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Was soll denn der Bela denken?
Der kann ja gar nicht mehr denken.
Der hat literweise den neuen Wein probiert.
Los, Bela, beeil dich.
Die Frau Doktor muss jeden Moment kommen.
Immer mit der Ruhe.
Hallo, heute Abend tanzen wir beide zusammen.
Bela, du h�ttest nicht so viel trinken sollen.
Im Gegenteil, ich habe zu wenig getrunken.
Mir fehlen noch die richtige walala...
Beim 1. Liter Wein gehts immer nach links.
Beim 2. Nach rechts.
Beim 3. Gehts in die H�h, der fehlt mir noch.
Bleib doch hier, Bela.
Hol meine Koffer.
Jawohl.
Und du? Was stehst du hier rum?
Helf ihm schon.
Danke sch�n.
Ilona, das bringst du Stephan mit.
Er wird sich sicher sehr freuen.
Vielen Dank, Tante Margret.
Schade, dass du schon weg musst.
Aber ich verstehe, ich war als junge Frau auch so verliebt.
Dabei war mein Mann nicht ein solcher Kerl wie dein Stephan.
Ihr seid doch beide sehr gl�cklich, nicht wahr?
Ja.
Wie dumm von mir, so etwas zu fragen.
Mit einem Mann wie Stephan muss man ja gl�cklich sein.
Ich hab es immer gewusst, aus dem wird noch mal was werden.
So gro� war er, nicht zu b�ndigen.
Das hat er von seiner Tante.
Und diese Kirschen hat er als kleiner Junge immer gemocht.
Des Nachts ist der kleine Gauner...
Ich wei�, das hast du mir schon so oft erz�hlt.
Immer hier auf diesen Baum geklettert.
Den Koffer besser verstauen. Nein, nicht so.
So ist richtig. Der macht mich ganz nerv�s.
Wovon haben wir denn gesprochen? Ach ja, von Stephan.
Wie er von seiner Forschungsreise wiederkam, braun wie ein Indianer.
Ist er immer noch so braun gebrannt?
Nein, so lange h�lt die Farbe doch nicht.
Wie die Zeit vergeht.
Richtig, heute bist du ja schon ein Jahr verheiratet.
Ja, deshalb muss ich heute Abend bei Stephan in Budapest sein.
Ich muss mich jetzt beeilen.
Bela.
Ilona, gr�� meinen Stephan sch�n von mir.
Wenn ihr von eurer Reise nach Norwegen zur�ck seid,
m�sst ihr mal zu mir kommen. Aber gern.
Ich kann nicht mit Bela fahren, der ist ja v�llig betrunken.
Sei unbesorgt, er f�hrt schon bei mir seit 15 Jahren.
Wenn er betrunken ist, f�hrt er am allerbesten.
Los, Bela.
Auf Wiedersehen.
Auf Wiedersehen.
Musik.
Fahren Sie doch links.
Sie fahren doch auch rechts, wieso soll ich dann links fahren?
Weil ich �berholen will.
Warum wollen Sie denn �berholen?
Weil ich es eilig habe, du Idiot.
Die gn�dige Frau hat es auch eilig.
Aber gn�dige Frau, wie k�nnen Sie mit einem Kutscher fahren,
der vollkommen betrunken ist?
Ich, vollkommen betrunken?
Ich habe keine Zeit f�r dumme Witze.
Ich muss den letzten Zug nach Hause bekommen.
Sie wollen bestimmt nach Budapest. Wieso bestimmt?
Eine so sch�ne und elegante Frau kann nur nach Budapest geh�ren.
Ich mach Ihnen einen Vorschlag: Darf ich Sie zur Bahn bringen?
Vielen Dank, aber ich glaube,
meine 2 Pferde sind zuverl�ssiger als Ihre 50.
Nein, nein, 150.
Man soll ja nicht prophezeien, aber ich habe das Gef�hl,
dass Sie ohne mich den Zug vers�umen.
Ihre Gef�hle interessieren mich nicht.
Die d�rfen Sie auch nicht interessieren.
Sie reisen inkognito.
Wieso inkognito?
Wegen der scheu�lichen Sonnenbrille.
Wollen Sie das Ding nicht einmal abnehmen?
Adieu.
Nein, nicht adieu.
Auf Wiedersehen, gn�dige Frau.
Hallo, wann f�hrt der letzte Zug nach Budapest?
Bitte sch�n, in 10 min.
Und wann lassen Sie die Schranke herunter?
Bitte sch�n, in 7 min.
Dann ist es zu sp�t.
Bitte sch�n, wieso zu sp�t?
Wissen Sie, ich bin vom Rundfunk.
Wir fahren aufs Land und machen Reportagen.
Nun m�chte der ungarische Rundfunk auch was �ber Bahnw�rter machen.
- Richtig im Radio? - Ja.
Dass es ganz Ungarn h�rt? Die ganze Welt.
Ich m�chte Sie bitten, ein paar Worte ins Mikrofon zu sprechen.
- Ich pers�nlich? - Ja.
Bitte sch�n, und da behauptet meine Frau immer, hier sei nichts los.
Halt, erst m�ssen Sie noch die Schranke herunterlassen.
Das hat doch noch 6 min Zeit.
Nein, die Sendung muss Punkt 7 beginnen.
Dann ist es allerdings h�chste Zeit.
Aber die Schranke...
Auf der Stra�e ist doch nichts los, das spielt doch keine Rolle.
Da haben Sie recht, bitte sch�n.
So ungef�hr wird ja wohl ein Mikrofon aussehen.
Ich sage sofort meiner Frau Bescheid.
Wer h�tte das gedacht, dass ich einmal pers�nlich im Rundfunk...
Ich komme gleich nach, ich mache nur die Leitung fertig.
Bitte sehr, meine Frau kommt gleich. Fangen Sie ruhig an.
Hallo?
Hallo, hallo, hier ist der ungarische Rundfunk.
Liebe H�rer und H�rerinnen, wir sind zur Abwechslung aufs Land gefahren.
Wir werden Ihnen diesmal einen H�rbericht
aus dem Leben eines ungarischen Bahnw�rters �bermitteln.
Neben mir steht Herr...
Yrem.
Herr Yrem und seine Gattin.
Er wird Ihnen Einzelheiten aus seinem Leben berichten.
Lachen.
Sie h�rten soeben das freudige Lachen des Herrn Yrem.
Er wird jetzt mit seinem Bericht beginnen.
Hier ist Herr Yrem.
- Brr. - Sehen Sie, doch zu sp�t.
Moment, gn�dige Frau, die Schranke wird gleich wieder aufgemacht.
Hoffentlich bald.
Erz�hlen Sie doch was aus Ihrem Privatleben.
Was essen Sie am liebsten? Gef�llte Paprika.
Nein, Paprika-Huhn.
Und was treiben Sie in Ihrer Freizeit?
(Kinder schreien)
1, 2, 3, 4, 5, 6 wundersch�ne Kinder.
- 7. - Das eine ist unterwegs.
Wie bitte?
Ach, 7 Kinder, eine stattliche Zahl.
Da werden Sie sicher von Ihren Kollegen beneidet.
Wenn hier nicht aufgemacht wird, verpass ich meinen Zug.
Moment, ich werde mal nach dem Bahnw�rter sehen.
Wer wei�, wo der wieder steckt.
(Kinder singen)
Bom, bom, bom.
Glockenl�uten.
Mach die Schranke auf, ich hab keine Zeit.
Wollen Sie noch ein 2. Lied h�ren?
Das wird Ihnen viel besser gefallen.
Wie war das noch?
Bela, kann ich denn am Bahnhof ein Auto mieten?
Das wei� ich nicht. Hopp.
Gibt es hier am Bahnhof einen Mietwagen?
- Nat�rlich. - Kommen Sie her.
Dr�ben steht ein Alter, der hat einen wunderbaren Bass.
Los, Bela, los, los.
Nein, gn�dige Frau, wir haben hier nur einen Mietwagen.
Und der ist nicht da.
Kommt denn der Chauffeur nicht bald?
Das glaub ich kaum.
Da war jemand, der hat den weggeschickt.
Obwohl er selbst einen riesen Wagen hatte.
Einen gro�en dunklen?
Wie der gestrichen war, wei� ich nicht mehr.
Ich meine den Herrn. Der war auch gro� und dunkel.
So was Komisches, hat selbst einen Wagen
und schickt den alten Karren nach Kartakeszi-Hundekuchen.
Wir haben ihm gesagt, es gibt hier auch Hundekuchen,
aber er meint, in Kartakeszi sind sie besonders braun und knusprig.
Gn�dige Frau, Sie haben einen Mietwagen nach Budapest gew�nscht?
Ja. - Bitte, mein Wagen steht zu Ihrer Verf�gung.
Was verlangen Sie von mir? Den �blichen Preis.
Ich bef�rchte, Sie erwarten zu viel,
besonders, da es sich um eine n�chtliche Fahrt handelt.
Ich bin nicht unbescheiden, gn�dige Frau.
Bitte steigen Sie ein, gn�dige Frau.
Frohe Fahrt, Frau Doktor.
Das ist aber beinah zu viel.
Daf�r, dass ich mit Ihnen nicht verungl�ckt bin,
ist es beinah zu wenig.
10 Peng�, macht 20 l Wein.
Na, Bela, kommst du mit? Kommt gar nicht in Frage.
Hallo, komm doch mit.
Wollen Sie in Kartakeszi halten? In Kartakeszi?
Ja, ich m�chte meinem Hund 2 Pakete Hundefutter kaufen.
Aber nur in Kartakeszi, da sind sie besonders braun und knusprig.
Das hat sich ja schon herumgesprochen.
Kein Wunder, als Chauffeur lernt man doch andauernd neue Leute kennen.
Ja, die man aber ebenso schnell wieder vergisst.
Man beh�lt nur au�ergew�hnliche Gesichter, z.B. das ihrige.
Haben wir uns heute schon mal gesehen?
Ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen.
Das kommt durch Ihre Sonnenbrille. Blende ich Sie noch?
Wollen Sie das Ding nicht abnehmen? Wenn es Sie beruhigt, gerne.
Fahren Sie �fters diese Strecke?
Lange nicht mehr, ich war �ber ein Jahr im Ausland.
Als Rundfunkreporter?
Nein, in meinem Beruf als Flieger.
Ich hei�e Vary.
- Ach, Sie sind... - Mhm.
Ich habe oft von Ihnen in den Zeitungen gelesen.
Sie haben doch irgendeinen Preis gewonnen in Paris? Richtig.
Sind Sie schon mal abgest�rzt?
Schon 2 Mal. 1 Mal war ich sogar schon tot.
Wie bitte?
