All language subtitles for Versailles.S03E05.WEB-DL.NF.deu

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Original subtitles

Willkommen zu Hause.

-Ich bitte um Nachsicht, Majestät. -Ich weiß.

Schon gut.

Aber Seine Majestät haben Bedürfnisse.

Wir sind nun zusammen.

Von nun an...

...wird es niemanden außer Euch geben.

Ich gelobe Euch dies:

Ich werde Euch helfen, Euer Schicksal zu erfüllen.

Gemeinsam bekämpfen wir jeden,

der sich Euch in den Weg stellt.

Messieurs.

Bitte heißt Madame de Maintenon als festes Ratsmitglied willkommen.

Zum Geschäft. Louvois?

Späher haben berichtet,

dass sich Straßburg und Luxemburg erneut verschanzt haben.

Wie es scheint, bricht Kaiser Leopold das Abkommen.

Meine Truppen sollen an den Stadtmauern die Kanonen abfeuern.

Lehrt seine Leute Gottesfurcht.

Lenkt Leopold von Spanien ab.

Exzellente Idee, Majestät.

Marchal, was wissen wir über unseren ungebetenen Gast?

Unserer Informanten nach

ist die Weste von Monsignore di Marco blütenrein.

Warum schickt der Vatikan ihn dann hierher?

Bleibt in seiner Nähe, Bontemps.

Sehr wohl, Majestät.

Ihr habt gute Neuigkeiten, Colbert?

Ein Händler aus dem Osten ist eingetroffen,

der uns bis dato unerreichbare Reichtümer verspricht.

Er ist aus dem Osmanischen Reich.

Faszinierend.

Eine florierende Wirtschaft erfordert,

dass wir über Religion und Identität hinwegsehen, Majestät.

Aus dem Weg!

Ich verlange, sofort zum König vorgelassen zu werden!

Ihr missachtet Eure Königin?

-Der Rat tagt gerade. -Zum Teufel mit dem Protokoll!

Ich will mit meinem Gemahl sprechen!

Ich gehe davon aus, dass dieser gereizte Auftritt nicht grundlos erfolgt.

Entscheidet selbst, wenn Ihr mich angehört habt.

Ihre Majestät möchte die königliche Entschlossenheit testen.

Ich weigere mich, Eure Verachtung länger hinzunehmen.

Euer Wort hat kein wahres Gewicht mehr.

Ihr seid ein wichtiges Bindeglied zu Spanien.

Ich bin Eure Gemahlin, kein Handelsgut.

Als ein Pfand seid Ihr von Wert.

Euer Betrug allerdings macht jede Beziehung untragbar.

-Ihr sprecht von Betrug? -Ich rate Euch ab...

Ihr habt mich vor dem gesamten Hofstaat immer und immer wieder gedemütigt,

mit Euren Huren!

Ihr betrügt mich seit dem Tag unserer Vermählung!

Begehe ich jedoch einen Fehler, könnt Ihr mich dafür verstoßen?

Ja.

Ich lag bei Leopold, und es war eine Sünde.

Ich bin hier, um zu beichten.

Doch Euren Thron habe ich nicht verraten.

Daher wollte ich Euch sehen.

Um Euch die Wahrheit zu sagen und Euch um Vergebung zu bitten.

Was ist passiert?

Seid Ihr wohlauf?

Man wollte mir nichts sagen.

Mir war nur schwindelig.

Sicher ist es der Einfluss des Mondes.

Das erleichtert mich sehr.

Ich habe mich überanstrengt, bin aber wieder bei Kräften.

Seine Hoheit wünschen, dass Ihr im Bett bleibt.

Ihre Majestät muss nicht noch mehr Blut verlieren.

Verfluchte Ärzte.

Verehrte Liselotte, wäre nur jeder in Versailles wie Ihr.

Dann wäre ich ja nicht mehr besonders.

Ich hörte, Ihr spracht mit dem König.

Womöglich war ich zu ehrlich.

Wie hat er reagiert?

Zweifelsohne verhöhnt er mich.

Ich glaube nicht, dass er so etwas täte.

Meine Teuerste, was würde ich ohne Euch tun?

