All language subtitles for The Perfect Miss 2024 S01 EP08 German Sub

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Original subtitles

[Glockenschlag]

[erwartungsvolle Musik]

Da verkaufst du jahrelang Krimis, und auf einmal landest du selbst in einem.

Dass der Typ mir echt bis nach Köln gefolgt ist.

Muss man sich mal vorstellen.

Ich habe mir jetzt erst mal Pfefferspray gekauft.

Zum Glück habe ich den Zettel gefunden, sonst wäre ich jetzt tot, oder?

Ja, kann sein.

Können wir vielleicht mal ganz kurz über was anderes sprechen?

Als du weg warst, hatte ich...

Findest du, ich habe irgendwie überreagiert?

Sag ruhig, wenn du denkst, ich wäre komplett verrückt.

Ich sage euch, die war komplett verrückt. Eine Psychopathin.

Ich kann froh sein, dass die mich morgens im Bett nicht gleich umgebracht hat.

Wie Sharon Stone in "Basic Instinct".

[er lacht] Nice.

Nee, nicht nice.

Unser Ralf, ey.

Aber Köln ist auch so eine Stadt, in der einem alles passieren kann. Wie New York.

-Oder Stuttgart. -Ich meine es ernst.

Ich war kurz davor, die Polizei zu rufen.

Verhaftet wegen sexy.

Ach, unglaublich.

-Warte mal. -[Jochen Drei] Ralf.

Wir glauben dir, aber...

...einige Dinge sind einfach unlogisch.

Zum Beispiel?

Der Stalker hat den Zettel gefunden und ist dir nach Köln hinterhergereist?

Einfach so?

-Kann doch sein. -Mhm.

Und warum war der dann schon vor dir in dieser Bar?

Der war halt...

Dem ist halt...

Der hat mich angesprochen.

Ah. Und dann habt ihr einen richtig coolen Abend gehabt.

Der Stalker und du.

Wenn ich gewusst hätte, dass das ein Stalker ist...

Aber war er denn übergriffig?

Hat er irgendwas gemacht, was komisch war?

Ja, der hat gesagt...

er wüsste nicht, was ein Wodka Soda ist.

Das heißt, eigentlich...

...hatten wir eine tolle Zeit miteinander.

Die beste Nacht meines Lebens. Aber auf einmal, zack, ist sie verrückt.

Das kenne ich. Bei meiner zweiten Ex-Frau war das damals im Prinzip das Gleiche.

Liegt das vielleicht einfach an mir?

Seit der Scheidung ist bei mir nur noch Scheiße passiert.

[beide] Nee.

Guckt mich an, das ist nicht mehr der Ralf von früher.

Hm? Ich war verheiratet.

Ich habe mich um meine wundervollen Töchter gekümmert.

In einem großen Haus mit Garten.

Ich hatte das zweigrößte Sportartikelangebot im ganzen Landkreis.

Das hast du doch immer noch. Also, das mit den Sportartikeln.

Die Frage ist doch, wie lange noch.

Ich habe gehört, "Fitness Pöhl" in Stadtallendorf

hat jetzt einen Outdoorbereich.

Mit Kältekammer, pff.

Ich muss noch mal in den Laden. Wir sehen uns hinter der Bühne.

-J's for life. -J's for life.

J's for life.

-Was ist denn eine Kältekammer? -Was weiß ich?

Keine Ahnung.

Was hätte ich denn machen sollen?

Vielleicht einfach kurz zuhören, was der Typ dazu zu sagen hat?

Ja, vielleicht.

Danke, dass du dir meinen ganzen Quatsch angehört hast.

Ich weiß ja, dass du kein Fan bist von solchen privaten Gesprächen.

Kein Problem.

Muss ja manchmal einfach raus, so was.

Alles in Ordnung?

-Du wolltest vorhin doch was sagen. -Ja.

Genau, ähm...

-Als du in Köln warst... -Weißt du, was?

Kann das einen Moment warten? Ich muss nur kurz was nachschauen.

Okay, wenn das unbedingt sein muss.

Danke.

[Radiomoderatorin] Es ist zwölf Uhr, und ihr hört Marburg FM.

Heute ist es wieder so weit. Das große Stadtfest ist da.

Die Rückkehr des Chaos-Pendels.

Und wir sind heute den ganzen Tag live für euch dabei.

Marburg FM, immer für dich da.

