All language subtitles for Viktor.Bringts.S01E03 German Sub

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Original subtitles

[lässige Musik]

-Haben die kein Zuhause? -Nee, so küssen auch nur naive Teenager.

Hm?

Weil sie im Leben nichts erlebt haben, spielen die Hollywood nach.

Oder so eine bescheuerte Parfumwerbung in Schwarz-Weiß und Zeitlupe.

"The new fragrance, just true love."

-[Mika würgt] -Sag mal, was ist denn?

Läuft nicht so mit deiner Freundin?

-Haha. -[Hupen]

Die Wolke sieben ist auch nur Nebel!

-Michael, was... -[Mann] Bis dann, Baby.

Jetzt hast du sie erschreckt, sie läuft weg.

Das hat sie nicht verdient, sie hat dir nichts getan.

[Mika seufzt]

Jetzt beweg dich, du Zugezogener!

-Was? -Nichts.

Also, wir haben heute viel auf dem Zettel, ne?

Rein, Ding hinstellen, einstellen, Sondergarantie ausstellen.

Und zur Not tot stellen.

Ja, und vielleicht mal sich nicht dumm anstellen.

-Und mich nicht bloßstellen. -Wie kann man euch ruhigstellen?

-Tag, Kudin... -Die Zwillinge schlafen.

Oh, die "L'Amore 9000".

Mit eigenem Wasseranschluss

und integrierter Home-App für die perfekte Temperatur des Shot-Timers.

-Keine Kaffeemaschine? -Kaffeemaschine?

Das ist ein Siebträger für 2000 Zacken, du Bremskopf. Rein.

-[Viktor stöhnt] -[Mika] Komm.

-Tag. -Hallo.

Sagen Sie ihm, er kann ins Schlafzimmer abdampfen.

Sagen Sie ihr, da fließt die Energie nicht gut, und das weiß sie.

Sagen Sie ihm: Er und seine Energie können mich mal.

Sagen Sie ihr: Mit so einer negativen Ausstrahlung kann ich nicht arbeiten.

[Frau] Ha, arbeiten. Sagen Sie ihm:

Wer arbeitet hier und schafft die Kohle ran?

Sagen Sie ihr: Ich sehe hier niemanden arbeiten!

Das nennt man Homeoffice, Mann!

Äh, apropos arbeiten. Ich würde sagen, wir, erst mal in aller Ruhe...

Pst. Die Zwillinge schlafen.

'tschuldigung.

Apropos schlafen: Ich habe heute Nacht nur drei Stunden geschlafen.

Ich sage nur Durchfall und Albträume. Und die Zwillinge, die ständig wach waren.

Also gebt Gas, und das leise.

Ich brauche endlich meinen Espresso, als wäre ich in bella Neapel.

Zu Befehl. Da lang.

Komm. Und sei vorsichtig hier, bitte.

-Wie trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten? -Allein.

Typisch Skorpion.

Und Sie?

Es ist mein Baby, bezahlt von meiner Kohle.

Aha.

Jaja. "Meine, meine. Ich, ich, ich."

Wussten Sie eigentlich,

dass der Skorpion von allen Sternzeichen das Unbeliebteste ist?

Und zwar zu Recht:

rachsüchtig, nachtragend und unversöhnlich.

Durchsetzungsstark.

Der ist nur glücklich, wenn er wo seinen Stachel reinjagt.

Wenigstens habe ich einen Stachel, den ich wo reinjage.

Also ich habe nicht ständig Kopfschmerzen.

Ha. Unser Sexleben ist wie eine Cola, erst normal, dann light.

-Jetzt zero. -Klar.

[Babyweinen]

[sie seufzt] Wie toll.

Du hörst es also auch?

[ironisch] Nee, bitte, lass mich gehen, bitte.

-Niemand hält dich auf. -Vielleicht lassen wir sie mal schreien.

Als Training, dass sie keine Waschlappen werden wie ihr Vater.

Wenn sie nach ihrer Mutter kommen, werden sie Eins-a-Soziopathen.

Äh, wenn Eltern nicht auf die Bedürfnisse von ihren Kindern reagieren,

setzen sie die Beziehung aufs Spiel.

-[Mann pfeift] -Wer hat dich gefragt, du Klugscheißer?

-Niemand. -Nee, wirklich.

Wenn ich Erziehungsberatung brauche, dann sage ich Bescheid.

-Ja? -Ja.

