All language subtitles for Walpurgisnacht - S01E01 - Die Mädchen und der Tod (1).deu

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Original subtitles

* Spannungsvolle schwelende Musik *

Nadja Paulitz Karl Albers

Lothar Wieditz Egon Pölz

* Streicher setzen ein. *

* Musik ebbt ab. *

* Tiefes Krächzen *

* Leise unheilvolle Musik *

* Sie atmet schwer. *

* Leise gefühlvolle Harfenmusik *

* Rascheln *

Ich dachte schon, du hast es dir anders überlegt.

Komm schon raus, du Spinner.

Spielst du ein Spiel mit mir, oder was?

* Unheilvolles Schwelen *

Willst du erst gucken?

* Rascheln *

* Absätze knirschen. *

* Dumpfes Trommeln *

* Sie schreit. *

* Krachen *

* Leise schwelende Musik *

* Bäume knarzen. *

* Musik schwillt an. *

* Geheimnisvolles Rauschen *

(stöhnt) To!

(murmelt) Ticktack.

To!

Ticktack.

To...

Ticktack.

* Sie stöhnt. *

(murmelt) Ich krieg dich.

Ich krieg dich. Irgendwann krieg ich dich.

* Ruhige Klaviermusik *

Du bist so schön.

* Lustvolles Stöhnen *

Steffi.

Oh mein Gott.

Ich lieb dich.

Ich fick dich.

* Er stöhnt laut. *

Was ist denn los?

Egon? Was ist denn?

Albers, der Idiot.

Karl? Wo denn?

Auf dem Weg in den Dienst.

Ich muss in den Hexenbräu. Ja.

* Ruhige Musik *

Morgen. (Frau) Morgen.

Morgen. (Mann) Morgen.

Morgen.

Guten Morgen, Annett. Guten Morgen.

Ich bringe gleich Kaffee.

* Klingeln *

(Annett) Wache in Schierke.

Was kann ich für Sie tun?

Geben Sie mir die Adresse, bitte.

Ja.

* Entferntes Sirenengeheul *

Morgen, Genosse.

Nanu, was verschafft uns die Ehre?

Der kalte Hund von Fräulein Annett.

Hm?

Und, wie ist die Lage?

Geht alles seinen sozialistischen Gang?

Japp.

Was du hier noch machst und nicht längst bei mir in Wernigerode bist,

das frage ich mich schon seit Jahren.

Ich find's schön hier. * Klingeln *

Hauptwachtmeister Albers?

(Frau) "Polizei? Hier liegt eine Frau.

Ich war spazieren an den Felsen..."

Bitte beruhigen Sie sich.

Beruhigen Sie sich. Moment.

Moment, ganz langsam. Eins nach dem anderen.

"Bitte, bitte kommen Sie vorbei!" Ja?

"Sie ist tot.

Kommen Sie. Bitte..."

* Knacken, Besetztton *

* Geheimnisvolle Musik *

Wir haben eine Tote.

Wo? Am Felsen.

(1. Polizist) Meine Herren, an die Arbeit.

Sie liegt unter dem Felsen.

Oh, wenig. Die sind alle gesperrt.

(2. Polizist) Wir brauchen zwei Genossen.

(1. Polizist) Sie ist aus dem Westen.

Kennst du sie?

Sie war vor zwei Tagen auf unserem Abschnitt.

Sie ist aus der BRD. Sie war bei uns wegen ihrem Papier.

Ich habe sie gleich erkannt.

Ach. Schöne Scheiße.

(1. Polizist) Schau mal, da drüben.

Ein Schuh fehlt.

Na ja, sie ist da runter, ne?

Wohl beim Sturz verloren gegangen.

Der ist frisch.

Der Fußabdruck ist frisch.

Bist du sicher? Ja.

Ist was?

Nee. Nee, nee.

Kollegen, diesen Fußabdruck hier sichern und ab ins Labor damit.

Und dann sucht nach dem zweiten Schuh.

Ich lass mir schon mal den Weg nach oben zeigen.

Ah, ihr letztes Picknick.

Ah ja. Hier ist sie runter.

Ah, schau mal, da oben sind sie.

Ohne Handschuhe, Mensch.

'ne Filmdose.

Gib mal her.

Juliane Suderbrück. Idstein, BRD.

Weißt du, was das für ein Stress ist?

Meldung an die Westbehörden.

Staatssicherheit muss auch im Bilde sein.

* Wieditz stöhnt. *

Irgendwelche Wertsachen? Offenbar wurde nichts entwendet.

* Leise spannungsvolle Musik *

Ist das dein Ronny?

Der vom Schwimmtraining?

Das ist der Ronny Pölz.

Der Sohn vom Kreisparteileiter. Na, das kann ja heiter werden.

* Klingeln *

Tag. Guten Tag.

Heidrun, ist der Egon da? Nee, der ist schon weg.

Wie ich dir gesagt habe.

Der wird im Hexenbräu sein.

Wir würden gern mit Ronny sprechen. Ist er da?

Nee.

Was wollt ihr denn von ihm?

Wenn er wieder nach Hause kommt, soll er sich bei uns melden, ja?

Danke, Heidrun. Mhm. Tschüss, Karl.

Ronny?

Die sind weg.

Ronny...

Nun sag mir bitte, was los ist.

