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Original subtitles

[lebhafte Musik]

[Funkgeräusche]

[Rauschen] [Polizist] Code 072.

Uns wurde gerade ein Einbruch am SĂĽdhafen gemeldet.

[Funkgeräusche, Rauschen] [Polizist] Code 072.

Ein Einsatzwagen zum SĂĽdhafen.

Millbrandt & Sohn.

[Kim] Als gute Detektivin braucht man im Grunde nur drei Dinge.

[Donnern]

[Polizist ĂĽber Funk] Ein Einsatzwagen zum SĂĽdhafen. Jetzt!

[spannungsvolle Musik]

[Kim] Die Fähigkeit, mit der Umgebung zu verschmelzen…

[Flattern]

[Rascheln]

[Alarm klingelt]

[Kim] …eine scharfe Beobachtungsgabe…

…und Kondition.

[spannungsvolle Musik]

[Rumpeln]

[Klappern]

[keucht]

[Mann stöhnt schmerzerfüllt]

[keucht] [Kuckucksuhr schlägt]

[Kuckucksuhr schlägt weiter]

[Kuckucksuhr verstummt]

[Kim] Ok, Tagebuch.

Ganz so… war es nicht.

[Zeitraffer-Geräusch]

[Stille]

[Kim] …und Kondition?

[spannungsvolle Musik]

[keucht]

[Polizeisirene]

[Polizist murmelt vor sich hin]

[Polizist] Hände hoch!

Und ganz

langsam umdrehen!

[Polizist] Schön langsam!

Kim JĂĽlich.

[verlegen] Hi.

[seufzt]

[Motorgeräusche]

[Polizist] Polizeifunk abhören.

Da kannst du zwei Jahre fĂĽr kriegen!

Ich hätte ihn fast gehabt.

Ja, aber jetzt ist er entkommen, weil du dich wieder ĂĽberall einmischen musstest!

Wie oft muss ich es noch sagen? Polizeiarbeit…

…ist Aufgabe der Polizei.

[beschwingte Musik]

Da ist ja kaum noch was drin.

Ist ja auch schon das dritte Mal diesen Monat,

dass ich dich nach Hause bringen muss. Finger weg!

[schmatzt leise]

[Auto fährt über Kies]

[entferntes Hundegebell]

Sie können mich auch gerne hier rauslassen.

[Polizist] Nice try.

[Fensterscheibe fährt surrend runter]

Frau JĂĽlich.

Kommissar Peters.

Von hier an ĂĽbernehme ich. [Musik endet]

[energische Schritte]

[TĂĽr schlieĂźt]

-So. -[Bruder] Bekommt Kim Ärger?

[Pling]

[LuftstoĂź]

Ben-Lukas, lass uns jetzt mal alleine.

[TĂĽr schlieĂźt]

So. Jetzt ist endgĂĽltig Schluss mit dem Detektivspielen.

Wieso kannst du nicht sein wie normale Mädchen?

Mit normalen Hobbys.

Such dir doch mal ein paar Freundinnen!

Ich habe Freundinnen.

Nenn mir zwei.

Jeanette und Annika.

[atmet aus]

Das sind meine Freundinnen aus meinem Buchclub.

Wir diskutieren Kafka auf Augenhöhe.

Such dir wen in deiner Größe.

[Tür wird geöffnet]

[TĂĽr knarzt und schlieĂźt]

[beschwingte Musik]

[Benachrichtigungston]

[tippt]

[tippt] [Musik endet]

[Musik setzt wieder ein] [Benachrichtigungston]

[Kim] Geheimes Detektivtagebuch von Kim JĂĽlich.

Sonntag, 23 Uhr.

Warum bin ich da nicht schon frĂĽher drauf gekommen?

Das ist genau das, was mir fehlt.

Sherlock Holmes hat Watson.

Kommissar Brockmeier hat Gellert.

Und wenn ich heute nicht allein gewesen wäre,

hätte ich den Einbrecher bestimmt gestellt.

[Musik endet]

Ich brauch keine Freundin!

Ich brauch 'ne Partnerin!

[Auto hupt]

[lebhafte Musik]

[Kim] Bewerber*innen fĂĽr Detektivclub gesucht.

Du bist mutig und neugierig?

[Klatschen]

[Klatschen]

[Kim] Du interessierst dich fĂĽr Geheimnisse

und ungeklärte Fälle?

[Kim] Du hast eine scharfe Beobachtungsgabe… [Klatschen]

…Kondition und kannst mit der Umgebung verschmelzen?

[Klatschen]

[Kim] Treffpunkt: 15 Uhr im Café Lomo.