[fetziger Rocksong ertönt]

Oh nein.

[Bremsen quietschen]

[er seufzt]

[sanfte Musik]

[er seufzt]

[Lily] Er hat seine Katzen trainiert.

Die können jetzt sitzen. [sie lacht]

-[Türglocke] -Hallo.

[Lily] Papa?

-Hey. -Ach, Mensch, Lily.

-Na, wie geht's? -Das ist ja schön.

Warte mal. Na, wie geht's dir?

-Hast du schon Heimweh? -Mir geht's gut.

-Wie geht's dir? -Ja, mir geht's auch gut.

Du erzählst einen Scheiß.

Na, was ist das denn für ein Ton?

Kann sein, dass man so im verwahrlosten Köln mit seinem Vater redet,

aber hier in Marburg herrschen...

-Was ist denn los, Papa? -Mir geht's gut.

Mir geht's gut.

Allen geht es sehr, sehr gut. Allen, außer...

außer mir.

Ach, Papa. Was ist denn passiert?

[Ralf] Ich habe in Köln doch eine Frau getroffen.

[verspielte Musik]

Der Steve.

-[Handysummen] -Oh.

[verspielte Musik läuft weiter]

[̇sie seufzt genervt]

-[Sophie] Ja? -Ich habe das Auto gefunden.

Hinten sind Instrumente drin.

Und der Typ aus Köln, der konnte doch auch Klavier spielen.

Das könnte sein Auto sein.

Okay, dann...

Warte ich jetzt am besten hier, bis er kommt, oder?

-Na ja, was willst du... -Und wenn das doch ein Psychopath ist?

Hier ist niemand außer mir.

Ich mache es ganz anders.

Danke für deine Hilfe, tschüss.

[Besetztton]

[verspielte Musik]

Dritter Gang.

[Lily] Und du hast keine Ahnung, wer die Frau war?

-Nein. -Papa.

-Ich bin echt richtig stolz auf dich. -Ja?

Vor ein paar Wochen kamst du kaum aus dem Laden raus,

und jetzt hattest du so ein crazy Blind Date in Köln.

Ja, mit Betonung auf "crazy".

-Ja, gut, das Ende klingt ein bisschen... -Was?

Beängstigend? Lebensgefährlich?

Strafrechtlich relevant?

-Ja, aber Rest klingt doch mega. -Ja.

Ja, finde ich auch irgendwie.

-Wie hieß denn die Frau? -Anita.

Mhm.

Du, ich habe sogar gesungen.

-Was? -Ja.

[hohe Stimme] ♪ It's gonna take a lot To drag me away fom you ♪

♪ There's nothing that A hundred men or more could ever do ♪

-♪ I bless the rains down in... ♪ -[Rick] Herr Hartmann?

Äh, dürfte ich vielleicht auch noch ein bisschen mit Lily sprechen?

Er muss noch fertig singen.

Ja, ich habe noch nicht fertig gesungen.

Papa, machen wir das bald mal wieder? Ich vermisse dich nämlich.

Ja, natürlich, gerne.

Ah, und ich vermisse dich übrigens auch ganz dolle.

-Tschüss. -Tschüss.

All right, wo waren wir?

Der Katzen-Dude...

Sag mal, hat der vielleicht einfach eine Psychose, oder so?

[Lily lacht]

Rick.

[drollige Musik]

[Glockenschlag]

[Ralf] "Treffen, 18 Uhr, Kakao.

Am Café-Schwöbel-Stand? Ani..."

Anita?

[sanfte Musik]

[Glockenschlag]

18 Uhr...

Okay.

[Glockenschlag]

[Johanna] Äh, Maria? Maria, hast du mal eine Minute?

Ich habe gleich ein Interview, da dachte ich,

ich komme vielleicht einfach mal persönlich vorbei.

Süß, der kleine Stand.

Mhm.

Ich habe denen übrigens gesagt, dass ich für dich nicht die Nonne mache.

Wenn du glaubst...

-Supertolles Buch, Frau Augustin. -Danke.

Ja, ich hätte dir das vorher sagen müssen. Aber dann wärst du nicht hingefahren.

Du hast mich ins Messer laufen lassen. Ich kam mir so bescheuert...

Frau Augustin.

-Ich finde das so toll, was Sie machen. -Danke schön.

-[Frau] Können wir ein Foto machen? -Natürlich.

