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Original subtitles

Das ist kein Spiel. Die nächste Kugel ist für euch.

Ganz ruhig.

Wir sind hier um sie zu retten, sonst nichts.

Sie hat zu viel Blut verloren. Sie muss ins Krankenhaus.

- Ich meine es ernst. - Wenn sie stirbt,

bereust du das dein Leben lang.

Lass uns sie mitnehmen.

- Bitte. - Ramón.

Nicht näher ran, Papa.

Ihr wollt doch nicht im Knast verrotten.

Du weißt nicht, wie es da drinnen ist.

Halt mir keinen Vortrag, Fettsack.

- Da draußen sind viele Leute. - Halt's Maul, Mann!

Meine Schwester und mein Vater sind da drinnen. Was passiert jetzt?

Positionen einnehmen!

Wir verlieren sie, Herzstillstand droht. Wir müssen was tun!

Siehst du?

- Bitte. - Das ist alles meine Schuld!

- Der Juwelierladen gehört meinem Vater! - Was machst du?

Was machst du, Idiot?

Komm. Hilf mir mit deiner Kollegin.

Er hilft mir bloß, okay?

Komm.

- Hier festhalten. Nicht loslassen. - Gut so?

Ja.

Nein, nein, nein.

Dein Vater ist da draußen.

Ernsthaft?

Du bist...

das Wichtigste für ihn.

Schwachsinn. Du kennst ihn nicht.

Er ist ein Arschloch.

Verarsch mich nicht.

Verdammt, was machst du?

- Lass sie los! - Nicht!

Feuer!

Waffe runter!

Los! Waffe runter!

Doc?

- Alles gut? - Ja. Und Papa?

- Wo ist er? - Da drüben.

Ramón? Papa, geht's dir gut?

Was ist passiert?

- Geh deiner Schwester helfen. - Sicher?

- Ja. - Okay.

Ein Durschschuss. Das wird wieder.

Atmen.

Los.

Hey, wo wollt ihr hin?

- Die Blonde nehmen wir. - Nein, wir waren zuerst da.

Marigaby, lass sie.

- Wir sind keine Geier. - Echt jetzt, Ramón?

Sehr gut, Leute. Alles sauber?

- Sauber, Señor. - Gute Arbeit, ihr Penner.

Arschlöcher.

- Alles okay? - Ja.

- Und ziehen. Los. - Ist gut.

Die Haken gehen kaputt. Hab ich schon mal gesagt.

Sie atmet nicht.

Blutdruck: 90-30. Wir verlieren sie.

- Trendelenburg-Lagerung. - Macht man nicht mehr.

Ich sagte, Trendelenburg-Lagerung. Los!

Gib Gas, Mann.

Ja, Doc.

Ich fahre so schnell ich kann.

Fuck, fuck, fuck!

Sie hat's geschafft.

- Die Polizistin? - Ja.

- Krass. - Glückwunsch, Doc.

MIDNIGHT FAMILY

IN ANLEHNUNG AN DEN DOKUMENTARFILM "MIDNIGHT FAMILY"

Ist ja krass.

Jubeln die dir zu?

Ja. Sie haben mir den Auftritt gewidmet.

Das Gute an der Sache ist zu merken, dass ich nicht allein bin.

Das sieht man.

Weißt du was? Du kannst dich glücklich schätzen.

Deine Freundin liebt dich sehr.

Das stimmt.

Und deine Schauspiel-Kollegen wirken nett.

Bei dem Erdbeben hast du eine neue Freundin gefunden.

Danke.

- Wofür? - Für alles.

Meine Schauspielerin.

Und du?

Was ist mit mir?

Na ja, erzähl mir was von dir.

Nichts Medizinisches. Lenk mich ab.

Na gut, also...

Was willst du wissen?

Was macht dein Liebesleben?

Also...

Da ist dieser Arzt im Zentralkrankenhaus.

Nicht Bernie.

Ich kenne ihn, weil wir mit der Ambulanz oft dort sind.

Anfangs trafen wir uns heimlich.

Aber jetzt verstecken wir uns immer nur...

Es führt nirgends hin. Ich weiß nicht.

Und was willst du von ihm?

Was ich will?

Eigentlich frage ich mich das nie.