* Er schnieft. *

Steffi.

Wo warst denn du, ich habe dich überall gesucht.

Alex, ich war was besorgen.

Ich habe dir was zusammengemixt,

als kleine Übung für deine Tanzeinlage.

Bisschen Nik Kershaw,

Depeche Mode.

So Mädelsmucke.

Und guck mal den, den magst du ganz besonders.

Du, ich hab jetzt Schicht.

Ich muss doch auch arbeiten.

* Es läuft rockige Musik. *

(Steffi) Hallo.

(Mann) Steffi, da bist du ja.

(Steffi) Hallo. - Wo warst du?

Unterwegs.

Lass das.

Gib mir zwei Bier. - Sind nicht für dich.

(Steffi) Jetzt mach schon, heilige Katharina.

Meine Töchter.

Die zukünftige Miss Harz. Mhm.

(Steffi) Guten Morgen.

Danke schön. - Gern.

Die darfst du wählen.

Zum Wohl. Auf deine Töchter.

Zum Wohl.

Egon?

Kommst du mal mit?

(Frau) Morgen, Karl. Morgen.

Kommst du?

Achim, schreib's auf den Deckel.

(1. Mann, leise) Schau mal, wer da kommt. Zurück vom Einsatz.

(2. Mann) Na ja, ist wohl hart im Nehmen.

Ronny? Westkontakt?

Ja.

Sie kannte Ronny.

Egon, eine Tote aus dem Westen.

Was sollen wir denn machen?

Na was? Den Unfallhergang untersuchen.

Spricht was dagegen? Ehe wir schlafende Hunde wecken...

...müssen wir wissen, was da passiert ist.

Zeig mal her.

Und du lässt meinen Jungen in Ruhe.

Noch hab ich hier das Sagen. Gorbatschow hin oder her.

Hm? Du hast ihn gehört.

Wir können das nicht einfach fallen lassen.

Was, wenn es wirklich kein Unfall war?

Weißt du was, was ich nicht weiß?

Ich kümmere mich um die Leiche, und du machst das Schreiben fertig.

Und dann ab damit, per Fernschreiben.

Dann ist das erledigt.

* Düstere schwelende Musik *

* Spannungsvolle pulsierende Musik *

* Klopfen *

Nadja.

Kommst du?

Ist alles okay? Ja.

Sonst wäre ich nicht hier.

Der Osten blockt so was sonst immer und kategorisch ab.

Da steht dann "Unfall" oder "natürlicher Tod".

Noch nie wurde "Todesursache ungeklärt" angekreuzt.

Schau.

Und was wollen die von uns?

Wir haben einen Verbindungsbeamten in Ostberlin.

Ein Gorbatschow-naher SED-Funktionär, ein guter Mann.

Er hat mich eben angerufen.

Dann geht es nicht um den Fall.

Ihr macht Politik. Nadja...

Das ist die Ost-West-Annäherung. Glasnost. Die neue Offenheit.

Und die Brücke zwischen Ost und West ist das LKA Wiesbaden?

Juliane Suderbrück kommt aus Idstein.

Das ist unser Zuständigkeitsbereich.

Das wäre die erste westdeutsche Mordermittlung in der DDR.

Wenn es ein Mord ist.

Und steht dann mal in den Geschichtsbüchern.

Darum werden sich die Kollegen reißen.

Nein, ich will, dass du das machst.

Du weißt, du bist mein bester Mann.

Ich kann dir keine Bedenkzeit geben.

* Anschwellendes Dröhnen *

Ich mache's.

Du kannst morgen rüber.

Wenn sich binnen 24 Stunden kein Mordverdacht ergibt,

überführst du die Leiche, und das war's.

Ach ja, hat Juliane Angehörige?

Ja, einen Vater.

Wo hast du die kennengelernt?

War das am Balaton?

Du, die hetzen mir wegen euch die Bundesrepublik auf den Hals.

Mach jetzt dein Maul auf! Nein!

Westkontakt und sagst mir kein Wort?

Ronny, Schwimmtraining. Auf geht's.

So was will zu den Kampfschwimmern.

* Klingeln *

Karl.

Kümmerst dich um meinen Jungen, hm?

Ich dachte, wir hätten uns verstanden?

Sicher.

Aber ich muss mit ihm reden, und das weißt du.

Heidi, schau, ich habe es dir gesagt.

Genosse Albers vertritt mich bei der Misswahl in der Jury.

Schön. Nett, oder?

(Heidrun) Jetzt geh, mein Junge.

Tschüss, Mama.

Und du hältst dein Maul. Lass.

* Melancholische Musik *

Das ist ein Irrtum. Das stimmt nicht.

Meine Tochter ist mit dem Zug nach Köln, zu Freunden.

Ihr Auto steht ja hier in der Einfahrt, ne?

Was ist mit Ihrem Wagen?

Mein Wagen?

Der ist in der Werkstatt.

Würden Sie das bitte nachprüfen?

(Frau) "Autohaus Kersten?" - Ja, Suderbrück.

Es geht um den Volvo.

"Den hat Ihre Tochter abgeholt. Hat sie nichts gesagt?"

Wie bitte?

Mein Auto? - "Der silberne Volvo Kombi.

Warum auch nicht?" - Das geben Sie meiner Tochter?

