All language subtitles for Viktor.Bringts.S01E06 German Sub

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Original subtitles

[coole Rock-Pop-Musik]

[Mann stöhnt und wimmert schmerzerfüllt]

-Kollege. -Ich kriege keine Luft mehr.

-Alles gut? Brauchen Sie einen Arzt? -Es tut alles weh.

-Ja. -Der braucht keinen Arzt, der macht Sport.

Sport? Das sieht aber nicht gesund aus.

-Hier geht's ja auch um knackig. -Ah.

Und wer knackig sein will, der muss leiden.

Na, leiden tut der hier auf jeden Fall.

Sind wir schon fertig?

-Der kann nicht mehr. -Er überwindet seine Leistungsgrenze.

Hartmut, ich bin sehr stolz auf dich.

-Arme ganz durchdrücken. -[Hartmut ächzt]

Das Becken berührt nicht den Boden.

Wir sind bei drei. Immer noch bei drei.

-Der hat Schmerzen. -Er will das so.

-[Hartmut wimmert] -Und seine Frau auch.

Schwerkraft ist was für Loser. Bist du ein Loser, Hartmut?

Dass er so schwitzt, ist normal?

Er schwitzt nicht, er weint.

Haben Sie es schon mal mit Lachyoga probiert?

-Sehr witzig. -Ich meine ja nur.

-Weil wenn Sie so weitermachen... -Jetzt hören Sie mir mal zu, Sie Vogel.

Er zahlt ein Schweinegeld dafür, dass ich seinen Körper optimiere.

Das geht nun mal nicht mit Fußbädern.

Es wäre also sehr schön, wenn Sie mich meinen Job machen lassen würden.

-Ja? -Verstehe.

Nur eine Frage: Der bezahlt dafür, dass er so leiden muss?

[drollige Musik]

[Hartmut jault]

-Die Leute spinnen. -Liegestütz.

[drollige Musik läuft weiter]

-[Motor wird gestartet] -Hi.

Danke, dass du spontan Zeit hast.

Wie siehst du denn aus?

Was hast du an?

Ich sollte eine Waschmaschine reparieren.

Ja, Papa, aber doch nicht beruflich.

Das ist der Waschmaschine doch egal. Jetzt fahr.

-[Mika] Zieh wenigstens die Weste aus. -Wieso?

Findest du die schön?

Ja, klar. Schön praktisch. Was soll denn das jetzt?

Sind dir auf einmal unsere Arbeitsklamotten peinlich?

Entschuldige mal, das ist ein Stück Identität.

-Hier, das habe ich selber entworfen. -[er schnaubt]

Was gibt's denn da zu lachen?

Gut, wenn dir das peinlich ist vor deiner Freundin, kannst du mich hier rauslassen.

Ich habe was Besseres zu tun an einem Samstag.

[drollige Musik läuft weiter]

-[Viktor] Und hier wohnt sie? -Die wohnt und arbeitet hier auch.

-[Viktor] Mhm, interessant. -Ja.

Also... Schnell rein und wieder raus. Und nichts kaputt machen, okay?

Meinst du, deine Freundin braucht eine Sondergarantie?

Auf gar keinen Fall.

-Das entscheidest jetzt du? -Ja.

Ich dachte, du bist immer für Gleichberechtigung.

-Keine Sondergarantie. -Das wird ein unterdrücktes Mäuschen sein.

Sag da drin nicht "Mäuschen", okay?

Entspann dich, Frauen mögen mich. Gerade junge Frauen.

Okay, vielleicht sollten wir es doch einfach lieber lassen.

Du kennst deinen Vater.

Ich kann auch charmant sein.

Ah, Mika. Ruby ist in der Sauna.

Safe.

Jetzt mach dich mal locker, okay? Und nichts anfassen.

Ganz sicher nicht.

-[Mika] Und bitte keine blöden Sprüche. -Klar.

Eieiei.

-[Mika] Hey. -Hallöchen.

-[Mika] Hi. -[Ruby] Hey.

[Kusslaute]

-[Viktor] Tag. -Hallo.

