All language subtitles for [S01.E06] Kitz - Ceneri.German

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Original subtitles

[Feuer knistert]

[leise, dĂĽstere Klanguntermalung]

[Männer rufen durcheinander]

Es tut mir leid.

Vanessa war zu lang dem Rauch und den Gasen ausgesetzt.

Sie hat es nicht ĂĽberlebt.

Wo ist sie? Ich will zu ihr.

-Das geht nicht. -Red keinen ScheiĂź!

Wir sprachen gerade noch miteinander. Wir hatten einen Streit, mehr nicht.

[Dominik schreit] Verdammt! Lass mich!

[schreit und schluchzt]

Sch…

[Hans] Ruhig. Alles ok. Ruhig.

Ich wollte das nicht.

Hans, ich wollte das nicht!

Du stehst unter Schock.

Ich bring dich heim, ja?

[Hans] Es geht ihr gut.

Ich dachte, ich hätte dich auch verloren.

[melancholische Melodie ertönt]

[Hans] Was ist da drin passiert, Lisi?

Ich hab sie umgebracht.

Was?

Lisi, red keinen Quatsch.

Ich habe das Video gepostet.

Sonst wär alles nicht passiert.

Was heute passierte, wollte keiner.

Was, wenn wir falsch lagen?

Wie meinst du?

Sie sagte, sie liebte ihn.

Das glaubst du ihr?

Schau mal, wenn sie ihn wirklich geliebt hätte,

hätte sie ihn dann auf den Berg gelockt?

Nachts, angetrunken, bei Schnee und Eis.

Wäre sie in Urlaub gefahren, anstatt zur Beerdigung aufzutauchen?

Tut man das, wenn man jemanden liebt?

[Lisi stöhnt]

Ruh dich ein bisschen aus.

[seufzt leise] Danke.

Wenn was ist, ruf an, ok?

[Tür wird geöffnet und dann geschlossen]

["Landlocked Conch Shell" (Alternate Version) von Endless Forms]

[Dominik schluchzt heftig]

[Roger] Herr Ziervogel!

Gut, dass ich Sie noch erwische…

[Stimmen gedämpft]

-[Vater] Hast du dich verschluckt? -[keucht]

-Was ist mit ihm? Hans! -Ich weiĂź es nicht.

-Was ist? -[Mutter] Ich ruf den Doktor.

Tief durchatmen. Komm.

[schreit auf]

["Landlocked Conch Shell" endet abrupt]

[Schorsch] Magst einen Kaffee?

[Sarah] Danke. Ich möchte nur kurz Lisi sprechen.

[Schorsch] WeiĂź man, wie's dazu kam?

[Frau] Derzeit spricht alles für eine fatale Verkettung von Umständen.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Lisi.

Tut mir leid für die frühe Störung, aber es ist dringend.

-Hast du ein paar Minuten? -Klar.

[spannungsvolle Klanguntermalung]

[Musik klingt aus]

[Klopfen]

[erneutes Klopfen]

Kosh. Wieso gehst du nicht ans Telefon? Ich mache mir Sorgen.

Ich bin abgestĂĽrzt, ok? Verklag mich doch.

Das ist doch völlig normal. Alles gut. Jeder wäre abgestürzt.

Ich hab das GefĂĽhl, ich falle auseinander, Hans.

Ich war so kurz davor, Wirsing aus MĂĽnchen zu holen.

Hast du aber nicht.

Weil du weiĂźt, das macht es nur schlimmer.

-[Kosh] Tust du mir einen Gefallen? -NatĂĽrlich. Was denn?

Kannst du mir sagen, dass gestern nicht passiert ist.

[seufzt leise] Das geht leider nicht.

[melancholische Musik setzt ein]

Wir haben uns noch gestritten. Jetzt ist sie weg.

Ich fasse es einfach nicht.

Ich auch nicht.

Aber wir schaffen das.

Gemeinsam.

Ob du willst oder nicht.

Ich würde dich jetzt gern küssen, aber ich hab Angst, ohnmächtig zu werden.