[Rascheln]

[Mädchen] Franzi, ich habe gesagt, du sollst stehen bleiben!

Jetzt gib den zurĂĽck! [Musik endet]

Vor der Pause war er noch da.

Mann, ich habe deinen Geldbeutel nicht.

Hör doch auf zu lügen!

Ich lĂĽge nicht!

[Mädchen] Jetzt rück ihn endlich raus! Wo soll er denn sonst sein?

-Was ist denn hier los? -[Mädchen] Gib her!

Keine Ahnung.

Ich habe dieses hässliche Ding nicht.

Hässlich? Du bist hässlich.

Das ist pinkes Schlangenleder.

-Der ist mehr wert als dein ganzes Outfit. -[Franzi] Was?

Schlangenleder? Ätzend. [Handy klingelt]

[Mädchen] Das ist ein Imitat. Aber megawertvoll.

-Gib her! -[Franzi] Nein, lass los!

Lass los!

[schreit schrill]

[knurrt zornig]

[Mädchen] Hey!

[Lehrerin seufzt]

[Franzi kaut Kaugummi]

Franziska Winkler.

Ich bin ja einiges gewohnt von dir.

Skateboard auf dem Gang…

Ich wollte pĂĽnktlich im Unterricht sein.

Schlafen im Klassenzimmer.

Hatten Sie schon mal Erdkunde bei Herrn Kurt?

Und von dem Kaugummifriedhof unter deinem Sitzplatz

will ich gar nicht erst anfangen.

Aber Diebstahl!

Hä? Ich war das nicht!

Und schwere Körperverletzung.

Warum glauben Sie ihr mehr als mir?

[tippt mit den Fingern]

Blauer Brief?

[Lehrerin] Letzte Verwarnung.

Voll korrekt! [Tür öffnet sich]

[Räuspern] [Musik setzt ein]

Einspruch.

Nicht schon wieder.

[Kim] Frau Nöhl, Diebstahl ist eine harte Anschuldigung.

Und Sie haben keine Beweise.

Bis der wahre Schuldige gefunden ist, kommt meine Mandantin auf Bewährung frei.

Hä?

Ich setze mich fĂĽr dich ein.

[seufzt]

Die übliche Verdächtige, hm?

Und dass Sie Stammkundin im Nagelstudio

von Verenas Vater sind, hat natürlich…

…gar nichts mit Ihrer Urteilsfindung zu tun.

[lacht spöttisch] Ich bin doch nicht bestechlich.

Personalisiertes Design.

Teurer SpaĂź.

[Kim] Wie viel Rabatt gibt er Ihnen?

Zehn Prozent? FĂĽnfzehn?

[Kim] Ich glaube, wir sind fertig hier.

[StuhlrĂĽcken]

[Franzi] Ciao!

[Schulklingel] [Tür wird geöffnet]

[beschwingte Musik]

[Schubser]

Ups. [Schubser]

[Tür fällt zu]

Nice. Wie so ein Anwalt.

[Kim] Anwältin.

Ich kann deinen Fall übernehmen, wenn du willst. Ich habe nämlich…

[Franzi] Ein Detektivclub?

Welches Baby hat denn das aufgehängt? [Musik endet]

[räuspert sich]

Ich gebe dir mal meine Nummer. Falls noch Fragen zum Prozess aufkommen.

[Franzi] Ne, lass mal.

Mein Handy ist Schrott. Da geht nur noch der Pizzaservice.

Ist das alte von meiner Schwester.

Ich kriege erst ein neues, wenn sie ein neues kriegt.

Ist kompliziert. Ich bin ĂĽbrigens Franzi.

Ich weiĂź.

Wir haben zusammen Sport.

[empört] Seit zwei Jahren!

Na ja.

Man sieht sich bestimmt mal.

[lebhafte Musik]

[seufzt]

[lacht verlegen]

-[Franzi] Na, Melanie-Magdalena? -[Melanie] Was geht?

[Kim] Kim, drei Buchstaben.

Das sollte man sich doch merken können.

[Franzi] Weg da.

[Kim] Na ja.

FĂĽr Detektivinnen ist Unsichtbarkeit

eine der wichtigsten Eigenschaften.

Auch wenn sie es einem echt schwer macht, eine Partnerin zu finden.

Kim, ich brauche jetzt den Tisch.

Aber da kommt noch wer!

[stellt Glas ab]

Du nuckelst seit zwei Stunden an einem Kakao Spezial.

Du zahlst jetzt.

[Cafégäste unterhalten sich] [Musik endet]

[Cafegäste unterhalten sich]

Also fĂĽr den Service wĂĽrde ich kein Trinkgeld erwarten.

