All language subtitles for Herrhausen Der Herr des Geldes (S01_E01).deu

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Original subtitles

*Rauschen*

*schwelende Musik*

*Festliche Glöckchen setzen ein.*

Von Himmel hoch, da komme ich her.

Euch hier zu finden, war nicht schwer.

Denn in der schönen Weihnachtszeit

leuchtet euer Logo ...

ganz besonders weit.

*jazzige Interpretation von "Jingle Bells"*

(Christians) Es kommt ein Schiff geladen ...

bis an seinen höchsten Bord.

Hört, wie es knallt und zischt.

Bald ist er aufgetischt.

*angespannte Musik*

Und nun folgen ein paar Strophen

von dem lieben Herrn van Hooven.

(van Hooven) Der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel ...

Ho, ho ... *Explosion*

(Terrorist 1) Keiner bewegt sich!

*panische Schreie*

*Schüsse*

(Terrorist 2)

*ängstliche Schreie*

*nachdenkliche Klavierklänge*

*gedämpfte Geräuschkulisse*

(Terrorist 3) Wer bist du? Hm, wer bist du?

Hilmar Kopper. - Go away.

(Kopper) Ja.

(Terrorist 3) And you? Wer bist du?

(Terrorist 1) Hm? Wer bist du?

*schwermütige Musik*

(Terrorist 3, energisch) Wer bist du?

Ich bin Alfred Herrhausen.

*Schwermütige Musik klingt aus.*

(Pilot) This is your captain speaking.

We're about to begin our descent into Washington, D.C.

*Spulen, Klacken*

"Ladies and gentlemen. Welcome, ladies and gentlemen."

*Flüssigkeit plätschert.*

"Ladies and gentlemen, I ...

I've just come back from Mexico.

I'd like to sum up

the results of my trip in a very simple way."

*Spulen, Klacken*

"Meine Damen, meine Herren, ich komme gerade aus Mexiko.

Ich möchte Ihnen mit einfachen Worten fassen, was ich denke.

I strongly believe

that we should fundamentally consider the following.

Ladies and gentlemen.

"Welcome, ladies and gentlemen."

*Klopfen*

*Klopfen*

*Tür wird geöffnet.*

(Wasner) Herr Dr. Herrhausen?

Wasner, wie spät ist es?

Wir sollten in spätestens einer Stunde da sein.

(Fotograf) Mr Herrhausen, look here.

Please follow me.

Dr. Herrhausen. Time to start.

(Christians, englisch)

Ladies and gentlemen.

*spannungsvolles Ticken*

(Journalist 1) What's next?

Könnten Sie die Verluste auffangen?

Ladies and gentlemen ...

(englisch)

(Journalist 2, englisch)

Bitte, tun Sie das nicht.

(Journalist 3) Schulden erlassen?

(Frau 1) You bring American banks

to their knees.

(Journalist 4, englisch)

(Frau 2) Sie verzichten auf Geld?

(Herrhausen, englisch)

*unruhige Klaviermusik*

(Herrhausen, englisch)

*hektisches Stimmengewirr*

*Stimmengewirr auf Englisch*

Schuldenerlass. Sind Sie lebensmüde?

Sie haben ohne Vorwarnung ein Schlachtfeld eröffnet.

Mexiko ist doch am Ende. Stört Sie das?

Ja. Dann gehen Sie besser in die Politik.

Wir sind in der Politik, Herr Christians.

Wer hat Sie denn gewählt?

Na, Sie zum Beispiel.

Sagen Sie, muss das denn sein? Ja, wir sind in Amerika.

Da wird die Luft schnell bleihaltig.

Ich habe Kopper mit einer Gegendarstellung beauftragt.

Sehen Sie?

Gibt es denn keine, die weniger auftragen?

Doch, aber dann sind Sie halt tot.

(Kopper, englisch)

(Journalistin) Herr Dr. Herrhausen?

Vorsicht. Oh nein, nein. Lassen Sie sie, bitte.

Noch nie sprach ein Banker offen von völligem Verzicht.

Das habe ich aber auch nicht.

Mir geht es vor allem darum,

Ländern wie Mexiko helfen zu können.

Der Schuldenerlass ist ein Weg. Der hilft aber auch uns.

Ist Ihre Bank nicht den amerikanischen voraus?

Weil sie Rücklagen hat? Wir haben unsere Schulden im Griff.