[Kosh lacht leise]

Schau dich an, Romeo.

Ich meine eigentlich deine Fahne.

[Musik verstummt]

Zähneputzen, stimmt.

Der Brandstifter läuft noch frei rum.

Und die Familie engagierte einen Privatermittler.

Lisi, ich muss wissen, was gestern passierte.

Ok.

Kurz vor dem Brand tauchte ein Video von Vanessa auf,

das zu einem Shitstorm führte und womöglich Trigger für die Tat war.

WeiĂźt du was davon?

[unheilvolle Klanguntermalung]

Wir… Wir nahmen das Video gemeinsam auf.

-Du? -[Lisi] Und Vanessa.

Sie hat mich gebeten,

so ein Castingvideo aufzunehmen fĂĽr eine Schauspielrolle.

-Vanessa hat eine Rolle gespielt im Video? -Ja.

So… So war sie gar nicht wirklich.

Und weiĂźt du, wie es das Video frei ins Internet schaffte?

Kann es sein, dass jemand das Video geleakt hat?

Womöglich, um Vanessa zu schaden?

Keine Ahnung. Wir haben es mit ihrem Handy aufgenommen.

Ich weiĂź nicht, was sie dann damit machte.

Es tut mir leid, dass ich keine größere Hilfe bin.

[schnauft]

Danke, erst mal.

[Sarah seufzt]

[Klanguntermalung klingt aus]

Ah, eine Frage hätte ich noch.

Du weißt auch nicht, wo Vanessas Handy sein könnte?

N… Nein.

Wieso?

Wir hoffen, dass es Aufschluss gibt, wer dahintersteckt.

Und weder wir noch der Ermittler der Familie konnten es bisher finden.

Nein.

[lacht leise] Na gut.

Wenn dir noch was einfällt, melde dich, ja?

[erneut setzen unheilvolle Klänge ein]

[Tür wird geöffnet und geschlossen]

[Klanguntermalung wird lauter und bedrohlicher]

[seufzt]

[Musik klingt aus]

-Guten Tag, Herr Ziervogel. -Roger.

Ich weiß, das ist wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt, aber…

Wir mĂĽssen ĂĽber den Brief reden, der gestern fĂĽr Sie eintraf.

Was ist los?

Ich muss Sie an die Aufsichtsratssitzung erinnern.

Als Alleinerbe des Hotels

und Vorstandsmitglied der Holding Ihres Vaters

erwartet man Ihre Anwesenheit.

Kannst du das nicht tun? Ich schaff es nicht.

[räuspert sich]

Ich bin hier nur der Hotelmanager.

Gut, dann bist du gefeuert.

Was?

Und ich stell dich wieder ein als

Master-Chief-General- Aufsichtsrat-Ficker-Deluxe.

Da… Das geht nicht so einfach.

Denk dir einen besseren Namen aus. Gib dir 'ne juicy Gehaltserhöhung, aber…

Bitte, lass mich in Ruhe mit dieser fucking Holding.

Na gut.

Sonst noch was?

Nenn mich Kosh, ok?

[spannungsvolle Klänge setzen ein]

[Klopfen]

[TĂĽr geht auf]

[stöhnt]

Hey.

Hey.

Wie kommst du zurecht?

Willst du drĂĽber reden?

Ähm… nein.

Soll ich wieder gehen?

Ja, ist besser.

Gut.

Das mit uns,

das war ein Fehler, oder?

[weinerlich] Nein.

Ich weiĂź nicht. [keucht]

[ruft] Dominik!

[Poltern]

[Dominik] Das gehört Vanessa.

Ja.

[Lisi] Hat sie verloren, als…

Du weiĂźt schon.

Ich wollte es gerade zurĂĽckbringen

zu ihrer Familie.

Ok.

Ich bring's ihnen vorbei. Ich muss sowieso zu ihnen ins Hotel.

Mach's gut.

Warte! Dominik.

-Warte. -Was?

Gib es wieder her.

Bitte.

