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Zulu
Rô, schau dir das an.
Unsere Party.
Auf ins Getümmel!
Onkel! -Ich warte seit 40 Minuten.
Ans Handy geht ihr auch nicht. -Wir wollten uns doch hier...
Da drüben, Maurinho. Vor dem MASP.
Tut mir leid, Onkel. War mein Fehler.
Ich bin für euch verantwortlich.
Wenn eure Eltern rausfinden, dass ihr hier seid...
Sorry, Vicente.
Auf geht's! -Maurinho!
Love Parade Liebe kann alles verändern
Liebe kann alles verändern
Wir müssen lernen, in Gemeinschaft zu leben
Wir müssen für unsere Rechte kämpfen
Denn wir müssen mit Respekt und Würde leben
Wir werden kämpfen, wir werden siegen
In jedem Fall muss die Liebe revolutioniert werden
Das Einzige, was wir tun können, ist beten
Du bist die schönste Frau der Welt.
Meine Musik ist mein Gebet
PINK PACT
Der ist aber süß. -Nimm ihn mit nach Hause.
Onkel Vicente! Warte auf uns.
Gehen wir, es ist spät. -Ich hab Hunger.
Wir können was essen gehen. -Gute Idee, Schnucki.
Du sollst nicht so mit mir reden!
Los, Jungs. -Es gibt kein Erbarmen.
Ich bin so glücklich! Danke, Onkel Vicente.
Seht euch mal den an.
Los! Den schnappen wir uns!
Die bringen ihn um! -Vicente!
Hört auf! Ihr bringt ihn um!
Marília, komm zurück!
Hört auf! Was machst du denn, Marília!?
Gewalt nach der Gay Parade
In der Rua da Consolação kam es soeben zu einem Gewaltakt.
Verzeihung. Leute, ich war dabei.
Vier Monster haben den Mann verprügelt.
Keine Ahnung, ob er noch lebt. Wo zum Teufel ist die Polizei?
Mehr Infos zu dem Übergriff kriegt ihr auf marilianalata.com.br.
Schnitt.
Gib das her, du Irre.
Ach herrje... -Ich war auf dem Weg nach Hause.
Halt das hier mal fest. -Sieht es schlimm aus?
Ziemlich.
Scheiße, ich komm zu spät nach Hause.
Warte besser noch. Auf der Straße ist die Hölle los.
Stimmt, es ist voll gefährlich jetzt.
Wir rufen dir nachher ein Taxi, oder? -Natürlich.
Nicht zu fest drücken. -Okay.
Aua! Vorsichtig. -Das brennt nicht.
Nein, nicht. -Halt still.
Aua! Au. -Hör auf, Maurinho.
Du schaffst es immer, einen zum Lachen zu bringen.
Rô, hilf mir mal.
Na los, Rô.
Nach all der Aufregung verdienen wir uns eine Belohnung.
Genial, Onkel!
Ma, komm ins Bett!
Ich bin gleich fertig.
Und du bist echt verheiratet? -Ja.
Mit allen Formalitäten und so? -Ja, mit allem Drum und Dran.
Ich habe Frau und Kinder. Sie weiß nicht, wo ich heute war.
Scheiße Mann, das ist voll krass!
-Maurinho! Ach, lass ihn doch.
Er hat Recht, das ist voll krass.
Ich gründe die PGS. -PGS? Was ist das?
Die Partei der glücklichen Schwulen. Nur für Entschlossene.
Willst du sagen, wir sind das nicht?
Von uns hat sich doch keiner geoutet.
Wir werden verprügelt, und du denkst an dein Make-up.
Auf alle glücklichen Schwulen. -Auf unseren Tag.
Ich hab eine Idee! -Auch das noch.
Na los, steht auf!
Aufgeweckt, dein Neffe. -Sehr.
Ich fordere euch heraus. -Okay, schieß los.
Wir schließen einen Pakt.
Bis zur nächsten Gay Pride müssen wir uns alle outen.
Maure, mach doch keinen Stress,
Ich bin einverstanden.
Okay, ich bin dabei.
Und du, Rodrigo? -Ja, schon gut. Ich auch.
Na dann...
Auf uns!
Der ist aber süß. -Hör auf.
Riechst du das?
Das riecht nach Entjungferung. -Mach dich nicht lustig darüber.
Tut mir leid, Schnucki. Hör zu.
Ich helf dir, ihn kennenzulernen. -Er hat nicht mal hergesehen.
Was hätte er auch sagen sollen?
"Hallo Dach. Hallo Mauer. Hallo Bühne."
"Hallo sexy Rodrigo. Ruinier mir nicht das Make-up."
Du bist echt schwierig. -Ich weiß.
Geh hin zu ihm, jetzt ist er gerade alleine.
Los. -Machst du Witze?
Ich mein's ernst. Geh rüber zu ihm. -Was soll ich sagen?
Frag ihn, ob er Lust hat, bei unserer Lerngruppe mitzumachen.
Los geh, Rodrigo.
Jetzt geh, Rodrigo. Sonst verpasst du diese Chance.
Die Geschäfte laufen sehr gut.
Die Markterweiterung in Lateinamerika ist sehr strukturiert geplant worden.
Sie können beruhigt sein, Pierre.
Gute Reise.
Ja, wir sehen uns hier in Brasilien.
Danke.
Vicente, das gelb Markierte ist nicht übersetzt.
Das ist auf Französisch. -Danke.
Wenn Sie wollen, kann ich es übersetzen.
Nicht nötig. -Rufen Sie da bitte an.
Verrückte Nudel!
Dein Text ist toll, Ma. Du wirst immer besser.
Ich hatte echt viele Klicks. -Ja?
Ich interviewe eine Crossdresserin. -Echt? Super!
Wann ist er online? -Das hab ich schon zehn Mal gesagt.
Um acht.
Ich will alles hören.
Rô...
Kann ich heute bei dir schlafen? -Klar.
Du kannst mir helfen, falls ich sehr aufgeregt bin.
Was ist das?
Ich muss dir was sagen, Rodrigo. Es geht mir nicht aus dem Kopf.
Du musst mir versprechen,
es niemandem zu sagen und nicht zu lachen.
Ich versprech's. -Rodrigo.
Was ist? -Versprich es.
Ich verspreche es, Mau.
Ich will eine Dragqueen sein. -Was?
Siehst du. -Meinst du das ernst?
Ja, seit der Gay Pride Parade denk ich an nichts anderes,
Stell dir mal vor...
Ich werde einen eigenen Tanz haben. Das wird so super.
Sieh dir das an.
Du wirst sicher großartig sein.
Geht's ein bisschen leiser?
Oh, es ist runtergefallen.
Hörst du, Roger?
Du kannst nicht springen. -Klar kann ich.
Roger, ich muss mit dir reden. -Was ist los?
Ich bin schwanger.
Wie, du bist schwanger? Das kann doch gar nicht sein.