Ich habe nie Zeit und...

...es macht auch Angst, oder? Zu wissen, was man will.

- Hat sie's dir gezeigt? - Ja!

Toll, oder?

Bin schon gespannt auf den Film. Sieht cool aus.

- Danke. - Bitte lass zu, Schatz.

- Hast du Schmerzen? - Nein.

Spiel's nicht runter.

Sie kriegt seit kurzem Kopfschmerzen von Licht, Lärm...

Von allem.

Wir sollten es der Ärztin sagen, aber sie ist stur.

Das ist sicher nichts Ernstes.

Kommt von den vielen Medikamenten. Ein paar Aspirin helfen.

Was sagst du, Doc? Muss ich wieder ins Krankenhaus?

Sag so was nicht.

Ein Gebäude ist über dir eingestürzt.

Aber weißt du, was die beste Medizin ist?

- Das. - Liebe.

- Ich bin deine beste Medizin. - Wie kitschig.

STRUKTURPRÜFUNG

- Treffen wir uns im Büro? - Ja.

Bin gleich da.

Ich habe mein Handy im Auto vergessen.

Marigaby.

Jetzt sei nicht so. Lass uns reden.

Damit du mir wieder deinen Großmut vorhältst?

Ich war ein Arsch. Ich weiß.

Mach du es besser. Du bist klüger als ich.

Ich hab dich ständig angerufen. Lass uns bitte reden.

Hey, da läuft was, hundertpro.

- Er sieht ja auch gut aus, oder? - Voll.

Immerhin hat sie guten Geschmack.

Exzellenten Geschmack.

Warum redest du nicht mit ihnen?

Vielleicht springt ein Date raus.

Im Ernst.

Sollen wir es offiziell machen?

Okay.

Die können machen was sie wollen. Ist mir egal.

Tu doch nicht so. Du magst sie.

Kämpfe um sie.

Was, wenn sie streiten?

Du weißt schon.

Ich hab Vorlesung. Wir reden später.

Okay. Wir reden später.

Spar's dir.

Ich wusste nicht, dass Julito so schlecht sieht.

Er hat sich nie beschwert.

Ich bin ein mieser Vater.

Ach, Blödsinn.

Er braucht uns jetzt, und seine Geschwister.

Aber leider...

Ich verstehe, dass sie wütend auf mich sind.

Lass uns jetzt über Julito reden.

Wir sind uns doch einig. Wenn wir arbeiten,

- bleibt er bei dir und... - Ja.

- Dann sehen wir weiter, oder? - Ja.

Ich versuche auch, netter zu sein zu...

Gefiel er dir echt, weil er dünn ist?

Ach, Ramón. Fängst du wieder an?

Hör endlich auf damit.

Ich weiß, dass ich mich verändert habe.

Weißt du, woran ich es merke?

Neulich hat mich so 'ne Göre "Fettsack" genannt.

Nein. Echt?

Das fühlte sich mies an.

Vor allem, als ich in den Spiegel schaute. Und ja, es stimmt.

Ich bin ein Fettsack.

Aber charmant bist du immer noch.

Was?

Wohin gehst du? Ich muss ins Restaurant.

Ich weiß. Ich hab auch zu tun in der Wohnung.

Also?

Schau.

Auf der Bank haben wir immer geknutscht, weißt du noch?

Nein.

- Das ist unser Lied. - Nein, nein, nein.

Ich wusste es. Als du sagtest, wir treffen uns hier,

hieß es, neutraler Boden. Das ist nicht neutral.

- Tanzen wir? - Nein, Ramón. Wirklich nicht.

Das ist echt nicht okay.

- Ist doch nicht so schlimm. - Genau.

- Tut mir leid. - Das eine Mal, dass du Mariachi holtest,

war bei deinem Antrag.

Schau, was alles passieren musste, damit du es noch mal machst.

- Verzeih mir. - Ramón.

- Verzeih mir. - Ich mein's ernst.

DER AXOLOTL

Was macht ein Zuhause aus?

Sicher nicht, wo wir wohnen, oder was wir an die Wand hängen.

Vielleicht ist es, womit wir unser Leben füllen.

Keine Ahnung. Klingt total kitschig.

Ich glaube, ich verliebe mich. Fuck.

