All language subtitles for Viktor.Bringts.S01E04 German Sub

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Original subtitles

[fröhliche Balkan-Brass-Musik]

Jetzt fahr doch!

-Hup mal, Michael. -Geht's dann schneller?

-Hupen ist wichtig. -Nee, ich hupe nicht.

Ey, ich fahre, okay?

Mit meinem Auto. Das ist meine Hupe.

Dann kannst du gerne selber fahren. Ah, stimmt, darfst du ja nicht.

Mein Führerschein, meine Regeln.

"Meins, meins, meins." Früher, als du klein warst, wolltest du auch nie...

Nee? Du hast doch gerade damit angefangen.

Und schön auch immer den anderen die Schuld geben.

Und schön von sich selber ablenken.

Und ganz wichtig: Ja nicht mal was von mir annehmen oder von mir lernen.

Was soll ich denn von dir lernen? Hupen?

Nee, zum Beispiel:

sich bemerkbar machen, auf Probleme hinweisen.

-Und sich durchsetzen. -Nur Lärm um sich selbst machen.

Michael, Hupen ist ein Menschenrecht.

-Was? -Das ist, äh...

-Freie Meinungsäußerung ist das. -[entferntes Hupen]

Siehst du? Der hat es kapiert. Gut so, danke schön.

Hupen ändert doch nichts an dem Stau.

-Weniger Autos ändern was. -Nein, weniger Idioten ändern was am Stau.

Ja, weltweit gesehen ist Autofahren viel schädlicher als Fliegen.

-Ist doch Quatsch. -Doch.

-[Viktor] Nee. -Doch. Du kannst mal was von mir lernen.

Okay, weißt du, was? Dann liefern wir ab jetzt mit einem Heli.

-Der hat wenigstens keine Hupe. -Ja.

So.

Hä, was machst du?

Was mache ich? Ich tanze meinen Namen, Michael.

Wonach sieht es denn aus, hm?

Ist das dein Ernst?

Natürlich ist es das. Was soll das immer mit "mein Ernst"?

Glaubst du, ich mache das zum Spaß?

-Die Schrottkiste klaut keiner. -Das ist keine Schrottkiste.

Und hier in der Gegend musst du aufpassen. Da klauen sie dir die Hose beim Laufen.

Pff, ich finde, es sieht eigentlich ganz nett aus.

Nett? Hier?

Papa, Vorurteile spalten die Gesellschaft.

Mein Sohn, Schlaumeier wie du spalten die Gesellschaft.

[drollige Musik]

[Viktor] So, komm.

Jetzt schlurf doch bitte nicht so mit den Füßen.

[Mika] Hilf mir lieber, statt zu meckern.

In deinem Alter habe ich davon zwei getragen.

[Mika] Ja, eine allein mit deiner großen Klappe.

[Wind rauscht]

Hallo?

Hallo?

"Viktor bringt's" hier. Äh, wegen der Fritteuse.

-Ich muss eh noch mal auf Toschi, ja? -Was, schon wieder?

Ja, mein Müsli. Ich komme nicht auf die Leinsamen klar.

Morgens zwei Mettbrötchen und ein Malzbier, dann geht das.

-[Tropfen] -[er pustet durch]

[er seufzt]

[Tropfen]

[unbehagliches Rauschen]

-[unheilvolle Musik] -[Tropfen]

-[Pupsen] -[er seufzt]

[angespannte Musik]

[Tropfen]

"Du weißt nie, wie viel es dir bedeutet, bis es weg ist."

"Klopapier."

[er kichert]

Oh, Scheiße.

[bedrohliche Musik]

[Frau] Keine Bewegung.

-Ich hätte das Bier auch bezahlt. -Geld her.

Kasse auf!

Missverständnis, ich arbeite hier nicht.

-Verarsch mich nicht. -Tue ich nicht.

-Kasse auf, Geld her. -Ähm...

Keine Bewegung!

Okay, aber wenn ich mich nicht bewegen soll...

Schnauze.

[Handysummen]

-Darf ich? -Nein.

-Das könnte aber wichtig sein. -Kasse auf.

Ich versuche, es zu erklären.

-Also wir sind... -"Wir"?

