Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Endlose Grenzen
Woher kommen Sie? - Aus Afghanistan.
Wo wohnen Sie? - In Tschabahar.
Wohin wollen Sie? - Nach Sarbandar.
Arbeiten Sie dort? - Ja.
Haben Sie Papiere über Ihren Aufenthaltsstatus im Iran?
Nein. - Dann steigen Sie aus.
Woher kommen Sie? - Ich bin Lehrer.
Wo? - In Babou Bazar.
Wie kommen Sie hin und her? - Immer auf dem gleichen Weg.
Haben Sie eine schriftliche Erlaubnis für Ihren Einsatz? - Ja.
Können Sie sich ausweisen?
Du darfst dich nur innerhalb der Grenzen bewegen.
Das wusste ich nicht. Ich arbeite fürs Bildungsministerium. - Die haben keine Ahnung.
Hast du dein Urteil nicht gelesen? - Wie denn? Außerdem pendle ich schon seit einem Jahr.
Ich werde das melden, lass dir das eine Lehre sein.
Melden? Ich pendle doch nicht aus freien Stücken.
Du pendelst seit einem Jahr bis zur Grenze. Woher weiß ich, dass du nicht flüchten willst?
Wohin? Nach Afghanistan? - Auch das wär noch zu gut für dich.
Was gibt's Neues im Dorf?
Nichts. Alles normal. Kein Wasser, häufige Stromausfälle...
Die schleusen dort Afghanen, oder?
Bitte, wenn ich nicht zurückfahren darf, was wird dann aus meinen Schülern?
Was ist mit ihren Hausaufgaben? Diese Woche ist Prüfung.
Das ist mir egal. Klär das mit dem Bildungsministerium!
Sie sollen einen anderen Lehrer hinschicken.
Hier ist ein Blatt Papier. Schreib eine Verpflichtungserklärung.
Schreib: Hiermit erkläre ich, Ahmad Vaezi...
Aufstehen!Mögen die Dummen
für ihre Schande belohnt werden.
Mögen die Klugen
weise und erfolgreich sein...
Danke, danke, setzt euch.
Seid mal leise. Ich möchte euch was erzählen.
Homa, komm mal her bitte.
Seid still.
Na komm, Homa.
Homa darf sich jetzt im Stillen etwas wünschen und pustet dann die Kerzen aus.
Sieh mich an. Wünsch dir etwas.
Homa wird heute 7 Jahre alt. Hast du dir etwas gewünscht?
Dann puste sie aus.
Kräftiger! Kräftiger!
Gut gemacht!
Applaus für Homa!
"Ich kann wie ein Spiegel sein.
Ich kann die Wahrheit sagen.
...die Wahrheit sagen.
Ich kann...
alle Menschen...
...auf dieser Erde lieben."
Wenn ihr fertig seid mit Schreiben, geht nach Hause.
Grüß dich, Sakhi.
Grüß dich, mein Bruder. - Hallo.
Sind Sie Arzt? - Nein, ich bin kein Arzt.
Wie lange seid ihr schon hier? - Seit drei Tagen.
Sein Puls ist sehr schwach.
Er braucht einen Arzt. Gibt es hier einen?
Nein, wir haben rumgefragt. - Fragt weiter. Vielleicht gibt es hier doch einen.
Vielleicht ist ja inzwischen einer gekommen. - Gut.
Ist ein Arzt unter euch?
Brüder, Schwestern, dieser Mann ist todkrank!
Ist hier niemand Pfleger oder Sanitäter?
Kein Sanitäter? Kein Pfleger?
Ich brauche ein Stück Stoff.
Haseeba, hol ihm ein Stück Stoff.
Ich kann nicht.
Er muss besser vor der Sonne geschützt werden, die bringt ihn ja um.
Ich glaube, da kommt ein Arzt.
Guten Tag.
Bitte hilf ihm.
Hatte er Krämpfe? - Ja.
Sein Puls ist sehr schwach.
Habt ihr Medikamente für ihn? - Nein.
Wir haben sie nicht dabei.
Ich kann nichts tun, ich hab nichts dabei. - Doktor, er ist Ihr Landsmann. Tun Sie was.
Ich kann aber nichts tun, er braucht Medizin.
Aber du bist doch Arzt.
Warten Sie, Doktor! Er wird sterben!
Lasst mich los! Ich warte hier schon seit drei Tagen!
Vorsicht mit dem Kopf.
Hier rüber.
Anheben.
Gib ihnen Wasser.
Balaj!
Balaj!
Keine Angst, das ist nur Balajs Vater.
Kein Grund zur Besorgnis.
Warum wartet ihr da? Kommt doch rein.
Grüß dich, Babou. - Warum bringst du sie hierher?
Dem alten Mann geht es nicht gut. Ich hatte Angst, er stirbt.
Wir sind doch kein Krankenhaus! - Aber sie suchen Zuflucht bei dir.
Wenn das so ist, warum sind sie dann in deinem Haus?
Keine Angst, ich schick sie morgen mit einem Wagen weg.
Bring ihnen was zu essen und trinken.
Vielen Dank, Babou.
Beeil dich, ich muss in die Stadt. - Kommen Sie doch zu uns.
Nein, ich muss dringend in die Stadt. Mach schnell.
Fährst du in die Stadt? - Ja.
Guten Tag. - Vaezi, warum kommst du jetzt erst?
Du bist zu spät!
Ich hab einen weiten Weg.
Du musst pünktlich sein, sonst muss ich dich melden.
Nie geht einer von den Stiften. - Nimm den.
Vergiss nicht, warum du hier bist. Dies ist kein Besuch bei deiner Tante.