Ich hab starken Kaffee.

- Spielst du Gitarre? - Himmel, nein.

- Die gehört meiner Mutter. - Nein!

Ich schwör's dir.

- Dr. Gómez spielt Gitarre? - Ja. Ich schwör's.

Wow.

Als Kind sang sie mir Lieder von Cecilia Toussaint vor.

- Sagt dir was, oder? - Äh, nein.

Die mexikanische Patti Smith.

Was? Smith?

Patti Smith kennst du auch nicht?

- Nein. - Oh Mann.

Das ist Cecilia Toussaint.

- Darf ich vorstellen? Das ist von ihr: - Ja, bitte.

Die Gitarre ist etwas verstimmt. Es geht so:

Autobahn

Moment.

Ich fahr schon länger auf der Autobahn...

- Lass es lieber. - Die Gitarre ist verstimmt.

Verstehe. Ist voll okay.

- Pizza ist da! Kommt! - Bin gleich zurück.

Ich warte hier.

Eine Sekunde.

- Hey! Das ist meine. - Was kriegst du?

Ich will die Hawaii!

Hast du die Salsa?

Sie ist etwas verbrannt, aber essb...

Das Restaurant wächst zum Glück. Langsam, aber stetig.

Wen wundert's? Du bist eine tolle Köchin.

Ach ja.

Hier.

Ist nicht viel, aber vielleicht nützlich.

Ich geb's dir nicht, weil ich Schuldgefühle habe.

Sondern weil ich möchte, weil ich kann

und weil ich jetzt was Eigenes habe.

Mama?

Als du gegangen bist,

war Padrinos Cousine der Grund?

Glaubst du wirklich, ich ging, weil dein Vater gern schäkerte?

Es tat weh, als es passierte.

Aber...

Ich hatte meine eigenen, persönlichen Gründe.

Welche?

Nun,

ich machte mir immer Sorgen, um alles.

Um euch und...

Nach und nach verlor ich mich selbst.

Mama, Mama!

Marcus hat heute frei, er geht auf 'ne Party.

Darf ich mitfahren und Papa helfen?

- Nein. - Bitte!

Marigaby.

Heute sind wir zu zweit.

Unser Gebäude wurde geprüft. Wir können zurück in die Wohnung. Alle.

Bitte, Mama. Morgen ist Samstag, da arbeitet Marcus auch nicht.

Er probt für das Event. Nicht dein Ernst.

Er hat nicht gefragt, nur Bescheid gesagt. Das machen die Kids heute so.

Was für ein Event?

Marcus und Cris nehmen an einem Hip-Hop-Battle teil.

- Toll. - Hat er dir nichts gesagt?

Nein.

Eure Sandwiches. Hier.

- Danke, Mama. - Tschüs.

Komm, Kleiner.

Los, los, los.

- Er hat's sicher vergessen. - Ja, sicher.

Wir können alle nach Hause zurück.

Also darf ich mitfahren?

- Nein! - Nein!

Yeah, Mädchen. Weiter so.

DJ, lass was hören!

Lasst die Wände wackeln!

Eins, zwei. Eins, zwei.

Wozu mich setzen hier? Ich hab ja noch 'ne Flasche Bier

Du hältst besser deine Klappe Und lässt mich in Ruhe rappen

Das Raubtier Fühlt sich wie die Beute

Weil wir nicht wissen Ob wir heimkehren heute

Marcus, Alter, lass den Cuervos was übrig.

Begrüßt man so seinen Bro?

- Sorry, Mann, was läuft? - Wie geht's?

- Gut und dir? - Und? Bist du dabei?

Logisch, Mann. Okay.

Hey.

Allein?

Nur eins, versprochen.

Wer ist morgen die Geheimwaffe? Wer?

- Versprochen. - Geh schon.

Lasst was hören, Leute!

Hoffentlich hattet ihr Spaß.

Applaus für El Cuervo.

Yeah. Lasst was hören.

Dope, Mann.

Dann verpiss dich doch, Alte!

Leute, echt!

Sag, ob du mit ihm gefickt hast. Ich bin nicht blöd!

Hey, da gibt's Zoff.

Hast du oder hast du nicht, Bitch?

- Hör auf. - Habt ihr gefickt?

