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[entspanntes Lied]
[Frau] ♪ Danke für diesen guten Morgen ♪
[lässiger Hip-Hop erklingt]
♪ Danke für meine Arbeitsstelle ♪
♪ Danke ♪
-[lässiger Hip-Hop] -Rentnermusik oder Mettbrötchen.
Das war doch gut.
♪ ...für manche Traurigkeiten ♪
Nee, das war Folter.
[Schmatzen]
[leise] Alter.
[entspanntes Lied wird wieder lauter]
Wenn du mitsingst, fahre ich gegen einen Baum.
Was ist denn los mit dir?
♪ ...all meine Sorgen Auf dich werfen mag ♪
-[Vogel kräht] -Oh nee, ich glaube es ja nicht.
Macht nichts, bringt Glück.
-Sagt wer? -Das sagt man so.
-Brauchst du nicht glauben. -Tu ich auch nicht.
-Selber schuld. -Wieso bin ich jetzt schuld?
Ist doch so: Kacke auf Jacke ohne Glaube an Glück: Scheiße.
Kacke auf Jacke mit Glaube an Glück:
-Vielleicht super. -Toll, Religion in zwei Sätzen.
Ja, so, schlau, wa?
Wer heute an Gott glaubt, dem ist echt nicht zu helfen.
[Klingeln]
So, heute muss alles top laufen, okay?
Bester Service, bester Small Talk, und auch ganz wichtig:
-Keine Kritik an der Kirche. -Weil wir dann in die Hölle kommen?
Denk doch mal nach: Wer geht heutzutage noch in die Kirche, hm?
Niemand? Keine Ahnung, alte Menschen?
Alte Menschen, die...
gläubig sind.
Und wer an Gott glaubt, der glaubt auch an?
-Sondergarantien. -Gott ist eine Sondergarantie?
Geht was kaputt, sind beide für dich da.
Ah, ja, klar. Steht ja auch in der Bibel.
-Wie? -Selig sind die, die Leid tragen.
Denn Sondergarantien sollen sie trösten.
Das wusste ich nicht mal.
Überleg mal, über den Pfarrer kommen wir an die Gemeinde ran.
-Dann statten wir die komplett neu aus. -Ah, geil.
-Mega Geschäftsmodell. -[Tür wird geöffnet]
-Guten Tag, Kudinski... -So ein großer Verlust, ja.
Mein Beileid. So unerwartet.
Ja, wie aus dem Nichts.
Äh, ja, die Wege des Herrn...
sind manchmal unergründlich.
Was ich Ihnen empfehlen würde?
-Ja, gut, ich würde einen Put verkaufen. -Michael.
Vielleicht unter dem aktuellen Aktienkurs mit einem Delta zwischen 0,2 und 0,4.
So wie wir es letztes Mal besprochen haben.
Ja, safe Sache.
Sehr gerne, Herr Werosta, dafür bin ich da.
Gott stehe Ihnen bei. Auf Wiederhören.
-Bitte entschuldigen Sie. -Kein Problem.
Wir haben einen kleinen Kreis.
Einmal die Woche treffen wir uns mittwochs und helfen uns gegenseitig.
-Zum Bibelkreis? -Börsenkreis.
Aber Sie sind doch Pfarrer.
Jap.
Und Sie spekulieren mit Aktien?
Na ja, werden ja immer weniger Mitglieder.
Also braucht die Kirche Geld.
Scherz.
Ah, ich habe es schon geglaubt, Sie spekulieren wirklich mit Aktien.
Mache ich auch.
-Ist das nicht verboten? -Wieso?
Na, das Gemeindegeld wird von der Kirchernsteuer bezahlt.
Und?
Und damit spekulieren Sie dann an der Börse?
Na, bei den Zinsen und unserer derzeitigen Inflation ist das ja quasi meine Pflicht.
Okay, und wenn Sie alles verzocken?
Also ich bitte Sie. Ich zocke natürlich nicht.
-Ich habe ein todsicheres System. -Todsicher?
-Todsicher. -Mit oder ohne Fegefeuer?
-Gott ist überall. -[Viktor lacht]
Also einen starken Glauben braucht man an der Börse ja definitiv.
Sehen Sie, die Kirche ist doch nicht nur beim Glaube ein Experte.
In Sachen Finanzen sind wir doch auch nicht untalentiert, oder?
Auf jeden Fall.
Die katholische Kirche ist der größte Grundbesitzer Deutschlands.
Nicht dein Ernst.
Und dieses Wissen gebe ich gern an unsere Gemeindemitglieder weiter.
So als zweites Feld quasi.