Die Zeitungen haben geschrieben, ich w�r tot.
Sie k�nnen sich nicht vorstellen,
mit welchem Genuss ich die Nachricht im Krankenhaus gelesen habe.
Mich br�chten keine 10 Pferde in ein Flugzeug.
Vielleicht kein Pferd, aber vielleicht ein Mann.
Na ja, die meisten Frauen sind ja �ngstlich.
Nicht �ngstlicher als M�nner.
Ich k�nnte Ihnen mit einem Satz das Gegenteil beweisen.
Haben Sie schon mal geh�rt,
dass ein Mann nachts in sein Schlafzimmer kommt, Licht ansteckt
und nachsieht, ob eine Frau unter seinem Bett liegt?
Ich spiele nicht gern mit meinem Leben. Aber Sie spielen zu hoch.
Ich bin kein Spie�b�rger, der sein Leben berechnet.
Wir haben den Preis f�r die Fahrt immer noch nicht ausgemacht.
Soll ich Ihnen ehrlich sagen, was ich mir vorgestellt habe?
Ich bin eine tugendhafte Frau.
Was kann eine tugendhafte Frau wie Sie schon erschrecken?
Sie sind so sicher, so selbstbewusst.
Sie haben einen ungemein scharfen Blick f�r Frauen.
Routine?
- Begabung. - Ah.
Hupen.
Kartakeszi...
Musik.
Gn�dige Frau, wollen wir nicht das Weinfest mitfeiern?
Das kann ich leider nicht. Ich muss nach Budapest.
Bittesch�n, wie Sie befehlen.
Der kostet aber.
Knallen des Motors.
Verzeihen Sie, mit dem Wagen ist wieder etwas nicht in Ordnung.
Entweder liegt es an den Ventilen oder am Vergaser.
Es ist zu �rgerlich.
Meine 2 Pferde sind zuverl�ssiger als Ihre 150.
Leider haben Sie recht.
Hier ist eine Tankstelle mit Reparaturwerkst�tte.
Hupen.
Hallo.
Es ist erstaunlich, wie gut es das Schicksal mit Ihnen meint.
Jetzt kommen Sie doch noch zu Ihrem Glas Wein.
Gl�ck muss man haben, wenn man Pech hat.
Mit dem Wagen ist etwas nicht in Ordnung.
Kann aber auch am Verteiler liegen.
Und das Hinterrad ist auch nicht in Ordnung.
Hier hast du 10 Peng�, und lass die H�nde weg von meinem Wagen.
- Verstanden? - Ja, ja, ja.
In sp�testens 15 min muss der Wagen fertig sein.
Sollen wir nicht in der Zwischenzeit ein bisschen aufs Weinfest gehen?
Aber nur 15 min.
Musik und anschlie�end Applaus.
Na, was ist mit dem Wagen?
Hier ist der Auftrag.
Das war bestimmt ein Verr�ckter.
Der wollte, dass ich gar nicht seinen Wagen anfasse.
Das ist kein Verr�ckter, im Gegenteil,
der ist ein ganz schlauer Kerl.
Der hat dir n�mlich gleich angesehen,
dass du von dem Wagen �berhaupt keine Ahnung hast.
Lass doch. Weg da.
- Bitte sch�n. - Danke.
Wirklich nur 15 min? Ich hoffe, ja.
Sie hatten es doch auch eilig?
- Wer? Ich? - Mhm.
Wenigstens, als Sie meine Kutsche beschimpften.
Da hatte ich es auch eilig, aber als ich Sie kennenlernte...
Bitte sprechen Sie nicht weiter.
Warum?
Weil ich Ihren Satz beenden kann.
Ich habe ihn schon so oft geh�rt,
und Sie haben ihn schon so oft gesagt.
Warum soll ich Sie entt�uschen?
Weil unsere Bekanntschaft auf so originelle Weise anfing.
Mit einem Wirbel von Schwindel,
dass eine Steigerung kaum mehr m�glich ist.
Jetzt habe ich es doch nicht mehr n�tig zu schwindeln.
M�nner beginnen immer einen Flirt mit einem entz�ckenden Schwindel
und beenden ihn mit einem langweiligen Gest�ndnis.
Wenn ich Ihnen aber ausnahmsweise...
Jeder Mann glaubt, er sei eine Ausnahme.
Und was glaubt eine Frau?
Sie bef�rchtet, dass sie eine Wiederholung ist.
Klingt es sehr banal, wenn ich sage, dass ich vom 1. Augenblick...
Ach, das klingt so...
Nein, nein... Huch...
Was machen Sie denn in Budapest?
Faulenzen, in der Sonne liegen, in die Wolken starren,
h�ren, wie das Wasser an meinem Hausboot vorbeirauscht.
Ach, Sie haben ein Hausboot? Auf der Donau?
Mhm, sehen Sie hier, hier ist das W�ldchen.
Hier macht die Donau einen Knick, da ist der Zugang zum Garten,
und hier ist das Haus.
Uhrallee 4.
Und so sieht das Boot ungef�hr aus.
Das m�ssen Sie sich einmal ansehen.
Ich hoffe ja, dass dieser Abend erst ein Anfang ist.
Haben Sie schon einmal an der Donau gesessen
und gesehen, wie die Lichter der Stadt im Wasser verschwimmen,
und man nicht wei�, woran es liegt?
Es liegt am Vergaser.
Menschenskind, bauen Sie das sofort wieder ein.
Ich komme gleich nach.
Wenn Sie es besser verstehen, bitte.
Der Trick mit der Rundfunkreportage ist Ihnen besser gelungen.
Ich werde den Wagen selbst in Ordnung bringen.
H�ren Sie, ein altes Volkslied, das hab ich sehr gern.
Ich kenn es auch, es ist sehr sch�n.
"I"? Darf ich raten? - Mhm.
- Ilona? - Mhm.
Sie sprechen den Namen so sonderbar aus, ganz weich und gedehnt.
Ganz anders als ich ihn bisher geh�rt habe.
Ilona...
Jetzt bringen Sie aber den Wagen in Ordnung, ja?
In sp�testens 10 min. Wird der Wagen fertig sein.
Du hast recht gehabt, das ist doch ein Verr�ckter.
Ihn kaputt zu machen,
ist anscheinend doch schwieriger als ihn zu reparieren.
Legen Sie den Deckel wieder darauf.
Herr Baron, ich bringe den Hundekuchen.
Sie bekommen noch 4,50 Peng� zur�ck.
Die k�nnen Sie behalten.
Geben Sie die Pakete her, und dann fahren Sie.
Los, die Haube, schnell.
Gesang
Von der Puszta will ich tr�umen, bei Zigeunermusik.
Sehnsucht f�hl ich im Geheimen, denn dort wartet mein Gl�ck.
Wo der braune Chicco singt, wo vor Glut mein Herz zerspringt.
Von der Puszta will ich tr�umen, wenn der Cardaz erklingt.
Ungarland, Ungarland, ich hab dir mein Herz verschrieben.
Ich bin dein, Donaustrand, Donaustrand.
Ich will dich heut und ewig lieben, dich allein.
Von der Puszta will ich tr�umen, bei Zigeunermusik.
Sehnsucht f�hl ich im Geheimen, denn dort wartet mein Gl�ck.
Wo der braune Chicco singt, wo vor Glut mein Herz zerspringt.
Von der Puszta will ich tr�umen, wenn der Cardaz erklingt.
Wo der braune Chicco singt, wo vor Glut mein Herz zerspringt.
Von der Puszta will ich tr�umen, wenn der Cardaz erklingt.
Ei, meine Hundekuchen... He, he.
Hier die Rechnung, bitte 16 Peng� 50.
16? Mehr nicht? Hier haben Sie 20.
Oh, danke.
Ach, ist der s��.
Komm mal her.
Soll Frauchen dich mitnehmen?
Nein, nein. Du musst dableiben.
Schade, Frauchen h�tte dich so gerne mitgenommen.
Das geht unter keinen Umst�nden, ich m�chte mit Frauchen allein sein.
Wir m�ssen uns jetzt wirklich beeilen.
Ich muss schnell nach Hause.
Sie werden p�nktlich in Budapest sein, gn�dige Frau.
Halten Sie bitte.
Ich wohne n�mlich hier.
Hier? Das ist doch der Engelsweg, wenn ich nicht irre?
Ja, richtig.
Gro�artig, da dr�ben wohnt n�mlich ein Freund von mir.
Jetzt bringen Sie mir meine Sachen, ja?
Und fahren Sie schnell ab.
Es muss ja nicht die ganze Stadt wissen,
dass Sie mich nach Hause gebracht haben.
Werde ich Sie wiedersehen? Vielleicht.
Wann? - �bermorgen.
- Wo? - In Norwegen.
Nein, im Ernst.
Ich sag es ja im Ernst, ich fahr morgen Abend nach Norwegen.
Dann werde ich Sie morgen fr�h begr��en.
Nein, das werden Sie nicht. Doch.
Machen Sie keine Dummheiten.
Trotzdem werde ich Sie morgen begr��en, Sie werden sehen.
Das geht nicht, ich bin n�mlich verheiratet.
Kann Ihr Mann unangenehm werden?
Unangenehm? Der wird rabiat.
- Schie�t er? - Trifft sogar.
- Wohnen Sie hier? - Ja.
Nein, vielen Dank, Sie brauchen mir nicht zu helfen.
Fahren Sie jetzt bitte ab.
Auf Wiedersehen.
Bis morgen.
20, 21...
22, 23...
24, 25...
26, 27, 28, guten Abend, Stephan, immer noch flei�ig?
Ilona, das ist aber eine �berraschung.
Du bist schon zur�ck.
Was macht denn die Tante Margit?
Viele Gr��e soll ich dir von ihr ausrichten.
Du, ich hab mich schrecklich beeilen m�ssen,
und ich hab ein ganz sonderbares Abenteuer gehabt, nur deinetwegen,
nur um p�nktlich zu Hause zu sein.
Entschuldige, ich muss mir was notieren.
Du hast dich beeilen m�ssen?
Du h�ttest doch ruhig noch bleiben k�nnen.
Aber Stephan, ich wollte doch nach Hause.
Ich habe eine sehr interessante Entdeckung gemacht.
Ich habe reinem S��wasser 0,003 Meersalzl�sung hinzugef�gt,
und schon beginnt der Pterophyllum scalare mit seinem Liebesspiel.
Ich habe damit bewiesen,
dass sich der Vorgang im Brackwasser abspielt.
Und nicht, wie die Norweger immer wieder behaupten, im Meerwasser.
Ist das interessant?
Kannst du nicht aufh�ren mit dieser langweiligen Arbeit?
Die werden staunen, die Norweger, wenn ich ihnen das sage.