Nächstes Mal sei pünktlich.
Hallo.
Ja? Wer ist da? - Vaezi hier.
Komm rein.
Heute kam ein Anruf von einer unbekannten Nummer, aber im Dorf ist kein Empfang.
Mach dir keine Sorgen. Sie hat mit ihrer Mutter gesprochen.
Ich war den ganzen Tag mit dem Grundbuch im Evin-Gefängnis.
Wenn man ihr keine neuen Anklagepunkte anhängt, könnte sie Hafturlaub bekommen.
Grüß sie von mir.- Mach ich.
Ich versteh nicht, wird ihr Hafturlaub gewährt oder nicht?
Das müssen sie. Wenn Niloofar rauskommt...
Wir sind bereit, unser Haus aufzugeben. Ihr müsst gehen.
Das kann man nicht am Telefon besprechen.
Für mich wär's kein Problem, aber Niloofar muss es entscheiden.
Redet ihr bitte mit ihr darüber.
Wenn ich mit ihr rede, würde sie euch als Vorwand nehmen.
Hast du's dir gut überlegt? Für mich und ihre Mutter ist es wirklich kein Problem.
Ihr kennt Niloofar. Unter diesen Bedingungen würde sie noch mehr drauf bestehen.
Ich sag es ihr, aber du musst auch mit ihr reden.
Ihr solltet das gemeinsam entscheiden. - Da ruft jemand an.
Ich will dich nicht länger aufhalten.
Wir reden wieder.- Gut.
Er muss die Medikamente alle 12 Stunden nehmen.
Gut. Was kosten sie? - 200.000 Tooman.
Bitte? - 200.000 Tooman.
Geben Sie mir bitte die Karte zurück?
Hier, bitte.
Die Taliban sind schon kurz vor Kabul, der Hauptstadt Afghanistans.
Berichten zufolge haben sie Jani Khel eingenommen,
einen Bezirk in Paktia, nahe Lugar,
eine Stunde von Kabul entfernt.
Hallo, hallo, hallo.
Geht alle ins Klassenzimmer.
Stufe 1, 2 und 3 ins Klassenzimmer.
Na kommt, geht hinein.
Ah, da sind Sie ja, Herr Lehrer. - Hallo.
Wo sind sie? - Babou hat sie in Nakoos Haus gebracht.
Haben Sie die Medikamente bekommen? - Ja.
Wie geht's dem Alten? - Es geht so.
Vielen Dank. - Komm nicht zu spät zum Unterricht.
Ich bring das nur schnell hin. - Beeil dich.
Abu Nasr Muhammad al-Farabi,
870 bis 950 n. Chr.,
beschreibt in seinen Studien zur soziologischen Typologie
einen der Torheitsstaaten, den "Überwindungsstaat".
Achtet bitte auf die richtige Schreibweise.
Er beschreibt diesen Staat wie folgt:
"In dieser Gesellschaft
stehen die Bewohner sich gegenseitig bei, um andere Staaten zu besiegen.
Das geschieht, wenn sie davon besessen sind,
andere Stämme und Völker zu unterwerfen.
Ihr Ziel ist es, andere herabzusetzen und zu unterdrücken."
Aufpassen!
"Sie wollen nicht, dass die unterworfenen Menschen über ihr Leben bestimmen können..."
Durch den Tropf wird er zur Ruhe kommen.
Vor den Taliban haben uns Tag und Nacht die Nomaden angegriffen.
Wir sind keine Kämpfer, wissen nicht, wie man Kriege führt.
Die Paschtunen mögen die Hazara nicht.
Sie wollen alle Afghanen zu Paschtunen machen.
Ich hab nie verstanden, was die Hazara von den Paschtunen unterscheidet.
Für uns gibt es keinen Unterschied, für sie schon.
Bevor die Taliban an die Macht kamen, ging das Leben noch immer irgendwie weiter.
Seit die Taliban an der Macht sind, hält die Paschtunen nichts mehr auf.
Taliban und Paschtunen gehören zum selben Stamm und unterstützen sich gegenseitig.
Nicht jeder Paschtu unterstützt die Taliban.
Wäre mein Vater bei Bewusstsein, würde er mir beipflichten:
Es wäre nicht so leicht, Hazara zu töten, wenn sie Geld und Macht hätten.
Ihr hättet eurem Vater diese Reise nicht zumuten dürfen.
Ich hatte keine Wahl. Bei wem hätte ich ihn lassen sollen?
Die Taliban hätten ihn umgebracht.
Er besaß viel Land in Afghanistan.
Die Leute, die Sie in den Bergen gesehen haben, haben größtenteils unser Land bearbeitet.
Aber die Taliban haben uns alles weggenommen.
Sakhi, komm mal bitte!
Ich kann hier nichts tun.
Der Alte muss ins Krankenhaus.
Ich kann ihm nicht helfen.
Ich habe bemerkt, dass Balaj auf Sie hört.
Bitten Sie ihn, mir einen Wagen zu organisieren. Ich kann auch allein fahren.
Das können Sie, aber es ist gefährlich.
Ist Ihnen klar, wie viele Kontrollpunkte es hier gibt?
Warum sind Sie aus Afghanistan geflohen?
Es wurde unmöglich, dort zu leben. Zu schwer.
Und hier ist es einfach? - Hier will einen zumindest niemand umbringen.
Brauchen die Taliban denn keine Ärzte?
Rauchen Sie?
Ja, gelegentlich mal, einfach so.
Ich war Gynäkologe.
Bitte sagen Sie's meinen Landsleuten nicht.
Fanatiker differenzieren nicht.
Es bleibt unter uns.
Die Taliban verstehen das nicht.
