All language subtitles for The Perfect Miss 2024 S01 EP06 German Sub

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Original subtitles

[elegante Klaviermusik]

Hallo, mein Name ist Sebastian Fitzek und ich begrüße Sie zu unserer Masterclass

"Bestseller schreiben für Anfänger".

Hier werden Sie ihn bekommen,

den entscheidenden Motivationsschub,

sich hinzusetzen und Ihren Traum zu verwirklichen.

Haben Sie sich bereits Gedanken

um das soziale Umfeld Ihrer Figuren gemacht?

Und was wünschen Sie sich für sie? Was ist ihre Katharsis?

Was ist ihre Backstory? Was tragen sie mit sich herum?

Ist Ihre Figur in einer festen Beziehung oder zum Beispiel frisch geschieden?

-[Maria] Halteverbot. -[Ralf] Was sind Sie für ein Mensch?

[Maria] Radfahrerin mit Wunde am Knie.

[Ralf] Ein Katzenpflaster für Sie.

[Maria] Mag keine Katzen, bin Hundemensch.

[Ralf] Wie geht's Ihrem Knie?

[drollige Musik]

[Maria] Top. Und selbst?

[Fitzek] Stellen Sie sich selbst die Frage:

Was ist das tiefe Bedürfnis Ihrer Figur?

Und vor allem:

Wird sie den Mut aufbringen, über sich selbst hinauszuwachsen?

[Fitzek] Denken Sie daran, es ist nie zu spät für einen neuen Anfang

und für eine Karriere als Romanautorin oder -autor.

Kafka musste erst sterben, um berühmt zu werden.

Ganz so lange sollten Sie nicht warten.

[Handysummen]

-Papa, was gibt's? -Fahr nicht zur Hochzeit.

Sag mal, spinnst du? Sorry, nicht Sie.

Natürlich gehe ich zur Hochzeit.

Das brauche ich für meine Katharsis.

Mir als Autorin ist es jetzt erst klar geworden:

Die Geschichte mit Max ist ja dramaturgisch längst auserzählt.

Gemeinsame Backstory hin oder her.

Ach so, sorry, Autorensprache.

Warte...

[kurzes Fahrradklingeln]

Aber wenn Nikki und Max heiraten...

dann ist das für mich ja quasi so ein neues Kapitel.

Dann kann ich mich auf meine Karriere konzentrieren.

Ach so, was ich dir noch sagen wollte...

-Du Arschloch! -'tschuldigung.

Nicht du, hier so ein...

Papa, hör zu.

Ich fahre morgen direkt nach Köln zum Verlag.

Ja, ich weiß.

Das ist die Chance. Ich bin Schriftstellerin.

Kein Max mehr, keine Ablenkungen.

[Handy vibriert]

Ich muss auflegen, bis später.

-Max. -Maria, gut, dass du rangehst.

Warten Sie, vielleicht brauchen wir den nicht mehr.

Max, was ist denn?

-Sie können gern vor. -Nein, danke.

Ach.

Na? Ich habe gerade an dich gedacht.

Wie hatten einen Grabkranz bestellt, für Hartmann. Also Arthur.

-[Max] Hast du die Blumen bekommen? -Die Nelken, ja.

Warum nicht gleich ein Grabkranz?

[Verkäuferin ächzt leicht] So.

Ja, mein Beileid. Der Opa?

-[Ralf] Ich bin der Vater. -Nee, mein Hund.

-[Ralf] Also ihr Vater. -Sein Hund.

Ja, ist keine leichte Zeit.

Also wegen der Hochzeit, ne? Ich...

Also ein Wort von dir, und ich breche das Ganze ab.

Sag mal, willst du mich verarschen?

Ähm, nicht Sie.

-Ich jetzt? -Ja, du, Max.

-[Verkäuferin] Bar oder mit Karte? -Nein, keine Folie bitte.

Es geht um Geld.

-Ach so. -Mit Karte.

[Max] Soll das aufhören, nur weil Nikki und ich heiraten?

[Maria] Schrei doch noch lauter.

Keine Panik, ich bin im Blumenladen. Hört keiner mit.