Ist was drauf, was sie nicht sehen sollen?

Ich weiß nicht, was sie dir schrieb, aber ihre letzten Worte an mich…

Was machst du?

Ich lösche ihre letzten Nachrichten, ok?

Soll die Familie erfahren, dass wir ihre Tochter betrogen?

Wieso kennst du ihren Code?

Es ist der Geburtstag ihrer Schwester. Und wir waren vier Jahre lang zusammen.

[Dominik seufzt]

So. Zwischen uns ist offiziell nie was passiert.

[atmet zitternd]

Du bist erleichtert.

Nein.

Das sehe ich dir doch an.

Mach's gut.

[Lisi] ScheiĂźe.

ScheiĂźe, scheiĂźe, scheiĂźe!

Der geht jetzt mit Handy und Aufnahme direkt zur Familie?

-Ja. -ScheiĂźe.

Ganz ruhig. Wir finden eine Lösung.

Wir mĂĽssen das Handy zurĂĽckbekommen.

[Lisi] Aber wie?

Ich kann da nicht einfach auftauchen.

[klopft]

[Musik endet]

Ja?

Ich bin Lisi Madlmeyer.

-Ich war gestern dabei… -Du bist Josephs Schwester.

Patrizia.

Möchtest du reinkommen?

Gerne.

[Mann] …die Arbeit der Polizei verlassen. Deswegen bezahle ich Sie.

Die Suche nach dem Brandstifter hat oberste Priorität, Herr Kandler.

[Patrizia] Mama, Papa, das ist Lisi.

Lisi?

[Lisi] Guten Tag.

Verzeihung, dass ich so reinplatze, aber ich…

…wollte mein Beileid aussprechen.

Elisabeth.

Richtig.

Schön, dass Sie gekommen sind.

Dominik hatte uns gerade erzählt, dass Sie versuchten, Vanessa zu retten.

Kann ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?

Danke, das ist nicht nötig. Ich wollte nur die Blumen überreichen.

Sind Sie sicher?

Nicht vielleicht einen kleinen Scotch?

Claire.

Ähm… Warum nicht?

-[Gläser klimpern] -[Claire schnieft]

[Scotch wird eingeschenkt]

Wir sind uns schon mal begegnet, oder?

Bei Regine.

Auf dem Brunch.

Ja.

Man kann kaum…

…in Worte fassen, was gestern passierte.

Ich dachte, Vanessa wäre bei Regine gut untergebracht.

Ich gab ihr meine Tochter in Obhut, und was passiert?

EinbrĂĽche,

Videos, Feuer…

-Sie war unsere Tochter! -Ja.

Wir hätten sie nicht alleine lassen dürfen.

[vehement] Wir hätten für sie da sein müssen!

Das werde ich mir nie verzeihen.

-Claire. -[schreit] Was, "Claire"?

Meine Tochter ist gestorben! Ich muss mein Kind beerdigen!

[Schritte entfernen sich rasch]

Ich wollte gar nicht länger stören.

Äh, könnte ich noch die Toilette benutzen?

Ja… Ja, natürlich.

Durch die TĂĽr, geradeaus.

Ok.

Danke schön.

[sphärische Klänge setzen ein]

-[Anrufton] -[Handy summt]

Suchst du was Bestimmtes?

[Kosh] Komm mit.

Ich… Ich…

Wo willst du hin?

-Wir gehen auf mein Zimmer. -Das geht gerade schlecht.

Gut, dann reden wir jetzt hier.

-Ăśber was? -Was wolltest du nicht?

Hm?

Gestern, beim Brand. Wir standen da. Du hast gesagt:

"Ich wollte das nicht." Was wolltest du nicht?

Kann mich nicht erinnern.

An die Affäre zwischen deinem Bruder und Vanessa hast du auch keine Erinnerung?

Welche Affäre?

Du wirst von einem Tag auf den anderen ihre beste Freundin,

zeckst dich in ihr Leben, spannst ihr den Freund aus.

Dann kommt ein Video raus, was 'nen Shitstorm verursacht.