Nee, ich. Ich.

[Freiton]

Ich wollte nur sagen, ich war wirklich... Ich bin ich.

Hier, "Viktor bringt's". Ich bin Viktor. Ich bring's, ganz alleine.

Willst du mich anmachen? Ich habe hier eine Knarre.

Das habe ich gesehen. Noch mal...

-[Freiton] -[er schnaubt]

Ich, ganz allein, bin heute gekommen.

Mit meiner Fritteuse.

-Fritteuse? -Ja, das ist so ein Technikerding.

-Nach einer Zeit baut man persönliche... -Was laberst du?

Ich komme, bringe und installiere Geräte.

-Manchmal repariere ich auch, aber selten. -Schnauze. Das Geld, schnell.

Aber langsam.

[keuchend] Yes.

Ey, soll ich dich abknallen? Ich kann dich abknallen. Soll ich?

Nein. Bitte, bitte nicht abknallen. Und noch mal, ganz ruhig jetzt.

-Ich weiß nicht, wo das Geld ist. -Verarsch mich nicht!

Ich arbeite hier nicht, verdammt. Das kann doch nicht wahr sein.

Was soll das denn?

'tschuldigung.

Machen wir es so: Ich packe meine Sachen, bin hier weg, und Sie können machen...

-Hör mal... -[Mika kichert]

Ey, Papa, hier ist einer für dich.

"Sie hat gesagt: 'Bier oder ich.' Manchmal vermisse ich sie."

-[Schuss] -[Frau] Schluss mit lustig, ihr Clowns.

-[Mika keucht auf] -Das...

[Mika] Ey, warum hast du mich nicht gewarnt?

-[Viktor] Habe ich doch. -Toll, und was machen wir jetzt?

-Ich habe einen Plan. -Gott, bitte nicht.

-Kennst du das Stockholm-Syndrom? -Ruhe!

Ich glaube, das ist was anderes.

Michael, ab jetzt, egal, was passiert,

du sagst jetzt einfach nur noch Ja.

-Okay. -Was sollst du sagen?

Ich habe schon verstanden. "Ja".

Äh, eine Frage:

Wenn wir es so machen würden,

dass wir sagen, er darf gehen und ich bleibe hier?

Das würde ja reichen. Er würde sowieso gar nichts sagen.

-Du sagst nichts, oder? -Ja.

Nein, natürlich nicht.

Sehen Sie das Problem? Der Junge ist einfach noch infantil, das ist ein Kind.

Was redest du? Ich bin 24 Jahre alt.

24 heute ist ja wie damals 17.

-Was? -Ja, ist so.

Ich war mit 24 damals wie 30.

Das heißt, du bist jetzt quasi schon 60?

Nee, weil dann kippt das ja.

Also, äh, 50 ist das neue 40.

Ergo, wenn du rechnest, sind das...

-Das macht null Sinn. -Das macht Sinn.

Nee, aber um Sinn geht es bei meinem Vater selten.

-Er ist dein Vater? Oh. -Ja, mhm.

"Ja, mhm." Ich habe das wohl gehört, Michael. Danke.

Wollten Sie jetzt hier nicht die Kasse ausräumen?

-Sagen Sie mir nicht, was ich tun soll. -Sorry.

Ein wenig übergriffig, ne?

-Ja, willkommen in meiner Welt. -Gut, mach du die Kasse auf.

-Äh... -Kasse auf.

Ja, würde ich gerne, wirklich, aber ich arbeite hier nicht.

Siehst du? Und das versuche ich ihr seit Stunden zu erklären.

[Mika] Ja, sehr erfolgreich.

Und ich bin übergriffig, oder wie? Er kritisiert mich wegen Mettbrötchen...

Jetzt geht das wieder los.

Ich habe dir tausendmal gesagt, du sollst auf dich aufpassen.

-In Mettbrötchen ist nur Müll drin. -Pff.

-Mögen Sie Mett? -Mit Zwiebeln?

-Selbstverständlich. -Ja, klar.

-So. -Oh Gott.

Also ich sage ja immer, man ist, was man isst.

-Lauch. -Mettigel.

-Ruhe! -Ey, wie wär's mal...