Ist Euch der Aufenthalt in Versailles angenehm, Monsignore di Marco?

In meinem Orden legt man keinen Wert auf körperliche Bedürfnisse.

Falls ich etwas für Euch tun kann, sagt es mir bitte.

Kardinal Leto lässt Euch grüßen, Monsieur Bontemps.

Ich glaube nicht, dass ich mit dem Kardinal bekannt bin.

Ihr habt ein seit Langem bestehendes Abkommen.

-Warum seid Ihr hier? -Als Vorsichtsmaßnahme.

Kehrt nach Rom zurück...

...und sagt dem Kardinal, das ist unnötig.

Ihr habt das Vertrauen des Vatikan verloren.

Der Duc d'Orléans ist zu einem Störfall geworden.

Und Ihr... seid nachlässig geworden.

Der König!

-Also ist es offiziell. -Es scheint ganz so.

Endlich hat sie gelernt, sich wie eine königliche Mätresse zu kleiden.

Allerdings ist der Stoff schlecht gewählt.

Markiert das den Untergang des frommen Lamms?

Darunter lauerte doch schon immer ein Wolf.

Diese Parade zeugt von schlechtem Stil, wenn die Königin krank ist.

Das macht er nur, um mich zu demütigen.

Das kann er doch nicht ernst meinen mit ihr.

Sie ist alt, gewöhnlich und frigide.

Er will mich in seinem Bett. Das weiß ich gewiss.

Wenn der König Euch wollte, hätte er Euch längst.

Ihr habt es sicher gemerkt, Bayım Barek.

In Versailles gibt es Seide und Gewürze im Überfluss.

Was ich Seiner Majestät dementsprechend anzubieten habe,

ist ein Handelsnetz, eine Wirtschaftsinfrastruktur.

Die Kontrolle über die Routen nach Europa brächte stattlichen finanziellen Nutzen.

Wir können die besten exotischen Waren aus Persien und dem Fernen Osten liefern.

Nach Frankreich und in die ganze Welt.

Und wir können französische Güter auf demselben Wege nach Asien ausführen.

Lasst uns kurz allein.

Ein osmanischer Mittelsmann in Versailles.

Ihr zeigt große Tapferkeit.

Oder Dummheit.

-Ich komme mit ehrlichen Absichten. -Spielt nicht mit mir, Barek.

Warum seid Ihr hier?

Sultan Mehmed teilt Eure Abneigung gegenüber Kaiser Leopold.

Er betet darum, dass der Feind seines Feindes ihm ein Freund werde.

Er möchte nach Wien vorrücken.

Er erbittet Eure Unterstützung.

Der Sultan möchte, dass ich ein muselmanisches Reich unterstütze.

Darf ich Seine Majestät daran erinnern,

dass Sein Großvater in ergiebiger Verbindung zu Sultan Ahmed stand.

Ihr dürft weiter Handelsgespräche führen.

Doch unter größter Geheimhaltung.

Ich lasse Euch meine Antwort beizeiten zukommen.

Der Gefängniskommandant ist aufgetaucht.

Ah ja. Was hat er gesagt?

Er war tot. Sein Bauch wurde mit einem Hieb aufgeschlitzt.

Weil wir mit ihm sprachen.

Es scheint ganz so.

Er kannte die Wahrheit.

Deshalb töteten sie ihn.

Jemand weiß, dass wir dem näherkommen. Jemand im Palast beobachtet uns.

Wäre das der Fall, wäre es mir bekannt.

Und Bontemps?

Nur er stand in Kontakt mit dem Kommandanten.

Das macht ihn noch lange nicht zum Mörder.

Bontemps hat in der Hütte etwas versteckt, um mich abzulenken.

Er war derjenige, der die Unwahrheit über Macquart sagte, und mein Bruder.

Bontemps ist zu Mord nicht fähig.

Nicht mal auf königlichen Befehl?

Solch ein Auftrag würde in meinen Aufgabenbereich fallen.

Außer Louis hat Grund, das auch vor Euch zu verbergen.

Bontemps würde alles tun, um den König zu beschützen.

