Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Tja, dies ist eine ganz alltägliche Geschichte.
Man könnte sie ein Märchen des Alltags nennen.
Oder, um zeitgemäß Zu sein: Ein Happening.
Hauptperson unserer Geschichte ist ein junger Mann namens Frank A. prince.
Aber er ist beileibe kein rich tiger Prinz, sondern er heißt nur so.
Dafür aber ist er märchenhaft retch,
was man nur von wenigen echten Prinzen heutzutage sagen kann.
Hier in diesem modernen MärChenschl0ss wuchs er auf.
Bis eines Tages sein Erzeuger Mr. Prince senior in seiner rauen, aber herzlichen Art zu ihm sagte:
,,Mein Sohn, jetzt Iangt's.
Höchste Zeit, dass Du was Vernünftiges Iernst.
Daher hab ich Dir einen Job bei meinem alten Geschäftsfreund Mr. James King besorgt.
Morgen fängst Du an. Mach's gut. Bye-bye."
Sprach's und vertiefte sich wieder in die neuesten Börsenkurse.
Und so kam unser junger Held in die große Stadt.
Und vertauschte den idyllisChen Iändlichen Palast gegen diesen nüchternen GIaspalast.
Irgendwo hinter dieser Fassade aus Stahl und GIas sitzt er nun in seinem Büro und arbeitet.
Darf ich vorstellen: Das ist er.
Der da, hinter der Zeitung.
Er scheint rasend zu tun Zu haben.
Aber, um Irrtümern vorzubeugen - er hat bereits eine arbeitsreiche Woche hinter siCh.
Es ist Freitag und das Wochenende steht vOr der Tür.
Und was tut ein gutaussehender junger Mann am Wochenende?
Geht er Fußball spielen oder in den näChsten Beatschuppen?
Ha, weit gefehlt.
Unser Held fährt ins Grüne. Er hat eine Schwäche für die Natur.
Für Licht, Luft und Sonne.
Uns zwar ist er der Meinung, dass man Licht, Luft und Sonne nur dann richtig genießen kann,
wenn man diese unter Verzicht auf jegliche modischen Textilien
direkt auf seinen Körper einwirken Iässt.
So, wie diese jungen Damen hier.
Mit anderen Worten: Er ist ein glühender Anhänger jener Weltanschauung,
die sich Freikörperkultur nennt.
Und die sich in Allen Teilen der Welt ihre kleinen Paradiese geschaffen hat,
in denen diese modernen Sonnenanbeter, unter Ausschluss der Öffentlichkeit,
bei Spiel und Sport, ihr hüllenloses Dasein führen.
Man spielt, man plaudert und genießt
das prickelnde Gefühl der war men SOnnenstrahlen auf der nackten Haut.
Na, Mr. Prince, so allein? Fehlt Ihnen noch etwas zu Ihrem GIück?
Ja, gehen Sie mir aus der Sonne.
Oh, verZeihen Sie die Störung.
Tja, Sonnenanbeter sind nun mal Individualisten.
Ihre Medizin heißt: LiCht, Luft, Sonne.
Und sie glauben fest daran, dass diese drei
die Grundpfeiler für Gesundheit, GIück und Ianges Leben sind.
Ha, sehen Sie doch selbst - haben sie nicht Recht?
Aber um das Maß des Wohlbefindens voll zu machen,
dazu gehört noch etwas Wesentliches: Das Wasser.
Und sei es auch nur ein Swimmingpool unter der war men Sonne Kaliforniens.
Na, wer hätte da nicht Lust mit Zu tauchen?
Oder zu einem kleinen Flirt am Rande des Bassins?
Ah, da ist ja unser junger Held wieder.
Der wird das schon machen.
Auf jedes W0chenende folgt unabwendbar ein Montag.
Aber an diesem Montag geschah etwas,
dass für den Fortgang unserer Geschichte von großer Bedeutung sein sollte.
An diesem Montag nämlich
kamen zwei hübsche junge Damen in der großen Stadt an, um hier eine neue Stellung anzutreten.
