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[Handy vibriert]
[Maria] Sophie, hi.
Kommen Sie später? Läuft's nicht mit dem Buch?
Hm? Nee, Quatsch.
Ähm, ich war nur im Schreibtunnel.
Aber ich habe schon richtig viel geschafft.
[lässige Musik]
-Hallo, da bin ich. -Oh.
Ja, Chefin ist da. Dann um sieben im Bowlingcenter, ja?
Okay, tschau.
Sorry.
Oh, Sie... Sie haben da was.
Oh.
Ah, deshalb hat der Typ an der Ampel so gegrinst. Ich dachte, der flirtet.
-Ah. -Alles okay hier?
Ja, wenig los irgendwie. Wir haben keine einzige Nonne mehr verkauft.
Super, wenn keiner mehr den Müll kauft.
Wäre auch super, wenn wir nicht pleitegehen.
[Handy vibriert]
Dann stellen wir einfach "Die Nacht der blutigen Schatten" ins Fenster.
Der beste Thriller des Jahres, meine Meinung. Der zieht garantiert.
Okay.
-[Handy vibriert] -Wollen Sie da nicht rangehen?
Das ist Nikki, meine beste... meine, ähm...
Meine Geschäftspartnerin von früher. Die da.
-Ah. Die sieht aber nett aus. -Ja, ist sie eigentlich auch.
[Nachrichtenton]
Hey, Nikki hier.
Du, Maria, ich muss dringend mit dir reden.
Aber ich weiß, du antwortest mir eh nicht. Ich komme heute Abend einfach vorbei.
So gegen sieben?
Max, hast du Nikki irgendwas erzählt?
Ruf mich bitte sofort zurück.
Ähm, wie war das gerade eben? Du gehst heute Abend bowlen?
Ja, mit... mit meinen Freundinnen.
Ich liebe Bowling. Was dagegen, wenn ich mitkomme?
-Oh... -Ich war früher mit Nikki jeden Abend aus.
Und jetzt gehen Sie nicht mehr ran, wenn sie anruft.
[Lily] So, das sind dann 2,05 Euro zurück.
Schönen Tag noch.
-[Kundin] Tschüss. -Wiedersehen.
Hey. Wie findest du die?
Ist für Lotta. Kann sie heute Abend gleich einweihen.
Äh... Lotta kommt nicht mit.
Aber wir sind verabredet. Das ist unser Familienbowling.
-Darauf freue ich mich die ganze Woche. -Tja, Lotta wohl nicht.
Seit der Scheidung blockt sie nur noch ab.
-[Uhr] Bist du gestürzt? -Nein.
-[Uhr] Bist du gestürzt? -Nein.
Also in der Sache ist das letzte Wort...
-Wie kann ich weiterhelfen? -...noch nicht gesprochen.
Keine Antwort.
-Gerade eben war Lotta noch online. -Hm.
-Vorsicht, Stufe. -Ach, schau an.
-Morgen. -Morgen.
Moin, das ist Wilhelm, ein Patient von mir.
Ralf Hartmann, freut mich.
Was darf es sein? Surfbrett? Kletterausrüstung?
Nee, ein Paar neue Schuhe.
Ah.
Was Bequemes, was ich rund um die Uhr tragen kann.
-Sie sind eine... 43? -[Jochen] Wie gesagt, Ralf kennt sich aus.
-Respekt. -Sneaker in 43, kommen sofort.
-So. -[Jochen] Ich bin gleich wieder da.
[Wilhelm] Mhm.
Wilhelm ist der Vater von dieser Buchhändlerin.
Du weißt schon. Hast du die mal... abgecheckt?
Also "abgecheckt"...
Ich brauchte eh ein Buch, da war ich in dem Laden.
-Super. -Gar nicht super.
-Die hat einen Freund. -Hä? Nee.
Warte, warte. Das ist doch peinlich.
Ich hab's selbst gesehen. Die haben sich geküsst.
Das heißt nichts heutzutage. Die ist solo, ganz sicher.
Ich will nicht drängeln, aber ich bin weit über 70.
Wenn ihr mich noch länger warten lasst, brauche ich bald gar keine Schuhe mehr.
Da hat er einen Punkt.
[futuristisches Handyklingeln]
Ja, hallo.
