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Original subtitles

Ihr habt den Ruf unserer Show gerettet.

[Juror] Ich danke euch.

[Franzi] Eins.

-[Kim] Zwei. -[Marie] Drei.

[alle] Power!

Hatten wir nicht gesagt, Verbrecherjagd

ist Aufgabe der...

[Rauschen] Kommissar Peters, Zugriff!

[Skateboard rollt]

[Aufprall] [stöhnt schmerzerfüllt]

[lacht]

Zusammen sind wir unschlagbar, oder?

Wie heißt du eigentlich?

Kim. Sie heißt Kim.

Jetzt frag ihn nach einem Date.

[stolpernde Schritte]

Jetzt schreib ihm halt.

Aber ich weiß nicht, was.

Gib mal her.

"Freitag, Lomo? Lach-Emoji, Milchshake-Emoji"?

Das ist zu direkt.

[sanfte Musik]

[Marie] Rosenblätter für Romantik.

Lavendel für Anziehungskraft.

Und Zimt...

...für Liebesglück.

Hexenkraut und Knöterich.

Warum steht Michi nicht auf dich?

Muss da so direkt sein?

[Marie] Ja, sonst wirkt der Zauber nicht.

[mysteriöse Musik]

[schnuppert]

[schlürft]

[verschluckt sich]

[Kim hustet] Ihr seid doch vollkommen irre.

Franzi.

[Marie] Musste das sein?

Jetzt erfährt Kim nie, warum Michi ihr erstes Date abgesagt hat.

[Franzi] Hexen? Hallo?

Wer glaubt denn heute noch an so was?

Fünfhunderttausend Follower, zum Beispiel.

Ich meine, WitchTok, Witchfluencher?

Habt ihr davon noch nichts mitbekommen?

Das alte Bild der Hexe ist total überholt.

Die moderne Hexe ist Kosmopolitin und naturverbunden.

Naturverbunden? Du?

Das will ich sehen, wenn wir bei Franzis Oma sind.

Erstens, nenn sie niemals Oma.

Und zweitens,

der Hexenbesen bleibt zu Hause. Wir nehmen den Bus.

[beschwingte Musik]

[Kim] Vielleicht hat Franzi recht.

Eine Detektivin sollte nicht an Magie glauben.

Aber Maries neues Hobby war meine letzte Hoffnung.

Schließlich hat Michi unser Date abgesagt.

Ohne Angabe von Gründen.

Na ja.

Manchmal hilft es, Dinge mit etwas Abstand zu betrachten.

Auch Detektivinnen brauchen mal Urlaub.

[Kim] Franzi?

Ist das wirklich der Weg zu deiner Oma?

[Franzi] Nenn sie nicht Oma.

Aber ja. Wieso?

[Kim] Nur so.

[treibende Musik]

[Äste knacken]

[Kim] Ich bin gar nicht weit weg von zu Hause.

Aber schon jetzt fühlt es sich an, als wären wir in einer anderen Welt.

Einer

ziemlich abgeschiedenen Welt.

[Kim] Wartet!

[liebliche Musik]

[Kim] Ohne Handyempfang?

Was mir total egal sein kann.

Ich warte schließlich nicht auf eine Nachricht

von Michi Millbrandt.

[fröhliche Musik]

[Lotti] Och, Minka.

Guck mal, wer da kommt.

[lacht]

[Franzi] Hallo, Lotti! [Katze miaut]

[Lotti] Franzi!

Wie schön, dass ihr da seid.

[Lotti] Da hab ich dich! [Franzi lacht]

[beide lachen]

Hey, nicht schlecht.

Du bist besser geworden seit dem letzten Mal.

Das habe ich wohl von dir geerbt.

Aber noch nicht gut genug.

[beide lachen]

[Lotti] Hallo, mein Schatz.

[Lotti lacht]

Schön, Sie kennenzulernen, Frau Winkler.

Ach komm. Sag Lotti zu mir. [Pfeifen] Oder Flotti. So haben mich

meine Fans genannt.

[Franzi] Ja, Lotti hat mal in der Fußballnationalmannschaft mitgespielt.

[ominöses Vogelpfeifen]

[Lotti] Und ich bin bis heute aktiv.

Ist das nicht manchmal gruselig hier?

So allein hinterm Wald.