Äh, ja, genau. Ich habe noch jemanden mitgebracht.

-Zu zweit geht's einfach etwas schneller. -Okay.

-Ja. -Hallo.

Freut mich so sehr, Sie kennenzulernen. Mein Sohn hat viel von Ihnen erzählt.

Ah, Sie sind der Vater? Du hast gar nichts gesagt.

-Hast du nicht? -Ja, was hätte ich denn sagen sollen?

Das ist dein Vater? Dann musst du eine sehr hübsche Mama haben.

Ich finde schon, dass wir eine Ähnlichkeit haben.

-Oder? -[Mika] Nee.

-Doch. -Nee.

-Doch. -Nee. Oder?

-Ähm... -Also ich habe ja die Finger meiner Mama.

-[Viktor] Ja? -Pianistenfinger.

-Sagt Mama. -Kontrabassfinger eher.

Nee, Pianistenfinger.

-Tuba? -Piano.

Wenn es Piano wäre, müsste das Piano ja relativ breite Tasten haben.

-Damit... -[leise] Lass es.

Ähm, ist das jetzt doch ein größeres Problem mit der Maschine?

Nee, Quatsch, auf gar keinen Fall.

Ach du liebe Scheiße.

-[Ruby] Was? -Micha, was hast du getan?

Hä? Ich habe ganz fachmännisch das aufgemacht und hier...

-[Ruby] Ein Youtube-Tutorial geschaut. -Das waren zwei.

-Ah, okay. -Na, das ist...

Tut mir leid jetzt, aber das Ding ist Schrott.

-Das ist Sperrmüll. -Echt?

[Viktor räuspert sich]

[groovige Musik]

-[Ruby] Kann man da gar nichts machen? -Puh, na ja...

Ich weiß nicht, aber mit viel Geschick und Glück könnte man vielleicht...

Das wäre echt der Wahnsinn.

Dann benennt das siebte Weltwunder nach mir.

Wenn, dann das achte, hm?

-Ähm, ich lasse euch zwei mal, ja? -Klar.

Keine Sorge, ich kriege das Schätzchen zum Laufen.

-Jetzt ist ja der Profi da. -Bitte sag nicht "Schätzchen".

Das ist eine Süße. Und riechen tut die gut.

-Ist das dein Ernst? -Finde ich schon.

Ein bisschen komisch, wenn du sagst, meine Freundin riecht gut.

Wieso? Das ist richtig... Das ist wie Rose.

Komm, Waschmaschine und raus.

Oder Lilie. Lilie, das ist es. Lilie.

-[Ruby] Alles okay bei euch? -[beide] Ja.

Jetzt weiß ich's. Patschuli, kann das sein? Der Duft?

-[Mika] Pst. -Patschuli, wa?

Das ist ja schon ganz schön warm hier.

Hitze stimuliert meine Kreativität.

Hitze dehnt alles aus. Deswegen bin ich ja auch nicht dick, sondern heiß.

[Viktor] Klar.

Nur mit Blut, Schweiß und Tränen schafft man es.

Von der Leidenschaft kannst du dir eine Scheibe abschneiden.

[er mault]

Ich hätte mal eine Frage. Also Sie entwerfen ja Mode, richtig?

Ich studiere Kunst. Aber die Kollektion ist Teil meiner Abschlussarbeit.

Thema sind die wechselnden Schönheitsideale.

-Ah. -[Ruby] Mal halten.

-Schön ist das. -Ganz im Gegenteil.

Wir haben uns mit Obsession ein Gefängnis aus Konzepten geschaffen,

das körperliche und seelische Schäden verursacht.

Verstehe.

Nur zwei Prozent aller Frauen in Deutschland finden sich schön.

-Das ist doch unfassbar traurig, oder? -Nee.

Ja.

Dann sollten die sich vielleicht selber schöntrinken.

So wie wir Männer das machen. Das könnte helfen.

[Viktor lacht]

-'tschuldigung. -Frage:

Sie machen das ja jetzt für Frauen.

-Und er ist jetzt aber ein Mann. -[Ruby] Mhm.

