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Wir sind hier in Zentralamerika
und suchen in Nicaragua und Costa Rica nach antiken Technologien.
In Ägypten haben wir bereits unglaubliche antike Technologien entdeckt
und auch in Peru und Bolivien haben wir Beweise dafür gefunden.
Nun untersuchen wir die vielen Mysterien
Zentralamerikas und suchen nach möglichen Beweisen
für fortschrittliche antike Technologien in dieser Region.
Unsere erste Station war die Hauptstadt Costa Ricas, San José.
Hier interessierten mich vor allem die riesigen Granitkugeln,
die im Südwesten Costa Ricas gefunden wurden.
Viele der Kugeln sind gigantisch, größer als ein Auto.
Sie wurden in verschiedene Parks in San Jose gebracht,
wo man diese megalithischen Kugeln bewundern kann.
Ich frage mich, wie diese Steinkugeln wohl entstanden.
Meine Erlebnisse mit Christopher Dunn
zeigten mir, dass die Urvölker Werkzeuge und Fähigkeiten besaßen,
wie wir sie heute haben.
Die Herstellung dieser perfekten Steinkugeln
ist derart schwierig, dass sie nur
mit modernem Werkzeug möglich ist.
Obwohl diese megalithischen Steinkugeln
in ganz Costa Rica gefunden wurden,
haben auch die Museen und Wissenschaftler
keine Antwort auf die Frage nach dem Zweck der Kugeln.
Oder wie sie hergestellt wurden.
Diese Granitkugel im Landesmuseum
in San Jose, Costa Rica, ist eines der besseren Exemplare.
Sie ist komplett rund.
Sie ist sehr groß.
Sie wiegt womöglich bis zu zehn Tonnen.
Sie wurde aus sehr hartem Granit gefertigt.
Ein beeindruckendes Stück megalithischer Baukunst.
Doch der Zweck dieser Kugeln
und wie sie gemacht wurden, bleibt für Archäologen ein Rätsel.
Eine der Theorien über Atlantis besagt,
dass Atlantis um 10.000 v. Chr. eine globale Zivilisation war -
eine maritime Zivilisation.
Die Menschen verließen Atlantis und sind mit den Schiffen
in die ganze Welt gefahren, nach Amerika,
Afrika, Europa und zu allen Kontinenten.
Eines der Mysterien um Atlantis sind
diese gigantischen Granitkugeln.
Sie werden oft mit Atlantis in Verbindung gebracht.
Man findet sie auf vielen Kontinenten, vor allem in Zentralamerika.
Aber auch auf Malta wurden solche Kugeln gefunden.
Man findet sie auf abgelegenen Inseln, wie den Osterinseln.
In gewissen Teilen Neuseelands
findet man auch ähnliche Steinkugeln.
Eine andere Frage zu den Steinkugeln ist,
wofür sie bestimmt waren.
Archäologen stehen vor einem Rätsel.
Warum würde man einen solchen Aufwand betreiben,
ob mit oder ohne modernes Werkzeug, um diese Granitkugeln zu machen.
Wo wäre der Sinn?
Die Archäologen suchen händeringend
nach möglichen Erklärungen dafür.
Die beste Erklärung ist,
dass diese riesigen Steinkugeln,
von denen einige kleiner, in der Größe eines Basketballs
oder größer sind,
andere aber 1,5 bis 2 Meter Durchmesser haben,
für Zeremonien gebraucht wurden.
Einige der kleineren Kugeln fand man
in Costa Rica auch in Gräbern.
In den Gräbern liegen Häuptlinge, Könige oder Schamanen,
zusammen mit den Steinkugeln,
hauptsächlich den kleinen.
Das erklärt aber nicht, wofür diese Kugeln gut waren.
Ich habe die Theorie, dass die Menschen von den Steinkugeln,
die in Gräbern von bedeutenden Menschen
in Costa Rica gefunden wurden,
genauso wenig wussten, wofür sie sind.
Und dass diese Steinkugeln viele tausende Jahre alt sind.
Sie wurden vielleicht von der Flutwelle
an der Südwestküste Costa Ricas angespült.
Die Kugeln wurden
in die hügeligen Dschungelgebiete einer der Inseln
vor Costa Rica gespült.
Die Urvölker Costa Ricas,
die diese Kugeln dann
als zeremonielle Gegenstände benutzten,
haben sie nicht selber gemacht.
Sie haben sie im Dschungel gefunden und dachten
sie seien eine Art Eier der Götter
oder riesige Steinkugeln der Götter.
Und die kleineren Kugeln
werden den Häuptlingen mit ins Grab gegeben.
Sie schufen sie aber nicht.
Sie waren schon da.
Wer hat diese Kugeln also gemacht?