Zwei Schwestern - Eve und Sue Pearson.
Da sie mit irdischen Gütern nicht sehr gesegnet waren,
nahmen sie gern das Angebot ihrer Tante Mary an,
für ein Jahr ihr kleines Appartement zu bewohnen,
bis die gute Tante von ihrem ausgedehnten Europatrip in die neue Welt zurückkehrte.
Eve und Sue waren nicht nur Schwestern,
sondern sogar Zwillingsschwestern.
Und wenn nicht ihre Haarfarbe versChieden gewesen wäre,
hätte man die blonde Eve nicht von der dunklen Sue untersCheiden können.
KIopfenden Herzens betraten sie ihr neues Reich.
Sue hatte, nicht unbeabsichtigt, ihrer SChwester den Vortritt gelassen.
Wer weiß, was für eine Bude sie erwartete?
Aber dann hörte sie Eves Stimme:
Oh Sue, komm schnell. Soviel Geschmack hätt ich der guten Tante Mary gar nicht zugetraut.
Die Wohnung ist eine Wucht.
Was ist Ios, wo bleibst Du denn?
Ich hab nur vor Angst meinen KOffer fallen Iassen.
Sag's Iieber gleich, die Wohnung ist scheußIiCh, was?
Nein, wirklich nicht.
Na Sue, da staunst Du, hm?
Naja, es geht.
- Fragt sich bloß, wie die Küche aussieht. - Ach Du mit Deiner Küche.
Wen interessiert denn die schon?
Mich. Erstens koch ich gern, zweitens bin iCh verfressen und drittens -
oh, gar nicht so übel, klein aber 0ho.
Ist s0gar noch was im Kühlschrank.
Eier, Butter, Speck, Milch. Uh, die ist sauer.
Du, hier ist noch ein Liebesbrief von Tante Mary.
,,Die Bettwäsche ist im Schrank neben dem Bad. Lebensmittel könnt ihr unten im Laden kaufen.
Macht's Euch gemütlich, aber fangt nicht an die Möbel zu rücken.
Ich schreib Euch gelegentlich. Kuss, Tante Mary."
Es geht doch nichts über eine verreiste Tante.
Ah. Oh, da ist ja s0gar ein Radio.
Mach doch mal ein bisschen Musik an, Eve.
So, dann werden wir uns mal wetter umsehen.
- Oh Sue, kuck mal die schicke Bar. - Hm, gar nicht übel.
Und w0 sind die FIaschen?
- Du denkst aber auch nur an Essen und Trinken. - Na und?
Hält Leib und Seele Zusammen.
Und was für'n süßes SchlafZimmer.
Aber seh ich recht? Nur ein Bett? Sollen wir schichtweise schlafen?
Das ist groß genug für uns beide.
Komm, wir packen erst mal aus. Morgen früh geht der Dienst Ios.
Na, ich bin ja gespannt.
Und, wie der Zufall so spielt,
Ianden die beiden Zwillinge in derselben Firma, in der auch Mr. Prince arbeitet.
Hallo! Ein hübscher Junge.
- Ah, guten M0rgen Ms Pearson. - Guten Morgen Mr. Prince.
Räumen Sie doch bitte als Erstes den Aktenschrank auf.
,,Oh Ia Ia", dachte Mr. Prince
und beäugte die blonde Eve mit sichtlichem Wohlgefallen.
Und mit dem geschulten BIick des passionierten Sonnenanbeters.
Aber Eve schien es gar nicht Zu bemerken.
Sie musterte kritisch die riesigen Aktenschränke
und beschl0ss, die Arbeit auf mOrgen zu verschieben.
Mr. Prince war unermüdlich im Erfinden vOn Vorwänden,
Eve in sein Büro zu bitten. Aber er biss auf Granit.
Eve blieb kühl bis ans Herz hinan.
Sue tat gewissenhaft ihre Arbeit,
aber sie konnte es nicht verhindern, dass ihre Gedanken zu
einem gewissen jungen Mann abschweiften,
dessen Gedanken sich wiederum intensiv mit dem blonden Gegenstücks Sues beschäftigten.
