All language subtitles for Das Jahr der ersten K++sse

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Original subtitles

Heute legen die Kinder viel fr�her los als wir damals.

Zumindest als ich.

Wann immer ich so was sehe, muss ich an meine Frau denken.

Wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren.

Davon waren wir 16 Jahre zusammen

und vor 12 Jahren haben wir geheiratet.

Irgendwann zwischendurch ritt mich mal der Teufel und ich ging ihr fremd.

Sie hat mich rausgeschmissen.

Nach zwei Tagen hab' ich vor ihr auf den Knien gelegen und sie um Verzeihung gebeten.

Das gefiel ihr.

Sie hat mich vier Wochen lang bitten lassen.

Dann gab sie mir eine zweite Chance.

Sp�ter hat sie mir gebeichtet, dass sie mir schon lange vorher vergeben hatte.

Ein Seitensprung sei normal.

Sie wollte ihn nur trotzdem nicht einfach so durchgehen lassen.

Danach wurde unsere Ehe nur besser.

N�chstes Jahr wollten wir endlich Kinder haben.

Ich hab' so langsam 'n ganz guten Job

und sie musste sich beruflich schon lange nichts mehr beweisen.

Jetzt ist sie nicht mehr da.

Sie war die erste Frau, die ich gek�sst habe.

Die erste, mit der ich geschlafen habe.

Sie sagte immer, das Gl�ck sei endlich.

Aber zumindest wei� ich durch sie, dass Gl�ck �berhaupt m�glich ist.

Wir waren f�nfzehn.

Religion war mein Lieblingsfach.

Da meine Eltern mich nicht hatten taufen lassen, war ich vom Unterricht befreit.

�berhaupt waren die Deutsch-, Mathe- und Erdkundestunden nur dazu gut, die Pause zu �berbr�cken.

Denn in den Pausen lernten wir f�rs Leben.

Stefan war seit der Grundstufe mein bester Freund.

Alle nannten ihn Specki. Ich nur manchmal.

In meiner Freistunde war ich daf�r verantwortlich, dass er nicht vom Fleisch fiel.

Damals hatte Specki noch keinen anderen Lebensinhalt.

Das sollte sich dann aber langsam �ndern.

Simone und Lars waren das erste und bisher einzige P�rchen in unserer Klasse.

Man munkelte, sie h�tten sogar schon Petting miteinander gemacht.

F�r Specki und mich klang das so unerreichbar wie die Venus.

Oder wie.. eine Eins in Latein.

K�nnt ihr nicht mal irgendwo anders an euch rumschlabbern?

Streusel war nicht wirklich der Beliebteste in unserer Klasse.

Er musste sich st�ndig produzieren und kein M�dchen war jemals vor ihm sicher.

Bl�d war nur, dass er vor den M�dchen sicher war.

Ey, st�ck mal 'n R�ck.

Elle hie� in Wirklichkeit Elrond, weil seine Eltern einen an der Waffel hatten.

Die Mutter hatte angeblich vierzehn Mal 'Herr der Ringe' gelesen.

Hintereinander.

Vor ihm hatten wir alle Respekt. Keiner konnte ihm was anhaben.

Und selbst, dass er stotterte, trug er mit Fassung.

T�mai war unsere Klassensprecherin. Und mit Abstand die Beste in Deutsch.

Was wir irgendwie unangebracht fanden.

Dein Schuh ist offen.

Oh, Danke.

U-Boot-Ausschnitte waren damals etwas sehr Wichtiges.

Diesen Trick hatten wir perfektioniert.

Am meisten verarscht wurde die lange Jana. Das hatte sich so eingeb�rgert.

Sie war einfach das dankbarste Opfer.

�ber Kerstin dagegen konnte man eigentlich gar nichts Besonderes sagen.

Sie war einfach nur da. Immer.

Und ich glaube, keiner hat je dar�ber nachgedacht,

ob oder warum man sie �berhaupt m�gen sollte. Wieso auch?

Jeder mochte sie. Einfach so.

Und war da noch...

Ich. Mein Name ist Tristan.

Hallo, Schatz.

Setz dich doch hin.

Hast du nachher wieder Gruppe? - In 'ner halben Stunde schon.

Ist Papa heute Abend da? - Ich denke doch. Wir essen um 7.

Ich hab' um 7 Tanzschule. - Bis 7?

Wieso denn so sp�t? - Ich hab' Dienstag immer bis 7 Tanzschule.

Ach ja, stimmt ja. Also dann halb 8.

Und wie war es in der Schule?

Wie immer.

Latein nervt. - Wieso?

Weil der Herr Sebert so 'n Arsch ist.

Vielleicht magst du ihn ja nur nicht, weil er was an sich hat, was du an dir selbst nicht magst.

Meine Eltern arbeiteten beide als Psychotherapeuten.

Das machte die Unterhaltungen gelegentlich etwas m�hselig.

Was machst du denn jetzt? Nein.

Mensch, das ist doch viel zu viel. Das dauert doch ewig, bis das durchgebrannt ist.

Na, dann musst du halt mal 'ne Minute l�nger warten.

Trinkt ihr Wein oder Limo?

Bier. - Wasser.

Warum liegt denn noch nichts?

Hast du mal wieder zu viel draufgesch�ttet?

Wir k�nnen uns ja auch einfach mal nur unterhalten.

Was ist denn mit dir los?

Ach nichts. Nur Elle hat grad gestern erz�hlt,

dass das einzige Mal, wo seine Eltern sich einfach nur mit ihm unterhalten wollten, genau dann war,

als sie ihm sagen mussten, dass sie sich scheiden lassen.