Was hast du bitte gesagt?
Stephan, wei�t du nicht, was heute f�r ein wichtiger Tag ist?
Heute?
Ja, nat�rlich wei� ich das.
Das ist aber lieb, dass du mich dran erinnerst.
Sonst h�ttest du den Tag vergessen, ne?
Aber nat�rlich nicht.
Heute ist Sonntag, Sonntag der 16.
Da muss ich im Aquarium 17 die Temperatur um 2� erh�hen.
Ja, ja, Stephan, du musst die Temperatur erh�hen.
Hier habe ich dir �brigens etwas von Tante Margit mitgebracht.
Was ist denn das? Das sind ja Kirschen, Sauerkirschen.
Die hab ich immer als kleiner Bub geklaut.
Da bin ich in der Nacht durchs Fenster hinausgekrochen und...
Ja, ja, ohne Leiter hinauf auf den Baum...
Ich war �berhaupt ein ganz toller Kerl.
Immer zu Streichen aufgelegt, immer unternehmungslustig.
Kaum zu glauben.
Warum? Bin ich heute noch.
Ich hab ganz gro�e Rosinen im Kopf.
Ja, ich wei�. Norwegen.
Norwegen? Da m�ssen wir gar nicht hin.
Nicht?
Ja, wozu denn? Ich hab doch die Streitfrage soeben gel�st.
Ja, freu dich doch.
Da kann ich endlich mein Buch �ber S��wasserfische beenden.
Jetzt muss ich mal nachsehen, ob die Temperatur auch steigt.
Stephan, ich...
ich glaub, ich st�re dich doch nur.
Gute Nacht, Stephan.
Du, Ilona, ich... Weg ist sie.
Ich h�tte beinah dieses wichtige Datum vergessen.
Dabei stehts ja hier gro� und breit: Temperatur um 2� erh�hen.
Ach so.
Oh.
Ach, du bist es, Stephan.
Ich tr�umte, es k�m ein Mann in mein Zimmer.
Ich hab mir scheu�lich wehgetan.
Hast du denn die M�bel umstellen lassen?
Die stehen doch schon seit 3 Wochen so.
Ilona, ich bin der gl�cklichste Mensch auf der Welt.
Ich h�tte nie gedacht, dass ein Brief solche Freude bereiten kann.
Hat dir das Briefchen so viel Freude gemacht?
Briefchen ist nicht der richtige Ausdruck.
Pass auf, was hier steht:
Angenehme Mitteilung zu machen,
dass Ihre Ernennung zum Professor kurz bevorsteht.
Ist das alles?
Aber Ilona, stell dir doch vor, was das bedeutet, auch f�r dich.
Du wirst Frau Professor.
Ich muss den Brief sofort beantworten.
Na, was w�rden Sie sagen, wenn ich in ein paar Tagen Professor werde?
Dann w�rde ich sagen, bitte Herr Professor,
k�nnte ich mehr Lohn bekommen?
Das ist alles?
Bitte, Herr Professor.
Also, sch�men Sie sich.
Sie sind eine ganz krasse Materialistin.
Diese Nachricht heute Morgen hat sich direkt auf meinen Magen gelegt.
Wenn man sich sehr �ber etwas freut, hat man �berhaupt keinen Hunger.
Ist ja gr�sslich, dieser L�rm.
Wahnsinnig, wie der fliegt, wie ein Verr�ckter.
Der ist ja auch verr�ckt.
Originelle Begr��ung.
Er will mir nur zeigen, dass er wieder in Budapest ist.
- Wem? Dir? - Ja, wem denn sonst?
Das ist doch Tibor.
Tibor?
Du wei�t doch? Gar nichts wei� ich.
Tibor, mein bester Freund.
Du, sag mal, wie hei�t er denn mit Nachnamen?
Vary. Tibor Vary.
Dieser Tibor scheint wirklich toll zu sein.
Der hats ja noch viel �rger getrieben auf der Uni als ich.
Ist er eigentlich verheiratet?
Tibor und verheiratet? Nein.
Er kennt doch sicher Frauen genug.
Und ob, und was der f�r Gl�ck bei Frauen hat.
Fr�her hat er die Frauen eingeladen,
um ihnen seine ber�hmte Sammlung an Perserteppichen zu zeigen.
Aber das zieht heute nicht mehr,
drum hat er sich jetzt ein Hausboot angeschafft.
Ja und?
Das ist eine gro�artige Idee, so ein Hausboot.
Da kann man schwimmen, Sonnenb�der nehmen,
oder eine Mondscheinnacht.
Muss doch romantisch sein.
Auf so was fliegen doch die Frauen.
Aber er macht sich gar nichts aus ihnen, sind ihm alle wurscht.
Oder er ihnen.
Guten Morgen, Ilona. Guten Morgen, Herr Doktor.
Guten Morgen, Fr�ulein Lisi.
St�r ich?
Schlie�lich muss man sich um seine Cousine k�mmern.
Bis man zu euch hier rauskommt, schrecklich.
Im Omnibus hab ich ein Erlebnis gehabt...
es quetscht sich st�ndig ein Mann an mich.
Ich schau ihn an, er schaut mich an und schaut immer an mir so herunter.
Bin ich sehr dekolletiert? Ich finde gar nicht.
Kann ich ein Schluck Tee haben? Ja, bitte.
Wollen Sie nicht Platz nehmen, Fr�ulein Lisi?
Nat�rlich.
Ich habe eine kleine �berraschung f�r dich, Ilona.
Habe ich selber entworfen.
Als Modezeichnerin hat man leider sehr viel Zeit.
Man hats schwer, sich als Anf�ngerin durchzusetzen.
Manche versuchens mit Protektion.
Da f�llt mir wieder der Mann im Omnibus ein, so was Komisches.
Verzeihung, ein kleiner Fleck.
Was sagst du zu der Zeichnung?
Wei�t du, wer das tr�gt? Die K�nigin von England.
Oben die kleinen R�schchen, die sind von mir.
Sehr h�bsch, sehr originell, Lisi.
Ist das Dekollete nicht herrlich? Du kannst doch so was tragen.
Aber Lisi, ich will dich nicht...
F�r dich tu ich doch alles.
Wenn du willst, n�h ich es auch.
Also, was Sie alles k�nnen.
Lisi, willst du dich nicht hinsetzen?
Ich muss mich anziehen, sei mir nicht b�se.
Aber nicht im geringsten, ich will doch niemandem hier im Weg sein.
Vor allen Dingen Ihnen nicht...
Absolut nicht, nein.
�brigens hab ich Ihnen auch eine Kleinigkeit mitgebracht.
Mir? Da bin ich ja neugierig.
Haben Sie das gemacht?
Ist ja wunderbar.
Eine Chlorohydra viridissima, sehr sch�n, Aspius rapax.
- Sie sind ja ein Talent. - Ja.
Tilla, hier, nehmen Sie dieses Buch.
Danke sch�n.
Nein, Sie sollen es verbrennen.
Ich will es nicht mehr sehen.
Ihr Wissen versetzt mich in Erstaunen.
Woher wissen Sie, dass das eine Chlorohydra viridissima ist, hm?
Ein gebildeter Mensch muss doch die heimische S��wasser-Hydra kennen.
Der Ansicht bin ich auch.
Eine Frage, was verdienen Sie im Monat?
Das ist ganz verschieden, gleich bleibt nur, dass es immer wenig ist.
- Wie viel? - Z.B. 150 im Monat.
150 nur?
Ich mach Ihnen einen Vorschlag,
w�ren Sie bereit mein Buch zu illustrieren,
wenn ich Ihnen monatlich 200 Peng� zahle?
Ja, abgemacht.
Ich werd ihn gleich runterrufen. Ja.
Also, das wird Ihr Arbeitsplatz sein.
Bitte tragen Sie das hin�ber.
Warten Sie einen Moment, essen Sie gern Pralines?
Ein armes M�dchen wie ich sollte sich nicht an S��igkeiten gew�hnen.
Herr Doktor...
Wie oft soll ich Ihnen sagen, dass ich nicht gest�rt werden will?
Aber es ist doch Herr Vary.
Herr Vary? Oh.
Der Herr Doktor kommt gleich.
Ich h�re doch Pferdegetrappel.
Das kann nur Old Shatterhands Mustang sein.
Ob das Bleichgesicht wieder in meinen Jagdgr�nden weilet?
Old Shatterhand, gro�es Bleichgesicht,
ich hei�e dich willkommen.
Winnetou, gro�er H�uptling der Apachen,
ich bin gekommen, um reiche Beute mit dir zu teilen.
Au, du tust mir ja weh.
Wir sind schlie�lich nicht mehr auf dem Gymnasium.
Es ist einige Jahre her...
seit wir Trapper und Indianer spielten.
Servus Wie gehts dir denn? Danke, gut.
Du siehst fabelhaft aus, so braun.
�brigens hab ich schon den ganzen Tag auf dich gewartet.
Woher wei�t du denn, dass ich in Budapest bin?
Du alter Gauner, du fliegst da oben herum wie ein Verr�ckter.
Du hast gedacht, die galten dir?
Die galten einer sehr sch�nen Frau, die hier irgendwo gegen�ber wohnt.
Also Liebe auf den 1. Blick?
Allerdings, aber leider nur einseitig.
Das haben die Frauen fr�her von dir gesagt. Du wirst alt.
Eine fabelhafte Frau, die musst du kennen.
Das kann nur Frau Dr. Dietrich sein.
Der Mann von ihr ist ein stadtbekannter Idiot.
Wer ist ein stadtbekannter Idiot?
Ilona, schau wer da ist.
Der Verr�ckte von heute Morgen, der dort oben rumgeflogen ist.
Das ist Ilona, meine Frau.
Du bist verheiratet?
Da staunst du, was in einem Jahr alles passieren kann, was?
Sehr erfreut.
Warum hast du mir das nicht geschrieben?
Du kutschierst in der Weltgeschichte herum,
ohne deine Adresse zu hinterlassen.
Ich hab schon so viel Interessantes von Ihnen geh�rt.
Das Interessanteste noch nicht. Rate, in wen er sich verliebt hat.
Nein, Stephan, das kann ich wirklich nicht.
In Frau Dr. Dietrich.
Stephan, lass das doch.
Vor ihr brauchst du dich nicht genieren, sie ist doch meine Frau.
Die Begr��ung heute Morgen war also nicht f�r Stephan bestimmt,
sondern f�r eine Frau, ja?
Diese Frau Dr. Dietrich.
Den Geschmack find ich eigentlich unverst�ndlich.
�ber Geschmack kann man ja streiten.
In diesem Falle nicht.
Tibor und ich haben eigentlich immer denselben Geschmack bewiesen.