Und wofür waren sie?
Diese Rätsel haben wir noch nicht gelöst.
Ich denke, die Kugeln sind viele tausende Jahre alt.
Die Menschen, die sie
in Tiwanaku, Cusco, Oyente Tambo und Machu Picchu
und anderen Regionen in Peru und Bolivien gemacht haben,
haben auch die in Zentralamerika gemacht.
Vielleicht die Olmeken, die kolossale Basaltköpfe
und andere megalithische Artefakte gebaut haben.
Und sie benutzten moderne Werkzeuge.
Die Olmeken kannten Präzisionswerkzeuge,
wie sie in Ägypten, Peru und Bolivien
benutzt wurden.
Damit konnten sie diese gigantischen Steinkugeln schaffen.
Wir wissen aber nicht, wofür sie waren.
Theorien besagen, dass sie zur Navigation benutzt wurden.
Die Platzierung der Steine diente als Karte,
welche die Positionen von Inseln
für Menschen, die über den Pazifik oder Atlantik kamen
oder für Handelsmänner
und so weiter.
Das ist eine Theorie, dass diese riesigen Steine
Teil einer raffinierten Karte waren.
Vielleicht zeigten sie auch die Position von Sternenkonstellationen.
Diese Theorie ist sehr interessant.
Sie erklärt aber nicht wirklich,
warum einige Steinkugeln derart groß und schwer sind.
Ihre Herstellung muss ein Kraftakt gewesen sein.
Nur für eine Sternenkarte, Inselkarte oder sonstiges
wäre der Aufwand viel zu groß gewesen,
alle diese Steine zu schaffen.
Dafür müssten die Steine nicht derart groß sein.
Die Steine aus den Sümpfen Costa Ricas
sind heute im ganzen Land verstreut.
Man findet sie in Gärten, Museen und auf privaten Grundstücken.
Kulturdenkmal - Guayabo Geöffnet 8 - 15 Uhr
Wir sind im Dschungel von Costa Rica
in der verlorenen Stadt Guayabo.
Archäologen fanden diese Stadt
erst vor 25 Jahren.
Eines der großen Mysterien Zentralamerikas
und vor allem der Region um Costa Rica und Nicaragua
sind die nur spärlich vorhandenen Beweise
für organisierte Stadtstaaten oder organisierte Gemeinschaften.
Doch hier im Dschungel von Costa Rica finden wir genau das.
Hier gibt es breite Straßen
und gut erhaltene Plattformen auf beiden Seiten.
Und doch wurde die Stadt ein paar hunderte Jahre
bevor die Spanier kamen verlassen.
Wir wissen nicht, wer diese Stadt gebaut hat.
Wir wissen nicht, wohin die Menschen gingen oder warum.
Das ist eines der Rätsel von Costa Rica und Zentralamerika.
Ein Problem bei der Suche nach antiken Technologien
in Zentralamerika ist
der sehr dichte Regenwald.
Dadurch ist es sehr schwierig,
von Menschen erschaffene Artefakte, besonders jene aus Metall
oder Holz zu erhalten.
Eine interessante Entdeckung,
die wir in Costa Rica machten,
sind die Tattoos und Stempel.
Die Ureinwohner von Costa Rica
hatte viele kunstvolle Kleider und Körperbemalungen.
Darunter auch Tattoos aus Holzkohle
und ihrem eigenen Blut.
Wir finden das auf allen pazifischen Inseln.
Und auch in Südostasien, Saudi Arabien und bei den Ägyptern.
Dieses Buch aus dem Jahr 1529
von Gonzalo Fernandez De Oviedo
erzählt von den Tattookünsten
in Costa Rica.
„Alle Indios der Nicoya,
vor allem die Anführer und deren Frauen,
hatten ihre Arme mit schwarzer Farbe bemalt,
die aus Holzkohle und ihrem eigenen Blut hergestellt wurde.
Dazu wurden Klingen aus Feuerstein verwendet.“
Ein anderes Rätsel um antike Technologien,
das wir in Zentralamerika entdeckten, findet sich auch in diesem Buch,
Sweat of the Sun and the Tears of the Moon.
Ein Buch über präkolumbianische Gold- und Silberkunst.
Andre Emmerich war Schweiz-Costaricaner
und begeistert von dem Gold und Schmuck,
der in Costa Rica, Panama und Kolumbien gefunden wurde.
Dazu gehörten auch die goldenen Flugmaschinen.
Es geht hauptsächlich um die Goldkunst und den Schmuck
aus Kolumbien, Panama und Costa Rica.
Das Buch enthält noch etwas sehr Interessantes.
Einen Anhänger aus Gold, der in Panama gefunden wurde.
Man glaubt, dass er mehrere tausend Jahre alt ist.