Wenn ich zurückkomme in zwei Minuten und keinen Kaffee habe, werde ich ungemütlich.

-Ja? -Verstanden.

[Mika] Pff.

Jaja. Ja, die Liebe, wa?

Jaja. Es ist einfacher, für die Liebe zu sterben, als mit ihr zu leben.

Und seit Gott tot ist, gibt es ja nur noch eine bedingungslose Liebe:

der Konsum von überteuerten Dingen.

So ein Quatsch. Bringt man dir das in deiner Universität bei?

Ja.

Das ist doch... Quatsch.

Also wenn man kleine Kinder hat,

da weiß man, da gibt es noch andere Sachen im Leben.

-Komm, ist das dein Ernst? -Was denn?

Kommst du mir jetzt echt mit diesem

"Wer das erste Mal sein eigenes Kind auf dem Arm hielt,

weiß, was wahre Liebe ist"-Müll?

-Müll? -[Mann] Na ja, Kinder.

Wie Horrorfilme. Ist es still, passiert was Schlimmes.

Aber es stimmt: Kinder verändern alles.

Ja, die lassen einen die Welt mit völlig neuen Augen sehen.

Mit müden, kleinen Augen.

Und massiven Ringen drunter.

[Frau] Was ist denn da los?

Zwei Stinktiere auf Opferjagd?

Ihr wollt mich in ein sabberndes Wrack verwandeln, ne?

Aber nicht mit mir.

Ist mir egal, ob ihr einen IQ wie Mayonnaise habt.

Ihr schlaft jetzt.

Sonst hole ich den Nachbarshund.

Ja, den großen schwarzen.

Und der darf mit eurem Lieblingskuscheltier spielen.

[säuselnd] Ja, mit dem kleinen Hasi hier.

Ja, und zack, zerrissen in tausend Fetzen.

Ne?

-[flüsternd] Weiß ich nicht. -Ja.

Ich erinnere mich noch, als Ihmchen, der Kleine, als er gezahnt hat, ne?

Ganzen Tag geheult, ich ihn rumgetragen.

-Du hast mich rumgetragen? -Kilometerlang.

Wir hatten sogar eine Spurrille in der Wohnung.

Und... Sie kennen das, der hat so fiese Blähungen gehabt, unglaublich.

Man kann sich nicht vorstellen, was aus dem kleinen Arsch für Geschosse kommen.

Kannst bitte aufhören? Das ist peinlich.

Ich sage ja immer, Kinder haben, das ist wie ein 118-teiliger Werkzeugkoffer.

Wo man so Dutzende Dinge hat, von denen man gar nicht weiß, wofür man sie braucht.

Aber es ist einfach ein gutes Gefühl... sie zu haben.

-Hallo. -Sie sind sicher ein stolzer Vater.

[Mann] Mhm.

Ähm, dann...

[Mika seufzt] Du bist so unangenehm, die ganze Zeit.

Boah, Kinder sind wie eine fette Abofalle,

die man nicht kündigen kann.

Kein Umtauschrecht, volle 18 Jahre Laufzeit.

-Äh, mindestens 18 Jahre. -Wo bleibt mein Espresso?

Wir sind sozusagen dabei...

Ich ziehe mir das Kaffeepulver gleich durch die Nase ins Hirn.

-Haben Sie es ohne versucht? -Keine gefährlichen Trinkspiele.

Aber zu viel Kaffee übersäuert den Magen.

Kaffee redet und jammert nicht.

Kaffee kriegt keine Ohrenentzündung, macht seinen Job: Ich mag Kaffee.

So, ich würde Ihnen jetzt den Mahlgrad mal

auf die Vier einstellen, nicht zu grob oder zu fein.

-So hat das Wasser eine breite Oberfläche. -Hauptsache, es knallt.

-Haben Sie es mal mit grünem Tee versucht? -Ich mag deinen Humor.

Der einzige Tee, den ich mag, ist Tee-quila.

Wir zwei, wir verstehen uns.

-[Mann] Sie sind Jungfrau. -Bitte?

Ihr Sternzeichen. Die Jungfrau passt als einziges Sternzeichen zum Skorpion.

-Kleinlich, pedantisch... -Rechthaberisch.

Guck lieber, was die Sterne sagen, wer heute den Geschirrspüler ausräumt.

Moment.

Äh...

-Ah ja. Der Kein-Bock. -[lacht] Klar.