Der Wald heißt nicht umsonst Hexenwald.

[Marie] Echt?

Ja. [mysteriöse Musik]

Hänsel und Gretel soll hier passiert sein.

[ironisch] Haha.

Aber das ist ja nur eine Geschichte.

[Lotti] So, und ihr wolltet hier heute Nacht im Garten zelten, oder?

[Lotti lacht]

[Lotti] Na, komm.

[Franzi lacht]

[Lotti] So.

[Kim] Kim, ernsthaft.

[mysteriöses Atmen]

Das ist ein ganz normaler Wald. [Musik endet]

[Titelmusik]

[Kim] Franzi, also diese Wege hier bei euch, die sind

wirklich eigenwillig.

[Marie] Ja, das stimmt.

[Franzi] Hä, wieso?

[Marie] Geht's hier wirklich ins Dorf? [Musik endet]

Ich kenne mich aus, ok?

[Marie] Klar.

[Marie] Boah, ich glaube, mich hat was gestochen.

[Franzi] Ihr seid solche Stadtkinder. [Vögel schnattern]

Franzi.

[Franzi] Ja?

Was ist das?

[Franzi] Was ist was? [mysteriöses Geräusch]

Sieht aus wie Voodoo-Puppen.

[entferntes, gruseliges Lachen]

Schwarze Magie.

Kommt ihr?

[Kim] Schwarze Magie?

Ist da doch etwas dran an dem Hexenwald?

[Kim] Äh, wartet!

[mysteriöses Geräusch]

[Kim] Immerhin

haben die meisten Legenden einen wahren Kern.

Vielleicht kann ich ja mehr über Billershausen herausfinden.

Vorausgesetzt

ich finde hier irgendwann mal Zugang zum Internet.

[mysteriöse Musik]

[dramatische Musik]

[Kim] Äh, Franzi? Marie?

[Musik endet]

[sanfte Musik]

[Kim] Jetzt wartet doch!

[Franzi] Ja, dann beeil dich!

[Handy piept]

[Kim] Ach, Mensch!

Hat man denn hier nirgends Empfang, Franzi?

[Franzi] Nö. Kein Empfang weit und breit.

Ich komm gleich nach!

[Franzi] Ok, aber verlauf dich nicht.

[Ladenklingel]

[Franzi] Hallo! Ich bin wieder da.

[sanfte Musik]

[Franzi] Keiner zu Hause?

Hallo?

[Franzi] Hallo?

[Junge] Mensch, Francesco!

Hallo! [lacht]

[Klatschen]

[Franzi lacht leise]

Hast du für mich dekoriert?

[Franzi] Oh, tote Blumen. Wie süß.

Ach, meine Mutter will was ausprobieren und...

[Junge] Das war er selber.

Er hat sie ewig im Wald gesucht.

[Mädchen] Er sagt, die Magie zieht Kundschaft an.

Blumenzauber soll ganz toll sein.

Funktioniert aber nicht. [Ladenklingel]

Leider.

Kann es ja auch nicht. Ohne Nelken.

Ich bin Marie.

Holger.

[Frau räuspert sich]

Sind die dann auch von dir?

[Frau] Nein, das war die Hexe.

Seitdem die da ist, passieren

in unserem Wald merkwürdige Dinge.

Meine Munzi ist seit Tagen

spurlos verschwunden.

Passt auf, dass ihr zwei nicht auch noch verschwindet.

[Holger] Hexen gibt es nur in Märchen.

Seit diese Frau da ist, verschwinden unsere Katzen.

Und als Nächstes verschwinden dann die Kinder.

Lest die Zeichen!

Die Frau ist eine Hexe.

[Ladenklingel]

[Holger] Das alte Bild von Hexen ist doch total überholt.

Nur weil eine fremde Frau in die alte Waldhütte gezogen ist.

Du meinst die alte Hütte am See?

[Holger] Ja, wo wir damals die Mutprobe gemacht haben.

Und du dir fast in die Hose gemacht hast vor Angst.

Was?

[mysteriöse Musik]

[Kim] Billershausen scheint seine besten Tage hinter sich zu haben.

Fast...

[Tropfen] ...als wäre die Zeit irgendwann stehen geblieben.

Offensichtlich war das früher mal anders.

Aber wenigstens gibt es im Wirtshaus Internet.