Ist doch total panne, oder?

Tristan?

Was w�rde es denn mit dir machen, wenn...? - Nein! Das kannst du nicht so sagen.

Kann man denn nicht mal einen Satz unkommentiert lassen?# - Fang jetzt bitte nicht an zu streiten!

Was ist denn mit euch los, sagt mal, spinnt ihr?

Es tut mir leid, Schatz.

Es tut mir so leid.

Tristan!

Was machst du denn hier?

Das ist nicht so schlimm, wie du denkst.

Meine Eltern sind auch geschieden. Und, findest du mich so daneben?

Das tut nur in den ersten Wochen so richtig weh.

Und an Weihnachten.

Sie haben mich nicht mal gefragt. - Was sollen die dich denn bitte fragen?

"Tristan, wir wollen uns scheiden lassen, weil wir uns eigentlich nur noch schei�e finden.

Oder hast du irgendwas dagegen. Dann �berlegen wir uns n�mlich was anderes." Oder wie?

Au�erdem hast du ja uns. - Tja. Und das isses ja.

Wir ziehen weg. - Was?

Ja. Meine Mutter steigt in 'ne Gemeinschaftspraxis ein. In irgend so 'nem Pisskaff.

Und ich, ich muss mit.

Dann bleib doch bei deinem Vater.

Geht nicht.

Wieso?

Der geht nach England.

Sag mal...

hast du eigentlich nie irgendwas gemerkt?

Obwohl ich in dem Moment wirklich andere Probleme hatte,

h�tte ich Kerstin jetzt wahnsinnig gerne gek�sst.

Aber irgendwie erschien es mir nicht passend.

Und ich h�tt' mich sowieso auch nicht getraut.

Wer wei� schon, warum er sich in jemanden verliebt,

und dann auch noch, wenn es sowieso das erste Mal ist?

Auf jeden Fall dachte ich ab diesem Moment an nichts anderes mehr.

Nur noch an Kerstin.

Meinst du, das merkt die nicht? - Nee. Echt nicht.

Die rafft nicht, ob da jetzt 15 oder 20 rumrennen.

Au�erdem kennt die meinen Namen immer noch nicht.

Wei�te was?

Der Blonde aus der 12 hat mich in der Pause zweimal angel�chelt.

Findste den gut? - Ich finde, er hat sch�ne Augen.

Mit denen glotzt er dir doch nur auf deinen Busen. - Ja und? Soll er doch seinen Spa� haben.

Ich wei� nicht. Die gehen mir auf die Nerven mit ihrem Geglotze.

Dann trag doch einfach mal 'n BH. - Ich? Quatsch! Wof�r denn?

Damit sie dir beim Hundert-Meter-Lauf nicht st�ndig im Gesicht h�ngen?

Ja, komm. Ich brauch' aber sicher keinen.

Mach' ich mich ja l�cherlich. - So wenig hast du jetzt auch wieder nicht.

Wenig genug.

Von da an war mein Leben ein v�llig anderes.

Au�erdem sahen die einfach besser aus.

Nat�rlich hatte ich schon verschiedenste Frauen nackt gesehen, das war gar nicht der Punkt.

Meine Mutter rannte, genau wie mein Vater, schon immer splitternackt durch die Wohnung.

Aber meine Mutter war halt meine Mutter.

Und ich hatte ihrem K�rper nie gro�e Aufmerksamkeit geschenkt.

Am Strand hatte ich auch schon so einiges rumliegen sehen.

Aber das waren alles... Frauen.

Kerstin war das erste M�dchen, dessen Busen ich sah.

Ich werd' nie vergessen, welche Welt mir das er�ffnete.

Eine Gleichaltrige, die ich t�glich sah,

die ich t�glich sprach.

Kerstin war...

erreichbar.

Alle in meiner Klasse hatten ihren ersten Samenerguss l�ngst hinter sich.

Das hatte mir nie was ausgemacht. Ich hab' mich bereits mit meiner Rolle als Sp�tz�nder abgefunden.

Und ehrlich gesagt, ich hatte ja auch gar nicht wirklich gewusst, was ich verpasste.

Sch�ne neue Welt des Wichsens.

Die ersten Male dauerten bei mir wortw�rtlich Stunden.

Manchmal durfte ich mir ganze Nachmittage nichts anderes vornehmen.

Es ist schon erstaunlich, wie viel Zeit, Energie und Kreativit�t

wir damals in die t�glichen Freuden der Selbstbefriedigung investiert haben.

Mehrmals t�glich, und immer wieder zum Preis unserer W�rde.

Trist...

Wei�t du, wo meine...

Entschuldigung. Verzeihung.

Doch so verwegen ich war, wenn meine Hormone n�rgelten,

so �ngstlich blieb ich bei Kerstin.

Ich sprach mit ihr �ber alles. Die Trennung meiner Eltern,

die Angst vor Klassenarbeiten, unsere Schulkameraden,

nur nicht �ber das, was mich am st�rksten bewegte.

Sie.

Das war nur sch�n. Zwei Wochen vor dem Ball - super.

Letzter Tanz vor der Pause: Tango.

Der Klassiker mit �berraschung: Damenwahl.

Traut euch.

M�dels! Kommt, seid nicht so bockig.

Ein Tanzunterricht ist kein Heiratsinstitut. Traut euch.

Holt euch eure Traumm�nner.

Mann!