Seit wann? -Ich weiß es seit heute.
Du nimmst doch die Pille.
Ich weiß, aber es ist trotzdem passiert.
So eine Scheiße.
So eine Scheiße? Was soll das heißen?
Entschuldige, das war nicht so gemeint. Es kommt nur so unerwartet.
Hör zu, mach dir keine Sorgen.
Bleib ruhig, es wird alles gut.
Okay?
Glückwunsch, sehr gute Arbeit. -Bravo.
Ich möchte es offiziell machen.
Thiago wird Generaldirektor vom Büro in Nantes.
Vielen Dank für diese Anerkennung, Pierre.
Und wir haben einstimmig entschieden, dass Vicente Verkaufsleiter wird.
Danke für Ihr Vertrauen.
Gut, genug davon. Ich lade Sie zum Abendessen ein.
Wunderbar. -Es wäre mir eine Freude.
Ihre Gattinnen sind auch eingeladen. -Natürlich.
Man muss mit der Familie feiern.
Meine Frau wird sich freuen.
Meine Frau freut sich natürlich auch.
Dann bis heute Abend. -Tschüss. Bis später.
Auf Wiedersehen. -Auf Wiedersehen.
Na gut, wir sehen uns zum Essen. -Gut.
Bist du glücklich, Vicente? -Sehr.
Soll ich etwas erledigen, Vicente?
Vicente?
Kann ich etwas tun?
Notieren Sie heute Abend eine Einladung zum Essen.
Natürlich.
Schreiben Sie dazu, dass unsere Ehefrauen dabei sein sollen.
Ehefrau? Wie meinen Sie das? Ich wollte sagen, natürlich.
Ich schreibe es dazu.
Danke, Senhor Elias. Wenn was ist, rufen Sie mich an.
Gott sei mit Ihnen. Wiedersehen.
Ach du Scheiße!
Dona Vera, wie geht es Ihnen? -Wo bist du?
Deiner Frau geht es schlecht, und dein Handy ist immer ausgeschaltet.
Es war nicht ausgeschaltet. Wieso, was ist denn los?
Ich weiß es nicht. Fahr nach Hause. Sie braucht dich.
Ja, gut. Ich bin auf dem Weg.
Okay, bis dann.
Ich fahre um 18 Uhr in Poços de Caldas los.
Ich bin dann am Abend da.
Warum kommen Sie? Ist es schlimm?
Ich weiß es nicht, Roger. Beeil dich.
Ich bin unterwegs. -Schnell!
Ich bin schon unterwegs. Gott sei mit Ihnen. Tschüss.
Hallo.
Was ist los? -Ich hatte eine Blutung.
Ist alles in Ordnung? -Was denkst du denn?
Natürlich nicht. Der Doktor sagt, ich muss liegen.
Was bedeutet das?
Ich weiß es nicht. Vielleicht war es eine Fehlgeburt.
Nein, nein, nein, keine Sorge. Wir denken positiv, okay?
Alles wird gut.
Meine Mutter kommt für ein paar Tage her. -Warum das denn?
Ich brauche Hilfe im Haus und mit Tião. -Natürlich, du hast Recht.
Deine Mutter kommt. Alles wird gut.
Paula? -Hallo Vicente.
Ich habe Neuigkeiten. -Erzähl!
Ich wurde zum Verkaufsleiter befördert. -Das ist ja toll!
Na los, ich will alles wissen.
Das Meeting lief großartig. -Du bist großartig, Vicente.
Danke.
Hör mal, ich brauche deine Hilfe.
Oh, oh, na dann schieß mal los.
Pierre, der französische Direktor,
hat mich und meine Frau zum Essen eingeladen.
Deine Frau?
Ja, ich wusste nicht, was ich sagen sollte.
Also hab ich gesagt: Meine Frau wird begeistert sein.
Bist du verrückt, Vicente? Und was jetzt?
Willst du für einen Abend meine Frau sein? Es wird sicher lustig.
Ein Skype-Date ist irgendwie voll lahm. -Lucas ist echt süß, oder?
Ja, er ist nicht schlecht.
Ich hab ihn geadded.
Wie spät ist es? -Bleib mal locker.
Wie spät ist es?
20.20 Uhr. -20 Minuten zu spät beim ersten Date.
Was kommt als Nächstes? -Für ihn ist es ja kein Date.
Hier, wie findest du dieses Outfit? Ich finde, das ist das beste,
Das hat viel mehr Sex.
Das wird noch viel bunter, viel...
Einfach viel schwuler.
Konzentriere dich. Keinen Schwachsinn reden!
Hallo. -Hey, großer Mann. Wie geht's?
Großer Mann? Das ist ja so lahm.
Super, und dir?
So wird das nie was.
Es ist wahnsinnig heiß. -Heiß?
Und wie ist es dort so, Onkel?
Es ist toll hier. Grüß deine Mutter, ja?
Das mach ich. Und du grüß auch alle. Tschüss.
Wer war der große Mann? -Mein Onkel,
Ich hab voll den Schreck gekriegt.
So ein Scheiß.
Ich fürchte, da ist wohl jemand versetzt worden.
Ja...
Jetzt sei nicht traurig, Dummerchen. Wir reden morgen mit ihm.
Hast du gehört, Rodrigo? -Ja, ja.
Schau dir die beiden mal an und sag mir, welches dir besser gefällt.
Echt, das da?
Ach, mein Kind, wie geht's dir? Schon besser?
Ja, aber ich hab ein bisschen Angst.
Ich bin ja jetzt da. -Ich will das Baby nicht verlieren.
So ein Unsinn.
Ich habe eine Suppe mitgebracht, die wird dir helfen.
Roger, mach bitte die Suppe warm. Sie ist in meiner Tasche.
Meine Feigenmarmelade! -Tut mir leid.
Wie hältst du es mit dem aus? -Das war ein Unfall.
Ein Unfall mit meiner Feigenmarmelade?
Das ist kein Unfall, das ist eine Katastrophe!
Ab in die Küche mit dir! Ach mein Schatz, was ist nur los?
Ich hab Herzrasen, Bluthochdruck, Osteophytose...
Roger! -Oh Mann...
Doch nicht mit dem Ding da.
Weist das Problem? -Ich mach das.
Sie ist doch warm. -Gib her.
Du bist ein erwachsener Mann und weißt nicht, wie man Suppe aufwärmt.
Roger, komm her. Roger, ich muss mit dir reden.
Du musst Rosinha mehr unterstützen.
Sie macht den Haushalt und kümmert sich um Tião.
Das ist zu viel. -Ich tu doch schon, was ich kann.
Das reicht aber nicht. Ein echter Mann passt auf seine Frau auf.
Du bist ungerecht. -Ungerecht?
Ja, genau. -Ich bin ungerecht, Roger?
Ich bin ungerecht? -Genau!
Meine... -Nicht so laut!
Lass mich ausreden!
Meine Tochter beschwert sich andauernd über dich.