Wei�t du noch, wo wir als Studenten in das selbe M�del verliebt waren?
Das war das einzige Mal, wo wir uns beinah verkrachten.
Wegen einer Frau haben wir beide uns noch nie verkracht.
Das finde ich aber sehr interessant.
Was ist? Wegen der Dietrich? Ach.
Ist das Ihr Wagen, der da drau�en steht?
Sehr h�bsch, mindestens 150 PS.
Ganz genau, gn�dige Frau.
Meine Frau versteht sehr viel von Autos, ich ja gar nicht.
Sie m�ssen mich entschuldigen, ich bin auf dem Golfplatz verabredet.
Richtig, der ganze Klub ist in Sie verliebt.
Kein Wunder.
Wenn du die Frau Professor Jahnke und vor allem Frau Rektor triffst,
bitte sei freundlich.
Du wei�t, die Damen von der Universit�t sind so empfindlich.
Und noch was, die Lippen, die Schminke abwischen.
Ich muss aber jetzt gehen, sonst komm ich zu sp�t.
Wenn Sie in Eile sind, ich will Sie gern mit meinem Auto hinbringen.
Das ist reizend, wie Sie um mich besorgt sind.
Glaubst du, es ist gef�hrlich, mit ihm zu fahren?
Wenn mich die Frau meines besten Freundes begleitet,
dann besteht keine Gefahr.
Das ist ja wunderbar, dann kann ich ja weiterarbeiten.
Aber abends musst du zu uns kommen.
Bedaure, kann ich nicht.
Wegen Frau Dietrich?
Vorsicht, der Mann soll rasend eifers�chtig sein.
Was lesen Sie denn da? Ein Kochrezept?
Viel sch�ner.
Zeigen Sie mal her.
�ber die Liebe, scheint ja ein tolles Buch zu sein.
Besonders diese Stelle hier: "Wie Liebende sich behandeln sollten".
Wo haben Sie das denn her?
Von Frau Dr. Paulus.
Ich sollte es verbrennen, aber daf�r ist es doch zu schade.
Wenn Frau Dr. Paulus gesagt hat, dass es verbrannt wird,
dann wird es eben verbrannt, nicht wahr?
Vielen Dank, dass Sie mich hierher gebracht haben.
Bitte.
Ich hab mich schon so an Ihren Wagen gew�hnt.
So schnell nehmen Sie eine Gewohnheit an?
Tag, Herr Vary.
Nein, danke. Ich fahre nach Hause.
Ich m�chte Sie nur nicht l�nger aufhalten.
Gestern haben Sie nur daran gedacht, mich aufzuhalten.
Gestern waren auch die Vorbedingungen andere.
Heute darf ich mich verabschieden.
Nein, das d�rfen Sie nicht.
Ich habe eine Bitte.
Statt zu faulenzen, spielen Sie jetzt Golf mit mir, ja?
Wie Sie befehlen.
Nicht verheiratet? Keine Freundin? Nein.
Ich bin eine gehorsame Gattin, nicht wahr?
Carlos, doch einstellen.
Sehen Sie.
Ah.
Frau Dr. Paulus.
Das ist wieder mal typisch.
Diesmal wird Sie sicher auch so tun, als ob Sie uns nicht sieht.
Wie Sie mit diesem Mann flirtet.
Guter Schlag.
Was ist denn eigentlich los mit Ihnen?
Gestern waren Sie so spr�hend und ungemein liebensw�rdig.
Da wusste ich nicht, dass Sie die Frau meines besten Freundes sind.
Aber ich wusste es.
Was?
Dass Sie der beste Freund meines Mannes sind.
Ich habe mich k�stlich �ber Sie am�siert.
Das h�tte ich nicht von Ihnen gedacht.
Das war nicht fair von Ihnen.
Waren Sie denn so fair?
Spielen Sie ruhig, ich wusste nicht, wer Sie waren.
W�ren Sie auch mit einem andern Mann gefahren?
Vielleicht, wenn er mich so dezent und geschickt
in seinen Wagen gelockt h�tte wie Sie.
Also mit dem Erstbesten, der Ihnen begegnet w�re.
Ich bin doch nicht mit dem Erstbesten gefahren,
sondern mit Ihnen.
Das ist komisch, Sie sind eifers�chtig auf sich selbst.
Nein, aber der Freund von Paulus ist entt�uscht,
dass die Frau von Paulus mit einem fremden Mann geflirtet hat.
Ich hab nicht mit Ihnen, sondern Sie haben mit mir geflirtet.
K�nnen Sie leugnen, dass Ihnen das Spa� gemacht hat?
Wo gehen Sie hin? - Ich muss die Professoren-Gattinnen begr��en.
Ich brauch nicht viel Zeit, um mich auch da unbeliebt zu machen.
Tag, meine Damen. St�r ich?
Aber nein, nicht im Geringsten.
Wir spielen ja blo� Bridge.
Wie gehts Ihnen, Frau Rektor? Sie sehen prachtvoll aus.
Mit Ihnen kann man nat�rlich nicht konkurrieren.
Wir ziehen uns nur mit sehr bescheidenen Mitteln an.
Ich zieh mich je nach dem Zweck an, den ich verfolge.
Wir verfolgen nur die Absicht, Bridge zu spielen.
Meine St�rken liegen auf anderen Gebieten.
Das haben wir vorhin schon festgestellt.
Sie schmeicheln mir, so gut spiel ich ja nun nicht Golf.
Hallo Tibor.
Du hier in Budapest?
Servus Trill, trittst du jetzt auch hier im Golfklub auf?
Wieso?
In dem Kost�m hab ich dich bestimmt schon auf der B�hne gesehen.
Bist immer noch der Alte, immer noch so ironisch.
Dabei verdien ich das gar nicht.
Wei�t du das Neueste? Ich hab wieder ein neues Angebot.
Wei�t du schon, dass sich die Mail�nder und Budapester Oper
um mich streiten?
Ja, da hab ich von geh�rt.
Die Mail�nder Oper will, dass du in Budapest singst,
und die Budapester wollen, dass du in Mailand singst.
Wer ist eigentlich diese bezaubernde Frau da dr�ben?
Diese entz�ckende Frau beobachtet mich schon die ganze Zeit.
Es gibt ja so wenig charmante Frauen.
Ach was.
Man ist schlie�lich ein bissel verw�hnt.
Aber ich glaube, diese Frau w�r das Richtige f�r mich.
Das glaube ich nicht.
Diese Dame ist n�mlich wirklich eine Dame,
und daher nicht das Richtige f�r dich.
Wirklich bezaubernd, Ihr Hut, ein fabelhaftes Modell.
Ich habe es in Paris gesehen vor 2 Jahren.
Auf Wiedersehen, meine Damen.
Ich habe mich selten so am�siert wie heute Nachmittag.
Wie w�rs mit einem kleinen Spielchen?
Es tut mir sehr leid, aber ich bin mit dieser Dame verabredet.
Ich will auch nicht weiter st�ren, aber vorstellen k�nntest du mich.
Darf ich Ihnen unseren bekannten Tenor, Herrn Trill, vorstellen?
Sie haben sicher schon von Herrn Trill geh�rt,
er ist ein bekannter Herzensbrecher.
Tibor ist ein charmanter Kerl, aber er �bertreibt immer.
Ja? �bertreiben Sie immer?
Diese Frage muss ich Ihrem Gef�hl �berlassen.
Sehr diplomatisch, dieser Tibor.
Man wei� nie, ob er scherzt oder ernst macht.
Da haben Sie recht, Herr Vary ist �u�erst diplomatisch.
Er ist wie dieser Achilles.
Er ist verwundbar, aber man kennt die Stelle nicht.
Bei Achilles war es die Ferse, bei dir...
Nicht verraten, die gn�dige Frau soll selbst dahinterkommen.
Das ist ein h�bsches Gesellschaftsspiel.
Wenn Frau Dr. Paulus Lust hat, kann sie es mit dir zu Ende spielen. Ich geh inzwischen meinen Wagen holen.
Bitte, Herr Trill, ein Autogramm f�r uns.
Das sind aber die letzten. Auch f�r Sie ein Autogramm?
Vielen Dank.
Ist das ein wunderbares Wetter heute.
Da kann ein anst�ndiger Mensch doch nur ins Gellertbad gehen.
Oder hinaus auf die Donau.
Die Donau ist doch nichts f�r Sie.
Ist doch viel zu gew�hnlich, dieser Fluss.
Sie m�ssen wirklich ins Gellertbad kommen.
Das ist viel eleganter, viel mond�ner.
Das passt besser zu Ihrem Stil. Sind Sie oft da? Dauernd.
Man ist dort telefonisch nicht zu erreichen.
So sehr sind Sie in Anspruch genommen?
Na und ob.
Man sucht Ruhe und Erholung, wenn man dauernd bel�stigt wird.
Es muss eine Qual sein, so beliebt zu sein.
Soeben kam eine Nachricht von meinem Manager, ich soll in Wien gastieren.
Man kann sich doch nicht zerrei�en.
(er singt)
Ich muss mich um die Sache k�mmern.
Dann aber gleich, Pflicht ist Pflicht.
Wie der Tibor immer den Nagel auf den Kopf trifft, bewundernswert.
Kannst du mich mit in die Stadt nehmen?
Aber nicht in dem Anzug.
Aber nat�rlich. Ich bin sofort wieder zur�ck.
K�ss die Hand, gn�dige Frau.
Kommen Sie, wir fahren.
Sie haben doch versprochen, ihn mitzunehmen.
Der braucht 2 h, bis er Toilette gemacht hat.
Aber Trill.
Sie d�rfen sich mit ihm nicht zeigen, das ist kompromittierend.
Aber mit Ihnen?
Das ist etwas ganz anderes, ich empfinde eine Art Verehrung f�r Sie.
Wie f�r die sixtinische Madonna.
Dann kann ich ja Ihre gestrige Einladung annehmen.
Was f�r eine Einladung?
Ich kann morgen auf Ihr Hausboot kommen.
Sie sind der Freund meines Mannes
und verehren mich wie die sixtinische Madonna.
Was kann da schon passieren?
Wollen Sie nicht aufh�ren, sich �ber mich lustig zu machen?
Lustig machen?
Gestern glaubte ich, Sie k�nnten mir gef�hrlich werden.
Ich hatte Angst vor Ihnen.
Aber heute habe ich das Gef�hl, Sie sind ein anst�ndiger Kerl.
Dieser Coli Salalius ist von �berw�ltigender Sch�nheit.
Sie m�ssen die R�ckenlinie viel mehr gew�lbt zeichnen.
Sonst wird ein Coli Salabiosus daraus.
Sonst ist die Zeichnung sehr sch�n.