Sie sagen: "Er fasst Frauen an!"
Sie haben gedroht, mir die Hände abzuhacken.
Ich konnte nicht mal mehr nach Hause, musste direkt aus dem Krankenhaus fliehen.
Hören Sie, bleiben Sie nicht hier.
Man wird Sie nicht praktizieren lassen. Sie können hier nicht arbeiten.
Ich will ja nicht im Iran bleiben, ich will nach Deutschland.
Auf welcher Route? Über die Türkei?
Ich weiß nicht. Wahrscheinlich schon.
Entschuldigen Sie mich kurz, ich rauche nie vor meinen Schülern.
Guten Abend. Ich hab hier Kleidung für den Alten.
Vielen Dank.
Haseeba!
Bring die rein.
Sakhi, wirf die ins Feuer.
Nein, nicht in dieses Feuer. Verbrenn sie woanders.
Dann wirf sie dorthin.
Balaj, bitte organisier mir eine Fahrt. - Morgen, so Gott will.
Sakhi, gib mir mal die Flasche.
Werdet jetzt fertig.
Abdulrahman, was siehst du dir an?
Welche Frage?
Die Zeit ist um. Haltet eure Zettel hoch.
Farzad, einsammeln.
Shahdad,
was hast du da in deinen Rucksack getan?
Sieh mich an!
Komm her und bring deinen Rucksack mit.
Danke, Farzad. Setz dich.
Stell den Rucksack hier hin.
Was ist da drin?
Wo ist es?
Ich hab euch doch verboten, die mit in die Klasse zu bringen!
Shahdad!
Ich hab euch so viele tolle Spiele beigebracht!
Das sind gefährliche Tiere! Ihr Biss macht euch krank, ihr könnt dran sterben!
Shahdad, wenn ich dich noch mal mit einem sehe,
darfst du nicht mehr in die Klasse! Verstanden? - Ja.
Lauter! - Ja.
Habt ihr das alle verstanden? - Ja!
Geh zurück auf deinen Platz.
Er singt "Weisheit ist gut,
doch ein weiser Mann ist nicht unbedingt ein edler Mann.
Mische dich nicht ein,
wenn andere heiraten oder trauern,
denn dann musst du bis zum Ende bei ihnen bleiben."
Bin gleich wieder da.
Das war sehr schön, danke. - Gern geschehen.
Es ist mir eine Freude, euch hier zu haben.
Diese Freunde aus Afghanistan sind unsere Gäste.
Möge Gott alle Unterdrücker vernichten. Wir wurden vertrieben
und ihr habt uns Zuflucht gewährt. Ich danke euch im Namen meiner Landsleute.
Gott schütze euch. - Du bist mein Gast, mein Bruder, mein Freund,
wir haben die gleiche Religion. Möge Gott deinen Vater gesund werden lassen.
Entschuldigt mich bitte.
Warte bitte.
Komm mal her.
Ja?
Mit wem bist du hier?
Mit niemandem.
Warte. Hab keine Angst.
Bist du zur Schule gegangen?
Wie viele Jahre?
Bis zur 11. Klasse.
Was hattest du neulich nachts vor?
Welche Nacht?
Soll ich's deiner Familie erzählen, damit du dich dran erinnerst?
Ich hab ihm sein Gesicht abgewischt.
Warte! Warum lügst du mich an? Ich bin nicht dumm!
Bei Gott, bitte erzählen Sie's nicht.
Ich bin hier im Dorf der Lehrer, kein Spitzel.
Aber angesichts der Notlage deiner Familie, der Krankheit deines Vaters...
Was hattest du da vor?
Man kann mal Streit in der Familie haben, seinen Vater als Feind ansehen,
aber was du da getan hast, versteh ich nicht. - Er ist nicht mein Vater.
Na gut, dann eben dein Großvater.
Er ist mein Ehemann.
Der beste Weg, um etwas gut zu verstehen, ist, gut zuzuhören.
Wer liest Lektion 11 vor? "In jener schönen Nacht".
Seid nicht so schüchtern, ihr seid doch Klassenkameradinnen.
Wer liest vor? - Soll ich lesen?
Wieso so schüchtern? Komm nach vorn.
Habt keine Scheu, euch am Unterricht zu beteiligen.
Ja?
Nicht so schüchtern, lauter!
Ja? - Ja!
Sie gewähren ihr keinen Hafturlaub.
Sie habe "gegen das islamische Regime gehetzt".
Ich sagte, sie ist eine Lehrerin, die gemeinsam mit anderen Lehrern
für ihre Rechte gekämpft hat. - Verstehe.
Bleib vorsichtig, bis Niloofar rauskommt.
Gut.- Wiederhören.
Geht rein, schnell!
Schnell, ab in die Klasse! Na los!
Balaj!
Wie seh ich aus? - Steht Ihnen gut. Das hätten Sie schon früher tragen sollen.
Ich hab die Mauer noch nie von hier oben aus gesehen.
Bevor die Mauer gebaut wurde, waren hier überall breite Gräben.
Man konnte hier überall herumlaufen.
Jetzt müssen sie die Berge überqueren, um herzukommen.
Deshalb sterben viele dabei.
Entlang der türkischen Grenze haben sie auch eine Mauer gebaut.
Kennst du jemanden hier, der jemanden rüberbringen kann?
Sie wollen jemanden rüberbringen?
Nein, jemand anders hat mich gefragt. Ich sag's dir dann.
Meinem Vater ging's letzte Nacht etwas besser, er hat sogar ein wenig geredet.
Möchten Sie etwas Brot? - Vielen Dank.