-Bis ihr Haus brennt. Jetzt ist sie tot! -Schht.

Dann schnĂĽffelst du im Hotelzimmer ihrer Eltern rum

und erzählst mir, das hat alles nichts damit zu tun?

Was wolltest du nicht?

Ich brauch deine Hilfe.

[spannungsvolle Musik spielt]

[Regine] Hier bist du.

Wo willst du hin?

-Nach MĂĽnchen. -[Regine] Jetzt?

Aber Claire und Ferdinand kommen gleich vorbei.

-Ich war schon bei ihnen. -Hast du nicht erwähnt.

Willst du in dem Zustand fahren?

Wenn ich noch eine Minute hierbleibe, drehe ich durch.

[Musik klingt aus]

Du glaubst also, Vanessa hat Joseph in den Tod getrieben?

Deshalb wolltest du dich rächen?

Aber nicht so.

Das musst du mir glauben.

Was ist mit Hans?

Hans liebt dich.

Warum soll ich dir das glauben?

Weil du es selber weiĂźt.

Aber er steckt genauso tief drin wie ich.

Und wenn diese Aufnahme gefunden wird, dann kommt alles raus.

Dann bin nicht nur ich dran, sondern Hans auch.

Wegen was?

Bewaffneter RaubĂĽberfall.

Der Einbrecher war Hans?

Die ScheiĂźuhr! Er hat sie gestohlen? Aber wie kam sie in meine Tasche?

Ich war das.

Alleine.

-Was ist los mit dir? Du bist… -Ich…

Ich bin nicht besonders gut mit meiner Trauer umgegangen.

Ha! Das ist schlicht untertrieben. Du bist krank im Kopf!

Mag sein.

Und vielleicht habe ich es verdient,

aber Hans nicht.

Vielleicht ist es noch nicht zu spät.

Nur ich komm da nicht so einfach wieder rein.

Du hast den Zugang.

Ich nicht.

Das Handy mit der Aufnahme ist im hinteren Schlafzimmer.

Der PIN ist 10-03-02.

[spannungsvolle sphärische Klänge setzen ein]

[flĂĽstert] Ich mach das nur fĂĽr Hans. Und das bleibt unter uns.

[TĂĽr geht auf]

[weiter spannungsvolle Klanguntermalung]

[Schritte entfernen sich, TĂĽr geht zu]

[Nachrichtenton]

[seufzt]

[weiter spannende sphärische Klänge]

[Mann] Hey.

[Musik verklingt]

Hansi.

Basto?

Was machst du hier?

Ich wusste nicht, wo ich hin soll.

Die suchen doch alle nach mir.

[weinerlich] Ich wollte das nicht. Das musst du mir glauben!

Ich wusste nicht, dass es da gleich zu brennen anfängt.

[Basto atmet schwer] Ich glaub dir.

Du musst zur Polizei und dich stellen.

Ich bringe dich hin, ja?

-Lisi. -Hallo.

Ist Dominik da?

Er ist auf dem Weg nach MĂĽnchen, hat sich nicht aufhalten lassen.

Verstehe.

Tut mir leid.

Möchtest du reinkommen, ein bisschen reden?

[melancholische Musik setzt ein]

Danke.

Ich geh lieber nach Hause.

Hey.

Bist du allein?

Ja, wieso?

[Hans] Können wir sprechen?

Klar.

[Kosh] Was gibt's?

Kosh.

Hans.

Ich war nicht immer ehrlich.

Liebst du mich?

Was?

Antworte einfach ehrlich.

[lacht leise]

Ja.

Ich liebe dich, du Spinner.

Mehr brauche ich nicht wissen.

[Kusslaut]

Ich liebe dich auch, mein Bauernburschi.

Gut.

Finde ich auch.

[seufzt]

[melancholische Musik endet]

[Stimmengewirr im Hintergrund]

[Antonia] Hey, Lisi.

Darf ich?

Ja klar, Toni.