In der Mitte ist ein Edelstein eingefasst.
Es ist etwa 12 Zentimeter lang.
Es scheint ein zoomorpher Anhänger
eines schweren Geräts zu sein.
Es hat eine Art Hebearm am hinteren Ende.
Ganz hinten sind Sägeblätter angebracht.
Vorne hat es eine Platte.
Es sieht wie ein Monster aus,
das ein schweres Arbeitsgerät war.
Elektrizität zu haben,
oder Eisen und harte Metalle,
würde zu modernen Werkzeugen führen,
zu schweren Geräten und schließlich zu einer Art Fluggerät.
Das ist interessant.
Dieser Anhänger ist aus Gold und trägt einen unbekannten Edelstein
in der Mitte. Gold ist bekanntlich unzerstörbar.
Alles Gold aus der Antike
existiert noch heute in Form von Schmuck,
Barren oder Münzen.
Gold war in der Antike sehr wertvoll.
Und es zerfällt nicht.
Es rostet und oxidiert nicht wie andere Metalle.
Es gibt aber ein Problem damit.
Gold ist zu weich, um daraus schwere Geräte herzustellen.
Gold kann in elektrischen Geräten verwendet werden.
Aber ansonsten eignet es sich am besten für Schmuck.
Es gibt viel, das wir über die Banane nicht wissen.
Die Banane ist eine samenlose Frucht.
Sie scheint vor geraumer Zeit
genetisch verändert worden zu sein, zu einer samenlosen Pflanze.
Ähnlich einer kernlosen Traube oder Orange.
Bananen kommen auf der ganzen Welt vor, auch auf abgelegenen Inseln.
Sie ist eine der wenigen Früchte,
von der man alleine leben kann, ohne Proteine,
Kohlenhydrate, Vitamine und andere Mineralien.
Bananen sind das weltgrößte Gras. Aber Gras pflanzt sich normalerweise
durch Samen und Wurzelknollen fort.
Die Banane ist diesbezüglich speziell,
da sie sich nur über die Wurzeln,
Triebe und Knollen fortpflanzt, und nicht über die Frucht an sich.
Das ist ein Anzeichen dafür, dass die Banane
vor geraumer Zeit zu einer kernlosen Frucht
genetisch verändert wurde.
Vielleicht wurde sie sogar in Atlantis verändert.
Bienvenidos a Nicaragua.
Nördlich von Costa Rica liegt Nicaragua.
Nicaragua ist in den USA nicht sehr bekannt,
vor allem wegen der politischen Unruhen,
der letzten 20 Jahren.
Die außergewöhnlichen Statuen, die auf der Insel Zapatera gefunden wurde,
haben aber mein Interesse geweckt.
Die Insel liegt im Nicaraguasee, einem großen Binnensee
im Landesinnern.
Auf dieser Insel
wurden Dutzende merkwürdige megalithische Statuen
in den verschiedenen ungewöhnlichen Positionen
und mit merkwürdigen Motiven gefunden.
Wir reisten also in den Norden
zum Nicaraguasee.
Dort mieteten wir ein Boot
und gelangten auf die abgelegene Insel Zapatera.
Der Nicaraguasee ist ein riesiger See in der Größe von Puerto Rico.
Als die spanischen Eroberer in Nicaragua ankamen,
glaubten sie, der Nicaraguasee sei ein Teil des Ozeans.
Tatsächlich war der Nicaraguasee einmal mit dem Ozean verbunden.
Die einzigen bekannten Süßwasserhaie leben hier.
Die Haie leben im Nicaraguasee.
Vor langer Zeit musste der See Salzwasser gehabt haben,
und auch Meerzufluss.
Mit der Zeit wurde er zu einem Süßwassersee.
Die Haie passten sich ihrer Umgebung an.
Wir entschieden uns, auf die Insel Zapatera zu gehen.
Als wir vom Hafen ablegten,
passierten wir eine Reihe kleiner Inseln.
Es gibt 365 dieser kleinen Inseln.
Hier waren wir noch geschützt.
Aber als wir auf offenem Gewässer waren,
drehte das Wetter schlagartig.
Ein Sturm fegte über uns hinweg.
Die Wellen wurden immer größer.
Bis dahin wussten wir nicht, wie gefährlich die Reise
wirklich werden würde.
Am selben Tag verschwanden zwei amerikanische Missionare
in dem Sturm,
der über uns und alle anderen Boote auf dem See
hinwegfegte.
Hier auf der Insel Zapatera im Nicaraguasee
entdeckte der amerikanische Archäologe Ephraim Squire
im Jahr 1840 über 20 rätselhafte megalithische Statuen.
Diese Statuen sind in einem Kloster in der Stadt Granada
am Ufer des Nicaraguasees.