Du weckst Tião auf.
Jetzt hatte sie auch noch eine Blutung. -Und ist meine Schuld?
Sei ein richtiger Mann, Roger. Übernimm Verantwortung.
Jetzt ist er wach. -Na und?
Ich sag dir was, ich hab dich im Auge.
Ich Sie auch. -Herrgott, du kennst mich nicht!
Heilige Mutter Gottes, gib dieser Suppe die Kraft,
dass das Baby in meinem Bauch bleibt.
Im Bauch meiner Tochter!
Im Namen der Suppe und Mãe Menininha do Gantois.
Jetzt lach doch mal.
Alles klar?
Bist du mit dem Referat weitergekommen?
Meine Mutter brauchte den Computer. -Kein Problem.
Das kommt vor.
Ich bin mit meinem Teil fertig.
Jetzt fehlen noch zwei Teile, ihr müsst euch also noch mal treffen.
Nicht nötig, wir sind fast fertig.
Ich denke, ihr solltet euch treffen und das fertig machen.
Okay, meinetwegen.
Und damit das klar ist, ich rette euch nicht den Arsch.
Ich sag alles dem Lehrer, wenn es sein muss.
Wie heißt du noch mal? -Lucas.
Herr Lehrer, Lucas und Rodrigo haben überhaupt nichts gemacht.
Ihr macht das also besser zu zweit. -Alles klar.
Also nur wir beide. -Okay. Wir hören uns später.
Ach, Maurinho...
Ich versteh das nicht, diese Intoleranz, dieser ungerechtfertigte Hass.
Das tut mir weh, weißt du.
Ich fühle mich nicht wohl gerade.
Ich breche das ab. -Nein. Ganz ruhig. Es ist alles gut.
Komm her.
Das hab ich jetzt gebraucht. -Ich weiß.
Mach den Computer aus.
Ich will das Video heute noch posten. Ich bin fast fertig.
Schneidest du das raus?
Ich hab beschlossen, es zu lassen.
Sie hat dich doch gebeten, das nicht zu zeigen.
Ich weiß, Quel. Aber wir brauchen die Publicity.
Das ist ein Krieg, und ich lasse diese Waffe nicht fallen.
Denk noch mal drüber nach, Marília. Manchmal ist weniger mehr.
Lass das, Maure.
Lass uns gehen. Der kommt nicht. -Jetzt hör auf, ich bin nervös genug.
Ich hab alles vergessen. -Ich sagte doch, ich helf dir.
Gib mir Papier und Stift.
Wofür? -Gib mir Papier und Stift.
Hasi, er ist da. Du kannst doch lesen?
Pass einfach auf, was ich schreibe.
Hey, wie geht's? -Alles klar?
Hier, ich hab schon was gemacht.
Okay, super.
Sieh's dir an. Wenn das okay ist, können wir gehen.
Geh ran!
Was machst du heute noch? -Mach's kurz. Warum bin ich hier?
Was meinst du? -Das Referat gibt's doch gar nicht.
Ich...
Ich wollte dich besser kennenlernen.
Ach so, du bist in diesem Team, oder?
Team? -In welchem Team spielst du?
Ich spiele...
Im selben Team wie du!
...Im selben Team wie du.
Wusst ich's doch.
Bist du...
Stehst du auf mich?
Nein, er steht sicher auf ein Zebra.
Ja, ich fand dich immer süß.
Aber ich dachte, du bist mit Maure zusammen.
Quatsch, doch nicht mit der verrückten Schwuchtel.
Wir sind bloß Freunde.
"Verrückte Schwuchtel" ist lustig. Genau das dachte ich letztens auch.
Maure ist echt nett. Du solltest ihn respektieren.
Er ist mein bester Freund. -Okay.
Ich respektiere den besten Freund meines Zukünftigen.
Zukünftigen? -Halleluja.
Hi. -Wie geht's?
Super.
Welch Überraschung. -Ja.
Lange nichts gehört von dir. -Ja, ich weiß.
Ich hab dich angerufen, aber dein Handy war aus.
Die Woche war wirklich irre. -Ja, bei mir auch.
Im positiven Sinne. Ich wurde befördert.
Echt? Das ist toll. Herzlichen Glückwunsch.
Danke.
Setz dich doch. -Danke, dann mach ich's mir mal bequem.
Willst du ein Glas Wein?
Ja, ich trinke ein Glas Wein.
Ehrlich gesagt, hätte ich nicht herkommen sollen.
Warum?
Du hast was zu f eiem, und ich hab Probleme.
Was ist los?
Meine Frau ist schwanger.
Hey! Herzlichen Glückwunsch, Papa. -Ja, genau.
Ich wollte ihr alles sagen, aber jetzt...
Verstehe. -Es ging ihr schlecht.
Darum ist ihre Mutter gekommen und wohnt jetzt bei uns.
Meine Schwiegermutter ist ein Alptraum.
Mein Neffe würde jetzt sagen: Echt krass!
Das ist auch krass.
Ich...
Ich hab nicht besonders viele Freunde. Darum hab ich dich angerufen.
Das war eine gute Idee.
Das war ein schöner Abend. Kuss, Roger
Sieh dir das an.
Wow! -Hey, habt ihr kurz Zeit?
Das ist ein super Club für euch. Da gibt's eine Drag Show und so.
Was? -Drag Show.
Ich denke an dich... Küsse
Oh, die Femme Fatale. -Halt die Klappe.
So was mach ich nur für dich, Vicente. -Ist ja für einen guten Zweck.
Ja, ich kann mein Französisch auffrischen.
Also, wir sind seit drei Jahren verheiratet.
Wir wohnen bei mir. Und wir wollen keine Kinder.
Wir haben uns an der Kinokasse kennengelernt.
Oh, wie romantisch.
Unsere Eltern wohnen weit weg, wir haben keine Geschwister.
Das ist einfacher. -Ach, lass uns doch improvisieren.
Danke. -Gerne.
Die Hochzeitsreise in Prag... -Fang gar nicht erst an.
Wie langweilig, ich hab schon alles genau durchdacht.
Ihr Französisch ist sehr gut. -Ja.
Danke, ich habe lange nicht mehr gesprochen.
Ich werde nichts verstehen. -Mir sind doch unter uns.
Vicente, Ihre Frau ist umwerfend. -Ich weiß.
Ist das seine Sekretärin? -Ich habe keine Ahnung.
Stoßen wir auf neue Errungenschaften an. -Auf neue Errungenschaften.
Was? -Auf uns.
Kommen Sie im Sommer nach Paris?
Seist es. -Sehr schön.
Dann wird gefeiert, mein Freund. -Danke.
Er sagt, dass wir im Sommer gebührend empfangen werden.
Ja, das stimmt.
Sie werden hier viel Arbeit haben.
Ja, aber ich kann in Nantes anrufen, damit Thiago kommt und mich rettet.
Genau. -Und, haben Sie Kinder?
