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Yoruba
Zulu
*
Ich hatte eine sehr angenehme Gesellschaft.
Anna Arkadjewna, Karenins Frau.
Graf Wronski wird verzaubert sein.
Das wird der schönste Ball ihres Lebens werden.
Katherina, wollen Sie meine Frau werden?
Das ist nicht möglich.
Hat er sich bereits erklärt?
Er wartet auf den großen Wiener Walzer.
Erinnern Sie sich an den Namen des Mannes,
mit dem Sie zuletzt getanzt haben?
Hier bin ich wenigstens Menschen nützlich.
Bitte lassen Sie uns das alles vergessen!
Können Sie das?
Alexej! - Anna!
Ich bin so froh, dich zu sehen!
Mama würde dich niemals verlassen.
Ich bin eine verheiratete Frau.
Anna!
Sie haben jedes Recht auf das Leben, bewundert zu werden ...
und begehrt.
Dein Gespräch mit Graf Wronskij hat Aufsehen erregt.
Ich bin gezwungen,... - .. dich an deine Pflichten zu erinnern.
Kitty ist auf dem Weg hierher. Geben Sie ihr noch eine Chance!
Warum quälen Sie mich so?
Ich bin schwanger. - Verlass Karenin!
Vereine dich mit mir!
Du kannst mit dem Mann weglaufen, oder hier im Haus bleiben,
mit deinem Ehemann und Sohn.
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* Ein Baby schreit. *
Es ist ein Mädchen.
Ein hübsches Kind.
Ich befürchte, Euer Exzellenz, dass Ihre Frau stirbt.
Was?
Legen wir ein Tuch über sie! - Nein, Karenin!
Ich lebe! Nein!
Nein!
Geht es Ihnen gut, Madame?
Ja. Wo ist mein Mann?
Im Ministerium. Er kommt nach dem Abendessen.
Annuschka!
An den Grafen. Beeil dich!
(Der einfache und arbeitsame Alltag erfüllte mich.)
(Vertieft in die Feldarbeit und in meine Reformpläne,
fühlte ich mich sicher.)
(Sicher vor den stürmischen Leidenschaften des Lebens.)
(Aber als ich sie sah,
wusste ich, dass ich mich getäuscht hatte.)
(Ich liebte Kitty mehr als mein Leben.)
Weiter!
Die Dame des Hauses erwartet mich.
Aber, Graf ...
Du hattest mir geschrieben, dein Mann sei nicht zu Hause.
Er wollte eine Akte holen. Wie hätte ich das wissen können?
Schon gut, keine Sorge!
Es ist unwichtig.
Erzähl mir von dir!
Wie geht es dir?
Warum hat es so lange gedauert?
Ich musste den Prinz von Schweden begleiten.
Er wollte unbedingt in die Oper.
War da auch diese Frau, die du kennst, diese ...
Diese Therese? - Ja, sie war da.
Sie ist Schauspielerin. Aber warum ist das wichtig?
Wie abscheulich ihr Männer seid!
Du beleidigst mich, Anna!
Was weiß ich schon von deinem Leben?
Glaubst du mir nicht mehr?
Wenn du bei mir bist, dann schon.
Aber wenn du dein Leben mit anderen führst,
dann weiß ich nicht mehr.
Schuld ist dieser absurde Kompromiss,
den dein Mann uns aufgezwungen hat.
Würde er mich nur zu einem Duell fordern!
Ein Duell?
Dafür müsste man empfinden können.
Mein Mann ist eine Maschine.
Entweder wäre ich tot oder er, aber unsere Situation wäre gelöst.
Sie wird sich so oder so bald lösen.
Unser Kind wird geboren, und was dann?
Wollen wir so weitermachen? Uns im Geheimen treffen?
Wie Diebe?
* Eine Uhr schlägt. *
Ich weiß, ich werde sterben.
Bitte?
So ist es am besten. Ihr alle wärt frei.
Du, mein Ehemann, mein Sohn, unser Kind.
Frei? Das ist absurd!
Das Kind hat sich bewegt!
Es tritt richtig.
* Jemand nähert sich mit energischen Schritten. *
Alexej!
Du kannst doch nicht ...
Wir hatten eine Vereinbarung!
Du hattest versprochen, keinen Skandal zu verursachen.
Und jetzt empfängst du deinen Liebhaber hier? In meinem Haus!
Das wollte ich so nicht. Ich musste ihn ...
Ich weiß, warum eine Frau ihren Liebhaber sehen muss.
Warum musst du mich beleidigen?
Einem Dieb zu sagen, dass er ein Dieb ist, ist keine Beleidigung.
Du bist gefühllos. - Gefühllos?
Ich hatte dir die Wahl gelassen.
Du konntest mit ihm gehen oder in meinem Haus bleiben.
Ich habe nicht verlangt, dass du ihn verlässt.
Es ging nur darum, dass du den Anstand wahrst.
Du hast entschieden, zu bleiben.
Und du nennst mich gefühllos?
Deine Ruf zu wahren, ist alles, was dich kümmert!
Dich würde es auch kümmern, wenn du nicht so schändlich wärst!
Du hast versprochen,
mich zu lieben, mir treu zu sein,
vor den Menschen und vor Gott.
Und jetzt betrügst du mich!
Hier.
In unserem Heim.
Niemand weiß besser als ich, wie verachtenswert meine Lage ist.
Diese Lage wird bald zu Ende sein.
Ich fahre nach Moskau. Du wirst von meinem Anwalt hören.
Ich lasse mich scheiden, und du verlässt dieses Haus.
Und mein Sohn?
Er bleibt bei seinem Vater.
Bitte, lass mir Serjoscha! Du hast keine Liebe für ihn.
Du hast recht. Er erinnert mich an dich.
Dennoch bleibt er bei mir.
Kinder, nicht zum See hinunter!
Nicht zum See laufen! Bleibt hier im Garten!
Gut.
Was du geschrieben hast, ist wahr. Du siehst wohl aus.
Ich wollte die Verwundeten in Deutschland heilen.
Stattdessen haben sie mich geheilt.
Denkst du überhaupt nicht mehr an Wronskij?
Schon. Aber es tut nicht mehr weh.
Das ist gut.
Mutter brennt bestimmt darauf, dich jemand neuem vorzustellen.
Ich habe nicht mehr das geringste Interesse an diesem Spiel.
Lewin war heute hier.
Ich habe ihm von dir erzählt.
War das ein Fehler?
Was hat er gesagt?
Unwichtig. Ich bin überzeugt, dass er dich noch liebt.
Wie steht es mit dir?
Was empfindest du für ihn.
Ich weiß es nicht. Ich traue meinen Gefühlen nicht mehr.
Das ist gut. Wenn ich auf meine Gefühle vertraute,
würde ich meinen Mann an einem Tag noch mal heiraten,
und am andern Tag würde ich Stiwa am liebsten verlassen.
Grischa, nicht auf den Baum!