- Komm runter, Mann! - Hey! Lass sie in Ruhe!

- Mir reicht's. - Du Scheißschlampe.

- Lass mich endlich los! - Dreckshure!

- Hör auf! - Scheiß drauf!

- Tu das weg. - Du bist 'ne Hure.

Soll ich mich töten, Schlampe?

Ich bring mich um.

- Du machst mir Angst. - Das will ich auch!

- Keiner mag dich! - Sei still!

- Komm runter. - Halt dich da raus.

- Willst du Ärger? - Ruhig. Nimm das runter.

Wozu, Arschloch?

- Ganz ruhig. Alles gut. - Hör auf!

- Sie ist noch ein Kind! - Laber nicht!

Hey!

Schön hierbleiben, Mann!

Du bist ein Arschloch!

Hey, Mädchen!

- Bitte komm nicht näher. - Okay.

Alles gut, ganz ruhig.

Brauchst du was? Soll ich irgendwen anrufen?

Rede mit mir.

Vertraut man jemandem, machen die einen nur fertig.

Er sagte, er würde mich gut behandeln.

Warum muss immer alles scheiße enden?

Was willst du denn mit dem Arschloch?

Er wollte mir helfen, von zu Hause abzuhauen.

Komm nicht näher.

Okay, ganz ruhig.

Alles gut, ja? Cool bleiben.

Ich will auch schon lange weg von zu Hause.

Warum sind Leute, die mich angeblich lieben, so scheiße zu mir?

Hey.

Alles wird gut, okay?

Ganz ruhig. Lass uns jetzt gehen.

Ich helfe dir da raus, ja?

Cristina!

Warte kurz.

- Alles okay? - Alles okay.

- Er soll gehen. - Sicher. Alles gut.

Warte kurz.

Komm. Wir reden woanders.

Komm jetzt. Alles wird gut.

Komm. Lass uns gehen.

Alles okay?

Ja, gehen wir.

Mädchen! Nein! Nicht springen!

Nein!

Nein! Nein! Scheiße! Scheiße!

Lasst mich durch!

- Lasst mich durch. - Pass doch auf!

Verpisst euch! Lasst mich durch!

Bitte macht Platz, ich bin Sanitäter!

Geht bitte da rüber.

Tretet zurück! Macht Platz.

Ich sagte, zurück! Estopas, schaff sie weg!

Weg da! Macht Platz!

Ich heiße Marcus, ich bin Sanitäter. Ich werde dir helfen.

Doc? Ich bin auf 'ner Party, ein Mädchen ist tief gestürzt.

Du musst herkommen!

Es ist ein 84, Doc!

In der Fabrik, wo immer Partys sind. Colonia Obrera.

Du musst sofort kommen! Crisis?

Hilf mir. Komm.

Ich brauche deine Hilfe.

Sie darf nicht einschlafen. Rede mit ihr.

- Ich brauch zwei Käppis. - Ich bin da.

- Estopas, komm. - Bleib bei mir.

Bring mir zwei Käppis, was zum Zubinden und einen Pulli. Ja? Schnell!

Gib mir dein Tuch.

Du bist stark. Keine Sorge.

Crisis, hilf mir.

Fester, fester.

Cuervo, komm her! Setz dich. Nimm ihre Schulter.

Die andere Hand hierhin, ja?

Wir drehen sie um. Auf drei, vorsichtig.

Wir drehen sie um.

- Eins... - Zwei, drei.

Ich weiß. Ich weiß, das tut weh.

Du bist stark!

- Hör auf zu filmen! - Du Arschloch!

Hier, meine Hand.

Scheiße.

Sie blutet aus dem Ohr.

- Gib mir das Käppi. - Nicht einschlafen, Liebes.

- Reden, sie darf nicht einschlafen. - Liebes, ich bin da.

Nicht einschlafen. Bleib bei mir. Halt meine Hand.

Nicht loslassen.

Hilf mir. Beweg die Lampe über ihren Augen.

Nicht einschlafen, Mädchen.

Los. Eins, zwei, drei.

Wir müssen sie zudecken!

Irgendwas zum Zudecken!

Scheiße. Bleib bei mir.

Doc? Keine Ahnung, ich glaub ich hab sie falsch bewegt.

