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* Handyklingeln *
* Angespannte Musik, Handy klingelt weiter. *
Hallo.
"Romy? Komm, lass uns doch bitte reden."
"Wir können über alles reden. Hm?"
"Wir finden eine Lösung, bestimmt."
* Ruhige Musik, Vogelzwitschern *
Wollte dir das nicht verheimlichen. Ich ...
will dich natürlich auch nicht hintergehen.
(Kind) Mama! Mir ist langweilig!
Hör mal auf, bitte! - Du musst reden, weißt du?
So ist das in einer Paarbeziehung. Reden, Kommunikation.
"Ich brauche einfach ein bisschen. Ich weiß auch nicht."
Romy, komm nach Hause bitte.
(Romy) Warte mal bitte kurz.
Wann können wir endlich gehen? Dieses Hausboot ist voll öde.
Es gibt keinen Korb, ich darf nirgends dribbeln.
Keine anderen Kinder.
Alles gut bei Elias? - Katja...
"Wir kommen."
Ja! - Unter einer Bedingung.
Du machst jetzt unsere Betten.
Und dann gehen wir nach Hause. - Das ist doch Kinderarbeit!
Mhm, ja. Na dann mal ran.
Na, das schaffst du schon. - Nimmst du den Ball weg?
* Nachdenkliche Musik *
Mama!
Ich weiß nicht, wie es geht. - Dann finde es heraus.
Für wen ist das? - Für die Maren.
Dass wir jetzt weg müssen.
Warum müssen wir? Wir wollen!
* Ruhige, nachdenkliche Musik *
Mein kleiner Turbo ist wieder da! Na?
Hey! Na, mein Großer? - Na, sag einmal.
Ich habe dich so vermisst. - Ts, ts, ts.
Komm mal her, ich nehme dir das schwere Ding ab.
Okay. Hi, Ben! Wie geht's?
Romy, ich habe mir Sorgen gemacht.
Es tut mir leid. Wirklich.
Das ist auch mein Sohn. Wir sind eine Familie.
Du musst mit mir reden.
Können wir uns nicht alle einfach liebhaben?
(seufzend) Haben wir.
Ich hab so ein großes Loch im Bauch, da muss ein Eis rein.
Komm. Tschüss!
Bringt ihr mir eins mit? Oder...
Können wir mal reden?
* Spannungsvolle Musik *
* Wabernde Klänge *
* Ferne Sirene *
* Die Musik hält inne. *
* Unheilvolle Musik *
* Die Musik wird schriller, Klappern, Schrei. *
* Polternder Aufprall, die Musik verklingt. *
♪ We go down to the river. ♪
Robert Heffler
♪ And into the river we'd dive.
Oh down to the river we'd ride. ♪
Mavi Neumann.
♪ We go down to the river
and into the river we'd dive.
Oh down to the river. ♪
Mit Untertiteln aus Deutschland
* Plätschern *
* Dröhnen *
Morgen.
Ist was?
Sag mal, kannst du uns rübersetzen? Selbstverständlich.
Morgen.
Happy Birthday, Partnerin. Danke.
* Lachen *
Hat Stella gemacht. Oh!
Wuhu! Danke!
Ich liebe Geburtstage. Den ganzen Zucker, ne?
Morgen. Morgen.
* Geheimnisvolle Musik *
* Düstere Musik *
Guten Morgen, Frau Dr. Schäfer. Ah, guten Morgen.
Danke.
Romy Bauer, 32, wohnhaft in Alt-Treptow.
Ja, Frau Neumann, hoch sollen Sie leben.
Danke sehr.
Sie werden langsam wie so ein guter Wein.
Mit jedem Jahr besser.
War das ein Kompliment?
Ja, die Schwerkraft ist ein Biest.
Schauen Sie, hier Schulterfraktur, Rippen, Hüfte und Schädelbasisbruch.
Könnte die Todesursache sein, präliminär könnte.
Diese Hämatome sind nicht wirklich mit dem Aufprall zu erklären.
Ich tippe da eher auf Kampfspuren.
Das heißt, jemand könnte sie gestoßen haben?
Das rauszufinden, ist dann Ihr Job.
Fragen Sie mich nach dem Todeszeitpunkt.
Äh, können Sie den Todeszeitpunkt eingrenzen?
Ich kann ihn nicht nur eingrenzen,
ich kann ihn auf die Minute genau bestimmen.
Hm. 22.07 Uhr gestern Abend.
Tragisch, ne? Sie war dem Tod gerade erst von der Schippe gesprungen.
Was soll das heißen?
Schauen Sie mal hier. Das ist interessant, diese Narbe.
Ein sogenannter Oberbauchquerschnitt.
Der wird eigentlich nur noch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs gemacht.
Ist noch nicht lange her. Sehr aggressiver Krebs.
Eijeijei. Gut, wollen wir hoch?
Ja, danke, Frau Dr. Schäfer. Gerne. Genießen Sie Ihren Tag.
Ja. Ciao.
* Bewegte Musik *
Da kriegst du eine zweite Chance vom Leben. Dann so was.
Das Schicksal kann ein Arschloch sein.
* Angespannte Musik, Kameraklicken *
Guten Morgen, Frau Arnheimer.
Hey. Hi.
Und, gibt es Anzeichen für einen Kampf?
Nee, nur ein bisschen Lack vom Fahrrad am Geländer.
Dann wurde sie hier wahrscheinlich vom Fahrrad runtergestoßen.Möglich.
Wenn sie auf dem Weg nach Hause war, ist sie von dort nach da.
Ja, wir haben noch viel Arbeit vor uns.
Ich schicke euch die Bilder per Mail, okay?
Okay, danke. Danke.
Ciao.
* Ernste Musik *
"Großes H, großes W. Ausrufezeichen."
"Vier, fünf, D, W, E, eins, zwei, drei. Dann sollte es klappen."