-Für den Perspektivwechsel. -Ah.

Unnatürliche Schönheitsideale für Frauen betreffen uns alle, auch Männer.

Und deshalb stecken Sie ihn in das Ding da?

Ja, ganz genau.

Einmal drehen.

Gut.

Männer sind ja auch von dem ganzen perversen Schönheitswahn betroffen.

Ich zum Beispiel war heute Morgen schon laufen.

[murmelnd] Dem Eiswagen hinterher, hm?

Stimmt. Aber bei Männern ändern sich die Ideale langsamer als bei Frauen.

Der David von Michelangelo zeigt noch heute den idealen Mann.

500 Jahre, ein Trend.

Michelangelo war schon immer mein Lieblings-Ninja-Turtle.

Der orangene.

Was viele als schön empfinden, lässt sich heute mit einem Tuch abwischen.

-Du meinst, das ist wie mit den BHs? -Nein.

Doch. Weil mit den BHs, das ist wie mit einer Chipstüte.

Wenn man sich eine Chipstüte kauft, ist die so prall gefüllt.

Dann gehst du nach Hause, reißt die auf, und? Die Hälfte fehlt.

Oder?

Na ja, Frauen mit großen Brüsten sind oft erfolgreicher

als Männer mit großen Brüsten.

Das stimmt. Das habe ich so noch nie gesehen.

Boah, mein Therapeut glaubt mir das alles nicht mehr.

[Ruby] Ist 39 Grad schon Fieber?

Was? Und Schüttelfrost.

Okay. Ähm, hier ist es schön warm.

Vielleicht hilft das, die Viren auszuschwitzen.

Was hat ein Heizstab bitte mit einer Ablaufpumpe zu tun?

Die sind Freunde.

Nee. Nee, so schnell finde ich keinen Ersatz mehr.

Montag ist Abgabe.

Ja, da kannst du ja nichts für. Gute Besserung.

Fuck.

Ist alles okay bei dir?

-Mein zweites Model hat abgesagt. -[Mann] Nein.

Was mache ich? Ich muss heute die Fotos machen.

-Montag ist Abgabe. -Kann ich dir irgendwie helfen?

Du bist süß, aber ich brauche mehr so einen richtigen Typen, verstehst du?

Äh, nee.

Ja, so einen...

So einen Mann, der von seiner physischen Präsenz...

-Ich habe jetzt keine physische Präsenz? -Doch.

Du hast sehr schöne Ohren.

Und du hast andere Qualitäten, Michael.

-Und du bist ordentlich. -Ordentlich?

-Und das ist wichtig. -Mika.

Ich brauche für meine Arbeit einen Mann, der vom Leben gezeichnet ist.

Weißt du, der so eine gewisse Tragik und Traurigkeit in seinen Augen trägt.

Und der so ganz ohne Eitelkeit...

Was?

Was guckt ihr mich so an?

Ey, was? Nee. Nee, nee, nee.

Nee, bei aller Liebe, ich...

Ich bin kein... Und ich muss die Waschmaschine heil machen.

[Mika kichert]

-Du solltest immer so die Geräte liefern. -Haha.

[Mika und Mann lachen]

-Gibt sicher viel Trinkgeld. -Ich würde dir viel Trinkgeld geben.

Ich bekam immer super Trinkgeld.

-[Mika] Ah ja? -Ja.

-Früher war alles schöner. -Arm hoch.

-[Mann] Du bestimmt auch. -[Mika lacht]

Das sind aber ganz schön viele Knoten jetzt, hm?

Mhm, die Knoten symbolisieren die paradoxe Problembewältigung unserer Gesellschaft.

Verstehe.

Das hier ist ein Ruby-Knoten.

Je schneller du dich bewegst, desto mehr zieht er sich zu.

-Wie eine Schlinge. -[Ruby] Mhm.

Und wenn wir nicht erkennen, dass wir den Kampf gegen Schönheitsideale

nicht mit immer wieder neu definierten Konzepten gewinnen können...

Achtung.