Oder nicht?

-Das besprechen wir sofort mit ihnen. -Nein.

Das geht über simple Nachforschung hinaus.

Genau davon spreche ich.

Zwei Männer wurden getötet, und ich war fast der dritte.

Umso mehr Grund, es mit dem König zu teilen.

Aber ich misstraue dem König.

Was wisst Ihr über den Dolch?

"Diaboli mors" weist unmissverständlich auf die Bibel hin.

Gewiss, und die Gravuren?

Wir haben nur diesen Beweis.

Meine liebe Françoise, Ihr habt Euer Licht gehörig unter den Scheffel gestellt.

Ich erprobe lediglich eine neue Mode.

Und feiert Euren Aufstieg?

Des Königs Vertrauen erfüllt mich mit Demut.

Und ich freue mich, glaubt mir.

In Eurer Abwesenheit verlor er ein wenig... die Geduld mit uns.

-Mit den Adligen des Hofes? -Den Protestanten bei Hofe.

Er ließ Augustin de Puy völlig grundlos in den Kerker werfen.

-Der König hat immer einen guten Grund. -Dann irrt der König.

In manchen Dingen ist guter Rat nicht sehr teuer, Duchesse.

Ich bin es doch, Françoise.

Ich bitte Euch nur um Fürsprache für den armen Augustin.

Ich möchte den König nicht härmen, er ist sehr beschäftigt.

Dann sollte er sich nicht länger für Gott, den Allmächtigen, halten.

Ich erinnere Euch, dass der König Gottes Stellvertreter auf Erden ist.

Warum fühlt er sich dann vom protestantischen Glauben bedroht?

Womöglich ist es Gottes Wille.

Ich kann für keinen von beiden sprechen.

Mein Gott. Was ist mit Euch geschehen?

Ich habe mich mit der Person versöhnt, die ich einst war.

-Ich weiß, wer Ihr wart. -Und wer ich jetzt sein muss.

Ihr wart eine von uns.

Und es ist töricht, die eigene Geschichte zu leugnen.

-Kommt die Königin wieder zu Kräften? -Ihre Majestät ist stabil.

Der Arzt erwartet ihre Genesung.

-Sie trägt eine schwere Last. -Wir tragen alle unser Kreuz.

Wie sieht Eures aus, Madame?

Ich bitte demütigst um Vergebung, Euer Majestät.

Ihr habt sicher keine Geheimnisse vor mir?

Nein, aber ich habe mich geirrt.

Um in Gottes Königreich zu gelangen...

...muss man wiedergeboren werden.

Ich verstehe erst jetzt, wie dies möglich ist.

Um für meine Sünden zu büßen, muss ich meine Vergangenheit völlig ablegen.

Meine Sünden wurden offenbart.

Meine dunklen Tage verbrachte ich als Protestantin.

Ich danke dem Herrn für Euer Konvertieren.

Ihr hattet recht.

Sie wagen es, Euch Eure Heiligkeit abzusprechen.

Monsieur de Puy sprach lediglich ihrer aller Gedanken aus.

Ihr wisst es.

Ihr seid von Gott auserwählt.

Man sollte ihnen die Augen öffnen.

Vor zwei Jahren segelte eine meiner Galeonen nach Amerika.

Das Schiff schien stabil zu sein.

Der Kapitän erklärte es für seetüchtig.

Doch er hatte einen Holzwurm entdeckt.

Nur einen kleinen.

Einige winzige Larven,

vermeintlich unschuldige, blinde Passagiere.

Das Schiff überquerte problemlos den Ozean.

Doch auf der Rückreise

wurden die Segel gehisst, und der Mast war brüchig.

Was man für Holzwürmer hielt, entpuppte sich als Gemeiner Nagekäfer.

Der Schiffskörper war durchlöchert.

Von innen zerfressen.

Diese Bedrohung hätte er vor dem Auslaufen ausmerzen müssen.

Einzelne Planken hätte er leicht ersetzen können.

Er beging den Fehler, die Bedrohung zu missachten.

Was belanglos erschien...

...wurde zu einer Plage.