-[Viktor räuspert sich] -Gott und Geld.
-[feierliche Chormusik] -Hello, X-9000.
Mit LED-Scheinwerfern, elektrischer Schnitthöhenverstellung
und Multi-Zonen-Management.
[Mika] Darf der ohne Begrenzung fahren?
[melodisches Piepen]
Das war eine hervorragende Wahl. Sehr gut investiertes Geld, Herr Pfarrer.
Geld ist ja nichts anderes als Energie, mit der man Gutes oder Böses tun kann.
Ah, so wie Gott?
-Gott ist Liebe. -Nee, Gott ist tot.
Und die Anbetung von Geld ist an seine Stelle getreten.
-Sagt Nietzsche. -Ach ja.
Der alte Nietzsche. Also der ist ja auf jeden Fall schon tot.
Es heißt ja auch, ähm...
Man kann nicht beiden dienen.
Also Gott und dem Mammon. Geld.
Da kennt sich jemand in der Bibel aus, sehr schön.
-Hat mein Vater immer gesagt. -Wie schön.
Mein Vater ist tot.
-Mein Beileid. -Kein Problem.
-War der nicht beim Finanzamt? -War der.
-Cool. -[Viktor] Finden Sie?
[Mika] Kirche und Finanzamt, leben vom Geben.
Vielleicht sollten wir kurz den Begrenzungsdraht ziehen, weil das Ding...
-So. -[Piepen]
Ich war in meiner Kindheit jeden Sonntag in der Kirche.
-Crazy. -Wie schön.
Aber du glaubst nicht an Gott, oder?
-Was meinst du denn jetzt damit? -Na ja...
Ob du an Gott glaubst.
Das ist jetzt keine ganz so einfach zu beantwortende Frage.
-Das ist... -Doch, mit Nein zum Beispiel.
Oder einem glücklichen Ja.
Wir quatschen nicht über Gott, sondern über Schnittkanten.
Ich habe Zeit.
Ja, wer an die Ewigkeit glaubt, hat natürlich viel Zeit.
-Jesus verkündet das Paradies auf Erden. -Und dann kam die Kirche.
Selig sind die, die geistig arm sind, denn das Himmelreich ist ihr.
-Ah, deshalb kommen Pfarrer in den Himmel? -Michael.
Der Teufel will keine Konkurrenz.
-Ja? -Oder Nein?
Das... Was soll ich sagen, das ist wie...
mit einer Currywurst, ja?
Manchmal möchte man die mit Darm, manchmal ohne.
Ja, vielleicht... ein bisschen mit.
-Darm? -Gott.
-Nee. -Doch.
-Gott beschützt uns. -[Viktor] Ja, etwa mit neuen Aufträgen.
Wer glaubt, dem wird gegeben.
Gott und Geld, das ist echt immer das Gleiche.
[melodisches Piepen]
[drollige Musik]
-[Piepen] -Micha, hat das Ding keine Fernbedienung?
Weil Sie das Ding ohne Begrenzungsdraht fahren ließen.
[melodisches Piepen]
[feierliche Chormusik]
-Die, ähm, sind noch von meinem Vorgänger. -[Viktor] Verstehe.
-Aber sind das nicht griechische Götter? -Jap.
-Gibt es da nicht so ein Gebot? -[Piepen]
Äh, ja, das ist: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir."
Das ist das erste Gebot.
Hier ist wohl weniger das Gottsein gemeint, sondern eher die Ästhetik.
-Von nackten Männern? -Wieso? Passt doch zur Kirche.
-[sie feixen] -Dann wären sie jünger.
Oh, oh, oh, dünnes Eis.
-Entschuldigung, aber... -Ich fand das lustig.
-Also ich fand, das ging zu weit. -Humor muss erlaubt sein, Micha.
Na ja, es gibt schon Grenzen.
-[Viktor] Ja... -Nicht bei Gott.
[er seufzt]
-Kleine Erfrischung? -Bierchen geht immer.
[Piepen]
Wissen Sie, was ich an Jesus so liebe?
Dass er aus Wasser Wein macht?
-Der war nicht schlecht. -[Piepen]
Seine Liebe und seine Vergebung.
Wir leben in einem Zeitalter der Shitstorms.
Na ja, heute heißt es Shitstorm, früher Inquisition.
Wer hat die noch mal gleich erfunden?
Nur weil die FIFA korrupt ist, darf man den Fußball nicht mehr lieben?
-[Viktor] Da hat er vollkommen recht. -[Piepen]
[Piepen]
Man kann der Kirche viel vorwerfen, das möchte ich nicht bezweifeln.
