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.
(Nachdenklicher Gesang zu elektronischer Musik)
(Gedämpfte Musik)
(Flo:) Okay, mehr, mehr, mehr.
(Stimmengewirr)
(Mann:) Ja. - Leg mal ...
Quer passt. Links ... - Ja, quer passt.
(Marie:) So, hier geht es ...
(Ingo:) ♪ Ich gab dir meine Liebe.
♪ Ich gab dir mein Geld.
(Flo:) ♪ Und wo bist du jetzt, Marie?
♪ Schlampe, Drecksau.
(Ingo:) ♪ Ich hoffe, es geht dir schlecht.
Individualschönheit und das Individuum im Klassizismus ...
Also, wo es vorhin um die Natur ging, die im Vordergrund stand,
ist es jetzt der Mensch.
Nicht schlecht, die Marie, oder?
(Marie:) Es ist auffällig ...
Hier, die Kette muss noch dran, ne?
Ach ja?
(Marie:) Auch hier können Sie sich gerne umschauen
und den Audioguide benutzen.
17. Erzähle. - So modern ist es nicht.
Sie müssen schon noch das eingeben, die Nummer.
(Frau:) Ach so. - (Marie:) Ja.
Ja, sieht doch schon ganz gut aus. Haben wir die Kette da?
Ja.
Ja. Verschluss nach oben, ne?
Äh ... genau.
Wenn du die nachher in der Pause siehst,
dann beleidigst du sie erst mal richtig.
So im Spiel.
"Scheiß Schuhe, scheiß Hände, siehst scheiß aus."
Ja, das sagst du zu ihr.
Und dann, wenn sie nicht mehr kann,
dann nimmst du sie in den Arm und bist so ... "Du bist so schön."
Verstehst du? Du musst sie neugierig machen.
(Mann:) Wir wären jetzt fertig. Brauchst du uns noch?
Nee, passt, danke.
Okay, also, wir sind dann weg. Ciao. - Ciao.
Ja, ist doch so.
Man muss Frauen neugierig machen. So spielen eben.
(Flo:) Ja klar, weiß ich doch.
(Räuspern)
Na, Marie?
(Lachen)
Mahlzeit. - Mahlzeit.
(Fernes Telefonklingeln)
Läuft, Zeno?
Hier, der Ingo hat mir gerade erklärt,
dass man dich beleidigen soll, wenn man bei dir landen will.
Das habe ich so nicht gemeint. - Willst du bei mir landen?
Nee, gar nicht, weil deine Schuhe sind voll hässlich.
Ah, Zeno.
Du siehst auch heut wieder aus wie zwölf.
Aber irgendwie auch ...
alt.
Wie so ein kleiner alter Junge.
(Lachen)
Kennst du diese Krankheit?
Wo Kinder so aussehen wie 100-Jährige?
Die sind so sechs, aber haben so viele Falten im Gesicht.
Nee, kenn ich nicht.
Willst du dir nicht mal einen Bart wachsen lassen
oder wächst da einfach nichts?
(Lachen)
Ach du, ich muss da gar nichts kompensieren,
weil weißt du, ich hab eine ziemlich gute Anstellung.
Und was machst du noch mal, Marie?
Audio Guides.
Du machst dich über meine Position lustig?
Geht es dir besser, wenn du andere herabwürdigst?
(Yle:) Was ist das für Machtgehabe? - Find ich auch daneben, Zeno.
Was, ernsthaft jetzt?
Das war doch nicht so gemeint.
Das war doch jetzt ...
(Marie:) Hab ich dich!
Kleiner Ficker.
(Gelächter)
Im Ernst, frag halt einfach, wann du meine Nummer willst.
(Flo:) Oh.
(Ingo flüstert:) Die Nummer. Hol dir die Nummer.
(Lachen)
(Erwartungsvolle Musik)
Okay, gib her. - Was denn?
Na, deine Nummer. - Ja, gib halt deine.
Okay.
Du hast doch bestimmt so ein Atelier, oder?
Wo du am Wochenende so Bilder malst.
Du kannst doch malen, oder? - Nee.
Ähm, aber ich hab eine Wohnung. - Okay.
Und ich kann gut kochen.
Was kochst du heute Abend?
Lasagne.
Und deine Freundin, isst die mit, oder?
Nee, äh ...
Nee.
Ja, cool.
(Erwartungsvolle Musik)
Ey, das ist so krass.
Allein dieses Rot-Pink löst bei mir so viel aus.
Dabei weiß ich genau, wie traurig ich sein werde, wenn ich's gegessen hab.
Das Kaugummi war früher schon scheiße.
Das wird so hart im Mund. Wie Plastik. - Mhm.