Eins, zwei, drei.
Nächstes Mal schreibe ich es euch auf einen Zettel.
Nee, kein nächstes Mal, Simon.
Ich bin echt froh, wenn du wieder da bist.
Wie lange musst du noch bleiben? - Mach dir keine Hoffnung.
Ich komme erst zurück, wenn mein Bein fit für den Außendienst ist.
Weg vom Schreibtisch. * Telefonklingeln *
Ich hab's geschafft, ich bin drin.
Grüß mir Lausanne und werde ganz schnell wieder topfit.
Ja, Martin? - "Ja, tschüss."
"Katharina, hast du was für uns?"
"Ja, ich gebe hier mein Allerbestes, aber es ist nicht so leicht."
Die Meldedaten würden schon mal reichen.
"Habe ich. Romy Bauer, sie ist verheiratet mit Katja Degen."
Die beiden haben einen Sohn.
Sie ist Teilhaberin eines Fachhandels für Musikgeräte
zusammen mit ihrer Frau, der dritte Teilhaber ist Ben Degen.
Degen? Wie die Frau des Opfers? "Ja, wird genauso geschrieben."
Okay, danke. Ciao.
* Ruhige Musik *
* Die Musik verklingt. *
* Kinderstimmen im Hintergrund *
Du oder ich?
Du hast heute Geburtstag. Komm.
* Ladenglocke *
Morgen, bin gleich bei euch.
Frau Degen? * Ferne Sirene *
Heffler ist mein Name, Kripo Köpenick.
Das ist meine Kollegin Mavi Neumann.
* Unruhige Musik, Gespräch unhörbar *
* Die Musik verklingt, Krähenkrächzen. *
Was haben Sie denn gedacht, als Romy nicht nach Hause kam?
Äh, pf...
Gar nichts weiter. Sie macht öfter eine Nachtschicht,
wenn sie dann irgendwas repariert oder so.
Und wenn es ganz spät wird, dann schläft sie im Wohnzimmer,
weil sie braucht noch Musik zum Einschlafen.
* Krähenkrächzen, Verkehrslärm *
Und Elias und ich, wir wollten sie halt nicht wecken.
Am... Am Morgen.
Wie sag ich ihm das? Wie sag ich das Elias?
Haben Sie denn jemanden, der sich um Sie kümmern kann?
Wir rufen sonst gerne für Sie den Seelischen Notdienst an.
Mhm. Ja?
* Bewegte Musik *
Hi, ich bin's Robert.
Sag mal, schickst du mir mal jemanden vom Krisendienst vorbei?
Ja, ich schick dir die Adresse. Danke.
* Nachdenkliche Musik *
* Leises Piepsen *
* Rhythmische Musik: "Zur Hilfe" von Fuffifufzich *
♪ Come on, baby, gib mir dein Feuerzeug.
Ich weiß du willst ein Feuer für dich allein.
Damit du wieder mal...
Damit du wieder mal unabhängig,
damit du wieder mal unabhängig sein kannst.
Kein anderer dich fragt, ob er dein Feuer leihen darf.
Come on, Baby, leg was zwischen die Tür,
damit ich später noch zu dir kann. ♪
* Die Musik verklingt, lautlos. *
Da kommt doch der Papa. Gehen wir zum Papa?
Hi.
Oh.
* Sie lacht. *
Nein? * Babylaute *
Ich kann die Klinik echt nicht mehr sehen.
Das dauert hier alles so lange.
Weißt du, und dann geben die uns so ein Ding in die Hand, das piepst.
Hab ich einen Burger bestellt oder was?
Was?
Ich liebe deine Grübchen, wenn du dich so aufregst.
Wenn wir noch länger warten, werden aus den Grübchen bald Gruben.
Wir schaffen das.
Valentina ist stark.
♪ Ich halte dich ...
doch liebe mich.
Ich möchte das...
Ich möchte das...
Ich möchte das...
Ich möchte das...
Come on, Baby Steig' auf mein Bike.
Ich habe auch ein Tandem für uns dabei. ♪
Wie geht es meiner Schwester?
Der seelische Notdienst ist gerade bei ihr.
Die kümmern sich auch um Ihren Neffen.
Wann haben Sie Romy denn das letzte Mal gesehen?
Gestern, kurz im Laden.
Ist Ihnen da irgendwas aufgefallen?
Nein. * Ferne Sirene *
Ich bin direkt hierher in die Klinik.
Meine Frau hatte mit unserer Tochter gestern schon den ganzen Tag Termine.
Was hat Ihre Tochter denn?
Valentina hat eine genetische Entwicklungsverzögerung.
Die Ärzte versuchen herauszukriegen, wo das eigentlich herkommt.
Sie wissen aktuell nicht, ob sie nur langsamer wächst
oder ob sie auch ... geistig beeinträchtigt ist.
Das tut uns sehr leid.
Ist das okay, wenn ich schon mal vorgehe?
Das Ding müsste jeden Moment piepsen.
Nimmst du die Tasche? Ich helf Ihnen sehr gerne.
* Reißverschluss *
Wissen Sie, ob Romy gestern Abend noch mit jemand verabredet war?
Keine Ahnung.
War irgendetwas anders als sonst?
Sie war ja erst seit gestern Nachmittag wieder da.
So war Romy. Einfach mal spontan eine Woche weg und keiner wusste wo.
Und Katja? Die ist natürlich fast durchgedreht.
Vor allem eben, weil sie Elias mitgenommen hat.
Elias ist Romys leiblicher Sohn.
Durch eine Samenspende? Ja.
Aber meine Schwester ist genauso seine Mutter.
Haben Sie eine Idee, warum sie abgehauen ist?
Katja hat nicht mit mir darüber geredet.
Ich glaube, sie weiß, dass wir mit Valentina genug Sorgen haben.
