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Original subtitles

[Kim] Wir haben einen Fall zusammen gelöst,

einen Club gegründet,

aber viel wissen wir nicht voneinander.

Mein Vater ist Kommissar.

Ach, ihr könnt mich Helmut nennen.

[Aufprall]

[Marie] Die Leute reagieren immer komisch, wenn sie meinen Vater sehen.

Und deine Mutter?

Die ist gestorben, als ich noch ganz klein war.

Ab jetzt keine Geheimnisse mehr.

-[Franzi] Eins. -[Marie] Zwei.

[Kim] Drei.

[alle] Power!

[sanfte Musik]

[Kim] Maries Liebeszauber hat gewirkt.

[Marie] Ich bin die Zeremonienmeisterin.

[Kim] Vielleicht hat sie Michi auch einfach gesagt, wo wir sind.

Du bist mir echt nachgereist.

Ja, du hast dich das ganze Wochenende lang nicht gemeldet.

[beide kichern]

[Musik endet]

[Marschmusik]

[Kim] Wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte,

dass ich mal Notrufe erhalte und ein Sondereinsatzkommando leite,

hätte ich ihn für verrückt erklärt.

[heroische Filmmusik]

[Tür wird aufgestoßen] [Musik endet]

[Kim] Aber jetzt sind wir ein Team.

[Rumpeln]

[Rumpeln]

Und ich kann mir ein Leben ohne meine Kolleginnen nicht mehr vorstellen.

[Marie] Oh, nein.

[hektische Schritte]

[Marie] Ist der etwa...

[Junge] Mund-zu-Mund-Beatmung...

[Kim erschrickt]

[Kim] Robin van den Boterbloemkes!

Kim Jülich.

Du hast den anonymen Notruf abgesetzt?

Man, ich dachte, du stirbst!

Ich dachte, du bist unser erster Mord!

Was?

Eine Detektivin ohne Fall.

Das ist wie ein Donut ohne Loch.

Sinnlos.

[beschwingte Musik]

Franzi?

[Franzi schnarcht]

Schläfst du? [Musik endet]

Hey.

Du hast doch gesagt, wir sind gerade arbeitslos.

Kann sich ja jederzeit ändern.

[Marie] Also wenn ich ganz ehrlich bin... [Tinka wiehert]

...ich fand das ja schon eine kreative Flirtmasche von Robin.

Das war Vortäuschung einer Straftat.

Und Mund-zu-Mund-Beatmung?

[Franzi] Ach, Kim. Robin steht doch schon seit der ersten Klasse auf dich.

Ich bin mit Michi zusammen.

Ist es jetzt offiziell?

Also, ich habe es jetzt nicht schriftlich, aber...

Wir haben bald ein Date.

Echt?

Habt ihr euch schon geküsst?

Marie.

Hallo? Privatsphäre? [sanfte Musik]

[Marie] Unter Freundinnen gibt es keine Privatsphäre.

Also?

Ne, aber ist in Planung.

Ich meine... [Hahn kräht] ...das ist mein erster Kuss.

Darüber wurden Sonette geschrieben.

Das muss was ganz Besonderes werden.

Marie hat Holger sofort geküsst.

No pressure.

Also erstens auf die Wange...

...und zweitens war es ja nur ein Sommerflirt.

Vielleicht bist du einfach nicht ganz so kompliziert.

Ich bin nicht kompliziert!

[Musik endet]

[Kim] Ich bin überhaupt nicht kompliziert.

[beschwingte Musik]

Ich meine, habe ich ein Schaubild für die

Evolution des Kusses erstellt?

[abrupter Soundeffekt] [Papierrascheln]

Ja, aber

Küssen ist ja auch eine Wissenschaft.

Und wir haben gerade keinen Fall. [Tippen]

[Papierrascheln]

Freud, Darwin und sicher auch ein paar Frauen,

deren Ideen das Patriarchat übersehen hat,

alle großen Köpfe haben sich dazu Gedanken gemacht.

Wenn Liebe auf chemischen Prozessen im Gehirn basiert...

[Tippen]

...dann sind Küsse der hormonelle Klebstoff,

der zwei Menschen zusammenhält. [kreischende Affen]

Wörtlich genommen: Sabber.