Nach drei Sekunden Kauen ist der Geschmack weg.
Man fühlt sich nur benutzt.
20 Jahre später haben sie einen trotzdem, wegen Nostalgie.
(Verkäuferin:) 26,22 bitte. - Ja.
So, ich nehm den Champagner.
Tschüss.
(Erwartungsvolle Musik)
Ich weiß genau, was das für eine ist. - Aha.
Ja, voll eindeutig.
Das ist so eine, die hat nur Männerfreunde,
weil die Riesenkonkurrenzprobleme mit anderen Frauen hat.
Die ist nur mit Dudes unterwegs.
Das ist wichtig, dass sie die Einzige ist,
die mit denen unterwegs ist.
Sie ist megalässig, megacool, macht keine Probleme, ist richtig sexy.
Zeig mal.
(Lässige Hintergrundmusik)
Ja, die ist sexy.
Weißt du, was die ist? Die ist toxisch.
Sie ist einfach nur fake.
"Feeling cute." So cute, Marie, so cute.
Ist du dir schon mal aufgefallen, dass Zeno ihre Bilder likt?
Gott, so schwach, ey. Das ist richtig schwach.
Dass der mich für so eine verlässt, ist richtig schwach.
Stopp. Niemand verlässt hier irgendjemand.
Ich hätte nicht gedacht, dass der auf so was abfährt.
Es war deine Idee. Geh raus, mach was draus. Such dir ein Hobby.
Ruf Luzie an. Die macht immer 1.000 Sachen und sagt, du sollst mitkommen.
Die macht grad so Barré. - Das Sexballett?
Mhm. - Das ist doch perfekt.
Macht die hier garantiert auch.
Ja, mit Zeno, gerade in diesem Moment.
(Seufzen)
Ernsthaft, Charu? - Ernsthaft, Freddy?
(Vogelzwitschern)
Und du kochst also echt gar nicht? - Nö.
Aber Kochen ist doch was Schönes.
Ach nee, also Frauen, die kochen, das hat so was Biederes.
Findest du nicht?
Hm ... Ja.
Diese Vase, Zeno ...
Ist deine Ferdi so eine?
Was meinst denn du mit "so eine"? - Na ja, "so eine" halt.
Weißt schon, die so auch mit so ...
Jutebeutel mit Vulva drauf rumläuft.
Also, die Vase, die steht da auch eher so ironisch.
Glaubst du an so Body Positivity?
Äh, ja. - Okay, warum?
(Stimmengewirr draußen)
Ich find das wichtig.
Dass man, also ...
Dass man als Mann irgendwie ...
offen ist gegenüber ...
diversen oder unterschiedlichen Frauenkörpern.
Also, ich find diese ganze Body-Positivity-Geschichte
echt komplett verlogen.
Ich mein, "Everybody is beautiful" - what the fuck.
Jeder will doch einfach geile, knackige, junge Menschen ficken.
Ja, Natur ist ein Faschist.
Echte menschliche Körper sind halt auch meistens echt nicht schön.
Hast du dir schon mal ein paar Minuten zu lang ein Ohr angeguckt?
Guck mal.
Was ist das?
Die ganzen ...
Bubbeln, Hubbeln, Knubbeln.
Oder so Löcher überhaupt. Ach so, Zunge.
Hals.
Megaeklig, oder?
Mhm.
Oder so Haarbalken mitten im Gesicht.
Oder Pickel, hier.
"Everybody is beautiful." Everybody ist voll eklig, Mann.
So, jetzt Champagner, oder?
(Gedämpfte Stimmen)
Wie lange machst du das jetzt schon
mit der Ballerina-Hardcore-Body-Optimierung?
Warst doch früher immer eher so Ballsport.
Hat mir meine Ex gezeigt.
Mir geht's aber nicht um Schönheitsideale.
Ich will mich einfach gut und stark fühlen in meinem Körper.
Kannst du mir zumachen, bitte? - Ja. Klar.
Ich hab mir überlegt, ich zieh das jetzt auch ein Jahr durch.
Ja? - Mhm.
Du kannst es ja erst mal ausprobieren.
(Türgeräusch)
Hat jetzt durch, kannst du später kassieren.
Voll.
(Stimmengewirr)
(Klatschen)
Okay, Ladies!
Für alle, die neu sind:
Beim Barré geht es nur um die Verbindung mit uns selbst.
Ich sag's mal so: Sex is not the goal.
Also, let's get strong instead. Get ready!
Eins, zwo, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
Eins, zwo, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
Und eins, zwo, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
Und eins, zwo, drei, vier, fünf, sechs, sieben ...