Ich hoffe, ihr kriegt jetzt keine Ehekrise, aber... darf ich bitten?

Stichwort 'Tango': Eng stehen, Haltung...

Jungs links vor, M�dchen rechts zur�ck. - Tanzt du?

Probiert's mal aus!

Irgendjemand ist doch immer der Letzte. - Aber ich muss doch mal!

Jana, schau mal! Komm, trau dich, los!

Ah! Entschuldigung! - Pass doch auf!

Das wurden die 5 l�ngsten Minuten meines Lebens.

Tristan...

Ich kenne Topfpflanzen, die besser formulieren. 4-. Schade.

Das Sch�ne am Leben ist ja, dass immer eins zum anderen kommt.

Der Tanzlehrer hatte mir die lange Jana als feste Partnerin zugewiesen.

Ich schrieb eine 5 nach der anderen. Mein Vater suchte sich eine Wohnung f�r den �bergang,

bis er ganz wegziehen w�rde, und Weihnachten w�rden wir getrennt feiern.

So zogen sich die Wochen und Monate bis zu den Winterferien.

Und ich fand einfach keinen Weg, Kerstin f�r mich zu gewinnen.

Ohne die Initiative ergreifen zu m�ssen.

Davor hatte ich n�mlich unermessliche Angst.

Ja, hier. Kerstin.

Wo ist eigentlich Kerstin?

Die kann wenigstens Deutsch.

Das, �brigens, h�tte ich auch gerne gewusst. Wahrscheinlich krank.

Und pl�tzlich wusste ich, was ich zu tun hatte.

Jetzt w�rde ich mal den romantischen Weg probieren.

Offensichtlich war Kerstin schon fr�her in den Urlaub gefahren.

Um der D�sternis ihrer gescheiterten Ehe zu entfliehen,

flogen meine Eltern in den Winterferien gen S�den.

Zum ersten Mal getrennt.

Deshalb war ich zun�chst �ber Weihnachten mit meinem Vater auf Teneriffa

und dann �ber Silvester mit meiner Mutter auf Fuerteventura.

Sch�n war das alles nicht.

Tristan. Sch�n ist das nicht. Aber 'n bisschen mehr Interesse, in drei Jahren ist Abitur, wie willst 'n das schaffen?

Wenn du so weitermachst, schaffst du nicht mal dieses Halbjahr.

Die Ferien kamen... und vergingen auch wieder.

Und die folgenden Wochen f�hlten sich an, als h�tte Gott auf die gro�e Wiederholungstaste gedr�ckt.

Neues Jahr, gleiche Schei�e.

Inzwischen hatte mein Vater seine Sachen zusammengepackt

und meine Mutter begann so langsam, unseren Umzug in eine andere Stadt vorzubereiten.

Die mich nat�rlich jetzt schon ankotzte.

Irgendwie flog die Zeit, aber es �nderte sich nichts.

Ich wichste bis zu 6 Mal am Tag, dachte ansonsten st�ndig an Kerstin.

Und vermied es im �brigen, zu viel Zeit mit meinen Eltern zu verbringen.

Und wenn ich so dr�ber nachdachte, war alles, aber wirklich alles wirklich schei�e.

Ach ja. Fast vergessen.

Judith Knigge, nicht wahr?

Ja, dann m�chte ich euch eure neue Mitsch�lerin vorstellen: Judith Knigge.

Frisch aus der gro�en Stadt in unser vertr�umtes Kuhdorf gezogen.

Und Sie sind sicher, dass das nicht 'ne neue Lehrerin ist? - Bin schon mal h�ngengeblieben. Also eigentlich schon zweimal.

Und ich mag Witze dar�ber rasend gern. - Also, Schwamm dr�ber.

Judith geh�rt ab jetzt in diese Klasse.

Judith, hier neben der Heidi, da ist noch 'n Platz.

Kerstin lud uns zu einer Fete ein.

In Erwartung heidnischer Orgien und in Vorfreude auf Klammer-Blues und erotische Ekstase

verbrachten wir den halben Tag im Bad und vor dem Kleiderschrank.

Es war die erste richtige Fete f�r uns.

Mit Alkohol und allem Pipapo.

Und Kerstins Vater hatte versprochen, bis nachts auszubleiben.

Hey.

Kommt rein.

Es ist so schei�e.

Hey, das wird schon.

- Hier ist ja Gott sei Dank viel los. Da steppt der B�r!

Hat einer Heroin dabei?

Jungs, geht mal Drinks machen.

Alle mal herh�ren. Wir haben uns ein Spiel ausgedacht.

Daf�r, dass ihr hier so 'ne Riesenstimmung gemacht habt, sollt ihr auch belohnt werden.

Also ich werde euch nun ein paar Fragen stellen.

Und jeder, der eine Frage richtig beantwortet,

darf einen Cocktail auf ex trinken. Okay?

Also...

wer hat heute eine Hose an?

Na?

Richtig, Leute! Also... Tristan!

Mut antrinken.

Lasst es euch schmecken!

Was? - Tanz mit ihr!

Mit wem?

Kerstin, du Depp.

Nein!

Warum denn nicht? - Kein Bock.

Aber ich denke, du bist in die verknallt?

Okay. Okay.

Neues Lied.

Ich warne dich. Wenn du es nicht tust,

dann tut es Streusel.

�hm... tanzen?

Ich dachte schon, du fragst nie!

Ach, komm schon. Trink dir die Jungs sch�n.

Thank you.

Und jetzt komm, tanzen.