Also im Grunde total primitiv.

[seufzt]

Aber schön wäre es schon. [Musik endet]

[Titelmusik]

[Stimmengewirr] [Schulklingel]

Verena verenus,

die gemeine Pausenhofstelze.

Naturforscherin Dr. Winkler

ist für uns in die Wildnis gereist.

[Franzi] Es handelt sich hierbei um eine besonders aggressive Spezies.

[Kim kichert]

Ganz ehrlich.

Ich würde mich nie so zum Affen machen. Ich meine,

nur um bei Desiree Kuhn aus der 12 in einem Musikvideo mitzuspielen?

Hey.

Das hier ist nicht mein Niveau.

[Mädchen] Hey, du. Mach das noch mal.

Sorry, ich wollte dich nicht beleidigen.

Ne, mach einfach noch mal.

[Kim] Ja.

[Stimmengewirr]

Wow! Genau, wonach ich gesucht habe.

Allerweltsgesicht, nice, kurze Haare. Guter Typ.

Wandelbar.

Ja, bisschen linkisch, ne? Aber süß.

Gut, du bist gecastet. Morgen geht's los.

Äh... für was denn eigentlich?

Wir drehen ein Musikvideo!

"Troublemaker", von den Boys.

Und du bist eine der Hauptrollen.

[kichert]

Ich hatte noch nie eine Hauptrolle!

Ich dachte, das ist voll affig?

Ne, Franzi.

Das ist Popkultur.

[beschwingte Musik]

-[Marie] Ach, Papa. -Weißt du, ich verstehe es nicht.

Der Gellert hat seine eigene Garderobe. Wieso nimmt der immer meine Bartcreme?

Du hast doch gar keinen Bart.

Das ist nicht der Punkt. [Musik endet]

[spannungsvolle Musik]

[schluckt angespannt]

[Frau] Überraschung! [Herr Grevenbroich erschrickt]

Tante Florentine! Juhu! [beide lachen]

Ihr braucht ein neues Versteck für euren Ersatzschlüssel.

Unter der Fußmatte, Helmut? Wirklich?

-Bin ich so berechenbar, ja? -Ne.

Eher ein bisschen boring.

Ich... ich dachte, du bist auf Weltreise.

[Florentine] Ja, mein Flug wurde umgeleitet.

Ich wollte erst anrufen. Aber dann habe ich gedacht: "Ne.

Wo ist der Fun, hm?" [Herr Grevenbroich stöhnt] Ich überrasche euch lieber.

Das ist dir gelungen.

[beide lachen]

[jauchzen freudig auf]

[sanfte Musik] [Papierrascheln]

[Florentine] Schau mal, hier. Du warst so ein süßer kleiner Specki.

Da unter der Achsel, da gab es diese eine Stelle.

[beide lachen]

Hm. Das war kurz vor Annes Unfall.

[Florentine] Ich vermisse sie so.

Ich auch.

Ja, ich kümmere mich dann mal... [räuspert sich] ...ums Zitronensorbet.

Das ist dann hoffentlich nicht zu boring.

[lacht spöttisch]

Sie hat bald Geburtstag.

Das nimmt ihn eben mit.

Ich habe ihn schon so oft gefragt, wie das passieren konnte, und...

Er sagt immer, er weiß es nicht.

Keiner weiß es.

Ich habe Hunger, Hunger,

Hunger, habe Hunger, Hunger, Hunger,

-habe Hunger... Hey! -[Frau Jülich] Jetzt ist Schluss.

[seufzt]

[Stuhlrücken]

[Klopfen]

Gatte, Sohn.

Wir müssen euch was erzählen.

Willst du oder darf ich?

Ich mach's. Ich mach's, ich halt's nicht aus.

Kim wurde heute

für ein Musikvideo gecastet.

Sie hat die Hauptrolle!

Ja, eine der Hauptrollen.

Jetzt mach dich nicht so klein!

So habe ich dich nicht erzogen.

[Herr Jülich] Hast du nicht immer gesagt, Musikvideos sind affig?

Das ist Popkultur.