-So... -Ich mache das schon.

-[Johanna räuspert sich] -Smile.

[Frau] Vielen Dank.

Von mir aus könntest du das Buch auch unter deinen Namen veröffentlich, ehrlich.

Aber der Verlag sieht das halt anders. Die denken nur als Geld.

Und wenn da Augustin draufsteht, denken sie gleich...

Dann lass es uns doch zusammen machen.

Wie? Zusammen?

Wir schreiben ein Buch über Hexenverbrennung.

Meine Idee, deine Expertise.

Und am Schluss schreiben wir beide Namen drauf.

Lampe und Augustin.

Nein. Nein, das geht nicht.

Dann andersrum. Augustin und Lampe.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass das möglich ist.

Gut. Überleg's dir einfach.

Sonst geht Anita Sophia del Mar

mit ihrer guten Idee nämlich einfach zu einem anderen Verlag.

Wer?

[Radiomoderatorin] Es ist halb fünf. Wir berichten noch vom Stadtfest.

Neben mir immer noch der Bürgermeister. Herr Dörsum, was erwartet uns denn jetzt?

[Dörsum, hessisch] Erst mal haben wir wie immer ein ganz wunderbares Musikprogramm.

Rock 'n' Roll von den "4 J's",

und als Headliner haben wir schließlich Oli P. auf der Bühne.

Für unsere kleinen Marburger ist Beppo, der freche Clown, auch wieder dabei.

[Radiomoderatorin] Das klingt nach viel Spaß.

[Clown ächzt]

Was für eine verschissene Drecksscheiße.

-Das tut mir so leid. -Wer hat dir ins Hirn geschissen?

Ich rufe einen Krankenwagen.

Aber nicht für mich, sondern für dich, Arsch.

[er wimmert] Ah, verdammt.

Hallo? Hartmann ist mein Name.

-Wir hatten hier einen Unfall. -Ich bringe dich um.

[Glockenschläge]

-Danke, du bist meine Rettung. -Gerne.

Oah, das war ja ein verrückter Nachmittag, oder?

Entschuldigung, wenn ich vorhin so ein bisschen anstrengend war.

Ich verspreche, ab jetzt reden wir nur noch über Geschäftliches.

-Wie läuft's denn bisher? -Ich kündige.

Hm?

Ich weiß, das kommt jetzt plötzlich. Also, für dich.

Aber mir war das in letzter Zeit einfach...

einfach ein bisschen zu viel im Laden.

[einfühlsame Musik]

Zu viel was?

Zu viel... du.

Ich fange nächsten Monat in einem anderen Buchladen an.

Oh.

Bei "Leselust Wölke".

Dir ist schon klar, die verkaufen nur noch Kochbücher, Duftkerzen

und überteuerte Kugelschreiber.

Nee, ich gehe nicht zu Wölke.

Du gehst zu Nikki.

Sie war im Laden und hat mir ein Angebot gemacht.

-Ich kriege da einfach deutlich mehr Geld. -Du weißt schon, warum die das macht?

Die benutzt dich, um sich an mir zu rächen.

Maria, ich verstehe, dass du wütend bist.

Aber mir wäre es wirklich lieb,

wenn unsere Kommunikation dazu professionell und gewaltfrei...

Scheiße, verdammt.

Sprich doch einfach mit mir, Nikki.

Ganz simple Basics. Senden und empfangen.

[Radiomoderatorin] In zehn Minuten geht's los mit der Lesung

mit anschließender Autogrammstunde von Johanna Augustin.

-"4 J's". -Auch eine Tochter...

Da ist er ja endlich.

Was ist mit dem Auto los?

Jungs, ich habe eine Verabredung mit der Verrückten aus Köln.

Jetzt noch?

Ja, wir sehen uns später. Ich bin zur Show wieder da.

-[Maria] Senden und empfangen. -[Schuss]

[Kirmesansager] So, ihr Mäuse. Herzlich willkommen zurück.

Checkt eure Tickets für die nächste Runde.

Jetzt geht's rasant ab.

[Maria] Komm, geht ran.

[Schuss]

[Freiton]

Feigling.

[Moderatorin] Meine Damen und Herren, Johanna Augustin.

[Jubel und Applaus]

[Johanna] Hallo, Marburg. Hallo.

-[Jubel] -Danke. Danke, das ist total lieb.