Stimmt es, dass Romy Krebs hatte?
Ja. Sie hatte immer Angst, dass er wiederkommt.
* Ferne Kinderrufe *
* Ernste Musik *
Wenn Ihnen noch irgendwas einfällt oder Sie eine Frage haben,
können Sie mich gerne anrufen.
Wenn Tanja die Kinder damals mitgenommen hätte,
wär ich auch ausgerastet. Tja, verstehe ich.
Mavi! Herzlichen Glückwunsch. Danke schön.
Feierst du noch? Ja, nicht groß.
Ich geh mit Mama heute Abend essen. Schön.
Hast du die Telefondaten von Romy? Ja! Hier.
Also, sie hatte mit zehn bis zwölf Leuten regelmäßig Kontakt.
Darunter eine Elternchatgruppe, die Ehefrau, der Schwager und die Bank.
Die haben ein Musikgeschäft aufgemacht,
das ist ganz schön mutig in Berlin zurzeit.
Die sind knietief im Dispo.
Katja schreibt: "Meld dich endlich, wo bist du? Meld dich sofort."
Und immer so weiter. Hat Romy geantwortet?
Nee. Auf die Anrufe hat sie auch nicht reagiert.
"Das ist nicht mehr lustig, bring Elias zurück,
was du machst, ist Kindesentzug. Ich bin genauso seine Mutter."
Wo war sie denn eigentlich mit dem Kleinen in der Zeit?
Maren Gottschalk. Hier, die schreibt: "Feel free, Platz ist genug."
"Instrumente stehen auch da." Und: "Mit dir teil ich meine Zahnbürste."
Und wer ist das? Ich find's raus.
* Ruhige, sphärische Synthesizerklänge *
* Flotter Rhythmus setzt ein. *
* Schlagzeug kommt hinzu. *
* Gehauchter Gesang *
* Schwebende, gehauchte Wortfetzen *
* Kraftvoller, nachdrücklicher Gesang *
♪ In your face.
"Shut your skin."
"Shut your eyes." ♪
Hallo?
Maren Gottschalk?
Kripo Köpenick, Neumann, mein Kollege Heffler.
Hallo. Ja, nee, ich weiß, was passiert ist.
Ähm ... woher?
Aus dem Internet.
Okay. Können wir reinkommen?
Ja. Klar.
* Entenschnattern *
Wollen Sie was trinken? Ich nicht, danke.
Für mich auch nichts, danke.
* Leises Vogelzwitschern *
* Entenschnattern *
Sie haben mit Romy ja schon länger Musik gemacht.
Wie lange denn genau?
Seitdem wir zwölf sind.
Also, die letzten zehn Jahre nicht mehr.
Und sie hat mit Elias die ganze letzte Woche hier bei Ihnen gewohnt?
Also, sie hat früher auch alleine hier ab und zu übernachtet.
Und jetzt, wo sie mit Elias kam, dachte ich,
okay, das ist jetzt ernst. 'Tschuldigung, was ist ernst?
Na, sie hatte Stress mit Katja.
Wollten die beiden sich trennen?
Sie sind so lange befreundet, aber Sie wissen nicht,
was bei den beiden so abgeht?
He, n-...
N-... Nein?
Also, ich... Ich... Sie, sie war halt froh,
sich einmal nicht erklären zu müssen.
Und wenn sie mit Kind hierher ...
kommt, dann, dann weiß ich, irgendwas läuft nicht rund in der Familie halt.
Und hier auf dem Boot, das war wie so eine Auszeit für die beiden.
Phhhh.
Waren Sie mal mit Romy zusammen?
I-... Was? Nein.
Wir haben Musik gemacht.
Ich steh nicht auf Frauen.
* Ruhige Musik *
(Mann) Formalitäten übernehme ich.
(Katja) Ich ... meld mich, falls ich noch mal was brauche oder ...
Ja. Jetzt kommen Sie erst mal zur Ruhe.
Viel Kraft. - Vielen Dank.
* Langsame, nachdenkliche Musik *
Ist das okay?
Ja. Super Idee.
Komm mal her.
Hey. - Hey, ihr beiden.
Hm.
Wie geht's Valentina? - Untersuchungen laufen.
Mh.
Wie geht's euch?
Willst du mal den neuen Oszillator am ClipClap ausprobieren?
Okay. - Komm.
* Hupen, verstörende Klänge *
* Wabernde Töne, rhythmisches Pochen *
* Metallische Klänge *
* Scheppernde, zischende Töne *
* Sirenenartige Klänge, rhythmisches Pochen *
* Musik gedämpft hörbar, Schluchzen. *
Romy.
Hou-fff...
(schniefend) Was passiert denn grade?
Ooooh... * Schnelles Atmen *
Die Polizei war bei uns im Krankenhaus.
* Wähltonartige Klänge *
Die wollten wissen, warum Romy mit Elias abgehauen ist.
Ich konnte denen natürlich nicht viel dazu sagen. - Mhm.
Aber was, wenn dieser Typ wieder hier war?
Was denn für ein Typ?
Na, der von den Überwachungsbändern.
Hatte ich dir doch erzählt, Katja.
* Leises Brummen im Hintergrund *
Den hab ich total vergessen.
Kati, du hast selbst gesagt, dass du Angst vor dem hast.
Ja. - Ja, was ist, wenn er ihr aufgelauert hat?
Oder wenn er jetzt noch mal wiederkommt?
Jaja.
Hilf mir mal.
Wie hieß der noch mal? - Müsste im System stehen.
* Unheilvolle Musik *
* Schniefen * Oah.
Mann.
Ich sag diesem Kommissar Bescheid. - Ja.
* Düstere Musik *
* Handyklingeln * Sorry.
Ja, klar. Warten Sie kurz einen Moment.
So, was kann ich für Sie tun?
* Düstere, abwartende Musik *
"Sorry, es ging nicht. R."
