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[spannungsvolle Musik]
[Glockenschläge]
[Freiton]
Jetzt komm schon.
[Besetztton]
Weggedrückt?
-Halteverbot. -[Ralf] Was sind Sie für ein Mensch?
-[Maria] Radfahrerin mit Wunde. -Katzenpflaster? Für Ihr Knie.
[Maria] Mag keine Katzen, bin Hundemensch.
"Wie geht's ihrem Knie?"
[muntere Musik setzt ein]
[Kundin] Ich suche irgendwas...
so in der Art von "Das Café am Rande der Welt".
So was liebt meine Schwester.
Ähm...
Dann nehmen Sie das hier. Das ist die Fortsetzung.
Nicht so gut wie der erste Teil, aber es könnte schlimmer sein.
-Super, nehme ich. -Okay.
-Soll ich übernehmen? -Geht schon.
Ich habe ihr das Exposé geschickt und die ersten Kapitel.
Und meldet die sich mal?
-[Kundin] Was macht das? -11,95 Euro.
-Geht das mit Karte? -Nein.
Dazu lässt sich eine Johanna Augustin ja nicht herab.
Klar.
-Könnten Sie es als Geschenk verpacken? -Ich bin doch nicht bescheuert.
Du warst dabei. Sie sagte, ich soll es ihr schicken.
Und sie kontaktiert dann den Verlag.
Gerne.
Ja, aber morgen liest sie in der Lahnhalle.
Ich glaube, sie kümmert sich da um alles selbst.
-Vielleicht sollte man Verständnis haben. -Pff...
Darf es sonst noch was sein?
-[nett] Darf es sonst noch was sein? -Ach so, nee, danke.
-[Maria seufzt] -[Handy vibriert]
Ich stelle sie jetzt zur Rede.
Wenn mich einer sucht, ich bin in der Lahnhalle.
Danke für den Tipp.
[neckische Musik]
Ernsthaft?
[Johanna] Die vierte Reihe für Familie reservieren.
Das ist mir sehr wichtig. Auf der rechten Seite.
Vielleicht auch noch einen Teil von der fünften Reihe. Müssen wir schauen.
Wenn was frei ist, können wir es auf jeden Fall...
[Handyklingeln]
Ach Gott.
[Besetztton]
Die Seite bitte mit Blumen bedecken.
-Okay. -Wegen der Technik, das sieht schöner aus.
-Aber bitte keine Nelken. -[Maria] Klingeling.
-Maria. -Die leibhaftige. Nicht wegdrückbar.
Wir haben schon früher mit dem Aufbau begonnen und trotzdem wird es knapp.
Es wird ja auch noch aufgezeichnet fürs Fernsehen.
1200 Leute. Mein Gott, ist das zu fassen?
Nein, das ist nicht zu fassen.
Ich will dich auch nicht lange aufhalten auf deinem Weg zum Weltruhm.
Aber wenn man etwas versprochen hat, sollte man das nicht halten?
-Was meinst du? -Mein Exposé, das ich dir geschickt habe.
-Oder ist das nicht angekommen? -Ach so, doch.
Aber entschuldige, Maria, du siehst doch, was hier los ist.
-Ich helfe mal bei... -Bleiben Sie nur, ich bin ja fast weg.
Das hätte ich mir denken können, aber gut.
Ich habe ja selbst genug Verlagskontakte.
Ich finde alleine raus.
[Johanna] Und schon wieder ist sie beleidigt.
Ich bin nicht beleidigt.
Seit 20 Jahren ist sie beleidigt.
Fange ich jetzt hier mit den alten Geschichten an oder sie?
Das schwingt in jedem Satz mit.
Sie hat meine Idee gestohlen.
Ach, ihre Recherche ist ausgeartet wie bei einer Doktorarbeit.
Sie wäre heute noch nicht fertig. Sie ist heute noch nicht fertig.
Kein Grund, mir die Idee zu klauen.
Kein Grund, mich halb blind zu schießen.
Richtig gehört. Halb blind hat sie mich geschossen.
Das war ihre Schuld.
Zwei Wochen, nachdem mein Buch erschienen ist.