...werden wir langsam und qualvoll

an unserer eigenen Unfähigkeit loszulassen ersticken.

Langsam und qualvoll.

[drollige Blasmusik]

[Ruby] Yes, lass einfach los.

Und entspannt in die Kamera gucken. Oh, beautiful.

-Viktor, ein bisschen weniger gequält. -Mach den Daumen nach oben.

[Ruby] Nein, bloß keine Daumen. Bitte keine Daumen.

Und jetzt schält euch, wie eine Zwiebel.

-Entwickelt euch. -[Mann jauchzt]

Entwickelt euer Selbst.

Yes.

Und mit dieser Selbsterkenntnis lasst ihr euer Herz strahlen.

Lasst es strahlen, yes.

Wer seid ihr? Wer seid ihr wirklich?

Und dann erkennt ihr nämlich, dass es ein zarter grüner Keim ist.

Und der will ans Licht.

Das bin ich!

Ja!

Papa, wie im Stadion.

-Was? -Im Stadion, die Kurve.

[Viktor] Olé...

[er japst]

Sehr gut, Viktor.

Ja, die Knoten nehmen dir die Luft zum Atmen.

Sie schnüren dir richtig die Kehle zu. Ja, ich lieb's. Weiter so.

Genau da bleiben.

-[Mann] Ruby. -Beautiful.

[Ruby] Könntest du das lassen mit den Daumen?

[Mika] Mach mal kurz Pause.

[Ruby] Wow, Viktor, sehr schön. Ich lieb's.

[er stöhnt leicht]

[Mika] So, Achtung, Lappen.

-[Viktor seufzt] -Gut gemacht, Papa.

Danke.

Das war aber schon ganz schön extrem.

Nicht halb so extrem wie unsere Schönheitsideale.

Ich sage nur BBL.

Basketballbundesliga guckst du auch, ja?

Nee, BBL heißt "Brazilian Butt Lift".

Das ist eine megagefährliche OP am Hintern.

Ah.

-Um ihn kleiner zu machen, hm? -Um ihn größer zu machen.

-Ein größerer Hintern? -Ja, ist gerade voll angesagt.

-Bei Frauen. Schau mal. -[Viktor] Moment.

-Ein fetter Arsch ist angesagt? -Nee, nicht fett.

Kurvig.

Hat das Blümchen einen Knick, war der Schmetterling zu dick.

Hm?

Meine Mama sagt "Schmetterling" zu mir.

Weil ich so gerne draußen bin an der frischen Luft.

Ah.

-Halt fest. -[Mika, genervt] Ja.

[groovige Musik]

[flüsternd] Vielleicht hast du ja Lust, dass wir zusammen einen BH kaufen gehen.

-Hä? -Für sie.

-Was? -Na klar.

Auf was stehst du eigentlich? Schwarz? Rot?

Ich mag ja mehr so Knallfarben, weißt du?

-Was trägt sie denn? -Hä?

-Sorry, aber das geht dich gar nichts an. -Rot. Ganz klar, rot.

-Ah ja? -Klar, mit den Haaren.

Können wir bitte das Thema wechseln?

Ich habe früher für deine Mutter auch Unterwäsche gekauft.

Ach ja, echt? Ey, danke, dass du das mit mir teilst.

Echt cool. Super, aber...

Ich hatte einmal, von "La Perla" war das, glaube ich,

schön so ein Ensemble.

Etwas durchsichtig. Und dann hatte das vorne so...

-Stopp jetzt. -Ist alles okay bei euch?

-Top, alles top. -Läuft.

-Läuft super. -Okay, schön.

Was?

Ich gehe nicht mit dir Unterwäsche für meine Freundin kaufen. Hackt es?

-Warum nicht? -Weil du mein Vater bist.

Eben.

Weißt du, dass sie mich manchmal doll an deine Mama erinnert?

Junge, ich erschieße mich.

-Kannst du bitte jetzt damit aufhören? -Doch.

Außerdem, Mama sieht ganz anders aus.

Ich meinte auch mehr so von ihrer Art her.

-Gar nicht. -Doch.