Ihr zwei sollte euch wiedersehen. Und dann, was passiert, passiert.
Ich kann nicht erwarten, dass er noch einmal um mich anhält.
Du klingst genauso wie er.
Ihr seid füreinander geschaffen.
Überlass das mir!
Ich schicke ihm gleich eine Nachricht.
Ich werde ihm schreiben, dass wir einen Damensattel brauchen
und ihn bitten, uns einen persönlich vorbeizubringen.
Sag, es gibt keine Antwort.
Es ist nur ein Sattel. Sie könnten ihn vorbeibringen.
Das kommt davon, wenn man Dienstboten das Lesen lehrt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie sind.
Ich sage nur, was Ihre Mutter sagen würde.
Ich kann nicht erwarten, dass Kitty sich mir zuwendet,
nur weil der Mann, den sie wollte, sie verschmäht.
Warum lassen Sie sie das nicht selbst entscheiden?
Wir Frauen können uns auch mal irren.
Irrt euch, so oft ihr wollt!
Ich spiele nicht die Rolle des Mannes, der ihr vergibt.
Der Mann, der sich herablässt, sie zu lieben.
Ich sage dazu nur eines:
Sie sollten weniger nachdenken und sich bald verheiraten.
Agafja!
Pack meine Sachen. Ich verreise. - Wohin?
Frankreich, dann England.
In der Landwirtschaft dort wird anders gearbeitet.
Ich will mehr darüber erfahren.
Ach, Ihr Buch! - Es ist wichtig.
Es wird das Leben der Bauern in Russland verändern.
Hier ist Ihr Sattel, Madame.
Gibt es eine Nachricht von Lewin? - Nein, Madame!
Es tut mir leid!
Liebes!
Lass uns nach Moskau zurückkehren!
* Eine Frau brüllt vor Schmerzen. *
Um Gottes willen! Um Gottes willen!
Rufen Sie den Arzt!
Annuschka!
Schick ein Telegramm an Karenin in Moskau!
Schreib: "Ich sterbe. Ich bitte dich, komm!"
"Ich flehe dich an, komm!"
"Ich sterbe leichter, wenn du mir vergibst."
Geh!
Das scheint in Ordnung zu sein.
Vielleicht können wir für diesen Fall das Datum ändern.
Sagen Sie dem Mandanten, dass ich mich persönlich darum kümmere.
Das war's.
Danke! Ich erledige es sofort.
Ich will nicht gestört werden.
Also ...
Unter diesen Umständen gibt es zwei Möglichkeiten der Scheidung.
Die erste basiert darauf,
dass Verfehlungen dieser Art von beiden Seiten begangen wurden.
Von beiden Seiten? Aber mich trifft daran keine Schuld.
Dann bleibt uns die zweite Möglichkeit.
Einem der beiden Ehegatten wird die alleinige Schuld zugesprochen.
Die hat meine Frau geschrieben.
Der Beweis, dass sie mir untreu war.
Sie wissen,
dass der Ehegatte, dem die alleinige Schuld zugesprochen wird,
sich nicht wieder verheiraten darf.
Meine Frau würde nach der Scheidung ihr Verhältnis zu ihrem Liebhaber
nicht legitimieren können. - Ganz genau!
So wünsche ich es.
* Ein Baby schreit. *
Es ist ein Mädchen, Madame! Ein hübsches, kleines Mädchen.
Zeigen Sie ihr die Kleine!
Das wird sie nicht überleben.
Wie wollen Sie sie nennen?
Anna.
Eine Anna wird heute sterben und eine wurde geboren.
Madame?
Zeigen Sie sie ihrem Vater!
Karenin?
Ich bete dafür, dass er das Telegramm bekommt
und vor meinem Tod zurückkehrt.
Alexej! Ich hörte, dass du in Moskau bist.
Ah, Stiwa.
Ich weiß, wie beschäftigt du bist,
und wollte nicht stören, also fasse ich mich kurz.
Bitte leg beim neuen Minister ein gutes Wort für mich ein!
Stiwa, ich muss dir etwas sagen.
Darf ich den Herren etwas bringen?
Ich kann nicht glauben, dass meine Schwester ...
Das muss ein Missverständnis sein.
Nein, durchaus nicht. Sie hat alles zugegeben.
Nicht so schnell! Wir sollten nichts überstürzen.
Ich überstürze überhaupt nichts.
Bevor du etwas unternimmst, sprich bitte mit meiner Frau!
Zu welchem Zwecke?
Bitte! Dolly ist ...
Es ist entschieden. Ich werde mich scheiden lassen.
Dolly liebt Anna wie ihre Schwester und dich ebenso.
Hier geht es nicht um Sympathie!
Komm mit zu mir nach Hause! Iss mit uns!
Ich bitte dich, in Gottes Namen!
Ich habe uns wunderbaren Kaviar liefern lassen.
Der Geschmack ist hervorragend!
Die Kinder werden sich freuen, dich zu sehen!
Hier ist ein Telegramm für seine Exzellenz Karenin.
Dieses Jahr sind blaue Mäntel mit hohem Kragen in Paris groß in Mode.
So wie der hier oder der dort.
Er ist außerordentlich elegant!
Entscheiden Sie das! Für mich sehen alle gleich aus.
Sehr gern! Sie werden nicht enttäuscht sein.
* Im Nebenraum wird gestritten. *
Ihr Gatte ignoriert meine Forderungen.
Ich bin gezwungen, weiteren Kredit abzulehnen.
Ich bin untröstlich. Ich habe das nicht gewusst.
Bitten Sie Ihre Kinder, die Sachen auszuziehen!
Natürlich! Aljoscha, zieh den Mantel aus!
Ich begleiche die Rechnung der Dame.
Onkel Kostja!
Kostja!
Sehr gern, mein Herr!
Entschuldigen Sie sich bei der Fürstin für Ihre Bemerkungen!
Ich bitte vielmals um Entschuldigung!
Was haben Sie in Moskau zu tun?
Ich bin nur auf der Durchreise. Ich nehme den Nachtzug nach Paris.
Kommen Sie und essen mit uns! Um es Ihnen zu vergelten.
Wenigstens etwas! - Ich muss weiter.
Essen Sie mit uns, Kostja! Sie bekommen den Zug auch so.
Die Kinder würden sich sehr freuen. Kommen Sie!
Hilf mir, Tania! - Ich hab es.
* Das Baby weint. *
Madame!
Madame!
Ihr Sohn!
Sie wünschten, ihn zu sehen.
Soll ich das Kleine mitnehmen?
Nein, lass sie.
* Das Baby weint und gluckst. *
Mache ich dir Angst?
Mein tapferer Junge!
Das ist deine Schwester, Anna.
Wirst du sie lieb haben?
Hör zu, mein Junge!
Sie kann nichts dafür.
Auch nicht der Graf oder dein Vater.
Nur ich bin schuld.
Aber vergiss niemals,
dass du das Beste bist, was ich jemals in meinem Leben hatte.