Ich möchte das protestantische Problem bevorzugt behandelt wissen.

Beginnend mit einer kompletten Liste der Protestanten bei Hofe.

Aber...

...sie verhalten sich unauffällig.

Und loyal.

Ihr Glaube ist Privatsache.

-Zwischen der Person und Gott. -Sie hinterfragen die natürliche Ordnung.

Sie stellen die Autorität der Priester, des Papstes

und Seiner Majestät als unser König von Gottes Gnaden infrage.

Jeder Hugenotte ist eine Gefahr,

solange er den Glauben mit Wilhelm von Oranien teilt.

Und dennoch.

Ich appelliere an Seine Majestät,

nachsichtig zu bleiben.

Wenn auch nur aus steuerlichen Gründen.

Seine Majestät sollten außerdem bedenken,

dass es im Gesetz verankert ist,

dass alle Glaubensrichtungen rechtens sind.

Woher rührt Eure Angst, Messieurs?

Ich bin ein vernünftiger Mann. Ich möchte nicht grausam sein.

Es gilt, sie ihren Irrtum einsehen zu lassen.

Sie sollen ermutigt werden, zur einzig wahren Kirche zurückzukehren.

Exakt.

Erfasst alle Unternehmungen der Protestanten.

Lasst sie wissen, der König wäre milder gestimmt, wenn sie abschwüren.

Und wenn sie das nicht tun?

Sie haben ihr Schicksal in der Hand.

Jetzt müssen wir schon eine Frau als des Königs erste Beraterin annehmen.

Ich sehe kein Problem.

Ich sehe viele voraus, wenn er unsere Anmerkungen weiterhin zurückweist.

Weil Ihr härter arbeiten müsstet?

Ich mühe mich bereits Tag und Nacht. Ich widme dem König jede freie Minute.

Bei dieser neuen Anordnung müssen wir sicher sehr wachsam sein.

Wachsam? Wir sollten dagegen Sturm laufen.

Das Edikt von Nantes ist zum Schutz dieser verletzlichen Minderheiten da.

Erklärt es der König für nichtig, ist ungewiss, wohin das führen wird.

Ratet Ihr zum Aufstand?

Der Rat muss sektiererisches Verhalten ablehnen.

Das ist religiöse Bigotterie.

Der König hat seine Gründe.

Es ist unsere Aufgabe, ihn zu unterstützen.

Unsere Aufgabe ist es, das Richtige zu tun.

Auf ein Wort, Monsieur Bontemps.

Ich bin beschäftigt.

Ich wollte Euch über einen Mord unterrichten.

Der Kommandant der Bastille war Euch bekannt?

Inwieweit betrifft mich die Angelegenheit?

Ich habe mich gefragt, ob Ihr jemanden kennt, der ihm den Tod wünschte.

In seinem Geschäft taten das sicher viele.

Darf ich Euch daran erinnern,

dass Eure Hauptaufgabe der Schutz der königlichen Familie ist?

Die habe ich immer erfüllt.

Die Königin ist erkrankt.

Habt Ihr versuchten Giftmord ausgeschlossen?

Guten Tag, Monsieur Marchal.

Der Tod des Teufels.

Ich las in meinen Studien darüber.

Es steht in der Bibel?

Es scheint darauf hinzudeuten.

Doch tatsächlich steht es in den Apokryphen.

Einer Sammlung heiliger Schriften,

die der Kirche... problematisch erscheinen.

Aber die...

Die Gravuren...

-Ihr habt sie schon mal gesehen? -In Schriften des Vatikan.

Das Symbol einer altertümlichen Sekte.

Die Ritter von Damaskus aus den Dritten Kreuzzügen, meine ich.

Sie waren ein Geheimorden

mit einem einzigen Ziel:

den Schutz der Katholischen Kirche...

...und die Beseitigung ihrer Feinde.

Sie blieben straflos.

Wofür betet Ihr, Monsieur Bontemps?

Für die Erlösung von dem Bösen.

Ich wünsche, den Gefangenen zu sehen.

Darüber spreche ich hier nicht.

Sprechen müsst Ihr gar nicht, nur zuhören.