- Ach, bin ich noch müde. - Na meinst Du, mir geht's Besser?
Was wünschen gnädige Frau Zum Frühstück?
Bemühen Sie sich nicht Minna, ich trink nur einen Schluck Kaffee.
Aber Du musst d0ch was Essen.
Ich hab einen Bärenhunger. Ich mach mir jetzt eine riesen Portion Rührei.
Na? Soll ich Dir nicht doch was mit machen?
Nein danke, ich will raus fahren, bevor der dicke Wochenendverkehr Iosgeht.
Essen kann ich immer noch.
Ich will in die Sonne. Warum kommst Du nicht mit?
Hm, ich hab keine Lust mich abzuhetzen.
Ein andermal vielleicht.
Wie findest Du übrigens unsern jungen Chef? Ich finde, er sieht toll aus.
So genau hab ich ihn mir gar nicht angesehen.
- Na na. - Willst Du nicht d0ch mitkommen Sue?
Nein, ich will kochen, baden und mich schön machen.
Dazu hast Du doch in der Woche genug Zeit.
Nein, in der Woche hab ich keine Lust daZu. Da bin ich viel Zu müde.
Na schön, ich gehe jetzt. Gern lass ich Dich niCht allein.
Ach hör mal, ich Iangweile mich nicht.
Du, und hol Dir bloß keinen Sonnenbrand.
Keine Sorge. Also bis dann, Sue.
Bis dann, Eve. Wiedersehen.
Dreimal dürfen Sie raten, wo unsere blonde Schöne an diesem Samstagvormittag hinfuhr.
Ins nächste Nudistencamp natürlich, wohin wOhl sOnst?
Wo könnte man sich Besser von den Strapazen der Großstadt erholen,
als nackt, im Sommerwind,
unter Palmen und im Kreise GIeiChgesinnter?
Und, unsere Geschichte wäre niemals eine Geschichte geworden,
wenn die blonde Eve nicht ausgerechnet dort die Sonne gesucht hätte, wo auch unser Held ...
Aber - war ten wir ab.
Notdürftig mit einem sChlichten S0nnenhut bekleidet,
Iieß Eve sich am Fuße dekOrativen weißen Gesteins nieder und harrte
der Dinge, die da kommen würden.
Und sie kamen. In Gestalt unseres Helden,
der sich nichtsahnend ebenfalls eben dort niederließ.
Aber, wer beschreibt sein Erstaunen?
Nanu, Ms Pearson?
Na so was, Mr. Prince? Was machen Sie denn hier?
Entgegnete Eve mit der ihr eigenen Schlagfertigkeit.
Und dann spazierten sie gemeinsam am Busen
also durch die Natur. So, wie sie Gott geschaffen hatte, Oder Besser fast so.
Und so kamen sie einander näher. Aber doch nicht zu nahe, denn:
Wissen Sie Ms Pearson - ach, kann ich Sie nicht einfach Eve nennen?
BIeiben Sie Iieber bei Ms Pearson.
Hier haben Sie das uralte Adam und Eva Thema
Leicht abgewandelt.
Da man im sonnigen Kalifornien ist, tut es anstelle des obligaten Apfels die Apfelsine
und statt der einen Eva ist es hier gleiCh ein halbes Duzend.
Doch Zurück zu unseren Hauptakteuren.
Man scheint sich bei Spiel und Sport etwas näher gekommen zu sein.
Die kühle, blonde Eve hat sich inzwischen sogar,
sieh mal an, ihres Strohhutes entledigt.
- Oh, das war schon ganz gut Ms Pearson. - Ja?
Aber kommen Sie, ich zeig Ihnen noch ein anderes Spiel.
Ein Punchingball.
Versuchen Sie's mal.
Nein, ich mach's Ihnen vor.
Das Iern ich nie.
- Boxweltmeister werden Sie nie. - Ja, gehen wir Iieber wetter.
Ich möchte mich hier mal ein bissChen umsehen.
Sehen Sie mal die herrlichen BIüten.