Bringen Sie Ihren Landsleuten Brot? - Ja. Balaj sagte, ich soll nachts hingehen.
Balaj tut nicht, worum man ihn bittet. Er sollte mir schnell einen Wagen organisieren.
Der alte Mann muss ins Krankenhaus. - Warum warten Sie auf Balaj?
Reden Sie doch mit Babou. - Hier hört doch niemand auf mich.
Immer mit der Ruhe, immer mit der Ruhe.
Schuhe an, nicht barfuß raus! Stufe 3, 4, 5, geht auf den Fußballplatz.
Daniel und Amjad, jeder auf eine Seite.
Wählt eure Teams aus. Und spielt fair. Keine Gewalt.
Und los!
...zeichnet sein Handeln aus.
Zielstrebigkeit und Selbstbestimmtheit
sind Eigenschaften eines... - ...reflektierten Menschen.
...reflektierten Menschen.
Ghader, komm her.
Lies das vor, bis ich wieder hier bin.
Niloofar!
Ahmad!
Wie geht's? - Wann haben sie dich rausgelassen?
Eben gerade. - Ich hab deine Nummer erkannt.
Kannst du mich gut hören?
Wie geht's dir?
Wie geht's dir?- Gut, und dir?
Wie viele Tage Hafturlaub hast du?- Eine Woche...
...glaube ich. Es ist nicht klar. Geht es dir gut? - Ja, danke.
Hör mal. Mein Anwalt...
Ich war sehr besorgt um dich.
Mein Anwalt muss jetzt versuchen...
Hast du verstanden? - Ich fahr in die Stadt, da hab ich besseren Empfang.
Hörst du mich gut? - Hörst du mich?
Mir geht es gut. - Ich ruf dich von der Stadt aus an, ja?
Ich hör dich kaum noch. - Bis dann.
Ja, gut. - Bis dann.
Ja, es ist schön hier am Meer. Ein toller Himmel, die Leute sind glücklich, manche surfen.
Warum antwortest du nicht?
Warum wechselst du das Thema? Wie hast du dich entschieden?
Meine Eltern dürfen ihr Haus nicht verlieren, sie sind alt!
Hast du's nicht mit deinem Vater besprochen?
Ich bin kein Kind! Sprich mit mir, lass meinen Vater da raus!
Ich hab's mit deinen Eltern besprochen. Aber lass uns nicht am Telefon darüber reden.
Warum rufst du an, wenn du Angst hast, abgehört zu werden? - Stimmt, ich bin im Unrecht.
Ich bin zwei Jahre hier, du zwei Jahre im Gefängnis,
wir reden nicht mehr am Telefon drüber.- Ahmad, lass das!
Tu, was immer du für richtig hältst.
Hast du gehört? - Ja, ich hör dir zu.
Niloofar, letztendlich musst du dich entscheiden.
Ich bin in einer anderen Situation als du, ich kann nicht entscheiden.
Ich will in dieser Situation nicht drüber reden.
Warum verstehst du meine Situation nicht?
Ich hab diesen Hafturlaub schwer erkämpft, ich muss in Teheran bleiben.
Hörst du mir zu? - Ich muss jeden Schritt rechtfertigen, den ich tue, verstehst du?
Vater, lass das, ich telefoniere gerade!
Hallo, Ahmad? - Guten Tag.
Ich ruf dich später an.
Alles wird gut werden.
Solange du da bist, mach ich mir keine Sorgen.
Gut, danke.
Habt ihr fertig geschrieben? - Ja.
"Um sich in Sicherheit zu bringen,
kletterte der Schäfer auf einen Baum."
Habt ihr das? - Ja.
"Doch die Flut..."
Wenn jemand fragt: Ihr habt keinen Lehrer, klar?
Lauft! Die Grenzpatrouille kommt!
Doktor! Doktor!
Guten Tag, Babou, wie geht es? - Gut. Was führt euch her?
Ist alles ruhig hier? - Ja, alles in Ordnung.
Ist hier irgendjemand neu dazugekommen? - Nein, hier leben nur unsere Familien.
Seht euch überall um, Soldaten! - Das ist nicht nötig!
Sie sehen sich nur mal um. - Hier sind nur unsere Familien.
Wir stören die Frauen schon nicht. - Trotzdem, das geht nicht.
Was suchst du da?
Nichts, ich komm gleich raus. - Wegen nichts stehst du so tief im Wasser?
Was war das?
Nichts weiter. Ist für meine Nichte.
Es gehört dem Mädchen, oder?
Balaj!
Sieh mich an!
Ist dir klar, was du da tust?
Sie hat Wasser geholt und es dabei verloren. Ich hab's für sie gesucht.
Du weißt doch gar nichts über sie. Hör auf mich.
Ich weiß alles.
Auch, dass der Alte ihr Ehemann ist.
Ja, dann ist es doch klar: Sie ist verheiratet, basta!
Er ist nicht ihr Ehemann, sie haben sie gekauft.
Würden Sie... Würden Sie so etwas akzeptieren?
Sie wurde zur Heirat gezwungen! - Was ich akzeptieren würde, spielt keine Rolle.
Du darfst dich ihr und ihrer Familie nicht nähern. Mach keine Dummheiten!
Ob sie nun gekauft wurde oder nicht, halt dich von ihr fern!
Familienehre bedeutet sehr viel für Afghanen, für Belutschen!
Wenn Babou es mitkriegt, macht er mich verantwortlich!
Ich hab sie ins Dorf gebracht! - Zwischen uns ist nichts.
Warum zögerst du's dann raus, ihnen einen Wagen zu organisieren?
Balaj!
Wenn du so weitermachst, muss ich es Babou sagen.
Babou geht das nichts an!