Es ist doch toll, dass sie sich mal zeigt und nicht nur hinter ihren Büchern sitzt.

Ich bin so aufgeregt.

[kichert]

Und weißt du,

was ein angehender Superstar braucht?

Ne.

Eine persönliche Fahrerin.

[Kim lacht leise]

[Frau Jülich fröhlich] Mich!

[Geschirr klappert] [Deckel ploppt]

[Popmusik]

[sanfte Frauenstimme] ♪ Hab dich überall gesucht ♪

♪ Hab dich Welt und dich verflucht ♪

♪ So lange ♪

[Marie] "Front-Sängerin von 'Anne und die Bananas' verunglückt."

♪ Was sagst du, wenn ich dir sage ♪

♪ Dass ich dich... ♪

[Marie] Die ganze Woche Sonnenschein.

♪ Ja, einfach so ♪

Kein Regen.

♪ ...wo das war ♪

Wie ist dann der Wagen von der Straße abgekommen?

♪ Hier in mir ♪

♪ Hat mich fast zu dir ge... ♪

Ich finde es heraus, Mama.

Versprochen.

[Reifen knirschen]

[Reifen quietschen]

[klappt Ständer runter]

[Schritte]

[Marie] "Für immer."

[spannungsvolle Musik]

[Frau Jülich] Oft wird so eine persönliche Assistentin ja auch

zur engsten Vertrauten. [Musik endet]

Und wenn sie dich dann interviewen, dann sagst du,

sie ist eher meine beste Freundin als meine Mutter.

Nein!

[Tür wird geöffnet]

-Ciao, viel Spaß. -Ja.

[knallt Tür zu] [seufzt]

Hello again! Ich bin Desiree.

-[lacht] Ich weiß. -Aber alle nennen mich Des.

Seit wann das?

[Des] Seit ich Regisseurin bin.

Das ist so üblich in der Branche.

[lebhafte Musik]

Ich nenne dich...

Ich nenne dich K.

[lacht] Ok.

[Junge] Kim Jülich!

Darf ich dir deinen Spielpartner vorstellen?

[Tür schließt]

[Des] Robin van den Boterbloemkes.

Robin?

Verfolgst du mich, oder was?

In deinen Träumen vielleicht.

Spaß.

[dumpfes Geräusch]

Ich bin für das Rampenlicht geboren.

Meine Eltern vermarkten mich immer so ein bisschen.

Ich habe schon alles Mögliche gespielt. [Benachrichtigungston]

Oft Portrayal, Werbespots.

Für was denn bitte?

[lacht verächtlich]

Krass, die Chemie stimmt. [Musik endet]

[Des] Ready, let's go!

[schnelle Schritte]

Ich bin auf Abruf!

Nein!

[Frau Jülich] Ok.

[Küsse]

[Kim] Mütter.

[seufzt]

[Des] Hier. So. Zuhören. Also.

Troublemaker, äh, Robin.

Du bist gerade reingekommen und setzt dich neben K. Buch runter.

Dann verliebst du dich in sie.

Verstanden? Gut.

So, jetzt fühlt euch mal so richtig rein.

Super.

[Des] Alle auf Anfang. Playback ab.

And Action!

[Popmusik]

[Junge] ♪ One, two, three, four ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ This love got me so messed up ♪

♪ Got me losing my touch ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ There must be a heaven above ♪

♪ 'Cause down here is hell ♪

♪ Call me the troublemaker ♪ [Stoß]

Cut!

Hey, du kannst nicht einfach den Take abbrechen! [Musik endet]

-Er kann mich nicht einfach küssen! -[Robin] Das war nicht ich.

Das war der Troublemaker.

Steht doch hier.

[Des] Hat K den letzten Stand gar nicht bekommen, Leute?

[schnaubt empört] [wirft Text weg]

[Tür quietscht] [schnelle Schritte]

[Tür fällt ins Schloss] ["Schwanengesang" von Franz Schubert]

[Platte kratzt]

[Boxgeräusche]

Michi sollte doch mein erster Kuss werden.

Nicht Robin.

Bei unserem ersten richtigen Date.

Bei einem romantischen Picknick.

Jetzt ist es einfach so passiert.