Hey, Papa. Im Laden ist nichts los. Ich koche uns was, ja?
-[Ralf] Das wäre die 43. -Bist du nicht zu Hause?
Nee, wir... äh, ich kaufe gerade Schuhe.
Ah, super. Soll ich vorbeikommen?
-Ist doch doof, so alleine. -Nein. Ach was, das schaffe ich alleine.
Der hat ein atmungsaktives Bett, und die Sohle ist luftgepolstert.
-Aha. -Papa, du brauchst so einen Quatsch nicht.
Hauptsache, die haben Klettverschluss.
Und denk dran, du ziehst auch manchmal dicke Socken an.
-Besser ist eine halbe Nummer größer. -Ja.
Gib mir... Gib mir den mal.
Ja, kleinen Moment. Hier, für Sie.
Bitte?
-[Besetztton] -Hallo?
-Nee, ist niemand dran. -Was?
Mann. Immer noch derselbe Idiot.
[bedrückt] Mann.
[verspielte Musik]
Der "Speedstar3000" ist 43,5 ist bestellt.
Sollte übermorgen da sein.
Ich gebe die Schuhe dem Jochen mit, dann sparen Sie sich den Weg.
Das ist sehr nett von Ihnen.
Und wenn Sie jetzt noch
unseren brandneuen "Sport-Hartmann"-Rabattcoupon hätten,
dann gehen da noch mal fünf Prozent runter.
Sie sind aber nicht sehr geschäftstüchtig.
Das schlage ich bei den anderen Kunden wieder drauf.
'tschuldigung, darf ich die Zeitung haben?
-Da ist ein Artikel über meine... -Aber bitte, gerne.
-Bitte schön. -Danke.
Gut, einmal bestätigen, bitte.
-Na dann. -Wiedersehen.
Wir sehen uns auf der Probe.
-Denk an seine Tochter. -Ich denke erst mal an meine Tochter.
Wiedersehen.
Und was ist, wenn Rick mit zum Bowling kommt?
-Wer ist Rick? -Rick ist Rick.
Von mir aus.
Aber Lotta kriege ich auch noch überredet.
[Tastaturanschläge]
[sie seufzt]
Bella?
Kannst du bitte das erste Kapitel für mich schreiben, solange ich koche?
Ich bezahle dich auch dafür.
[Bella schnaubt]
Ernsthaft? Das ist Fleisch, und du bist ein Hund.
-Guten Morgen. -Hey, Papa.
Hallo.
-War das Jochen? -Ja.
-Das war Zufall. -Kannst mir ruhig die Wahrheit sagen.
-Warst du schon mit Bella? -Ich hab's versucht.
Es gibt Porzellanhunde, die hören besser.
Ich mache einen Termin in der Hundeschule.
Da lernt man übrigens auch neue Leute kennen.
Was soll das denn jetzt wieder heißen? Ich kenne sehr viele Leute.
Heute Abend zum Beispiel gehe ich bowlen.
Mit Leuten.
-Was? Mit wem denn? -Mit Freundinnen.
-Von Sophie. -Ach so.
-Zeig mal. -Was?
-Deine neuen Schuhe. -Ach die, die habe ich noch nicht.
Die mussten bestellt werden. Aber ich habe was anderes.
Hier.
Ein Artikel über die Lesung.
Wo ist mein Kopf?
Äh, dafür habe ich die Schuhe billiger gekriegt.
Hm.
[drollige Musk setzt ein]
Na komm.
"Anschließend kam es zu einem Wortgefecht zwischen Augustin und Lampe.
Dabei versprach die Buchhändlerin vollmundig,
selbst einen Roman zu schreiben.
Johanna Augustin sicherte freundlicherweise ihre Unterstützung zu."
-Okay, sag's doch. -Was denn?
Dass ich mich nicht im Griff hatte und dass das eine Kackidee ist.
Ich fände das toll, wenn du ein Buch schreibst.
Es war ja auch deine Idee mit der Nonne.
-Ja. -Ja.
-War es. -Und Johanna will dir jetzt helfen?
Was hat die davon?
Sicher glaubt sie nicht, dass ich es schaffe.
Die wird Augen machen. Oder besser Auge.
Aber wie kommst du denn voran mit dem Buch?
[verspielte Musik]
Super.