Seit wann gibst du Trinkgeld?

[Mädchen] Hi.

Ich bin hier fĂĽrs Casting.

Ich bin doch nicht zu spät, oder?

Nein. Äh, also, ja.

Aber egal.

Hier war gerade noch so ein Andrang.

Andrang? [schnaubt spöttisch]

Noch mal zwei von was auch immer sie hatte.

[Kellnerin] Zwei Kakao-Spezial.

Ich bin Marie.

Und ich bin perfekt fĂĽr den Job.

Mein Vater ist Kommissar. [Papier raschelt]

[Marie] Du weiĂźt schon. Mord,

Totschlag. [Stift kratzt auf Papier]

Geldwäsche.

AuĂźerdem bin ich eine VerwandlungskĂĽnstlerin.

Und…

Ich kann Schlösser knacken.

[Marie] Und zwar hiermit.

Ich hatte dich bei "Kommissar", oder?

Na ja, ich habe auch noch einen Anschlusstermin.

Hier.

[Stift kratzt auf Papier]

Hier hast du meine Nummer. See ya.

[belebte Musik]

[Marie] Stimmt so.

-[Kim] Marie… -[Kellnerin] Siehst du?

So gibt man Trinkgeld.

[Kim] Könnte Marie meine Partnerin werden?

Rein soziologisch betrachtet

hätte es nie zum Gespräch zwischen uns kommen dürfen.

Es liegen Welten zwischen uns.

Sie ist cool, und ich bin… na ja…

[verzerrter Soundeffekt]

…ich.

Aber wenn jemand wie Marie

sich fĂĽr meinen Detektivclub interessiert,

dann ist er ja offensichtlich nicht nur was fĂĽr Babys.

Sherlock hat Watson.

Brockmeier hat Gellert.

Und Jülich hat…

…ein… völlig fremdes Mädchen,

von dem sie nicht mal den Nachnamen kennt.

Egal. Je weniger ich weiĂź,

desto objektiver das Bewerbungsverfahren.

Es geht hier schlieĂźlich nicht darum, eine Freundin zu finden.

[Musik endet]

[TĂĽr quietscht] [Schritte]

[Tür fällt zu]

[Schritte]

[Handy klingelt]

[Mädchen] Hallo?

[verzerrte Männerstimme] Na, hast du die Kohle?

[Mädchen] Ja… also fast.

[verzerrte Männerstimme] Gut. Die nächste Übergabe findet morgen Mittag statt.

Kleine Scheine, wie immer. Ăśbergabeort wie immer.

Keine Faxen. Keine Polizei! Vergiss nicht,

ich weiĂź alles ĂĽber dich.

[Freizeichen]

[Kim] Pinkes Schlangenleder…

Hey, das ist Verenas! [TĂĽr quietscht]

[Tür wird geöffnet]

Anna, ich kann dir helfen! [Zusammenprall]

[Anna] Niemand kann mir helfen. Lass mich in Ruhe.

Hey, die Kronberg sagt, ich soll dich holen.

Es sind zu wenig Leute auf dem Feld.

Ich glaube, ich habe gerade einen Fall gelöst. Also fast.

Ich bin da mit einer Bekannten dran.

Uns fehlen nur noch ein paar Puzzleteile.

[Kim] Machst du mit?

[lacht sanft]

Bin dabei.

[beschwingte Musik]

[lacht]

[schlĂĽrft]

Sie kommt bestimmt gleich.

[Tür wird geöffnet] [Schritte nähern sich]

[TĂĽr schlieĂźt]

Huhu!

Wo warst du? Und…

Was hast du an?

Ich dachte, so Detektivstyle. [Musik endet]

Warte mal.

-Das ist der Detektivclub? -Ja.

Was hast du denn gedacht, als ich Fall gesagt habe?

Gar nichts?

Dass ich keinen Verweis kriegen will?

Nerd Alert!

[Kim] Entschuldige mal?

Wir machen das hier alles fĂĽr dich!

Ich habe dich nicht gezwungen, meinen Fall zu lösen.

Ka… äh… Ki…

Kim. Ich heiĂźe Kim.

Kann sich kein Mensch merken.

[Marie räuspert sich]

Ja, schön. Und was machen wir jetzt?

[holt Luft]

Wir beschatten Anna. Morgen nach der Schule.

Aber ich bin doch gar nicht an eurer Schule.

Ich gebe dir die Standortverfolgung frei, und dann kommst du dazu.

Aber so unauffällig wie möglich.

[Kim] Und nicht wieder verkleidet wie Sherlock Holmes.