Es ist ein hervorragender Wein!
Entschuldige mich!
Kostja, was für eine Überraschung!
Stiwa. - Was machst du hier?
Was du hättest machen sollen!
Wir müssen über die Kosten sprechen.
Natürlich, aber nicht jetzt.
Darf ich Ihren Mantel nehmen?
Etwas Furchtbares ist passiert. Ich habe Karenin hergebeten.
Was denn? - Einen Moment. Kostja, komm!
Ich möchte dich gern meinem Schwager vorstellen.
Konstantin Lewin. Alexej Karenin.
Zwei so kultivierte Herren wie ihr finden bestimmt Gesprächsthemen.
Alexej, welch ein Vergnügen!
Entschuldigen Sie uns kurz! - Bitte, bedient euch!
Was ist passiert?
Karenin will die Scheidung von Anna.
Wie bitte? - Offenbar ist sie untreu gewesen.
Sie ihm untreu? - Es ist undenkbar, ich weiß.
Hast du eine Vorstellung, was das bedeuten würde?
Armer Serjoscha! - Arme Anna! Und wir erst!
Wenn sich Karenin von meiner Schwester scheiden lässt,
kann ich nicht mehr auf seine Hilfe zählen.
Bitte sprich mit ihm!
Tu es für mich!
Ich tue es für Anna.
Der Frühling hat sich beeilt dieses Jahr, meinen Sie nicht?
Das weiß ich nicht.
Ich interessiere mich nicht für Meteorologie.
Alexej!
Darf ich Sie kurz sprechen?
Ja. - Entschuldigen Sie uns.
Richte deinem Herr meinen Dank aus! Ich muss gehen.
Onkel Kostja, wo bleiben Sie denn?
Wir warten auf Sie! Kommen Sie, wir spielen.
Ich muss gehen, Tania. - Kommen Sie!
Hier.
Na gut, aber nur fünf Minuten. - Ist gut!
Ich bin hier, Kitty! Fangen Sie mich!
Ich bin hier!
Kitty!
Ich höre dich.
Hinter Ihnen!
Fangen Sie mich doch!
Kinder, das Essen ist aufgetragen. Beeilt euch!
Dieses Spiel kennen die Kinder von mir.
So wie Sie mich das Eis- laufen gelehrt haben.
Die glücklichste Zeit meines Lebens.
Ja.
Ja?
Als ich geantwortet habe "Das ist unmöglich",
da konnte ich damals nichts anderes sagen.
Wie gerne würde ich jetzt zu diesem Moment zurückkehren.
Können Sie vergessen und vergeben?
Da ist nichts zu vergeben.
Ich habe nie aufgehört, Sie zu lieben.
Alles, nur keine Scheidung!
Es ist unmöglich, zu dritt zu leben.
Verstehen Sie doch!
Natürlich verstehe ich das.
Ich hatte mich entschieden, meinen Mann zu verlassen.
Er hatte mich betrogen.
Mich getäuscht.
Anna hat mich damals zu Verstand bringen können.
Ich habe ihm vergeben und ...
Man kann vergeben, wenn jemand Vergebung wünscht.
Aber nicht, wenn jemand das eigene Verderben sucht.
Was ist mit Serjoscha? Denken Sie an ihn!
Fragen Sie Anna, nicht mich!
Was wird mit ihr geschehen?
Verzeihen Sie, dass ich Sie gestört habe!
Ich muss jetzt gehen.
Bitte grüßen Sie Ihren Mann von mir!
Sagen Sie ihm, ich lege ein gutes Wort für ihn ein.
Euer Exzellenz Karenin!
Ein Telegramm für Sie!
Machen Sie mir die Rechnung fertig!
Ich nehme den ersten Zug morgen früh.
Gut, dass Sie da sind! Bitte beeilen Sie sich!
Wie geht es der Herrin?
Sie hat entbunden vor zwei Tagen. Ein kleines Mädchen: Anna.
Wie ist ihr Zustand?
Es steht schlecht um sie.
Sie liegt im Sterben.
Der Arzt sagt, es gäbe keine Hoffnung.
Erlauben Sie, dass ich bleibe?
Ich bitte Sie!
Alexej!
Da ist er ja! Was habe ich Ihnen gesagt? Er ist gekommen.
Er ist noch nicht gekommen.
Gebt mir bitte das Mädchen!
Alle sagen, er werde mir nicht vergeben,
weil sie ihn nicht kennen.
Niemand kennt ihn. Nur ich.
Hat Serjoscha sein Mittagessen bekommen?
Ich weiß, alle vergessen es. Er würde es nicht vergessen.
Alexej!
Anna!
Nein, ich fürchte mich nicht vor dir.
Ich fürchte den Tod.
Es bleibt so wenig Zeit.
Du weißt es nicht, aber ...
Ich bin noch dieselbe,
aber in mir ist eine andere Frau.
Und sie hat einen anderen lieb gewonnen.
Diese Frau bin ich nicht.
Ich bin es jetzt. Anna.
Ich weiß, dass ich sterbe.
Eines brauche ich. Wirklich nur eines:
Vergib mir!
Vergib mir, bitte!
Ich war schrecklich.
Du bist zu gut!
Du kannst es nicht. Geh weg!
Geh weg!
Ich wusste es.
Ich wusste, dass du mir vergibst.
Komm her!
Gib ihm deine Hand!
Schaut euch in die Augen!
Jetzt gebt euch die Hand!
Dem Herrn sei Dank!
Dem Herrn sei Dank!
Jetzt ist alles bereit.
Alles bereit.
Bitte gehen Sie, meine Herren!
Morphium!
Beeilen Sie sich! Morphium!
Bleiben Sie!
Vielleicht fragt sie nach Ihnen.
Serjoscha!
Du musst jetzt sehr tapfer sein!
Das war seit langem mein Wunsch.
Ich hoffe, ich werde Ihre Erwartungen nicht enttäuschen.
Ich lasse die Räume im Ost- flügel für euch vorbereiten.
Es sind die hellsten im ganzen Palast.
Danke, aber wir wollen nach der Hochzeit auf meinem Gut leben.
Auf dem Land? - Meine Bauern brauchen mich.
Einverstanden.
Wie es in der Bibel heißt:
"Sie werden Vater und Mutter verlassen und werden ein Fleisch."
* Die Kirchenglocken läuten. *
Ich weiß nicht, was ich hier mache.
Ich fühle mich nicht schuldig im Hinblick auf Gott.
Gegenüber Männern und Frauen schon,
aber nicht gegenüber Gott.
Wenn überhaupt hat er sich an mir schuldig gemacht.
Darf ich fragen inwiefern.
Meine Eltern starben, als ich ein Kind war.
Mein Bruder ließ mich im Stich.
Dass ich die Frau heiraten darf, die ich immer geliebt habe,
verdanke ich nur dem Zufall. - Zufall?