Wenn ihr nicht sofort die Klappe haltet...

Tag.

[Frau] Haben Sie das Schild da draußen nicht gelesen?

Es ist heute geschlossen.

Ich sag's Ihnen, dieses Wetter, ja?

Der Luftdruck, verstehen Sie?

Also immer, wenn dieser Luftdruck so drückt,

spüre ich meinen großen Zeh.

Und wenn ich meinen großen Zeh spüre, dann spüre ich mein Knie.

Und dann meine Hüfte.

Spüren Sie auch Ihre Hüfte?

Na, ich sag's Ihnen.

Wissen Sie... Aber eine Maske muss ich nicht mehr tragen.

Das hat der Dr. Urban bestätigt.

Das ist wegen meinem Herzen, wissen Sie?

Ich muss acht Tabletten am Tag nehmen. Acht Stück.

Jeden Tag, ja.

[Frau] Okay.

Und jetzt möchte ich gerne einen Likör.

Ja, dann... gibt es einen Likör.

Was hätten Sie gerne?

Wir haben hier einmal den Zirbe, aus Zirbenzapfen.

Sehr bekömmlich, schön weich.

-Ich will den trinken, nicht einreiben. -Ich glaube, der ist gut.

[sie raunt] Ich will einen Kirschlikör.

-[Viktor] Ich habe auch Honig. -Die Dame will einen Kirschlikör.

Dann kriegt sie einen Kirschlikör.

[Viktor seufzt]

[Dame] Aber schön voll, ja?

[Viktor] Jaja, zum Wohl.

[sie seufzt]

Jetzt werde ich erst mal... Oder habe ich...

Jetzt weiß ich gar nicht,

habe ich meine Tabletten gegen die Vergesslichkeit genommen oder nicht?

Sie sollten dazu keinen Alkohol trinken.

Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss.

-Was wollte ich denn jetzt suchen? -Ihr Portemonnaie?

Ah ja, richtig. Richtig.

Ich muss nämlich nachher noch meinen Vater besuchen.

-Ihren Vater? -Ja, aber der ist anstrengend.

Ich sage Ihnen, meine Güte, ist der anstrengend, ja?

Der weiß alles besser. Und mich behandelt der wie ein kleines Kind.

-Mhm, so einen kenne ich auch. -[Frau] Ja, ich auch.

Die Eskimos, die nehmen ihre Alten und setzen die auf eine Eisscholle.

Und ab die Post.

-Schlau, nicht? -Heute sagt man eigentlich "Inuit".

-Wer? -Du bist schon so ein Schlaubi Schlumpf.

Willkommen in meiner Welt.

Das E-Wort bedeutet "Rohfleischesser", und das ist ziemlich diskriminierend.

Das stimmt aber so nicht, Michael. Das habe ich gelesen.

-Du? Gelesen? -Ja, ich lese. Stell dir vor.

-Die Hertha-Zeitung? -Die auch.

Das war im Wartezimmer gewesen, beim Arzt. Da lag ein Magazin aus.

Und da habe ich gelesen:

"Eskimo", das heißt nicht, was er da gesagt hat.

Das heißt "Schneeschuhflechter".

-"Schneeschuhflechter"? -"Schläfst du schlechter".

-Schneeschuhflechter. -Schneeschuhflechter.

Da hast du noch was gelernt, Schlaubi Schlumpf.

-[Mika mault] -Wer sind die?

Vater und Sohn.

-Vater. -[Mika] Sohn.

Äh... Möchten Sie jetzt mal einschenken?

Äh, ich hatte... Sie hatten gerade...

-Wollen Sie mich verkackeiern? -Nein.

-Also schön vollmachen, ja? -Gut.

Na. [sie verneint]

-Um die Uhrzeit? -Na.

Ja. [sie lacht leicht]

Mmh.

-[Viktor] Eieiei. -[sie seufzt]

Was wollte ich noch mal suchen?

-[alle] Ihr Portemonnaie. -Ah.

Dann muss ich es bloß noch finden.

-Ich zahle. -Nein.

-[Frau] Doch. -Das ist ja nett.

Es gibt ja noch junge Menschen, die den Alten Respekt zollen.