Wir?
Nein, noch nicht. Aber wir wollen welche.
Ah, wie schön. Ich liebe Kinder.
Gibt es viele Kinder in Ihrem Viertel? -Nein, nur alte Menschen.
Vicente wohnt in einem jüngeren Viertel.
Wohnt ihr nicht zusammen? -Wir?
Na ja...
Was ist los?
Sie sind verheiratet, aber sie wohnen nicht zusammen.
Nein?
Wir sind ein modernes Paar. -Genau.
Jeder hat seine Wohnung und seine Macken.
So halten wir das Feuer am Brennen.
Ist doch genial. Die Idee gefällt mir.
Es lebe die Unterschiedlichkeit. -Es lebe die Unterschiedlichkeit.
Danke.
Isst du das nicht? -Nein, ich mag nicht.
Da ist dein Dessert.
Danke.
Also, ich war auf der Champs-Élysées und wollte zurück nach Montmartre.
Ich beschloss, in ein Café zu gehen. Und dort hat alles angefangen.
Ich bin neugierig, wie ging es weiter?
Wer setzt sich genau mir gegenüber? -Napoleon?
Nein, viel besser. Vicente., Es war Liebe auf den ersten Blick.
Oder, mein Schatz? -Ja.
Was hat sie gesagt? -Sie haben sich in Paris kennengelernt.
Wie romantisch.
Ich hab ihn angesprochen, ich dachte, er sei Engländer.
Aber er hat meinen Akzent erkannt.
Er nahm meine Hand und sprach Portugiesisch mit mir.
Und was dann? Er hat mich nach Hause gefahren.
Wir haben Champagner getrunken... -Und bald geheiratet.
Sie Glückspilz.
So eine schöne Frau allein In einem Café...
Und sie spricht auch noch Portugiesisch.
Pierre, Sie Charmeur, ich bin doch schon verheiratet.
Keine Sorge, ich spiele in einem anderen Team.
In einem anderen Team? -Ja.
Ich bin homosexuell. Ich habe einen Ehemann.
Ein modernes Paar.
Was ist passiert? -Erzähl ich dir zu Hause.
Dann stoßen wir doch noch mal an. Auf die Unterschiedlichkeit.
Auf die Unterschiedlichkeit!
Nicht wahr, mein Schatz? -Auf die Unterschiedlichkeit.
Schöner Abend.
Pierre ist seltsam.
Er hat eine lustige, aber seltsame Art.
Ich weiß, dass du gerne mit mir zusammen bist
Ich weiß, dass ich auch gerne mit dir spiele
Warum spielen wir nicht zusammen?
Warum sind wir nicht zusammen?
Heute bin ich hier, morgen vielleicht nicht
Es gibt einen Grund, dass wir uns getroffen haben
Warum eine Leidenschaft vergeuden?
Komm, triff dich mit mir
Probier mich aus
Lass uns versuchen, zusammen zu sein
Hab einen schönen Tag. Ich liebe dich!
Wie läuft's? -Ganz okay. Wie war das Essen?
Es war großartig. Paula ist wirklich toll.
Niemand hat was geahnt? -Weißt du was? Mein Chef ist schwul.
Woher weißt du das? -Er hat einen Ehemann.
In Frankreich ist das eben anders. -Anders, aber nicht unbedingt leichter.
Wie komm ich jetzt aus der Geschichte wieder raus?
Das wird nicht leicht.
Ich hab mir überlegt, wir könnten ein paar Tage zusammen verbringen.
Das ist unmöglich. -Ist es nicht, ich weiß schon wie.
Du erzählst deiner Frau, du musst auf Geschäftsreise nach Rio.
Das ist nicht so leicht, -Doch ist es, wenn du willst.
Okay, ich denk drüber nach.
Lass das.
Ciao. -Ciao.
Komm her.
Alles okay?
Ich will das so nicht. -Wo ist das Problem?
Ich weiß nicht.
Was ist los?
Hast du das noch nicht gemerkt? -Was denn?
Das ist mein erstes Mal. -Du bist Jungfrau?
Ist das ein Problem? -Nein.
Nein, absolut nicht.
Ich versteh schon, Rô.
Willst du mein Freund sein?
Ich will dein Freund sein.
Na gut, für heute bist du entlassen.
Ich rufe Maure.
Mein Sohn, heute ist Gottesdienst.
Kommst du? -Ach Mama, ich kann heute nicht.
Komm, mein Sohn. Heute singt der Chor.
Ich kann heute nicht, wirklich.
Du warst schon so lange nicht in der Kirche, mein Junge.
Pfarrer Rômulo hat nach dir gefragt.
Mama, richte ihm liebe Grüße aus.
Ich muss lernen, ich habe Prüfungen nächste Woche.
Komm, wir gehen. -So geht das nicht.
Du musst dich für Jesus öffnen. -Komm jetzt, Celia.
Hallo! -Hallo Mau. Rate mal, wer hier war.
Dein Prinz.
Genau. -Und deine Eltern?
Die sind weg. -Und? Habt ihres getan?
Beruhig dich, noch ist nichts passiert. Aber wir haben total viel geknutscht.
Du bist auf dem richtigen Weg.
Schau mal, wie findest du den Look? Sei ehrlich.
Wow, das gefällt mir von allen am besten.
Wirklich? -Ja klar. Die sieht aus wie du.
Ich helf dir. -Ich bin Barbie in der Schachtel.
Wow, Rosa, das ist wunderschön. Der Kreislauf des Lebens.
Zum Glück ist alles in Ordnung. -Ja, Gott sei Dank, ich bin erleichtert.
Du wirst es nicht glauben. -Was?
Ich muss nach Rio de Janeiro. -Nach Rio de Janeiro?
Ja, nach Rio de Janeiro. Nächste Woche.
Und was machst du da? -Arbeiten. Immer arbeiten.
So ist mein Leben.
Ruf doch deine Mutter an. -Es geht schon.
Nein, nein, nein. Ruf sie an. Der Arzt hat gesagt, du brauchst Ruhe.
Ist ja gut, ich ruf sie an. -Es ist besser so.
Sieh mal... -Ganz der Vater.
Wahnsinn, er sieht aus wie du. -Sowas Süßes.
Hallo Onkel! Wie geht's dir? -Was gibt's, Maurinho?
Ich brauche deine Hilfe, Onkel. Es ist wirklich sehr wichtig.
Sehr wichtig.
Was willst du?
Kann ich am Donnerstag bei dir schlafen? -Ja klar.
Da gibt es noch eine winzige Sache.
Schieß los. -Ich will ein paar Freunde einladen.
Ich will ihnen meine Show zeigen. -Muss das bei mir sein?
Komm schon.
Okay, aber ich will nicht die ganze Bude voll haben.
Keine Sorge, nur die VIPs.
Danke! Du fehlst mir.
Ciao. -Ciao.
Mama, du glaubst es nicht, wir sind jetzt erst bei Rodrigo.