[Handschuh raschelt]

Das ist der schlimmste Tag meines Lebens!

[Tor quietscht]

[Franzi stöhnt]

Robin van den Boterbloemkes!

Wenn ich dich in die Finger kriege.

Michi ist so pur.

So unschuldig.

Es würde ihm das Herz zerbrechen, wenn er erfährt, dass ich ihn betrogen habe.

[kaut]

Das ist doch nicht deine Schuld.

[Tinka kaut]

Es war doch nur eine Rolle.

Und du hast es nicht mal gewollt.

Erzähle es ihm einfach, bevor er es irgendwie anders herausbekommt.

[seufzt] [Musik endet]

[Herr Grevenbroich] Ok. Noch mal von vorne.

Du willst mir also erzählen,

Santa Lucia wurde gefasst?

Marie?

Du bist Gefängniswärterin 1.

Sag mal, hast du Blumen an Mamas Unfallstelle gelegt?

Wie kommst du jetzt darauf?

Ich war da heute.

Weißt du, ich komme irgendwie nicht in die Folge rein.

Ich verstehe es nicht.

Das letzte Mal, dass sich Brockmeier und Santa Lucia sahen,

war auf Don Pietros Beerdigung.

Da haben sie sich geküsst, aber...

Ich meine, da ist keine scharfe Kurve oder so was.

Und man kommt doch nicht einfach so von der Straße ab.

Marie, lass uns irgendwann anders darüber reden, ok?

Wann? [Hund bellt]

Irgendwann.

Entschuldige.

[Tür quietscht]

[Tür schließt]

[Handyton]

[Tippen]

[Marie] Clubtreffen morgen früh.

Wir brauchen eine Sondersitzung.

[Handyton]

[Handyton]

[Franzi] Hast du es Michi gesagt?

[Kim] Ne, noch nicht. Ich überlege noch, wie.

[Marie] Also.

Ich bin an einem neuen Fall dran.

[Kim] Endlich!

Aber der ist schon 12 Jahre alt. [Musik endet]

Unser erster Cold Case!

-Also ein alter Fall, den man... -...den man wieder aufrollt. Ja.

[Marie] Alle sagen, das war ein Unfall, aber

ich habe den Wetterbericht gecheckt.

An dem Tag war kein Regen, laut Zeitungsartikel gab es keine Bremsspuren.

Die Straße ist total gerade.

[Kim] Klingt spannend.

Um was geht es genau?

Um den Unfall meiner Mutter.

[getragene Musik]

Wenn es ein Unfall war.

Es gibt bestimmt eine Akte zu dem Unfall.

Komm, wir gehen zu Peters.

Nein, wartet.

Zu Peters gehe ich besser allein.

[Kim] Klar.

[Schritte]

[Tür schließt] [Musik endet]

Du weißt, dass ich dir diese Akte nicht aushändigen kann.

Ich muss mich an das Dienstgeheimnis halten.

Aber

ich kann sie mir aushändigen.

Und du kannst mir Fragen stellen.

Hat irgendjemand den Unfall beobachtet?

[Blättern]

Ja, es gab einen Zeugen.

Seiner Aussage nach hat der Wagen plötzlich die

Kontrolle verloren und ist dann gegen einen Baum gefahren.

Können Sie mir die Nummer des Zeugen geben?

Nein, das geht wirklich nicht. Datenschutz.

Aber damit du nicht allzu enttäuscht bist, gibt es jetzt noch einen Lolli.

Nur leider muss ich mich dafür zu diesem Glas dort

oben umdrehen und

das ist sehr umständlich und wird

ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.

[lebhafte Musik]

[Peters seufzt]

[Peters] Welchen nehmen wir denn?

[Kamera klickt]

Ja, der ist gut.

Bitte schön.

Danke, Kommissar Peters.

[Kim] Die drei Ausrufezeichen stehen vor ihrem vielleicht persönlichsten Fall.

Den Unfall von Maries Mutter.

[Tippen]

Franzi und ich halten uns vorerst im Hintergrund.

Als Backup sozusagen.

Warum hat Maries Vater Geheimnisse vor ihr?