[Moderatorin] Johanna Augustin, so schön, dass Sie da sind.

Hier bei uns, auf dem roten Sofa von Marburg.

[entfernter Jubel und Applaus]

[verspielte Musik]

[Sophie] Ich habe neue Bücher reinbekommen. Cool.

-Auch viele neue Stände, ne? -[Frau] Ja.

-[Sophie] Oder? -Ja.

Aber auch sonst...

Hallo.

Äh, ich weiß nicht, ob Sie sich noch an mich erinnern.

-Die Bowlingbahn. -Ich erinnere mich.

Sind Sie die Besitzerin dieses Ladens?

Nee. Wollen Sie was kaufen? Ich habe hier auch noch andere Kunden.

-Äh, nein. Trotzdem vielen Dank. -Mhm.

Wiedersehen.

[leise] Creep.

Vielen Dank, dass Sie sich heute für uns die Zeit genommen haben.

Sie müssten wahrscheinlich am Schreibtisch sitzen

und an Ihrem nächsten Roman arbeiten, oder?

[Johanna] Der nächste ist schon fertig.

"Das sechste Siegel vom Rotenberg" erscheint noch in diesem Jahr.

[Moderatorin] Ich kann es kaum erwarten.

Unser wunderbares Publikum wahrscheinlich auch nicht, oder?

[Applaus und vereinzelte Jubelrufe]

Dann hoffe ich, dass wir Sie nächstes Jahr...

[Johanna] Äh, ich schreibe allerdings schon an meinem nächsten Roman.

Wollen Sie uns schon verraten, worum es da geht?

Ich... sage nur so viel: Es geht um Hexenverbrennung.

Oha, ein heißes Eisen sozusagen.

Wir sind gespannt.

Allerdings hatte ich dieses Mal Lust,

mit einer wahnsinnig talentierten Co-Autorin

zusammenzuarbeiten und zu schreiben.

Da drüben steht sie übrigens.

Komm doch mal hoch, Maria.

[neckische Musik]

Na, dann haben wir ja bald

zwei Bestsellerautorinnen hier in Marburg.

Wunderbar, meine Damen und Herren, Johanna Augustin

und...

Maria Lampe.

[Jubelrufe und Pfiffe]

[Glockenschlag]

[Handyklingeln]

[Lotta] Papa.

Ah, hey.

Du, ich bin gerade auf dem Weg zu...

Sag mal, bist du allein? Wo ist denn...

Ah.

-Heike. -Ralf.

-Jürgen. -Ralf.

Guck mal hier. Hier.

-Na, schon aufgeregt? -Ich weiß natürlich nicht, ob sie kommt.

Ach so, das könnt ihr ja nicht wissen, ich treffe mich gleich mit einer...

mit einer Frau.

Echt? Ach, schön.

-Ja. -Absolut.

So, ich muss dann weiter. Sie kommt in zehn Minuten.

-Sehen wir uns? -[Lotta] Niemals.

Du machst eh nur wieder was Peinliches.

Wie kommst du darauf? [er setzt Gebrüll an]

-Moment. -[Handyklingeln]

-Ich kann jetzt nicht. -[Jochen Eins] Starten wir ohne dich?

Was?

-[leise] Tschüss. -Wir sind da, nur du nicht.

Wieso denn jetzt? Wir sind doch erst...

Die Stage Time wurde vorgezogen. Wir spielen um 18 Uhr, nicht um 19 Uhr.

-Okay, ich komme. -Ja, beeil dich.

[entschlossene Musik]

[Ralf] Oh nein, oh nein, oh nein.

[Fotografen rufen durcheinander]

Noch neun Minuten. Äh, ich muss dann jetzt auch.

[Moderatorin] So, Marburg, wir machen weiter mit unserem Programm.

Gleich spielen hier die "4 J's" aus Marburg.

[entfernter Jubel und Applaus]

Kann mir mal... Oh.

-Falsches Zelt. -Ja, allerdings.

Alter, das war knapp. In ein paar Minuten ist Stage Time.

Warum spielen wir denn plötzlich früher?

Beppo der Clown hatte einen Unfall.

Ey! Ich wollte euch nur noch schnell viel Erfolg wünschen.

Ich habe doch gesagt, keine Groupies im Backstage.

-Das hier ist für dich. -Toll.

-Danke. -Ah.