Für Archäologen und Laien
sind diese mysteriösen Statuen noch heute ein Rätsel.
Man fand sie hier auf dieser Insel.
Die Insel ist heute ein Nationalpark.
Besucher kommen aber nur selten hierher.
An dieser Stelle wurden die Figuren
auf der Insel Zapatera gefunden.
Hier fand Squire die 26 oder mehr aus Basalt gehauenen
megalithischen Statuen.
Wer brachte diese antiken Statuen hierher? Wofür waren sie?
Waren sie Teil einer antiken Begräbnisstätte?
Ein gigantischer Friedhof für die antiken Könige Nicaraguas?
Sind es vielleicht Denkmäler für die antiken Seefahrer,
die auf transatlantischen Fahrten nach dem Pazifik suchten?
Die ungewöhnlichen megalithischen Steine findet man
an vielen Orten auf der Insel.
Dieser hier wurde gespalten.
Es scheint ein Teil
einer großen Säule zu sein, die die Decke eines Tempels trug.
Wie alt und wovon sie ein Teil war,
ist und bleibt ein Rätsel.
In diese Basaltsäule wurden bestimmte
Muster und Gravuren eingearbeitet.
Basalt ist ein extrem harter Stein.
Ihn zu bearbeiten, ist sehr schwierig und der Bau eines Gebäudes
darum noch mysteriöser.
Die Geschichte Nicaraguas ist voll
von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Flutwellen.
Diese gespaltene Säule ist der Beweis
für die Kraft eines Erdbebens.
Sie war wahrscheinlich um ein Vielfaches größer
und hielt einen Teil der Decke eines großen Gebäudes.
Auch dieses zerfiel.
Von den Ruinen auf Zapatera
bleiben nur ein paar Steine und kaputte Säulen wie diese hier.
Da wir die mysteriösen Fundorte der Statuen
auf Zapatera gesehen haben,
gehen wir direkt nach Granada,
um diese gigantischen Statuen zu betrachten.
Wir sind im Museum San Francisco in Granada.
Hierher wurden die monolithischen Statuen
von Zapatera gebracht.
In diesem Freiluftmuseum finden wir
über 26 sehr außergewöhnliche
und merkwürdige megalithische Statuen.
Die meisten wiegen mehrere Tonnen.
Wir sehen hier zoomorphe und anthropomorphe Statuen
sowie anthro-zoomorphe Statuen,
die Merkmale von Menschen und Tieren vereinen.
Dies ist eine typische anthro-zoomorphe Statue.
Der Körper scheint menschlich zu sein.
Die Hände sind an der Brust.
Aber der Kopf sieht wie der eines Jaguars aus,
vielleicht das Totemtier dieses Häuptlings.
Diese Statue ist anthro-zoomorph
und scheint eine Art Krieger darzustellen,
dessen Kopf aus einem Krokodilkopf kommt.
Vielleicht ist es ein Helm, den er im Kampf trug.
Diese Statue ist sehr interessant.
Sie sieht wie eine Frau mit Brüsten aus.
Sie trägt einen ungewöhnlichen Kopfschmuck.
Und hier unten ist ein fein eingraviertes Kreuz,
ein eher europäisches Symbol.
Das Kreuz ist heute das Symbol des Roten Kreuzes.
Diese Basaltstele ist keine Statue,
sondern eine Art Grenzstein oder Tempelstein.
Sie trägt eine eingravierte Schlange,
womöglich eine Meeresschlange oder eine Anakonda.
Diese Stelen weisen viele Ähnlichkeiten
mit denen um den Titicacasee in Peru auf.
Diese merkwürdige anthro-zoomorphe Statue,
von der nur der obere Teil erhalten ist,
ist ein Mann mit einem Kopf,
der wie ein Dinosaurier aussieht.
Das ist äußerst spannend.
In meinen Augen kann das
nur einen Dinosaurier darstellen.
Sehen Sie hier. Hier sind der Kopf und das Ohr des Mannes.
Hier ist der Dinosaurierkopf mit den Zähnen,
dem Auge und der Schnauze.
Es sieht wirklich wie eine Art Dinosauriermaske aus.
Dieses Stück scheint eine Säule
des Tempels auf Zapatera zu sein. Auch sie wurde nach Granada
ins Museum San Francisco gebracht.
Man erkennt auch sogenannte Zapfen, die für den Zusammenbau angebracht wurden.
Dieses Stück ist besonders einzigartig, da der Stein zwei Zwecke erfüllte.
Er war zum einen ein Teil einer Säule, die einen Tempel stützte.
Er hat jedoch auch eine Gussform eingearbeitet.
Diese Form wurde wohl
zur Herstellung von Äxten oder Klammern für die Schlusssteine verwendet.