Ich habe jetzt eine Einladung meines Freundes Tibor auf seinem Hausboot.
Aber ich finde Sie noch, wenn ich zur�ckkomme?
Nat�rlich. Ja, auf Wiedersehen.
Herr Doktor, ich habe mir in den amerikanischen Zeitungen
den Coli Salalius sehr genau angesehen.
Und dort ist die R�ckenlinie �berhaupt nicht gew�lbt.
Das ist bestimmt ein Irrtum. Ich beweise Ihnen, dass ich recht habe.
Geben Sie mal Band 3 herunter von Brehm.
Ist doch der einzig Ma�gebende.
Auch andere Gelehrte geben ja, abgesehen von geringf�gigen.
Abweichungen in der Struktur, vollkommen Recht.
Coli Salalius - Coli Salabiosus. Sehen Sie?
Stimmt. Was sagt unser ber�hmter Benningsen?
Was sagt Benningsen? Das interessiert mich.
Ich hab die neuste Ausgabe rechts oben, bitte sch�n.
Es ist noch viel sch�ner hier, als Sie mir beschrieben haben.
Nur, darf ich ehrlich sein? Ich habe Sie mir ganz anders vorgestellt.
Sie sind so... So n�chtern und sachlich.
Und vorgestern kokettierten Sie damit, dass Sie ein Abenteurer sind.
Frau Ilona, wir m�ssen das aus unserem Ged�chtnis streichen.
Das k�nnten Sie? War denn alles Schwindel?
Auch der Zettel, den Sie in meine Handtasche steckten?
Ich dachte, das wenigstens sei echt.
- Ilona. - Oh.
Wir haben eine Verpflichtung. Wir k�nnen Freunde sein.
Wenn Sie mich ansehn, wie Sie mich jetzt ansehn,
wissen wir beide, dass das unm�glich ist.
Warum antworten Sie nicht? An was denken Sie?
Daran, dass Stephan jeden Augenblick hier sein kann.
Sie haben Stephan eingeladen? Wie schmeichelhaft f�r mich.
Haben Sie gro�e Angst, mit mir alleine zu sein?
Ich bin Stephans bester Freund. Ich handle, wie jeder Mann handeln muss.
Und ich handle so, wie jede Frau handeln muss.
Kann ich bei Ihnen telefonieren? Das Telefon ist in der Kaj�te.
Erz�hlen Sie Stephan ruhig Ihr Abenteuer.
Als bester Freund sind Sie doch beinahe dazu verpflichtet.
Ich glaube, Sie missverstehen mich.
Ich will Ihre Ehe nicht zerst�ren, sondern erhalten.
Sie glaubten wohl, ich k�nnte Ihretwegen den Kopf verlieren.
Nein, nein. Ich habe einen ganz anderen Geschmack.
Hallo Herr Trill. Nein, auch nicht.
An der Stimme erkannt? Ich m�chte f�r die Blumen danken.
Nein, ich habe heute Nachmittag nichts vor.
Gut. Ja. Wie Sie mich erkennen?
Einen roten Badeanzug. Zweiteilig.
Sehr dekolletiert. Auf Wiedersehen.
Das ist nicht Ihr Ernst, dass Sie sich mit diesem Trill verabreden.
Sie bleiben, wenigstens solange, bis Stephan kommt.
Ich bin verabredet. Wenn ich etwas verspreche, halte ich es auch.
Ich bin nicht so wankelm�tig wie Sie.
Wollen Sie mich nicht begleiten?
Bis ich wieder festen Boden unter den F��en habe.
Ich wei� gar nicht, was Sie wollen. Die sind doch alle meiner Ansicht.
Herr Doktor, ich sag Ihnen was: Ich hab mich geirrt.
Freut mich, dass Sie das zugeben. Aber ich wollte doch irgendwas.
Sie wollten zu Herrn Kutschera gehn.
Und ihm sagen, dass ich Ihr Buch illustriere.
Richtig. Ich bin gleich wieder da.
Musik.
Endlich, gn�dige Frau.
Sie sagten was von einem Badeanzug. Rot, sehr dekolletiert, Zweiteiler.
Den hatte ich beim Schwimmen an.
Aber ich hab mir doch so die Augen nach Ihnen ausgeschaut.
Der war nicht rot, auch nicht zweiteilig.
Ich bin nicht gekommen, um Ihnen meinen Badeanzug zu zeigen.
- Schade. - Das ist ja Trill.
Selbst wenn man ausgezogen ist, erkennt einen jeder.
Sie sind eben bei den Frauen in Budapest sehr bekannt.
Sprechen wir doch zur Abwechslung mal von Ihnen.
Wie hab ich Ihnen als Zarewitsch gefallen?
Sie sahen fabelhaft aus. Ich beneide Sie wirklich um Ihre Stimme.
Das haben Sie aber nicht n�tig. Wieso?
Weil Sie selbst Stimme haben. Sie hat einen eigenartigen Zauber.
Sie str�mt einen sinnlichen Reiz aus. Dazu sehn Sie fantastisch aus.
Wollen Sie sich nicht vern�nftig mit mir unterhalten?
Ich meinte das ganz ernst.
Sie meinen es bei allen Frauen "ganz ernst".
Aber Sie interessieren mich als musikalische Begabung.
Sie sind doch bestimmt ausgebildet.
Ich hatte einmal Gesangsstunden.
Mein Lehrer wollte mich sogar f�r die Operette ausbilden.
Na also. Der gute Mann hatte Geschmack.
Aber seitdem ich verheiratet bin, singe ich sehr selten.
Das ist doch ein Verbrechen, ihr Material so zu vernachl�ssigen.
Es w�re mir eine gro�e Freude, Ihre Ausbildung in die Hand zu nehmen.
Ich glaube, Sie scherzen.
In Dingen der Kunst scherze ich nie.
Am liebsten w�rde ich sofort beginnen.
Es ist Ihnen vielleicht nicht recht,
mit mir allein in der Wohnung zu sein.
Ich habe gar keine Angst, mit Ihnen allein zu sein.
Wollen wir uns was anziehen?
Hoffentlich dauert es nicht zu lange bei Ihnen.
An-und Ausziehen geht bei mir schnell, das macht die Routine.
Am Theater.
Musik und Tusch
hat ihren Gott, ihren K�nig, dem sie in stummer Treue anh�ngt.
Den Satz muss ich mir merken.
Lieber Doktor, jede gl�ubige Seele hat ihren K�nig, ihren Gott,
dem sie in stummer Treue anh�ngt.
Sch�nstes Merkmal ihrer Unabh�ngigkeit ist ihre Liebe.
Feline sagt, wenn ich dich liebe, was geht es dich an.
Die meisten M�nner, das gilt auch f�r Frauen, Seite 46.
Jede Frau hat etwas Verf�hrerisches f�r einen Mann, was ihm gef�llt.
Eine Frau sollte wissen, was ihr am geliebten Mann am besten gef�llt.
Sie sollte...
Aber Fr�ulein Lisi, Sie haben die ganze Zeit gearbeitet?
Das geht nicht. Sie m�ssen eine kleine Pause einschalten.
Ich war so von meiner Arbeit gefangen,
dass ich an Ausruhen nicht gedacht habe.
Sie sollen nicht glauben, dass Sie meine Sklavin sind.
Das geh�rt zur Natur des Weibes, dass sie dient.
Gibt es etwas Sch�neres, als einem Mann ergeben zu sein?
Das haben Sie sehr sch�n gesagt.
Da f�llt mir der Mann im Omnibus ein.
Eine Zigarette? Ich rauche nicht.
Aber Pralines? Das schickt sich nicht f�r mich.
Sie d�rfen nicht so bescheiden sein. Sie sind doch jung und t�chtig.
Und h�bsch sind Sie auch.
Wie braun. Man k�nnte glauben, Sie liegen den ganzen Tag in der Sonne.
Das geht bei mir schnell. Neulich war ich schwimmen.
Schauen Sie, wie sich der Badeanzug gleich abzeichnet.
Und was mir besonders an Ihnen gef�llt, Ihre Liebe zu Fischen.
Schon als Kind hab ich mit Fischchen gespielt.
Meine Frau hat leider so gar kein Verst�ndnis daf�r.
Hallo Stephan. Das ist ja Tibor.
Ich hab ganz vergessen, ich sollte ja zu dir aufs Hausboot kommen.
Mein Freund Tibor Vary. Lisi, eine Cousine meiner Frau.
Dritten Grades.
Sie haben ein Hausboot? Das war immer schon mein Traum.
Wir k�nnen das Angenehme mit dem N�tzlichen verbinden.
Wir kommen beide aufs Hausboot.
Ich fange die Fische und Fr�ulein Lisi bereitet sie zu.
Das w�r herrlich. Vorausgesetzt, Sie sind einverstanden.
Selbstverst�ndlich.
Reizend von Ihnen. Ich geh den Coli Salalius zu Ende zeichnen.
Aber nicht �beranstrengen. Sie hat so eine Art von...
Du solltet dich besser um deine Frau k�mmern.
Sch�mst du dich nicht? Du bist nicht bei Trost.
Meinst du, ich h�tte keine Augen im Kopf?
Ich seh doch, dass du sie nett findest.
Sie ist ja auch nett. Und sie hat eine Liebe zu den Fischen.
Sie hat einen Coli... Ja, ja, ich versteh schon.
Wo ist denn deine Frau? Sie war doch bei dir.
Bei mir ist sie schon vor Stunden weggegangen.
Wo kann sie nur sein?
Ich zerbrech mir nicht den Kopf. Ich bin ja verheiratet mit ihr.
Das ist das Sch�ne an der Ehe. Ich hab meine Arbeit und sie hat ihre...
Was wei� ich, was ihr halt Spa� macht.
Und du f�hlst dich wohl dabei?
Das verstehst du nicht, weil du Junggeselle bist.
Solltest auch heiraten. Da hat man seine Ruhe.
Deswegen hast du geheiratet?
Weil das nur nerv�s macht, einmal die und einmal die.
Lass mich mit den Frauen in Ruhe, ich bin doch nicht der Trill.
Hab ich das gesagt? Den hab ich �brigens heute gesehn.
In der T�rkenstra�e. Ja, da wohnt ja der Kerl.
Eine entz�ckende Frau stieg aus seinem Auto.
Hast du sie gekannt? Ich hab nicht genau hingesehn.
Aber ihre Beine sind mir aufgefallen.
So h�bsche Beine hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
Das Interessanteste waren f�r mich ihre Schuhe, aus Schlangenleder.
Einer Kolobriformia opistoglypha.
Wahrscheinlich eine Kokotte. Tragen die jetzt solche Schuhe?
Das wei� ich doch nicht.
Hast du eine...