Dein, �h...

Schuh ist offen.

Oh, Danke.

Kerstin!

Ja, klar. Komm schon.

Komm.

Trist... - Ja?

Du, ich muss dir mal was sagen. - Okay.

Ich... ich...

ich hab' dich so gern.

Ja?

Du bist 'n richtig toller Freund geworden.

Ich... Ich...

Versprich mir, dass es immer so bleiben wird, okay? - Okay.

Auch wenn du wegziehst. - Klar.

Auch nach dem Abi?

Immer.

Und wenn ich mal verheiratet bin, oder Mutter, oder sogar Oma?

Versprochen?

Versprochen.

Aber ich kann doch �berhaupt nicht singen. - Ach komm, Spiel ist Spiel.

Wir singen auch mit.

Komm, Specki! Los!

Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin,

denn dick sein ist 'ne Qu�lerei.

Ja, ich bin froh, dass ich so 'n d�rrer Hering bin,

denn d�nn bedeutet, frei zu sein.

Komm schon! Lauter, Specki!

Komm, Specki, lauter! Du schaffst das!

Mit Dicken macht man gerne Sp��e, Dicke haben Atemnot. 297 F�r Dicke gibt's nichts anzuziehen,

Dicke sind zu dick zum Fliehen.

Dicke haben schrecklich dicke Beine,

Dicke haben 'nen Doppelkinn.

Dicke schwitzen wie die Schweine,

stopfen Fressen in sich rin.

Und darum bin ich froh, dass ich kein Dicker bin,

denn dick sein ist 'ne Qu�lerei.

Ich muss. Mein Vater steht bestimmt schon vor der T�r.

... denn d�nn bedeutet, frei zu sein!

Yeah, Dicke haben Bl�hungen,

Dicke haben 'nen dicken Po.

Moni. - Mann, du wei�t doch, wie der ist.

Ich muss jetzt wirklich.

Ach Mann, das eine Mal kannst du doch l�nger bleiben.

Was soll das denn hei�en?

Komm, sei doch froh! Du bist ohne Aufsicht!

Du bist so richtig bl�d, wei�t du das? - Ja gut, dann bin ich eben bl�d. Viel Spa� noch!

Ciao Kerstin, Danke. - Tsch�s Simone.

Okay. Auf wen die Flasche zeigt, der...

der muss die Jana k�ssen.

Und mich fragt wohl keiner? - Wieso? Ich denk', Spiel ist Spiel.

Sei doch froh. Vielleicht triffst du deine heimliche Liebe!

Das ist aber nicht der Punkt. Weil n�mlich der Punkt ist,...

dass es...

immer so l�uft und ich nix daf�r kann.

Ihr schei� Vater l�sst mich nicht mal mehr ins Haus, die Sau.

Er ist bestimmt voll eifers�chtig, dass er seine Tochter nicht mehr f�r sich allein hat.

Ich sag' dir, da m�cht' ich kotzen. Kotzen.

Das ist aber glaub' ich sowieso 'ne gute Idee.

Was war eigentlich eben mit Lars da eben?

Guck nicht so!

Ich kann auch trinken, ohne fr�hlich zu sein!

Du solltest vielleicht doch mal was essen.

'n Brot oder so.

Wa... warum?

Weil das den Alk 'n bisschen raussaugt... aufsaugt.

Es gibt nichts Widerlicheres als aufzuwachen w�hrend man schon dabei ist, zu kotzen.

So ist gut.

Jetzt geht's dir gleich besser.

Was?

Wo sind die anderen?

Zu Hause, nehme ich an. Mein Vater f�hrt schon seit Stunden einen nach dem anderen.

�rger? - N�.

Tut mir so leid. - Schon okay.

Kann doch jedem mal passieren.

Danke.

Auch wenn es nicht so aussah.

In diesem Moment war ich klarer denn je.

In diesem Moment nahm ich Abschied von Kerstin.

Irgendwie ahnte ich, dass sie sich nicht unbedingt in jemanden verlieben w�rde,

der schon mal kotzend in ihrem Scho� gelegen hatte.

Oh mein Gott.

Nicht erschrecken.

Jetzt geht's also damit los.

M�chten Sie einen Kaffee?

Ja, gerne.

Bitte.

Es gibt nicht viel, was ich aus diesen Jahren vermisse.

Aber saufen k�nnen bis zum Umfallen ohne am n�chsten Morgen einen Kater zu haben,

das vermisse ich.

Morgen, Schatz.

Ich mach' dann mal Fr�hst�ck.

Das hast du aber sch�n gemacht. - Gell?

Geht es dir besser?

Trist.

Hast du ein Problem damit?

Womit denn?

Na ja...

Mit einem anderen Mann im Haus.

Ah. Ich bin doch kein Kind mehr.

Vor der Fete hatte ich die untr�gliche Intuition, dass ich Kerstin f�r mich gewinnen w�rde.

Seit der Fete glaubte ich nicht mehr an Intuition.

Aber die schmerzhafte Erkenntnis, dass ich nie eine Chance bei Kerstin haben w�rde,

machte mich merkw�rdigerweise nicht trauriger, sondern entschlossen.

Ich hatte eine Verabredung mit dem Gl�ck gehabt.

Und das Gl�ck hatte mich versetzt.

Es sollte halt nicht sein mit Kerstin.

Aber andere M�tter hatten auch sch�ne T�chter. Man musste sich nur trauen.

Schwul? - Warum sollten sich sonst drei ausgewachsene M�nner um einen Ring kloppen?