"Insofern entspricht Ihre Schilderung der Lesung nicht den Tatsachen.
Außerdem ist der süffisante Tonfall..."
[Nachrichtenton]
[Nikki] Hey, ich noch mal.
Du, doofe Frage. Hast du noch dieselbe Adresse?
"Daumen hoch" reicht.
"...ist der süffisante Tonfall des Artikels
dem Ernst der Sache nicht angemessen.
Mit freundlichen Grüßen...
Lisa Müller."
[lässiger Hip-Hop setzt ein]
Max, ich warte immer noch auf deinen Rückruf.
[Lied: "No Hesitation" von Sanity & Cuzn Fred]
[lässiger Hip Hop läuft über Kopfhörer weiter]
Hey.
Na?
Guck mal, ich habe dir was mitgebracht.
Ich komme nicht mit, keinen Bock.
Das ist Familienbowling. Da braucht man keinen Bock.
Aber eine Familie.
Äh, du, das finde ich jetzt nicht fair.
[lässiger Hip Hop läuft über Kopfhörer weiter]
[sie spielen dynamische Rockmusik]
Astrein.
-Bis auf Ralf. Einsatz verpasst. -Ja, sorry.
Jetzt nicht nachlassen, Jungs.
Auf dem Stadtfest müssen wir in Topform sein.
-Da ist diesmal Fernsehen und so. -Was? Wieso das denn?
Leute, wo lebt ihr eigentlich?
Weil das Chaos-Pendel zurückkommt. Nach zehn Jahren.
Oh.
Die Verrückte, die uns umbringen wollte. Wie die rumgeschaukelt hat.
-"Umbringen" ist ja nun Quatsch. -Wir wären schon fast gestorben.
Und das müssen wir nutzen. Für einen Song.
Ich habe da schon so was im Kopf.
[kraftvolle E-Gitarrenakkorde]
Hättest du auch am Telefon sagen können, dass du nicht weißt, was Nikki will.
Ich schätze halt den persönlichen Kontakt. Mit dir, vor allem.
Außerdem ist Bewegung gut für meine Bandscheiben.
Hat sie denn irgendwelche Andeutungen gemacht in letzter Zeit?
Pff, also sie stellt schon manchmal Fragen.
-Was denn für Fragen? -Fragen halt.
Ach, Shit. Ich habe gewusst, dass das irgendwann mal auffliegt.
-Wir haben es auch nicht besser verdient. -Mach dir keinen Kopf, wirklich.
Manchmal vermisse ich Nikki schon irgendwie.
Die hat dich betrogen. Vergiss das nicht.
-Hä? Du auch. -Das ist was anderes.
Aha.
Ich kläre das mit Nikki. Okay?
Ja, ich kann nicht jeden Tag bowlen, nur um ihr aus dem Weg zu gehen.
Oh.
Sag mal, wolltest du nicht schreiben? Wie läuft's? Läuft's gut?
-Warum fragen mich das eigentlich alle? -Keine Ahnung.
Vielleicht weil es in der Zeitung steht?
Es läuft sehr gut.
♪ Flying high Up and down ♪
♪ Dark is the sky Of Marburg Town ♪
♪ There's no light ♪
♪ There's no sound ♪
♪ And now were turning around And around and around and around ♪
[schrilles Keyboardsolo]
Warte mal kurz, stopp. Stopp.
Keyboardsolo erst im C-Teil?
-Ja, wenn überhaupt. -Mhm.
Ja, habe ich auch gerade gedacht.
-Okay. Noch mal? -Okay.
Eins, zwei. Eins, zwei, drei, vier.
[Jochen Eins, ansteigend] ♪ Oh ♪
♪ Flying high Up and down ♪
♪ Dark is the sky of Marburg Town ♪
♪ There's no light And there's no sound ♪
[entfernt] ♪ And now were turning around And around and around and around ♪
-Was? -Was ist mit dem Schloss?
Genau das, was du denkst.
-Heike? -Die ist nicht da.
Ich bin immer noch dein Vater.
Ich sage, du gehst bowlen. Sonst...
-Was, sonst? -Keine Ahnung.
Dann gibt's kein Taschengeld.
Dein Ernst, Papa?
Also.
-[Uhr] Bist du gestürzt? -Nein.
-[Uhr] Bist du gest... -Nein.