-Empfinden Sie noch was füreinander? -Ja.

Abscheu, Wut, Verachtung, Hass.

[Mann] Sie sind doch Jungfrau, oder?

Ja, ich bin... Ja, ich bin Jungfrau.

Aber ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich glaube nicht an diesen ganzen Tanz.

Und an Horoskope und all den ganzen Kram.

Weiß ich, hier, schwarze Katzen oder so.

Am Freitag, den 13., da freue ich mich. Warum?

Weil Freitag, Wochenende.

Fängt ein Monat mit einem Sonntag an, hat er automatisch einen 13. Freitag.

-[Viktor] Nee. -[Mika] Doch.

Das ist alles ganz logische Mathematik, ohne Aberglaube.

Ich glaube auch nicht an Aberglaube. Bringt Unglück, wa?

Ha, und hier passiert gleich ein Unglück, wenn ich keinen Kaffee kriege.

[Viktor] Äh, sehr gerne.

Oh, ah.

Die Karte der Liebenden, für den Chef.

-[Mika lacht] -Für mich?

Oh Gott, ich gebe Ihnen einen Rat: Laufen Sie weit und schnell.

Aber Karte der Liebenden...

Die Liebenden stehen für die Erfüllung, die Sie in Ihrem Partner finden werden,

und das schon relativ bald.

Aha, was Sie nicht sagen. Wirklich jetzt, ja?

[Mika] Du hast gesagt, du glaubst nicht daran.

Wenn es was Gutes ist...

Ist doch ganz egal, ob es was Gutes oder Schlechtes ist.

Na ja, klar. Sie sind Wassermann.

-Woher wissen Sie das? -Äh, ja, aber ich glaube nicht an so was.

Die Neun der Schwerter für Sie.

Die Neun der Schwerter für dich, Michael.

-[Mann] Hm. -[Mika] Äh...

-Was heißt das? -[sie seufzt]

Na ja, Sie haben gerade viele Ängste, Sorgen, Zweifel.

Ja, komm, jeder hat doch mal ein Tief.

Ja, wir haben unseren Tiefpunkt längst erreicht,

aber er muss ja immer weiter graben.

Oh, die Neun der Münzen. Das ist schon die zweite Neun für Sie.

Das deutet eindeutig auf eine fehlende Selbstliebe hin.

Und in Bezug darauf auf eine gescheiterte Beziehung?

-Eieiei. -[Mika] Ach komm.

Als ob so Karten irgendwas über mein Leben sagen.

-Uiuiui. -Es ist alles Energie.

-Ja, sagt wer? Ihr Kaffeesatz? -Albert Einstein.

So, und man muss sich der Geschichte ja auch ein bisschen öffnen, Michael.

Du hast leicht reden. Du hast auch die Karte der Liebenden.

-Ich habe es nicht gezogen. -Oh, der Gehängte für Sie.

Ich hänge gleich jemanden auf, wenn ich nicht bald Kaffee bekomme.

Kommt sofort, aber kurze Frage:

Also der Gehängte... Wie, gehängt?

Ach, du, ganz bestimmt so liebevoll aufgehängt, oder?

Bleib mal ganz ruhig mit deinen komischen neun Münzen.

Oder was du hast, Schwerter. Fehlende Selbstliebe, wa?

Ja, also diese Kombination ist schon sehr selten.

-[Mika kichert] -Aber selten gut.

Ja, ganz bestimmt, safe.

Vielleicht hängt der Gehängte sich nur aus, wie ich bei einer Reckstange.

-Mhm. -Zum Beispiel.

Sie sind schon sehr lange sehr einsam.

Hm, äh... Einsam?

Na ja, also, mit dem Gehängten geklärt auf die Liebenden sehe ich,

dass Sie sich mit Ihrer Einsamkeit lange abgefunden haben.

Ja... Nee.

Gab's nach Mama... Da gab's doch bestimmt mal wieder jemanden?

-Klar. Klar. -Ja, wen?

Äh, ja, da gab es...

Zecke Neuendorf gab's. Marcelinho gab's.

-Hä? -Hertha BSC.

♪ In Berlin ♪

♪ An der Spree ♪

[beide] ♪ Gibt's nur Hertha BSC ♪

-Siehst du? Wir beide verstehen uns. -Ja.

Sagen Sie: Haben Sie schon mal über eine Sondergarantie für das Gerät gedacht?

Ah. Gibt es die eventuell auch für ihn da?