Hoffnungslos.

Es ist einfach hoffnungslos.

Guten Appetit, Judith. Lass dir's schmecken. Achte einfach nicht auf mich.

Wenn jetzt noch 'n Keller kommt und was Warmes bringt, dann bin ich irritiert.

'tschuldigung.

Bevor es jetzt klingelt, hab' ich noch 'ne pers�nliche Bitte.

Der Theater-AG, der fehlen noch 'n paar Leute.

Mindestens zwei. 'ne Frau und 'n Mann, das w�r' am besten.

Wenn man richtig verzweifelt ist, sieht man �berall Zeichen.

Man greift nach jedem noch so popeligen Strohhalm.

Pl�tzlich war ich mir v�llig sicher, dass ich mein Gl�ck bei einem erfahreneren M�dchen suchen musste.

Judith.

Wen sie wirklich was von M�nnern verstand,

dann w�rde sie mich bestimmt besser zu sch�tzen wissen als die ganzen anderen Tussis in meiner Klasse, die nur auf �u�erlichkeiten standen.

Und also begann meine Theaterkarriere.

Wer sagt euch, dass ich scherze?

Hier ist der Apfel.

Man mache Raum.

Er nehme seine Weite, wie's Brauch ist.

80 Schritt geb' ich dir.

Er r�hmt sich auf ihrer 100 seinen Mann zu treffen. Jetzt, Sch�tze, treff. Und fehle nicht.

�h, wo soll denn jetzt der Apfel hin?

Ja, Lars, was ist denn jetzt? - Einen Moment noch.

Also, noch mal. Und denk immer dran, Tristan,

spiel nicht den K�nig, wenn du selber K�nig bist,

sondern lass die anderen den Thron spielen. Hm?

Und dreh dich 'n bisschen zum Publikum.

Also, noch mal.

Und bitte!

Er r�hmte sich, auf ihrer 100 seinen Mann zu treffen. Jetzt, Sch�tze, triff.

Und fehle nicht...

das Ziel. - Das ist genug, sein Herr.

Unmenschlich ist's, mit eines Vaters Angst so zu spielen.

Wenn dieser arme Mann noch Leib und Leben verwirkt durch seine leichte Schuld.

Bei Gott, er h�tte zehnfachen Tod empfunden.

Entlass ihn ungekr�nkt in seine H�tte, er hat euch kennen lernen.

Dieser Stunde wird er und seine Kindeskinder gedenken.

Ja, los, was ist? Tristan, Einsatz!

�h. Weiter hab' ich noch nicht abgeschrieben.

Na super. Also dann machen wir jetzt mit dem Sohn weiter.

Wo ist der eigentlich? Lars?

So spiel' ich nicht. - Jetzt stell dich nicht so an. Komm, lass mal sehen!

Und ihr, ihr geht jetzt mal in 'n Fundus und guckt nach Kost�men. Hier ist der Schl�ssel.

�hm. Eins versteh' ich nicht. - Ja, was denn?

Das St�ck hei�t Wilhelm Tell. Nicht Bertha oder Gessler...

Oder Gottes vergessener Schweizer... - Und?

Wieso hab' ich so wenig Text? - Oh Mann!

�h, wir sind dann im Fundus. - Ja, ja, ja, macht mal.

Judith? - Ja?

Das war spitze.

So. Wo ist denn jetzt der verdammte Sohn mit seinem verdammten Apfel?

Judith bot mir an, meine Rolle ein wenig au�erhalb der AG einzu�ben.

Sie war ungew�hnlich vorsichtig. Weil sie wohl dachte, mir l�ge sehr an der Auff�hrung.

Offen gestanden war der Tell mir schei�egal.

Ich wollte nur mit Judith allein sein. Und ich wollte endlich meine Angst �berwinden.

Und ich wollte sie k�ssen.

Du denkst deinen Text nicht.

Wie? - Na, du denkst nicht mit.

Du lieferst einfach nur irgendwelche Sprechblasen ab.

�berleg dir mal bei jedem Wort genau, was es bedeutet.

Und warum Gessler es ausspricht. Du wirst sehen, dann wird's besser.

Was zauderst du? Dein Leben ist verwirkt, ich kann dich t�ten.

Und sieh, ich lege gn�dig dein Geschick...

Judith war genial. Auf einmal hatte ich es.

Auf einmal machte das ganze Palaver Sinn.

Was zauderst du? Dein Geschick in deine eigne Hand...

Meister seines Schicksals. Und vor allem...

Hier gilt es, Sch�tze, deine Kunst zu zeigen.

Das Ziel ist w�rdig, und der Preis ist gro�.

Das Ziel ist w�rdig, und der Preis ist gro�.

Wow! Echt wow!

Judith? - Ja.

Darf ich dich mal k�ssen?

Nein.

'tschuldigung.

Ach, du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich will nur einfach nicht, dass du mich k�sst.

Dann werd' ich mal langsam... Danke f�r deine Hilfe.

Ciao, Judith.

Ach, Trist. - Ja?

Du... f�rs n�chste Mal.

So was fragt man nicht. So was macht man einfach.

Ich werd's mir merken. F�rs n�chste Mal.

Aus heiterem Himmel verlie� mich mein theatralischer Ehrgeiz.

Am n�chsten Tag lie� ich mich umbesetzen.

Der Deutschlehrer schien merkw�rdig erleichtert

und schrieb sogar das St�ck um, damit ich eine stumme Rolle spielen konnte.