Ich hab gehört, was passiert ist. Ich, ähm…

Ich kann das alles noch gar nicht fassen. Das ist, ähm… echt ein Schock.

Wie geht's dir?

Ist vielleicht nicht so wichtig, wie's mir geht.

Morgen geht's zurĂĽck nach London?

Ja. [lacht]

[seufzt]

Tut mir leid, dass ich so eine schlechte Freundin war.

Lisi, come on, es ist ok.

Nee, ist es nicht.

Ich war scheiĂźe zu dir.

Ich verlor unsere Freundschaft total aus den Augen.

Das ist nicht fair.

Aber es ist verständlich.

Du

hast verdammt viel durchgemacht.

Mach dir keine Sorgen. Wir beide halten so was schon aus.

[Frau] Toni!

Entschuldige, ich muss mich von Bine verabschieden,

sonst ist sie beleidigt.

Mach das.

[melancholische Klänge setzen ein]

-[Anrufton] -[Klicken]

[Mailbox] Hey, hier ist Dom. Hinterlasst mir eine Nachricht. [piept]

[entfernt schlägt Kirchturmuhr]

[schluchzt]

[Feuer knistert]

[atmet schwer]

Möchtest du lieber allein sein?

Du hast es aber nicht gerade weit geschafft.

Dachte schon, ich hätte dich verpasst.

[Dominik] Wäre ich nur ein bisschen früher dagewesen.

Wie meinst du das?

Die waren zu viert, Mann.

Was soll ich da machen?

-Ich hätte einfach… -…es verhindern können?

Ich hatte Angst, ok?

Ich hatte eine ScheiĂźangst.

Ich machte mir so lange VorwĂĽrfe, dass ich Joseph nicht daran hinderte,

da hochzufahren.

Es hat mich wahnsinnig gemacht.

Du suchst so lange nach einem Grund…

…und verpasst das Leben dabei…

[schnieft]

…was schade ist, weil…

Eigentlich ist das Leben gar nicht so schlecht…

…wenn man es nur zulässt.

Und wenn man alles kaputt gemacht hat?

Und du es nicht mehr reparieren kannst?

Egal, was ist…

…es ist zu spät.

Dann findest du vielleicht jemanden…

…mit dem du zusammen kaputt sein kannst.

[Kusslaut]

[Lisi, Gedankenstimme] Dann kommt der Moment…

[Nachrichtenton]

…an dem sich der Nebel endlich lichtet.

[Vogelzwitschern]

["Blue Comanche" von Westerman]

Der Weg liegt frei.

Die Sicht wird klar.

Du blickst nicht mehr zurĂĽck,

bereit, all das, was passiert ist,

hinter dir zu lassen.

Wenn da nur nicht diese kleine Stimme wäre, die dir sagt:

"Dreh dich bloĂź nicht um."

["Blue Comanche" klingt aus]

[Pippa, weinerlich] Sie war meine beste Freundin.

-Alles gut, Baby. -[schluchzt] Ich glaub's einfach nicht.

Ist schrecklich.

[Pippa] Gott, Nessa.

[Lisi] Patrizia?

Hey, Lisi.

Brauchst du grad einen Moment?

Nein, ist schon gut, ähm…

Ich komm nur mit dieser Veranstaltung nicht klar.

Woher wusstest du von meinem Bruder?

Ich will einfach nur abschlieĂźen.

Kosh, du konntest ja doch kommen.

Wieso denn nicht?

Ja, wir wussten nicht, ob du es schaffen wĂĽrdest.

Man hat versucht, dich zu erreichen.

Ich war ein paar Tage bei Hans.

[Claire] Angenehm.

Mein Beileid.

[Kirchturmuhr schlägt]

Ach…

-[Frau] Mein Beileid. -[Mann] Mein Beileid.

Ich glaub, ich schau bei meinem Alten vorbei.

Soll ich mitkommen?

Ich glaub, ich mach das lieber allein.

Conny.

Hey, Dominik.

Wie geht's?

Ich hab noch mal nachgedacht.

Ăśber dein Angebot, du weiĂźt schon.