Du Idiot!
Wenn jemand euch beide sieht, gibt es Krieg!
Ich kämpfe, auch wenn ich dabei sterben muss. Aber ich werde sie nicht gehen lassen.
Herr Lehrer? - Ja?
Bitte schön.
Vielen Dank, das war doch nicht nötig.
Wo ist Balaj? - Das weiß ich nicht.
Komm doch herein. - Nein danke.
Dank des Besuchs der Patrouille
holt Babou uns morgen einen Wagen.
Diese Menschen sind sehr gütig, wir stehen in ihrer Schuld.
Gotte segne sie für ihre Gastfreundlichkeit.
Und von guter Herkunft.
Ihr Iraner legt zu viel Wert auf eure Abstammung.
Euch ist es wichtig, wer wo wie lange gelebt hat.
Ihr seid stolz darauf.
Worauf seid ihr Afghanen stolz?
Wir sind stolz darauf, Krieger zu sein. Uns ist wichtig, welcher Stamm siegt.
Was ist das, Herr Doktor?
Das heilt alle Wunden.
Nicht, dass es uns blind macht.
Ich schließe lieber die Tür.
Auf Ihr Wohl. - Auf Ihr Wohl.
Und dann...
Sieh mal, meine und deine Situation...
Du und ich, wir sind keine Landsleute, aber wir sprechen beide Farsi.
Meine Landsleute hier und ich sprechen jedoch nicht die gleiche Sprache.
Sie sprechen Belutschi, ich Farsi.
Willkommen im Mittleren Osten.
In Amerika ist es auch so.
Amerika ist der Verbündete meiner Regierung und der Feind deiner Regierung.
Aber egal was wir tun, am Ende ergeht es uns allen gleich.
Ist es nicht so?
Guten Morgen, Herr Lehrer. - Guten Morgen.
Setzt euch bitte. Setzt euch bitte.
Bitte entschuldigt meine Verspätung.
Ich bestehe immer auf Pünktlichkeit,
deshalb möchte ich meine Unpünktlichkeit jetzt thematisieren.
Ich war gestern beschäftigt,
wegen der Prüfungsarbeiten der Schüler der 1. und 2. Klasse.
Dennoch: Was Pünktlichkeit und Ordnung angeht, sind wir alle gleich gestellt.
Ist das klar? - Ja.
Was steht heute auf dem Plan? - Wirtschaft.
Kapitel...?
Ah ja, 5. Kapitel.
Die Wirtschaft...
Wo ist Balaj? - Er ist nicht da.
Soll ich ihn holen? - Nein, nicht nötig.
Massi?
Hallo.
Guten Tag.
Ist Balaj hier? - Er war seit gestern Abend nicht hier.
Seit gestern Abend? - Stimmt etwas nicht?
Er war nicht im Unterricht, ich wollte mal sehen, was los ist.
Gott segne dich.
Du bist noch hier? Wie kommt das?
Ich weiß nicht, was hier los ist.
Ich warte auf Balaj, er sollte uns einen Wagen bringen.
Wo sind die anderen?
Die suchen das Mädchen in den Bergen.
Welches Mädchen? Haseeba? - Ich weiß nicht...
Er war seit gestern Abend nicht zu Hause, ich dachte, er ist vielleicht bei dir.
Hör mal, Mustafa.
Mustafa,
lass es mich wissen, wenn du was von ihm hörst.
Gut?
Wiederhören.
Wo hast du das Mädchen hingebracht? - Babou, lass ihn!
Halt dich da raus! - Du hältst dich da raus!
Du hast meinen Ruf ruiniert! Meine Ehre!
Du willst ein Mann sein? Du hast keine Ehre!
Diese Menschen haben bei mir Zuflucht gesucht.
Wo hast du sie hingebracht?
Aus dem Weg! - Babou, bitte nicht!
Du hast meinen Ruf ruiniert!
Wo hast du sie hingebracht? Sag schon!
Wo hast du sie hingebracht?
Rein mit dir!
Hier ist Balajs Tasche.
Geht zurück! Ich werde sie finden!
Nimm das, bevor Babou es sieht.
Kommt nicht näher!
Geht zurück!
Warum hattest du eine Tasche gepackt?
Das arme Mädchen hat sonst niemanden. - Und wer bist du für sie?
Ich rede mit dir! Wo wolltet ihr hin?
Sie behandeln sie schlecht. - Und du meinst, so hilfst du ihr?
Sie ist ihre Sklavin. - Du Idiot! Jetzt ist sie in Lebensgefahr!
Soll sie in der Wüste sterben? - Die bringen sie sonst um!
Dann sag, wo sie ist. Vielleicht finden wir eine Lösung.
Ich hab mit solchen Leuten an der Grenze gearbeitet. Ich weiß, wie die sind.
Sie bringen sie um, wenn sie sie finden.
Ich hab Babou nicht erzählt, dass du auch fortgehen wolltest.
Du weißt, was geschieht, wenn er's rausfindet.
Ich hab ihr gesagt, ich bring sie über die Grenze.
Warum willst du das machen?
Du verzeihst es dir nie, wenn ihr dabei was passiert.
Du brauchst keine Angst zu haben, sie zu verraten.
Du willst ihr doch nur helfen. Nun sag schon.
Wenn die anderen sie finden, ist es zu spät. Alle suchen nach ihr.
Wir sollten...
die Grenzpatrouille rufen. - Dann kriegen wir Schwierigkeiten!
Sag mir, wo sie ist!
Sie kämen in getrennte Lager, dann könnte die Familie ihr nichts anhaben.
Du hältst dich wohl für sehr klug!