Ich war also nicht nur in meinem eigenen Leben eine Fehlbesetzung.

Richtig wohl f�hlte ich mich eigentlich nur noch, wenn ich mit den anderen zusammen war

und zwischen ihnen verschwinden konnte.

Deshalb passte es mir ganz gut, dass meine f�r ein paar Tage auf ein Seminar fuhr

und mir vorschlug, �ber diesen Zeitraum doch einfach bei meinem Vater zu wohnen.

Das tat ich nat�rlich nicht.

Stattdessen lud ich alle zu mir ein.

Alle bis auf Simone, deren Vater sie mal wieder nicht weglie�.

No way. Ohne mich.

Ich kann mir auch was Verlockenderes vorstellen.

Jetzt habt euch doch nicht so.

Ist doch lustig. - Und warum lacht dann keiner?

Ich h�tte nie gedacht, dass ihr so empfindlich seid. - Jetzt wartet doch mal.

Wieso eigentlich nicht? Ihr denkt wohl, ihr h�ttet leichtes Spiel?

Iwo.

Ich kann nicht mal pokern. - Mann, das ist jetzt nicht das Problem.

Ist wie Kniffel. Nur mit Karten. - Kann man nicht um Streichh�lzer spielen?

Ach, das ist ja wahnsinnig spannend. Warum nicht gleich um Fussel oder Popel?

Er hat ja nicht Unrecht. Was sollen wir um Streichh�lzer spielen? Wir sind doch keine Babys mehr.

Glaubst du eigentlich, Simone findet das so geil, was du hier treibst?

Das ist mir jetzt echt schei�egal.

Ich darf doch meinen Spa� haben, wenn die arme Nuss nicht mitkommt, weil sie keinen Stress mit Papi will.

Ich find' das dumm.

Pro Runde kann nur einer gewinnen.

Und der Rest sitzt hier ruckzuck nackig da.

Und das ist der... tiefere Sinn dieses Spiels?

Mein Gott, hast du Angst um deine Tittchen?

Leck mich, Streusel. - Kompromiss.

Die schlechtesten drei Bl�tter m�ssen pro Spiel ein Kleidungsspiel ablegen.

Jetzt gib schon Karten, Streusel.

Ist dir kalt?

Nee.

Ich muss ganz sch�n oft an dich denken.

Ja?

Ja.

Das h�ttest du wohl gar nicht erwartet, was?

Nee.

Wei�t du eigentlich, dass ihr meistens ganz sch�n gemein zu mir wart?

Ja, und das tut mir auch leid.

Na ja, dann ist okay.

Wie... schon erledigt?

Ja, so schlimm war's nun auch wieder nicht.

Jana... - Hm?

Ich hab' mich in dich verliebt.

Oh. Ich... will aber gar keinen dicken Freund.

Das war 'n Witz. Trottel.

Echt? - Ja.

Ich mein', das ist doch so was von egal.

Du hast bestimmt auch von was anderem als von mir getr�umt.

Bin ja nicht gerade Samantha Fox.

Nee, aber...

Aber?

Ich finde dich sch�n.

Ich dich auch, Stefan.

So. Jetzt muss ich aber gehen.

Mein Liebster wartet zu Hause schon auf mich.

Das war schon wieder 'n Witz. Wir m�ssen uns aber noch an einander gew�hnen.

Bist ja 'n ganz sch�nes Sensibelchen.

Aber das darf keiner wissen.

Ja, und nu?

Na, jetzt wird doch gefickt, oder?

Ja, aufregender geht's ja kaum. - Ich kann kaum an mich halten.

Gewonnen!

�h, wir sind dann mal weg.

Sagt mal, muss eigentlich keiner von euch nach Hause?

Wieso? Trist.

Wieso hast du's nie versucht?

Woher wei�t du...?

Nimm's mir nicht �bel. Ich glaub', man nennt es Dackelblick.

Du h�ltst mich also f�r 'ne Memme?

Jede Frau w�rde dich sofort adoptieren.

Aber...

zu 'nem Mann, der mich kriegt,

also so richtig jetzt,

zu dem will ich auch irgendwie aufschauen.

Da spricht aber die T�rkin in dir.

Ah ja? Die T�rkin in mir schneidet dir gleich deinen L�mmel ab.

Ach ja? Versuch's doch.

Elle, pass auf, was du sagst.

Meinst du... diesen L�mmel?

B�h, du Sau.

P�h, das wirst du mir b��en. Trist, halt ihn fest!

Boh, wenn du das machst!

Ich sag' dir auch 'n Geheimnis. - Okay.

Du musst aufh�ren.

Okay, sag!

Ich war mal total verliebt in dich.

Echt?

Ich wusste genau, was ich zu tun hatte.

Krieg' ich jetzt 'n Handtuch? - Ich wusste nur noch nicht, wie ich es anstellen sollte.

Ich...

hol dann mal Handt�cher.

Danke sch�n.

Dein Vater?

Macht er das �fter?

Was f�r ein Arschloch.

Wei�... wei� Lars davon?

Nicht immer.

Und...

er macht nichts?

Was soll er denn machen?

Keine Ahnung.

Dich... zu sich nehmen?

Das Arschloch anzeigen, was wei� ich?

Ich kann doch nicht meinen eigenen Vater anzeigen?

Wieso?

Er kann ja auch seine eigene Tochter schlagen.

Das meint der nicht so.

Der ist auch nicht gl�cklich. - Spinnst du?

Ihn auch noch in Schutz zu nehmen?