Mir ist der Korken unglücklich von der Flasche geflogen.
Ich habe dir gesagt, wie leid mir das tut. Das weißt du, und ich meine das ernst.
-Es war ein Unfall. -Ich glaube dir das sogar.
Für mein Auge macht es allerdings keinen Unterschied.
Aber für deine Karriere schon.
Gibt es draußen eigentlich Augenklappen, am Merchandising-Stand?
Wow.
-Muss ich jetzt noch bei dir bedanken? -Nein.
Johanna Augustin muss gar nichts.
Du brauchst es auch gar nicht zu lesen. Auf Wiedersehen.
[Handy vibriert]
Mann, wann kapierst du es endlich?
[drollige Musik]
Papa, ich stehe vor diesem ominösen Sportgeschäft.
Hast du deine Schuhe inzwischen?
[Türglocke]
Entschuldigung? Lampe mein Name. Mein Vater hat hier Sportschuhe gekauft.
Die sollten geliefert werden. Nur, er hat die Schuhe bis heute nicht.
Ah ja. Das hat mein Vater irgendwie verbockt.
-Väter, oder? -Ja.
Der Unterschied zwischen unseren Vätern ist,
dass meiner gerade barfuß durch die Gegend läuft.
Das wollen wir natürlich nicht.
Das war der "Speedstar3000".
-Ja, das klingt nach meinem Vater. -Alles klar, Moment.
So.
Hier. Sorry noch mal.
Hier, wollen Sie die als Wiedergutmachung?
Mit Schrittzähler und Herzfrequenzmessung.
-War eine Retoure. -Danke, den Quatsch brauche ich nicht.
-Okay. -Tschüss.
[ruhige Musik]
[Jochen] Hi.
-Hier hast du deine Schuhe. -Endlich.
Toll. Danke.
-Ist alles okay mit dir? -Alles bestens.
Das mit dem Buch hat sich erledigt.
Ehrlich gesagt bin ich darüber froh.
Jetzt habe ich endlich Zeit für die wichtigen Dinge.
Nächste Station: Hundeschule.
-Na, komm her. -[Bella brummt]
Komm.
-Komm, Bella. -[Bella brummt]
Komm, Bella.
[Trainer] Wenn der Hund zu einem Napf zieht,
gibt es ein freundliches, aber klares und bestimmtes "Hey" von uns.
Wir bleiben stehen, gehen sogar einen Schritt zurück.
Wir wollen, dass der Hund sich an uns orientiert.
Wir führen den Hund, nicht er uns.
Probiert euch mal aus. Zwei, drei Runden. Fehler sind erlaubt.
[Frau] Und Platz.
So ist gut. Schön langsam.
-Hey. -Hallo.
Da bin ich. Wie du siehst, ohne Hund.
Am besten überweist du mir das Geld einfach wieder zurück.
[Frau lacht laut]
Äh, nee. Nein, sorry, die Stunde hat stattgefunden.
Superspannendes Thema heute, Impulskontrolle.
-Wenn das wieder gegen mich gehen soll... -Was?
Nee, hey.
Nichts geht gegen dich. Alles gut.
Du bist so...
Hast du Stress?
Hast du Stress im Job, in der Familie?
-Oder in der Beziehung? -Unsinn, ich habe gar keine Beziehung.
-Mehr. -Mhm.
Mir geht's supergut. Ich bin solo, ich bin sehr entspannt.
-Ich habe sogar Wellness gemacht. -Oh.
Mit meiner ehemals besten Freundin
und der zukünftigen Frau von meinem Ex.
Also das ist dieselbe.
-Okay. -Ja.
Im Job läuft's auch super.
Ich brauche die Hilfe von Johanna "Ich lese vor 1200 Leuten" Augustin nicht.
Und Familie? Ja, mein Vater hat einen neuen Freund.
Freut mich für ihn.
Hätte es schon vor acht Monaten, so lange hat er es verheimlicht.
-Väter eben, oder? Väter. -Wow.
Okay, pass auf.
Ich muss jetzt wieder rüber zu den Leuten mit Hund.