[sanfte Musik] [Kim] Ich stehe an der Schwelle zu etwas GroĂźem.

Ich bin kurz davor, eine Partnerin zu finden.

[Knall]

[Kim] Wer von den beiden hat das Zeug dazu, meine Watson zu werden?

[Knall]

[Kim] Franzi.

Eigentlich Franziska Winkler. Sportlich.

[Rattern]

Mutig.

Nur leider viel zu simpel gestrickt.

[Knall]

Marie. Nachname unbekannt.

[Rauschen]

VerwandlungskĂĽnstlerin.

Kennt die neusten Trends. [Klicken]

Wirkt aber selbstbezogen und oberflächlich.

[beschwingte Musik]

Außerdem ist sie ständig zu spät.

Morgen wird sich zeigen,

wer das Zeug zur wahren Detektivin hat. [Musik endet]

-[Kim] Komm. -[Franzi] Ja, ist gut.

[Kim] Los geht's.

Franzi!

[Schritte]

[Fahrräder quietschen]

[Kim] Komm.

Komm, Franzi!

[Fahrräder klappern]

[Handy klingelt]

Ja?

Ich… Ich bin gleich da.

[Fahrräder bremsen]

[tippt]

Marie.

[Kim] Observation Anna läuft.

Standortverfolgung freigegeben.

[Schritte]

[Fahrräder rollen über Kies]

[spannungsvolle Musik]

[Musik endet]

[Handy klingelt]

Was ist das eigentlich fĂĽr ein nerviger Klingelton?

Pst.

[Anna] Ich habe das doch gemacht. Lass mich bitte in Ruhe.

Das ist ein klassischer toter Briefkasten.

Also, ein geheimer Ăśbergabeort.

[lacht spöttisch]

Ich weiĂź, was ein toter Briefkasten ist.

[spannungsvolle Musik]

[lacht] Und was machen wir jetzt?

Wir warten.

[Franzi seufzt]

[Stimmengewirr]

Boah, ist das langweilig.

[Marie] Huhu!

[Kim] Pst.

Wo kommt das ganze Zeug her?

[Kim] Welchen Teil von "unauffällig" hast du nicht verstanden?

Wieso? Picknick im Park ist doch die beste Tarnung.

Wie lange dauert das denn jetzt noch?

Wir sind seit nicht mal fĂĽnf Minuten hier.

Ok.

[Kim] Jetzt noch mal.

[Fahrrad quietscht] Wir warten hier, bis der Erpresser

Annas Umschlag mit dem Geld aus dem MĂĽlleimer nimmt und ich "Zugriff" sage.

Du meinst, so wie jetzt?

[Musik endet]

[spannungsvolle Musik] Zugriff! Go, go, go!

[seufzt]

Mein Name ist Peters. Kommissar

Peters.

[macht Schussgeräusche nach]

[Fahrrad rauscht vorbei] Hö!

[Fahrräder rauschen vorbei]

Stopp dein Fahrzeug, Kim JĂĽlich. [Bremsen quietschen]

Wieso? Ich war innerhalb der Toleranzgrenze.

Meine Toleranzgrenze hast du schon längst überschritten.

Das ist Schikane!

Seit wann sind Sie ĂĽberhaupt Verkehrspolizist?

Seitdem du meine Fälle sabotierst und ich wieder

Strafdienste schieben muss.

Und du… [dumpfer Schlag]

…schiebst jetzt auch.

[bedrĂĽckte Musik]

[Fahrrad quietscht]

Wo bleibst du denn?

Wir haben ihn.

[spannungsvolle Musik]

[Kim] Das ist sein Fahrrad.

[Musik endet]

[Tür wird geöffnet] [Stimmengewirr]

[Gläser klappern]

[Stimmengewirr]

[Chanson-Musik]

[Kim] Seht ihr unsere Zielperson?

Vielleicht der hinter der Bar?

Statur könnte passen.

Franzi, du durchsuchst den Hinterraum nach dem Umschlag.

Und Kim flirtet mit dem Typen.

Du meinst, ich befrage ihn.

Und was machst du?

Ich lenke die Leute ab.

[Chanson-Musik]

[Kim] Flirten?

Sie hat flirten gesagt.

Ich interessiere mich nicht für…

[Chanson-Musik]

[Kim] …Jungs.

Hey. Was darf's sein?

Was auch immer du willst.

Ich meine… Eine Cola, bitte.

[lacht aufgeregt]

[Kim] Kim, konzentrier dich.

Vielleicht ist er der Erpresser.

[löst Kronkorken]

Ich brauche Indizien.

Zum Beispiel FingerabdrĂĽcke.

Danke.