Er weiß nicht, wo sie ist.
Balaj raucht Zigaretten.
Wenn du als Lehrer und Vorbild rauchst, was wird dann aus den Kindern?
Finden sie das afghanische Mädchen nicht, bringen sie Balaj um.
Grüß dich, Massi.
Massi, was passiert nun mit ihm?
Gar nichts. Er ist eben verliebt.
Ich hatte in letzter Zeit Probleme beim Hin- und Herfahren.
Die Schüler haben in den nächsten Wochen ihre Prüfungen.
Dann stelle ich einen neuen Antrag.- Ich vermisse es, zu unterrichten.
Ich muss unbedingt wieder unterrichten, koste es, was es wolle.
Du denkst immer nur an die Schüler, die Schule...
Warum sagst du das so?
Wie sollte ich's sonst sagen?
Ich habe Angst, etwas zu sagen, das uns bis zum Morgen diskutieren lässt.
Du fehlst mir.
Sollte ich Angst haben?
Warum sagst du nichts?
Also gut, Wiederhören.
Wiederhören.
Wer ist da?
Ich lasse das Licht aus, das ist sicherer. Man wird denken, alle schlafen.
Warum isst du nichts?
Wessen Idee war es, wegzulaufen?
Was für eine dumme Idee! Wo wolltet ihr denn hin?
Ich wusste nicht, was ich tun soll.
Ich kann sie nicht leiden.
Warum hast du Balaj da mit hineingezogen?
Balaj ist meinetwegen gekommen.
Was geschieht jetzt mit ihm?
Sein Vater hat ihn eingesperrt, damit sie ihn nicht umbringen.
Warum wurdest du zu dieser Hochzeit gezwungen?
Mein Vater hat alles verloren.
Zuerst wollten sie dem Alten meine ältere Schwester geben.
Aber sie ist geflohen, also war ich an der Reihe.
Hätte ich die Kraft gehabt, hätte ich meinen Vater umgebracht.
Kennst du jemanden im Iran, dem du trauen kannst?
Nein.
Aber meine Schwester ist in die Türkei geflohen.
Ist dir klar, wie weit es bis zur Türkei ist?
Man wird dich lange vorher schnappen und nach Afghanistan zurückbringen.
Was willst du? - Kann ich dich mal kurz zur Seite nehmen?
Babou, du kennst meine Situation.
Manchmal weiß ich nicht, was richtig und was falsch ist.
Was ist denn los?
Bitte versprich mir,
dass du Größe zeigst und Schlimmes verhinderst.
Es geschieht, was Gott gefällt. Was ist denn los?
Babou, du weißt, die Schüler suchen manchmal bei mir in der Schule Zuflucht.
Dieses afghanische Mädchen ist so jung und sie ist auf der Flucht.
Sie bereut, was sie getan hat.
Die anderen behandeln sie schlecht. - Woher weißt du, dass sie's bereut?
Sie hat heute Nacht bei mir in der Schule Zuflucht gesucht.
Sie war letzte Nacht bei dir? Das erzählst du mir jetzt?
Es war falsch. - Schäm dich!
Babou, es tut mir leid. - Du bist Lehrer!
Ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte.
Und wo hast du letzte Nacht geschlafen bitte schön?
Wo hast du geschlafen? - Im Klassenzimmer.
Sie ist in meinem Zimmer.
Babou...
Bei allem, was dir heilig ist, hilf ihr! Sie könnte deine Tochter sein.
Wär sie meine Tochter, hätte ich sie längst umgebracht!
Hallo?
Hallo?
Warum habt ihr die Tür abgesperrt?
Warum ist die Tür abgesperrt?
Holt sie raus!
Was hast du vor?
Babou! Was hast du vor?
Ich rede mit dir! Babou!
Ich hab dir vertraut! Was habt ihr vor?
Was habt ihr mit ihr vor?
Lasst sie los!
Wo bringt ihr sie hin?
Lasst sie los! Schlagt sie nicht!
Wir sind doch alle Brüder! Lasst sie los!
Hört auf!
Macht die Tür auf! Warum habt ihr abgesperrt? Das ist doch idiotisch!
Ich hab dich gebeten, ihr zu helfen! Sie ist noch ein Kind!
Ein Kind? Sie ist seine Frau! Was ist mit seiner Ehre als Mann?
Mein Sohn hat falsch gehandelt! - Sie haben sie gekauft!
Das ist eben so Sitte bei ihnen! Was weißt du denn?
Du hast sie zu mir gebracht und gesagt, sie brauchen Zuflucht!
Hätte ich dich nicht eingesperrt, hätte man euch beide umgebracht.
Balaj hat eine Dummheit gemacht. - Hör auf!
Balaj ist dein Schüler! Du hast ihm alles beigebracht!
Was guckt ihr so! Weg mit euch!
Weg mit euch, die Schule ist aus!
Ist das so Sitte hier, einer Familie, die Zuflucht sucht, die Ehre zu nehmen?
Was sagen Sie da?
Ich habe viele Schülerinnen in dem Alter. Sie sind noch Kinder und machen Fehler.
Sie als Erwachsener sollten ihr vergeben.
Dieses unehrenhafte Ding soll ein Kind sein?
Sie hat unseren Ruf ruiniert!
In ihrem Alter hatte ich schon zwei Kinder! - Ihr Vater hat für uns gearbeitet.
Mein Vater hat zwei Kühe und zehn Afghanis für sie bezahlt!
War mein Vater etwa nicht gut zu dir?
Wenn ich das Recht dazu hätte, würde ich sie in Stücke reißen!
Aber mein Vater bestimmt über sie,
und ich tue, was er sagt.