Okay, also das war's dann?

Ja, Max, das war's.

Ich weiß nicht, warum du immer wieder damit anfängst.

-Maria, hör mir bitte zu. -Nein, jetzt hörst du mir zu.

Wenn wir beide ganz ehrlich sind, Max,

dann hatten wir einfach die ganze Zeit nur Schiss, es zu beenden.

Aber es ist nie zu spät für einen neuen Anfang.

Ach so, so einfach ist das, ja?

Aber es war doch nicht alles schlecht.

[leise] Na... der Sex.

Äh, könnten wir vielleicht noch Nelken haben?

Hier, die gelben? Das war Arthurs Lieblingsfarbe.

-[Lotta] Hm? -Gelb wie sein Halsband.

-Das war rot. -Ja, genau.

Also alles dann, ja?

Nein, nicht alles. Aber es war auch nicht alles gut.

-Sonst wären wir ja noch zusammen. -[Max] Ja, gut.

Ich meine, was hast du dir vorgestellt?

-Papa. -Ja?

Da wartet eine Megafrau auf dich und will dich heiraten.

[Handy vibriert]

-Ich muss Schluss machen. -Schluss machen? Mit mir?

-Nein, nicht mit dir. -Warum denn?

Weil wir nicht mehr zusammen sind. Wie oft denn noch?

-Maria. -Ich habe alles gesagt. Bis später.

So, was bekommen Sie denn jetzt für den Brautstrauß?

-Ich kann Max nicht heiraten. -Was?

-[Frau räuspert sich] -Was?

Na? Ihr habt euch ja Zeit gelassen.

-Wir haben noch Nelken geholt. -Der Typ hat eine Affäre.

-Wer? -Was?

Der Mann, da eben im Blumenladen.

Der heiratet heute.

Ja, und?

Ratet mal, wer zur Hochzeit eingeladen ist. Ich.

-Ich gehe aber nicht hin. -Du kennst den?

Nein.

Aber ich kenne die Braut. Sie ist eine ganz nette Frau.

-Nikki, jetzt warte doch. -Ich bin mir plötzlich total unsicher.

-Ich sehe doch furchtbar aus. -Wie schlimm kann es schon sein?

Zeig es mir mal, schwenk mal runter.

Oh. Ja, aber ist doch gar nicht so schlimm.

Das Kleid ist der absolute Horror.

Nur weil seine Mutter das auch trug.

Die hätte sich darin beerdigen lassen sollen.

-Dann müsstest du es jetzt nicht tragen. -Ja, im Ernst.

-Ich breche das ab. -Nein.

Doch, das ist die Frau, die den Buchladen in der Oberstadt hat.

Die hat mich da sogar mal massiert.

Später waren wir zusammen in der Dampfsauna.

Papa, du hast schon wieder eine Neue?

Was? Nein, nein. Ich kenne sie über Jochen.

Der ist mit Ihrem Vater zusammen.

Sie ist die Verlobte von dem Typen in dem Blumenladen.

Die Braut, die betrogen wird. Moment, ich habe meine Nummer heute...

Äh, kann sein, dass... Da muss ich rangehen.

-Ja, hallo? -[Mann] Was soll der Roman auf der Karre?

-Bring die mal in die Waschstraße. -Nein, die bleibt so.

Jedes Tag gehe ich hier vorbei. Es ist wirklich dreckig.

-[Nikki] Die Hochzeit ist gestorben. -Nikki.

Pass auf. Ich bin sowieso gerade auf dem Weg zu dir.

Und mit dem Fahrrad...

Wie lange brauchst du denn?

Maria? Bist du noch da?

Ich werde diese Hochzeit retten.

-Du musst die Hochzeit verhindern. -Ich habe damit doch nichts zu tun.

Doch, jetzt schon.

Du weißt Bescheid. Außerdem bist du eingeladen, hallo?

Ich wollte nicht hin wegen der Beerdigung. Ich hätte auf der Party vorbeigeschaut.

Aber die Trauung kann ich nicht schaffen, die ist ja schon... in zwei Stunden.