Deine Mutter konnte sich auch immer begeistern für Dinge,

hat verrückte Luftschlösser gebaut, wollte die ganze Welt verändern, wie sie.

Ruby ist nicht verrückt.

-Sie macht aus Knoten Kleidung. -Ja.

Deine Mutter wollte eigentlich auf der ganzen Welt Vorträge halten.

Weißt du? Und nun?

Eine kleine Therapeutenbutze in München.

Ich sage es ja, unrealistische Träume

können einen ganz schön fertigmachen, mein Sohn.

Äh, Papa?

-Mama hat über sechs Millionen Klicks. -Was?

-Ihr TED-Talk? -Mhm?

Du kennst den Vortrag "Es gibt ein Leben vor dem Tod" nicht?

-Das ist... -Der ist komplett viral gegangen.

Deine Mutter ist viral gegangen?

Mama hat ihren Traum schon wahr gemacht, nur halt... ein bisschen anders.

Wie? Deine Mutter hat was, sechs Millionen Zuschauer?

Zuschauer*innen, ja.

Zuschauer*innen? Woher weißt du, dass das nur Frauen waren?

-[Ruby] Wollt ihr mal schauen? -Was?

Das finde ich mega.

[Viktor] Ja.

Das... Gut, ich bin ja nun da an der...

Also weiß ich nicht.

Sie haben jetzt ja Tausende Fotos gemacht.

Das ist jetzt, würde ich sagen, vielleicht nicht ganz symmetrisch.

-Gerade das ist doch so cool daran. -Aber Symmetrie ist doch wichtig.

-Sagt wer? -Wenn ich...

[Mika] Nee, die Natur.

Symmetrie ist doch ein Zeichen von gesund.

Und alles, was gesund ist, wird rein biologisch betrachtet als schön gesehen.

Deshalb finden wir symmetrische Gesichter schön.

Oder würdet ihr einen verschrumpelten Apfel essen?

Eben. Sage ich ja, ich sehe aus wie ein verschrumpelter Apfel.

-Ich finde mich scharf. -Du siehst gut aus.

Ich finde die verschrumpelten Äpfel aus Omas Garten am leckersten.

Ich benutze auch immer einen Filter, um meine Nase kleiner zu machen.

Nase kleiner?

Siehst du?

Dieser digital hochgezüchtete Symmetriewahn führt dazu,

dass sich keiner mehr mag, wie er ist.

-Ja. -Ja.

Aber dabei ist es doch hier das Asymmetrische, das Unperfekte,

die kleinen vermeintlichen Fehler, die uns so einzigartig machen.

So erinnerungswürdig.

Voll und ganz. Das ist wie der Leberfleck von der Cindy Crawford.

Ja, oder wie das Matschauge von Forest Whitaker.

Ich hätte so gern die Augenbrauen von Cara Delevingne.

Die kenne ich nicht. Aber der Mund von der Julia Roberts?

-Ein bisschen groß. -[Ruby] Ganz genau.

Was ist denn mit Roger Whittaker passiert, dass der jetzt ein Matschauge hat?

-Roger wer? -Roger Whittaker.

Normalerweise hat der ja eine Brille.

-Der hatte sonst nie ein Matschauge. -Äh, Forest Whitaker.

[Mika] Das ist eine andere Person. Egal.

[Ruby] Funktioniert sie wieder?

[ächzend] So.

Jetzt müsste die alte Dame wieder laufen.

Dann können wir eine Wäsche reinschmeißen.

Siehst du? Sachen reparieren, das ist sexy.

[groovige Musik]

Ich habe die Ersatzteile bestellt.

[unheilvolle Klänge]

Mika.

Hey. Alles okay?

-Wow. -Da muss noch Strom drauf gewesen sein.

Krass.

-Was ist passiert? -[Viktor] Da muss irgendwie noch...

Ich hatte die Kabel nicht überprüft von der Maschine, glaube ich.

Alles okay?

Nichts passiert.

Alles gut.

[sanfte Gitarrenmusik]

[Viktor räuspert sich leicht]

-Alles okay? -Ja.