[Benachrichtigungston]

[tippt energisch auf Tasten]

Wenn auch nur sporadisch.

[Benachrichtigungston]

Es ist wirklich was passiert.

"Unglück im Hexenwald.

Zwei Kinder im See ertrunken."

"Der Tod der Kinder wurde der Legende um Hänsel und Gretel zugeschrieben.

Seitdem wird das Dorf von Besuchern gemieden."

[Rotzen] [Spucken]

Wenn jemand mehr über all das weiß,

dann die Einheimischen.

Ich muss eine lockere Gesprächsbasis finden.

[Klappern]

Guten Appetit.

Und?

Wie läuft's so?

[Kim] Wow, Kim.

War schon mal besser.

Du bist seit Langem wieder der erste Gast.

Hier steht, dass vor 50 Jahren zwei Kinder ertrunken sind.

"Franz und Frida Meindl tot aufgefunden.

Die Kinder standen zum Zeitpunkt des Unfalls

unter der Obhut ihrer großen Schwester.

Brigitte Meindl, 10, steht unter Schock."

[Wirt] Pia.

Lass meine Tochter damit in Ruhe.

Das ist der Fluch der Hexe.

Du solltest dich von ihr fernhalten.

[Kim] Sie meinen, das mit der Hexe ist wahr?

Ja... vielleicht.

[Kim] Vielleicht wird es dieses Wochenende doch nicht so ruhig.

[Tür quietscht]

Vielleicht wird es gefährlich werden.

Vielleicht sogar...

[beißt ab]

...lebensbedrohlich. [spuckt]

Jetzt brauchst du auch nicht mehr nachzukommen.

Und essen würde ich hier lieber nichts.

Oh, yes! Sie ist nocht da.

[Klackern] [Maschine läuft an]

[Schlagermusik]

[Schlagersänger] ♪ Und das große Glück dazu ♪

Ich bin zurück, meine Schönheit.

♪ Siebenmal den Himmel seh'n ♪

[Kugel prallt auf]

♪ Doch warum musst... ♪

Wie lange kennst du Holger eigentlich schon?

Keine Ahnung.

[Pins fallen]

Und wofür interessiert er sich so? [Pins fallen] Außer für Magie?

[Musik endet] [Maschine fährt abrupt runter]

-Keine Ahnung. -[Marie] Und

weißt du, ob er eine Freundin hat?

Keine Ahnung.

Du weißt ja echt gar nichts.

[Rütteln] Frag doch deine Woodstock-Community. [Geld klimpert]

[stöhnt] [Geld klappert]

Das Ding klemmt. [Schläge]

[Wirt] Hey! Hau da nicht so drauf, ja?

Ich habe gerade mein Vermögen verloren!

Ja, einen Euro.

[Wirt] Na und? Das Leben ist unfair.

Und jetzt raus hier. Abflug!

[sanfte Musik]

[Rufen eines Uhus]

[Kim] Die Legende von Hänsel und Gretel.

Ertrunkene Kinder und verschwundene Katzen.

Billershausen scheint tatsächlich gefährlicher zu sein als erwartet.

Was, wenn es wirklich einen Fluch gibt?

[tippt]

Marie und Franzi stehen dem Ganzen skeptisch gegenüber.

Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sich hier ein Fall anbahnt.

[Wolfsgeheul] [Kinderlachen]

Ok, ein paar Püppchen in Bäumen

und eine Frau, die alleine am See wohnt,

sind noch lange kein Beweis für einen Fluch.

Ich meine, vielleicht

werde ich ja auch eines Tages als einsame Frau im Wald enden.

[ominöse Musik] [Kim seufzt]

Mit nichts als der traurigen Erinnerung

an meine erste unerfüllte Liebe.

Michi Millbrandt.

[Marie] Da kann man doch nachhelfen.

[Kim] Hallo? Das ist geheim?

[Marie] Du hast so laut getippt, da konnte ich nicht schlafen.

[Franzi schnarcht]

[Kim seufzt] [Rufen eines Uhus]

[Kim] "Praktische Zauber für den Alltag"?

[Marie] Das ist ein Standardwerk.

Hier. Liebeszauber. [sanfte Musik]

Beim ersten Hahnenschrei geht's los.

[Hahn kräht]

[Marie] Schritt eins.