Sagen Sie mir nicht, das sei Gottes Werk.
Und dass ich dafür dankbar sein sollte und so weiter.
Das würde ich niemals wagen.
Die Ehe könnte die schmerzhafteste Erfahrung Ihres Lebens werden.
Sie werden nicht mehr wissen,
wo Ihre Frau aufhört und wo Sie anfangen.
Was Ihre Frau will und was Sie wollen.
Die Ehe ist solch eine ungewisse, mühevolle und gefährliche Reise,
dass ich Sie ohne den Beistand Gottes niemandem wünschen würde.
Ihre Frau befindet sich immer noch in ernster Gefahr.
Sie hat die Nacht jedoch überstanden,
also besteht noch Hoffnung.
Kommen Sie! Ich muss mit Ihnen sprechen.
Bitte, nehme Sie Platz!
Sie werden nicht überrascht sein,
wenn ich Ihnen gestehe, dass ich Sie gehasst habe.
Und auch meine Frau.
Als ich das Telegramm erhielt,
wünschte ich mir Annas Tod.
Dann sah ich sie.
Haben Sie schon jemals Mitgefühl empfunden?
Echtes Mitleid?
Nein, ich, ich ... Ich wüsste nicht ...
Sie wüssten es.
Das vergisst man nicht.
Man hat mir immer gesagt, ich solle stark sein,
dass Dinge wie Vergebung und Liebe etwas für Schwache seien.
Das ist Unsinn.
Ich habe mich noch nie so stark gefühlt,
so gelassen und selbst- gewiss, glücklich.
Sie können mich zum Gespött der Gesellschaft machen,
ich werde sie niemals verlassen
und ich werde Ihnen niemals etwas vorwerfen.
Es ist meine Pflicht, bei ihr zu bleiben.
Und das werde ich tun.
Ich glaube, es wäre klüger, wenn Sie sich jetzt entfernen.
Falls sie nach Ihnen fragt, lasse ich es Sie wissen.
Willkommen, Herr! Möchten Sie etwas essen?
Selbstverständlich.
Beten wir für dieses Paar,
dass ihm eine vollkommene und friedvolle Liebe
und der Beistand Gottes geschenkt wird.
Der ewige Gott, der die zusammen- geführt hat, die getrennt waren.
(Gott hat uns zusammengeführt?)
(Gott oder der Zufall?)
(Warum sollte Gott das getan haben?)
(Wenn es der Zufall war? Ohne tieferen Sinn?)
(Was, wenn Kitty sich diese Fragen auch stellt?)
Habe Acht auf deinen Knecht und deine Magd,
und bestärke ihren Ehebund im Glauben,
in Eintracht,
in der Wahrheit und in der Liebe.
Ist deine Herrin wach?
Ja, Euer Exzellenz!
Sie hat Besuch von Fürstin Twerskaja.
Ich verstehe es ganz und gar nicht.
Er hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Aus Liebe zu Ihnen.
Ein Wunder, dass er überlebt hat!
Und nun will er sein Leben in einem Krieg riskieren.
Sie hätten das Recht, sich von ihm zu verabschieden.
Dieses Recht habe ich jetzt nicht mehr.
Mein Mann war so gütig.
Aber seien Sie ehrlich!
Wünschen Sie, Wronskij ein letztes Mal zu sehen?
Nein, das wünsche ich nicht.
Mein Mann wird das entscheiden. Ich habe es nicht zu bestimmen.
Euer Exzellenz!
Fürstin.
Ich habe Sie lange nicht gesehen.
Ich habe mich meiner Frau gewidmet.
Damit sind Sie ein erstaunlicher Ehemann.
Wie geht es meinem Schatz?
Besser, finde ich.
Du wirkst erschöpft.
Es ist meine Schuld. Wir haben zu viel geplaudert.
Ich fahre.
Wir sehen uns bald, Anna.
Euer Exzellenz!
Betsy, ich bitte Sie!
Ich will nichts vor dir geheim halten.
Graf Wronskij würde uns gerne besuchen,
bevor er an die Front geht.
Ich habe gesagt, dass ich ihn nicht empfangen kann.
Nein.
Sie sagten, diese Entscheidung läge bei Ihrem Ehemann.
Ich kann ihn nicht empfangen! Und das liegt nicht an ...
Ich wünsche es eben nicht.
Ich verstehe.
Dann leben Sie wohl, meine Liebe!
Es besteht keine Notwendigkeit für Graf Wronskij herzukommen.
Du musst es nicht wiederholen.
Es ist nicht notwendig für einen Mann,
sich von der Frau zu verabschieden, die er liebt.
Anna!
Lass uns nicht mehr davon sprechen!
Es hieß, die Amme habe nicht genug Milch.
Ich hatte darum gebeten zu stillen.
Die Ärzte wollten es mir nicht gestatten.
Jetzt wirfst du es mir vor? - Ich werfe es dir nicht vor.
Du wirfst es mir durchaus vor.
Wieso konnte ich nicht sterben?
Vergib mir! Ich bin ungerecht und überempfindlich.
Bitte, lass mich allein!
So kann es nicht weitergehen.
Du hast sie schon verzaubert.
Das war nicht schwer. Deine Bauern verehren dich.
Zuerst habe ich versucht, ihnen meine Ideen aufzuzwingen.
Jetzt ziehen wir an einem Strang.
Geht es darum in deinem Buch?
Jetzt langsam! Vorsicht!
Verzeihen Sie bitte, Herr!
Wohin soll das, Madame? - Auf den Dachboden.
Und nimm die Vorhänge ab!
Wir brauchen neue. Die taugen nur noch als Lumpen.
Was macht ihr hier?
Dein Arbeitszimmer war dunkel.
Ich habe es dahin umgesetzt, wo das grüne Zimmer war.
Und das grüne Zimmer dahin, wo das Gästezimmer war.
Wir nehmen einen ganzen Flügel für unsere Gäste.
Dolly hat so viele Kinder. Sie brauchen Platz, oder?
Mir hat mein Arbeits- zimmer da gefallen.
Bist du verärgert?
Wir waren einen halben Tag weg und alles wird umgestellt.
Was machst du, wenn ich einen ganzen Tag weg bin?
Das Haus abreißen? - Ich wollte dich nur überraschen.
Das hast du geschafft.
Das ist wahrlich eine Überraschung.
Tut mir leid!
Das ist mein Elternhaus. Ich bin hier aufgewachsen.
Sollen wir alles wieder so herrichten, wie es war?
Neues Leben schenkt immer solche Freude. Findest du nicht auch?
Eine Freude.
Du siehst gut aus.
Deine Frisur auch. Das steht dir.
Wie ich höre, will sich Karenin nicht mehr scheiden lassen.
Das ist gut, oder?
Anna?
Ich kann nicht mehr mit ihm leben.
Ich liebe ihn nicht. Ich habe ihn niemals geliebt.
Ich ertrage seine Gegenwart nicht. Sein Gesicht, seine Hände ...