Haben Sie nicht noch 20 Euro für ein Taxi? Wissen Sie, meine Hüfte...

Immer wenn der Luftdruck so drückt, dann kann ich so schlecht laufen.

-Ich habe nur zehn. -Die nehme ich auch.

-Und Sie haben auch ein bisschen? -Nee, ich habe... Ich habe einen Fünfer.

Nehme ich auch.

-Und du? -Ja, was, Michael?

Wow.

[Frau] Gut, dann schönen Tag Ihnen noch.

-Bitte, einmal hier. -[Dame] Ja, ja.

Krass, voll abgezogen.

Vielleicht hat sie es kapiert und ruft die Polizei.

Mhm, wenn sie es nicht schon vergessen hat.

[Viktor] Keine Chance.

Das Ding geht nicht auf.

Jetzt werden in Deutschland schon tagsüber Kneipen überfallen.

-Berlin ist nicht Deutschland. -Null.

-Hä? -Wir sind hier mit allem weiter.

Weiter?

Hier siehst du Jahre früher, was nicht funktionieren wird.

-Voll. -Dass Frauen Kneipen überfallen?

-Hast du was gegen Frauen? -Ich?

-Frauen können auch überfallen. -Schon, aber...

"Aber... Aber..." Nichts, aber. Das ist voll sexistisch.

Nee, das ist nicht sexistisch, das ist statistisch.

Statistisch gesehen sind hier ungefähr noch sechs Kugeln drin.

Wir können das gerne zusammen ausprobieren.

-Oder sind Knarren nichts für Frauen? -Das bringt nichts.

-Jetzt hilf ihm. -'tschuldigung.

Was soll denn das? Als ob das jetzt noch was bringen würde.

Ich hab's doch versucht. Der kann das auch nicht.

-Mach das Ding auf. Das will ich sehen. -[Mika] Was soll das denn heißen, hm?

-Ja, okay. Geht nicht auf, wirklich. -So.

Leute, da ist ein Schlüssel.

Ich weiß, aber der lässt sich nicht bewegen.

Ich kann das Ding aufbohren. Soll ich das? Kein Problem.

-Hast du den Bohrer? -Ich?

Ja, du.

Für welche Lieferung brauchen wir einen Bohrer?

Ein gut ausgestatteter Techniker hat immer einen Bohrer dabei.

Weil wir Kassen bei Überfällen aufbohren?

Hier wird nichts aufgebohrt!

Okay, dann stemme ich das Ding auf.

Hol mal bitte den Schlitzdreher aus der Tasche.

-Dein Ernst? -Hol mir bitte den Schlitzschrauber.

Den großen. Ich will nach Hause.

-Du machst dich strafbar. -Einen Dreck mache ich mich.

Jetzt geh los und hol das Ding.

Ey, was wir das denn hier?

Ich hole das.

Ist auch schwer, Ihnen zu helfen, echt.

-Was macht ihr? -Ich mache das Ding auf.

-Ihr macht sie kaputt. -Sie klemmt.

Die klemmt doch nicht.

-Dürfte ich einmal? Danke. -[Viktor] Gerne.

-So ist das einfach. -Was könnt ihr eigentlich?

[Mika] Laufen.

-[Frau] Ey! -Michael!

Soll ich dich abknallen?

Nein!

Was sollte das? Seid ihr komplett bescheuert?

-Ist alles okay bei dir? -Mhm, bei dir?

Ja, bei mir auch.

-Du hättest dich erschießen lassen? -Natürlich.

Krass.

[Mann] Tagchen.

Liest keiner das beschissene Schild?

Ich wollte nur kurz gucken, ob meine Hose hier ist.

Ich könnte schwören, dass ich die gestern hier vergessen habe.

Habt ihr zufällig so eine Kakihose gesehen?

Ähm, nein.

Kaki, ist das braun, oder was?

[er verneint] Mehr so gelb.

Nee, kaki ist doch eher so olivgrün, oder?

-Nee, das ist... -Leute, ist das euer Ernst jetzt?

Aber dahinten ist so eine Art Fundgrube.

Stimmt.

Ja, dann bitte, los.

Komisch.

[Mika kichert]

Oh, wen haben wir denn da?

