

Ich halte mein Angebot aufrecht. Eine Frau, ein Wort!

Ein lebensgefährliches Frauenzimmer! Ich kenne die Sorte!

Du? - Na, erlaub mal!

Du, da sind sie!

Guten Abend! Gestatten Sie?

(Sie schreit.)

Darf man fragen, was Sie darstellen?

Das sehen Sie doch: den Frühling!

(Tusch)

(fröhliche Blasmusik)

(ruhige Zithermusik, Gespräche)

(Gelächter)

Können Sie kochen? - Aber natürlich!

Was zum Beispiel?

Also zum Beispiel ... Spiegeleier!

Ach! - Ja.

Spiegeleier mit Schinken, Spiegeleier mit Spinat.

Spiegeleier mit Kartoffelsalat.

Spiegeleier mit gar nichts!

Nun?

So ein Glück! - Was?

So ein Glück, dass ich gern Eier esse!

(schnelle Walzermusik)

Unterm Tisch ist er auch nicht.

Wo steckt Fräulein Hilde? - Wo ist Dr. Hagedorn?

Ich weiß nicht. - Dann wissen wir es beide nicht.

(ruhige Streichmusik)

Guten Morgen!

Mir liegt daran, dass Schulze umgehend verschwindet.

Die Gründe tun nichts zur Sache. - Was soll ich noch tun?

Gast bleibt Gast! - Seit wann?

Ein Einschreiben für Dr. Hagedorn. - Zimmer 7!

Hier sind 500 Mark, geben Sie ihm davon 300.

Das ist für ihn ein Vermögen. - Verstehe.

Wenn er heute nicht verschwindet, reise ich ab!

(Kichern)

(Klopfen) Herein!

Guten Morgen. - Guten Morgen!

Ein eingeschriebener Eilbrief für Dr. Fritz Hagedorn.

Nanu? - Bitte unterschreiben.

Wer schickt mir denn eingeschriebene Eilbriefe?

Danke schön. - Wiedersehen.

Wiedersehen!

Schlüter-Werke?

Ein Scheck, Herr Doktor!

Das ist nicht wahr!

Das ist wahr!

Es ist wahr!

(Telefonklingeln)

Hallo?

Jawohl, die Frau Hagedorn ist sprechbereit!

Sie sollen sich nicht aufregen!

Das hat Ihnen doch Ihr Sohn ausrichten lassen.

Natürlich reg ich mich auf! Ist er schon drin?

Noch nicht. Ja? Herr Doktor?

Ja, hier ist die Frau Möbius!

Aber nein, da ist nichts zu danken!

Hoffentlich sind Sie gesund!

Er ist gesund! - Ja?

Na freilich ist sie da, sie steht ja neben mir!

Hallo, Fritz!

Du bist doch ganz bestimmt gesund?

Was? (schreit:) Was soll ich?

Ach, ruhig zuhören ...

Was?

800 Mark im Monat?

Mach keine Witze.

Ab nächsten Ersten bei den Schlüter-Werken?

Das sind doch die, wo du ...

Eben!

800 Mark.

Mein lieber Junge.

Wie ich mich freue!

Was?

Was willst du noch?

Verloben?

Ach, weshalb denn gleich verloben?

Nein, das weiß ich besser.

Ich war schon verlobt vor deiner Geburt.

Wieso willst du das stark hoffen?

Ach so, ja.

Nun.

Ich werde das Fräulein unter die Lupe nehmen.

Jetzt aber Schluss! Es wird sonst zu teuer.

Ja. Reicht die Wäsche?

Scheint die Sonne?

Ja. Ja, ja.

Ja, mache ich.

Und grüße mir das Mädchen schön!

Und sei brav!

Wiedersehen!

Auf Wiedersehen, mein Kind.

Ach.

800 Mark.

Und eine Braut! - Ja.

Ja.

Ein viertel Pfund Lachsschinken soll ich mir kaufen.

Und eine Büchse Ölsardinen.

Der Tag muss gefeiert werden!

Gern, Frau Hagedorn.

Sofort.

(Klopfen)

Ja, wer ist da? - Ich bin's, Hilde.

Draußen bleiben. Ich bin noch nicht angezogen.

Das stört mich gar nicht!

Ich werde mich bei meinem zukünftigen Bräutigam über Sie beschweren!