Gehe in einen Wald und sammle dort

unterschiedlich schöne Blüten.

Sie sollten möglichst frisch sein. [Blüte raschelt]

Stecke die Blüten in das Jutesäckchen.

[Marie] Schritt zwei.

Schreibe den Namen deines geliebten Menschen auf einen Zettel.

Umrande ihn mit einem Herz.

[Marie] Schritt drei.

Verbrenne den Zettel und fülle die Asche zu den Blüten in das Jutesäckchen.

Schritt vier. Jetzt musst du nur noch einen passenden Baum finden.

Passend für was?

[Marie] Nein, den Punkt können wir nicht auslassen.

Wir müssen uns genau an den Zauberspruch halten.

Aber... ich habe Höhenangst.

[Marie] Aber da oben wirken die kosmischen Kräfte stärker.

[Kim] Marie, hier oben wirkt vor allem die Schwerkraft. [Musik endet]

Warum bist du eigentlich nicht hier oben?

[Marie] Ich bin die Zeremonienmeisterin.

So, und jetzt verstreu Michis Asche.

Ist das nicht ein bisschen makaber?

[Marie] Das ist doch nur ein Zettel.

[sanfte Musik]

[zauberhaftes Klimpern]

[Rascheln]

[bedrohliches Dröhnen]

[mysteriöses Geräusch]

Was ist?

[Kim] Da hinten.

Die Hexe!

[Marie] Was? Wo?

Kim, da ist niemand.

Lass uns zurückgehen.

Franzi wacht sicher bald auf.

[bedrohliches Dröhnen]

[Franzi erschrickt] [Kinderlachen]

[Reißverschluss wird geöffnet]

Franzi. Steh auf, schnell. [Musik endet]

Minka ist über Nacht nicht nach Hause gekommen.

Was?

[Lotti] Ich mache mir Sorgen.

Komm, wir müssen sie suchen.

[sanfte Musik]

[Lotti] Minka!

[keucht] Minka.

Ich glaube, wir teilen uns auf.

[keucht] Na, du da lang.

Ich da lang, ja? Ok.

-[Franzi] Wir finden sie. -[Lotti] Wir finden sie. [keucht]

Minka!

[Lotti] Minka!

Sind wir hier nicht schon mal vorbeigekommen?

Ich habe das Gefühl, wir gehen im Kreis.

[Kim] Ich glaube, wir haben uns verlaufen.

[Handy piept]

[Kim] Guck mal, Marie. Die hängen überall.

[Kinderlachen]

[Kim] Marie?

Marie?

[verzweifelt] Marie?

[Franzi] Minka!

Minka?

[Marie] Kim!

Kim!

Kim?

[Lotti aus der Ferne] Hilfe!

[Franzi] Minka?

[Ast knackt]

Minka?

[erschrickt]

[seufzt]

Pia! Du hast mich voll erschreckt!

Oh, Entschuldigung. [Musik endet]

Schon ok. Hast du eine Katze gesehen?

Klein, grau, fluffy.

Schnurrhaare?

[Pia] Mh-mh, aber

warst du schon beim Hexenhaus?

Nö, wieso?

Hexen lieben doch Katzen.

Hm.

[ominöse Musik]

[Pia] Viel Erfolg beim Suchen.

[Schritte]

[spannungsvolle Musik]

[bedrohliche Musik]

[Dose klappert]

[Franzi] Katzenfutter.

[Katzen miauen]

[Katzen miauen aufgeregt] Minka! Wer hat euch denn hier eingesperrt?

[Katzen miauen jammernd]

[Frau] Was willst du hier?

[bedrohliches Geräusch]

[Franzi] Die Hexe.

[Frau] Was machst du mit der Katze?

Das ist Tierquälerei.

Hau ab. Ich will keine Kinder auf meinem Grundstück.

Geh. Geh!

Lass dich hier nie wieder blicken!

Der Wald steckt voller Gefahren!

[hektische Schritte]

[Franzi] Genau, Marie.

Voll überholt das alte Bild der Hexe.

Trendy, jung und kosmopolit.

[Lotti] Aua. Aua, ah. [stöhnt]

[Franzi keucht]

[Lotti] Minka war heute Morgen weg.

Franzi und ich haben uns aufgeteilt, um sie zu suchen.