Och, dav0n haben wir hier eine Menge, Ms Pearson.
- Tun Sie mir einen Gefallen, Mr. Prince. - Jeden, Ms Pearson.
- Dann nennen Sie mich bitte Eve. - Aber nur, wenn Sie mich Frank nennen.
Während Frank und Eve ausgelassen her um toll ten und IaChten,
saß die arme Sue mutterseelenallein in Tante Marys Wohnung
und gab sich ihrem Kummer hin.
Und als Eve strahlend nach Hause kam und ihr von dem
herrlichen Wochenend mit Frank vorschwärmte, da wurde Sue n0ch trauriger.
Und sie spürte mehr denn je, dass sie sich in Mr. Prince verliebt hatte.
Leider hOffnungslos. Denn für sie war er immer noch Mr. Prince.
Während er für ihre Schwester Eve sch0n Frank war.
Woran mochte es bloß Iiegen, dass Eve die GIückliche war?
Anscheinend haben Blonde bei Männern dOch mehr GIück.
Färb Dich doch auch blond und versuch es.
Und da kam Sue eine Idee.
Aber die war so absurd, dass sie sie bald wieder verwarf.
- Guten Morgen, Mr. Prince. - Guten Morgen.
Sie schaute ihm schmachtend nach,
aber Mr. Prince beachtete sie kaum.
Er hatte nur Augen für Eve.
In der Mittagspause ging sie in das Zimmer ihres Chefs.
Sie setzte siCh auf den Stuhl, auf dem er s0nst saß.
Sie berührte die Dinge, die er berührt hatte.
Und dachte seufzend:
Ach, was kann ich denn nur tun, damit er mich endlich beaChtet?
Aber ihr fiel nichts ein.
Natürlich nicht.
Es ist eine alte Weisheit oder zumindest klingt es so:
Wenn das Herz voll, ist das Gehirn leer.
Aber trotzdem war sie nicht untätig.
Sie nutzte jede Gelegenheit, um in seiner Nähe zu sein.
Sie gab sich alle erdenkliche Mühe, ihm einen BIiCk
oder gar ein kleines Lächeln zu entlocken.
Nichts.
Na na Kindchen, niCht aufgeben.
Die Gelegenheit ist günstig. Du bist mit ihm allein.
Ran an den Feind. Sag ihm d0ch was.
Ich kann ihm doch nicht sagen, dass ich ihn Iiebe.
Hm, naja, da hat sie natürlich auch wieder Recht.
Aber dadurch, dass man sich in anmutiger POse vor einen Aktenschrank stellt,
erobert man schwerlich das Herz eines Mannes.
Sie sehen ja, wie unser angebeteter Held darauf reagiert.
Er greift gelassen zum Telefon und merkt - nichts.
Die Einzige, die was merkt, ist Eve.
Sie merkt, dass irgendetwas ihre Schwester bedrückt.
Aber was, das merkt sie nicht.
Sonst würde sie Sue etcher nicht vorgeschlagen haben,
das nächste W0chenende mit ihr zusammen im Camp zu verbringen.
Aber, als das Wochenende da ist, bleibt Sue doch Iieber zu Hause.
Sie kann den Gedanken nicht ertragen,
ihren geliebten Chef mit ihrer Schwester zusammen zu sehen.
Und noch dazu nackt.
Das ist Freikörperkultur bei Regen.
Wie man sieht, Iässt sich ein echter Anhänger dieser gesunden Lebensweise
auch durch gelegentliche Wolkenbrüche nicht aus der Fassung bringen.
Man bekleidet sich allenfalls mit einem Pulli.
Oder einem Regenschirm.
Aber das tut der allgemeinen Laune durchaus keinen Abbruch.
Aber es ist nur ein kurzer Schauer.
Und kaum Iacht die S0nne wieder, gibt sich jeder seiner Lieblingsbeschäftigung hin.
Man spielt Freiluft-Dame,
übrigens eine hier in jeder Beziehung passende W0rtschöpfung,
oder huldigt dem Fotosp0rt
und an im wahrsten Stone hervorragenden, Iohnenden Fotoobjekten
herrscht hier weiß Gott kein Mangel.