Gut,

ich habe auch Geheimnisse vor Michi.

Nachher holen wir endlich unser Date nach.

Soll ich ihm dann doch von dem Kuss erzählen?

Aber würde das nicht die ganze Stimmung verderben? [Musik endet]

Von dem Herrn da drüben.

[Kim] Robin.

"Sorry"?

[Stuhlrücken]

Von wegen.

[stellt Getränk ab]

[Robin] Kim.

Du kannst doch nicht ewig sauer auf das hier sein.

Doch, kann ich. "Sorry" reicht nicht.

Du kannst mich nicht einfach küssen, ohne mich zu fragen.

Das war eine Regieanweisung.

Außerdem habe ich einen Freund.

Hm.

Was soll das denn jetzt heißen?

[seufzt]

Den sieht man nur so selten bei dir.

Klarer Fall von Breadcrumbling.

Er wirft dir Flirtkrümel hin, um dir bewusst falsche Hoffnungen zu machen.

[lacht leise]

Stell's dir vor wie Orbiting.

Wie Ghosting, aber nicht zu verwechseln mit Tuning.

Und wenn er zu feige ist, zu ghosten, dann

wird er dich halt caspern.

Was?

Na ja, nett Schluss machen halt.

Michi würde so was niemals machen.

Bist du dir da sicher, Kim Jülich?

[Schlürfen] [Kim] Ich habe Robin nichts entgegenzusetzen.

Vor allem, weil ich fast nichts verstanden habe.

[lebhafte Musik]

Das Vokabular der Liebe ist mir fremd.

Und die Grammatik scheint hochkompliziert.

Ähm, wie... wie war der Dreh?

[kaut]

Schön hier, oder?

Ja. [lacht]

[Michi] Ja, schön. [beide lachen leise]

Michi. [Musik endet]

[räuspert sich]

Ich muss dir was sagen.

Ich habe eine Allergie.

Auf Erdbeeren.

Oh, ok.

Ach ja, und...

Du musst heute Abend nicht zu meiner Premiere kommen.

Es ist richtig schlecht geworden.

[Kim] Habe ich gerade ernsthaft Michi gebreadcrumbt?

Und was rede ich überhaupt? Ich liebe Erdbeeren.

Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht gut in Beziehungen. [Tür quietscht]

[Tür schließt] [Herr Jülich] Ist noch Kaffee da?

[Frau Jülich] Are you talking to me?

Are you talking to me?

Sprichst du mit mir, Peter?

Was?

Ich dachte, wir könnten uns auch noch mal neu erfinden

als glamouröses Schauspielerpaar.

Wie Brangelina. Peter und Brigitte.

Prigitte?

Ich dachte ja nur.

Ich finde das so mutig von Kim. Die stellt sich

einfach hin und rockt das Haus.

[Kim] Meine Mutter hat ein idealisiertes Bild von mir.

[Herr Jülich] Ist ja auch deine Tochter.

Nein. Sie ist Breters Tochter.

-[Herr Jülich] Breter... -[mit englischem Akzent] Oder Breter.

[Herr Jülich mit englischem Akzent] Breter.

[Kim] Aber wenn ich wirklich mutig wäre... [sanfte Musik]

...dann hätte ich Michi heute von dem Kuss erzählt.

[Flüstern]

[Marie] Manfred Friedham.

Friedham, Friedham.

Steht nirgends.

[Klingel]

[Klingel] [Musik endet]

[ältere Frau über Gegensprechanlage] Hallo?

Ähm, entschuldigen Sie bitte.

Wo... wohnt hier ein Manfred Friedham?

[ältere Frau] Der wohnt hier schon lange nicht mehr.

Oh, ähm, ist er umgezogen?

[ältere Frau] Er ist letztes Jahr verstorben.

Hallo?

Hallo?

[Piepton]

[Küsse]

Santa Lucia?

[entferntes Gespräch]

[Marie] Papas Kollegin.

[entferntes Gespräch]

[entferntes Gespräch]

[sanfte Musik]

[Tippen]

[Freizeichen]

[Herr Grevenbroich] ...meine Tochter.

[entferntes Gespräch]

[Herr Grevenbroich über das Telefon] Hey, Marie.