Aber wir können uns heute Abend treffen. Dann kannst du mir alles in Ruhe erzählen.
Hakan, du musst mit mir nicht reden wie mit einer Verrückten.
Manchmal tut's einfach gut, jemanden zum Reden zu haben.
Heute um 19 Uhr am Stadttörchen.
Ohne Hund.
[Hakan] Okay, Tempo, Tempo!
[Handy vibriert]
-[Maria] Johanna. -Maria, es tut mir wirklich so leid.
Diese Lesung... Vor lauter Stress verliert man manchmal den Blick fürs Wesentliche.
Sagt mir meine Therapeutin auch ständig.
Ich weiß doch, wie fieberhaft man als Autorin auf Feedback wartet.
Es war wirklich ignorant von mir, dich hängen zu lassen.
Äh... Verarschst du mich gerade?
Nein, ich habe mich jetzt in einer Pause hingesetzt
und das ganze Exposé in einem Rutsch gelesen.
Was heißt gelesen, ich hab's verschlungen.
Maria, ich liebe diese ganze Hexensache.
Lass uns die alten Geschichten endlich vergessen und einander helfen.
Ab jetzt gilt: du und ich.
Wir halten ganz fest zusammen, ja?
Meinst du das wirklich ernst?
So ernst, dass ich den Verlag jetzt direkt anrufe.
Die sollen dich nicht mehr vom Haken lassen.
Und bald feiern wir dann zusammen, du und ich.
Jetzt muss ich aber erst mal die Lesung hinter mich bringen.
-1200 Leute. -Ja, erwähntest du bereits.
Bussi.
Buss...
Ja.
Oh, Scheiße, der Finger.
[dynamische Musik]
[Nachrichtenton]
[Nikki] Hey. Du, ich glaube, ich brauche noch mal jemanden zum Reden.
Können wir uns treffen?
Ich habe kein gutes Gefühl mit der Hochzeit...
Verdammt.
[Glockenschläge]
-Hey, schick. -Oh, hey.
Auch. Auch schick.
-Lust auf Italienisch? -Äh...
-Ja, warum nicht? -Ja?
Ich muss nur warten, bis es dunkel ist, und dringend was erledigen.
Vielleicht gehst du schon vor? Geht auch ganz schnell.
Was ist denn so dringend?
Ist eine lange Geschichte. Ist ein bisschen kompliziert.
Okay, und wenn ich mitkomme?
Nee, es ist auch ein bisschen peinlich.
Ja.
Du lässt dir nicht gern helfen, oder?
-Aber ich... -"Aber, aber, aber..."
Keine Widerrede.
-Okay, wenn du meinst. -Ja? Okay, cool.
[Maria] Erstens: Bist du ein Schisser?
[Hakan lacht verlegen] Äh, natürlich nicht.
[Maria] Zweitens: Hast du eine Sturmmaske dabei?
-[Hakan] Das klingt nach einem Scheißplan. -Wieso?
[Hakan] Bist du sicher, dass das nicht anders geht?
Weil, also... Es fühlt sich halt ein bisschen kriminell an.
[Maria] Du wolltest unbedingt mitkommen. Jetzt sei nicht so ein Schisser.
-Du musst nur Schmiere stehen. -Nur Schmiere stehen?
Nee, okay, verstehe ich. Fühlt sich gar nicht mehr kriminell an.
[Maria] Wenn ich das nicht mache, verzeihe ich mir nie. Die Augustin auch nicht.
Ich habe mir das gut überlegt. Außerdem bin ich froh, dass du dabei bist.
-[Hakan] Ja? -Ja.
-[Hakan] Ja. Ja, hat was. -Ja, ist schade eigentlich.
-[Hakan] Ja. -Ja, hilft ja nichts.
[Hakan] Und was hast du jetzt vor?
Mann, ich weiche das Wax auf und forme daraus einen neuen Finger.
Der alte ist ja weg.
Und das ist wirklich nicht brennbar?
Ich weiß, was ich tue. Guck, dass keiner guckt.
-[rauschendes Zischen] -Whoa.
Oh, oh...
Vielleicht ist es doch brennbar.
[Hakan] Ja, vielleicht.