Sind Sie schwachsinnig, Mann?

* Leise melancholische Musik *

Sie ist tot.

Tut mir leid. Dürfte ich ihr Zimmer sehen?

Ronny, komm.

Auf der Rückseite des Passfotos steht: In Liebe, Ronny.

Und du kennst sie nicht?

Es gibt kein Foto.

Wir haben ein Schuhprofil gefunden, neben Juliane.

Deine Schuhgröße, das gleiche Fabrikat.

Das ist dein Abdruck.

War es am Balaton, in den Sommerferien?

Sie kam von der Junioren-EM aus Ungarn.

Fünfte über die 200-Meter-Lagen.

Was ist da oben passiert am Felsen?

Habt ihr euch gestritten?

(zittrig) Nein.

Sie war vor mir dort, sie wollte mich überraschen.

Sie lag einfach da unten.

* Ronny schnieft. *

Sie ist abgestürzt.

Ich bin dann abgehauen und zu dir, aber du warst nicht da.

Wann hast du Juliane zum letzten Mal lebendig gesehen?

Ronny, hey.

Ronny, guck mal.

Geld oder Leben! Jörg, lass mal gut sein.

'tschuldigung.

Gegen Mittag rum.

* Spannungsvolle pulsierende Musik *

(Julianes Vater) Ich habe immer gesagt,

du steigerst dich da in was rein.

Eine Liebe mit einer Mauer dazwischen,

das hat doch keine Zukunft.

Sie hat nicht auf mich gehört.

* Er wimmert. *

* Unheilvolles Dröhnen *

Kannst du mir sagen, ob sie hier übernachtet hat?

Ja, wo denn sonst? Ich muss das fragen.

Wegen Protokoll. Ja.

Die Frau Suderbrück, als sie gegangen ist... Ging sie allein?

Ja.

Zu Fuß, nehme ich an? Nein, mit dem Wagen.

Mit dem Wagen?

Aha.

(lachend) Diese Hexen.

Schnitzt er die immer noch, der Jörg?

Ja, seine sind die mit den zwei schwarzen Ringen.

Hm. Wo ist er eigentlich?

Jörg? Oben. Ah.

* Beklemmende Musik *

Ich denke, das war es schon.

Ich danke dir. Ja.

* Summen *

* Musik wird dynamischer. *

* Musik schwillt ab. *

(TV) "Aber das kann ich auch mal anders machen.

Warum geht das nicht?

Ich habe auch noch anderen Blödsinn gemacht.

Katharina hat mich vor die Tür gesetzt..."

(Frau) Lass mir Professor Brinkmann in Ruhe.

* Harmonische Musik aus dem Fernseher. *

Westfernsehen, hm?

Schon wieder? Und du schon wieder so spät?

Warst du mit Ronny im Freibad? Ja, aber nicht zum Trainieren.

Wegen der Sache an den Klippen?

Ja.

War sie schön?

Ich bin müde.

* Dissonante schwelende Musik *

"... hätte sie nie Verständnis gefunden."

"Ach was, wir sind ja hier alle...

Es war ihre Schuld allein, diese dummen Kinder. Jeder für sich."

(Ärztin) "Da kann Ihnen keiner von uns helfen."

* Sie seufzt. *

* Beklemmende Musik, heftiges Pulsieren *

* Sie wimmert. *

* Musik schwillt an. *

* Musik endet abrupt. *

Sag mal, was hast du dir dabei gedacht?

Du hast gesagt, kümmere dich darum.

Die schicken einen Ermittler aus Wiesbaden.

Magdeburg sieht das als Kriegserklärung.

Und die Staatssicherheit.

Von Pölz will ich gar nicht reden. Der wartet übrigens auf uns. Komm.

Hm. Guten Morgen.

Morgen. Ronny, sag es den Genossen.

Ich war den ganzen Abend

beim FDJ-Sekretär.

Genosse Bernau hat das schriftlich bestätigt.

Bitte schön.

Ronny?

Kannst du mich mal anschauen?

Du hast mir was anderes erzählt.

Weil er unter Schock stand.

Er war nicht vor Ort.

Er hatte mit dieser Person nichts zu tun.

Danke, Ronny. Du kannst gehen.

Ronny.

Ist wirklich gut, der kalte Hund.

Ein Polizist aus dem Westen, hier in meinem Kreis.

Das habt ihr großartig hinbekommen.

Das Opfer stammt nun mal von dort.

Opfer, Opfer. Ich höre immer nur Opfer.

Wer sagt denn, dass es kein Unfall war?

Das ist das erste und letzte Mal, dass ihr mir die BRD hier reinholt.

Verstehst du, Lothar?

Ich habe so eine Liste über dich...

Und du, mein Freund, ich buddele, bis ich was finde.

Du wolltest doch auch mal rübermachen. Da war doch was.

Ich muss nur suchen. Glaub mir, ich finde was.

Und jetzt setz dich auf deinen Platz.

Lothar, Ronny war es nicht. Der ist ein Guter.

Und Pölz... Ah, ein andermal.

So, wir müssen weiter.

Das sind unsere einzigen Spuren.

Bevor der Genosse aus dem Westen auftaucht,

müssen wir das aufarbeiten.

Was machen wir mit dem Film?

Fotos entwickeln dauert ewig.