Ist das Romy?
Ja.
Was ging denn nicht?
Sie ist gestern einfach wieder abgehauen.
Lief da doch was zwischen Ihnen? Nee.
Ich hab sie vielleicht ein bisschen unter Druck gesetzt.
Inwiefern unter Druck gesetzt? Mit Musik.
Es hat wieder so gematcht, und wir haben immer noch Fans,
die auf ein Comeback warten.
Sie wollten wieder zusammen auftreten.
Ja, das ging aber nicht für sie.
Wieso? Na...
* Ferne Rufe *
Sie hatte immer dieses Problem...
Sobald sie gesungen hat, war alles gut, aber ...
vorher, sie hatte immer so eine ... Panik vor dem Auftritt.
* Handyvibration *
Sie können ruhig rangehen. Das war's erst mal, danke.
* Handy vibriert weiter. *
Was gibt's denn? Ben hat angerufen.
Ihm ist doch noch was eingefallen. Es gab Stress im Laden.
Ein Typ hat Romy bedroht, okay?
Er wollte seinen Synthesizer reparieren lassen.
Sie hat in der Liste gesehen, dass er geklaut war.
Hehlerware? Ja, 30.000 ist so was wert.
Es gibt Videomaterial von der Überwachungskamera.
Können wir uns angucken. Okay.
* Düsteres Dröhnen *
Ja... Ja, hören Sie mal zu.
Können Sie kurz die Schnauze halten, bitte?
Ich hab das Geld nicht.
Und ich krieg's auch nicht schneller zusammen,
auch wenn Ihr Anwalt vorbeikommt, okay?
* Vogelzwitschern *
Scheiße. Was denn?
Ich muss Stella vom Bahnhof abholen,
die war auf dem Festival mit einer Freundin.
Ich dachte, sie hat mir den Cupcake gebacken.
Ja, das hat sie auch, aber das war der Abend davor.
Pass auf, heute ist dein Geburtstag, okay?
Mach alles ganz, ganz ruhig. Okay.
Ja?
* Ruhige Musik *
* Motorstarten *
* Ruhige Musik *
* Vogelzwitschern *
* Freizeichen *
Hey, gibt's schon was von dem Typen, der Romy bedroht hat?
"Franz Liebrecht, nein, aber die Kollegen sind dran."
"Vorbestraft ist er nicht."
Sag mal, bist du nicht längst mit deiner Mutter verabredet?
Geburtstag feiern. "Ja."
Gerade, wo wir von ihr reden, klopft sie an.
Ich ruf dich gleich zurück, ja? * Handyvibration *
Mama? Und, wo treffen wir uns?
Ich bin fast fertig, nur der Kuchen braucht noch ein bisschen.
* Lockere Musik *
"Aber ich dachte, wir gehen draußen essen."
Trotzdem, kein Geburtstag ohne Kuchen.
"Das gab's noch nie. Kommst du nicht abholen?"
"Ich warte auf dich, ja? Tschüss."
Okay.
* Vogelzwitschern *
* Ruhige, sphärische Musik *
Anne, können wir los?
Mama?
* Jubelschreie, Gelächter *
Happy Birthday! Ich wünsche dir alles Gute!
Alles Gute! Danke schön!
Von mir auch! Danke sehr!
Und danke für den Cupcake! Ja, sehr gerne!
Wie war das Festival? Das ist erst in einer Woche!
Das war eine kleine Notlüge.
Sie war sehr involviert in dieser tollen Überraschungsparty.Ach so!
Ich hol mal den Kuchen. Ich helfe dir!
Sekt auf, vielleicht, oder? Soll ich aufmachen?
Wie geht es Emmy, hast du was gehört?
Ich dachte eigentlich, wir könnten heute Abend ein bisschen reden.
War doch eine schöne Idee mit dieser Party.
Ja, auf jeden Fall!
* Lockere Musik *
Ich muss es dir aber sagen.
Mhm?
Henry lebt.
Er ist gar nicht einfach so abgehauen.
Robert hat sich für mich umgehört. Er ist im Zeugenschutzprogramm.
Seit damals! Er lebt jetzt unter einem falschen Namen.
Aber egal, er lebt!
Mavi, lass das bitte ruhen!
* Nachdenkliche Musik *
Wie, lass es ruhen?
* Düstere Musik *
Was denn?
Danke. Wusstest du es?
Weißt du, wo Henry ist?
Was ist denn da los?
Wer ist Henry?
Ist ihr Stiefvater.
Ich dachte, der ist tot.
Nee, ist er nicht.
Das sieht ernst aus.
* Handyklingeln *
Okay, ich muss da rangehen, ja?
Nee, Papa, lass das mal jetzt bitte. Ich mach ganz schnell, okay.
Hey! "Hallo, Robert!"
Wo ist denn Emmy?
Geht's ihr gut? "Ja, es geht ihr sehr gut."
"Sie will überhaupt nicht mehr weg aus Botswana."
Ja, das glaube ich.
Was hätte ich denn sagen sollen?
Such deinen Vater?
Dann töten sie euch beide?
Ich habe immer gesagt, er soll da raus und sich entscheiden.
Aber er hat einfach weitergemacht, bis es zu spät war.
"Sag mal, ich ruf an, weil ich dich fragen wollte,
ob es okay wäre, wenn ich ein paar Tage mit nach Berlin kommen würde."
Ähm, ja klar, kein Problem. Ist schön.
"Und glaubst du, es ist auch okay für Carlotta und Stella?"
Ich werde mit Carlotta reden. "Und Stella?"
Mach dir mal keine Sorgen, ich red mit beiden.
Dann ist so eine kleine Lüge über 20 Jahre okay?
Ich werde mich nicht dafür entschuldigen,
dass ich mein Kind beschützt habe. So siehst du das also?
Gut.