Ja, es ist ziemlich weit.
Nein... Mama, ich hab dir gesagt, dass ich heute nicht mitkomme.
Später gehe ich zu Onkel Vicente.
Okay.
Mach ich.
Amen.
Hallo. -Hallo.
Kann ich helfen? -Vielleicht. Ich habe einen Auftritt.
Und das ist mein Outfit. -Zeig mal.
Ma, komm mal her.
Der Ausschnitt ist toll, mal was anderes,
Wow.
Wer hat das entworfen? -Er.
Und wer soll das tragen? -Ich. Kriegt ihr das hin oder nicht?
Du bist bei uns genau richtig. -Da bin ich erleichtert.
Komm gleich mit.
Jesus, Jesus
Jesus, Jesus
Arbeitest du hier? -Nein, wir wohnen da hinten.
Raquel hat den Laden und ich einen Blog. -Einen Blog? Cool.
Er heißt marilianalata.com.br. -Cool.
Es geht um die Welt der LGBT. -Ich schau's mir mal an.
Wird dir gefallen.
Ich mach ein Video.
Überall tätowiert und auf dem Catwalk im Fernsehen
Ausschweifung total, halb er, halb sie
Danke. -Das macht 42 Reais.
Krieg ich einen Rabatt? Rabatt, Rabatt. -Okay, 38 Reais.
Du bist super, echt.
Ich hab mich hier total wohlgefühlt.
Vergiss nicht, uns zu deiner Show einzuladen.
Ihr beiden habt echt Glück. Wisst ihr warum?
Ich gebe heute Freunden von mir einen kleinen Vorgeschmack auf die Show.
Wenn ihr kommen wollt, seid ihr eingeladen.
Gehen wir hin? -Ich kann nicht, ich muss hier aufräumen.
Ich komme.
Darf ich filmen? -Ja klar.
Dann schneide ich dir einen Videoclip zusammen.
Aber ich darf ihn in meinen Blog posten. -Warte,
Hab ich das richtig verstanden? Du machst ein Video von mir?
Ich ruiniere mir mein Make-up.
Die Pizza ist bestellt. Jetzt müssen wir warten.
Maurinho, wir wollen die Show sehen. -Anfangen, anfangen!
Anfangen, anfangen!
Hört auf damit!
Rodrigo! Hörst du mich? -Ja.
Ist die Musik bereit? -Ja.
Rodrigo, ist die Musik so weit? -Ja, Mau.
Leute, ich bin noch nicht fertig. Ich bin noch nicht so weit.
Jetzt fang einfach an. -Mach endlich, Schatzi!
Zusammen werden wir siegen!
Was ist los? -Moment!
Pater, sehen Sie sich das an.
Gottes Friede. -Gottes Friede, Pater.
Was ist passiert?
Mein Sohn hat einen Dämon im Körper.
Er trägt Frauenkleider und hat Fotos von Männern.
Alles wird gut.
Amen, Schwester? -Amen, Pater.
Amen? -Amen.
Wie geht es dir, Maurinho?
Verschwinde, Dämon! Im Namen Jesu Christi!
Amen! -Amen!
Vergieße dein Blut, Herr. Amen! -Amen!
Im Namen Jesu Christi, verlasse diesen Körper! Amen!
Verschwinde, Satan!
Lass diesen Jungen in Ruhe. -Amen!
Amen, Schwester! -Amen!
Raus aus diesem Körper! -Amen!
Verschwinde aus diesem Körper, im Namen des Herren! Amen!
Verschwinde! -Amen!
"São Paulo: Intolerante Eltern greifen schwulen Sohn an.
Was tun?
Auf Na Lata erscheint in Kürze ein Video, das den Gewaltakt gegen den Sohn zeigt."
Gott segne dich.
Ich wollte gar nicht weg, aber du weißt ja, die ganze Arbeit.
Ich mach mir Sorgen, Rio ist gefährlich.
Das brauchst du nicht. Ich pass schon auf mich auf.
Okay. -Okay? Küsschen.
Ich liebe dich. -Ich dich auch.
Ruf an, wenn was ist. -Okay.
Willkommen. -Ich hab ja gesagt, ich komme.
Ich war mutig. -Das f eiem wir.
Was ist mit deinem Neffen? -Ach, meine Schwester...
Aber vergiss das. -Okay.
Ich hab was für dich vorbereitet. -Wow!
Ach, noch was: Wehe du kommst spät von der Arbeit nach Hause.
Komm, ich hab uns Saft gemacht.
Ich will nichts hören. Heute kommst mit in die Kirche.
Jesus, Jesus
Das ist nur zu deinem Besten.
Jesus, Jesus
Mau kommt nicht, Baby. -Ich mach mir Sorgen.
Ich hab ihn angerufen und ihm Nachrichten geschrieben, aber nichts.
Willst du immer noch mit deinem Vater reden?
Ich weiß es nicht, Baby. Keine Ahnung.
Komm, wir gehen.
Biegen Sie rechts ab und gehen Sie dann geradeaus.
Da lang. -Nein, es ist auf der anderen Seite,
Bist du sicher? -Ja, ich war hier schon öfter.
Mein Gott, was für eine blöde App.
Also, wo lang? -Hier lang.
Komm. -Danke, dass Sie diese App nutzen.
Hier ist es.
Ruf ihn an. -Und wenn seine Mutter rangeht?
Dann leg einfach auf.
Mau, ist alles okay? Wir sind draußen vor deinem Haus.
Wir wollen wissen, wie es dir geht.
Wir müssen mit dir reden.
Komm raus! -Wartet.
Was ist los? Alles okay?
Ihr müsst gehen. Meine Mutter kommt gleich zurück.
Das macht alles nur noch schlimmer.
Maure, du bist 18 Jahre alt. Das geht so nicht.
Wir müssen zur Polizei gehen. -Spinnst du?
Dann poste ich das Video. -Das darfst du nicht.
Das war die Abmachung. -Es ging um meine Show.
War das etwa keine Show? -Eine Freak Show.
Hör auf, Marília. Mau hat doch genug Probleme.
Ach, leckt mich doch. -Leckt mich?
Mau! -Lasst mich los! Lasst mich los!
Hallo?
Hallo, mein Schatz.
Ich bin heil angekommen. Alles ist gut. Gott sei Dank.
Ja... Hier? Nein, gar nicht.
Es regnet die ganze Zeit.
Es ist ziemlich kalt. Ist deine Mutter schon da?
Gut, dann bin ich beruhigt. Ich bin froh, dass du nicht allein bist.
Nein... Okay. Du fehlst mir auch.
Ich auch. Ich liebe dich auch.
Dieses Leben als Pärchen gefällt mir. -Ich will einen Kuss.
Das geht noch nicht. -Ich weiß.
Aber ich provoziere dich gern. -Ach ja? Wie ungezogen von dir.
Warte, bis sich bei mir alles beruhigt. Lange kann ich das eh nicht verbergen.