[Maria] Hat das jemand gesehen?
-[Hakan] Maria. -Was denn?
[spitzer Schrei]
[sie kreischt]
[Maria lacht]
Whoa, whoa, whoa.
-Sorry. -Hakan.
-Puh. -Sorry.
-Impulskontrolle. -Sorry.
-Ich dachte, ich soll kein Schisser sein. -Ja, aber...
Nee.
Außerdem...
wenn wir beide im Knast landen, hat das eh keine Zukunft.
Ja, guter Punkt.
Und außerdem schreibe ich seit ein paar Tagen mit jemandem.
Richtige Brieffreundschaft, oder was?
Ich weiß, das klingt jetzt bescheuert, aber...
wir schreiben auf dem Auto von dem.
Er parkt voll scheiße in der Steingasse und...
ich habe den noch nie gesehen.
-Nur geschrieben. -Mhm.
Du ziehst den unbekannten Falschparker mir vor.
Cool.
[herannahendes Sirenengeheul]
Wie konnte das alles nur so dermaßen beschissen laufen?
[drollige Musik]
[Husten]
[Handyklingeln]
-Hallo, Jochen. -Ralf, wo bist du?
-Ich war gerade im Laden. -Ja, ich bin unt...
Ich bin unterwegs, Erledigungen.
-Was wolltest du denn? -Na, die Schuhe.
Wilhelm hat sie immer noch nicht.
Ja, aber die habe ich doch der Tochter gebracht.
In dem Buchladen. Kann es sein, dass Wilhelm ein bisschen tüdelig ist?
Nicht, dass die Schuhe im Kühlschrank stehen.
Da habe ich schon geguckt.
Geh bitte noch mal nachfragen.
-Hundemensch. Ich muss Schluss machen. -Ralf...
[Glockenschläge]
-Pass doch auf. -'tschuldigung.
[entfernter Besetzton]
[Maria] Weggedrückt?
Na komm. Eddi, komm.
[verspielte Musik]
Na? Ja, wo ist denn das?
-Hallo. -Hallo.
Ist da zufällig noch frei?
[Frau] Zufällig ja.
Gut. [er lacht leicht]
Sie sind Hundemensch, was?
-Wie kommen Sie nur darauf? -Ich auch. Ich liebe Hunde.
Deswegen wollte ich auch das Pflaster mit den Katzen loswerden.
Und wo ist Ihrer?
Hm? Ach so, ich habe gar keinen, leider.
Ah.
Das sind auch nicht alles meine.
Nur der hier.
-Die anderen führe ich aus fürs Tierheim. -Oh, das ist aber toll.
Und mir Ihrem... Knie?
Ist das kein Problem?
Mein Knie?
-Nö. -Gut, gut.
Ja, mir geht's auch wieder gut.
Ich dachte, ich sterbe, aber jetzt ist alles wieder gut.
Ich bin übrigens Ralf.
-Ich bin die Monika. -Hallo.
Ja, das da, das ist der Schopenhauer.
Das ist auch ein ganz Lieber.
Versteht man gar nicht, warum den keiner haben will.
Aber wirklich. Ich würde ihn vom Fleck weg nehmen.
-Ja? -Ja, klar.
Du bist doch ein süßer, kleiner Kerl, oder?
Du bist ein süßer, kleiner Racker und besser gepflegt als mein Auto.
Dafür kann man nicht so gut auf dir schreiben.
Also die vom Tierheim freuen sich.
-Das wäre zu schön, um wahr zu sein. -Im Ernst.
Aber das geht ja nicht so einfach.
Kann nicht jeder direkt einen Hund kriegen.
Ich kenne die, überhaupt kein Problem.
Das bei euch ist Liebe auf den ersten Blick. Sieht man sofort.
Weißt du, was? Nimm den Schopenhauer mal mit für ein paar Stunden.
So fürs Gefühl.
Und wir treffen uns wieder in der Hundeschule am Kirchbach?
Um drei Uhr? Passt das?
-Klar, aber ich habe nicht... -Schön.
Und die hier gibt's noch gratis dazu.
Ja, ja. Ja, ja, ja.