- Sie hat ein Brillenhämatom. - Marcus!

Nicht einschlafen lassen!

Brillenhämatom, Blut, Schädelbasisbruch.

Bleib bei uns, ja?

Cris, Marigaby ist hier. Bitte hol sie.

- Weg da! Die Ambulanz ist da! - Lasst mich durch!

Hier! Hier!

Schnell!

Sie stirbt!

Weg frei! Macht Platz!

- Was ist? - Schau, ihr Ohr.

- Schädelbasisbruch? - Hey! Alles wird gut.

- Okay. - Ja?

- Vielleicht hab ich's verkackt. - Ganz ruhig.

Alles okay, Junge?

Lasst mich durch.

Okay.

- Vorsichtig. - Eins, zwei, drei.

- Gut. Da lang. - Los, los, los!

- Nicht mit dieser Hand. - Schnell!

Fuck. Hab ich's verkackt?

Wie lange ist sie bewusstlos?

- Mindestens 15 Minuten. - Okay.

Wie ist der Stand?

Die Beatmung läuft besser, aber ihr Zustand ist nach wie vor ernst.

Hey.

Du warst toll, Crisis. Echt.

- Ich hätte mehr tun können... - Nein, schau.

Sie wird versorgt. In der Klinik wird sie wieder.

Versprochen.

Komm schon, Mädchen. Wir sind fast da.

Gib Gas, Papa.

Leg noch einen drauf.

Ich spare nämlich. Hab dir Acapulco versprochen.

- Aber dann halt Ixtapa. - Marcus. Hi.

- Ich hab Cris in ein Taxi gesetzt. - Schau.

- Gib nicht so an. Steck das weg. - Ist ja gut.

Dein Stalker.

Kommst du oder bleibst du?

Er kommt her.

- Gehen wir. - Okay.

Bis bald, Rosita. Und nicht vergessen:

du und ich, am Strand, Copacabana,

Cancún. Was du willst.

- Halt dich da raus. - Du hast was mit ihm...

Habt ihr dem Mädchen geholfen, das gesprungen ist?

Warum?

Hast du sie gerettet?

- Ja, wir beide. - Lass uns bitte gehen.

- Du bist ein Held. - Marcus.

Warte. Sie wollen es hören.

- Wir sind Helden. - Ich bin in der Ambulanz.

Marigaby.

Die können mich exmatrikulieren.

- Warte, Marigaby! Bleib hier! - Lass es, Mann.

- Wir überzeugen sie schon noch. - Okay.

Wie heißt du?

Marcus Tamayo, zu Diensten.

- Wo warst du? - Wann?

- Als es passiert ist. - Ich sag euch, wie das lief.

- Was ist passiert? - Wir haben Leben gerettet.

- Warum warst du da? - Wegen was anderem.

Mein Ding ist die Musik.

Aber ich muss Geld verdienen.

Ich würd's gratis machen, aber ich muss essen.

Wir retten Leben. Wenn die Leute Ärger haben, sind wir zur Stelle.

Marcus!

Klar, sie hat noch mehr drauf als ich.

Hey.

Was ist passiert? Du bist noch schöner als gestern.

Ziemlich still im Haus, was?

Gott sei Dank.

Komm her.

Ich weiß, es war schwer für dich.

Danke für alles, was du für meine Kinder getan hast.

Sie sind immer willkommen.

Selbst dein Ältester: Ramón.

Ziehen wir das aus...

Wir kommen zu spät.

- Und wer soll predigen? - Irgendjemand.

Ja, klar.

Weil du einen anderen predigen lässt.

Ich zieh mich an, dann gehen wir.

Du machst eine Sauerei, Julito.

- Du sagst, ich muss streichen. - Konzentriere dich.

Sieh mal an.

Sieht toll aus. Vor allem der Boden.

Mega.

- Streich du doch. - Nö.

Wir Stars streichen nicht.

Was für Stars, bitte?

Wir, wenn wir das Battle gewonnen haben. Schau.

Hast du gesehen? Die ganzen Likes?

- Kannst mal sehen. - Komm runter.

Danke, dass ich bleiben durfte.

Gern. Du bist immer willkommen.

- Vielen Dank. - Keine Ursache.

Hey, du "Sternchen".