Mir wird übel davon! Ich kann nichts dagegen machen.
Sag so etwas nicht!
Er hat dir vergeben. Er ist ein guter Mann.
Ein guter Mann!
Das hat auch unsere Tante gesagt, als sie mich mit ihm verheiratete.
Was wusste ich schon? Ich war nicht einmal 20.
Aber sie sagte:
"Er ist ein guter Mann. Er wird für dich sorgen
und auch für deinen Bruder."
Und dennoch hasse ich ihn,
um seiner Tugend willen.
Gestatte, dass ich offen rede.
Du hast ohne Liebe geheiratet.
Ein Fehler, aber eine Tatsache. Jetzt stellt sich die Frage:
Willst du weiterhin mit deinem Mann leben?
Und will er das?
Ich weiß es nicht.
Du hast gesagt, du erträgst ihn nicht mehr.
Nein, das nehme ich zurück.
Ich weiß es nicht.
Ich weiß gar nichts.
Ich will nur, dass es zu Ende ist.
Wie schrecklich du dich quälst. Und er quält sich ebenso.
Was soll nur aus euch werden?
Störe ich dich?
Brauchst du etwas?
Ich fürchte, du musst Maßnahmen ergreifen,
die eure Situation beenden.
Was bleibt mir dann zu tun?
Du wirst allein entscheiden müssen,
wie es für dich und Anna weitergeht.
Ja.
Also Scheidung.
Ja.
Welch anderen Ausweg gäbe es noch?
Im Grunde genommen ist es einfach.
Einfach.
Meinst du, es wäre einfach, über meinen Sohn zu entscheiden?
Bei wem soll er denn leben?
Bei Anna, als Relikt ihrer früheren Ehe?
Bei mir? Würde das nicht wie Rache aussehen?
Wenn Wronskij sie verlässt, und das wird er,
dann bin ich schuld an ihrem Untergang.
Was tun?
Hör zu!
Ich verstehe, dass du erregt bist, aber ...
Schon gut, ich mache es!
Wie bitte?
Ich bin mit der Scheidung einverstanden.
Ich werde Verfehlungen zugeben.
Auf diese Art wird Anna sich wieder verheiraten können.
Und Serjoscha?
Ich will ihn nicht mehr gegen sie als Waffe benutzen.
Anna kann ihn mitnehmen.
Schau dir nur an, wie es hier aussieht!
In manchem Unglück verbirgt sich auch ein Glück.
Wie darf ich das verstehen?
Der Pistolenschuss hat dich von deiner Leidenschaft kuriert.
Auf jeden Fall war er ein Glück für Russland.
In Taschkent brauchen wir tapfere Offiziere wie Sie.
Danke, Herr General!
Alexej!
Herr General!
Was ist geschehen?
Sie können offen reden.
Karenin hat in die Scheidung eingewilligt.
Was sagen Sie da?
Stiwa hat es mir erzählt.
Sie dürfen Anna sehen. Sie können zusammen sein.
Alexej!
Wenn du zu dieser Frau zurückkehrst,
werde ich dich nicht mehr unterstützen.
Ich bin jetzt ganz Dein.
Genauso musste es sein.
Solange wir leben, muss es so sein!
Ja. Das ist beängstigend.
Was ist beängstigend?
Nichts.
Es liegt an diesem Haus. Lass uns fortgehen!
Dann fühlst du dich besser.
Ich erkenne dich nicht wieder mit den kurzen Haaren.
Du bist blass.
Wir fahren nach Italien.
Ich quittiere meinen Dienst. - Du verlässt das Militär?
Ich will nur noch dich.
Ist es wahr? Werden wir wie Mann und Frau leben.
Dein Mann willigt in die Scheidung ein
und übernimmt seinen Teil der Schuld.
Wir werden heiraten können.
Ich will keine Scheidung.
Aber ...
Mein Mann trägt keine Schuld.
Ich will nicht, dass er dieses Opfer für mich bringt.
Es wäre mir unerträglich.
Ich habe dich! Sonst brauche ich nichts.
Und Serjoscha.
Er soll sich nicht von seinem Vater abwenden.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Denk jetzt nicht darüber nach!
Nicht jetzt, Anna!
Was ist denn? - Nichts.
Ich wollte nur, dass du dich umdrehst.
Wie geht es mit deinem Buch voran? Bist du zufrieden?
Ich werde es sein, wenn es Land- besitzer wie mich davon überzeugt,
den Ackerbau zu reformieren.
Bitte erkläre es mir etwas näher!
Ich würde gern mehr über deine Ideen erfahren.
Ich würde dich langweilen.
Wenn ich einschlafe, kannst du aufhören.
Arbeit, Bauer, Landwirtschaft. Alles meiner Kitty nicht würdig.
Ein Telegramm.
Schlechte Neuigkeiten?
Nein.
Nur ein geschäftliches Problem.
Ich muss nach Moskau fahren.
Ich werde nicht lange fort sein.
Darf ich dich begleiten?
Oh nein! Das wäre viel zu ermüdend.
Wo ist denn unser kleiner Schatz?
* Pferde wiehern. *
Annuschka!
Wechsel ihre Windeln!
Danach bringe ich sie selbst ins Bett.
* Das Baby weint. *
Ich liebe Italien!
Du hattest recht.
Ich fühle mich wie neugeboren.
Das freut mich.
Ich wäre allerdings lieber unglücklich.
Nicht zu sehr. Nur ein wenig.
Warum?
Für das, was ich meinem Mann angetan habe,
und meinem Sohn und deiner Karriere.
Es geht nicht.
Ich bin so glücklich, unverzeihlich glücklich.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich so sehr, dass es mir Angst macht.
Weißt du, ich überlege,
eine alte Leidenschaft wieder aufzunehmen.
Die Malerei.
Als ich jünger war, zeigte ich durchaus Begabung.
Na gut.
Eine Bedingung stelle ich: Du hast nur ein Modell.
Mich.
Wenn mehr Leute in deiner Wohnung leben, zahlst du mehr Miete.
Ich bitte Sie! Wovon soll ich das zahlen?
Oh! Euer Exzellenz!
Ist er in seinem Zimmer? - Er verlässt es seit Wochen nicht.
Wenn Sie entschuldigen ... Er ist mit der Miete im Rückstand.
Guten Tag, mein Herr!
Los, verschwinde!
* Er klopft an. *
Verschwinde! Ich habe dir gesagt, dass ich kein Geld habe.
Nikolai! Ich bin's, dein Bruder.
Was ist los? Wird dir übel?
Du könntest wenigstens lüften.
Die Luft in diesem Zimmer ist reiner,
als in den Palästen, in denen du verkehrst.
* Er hustet. *
Erbiete Mascha deinen Gruß!
Nicht einmal die Damen bei Hof sind ihrer würdig.
* Er hustet ganz furchtbar. *
Also, was willst du?
Du hast mir geschrieben, dass du im Sterben liegst.