Alex entwickelt Fotos.

Von der Tankstelle. Der hat eine Dunkelkammer.

Je schneller, desto besser.

Ich will nicht mit leeren Händen dastehen,

wenn die BRD morgen einmarschiert.

* Geheimnisvolle Musik *

Es geht um eine Touristin aus dem Westen.

Ihr Name ist Juliane Suderbrück.

Die war hier.

Sie wollte so einen modernen Schnitt haben.

Ein Rendezvous, wahrscheinlich. Mehr weiß ich nicht.

Hat sie auch so eine gekauft?

Ja. Die sind von Jörg, oder?

Ja.

Ist dir irgendwas an ihr aufgefallen? Irgendwas?

Doch, ja.

Sie war bepackt wie nach einem Großeinkauf.

Und sie meinte, dass sie bald wieder in den Westen zurück muss.

Ja.

Danke.

Antje.

Hallo, Karl.

Kannst du etwas über Juliane Suderbrück sagen?

Nein, ich hab sie nur gesehen, als sie hier war.

Ich habe gehört, dass du der Neue in der Misswahl-Jury bist.

Leider.

Wähl doch einfach mich.

Du kannst mich heute um fünf hier abholen.

Ich habe keine Zeit.

Wiedersehen.

Tschüss. - (Friseurin) Tschüss.

Das Mädchen wollte ihren Freund in den Westen bringen.

Mhm.

Mit Fluchthelfern gehen die drüben ja nicht zimperlich um.

Juliane Suderbrück als Systemopfer?

Das wäre ein Ermittlungsansatz.

Aber warum hat dieser Albers ungeklärte Todesursache angekreuzt?

Wäre ich so alt wie du, würde ich selbst rübergehen.

Erzähl, wie man sich fühlt, Geschichte zu schreiben.

Mache ich. Und, äh...

Pass auf, dass du nicht aus Versehen den Dritten Weltkrieg auslöst.

* Tür wird geöffnet. *

Alex, grüß dich.

Ich bräuchte mal deine Hilfe.

Was denn?

Wie schnell könntest du die entwickeln?

Was sind denn das für Fotos?

Die haben wir bei der Toten gefunden.

Halbe Stunde.

Bediene dich. Danke dir.

Sekundärliteratur vom Klassenfeind, hm?

Ist angeschwemmt worden.

Vor wem hast du Angst?

Vor deiner Frau oder Albers?

* Er lacht amüsiert. *

* Er seufzt. *

Meine Frau braucht mich.

Ich bin raus.

Auch aus der Jury.

* Leise melancholische Musik *

Tut mir leid.

Geh, komm. Komm.

Schau mich an.

* Er seufzt. *

* Tür wird geöffnet. *

* Klopfen *

(Alex) So, die hier sind schon fertig.

Ronny ist auch auf einem drauf hier.

Hm.

* Karl stöhnt leise. *

Steffi und du... Alles in Ordnung?

Wieso?

Nur so.

Hier sind die Negative. Die Tür musst du schnell wieder zumachen.

Danke, Alex. Danke dir.

Ich hole die Bilder, wenn sie trocken sind.

* Tür fällt ins Schloss. *

* Düstere Musik *

(Fahrer) So.

Guten Abend.

Bitte sehr.

* Unheilvolles Rauschen *

Von hier schaffe ich es auch alleine.

Viel Spaß im Osten.

* Dissonantes Schwelen *

Abend. Abend.

Sie fahren mit mir.

Sind Sie die Kontaktbeamtin? Hahn. Berlin.

* Unheimliche Musik *

Ist das hier Schierke?

Herzlich willkommen.

Wir sind da.

Ich hole Sie morgen um 6.30 Uhr ab.

Seien Sie pünktlich.

Ja.

Bitte.

Es werden noch Unterlagen für mich abgegeben.

Ich bringe sie Ihnen.

Von meinem Sohn, Jörg.

Frau Suderbrück hatte solche Freude daran.

Gut, danke.

Gute Nacht.

* Leise geheimnisvolle Musik *

* Klopfen *

Ja?

Hallo?

Hallo?

* Musik läuft weiter. *

Hallo?

* Grausiges dissonantes Wabern *

* Entferntes Knarzen und Klacken *

* Geheimnisvolle Musik *

* Klopfen *

* Pulsierende Klänge setzen ein. *

* Musik schwillt bedrohlich an. *

* Leise geheimnisvolle Musik *

Die Post. * Sie schreckt auf. *

Sind Sie wahnsinnig?

Nein.

(1. Mann, dumpf) Hilfst du mir mal?

(2. Mann, dumpf) Ja.

Du musst auf der Bühne mit den Titten wackeln und mit dem Arsch.

(Katharina) Stefanie.

Geh durch die Küche rein.

Mir ist gerade nicht so danach.

Warum, wegen der Toten?

Irgendwie schon.

Was, wenn es kein Unfall war?

Sei doch nicht so ein Hasenfuß.

Weißt du schon, wer anstatt Pölz in die Jury kommt?

Karl.

Du und der Karl?

Der hat kein Auge für dich.

Lass Karl in Ruhe.

Der will dich nicht, wann begreifst denn du das endlich?

Was bist du nur für ein Mensch? - Ach, fick dich.