- Wo geht's hin? - Zum Battle.

Hast du es deiner Mutter gesagt?

- Hab ich vergessen. - Sag's ihr.

Nur den Priester soll sie zu Hause lassen.

- Sag ich ihr. - Lass uns meine Sachen holen.

Komme.

- Nächstes Mal streichst du. - Bis bald. Danke.

- Gern. - Bis dann!

Als Gott sein Licht auf mich warf,

war ich allein,

zerlumpt,

nachdem ich tagelang durch die Wüste gewandert war.

Nachdem ich mich mir selbst stellte,

nachdem ich mich meiner Vergangenheit stellte und sie hinter mir ließ.

Denn der Vergangenheit so viel Raum zu geben,

macht uns zu Gefangegen unserer Vergangenheit und Gewohnheiten.

Und Gottes Erneuerung

müssen wir annehmen als unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

- Hallelujah. Ehre sei Gott! - Ehre sei Gott!

Leben hier deine Eltern?

Nur meine Mutter. Mein Vater lebt in Spanien.

- Aber, sind sie noch zusammen? - Nein.

Sie haben sich getrennt.

Früher lebten wir in Spanien.

Nach der Trennung wollte meine Mutter zurück.

Sie boten ihr die Fakultätsleitung an und...

Die Entscheidung fiel ihr leicht.

Ich wollte nicht mit, mein Leben dort aufgeben.

- Verstehst du? - Hast du sie nicht vermisst?

Warum, denkst du, bin ich hier?

Ich hol schnell meine Bücher, ja?

Hey.

Kommst du mit auf das Konzert meines Bruders?

- Marcus singt? - Er kann gut rappen.

- Echt? - Mit seiner Freundin.

- Es ist ein Rap-Battle. - Das will ich sehen.

- Bin gleich zurück. - Okay.

Wie geht's dir?

Nichts Ernstes. Bisschen Kopfweh.

Ruh dich aus. Ich ruf später an.

- Schatz? - Hallo.

Schön, dass du da bist.

Ist das Marigaby?

- Ja. - Warum lässt du sie da sitzen?

- Weil wir es eilig haben. - Bleib zum Essen.

- Ihr beide. - Nein, Mama, schon gut.

- Also wirklich. - Wir haben's eilig.

- Nicht nötig... - Wie unhöflich von meinem Sohn.

- Ich bin ihm wohl peinlich. - Quatsch.

Ich hab sogar erzählt, dass du Gitarre spielst.

Wir geben ein kleines Familienessen.

Hier bin ich nicht deine Direktorin,

sondern deine Gastgeberin. Komm.

- Wir müssen nicht reingehen. - Doch, gehen wir.

- Sicher? - Ja.

- Sonst fahren wir. - Alles gut, komm.

Meinen Eltern ist egal, dass ich gestern nicht heimkam.

Nicht mal eine SMS.

Es gibt keine coolen Eltern.

Außer uns.

Geht das wieder los.

Ist ja krass.

Schau mal.

Fuck, ich bin ein Meme.

"Rapper rettet ein Leben."

"Justice Bieber."

Seh ich aus wie 'n Ami oder was?

- Ist das bescheuert. - Das ist mega.

Total lächerlich.

- Nein, cool! - Ernsthaft?

Weil die das Arschloch zeigen sollten, das fast das Mädchen getötet hat.

- Das sollte viral gehen. - Komm schon, Crisis.

Wir haben alles getan. Sie schafft's.

- Ich weiß nicht... - Was macht das?

Die Leute schätzen unsere Arbeit. Du weißt, es ist nicht leicht. Echt.

Das stimmt schon.

Ich hätte mehr tun müssen, damit sie nicht springt.

- Die richtigen Worte finden... - Crisis, du warst der Hammer.

Wir haben den Typen zerlegt, sie wird auch wieder.

Wo liegt das Probelm?

Jetzt haben wir dem Baby was zu erzählen.

Superhelden-Eltern retten Mädchen in Gefahr.

- Nein, Schatz, ich mein's ernst. - Ich doch auch!

Hey.

Wir brauchen das Geld, richtig?

Wir müssen gewinnen.

Was, wenn du hier auftrittst und ich hier?

Also, getrennt.