Nein, Ihr hört mir zu.

Ich kümmere mich um den Palast.

Meine Dienste stelle ich ausschließlich dem König zur Verfügung.

Es gibt eine höhere Autorität,

der wir beide unterstehen.

Und Ihr werdet mich zu dem Gefangenen führen,

sobald es Euch möglich ist.

Wir sind hier, um unseres guten Freundes zu gedenken.

Olivier.

Er wurde uns auf grausame Weise genommen.

Wir bitten Dich, oh Herr,

ihn zu beschützen...

...und Deine schützende Hand über seine Familie zu halten.

-Amen. -Amen.

Mein herzliches Beileid.

Das ist vom Palast.

Eine Vorankündigung, was auf uns zukommt.

Als reiche es nicht, unsere Freunde zu töten,

sollen wir nun unsere Religion aufgeben.

-Das ist eine leere Drohung. -Wir haben gesehen, wozu er fähig ist.

-Wir müssen uns wehren. -Jeanne.

Was wirst du tun?

Abschwören, um dem König gefällig zu sein?

-Zurück an die Arbeit. -Solange wir noch welche haben.

Ich befrage den Gefangenen allein.

Warum ist er festgebunden?

Zu seiner eigenen Sicherheit.

Ihr dürft draußen warten.

Ich habe diesen Mann mein Leben lang beschützt.

Ich sehe nicht zu, wie er jetzt leidet.

Der König wird meiner Qual bald ein Ende bereiten.

Der König weiß hiervon nichts.

Und so bleibt es.

-Ein ungebetener Gast. -Ich habe herausgefunden, was du tust.

Und du möchtest mir bei Tisch Gesellschaft leisten.

Du hast den römischen Kleriker nach Versailles eingeladen.

Warum sollte ich das tun?

Weil ich denke, dass du dem Vatikan näherstehst, als du zugibst.

Noch mehr Verfolgungswahn deines fiebrigen Geistes?

Gib mir eine klare Antwort.

Ich habe dich wegen deiner neuen Reife in den Rat berufen.

Gib mir nicht noch mehr Grund, es zu bereuen.

Warum hält der Vatikan den Mann mit der eisernen Maske gefangen?

Mein lieber Philippe, seit dem Schlag auf den Kopf bist du unberechenbar,

manchmal sogar angsteinflößend.

Dieser Irrsinn muss aufhören.

Du musst an meiner Seite sein, nicht Phantomen hinterherjagen.

Ich verliere dich, Bruder.

Ich fürchte, ich bin derjenige, der dich verliert.

Bruder.

Sollen wir uns wirklich still verhalten?

Akzeptiert die Welt, wie sie ist, und zaubert ein Lächeln in Euer Gesicht.

Mehr bleibt einem nicht übrig.

Ich mag es nicht, wenn mein Name auf einer Liste steht.

Ich sorge mich um meinen Neffen. Seine ganze Zukunft könnte in Gefahr sein.

Mit einem katholischen Federstrich.

Genau wie die aller ehrlichen protestantischen Geschäftsleute.

Apropos.

Ich spielte mit dem Gedanken abzuschwören, damit wir mehr gemeinsam haben.

Ihr würdet konvertieren?

Nun...

In der gegenwärtigen Situation gewiss nicht.

Ihr allerdings solltet nun so weise sein,

Katholikin zu werden.

Ihr kennt mich wirklich gar nicht, oder?

Ich kenne Euch in- und auswendig.

Wir hatten Sex. Das öffnet Euch noch lange nicht mein Herz.

Wenn wir jedoch...

...als Katholiken heiraten würden,

wäre Eure Stellung am Hofe gesichert.

Ich brauche keinen Mann.

Und ich würde Euch auch nicht heiraten, wenn Ihr der Letzte Eurer Art wärt.

Der berühmte Schuhmacher, allein im Palast.

-Habt Ihr Euch verirrt? -Nein.

Ich...

Ich wollte mit dem Duc d'Orléans sprechen.

-Vielleicht kann ich Euch helfen. -Nun...

Ich bin ein loyaler Franzose, Herr.

Ich diene dem Palast, so gut ich kann.