Du bist ja gut drauf.

Och, ganz normal, oder? Was gibt es denn?

Ich wollte nur fragen, wo du gerade bist.

[Herr Grevenbroich] Das hört sich ja an wie ein Verhör.

Wieso? Hast du was verbrochen?

Du, ich muss jetzt auch weitermachen. Ich habe jetzt Stunt-Training.

Äh, Brockmeier wird in der nächsten Staffel alle seine Stunts selber machen.

[ahmt Kampfgeräusch nach] Ciao, Schatz.

[legt auf]

Tschüss.

[schließt Schublade]

[Papierrascheln]

[Marie] "Meine Liebste."

[Musik endet]

[Schritte] [Stimmengewirr]

[Kim] Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Das ist deine Premiere. Das ist ein feierlicher Anlass.

Du hättest dich ruhig mal ein bisschen schicker machen können.

[Kim] Meine Bemühungen, der Premiere

fernzubleiben wurden von meiner Mutter zunichte gemacht.

Aber zumindest Franzi hat

in letzter Minute entschieden, nicht zu kommen,

weil Marie bei ihren Ermittlungen Unterstützung braucht.

[flüstert] Kommt noch wer, den du kennst?

[Kim] Ich hoffe nicht.

[lautes Räuspern] [Musik endet]

[Des] Herzlich willkommen zur Weltpremiere von "Troublemaker",

präsentiert von der Film AG.

[Applaus] [Des] Film ab!

[Jubel]

[Applaus] [Gelächter]

[Popmusik]

[Junge] ♪ One, two, three, four ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ This love got me so ♪

♪ Messed up, got me losing my touch ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ There must be a heaven above ♪

♪ 'Cause down here is hell ♪

♪ Call me the troublemaker ♪

♪ God, I hope that it's in my nature ♪

♪ I am so hopelessly in love ♪

♪ I know at times it can be tough ♪ [Tür wird geöffnet]

♪ I am the troublemaker ♪

♪ And still I can't even blame you ♪

[Frau Jülich] Alles ok?

[Kim] Mir ist schlecht.

[Frau Jülich] Das ist Lampenfieber. Das ist ganz normal.

♪ All I'm giving you is a heart attack ♪

[Frau Jülich] Da bist du!

♪ I feel that something has to change ♪

[instrumentales Zwischenspiel]

[Herzklopfen]

♪ One, two, three, four ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ This love got me so ♪

♪ Messed up, got me losing my touch ♪

♪ Woah, oh, oh ♪

♪ There must be a heaven above ♪

♪ 'Cause down here is hell ♪

♪ Oh ooh-oh ooh-oh ooh-oh ♪

♪ Oh ooh-oh ooh-oh ♪

♪ Oh, oh, oh, oh ♪

[Marie] "Ich denke nur an dich.

Wann können wir endlich zusammen sein?

Unsere Familien werden sich nie akzeptieren, aber ich bin machtlos.

Nur du bedeutest mir etwas."

Deshalb will Papa nicht mehr über Mama sprechen.

Weil er sie vergessen hat.

Glaube ich nicht.

[Marie] Warum schenkt er ihr dann Mamas Gitarre?

[Franzi] Guck mal, ich habe hier was.

"Autostop S. Pelle. Kfz- und Reifenservice."

Das war zwei Wochen vor dem Unfall.

[spannungsvolle Musik]

[Marie] Das Logo, das kenne ich.

Das war auf dem Auto, als ich an Mamas Unfallstelle war.

Was? Wessen Auto?

Keine Ahnung.

[Marie] Aber da hat jemand Blumen hingelegt.

Und eine Karte.

Auf der stand: "Für immer."

Ich meine, wer legt nach 12 Jahren Blumen an eine Unfallstelle?

Vielleicht ein fanatischer Fan?

Hier. "Liebe Anne,

seit deinem Auftritt kann ich dich nicht vergessen.

Ich liebe dich."

-Ein Stalker. -Ja.

Die drehen manchmal so ab, dass es richtig gefährlich werden kann.

Du meinst,

Mamas Auto wurde manipuliert?

[Musik endet]

[Kim] Dieses blöde Musikvideo.