- Du verarscht mich doch? - Reine Mathematik, hier und in Medellín.

Was sagst du?

- Bist du sicher? - Das ist nur gut für uns.

Okay. Bin dabei.

Hey, Estopas, dein Kumpel ist ein Held.

Bisschen Respekt.

400?

Hör auf.

- 26.000 €, in kürzester Zeit. - Wow.

Für zwei Stunden operieren.

Das Ding ist, da denkt keiner an den Patienten.

- Sondern nur ans Geld. - Nicht schon wieder.

- Ich hol mir ein Bier. Willst du eins? - Nein, danke.

Übrigens, María Gabriela ist eine brillante Studentin.

Sie hat ein Händchen für Medizin.

Nur will sie sich auf Notfallmedizin spezialisieren.

- Ich versuche, sie davon abzubringen. - Notfallmedizin?

Du hast ein schlechtes Gedächtnis, Schwester.

- Warum? - Hast du deine Rebellen-Jahre vergessen?

- "Rebellen", ich bitte dich. - Klar.

Die Ärztin hier...

- war mal Sanitäterin. - Wirklich?

Ich bin auch Sanitäterin. Also, ich war.

Ich sah sie und ihren Bruder arbeiten. Wahnsinn.

- Beim Erdbeben. - Ach, ja?

Nichts für ungut,

aber Sanitäter werden immer Sanitäter bleiben.

- Hey. - Also ich finde sie Wahnsinn.

Onkel Ignacio, wusstest du...

- Was, unter 100? - Ja.

Für die ganze Stadt gibt's keine 100 Ambulanzen.

Weniger als 100 Ambulanzen für über 10 Mio. Menschen.

Bisschen unfair, oder?

Plus die illegalen Ambulanzen.

Habt ihr gesehen, wie sie die herrichten?

Neulich sah ich eine mit Blitzen und einem Tiger.

Und Flammen.

Und dann noch Unterbodenleuchten.

Sie schien zu schweben.

Und ich dachte, läge ich bewusstlos auf der Straße

und würde plötzlich in so einem Ding aufwachen,

würde ich denken: "Werde ich von Aliens entführt? Bin ich schon tot?"

- Was ist? - Danke für die Einladung, Dr. Gómez.

Mich ärgert, wie sich hier alle mit dem Hypokratischen Eid

den Hintern abwischen.

Aber den Gehaltsscheck küssen. Privilegiert spottet es sich leicht.

Und draußen reißen sich die Leute den Arsch auf.

Während Sie und Sie und Sie ruhig in Ihren Betten schlafen.

Sie entschuldigen.

Es ist 16:20 Uhr.

Krass, hast du ihn gesehen?

Logisch.

- Hast du gesehen, wer da ist? - Krass. Ist das Justice?

- Hey, du bist doch "Justice Bieber"? - Ja.

- Kann ich ein Selfie machen? - Klar, kein Problem.

Noch eins hinterher.

Cool!

- Danke! - Nein, danke euch.

Danke!

Hast du gesehen? Voll krass.

Ich sag's dir. Es geht steil nach oben.

Mein Onkel war schon immer ein Arsch. Aber du musst...

- Deine Mutter exmatrikuliert mich! - Nein.

Sie kann dich höchstens den Kurs wiederholen lassen

- und dir das Leben zur Hölle machen. - Noch mehr?

Warte, das ist Nallely.

Hallo?

Was ist los?

Wo seid ihr?

Ruft den Notarzt. Ich komme.

Was ist?

Nallely geht's schlecht. Fahren wir nach Tlatelolco.

Willkommen zur letzten Runde!

Heute sind nur die Besten hier!

Seid ihr bereit fürs Finale?

Heute lassen die Kandidaten ihr Blut auf der Bühne.

- Wollt ihr die erste Finalistin sehen? - Ja!

Applaus für Cris! Los geht's!

Ich will eure Hände sehen! Auf geht's!

Mega!

Unser zweiter Finalist, Cris' Gegner:

Applaus für

Marcus "Justice" Tamayo!

Marcus! Marcus!

Das ist mein Bruder! Hau rein!

- Mein lieber Justice Bieber, - Ja?

Was machst du mit dem Preisgeld, falls du gewinnst?