Aber ich fürchte, Aufträge zu verlieren...

...weil ich Protestant bin.

-Ihr habt Glück, mein Junge. -Ach ja?

Ich möchte Stiefel für meine gesamte Infanterie in Auftrag geben.

Ja, Herr. Es wäre mir eine Freude, Herr.

Der Auftrag ist der Eurige. Auf unbegrenzte Dauer.

Es gibt nur eine Bedingung. Ihr müsst abschwören.

Hast du mit dem Duc d'Orléans gesprochen?

Das ist vergebens. Es kann nur eine Antwort geben.

Dann sei es.

Wir werden zurechtkommen.

Uns wurde ein Vertrag angeboten, vom Militär.

Das würde das Geschäft über Jahrzehnte sichern.

Aber?

Guillaume.

Du würdest abschwören?

Hör mir zu.

-Ich kann es nicht glauben. -Es sind nur Worte.

Nur Worte? Vor Gott.

Wir müssen in der Not praktisch denken.

Du würdest alles ablehnen, wofür unser Vater stand.

Unser Vater war Geschäftsmann. Er verstand den Lauf dieser Dinge.

Ja.

Und er wusste, dass Überzeugungen wichtiger als Geld sind.

Ich würde es doch nicht für mich tun. Es geht mir um die Männer.

Sie waren auch in Notlagen immer loyal. Wir könnten ihre Arbeit erhalten.

Sie wären dankbar.

Sie sind dir doch gleich.

Es geht um dich.

Du willst reich sein.

Hauptsache, du kannst ein Teil von Versailles sein.

Ich beuge mich der Erpressung des Königs nicht.

Wenn du noch ein Herz hast, wirst du das auch nicht.

Mit welch weltbewegenden Aufgaben schlagen wir uns heute herum?

Angelegenheiten des Herzens. Das würdet Ihr nicht verstehen.

Der Chevalier de Lorraine hat sich verliebt.

-Hat er einen Spiegel entwendet? -Nein.

Die Duchesse d'Angers.

Er?

Eine Frau?

Kaum Stehvermögen, aber etwas mehr Verwendungsmöglichkeiten.

Ich bin hier, wie Ihr wisst.

Die Königin verlangt nach Euch, Madame.

Nicht ohne mich über Frivolitäten sprechen.

Werdet Ihr erwartet?

Ja, woanders.

Ich versuche gar nicht, Euch zu verführen.

Ich...

...hoffe lediglich, dass wir ohne Groll miteinander reden können.

Nun?

Wie ist es Euch ergangen?

Ich war beschäftigt. Ihr?

Mehr schlecht als recht.

Wie ist Euer Liebesleben?

Einsam.

Nur die einzig loyale Liebe des Mannes?

Seid Ihr ehrlich verliebt in die Frau?

Ich weiß es nicht.

Ich erinnere mich nicht mehr an das Gefühl.

Da fühle ich mich wunderbar, danke.

Ich weiß noch, dass es schön war.

So viel weiß ich.

Man hatte einen echten Grund, morgens aufzustehen.

Oder liegen zu bleiben.

Wo liegt das Problem?

Sie ist eine harte Nuss.

Ich weiß nicht, was ich zu ihrer Überzeugung sagen soll.

Sagt gar nichts.

Zeigt es ihr irgendwie.

Welch Freude, Euch zu sehen, meine Liebe.

Ich fühle mich hervorragend.

Wie eine neue Frau.

Ihr wolltet mich sehen, Euer Majestät?

Ja, ich habe den Appetit einer ganzen Armee. Labt Euch mit mir.

Es wäre mir eine Freude.

Ich habe das Gefühl, ich hätte die Vergnügen Versailles versäumt.

Heute werde ich Wein trinken. Viel, viel Wein.

Wenn Ihre Majestät das wünschen.

Zuerst wünschen Ihre Majestät zu baden.

In parfümierten Rosenblättern.

Meine Liebe.

Was um Himmels willen tut Ihr da?

Ich amüsiere mich.

Dieser Facette des Lebens habe ich zu lange getrotzt.