Bei dir, hm?

Alles okay.

-Hätte richtig Scheiße passieren können. -Ist ja nichts passiert.

Das war scheiße von mir. Tut mir leid, das war...

Ich habe die Scheißkabel nicht überprüft. Man muss immer die Scheißkabel überprüfen.

Manchmal habe ich das Gefühl, das alles, was ich mache, keinen Sinn mehr macht.

Was meinst du?

Alles.

Ausliefern, installieren, reparieren. Wenn es was zu reparieren gibt.

Ich dachte, du magst deinen Job.

Vielleicht hat deine Mama ja recht gehabt.

-Mama? -Mhm.

-Warum Mama? -Deine Mama hat immer gesagt:

"Viktor, geh noch mal zur Abendschule. Mach dein Abitur nach, geh studieren."

Maschinenbau. Das wollte ich damals machen, weißt du?

Aber ich wollte einfach Geld verdienen, schnell.

Und ich dachte immer, deine Mutter, das ist...

Das ist eine Träumerin. Hm?

Deine Mutter.

Hat sechs Millionen Zuschauer im Internet und ist viral gegangen.

-Zuschauer*innen. -Hm?

Ah ja.

Na ja, und da frage ich mich manchmal...

Vielleicht hat sie ja recht gehabt, nicht ich.

-Weißt du noch, mein roter Schlitten? -Hm?

Den mit Lenkrad? Ich glaube, da war ich vier oder so.

Ich wollte den unbedingt haben, aber der war verdammt teuer.

Das war der Ferrari unter den Schlitten damals.

Aber dann habe ich ihn doch bekommen.

-Zu Weihnachten. -Ja.

Aber dann hat den Winter über kein Schnee gelegen.

Ja, voll, aber...

Was hast du dann gemacht?

Was habe ich gemacht?

Du hast mir so eine Rampe gebaut, aus Holz.

Du hast so Rollen unter den Schlitten montiert und dann...

Dann konnte ich damit runterflitzen.

-Stimmt, das habe ich gemacht, wa? -Ja.

Habe ich gemacht.

[Mika seufzt]

Dir fällt immer was ein.

Ich kenne mich jetzt mit Kunst ja nicht so gut aus.

Aber ich wollte nur mal sagen, dass ich ganz toll finde, was Sie machen.

Wirklich. Und, äh...

-Viel Glück für die Prüfung. -Danke.

-Sie waren echt meine Rettung. -Sehr gerne.

Hast du schon mal über eine Sondergarantie nachgedacht?

-[Ruby] Hm? -Was?

-Hä? -Nee.

-Nee? -Nee.

-Nee? -Nee.

Sie braucht keine Sondergarantie, Michael.

Sie...

hat doch dich.

Und mich.

[Ruby] Ah, ähm, 'tschuldigung.

Dürfte ich mir Ihre Weste ausleihen?

-[Viktor] Trinken wir ein Bierchen. -[Mann] Jo.

Trinken wir uns die Welt schön.

-[Viktor] Du warst wirklich gut. -Ja?

Ich hatte auch mal... Ich hatte mal früher...

Ich war auch mal Model gewesen.

Ich habe eine Foto-Lovestory für "Bravo" gemacht.

"Der Neue in der 10b".

-Du, kann sein, dass ich die noch habe. -Ich war der Neue.

Unser Vater im Himmel, geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme, Dein Wille geschehe. Wie im Himmel, so auf Erden.

Und in meinem Garten.

Sende mir deshalb bitte schnell den Mähroboter X-9000.

Mit elektrischer Schnitthöhenverstellung,

LED-Scheinwerfern und Multi-Zonen-Management.

Damit das Unkrautchaos endlich ein Ende hat

und ich meine irdische Zeit nicht mit Rasenmähen vergeude,

sondern deinen Namen preisen kann.

Amen.

[andächtige Orgelmusik]

[dynamische Rockmusik setzt ein]

[Lied: "Ex Girlfriend" von Goons]

[coole Rock-Pop-Musik]

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