Jedenfalls für den, der Nakedeis in seinem Album mag.
- Hallo Eve, ich hab Sie schon überall gesucht. - Hall0.
Naja, ist ja auch nicht so einfach aus solch einem Massenaufgebot an blonden Schönheiten
eine bestimmte Blonde herausZufinden.
Bes0nders wenn alle das GIeiche anhaben.
Eine Weile schauen sie gemeinsam den herzerfrischenden Schwimm- und TauChkünsten,
die einer Meerjungfrau Ehre machen würden, zu.
Angeregt von so viel appetitlicher, aber auch sportlicher Körperlichkeit,
überkommt unseren Helden ebenfalls der Drang nach körperlicher Betätigung.
Tja, ich werd mal noch ein bisschen Holz hacken für das Kaminfeuer heute Abend.
- Kommen Sie mit Eve? - Ich möchte noch etwas zusehen.
- Ich komm bald nach. - Aber Iassen Sie mich nicht zu Iange war ten.
Es ist wirklich wie im Paradies.
Man isst Nüsse, pflückt BIumen,
oder man gärtnert ein bissChen am Hibiskusstrauch.
Auch Alter schützt v0r...
Also ich meine, auch ältere MensChen treiben NaCktkultur.
Während nun unser Held mehr eifrig, als erfolgreich Holz hackt,
man kann halt nicht auf Allen Gebieten spitze sein,
harrt er sehnsüchtig der blOnden Eve.
Und nicht nur, um einen Grund zu haben, mit dem Holzhacken aufzuhören.
Und siehe da, da naht sie schon.
BIickt erstaunt auf den riesen Holzhaufen und sagt
in bewundernder Verkennung der Tatsachen:
Donnerwetter, Sie waren aber fleißig.
W0rauf er bescheiden entgegnet:
Ja, nun reicht's mir auch.
Wir haben schon genug Holz vor der Hütte.
Womit nicht nur der Volksmund, sondern auch der Schalk aus ihm spricht.
Nun, keiner weiß, wie er es wirklich gemeint hat.
Aber welche Dame wäre nicht geneigt, auch hüllenlose Komplimente auf sich Zu beziehen?
Und sie fordert ihn auf, zu einem kleinen, angeregten Spaziergang.
Und während sie Seite an Seite durCh den schattigen Wald schreiten,
spannt sich der Bogen und Amors Pfeil trifft.
Teils vorbei, teils mitten ins Herz.
AuCh Sonnenanbeter brauchen hin und wieder Textilien.
Sei es auch nur zum Abtrocknen nach einem erfrischenden Bad.
Unsere beiden Helden haben eine Ruhepause eingelegt.
Na, schon müde?
- Etwas. - Entgegnet die blonde Eve.
Und dann schaut sie ihren Begleiter schweigend an.
Aber der ist nicht so Ieicht zu entmutigen.
,,ICh werde das Kind schon schaukeln",denkt er.
Und Iässt dem Gedanken auch gleich die Tat fOIgen,
wobei er sie mit Wohlgefallen anschaut.
Durchaus begreiflich,
denn was er erblickt, kann einem ja auch wohlgefallen.
Ich weiß nicht, ob es so empfehlenswert ist, in einem FKK-Lager Zeitung zu Iesen.
Man wird zu Ieicht von der Lektüre abgelenkt.
Indessen setzt Eve ihren unterbroChenen Waldspaziergang fort.
Nanu, plötzlich so allein?
Ach nein, da kommt er ja schon.
Und so schlendern sie gemeinsam durCh die schöne Natur.
Und wer will es ihnen verargen, dass sie immer tiefer in den Wald hineingeraten.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Jedenfalls gelang Mr. Prince, während des SpaZierganges, seinen ersten Sieg Zu erringen.
Er bat Eve, im Laufe der kommenden WOche mit ihm auszugehen.
Er würde sie noch anrufen.
Und Eve sagte Zu.
Hallo?
Hach...
Wunderbar.