Ja, du bist so toll.
-Ich dachte gleich, Lotta freut sich. -Ja, du bist so toll.
Aber du hast den jetzt nur für ein paar Stunden, oder wie?
-Ein bisschen weird alles. -Egal. Hauptsache, Lotti ist glücklich.
Aber wenn du ihn abgibst, ist das der Nächste,
der aus ihrem Leben verschwindet.
Du vergleichst mich nicht ernsthaft mit dem Hund?
[Lily] Hat eine andere Frisur, aber sonst...
[Lotta] Ich finde nur den Namen lame, Schopenhauer.
Der ist zu lang für so einen kleinen Hund.
Ich nenne ihn einfach Arthur.
Ja, warum nicht? Das passt doch. Arthur Schopenhauer.
Hol dir am besten eine Wohnung mit Garten für Arthur und einem Zimmer für mich.
Du hast doch hier ein Zimmer, bei Mama.
Wo ist die eigentlich?
-Äh, unterwegs. -Mhm.
Ich fänd's cooler, bei Arthur zu wohnen. Oder ist das doof?
-Nein, gar nicht, im Gegenteil. Aber... -Immer diese Abers.
Lotti, das entscheidet man nicht, weil hier seit zehn Minuten ein Hund rumhüpft.
-Nicht nur deshalb. -Und weil Mama einen Freund hat.
[Lotta] Du ziehst ja nach Köln.
Dann sitze ich hier mit Mama und einem Typen, der Jürgen heißt.
Der heißt Jürgen?
Aber gut, jetzt lasst uns erst mal abwarten.
Vielleich ergibt sich bei mir demnächst ja auch was.
[Hakan] Und schön im selben Tempo weiter.
Die Leine, sehr gut, schön locker lassen.
In dem Moment, wo der Hund zu einem Napf zieht,
gibt es ein freundliches, aber klares und bestimmtes "Hey" von uns.
Wir bleiben stehen, gehen sogar einen Schritt zurück.
Wir wollen, dass der Hund zu uns kommt, sich an uns orientiert.
[Frau] Und Platz.
Genau, denkt immer daran: Wir führen den Hund, nicht er uns.
Probiert euch mal zwei, drei Runden lang aus.
Fehler sind erlaubt.
Hey.
-Na? -Wow.
Man sagt ja, dass sich Herrchen und Hund im Laufe der Jahre immer ähnlicher werden.
Aber bei euch zwei... schon nach ein paar Stunden.
-Zwillinge? -Ja, bis auf die Frisur.
[sie lacht laut] Ja. Ja.
Meine Tochter liebt ihn auch.
-Also ich bin frisch geschieden. -Ah.
-Wir behalten ihn. -Toll.
Du, sag mal, wollen wir heute am Abend
ein bisschen feiern, dass du auf den Hund gekommen bist?
Vor allem, dass wir uns endlich kennengelernt haben.
Du bist so süß.
-Um sieben am Stadttörchen? -Ja.
Schreib's noch mal aufs Auto.
Auto? Wieso?
Weil wir da doch drauf geschrieben haben.
-Wer? -Na, du und ich.
Wir beide. Die Nachrichten, in den Staub.
Sorry, jetzt stehe ich irgendwie voll auf dem Schlauch.
Ist ja auch egal. Erklärst du mir alles später, ja?
Moment mal, ist dein Knie gar nicht kaputt?
Was hast du denn immer mit meinen Knien? Bist du Kniefetischist?
-Was? Nein. -Nee, alles gut.
Ganz ehrlich, Knie ist mir lieber als Fuß.
[Hakan] Okay, Tempo, Tempo!
[Heike] Nein, danke, ich möchte kein Haustier.
Aber ihr habt den großen Garten.
-Und Lotta ist verrückt nach ihm. -Ich weiß.
Sie erzählt seit Stunden allen, dass sie einen Hund hat.
Ist doch schön.
Du hättest das vorher mit mir besprechen müssen.
-Ich habe genug um die Ohren. -Mit einem Jürgen, hm?
Du, ich muss Schluss machen. Tschüss.
-Danke. -[Nikki] Hey.