(er spielt Klavier)
Wo der braune Chicco singt, wo vor Glut mein Herz zerspringt.
Guten Abend, Stephan. Guten Abend, Ilona.
Ich hab mich leider versp�tet. Das macht doch nichts.
Gut, dass du gekommen bist. Wegen Tibor.
Der ist in einer schrecklichen Laune.
Das h�ngt alles mit dieser Frau Dr. Dietrich zusammen.
Ganz ehrlich, bist du sehr in sie verliebt? Uns kannst dus doch sagen.
Das ist nicht die Frau, in die man sich so verliebt.
Manche Dinge sind infolge ihres hohen Wertes au�er Konkurrenz.
Z.B. die sixtinische Madonna oder so etwas.
Kurzum, die Sterne begehrt man nicht.
Er redet geschwollen, also hat er einen seelischen Kummer.
Frauen, bei denen man Pech hat, liebt man immer blo� platonisch.
Ich hatte einen Kollegen an der Hochschule...
Schau her, Schuhe aus Schlangenleder, genau so.
Was sagst du dazu? Was habt ihr denn?
Ein lehrreicher Fall. Man kann sich nicht mal auf seine Augen verlassen.
W�re das nicht Ilona, sondern irgendeine leichtfertige Frau.
Frau Dr. Dietrich z.B., da sieht man, wie vorsichtig man sein muss.
Tr�gt Frau Dr. Dietrich auch solche Schuhe?
Das wei� ich nicht.
Eigentlich sollte man mit solchen Schuhen nicht mehr auf die Stra�e.
Alle Frauen tragen sie jetzt.
So sind die Frauen. Ja, so sind die Frauen.
Gn�dige Frau, sagen Sie uns doch mal, was haben Sie heute so gemacht?
Ich war doch bei Ihnen auf dem Hausboot.
Und dann war ich im Gellertbad. Was soll die Fragerei?
Lass doch mal. Und dann?
Soll ich es wirklich sagen? Ich war in der T�rkenstra�e.
In der T�rkenstra�e.
Warum seid ihr so komisch?
Ich war bei meinem K�rschner und hab mir einen Blaufuchs bestellt.
Einen Blaufuchs bestellt.
Dass mir das passieren konnte. Zu dumm, so was.
Um Gottes willen, was denn? Etwas furchtbar Peinliches.
Da stehts ja ganz deutlich: 1 Jahr verheiratet, Blaufuchs.
Ich hab vergessen,
meiner Frau zum Hochzeitstag den Blaufuchs zu schenken.
Ob wir noch einen kriegen? Schon zu.
- Wieso zu? - Zu sp�t.
Aber ich wei� etwas, wir machen eine Flasche Sekt auf.
- Tilla. - Die hat Ausgang.
Ich hab keine Ahnung, wo der Sekt steht.
Wir werden ihn schon finden. Gehn wir in den Keller.
Das ist kein Verdacht, das ist eine Gewissheit.
Sie sind in die Falle gegangen, die ich Ihnen gestellt habe.
Ich wusste, dass Sie mit diesem Trill verabredet waren.
Eine Frau, die diese Schuhe tr�gt, wurde in der T�rkenstra�e gesehen.
Wenn Sie wirklich bei Trill waren,
haben Sie sich ein Alibi zurechtgelegt.
Eine Frau wie Sie hat immer in der Stra�e ihres Geliebten
entweder einen Zahnarzt, eine Schneiderin oder einen K�rschner.
Tibor, Sie sind grob.
Ich kann nichts daf�r,
dass Trill in derselben Stra�e wohnt wie mein K�rschner.
Ich glaube Ihnen kein Wort. Dann lassen Sies bleiben.
Meine Damen und Herren, heut ist ein festlicher Tag.
Es ist ein Jahr her, dass Ilona und ich verheiratet sind.
Vorgestern war es ein Jahr. Da schau her.
Auf meinem Kalender steht heute der 16., nicht war.
Schlamperei, schlie�lich h�ttest mich auch daran erinnern k�nnen.
Schlie�lich habe ich auch nicht mehr dran gedacht.
Aber an den Blaufuchs hast du gedacht.
Ja, nat�rlich. Deshalb war ich heut in der T�rkenstra�e.
Dann ist ja alles in bester Ordnung. Tibor...
Och, du machst ein Gesicht wie ein Totengr�ber.
Hat sie dich wieder ge�rgert? Wir machen dich schon wieder lustig.
Tibor ist mein bester Freund.
Ich finde es unbehaglich,
dass ihr euch immer noch so fremd gegen�bersteht.
Lisi und ich waren uns auch lang fremd.
Aber heut ist mir zum Bewusstsein gekommen,
dass sie sozusagen auch zur Familie geh�rt.
Was liegt also n�her, als Br�derschaft zu trinken?
Aber, Herr Doktor.
�h. Jetzt seid ihr an der Reihe.
Das ist wirklich eine reizende Idee.
Sei mir nicht b�se, ich muss jetzt weg.
Aber ich dachte, du bleibst zum Abendessen.
Ich bin zum Essen im Aero-Club verabredet.
Mit dir ist heut nichts anzufangen. Aber morgen auf deinem Hausboot.
Da wird richtig gefeiert. Was hei�t das?
Er hatte die Freundlichkeit, sich bei mir einzuladen.
Da soll es also weitergehen. Ja, da wirds weitergehen.
W�rd mich freun, wenn ihr beide kommt.
Und Lisi hast du ganz vergessen?
Ach, ich bins gew�hnt, dass man mich �bersieht.
Sie kommen nat�rlich mit. Danke, das ist reizend.
Wenn Sie zum Aero-Club fahren, kommen Sie bei mir vorbei.
W�ren Sie so lieb und nehmen mich mit?
Aber nat�rlich. Danke, ich hole meinen Hut.
Wahrscheinlich hast du ein Rendezvous mit Frau Dr. Dietrich.
Altes Bleichgesicht, du.
Auf Wiedersehen, Ilona.
Der Tibor macht mir Sorgen. Die Frau scheint eine Bestie zu sein.
Ob sie wohl ernste Absichten hat?
Ich glaube ja, ich wei� es nicht, Stephan.
(singt) Wo der braune Chicco singt.
Ilona, du weinst ja.
Ich weine ja gar nicht. Nat�rlich weinst du.
Ich hab doch ein Recht zu wissen, warum du weinst.
Ich bin doch schlie�lich so was wie dein Mann.
So was wie...
Ich wei�, meine Wissenschaft. Sie ist mir eben zum Laster geworden.
Wie f�r andere M�nner Kartenspielen oder Alkohol, das geb ich ja zu.
Sogar durch meine Tr�ume schwimmen Medusen, regenbogenfarbene Medusen.
Ilona, mach ich dich sehr ungl�cklich?
Nein, Stephan. Du bist sehr gut zu mir.
Ich mache dir ja keinen Vorwurf.
Man bildet sich ein, gl�cklich verheiratet zu sein.
Pl�tzlich stellt man fest, wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
Oh, Stephan. Der Himmel war nie heiter, er war immer bedeckt.
Das M�dchen kommt zur�ck. Bitte wisch dir die Tr�nen ab.
Sonst glaubt sie wom�glich, ich h�tte dich verpr�gelt.
Ich glaube, wir beide haben uns noch viel zu sagen.
Ich kann jetzt nicht, ich bin so m�de, gute Nacht.
Hallo, da seid ihr ja endlich.
Wir brauchen immer so lang zum Pudern und zum Schminken.
Tag, Fr�ulein Lisi. Willst du gleich angeln, Stephan?
Selbstverst�ndlich, ich hab die ganze Nacht von Fischen getr�umt.
Hast du schon was gefangen?
Nein, ein paar Fische wollte ich f�r dich in der Donau lassen.
Angelger�t und W�rmer liegen da hinten.
Ich nehm doch keine W�rmer. Wir nehmen Kartoffeln, das ist humaner.
Einen sch�nen Garten haben Sie.
Den haben Sie gestern gar nicht gesehen.
Darf ich Sie herumf�hren?
Nicht trampeln, bitte.
Die Ersch�tterungen �bertragen sich doch aufs Wasser.
Er ist ein passionierter Angler,
hat die ganze Nacht von Fischen getr�umt.
Ich habe auch getr�umt. Von Trill?
Auch. Aber nicht mit Ihrer Fantasie.
Ich habe gestern nicht die ganze Wahrheit gesagt.
Ich wei�.
- Wir sind doch Freunde? - Mmm.
- Ja? - Ja.
Ich war bei Trill. Nur nicht wieder b�se werden.
Kann ich nicht einmal Vertrauen verlangen?
Ja, nat�rlich.
Dann sag ich Ihnen, warum ich bei Trill war.
Er hat meine Stimme gepr�ft. Ist das wirklich war?
Ilona. Dann bitt ich um Verzeihung.
Bitte eine Kartoffel, aber nicht zu gro�. Danke.
Eigentlich komisch, wir kennen uns schon so lange.
�ber gewisse Dinge haben wir noch nie gesprochen.
Warst du schon einmal richtig verliebt?
Jede gl�ubige Seele hat ihren K�nig, ihren Gott,
dem sie in stummer Treue anh�ngt.
Sch�nstes Merkmal ihrer Liebe ist ihre Uneigenn�tzigkeit.
Feline sagt, wenn Liebe... Pssst.
Er ist vielleicht gl�cklich. Und ich schweige und dulde.
Sucht ihn aber das Ungl�ck heim, ist er einsam und verlassen,
dann trete ich zu ihm und spr�che ich...
Jetzt hab ich das Luder. Da schau her.
Ein St�r? St�r frisst keine Kartoffeln.
Vorsicht, gibt her.
Ein Karpfen, sehn Sie? Ein Cyprinus carpio.
Aus der Klasse der Cypriniden.
Das ist, jawohl, ein Cyprinus specularis.
H�tte er gar keine Schuppen, w�re er ein Cyprinus nudus.
W�rtlich, ein Karpfen, der nackt, �h, ich meine, entbl��t ist.
Der �berhaupt keine Schuppen hat.
Fein, was? Gleich in die K�che damit.
�brigens, was hast du vorhin gesagt? Ich hab nicht zugeh�rt.
Lisi, was machst du denn?
Der ist viel zu gro� f�r die Bratpfanne.
Das ist doch unlogisch.
Man kann doch einen Fisch zerschneiden.
Wissen Sie, dass Sie mir mit Ihrem Misstrauen sehr weh getan haben?
Arme Ilona, hab ich Sie so gequ�lt?
Ich h�tt ja die Wahrheit gesagt, aber als Sie "Trill" h�rten,
wurde Sie gleich so b�se und dachten, dass...
Trotzdem, ich h�tte nicht schwindeln sollen.