[fetzige Rockmusik ertönt weiter]
[Jochen Eins] ♪ We get away ♪
♪ Flying high... ♪
[Plätschern]
[ruhige Gitarrenmusik setzt ein]
[dynamische Schlagzeugmusik setzt ein]
[coole Synthesizer-Popmusik]
[ausgelassenes Stimmengewirr und Gelächter]
[Ralf] Ja, die ist gut.
[Frau 1] Das letzte Mal, ja. Aber es war ja schon ganz gut.
[Frau 2] War es "ganz gut", oder...
[Frau 1] Es ging dann langsam los...
Hey, na?
Oh, hi.
-Ich hoffe, ihr habt nicht gewartet. -Oh Gott, Maria.
-Hallo. -Sie sind ja tatsächlich gekommen.
-Genug geschrieben für heute? -Ja, mir tun schon die Finger weh.
Und jetzt hör endlich mal auf mit dem albernen "Sie". Ich bin "du".
Hallo. Darf es was zu trinken sein bei Ihnen?
[Maria] Ja, die erste Runde geht auf mich.
Wir nehmen, ähm... vier Aperol Spritz.
-Alles klar. -Danke.
Let the bowl roll.
[er seufzt enttäuscht]
Oh, der war knapp.
-Lotta, jetzt leg doch mal das Handy weg. -Gibt's sonst kein Taschengeld?
-Komm, du bist dran. -[Lotta stöhnt lustlos]
Was ist denn mit der, die ich dir geschenkt habe?
[Frauen jubeln]
Die ist hässlich.
Du hast sie mit Taschengeld erpresst?
-Wow. -Nicht cool.
Danke, Rick.
Entschuldigung, könnten wir bitte was best...
-Prost. -Prost.
Und sorry, wenn ich mich aufgedrängt habe.
-Cheers. -Manchmal muss man einfach raus.
Kennt ihr, oder?
Hast du die Lesung gut verkraftet mit der Augustin?
Längst abgehakt. Die eingebildete Kuh.
Ich hoffe, ihr seid keine Fans.
Ich habe voll Respekt davor, wie weit sie es gebracht, obwohl sie...
Schreiben kann man auch mit einem Auge.
Ohne Augenklappe würde die niemand erkennen.
Und wie war das? Ihr kennt euch schon länger, oder wie?
Mhm. Wir waren sogar mal befreundet.
-Ah. -Wir haben zusammen studiert.
Literatur.
Wir haben uns damals fest vorgenommen, dass wir mal selbst Bücher schreiben.
Und dann habe ich gesagt, ich finde so Krimis gut.
Mit einer Nonne als Hauptfigur, die Morde aufklärt.
Eines Tages kommt so ein Verlagsvertreter in meinen Laden und sagt: "Hier...
Erscheint demnächst."
"Die Nonne von Marburg". Von Johanna Augustin.
Das war bitter.
Ist es immer noch.
Aber man muss es auch erst mal schreiben.
Ja, klar.
Aber Maria schreibt auch gerade ein Buch, oder?
Also um was geht's denn da eigentlich?
Ähm...
Hexenverbrennung.
-Wahrscheinlich. -Wahrscheinlich?
Ich dachte, Sie sind schon... Ich dachte, du bist schon voll weit.
-Oder... -Ja, bin ich ja auch.
-Ich will nur noch nicht zu viel verraten. -Ah.
Sonst klaut wieder jemand die Idee.
So, jetzt hole ich mir hier diese albernen Clownsschuhe.
Nachos?
-Äh... -Nee.
[schwungvolle Popmusik]
[er pustet durch]
[er stöhnt angestrengt auf]
Yes, es geht doch.
Ralf Hartmann geht in Führung.
Wird Lotta Hartmann gegen ihren Vater verlieren?
Unsicherheit liegt in ihrem Blick. Wird sie dem Druck...
Hör auf jetzt, das nervt.
Ah, sie läuft an.
Und sie wirft.
Die Kugel rollt mittig auf die Pins zu. Der kommt gut, sehr gut sogar.
Strike!
[eingespielter Jubel und Applaus]
Ralf Hartmann ist geschlagen. Er ist ein Loser.
Aber sicher fällt ihm ein dummer Spruch ein, um es zu überspielen.
Ich hole uns was zu trinken. Kommt ja eh keiner.