Und lass dich nirgends runterschubsen.

* Spannungsvolle Musik *

* Grausige dissonante Musik *

* Musik wird ruhiger. *

Antje.

Schön, dass du mir die Tür aufmachst.

Was machst du denn hier?

Kann ich reinkommen?

Ich habe gedacht,

wenn du keine Zeit hast, zu mir zu kommen,

dann komme ich einfach zu dir.

Geh bitte nach Hause, Antje.

Ronny geistert hier irgendwo rum, bringst du mich bitte nach Hause?

Danke. (Hahn) Wiedersehen.

Wiedersehen.

Guten Tag.

Tag.

Hauptmann Wieditz, Volkspolizeikreisamt Wernigerode.

Nadja Paulitz, Oberkommissarin.

LKA Wiesbaden.

Ja, die Genossen warten schon, bitte.

Hauptwachtmeister Karl Albers. Tag. Freut mich.

Mich auch.

Doktor Hausner, Gerichtsmedizin.

Darf ich gleich zur Sache kommen? Ja, bitte.

Am Kopf sehen Sie den Austritt des Schädelknochens

an der Hinterhauptschale, am Scheitelbein, am Stirnbein.

Diverse, multiple Frakturen am Körper.

Rippenbogen. Wirbelsäule.

Becken. Überall.

Möglicherweise sind die Schäden Auswirkungen des Sturzes.

Noch interessanter aber ist

der linke Fuß der Toten.

Bitte betrachten Sie die kleine Zehe. Sie ist nicht mehr da.

Beim Sturz abgerissen?

Die Abbruchkante des Phalanx unguicularis ist glatt.

Da war jemand dran. Mit einer Kneifzange.

Eine fehlende Zehe, das reicht nicht für einen Mord.

Die Zehe könnte eine Art Trophäe sein.

Die Verstümmlung könnte auf einen Psychopathen hindeuten.

So was gibt es bei uns nicht.

Können Sie mir den Auffindeort zeigen?

Warum? Wir haben die ganze Gegend abgesucht.

Sehr gut. Ich würde mir trotzdem gern ein eigenes Bild machen.

Jetzt? Gerne.

Bitte, warum nicht? Alles noch mal von vorn. Tschüss.

Tschüss.

* Sie summt leise. *

Wenn du möchtest, dass ich wiederkomme, muss das weg.

Das ist nicht gut.

Du hast Angst. - Jetzt weißt du es. Gib sie mir.

* Er quietscht. *

(Katharina) Wir bringen sie an einen sicheren Ort.

Komm.

* Grausiges dissonantes Wabern *

Ja, hier ist sie runter.

Man hat die Tote dort gefunden.

In Ihrem Protokoll steht, dass Ronald Pölz ein Alibi hat.

Haben Sie das geprüft? Selbstverständlich.

Ronnys Vater ist SED-Kreisleiter, sein Alibi vom FDJ-Sekretär.

Was soll das? Wir haben mit Ronny gesprochen.

Das hat mit Kreisleitung und FDJ nichts zu tun.

Wollen wir weiter? Jaja.

Das ist sehr glatt, Vorsicht.

Ja.

So, hier sind wir auch schon.

Vorsicht. Hier.

Seien Sie bitte vorsichtig.

Um Gottes willen.

Keine Sorge, eine zweite Westleiche kriegen Sie nicht.

Juliane wollte Ronny in den Westen bringen, wissen Sie davon?

Wir haben ihr Kraftfahrzeug überprüft.

Keine Anzeichen für eine Republikflucht.

Vielleicht war es unklar,

aber Ronnys Aussage ist absolut glaubhaft.

Ein Schuh.

Räuberleiter.

Kennen Sie so was hier im Osten?

Äh, ja, ja.

Hab ihn.

Vorgestern war der noch nicht da. Wir hätten ihn gesehen.

Sind Sie da ganz sicher? Ja.

Das bedeutet was, ob er da war oder nicht.

Ja, wir sind sicher.

Da ist was drin.

Blut.

Die Besen von Spengler. Jörg Spengler?

Der stand gestern vor meiner Tür.

Also gut.

Wenn der Schuh vorgestern wirklich nicht da war,

hieße das, der Täter kommt zurück

und drapiert persönliche Gegenstände des Opfers.

Das wäre pathologisch

und ginge über eine Beziehungstat hinaus.

Da haben wir jetzt einen neuen Ansatz.

Gut.

Gehen wir.

* Klopfen *

(Mann) Was ist mit euch?

Sie machen uns Angst.

(Katharina) Können wir die hier lassen?

Kommt rein.

Katharina, das, was der Jörg schnitzt,

das macht den Menschen Freude.

Und das gehört hierher, zu uns.

Zur Walpurgisnacht.

Was ist es, das dich daran stört?

Es sind Hexen.

Es gibt keinen Grund, sich davor zu fürchten.

* Tür wird geöffnet. *

Guten Tag, Karl.

Wir wollen mit Jörg reden. Bitte.

Nadja Paulitz, Oberkommissarin LKA Wiesbaden.

Ach...

Hallo, Jörg. Hallo, Karl.

Deine Mama sagte, du bist hier. Oh.

Kennst du diese Frau?

Ich mag sie nicht. Nee.

Sie ist tot.