Wir sehen, wo das geschmolzene Metall
in die sanduhrförmigen Öffnungen gegossen wurde.
Hier ist ein Kanal, durch den das Metall durchfloss
und eine zweite Axtform bildete, wie eine Sanduhr.
Er wurde eindeutig
zur Metallherstellung verwendet.
Das ist an sich sehr spannend, denn es weist darauf hin,
dass hier auf der Insel Zapatera beim Nicaraguasee
und auf dem Festland
Metalle verarbeitet wurden.
Viele der Statuen haben eine merkwürdige kniende Position,
auch bekannt als Kuzuo.
Wir sehen diese kniende Position,
die ein Symbol des Respekts gegenüber Rangeshöheren ist,
überall in Nicaragua.
Wir finden sie auch bei Statuen in Tiwanaku auf dem Titicacasee.
Und bei ähnlichen Statuen auf den Osterinseln.
Wir finden sie in Ägypten, bei den Hethiterstädten
und auf der ganzen Welt.
Diese große Basaltstatue ist anthromorph,
denn sie zeigt nur einen Mann ohne tierische Merkmale.
Sie wiegt mehrere Tonnen.
Und obwohl sie ohne Gesicht und sehr verwittert ist,
scheint er einen Turban zu tragen.
Ähnlich wie bei den Statuen in Titicaca, in Tiwanaku
und natürlich Gebieten im Nahen Osten.
Jede dieser monolithischen Basaltstatuen
steht für einen Teil der Vergangenheit.
Wenn wir doch nur die Symbole und Bedeutung dieser Statuen
verstehen könnten, wären wir der Lösung dieses Rätsel ein Stück näher.
Interessant ist in Nicaragua auch
das Vogelmannfest, bei dem sich die Ureinwohner
an langen Seilen um einen Mast schwangen,
wie bei einem Maitanzfest,
einfach in der Luft.
Dieses merkwürdige Ritual kennen wir auch aus dem Nordosten Mexikos
und den Ruinen von Tajín.
Nicaragua weist viele Ähnlichkeiten
mit den Entdeckungen der Olmekenzivilisation in Mexiko
in den 1940ern auf.
In Nicaragua und bei den Olmeken in Mexiko
wurden diese gigantischen Köpfe und Basaltstatuen
in Sümpfen und im Dschungel gefunden.
In Nicaragua und Costa Rica
fanden wir viele Kunstwerke aus Keramik
und mehrfarbige Töpfereien
von zoomorphen Figuren wie Krokodilen,
Jaguaren und anthro-zoomorphen Tiermenschen.
Es sind einige der weltweit schönsten Keramiken.
Ein Rätsel Zentralamerikas ist,
dass die Mayas, die Mixteken und die Zapoteken
weiter im Norden lebten.
Man glaubt nicht, dass sie viel Kontakt
zu Nicaragua oder Costa Rica hatten.
Und die Inkas und andere südamerikanische Kulturen
waren viel weiter im Süden.
In Nicaragua und Costa Rica
haben wir quasi eine leere Zone,
am Südende von Nordamerika,
die mit keiner bekannten Zivilisation verbunden ist.
Wir haben dieses Boot mit Don Ramón gemietet.
Wir wagen uns zu den Basaltinseln,
die hier vor dem Ufer des Nicaraguasees liegen.
-Amigo. -Amigo, gracias.
Entlang des Ufers des Nicaraguasees bei Granada
liegen die Basaltinseln.
Auf einigen der Inseln bauen die Einwohner neue Häuser.
Sie scheinen menschengemacht zu sein.
Lange dachte man, die Inseln seien natürlich entstanden.
Auf der abgelegenen pazifischen Insel Pohnpei
gab es auch eine Inselstadt, Nan Madol.
Sie besteht aus über 100 Basaltinseln wie dieser.
Während wir zwischen den Basaltinseln des Nicaraguasees fahren,
entdecken wir etwas, das interessant aussieht.
Es scheint, als seien einige der Inseln künstlich hergestellt
und haben Pyramiden.
Eine dieser Inseln liegt direkt vor uns.
Wir legen hier an und untersuchen
die riesigen Basaltpyramiden.
Als wir auf der Insel mit der Pyramide anlegen,
deutet an diesem ungewöhnlichen Ort alles darauf hin,
dass sich eine antike Pyramide
aus gigantischen Basaltsteinen auf der Insel befindet.
Wir sehen hier die aufgetürmten Steine.
Wir sehen verschiedene Ebenen aus sehr großen Basaltsteinen.
Es ist unwahrscheinlich, dass sie einfach entstanden.
Jemand hat sie wohl hergebracht und aufgetürmt. Schwer zu sagen.