M�nner sind halt so. - Red doch nicht so 'n Schei�.

Denkst du, Lars ist besser, oder was?

Schl�gt er dich auch?

Nein, aber...

Er l�sst mich h�ngen. Er steht jetzt auf diese bl�de Judith.

Judith ist ganz okay.

Ich mein'...

haben die was mit einander?

Seid ihr... auseinander?

Nee, aber...

Er ist ganz wild auf die. Das merk' ich doch.

Das versteh' ich nicht. Ich mein', er hat doch... er hat doch dich.

Ja, aber...

ich will nicht mit ihm schlafen. Noch nicht.

Hast du schon mal mit einer geschlafen?

Hast du, he? - Rat mal.

Ich wei� nicht. Woher soll ich das wissen? Nee, hast du nicht.

Stimmt.

Und, leidest du da drunter? Findest du das so schlimm?

Mal so, mal so.

Also mir reicht Kuscheln v�llig.

Bei der ganzen Fummelei macht er eh nur dauernd an meinem Busen rum.

Und... gef�llt dir das nicht?

Du, immer mal. Aber nicht stundenlang.

Mit der Zeit scheuert das nur noch.

Wei�t du, was das Sch�nste ist?

Zusammen aufzuwachen.

Einmal war mein Vater auf 'nem Symposium. Da durfte ich bei Lars schlafen.

Und wie ich so aufwachte, von der Sonne,

in seinem Arm,

und er schnarchte und roch aus dem Mund

und zog die Nase hoch,

ich war einfach nur gl�cklich.

Siehst du. So was kenn' ich alles gar nicht.

So gar nicht?

Mach dir nix draus.

Die hat Schwein, die dich mal kriegt.

Du musst nicht nach Hause, wenn du Angst hast.

Du...

du kannst auch bei mir wohnen.

Lass mal.

Das war...

einer der sch�nsten Tage, die ich je erlebt hab'.

Danke.

Danke.

Am n�chsten Tag verhielt sich Simone wieder ganz normal zu mir.

Und auch in den Wochen darauf.

Da Lars nie irgendetwas sagte, nehme ich an, dass sie ihm nichts erz�hlt hatte.

Warum auch?

Ja, doch, also...

doch... ich fand's schon sch�n,

aber... na ja...

Lass uns doch einfach wieder Freunde sein, hm?

Ja, klar. Klar.

�hm, aber... hey! Du k�sst sch�n.

Hab' ich mir anders vorgestellt.

Wie, anders?

Na ja... irgendwie abgehackter?

Trist.

Sag mal... wann ziehst 'n weg?

Paar Wochen.

Wir m�ssen vorher noch mal gro� auf die Rolle gehen, ja?

Vielleicht nach der Auff�hrung?

Okay. - Wohin?

Mal sehen, ob mein Vater weg ist. Sonst Kneipe oder so.

Sch�n.

St�ck mal 'n R�ck!

Judith? - Ja? - Dein... Schuh ist offen.

Oh, Danke.

Man mache Raum.

Man nehmet sich Weite, wie's Brauch ist.

80 Schritt geb' ich ihm.

Er r�hmte sich, auf ihrer 100 seinen Mann zu treffen.

Jetzt, Sch�tze, triff. Du schie�t oder du stirbst.

Mit deinem stummen Knaben.

Ich kann nicht der M�rder meines stummen Kindes werden!

Scherzt nicht, oh Herr, mit diesem stummen Knaben. Lasst es genug sein.

Unmenschlich ist's, mit eines Vaters Angst so zu spielen,

wenn dieser arme Mann auch Leib und Leben verwirkt durch seine leichte Schuld...

Und, soweit alles in Ordnung? - Ja, nat�rlich.

Sag mal, wie fandst 'n du unseren Sohn? - Gut. Also gut besetzt zumindest.

Und wie geht's dir sonst?

Wirklich gro�artig.

Sch�n.

Ich wollte Tristan morgen noch mal sehen. Abschied feiern und so.

Prima Idee. - Gut.

Hallo? - Hallo. Guten Abend.

Das ist der Vater von Kerstin, einer Freundin von Trist.

Und das ist mein Mann, also noch.

Ja, hallo. Ihr Sohn ist ja 'n echtes Talent. - Ja, finden Sie wirklich?

Na ja. Er hat seine Momente.

Ja. Dann werd' ich mal so langsam. Mach's gut.

Du auch. - Wir telefonieren noch, ne?

Wir telefonieren noch.

Na? - Na?

Tristan, war klasse.

Haste richtig toll gespielt, war gut.

Hat Spa� gemacht, he?

Dann feiert noch sch�n.

Wir gehen ja noch 'n bisschen auf die Rolle.

Aha, ihr geht auf die Rolle?

Na ja...

dann viel Gl�ck bei den M�dels.

�h, Simone? Kommst du noch 'n halbes St�ndchen mit?

Meine Mutter will die Theatergruppe auf 'n Kakao einladen.

Zur Feier des Tages. - Das wird ein bisschen sp�t, nicht wahr?

Papa, nur ganz kurz, ja?

M�nchen, was haben wir gesagt? Am Wochenende bis 11.

In der Woche bis 8. Jetzt haben wir halb 9.

Simone kann auch gern bei uns �bernachten, wenn Ihnen das zu unsicher ist abends.

Das glaube ich gern, junger Freund, aber wir haben ebenfalls Betten bei uns zu Hause, Danke.

Papa, bitte. Alle gehen da hin. Und ich bin wieder die einzige... - M�nchen!