Homosexualität ist eine Sünde, aber übers Wasser laufen voll normal.
Wenn wir nicht sündigen, ist Jesus nicht umsonst gestorben?
-Äh, bitte? -[Piepen]
Oh, jetzt ist der X-9000 wieder im Gebüsch. Kannst du den mal eben kurz...
-[Mika] Och. -[Viktor] Bitte.
Michael, mach doch mal bitte.
Was Sie eben noch sagten, es ist ein besonderes Zeitalter?
Und dann sagten Sie was von Liebe und, äh...
Liebe und Vergebung.
Vergebung.
Das ist heute umso wichtiger.
-Das ist immer noch wichtig, wa? -Mhm.
[Piepen]
Ist selbst gemacht.
Kalter Brennnesseltee.
-Hilft super beim Entgiften des Körpers. -[zweifelnd] Mhm.
Oder wie ich immer sage: Die Brennnessel ist Gottes Entschuldigung für Blumenkohl.
Hahaha.
Vielen Dank.
Mmh.
-Puh. -[Pfarrer] Ah.
Wie viele Mitglieder haben Sie in Ihrer Gemeinde?
Ich bin verantwortlich für knapp 4000 Katholiken.
Tendenz...
-Sinkend. -Ah. Treten viele aus?
Nee, die meisten sterben.
Sagen Sie, wissen Sie vielleicht,
ob irgendjemand in Ihrer Gemeinde zufällig irgendwas braucht?
-Was meinen Sie? -Kondome?
Ach, nee, die sind in Ihrem Verein ja verboten.
Der Treppenlift vom Altenheim ist kaputt.
Das ist doch super.
Na ja, das Gejammer kann ganz schön nerven.
-Klar. -Ich kann Sie gern vermitteln.
-Das wäre klasse. -Vorausgesetzt...
Sie empfehlen meinen Jesus-to-go-Kurs Ihrer Kundschaft.
Sie kommen ja bestimmt ganz gut herum, oder?
Wir... kommen schon... kommen schon rum, ja.
-Ich baue gerade meinen Onlinekurs auf. -Onlinekurs?
Für alle Kirchenaustreter.
Inklusive meinem Holy-Finance-Program.
-Mit den Tricks der Vatikanbank. -[schnalzt]
-Interessiert? -Na ja... Äh, klar.
Die können wir gerne verteilen.
-Bei der Kundschaft. -[Pfarrer] Wundervoll.
Vermitteln Sie neue Abonnenten,
bekommen Sie sogar noch eine tolle Provision.
[Viktor] Ach?
-Da verdienen Sie was Nettes nebenbei. -Mhm.
Das klingt nach dubiosem Schneeballsystem.
Diese Generation von heute, immer so negativ.
-Ihr müsst mal an was glauben. -Ich glaube nicht.
Ich vertraue der Wissenschaft und der Vernunft.
-Aber fühlst du dich nicht oft allein? -Was hat denn das damit zu tun?
Na, du hast doch bestimmt 100 Freunde auf Social Media,
bist ständig am Schreiben...
Posten und Liken und Lesen, oder?
-[genervt] Mhm. -Trotzdem ist da die ständige Einsamkeit.
Wie passt das zusammen?
Was war schon immer Gott?
Doch eine Verbindung zu uns selbst.
Aber wenn Gott tot ist, dann ist auch etwas in uns gestorben.
Dann suchen wir durch Kontakt mit anderen
eigentlich den Kontakt zu uns selbst.
Wir suchen in der Liebe zu einem Partner eigentlich die Liebe zu uns selbst.
Und sagt nicht Nietzsche, dass wir heute alle ein Leben auf offenem Meer leben?
Mit all seinen Winden und Gefahren.
Genau da setzt mein Onlinekurs an.
Wenn du heute noch abschließt,
bekommst du meinen Vergebungs-Workshop direkt dazu.
Ah, cool.
-Und was kostet das? -Nichts.
-Nichts ist heute kostenlos. -Oh doch, Michael.
Probleme sind immer umsonst.
-Und Gottes Liebe. -[Viktor] Amen.
Hm, das ist nicht schlecht, das Brennnesselzeug.
Mir geht es darum, so viele Menschen wie möglich zu erreichen.
Und wenn heute keine Sau mehr in die Kirche geht...
dann komme ich eben zu den Säuen.
[unheilvolle Musik]
[Fauchen]
[Piepen]
Oh.
Ich habe es ihm jetzt tausendmal gesagt.
[Piepen]
Wie war Opa eigentlich so?
Schwierig.
-Ah, liegt also in der Familie? -[Viktor lacht]
Definitiv.