Ja.
Ja!
Sicher, ich komm gern.
Ja, bis dann. ICh freu mich.
Und nach diesem Anruf entfaltet Eve eine rege Tätigkeit.
Sie holt ihren Koffer...
Koffer?
Wozu braucht sie einen Koffer, wenn sie mit Frank ausgeht?
Die kühle Eve wird doch nicht...
Na, war ten wir ab.
Kaum ist Eve gegangen, kommt Sue naCh Hause.
Liebe Sue, stell Dir v0r, ich hatte gerade eben einen Anruf von meiner alten Freundin Fanny.
Sie heiratet nächste Woche. Es ging alles sehr sChnell.
Die kirchliche Trauung ist übermorgen.
Und Fanny hat mich gebeten, unbedingt zu ihrer Hochzeit zu kommen.
Sei nicht bös, dass ich Dich so überstürzt allein Iasse.
Bitte entschuldige mich in der Firma. Ich bin spätestens in einer Woche zurück.
Sag auch Mr. Prince Bescheid. Kuss, Eve.
Nanu, wer kann denn das sein?
Hallo?
Hallo Eve, hier ist Frank.
Er hält mich für Eve, was soll ich jetzt tun?
Haben Sie Lust, heute Abend mit mir Essen zu gehen?
Und ob sie Lust hatte. Aber sie sagte:
Tja, ich weiß nicht.. . ICh hab schOn gegessen.
Na dann, dann könnten wir ja ein bisschen spazieren fahren.
Sie haben mit mir auszugehen, keine Widerrede.
Sagen wir am botanischen Garten? In einer halben Stunde, ja?
Also gut, ich.. .äh ...
Ich bin in einer halben Stunde da.
Fein Eve, also bis gleich.
So Sue, nun ist es passiert.
Und jetzt bekam sie doch ein bisschen Angst vor ihrer eigenen Courage.
Das heißt, so überraschend kam ja die Sache auch wieder nicht.
Denn sie hatte schon Iange diese Idee mit sich herumgetragen.
Aber, was würde Eve sagen?
Egal. SchließIich hat Eve selbst sie darauf gebracht.
Uns hier sehen Sie, wie sie sich verändert hat.
Mit klopfenden HerZen stieg sie Zu ihm in den Wagen.
Am Iiebsten wäre sie gleich wieder ausgestiegen und davongerannt.
Aber, jetZt war es Zu spät.
Endlich. Endlich war sie allein mit dem geliebten Mann.
Und als er auch noch den Arm um ihre Schultern Iegte,
da schmolzen auch ihre Ietzten Bedenken wie Butter in der Sonne.
Frank - denn natürlich nannte Sue in jetzt auch Frank.
Frank also plauderte Charmant und zeigte ihr all die Schönheiten der Natur, die sie umgaben.
Sue Iauschte aufmerksam, wenn auch weniger auf das,
was Frank sagte, sondern vielmehr auf den Wohlklang seiner Stimme.
Und während Sue an der Seite ihres heiß ersehnten Mr. Märchenprinz dahinschritt,
da war ihr so, als schwebte sie auf einer rosaroten Wolke durch den siebenten Himmel.
Während sie plaudernd und Iachend dahinbummelten,
hing doch jeder seinen eigenen Gedanken nach.
Oh mein Gott, hoffentlich merkt er niChts vOn dem kleinen Betrug.
Oder wenigstens nicht so bald.
Denn irgendwann muss es ja herauskommen. Spätestens wenn Eve zurück ist.
Süß ist sie. Ganz Zauberhaft.
Komisch, wie sie plötzlich aus sich rausgeht.
Sonst war sie viel stiller, viel zurückhaltender.
Am nächsten Nachmittag trafen sie sich wieder an der gleichen Stelle.
Wieder stieg Sue in den schicken dunkelroten Sportwagen und dann brausten sie Ios.
Am Vormittag in der Firma hatte sie ebenfalls Eves Rolle gespielt
und hatte Sues Fehlen entschuldigt.
Die erste kleine Lüge zog eine ganze Lawine von weiteren Lügen nach sich.