Aber dann bin ich gestürzt.

[Lotti stöhnt] [Franzi] Marie! Lotti!

Franzi, gut, dass du da bist. [Musik endet]

Was ist passiert?

[Marie] Deine Oma hat sich verletzt.

Nenn mich nicht Oma.

[Franzi] Ich habe Minka gefunden.

[Lotti] Och, Minka.

Das habe ich alles dir zu verdanken, du kleine Kratzbürste.

[Marie] Das glaube ich nicht.

Oder kann Minka Drahtseile spannen?

[dramatischer Soundeffekt]

[Franzi] Das ist ja lebensgefährlich. [Lotti stöhnt schmerzerfüllt]

Wir bringen dich erst mal ins Dorf.

Und du findest den Weg.

[Minka miaut] [Franzi] Aber beeil dich, Minka.

Wo ist eigentlich Kim?

[Marie] Das wüsste ich auch gerne mal. [Lotti stöhnt]

[Kim] Marie! Hallo?

Marie?

Marie?

Hallo?

[Kim] Der See, in dem die Kinder ertrunken sind.

Ok.

Zeit, herauszufinden, ob es hier wirklich eine Hexe gibt.

Wenn ja, dann müsste ich doch Hinweise finden.

[sanfte Musik] [Frau murmelt etwas]

[Frau] Hach.

[Kim] Das ist die Frau, die ich vorhin gesehen habe.

Also habe ich mich doch nicht getäuscht.

[dramatischer Soundeffekt]

[Frau murmelt etwas]

[Kim] Ist das etwa ein Zauberspruch?

[Frau murmelt weiter]

Kim.

Das ist nur eine Frau, die mit einem See redet.

[Frau murmelt und summt]

Eine...

...Kinderhaarspange?

Was macht die hier?

[Frau murmelt]

Hatte der Wirt etwa doch recht mit dem Fluch?

Wo sind eigentlich Marie und Franzi, wenn man sie braucht?

Schnell weg!

[spannungsvolle Musik endet]

[Reifen knirschen]

[sanfte Musik]

Danke, dass deine Mutter Oma Lotti ins Krankenhaus fährt.

Das ist doch selbstverständlich. [Musik endet]

Ich verstehe das nicht.

Wer spannt denn ein Drahtseil mitten im Wald?

Das war die Hexe.

Die Katzen hat sie ja auch geklaut.

[Mann] Genau.

Woher wollen Sie das wissen?

Wer soll das denn sonst gewesen sein?

[Frau] Die Frau bringt Unheil über uns.

Lest die Zeichen!

[Franzi] Na ja.

Erst sperrt sie die Katzen in den Schuppen,

und dann spannt sie einen Draht, damit ihr keiner zu nah kommt.

Das ist doch logisch.

Es ist so typisch für primitive Gesellschaften,

starke Frauen mit einem außergewöhnlichen Lebensstil zu verurteilen.

Wen nennst du hier primitiv?

Im Zweifel für die Angeklagte!

[Holger] Genau.

Was mischst du dich jetzt da ein?

Ich...

Ich will einfach nur keine Hexenjagd.

[Räuspern]

Wann hattet ihr eigentlich vor, nach mir zu suchen?

Ja, jetzt.

[sanfte Musik]

[Kim] Die Beweislage ist aktuell ziemlich dünn.

Ich meine, eine Haarspange,

eine Dose Katzenfutter und ein Drahtseil.

Das passt doch nicht zusammen.

[Franzi] Ich habe die Katzen bei ihr gefunden.

Und Lotti ist im Krankenhaus.

Spricht doch alles gegen die Hexe.

Und was, wenn ihr das jemand in die Schuhe schieben will?

[Franzi] Ja, wer denn?

Der, der sie beschuldigt.

[Franzi] Warum sollte der Wirt das tun?

Das finden wir jetzt raus.

[Tüten knistern]

Wir sind auf dem Land. Hier schließt niemand seine Türen ab.

[Schritte]

[Tür quietscht]

[Tür schließt]

[Franzi] Ich checke hinten was.

-[Marie] Ok. Und wir? -[Kim] ...teilen uns hier auf.

[Klappe knarzt]

[Franzi] Und wir beide haben noch eine Rechnung offen.