Rosa und ich... -Ihr liebt euch.
Ist das ein Problem für dich?
Roger? -Vera.
Roger! -Dona Vera...
Nichts Dona Vera, Carmen Miranda.
Runter von mir! -Ich musste noch mal zurück.
Darf ich Ihnen Vicente vorstellen? Vicente, Dona Vera.
Ich muss nach dem Meeting gleich wieder nach Rio.
Ich hab schon eingecheckt. -Aha.
Der Flughafen ist offen. -Bei dir ist auch gleich was offen.
Ich kann das erklären. -Du hast es echt schwer, oder?
Du hast ein schweres Leben. -Ich kann das erklären.
Meine Tochter ist die, die leidet. Sie hat es wirklich schwer.
Fass mich nicht an!
Copacabana, Frei Caneca, Copacabana, Frei Caneca, da ändert dich einiges, was?
Ja, der Job... -Der Job, Roger?
Der Flug geht heute. -Der Flug, aha.
Dir fliegt gleich meine Tasche an den Kopf, und der Stuhl.
Nicht mit mir, Roger. Nicht mit mir!
Nicht so laut. -Nicht so laut!
Ich rede so laut, ich bin eine Frau vom Land.
Alles klar? Und jetzt lass mich in Ruhe. Ich gehe!
Diese Hexe! -Beruhig dich.
Weißt du, Roger... Ach, vergiss es.
Was mach ich denn, ich muss da lang!
Hey Jungs, wollt ihr was umtauschen?
Nein, wir wollten euch unsere Sachen geben und dann nackt nach Hause gehen.
Tu nicht so, Marília, du weißt genau, was wir wollen.
Was ist los?
Die Irre will das Leben einer ungeborenen Dragqueen zerstören.
Sie will veröffentlichen, was Maure passiert ist.
Wirklich? -Ja klar.
Schluss mit der Scheinheiligkeit! -Der arme Junge.
Der arme Junge? Der da sollte dir leidtun.
Die Typen, die ihn verprügelt haben, wurden nicht mal festgenommen.
Der reinste Wahnsinn. -Er hat sie nicht mal angezeigt.
Roger war echt mitgenommen. -Er sieht heiß aus im Fernsehen.
Roger? -Wer?
Der Mann, der angegriffen wurde. -Er ist mit zu uns gekommen.
Er sah schlimm aus, wir wollten ihn verarzten.
Ihr kennt ihn? -Bist du taub?
Wir kennen ihn. -Warum wart ihr nicht bei der Polizei?
Soll ich es ihr sagen?
Jetzt sag schon! -Komm runter.
Halt dich fest, das ist echt 'ne krasse Sache.
Roger ist verheiratet. Er war heimlich beim Gay Pride.
Und das ist nicht alles. -Er hat ein Kind.
Wegen solcher Feiglinge werden wir auf der Straße verprügelt.
Ich bin nicht wegen Roger hier.
Du hast nicht das Recht, mein Video zu posten.
Ich mach das doch nicht für mich, ihr Spinner.
Ich mach das für euch. Und auch für dich, Raquel.
Roger, oder? Alles klar. -Du hältst dich wohl für Wonder Woman.
Jetzt hör mir mal zu, Lady. Du wohnst mit einem Monster zusammen.
Ich kann das nicht, Vicente. -Beruhig dich.
Ich geh nach Hause. -Du hast gesagt, du bist in Rio.
Sie glauben mir nicht. Und Rosa darf sich nicht aufregen.
Die Situation ist schwierig, aber du musst Ruhe bewahren.
Morgen rufst du sie an und sprichst mit ihr, erklärst ihr alles.
Soll ich?
Ach, und noch was. Sei nett zu deiner Schwiegermutter.
Hallo Maurinho. -Du musst mir helfen.
Ich halt es nicht mehr aus, die Eltern denken, ich bin besessen.
Marília will das Video auf ihrem Blog posten.
Und jetzt dreht sie total durch, weil sie weiß, dass wir Roger kennen.
Ich kann jetzt nicht. Wir reden ein andermal.
Onkel Vicente! -Nein, jetzt nicht.
Onkel Vicente? Hallo? Hallo? Onkel? Hallo?
Die isst du doch so gerne, mein Schatz. -Ich mag nicht, Mama. Mir ist schlecht.
Hier, Tião. Nein? Na, dann werd ich mal eins essen.
Ich hab sie selber gebacken.
Ich leg das mal hier hin. Die schmecken toll.
Hör mal, dein Mann lässt sicher die Sau raus in Rio.
Mama, sei doch nicht immer so fies.
Er arbeitet viel und schläft sicher schon. -Aha, ja. Na gut, mein Kind.
Ich muss dich mal was fragen.
Kennst du diesen großen, dunkelhaarigen Kollegen von Roger?
Keine Ahnung, er hat dauernd neue Arbeitskollegen.
Nur er bleibt. Na ja, er ist wohl nicht so schlau.
Mama, ich muss mich hinlegen. Mir ist so schlecht.
Ruh dich ein bisschen aus. Ich bleib hier bei Tião.
Die Oma wird sich jetzt die Oberlippe zupfen.
Halt das mal für Oma.
Ja, und jetzt halt ihn so, dass die Oma sich sehen kann.
Da hab ich das erste Haar. Und auch das zweite.
Die Oma hat so schöne Haut, findest du nicht?
Sag nichts, sei einfach nur lieb zu Oma.
Wenn du zurückkommst, bin ich wahrscheinlich schon weg.
Ich weiß.
Das waren wunderschöne Tage mit dir.
Vielleicht komme ich irgendwann zurück und bleibe.
Wer weiß.
Entschuldigung, möchten Sie das Wort Gottes lesen? Danke.
Entschuldigung, möchten Sie das Wort Gottes lesen?
Hallo Maurinho.
Wie geht's dir?
Gut, und Ihnen, Dona Graça? -Gut. Du warst lange nicht in der Kirche.
Ich musste sehr viel lernen. -Gott segne dich, mein Junge.
Ich habe gehört, du warst vom Teufel besessen.
Vom Teufel? -Der böse Dämon.
Böse? -Satan.
Du musst dich Jesus öffnen. Öffne dein Herz und lass Jesus ein.
Ich muss los. -Wir sehen uns in der Kirche.
Das Wort Gottes.
Zu Hause ist dicke Luft.
Was willst du tun? -Ich habe keine Ahnung.
Nach der Freak Show haben meine Eltern den Pfarrer angerufen.
Der legte mir die Hand auf den Kopf und schrie:
Jesus, raus aus diesem Körper, der dir nicht gehört!
Im Namen Jesu Christi vergieße all dein Blut, Herr.
Amen, Brüder und Schwestern!
Amen, amen, amen, amen!
Ihr seid echt ein süßes Paar. Wenn ihr heiratet, bin ich die Trauzeugin.