-[Viktor räuspert sich] -Ich würde ihn gern umtauschen.

Er ist nicht, wie online beschrieben. Qualität ist mangelhaft.

Und ich glaube, ich habe ihn woanders auch ein bisschen billiger gesehen.

Michael, holst du den Garantieschein aus dem Auto?

Nee. Du warst nach Mama nie wieder fest mit einer Frau zusammen?

-Auto? -Warum nicht?

Ach, Familienbetrieb. Ich kriege die Krätze.

Okay.

Als deine Mutter mich damals verlassen hat...

Stopp, stopp, stopp, du hast Mama und mich verlassen.

Nee, auf keinen Fall.

Deine Mutter ist damals mit dir zusammen nach München gegangen.

-Zu ihren Eltern. -Hä, aber Mama hat immer gesagt:

-Dass du uns verlassen hast. -Nee, das stimmt nicht.

Auf keinen Fall, ich wollte weitermachen.

Wir hatten Probleme, aber sie ist gegangen.

[Mann] Ja, die Herrscherin.

Die Karten sagen es ganz klar.

-Es war diese Frau, die Sie verletzt hat. -Ja, mag ja sein.

Hä, krass, ich wusste das überhaupt nicht, aber...

Also ist das der Grund, dass du nie wieder eine Beziehung hattest?

-Ist auch egal jetzt. -Sie ist seine große Liebe.

[Viktor] Ich kann schon verstehen,

warum das manchmal problematisch ist mit dem Kollegen.

-Ja. -Ich sage nur, was in den Karten steht.

-Ja. -[Frau] So.

Ich habe jetzt gleich einen Videocall.

Und wenn ich bis dahin keinen Kaffee bekomme, dann kriege ich schlechte Laune.

-Verstanden? -Das wollen wir nicht.

Nee, das wollen wir gar nicht.

[drollige Musik]

-Aber schön fest. -Ja.

Wenn Mama damals Schluss gemacht hat,

würdest du dann jetzt theoretisch immer noch wollen?

Wie kommst du denn darauf? Nee, deine Mutter wollte nicht mehr, Michael.

Übrigens, ihre Eltern fanden mich auch total scheiße.

Also was hätte ich da wirklich machen sollen?

Hat Mama dir erzählt, wie wir uns kennenlernten?

-Nee, aber erzähl mal. -Also...

Sie hat damals noch gejobbt in einem Café.

Mama hat studiert, als ihr euch getroffen habt.

Ja, und nebenbei gejobbt, wieso?

Na ja, ich darf nicht arbeiten, weil ich studieren soll.

[Mann] Die Hohepriesterin. Es scheint viele Geheimnisse zu geben.

Und eine große Lüge, die schon sehr bald auffliegt.

Es reicht jetzt auch mal, ne?

Keiner hat Sie und Ihre Karten irgendwas gefragt, ehrlich.

So, Schluss jetzt mit Kartenspielen.

Das ist nicht Spielen, es ist meine Berufung.

Ja, und meine Berufung ist Schlafen. Und, siehst du mich schlafen? Nein.

Also Empathie hat ja was mit Intelligenz zu tun.

Aber gut, da fängt das Problem ja schon an.

Also Mom hat echt im Café gearbeitet, und da habt ihr euch dann kennengelernt?

Also... Ich war damals noch fest angestellt.

-[Quaken] -[Viktor] Und...

Auf der Arbeit sollte ich für den Meister Kaffee holen, ich bin ins Café...

Da war sie.

-Und dann wachte ich im Krankenhaus auf. -Hä?

Na ja, sie kam auf mich zu,

mit vier Tassen heißem Kaffee in der Hand, rennt voll in mich rein, ich gehe k. o.,

habe sieben Stiche am Kopf, Brandverletzungen überall,

das war wunderschön.

Ja, so war das.

Dann ging alles schnell, dann warst du auf einmal da, dann war alles anders.

Also wart ihr glücklich, bevor ich auf die Welt kam?

Wir kannten uns noch nicht mal wirklich.

Nebenbei machte ich meinen Meister, sie hat studiert.

Das war halt kompliziert, anstrengend.

Ja, klar, ich meine, da ist man natürlich auch anfälliger für...

schwerwiegende Krankheiten.

Es gibt sogar Studien, die belegen, dass verheiratete Männer länger leben.

Was? Wer sagt das?

-Diverse Studien. -Super.