Vorgestern Abend, warst du da an den Klippen?

Jörg und Katharina waren bei meinem Gottesdienst.

Antworten Sie nicht auf Fragen, die ich Jörg stelle.

Jörg? Ich war mit Jörg in der Kirche.

(Jörg) Ja. Ich schwindele nicht.

Was ist mit den Figuren?

Die...

Der Pfarrer soll die Hexen tot machen.

Trauen Sie dem Pfarrer?

Hier kennt jeder jeden.

Wenn Jörg und Kathi in der Kirche waren, gibt es Zeugen.

Warum schützen Sie Ronny Pölz?

Frau Paulitz, ich kenne Ronny, seit er klein ist.

Ich bin für ihn wie ein Vater.

Ich will mit ihm sprechen.

Wir fahren jetzt nach Wernigerode.

Julianes Leiche muss in die BRD, und Sie begleiten den Transport.

Sie wissen so gut wie ich, dass wir einen Mörder suchen.

Sprechen Sie mit Wieditz.

Was soll ich ihm sagen?

* Spannungsvolle Musik *

Ist das im Dienst passiert?

Ein Frauenmörder, ich habe ihn erschossen.

Und Sie?

Warum sind Sie zur Polizei?

Frau Paulitz, kommen Sie mal bitte?

Ich hab dem Genossen in Ostberlin vom Ermittlungsstand berichtet,

und er und Ihr Vorgesetzter, Kriminalrat...

...Brehm? Brehm, richtig.

...befürworten unsere Zusammenarbeit.

Sie bleiben.

Fast hätte ich es vergessen.

Die Leiche ist transportfertig, persönliche Gegenstände beiliegend.

Mit den BRD-Kollegen ist alles soweit besprochen,

was die Übergabe an der Grenze betrifft.

Sie müssten hier noch unterschreiben, bitte.

Und was ist mit dem Blut am Hexenbesen?

Stammt eindeutig von der Toten.

Weiter geht's. Tschüss.

Karl.

Ich... Sie bleiben.

Ist gut.

* Geheimnisvolle Musik *

* Er wimmert schmerzvoll. *

Mann, Kathi. Musst du dich immer so anschleichen?

Oder kannst du auch einfach mal normal sein?

Schande.

Schande, Schwester.

Wenn du eine gute Schwester wärst, würdest du für mich beten.

Das tue ich, Stefanie.

Komm, lass mich.

Ich hol mir die Simson, und dann bin ich eh weg.

Warum gehst du nicht gleich nackt? Wie so eine richtige Hure?

Wie 'ne Hure, ja?

Huren, die kriegen es wenigstens besorgt.

Hat es dir eigentlich schon mal jemand so richtig besorgt?

Vielleicht Jörg?

Dieser kleine Perversling?

Mir will der immer zwischen die Beine.

Das bist nur du. Nicht Jörg.

Jetzt bin ich gespannt.

Hier.

* Entferntes Gemurmel *

Danke.

Heute ist das ganze Dorf versammelt.

Schön.

* Leise unheilvolle Musik *

Hilfst du mir?

Willst du?

* Sie kichert. *

Ich kenne hier jeden.

Dann helfen Sie mir.

Wer kommt für Sie infrage?

Von hier? Ja, von hier.

Schauen Sie, das ist Egon Pölz.

Der da kommt? Ja.

Der Vater von Ronny.

Tag. Tag.

Willst du in die Partei eintreten?

* Leise unheimliche Musik *

(Steffi) Los geht's.

(Moderator) "Einen Applaus für die wunderbare Jury!"

* Jubel *

"Schützen Sie Ihre Augen.

Denn jetzt präsentieren wir Ihnen unsere vier Damen der Endrunde!"

* Es läuft: "99 Luftballons" von Nena. *

"Auf geht's, Mädels.

So, meine lieben Gäste,

und jetzt, machen Sie Ihre Hosen zu und atmen Sie durch die Schuhe.

Applaus für unsere Nummer eins!

(langgezogen) Berit Wagner!

Meine Damen und Herren, Applaus!

Bravo!

Und unsere Nummer zwei, Sabine Morgenstern! Applaus!"

* Sie kreischt vergnügt. *

"Und unsere Nummer drei, Steffi Korbelt!

Bravo! Bravo!

Applaus, Applaus, Applaus!

Ein Heimspiel für Steffi.

Jetzt unsere Nummer vier,

Antje Völker!

Bravo!

Bravo!

Und jetzt, liebe Mädels, darf ich um die finale Pose bitten?

Kommt nach vorne und zeigt mal den Leuten, wer ihr seid. Bravo!

Sehr schön!

* Ausgelassener Jubel *

* Entfernter Jubel *

* Melancholische Musik überlagert Szene. *

* Pfiffe, Jubel *

Liebe Jury, ich bitte euch jetzt

um die Bewertung für unsere Nummer eins:

Berit Wagner!

Eure Bewertung, bitte!

Ja, fabelhafte 34 Punkte!

Sehr heiß, Berit!

Und jetzt bitte, liebe Jury,

die Bewertung für die Nummer zwei, Sabine Morgenstern.

* Lauter Jubel * (Mann) Sabine, du bist die Beste!

Und die Wertung, bitte, der Jury!

Knapp dahinter, mit 31 Punkten!