[Mikrofon-Feedback]

[Chanson-Musik]

Das ist fĂĽr all die einsamen Herzen da drauĂźen.

FĂĽr all die Schiffe, die noch keinen Hafen gefunden haben.

♪ Etwas treibt uns heute ♪

♪ Alle hinunter an die Pier ♪

♪ Bootsmann, mach ♪

♪ Die Leinen los ♪

♪ Was hält uns denn noch hier? ♪

♪ Die einen suchen einen Schatz ♪

♪ Die anderen nur ihr Glück ♪

♪ Der Sturm fährt in die Segel ♪

♪ Jetzt gibt es kein Zurück ♪

[Marie aus der Ferne] ♪ Unsere Sehnsucht ♪

♪ Lässt uns immer weiter fahren ♪

[Schnarchen]

♪ Unsere Sehnsucht ♪

♪ Ist der Wind in unseren Haaren ♪

[Schnarchen]

♪ Der Blick geht weit zum Horizont ♪

♪ So langsam wird es klar ♪

♪ Dass das, was wir finden wollten ♪

♪ Unsere Sehnsucht war ♪

Und? Verdient man hier gut?

Ich suche auch gerade nach einem Nebenjob.

Tja, da wĂĽrde ich mir an deiner Stelle etwas anderes suchen.

[Junge] Ich spar nämlich auf ein Mofa.

Aber bei diesem Gehalt

wahrscheinlich fĂĽr immer.

Vielleicht sollte ich mal eine Bank ĂĽberfallen. [lacht]

Oder jemanden erpressen.

Sehe ich etwa kriminell aus?

Total sĂĽĂź!

Die Cola. Ich meine die Cola.

[Kim lacht verlegen]

[Kim] Zuckerschock.

Kein Zucker nach 18 Uhr eigentlich.

Eigentlich gar kein Zucker für mich. Ja…

Du bist eigenartig.

Ja, das habe ich schon öfter gehört.

-[Marie] ♪ Niemand kennt den Kurs genau ♪ -Aber…

Ich werte das als Kompliment.

[Marie] ♪ Und nirgends landen wir ♪

♪ Der Kompass ist längst über Bord ♪

[Marie aus der Ferne] ♪ Und das Schicksal… ♪

[Schnarchen]

♪ Der Blick geht weit zum Horizont ♪

♪ So langsam wird es klar ♪

♪ Dass das, was wir finden wollten ♪

♪ Unsere Sehnsucht war ♪

♪ Unsere Sehnsucht ♪ [Klappern]

Ich pack's nicht!

[erschrickt]

Du kleine Krabbe!

Was willst du denn auf meinem Kutter? [Rumpeln]

Hast dich hier wohl verschwommen!

[Dinge fallen zu Boden] [Mann schreit]

[Geschrei aus dem Hinterzimmer]

[Marie] ♪ Wer bleibt… ♪

[Franzi] Rennt!

♪ Das Spiel ♪ [Männer beschweren sich]

[Kim] Tschau!

Danke schön.

♪ Und irgendwann, ich spür's genau ♪

[Mann] Ihr dreht jetzt sofort bei und geht auf Kurs zurĂĽck!

♪ Bringt sie uns ans Ziel ♪

[Musik klingt aus]

[Kim] Wer das Zeug zur wahren Detektivin hat?

Ich verkĂĽnde stolz: beide!

[sanfte Musik]

[Bremsen quietschen]

Voll der Adrenalinkick!

Ermitteln ist besser als Sport.

Pst!

Wow, ich hatte noch nie so viel Geld auf einmal in der Hand.

Nicht drauf rumtatschen.

Das ist ein Beweismittel.

Wie du mit dem Barmann geflirtet hast.

[Marie] Nicht schlecht.

Ich habe seine Colaflasche.

Die lasse ich nie wieder los.

Weil…

Weil ich seine FingerabdrĂĽcke nehmen will, natĂĽrlich.

[kichern]

Kim ist verliebt.

Ha ha.

[sanfte Musik]

[Frau JĂĽlich] Kim Konstanze JĂĽlich!

Du hast Besuch?

Ich kann dir alles erklären.

Von zwei Mädchen in deinem Alter?

Na ja…

Ich habe die ganze Detektivsache an den Nagel gehängt und

mir wen auf Augenhöhe gesucht.

[stellt Schuhe ab]

Ich bin ja so froh,

dass du Freundinnen gefunden hast.

[Kuss] [kichert]

[Kim] Ja.

Ich auch.

[spannungsvolle Musik]

Bis wohin habt ihr gelesen?

Alles.

Stell dir vor, ich kann lesen.