Herr Dr. Herrhausen, das ist die TAZ.

Ja, ich weiß. Kommen Sie.

(Journalistin) Also, geht es im Kern um das Problem USA?

Ja, im Prinzip schon. Wir machen natürlich auch Fehler.

Nur dass unsere Fehler den USA kaum schaden,

während deren Fehler

die Bundesrepublik erheblich schwächen.

(englisch)

*unruhige Klaviermusik*

(englisch)

*flotter Synthie-Rock*

*Lied: "Road To Nowhere" von Talking Heads*

*Flotter Synthie-Rock klingt ab.*

*unbehagliche Musik*

*Flotter Synthie-Rock läuft weiter.*

Soll ich die Musik ausmachen, Chef? Lass gut sein.

Das stört mich nicht.

*Flotter Synthie-Rock stoppt.*

Einmal für die Chefin.

Geben Sie die Blumen doch heute mal Ihrer Frau, Jakob. Danke.

Gute Nacht. Gute Nacht.

*Es läuft dramatischer Operngesang.*

Wieder Wirbel gemacht? *Er lacht leise.*

Schön, dass du noch wach bist.

Schön, dass du noch lebst.

Komm.

*bedrohliche Musik*

*Dramatischer Operngesang läuft weiter.*

Tag, Herr Pinckert. Hallo.

Herr Herrhausen. - Morgen.

Das kann doch nicht schwer sein. Einfach die Reihenfolge beachten.

München, Düsseldorf, Hamburg.

Guten Morgen. Morgen.

Und, wie ist die Stimmung?

Ich hoffe, sie konnten es noch nicht lesen.

Danke sehr. Bitte sehr. Wohl bekomm's.

*Dramatischer Operngesang läuft weiter.*

Die Herren. Wollen wir? Grüße Sie.

(van Hooven) Ihr Vorpreschen war nicht im Sinne unseres Hauses.

Als Bank sollten wir nicht über Schuldenerlass sprechen.

Dieses Wort existiert bei mir nicht.

(van Hooven) Warnen Sie uns vor,

damit wir es nicht aus der Zeitung erfahren.

Es geht nicht um Schulden, sondern um die Zukunft.

Wir schaffen seit Jahrzenten Wohlstand.

Wertschöpfung braucht Schuldner. Wir wuchsen durch Innovation.

Und wachsen weiter. Aber es gibt kein unendliches Wachstum.

Wir müssen jetzt noch innovativer handeln.

Nicht nur in der Schuldenfrage.

Wir müssen in die Zukunft denken

und unsere Grundstruktur verändern und sie unserem Denken anpassen.

Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen. Und die wären?

Alfred, wir verleihen kein Geld, um es hinterher zu verschenken.

Genau das müssen wir tun. Wir müssen neue Wege gehen.

Sie reden bereits, wie die linke Journaille schreibt.

Mit Ihrem Vorschlag machen wir uns

große Teile der Bankenwelt unnötig zu Feinden.

Wenn die amerikanischen Banken so weitermachen,

dann wird der Markt zusammenbrechen.

Einen Börsencrash, den können wir uns noch weniger leisten.

Nur weil manche Banken ihre Hausaufgaben nicht machen,

stellen wir nicht unser Denken ein.

Gut, gut, ich bitte um Klopfzeichen,

wer dafür ist, diese Richtung zu vertiefen.

Tja, das war deutlich.

Ich darf jetzt bitte endlich zur Tagesordnung aufrufen.

*Klopfen* Ja?

(Pinckert) Vielen Dank.

Entschuldigen Sie die Störung, meine Herren,

aber es ist äußerst dringend.

Er will Sie umgehend sprechen. Wer?

Der Kanzler. - Der Kanzler?

Ähm ... Gut.

Entschuldigen Sie, in dem Fall müssen wir jetzt unterbrechen.

Alfred, auf ein Wort. Darf ich Ihnen einen Rat geben?

Die wollen nicht denken.

Aber ohne den Rückhalt des Vorstands

werden Sie hier nichts erreichen.

Und sobald meine Nachfolge entschieden ist ...

Ich habe das Gefühl, der Vorstand versteht nicht, was wir vorhaben.

Wir?

Wir.

Ohne die Amerikaner

fährt der Geleitzug der Schuldeneindämmung zu langsam.