Vielen Dank, Sabine.

Knapp dahinter, trotzdem ein steiler Zahn.

Und jetzt bitte die Nummer drei, Steffi Korbelt.

(Steffi) Danke.

* Sie kichert. *

(Moderator) Die Bewertung der Jury, bitte!

Und wenn ich das richtig sehe...

Unglaublich, jawoll!

An beiden vorbeigezogen,

mit 37 Punkten!

Bravo, jawoll, jawoll, jawoll!

Und jetzt bitte, liebe Jury,

eure letzte Wertung für die Nummer vier,

Antje Völker!

Applaus, bitte noch mal!

Eure Bewertung bitte, liebe Jury.

Ja, Moment, da müssen wir rechnen.

Jawoll, und damit ist es klar!

Unsere erste Miss Harz,

mit 39 von 40 Punkten,

ist Antje Völker!

Bravo! Antje hat gewonnen! * Sie jubelt. *

* Leise melancholische Klänge *

(Moderator) "Bravo!" * Antje kreischt auf. *

(Moderator) Und einen Applaus für unsere Mädels, bravo!

* Jubeln verhallt. *

* Melancholische Musik überlagert Szene. *

Ich hätte es der Blonden gegönnt.

Die Wirtstochter, Steffi Korbelt?

Nein.

Befürchten Sie nicht, dass der Täter noch mal zuschlagen könnte?

Ich denke nicht, dass es jemand aus dem Ort war. Hm.

Ich muss jetzt nach Hause.

Gut, dann sehen wir uns morgen.

Dann bis morgen.

Gute Nacht. Nacht.

* Er summt. *

Du Armer.

Hast du gelitten zwischen Ärschen und Titten?

Wie redest du mit mir?

Und die Kommissarin? Hör auf.

Sie gefällt dir. Hör jetzt auf!

(weinend) Und ich vermisse dich.

* Bedrückende Musik *

* Tür wird geöffnet. *

Ronny. Mein Gott, Ronny.

Ronny, was machst du denn?

Komm, Ronny.

Ronny, Ronny. Was ist los?

Ronny, mein Schatz. Ronny.

Hallo. Hallo, ja, Notruf. Ein Notruf.

* Sie keucht. * Mein Sohn, mein Sohn, der ist...

Der liegt im Wohn... nein, im Arbeitszimmer.

(schluchzend) Kommen Sie.

(Alex) Mann, Steffi.

Mann, der Albers... Albers ist ein Vogel.

Für mich bist du die wahre Miss Harz.

Ach.

Du zählst aber nicht.

Mo... Morgen mache ich kurz Fotos hier mit Antje,

danach komme ich direkt zu dir, und wir machen richtige Fotos.

Die sende ich an "Neues Leben". Ich kenne die Redakteure.

Und heiraten wolltest du mich, in die Stadt ziehen...

Jetzt hockst du immer noch hier.

Ich habe keinen Bock drauf, so eine Niete als Freund zu haben.

Steffi, wer zählt denn für dich?

Ich.

Und Egon.

Aber der hat auch gekniffen, der Penner.

Und findest du das gut?

So zu sein?

Wie bin ich denn, hm?

Und was bist du eigentlich?

Das arme, arme Kind vom Tankwart?

Vater, Verlierer, und Sohn, Verlierer.

Pölz ist der einzige Hauptgewinn,

den du in deinem Leben jemals verdient hast.

Ach, der Egon, der hat wenigstens was zu sagen.

Und der weiß, wie man eine Frau so richtig anpackt. So.

(gedämpft) Au!

(Alex, gedämpft) Du bist eine Nutte.

Hör auf. - Du bist einfach eine Nutte.

Du bist einfach eine Nutte! * Er spuckt. *

Oh, und du, du bist...

Du bist einfach eine Nutte! Du bist eine kleine Nutte!

Und du bleibst eine arme Sau!

Halt deine Fresse, du bist eine Nutte!

Halt deine Fresse.

* Spannungsvolle düstere Musik *

* Steffi stöhnt. *

* Musik schwillt grausig an. *

* Er atmet heftig. *

* Musik endet. *

* Grausige zitternde Klänge *

* Düstere Musik *

* Musik schwillt an. *

* Glockenläuten *

* Unheilvolle Musik *

* Statisches Knacken *

(Mann via Funk) "Milan Eins an Milan Zwei.

Milan Eins an Milan Zwei."

Milan Zwei für Milan Eins. Bitte wiederholen.

"Wir haben einen weiblichen Leichenfund an der Kirche West."

Milan Zwei, verstanden.

* Keuchen *

* Grausige Musik *

* Erstickter Schrei *

* Klopfen * * Sie erschrickt. *

* Klopfen *

* Klopfen * (Frau Spengler) Frau Paulitz?

Telefon für Sie. Kommissar Albers.

Ja.

* Melancholische Musik *

Die Tote ist Stefanie Korbelt.

Gewalteinwirkung am Hinterkopf.

Diesmal fehlt der Zeh neben dem kleinen Zeh.

Gibt es hier im Dorf jemanden, der ein Einsiedlerdasein führt?

Hm?

Wieso?

Äh...

Spengler, Jörg. Jörg Spengler. Aber der hat ein Alibi.

Das nicht stimmen muss.

Ich frage noch einmal.