K�nnen Sie mir verzeihen?
Schw�ren Sie mir, nie mehr zu schwindeln?
- Ich schw�re? - Ilona.
Ach, ist das sch�n zu f�hlen, dass...
dass man einen guten Freund hat.
Wir sind doch Freunde, ja?
Und werden es hoffentlich immer bleiben.
Jetzt k�nnen Sie Golf mit mir spielen, ins Theater gehn.
Und was weiter?
Vielleicht noch mal aufs Weinfest. Einverstanden.
Gesang aus der Ferne.
Tibor.
Ist das nicht Trill?
Ich hab eine gro�e Dummheit gemacht. Ich habe Trill eingeladen.
Sie wollten uns also konfrontieren.
Nicht mehr davon sprechen. Jedes Wort von gestern ist �berfl�ssig.
Praktisch, ein Reisegrammofon, was?
- Ich hab nichts dagegen. - Was?
Was den Transport belangt, ist die eigene Stimme noch praktischer.
Die eigene Stimme muss man mehr schonen.
Das Grammofon kann nicht heiser werden.
Heiser soll es auch noch werden. Was?
Den gr��ten Vorteil haben Sie vergessen.
Wenn es st�rt, beim Fischen oder so, kann man es ganz leise machen.
Wunderbar hier, was?
Es bei�t ja trotzdem keiner.
Ach, ich liebe die Natur. Manchmal m�cht ich auf einer Almh�tte leben.
Hoch oben im Gebirge oder tief unten am Meer.
Wie ich die einfachen Fischer beneide oder Sie.
Warum beneiden Sie gerade mich?
Weil Sie in stiller Abgeschiedenheit schaffen k�nnen.
Das ist beim Fischen auch sehr angenehm.
Ich interessier mich sehr f�r Naturwissenschaft.
So?
H�tte mir die Natur nicht diese Stimme verliehen,
ich w�r Naturforscher geworden.
Lieben Sie auch Fische so sehr wie ich?
Und wie. Forelle, Hecht mit Kl��chen, Austern, Kaviar.
Was sind Ihre Lieblingsfische? Kalbshirn, gebacken.
Sehr gut.
Von Tag zu Tag bl�hender.
Ich sagte schon, ich hatte die Ehre, ihre Frau Gemahlin von Ti...
Tibor auf dem Golfplatz vorgestellt zu werden.
Trill gab da gerade Audienz, verteile Autogramme.
Nur an junge M�dchen nat�rlich.
Von seinem Gl�ck bei Frauen spricht man in ganz Budapest.
Sein Vorzimmer wird gest�rmt, sein Diener soll Nummern verteilen.
Wie beim Friseur: Nur nicht dr�ngeln, meine Damen.
Ja, meine Herren, ich f�hl mich reif f�rs Witzblatt.
Komisch, dass wir Ten�re immer Zielscheibe f�r Witze sind.
Zeit, dass wir von den Naturforschern abgel�st werden.
Meine Erlebnisse mit Frauen, lieber Gott, da wird schnell �bertrieben.
Na, na, erst gestern wurdest du mit einer sch�nen Frau gesehn.
Budapester Klatsch. Ich hatte keinen Damenbesuch.
Ich war nicht in Budapest.
Da haben deine Gesangssch�lerinnen dich aber vermisst.
Gesangssch�lerin, jetzt versteh ich.
Wieso, bitte sehr?
Gestern in der T�rkenstra�e, aparte Schuhe aus Schlangenleder.
Ich versichere als Kavalier, dass ich keinen Damenbesuch hatte.
Jetzt wirds interessant. Man kann auch zu diskret sein.
Man kann nie diskret genug sein.
Und wenn mir die Gesangssch�lerin selbst erz�hlte h�tte,
dass sie bei dir war?
Das hat sie kaum getan. Doch, das hat sie.
Und ich soll glauben,
dass es sich um eine harmlose Gesangsstunde gehandelt hat.
Meine Herren, ich bitte, nicht zu vergessen,
dass eine Dame anwesend ist.
Das Gespr�ch eignet sich mehr f�r einen Herrenabend.
Ich danke dir, ich finde das Thema nicht sehr interessant.
(eine weiblich Stimme schreit)
Jetzt ist Lisi ins Wasser gefallen. Mach ein Rettungsboot fertig.
Ich hab mir den Daumen abgeschnitten.
Wo ist deine Hausapotheke? Da hinten.
Zeig sie doch, sie verblutet ja.
Ich habe mich doch gl�nzend aus der Aff�re gezogen.
Ich bin erstaunt �ber Ihre diplomatischen F�higkeiten.
Wie konnten Sie nur leugnen.
Aber gn�dige Frau haben doch selbst gesagt,
es solle niemand von Ihren Gesangsstunden erfahren.
Ich habe mich lediglich an Ihre Instruktionen gehalten.
Obwohl es leider gar nichts zu verheimlichen gibt.
Ihr Gemahl hat gar nichts gemerkt.
Das sieht aber schlimm aus. Jetzt wirds brennen.
Wie ist das passiert?
Ich wollte den Fisch zerschneiden.
Auf einmal war er so kurz, dann ging es in den Daumen.
Das kommt davon. Warum hast du den sch�nen langen Fisch zur�ckgeworfen?
Tuts noch weh?
Ich versteh gar nicht, wie mir das passieren konnte.
Alles Zufall.
Da f�llt mir wieder der Mann im Omnibus ein.
Schluss damit. Ich kann das Wort T�rkenstra�e nicht mehr h�ren.
Reden wir von was anderem. Haben Sie schon Atem�bungen gemacht?
Ja, na wunderbar. Das Zwerchfell ist immer die Hauptsache.
Hier wird der Ton gest�tzt. Und oben soll er klingen.
Achten Sie auf meine Mundstellung.
(singt)
Mein Herz den Frauen und mir die Seligkeit.
Du vergisst wohl, dass du hier Gast bist.
In deiner Wohnung kannst du machen, was du willst.
Das in meiner Wohnung war nun wirklich harmlos.
Jetzt kommen wir der Sache auf den Grund.
Frau Dr. Paulus war doch bei dir. Das hab ich doch zugegeben.
Aber der Herr Kavalier streitet es ab.
Sie halten es wohl f�r sehr diplomatisch.
Tibor, mir scheint, du bist eifers�chtig.
Auf dem Golfplatz war der so komisch.
Der Tibor hat auch einen guten Geschmack.
Ich dulde nicht, dass die Frau meines besten Freundes
ausgerechnet durch dich kompromittiert wird.
Darf ich mich verabschieden?
Ich kam nicht hierher, um mich beleidigen zu lassen.
Du darfst dich verabschieden, m�glichst schnell.
(Aus dem Grammofon erklingt)
Ein Herz den Frauen und mir die Seligkeit.
Du hast deine Stimme vergessen.
Ger�usch von platschendem Wasser.
Was ist jetzt wieder passiert? Wer ist ins Wasser gefallen?
Sie haben sich albern benommen, nur, weil Sie eifers�chtig sind.
Auf diesen bl�den Kerl, der kein Blut in den Adern hat?
F�r so was haben Sie ja kein Gef�hl.
Ist mir auch gleichg�ltig, nachdem ich festgestellt habe,
dass Sie seine Geliebte sind.
Sind Sie verr�ckt geworden?
Ich habe es satt, mich von Ihnen beleidigen zu lassen.
Um Gottes Willen, Stephan kann reinkommen.
Meinetwegen. Sie haben doch schon alles kaputtgemacht
mit der bl�den Eifersucht.
Was issn hier los? Ich hab dich bis r�ber schrein geh�rt.
Wo issn der Dingsda, der Schallplattens�nger?
Hast ihn �ber Bord geworfen?
Ja, Ilona, was ist denn? Du weinst ja schon wieder.
Ich m�cht endlich wissen, was hier vorgeht.
Betrogen hab ich dich.
Du hast mich... wieso?
Frag Tibor. Er ist der Ankl�ger.
- Ist das ihr Ernst? - Frag Sie.
Ja, Stephan, es ist ernst.
Das hab ich wirklich nicht verdient.
Hast du dich bei mir �ber etwas zu beklagen gehabt?
Du hast doch alles gehabt, was eine Frau braucht.
Alles, nur keinen Mann. Du hast dich nie um mich gek�mmert.
Bitte, das ist �bertrieben. Ich hab immer f�r dich gesorgt.
Zu hungern und zu frieren braucht ich nicht.
Aber eine Frau verlangt doch mehr vom Leben.
Du hast sogar unseren Hochzeitstag vergessen.
Das muss ich zugeben, du meinst den Blaufuchs.
Ach, Blaufuchs. Du hast ja mich vergessen.
Den brauchst du mir nicht mehr zu schenken.
Den werd ich mir selbst verdienen.
M�chtest du mir nicht verraten, wie du das machen willst?
Sehr einfach, Trill hat entdeckt, dass ich eine Stimme habe.
Trill, der Entdecker.
Ach, du willst zur Oper. Interessant.
So weit bin ich noch nicht.
Man sagte mir soviel Schmeichelhaftes �ber mein Aussehen.
Und im Trocadero.
Sie will zum Trocadero, was sagst du dazu?
Zum Trocadero. Als Chansonette, so halb nackt?
Man soll seine Chancen wahrnehmen.
Aber Ilona, das sind doch nur Fantastereien.
Ich glaube, wir beide haben uns nichts mehr zu sagen.
Und der Scheidungsgrund.
Den wird uns Herr Tibor besorgen. Ich nehme an, dass er einen hat.
Ich w�nsche dir alles Gute.
Schau Ilona, ich... Wir k�nnten doch...
Leb wohl.
Darf ich Sie begleiten? Danke, ich brauche keinen Schutz.
Komm, ich bring dich nach Hause. �h, ich begleite dich.
Ilona.
Weg ist sie.
Ich wollt sie doch was fragen. Was denn?
Mit wem sie mich betrogen hat.
Na, mit diesem singenden Ochsen. Mit dem Trill?
Du h�ttest dich eben mehr um sie k�mmern sollen.
Eine Frau wie Ilona kann man nicht so str�flich vernachl�ssigen.
Ausgerechnet du machst mir Vorw�rfe. Ich will dir etwas sagen.
Wenn es auch l�nger dauert, bis ich begreife.
Eines habe ich bemerkt.
Du hast den Skandal nur inszeniert, weil du in Ilona verliebt bist.
Ich f�hlte mich f�r Ilona verantwortlich, ich wollte...
Bitte keine Deklamationen, ja.
Wenn Sie jetzt mit diesem Trill da ungl�cklich wird,
hast du die Schuld.
- Ich? - Einzig und allein du.