Betest du nicht mit? - Doch, ich komme gleich.
Können Sie mich hören?
Bleib sitzen.
Was ist los?
Heute gehen wir endlich.
Der Fahrer war da und wollte wissen, wie viele wir sind.
Gibt es Neuigkeiten von Balaj? - Bisher nicht.
Was sagst du?
Ich habe Angst. - Wovor? Ihr geht doch jetzt.
Babou wird sich beruhigen, Balaj kehrt zu seinem Alltag zurück.
Irgendwann wird er sie vergessen.
Nein, der Sohn des Alten macht mir Angst.
Er sagte zum Fahrer, wir sind zu dritt. - Und?
Er, seine Frau, das Mädchen und ich, das sind vier.
Warum sagt er also drei? Er hat das Mädchen nicht mitgezählt.
Ich glaube, sie wollen sie umbringen.
Warum sollten sie das tun? Sie sagten doch, der Alte entscheidet über sie.
Der ist tot, also wo liegt das Problem? - Der Sohn wirkt sehr verbissen
und will keine ehrlose Frau in der Familie.
Sie werden sie umbringen.
Vielleicht tun sie ihr jetzt gerade etwas an.
Du musst hingehen und sie aufhalten!
Na los!
Ich weiß nicht...
Ich geh hin. Falls sie ihr was antun wollen, sorg ich für Aufruhr, bis du da bist.
Steh auf und geh, ich werde da sein.
Noch was.
Ich weiß nicht, was heute noch passieren wird,
aber bitte hilf mir, hier wegzukommen, egal wie.
Klar.
Hallo, ist da die Grenzpatrouille?
Ich möchte mehrere illegale Flüchtlinge melden.
Ja.
Im Dorf Babou Bazar.
Ich?
Ich höre Sie nicht mehr.
Alle in die Klasse!
Worauf wartet ihr! Geht in die Klasse!
Los!
Mädchen, hört mal,
geht schnell in die Klasse.
Los!
Kommt!
Hallo!
Was ist passiert?
Ist was passiert? Was ist los, Herr Hauptmann?
Was ist los? Ich hab Sie was gefragt!
Wo wollen Sie hin? - Hol Haseeba, schnell.
Ich hab Sie was gefragt!
Hol Haseeba und bring sie in die Schule. - Haseeba!
Tut, was ich sage.
Haseeba!
Sagen Sie mir doch, was los ist!
Haseeba! Worauf wartest du? Komm in die Klasse!
Na los, gehen wir ins Klassenzimmer.
Wo willst du hin? - Kommt schnell, kommt mit in die Klasse.
Na kommt.
Stehen bleiben!
Stehen bleiben!
Stehen bleiben!
Gibt es ein Problem?
Aufstehen!
Was ist denn los? - Langsam aufstehen!
Hände auf den Rücken!
Langsam vorwärts!
Kommt, beeilt euch.
Geht in die Klasse, schnell!
Beeilung, Beeilung!
Die Frauen, die sich Kleidung ausgesucht haben, auf diese Seite.
Bruder, darf ich mir auch die Hände waschen? - Herr Ahmad!
Balaj streitet mit denen!
Lass ihn los! - Fass mich nicht an!
Ich zieh nichts anderes an! - Warum nicht?
Was ist falsch an meiner Belutschi-Kleidung? - Gar nichts,
aber sie verrät deine Herkunft.
Zieh dich um, sonst werden wir erwischt. - Ich zieh nichts anderes an.
Balaj, hast du vergessen, warum wir hier sind?
Willst du, dass wir Ärger kriegen?
Na los!
Beeilung. Hier.
Steh auf, beweg dich.
Setzt euch hinter die Kisten.
Versteckt euch dahinter!
Es passen alle hinein. Schnell!
Na los!
Beeilung, Beeilung! Schnell!
Na los, bewegt euch!
Bewegt euch, los!
Geht nach hinten durch.
Rein mit euch. Nach hinten.
Iman, hallo, mein Lieber. Ich bin's, Ahmad Vaezi.
Iman! - Ahmad, wie geht es dir?
Kommt hoch. - Kommt rein. Willkommen.
Entschuldige diesen Überfall. - Ist schon gut.
Zehn mal zehn, was macht das? Zehn hoch zwei.
Oder zum Beispiel... Es wird hier vollständig erklärt.
Moment, ich bin gleich wieder da.
Ich hab sie angerufen. Sie wird herkommen.
Keine Sorge. - Hast du mich erwähnt?
Nicht direkt, aber sie hat meine Andeutungen verstanden.
Du solltest ihr doch nichts sagen! - Ich konnte es ihr nicht verschweigen!
Hast du einen Namen erwähnt? - Sicher nicht.
Ich hab nichts Konkretes gesagt, keine Angst.
Entspann dich.
Warte, meine Schüler sind gleich weg.
Bin gleich wieder da. Warte einen Moment.
Tut mir leid, dass ich dich da mit reinziehe. Ich wusste nicht, wohin.
Wenn ich wegen euch nicht täglich duschen kann, verrat ich denen alles.
Schickst du Niloofar eine Nachricht, um zu hören, wann sie kommt?
Keine Angst, sie wird kommen.
Ahmad, was planst du für heute Abend?
Wo willst du hin? - Erst muss ich mit Niloofar sprechen.
Deshalb hab ich dich gebeten, ihr eine Nachricht zu schicken.
Hattet ihr die ganze Zeit Kontakt?
Ein paar Mal, übers Handy ihres Vaters. Warum fragst du?
Na, sie wird wohl kommen. - Warum sollte sie nicht kommen?
Alle sind echt sauer auf dich!