Ja, er ist so süß. -Dann gib's ihm endlich.
Oh Mann, Maure!
Ich mein's ernst.
Es ist schon fast ein Jahr her, dass wir den Pakt geschlossen haben.
Also, outet ihr euch? -Ich denk schon.
Eine Schwuchtel hat's nicht leicht in diesem Land.
Vier Monster haben einen Mann verprügelt.
Am liebsten würde ich diesen Roger auffliegen lassen.
Vergiss die Sache, Marília. Der Typ ist deine Zeit nicht wert.
Und der arme Junge auch nicht.
Lass es, jeder hat das Recht, für sich selbst zu entscheiden.
Ich hab mich entschieden. Ich poste das Video in meinem Blog.
Mach doch, was du willst.
Mach, was du willst. -Du kapierst es nicht.
Nein, weil ich mit einem reichen Mann verheiratet bin,
zwei Kinder habe und nicht arbeiten muss.
Meine Aufgabe ist der Haushalt.
Jetzt muss ich die Kinder von der Schule abholen und Essen machen.
Werd erwachsen, Marília. Sonst kriegen wir ein Problem.
Werd erwachsen? Leck mich doch, Raquel!
Entschuldigung. -Kann ich das karierte Kleid probieren?
Guten Abend, Dona Vera. -Roger! Guten Abend.
Du kommst spät. -Das nennt man Arbeit, Dona Vera.
Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Ich sag dir was, Roger. Sei froh, dass deine Frau schwanger ist.
Na ja. -Aber ich hab ein Auge auf dich.
Freu dich nicht zu früh, Roger.
Aber Sie werden sich freuen. -Ich? Wieso?
Weil das hier für Sie ist. -Ich kriege hier doch keine Post.
Wer sagt, dass das Post ist? Das ist ein Geschenk für Sie.
Ein Geschenk für mich, Roger? -Ja, machen Sie es auf.
Eine Minute, Roger. -Machen Sie's schon auf.
Momentchen, ich bin eine alte Frau. -Gefällt es Ihnen?
Eine Karneval-Kreuzfahrt? -Eine Karneval-Kreuzfahrt!
Mein größter Traum! -Ich weiß.
Ich hab Ihnen das geschenkt, weil Sie es verdient haben.
Ich bin ein bisschen... Wie sagt man? Peinlich berührt.
Peinlich berührt.
Ich bin so gerührt. Weißt du noch, mein großer Hut?
Der mit all den Verzierungen. -Ja klar.
Und das eigelbfarbene Kleid! -Ja, das hatten Sie an dem Wochenende an.
Ach Roger, dass du das noch weißt. -Natürlich, Dona Vera!
Sie müssen sich keine Sorgen machen, ich zahle in zehn Raten.
Damit Sie sich amüsieren können. -Ich träume schon, Roger.
Ich sehe jetzt schon die Sterne am Himmel.
Ich trage den blauen Lidschatten auf und klebe falsche Wimpern an.
Wer weiß, wie das Wetter wird. Ich nehme meinen Pelzmantel mit.
Und vergessen Sie nicht Ihre wunderschöne Louis Vuitton Tasche.
Louis... -Wissen Sie was?
Sie sind die beste Schwiegermutter der Welt!
Nein, Roger. Du bist der Beste!
Sie sind die Beste.
Nein, Roger! Du bist der beste Schwiegersohn der Welt!
Darf ich dich umarmen?
Herzlichen Glückwunsch, Dona Vera. -Oh, Roger.
Komm her! -Das reicht jetzt aber, Dona Vera.
Mau, ich glaub, ich rede mit meinen Eltern.
Ich denke schon länger drüber nach.
Wir sind sowieso alle am Arsch.
Es wird von Tag zu Tag schwieriger.
Bald ist wieder die Love Parade.
Und dann?
Was machen wir dann?
Ich werde ein Star, komme was wolle!
Ich trage High Heels, und kein Pfarrer hält mich auf.
So wahr ich Roxanna Rouge heiße.
Roxanna Rouge?
Hab ich dir das nicht erzählt?
Roxanna Rouge ist mein Drag-Name.
Niemand kann uns aufhalten, Roxanna Rouge. -Niemand!
Komm, wir gehen.
Brauchst du Hilfe?
Ich weiß, was dein Problem ist
Du zweifelst an dem,
was das Leben bringen kann
"Papa, Mama..."
Weiß du, es ist ganz normal...
"Ihr kennt doch Lukas. Er ist..."
...Zwischen Angst und Freude verloren zu gehen
Versteh mich nicht falsch
Denn das wird nichts lösen
Bonjour, Vicente. -Salut, Pierre.
Ich komme gleich zur Sache. Es gibt Neuigkeiten.
Wir möchten, dass Sie die Geschäfte in Südamerika leiten.
Dafür müssten Sie für ein Jahr nach Paris kommen.
Was für eine Überraschung. Danke für diese Anerkennung.
Könnten Sie Mitte des Jahres kommen?
Ich würde sagen, so ein Angebot kann ich nicht ablehnen.
Ist das ein Ja? -Ich muss noch ein paar Dinge klären.
Aber Sie können mit mir rechnen. -Sehr gut, dann informiere ich alle.
Keine Sorge, wir werden Sie in allem unterstützen.
Und Sie können Ihre Frau mitbringen.
Oh ja, meine Frau.
Ich schicke Ihnen eine offizielle Email.
Wir hören uns. Bis bald. -Ich bin jederzeit für Sie erreichbar.
Vielen Dank, Pierre.
Dein Problem ist:
Du zweifelst an dem, was noch kommt
Du zweifelst an dem, was bald vorbei sein wird
Du zweifelst an dem, was noch kommt
Du zweifelst an dem, was bald vorbei sein wird
Zweifeln, zweifeln, zweifeln...
Entspann dich. -Mein Herz klopft wie wild.
Ich bin bei dir.
Warte am besten in der Markthalle an der Ecke.
Okay, ich lass mein Handy an. Wenn was ist, bin ich sofort da.
Ich habe an alles gedacht. Schlüssel und Handy sind griffbereit.
Ich ruf meinen Vater an und... -Entspann dich, alles wird gut.
Komm.
Maure, wo warst du? Wir kommen zu spät zur Kirche!
Ich will nicht, -Das ist mir egal. Komm zurück!
Maure! Komm sofort zurück!
Lass mich hier nicht so stehen!
Mach die Tür auf, Junge. -Du gehst in die Kirche!
Raus aus diesem Körper! -Amen!
Verschwinde, Dämon! -Amen!
Amen, Schwester! -Amen!
Hast du dich entschieden? Kommst du mit mir nach Frankreich?
Na ja, Rosa...
Rosa braucht meine Hilfe mit dem Baby und dem Haus.
Dann willst du also in Brasilien bleiben. -Nein, so ist das nicht.
Ich will mitkommen. Ich komme mit.
Aber ich brauche Zeit, um mit meiner Familie zu reden.