Auch wenn ich deiner Meinung nach

"viel zu simpel gestrickt" bin.

Ich kann alles erklären.

Ich höre dir aber nicht zu. Ich bin nämlich "viel zu

selbstbezogen und oberflächlich."

Das ist eine objektive Einschätzung.

Das ist alles nicht persönlich.

Ja? Wenn das nicht persönlich ist, dann legen wir mal für dich eine Akte an.

Ok.

Hat ein blödes Spängchen im Haar.

Ist ein rechthaberischer Kontrollfreak.

Hat einen komischen Namen, den sich keiner merken kann.

Ist eine miese Freundin!

Wir waren nie Freunde.

Wartet! [Musik endet]

Lasst den Umschlag da.

[Schritte] [getragene Musik]

[Uhrwerk surrt]

[Sängerin] ♪ I can't lie ♪

♪ If you look in my eyes ♪

♪ You'll find a light inside ♪

♪ Nobody dares to see ♪

-♪ What makes me shine ♪ -[Kim] Was, Tagebuch? Es stimmt doch.

♪ You can throw your… ♪

[Kim] Wir waren nie Freundinnen.

♪ Sticks and stones won't hurt ♪

[Kim] Und ich habe nie gesagt, dass ich welche brauche.

♪ To be safe from you ♪

♪ Because I always knew ♪

♪ What I was worth ♪

[Kim] Vielleicht war es wirklich eine doofe Idee mit dem Detektivclub.

Ich meine,

wozu braucht ein echtes Mastermind eine Partnerin?

Watson schreibt im Grunde auch nur mit, was Sherlock macht.

Den Fall löst Sherlock alleine.

Und das mache ich jetzt auch.

[sanfte Musik]

♪ I am sleeping, follow me ♪

♪ If you dare ♪

[pustet]

[Kim] Wenn einer der FingerabdrĂĽcke auf dem Umschlag

mit dem Abdruck auf der Flasche ĂĽbereinstimmt,

dann ist der Junge aus der Bar der Erpresser.

♪ …know myself ♪

♪ Better than someone else ♪

[Kamera klickt]

♪ You can wish me well ♪

-♪ 'Cause I'll be on my way to ♪ -[Kim] Aber er sah so unschuldig aus.

♪ Where I belong ♪

[Computer surrt]

[Surren]

[Surren]

[Kim] Er ist der Erpresser.

Was wieder zeigt:

Eine echte Detektivin darf sich

von ihren Gefühlen nicht täuschen lassen. [Musik endet]

[Mann im TV] Gellert!

[Knistern]

-Gellert! -Brockmeier!

[Gellert] Lass mich zurĂĽck.

Nein.

Einmal Partner, immer Partner.

Pff.

Unrealistisch.

Aber du hast gesagt, du brauchst keinen Partner.

Ich war stolz und ĂĽberheblich.

Ich dachte, ich schaffe es allein.

Aber das stimmt nicht.

[Gellert] Brockmeier, hör jetzt gut zu.

[stockend] Du musst…

[Brockmeier] Bleib bei mir, Gellert. Gellert!

[schreit verzweifelt] Gellert!

[Frauenstimme] Werbung.

[Werbejingle]

[Polizeisirene] Oh, Mist. Die Bullen?

[Handyklingeln]

Hi! Es ist wieder

Tiefpreisalarm bei Millbrandt & Sohn.

Geile Handys. Keine Abzocke.

Keine versteckten Kosten.

[Werbejingle] [Kim] Das ist doch der gleiche Klingelton wie bei Anna.

[Millbrandt] Alles andere ist Verhandlungssache.

Hol dir fette Klingeltöne im Schüler-Sparabo bei Millbrandt & Sohn.

[Werbejingle] [Handyklingeln]

[Polizist] Code 072. Ein Einsatzwagen zum SĂĽdhafen.

Millbrandt & Sohn.

[Kim] Der Fall ist noch nicht gelöst.

Der Laden im Hafen. [Klacken]

Der Stein im Schaufenster. [Klacken]

Das war bei Millbrandt & Sohn.

Was hat der Fall Anna mit einem billigen Elektroladen zu tun?

[spannungsvolle Musik]

Ich muss dahin, wo alles begann.

Zum Hafen.

[verzerrte Männerstimme] Ich kann mich nicht auf dich verlassen.

…nie wieder los.

Hör mir zu.

[verzerrte Männerstimme] Wir müssen reden.

[Kim] Der Junge aus der Bar.

Ich meine… der Erpresser!

[Mann] Du hast mich enttäuscht.

Nimm das Ding runter.

Du hast mich enttäuscht, Michi.

Jetzt nimm das Ding runter.