Wie Iange konnte sie das noch durchhalten?
S0llte sie sich Frank offenbaren?
Das wäre etcher das Ende dieses schönen Traums.
Nein, noch nicht.
Ein bisschen wollte sie ihr gestohlenes GIück n0ch genießen.
Und während Sue noch darüber nachdachte,
wann und wie sie ihm die Wahrheit sagen sollte...
Ich weiß nicht, woran es Iiegt Eve, aber Sie kommen mir irgendwie Anders vor als sonst.
Was haben Sie?
Gestern waren Sie so munter und heute sind Sie so still und so nachdenklich. Was ist Ios?
Ach nichts.
- Sind Sie nicht gern mit mir zusammen? - Oh doch!
Sehr gern sogar, aber mich bedrückt etwas, was ich Ihnen sagen muss.
Ach, so schlimm wird's nicht sein.
Wenn Sie's mir sagen wollen, werden Sie's schOn irgendwann tun.
Aber nun sein Sie wieder fröhlich!
Sue war selig vor GIück.
Hauptsache, dass Frank sie gern hatte.
Und sobald sich ihr Gewissen regte,
da sie nicht nur ihre Schwester Eve, sondern auch den Geliebten hinterging,
sChob sie den Gedanken einfach weit von sich.
Nein, sie wollte nicht daran denken.
N0ch nicht.
An diesem Nachmittag erzählte Frank ihr, dass er für zwei Tage geschäftlich nach Boston müsse.
Er sei zum W0chenende zurück und würde dann direkt Zum Camp rausfahren.
Und er würde sich freuen, wenn er sie d0rt treffen könne.
Und Sue willigte ein.
Das Wochenende kam.
Mr. Prince kam.
Und auch alle anderen waren wieder draußen im Camp.
Es war wie immer.
Man plauderte, man sonnte sich,
man spielte Schach.
KurZ: Man erholte sich von den Strapazen der WoChe.
Jeder auf seine Weise.
Nur eine war nicht gekommen: Eve.
Wo war sie? Was war geschehen?
Mr. Prince suchte sie überall. Vergebens.
Nein, auch am Swimmingpool war sie nicht.
Und auch seine Ietzte Hoffnung,
dass er sie beim Picknick am anderen Ende des Camps finden würde, erfüllte sich nicht.
Resigniert und enttäuscht sank er in seinen LiegestuhI
- und dachte an Eve. - Warum hat sie mich versetzt?
Hab ich etwas falsch gemacht? Hab ich sie gekränkt?
SchließIich konnte er die Ungewissheit niCht Iänger ertragen.
Hallo Eve, was ist Ios? Warum sind Sie denn nicht gekommen?
Sue hatte diesen Anruf gefürchtet.
Aber wenn sie ganz ehrlich war, hatte sie ihn auch ein bisschen herbeigesehnt.
Frank Iieß sie gar nicht zu Worte kommen.
Und als er endlich auflegte, hatte sie sich doch wieder überreden Iassen,
ihn in einer halben Stunde am gewohnten Ort zu treffen.
Aber während Sue sich in Eve verwandelte, kamen ihr d0ch Bedenken.
So ging es nicht wetter. Sie musste endlich die Wahrheit sagen.
Aber nicht draußen, sondern hier in ihrer Wohnung.
Sie rief ihn als0 an und bat ihn, zu ihr zu kommen,
da sie ihm etwas zu sagen hätte, das nicht für fremde Ohren bestimmt sei.
Und als der Schritt endlich get an war,
war ihr ein Stein vom Herzen gefallen und sie fühlte sich unendliCh erleichtert.
Unser Held kam, sah und Sues Mut versiegte.
- Nanu? - Dachte sie.
Er sieht ja so feierlich aus. Und ist so aufgeregt.
Und immer, wenn sie den Mund öffnete, um ihr großes Geständnis IosZuwerden,
- winkte er ab. - ICh muss Ihnen etwas sagen.
Und dann holte er tief Luft, um ihr seine Liebe zu gestehen.