Ist Ronny ein Einzelgänger? Nein.

* Er stöhnt. *

Ich finde das Symbol des Besens interessant.

Es könnte bedeuten,

dass der Täter Frauen als rein sexualisierte Wesen wahrnimmt.

Quasi als Hexen, die getötet werden müssen.

Weil sie den Täter sexuell erregen,

und der das nicht möchte, zum Beispiel.

Mal an den normalen Ermittlungsweg gedacht?

Zeugen befragen, den Freund, die Angehörigen...

Der normale Ermittlungsweg wird uns hier nicht zum Ziel führen.

Mhm.

Steffis Freund, Alexander.

Den könnte man als Einzelgänger bezeichnen.

Alex?

Es tut mir leid für dich, Alex.

Aber ...

ich muss dich das trotzdem fragen.

(gebrochen) Ja.

Wann hast du Steffi zuletzt gesehen?

* Er schnieft. *

Gestern Abend, nach der Misswahl.

Wo genau?

Vorm Hexenbräu?

Können Sie mehr dazu sagen?

Hat Sie jemand gesehen? Gab es Streit?

Erzählen Sie mal.

Wir waren alleine, wir hatten keinen Streit.

Ich bin gegangen ...

und Steffi war noch da.

Als ich gegangen bin, war Steffi noch am Leben.

Hier.

Ich bin mit dem Nachtzug nach Berlin

und wollte die Fotos in der Redaktion abgeben.

(weinend) Und das sind jetzt die Negative.

Jetzt nimm deinen Scheiß.

Albers? Ja?

Hallo.

Du weißt, dass ich Stef...

...dass ich Steffi gern hatte.

* Egon schnieft. *

Dieser Spengler-Junge.

Der Verblödete... Meinen Sie Jörg?

Alle wissen, dass diese perverse Sau scharf auf Steffi war.

Hat sie Ihnen das erzählt?

Ronny hat sich gestern Abend halb totgesoffen.

Weil du ihn verdächtigst.

Er liegt auf der Intensiv. Bete, dass er heil rauskommt.

Du kümmerst dich um Spengler, und zwar jetzt.

Mit der Bundesrepublik oder ohne.

* Spannungsvolle Musik *

Margit?

Wo ist Jörg?

Ich weiß es nicht.

Ist er oben?

Margit.

Er ist gestern nicht nach Hause gekommen.

Wo könnte er sein?

Los jetzt.

Wohin fahren wir?

Er treibt sich oft im Wald rum.

So, wie ich Jörg erlebt habe,

frage ich mich, ob seine Intelligenz für so etwas ausreicht.

Das ist er doch.

Jörg, bleib mal stehen.

Ich wollte doch bloß nur die Hexen tot machen.

Bleib stehen, warte.

Jörg!

Los.

Bleib stehen! Bleiben Sie stehen!

Jörg, warte! Stehen bleiben!

Bleib stehen!

Jörg, warte!

Bleib stehen! Jörg, warte!

Ich habe sie doch nur weggebracht!

Renne nicht weiter. Jörg!

Du bringst dich in Lebensgefahr!

Lasst mich bitte in Ruhe. Bitte.

Jörg, bleib stehen!

Jörg! Bitte! Bleib stehen!

Halt! Halt.

Hände nach oben, langsam. Nicht schießen!

Das ist kein Fluchtversuch! Jörg!

(Mann) Halt, stehen bleiben!

Stehen bleiben oder ich schieße!

Nicht schießen!

* Sie atmet zitternd. *

* Melancholische Musik *

Wir haben ihn nicht.

Der Mörder läuft noch frei herum.

Was hat Spengler gesagt?

Er sagte, er musste die Hexen töten, oder so ähnlich.

Er hat auch gesagt, dass er die Hexen weggebracht hat.

Damit meinte er vielleicht die Figuren,

die er dem Pfarrer übergeben hat.

Frau Paulitz, genug jetzt.

Hier sind Ihre Ausreisepapiere.

Gehen Sie auf Ihr Zimmer und nehmen Sie den ersten Zug.

* Sie schnieft. *

Und Berlin und Pölz ... die haben, was sie wollten.

(leise) Ja...

* Autotür wird zugeschlagen. *

* Motor springt an. *

Ja, dann...

* Er seufzt leise. *

Warum Sie Polizist sind, haben Sie mir auch nicht verraten.

Ich komme von hier.

Grüße zu Hause.

* Schwermütige pulsierende Musik *

Frau Spengler. Gehen Sie.

Gehen Sie und kommen Sie nie wieder zurück.

* Musik wird dynamisch. *

* Energische verzerrte Musik *

* Hupen *

* Hupen *

Huch, was... Wir haben eine neue Leiche.

* Spannungsvolle Musik *

Antje Völker wurde letzte Nacht ermordet.

Antje wusste von deinem Verhältnis mit Steffi.

Sie wollte mehr. Du hast sie umgebracht.

Pölz! Komm raus!

Wir suchen nach jemandem, der ein Einsiedlerdasein führt.

Nach außen kann er normal wirken.

Keiner will tote Mädchen sehen.

Du mimst den Fotografen, die Mädchen kommen.

Wie kriegst du die Mädchen dahin, wo du sie haben willst?

Hasst du Frauen?

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2019

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