Ich will Geld, um Kleidung zu kaufen und im Viertel zu verteilen.

Okay, und um mein Mädchen auszuführen.

Und ist dein Mädchen heute hier?

Da steht sie.

Ich liebe dich, mein Schatz.

Das wird interessant. Das wird unangenehm.

Du sagst es.

Und wenn du gewinnst, Cris, was machst du damit?

Also, ich...

Ich würde endlich von hier abhauen.

Habt ihr das gehört? Bäm!

Musste das sein?

Das entscheidet besser das Battle!

DJ, gib uns 'nen Beat!

- Das wird hässlich! - Okay. Okay.

Heute wollen wir Blut sehen!

Wo sind eure Hände? Ich will die Hände sehen!

Marcus! Marcus!

Los geht's in drei, zwei, eins, jetzt!

Ich bin super busy Wie soll's auch anders sein

Du kannst dich glücklich schätzen Bald kommt dick Kohle rein

Damit du's schon mal weißt Fans lieben meinen Scheiß

Sie können nichts dafür Dein Freund ist mega heiß

Du hältst dich für den King Doch steckt nicht viel dahinter

Dein Ruhm ist nur ein Meme Mir sind sie wohlgesinnter

Er sagt, ich hätte Glück Doch er ist geizig wie verrückt

Und deine Fans werden's nicht lieben: Seine Texte, die hab ich geschrieben

Du schreibst meine Texte? Bist 'ne neidische Hexe

Auf dein Wort ist kein Verlass Alles Lügen, voller Hass

Ich bin der Hit, ich bin ein Held Und du stehst nur daneben

Während du bloß rumsitzt Rett' ich täglich Leben

Du spielst dich gerne auf Denkst, du hast es drauf

Den Job macht deine Schwester Du bist nur hinterm Steuer Bester

Brauchst du 'ne Windel, Meister? Weil du uns weiter zuscheißt

Er sagt, ich sitz nur rum Doch ich hab schon gewonnen

Die streiten sich. Was die alles sagen...

Eins ist mir jetzt klar: Du stehst nicht auf Windeln

Redest von Familie Doch willst selbst keine gründen

Leute, habt Verständnis Sie ist nicht von hier

Wirst wohl nicht vermisst Oder helfen deine Eltern dir?

Und wenn sie mir nicht helfen Mich nicht vermissen

Noch lang kein Grund Mich zu dissen

Du hast keine Ahnung Kannst dich gleich verpissen

Du denkst, du kannst rappen Und kriegst gleich Atemnot

Niveau versprach man mir Jetzt steht da dieser Idiot

Feiert ihr wirklich Die billigen Texte?

Sie ist nur am Meckern Die neidische Hexe

Du sagst, du weißt alles Doch hast keine Klasse

Also krieg nicht die Krise Wenn ich dich sitzenlasse

Du willst mich verlassen? Ich bin nicht mal dein

Ich will 'nen Mann an meiner Seite Kein jammerndes Babylein

Wenn ich morgen gehe Dann halte mich nicht auf

Du wurdest schon verlassen Und ich freu mich drauf

Und aus!

Wollt ihr wissen, wer das Battle gewinnt?

Cris! Cris!

Marcus! Marcus!

Wie lautet das Urteil?

Wir haben einen Gewinner.

Gewonnen hat dieses Battle...

Cris!

Sie hatte Kopfschmerzen und ist umgekippt.

- Gerade waren ihre Augen noch offen. - Nallely!

- Liebes. Schatz, Schatz! - Nallely! Bleib bei uns!

- Nallely! Hör mir zu, okay? - Wir sind hier! Wir sind hier!

Die Ärzte sind auf dem Weg.

- Schatz, mach die Augen auf. - Nallely! Verdammt!

- Bitte tu doch was! - Wo bleibt die Ambulanz?

Ihre Augen waren offen. Mach die Augen auf!

Bitte.

- Die Ambulanz ist da! - Die Ärzte kommen. Sie helfen dir.

Hier drüben. Hier.

- Wir schaffen das, ja? - Bitte tu mir das nicht an.

Weiblicher Patient, 27 Jahre, bewusstlos.

Manchmal sind Worte nicht genug.

Untertitel: Esther Pietsch

Untertitelung: DUBBING BROTHERS

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