Du!
Wer hat dich gebeten, dich einzumischen?
Verzieh dich in dein dreckiges Bordell, du Hure!
Wie viel brauchst du?
Wieso hast du es mir verschwiegen?
Du solltest zu Hause bleiben.
Antworte mir!
Nicht so laut! - Ich möchte eine Antwort!
Ich dachte, dass ... - Was?
Dass das meiner nicht würdig ist? - Kitty, bitte!
Was bin ich für dich? - Wie meinst du das?
Hör auf, meine Fragen mit Fragen zu beantworten!
Du bist mein Leben. - Nein.
Nicht solange du mir als deiner Frau nicht vertraust.
Nicht solange dir deine Träume mehr bedeuten als wir beide.
Solange ich dieses Zimmer nicht betreten darf.
Kitty!
Guten Tag, Nikolai!
Womöglich erkennen Sie mich nicht, ich bin Kitty.
Fürst Schtscherbatzkis jüngste Tochter?
Was hat eine kleine Prinzessin hier zu suchen?
Ich bin die Frau Ihres Bruders.
Er war schon immer schlauer als ich.
Mit diesem Urteil sollten Sie noch warten!
Es ist lange her, dass wir uns begegnet sind.
Mascha!
Der Vermieter soll frische Laken und Wasser für ein Bad bringen.
Kaufen Sie frisches Leinzeug,
etwas zum Desinfizieren und Obst!
Gut!
Du kennst dich mit Büchern aus.
Hilf mir, sie wegzuräumen, damit ich den Boden schrubben kann.
Nicht anfassen! - Seien Sie still!
In Ihrem Zustand ist es besser, nicht zu sprechen.
Vergibst du mir? - Das ist nicht nötig.
Vergiss nur bitte nicht, dass wir eine Familie sind!
Bist du fertig?
Nein, aber ich höre hier auf.
Was hältst du davon ...
Wovon? - Zurückzukehren?
Nach Sankt Petersburg?
Es gibt einige unerledigte Dinge, um die ich mich kümmern sollte.
Natürlich.
Ich könnte Serjoscha wiedersehen.
Und ins Theater gehen!
Ich habe solche Sehnsucht nach dem Theater.
Kommen Sie schnell! Es geht ihm schlechter.
Beeilung!
Sie sind rechtzeitig gekommen.
Sagen Sie das nicht!
Ich habe Beeren bekommen. Möchten Sie welche?
Sie waren solch ein Segen!
Aber nun geht es mit mir zu Ende.
Soll ein Priester kommen? Für die Beichte und die Kommunion?
Ich kann nicht. Ich glaube nicht daran.
Ich glaube für Sie mit.
Ist schon gut. Setzen Sie sich!
Ich bin froh, dass du hier bist!
Ich hätte nichts dergleichen für ihn tun können.
Ich muss dir etwas sagen.
Nun ja ...
Ich ...
Wir ...
Kostja!
Kostja!
Kostja!
Komm her!
Ich hätte dich nicht im Stich lassen sollen!
Kannst du mir verzeihen?
(Ich sah ihn an und versuchte mir vorzustellen, was er sah.)
(Ich konnte es nicht.)
(Der Tod blieb ein abscheuliches und erschreckendes Geheimnis.)
(Aber zum ersten Mal im Leben fühlte ich mich nicht allein.)
Als er starb, wolltest du mir etwas sagen.
Wir bekommen bald ein Kind.
Vorsicht mit dem Gemälde!
Es bedeutet meiner Herrin sehr viel.
Verflucht!
Tölpel! Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen vorsichtig sein.
Bringt die Koffer in das andere Zimmer!
Unten sind noch drei Schrank- koffer. Beeilt euch, ihr beiden!
"Verehrte Gräfin,
ich ersuche um die Erlaubnis, meinen Sohn zu sehen.
Ich wende mich an Sie und nicht an meinen Mann,
weil ich diesem großherzigen Menschen
keinen Kummer zufügen möchte, indem ich ihn an mich erinnere."
Es ihr abzuschlagen, hätte ich wohl kaum das Recht.
Sie sehen in niemandem Böses.
Dieser Brief ist geradezu grausam gegen Sie.
Sie ist seine Mutter.
Warum hat sie ihn dann verlassen?
Denken Sie an Serjoscha! Er glaubt, dass sie tot ist.
Er betet für sie.
So ist es auch besser für ihn.
Glauben Sie mir!
Das würde nur noch mehr Leiden erzeugen. Für Sie und Ihren Sohn.
Gestatten Sie mir, zu schreiben und abzulehnen?
Annuschka! Mein Mantel!
Serjoscha!
Madame Karenina!
Er schläft jetzt in dem Zimmer, das der kleinen Anna gehörte.
Mutter!
Mein Sohn! Mein Liebling!
Ich wusste, dass es nicht wahr ist.
Was denn?
Dass du tot bist.
Das haben sie gesagt, aber geglaubt hab ich's nicht.
Du bist dünner geworden.
Und gewachsen bin ich auch!
Warum weinst du?
Ich weine vor Glück.
Zeit, dass du angezogen wirst!
Was soll ich nehmen?
Ich kann mich jetzt selbst anziehen. Schau!
Lass mich dir helfen! - Nein, ich bin jetzt groß.
Seine Exzellenz kann jeden Moment zurückkehren.
Er sollte Sie hier nicht antreffen.
Bitte geh nicht!
Verzeih mir, ich kann nicht bleiben.
Oh nein!
Nicht weinen!
Alles wird wieder gut. Glaube mir!
Du musst jetzt stark sein!
Das hat mir Gräfin Iwanowna auch gesagt.
Madame, bitte!
Ich hab dich so lieb. Und dein Vater auch.
Wenn du groß bist, wirst du urteilen können.
Vergib mir!
Mama!
Willkommen, Madame!
Wünschen Sie, die Kleine zu füttern?
Nein, mach du es!
Annuschka!
Ja, Madame.
Bereite mir ein Bad!
Und dann kümmere dich um mein Haar!
Heute Abend gehe ich mit dem Grafen aus.
Seien Sie mir nicht böse, Alexej!
Es würde mich in eine peinliche Lage bringen, Anna zu empfangen.
Auf Ihren Empfängen sind Frauen,
die mit allen möglichen Männern Umgang pflegen.
Einen Liebhaber zu haben oder sich für ihn zu ruinieren,
sind zwei verschiedene Dinge.
Hätte sie der Scheidung zugestimmt,
und Sie nicht Ihre Karriere aufgegeben ...
Ich liebe sie.
Ich würde alles wieder tun.
Ich weiß, dass Sie keine Kopeke mehr besitzen.
Und dass es niemand wagt, Ihnen einen Kredit zu geben.
Fahren Sie nach Moskau! Reden Sie mit Ihrer Mutter!
Nur sie kann Ihnen helfen.
Sie werden hier immer willkommen sein.
Niemals ohne Anna.