Selbst wenn der Kuss im Drehbuch stand,

so was muss man vorher besprechen.

Michis Herz liegt in Scherben.

Er wird mir nie verzeihen.

Von wegen Popkultur.

[Schritte]

[Popmusik]

[Frau Jülich] Diesen billigen Plot haben morgen alle wieder vergessen.

Ich weiß selber gar nicht mehr, was ich gerade gesehen habe.

Eine Katastrophe.

Dir wäre es lieber gewesen, sie hätten den Kuss nicht reingenommen.

Mir wäre es lieber gewesen, der Kuss wäre gar nicht erst passiert.

Es ist alles so schnell gegangen.

Robin hat sich nicht mal richtig dafür entschuldigt.

Hör zu, Kim. Idioten wird es immer geben.

Dagegen können wir nichts tun.

Aber wir haben es in der Hand, wie wir mit diesen Idioten umgehen.

Soll ich ihn verprügeln?

Mama, wir sind doch Pazifisten!

Stimmt.

Aber so eine klitzekleine Abreibung?

[imitiert Schlaggeräusche]

[Kim kichert]

Ich bin froh, dass du da bist.

[Kim seufzt]

Guck mal, das ist doch jetzt so ein

-Beste-Freundinnen-Moment. -[Kim] Oh, nein.

Nein. [beide kichern]

-[Frau Jülich] Doch. -Nein.

[Kim] Ich gebe es nicht gerne zu,

aber meine Mutter hat in einem Punkt recht.

Wir haben selbst in der Hand, wie wir mit den Dingen umgehen.

[Schritte]

Ich hätte es Michi einfach erzählen sollen.

[Tippen]

"Michi, es tut mir so leid. Ich kann alles erklären.

Ich warte Samstag um 15 Uhr im Lomo auf dich.

Deine Kim."

[seufzt]

[Handy vibriert]

[spannungsvolle Musik]

[Tippen]

Hallo Marie?

Was ist der Plan?

Welche Werkstatt?

[Kim] Ich habe mich die letzten Tage in Privatismen verloren.

Aber zum Glück haben meine Kolleginnen

1A-Detektivarbeit geleistet.

Und jetzt ermitteln wir wieder als vollständiges Team.

Was auch besser so ist,

schließlich könnte Maries und Franzis Verdacht auch

uns in Lebensgefahr bringen.

Niemand da.

[Tor quietscht]

Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Wenn hier jemand verschwindet, merkt es keiner.

Deshalb stehst du ja auch Schmiere.

Eins.

Zwei.

Na gut. Drei.

[alle] Power.

[Tor quietscht]

[Tor rattert und fällt zu]

[Musik endet]

[Stille]

[Marie] "Meisterbrief.

Sari Pelle."

[Franzi] Woah. Krass.

[Tür quietscht]

[Franzi] "Anne und die Bananas."

Es ist wirklich ein Stalker.

Das ist ein halbes Museum hier.

[Musik endet]

Das glaube ich nicht.

[sanfte Musik]

Die Werkstattbesitzerin war in Mamas Band.

Sari Pelle.

[Franzi] Was, wenn sie sich rächen wollte,

weil deine Mutter ihre Karriere zerstört hat?

Vielleicht hat sie das Auto manipuliert.

Meine Mutter ist ausgestiegen, als sie mich bekommen hat.

[metallisches Klirren]

[Frau] Ah, Mann!

[Schritte]

[Frau] Das wird hier nichts mehr.

[metallisches Klirren]

[Räder rollen über den Boden]

[Schlüssel wird im Schloss gedreht]

[Schritte] [Tür quietscht]

[schnelles Klopfen]

Marie, Franzi!

[schnelles Klopfen]

Hallo?

[Rumpeln]

Na, sieh mal einer an.

Wer seid ihr denn?

Was macht ihr Kröten hier? [Musik endet]

[schnaubt]

Marie?

Kann das sein?

Woher kennen Sie meinen Namen?

Du siehst deiner Mutter so wahnsinnig ähnlich.

Sie waren an ihrer Unfallstelle.

[Franzi] Warum? Schlechtes Gewissen?