(Lautes Atmen)
(Keuchen)
(Trainerin murmelt.)
Langer Kopf, lang.
Sehr schön. Kinn ein bisschen runter.
Ja, sehr gut. Sehr gut, genau.
Hey, bleib bei dir.
Schau nicht auf andere. - Okay.
Schließ die Augen.
Atme. Atme tief.
Und halte. Bleib bei mir.
Und atme tief ein.
Und wieder aus.
Und ein.
Und wieder aus.
(Lautes Atmen)
Tief einatmen.
Das war richtig krass gerade.
Ich war den ganzen Tag irgendwie so kopfig.
Jetzt fühle ich mich so richtig im Körper.
Ja, perfekt. Du warst auch krass drauf.
(Lachen)
(Fernes Hundebellen)
Was machst du jetzt eigentlich noch?
Hast du Probleme mit Zeno?
Wieso?
Hatte ich so im Gefühl, als du mich gefragt hast, ob du mitkommen kannst.
Und willst du drüber reden?
M-m.
Kommst du noch mit zu mir?
(Leise lebhafte Musik)
(Musik wird lauter.)
What?
Okay.
(Feuerknistern)
Danke.
(Seufzen)
Ich bin voll platt.
Das war so anstrengend.
Ich glaub, ich krieg den Muskelkater meines Lebens.
Ich glaub auch.
(Beide lachen.)
Hm, stimmt.
Hier, ne? Hier ist ein bisschen fest. - Mhm.
Setz dich mal auf.
Gib mal.
Zieh mal dein T-Shirt aus.
(Lebhafte Musik)
(Gelächter)
(Musik verklingt.)
(Lachen)
(Ruhige Musik)
Komm mal her.
Komm du doch her.
Nö.
Das ist doch jetzt ein Moment, wo man so rumknutscht, oder?
Du willst doch knutschen, oder?
Oder nicht?
Ja.
Ich kann auch gehen.
Nee, geh mal nicht.
Dann komm mal her.
♪ Du bist verliebt in mich.
♪ Zur Hilfe, ich weiß, die Liebe ist zu viel für dich.
♪ Regen in deinem Gesicht.
♪ Ich halte dich, doch liebe mich.
♪ Ich möchte das, ich möchte das, ich möchte das, ich möchte das.
♪ Come on, Baby, steig auf mein Bike.
♪ Ich habe auch ein Tandem für uns dabei.
♪ Damit du, damit du nicht, damit du nicht trittst,
♪ aber alles steht und sich nichts in Bewegung setzt.
(Lautes Ausatmen)
(flüstert:) Zieh den Bauch dazu ein.
(Lautes Atmen)
Und den Bauch richtig locker lassen. - Mhm.
Hier auch locker lassen.
(Lautes Atmen)
Oh Gott.
Kannst du da noch ein bisschen tiefer gehen?
Ja, irgendwie die Richtung.
(Stöhnendes Atmen)
(Schneller werdendes Atmen)
(Kurzer Aufschrei, Ausatmen)
Danke.
(Lautes Ausatmen)
Uh. Was war das denn?
Woher kannst du das so gut?
Hast du das gelernt, diese Art von Massage?
Gelernt, ja.
Ich hab eine Zusatzausbildung gemacht.
(Freddy lacht.)
So hast du angefangen, ne?
Mhm.
(Feuerknistern)
Mit dem Feuer.
Cheesy.
(Beschwingte Musik)
Rein da.
Rein da. - Nee, nee, nee.
Können wir vielleicht doch lieber wieder in die Küche gehen?
Okay.
(Beschwingte Musik)
Äh, können wir noch eine Sache ...
Also wegen der Arbeit und so.
Wegen der Arbeit? - Ja, wegen unserer Arbeit.
Weil wir arbeiten ja zusammen.
Weißt du?
Ich weiß, ich bin nicht dein Chef oder so, aber ich bin ja schon ...
so ein bisschen über dir.
Und ich wollte einfach nur einmal kurz sichergehen,
dass ich da nichts ausnutze und so was.
Was ausnutzt?
Na, meine Stellung ... und so.
Ah, du meinst wegen Consent und so.
Mhm. - Ja.
Einfach, dass ich nicht morgen zur Personalleitung renne
und mich beschwere, weil ich es dann doch bereue. - Mhm.
Oder vielleicht doch gar nicht so gewollt hab.
Ja. - Zum Beispiel.
Ja. Dann musst du jetzt halt sichergehen, dass ich mein Ja...
auch so meine.
(Kuss)
Was glaubst du? - Ja.
Echt? - Ja.
(Gedämpfte Musik)
Was machst du da? - Warte mal.
Warte mal. - Lass das mal.