Aber warum? Die USA steckt selber in einer Schuldenkrise.

Die ist noch gefährlicher als die der dritten Welt.

Die kann vor allem uns gefährlich werden.

Aber deine Bank ist vorbereitet?

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, Helmut.

Aber sollte unsere Regierung nicht in Fragen der Schulden

auf die US-Regierung Druck ausüben?

Tss ... Sie sollte. Und warum tut sie es dann nicht?

Um die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu schützen.

Das ist ein Fehler.

Die amerikanischen Banken gehen dabei in die Knie.

Nicht unsere Schuld. Der Schuldenerlass ...

Willst du meinen Job machen?

Ich habe Anrufe von amerikanischen Freunden bekommen,

die willst du nicht hören.

*Motor wird gestartet.*

(Christians) Ich habe mich lange nicht so sicher gefühlt.

Aber irgendwann begleitet uns noch das Bundesheer zum Schutz.

Man kommt sich schon beobachtet vor.

Ja, auf Schritt und Tritt.

Mein Leibwächter sagt,

ich muss von meinen Gewohnheiten nicht ablassen.

Sie sollen nur nicht immer zur gleichen Tageszeit geschehen.

Wir müssen raus aus der Routine.

Neue Wege, neue Straßen, neue Abfahrtzeitpunkte.

Alles, was uns hoch gebracht hat,

müssen wir jetzt hinter uns lassen.

Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Akribie.

Wir müssen unordentlich werden, Dr. Christians.

Die Gefahrenlage erfordert es.

Wie Sie wissen, steht meine Nachfolge an.

Van Hooven bringt sich für die Doppelspitze in Stellung.

Van Hooven würde seine Großmutter verkaufen dafür.

Das würde ich auch. Ja, aber Sie würden es nachher nicht leugnen.

Er hat meine Unterstützung.

Er wäre eine logische Wahl. Er würde das gut machen.

Dann sollte ich ihn wohl lieber ernst nehmen.

Ich verlasse mich auf Sie, Alfred.

*düstere Musik*

*ruhige Zupfklänge*

*Poltern*

*unbehagliche Musik*

(englisch)

Was?

Die Sowjets haben die Verbindung zu uns gekappt.

(Al Fahoum, englisch)

Hast du nicht zugehört? Kein Geld, keine Waffen.

Gorbatschow?

*erhabene Musik*

(Spieler 1) Hey, ich bin frei! Hier rüber!

(Spieler 2) Hier rüber!

(Spieler 3) Ja, gut!

(Spieler 4) Vor, vor, vor!

(Spieler 5) Komm schon, komm schon!

(Rico, englisch)

Hä?

(Al Fahoum, englisch)

*Erhabene Musik läuft weiter.*

(Rico)

Hier, zu mir. - In die Mitte!

*Erhabene Musik läuft weiter.*

(LKA-Beamter) Leider haben wir auch

ein Jahr nach dem Mord an Beckurts keine Hinweise auf die Täter.

(Sprecher) "Opfer eines Anschlags der Roten Armee Fraktion

wurden der Physiker Beckurts und sein Fahrer Eckhard Groppler."

(Sprecherin) "Gegen 21 Uhr am Freitag fuhr von Braunmühl

in einem Taxi vom Büro nach Hause."

(LKA-Beamter) In Deutschland wird gemordet.

Vor allem Vorstände großer Unternehmen

sind potenzielle Ziele für Anschläge der RAF.

Was wollen Sie damit sagen?

Sie sollten wissen, wie sehr Sie gefährdet sind.

Das weiß ich. Sie verhalten sich nicht so.

Sie gehen in Menschenansammlungen, verweigern Schutzwesten.

Mich kennt doch niemand. Wieso soll ich so was anziehen?

Was schlagen Sie noch vor?

Sicherheitsglas im ganzen Haus. Auf der anderen Seite Gitter.

Nach Möglichkeit das Öffnen von Fenstern und Türen vermeiden.

Das wird halb so schlimm.

*muntere Synthie-Musik*

*Lied: "Popcorn" von The Popcorn Makers*

*entferntes Bohren*

Wir denken, wir schweben über den Wolken und lassen uns einmauern?

Ich sage ja, das ist übertrieben. Ist es das?

*dröhnendes Bohren*

Die Gitter gehen nicht.