Auf der Pyramideninsel auf dem Nicaraguasee
finden wir große Mauern aus massiven Basaltsteinen.
Einige der Steine wiegen bestimmt mehrere Tonnen.
Es gibt keine Anzeichen für Zement oder moderne Bauweisen.
Aber das ist klar menschengemacht.
Wir kennen das Alter nicht.
Aber jemand hat keine Mühen gescheut,
um diese Mauern, die wohl zur Pyramide gehören, zu bauen.
Wie alt genau,
ob 50 oder 5.000 Jahre, das wissen wir nicht.
Mexiko Das Rätsel der Olmeken
Unser nächster Halt war der Golf von Mexiko,
das Gebiet um Villahermosa, Veracruz und Xalapa.
Hier ist das Rätsel um die Olmeken angesiedelt.
Die Olmeken sind eine der rätselhaftesten Kulturen Zentralamerikas,
und wohl auch die älteste.
Archäologen schätzen die Olmeken auf das Jahr 1.300 v. Chr.
Die Olmeken sind für die riesigen Köpfe bekannt.
Diese 20 Tonnen schweren Basaltköpfe sind
aus einem der härtesten Steine geformt.
Die Kerbungen sind äußerst fein.
Wie von einer Maschine gemacht.
Es scheint, als hätten sie modernes Werkzeug verwendet.
Wie sie in die verschiedenen Gebiete
am Golf von Mexiko und in Mexiko transportiert wurden, ist ein Rätsel.
Wie bei den Steinkugeln in Costa Rica
ist auch hier nicht bekannt, wofür sie waren
und was mit ihnen gemacht wurde.
Man nimmt an,
dass sie Könige und Häuptlinge der Olmeken darstellen.
Wir sind in Xalapa im Staat Veracruz von Mexiko,
in der Nähe der Golfküste.
In diesem Museum sind einige der besten
Olmekenstatuen ausgestellt.
Man sagt, die Olmeken sind die Mutterkultur ganz Mesoamerikas.
Sie sind zugleich die mysteriöseste aller Zivilisationen Mexikos.
In den 1940er entdeckte ein Archäologe der University of California,
Matthew Stirling, mehr als fünf dieser Olmekenköpfe
aus Granit. Der größte wog über 24 Tonnen.
Es bleibt ein Rätsel,
wie die Olmeken die Köpfe und andere Statuen über 100 Kilometer
vom Steinbruch zu ihrer Pyramidenstadt La Venta brachten.
Archäologen nehmen an, dass die Olmeken das Rad nicht kannten.
Die Olmeken wurden erst kürzlich von Archäologen entdeckt.
Vor 1940 waren die Olmeken den Archäologen und Historikern
gar nicht bekannt.
Einige Kunstwerke aus Mexiko wurden
zwar als sehr unüblich erkannt.
In den 1930er bemerkten das Smithsonian Institute
und das Museum of the American Indian in New York,
dass einige der Artefakte, die sie erhielten,
nicht von den Maya stammten
und keiner bekannten Kultur in Mexiko zugeschrieben werden konnten.
In den 1940ern wurde eine große archäologische Konferenz
in Mexiko-Stadt abgehalten.
Bei dieser Konferenz präsentierten
Archäologen aus Mexiko und den USA
Archäologen aus aller Welt Beweise,
dass es eine ältere Kultur als die der Maya gab.
Diese Kultur nannten sie die Olmeken, oder die Kautschukmenschen.
Bei der Konferenz legten sie dar, dass die Olmeken
die älteste aller Kulturen Mesoamerikas waren.
Und dass die Mayas, die Zapoteken
und die Mixteken
von dieser älteren Kultur abstammen.
Viele Fragen über die Olmeken sind noch unbeantwortet.
Wer waren sie?
Kamen sie aus Afrika? Aus Ägypten?
Aus Atlantis?
Wir wissen, dass die Olmeken über 3.000 Jahre alt sind.
Aber was taten sie hier?
Warum haben sie diese riesigen Granitköpfe gemacht?
Warum gingen sie fort? Was geschah mit ihnen?
Das sind einige der größten Rätsel der Geschichte.
Gemäß Archäologen ist dieser Olmekenaltar aus dem Jahr 1.200 v. Chr.
Er ist aus Basalt und zeigt einen Mann,
der aus einer Höhle steigt, womöglich der Höhle der Schöpfung.
Sie war vergraben
und mit der Zeit fast ganz verwittert.
In meinem Buch, The Mystery of the Olmecs,
spreche ich über die Geschichte
und wie viele Statuen gefunden wurden.
Eine der berühmtesten Olmekenstatuen wurde
1945 in San Lorenzo gefunden,
in der Nähe von Veracruz an der Golfküste Mexikos.