Na, das ist ja toll, dass du mich besuchen kommst.
Wie heißt du denn?
Das ist Arthur.
Das ist ein... Hund.
Mhm.
Dein Vater hat die Schuhe bekommen, oder?
Klar, habe ich ihm gegeben.
Bist du eigentlich... Hundemensch?
Ach, ich mag alle Wesen.
-Ah. -Na, Arthur?
Na? Das ist ja toll.
Und? Wie war dein spiritueller Ausflug, hm?
Das war ein ganz besonderes Erlebnis.
Ich fühle mich ganz anders seitdem.
-Ja? -Ja.
Wie denn anders?
Ich... Ich habe jetzt einen Hund.
Ach ja.
Hast du auch Hundebücher?
Also über Hunde, nicht... für.
Hm, wir haben was über Reinkarnation.
-Da ist auch ein Kapitel über Hunde drin. -Ah.
Du, vielleicht war Arthur ja mal ein König.
Kann ich denn hier ein Hundebuch bestellen?
Klar, aber das geht erst für übermorgen.
Morgen ist geschlossen.
Ich heirate.
-Ach. -Mhm.
Weißt du, was? Komm doch zur Party.
Hier, das ist alles ganz zwanglos.
Es gibt ja nichts Schlimmeres als spießige Hochzeiten, ne?
[Ralf] "Wir trauen uns." [er lacht]
Ja, mal schauen, ob ich es schaffe. Glückwunsch jedenfalls.
Vielen Dank.
Wie toll, wenn man weiß, mit dem will man den Rest seines Lebens verbringen.
Ich weiß noch, wie das bei meiner Frau und mir war.
Also inzwischen Ex-Frau. Jetzt hat sie einen Jürgen.
Bei der Hochzeit war noch alles gut.
Da konnte noch niemand ahnen, dass...
Ach, na klar. Genau da haben wir auch geheiratet.
Nicht dass das ein schlechtes Omen ist, ne?
Ich war da auch mal auf einer Beerdigung, glaube ich.
Das Leben ist so kurz.
Hey.
Du, ich glaube, ich brauche noch mal jemanden zum Reden.
Können wir uns treffen?
Ich habe irgendwie gerade kein gutes Gefühl mit der Hochzeit.
[nachdenkliche Musik]
[Ralf] Oi.
Nichts.
[Arthur knurrt leise]
Arthur, was hast du da? Was hast du da?
Pfui, aus, aus. Arthur, spuck das aus. Pfui.
Pfui, bah.
Komm da weg, komm.
[drollige Musik]
Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass das ein Finger war.
Das habe ich Ihrem Kollegen auch schon gesagt.
Nein, ich habe nicht getrunken.
Ich muss nach Schopenhauer sehen, so heißt er.
Beziehungsweise Arthur, wie der König. Auch wenn er nicht so aussieht.
Hauptsache, er heißt nicht Jürgen.
Bitte?
Sie heißen Jürgen?
Ach so. Sagen Sie, kennen Sie eine Heike?
Hallo?
-Hallo? Hallo? -[Arthur quiekt]
So, komm, Arthur. Trink mal was.
Dann flutscht es auch gleich viel besser. So.
Komm. Schön, schlabbi, schlabbi, schlabbi, schlabbi.
Arthur?
Du, Papa? Vorhin wollte eine Frau die Schuhe für ihren Vater abholen.
Hast du die nicht ausgeliefert?
Ist er...
Oh Gott, wie bringe ich das nur Lotta bei?
Ja, Scheiße.
[Handyklingeln]
Ach, so ein Mist.
Hallo, Lotta, Schatz.
-Hi, Papa. -Hallo.
-Na? -Und, was macht er?
-Wer? -Harry Styles.
-Mann, Arthur. -Ach so.
Ja, du, der ist total k. o.
Die Hundeschule, die neue Umgebung, daran muss er sich gewöhnen.
Oh, schläft er?
-Ja. -Zeig mal.
Ich habe ihn noch nie schlafen gesehen.
Da gibt's nichts zu sehen. Wie Hunde halt so schlafen.
-Das ist nichts. -Das war jetzt zu schnell.