[Klicken]

[Schubladen klappern]

[Schublade wird geräuschvoll geöffnet]

[lebhafte Musik]

[Marie] Unbezahlte Rechnungen.

Zweite Mahnung, dritte Mahnung.

[Schublade klappert]

[Kim] Katzenfutter.

Dann war er es wirklich.

Aber wo ist das Motiv?

[spannungsvolle Musik]

Äh...

[Marie] Boah, ekelhaft.

Warum hängt man sich so was auf?

Entweder, man hat einen richtig schlechten Geschmack,

Oder...

[Klappe quietscht]

...man hat was zu verbergen.

[legt Bücher ab]

[Klappern] [Schläge]

[Marie] Das ist doch der See.

Der See im Wald.

Ist das das Grundstück von der Hexe?

[Kim] Tinyhausen.

Das sind Pläne für eine Feriensiedlung.

Er hat sogar Investoren gefunden.

Der Wirt will die Hexe vertreiben.

[Münze klappert]

[Schlagermusik] [Maschine läuft an]

[Schlagersänger] ♪ Siebenmal den Himmel sehen ♪

♪ Doch warum musst du heut' schon gehen? ♪

♪ Schau, die Tränen im Gesicht... ♪ [Rütteln]

[Schläge]

♪ ...Südwind... ♪

[Musik endet]

[Kim] Schnell.

[Tür wird geöffnet]

[Schlagermusik]

[Kim] Franzi.

♪ Ciao, ciao, amore, ciao ♪

[Schritte]

[Tür wird geöffnet]

[entfernte Schlagermusik]

[Wirt] Was soll denn das jetzt?

[Rumpeln]

[dramatisches Geräusch] [entfernte Schlagermusik]

[Schritte] [Wirt] Das gibt's doch nicht.

[Wirt flüstert unverständlich]

♪ Santa ♪

♪ Lucia ♪ [Rütteln] [Musik endet abrupt]

[Wirt seufzt]

[Rumpeln] [spannungsvolle Musik]

[Schritte] [Boden knarzt]

[Rumpeln]

[Junge] Hallo?

[Wirt] Was war denn das jetzt, ey?

[hektisches Klopfen]

[Junge] Hallo?

[hektisches Klopfen] [schnelle Schritte]

[Wirt stöhnt] [Junge] Hallo? Ist jemand zu Hause?

[Wirt] Der Bengel da.

[Tür wird geöffnet]

-[Wirt] Was ist? -[Junge] Ich finde Paul und Meike nicht.

Haben Sie sie gesehen?

[Wirt] Na, hier sind sie sicher nicht.

-[Junge] Ist Pia mit den beiden unterwegs? -[Wirt] Ne, ganz sicher nicht!

Ich melde mich, wenn ich sie sehe.

Vielleicht hat die Hexe sie ja.

[Tür knallt]

Danke für Ihre Hilfe!

[Franzi] Warte, Holger!

Was ist passiert?

Paul und Meike sind weg.

Ich konnte sie im ganzen Dorf nirgends finden.

[Kim] Wir helfen dir suchen.

[Marie] Am besten, wir teilen uns auf.

Ich gehe mit Holger.

Klar, der Hexenclub.

Ihr sucht die Felder ab. Und wir gehen zum Hexenhaus.

[Kim] Wirklich?

[Franzi] Eins.

-[Marie] Zwei. -[Kim] Na gut.

Drei.

[alle drei] Power!

[Holger] Ist das ein Zauberspruch?

Irgendwie schon.

[spannungsvolle Musik] [Rufen eines Uhus]

[Franzi] Jede Minute zählt. Die blöde Hexe hat die Katzen eingesperrt

und das Drahtseil gespannt.

Wer weiß, wozu sie fähig ist.

[Kim] Ja, aber der Wirt will ihr Grundstück.

Wir haben Pläne für eine Feriensiedlung am See bei ihm gefunden.

Was, wenn er Paul und Meike entführt hat,

um es der Frau in die Schuhe zu schieben?

Franzi!

[Franzi] Kim.

Du hast eine Kinderhaarspange bei ihr gefunden.

[spannungsvolle Musik endet]

[Frau murmelt]

[Wasser plätschert]

[Frau murmelt] [Kim] Ist das ein okkulter Ritus?

Ich glaube, sie badet nur.