[Mann] He!

Gib her, Mann.

Michi.

Wie doof kann man eigentlich sein

und sich die Kohle aus der Tasche zocken lassen, hä?

[Mann] Mann, hey, Michi! Ich verstehe es echt nicht.

Kann doch nicht so schwer sein.

Lass es dir das nächste Mal doch einfach selbst geben.

Ne, das hat mein Kunde ja nicht so gern

aus SteuergrĂĽnden.

WeiĂźt du was? Ich glaube dir nicht mehr, Frank.

[Michi] Ich will, dass du mir jetzt sagst,

wo das Geld her ist.

Oder ich bin raus!

Michi, du kannst nicht aussteigen.

Das hier ist ein Familienunternehmen!

Familie?

Ich… ich bin doch nicht mal auf dem blöden

Pappaufsteller! [schlägt dagegen]

[Frank] Michi, bleib stehen. [Aufsteller wackelt]

[Michi] Und der Stein im Schaufenster.

Ist der auch von deinem Kunden?

[Frank] Der Stein geht dich nichts an.

[Michi] Dann gehen mich deine komischen Kurierdienste auch nichts mehr an!

[Michi spricht im Hintergrund weiter]

[TĂĽr quietscht]

[TĂĽr schlieĂźt] [Handyklingeln]

[Anna] Hallo?

[Frank mit verzerrter Stimme] Anna, mein Geld ist nicht angekommen.

Wir treffen uns gleich am Hafen.

Diesmal komme ich persönlich.

[Anna] Aber ich habe das Geld doch abgegeben!

Ich habe nichts mehr.

[Frank] Dann treib halt was auf. Sonst verrate ich deine Geheimnisse.

Ich weiĂź alles. [Freizeichen]

[Anna] Oh Mann.

[weint]

Das kann doch alles nicht wahr sein.

[Anna weint]

[Anna schluchzt]

[Anna weint] [Kim] Anna.

[Junge] Ich wollte doch ĂĽberhaupt nicht rein.

Du hast gesagt, dass die Party supercool war.

[Kim] Elias? [Popmusik]

Was ist denn das? [Rumpeln]

[Frank] Hey!

Was schnĂĽffelst du in meinem Office rum? Ich glaube, es hackt! [Musik endet]

Ich habe den Werbespot gesehen.

Ha! Habe ich doch gesagt, damit erreiche ich die richtigen Leute.

Wie dumm kann man eigentlich sein?

Den gleichen Klingelton fĂĽr seinen Werbespot

und die Erpresserhandys zu benutzen?

…oder die falschen.

Taschen leeren, sofort.

Zack, zack.

Na los! Handy her.

[öffnet Reißverschluss] [bedrohliche Musik]

Und was jetzt?

Sperrst du mich jetzt ein?

Und was dann?

Lässt du mich dann wieder gehen, obwohl ich zu viel weiß?

Toller Plan.

Ok.

Ich… habe einen Plan.

Und… den werde ich dir auch mitteilen.

[Piepton]

[Frank] Aber nicht jetzt.

Ich habe noch einen Termin mit der Heulboje am Containerhafen.

[TĂĽr knarzt]

[Kim] Hey! Lass mich raus!

[Rattern] [Kette rasselt]

[hämmert gegen die Tür] [Kim] Hey! Hilfe!

[Klopfen]

Marie! Franzi! [Musik endet]

Du hast jetzt nicht ernsthaft dem Gangster erklärt,

dass er dich beseitigen muss, oder?

Das nenne ich mal richtig simpel gestrickt.

Was macht ihr denn hier?

Ermitteln? Wir haben den Werbespot auch gesehen.

[Kim] Zusammen?

[Franzi] Ja.

Hätten wir dich vorher um Erlaubnis fragen sollen,

damit du es in deine Akte schreiben kannst?

Ihr hattet recht.

-Ich war stolz und ĂĽberheblich. -[Brockmeier] Ich war stolz, ĂĽberheblich.

Ich habe gedacht, ich schaffe es allein.

Entschuldige dich später.

Jetzt mĂĽssen wir dich erst mal befreien.

Anna ist am SĂĽdpier. Frank ist auf dem Weg zu ihr.

Die SchĂĽler-Sparabos sind eine Falle.

Frank hat Gebrauchthandys manipuliert, um systematisch Leute abzuhören

und mit ihren Geheimnissen zu erpressen.

Michi ist unschuldig.

[Franzi] Frank? Michi?

Wir brauchen Kommissar Peters!

Ja. Eine Pizza Funghi zum SĂĽdpier.

Franzi.

Ist jetzt echt nicht die Zeit, eine Pizza zu bestellen.