Ich habe so ein Foto von euch, also von dir und ihm.
Mhm.
Das habe ich in München im Keller gefunden, in so einer alten Kiste.
Mhm.
Du hast auf dem Foto irgendwie so eine Kette um, da ist ein Kreuz dran.
Das kann sein, dass mein Vater mir die damals geschenkt hat.
Es ist echt... voll okay, wenn du an Gott glaubst.
Das macht vieles bestimmt einfacher.
Gerade mit... Na ja, also...
Was meinst du?
-Dein Krebs. -Ach so. Mhm.
Hast du eigentlich gar keine Angst?
[er räuspert sich] Weißt du...
Dein Opa und ich...
Wir haben uns einfach unheimlich viel gekabbelt und gestritten, weißt du?
Bis zum Schluss.
Und warum? Weil er ums Verrecken keinen Fehler zugeben konnte.
Er hat sich immer irgendwelche Geschichten ausgedacht, Lügen.
Lügen geht echt gar nicht.
Ja.
Und...
Das Problem ist, wir konnten uns halt nie wirklich aussprechen.
Und davor habe ich Angst.
Dass so ein Punkt kommt, wo...
man keine Chance mehr hat, dass die Dinge wieder gut werden.
Weißt du?
Und wir waren halt nie eine richtige Familie, so wie man sich das vorstellt.
Weißt du, wenn abends alle zusammen am Tisch sitzen und...
Abendbrot essen, Frühstück machen zusammen und so.
Das habe ich mir gewünscht, ich wollte es anders machen.
-Echt? -Ja.
Aber...
[bewegende Gitarrenmusik]
Dann kam eben vieles anders.
Ist ja oft so.
Ich meine, wenn es einen Gott gibt...
Warum...
muss das Leben dann so scheißungerecht sein manchmal?
Na ja, ich...
Ich glaube schon, dass alles im Leben so seinen Sinn hat.
-Auch die schlechten Dinge. -Mhm.
-Wie meinst du das? -Na ja...
Es gibt im Leben halt Höhen und Tiefen und...
Das vergisst man manchmal, wenn man unten ist.
Aber im Nachhinein betrachtet
lernt man aus den schlechten Zeiten wahrscheinlich am meisten.
Das Leben hilft einem zu wachsen und so und...
Ja, auch so eine schlimme Krankheit, glaube ich.
[bewegende Gitarrenmusik läuft weiter]
Ich weiß nicht, ob das was Gutes hat.
Na ja, guck mal, wie steht es noch mal in der Bibel?
Ich glaube...
Alles ist möglich für den, der glaubt.
-Ich dachte, du glaubst nicht an Gott. -Tue ich auch nicht, ähm...
-Aber ich bin halt schlau. -Mhm, das bist du.
Aber das Scheißleben ist schon manchmal ganz schön kompliziert.
Ja, da hast du recht.
-Ich hätte Opa gern kennengelernt. -Ihr hättet euch super verstanden.
-Glaubst du? -Besserwisser.
Und keine Ahnung vom Fußball.
[melodisches Piepen]
So, wir hätten Ihnen jetzt die Aufladestation
da direkt rechts neben dem Gebäude angebracht, ja?
Endlich nicht mehr Rasen mähen.
Ja, das ist wie Ostern und Weihnachten am selben Tag, hm?
-Ich hasse Weihnachten. -Wie?
Da kommen sie alle, diese scheinheiligen Christmas-Christen.
Und husten ständig und werfen nichts in die Kollekte
und beschweren sich, dass das Krippenspiel fehlt.
Obwohl es immer die gleiche Scheißstory ist.
Okay.
-Ist das nicht der beste Rekrutierungstag? -Das ist immer noch die Firmung.
-Ja, wegen den Geschenken. -Aber ich habe an Weihnachten einen DJ.
-Wie? -Klar. Ist ja eine Geburtstagsparty.
Also weiß ich jetzt nicht so...
Ach, an Weihnachten soll die Kirche doch bitte ganz altmodisch sein.
-Und bitte bloß nichts ändern. -[Viktor und Mika] Ja.
[melodisches Piepen]
[unheilvolle Musik]
So, ich glaube, wir müssen dann jetzt mal los.
-Sind Sie schon fertig? -Ich fürchte.
"Fürchte dich nicht, denn ich stehe dir bei
und schütze dich mit meiner siegreichen Hand."
-Inklusive Vergebung? -Die gibt es bei Katholiken gratis dazu.
-Immer? -Natürlich immer.
Das ist ja das Schöne bei uns Christen.
Gut, Ihr Mähroboter ist gerade im See abgesoffen.
Was?