Wer war das? Alles gut.
Nichts, nichts Wichtiges.
Dann hast du mir doch meinen Vater geklaut.
* Unruhige Musik *
* Türknallen *
* Melancholische Musik *
Sie hat es gewusst.
20 Jahre lang hab ich mich gefragt,
ob ich daran schuld bin, dass mein Vater weg ist.
* Hupen, ernste Musik *
* Entenschnattern *
* Krähenschrei *
* Abwartende Musik *
* Die Musik verklingt. *
Na, Rita? Weißt du, wer der Mörder ist?
Na klar, was hast denn du gedacht?
Aber wolltest du dem Kommissar nicht sagen, wa?
Nö. Wir räumen ja eure Tassen nicht weg.
Ich spül meine auch ab. - Ja, ja.
Immer.
"Ich kann ihn nicht rausgeben." - "Natürlich!"
"Das ist illegal." - "Was ist illegal?"
* Dumpfes Dröhnen, Streitgespräch im Video *
"Und dann kannst du gar nichts mehr machen!"
* Angespannte Musik *
Hi, Mavi. Tom, hi.
Katharina hat mich informiert.
Wo ist denn Robert, unser Freund und Heffler?
Der kommt gleich. Du warst zuständig bei dem Einbruch, ne?
Ja, ich hab dir die Akte mal rausgesucht.Danke.
Die sind über das Wasser
in das Musikstudio von dem Produzenten eingestiegen
und haben ganz gezielt den Synthi mitgenommen, wenn du mich fragst.
Also Diebstahl auf Bestellung? Mhm, möglich.
Ein paar Wochen vorher gab es ein Interview von dem,
mit Fotos aus dem Studio.
Ein Sammler zahlt für den Bums krass viel Geld.
Dabei kann man das Ganze heute schon am Computer machen.
Mhm. Ja.
* Er lacht, dumpfes Dröhnen. *
* Ernste Musik *
* Stimmengewirr *
"Ich würd gern meinen Synthi holen."
"Ich kann ihn nicht rausgeben." - "Natürlich!"
"Das ist illegal." - "Was ist illegal?"
Elias ist dabei.
* Streitgespräch im Video *
"Geh bitte nach hinten."
"Ich will jetzt diesen Scheiß-Synthi, das ist mein Synthi!"
"Ich brech dir alle Finger, und dann kannst du gar nichts mehr machen!"
"Hey!"
* Sie schreien durcheinander. *
Das, das...
Ich wusste nicht, dass es so heftig ist.
* Hörbares Atmen *
* Klappern, zittriges Atmen *
Ich frag mich vor allem, warum sie damit nie zur Polizei gegangen ist.
Also, weil sie... Sie hat... Sie hat ihm das Gerät zurückgegeben.
Ich... ich...
Sind Sie da sicher?
N-ne, sicher nicht, aber...
Das hat sie mir gesagt.
Gab es öfters Dinge, wo sie Ihnen nur die halbe Wahrheit gesagt hat?
Nee, sie ist...
* Seufzen *
eher so der Typ einsamer Wolf.
Ich schaff das alleine, ich krieg das alleine hin.
Ganz schön schwierig in einer Beziehung.
* Trauriges Lachen *
Das ist nicht schwierig, das ist total unmöglich.
Das ist absolut unmöglich in einer Beziehung.
Erst recht in einer Ehe mit einem kleinen Kind.
Ich will wissen, was bei ihr los ist. Ich...
War es beim Krebs auch so?
Nee.
Es war schlimmer.
* Leise, nachdenkliche Musik *
* Handyklingeln *
"Hallo, Papa!"
Hi, mein Schatz, wie geht's?
"Alles super hier. Aber ich vermiss euch auch schon ein bisschen."
Wie ein bisschen? "Cool, dass Mama mitkommt, oder?"
Ja, auf jeden Fall richtig super, wirklich gut.
"Also holst du uns dann nächste Woche um 6 Uhr beim Flughafen ab, ja?"
Klar."Ich hab dir alle Infos schon geschickt."
Ich weiß, mach ich auf jeden Fall. Schatz, ich muss los, ja?
Tschüss! "Tschüss!"
So, Entschuldigung, aber was ist das jetzt?
Ich mein, das ist ein Kasperltheater, jetzt mal ganz ehrlich.
Was ist das? Ihr scheiß-depperten Deutschen kassierts mich ein?
Ich hab einen Urlaub, krieg den Flieger nicht.
Was ist das? Depperte Arroganz, rumstehen, Herrenrasse, was ist das?
Ich hab einen Flug. Ich will jetzt endlich gehen.
"Ich will in Urlaub."
I geh einfach. Is mir wurscht.
(leise) Danke.
(seufzend) Robert Heffler, Kripo Köpenick.
Ja, gratuliere.
Wer i bin, wissen S'.
Ja, klar.
So, Ihre Kollegen meinten, es geht um eine Zeugenvernehmung.
"Sie wollen in Urlaub?" "Ja."
"Wohin?" "Santorin."
"Schön."
Entschuldigung, aber können wir das ein bissl beschleunigen?
Das hängt ja ganz von Ihnen ab.
Inwiefern?
Ob Sie geständig sind oder nicht.
Was denn gestehen?
Raub, Nötigung.
Ja, und Mord steht auch noch im Raum.
Mord? I hab niemanden umgebracht.
Das sieht die Staatsanwaltschaft aber ganz anders.
Entschuldigung, wen bitte? Was?
Und, was gibt's?
Um ehrlich zu sein, gibt's noch gar nichts.
Wir haben immer noch nichts Handfestes.Hm.
Darf ich das kurz haben?
"Möchte ich jetzt noch nicht zeigen."
Klar. Und die Brille auch?
"Müssen noch ein bisschen warten." Was hast denn du vor?