Fahren Sie durch die KanalstraĂźe.

[Schloss klickt]

[TĂĽr knarzt]

Und fahren Sie zu schnell.

[beschwingte Musik]

[Motor dröhnt]

Ich glaube, es hackt!

[Polizeisirene] [Reifen quietschen]

[Frank] Willst du mich verarschen? Da fehlt die Hälfte.

Da muss ich der Mutti wohl verraten, dass du dein Zeugnis gefälscht hast.

-[Anna] Nein. -[Kim] Lass sie in Ruhe, Frank!

Sagt wer, hm?

Ha!

Ha!

[Kim] Warte, Franzi!

Ok.

-Eins, zwei, drei, Power! -[Franzi] Hä?

[lebhafte Musik]

Spontane Eingebung. Besser als "Zugriff".

[Kim] Als gute Detektivin

braucht man im Grunde nur drei Dinge.

Kondition.

Die Fähigkeit, mit der Umgebung zu verschmelzen.

Oh, Mist.

[Kim] Und… eine scharfe Beobachtungsgabe.

[spannungsvolle Musik]

[Tor klappert] [Frank] Ah!

[Frank stöhnt] [Tor knarzt]

[Tor schlieĂźt] [Kim seufzt]

[Kim] Manchmal hilft es eben doch, unsichtbar zu sein.

[stöhnt]

Einmal Pizza Funghi, 14,80.

[Sanitäter] Ah, der kleine Michi Millbrandt. Sehr schön

[Frank wehrt sich] [Marie] Ja, tschau.

[Stimmengewirr]

[Franzi] …mit Käse drauf.

[Hintergrundgespräch] [Kim] Tut mir leid.

-[Mann] Ah ja, hier. -[Kim] Michi.

Wegen deinem Bruder.

Du hast alles richtig gemacht.

[Hintergrundgespräch]

-Wie heiĂźt du eigentlich? -[Franzi] Kim.

Sie heiĂźt Kim.

[Peters] Millbrandt, los, zack, einsteigen.

Zeugenaussage kannst du auf dem Revier machen.

Und, äh, Fräulein Jülich, haben wir nicht gesagt,

Verbrecherjagd ist Aufgabe der…

[Frau] Ja, hallöchen, die Zeitung.

Entschuldigen Sie, Kommissar Peters. Ganz kurz, Entschuldigung.

Einfach mal fĂĽr mich recht freundlich. Ja! [Kamera klickt]

[Frau] Ok. Und das könnt ihr ein bisschen besser.

Oder? Mit mehr Freude. Gern ein bisschen frontaler zu mir.

[Kamera klickt] [Mädchen lachen] [Frau] Oh, wunderbar.

[Kim] Die Aufmerksamkeit der Presse ist nicht der Grund,

warum ich Detektivin geworden bin.

[Marie] "Kim Jülich, wie ist es dir gelungen, den Täter zu fassen?"

"Na ja, bei mir steht Teamarbeit an erster Stelle."

[lachen]

[Kim] Ich gebe aber zu, es ist schon schön.

Außerdem gebe ich zu… [Musik endet abrupt]

…dass es komplett anders gelaufen ist.

[Zeitraffer-Geräusch]

Fräulein Jülich, hatten wir nicht gesagt,

Verbrecherjagd ist Aufgabe der… [Frank wehrt sich]

[Frau] Kommissar Peters.

Wie haben Sie es nur wieder geschafft, den Täter zu fassen?

Nun, ich wĂĽrde ja gerne sagen, dass es Teamwork war,

aber ich habe diesen Fall komplett alleine gelöst. Manchmal braucht es eben halt

ein Mastermind, das die ganze Sache

in die Hand nimmt.

Wollen Sie nicht ein paar Fotos machen? [lebhafte Musik]

-Ja, Entschuldigung. Sie kennen es ja. -Ja.

[Kamera klickt]

[Kim] Es ist ein fairer Deal.

Der gelöste Fall ist Peters' Ticket aus der Strafversetzung.

Im Gegenzug wird er unseren Detektivclub geheim halten.

Zumindest fĂĽrs Erste.

Jetzt braucht unser Club nur noch einen Namen.

Ich dachte, der Club ist babyisch.

Muss halt ein Knallername sein.

MFK.

Wie TKKG.

Hm.

Die drei Freundinnen? Wie die fĂĽnf Freunde.

Wie wäre es mit "Die drei Ausrufezeichen"?

Ihr wisst schon. Wie Die drei Fragezeichen.

Joa, mal schauen.

Vielleicht fällt uns ja noch was Besseres ein.

[Knall]

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