Du, Hilde? - Ja?

Lies das mal.

Ich laufe in die Stadt und kaufe dir was Schönes.

Eine Königskrone.

Oder ein Reitpferd. Oder eine Einbahnstraße!

Das muss ja ein toller Brief sein.

"Herr Doktor, im Auftrag der ..."

(Sie lacht und jubelt.)

(Stöhnen)

Ah, mir brummt der Schädel.

Und Sie hopsen herum. - Gestern sind Sie gehopst.

Erinnern Sie mich bloß nicht daran.

Wenn ich nur wüsste, wie ich in mein Zimmer gekommen bin.

Johann hat Sie zu Bett gebracht.

Das hat mir noch gefehlt.

Das hat Johann auch gesagt. - Oh.

Da! Lesen Sie mal.

Der Vater hat Dr. Hagedorn engagiert.

Wozu brauchen denn die Schlüter-Werke einen Arzt?

Fritz ist doch kein Arzt.

Dr. Hagedorn stand in der Zeitung. - Eben.

Er ist kein Arzt, sondern ein Doktor.

Außerdem: Zu so einem jungen Arzt hätte ich kein Vertrauen.

Bitte.

Danke vielmals. - Ich habe zu danken.

Eduard!

Die Schlüter-Werke haben mich engagiert!

Das ist eine Überraschung! - Hast du keinen Brief?

Nicht dass ich wüsste. - Dann kriegst du ihn noch.

Sie schreiben, dass wir künftig zusammenarbeiten.

Freust du dich? - Und ob.

Das verdanken wir Herrn Kesselhut. - Haben wir.

Sie schreiben, ich möge mich gut erholen.

Und ein Vorschussscheck war dabei. - Die gehen aber ran.

Jetzt besorge ich Geschenke: Für Tante Julchen Pralinen ...

Schenk ihr lieber einen Tanzkursus! (Lachen)

Was schenkst du denn der kleinen Schulze?

Am liebsten einen Verlobungsring. Aber sie will erst den Vater fragen.

Das tut man heute noch?

Wenn er ja sagt: schön. Wenn nein, machen wir doch, was wir wollen.

Noch eins, Eduard.

Ich habe nun Geld und ... du nicht.

Komm, steck das ein.

Nimm schon! Es ist vom ollen Schlüter, der hat ja genug davon.

Schulze, Sie sollen gleich zum Herrn Direktor ins Büro kommen.

Schönen Gruß. Wenn er was von mir will, soll er kommen. Ich lese.

Wie lang kann das dauern?

Ich bin erst beim Leitartikel.

Machen Sie keine Geschichten. - Nehmen Sie die Hand weg!

Ich bin zuweilen jähzornig. Zum Beispiel jetzt!

Schulze wird bockig.

Ihrer Aufmerksamkeit entgeht nichts.

Ihr Wunsch deckt sich mit dem des Hotels.

Herr Schulze!

Das Hotel, dessen Direktor ich bin, legt Ihnen nahe zu gehen.

Einige Stammgäste haben Anstoß genommen.

Ein Gast hat eine beträchtliche Summe ausgeworfen.

200 Mark.

Reden Sie ruhig weiter. - Wie Sie wünschen.

Diese 200 Mark erhalten Sie, sobald Sie das Feld räumen.

Warum wirft man mich hinaus? - Wir ersuchen Sie.

Wir bitten Sie, wenn Sie so wollen.

Armut ist also doch eine Schande. - Sie verstehen das falsch.

Wenn ein Millionär mit drei Schrankkoffern ins Armenhaus zöge,

dort im Frack rumliefe, dann wäre Reichtum eine Schande.

Alles zu seiner Zeit, am rechten Ort.

Sie sind nicht am rechten Ort.

Machen Sie sich fort, sonst knallt's!

Please, Sir, gemma.

Also gut, ich reise.

Herr Kesselhut, würden Sie ein Mietauto bestellen? Ich fahre.

Ich komme natürlich mit.

Portier, meine Rechnung!

Aber plötzlich!

Aber warum wollen Sie uns denn verlassen?

Sie sind ja wirklich das Dümmste!

Hoffentlich gibt sich das mit der Zeit.

Sie machen die Rechnung, aber ein bisschen plötzlich! Ich packe.

Ich auch!