* Türöffnen *
Guten Tag, Herr Heffler. Ich komme direkt aus der Staatsanwaltschaft.
Super. Hier ist die Akte.
Danke. Neumann.
Guten Tag, Herr Liebrecht. Tag.
Hm. Beantragung eines Haftbefehls.
Mhm. Dann ist die Sache ernst.
Entschuldigung, ich hab niemanden umgebracht.
Also ... ich hab hier ein Video.
Ich zeig das mal.
Also, da kam er in den Laden von Romy Bauer, unserem Mordopfer.
Zwei Wochen vor der Tat ist er in den Laden,
hat sie massiv bedroht, förmlich ausgerastet,
weil er Hehlerware bei ihr abgegeben hat zum Reparieren.
Sie wollte es ihm nicht zurückgeben, weil sie das gemerkt hat,
dass das Diebstahlware ist.
Vor ihrem Sohn hat er ihr gedroht.
Vorgestern hat er sie wahrscheinlich von der Brücke geschmissen.
Also, wenn die Kollegen dann das gestohlene Gerät finden,
reicht das als Mordmotiv.
Dann kann die Staatsanwaltschaft den Fall auch abschließen.
Aber wieso sollte ich der was getan haben?
Ich hab überhaupt kein Motiv!
Klassische Verdeckungstat. Jaja.
Die Frage ist jetzt nur, ob er mit uns spricht,
bevor die Kollegen das gestohlene Gerät finden,
denn das hätte erhebliche Auswirkungen auf das Strafmaß.
Erheblich? Ich hab sie nicht getötet.
Ich wollt einfach nur das Teil wieder haben.
Ah, Sie geben den Diebstahl also zu?
"Musik ist ein Hobby, ich bin Sammler."
"Ich wollte unbedingt mit so einem alten Synthie arbeiten."
Und das wollte ich unbedingt bei ihr reparieren lassen.
Auf meinem Dachboden, da können S' nachschauen, da steht das Teil.
Können S' gerne wieder haben.
Aber mit dem Mord hab ich überhaupt nichts zu tun.
Moment, Sie haben gesagt, vorgestern. Mhm.
Ich war vorgestern gar nicht in Berlin.Sondern?
Ich war auf einem Konzert von Denial made easy in Wien.
Gut, das werden wir überprüfen.
Aber Ihren Urlaub können Sie schon mal stornieren.
Gut.Bitte, Frau Staatsanwältin, ich war's ned.
Wie bitte?
Hast du ihm gesagt, dass ich Staatsanwältin bin?Nee.
So was dürfen wir auch gar nicht sagen.
Natürlich dürfen wir das nicht. (leise) Weißt du doch.
Nein, dürfen wir nicht. Aber der Blazer steht mir.
So, du kannst Cha-Cha-Cha tanzen.
Ja, ich hab einen Wochenend-Workshop gemacht.
Ihr Schlingel! Danke.
Wie lange braucht man da? Hier.
Liebrecht hat für dich was auf dem Dachboden versteckt.
Hey! Durchsuchungsbeschluss?
Nicht nötig. Er hat mit der Staatsanwaltschaft kooperiert.
Ah. Dann ist der Einbruch ja quasi gelöst.
Ja, der Einbruch schon.
Aber wenn sein Alibi stimmt, dann ist er nicht unser Mörder.
* Angespannte Musik *
Ja, dann hab ich den Fall ja gelöst.
Gute Quote.
* Eindringlich-abwartende Musik *
* Ferne Kirchenglocken *
* Türsummer *
Herr Degen?
Katja hat mich gebeten, auf Elias abzupassen.
Die ist fix und fertig.
Wollen Sie reinkommen? Ja, gern.
* Bodenknarzen, Tür wird geschlossen. *
* Bodenknarzen *
Haben Sie diesen Liebrecht gefunden? Der war's nicht.
Oh, das tut mir leid.
Ich wollte jetzt niemanden anschwärzen oder so.
Ich würde gern mal mit Elias reden.
Der ist in seinem Zimmer.
* Elektronische Musik im Video *
* Tür wird geöffnet. *
Elias?
Ich bin Robert.
Ich bin von der Polizei.
* Gehauchter Gesang im Video *
Wir versuchen gerade rauszukriegen, was mit deiner Mama passiert ist.
* Rhythmische Musik, sphärischer Gesang im Video *
Die ist richtig gut.
Das hat sie mir immer zum Einschlafen vorgesungen.
* Die Musik wird härter. *
♪ "Take your pill."
"In your brain." ♪
Und dabei konntest du schlafen?
* Die Musik stoppt. *
Hast du mal mitbekommen, ob deine Mama mit jemandem Streit hatte?
Was weiß ich, vielleicht mit Ben oder...
Eigentlich mit allen.
Mit allen?
Und deswegen seid ihr zu Maren, ne?
Gab's da auch Streit mit Maren?
Sonst wären wir ja nicht wieder nach Hause gefahren.
Und hast du zufällig mitbekommen, worum's da ging?
* Melancholische Musik *
Maren wollte unbedingt wieder auftreten.
Mama hatte aber keinen Bock.
Was willst du denn mal werden?
Drummer.
Drummer? Auch Musik.
Das ist cool.
* Leises Schnattern *
Es ging nicht darum, einfach nur so ein bisschen Musik zu machen.
Sie wollten Ihr Comeback feiern, mit Romy.
Es gibt Leute, die haben unser Logo aufm Arm tätowiert.
Wir hatten nach zehn Jahren direkt wieder volles Haus.
Romy kam aber nicht.
Stattdessen ist sie wieder zurück zu Katja.
Und Sie standen alleine da.
Weil sie wieder Angst hatte, genauso wie früher.
Wir haben mit dem Veranstalter gesprochen.
Er will das Geld jetzt von Ihnen zurück.
Kann das sein, dass Sie Romy zu etwas überredet haben,
was sie eigentlich gar nicht wollte?