Die suche ich auch schon ewig.

Mhm, die gute alte Kakihose.

Ist wieder Maskenpflicht?

Krank. [sie hustet]

Verstehe.

Na, dann grüß mal deinen Vater schön von mir.

Paris, Athen, Wiedersehen.

-Bezahl du erst mal deinen Scheißdeckel. -Von was denn?

Was?

Vater?

Ja, meinem Vater gehört die Kneipe, okay?

Ja, äh... Sorry, ne?

Was schaust du? Hast du Stockholm-Syndrom?

Mhm.

Du überfällst gerade diesen Laden?

Ja, eben nicht. Konnte ja nicht ahnen, dass ich an so zwei Genies gerate.

[er räuspert sich] So.

-Du scheinst deinen Vater ja zu hassen. -Von wegen.

-Der ist gut, wa? -[er hustet]

[krächzend] Meine Speiseröhre. [sie hustet]

Das ist normal, das geht gleich vorbei.

Aber... Warum?

-Es ist ein bisschen kompliziert. -Na ja, Väter.

Wir Väter wollen nur das Beste.

Ihr wollt das, was ihr denkt, was das Beste ist.

-Hä? -Hundertpro.

-Das stimmt so nicht. -Doch, das stimmt.

Ich habe gelesen, dass Kinder sich deshalb mit ihren Vätern streiten,

weil sie jemanden brauchen, an dem sie sich reiben können,

der ihnen Kontra gibt.

Dann können sie sich durch Abgrenzung selber finden.

Was? Kontra, Grenzen, keine Ahnung. Und was ist mit den Müttern?

Ja, die streiten halt anders.

-Voll. Mein Vater ist so ein Sturkopf. -Meiner auch.

Ich bin nicht stur, ich bin meinungssicher.

Mein Vater wurde in den letzten sechs Monaten dreimal überfallen. Dreimal.

-Und deshalb tust du es auch? -Ganz genau.

-Aber die Väter sind schuld? -Ich habe auf den eingeredet wie blöd.

Aber er: "Aber Joy, die Leute lieben meine Kneipe.

Die brauchen Orte, an denen sie den Wahnsinn vergessen können.

Hier ist noch alles gut."

Aber soll ich euch mal was sagen? Nichts ist gut.

Also haben wir einen Deal gemacht.

Wenn die Kneipe in dem Monat noch mal überfallen wird, verkauft er das Ding.

Okay, und darauf hat er sich eingelassen?

Klar. Er denkt immer, er weiß alles besser.

Donnerstags übernehme ich immer.

Und ich wusste ja, dass heute die Fritteuse kommt.

Hä?

Ich kann mich ja schlecht selbst überfallen, ne?

Hä?

Es war so furchtbar, Herr Polizist. [sie wimmert]

-Ich habe mich auf dem Klo versteckt. -Was ist los?

Und dann hat der Räuber die beiden Techniker gezwungen,

die Kasse aufzumachen.

Das tut mir leid, ich wollte nicht... Was?

-Ich hatte so Angst. -Das wird schon wieder.

-Es ist alles okay. -Respekt. Du bist echt richtig gut.

Habe ich sofort gemerkt.

-Und die hier? -Das ist nur Schreckschuss.

-Schreckschuss? -Ich will Schauspielerin werden.

Aber mein Vater sagt, ich soll studieren.

Und das ist auch richtig so.

Nee, gar nicht.

So ein richtiges Studium wird total überbewertet.

-Wie? Aber ich denke, du studierst gerne. -Ach, keine Ahnung.

Ich dachte immer, ich weiß, was ich will.

Aber seit ich in Berlin bin, weiß ich nichts mehr.

Das ist Berlin.

Aber wenn dir das gar keinen Spaß mehr macht da in der Universität,

dann kannst du bei mir einsteigen.

Hände hoch. Keine Bewegung.

Was wollt ihr denn? Die sind nicht echt, oder?

Waffe fallen lassen.

Waffe auf den Boden!

Das ist ein Missverständnis. Aua!

Einsatzzentrale, wir haben den mutmaßlichen Täter.

Nur weil ich ein Mann bin, wa? Siehst du, das ist sexistisch, Michael.