*Muntere Synthie-Musik läuft weiter.*

Wir müssen, wenn wir Verantwortung richtig definieren,

vor allem zwei Prinzipien folgen.

"Erstens müssen wir den Sachverhalten entsprechen.

Wir müssen sie gründlich studieren."

Und dann müssen wir die Interessen abwägen.

Und aus der Analyse müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen.

Entscheidend ist nicht, ob er Macht hat.

Natürlich haben wir Macht.

Normales Tempo geht nicht?

Entscheidend ist, wie man damit umgeht.

Und hierbei ist vor allem das Bemühen wichtig.

Je mehr man sich bemüht, desto mehr lernt man,

mit solchen Aufgaben umzugehen

und dann den eigenen Zielsetzungen gerecht zu werden.

(Moderator) "Ich danke Ihnen für diese interessanten Einblicke

in die Finanzarchitektur der Welt."

Auf Wiedersehen. Danke schön.

*Muntere Synthie-Musik läuft weiter.*

Herr Herrhausen, ich möchte sprechen mit Ihnen. - Stopp.

(Mann) Bleiben Sie zurück.

Wer sind Sie?

Please, excuse.

Okay.

(englisch)

Ah, ah, ah.

(Herrhausen)

(Arbatow)

Mr Herrhausen ...

(Arbatow) Thank you.

Ich will nicht drängeln, aber van Hooven ...

Ach, van Hooven. Geben Sie mir die Akten.

(Fotograf) Dr. Herrhausen, einmal hier.

Dr. Herrhausen, bitte ein Autogramm.

(Mann) Kann ich auch eins?

*aufgeweckte Streichmusik*

(Wasner) Hier sind die Stichpunkte für das Gespräch mit van Hooven.

Der müsste auch bereits in Ihrem Büro warten. Das weiß ich doch.

Es geht um Christians' Nachfolge.

Wie ich gehört habe, hat er sich mit München und Köln verständigt.

Was will er denn dann noch reden? Er will Ihre Stimme.

Er will Christians' Nachfolge antreten an Ihrer Seite.

Den Rückhalt der Stammhäuser kann ich Ihnen garantieren.

(Wasner) Der bildet bereits eine Allianz.

Bringen Sie die Akten schon mal in mein Büro.

Haben Sie zugehört? Van Hooven ist in Ihrem Büro.

Dann schaffen Sie ihn raus.

*dramatischer Operngesang*

Telefon.

Danke.

Frau Pinckert, ich weiß nicht, wie viel Zeit der Mann mitgebracht hat,

aber sie wird nicht reichen, danke.

*Sie räuspert sich.*

Es ... Es ist wirklich bedauerlich.

(Wasner) Aber Sie müssen ihn irgendwie einfangen.

Das schaffen wir schon. Das hier.

Van Hooven ist ein Krümel. Aber das da, das ist ein Kuchen.

Sollten wir nicht lieber ihn dazuholen?

Russland ist sein Gebiet. Nein, nein, nein.

Das mache ich selber.

Worauf warten wir dann eigentlich noch?

(Pinckert) Aber ich kann Sie gerne auf die Warteliste setzen.

Frau Pinckert, ich möchte nicht gestört werden, bitte.

Er möchte nicht gestört werden.

*Dramatischer Operngesang läuft weiter.*

*Klopfen*

Was darf ich denn Ihrer Frau sagen?

Machen Sie mir bitte sofort einen Termin bei Kohl.

Gerne. Und was darf ich Ihrer Frau sagen?

Äh ... sagen Sie ihr ...

Sie wartet schon unten.

Eisenreich, "Der dunkle Eimer".

Neue Musik, Alte Oper, 19.30 Uhr.

Christians arbeitet an seiner Nachfolge.

Hast du was gehört? Nein, wieso?

Du hast einen guten Draht zu den Vorstandsdamen. Ich bitte dich.

Wen hättest du denn gerne? Hauptsache einen von den jungen.

Träum weiter.

Wünsch dir am besten noch eine Frau in deine Apostelrunde. Ja.

Du machst dir nicht ernsthaft Sorgen, oder?

Du erträgst es nur nicht, wenn dir einer reinfunkt.

Was ist los? Ach nichts.

Wirklich, ich habe nur hier ...

Wir machen uns jetzt einen schönen Abend. Ich freue mich hier auf ...

Ähm, auf Dings. Ach, Alfred, bitte.