Das große Comeback war gar nicht Romys großer Traum.
Es war Ihrer, oder?
Haben Sie deswegen auf der Brücke auf sie gewartet?
Wollten Sie noch mal mit ihr reden? Hey, was?
Ist doch bescheuert. Ich hab sie nicht umgebracht.
Wo waren Sie denn vorgestern Nacht zwischen 22 und 23 Uhr?
* Ruhige Musik *
Ich habe noch ganz lange
mich mit dem Veranstalter gestritten.
Und dann, und dann hab ich geweint.
Gut, das werden wir überprüfen.
Danke.
* Ruhige Musik, heftiges Ausatmen *
* Angespannte Musik *
* Ferne Kinderstimmen *
Katja!
"Hi, du hattest angerufen. Geht's jetzt?"
Ja, ich muss eh auf die Befunde warten.
Das dauert hier alles so lange.
Ich brauch irgendwie Zeit zum Nachdenken.
"Wie nachdenken?"
"Nicole, bitte."
"Du musst nicht gleich schießen."
"Ich hab ja versucht, zu vermitteln."
Romy hat dir mal wieder nicht alles erzählt.
Sie hat mit deinem Bruder gesprochen.
Wann?
An dem Abend, als sie wieder da war.
Und sie hat ihre Meinung zur Lebensversicherung geändert.
"Was heißt das jetzt?"
Katja, ich will dich nicht drängen. Das ist deine Entscheidung jetzt.
* Düstere Musik *
Mhm ... okay.
* Verkehrslärm, Sirene *
Was macht denn deine Mutter hier? Keine Ahnung.
Wahrscheinlich will sie mit mir reden.
Habt ihr noch nicht gesprochen? Nein.
Wird's ja Zeit.
Ich gehe schon mal vor. Nein!
Da musst du jetzt alleine durch. Bleib.
Hallo, Leyla. Hallo.
Mama, ich bin mitten in einem Fall. Eigentlich kann ich nicht mal.
Ich muss dir was erklären, Mavi. Bitte.
Ich hatte Angst.
Dein Leben war in Gefahr. Wer weiß, was das für Leute waren.
Ich wollte dich beschützen, Mavi.
* Nachdenkliche Musik *
Ich wollte es dir all die Jahre immer wieder sagen.
Du hättest doch alles getan, um ihn zu finden.
Erst recht, als du Polizistin geworden bist.
Und dann wärst du da mit drin.
Vielleicht verstehe ich dich sogar. Ich finde es trotzdem scheiße.
* Vogelzwitschern *
Ja, dann müssen Sie sich noch gedulden.
Genau. Auf Wiederhören. Ja.
Robert, das war die Lebensversicherung von Romy.
Die zahlen an die Ehefrau erst aus,
wenn sie den Polizei- und Obduktionsbericht von uns haben.
Wir sind noch mitten in der Ermittlung.Was ist denn los?
Offensichtlich macht die Ehefrau von Romy Druck auf die Versicherung.
* Angespannte Musik *
* Die Musik endet. *
Warum hat Romy die Lebensversicherung abgeschlossen?
Sie wollte Elias und mich nach ihrer Krebsdiagnose absichern.
Also finanziell.
Und wie viel geht es denn?
250.000.
Warum machen Sie jetzt so Druck bei der Versicherung?
Wofür brauchen Sie das Geld jetzt unbedingt?
Ben braucht das Geld für Valentina.
Sie hat einen sehr seltenen Gendefekt.
Es gibt eine Studie in Amerika.
Denen läuft die Zeit davon.
So eine Studie ist teuer. Ja, sehr teuer.
* Ernste Musik *
Aber das ist ja nicht das, was Romy eigentlich wollte, oder?
Doch.
Sie war so unentschieden damit.
Sie wollte Elias unbedingt absichern. Das war ihr sehr wichtig.
Aber sie wollte auch nicht die Familie von meinem Bruder
im Stich lassen.
Das war furchtbar für sie.
Sie wusste nicht, wohin.
Dann ist sie aufs Boot und dachte, sie kann irgendwie,
ich weiß nicht ... einen klaren Kopf kriegen.
Auf jeden Fall hat sie dann noch mal mit Ben darüber gesprochen
und sich dazu entschieden. Also für Valentina.
Ben hat das gesagt?
Mhm. Okay.
Danke. Es kommt gleich jemand, ja?
Danke sehr.
* Unruhige Musik *
Tut mir leid, dass wir da nicht mehr tun können.
Die Studien zu Kleinkindern sind noch nicht so weit.
Was ist mit den Befunden? Ich brauch die unbedingt.
Ja, ich kümmere mich drum.
Ich geh ins Labor, stell das in die Akte,
dann können Sie das alles gleich mitnehmen.
Am besten gehen Sie mit der Kleinen schon mal in die Kantine.
Dann bring ich Ihnen das vorbei, sobald ich alles zusammen hab. - Ja.
Was haben Sie denn jetzt vor?
Wir gehen dahin, wo man uns hilft.
Alles gut, mein Schatz. * Valentina weint. *
* Die Musik verklingt. *
* Valentina schreit. *
Frau Degen? Wir suchen Ihren Mann. Wir erreichen ihn nicht.
Ich weiß nicht, wo er ist. Entschuldigung.
Ich muss mich wirklich um die Kleine kümmern. - Bis gleich, ja?
* Valentina schreit. *
Vielleicht im Laden. Ja, okay, lass probieren.
* Babyweinen, angespannte Musik *
* Freizeichen *
Hey. - "Ben."
Was ist los?
Die Polizei war gerade hier. Die suchen nach dir.
Die sind auf dem Weg in den Laden.
* Unruhige Musik *
Okay.
Du musst es jetzt ohne mich durchziehen.
"Wie meinst du denn das?"
Du bist Valentinas letzte Chance.