Es ist dieser riesige Basaltkopf,
der komplett vergraben war, wie so viele der Steinköpfe.
Die Menschen gingen auf ihm.
Ein Pfad führte direkt
über das Gesicht des vergrabenen Kopfes.
Archäologen fanden heraus,
dass dieser freigelegte Stein auf dem Pfad
ein Teil dieses gigantischen Olmekenkopfes war.
Wie viele der Olmekenköpfe
sieht auch dieser afrikanisch aus.
Wenn wir die Köpfe anschauen,
stellen wir fest, dass sie nicht nur enorm schwer sind,
sondern auch eher afrikanische Gesichtszüge aufweisen.
Die breite Nase, die dicken Lippen.
Sie tragen eine Art Lederhelm.
Ihr Ausdruck ist ernst, wie der eines Kriegers.
Viele der Köpfe haben diesen typischen, finsteren Blick.
Die Gesichter stellen Archäologen vor ein Rätsel.
Sie sind eines der Mysterien der Olmeken.
Sie sehen wie Afrikaner aus.
Viele haben dicke Bärte und Schnäuze
und sehen wie Europäer aus dem Mittelmeerraum aus.
Andere Olmeken sehen orientalisch oder asiatisch aus.
Es ist möglich, dass vor Tausenden von Jahren,
im Gebiet um Südmexiko, Guatemala und Honduras
Schiffe und Seefahrer
aus der ganzen Welt
für den Handel zusammenkamen.
Diese frühe Kultur kennen wir heute als die Olmeken.
Diese kolossalen Köpfe sind...
...aus Basaltstein gehauen,
einem extrem harten Stein.
Um diese Köpfe zu formen
wären sehr modernes Werkzeug und Technologie nötig gewesen.
Einer der Steinköpfe
aus San Lorenzo war sehr interessant und einzigartig,
weil der 20 Tonnen schwere Kopf am oberen Teil
des Helmes mehrere Löcher
und runde Furchen aufwies.
Die Archäologen zerbrechen sich den Kopf
über die merkwürdige Löchern im Kopf,
weil diese erst nach dem Fertigstellen des Steinkopfes gemacht wurden.
Jemand nutze also moderne Werkzeuge,
um Teile des Kopfes
damit herauszuhauen, um ihn zu verunstalten.
Das verwundert die Archäologen aus mehreren Gründen.
Erstens wissen sie nicht,
warum jemand das tun sollte.
Und sie wissen nicht, wie diese Löcher
in den Kopf gehauen wurden.
Die Olmeken waren ein primitives Volk.
Sie kannten nicht einmal das Rad.
Sie hatten auch kein modernes Werkzeug.
Wie diese kleinen kreisrunden Löcher in die Köpfe gehauen wurden,
bleibt also ein Rätsel.
Die Löcher deuten aber darauf hin,
mit einer Art modernem Werkzeug
in diesen Kopf aus Basalt
gemacht worden zu sein.
Die Olmeken waren auch für Schädeldeformationen bekannt.
Das waren so genannte Kegelköpfe,
wie wir sie aus anderen Gebieten Südamerikas
oder Malta, von den Kurden oder Völkern in Ägypten kennen.
Echnaton, Nofretete und alle ihre Kinder
hatten verlängerte Schädel.
Dies wurde anscheinend auch im alten China
oder auf abgelegenen Pazifikinseln wie Vanuatu gemacht.
Die Olmeken sind besonders
für diese Schädeldeformationen bekannt.
Den Zweck kennen wir nicht.
Einige der Menschen hatten Schädel,
die doppelt so groß wie unsere Köpfe waren.
Wie machten sie das?
Sie nahmen den Kopf eines Babys,
dessen Schädelplatten noch nicht zusammengewachsen waren.
Wenn du ein kleines Baby bist.
Wenn man den Kopf einband, konnte man den Schädel verlängern
und verformen.
Einige Köpfe waren abgeflacht, andere sehr breit.
Wieder andere hatten sehr lange Schädel.
Diese waren schmal und kamen oben wie ein Kegel zusammen.
Wir wissen nicht, warum sie das taten.
Doch es wurde auf der ganzen Welt gemacht
und ist sehr seltsam.
Die Schädeldeformationen sind an sich
ein Beweis für transatlantische und transpazifische
Reisen und Seefahrten.
Der Gedanke, dass Menschen in Afrika, dem Nahen Osten, China,
auf abgelegenen Pazifikinseln und in Mexiko
und Südamerika, sogar die Chinook Indianer,
alle das gleiche gemacht und selber erfunden haben,
kann eigentlich nicht möglich sein.
So etwas mussten die Menschen über die Kultur lernen.
Das ist sehr ungewöhnlich.