[Wasser plätschert]

[Frau] Ist das schön.

[Kim] Franzi, was machst du?

[Franzi] Jetzt oder nie!

[Holz knarzt]

[Tür quietscht]

[Franzi] Die Puppen sind von der Hexe.

[Kim] Es gibt doch eine Verbindung.

Wo sind Paul und Meike?

[spannungsvolle Musik]

[Kim] Franzi?

Was, wenn...

[Franzi] Du meinst...

[Holz knarzt]

[Tür quietscht]

[beide schreien]

[Musik endet]

[Schritte] [Tür wird geöffnet]

[Frau] Ich habe es euch gesagt!

Erst stiehlt sie die Katzen, dann unsere Kinder.

[zustimmendes Stimmengewirr]

[Wirt] Hey, hey, Leute. Wartet mal. Hey.

Seid mal ruhig. Ich möchte was sagen.

Wollen wir wirklich weiter tatenlos

zusehen, wie die Hexe unser Dorf ins Unglück stürzt?

[erbostes Stimmengewirr]

Wir müssen was unternehmen!

Zum Beispiel die Polizei holen.

[Gast] Ja, Polizei.

[Mann lacht] [Wirt] Sag mal, du solltest längst im Bett sein.

Du hast vielleicht Ideen. Polizei.

[lacht spöttisch] Bis die aus der Stadt da sind, ist es doch eh viel zu spät.

[Gast] Ganz genau!

[Wirt] Sie hat die Katzen geklaut. Und jetzt hat sie Paul und Meike.

Wir werden die beiden retten.

Und die Hexe ein für alle mal vertreiben.

[Donner]

[Holger] Wenn sie hier nicht sind, dann weiß ich auch nicht mehr.

[Marie] Alles wird gut.

Ganz bestimmt.

[Holz knarzt]

Du musst keine Angst haben.

Ich habe keine Angst.

Warum hältst du dann meine Hand?

[Holger] Das mache ich immer so, wenn ich nervös bin.

Also, nicht bei jedem Mädchen.

Also eigentlich noch bei gar keinem.

Egal.

[Rumpeln]

[Marie] Was war das?

[leises Rumpeln]

Ich glaube, das ist keine gute Idee.

[Holger] Ich weiß nicht, was Franzi erzählt hat.

Aber ich traue mich alles.

Hast du jetzt Angst?

Ein bisschen.

[Ast knackt]

[dramatische Musik] [wetzt Klingen]

Dass du dich noch mal her traust.

Du hast Verstärkung mitgebracht, hm?

[Kim] Jetzt sind wir dran.

[spannungsvolle Musik]

[Franzi] Da passen wir doch gar nicht rein.

[Kim] Doch, in Scheiben.

Das ist die Salamitaktik.

[Klappe quietscht] [Ofen zischt]

Wo sind die Kinder?

[Klappern]

[Kuchen zischt leise]

Meinst du...

Paul und Meike?

[Frau] Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt.

Keine Kinder auf meinem Grundstück, sonst...

[Kim] Sonst was?

[dramatisches Geräusch]

Ich will, dass die Kinder sich vom See fernhalten.

Deswegen habe ich das Grundstück vor ein paar Jahren gekauft.

Nie darf sich so was wiederholen.

[Donner]

[Kim] Die große Schwester.

Das sind Sie.

Ja. [Tür wird geöffnet]

[Pia] Die Leute aus dem Dorf. [Tür schließt]

Sie kommen. Sie wollen die Hexe holen.

Schnell. Sie müssen hier weg.

[keucht]

[Donner]

Ich glaube, du hast was verloren.

Als du die Katzen gefüttert hast.

Stimmt's, Pia?

[keucht]

[Wirt] Gruppe eins durchsucht den Wald nach den Kindern.

[Stimmengewirr]

Gruppe zwei nimmt sich den See vor.

Und ich, ich gehe zum Hexenhaus

und vertreibe die Hexe endgültig.

Gemeinsam schaffen wir das.

Jetzt hört doch mal auf damit!

[Wirt] Was?

[Gast] Die Hexe!

[aufgeregtes Getuschel]

Pia, warum bringst du die Hexe her?

[Pia keucht]

Ich habe die Katzen entführt.

Was?

Ich habe die Katzen entführt.

[Wirt] Was? Warum?