Warum das denn? - Wegen Niloofars Situation.
Die meisten Anklagepunkte gegen sie basieren auf deinen Geständnissen.
Es ist Niloofar.
Wie geht es dir?
Wie alt seid ihr? - Ich bin 16 Jahre alt.
Und du? - 18.
18. Wie viele Jahre bist du zur Schule gegangen?
Bis zur 10. Klasse.
Und du, Haseeba?
Bis zur 11.
Ahmad, mein Lieber, kommst du bitte mal?
Ich bin gleich da.
Wie kommt ihr in die Türkei? - Ich kenne jemanden, der uns rüberbringt.
Kannst du ihm vertrauen? - Ja, ich hab ihm immer Kunden geschickt.
Ein Türke. Ein guter Mensch.
Er sagte, wir sollen zwei Tage bleiben, dann holt er uns.
Es ist nicht sicher, so lange zu bleiben.
Ihr könnt aber auch nicht einfach so losgehen.
Kommt, gehen wir rein.
Steh auf, ich mach das. - Nein, schon gut.
Steh schon auf.
Es wird gleich wärmer hier.
Das Bad ist unten. Wenn ihr runtergeht, nehmt die Lampe mit. - Ja.
Sagt, wenn ihr irgendwas braucht.
Niloofar.
Sieh mich an.
Was hast du vor?
Was erwartest du von mir?
Für mich gibt es jetzt kein Zurück mehr.
Vielleicht sehen wir uns dann nie wieder. - Ahmad,
das Haus, das meine Eltern sich hart erarbeitet haben, dient als meine Kaution!
Ich hab's mit deinem Vater besprochen! Soll ich ihn anrufen?
Er wünscht sich nichts mehr, als dass du gehst. Auch wenn er dafür sein Haus verliert.
Ich kann nicht weggehen, Ahmad. Ich kann's einfach nicht.
Ich kann nicht einfach weglaufen, während so viele meiner Kollegen da drin sind.
Das nennt man nicht weglaufen.
Wir versuchen nur, unser Leben zu retten.
Was willst du dort machen? Könntest du dort überhaupt unterrichten?
Das ist im Moment meine geringste Sorge.
Ist gut.
Ich verstehe.
Du durftest gerade ein Jahr lang unterrichten, in Freiheit.
Niloofar, du sagst, ich bin frei, aber ich kriege keine Luft!
Welche Freiheit?
Du hast keine Ahnung, was ich in diesem Jahr durchgemacht habe.
Warum sagst du so was?
Lass es.
Warum sagst du nicht ehrlich, was los ist?
Ich möchte nicht drüber reden. - Ich aber!
Schlimmstenfalls willst du mich verlassen, aber zumindest rede mit mir!
Wir wurden beide am gleichen Ort für die gleiche Straftat verhaftet, nicht?
Aber was war bei dir anders als bei mir?
Warum musste ich ins Gefängnis, du nur ins Exil?
Man sagt, ich habe dich verraten. - Ich konnte mir das nie vorstellen,
aber wenn ich gefragt werde, warum du unterrichten darfst und ich nicht,
weiß ich keine Antwort.
Es ist mir wichtig, dass du eines weißt:
Ich war nie und werde nie politisch sein.
Sag das allen, die dich fragen: Alles, was ich gesagt oder getan habe,
alles, was ich unterschrieben und gestanden habe,
nachdem wir zusammen verhaftet wurden, geschah einzig und allein aus Liebe zu dir.
Das ist alles.
Wo sind die Kinder?
Warum dachtest du, ich bereue es?
Weil du nichts gesagt hast, als wir unterwegs waren.
Ich war müde.
Aber jetzt rede ich ja mit dir.
Wenn du's bereust, geh lieber zurück.
Ich nehm's dir nicht übel.
Bisher hast du zu deinem Wort gestanden.
Wirst du deine Familie nicht vermissen? - Ich bin ein Belutsche.
Ich hab dir mein Wort gegeben und werde es halten.
Du hast sehr schöne Augen.
Was gefällt dir an mir?
Hör auf zu lauschen, das tut man nicht.
Du erinnerst mich an meine Großmutter.
Sie war sehr stark.
Du hast ein paar graue Haare, wie sie.
Hier, bitte.
Zum zweiten Mal!
Wo war es?
Es lag im Wagen.
Was ist da drin? Ein Gebet?
Ein Aprikosenkern.
Wo wir damals wohnten, stand ein Aprikosenbaum...
Er war mir so wichtig!
Haseeba!
Was ist? - Ich hab mit ihr geredet und plötzlich fing sie an zu weinen.
Was ist denn los?
Haseeba, warte doch!
Ich rede mit dir, Liebes.
Was ist los? Sag es mir.
Beruhige dich, atme tief durch.
Ja, lass es raus, weine dich aus.
Hab keine Angst, sie können dir nichts mehr tun.
Warte mal.
Steh auf.
Steh auf.
Gut so.
Hier, nimm.
Schlag zu, so fest du kannst!
Warte.
So!
Schlag zu!
Hier entlang!
Schneller! Schneller!
Haben Sie ihn in jener Nacht erstickt?
Wie kommst du darauf? Natürlich nicht!
Achtung, drüben ist Stacheldraht. Schnell, sonst schießen sie!
Beeilung! Lauft, lauft, lauft!
Niloofar?
Wo ist Niloofar?
Kopf unten halten!
Niloofar.
Komm! - Geht weiter, wartet nicht!
Bleibt nicht stehen!
Bitte, komm! - Was guckst du mich an? Geh schon!
Geht weiter!
Untertitelung: SUBS Hamburg Antje Harbeck, Resa Asarschahab
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.