Eisen... Eisenreich. "Der schwarze Eimer".

*schwelende Musik*

*nachdenklicher Operngesang*

*Gesang wird dramatischer.*

*getragene Musik*

Jetzt hau schon ab.

Komm.

Das ist ja kaum zu glauben. Ja, genau.

Arbatows Zahlen entnehme ich, dass es ein Wunder ist,

dass dieses Land noch funktioniert.

Das ist meine Rede.

Die sind nicht nur pleite, Helmut, die sind bankrott.

Und sie hören die Signale? Ich denke schon.

Das klang zumindest durch. Die wollen sich verändern.

Der sprach von Reformen, möglicherweise Marktwirtschaft.

Tss ... Aber Marktwirtschaft, die wissen doch nicht, wie das geht.

Wir können es ihnen ja beibringen. Soll unser Schaden nicht sein.

Dann, Alfred, da rede er Deutsch.

Helfen wir den Russen, helfen wir uns selbst.

Du meinst wohl eher, deiner Bank.

Die Pleite der Sowjetunion ist viel größer als angenommen.

Und die DDR lebt von deren Gnaden.

Was passiert wohl mit der DDR ...

wenn es die Sowjetunion nicht mehr gibt?

Wir beleben die russische Freundschaft,

indem wir den bankrotten Sowjets Kredite geben.

Das klingt teuer. Ja, aber auch vernünftig.

Bei uns wird es warm und bei denen bunt.

Und das geht mit Gorbatschow?

Euer Verhältnis ist nicht das beste,

aber daran kannst du ja arbeiten.

Hm. Und die Amerikaner?

Wenn die sehen, dass der Herr Herrhausen

im Auftrage des Herrn Kohl am Roten Platz flaniert ...

Andererseits, so viele Möglichkeiten der Annäherung

gab es in den letzten Jahren nicht.

Wenn wir den Russen helfen ...

helfen die uns vielleicht, die Mauer zum Einsturz zu bri...

Nein, niemals. Die werden uns niemals helfen, nie.

Aber sie würden uns vielleicht auch nicht dabei stören.

Also gut.

Fahr nach Moskau.

Aber halt deinen Kopf unten, den brauchen wir noch.

(englisch)

Alfred Herrhausen.

Okay.

Sure.

*lässiger Synthie-Rock*

(BfV-Beamter) Bleib mit denen im Gespräch.

(Kefer) Da bist du ja.

Da bist du.

Eine Kugel Blei. Bitte. In der Waffel.

Gute Reise.

*Lässiger Synthie-Rock läuft weiter.*

(Mann) Hiermit erklären wir, die RAF, die Waffenstillstandsgespräche

mit der Bundesrepublik Deutschland für beendet.

Volker, warten Sie.

Warten Sie. Volker, warten Sie.

Ich bin befugt, Ihnen ein Angebot zu machen.

Freies Geleit, wenn Sie Ihre Aktion ...

Abgelehnt.

(Frau via Telefon) "Tania? Bist du das?

Mach das nicht, Tania."

(Mann) "Ist sie das?

Tania, bist du es?"

Denken Sie drüber nach.

Ich bin durch mit Deutschland und Ihrer Behörde.

Tun Sie das nicht.

Zu Ihrem Besten.

*Lässiger Synthie-Rock läuft weiter.*

(Durchsage) "Alle Fahrgäste bitte einsteigen.

Der Zug nach West-Berlin über das Staatsgebiet

der Deutschen Demokratischen Republik fährt in zwei Minuten ab."

Darf ich fragen, warum Sie Ihren kleinen Moskaubesuch

bei Christians nicht zumindest angedeutet haben?

Wer viel fragt, kriegt viele Antworten.

Jetzt geht es endlich los, hm?

Er hält seit Jahren die Kontakte nach Russland.

Nein, nein, nein. Ich brauche Handlungsvorsprung.

Aber er kennt sich in Russland aus.

Nehmen Sie den wenigstens mit?

Nein. Ich werde die ganze Zeit drinbleiben.

Herr Wasner, nur Sie, Frau Pinckert

und der Kanzler wissen, wo ich bin.

Ich möchte, dass das so bleibt.

Und der kommt von Frau Pinckert.

Und ich nehme ihn trotzdem nicht mit.

Wie lange waren Sie in der Bundesrepublik? - Zwei Tage.

Danke. Ich übernehme das.