Wo sind die 200 Mark? - Sofort.

Charlie!

Der eine ist für Sie.

Der andere für Sepp. - Danke schön!

Entfernen Sie sich.

Morgen kaufe ich das Hotel, übermorgen fliegen sie raus.

Aber was wird mit Fritz?

Sollen wir ihm in dieser Situation erklären, wer wir sind?

Das erledigen wir zu Hause.

(melancholische Musik)

Du schreibst mir auch ganz bestimmt?

Ich hab's dir doch versprochen.

(fröhliche Musik)

Hier ist ein Brief für Dr. Hagedorn.

Bitte, darf ich? - Finger weg!

Ehe ich es vergesse, wir haben vor ein paar Tagen telefoniert.

Ich bereitete Sie auf einen verkleideten Millionär vor.

Leider haben Sie sich in der Person geirrt. Guten Tag.

Ich werde Ihr Etablissement weiterempfehlen.

(kecke Musik)

Schulze.

Grauenhaft.

Diesen Mann habe ich die Eisbahn kehren lassen.

Und den Hagedorn haben wir auf Händen getragen.

Sie sind mir ein schöner Menschenkenner!

Ich bin Portier, kein Gedankenleser.

Niemand darf etwas davon erfahren, oder wir sind erledigt.

(traurige Musik)

Noch viel trauriger als die zwei war Fritz.

In Hildes Abschiedsbrief stand:

"Wenn du diese Zeilen liest, ist dein Fräulein Braut durchgegangen."

"Sie wird es bestimmt nicht wieder tun."

"Sobald du sie gefunden hast, darfst du sie an den Ohren ziehen,

bis sie rechtwinklig abstehen. Vielleicht ist es kleidsam."

(Kichern)

"Komm bitte bald."

Aber wohin?

Das gehört sich nicht. Man hinterlässt die Adresse.

Noch dazu, wenn man Schulze heißt. Wie viele Schulzes gibt es hier?

197. - Danke, sprach Franke.

Das gilt für diesen Eduard, und für die Zukünftige erst recht.

Mutti, du kennst die beiden nicht.

Noch nicht verlobt und schon Witwer. Das ist hart.

(Klingel)

Und was wirst du jetzt tun? - Die beiden suchen.

Sie wünschen?

Eine Empfehlung von Herrn Geheimrat Schlüter.

Er bittet Frau Hagedorn und Herrn Dr. Hagedorn,

heute Abend seine Gäste zu sein.

Es handelt sich um ein einfaches Abendbrot. Also im Straßenanzug.

Um acht Uhr, Königsallee 14.

Warum lädt er uns ein?

Zum Kennenlernen des neuen Mitarbeiters.

Wir kommen gerne! - Wann darf ich Sie abholen?

Danke, wir nehmen die Straßenbahn. - Bitte, wie Sie wünschen.

Danke, sprach Franke.

Sehr aufmerksam von dem Mann. Eigentlich hat er es gar nicht nötig.

Das verstehe, wer will. Ich nicht.

Wenn er mit allen Angestellten Abendbrot isst, hat er zu tun.

Ich ziehe mein Schwarzseidenes an. - Natürlich, Frau Hagedorn.

(gemächliche Musik)

Guten Abend!

Darf ich bitten?

(schnelle Blasmusik)

Eduard!

Gott sei Dank, dass du wieder da bist.

Dich hat Schlüter auch eingeladen? Großartig!

Schönen Anzug hast du an. Schon auf Vorschuss, wie?

(Lachen) Ach.

Unser greiser Wirtschaftsführer hat auch Katzen?

Hör mal zu. - Weißt du Hildes Adresse?

Wir werden sie schon finden.

Lass den fremden Cognac stehen!

Hör mal gut zu, mein Junge.

Ich muss dir ein Geständnis machen. - Ja?

Ich habe dich nämlich ...

Setz dich woanders hin, es macht mich nervös!

Mit dem Stuhl hängt es zusammen.

Es ist serviert, Herr Geheimrat.

Was denn?

Du bist ...

.. der olle Schlüter.

Prost. - Herr Geheimrat.

Unter diesen Umständen ... - Nun hör mal gut zu.

So war das also.

So war es.

Da wird er sich reichlich wundern. - Er ist ja gesund und kräftig.