Ich will ihn nicht wecken. Er schnarcht.
-[leise] Nein. -[er imitiert Schnarchen]
-Er ist so süß. -Man darf einen Hund nicht überbewerten.
Ich habe übrigens noch mal mit Mama geredet.
Vielleicht darf er mal zu mir kommen.
Vielleicht klappt das mit dem Tierheim nicht, dann müssen wir ihn abgeben.
Bullshit. Gib ihm einen Kuss von mir.
-Ja. Ja, das mache ich. -Tschau.
Tschau.
Was?
Oh verdammt.
[Glockenschläge]
Oh Gott, fast zu spät.
-Kein Problem, hallo. -Hallo.
Du, ich... Ich muss dir was sagen.
Arthur, also Schopenhauer, ist...
Ich habe mit dem Tierheim telefoniert. Geht alles klar.
-Ah. -So.
Jetzt lass uns aber nicht nur über Hunde quatschen.
Dir gehört echt der Sportladen?
Habe ich gegoogelt. Du hast ja ein Riesenartikelangebot.
Ja, das zweitgrößte im ganzen Landkreis.
Und wo wohnst du eigentlich?
-Auch da, übergangsweise. -Ah, das ist ja ganz nah von hier.
Zu Fuß es ist schon ein bisschen. Aber noch mal wegen des Hundes...
Also ich bin gut zu Fuß.
Na komm schon. Nur ganz kurz.
So.
-Das fühlt sich so verboten an. -Ist es ja gar nicht, ne?
-Und? -Ist ja mein Laden.
Wo kann man es sich hier bequem machen?
-[Ralf] Moment, Moment, Moment. -Na, sieht doch gut aus.
[Ralf] Ich glaube, das ist keine so gute Idee.
Du, es gibt da etwas, was ich dir sagen muss.
Mir ist gerade gar nicht so nach... reden.
Oh.
Oh.
Ähm...
[er stammelt leicht]
Der Hund ist tot.
-Wie, der Hund ist tot? -Da, guck.
Er hat einen Finger gefressen.
Ich glaube, den hat er nicht gut vertragen.
Was denn für einen Finger?
Einen Zeigefinger.
[sie kreischt] Du machst mir Angst.
-Monika. -Ich gehe jetzt.
Monika.
Wehe, du lauerst mir noch einmal im Park auf.
[sie keucht ängstlich]
-[Rütteln] -Scheiße, wie komme ich hier raus?
-Ziehen. -[Tür wird geöffnet]
[Sirenengeheul]
Wie konnte das alles nur so dermaßen beschissen laufen?
-Pass doch auf. -'tschuldigung.
Ich habe gerade kein gutes Gefühl mit der Hochzeit.
[Hakan] Wir führen den Hund, nicht er uns.
Vorhin wollte eine Frau die Schuhe für ihren Vater abholen.
[Hakan] Ja, cool.
[sie kreischt]
[herannahendes Sirenengeheul]
-[Tür wird geöffnet] -[Sophie räuspert sich übertrieben]
Oh, hast du einen Verehrer?
Ich nicht, aber du. Von einem...
-Ich weiß, Hakan. -...Max.
Hä? Oh Mann.
Es ist etwas kompliziert.
-Das erkläre ich dir... -Geht mich ja eigentlich gar nichts an.
-Frau Augustin. -Guten Tag.
-Maria. -Johanna, wow.
Was für eine Ehre am Tag deiner Lesung.
Aufgeregt?
Maria?
Leugnen hat keinen Zweck.
Du bist eine...
[angespannte Musik]
Schriftstellerin.
Ach so.
Ja, du bist eine Schriftstellerin.
-Na ja, jetzt mal ganz langsam. -Ich habe mit dem Verlag gesprochen.
-Ja? -Die wollen, dass du nach Köln kommst.
Um alles zu besiegeln.
Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
Schöne Blumen.
Johanna, ich weiß, dass du keine Nelken magst.
Stimmt.
Ach, und...
Ich glaube,
das gehört dir.
Wie es aussieht, ist Hexenverbrennung jetzt wieder im Kommen.
Na dann, bis bald.
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