[drollige Musik]
Hallo.
Bitte drei normale Cola, eine Cola Light und einmal Nachos mit Käsesoße. Bahn 13.
-Alles klar, kommt sofort. -Danke.
[Angestellte] Die Toiletten sind links.
Oh, hopps.
Alles klar, danke.
Entschuldigung, ist das Ihrer? Ist eine 38.
Nö.
[drollige Musik läuft weiter]
Ich weiß nicht, ob ich das noch will nach dem Spruch.
Wir trinken erst mal was.
-So, jetzt. -Der wird's.
[anerkennender Jubel]
-[Sophie] Oh, Aylin. -Okay. Ready?
[Sophie ächzt gespannt] Aylin.
Viel Spaß beim Trinken. Das wird immer schlechter mit euch.
-[Jessi] Fast. -Du spielst nicht mal.
Wo ist mein zweiter Schuh?
Wo ist denn mein zweiter Schuh?
Oh.
Und schon wieder verkackt Ralf Hartmann.
Er steht vor dem Scherbenhaufen seiner Existenz.
-Haha. -Das war kein Witz.
Das meinte sie ernst.
Ja. Danke, Rick.
[Lotta] Rick, du bist dran.
Sag mal, müsst ihr zwei die ganze Zeit...
-Ist doch für Lotta auch total verstörend. -Äh, ich bin 15.
Im Gegensatz zu dir hatte ich letztes Jahr Sex.
-Was? Mit wem? -Was geht dich das an?
-[Lily] Erstens, Nico. -Ey.
-Zweitens, Lotta hat recht. -Nico?
Kümmer dich um dein eigenes Dating-Game. Sprich Frauen an. Hier und jetzt.
Ja, mach. Dann merkst du endlich, dass du keine bessere kriegst als Mama.
Der war auch so schwarz, oder?
Nee. Das war ein roter Stiletto, mit 15 Zentimetern Absatz.
Deshalb bin ich ja auch gehumpelt, als ich hergekommen bin.
Okay. [sie kichert]
-Los jetzt. -Was soll ich denn jetzt sagen?
Drei, zwei, eins.
-Go. -Also.
[leise] Mann, Mann, Mann. Ha...
[muntere Popmusik]
[Lied: "Living In A Daydream" von Matthew Goodman & Matthew Bento]
-Oh, Entschuldigung. -Sorry.
-Moment. -Das ist mein Schuh.
-Ja? -Ich, äh...
[Maria] Ich habe meine Schuhe gefunden.
...bin frisch geschieden.
Okay.
Meine Frau und ich haben beschlossen, das nicht groß zu feiern.
Und das erzählen Sie mir, weil...
Weil, äh...
Lange Geschichte. Meine Töchter wollten das.
Die eine knutscht mit ihrem Typen rum. Sie meinten, ich müsste auch mal wieder.
Und meine jüngste Tochter hatte Sex.
Nicht hier, um Gottes Willen. Zu Hause. Glaube ich.
Es geht mich natürlich gar nichts an, aber andererseits auch doch.
Denn in dem Alter...
Also ich hatte mit 15 noch keinen Geschlechts...
Wie war das bei Ihnen? Sie sind ja selbst noch jung.
Viel zu jung für die... für die Liebe.
-Ich gehe dann mal weiter, ja? -Ja, das wird das Beste sein.
Okay.
Ent... Entschuldigung.
[er seufzt]
Ey.
Typen gibt's.
Was war?
Das war die dümmste Anmache ever. Irgend so ein alter Sack, ja.
-Der war locker über 50, locker. -Erzähl.
-[Lily] Die war sehr jung. -Ich sollte die Erstbeste anquatschen.
Du hast bestimmt Müll gelabert. Das ist echt hoffnungslos mit dir.
Was hast du gesagt?
"Meine Frau und ich haben beschlossen, das nicht groß zu feiern."
[Aylin] Alter.
Das findest du lustig?
Ja, irgendwie schon.
[Stimme] Strike!
-Du, Papa? Ich muss dir noch was sagen. -Was denn, liege ich hinten?
Ich ziehe nach Köln.
[beide] Was?
Ja, ich habe den Platz an der Uni bekommen.
WG-Zimmer habe ich auch schon.