Würdet Ihr mit mir im Wald ausreiten?

Die Entscheidung sollte dem Arzt obliegen.

Würdet Ihr mit mir ausreiten?

Berührt mich noch einmal, und ich sage es Mutter.

Sie ruft nach mir.

Hört Ihr sie nicht?

Ich komme zu Euch.

Ich schließe Euch in die Arme, oh himmlischer Engel.

-Ihr müsst ruhen... -Lass mich los, räudiger Hund!

Ich bin nicht Eure Gefangene!

Ich höre Euch flüstern.

Ich sehe Euer spöttisches Lachen. Ich weiß, was Ihr tut.

Ihr fesselt mich, presst mir den Lebenssaft aus.

Was geschieht hier mit mir?

Was geschieht mit mir?

Was geschieht mit mir?

Was geschieht mit mir?

Was geschieht mit mir?

Was geschieht mit mir?

Sie ist vom Teufel besessen.

Weg!

Haltet ihre Beine.

Ich habe die Königin besucht.

Ich glaube, in sie ist in der Tat...

...ein dunkler Geist gefahren.

Sie ist krank.

Es ist ihr eigener Geist, der sie plagt.

Gift kommt nicht infrage?

Der Arzt hat die Möglichkeit verworfen.

Geht zu ihr, Majestät. Ihr Herz schmerzt.

Ich muss davon abraten.

Die einzige Behandlung bei derartigen Geistern...

...ist Exorzismus.

Nur die Macht Gottes...

...kann ihn vertreiben und ihre Seele retten.

Dies kann für das unglückliche Opfer traumatisch sein.

Aber es ist der einzige Weg.

Wisst Ihr, wer die Königin am Tag vor ihrer Krankheit gesehen hat?

Ich will den Namen jedes Bediensteten, der die letzte Woche bei ihr war.

Wir tappen im Dunkeln, Louvois.

Kann es denn wahr sein?

Unsere Königin ist von einem bösen Dämon besessen?

Ihr wisst so gut wie ich, dass es im Palast keinen frommeren Menschen gibt.

Warum seid Ihr so besorgt?

Wir sind alle besorgt.

-Ihr habt mich erschreckt. -Vielleicht war das meine Absicht.

Wann habt Ihr die Königin zuletzt gesehen?

Ich war eben bei ihr. Die arme Seele leidet ganz fürchterlich.

Und vor ihrer Krankheit?

Ich traf sie im Salon.

Warum?

Ihre Kammerfrau sagte, Ihr wart am Vorabend in der Nähe ihrer Gemächer.

Ja.

Gewiss. Das war mir entfallen.

Was wolltet Ihr da?

Sie hat mich gesucht.

Ich verirre mich hier ständig.

-Die Duchesse kam mir zu Hilfe. -Ja.

Ich geleitete die Prinzessin in ihr Gemach und legte mich schlafen.

Allein.

Verärgerung kleidet Euch nicht, Duchesse.

Wollt Ihr es mir nicht erzählen?

-Ich weiß nicht, wovon Ihr sprecht. -Was wolltet ihr bei ihren Gemächern?

-Ich wollte nur mit ihr reden. -Warum musste ich für Euch lügen?

-Ihr kamt gerade recht. -Ich glaube Euch nicht.

Ich sage es Monsieur Marchal.

Ihr tut, was ich Euch sage.

-Ihr ängstigt mich nicht. -Ich vielleicht nicht, aber Leopold.

Ihr arbeitet für meinen Onkel?

Wo ist der König?

Wo ist der König?

Seine Hände sind die Klauen einer feigen Bestie!

Seine Zunge ist eine giftige Schlange!

Seine Hände sind die Klauen einer feigen Bestie!

Seine Augen sind der Höllenschlund,

in dem alle Sterblichen verenden!

Dort wanken sie durch das Fegefeuer!

Bis in alle Ewigkeit!

Sie leidet fürchterlich, Majestät.

Ihr müsst zu ihr. Sie braucht Euch.

Was kann ich für sie tun?

Zeigt ihr Eure Frömmigkeit.

Was habt Ihr mit mir gemacht?

Ich flehe Euch an!