[Blubbern]
[Viktor schnalzt]
[Viktor seufzt]
Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen.
Das ist nicht lustig.
-Ich dachte, alles ist Gottes Wille? -Nein, es gibt auch pure Dummheit.
-Ja, da versteh mal einer die Religion. -Ja.
-Sie müssen ihn mir ersetzen. -Oh, oh, oh, Moment mal.
Sie waren der, der das Ding hat losfahren lassen.
-Ich? -[beide] Ja.
-Ganz genau. -Also das ist ja...
Aber vielleicht finden wir da ja eine Lösung.
Eine Lösung?
Wenn Sie zum Beispiel eine Sondergarantie für das Gerät unterschreiben würden.
Dann haben wir unter Umständen gar nichts gesehen.
-[Viktor] Hm. -Was? Haben Sie nicht?
-[Viktor] Was denn gesehen? -Hm?
Und Sie würden ein nagelneues Gerät bekommen.
-Nagelneu? -[Mika] Mhm.
Aber...
Ist das nicht...
Na ja, vielleicht passen wir einfach die Wahrheit an die Situation an.
Ja, ja, ja. Damit kennt sich die Kirche ja ganz gut aus, oder?
[Viktor] So, dann einmal hier Ihren Otto bitte.
Wenn ich so eine Sondergarantie jetzt theoretisch unterschreiben wollte...
Wird der Mähroboter ersetzt.
-Komplett? -Komplett.
-Einfach so? -Einfach so.
Man darf ja nicht päpstlicher sein als der Papst.
[Viktor] Genau, man sagt ja auch,
nur wer ohne Sünde ist, soll anderen keine Grube graben.
Nein, der soll keine Steine schmeißen.
Check.
So. Vielen Dank.
Vieles ist ja oft nur ein Missverständnis.
-Klar. -Und Gott vergibt.
-Mhm. -Das ist sein Job.
Ja.
[lustige Musik]
Gibt es da vielleicht was, was Sie loswerden möchten?
Ich? Loswerden möchte? Nee.
Wieso?
Ich spüre da eine große Last auf Ihren Schultern.
Auf meinen Schulter? Nee, das ist...
Die sind ja breit, da passt ja einiges drauf, wa?
Wer ehrlich bereut, dem wird auch stets vergeben.
Ehrlich bereut wird stets vergeben.
-Aber wirklich stets auch? -Mhm.
Hm?
Nee, nee. Nee.
Glauben ja nicht alle, ich hätte Hodenkrebs,
obwohl da nur eine Zyste ist, wa?
-[er lacht] -[Mika] Äh, was?
-Nix. -Doch.
-Nee. Nee. -Doch.
Du hast gar keinen Krebs?
-Ich? -Ja.
Nee.
Da werden ein paar Ave-Marias wohl nicht helfen.
Ey, du hast uns die ganze Zeit angelogen?
Micha, ich habe euch nicht angelogen.
Ich... Du kennst doch deine Mutter.
So, ich...
hatte auf die Testergebnisse gewartet, wegen dem Ding.
Dann hat sie auf einmal angefangen, von Krebs zu faseln.
Und dann habe ich halt nicht wirklich widersprochen.
Ah, okay, ist alles ihre Schuld.
-Ja. -Du hast nur nicht widersprochen.
Ja, genau. Ich wollte es dir die ganze Zeit sagen.
Aber, aber, äh... Es ergab sich einfach nicht.
Ah, klar, ja. Es hat sich nicht ergeben.
Wir sitzen ja auch nicht den ganzen Tag im Scheißlieferwagen.
-Und fahren rum. -Genau.
-[Mika] Ja. -Äh, Vergebung? Jederzeit?
-Das wäre jetzt der Moment. -[Mika] Weißt du, was?
Halt einfach deine Scheißfresse, du dreckiger Lügner.
-Micha, bitte. -Sie haben das Richtige getan.
[Viktor, wütend] Du...
-Michael! -[Tür kracht zu]
Micha!
Micha! Warte kurz, bitte.
Lass uns kurz quatschen. Es tut mir leid, ja?
[Motor heult auf]
Die haben Sie noch vergessen.
[Pfarrer schnauft kurz]
Auch ein Trampolin hat einen Tiefpunkt.
Und dann macht es pui...
und man schießt wieder nach oben.
Verstehen Sie?
[entspanntes Lied setzt ein]
♪ Danke für diesen guten Morgen ♪
♪ Danke für jeden neuen Tag ♪
♪ Danke, dass ich all meine Sorgen ♪
♪ Auf dich werfen mag ♪
[coole Rock-Pop-Musik]
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