Graf Wronskij.
Willkommen Zuhause, mein Herr!
Gefalle ich dir?
Wieso hast du dich so elegant gekleidet?
Für dich.
Ist etwas vorgefallen?
Nein.
Alles steht bestens. Und bei dir?
Hat Karenin deinen Brief beantwortet?
Ich darf Serjoscha nicht sehen.
Wie bitte? Aber er wollte ihn dir sogar anvertrauen.
Lass uns nicht mehr darüber reden!
Führst du mich ins Theater aus?
Noch ein Wort zu deinem Sohn.
Wenn du die Scheidung akzeptierst, bekommst du ihn dann zurück?
Die Scheidung?
Ja, das wäre vielleicht die praktischste Lösung.
Praktisch, ja.
Wieso, denkst du, habe ich das alles getan?
Warum habe ich ein neues Heim, einen neuen Mann,
ein neues Leben.
Doch nur für dich.
Alles nur für dich.
Nichts anderes verlange ich vom Leben.
Führe mich ins Theater aus!
Jetzt versteh doch. Es ist ...
Es wäre unklug, dich in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Ich will nicht, dass du leidest und dich gedemütigt fühlst.
Liebst du mich noch? - Was für eine Frage!
Antworte mir! - Wie kannst du das bezweifeln?
Du liebst mich nicht mehr. - Natürlich!
Du schämst dich für mich. - Ich bin in Sorge um dich.
Um uns beide.
Ich bereue nichts. Ich leugne nichts.
Alles habe ich für dich auf- gegeben: den Hof, die Armee.
Ich bin jetzt völlig ohne Mittel.
Du verstehst nicht. Mein Sohn verachtet mich.
Ich war bei ihm.
Er verachtet mich.
Du hast gesagt,
Karenin hat dir nicht gestattet, deine Sohn zu sehen.
Ich war im Haus, wir haben gesprochen.
Er verachtet mich.
Was sagst du da?
Er hat recht.
Für dich habe ich ihn verraten.
Alles, was ich hatte, habe ich dir geschenkt.
Warum liebst du mich nicht so wie ich dich?
Ich liebe dich, Anna!
Ich liebe dich.
Was kann ich nur tun, um es dir zu beweisen?
Lass uns fortgehen!
Nach Moskau.
Dort kann ich meine Angelegen- heiten leichter regeln.
Und dein Bruder ist dort und Dolly.
Vielleicht helfen sie dir, deinen Sohn zurückzubekommen.
Deine Tochter wird sie lieben!
Wie kommen Sie darauf, dass es ein Mädchen wird?
Das sehe ich an der Form deines Bauches.
Sechs Kinder und sie hat sich nie geirrt.
Ich weiß, dass es ein Junge wird.
Verzeihen Sie!
Es ist Besuch da. Die Frau seiner Exzellenz Karenin.
Sag ihr, dass wir heute nicht empfangen,
aber es steht ihr frei, eine Nachricht zu hinterlassen.
Nein. Sie will bestimmt zu mir. Vielleicht braucht sie Hilfe.
Hilfe? Nach alldem, was sie angerichtet hat?
Anna hat meine Ehe gerettet.
Anna!
Dolly! - Du bist noch immer wunderschön!
Wie du das sagst.
Komm!
Ich bitte dich um Hilfe.
Karenin gestattet mir nicht, meinen Sohn zu sehen.
Wie ich höre, hast du die Scheidung abgelehnt.
Scheidung wäre keine Lösung.
Wronskij kann Serjoscha nicht wie ein Vater lieben.
Serjoscha kann ihn und mich nur verachten.
Ich kann beiden gegenüber nur Schuld empfinden.
Aber dann könnte Wronskij dich heiraten.
Er könnte eurer Tochter seinen Namen geben.
Und den anderen Kindern, die ihr haben werdet.
Wir bekommen keine weiteren Kinder.
Ich war bei einem Arzt.
Soll das bedeuten ...
Ich hatte keine Wahl. Wie sonst könnte ich ihn an mich binden?
Ich muss meine Schönheit erhalten.
Er liebt mich, solange er mich liebt.
Anna! Kein Mann der Welt ist so ein Opfer wert!
Wronskij schon. - Aber ...
Wie kann er solch eine Liebe erwidern?
Welcher Mann könnte das?
Aber ich bin glücklich. Ich hätte ...
Ich hätte sie nur so gerne beide.
Wronskij und meinen Sohn.
Wie denn?
Ich weiß es nicht.
Ich spreche mit Karenin.
Ich versuche, ihn zu überreden,
dass du wenigstens deinen Sohn sehen darfst.
Kitty!
Die Schwangerschaft bekommt Ihnen.
Danke, Anna! Das trifft wohl auf jede Frau zu.
Es wird ein Junge werden.
Das denke ich auch. - Für ihn wird es besser sein.
Wir Frauen mögen mehr wissen, aber dafür zahlen wir einen hohen Preis.
Ist das der Glückliche? - Konstantin Lewin.
Anna Karenina.
Ich habe viel von Ihnen gehört. - Davon bin ich ausgegangen.
Ein gut aussehender Mann!
Mögen Sie glücklich werden!
Mindestens halb so glücklich wie Wronskij und ich.
Leben Sie wohl!
Sobald wir da sind, wird sich alles fügen.
Verzeih dass du warten musstest!
Wenn ich unangemeldet erscheine, darf ich nichts anderes erwarten.
Prinzessin Sorokina, mein Sohn.
Ihre Mutter hat mir viel von Ihnen erzählt.
Ich bin ein Thema, das sie zu sehr favorisiert.
Es gibt keine größere Liebe als die einer Mutter.
Wenn du Kinder hast, wirst du es erleben.
Darf ich Sie sprechen?
Das ist unnötig. Ich weiß bereits alles.
Ich verreise.
Die Prinzessin fährt mit mir aufs Land.
Leiste uns Gesellschaft!
Komm jedoch ohne Anna!
Dort erhältst du alles, was du brauchst.
Ich empfand Mitleid mit ihr.
Auf mich wirkte sie glücklich.
Sie hat ihre Seele verloren, ihre Würde.
Sie besitzt mehr Würde,
als gewisse hoch geachtete Damen bei Hof.
Bist du Experte, was Damen bei Hof betrifft?
Ich will nur sagen, dass sie wenigstens aufrichtig ist.
Du klingst, als wärst du in sie vernarrt.
Was soll das heißen?
Du sprichst geradezu leidenschaftlich von ihr.
Ich habe meinen Kopf nicht wegen einer Fantasie verloren.
Wie grausam von dir, das zu sagen!
Du hast doch das Thema auf Anna und Wronskij gebracht.
Ich habe über Anna geredet.
Wenn du Mitleid empfindest, dann für beide.
Das sagst du!
Hat dein Mitleid nichts damit zu tun, dass er sie gewählt hat?
Wie lange soll dieser Mann noch zwischen uns stehen?