Ja. - Wären wir nicht nachgereist,

hätte Ihr Sohn Fräulein Hilde nie kennengelernt.

Und wenn er sie als Arme nett fand, kann er sie auch als Reiche mögen.

Vor Geld muss man sich nicht ekeln. - Nein.

Es gibt zwei goldene Lebensregeln.

Zwei mal zwei ist vier. Und: Auf Frauen muss man warten.

Auf wie viele warten wir? Auf meine Mutter ...

Die Kunkel, das ist die Hausdame, und meine Tochter.

Was denn? Sie haben eine Tochter? - Du.

Entschuldigung. Du hast eine Tochter?

Was ist daran merkwürdig? - Nichts, ich meine nur ...

Wie alt ist sie denn?

In den besten Jahren. Sie verlobt sich demnächst.

Das scheint Mode zu werden. Wie wäre eine Doppelhochzeit?

Hilde und ich, und deine Tochter und ihr Bräutigam.

Das wird schwierig.

Guten Abend. - Guten Abend.

Herr Kesselhut! - In der Tat, Herr Doktor.

Ich höre normalerweise auf Johann.

Ich traute mich nicht allein.

Deshalb musste er den Schifffahrtslinienbesitzer spielen.

Sie haben Ihre Rolle glänzend gespielt.

Es war nicht ganz leicht.

In meiner Dienerjacke fühle ich mich wohler.

Stört es Sie, wenn ich Ihnen die Hand schüttle?

Im vorliegenden Falle darf ich, glaube ich, eine Ausnahme machen.

(Schlüter lacht.)

Danke schön.

Hat Tiedemann angerufen? - Nein, Herr Geheimrat.

Die Schlüter-Werke wollen das Grand Hotel kaufen.

Wozu um alles in der Welt?

Damit wir den Portier und den Direktor hinauswerfen können.

Eduard, das geht doch nicht.

Die beiden waren ekelhaft.

Aber der Einfall, im Luxushotel als eingebildeter Armer aufzutreten,

war geradezu schwachsinnig.

Hat unser junger Freund recht?

Ich fürchte, ja.

Der Ausdruck schwachsinnig erscheint mir allerdings etwas hochgegriffen.

Entschuldige.

Hilde!

(romantische Musik)

Endlich! - Bist du mir sehr böse?

Machen Sie sie nicht kaputt. Es nimmt sie Ihnen keiner weg.

Tante Julchen.

Wie kommt ihr denn hierher?

Erinnerst du dich an meine Antwort, als du nach meinem Namen fragtest?

Natürlich. Schulze. - Nein.

Ich sagte, ich hieße wie dein Freund Eduard.

Ja. Und der hieß doch Schulze. - Und?

Und? Wie heißt er jetzt?

Was denn?

Du bist die Tochter? - Ich? Nein, ich bin der Vater.

Und Tante Julchen ist gar nicht deine Tante?

Ich bin die Hausdame.

Mir genügt's. - Mir auch.

Guten Abend, Frau Hagedorn.

Und ich habe alles geglaubt.

Ein guter Detektiv wärst du nicht.

Vielleicht wird er ein brauchbarer Generaldirektor.

Du wirst sehr ranmüssen, mein Junge.

Wenn du ihn statt mit mir mit den Schlüter-Werken verheiratest,

gehe ich ins Kloster.

Ich brauche einen Nachfolger. - Enkel sind mir wichtiger.

Abends hat er ja Zeit.

Wieso abends?

Das erkläre ich Ihnen später.

Kunkel, manchmal sind Sie zu dämlich.

(Telefonklingeln)

Bei Schlüter.

Augenblick.

Herr Generaldirektor Tiedemann ist am Apparat.

Ah ja. - Bitte schmeiß sie nicht hinaus.

Wozu wollen wir dann das Hotel kaufen?

Vater überlegt es sich noch. - Tag, Tiedemann.

Der Besitzer will es nicht verkaufen?

Um keinen Preis?

Nur mir will er es nicht verkaufen?

Wa ...

(Er lacht schallend.)

Nun rede schon, Eduard! - Warum kannst du es nicht kaufen?

Weil es mir seit 15 Jahren schon gehört.

(Alle lachen laut.)

Die Suppe wird kalt.

(lachend:) Die Suppe wird kalt.

(fröhliche Musik)

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