Du musst der das sagen, dass der zweigleisig fährt.

Sagt die Frau, die jede Woche zwei neue Typen anschleppt?

[Lily] Das ist was anderes.

-Na ja. -Na.

Es sind keine Affären, es sind offene Beziehungen.

Die wissen voneinander, wir haben es uns so ausgesucht.

Es ist alles transparent und fair.

Also ich kann jetzt hier nicht weg.

[Lotta] Ja, genau, wegen Arthur.

Kannst du schon mal die Schaufel aus der Garage holen?

-Ja, klar. -Das dauert doch maximal eine Stunde.

Das sind immerhin sieben Hundestunden.

Wir beerdigen jetzt den Arthur. Als Familie.

-[elektrisches Knarren] -Das geht vor.

Na gut, musst du selber wissen.

Karma und so, ne?

Ja, ja, ja, kein...

Problem.

Äh...

[klackernde Musik]

[drollige Musik]

Mist.

[drollige Musik läuft weiter]

[er schreit auf]

Ja.

[Band spielt entspannten Jazz]

[angeregtes Stimmengewirr]

[Gemurmel, leises Gelächter]

Maria?

Bianca.

[Maria lacht verlegen]

Interessantes Kleid.

Vintage?

Äh, danke.

Nein, das...

Wie schön.

Das ist der Finn, mein Sohnemann.

-Hallo. -Und das ist die Maria.

Die Maria war mal mit dem Max zusammen, bis...

-Wann habt ihr euch getrennt? -Puh, das, äh...

Das ist ganz schon lange her. Ich...

Da vorne ist der Tristan, mein Göttergatte.

Und mit wem bist du da?

Mit mir.

Okay. Du, ich muss jetzt wirklich zur Braut.

Ja, keinen Stress. Wir haben später noch genug Zeit, ne?

Bestimmt.

Nicht.

[drollige Musik]

Sagt mal, hat die Mama ein neues Auto?

Ah ja, super, du hast die Schaufel.

Kannst du das Grab ausheben, da unterm Baum?

Aber so ein SUV kostet doch.

-Hat sie das Haus in Holland verkauft? -Das Keyboard kannst du auch aufbauen.

[Heike] Kannst du vielleicht gleich noch den Kuchen aus dem Ofen holen?

Was macht der denn hier?

Guck mal, unser Scheidungsanwalt. Weißt du noch?

Ist der für Arthurs Nachlass da? Oder warum habt ihr den Jürgen eingeladen?

Ist das...

Mamas neuer Jürgen?

[angespannte Musik]

-Hallo. -Hi.

[Mann] So, wenn es geht, jetzt einfach nicht mehr weinen, okay?

Hey, hier bist du.

Maria.

Du siehst... furchtbar aus.

Ich weiß.

Wir sehen heute einfach zusammen furchtbar aus.

Das ist so...

Danke.

So. Dann steht der Hochzeit ja jetzt nichts mehr im Weg.

Es ist nicht nur das Kleid.

[Maria] Wieso, was denn noch?

-Die Frisur? -Nee, wieso?

Nee, die Frisur ist schön.

Ich denke seit Tagen über was nach.

Ist es nicht toll, wenn man weiß, mit diesem Menschen und keinem anderen

will ich den Rest meines Lebens verbringen?

Ja, klar.

Und da muss man sich ja auch ganz sicher sein.

Ja, natürlich.

Scheiße. Ich bin mir da gerade überhaupt nicht sicher.

Und warum... so plötzlich?

Na ja, gerade Max? Ich meine, nach allem, was...

Ja, na klar, Max, ne? Ja.

Aber hey, Max ist total familiär.

Max ist wahnsinnig unkompliziert und macht super Käsebrote.

Mit kleinen Gurken und Zwiebeln, superlecker.

Und hey, für sein Alter sieht er echt noch voll okay aus.

Der ist megasportlich, hat echt Ausdauer.

Der ist spontan, und er ist ein wahnsinnig leidenschaftlicher Mensch.

Leidenschaftlich im Sinne von ambitioniert.