Gib mal her. - Warum?
Hast du das schon mal gemacht? - Was denn?
Das ist total gut.
Ey, kannst du das bitte wieder wegmachen, weil ...
Jetzt lass es. Das gehört Freddy.
(Gedämpfte beschwingte Musik)
Ich hab das Gefühl, ich bin in so einer Übergangsphase.
Als hätte ich so meinen Kleiderschrank gerade ausgemistet.
Es passt alles nicht mehr, aber ich weiß nicht, was der neue Stil ist.
Mach dir keinen Stress wegen mir.
Ich will dir auf keinen Fall irgendwie Druck machen oder so.
Ist ja bei Trennungen auch normal.
Ihr wart doch richtig lange zusammen, ne?
Ist wahrscheinlich auch noch frisch, oder?
Mhm.
Mhm, also ...
Also ...
Getrennt, wie so richtig ...
Richtig getrennt sind wir jetzt nicht.
Wir machen quasi so eine Art ...
Wir machen einfach eine Pause.
Und sind, ähm ...
Dass jeder irgendwie so ein bisschen ...
mehr Zeit für sich selber hat.
Weil wir dachten, bevor wir Kinder kriegen oder so, dass man ...
Dass jeder so ein bisschen mehr rausfindet.
Versteh ich.
Bevor ihr Kinder kriegt,
wolltet ihr euch jetzt noch ein bisschen austoben.
Na ja, nee.
Ich glaube, ich habe ein Déjà-vu.
Luzie, da waren wir 13. - Stimmt, genau, 13.
Da haben wir Küssen geübt. - Ich war verliebt in dich.
(Feuerknistern)
Luzie, ich ...
Ich ...
Also, ich bin nicht ...
Ich hab nicht ... Ich hab das ja nicht geplant.
Ich hab mir das ja nicht überlegt, dass das passieren soll.
Ich bin einfach ...
Ich bin halt mit dir zum Sport gegangen.
Und dann hast du ja auch angefangen mit der Massage und so.
Und dann wusste ich ja auch erst mal überhaupt nicht, was ...
Ich weiß auch nicht ...
Ich weiß nicht, ob ich auf ... mit Frauen ...
Mhm. Und dann ...
dachtest du, weil du so ein bisschen Weltschmerz hast,
kommst du mal einmal bei mir vorbei, und dann ...
Nee.
Wie so eine Touristin. - Nee, das ...
Schaust du, wie es dir gefällt und ...
Und wie hat es dir gefallen?
Hm?
Geh mal.
(Leiser werdendes Martinshorn)
Pass mal ein bisschen auf, dass deine Freundin ...
dich nicht so dominiert.
Die ist echt ganz schön ...
Die will echt ganz schön viel von dir.
Hm?
Können wir wieder Musik anmachen? - Ich check's jetzt.
Ihr testet gerade eine offene Beziehung.
War ihre Idee.
Weil du einfach
so der netteste, zärtlichste, liebevollste Mensch der Welt bist.
Deswegen würde sie dich auch nie verlassen.
Aber den Kick braucht sie dann doch mal wieder woanders.
Ich sag ja, die dominiert dich.
(Schlucken)
Ah, ist alles so sick hier.
(Lockere Musik)
Was ist jetzt mit der Lasagne eigentlich?
Ich hab total Hunger. Die ist bestimmt auch mal fertig.
Mal gucken, ob du wirklich so gut kochen kannst.
So, wo habt ihr Besteck?
Was soll das hier eigentlich noch? - Hm?
Kannst du bitte einfach gehen?
Cool.
Das ist jetzt mal eine Entscheidung.
(Lockere Musik)
Ah, Zeno.
Sag doch deiner Ferdi auch mal, was du denkst.
(Tür wird geschlossen.)
(Musik endet.)
(Gläserklirren)
(Tür wird aufgeschlossen.)
Hi.
Äh ...
Ich ...
Ich wollte eigentlich zu Charu und ...
bin irgendwie automatisch hierhergelaufen.
(Schlüsselklimpern)
Hast du Wein da?
Ja, klar.
(Sie legt die Schlüssel ab.)
Champagner?
Cool.
(Eingießen)
Wie geht's dir?
Ganz gut. Und dir?
Geht.
Können wir noch eine Sache ausmachen?
Klar.
Keine Dates mit Leuten, die wir kennen.
Zum Beispiel?
Weiß nicht, alte Bekannte, Arbeitskollegen. So was.
Okay.
Okay, cool.
(Türklingeln)
(Tür wird geöffnet.)
Hey, Freddy. - Hey, Gustaf.
Äh, ist Zeno da?
(Lebhafte Musik)
SWR 2024
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