(Durchsage) "Willkommen in der DDR."

(Schaffner) Sie gehen mal ins andere Abteil.

(Durchsage) "Halten Sie Ihren Ausweis parat ..."

Tania. Schön, dass du mal wieder da bist.

Es gibt einen Aktionsplan.

Beirut? - Wir bauen neu auf.

Kohl, Stoltenberg, Herrhausen, Schäuble,

Tietmeyer, Genscher.

Okay.

Herrhausen.

Unser weichgespülter Napola-Zögling.

(Tania) Er hat jetzt schon vier Bodyguards.

Das LKA macht jetzt mit. Neues Fahndungskonzept. K-106.

Aber er hält sich fast nie an die Sicherheitsmaßnahmen.

Weder Leibwächter noch Beamte bekommen ihn unter Kontrolle.

Am Wochenende sind sie alle hin und wieder zu Hause. Außer Kohl.

Der scheint Stress mit seiner Alten zu haben.

Dein Ticket und 20.000, als kleine Starthilfe.

Grüße an die Kampfgenossen.

*sanfte Musik*

(Mann) Wir hatten Besuch vom LKA.

Sie deuten die Ruhe als eventuelle Ruhe vor dem Sturm.

Wir müssen enger mit denen kooperieren.

Das ist die größte Gefährdungslage seit Baader-Meinhof.

Der deutsche und der amerikanische Geheimdienst,

beide registrieren gesteigerte Aktivitäten.

Wir sollten machen, was das LKA uns rät.

Wir bewerten die Sicherheitsprotokolle neu

und wir informieren die Betroffenen.

*Klopfen*

(Bodyguard) Frau Pinckert?

Wo ist Dr. Herrhausen?

Äh ...

*Durchsage auf Russisch*

Is this Herrhausen?

Alfred Herrhausen?

Are you there for me?

*unbehagliche Musik*

(mit Akzent) Herr Herrhausen? Yes.

Arbatow?

*Unbehagliche Musik läuft weiter.*

(russisch)

Mr Herrhausen.

Mr Arbatow.

(englisch)

*beklemmende Musik*

*entfernte Durchsage auf Russisch*

*schwungvoller Synthiepop*

*Lied: "Blue Monday" von New Order*

*Anfeuerungsrufe, kurze Pfiffe*

*eifrige Rufe*

Genosse General. Bitte, Meldung machen zu dürfen.

Schauen Sie sich das an. Der Westen will gewinnen.

*eifrige Rufe*

Die Deutsche Bank war zu Gesprächen in Moskau.

Still gestanden! *kurzer Pfiff*

Ich begrüße die Jugendfreunde mit Sport ...

(alle) ... frei!

Das geht besser. Sport ... - ... frei!

(Burwell) Hunt?

Hunt!

Oh, what the fuck?

Mr Burwell?

Yeah, yeah. So?

Just through here.

Okay. I'm jetlagged.

*Schwungvoller Synthiepop läuft weiter.*

Sorry.

Kaputt? Is it out of order? Is it not working?

*Sie spricht russisch.*

(englisch)

Äh ... das Telefon ist kaputt.

Telephone.

Zum Flughafen, bitte.

*Er spricht russisch.*

*beklemmende Musik*

Taxi?

*nachdenkliche Musik*

Taxi?

(Hunt, englisch)

Arbatow, Akademie der Wissenschaften.

Dann ist es jetzt also so weit. - Die sind an Gorbatschow dran.

Dieses Weichei.

Dem gebe ich noch ein Vierteljahr, wenn es hochkommt.

Aber ohne Kohl macht der Bankmann nichts, das wissen wir.

Das ist eben der Grund, warum ich mich sorge.

Jedenfalls habe ich bekommen, was ich wollte.

Das ist ja die Hauptsache.

Wir sind gleich da. Soll ich Ihrer Frau Bescheid sagen?

Nee, lassen Sie mal. Ich will sie überraschen.

*Nachdenkliche Musik läuft weiter.*

(Reagan) General Secretary Gorbachev,

if you seek liberalization:

Come here to this gate.

Mr Gorbachev, open this gate.

Mr Gorbachev, tear down this wall.

*entfernte Durchsage auf Russisch*

*unruhiges Cellospiel*

*Geigen setzen ein.*

*unruhige Streichmusik*

Untertitel: No Limits Media, 2024

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