Der hat natürlich auch seine Defizite, klar. Machen wir uns nichts vor.

Seine Ungeduld. Und die Haare auf seinen Füßen.

Und sein Fahrstil. Und diese Turnschuhe. Wer trägt denn so was?

Die Geräusche beim Essen gewöhnt er sich auch nicht mehr ab.

Siehst du?

Mann, Nikki, Ich glaube, du kriegst einfach nur kalte Füße.

Aber schau mal.

Ich glaube, es ist wahnsinnig wichtig für unsere Fr...

für eure Katharsis, dass ihr da jetzt den nächsten Schritt macht.

Damit das nächste Kapitel losgeht. Als Paar.

Maria?

Mal im Ernst.

Ich habe kein gutes Bauchgefühl.

Da stimmt doch was nicht.

[drollige Musik]

-[Ralf ächzt] -[Heike räuspert sich]

Äh, mein Beileid.

Danke.

Aber so gut kannte ich den Arthur eigentlich gar nicht.

Ich hatte den ja nur... einen halben Tag.

Ja.

Apropos, wie lange ist denn unser Jürgen schon dein Jürgen?

Ach so, das ist noch total frisch.

-Nur so ein, zwei... -Wochen?

Also erst... nach der Scheidung?

Ja. Klar.

Ah.

-Ah, wenn man vom T... -[Jürgen] Ja, Ralf.

-Na so was. -Ja, na so was, ne?

Mit mir hättest du nicht gerechnet auf der Beerdigung von meinem Hund.

Also, die Umstände sind natürlich nicht optimal.

Aber hör mal, Heike hatte mich um steuerlichen Rat gebeten.

Ja, also erst nach der Scheidung.

Genau, ja. Und da habe ich sie natürlich...

-Flachgelegt? -...beraten.

[Lotta] Mama, haben wir noch Besteck irgendwo?

Ja.

Ich komme. Ich lasse euch mal...

Entschuldigung, das war...

Ich bin ein bisschen... Also wegen dem Hund.

Klar. Schon okay.

Ja, mein herzliches Beileid, Ralf.

Also wegen dem Hund, ne?

Und wenn es nach mir gegangen wäre,

dann hätten wir dir natürlich schon viel früher was erzählt, ne?

Ja.

Na ja, viel früher ging ja nicht.

Ja, eben, ne? Ja.

Maria, ist doch offensichtlich.

Ähm, was meinst du denn jetzt genau?

Ich stehe jetzt irgendwie auf dem Schlauch.

Max ist fremdgegangen.

Wow.

Und weißt du auch mit wem?

Hä? Er ist dir fremdgegangen. Damals, mit mir.

Ich weiß, dass wir dir damals sehr wehgetan haben.

Ja, na klar. Oh ja, das war richtig scheiße.

Aber das haben wir lang und breit geklärt. Warum sollen wir jetzt noch mal...

Nee, wer einmal fremdgeht, der macht das wieder.

Manchmal denke ich, dass ich gar nicht die Richtige für ihn bin

und dass er jemand anderen sucht.

-So jemanden wie dich. -Nee, also...

Nikki, ich muss dir was sagen.

[angespannte Musik]

Jetzt mal ehrlich, wir haben alle unsere Leichen im Keller.

Also was ich damit sagen will...

Ja, Max und du hättet damals mit offenen Karten spielen sollen.

Aber das heißt ja noch lange nicht, dass er sich nicht geändert hat.

Nein?

Du hast dich doch auch entschuldigt. Und er heiratet dich heute, Nikki.

In diesem furchtbaren Kleid.

Und jetzt vergisst du das einfach alles und du schaust nach vorn

und du konzentrierst dich auf die wichtigen Dinge.

Wichtig ist, dass man sich seine Fehler verzeiht.

Man darf sich halt nicht aufgeben.

-Am Ende zählt doch... -Die Liebe.

Oder?

Stimmt.

Na?

Es tut mir leid.

Aber Mama wollte dir das selber sagen.

Kannst du nichts für.

Ich finde den superlame.

-Noch lamer als mich? -Na klar, der spielt Boccia.