Ich bin dir sehr dankbar fĂĽr die Gelegenheit,

aber ich möchte niemandem den Platz wegnehmen,

der es mehr verdient.

Nicht so bescheiden, Junge.

Du hast Potenzial. Das sehe ich an deinen Skizzen.

Du hast eine unkonventionelle Perspektive. Das ist wertvoll. Nach so was suchen wir.

Ja, aber ich fĂĽhle mich einfach nicht wohl damit.

Das ehrt dich ja auch, aber was willst du dann machen?

Erst mal bleib ich in KitzbĂĽhel. Und dann bewerbe ich mich ganz normal.

Woanders.

Wenn es nicht klappt, dann probier ich's noch mal.

Wenn's wieder nicht klappt, dann weiĂź ich wenigstens Bescheid.

Und ich muss es einfach wissen.

[melancholische Musik spielt]

Hallo, Papa.

[Musik endet]

Übrigens… [Pause] Mir gehört jetzt dein Hotel.

Danke.

Das Ding ist nur, ich brauch kein Hotel, ich brauch ein Zuhause.

Das hast du nie verstanden, oder?

Ich hab da jemanden gefunden, der das versteht.

[Patrizia] Vanessa war immer der Star der Familie.

Nessa. Nessa. Nessa.

Ich war so neidisch frĂĽher.

Bis ich merkte, dass sie es viel härter hatte.

Wie meinst du?

Immer posen, immer lächeln, immer perfekt sein.

Sie war nicht frei.

[sphärische Klänge setzen ein]

Aber mit deinem Bruder…

…da hat sie sich frei gefühlt.

Glaubst du, sie hat ihn geliebt?

-Das bleibt jetzt aber wirklich unter uns. -[Lisi] Versprochen.

Es lief nicht gut mit Dominik.

Sie wollte Schluss machen.

Sie wusste nur noch nicht, wie.

Hat Vanessa dir je von der Nacht erzählt, in der mein Bruder verunglückt ist?

Na ja, sie…

Sie fragte sich schon, ob er wegen ihr da hoch ist.

Ist alles ok?

Du warst da an dem Abend, oder?

-Auf der Party in eurem Chalet? -Ja.

Also, es ist jetzt ein Jahr her, aber…

Erinnerst du dich an irgendwas?

Hat Vanessa sich komisch verhalten oder irgendwas?

[schnauft]

Sie hat irgendwann ihr Handy gesucht. GroĂźes Drama.

Bis sie's dann doch wieder gefunden hat.

[Musik wird hektischer]

Wieso? Was sind das fĂĽr komische Fragen?

Lisi?

[Musik wird noch spannungsvoller]

[Lisi] Hans.

-Es macht alles keinen Sinn mehr. -Was macht keinen Sinn mehr?

Vanessa.

Ich sprach gerade mit ihrer Schwester.

-Irgendwas muss da oben passiert sein. -Lisi.

Bitte hör auf, dich zu quälen.

Du hast die Nachrichten doch gesehen. Ich auch.

Und Jos letzte Voicemail hörten wir auch.

Was, wenn Vanessa die Nachrichten an Joseph nicht geschrieben hat?

[spannungsvolle Musik endet]

["Meldoy X" von Bonaparte]

Lisi.

Wo willst du hin?

[Mann] Herr Ziervogel?

Wir verhaften Sie wegen Vernichtung von Beweismaterial.

-Nicht anfassen. What the fuck! -Was ist?

-[Polizist] Bleiben Sie zurĂĽck. -[Hans] Was hat er gemacht?

Mein Bruder Joseph

ist vor einem Jahr gestorben.

Lisi!

Wo gehst du hin?

Wieso kennst du ĂĽberhaupt ihren Code?

Es ist der Geburtstag ihrer Schwester.

Was ist los?

Und wenn man alles kaputt gemacht hat?

["Meldoy X" endet]

[rhythmische Schlussmelodie setzt ein]

[Melodie wird sanfter]

[Musik endet]

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