Bindet mich los.

Geht.

Ihr belügt mich nur.

Mein Körper brennt.

Ich flehe Euch an.

Verschafft mir Frieden.

Bleibt ruhig.

Friede sei mit Euch.

Kommt zu mir zurück.

Ich danke Euch.

Der König...

...hat den Dämon ausgetrieben.

Es ist ein Wunder.

Die Königin ist immer noch schwer erkrankt.

Doch ihre Seele wurde gerettet.

Der König hat ein Wunder vollbracht.

Welch wunderbare Neuigkeiten.

Man sagt, er hätte sie mit bloßen Händen gerettet.

Ich sah es mit eigenen Augen.

Unser Herr ist in ihm.

Wundervoll.

Vielleicht wäre jetzt der passende Moment, ihm ein kleines Anliegen vorzutragen.

Wisst Ihr, ich habe mir Gedanken gemacht über die Regelung zu den Protestanten.

Wir sind uns einig, dass die Idee gut ist.

Dennoch hatte ich gehofft,

Seine Majestät würde Einzelnen gegenüber Nachsicht zeigen.

Nehmen wir die Duchesse d'Angers.

Ihr Neffe sieht in eine strahlende Zukunft mit gefärbtem Glas.

Gut möglich.

Als Katholik.

Ich betete darum, es wäre Euch eine Herzensangelegenheit...

...einer alten Freundin zu helfen.

Im Übrigen...

...sind Eure Dienste als Zeremonienmeister nicht länger vonnöten.

Aber...

Der König hat mich ernannt.

Der König vertraut meinem Urteil uneingeschränkt.

Seine Majestät können zufrieden sein.

So viele namhafte Protestanten wurden erleuchtet.

Ich preise Euch für Eure Weisheit... und Eure Demut.

Willkommen zurück in der einzig wahren Kirche.

Ich weiß, wer Ihr seid.

Ritter von Damaskus.

Wer... ist der Mann mit der eisernen Maske?

Der König wurde nicht...

...von Gottes Gnaden erwählt.

Ich kann Euer Gesicht nicht sehen.

Mehr Kerzen.

Es ist helllichter Tag, meine Königin.

Dann soll es geschehen.

Werdet Ihr an meiner Seite sein?

Ich bin bei Euch.

Ich dachte, ich würde mich fürchten.

Doch jetzt, wo die Dunkelheit kommt, ist dem nicht so.

Ich weiß bestimmt, dass Gott mich in die Arme schließt.

Ich bewundere Eure Stärke.

Mein Glaube wurde schon oft geprüft.

Der Eure währt immer.

Ich habe Euch nie glücklich gemacht.

Dazu ist unser Leben nicht bestimmt.

Das bedeutet nicht, dass ich Euch nicht liebe.

Ihr bedauert nichts?

Nur eine Sache.

Ich wünschte, ich könnte noch einmal die Sonne über Madrid aufgehen sehen.

Die Wärme der Heimat in meinem Gesicht spüren.

Könnt Ihr mir jemals vergeben?

Diese Frage sollte ich Euch stellen.

Gewiss vergebe ich Euch.

Wir sind alle Sünder.

Wir wählen dieses Leben nicht, wir machen das Beste daraus.

Ihr seid ein Mann wie jeder andere.

Erinnert Ihr Euch an unser erstes Treffen?

Gewiss.

Ihr habt gelächelt.

Ich hatte furchtbare Angst.

All diese Blicke aus kalten Augen.

Meine Hände zitterten. Ich dachte, ich müsste sterben.

Doch Ihr habt gelächelt.

Nur ein wenig.

Da wusste ich, Ihr seid ein guter Mann.

Ihr solltet öfter lächeln, mein lieber Louis.

Wie kann ich Euch danken?

Beten wir wie aus einem Herzen.

Nur für einen Augenblick.

Erinnert Euch an Euer Herz.

Ich bitte nur um eins, oh Herr.

Für meine Gemahlin.

Ich flehe Dich an, ihr Frieden zu geben.

Euer Majestät, die Königin...

Untertitel von: Susann Fahle-Christensen

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