-Das ist allerdings bedenklich. -Dann lieber Bowling.

Ich glaube, die Mama findet den nicht so lame.

Wenn du mich fragst, ist das halt genau das,

was bei diesem ganzen heteronormativen Ehequatsch rauskommt.

Das ist manchmal so scheinheilig.

Du, Mama und Jürgen seid ja wohl das beste Beispiel dafür.

Ich bin froh, dass das mit dem beiden jetzt mal raus ist. Wurde auch mal Zeit.

-Das Ganze geht ja erst ein, zwei... -Monate, ich weiß.

Trotzdem.

Was, Monate?

Also doch schon vor der Scheidung?

-Ja. -[Heike kichert entfernt]

Wollen die mich verarschen?

Oder geht das Ganze schon ein, zwei Jahre? Oder ein, zwei Jahrzehnte?

Ja, Papa, lass das einfach mal raus.

Was will die Mama denn überhaupt mit dem, hm?

Der hat schon eine ganz schöne...

Bei Body Shaming bin ich raus, aber sonst bin ich auf deiner Seite.

Verarschen geht gar nicht, ist so.

Absolut.

-Deshalb fahre ich da jetzt hin. -Wohin?

Auf die Hochzeit natürlich. Verarschen geht gar nicht.

Okay, wir können anfangen.

Liebe Trauergäste, bevor es losgeht, werfen wir noch einen Blick

auf Arthurs bewegtes Leben.

[melancholische Musik ertönt]

[Synthieversion von "Ave Maria"]

[melancholische Synthiemusik läuft weiter]

[melancholische Musik ertönt schneller]

[Donnergrollen]

[Jürgen schnieft]

Sehr gut, Lotta.

Das hätte dem Arthur wirklich gut gefallen.

Alles nach seinem Geschmack.

So, ich muss dann jetzt leider schon los.

Noch nicht.

Wir sind heute hier, um Abschied zu nehmen.

Egal, wie schön es ist, im Leben kann alles ganz schnell vorbei sein.

Und alles, was dann bleibt, ist die Erinnerung

an eine schöne Zeit zusammen.

Deshalb ist es wichtig, die schönen Momente zu erkennen und zu genießen.

Denn egal, wie schön sie waren, irgendwann muss man loslassen.

Rest in peace, Arthur. Es war schön mit dir.

So, jetzt muss ich dann doch los. Macht's gut.

Äh, warte. Bleibt's dabei, dass du mich um zehn abholst?

-Was? -Na, Umzug? Köln?

Es sind jetzt doch ein paar Kisten mehr geworden, übrigens.

Mama und Jürgen haben sonst auch angeboten, dass sie mich fahren können.

-Mhm. -Also mit Jürgens Auto.

Mehr Platz.

SUV.

Also Lily, wie du magst, ne? Wir können direkt nach dem Frühstück los.

Wohnst du schon hier, oder was?

Das ist eine Familienangelegenheit. Ich fahre dich, Schluss.

Jetzt muss ich los, bevor es zu spät ist.

Wer will schon mit jemandem verheiratet sein, der einen verarscht?

So, alle bitte Platz nehmen zur Trauung.

-In zehn Minuten geht's los. -[Bianca] Also bis gleich.

[dynamische Musik]

Ja, besser schnell austrinken. Geht jetzt los.

Es geht schon los?

[Nikki] Hey.

Ach, hallo, da bist du ja.

-Das ist aber ein sehr schönes Kleid. -Oh, danke.

Du, ich bräuchte noch mal Hilfe. Sind die alle schon bei der Trauung?

Worum geht's denn genau?

[Nikki seufzt entspannt]

[sanftes Plätschern]

-Du bist echt mein Retter. -Na ja, kein Problem.

-Alles gut da unten? -Läuft.

-Super. -[Nikki seufzt]

Du, wo wir gerade hier quatschen, ähm...

Ich habe da heute Morgen was mitbekommen.

Was denn?

Mit deinem Zukünftigen, da... da stimmt was nicht.

[Plätschern stoppt]

-Was? -Es ist besser, ihr redet noch mal.