Die 43,5. Hallo. [er lacht leicht]

Ja, ja. Hat aber gedauert, bis ich die hatte.

Meine Tochter musste sie in Ihrem Sportgeschäft abholen.

In der Buchhandlung waren sie nämlich nicht.

Moment mal, hat Ihre Tochter hier einen Stand?

Mit einer unhöflichen Mitarbeiterin? "Leselupe"?

Lampe. "Leselampe" heißt der.

Ich war die ganze Zeit im falschen Laden.

Das heißt, du hast Maria nie kennengelernt?

Maria?

Ich wollte die beiden verkuppeln.

[Wilhelm] Na ja, versuchen kann man es ja mal.

-Ist Maria aus Köln schon wieder zurück? -Ja, seit gestern.

-Womöglich guckt sie sich den Auftritt an. -Hey.

-Moment, wieso war die in Köln? -Die war bei einem Verlag.

-Wegen ihres Buchs. -Was für ein Buch?

So ein Nonnenroman.

-In Köln? -In Köln.

-Aber... -Let's go. J's for life.

-[alle drei] J's for life. -Äh...

[Moderatorin] Und hier sind sie für euch:

-Die "4 J's" aus Marburg! -[Jochen Eins] Ralf, jetzt komm.

[tosender Jubel und Applaus]

Sorry.

[sie keucht]

[Verkäuferin] Willkommen, was darf es denn sein?

Bitte schön.

-Danke, stimmt so. -Danke dir.

-[Maria] Tschüss. -Tschüss, viel Spaß.

[Maria ruft] Nikki.

Warte mal.

Bleib doch mal stehen. Nikki.

Au.

Nikki. Die Tassen sind heiß. Jetzt bleib doch mal stehen.

[fetzige Gitarrenklänge ertönen]

-[Jochen Eins] Hallo, Marburg! -[Jubel]

Du siehst heute Nachmittag wieder so verdammt sexy aus.

Ich weiß, eure J's haben sich in letzter Zeit rar gemacht.

Aber was soll ich sagen?

[geheimnisvoll] The boys are back in town.

[Drumsticks klacken]

[dynamische Rockmusik]

[Publikum klatscht im Takt]

♪ Guess who just got back today? ♪

♪ Them wild-eyed boys that had been away ♪

♪ Haven't changed Haven't much to say ♪

♪ But man, I still think Them cats are crazy ♪

Nikki, jetzt bleib mal stehen.

Ich weiß, du bist sauer auf mich. Aber das mit Sophie ist echt...

Ich habe ihr nur ein Angebot gemacht.

Der Rest ist wahrscheinlich einfach schlechtes Karma.

Ich hätte dir das mit Max früher sagen sollen,

aber es war alles so verkorkst.

Ich wollte einfach nur... Sorry, heiß, heiß.

-Du, ich muss jetzt auch weiter. -Ähm, na ja...

Zumindest bist du ihn jetzt los, den Max.

Ich meine, jetzt, wo klar ist, dass er eine menschliche Vollkatastrophe ist.

-Wenigstens das, oder nicht? -[Max] Hey.

Kommst du, Nikki?

-Was wollte die denn? -[Nikki] Ach, egal.

-Weiß sie, dass Sophie für dich arbeitet? -Hey, hey, hey.

Jetzt mal nicht so schnell.

Hey.

-Das ist nicht dein Ernst, oder? -Kannst du dich da raushalten?

Kannst du bitte deine Schnauze halten?

Ich weiß, sind wir keine Freundinnen mehr,

aber dass das hier ein Fehler ist, sieht doch jeder.

Ah, sch... Sekunde.

Meinetwegen musst du nie wieder mit mir sprechen...

Ich bin schwanger.

[Max] Komm, wir gehen.

[entfernter Jubel und Applaus]

O... kay.

[sie seufzt]

[Jochen Eins] Der nächste Song ist was ganz Besonderes.

Den haben wir nämlich extra für diesen Tag geschrieben.

Eure "4 J's" saßen damals im Chaos-Pendel. Oh yeah, so.

[kraftvolle Rockmusik]

Aber was noch viel wichtiger ist: "Under the Marburg sky".

"...Marburg sky".

♪ The memories will stay ♪

♪ It was a warm day at the end of May ♪

[Lied ertönt entfernt weiter]

♪ And now were turning around And around and around and around ♪

Yeah!