"Okay?" - Okay.
Ich liebe euch.
* Düstere Musik *
* Reifenquietschen *
* Die Musik verklingt. *
Herr Degen, Polizei!
* Wabernder, hoher Ton wird lauter. *
* Pulsierendes Summen *
Sich in so einem Ton zu verirren ...
ihn stundenlang zu verändern, bis er genau so wird,
wie man ihn sich vorgestellt hat.
Man kann sich in dem Klang verlieren.
Wir wissen von der Genstudie.
Es ist völlig unklar, wie sie sich entwickelt.
Sie kann Nervenschäden am Rückenmark bekommen.
Fehlstellungen an Armen und Beinen.
Das ist ihre einzige Chance.
Man guckt doch seiner Tochter dabei nicht einfach nur zu,
wenn man es vielleicht verhindern kann.
* Verstörende Klänge *
(Gut, dass du wieder da bist.)
(Bitte, Ben.) - (Hast du es dir noch mal überlegt?)
(Romy, bitte. Wir müssen die Studie in zehn Tagen zahlen.)
(Ich weiß.) - (Siehst du, wie happy sie ist?)
(Sie weiß noch gar nicht, was die Krankheit mit ihr macht.)
(Ja.) (* Babylaute im Video *)
(Die Ärzte sagen, dass es mit der Zeit schlimmer wird.)
(Vielleicht lernt sie nie laufen oder hat ihr Leben lang Schmerzen.)
(Romy, du kannst die Lebensversicherung doch beleihen.)
(Ich kann nicht.)
(Doch, du kannst. Verdammt noch mal, du hast doch auch ein Kind.)
(Es tut mir leid. Bitte.)
(Ich kann nicht mehr. Bitte.)
(Die Lebensversicherung ist meine einzige Sicherheit für Elias.)
(Ich kann das nicht aufgeben. Es tut mir leid. Es tut mir leid!)
(Ich... Mann!)
(* Schluchzen, bewegte Musik *)
Und dann?
Dann ist sie los.
Ich wusste ja, welchen Weg sie nehmen wird,
und hab sie abgepasst, um sie einzuschüchtern.
Aber sie blieb stur.
* Brummende, surrende Klänge *
Da bin ich durchgedreht.
* Türschlagen *
Danke.
* Poltern *
Glaubst du ihm das alles?
Na ja, das war seine letzte Chance für die Kleine.
Ich trau's ihm nicht zu.
* Angespannte Musik *
Warte mal kurz.
Sie haben gesagt, dass Sie auf der Brücke ausgerastet sind, richtig?
* Angespannte Musik *
Und Sie sind vor ihr aus dem Laden raus,
um ihr auf der Brücke aufzulauern, ja?
Ja.Vorhin haben Sie uns gesagt, dass Romy zuerst los ist.
Ich weiß es nicht mehr so genau.
Habt ihr noch sein Handy?
* Angespannte Musik *
Ja, kurz bevor wir gekommen sind, hat Ihre Frau Sie angerufen.
Ja, und?
Sie haben doch mein Geständnis, was wollen Sie denn noch?
* Spannungsvolle Musik *
Schau mal.
Kurz vor der Tatzeit haben Sie Ihre Frau angerufen.
Sie haben ihr gesagt, dass Romy Ihnen nicht helfen wird.
Lassen Sie Nicole da raus. Sie hat damit nichts zu tun.
Sie war die ganze Zeit bei Valentina.
* Angespannte Musik *
Okay.
Jungs, fahrt ihr raus, wir müssen ganz schnell los.
* Motorstarten, Sirene *
* Elektronische Spielgeräusche *
* Angespannte, drängende Musik *
Können wir kurz reden?
Kannst du dich kurz um deine Cousine kümmern? - Ja.
* Angespannte Musik *
* Sirene *
* Glöckchenklingeln *
* Die Musik wird drängender. *
* Leise Sirene, drängende Musik *
* Die Musik wird leiser. *
Die Polizei hat Ben verhaftet. - Oh nein.
Wo ist Frau Degen? In der Kantine.
Wo ist die? Da lang, dann links, dann...
Danke! Ist ausgeschildert.
Was ist hier los, Nicole? Rede!
Valentina war ihr scheißegal!
* Die Musik endet. *
(leise) Was?
Du warst auf der Brücke?
Und nicht Ben?
Du hast sie umgebracht?
Du wusstest, dass ich euch helfe, wenn ich an die Versicherung komme!
Ich hab gefragt, wo du warst!
* Schrei, Schmerzlaut *
* Schmerzvoller Schrei *
* Drängende Musik *
Wo ist denn deine Mama? Danke.
* Wilde Schreie *
Es reicht! Es reicht.
* Keuchen, die Musik verklingt. *
Kannst du dich um Valentina kümmern?
Ja.
Ich bring Sie hinten raus.
Geht's? Ja.
"Wo bist du, kleiner Elefant?"
"Badest du hier im Wasserloch?"
"Nein, da schwimmt ein Krokodil." - Na, ihr beiden?
"Kleiner Elefant, hast du dich im Gebüsch versteckt?"
"Nein, da grast das Zebra."
* Ruhige Musik *
Wir kümmern uns ein bisschen um sie, ja?
Wird sie wieder gesund?
Na klar.
* Möwenkreischen *
Ben und Katja fliegen mit Valentina nach Amerika für die Genbehandlung.
Wow! Groß von Katja.
Elias hat drauf bestanden. Oooh.
Willst du gar nicht fragen, was das für eine Torte ist?
Nein.
Ich kenn den Behälter. Ja, ist vondeiner Mama.
Ja.
Ist der vegan? Das weiß ich nicht.
Dann musst du deine Mutter fragen. Frag du sie doch.
Kann sie auch essen.
* Ernste Musik *
Komm schon, eine Erdbeere.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024
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