Was ihm jedoch insofern nicht ganZ glückte, da Sue ihm immer wieder ins Wort fiel,
um ihm ihrerseits zu gestehen, dass sie gar nicht Eve sei, sondern ...
Aber er Iieß sie gar nicht ausreden und gab nicht nach,
bis er seine Liebeserklärung Iosgew0rden war.
Und gerade riss er sie mannhaft in seine starken Arme,
als das drohende Verhängnis nahte.
Also so was. Na, das ist doch der Gipfel der Unverschämtheit!
Naja, schön. Es ist nicht jedermann und schon gar keiner Frau gegeben, gelassen zu bleiben,
wenn man den Geliebten in den Armen der eigenen Schwester überrascht.
Wer will es also der echten blOnden Eve verargen,
dass sie zornbebend ihre Schwester herunterputzte?
Eben. Darf ich mal fragen, was hier eigentlich gespielt wird?
Eine ebens0 scharfsinnige, wie berechtigte Frage,
wenn man bedenkt, dass sich unser Freund plötzlich seiner Geliebten
in doppelter Ausfertigung gegenüber sieht.
Gewiss, er mag Iiebestrunken sein, aber so trunken,
dass er das geliebte Wesen doppelt sieht, ist er nun auch wieder nicht.
Sue war tief geknickt.
Jetzt hatte sie nicht nur ihn verloren, sondern auCh n0ch ihre Schwester.
,,Th", werden die Moralisten sagen, ,,das hat sie Davon, geschieht ihr ganz recht",
aber endlich ging unserem Helden ein Licht auf.
Eve ist gar nicht Eve, s0ndern Eve ist Sue. Und, und Sue ist nicht Eve, sondern ...
Also, Iassen wir ihn wetter grübeln.
Sue bat ihre Schwester händeringend ihr zu verZeihen,
aber Eve blieb hart wie Granit. Sie wollte nichts hören.
Aber schließIich gelang es Sue und Frank mit vereinten Kräften, Eve Davon zu überzeugen,
dass sie wirklich nicht die Absicht hat ten, Eve zu hintergehen.
Und Sue beteuerte immer wieder, dass aus dem Spiel
ganz gegen ihren Willen plötzlich Ernst geworden sei.
Und nun zeigte sich die wahre Größe Eves.
Sie räumte klaglos das Feld.
Und Sue hauchte gebrochen:
Jetzt werden Sie mich bestimmt hassen.
Hassen? Ich Iiebe Dich, Sue! Willst Du meine Frau werden?
Tja, womit wir am Happy End angelangt wären.
Aber was ist ein Happy End, wenn am End nicht alle happy sind?
Eve flOh mit ihrem Kummer in die nackte Einsamkeit
und suchte Vergessen in LiCht, Luft und SOnne.
Da sitzt sie nun, allein.
Dank der freien Körperkultur äußerlich dem Auge eine Wonne.
Aber innerlich ein Bild des Jammers.
Doch wie man sieht, ist in einem Nudistencamp kein PIatz für Traurigkeit.
Und auch für Eve wird die Stunde kOmmen, wo aller Kummer vergessen
und wo sie wieder mit den anderen Iustig ist.
Nicht jeder Ball trifft beim ersten Mal ins Ziel.
Wissen Sie, wer das ist?
Das ist Mr. King, der Juniorchef der Firma, in der Mr. Prince Abteilungsleiter ist.
Und wenn mich nicht alles täuscht, hat er ein Auge auf Eve geworfen.
- Na bitte. - Guten Tag, mein Name ist King.
Wollen Sie mit mir ein bisschen Tennis spielen?
Und ob Eve Lust hatte!
Zumal sie den sonst so unnahbaren hOhen Chef sofort erkannte hatte.
Und eines kann man Eve auf keinen Fall absprechen:
Einen gesunden Sinn für die Realitäten des Lebens.
Wozu einem Abteilungsleiter nachtrauern, wenn ich den Chef kriegen kann, hm?
So hilft mitunter die Perücke den Liebenden zu ihrem GIücke.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.