Entschuldigung.

Tja, dann schade. Sch�nen Abend noch.

Viel Spa�. - Ciao, Trist.

Zwei Tage sp�ter flog mein Vater nach England.

Ich hab' ihn erst in den Ferien wiedergesehen.

Auch unser letztes Treffen am Flughafen war nicht gerade herzlich, doch immerhin friedlich.

Es konnte halt keiner aus seiner Haut.

Aber erst viele Jahre sp�ter hab' ich pl�tzlich verstanden, was er mir damals zum Abschied sagte:

"Es ist immer genug Liebe f�r alle da."

Ey, ich glaub's nicht. Legt die echt 'nen Lehrer flach. - Blo� kein Neid!

Hey, wartet!

Ja, und?

Seid doch nicht so indiskret. - Komm, nur einen Satz.

Statement! Statement!

Ist das eine geile Sau!

M�nchen, M�nchen. So haben wir nicht gewettet. Komm!

Papa, bitte! - Keine Diskussion.

Papa, wir feiern Tristans Abschied. - Das ist mir v�llig egal.

Sagen Sie...

Entschuldigung, aber ich zieh' weg und... da wollten wir heut' Abend noch mal richtig feiern.

Ich w�sste �berhaupt nicht, was wir beiden zu besprechen h�tten.

Papa, in zwei Tagen ist Tristan weg. Ich will mit ihm feiern. Bitte!

Sch�tzchen, das hast du dir leider verscherzt.

J�rgen...

Du bist still.

Sprich nicht so mit Mama.

Lassen Sie sie los!

Was war das gerade?

Sie sollen sie loslassen!

Willst du Rotzl�ffel mir erz�hlen, was ich zu tun habe?

Ja, allerdings.

J�rgen!

Sie sind ein Riesenschwein, wissen Sie das?

Steig ein. Sofort!

Steig aus. - Trist!

Junge, wenn du nicht sofort die T�r losl�sst! - Steig aus!

Lass los! - Wenn du's jetzt nicht tust, wirst du's nie tun.

Ich bitte dich, steig aus!

Junge, das h�ttest du dir besser vorher �berlegt.

Was wollen Sie? Wollen Sie mich noch mal schlagen?

Ich werd' Sie anzeigen, wenn Sie mich noch mal anfassen.

Und ich werd' Sie anzeigen, weil Sie mich geschlagen haben.

Und ich werd' Sie anzeigen, weil Sie Ihre Tochter immer wieder schlagen!

Wir wissen doch beide, dass es stimmt!

Sie schlagen Simone! - Freundchen!

Fahr nach Hause, Papa.

Ich komm' nicht mit.

Feier sch�n, Schatz. Ich brauch' nur noch 'n bisschen frische Luft.

Er wird uns nie wieder anfassen.

Geiles St�ck, Klasse, Mann!

Das werd' ich dir niemals vergessen!

Das werd' ich dir niemals vergessen!

Also... keinen Ahnung, wo Kerstin bleibt, aber ich fang' schon mal an.

Ciao, Kleiner.

Ey, halt steif. Ohren und so.

Viel Gl�ck.

Bleib sauber.

Danke. F�r alles.

Tja, �hm...

Ciao, ne?

Ich hab' dich lieb.

Bleib bitte, wie du bist, okay?

Das ist von uns allen.

Vergiss uns nicht.

Abgemacht?

Und gr��t bitte Kerstin von mir, ja?

Und wenn's wir nicht gef�llt,

kann ich zur�ckkommen und bei einem von euch wohnen?

Hoffentlich bis bald. Tsch�s! - Tsch�s!

Da waren sie. Noch zu sehen f�r ein paar Augenblicke

und dann verschwunden.

Ewige Treue hatten wir uns geschworen,

Briefe und Besuche versprochen,

Urlaubspl�ne geschmiedet.

Ich habe keine Ahnung, warum.

Aber ich wusste schon in diesem Moment, dass ich die meisten von ihnen nie wiedersehen w�rde.

Und doch glaube ich bis heute, dass wir aufrichtig waren.

Man muss sich vielleicht gar nicht unbedingt wiedersehen, um einander treu zu bleiben.

So. Ich brauche erst mal 'n Kaffee.

Kann ich auch einen haben?

Nat�rlich.

Ich...

Ich hab' doch gesagt, ich komm' dich so schnell wie m�glich besuchen. - Ja.

Ging's dir zu schnell? - So w�rd' ich das nicht nennen.

Ist dir nicht kalt?

Drinnen gibt's Kaffee. Willst du einen? - Na ja.

Soll ich dir vielleicht einen hier rausbringen? - Gerne.

Sie war die erste Frau, die ich gek�sst habe.

Die erste, mit der ich geschlafen habe.

Vor drei Tagen ist sie bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Wie sehr muss man trauern, wenn jemand gestorben ist?

Wie traurig darf man �berhaupt werden?

Kerstin und ich hatten 16 wundervolle Jahre.

Wenn ich mir meine Umgebung ansehe,

erscheinen mir 16 Jahre eigentlich sogar mehr, als man erwarten kann.

Ich glaube, deshalb ist es mir viel wichtiger, zu wissen, dass Gl�ck �berhaupt m�glich ist.

Viel wichtiger als die Erkenntnis, das Gl�ck wichtiger ist.

Ich hatte Gl�ck.

Na kommt, was ist? Nicht so sch�chtern. Ich bin sowieso eher da!

Streusel, hau ab da!

Schneller!

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