Weil du immer so traurig bist, Papa.

Ich... Ich dachte, dir geht es

besser, wenn du die Häuser bauen kannst.

Damit wieder Leute kommen und alles so ist wie früher.

Aber... Aber ich wollte all das nicht.

[Wirt] Aber Pia.

[Frau] Die Hexe.

Die Hexe hat Pia verhext.

Ich bin Brigitte Meindl.

Ihr alle wisst vom Unfall meiner Geschwister.

Sie haben am See Verstecken gespielt.

Ich sollte auf sie aufpassen.

Und dann habe ich sie einfach nicht mehr gefunden.

Lange habe ich versucht, sie nicht zu vermissen.

Aber das habe ich nicht geschafft.

Nur hier am See

fühle ich mich meinen Geschwistern nahe.

Es tut mir leid, dass ich so gegen Sie gehetzt habe.

Ich habe nur noch an das Grundstück gedacht und

nicht daran, was ich

mit alldem anrichte.

Es gibt keine Hexe.

Und es gab auch nie eine.

Das hat mir nur gut in den Kram gepasst,

dass ihr sie alle für eine gehalten habt.

[Tür wird geöffnet]

Was ist mit Meike und Paul?

[Meike] Wir sind hier.

[Stimmengewirr]

[Holger] Sie waren in der alten Scheune.

[Frau] Aha.

Weil die Hexe sie eingesperrt hat.

[Marie] Nein!

Weil Sie ihnen so viel Angst

gemacht haben, dass sie eine Falle gebaut haben.

[Paul] Aber wir wollten nicht, dass Oma Lotti was passiert.

Ihr wart das mit dem Drahtseil?

Habt ihr euch deshalb versteckt?

[Frau] Was ist mit den Püppchen im Wald? Ihr müsst

die Zeichen lesen!

[Brigitte] Das sind Sorgenpüppchen.

Man filzt seine Gefühle ein, um sie loszulassen.

Außerdem hat es die Kinder abgeschreckt.

[Frau] Pah.

Sie können die anderen täuschen,

aber mich nicht!

[Kim] Es gibt Leute, die werden sich nie ändern.

[Tür schließt]

Aber manchmal...

[Wirt] Frau Meindl. Es tut mir leid.

Ich hoffe, Sie nehmen meine Entschuldigung an.

Aber ich verkaufe trotzdem nicht.

[Kim] ...hilft schon ein erster Schritt.

[sanfte Klaviermusik]

WILLKOMMEN ZU HAUSE

[Holger] Hi.

-Hallo. -Ich habe hier was von Paul und Meike.

Als kleine Entschuldigung. Also es tut ihnen wirklich sehr, sehr leid.

-Oh, wie schön. -[Holger] Das ist blöd gelaufen.

[Lotti] Och, danke schön.

-[Holger] Hier, auch noch die Blumen. -[Lotti] Och, auch noch?

[Franzi] Ich nehme die mal.

[Lotti] Ach, wie schön. Danke schön.

[Holger] Kein Problem.

Hi.

Ähm... [Geschirr klappert]

Vergissmeinnicht.

Zur Erinnerung an gute Zeiten.

Das sind Kornblumen.

Ja...

[Kuss]

Vielleicht sieht man sich ja mal wieder.

Ich bin übrigens als SleepyHollow auf WitchTok.

[Kim] Unser erstes gemeinsames Wochenende war ein voller Erfolg.

Wie durch Magie hat sich alles zum Guten gewendet.

Und sogar Maries Liebeszauber hat gewirkt.

Na gut.

Vielleicht hat sie Michi auch einfach gesagt, wo wir sind.

Du bist mir echt nachgereist.

Ja, du hast dich das ganze Wochenende lang nicht gemeldet.

Weil du mich versetzt hast.

Ah.

Ja, ich...

Ich bin bei dir immer so nervös, irgendwie. [lacht verlegen]

Und Frank sagt,

dass ich immer so ein

blödes Gesicht mache, wenn ich aufgeregt bin.

Mach mal.

Was?

Mach mal.

[lacht verlegen] Wie?

[beide kichern]

Zauberhaft.

[Kim] Wenn mich der Fall eines gelehrt hat, dann,

dass man hinter die Fassade der Leute schauen muss.

Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. [Musik endet]

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