Okay. -Aber das wird schon.
Ich bin mir sicher, dass das klappt. -Natürlich.
Ich werde für alles sorgen, was du brauchst.
Ich weiß, wo du einen Not-Reisepass bekommst.
Ja...
Jetzt liegt es an dir.
So ein Mist. Oder, Liebling?
Vicente, du hast einen Traumjob.
Du hast einen heißen Typen.
Du wirst in Paris leben. Und du beschwerst dich immer noch?
Erzähl deinem schwulen Chef, dass du auch schwul bist, und Punkt.
Und was ist, wenn die sauer sind, weil ich gelogen habe?
Wenn, wenn, wenn! Und wenn morgen die Welt untergeht.
Verdammt, Vicente, du bist alt genug, um zu wissen, was du tust.
Hallo Onkel Vicente. Ich bin am Ende.
Mama sagt, ich bin vom Teufel besessen.
Papa singt permanent Gospel Songs. Ab und zu kommt der Pfarrer und nervt.
Mama hat meine Sachen durchwühlt und alle Edward Cullen Fotos weggeworfen.
Und Marília will alles über Roger wissen und das Video veröffentlichen,
das sie in deiner Wohnung gedreht hat.
Hallo, ich bin Maure, der problematische Neffe von Vicente.
Hallo, ich hab schon viel von dir gehört. -Ich auch.
Ich habe Neuigkeiten.
Ein schwuler Marsmensch verwandelt mit einem grünen Laser
alle Menschen mit Vorurteilen in Frösche?
Keine schlechte Idee. -Find ich auch.
Aber das ist es nicht.
Ich habe das Angebot bekommen, für ein Jahr in Frankreich zu arbeiten.
Oh nein, das schwule Alien hat den falschen Laser
und zerstört das Leben der Drag.
Lass den Blödsinn, und hör mir zu.
Tut mir leid. Herzlichen Glückwunsch! Meine Eltern machen mich fertig.
Ich habe einen Vorschlag.
Mach dein Studium und such dir einen Job. Dann kriegst du meine Wohnung.
Verreist du?
Ja, und du passt auf meine Wohnung auf. Ich fliege nächsten Sonntag.
Onkel Vicente, sieh mich an.
Im Emst? -Ja, unter einer Bedingung.
Paula hat einen Schlüssel und sieht nach dem Rechten.
Wenn du es übertreibst, geht's nach Hause.
Sicher nicht, ich schwöre.
Wir werden besten Freundinnen. -Mal sehen.
Ja klar!
Einverstanden? -Natürlich!
Willst du was bestellen? -Nein.
Maurinhos Problem ist gelöst. Was ist mit dir, Vicente?
Ich ruf ihn an.
Pierre?
Ich warte auf dich.
Ich kenne dein Problem
Ich sag es jetzt.
Du zweifelst an dem, was das Leben dir bringen kann
Mama, Papa, ich muss mit euch reden.
Weißt du,
es ist ganz normal...
Rosa...
...Zwischen Angst und Freude...
Ich muss mit dir reden.
...verloren zu gehen
Okay...
Mama, Papa, ich hab euch hier hergebeten,
weil ich euch das sagen muss, was mir am meisten am Herzen liegt.
Ein Geheimnis.
Es ist okay? -Natürlich.
Ich habe schon so was geahnt. -Ich hatte Angst, es zu sagen.
Ich dachte, Sie wollen vielleicht jemand anders.
Vicente, Sie sind der qualifizierteste Mitarbeiter,
den dieses Unternehmen je gehabt hat.
Wirf reuen uns, dass Sie kommen. -Ich mich auch.
Bis dann.
"Ich bin schwul.” Ich musste es nur sagen.
Seht mich an.
Hier, hier. Guck mal, Papa.
Seht ihr?
Seht ihr? Ich bin normal.
Ich mag einfach keine Mädchen, ich mag Jungs, das ist alles.
Mein Gott. -Das ist Vicentes Schuld.
Mein Junge, wir helfen dir. Du weißt nicht, was du tust.
Ich habe entschieden, dass ich ausziehen werde.
So dankst du also deinen Eltern?
Du bist wirklich schamlos.
Lass mich dir helfen, mein Sohn.
Was ist los, mein Junge?
Mama...
Ich muss euch etwas sagen.
Ich hab mich bis jetzt nicht getraut.
Du kannst uns vertrauen, Junge.
Na ja, ich...
Ich... -Erzähl es uns.
Ich habe einen Freund.
Einen Freund? Wie meinst du das?
Ich bin mit einen Jungen zusammen.
Seit wann?
Seit ungefähr drei Monaten.
Er bedeutet mir sehr viel, Papa.
Mein Sohn...
Wenn er dir wirklich etwas bedeutet, dann ist das okay.
Wenn es das ist, was du willst.
Es ist schwer für mich, das zu sagen, Papa.
Aber ich bin mir sicher.
Dann kann ich nichts machen. Du bist alt genug.
Es ist dein Leben.
Sei glücklich.
Danke, Papa.
Kann ich ihn mal mitbringen? -Immer langsam.
Lass uns erst einmal daran gewöhnen. Eins nach dem anderen.
Ich liebe dich sehr, und Tão und Bruninho...
Meine Gedanken drehen sich immer zuerst um euch.
Aber mein Leben...
Mama, das wird aber auch Zeit.
Ich dachte schon, ein Krokodil hat dich gefressen.
Schon gut, wir reden später.
Was heißt, du hast dich verlaufen?
Du musst aufpassen. Sind da keine Wegweiser?
Hast du keinen Kompass?
Komm, Má! Sonst ist der Umzug vorbei.
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Gehen wir?
Ja, wir gehen.
Gay Pride, wir kommen! Los geht's.
Gehen wir zur Avenida Paulista?
Ich bin bereit. -Jetzt?
Und deine Eltern? -Wir sind allein.
Komm, triff dich mit mir
Probier mich aus
Lass uns versuchen, zusammen zu sein
Ich muss gehen. Ich liebe euch.
Ich würde mich so freuen, wenn du im Sommer kommst.
Ich komme. -Bitte.
Wir laufen durch Montmartre, durchs Quartier Latin.
Das klingt toll. Ich bin so glücklich.
Schön! Genieß es, das hast du dir verdient.
Du schaffst es noch zur Gay Pride.
Komm, geh hin. Für mich. Ich schau's mir dann im Internet an.
Und du gehst mit dem Schnuckel Champagner trinken.
Ja, so ist es.
Dein Taxi ist da. -Du wirst mir fehlen.
Du mir auch. -Guten Tag.
Legen Sie ihn in den Kofferraum.
Au revoir. -Adieu.
Bis bald.
Gute Reise.
Mach dir keine Sorgen. Ich kümmer mich um alles hier.
Merci, meine Liebe.
Amen, Schwester! -Amen.
Meine Musik ist mein Gebet
Love Parade
Liebe kann alles verändern
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