In zwei Wochen ziehe ich um.
-Baby. -Wow.
-Ich weiß, das ist ein Schock für dich. -Ja.
Aber ich will nicht mein Leben lang im Sportladen arbeiten.
-Wer will das schon? -Ja, klar.
-Ich habe nie was anderes gemacht. -Darum ja.
Du brauchst mal eine neue Perspektive.
Oder, Rick?
So, ich glaube, ich bin dran.
Ich frage mich, was in so Typen vorgeht.
Der war halt unsicher. Na und?
Irgendwie tut er mir auch leid.
Ja? Soll ich euch verkuppeln? Ihr habt ja scheinbar den gleichen Humor.
-[Aylin] Vielleicht ist er dein Traummann. -Mhm.
Hm.
[muntere Musik]
Zeig mal. Welcher war das denn?
Okay, komm.
Hm. Komisch.
Er ist weg.
Schade.
-Papa? -Au.
Ist alles okay?
-[Uhr] Bist du gestürzt? -Ja.
-[Uhr] Bist du gestürzt? -Ja!
Na, komm her. Komm.
-Langsam. Langsam. -[ächzend] Na komm.
Ich bringe Lotta rein und sage Mama kurz Hallo.
-Ja. -Ach, und wegen Köln...
Ich freue mich für dich.
Danke, Papa.
Und das Steißbein kühlen, ne?
Äh, Mama ist nicht da.
-Wo ist sie denn? -Unterwegs.
Aha.
Ja, Mama macht jetzt ihr eigenes Ding. Aber das ist dir ja egal.
Egal?
Du hast sogar noch nach der Scheidung Witze gemacht.
Ich habe versucht, die Stimmung aufzulockern.
Vielleicht muss die Stimmung nach einer Scheidung nicht locker sein.
Für andere ist das nicht so witzig wie für dich.
Du denkst, ich fand das witzig?
[er ächzt schmerzerfüllt]
Lotta, ich habe das geliebt. Wir, als Familie.
-Ich wollte, dass wir zusammenbleiben. -Bullshit.
Ich habe dich nie traurig gesehen, nur Mama.
Du bist fröhlich zum Laden gefahren.
Vielleicht war ich ja im Laden traurig.
Hm.
Das mit der Paartherapie war mein Vorschlag.
Brachte aber nichts, im Gegenteil.
Selbst der Therapeut meinte, ein Neuanfang ist am besten.
Wohl ein Scheißtherapeut.
Dachte ich auch und kämpfte trotzdem weiter.
Aber es gab keinen anderen Ausweg.
Jedenfalls haben wir keinen gefunden.
Wow.
Warum habt ihr mir das nicht einfach mal erklärt?
Wir haben gedacht, das ist zu viel für dich.
Ja, ist es auch.
-Trotzdem. -Ich will weiter euer Papa sein.
Vollkommen egal, ob ihr in Köln lebt oder mit irgendwelchen Nicos Sex habt.
[sanfte Musik]
Danke, dass du heute mitgekommen bist.
Übrigens... Eigentlich finde ich die Kugel hier echt schön.
Also danke.
Grün ist ja deine Lieblingsfarbe.
Ja, eigentlich Blau, aber... sie ist trotzdem schön.
-[Maria, lallend] Zu meinem Haus. -[Sophie] Genau. Licht?
Okay. [sie seufzt]
-Achtung, Stuhl. -Ja.
-Achtung, Tisch. -Okay.
Achtung, Lampe.
Verstehst du?
-Weil ich auch Lampe heiße. -Ah.
Okay, wir gehen jetzt da rein.
Maria, Vorsicht. Maria.
[Sophie keucht erschrocken auf] Gott.
Oh, Sophie, du bist die Beste.
Maria, du willst jetzt noch schreiben?
Ich verrate dir was.
Weil wir beste Freundinnen sind.
Ich habe noch gar nichts geschrieben.
-Aber die Überschrift ist schön, oder? -Ja.
Oder soll ich die ein bisschen größer machen?
-Das ist ein Klick. -Nee, nee, das passt schon.
Okay, Maria, gute Nacht.
Gute Nacht.
[sie stöhnt]
[Schnarchen]
[Klopfen]
Maria, bist du da?
-[Klopfen] -Maria.
Nikki?
Can't find what you're looking for?
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