Diese Olmekenstatue trägt
einen Knoten auf dem Kopf,
der wohl die Haare zusammenhält.
Diesen merkwürdigen Knoten
finden wir auch auf Statuen der Osterinseln.
Eine der merkwürdigsten Statuen dieses Museums
ist diese hier, die sehr ägyptisch aussieht.
Er trägt einen falschen Bart,
den wir mit den Pharaonen in Verbindung bringen.
Auch andere Teile seines Kopfes erinnern
stark an ägyptische Pharaonen.
Wenn wir die Statue betrachten,
denkt man, man sei in einem Museum in Kairo.
Auch hier sind die Hände auf den Knien.
Die Position kennen wir als Kuzuo.
Er trägt einen merkwürdigen Kopfschmuck mit einer Kugel.
Möglicherweise war hier eine Schlange.
Auch das wäre sehr ägyptisch gewesen.
Auch der Kopfschmuck ist sehr ägyptisch.
Die Statue ist sehr gut gemacht.
Einige Olmekenstatuen sind sehr merkwürdig
oder abstrakt. Man würde sie eher
im Museum für moderne Kunst finden.
Das Gebiet der Olmeken war
der Isthmus von Tehuantepec.
Der Isthmus von Tehuantepec ist dieser enge Landesteil
im Süden von Mexiko.
Isthmus von Tehuantepec
Hier ist der schmalste Teil Mexikos,
zwischen dem Atlantik und dem Pazifik.
Hier hatten die Olmeken ihr Zentrum.
Die Olmeken waren an beiden Küsten.
Sie waren an der Atlantik- und an der Pazifikküste.
Sie hatten also Häfen an zwei Ozeanen.
Der Isthmus von Tehuantepec hat
viel mit dem heutigen Panamakanal gemeinsam.
Im 18. Jahrhundert, als der Panamakanal
geplant wurde, gab es drei Gebiete
in Zentralamerika, die in Frage kamen
für eine Transitroute zwischen dem Atlantik
und dem Pazifik.
Panama war eines davon,
weil es viele Seen gab und der Landesteil schmal war.
Auch Nicaragua wurde in Betracht gezogen,
weil die Schiffe vom Atlantik
in den Nicaraguasee gelangen konnten und so sehr nahe
am Pazifik waren.
Zwischen dem See und dem Pazifik gab es
jedoch noch eine hohe Gebirgskette.
Das dritte Gebiet war der Isthmus von Tehuantepec in Mexiko.
Die mexikanische Regierung
baute schlussendlich eine Eisenbahn zwischen Atlantik und Pazifik,
um das Gebiet zu erschließen.
Aber schon die Olmeken wussten,
dass dieses Gebiet,
der Isthmus von Tehuantepec,
perfekt für zwei Häfen an beiden Ozeanen war.
Und genau in der Mitte dieses Gebiets
standen die früheren Städte Mexikos,
wie etwa Monte Albán und Mitla.
Diese Gebiete waren Teil des Olmekenlandes
und wurden dann zu Städten der Mixteken und Zapoteken.
Hier ist ein weiteres Beispiel der ungewöhnlichen Kunst der Olmeken.
Es ist sehr originär.
Aber der Stil ist so einzigartig, fast futuristisch.
Die Olmeken gelten als die Mutterkultur Mesoamerikas.
Als Archäologen die Olmeken erforschten,
fanden sie heraus, dass viele ihrer Erfindungen
bisher den Maya zugeschrieben wurden.
Dies war jedoch nicht der Fall.
Wir sprechen hier über den Mayakalender, das Zahlensystem,
das Hieroglyphensystem und den Bau
der frühen Mayapyramiden in Uaxactun, nördlich von Tikal.
Alle diese Dinge kamen von den Olmeken.
Die Maya haben das Wissen der Olmeken
eigentlich nur geerbt
kam aus der Olmeken.
Jahr für Jahr machten Archäologen neue Entdeckungen
zu den Olmeken und rückten sie auf der Zeitachse weiter nach hinten
und tiefer ins Herz Mexikos.
Erst kürzlich haben Archäologen das älteste Schriftstück
Amerikas entdeckt, es war von den Olmeken.
Überreste der Olmeken fand man auch nahe Mexiko Stadt.
Was leitete den Zerfall dieser frühen Hochkultur ein?
Diese Geheimnisse bleiben wohl für immer verborgen.
Museum für Anthropologie
Unsere Reise führt uns weiter durch Mexiko
zu den großen Pyramiden von Cholula in Zentralmexiko
und den rätselhaften Pyramiden von Teotihuacan und Tula.
Weiter geht es nach Norden über die Grenze nach Arizona und New Mexico,
wo wir die verlorenen Städte und antiken Mysterien des Südwesten suchen.
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