-Wieso? -Das soll er dir lieber selbst sagen.

Aber worum geht's denn?

Also es ist so.

Ich finde, man sollte alles voneinander wissen.

[klackernde Schritte]

-Nikki? -Ja.

Ich komme.

[zaghafte Musik]

[sanftes Plätschern]

Ich weiß, dass Max einen Fehler gemacht hat.

Aber ich bin mir da jetzt sicher. Kein Mensch ist perfekt.

Wichtig ist doch, dass man sich seine Fehler verzeiht und nach vorne schaut, ne?

Ach so.

Ja, dann...

[Nikki] Ja.

Danke.

Fürs Kleidhalten.

Gern.

Ach so.

[Tür wird quietschend geöffnet]

-[Bianca] Immer noch der Buchladen? -[Maria] Ja.

Aber ich arbeite auch als Schriftstellerin mittlerweile.

Kennt man was von dir?

-Es kommt bald raus. -Wann denn?

Na ja, Kafka musste ja erst sterben, bis er richtig berühmt wurde.

So lange müsst ihr hoffentlich nicht warten.

-[Max] Maria. -Max.

Darf ich sie mal ganz kurz entführen?

Kommst du kurz?

Hallo, ganz kurz.

Bleiben Sie noch mal ganz kurz.

Ich wollte noch mal ganz kurz wegen heute Morgen...

Ja, ja, ist schon gut.

-Musst du nicht längst... -Ja, ja, genau, ähm...

Aber, ähm, das, was ich am Telefon gesagt habe,

im Prinzip meine ich das schon so.

Also wenn...

Wenn sich bei dir was geändert hat. Also bei mir jedenfalls nicht.

-[laut] Was? -Sch.

Alles doch total spießig. Dass nur wegen einer Hochzeit...

Dass wir beide dann nicht mehr... Ist doch... Ist doch spießig, oder?

-[Gast] Max, viel Glück. -Wir sehen uns gleich.

Jetzt pass mal auf.

Man muss auch wissen, wann etwas zu Ende ist.

Damit ein neues Kapitel beginnt.

Was für ein neues Kapitel?

Hast du einen Neuen?

Mann, ey, Max. Du blockierst mich.

Als wir keinen Kontakt hatten, lief es plötzlich bei mir.

Ich dachte, es war eine Schreibblockade, aber ich hatte eine Max-Blockade.

Was? Okay, das ist krass.

Weißt du, was krass ist? Dass du hier mit mir stehst.

Obwohl du, kleiner Reminder, gleich die Nikki heiratest.

Eine schöne Frau in einem furchtbaren Kleid, die gleich ihren Auftritt hat.

-Du hast recht. -Ja.

-Komm. -Ja. W...

[ungeduldiges Stimmengewirr]

Max. Max.

Wie soll ich es dir denn noch erklären?

Du versuchst hier gerade eine Suppe aufzuwärmen,

obwohl die längst kalt ist.

Kann man doch aufwärmen. Schmeckt am nächsten Tag eh immer besser.

-Stimmt, wenn die so durchgezogen ist. -Genau.

Okay, nee, schlechtes Beispiel. Anders.

Du bist ein Auto. Aber das springt nicht an.

Weil der Motor kaputt ist.

Nee, du bist der Motor.

Und ich bin der...

Max, ich bin das Pferd.

Aber der Sattel...

Ist schon okay.

Ich habe dich schon verstanden.

Darüber sollte ich noch mal mit dir reden.

-Das war nur... -...freundschaftlich.

-Wir haben... -Und du lügst mir noch dreist ins Gesicht.

Oh Gott, nein. Nein, Nikki, warte.

Nikki, warte.

[schwermütige Popmusik]

Nikki.

Warte doch mal, Nikki.

Nikki!

[Max] Ich kann doch alles erklären, Nikki. Warte.

Nikki, warte!

Nikki!

Bleib doch bitte stehen! Lass uns reden!

Nikki!

[schwermütige Popmusik läuft weiter]

[Donnergrollen]

Oh nein.

[krachender Donner]

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