Schatz, also mir zuliebe werde ich die Ausnahme sein.

Na, sind wir endlich mal einer Meinung.

-Geht sofort los. -Ja, bitte.

[Mika] Also ich fände es schön, wenn du jemanden findest.

-Wirklich? -[sanfte Musik setzt ein]

Ich habe immer geglaubt, dass...

dass die Trennung ein Riesenproblem für dich war.

Das ist doch voll normal.

Weißt du, Papa, mir ging es nie um die Trennung an sich.

Ich fand es einfach schade, dass du nicht mehr da warst.

Ja, ich wäre gern mehr da gewesen.

-Echt? -Natürlich.

Hm, aber mit deiner Mutter und mir...

Das hat nicht so funktioniert.

Ja, an so einer Trennung sind ja am Ende immer beide schuld.

Ja, Ehemann und Schwiegermutter.

Liebe ist nur eine Illusion unseres Immunsystems,

das durch Kontakt mit anderen stärker werden will.

-Hä? -Ja, oder nennst du das Liebe?

Nee, das nennt man Ehe.

Liebe dauert im Schnitt drei Monate, und dann ist wieder Ruhe im Hirn.

Trotzdem.

Ich glaube ja, wenn man im Leben jemanden findet,

wo man so sein kann, wie man wirklich ist,

und der einen trotzdem noch abends nackt sehen will...

das ist Liebe.

Und wenn Hertha gewinnt.

♪ BSC, olé ♪

-[Viktor] ♪ In Berlin ♪ -[beide] ♪ An der Spree ♪

♪ Gibt's nur Hertha BSC ♪

Zusammenbleiben, nur weil man gemeinsame Kinder hat, ist auch keine Lösung.

Ähm... [er räuspert sich]

Verstehe ich nicht.

Na ja, das ist doch voll die toxische Beziehung.

Seitdem wir hier sind, streiten Sie nur.

'tschuldigung.

Und?

Es gibt heutzutage auch alternative Modelle von Familie,

und auch die können funktionieren.

Da hat er schon recht, irgendwie.

Was denn? Wir streiten doch gar nicht.

Ja, wir sind vielleicht nicht immer und in allem einer Meinung, aber hey.

Streiten? Come on.

[Babyweinen]

Okay, bevor es Verletzte gibt, schaue ich mal nach den Zwillingen.

So, Sie machen weiter, und keinen Mucks, verstanden?

'tschuldigung.

-Hallo, Robert. -Nora, schön.

Total, du stinkendes sabberndes Wrack.

Wenn ich dich nur sehe, habe ich schon das Bedürfnis,

mich mit Alkohol abzureiben, du hirnlose Amöbe.

Du machst mich ohne Laktose intolerant, du menschgewordener Fahrradhelm.

Ich habe echt Lust, dich mal wieder zu treffen.

Mit einem Stein oder so.

Du Wurf-Furz!

Du Charakter-Baracke!

-Bitte? -Du hast mich genau gehört, du Pistazie.

-Pistazie? -Guck dich doch mal an.

Das nennst du Haare, du glatzköpfige, hässliche Pistazie, du?

Und wenn ich Pistazie sage, dann meine ich eine, die ganz zu ist.

Die keiner aufbekommt, die alle hassen.

Alter, du siehst echt aus,

als wärst du in einer dunkel-feuchten Umgebung aufgewachsen!

Ich komme aus Bielefeld.

Jetzt halt mal deinen Kopf schief, damit dein Gehirn endlich zusammenläuft,

du geistige Doppelhaushälfte.

Du bist echt so reizend wie WC-Reiniger.

Ey, wenn ich echt dein Gesicht sehe, dann muss ich an Fußball denken.

Aus den 20ern!

-Ich bin 42. -Ruhe jetzt!

Alter, egal was du sagst, ich höre immer nur den Sound von Super Mario,

wie er stirbt, du hässlicher Sackritter.

So, und jetzt Schluss, du kalter Cheeseburger mit extra Gurke!

-Oh. -Extra Gurke?

Wow, also das war jetzt echt...

geil.

-Danke. -Gerne. Morgen wieder, gleiche Zeit?

Oh ja, ich freue mich.

-Super, alrighty, bye-bye. -Tschüss.

-Was? -Nichts.

[Viktor räuspert sich]

Ähm, ich muss jetzt doch einfach mal kurz fragen.