Mit deiner bl�den Eifersucht. Gute Nacht.
Lisi, ich bin der gl�cklichste Mensch der Welt.
Ich bin zum Professor ernannt.
Da krieg ich ja 5 Peng� mehr. Danke sch�n. Was is, ach so.
Endlich, das hast du wirklich verdient.
Wie hab ich auf diesen Tag gewartet.
Ich hab schon sehr lang auf diese Stunde gewartet.
Oh, Entschuldigung vielmals. Hab ich dir weh getan?
Du bist von einer seltenen G�te zu mir.
Dich den Strapazen unterziehst, meinen Haushalt zu f�hren.
F�r dich ist mir doch keine Opfer zu schwer, f�r dich tu ich doch alles.
Ja, ach, du bist es. Werd ich sofort veranlassen.
Aber f�r dich tu ich doch alles. Was? Das ist wirklich war.
Da kann man ja von Herzen gratulieren, Wiedersehen.
Das war Ilona. So, was will sie denn?
Sie bat darum, dringend ihre Kleider ins Hotel Royal zu bringen.
Merkw�rdig, solang ich mit Ilona verheiratet bin,
braucht sie dringend Kleider.
Sie wird schon n�chste Woche im Trocadero auftreten.
Was? Nein. Um Gottes Willen, das geht doch nicht.
Stell dir vor, ich als Professor und meine Frau als halbe Nackte.
Was wird die Frau Rektor dazu sagen?
Das gibt einen Skandal, wie ihn Budapest noch nie erlebt hat.
Ich muss sofort zu ihr hin.
Du kannst dich doch nicht so erniedrigen.
Au�erdem wirst du nichts erreichen.
Mit dem 2. Einwand hast du recht. Dann schreib ich ihr.
Ja, und sie darum bitten, darauf zu verzichten,
im Trocadero aufzutreten.
Ich setze eine Rente aus von 800 bis 700 Peng�.
800 Peng�? - 900?
Wovon sollen wir denn leben, ich meine nat�rlich du.
Ich meinte wir, weil ich dir ja jetzt den Haushalt f�hre.
Ich werds mir noch �berlegen. Ja, �berlegs dir gut.
Ich schick inzwischen ihre Sachen ins Hotel.
Tilla, Tilla.
Liebste Ilona. Wieso "liebste"?
Sehr geehrte gn�dige Frau. Einfach Ilona, ja.
Tilla, bringen Sie die Koffer von Frau Ilona ins Schlafzimmer.
Ich habe zu tun, Fr�ulein.
Lieber Herr Tibor, wunderbar, dass Sie kommen.
Stephan ist so deprimiert. Das glaube ich.
Stell dir vor, ich bin Professor. Herzlichen Gl�ckwunsch.
Ich muss leider gehn. Ich hab furchtbar viel zu tun.
Hast du etwas von Ilona geh�rt? Ja, etwas Furchtbares.
Will sie Trill heiraten. Viel schlimmer.
Was Schlimmeres gibt es nicht.
Es ist m�glich, dass sie an dem Tag,
an dem ich meine Antrittsvorlesung halte, �ffentlich auftritt.
Wie, auftritt? In diesem furchtbaren Nachtlokal.
So halb nackt oder dreiviertel nackt, hier und da ein Flitter?
Wo sie ihre Flitter tr�gt, ist unwesentlich.
Auf deine Fantasie kommt es jetzt nicht an.
Ist das wirklich wahr? Sie hat es Lisi mitgeteilt.
Sie wohnt jetzt bei mir. Ich hege gewisse Empfindungen f�r sie.
Bist du �berrascht? Nein, das hab ich mir gedacht.
Komisch, Lisi hat sichs auch gedacht, blo� ich...
Aber es handelt sich doch um Ilona. Ach so, richtig.
Es muss verhindert werden, dass sie unter meinem Namen auftritt.
Ob unter deinem oder ihrem Namen ist doch vollkommen gleichg�ltig.
Hauptsache ist, dass sie �berhaupt nicht auftritt.
Ich habe ihr eine Rente ausgesetzt, 450 Peng� monatlich.
Auf das Geld kommts doch auch nicht an.
Auf meine Karriere kommts an. Das hab ich ihr alles dargelegt.
Wenn sie die Erkl�rung unterschreibt, bin ich gerettet.
Nimm den Brief. Was soll ich damit?
Ins Trocadero gehn, mit ihr reden. Ich?
Du bist mein bester Freund. Kannst mich doch nicht im Stich lassen.
Ich kann dich jetzt nicht im Stich lassen.
Ich rede mit ihr.
Jetzt kommt die Neue.
Wochenlang hab ich mit ihr gearbeitet, Herr Direktor.
- Da steht die Dame. - Danke.
Ilona.
Ich wusste, dass Sie kommen w�rden.
Waren Sie Ihrer Sache so sicher? Ja.
Los, Tempo Kinder. Frau �h, wie hei�t die Dame?
Frau Paulus. Langweilig, passt nicht hierher.
- Frau Paulus, bitte. - Ja, bitte?
Warten Sie auf mich, Tibor?
(singt) Kann denn Liebe S�nde sein.
Darf es niemand wissen, wenn man sich k�sst.
Wenn man einmal alles vergisst, vor Gl�ck?
Kann das wirklich S�nde sein, wenn man immerzu an einen nur denkt.
Wenn man einmal alles ihm schenkt, vor Gl�ck?
Niemals werde ich bereuen, was ich tat und was aus Liebe geschah,
das m�sst ihr mir schon verzeihen, dazu ist sie ja da.
Liebe kann nicht S�nde sein, doch wenn sie es w�r, dann w�rs mir egal.
Lieber will ich s�ndigen mal, als ohne Liebe sein.
Jeder kleine Spie�er macht das Leben mir zur Qual.
Denn er spricht nur immer von Moral, und was er auch denkt und tut,
man merkt ihm leider an, dass er niemand gl�cklich sehen kann.
Sagt er dann: Zu meiner Zeit gab es so was nicht.
Frag ich voll Bescheidenheit mit l�chelndem Gesicht:
Kann die Liebe S�nde sein?
Darf es niemand wissen, wenn man sich k�sst.
Wenn man einmal alles vergisst, vor Gl�ck?
Kann das wirklich S�nde sein, wenn man immerzu an einen nur denkt.
Wenn man einmal alles ihm schenkt, vor Gl�ck?
Niemals werde ich bereuen, was ich tat und was aus Liebe geschah.
Das musst du mir schon verzeihen, dazu ist sie ja da.
Gn�dige Frau, hierher singen. Hier ist die S�nde.
Liebe kann nicht S�nde sein, doch wenn sie es w�r, dann w�rs mir egal.
Lieber will ich s�ndigen mal, als ohne Liebe sein.
Applaus.
Wenn diese Frau nicht zieht, gibts �berhaupt keine Kasse mehr.
Die bezauberndste Frau Budapests.
Stephan beauftragte mich, mit Ihnen zu sprechen.
Stephan hat Sie geschickt?
Er bittet Sie, das zu unterschreiben.
Wer ist der Kerl da? Nat�rlich die Konkurrenz.
Ja, bei 450 Peng�.
Machen Sie sofort einen Vertrag. Wie weit kann ich gehn?
Was spielt denn Geld f�r ne Rolle bei der Frau?
- 800, ja? - Ja, ja, 800.
Sie wollen nicht unterschreiben?
Sie k�nnen doch in dieser Atmosph�re nicht leben.
Wenn ich bestimmte Gr�nde daf�r h�tte?
Diese Gr�nde kann ich mir denken. Dann ist meine Mission beendet.
Tibor.
Ja, Ilona.
Haben Sie mir sonst nichts zu sagen? Gar nichts?
Ich fliege in einer halben Stunde nach Rom.
Nein, Tibor. Als ich Sie kennenlernte...
(singt) Mein Herz den Frauen.
Ach, Tibor. Gro�artig, Ilona.
Wirklich?
Kommen Sie schnell, die Leute wollen eine Vertrag machen.
- Tag, Herr Vary. - Einstellen.
Alles klar? Sie k�nnen sofort starten.
Sie werden gebeten, einen Augenblick zu warten.
Der Rundfunk m�chte von Ihnen eine Reportage.
Den Schwindel mit der Reportage hab ich von Ihnen gelernt.
Sie haben fabelhaft gelernt.
Solange wir uns kennen, machen Sie sich lustig �ber mich.
Dann versuch ich einmal, tragisch zu wirken.
Was ist eigentlich passiert? Ich hab Stephan betrogen.
Sind Sie gekommen, mir das noch mal zu sagen?
Gar nichts wissen Sie. Wissen Sie, mit wem ich Stephan betrogen habe?
Nein, nicht mitreden. Nur mit Ihnen, Tibor.
Mit mir? Nur mit mir?
Und was war mit Trill und den Gesangsstunden?
Und dem Trocadero und dem Vertrag?
Ich konnte doch nicht bei Stephan bleiben.
Von irgendwas muss der Mensch doch leben.
Und ich war so gl�cklich, mich f�r Ihre Qu�lerei zu revanchieren.
Das ist Ihnen restlos gelungen.
Sie waren so eifers�chtig, herrlich.
Ich spielte va banque.
Wenn Sie mich liebten, h�tten Sie nicht erlaubt, dass ich auftrete.
Das werd ich auch nicht erlauben.
Ich kann sie nicht l�nger in Budapest lassen.
Nein, nein. Ich fliege nicht.
Sie sind doch gekommen, um mit mir zu fliegen.
Haben Sie einen Fallschirm?
Den brauchen wir nicht. Aber festschnallen m�ssen Sie sich.
- Wohin fliegen wir? - Nach Rom.
Was soll da werden aus mir? Ihre Geliebte?
Ist es nicht besser, ich nehme meine Frau zur Geliebten,
als meine Geliebte zur Frau?
Ich kann doch keinen Mann gebrauchen, der so eifers�chtig ist.
Wollen Sie wieder einen Mann, der nicht eifers�chtig ist?
Das ist glatte Erpressung. Das Tempo bin ich nicht gew�hnt.
Sie m�ssen mir Bedenkzeit geben.
Nein, Sie m�ssen sich sofort entscheiden.
Wollen Sie mich heiraten? Ich wei� nicht.
Huuuhhh.
- Na? - Wunderbar.
Was ist wunderbar? Ich fand den Looping wunderbar.
Wenn Sie nicht sofort sagen, dass Sie mich heiraten,
mache ich 3 Loopings hintereinander.
K�nnen Sie nicht einen kleinen Sturzflug machen?
Haben Sie denn keine Angst? Ich darf ja nicht.
Als Frau darf man ein bisschen Angst haben.
Aber nicht als Frau eines Fliegers. Ilona.
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