Nee, das ist statistisch.

Ey, Leute, er ist nicht der Täter.

-Und wer sind Sie? -Ich bin sein Sohn.

-Was für ein Scheißtag. -Kannst du laut sagen. Scheiße gelaufen.

-Wir haben einen Komplizen. -Hä, ich bin doch nicht sein Komplize.

-[Viktor] Wieso jetzt nicht? -Die beiden sind nicht kriminell.

-Und Sie sind? -Die Tochter.

Vom Besitzer.

Niemand hat vor, hier irgendwen auszurauben.

Verstärkung, bitte. Die Lage wird langsam unübersichtlich.

-[Viktor] Unübersichtlich? -[Mika] Das macht keinen Sinn.

[Polizistin] So eine Krawatte,

weil der Berger mir dazwischenhaut, weil du nicht zuhörst.

Ich habe zugehört. Aber die alte Dame war total verwirrt.

-Du bist verwirrt. -Ich bin nicht verwirrt. Ich bin hungrig.

-[Polizistin] Jetzt? -Pommes?

-Nee. -Ja.

Mmh.

Danke, dass ihr nichts gesagt habt wegen... peng, peng, peng.

-Ihr wisst schon. -Selbstverständlich.

Was ich dir sagen wollte, die Pommes sind richtig lecker.

Aber wäre es vielleicht nicht auch cool, wenn ihr mal Süßkartoffelpommes anbietet?

Das schmeckt auch voll lecker und ist halt ein bisschen gesünder.

Mit so einem Sohn hast du es nicht leicht, was?

Ich mag meinen kleinen Schlaubi Schlumpf.

Aber was ich noch sagen wollte, wegen Ihrem Vater.

Ich verstehe ja, dass Sie sich Sorgen machen und ihn schützen wollen.

Aber wenn der sich hier wohlfühlt...

und glücklich ist...

dann...

-Entschuldigung, hallo? -Hm, ja?

[Polizist] Noch etwas Ketchup?

Ich dachte nur...

Übrigens, was ich vorhin gesagt habe, ne? Das Angebot steht.

Also du kannst jederzeit bei mir anfangen.

Ja, das wäre doch super.

Du mit deinem ganzen Wissen,

und ich mit meinem... praktischen, echten Wissen, hm?

Das zusammen, überleg doch mal. Wir wären ein super Team.

Und guck mal, noch nicht mal Ronja Räubertochter konnte uns aufhalten.

Ja, aber...

Nee, also passt einfach nicht so für mich.

Ach so.

Ja, gut, ich dachte nur.

Kein Thema.

[drollige Musik setzt ein]

Würdest du dich gesünder ernähren, hättest du auch mehr Energie.

Ja. Hätte, hätte, Fast-Food-Kette.

Sag mal...

Ähm, "Friseuse" darf man ja nicht mehr sagen.

Warum sagt man denn "Fritteuse"?

Ist das nicht auch sexistisch?

Was ist da männlich oder weiblich? Nur weil "-euse"...

Weil es in der Küche steht. Und deswegen könnte es sexistisch sein.

-Dann habe ich ja recht. -Ja.

-Dann ist es ein "Fritteur". -Man müsste es nachgucken.

Dann ist es ein Fritteur. Dann sagen wir ab jetzt Fritteur.

[Mika] Mir gefällt, wie du denkst.

[männliche Stimme] Hallo, wie kann ich helfen?

Ich möchte den Kühlschrank öffnen.

Konfuzius sagt, oft ist das, was du suchst, schon in dir.

Wie bitte?

Die Kühlschrank-Öffnungszeiten sind von 11:00 bis 12:30 Uhr

und 17:00 bis 19:00 Uhr.

Intervall-Fasten: aktiv.

Ich brauche die Hafermilch.

Status Hafermilch: vorhanden.

[laut und deutlich] Ich brauche die Hafermilch für meinen Kaffee.

Status Hafermilch: vorhanden.

Die Kühlschrank-Öffnungszeiten sind von 11:00 bis 12:30 Uhr

und 17:00 bis 19:00 Uhr.

-Intervall-Fasten aktiv. -[Signalton]

[coole Rock-Pop-Musik]

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