-Was... Was war das? -[sie lacht leicht]

Ich habe gelogen. Meine Berufung ist nicht Schlafen.

Meine Berufung ist Schimpfen, und viele Männer lassen sich gern erniedrigen.

Mhm.

-Hi, Schatz. Wie lief es? -Hi.

Gut, super. Du und die Zwillinge, ihr habt mich perfekt in Stimmung gebracht.

Das freut mich.

Also von außen sind ja alle Beziehungen seltsam,

aber das ist echt anders krass.

Wieso? Wir machen einfach nur das, was wir gut können.

-Er nervt, ich schimpfe. -Mhm.

-Sie verdient damit einen Haufen Kohle. -Mhm. [sie lacht]

So, was ist jetzt mit meinem Espresso?

-[Mann] Ja, was ist mit dem Espresso? -Der kommt.

Endlich.

So, die Maschine muss sich jetzt einmal selbstständig durchspülen.

Das macht sie automatisch beim Einschalten.

-Hier. -[dröhnender Krach]

[Babyweinen]

Das geht gleich vorbei.

Nee, äh...

-Was war das? -Spülfunktion.

-Spülfunktion? -Im Reinigungsmodus ist sie noch lauter.

-Noch lauter? -Ein bisschen.

Ich dachte, das ist eine Kaffeemaschine, kein Helikopter.

Kann man denn die Spülfunktion irgendwie deaktivieren?

Spülfunktion deaktivieren? Micha, nee, das geht nicht, wa?

Das macht sie beim Ein- und Ausschalten.

-Und manchmal zwischendurch. -What?

Wie sollen wir Kaffee machen, wenn die Zwillinge schlafen?

Na ja, vielleicht vom Bäcker holen?

Ich gebe dir gleich Bäcker, du lackiertes Milchbrötchen.

Schatz, du kannst doch die Maschine super für die Arbeit verwenden.

So als ultimative Hassquelle?

Ja.

Kaffee hilft einfach gegen alles.

Man muss die Tasse fest genug werfen.

Na siehst du?

-Ich liebe dich. -Ich liebe dich.

-Wie lang schlafen die Zwillinge schon? -Hm...

Wir haben noch mindestens zehn Minuten.

[sie lacht] Ich brauche nur fünf.

Ich nur zwei.

Ich mache aus deinen Ohren einen Wäschetrockner.

[Mann] Ja, gib mir Gerätenamen.

[sie kichern]

-[Mann] Geil, komm her. -[sie kichert]

-Läuft wieder mit der Cola. -[Tür schlägt zu]

-Cheers. -Cheers.

[Viktor] Freundin.

-[Mika] Mhm. -Mhm.

-Frauen, wa? -Ja, Frauen.

Tss, tss, tss. Schwierig.

-Möchtest du reden? -Nee, passt schon.

Aber danke.

Obwohl...

Was würdest du sagen, wenn du auf einer Party bist

und zufällig siehst, dass das Handy von deiner Freundin

automatisch ins WLAN vom Gastgeber geht?

Technisch versiert, ist für eine Frau eher ungewöhnlich.

Guck, sie hat gesagt, sie kennt ihn nur flüchtig aus der Uni.

Und dann geht ihr Handy automatisch ins WLAN beim Gastgeber?

Ich meine, das sagt doch alles, oder nicht?

Ja, hast du sie gefragt?

-Was soll ich denn da noch fragen? -Äh...

Ob... Na ja...

Weißt du, mein Opa hat mir mal erzählt...

Der hat jeden Morgen zum Frühstück ein Brötchen so geteilt,

dass er die untere und meine Oma die obere Hälfte bekommen hat.

-Mhm. -Das ging automatisch, fast 50 Jahre lang.

Und irgendwann hat sich zufällig rausgestellt,

dass meine Oma eigentlich lieber die untere Hälfte hat,

und mein Opa viel lieber die obere.

Verstehst du, worauf ich hinauswill?

50 Jahre lang die falsche Brötchenhälfte.

Warum? Weil man nicht darüber geredet hat.

Hm?

Ja.

-Ja, vielleicht rufe ich doch mal an. -Das halte ich für eine gute Idee.

[Bremsenquietschen]

Jetzt? Hier, oder... Wann? Jetzt?

-Ja. -Oh.

[coole Rock-Pop-Musik überlagert Szene]

-Und? -Alles gut.

Siehst du? Mein Reden.

[düstere Musik]

[coole Rock-Pop-Musik]

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