Das habe nicht ich zu verantworten.
Bedanke dich bei deiner Anna!
Wenn sie nicht gewesen wäre, wer weiß ...?
Anna?
Meine Liebste!
Was tust du im Dunkeln?
Wo bist du gewesen?
Im Offiziersclub.
Jaschwen war da.
Ich hatte ihn seit Monaten nicht gesehen.
Wie steht es bei dir? Hast du mit Dolly gesprochen?
Wird sie sich für deinen Sohn verwenden?
Wann hast du aufgehört, mich zu lieben?
Ich habe genug von diesen Vorwürfen! Du hast kein Recht ...
Warum lügst du mich an? Du warst bei deiner Mutter.
Spionierst du mir nach? - Warum warst du bei ihr?
Sie ist meine Mutter.
Ich durfte nicht mitkommen.
Verzeih, dass ich nichts gesagt habe. Ich hielt es für unwichtig.
Dolly versteht das nicht. Niemand versteht das.
Nicht einmal du!
Es wird sich alles fügen.
Wir müssen Geduld haben.
Du hast mir nicht geantwortet. Wieso warst du bei deiner Mutter?
Willst du es erraten?
Um zu betteln?
Du bist grausam!
Wie viel hat Mama dir gegeben? - Nichts!
Sie hat mich aufs Land eingeladen, ohne dich.
Wieso erzählst du mir das? - Weil du mich gebeten hast.
Wer war sie? - Sie?
Du weißt schon! - Woher kommt nur diese Eifersucht?
Ich habe gesehen, wie du sie angeschaut hast!
Wie? - So wie früher mich!
Nein! * Das Baby weint. *
Anna, glaube mir, das bildest du dir ein!
Heißt das, ich bin wahnsinnig? - Nein, meine Liebe!
Hör doch!
Ich bin nicht Kitty! Ich bin kein kleines Mädchen,
das man täuschen und dann verlassen kann!
Du fantasierst!
* Das Baby schreit. *
Du wirst mich niemals loswerden!
(Kitty zu heiraten, war mein größter Wunsch gewesen.)
(Und dieser Wunsch ist erfüllt worden.)
(Aber ich hatte den ewigen Fehler begangen, den alle machen:)
(Den Fehler zu glauben, dass wir dann glücklich sind,
wenn unsere Wünsche erfüllt werden.)
Kostja! Wo in aller Welt warst du?
Was meinst du?
Es ist so weit!
Annuschka!
Bestell eine Kutsche!
Ich nehme den ersten Zug nach Nischni Nowgorod.
Ich fahre zum Grafen und seiner Mutter.
Es ist doch die richtige Entscheidung, nicht wahr?
Ganz wie Sie wünschen!
(Wünschen?)
(Wünschen? Was kann ich denn wünschen?)
(Das Leben verliert jeden Sinn.)
(Es ist eine einzige, große Lüge.)
(Wir hatten so viel von unserer Liebe erwartet.)
(Jetzt hassen wir einander.)
(Ich befriedige seine Eitelkeit nicht mehr.)
(Er kann mich nur noch lieben, weil er sich dazu verpflichtet fühlt.)
Sag mir, dass ich sie nicht verliere!
Ich hoffe, es wird bald vorbei sein!
Was kann ich tun? - Gar nichts!
(Wenn ich nur jemand anderes sein könnte!)
(Nicht nur eine Geliebte, die sich nach ihm verzehrt!)
(Aber ich kann es nicht. Ich will es nicht.)
(Und mein Verlangen ekelt mich an und versetzt mich in solche Wut.)
(Und Serjoscha?)
(Ich glaubte, ihn zu lieben.)
(Dann habe ich ihn gegen eine andere Liebe eingetauscht.)
(Solange mir die andere Liebe genug war, habe ich es nicht bereut.)
(Liebe.)
(Welche Liebe? Wir werden in diese Welt geworfen,
um einander zu hassen und zu quälen.)
(Tief in uns wissen wir das.)
(Ungeachtet aller Täuschungen,
denen wir uns hingeben, um es zu vergessen.)
* Kitty schreit vor Schmerzen. *
Herrgott, ich flehe dich an!
Ich flehe dich an,
wenn es dir gefällt, rette sie, Herrgott!
Rette sie!
(Wenn man sich nichts mehr vormachen kann,
wenn es einen anwidert, das alles anzuschauen,
warum nicht einfach die Augen schließen?)
(Wo bin ich? Was mache ich hier?)
(Warum? Lieber Gott, vergib mir!)
Du kannst sehr stolz auf deine Kitty sein!
Sie war so tapfer. Geh zu ihr!
* Ein Baby weint. *
Es ist ein Junge.
Genau wie du gesagt hast.
Ich hatte solche Angst, dich zu verlieren!
Und ich, dich zu verlieren!
Vergib mir für all das gestern!
Das ist nicht nötig.
Du hast recht, das ist nicht nötig.
Jetzt sind wir eins, nicht wahr?
Eine Familie.
(Was macht eine Familie glücklich?)
(Dieses Geheimnis kann niemand enträtseln.)
(Der Verstand allein gibt uns keinen Frieden oder Antworten.)
(Und er gestattet uns nicht, über den Tod hinauszuschauen.)
(Über das Ende aller Dinge.)
(Das Wenige, das ich weiß,
hat mich nicht der Verstand gelehrt, nicht die Bücher.)
(Es war das Leben.)
(Das Leben selbst, das ungeachtet aller Dinge, immer weitergeht.)
(Ich habe es aus dem Leiden gelernt,
das uns zwingt, zu wachsen.)
(Das Wenige, das ich weiß, ist ganz einfach. So einfach,
dass noch der geringste Mensch und jedes Kind es wissen.)
(Wir dürfen nicht für unsere Wünsche leben,
für unsere Bedürfnisse, unsere Leidenschaften.)
(Wir müssen für das Gute leben, für die Wahrheit.)
(Für diesen geheimnisvollen Gott,
in dessen Hand alles liegt.)
(Vielleicht sind alle glücklichen Familien deshalb einander ähnlich.)
(Weil tief in unserem Herzen,
Glück für uns alle dasselbe bedeutet.)
Barrierefreie Fassung TV TEXT INTERNATIONAL
*
Ich hatte eine sehr angenehme Gesellschaft.
Anna Arkadjewna, Karenins Frau.
Graf Wronski wird verzaubert sein.
Das wird der schönste Ball ihres Lebens werden.
Katherina, wollen Sie meine Frau werden?
Das ist nicht möglich.
Hat er sich bereits erklärt?
Er wartet auf den großen Wiener Walzer.
Erinnern Sie sich an den Namen des Mannes,
mit dem Sie zuletzt getanzt haben?
Hier bin ich wenigstens Menschen nützlich.
Bitte lassen Sie uns das alles vergessen!
Können Sie das?
Alexej! - Anna!
Ich bin so froh, dich zu sehen!
Can't find what you're looking for?
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