[fetziges Gitarrensolo]

Nee, Leute, ich muss was sagen. Wartet kurz.

Ich muss was sagen, und zwar zu Anita.

Ich habe gehört, dass du auch hier bist.

Ich habe das Rätsel gelöst.

Du bist gar nicht aus Köln.

Du bist die Frau, die mir hier immer aufs Auto schreibt.

Wir hätten uns auch längst getroffen,

aber ich wusste nicht, dass es zwei Buchläden in Marburg gibt.

-Wir haben sogar drei Buchläden. -Ja.

Und wäre der Auftritt nicht vorgezogen worden,

weil ich den Clown überfahren habe, wegen deinem Kakao,

wäre ich zu dem Treffen gekommen.

Aber jetzt, wo ich weiß, wer du bist, treffen wir uns nachher, ja?

Und darauf freue ich mich sehr.

Und das hier, Anita, das ist für dich! [er schreit auf]

[flotte Keyboardklänge]

[schriller werdende Keyboardklänge]

Wow!

[Schlagzeugbecken klackt]

[ansteigend] ♪ Oh ♪

♪ Flying high ♪

♪ Up and down ♪

♪ Dark is the sky of Marburg town ♪

♪ There's no light And there's no sound ♪

♪ Blacked-out night We're turning around ♪

[Lied ertönt entfernt weiter]

[Nachrichtenton]

[sanfte Musik]

-♪ Flying high ♪ -♪ So high ♪

-♪ Flying high ♪ -♪ So high ♪

♪ Flying ♪

[beide] ♪ High ♪

[dynamisches Schlagzeugtrommeln]

-[Lied endet] -[Jubel und Applaus]

Ey, kannst du mir mal sagen, was das sollte?

-Es tut mir leid... -Wie geil war denn bitte dieses Solo?

-[Jochen Drei] Richtig geil. -[Jochen] Ja.

Wer ist denn diese Anita?

Meine Anita... ist deine Maria.

-Wie jetzt? -Erkläre ich später.

Wo willst du hin? Die "4 J's" steigen jetzt schön noch mal in das Chaos-Pendel.

Wie damals. Ich habe auch was vorbereitet.

-[sie lachen] -Oh.

[Jochen Eins] Geil.

-Könnt ihr das ohne mich machen? -[Jochen Zwei] Komm kurz mit.

J's for life.

-J's for life. -Auf geht's!

[Kirmesansager] Ihr seht schon blass aus.

[Maria] Papa.

Wo warst du denn? Jetzt hast du die ganze Show verpasst.

Mein Freund ist ein richtiger Rockstar. Also, im Rahmen seiner Möglichkeiten.

-Wer ist denn der Typ da? -Jochen.

-Nee, der mit den dunklen... -Das ist Ralf.

Den wollte ich dir vorstellen.

Das ist der Typ, der mir die Schuhe verkauft hat.

Die hast du abgeholt. Der ist etwas merkwürdig, aber sonst.

Ist der hier irgendwo noch?

Nee, aber die wollten sich alle gleich drüben treffen.

-Am Chaos-Pendel? -Mhm.

Warte mal. Du bist doch damals auch mitgefahren, ne?

-Ja. -Lustig. Dieser Ralf und die Jochens auch.

[Kirmesansager] Finale, Feuer frei.

Was ist denn los mit dir?

Weiter, weiter, weiter geht's hier in Marburg.

Under the Marburg sky.

[Kirmesansager] Achtung, Freunde, jetzt endlich wieder eingestiegen.

Endlich wieder mitgefahren.

[sie grölen]

[einfühlsame Musik]

[entferntes euphorisches Kreischen]

[rhythmisches Trommeln setzt ein]

[Lied: "Africa" von Toto]

[soulige Rockmusik]

♪ I hear the drums echoing tonight ♪

♪ But she hears only whispers Of some quiet conversation ♪

♪ She's coming in, 12:30 flight ♪

♪ The moonlit wings reflect the stars That guide me towards salvation ♪

♪ I stopped an old man along the way ♪

Steve.

Anita.

♪ He turned to me as if to say ♪

♪ "Hurry, boy It's waiting there for you" ♪

♪ It's gonna take a lot To drag me away from you ♪

♪ There's nothing that A hundred men or more could ever do ♪

♪ I bless the rains down in Africa ♪

♪ It's gonna take some time To do the things we never had ♪

♪ Uh, uh ♪

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