Ja... Ja.

Vor allem kurz vor ihrem Geburtstag.

Die Werkstatt hier, die hat mal meinem Papa gehört.

Er hat auch die Inspektion durchgeführt damals.

Er hat angemerkt, dass die Bremsbeläge durch waren.

Anne hat auch versprochen, dass sie sie richten lassen wollte, aber...

Sie war ja so verplant. [lacht]

Wenn die Bremsbeläge beschädigt sind,

dann verliert man ganz schnell die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Ich hätte ihr das unbedingt noch mal sagen müssen.

[Rumpeln]

[Kim] Hände hoch!

Ich bin bewaffnet.

[lacht]

Gibt's noch mehr von euch? Was seid ihr?

Auch eine Band oder so?

So ähnlich.

Kim, es war wirklich nur ein Unfall.

Was denkt ihr denn?

Na ja, entweder, dass Sie eine crazy Stalkerin sind,

oder dass Sie sich rächen wollten, weil die Band zerbrochen ist.

Die Band ist nicht zerbrochen. Anne hat ein Kind bekommen.

Es war doch klar, dass wir danach weitermachen.

Da, da haben wir doch schon wieder geprobt für die nächste Tournee.

[Sari] Du warst auch immer dabei.

Du warst unsere Junior-Managerin.

Musik war Mamas Leben.

Ja.

Du aber auch.

[Kim] Ich bin froh, dass wir den Fall gemeinsam lösen konnten.

[sanfte Musik]

Rechtzeitig zum Geburtstag von Maries Mutter.

Normalerweise gäbe es also Grund genug zum Feiern.

Wäre da nicht noch eine Sache.

[Herr Grevenbroich] Marie? Kommst du?

Ich habe alles für Mamas Geburtstag vorbereitet.

Happy Birthday, Anne.

Du bist so scheinheilig.

Du denkst doch gar nicht mehr an Mama.

[Herr Grevenbroich] Ich denke jeden Tag an sie.

Für wen war dann der Brief?

[stottert]

Der ist für Santa Lucia.

Das ist eine Schauspielübung.

Ich habe dir doch gesagt, dass ich nicht in die Folge finde.

Du warst an meinen Sachen.

Seit wann vertrauen wir uns nicht mehr?

Seitdem du Santa Lucia Mamas Gitarre gegeben hast.

Ich habe euch gesehen.

Christines Ehemann,

mit dem sie glücklich verheiratet ist,

ist Gitarrenbauer.

Wir haben sie für dich herrichten lassen.

[Florentine] Sorry. Ich bin zu spät.

So. Bitte schön. [leicht außer Atem]

Anne hätte gewollt, dass du sie hast.

[außer Atem]

Ab jetzt keine Geheimnisse mehr, ok?

[Florentine lacht sanft]

[Herr Grevenbroich] Ihr wisst gar nicht,

was Anne und ich mit dieser Gitarre alles erlebt haben.

Die musste sogar auf unserer Hochzeitsreise mit.

[Gitarrenmusik]

[Marie summt]

[Schlürfen]

[Anne] ♪ Was sagst du, wenn ich dir sage ♪

♪ Dass ich dich gefunden habe ♪

♪ Ja, einfach so ♪

♪ Rate mal, wo das war ♪

[Ladenklingel]

[Tür schließt]

♪ Mh, mh, mh, mh ♪

[Cafegäste unterhalten sich leise]

[Reißverschluss] [Tür schließt]

[Kim] Hey.

Hey.

[räuspert sich]

[Kim] Eigentlich

ist die Grammatik der Liebe gar nicht so kompliziert.

♪ Einfach hier ♪

♪ Hier in mir ♪

♪ Hat mich was zu dir geführt ♪

♪ Einfach hier ♪

♪ Hier in mir ♪

♪ Lag der Weg direkt zu dir ♪

♪ Und ich spüre ♪

♪ Dieses Wir ♪

♪ Das wird immer ♪

♪ Bei mir bleiben ♪

♪ Einfach hier ♪

♪ Hier in mir ♪

♪ Jeden Tag ♪

[Kim] Wenn man sich auch ohne Worte versteht.

[Musik endet]

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