All language subtitles for Sarah.Kohr.S01E02.Mord.im.Alten.Land

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Original subtitles

* unheilvolle Musik *

* dynamische Musik *

(Mann) "Hier Leitstelle. Der Notruf kommt aus einem Labor."

"Wiederhole: aus einem Labor."

"Am Ortsausgang Jork rechts ab."

Leitstelle 4-6-14.

(knackend) "Bitte wiederholen Sie die ... ."

War ja klar.

Hallo?

Polizei.

* düstere Klänge *

* spannende Musik *

(Frau über Handy) "Hallo? Notrufzentrale."

Scheiße.

Thomas. Thomas ist da. Drüben.

(Handy) "Hallo, hören Sie mich?"

Hallo? "Notrufzentrale."

6-14 vor Ort. Wir brauchen 'n Notarzt.

Thomas ... - "Verstanden, 6-14."

* bedrohliche Klänge *

Messer fallen lassen!

* Ein Auto springt an. *

(Frau) Sie waren bei diesem Einsatz vor einem Jahr

gar nicht zuständig, oder?

Sie befanden sich also jenseits Ihres Einsatzbereiches.

Bei so einem Notruf fragt doch niemand nach Zuständigkeit.

Die Direktionen arbeiten zusammen.

Beim KDD müssen wir oft improvisieren.

Der Tatort und das Gelände

sind schwer überschaubar für eine einzelne Person.

Herr Verteidiger! Herr Möckel, spielen Sie wieder die alte Platte?

Ein Unbekannter hätte Tanja Relitz angegriffen.

Ich habe mit einem Mann gekämpft, maskiert und tätowiert am Oberarm.

Ich nahm ihm das Messer ab und dann wollt ich mit Tanja ...

Herr Lichter, Ihre Aussage kennen wir schon.

Frau Kohr.

Haben Sie außer dem Beklagten vor Ort noch jemanden bemerkt?

Nein, vor Ort war nur der Beklagte und das Opfer.

Die letzten Worte des Opfers waren: "Thomas ist hier."

Als er mich entdeckte, floh er. Weil Sie auf mich geschossen haben.

Beruhigen Sie sich. Ein kontrollierter Warnschuss!

Er hatte die Tatwaffe in der Hand. Sie war ihm unbekannt.

Flucht war wohl die richtige Entscheidung.

(Richterin) Bitte, bitte, bitte.

Eine Festnahme war Ihnen nicht möglich?

Das hat später die Fahndung erledigt.

Danke, Frau Kohr.

Keine weiteren Zeugen, die Beweislage scheint uns eindeutig.

Gut. Wir setzen dann in einer Stunde fort.

Wiedersehen. Wiedersehen.

Hier, schwarz. Eine Spur Zucker.

Ich weiß, du liebst Pappbecher.

Freut mich, dich zu sehen, Sarah.

Gut siehst du aus.

Warum befragst du nicht meinen Kollegen?

Das ist ein Durchmarsch.

Die Verhandlung wird mit lebenslänglich enden.

Ich brauch keine Irritationen. Irritationen?

Der Fahnder hat die Festnahme durchgeführt

und das Messer sichergestellt. Das steht in den Akten.

Ich verliere nicht die Kontrolle,

weil er sich selbst nicht unter Kontrolle hat.

Wenn du magst, dann können wir anschließend, wir zwei,

was Essen gehen, hm?

Wie geht's denn deiner Familie? Frau und Kinder okay?

* Er seufzt tief. *

Ich denke jeden Tag an dich. Seit damals.

Jeden Tag, Sarah.

(Möckel) Seien Sie vernünftig. - Sie glauben mir nicht.

Klartext: Nur ein Geständnis hilft Ihnen noch weiter,

die Sache ist gelaufen!

* düstere Klänge *

(Möckel) Nicht doch! Um Gottes willen!

Herr Lichter, machen Sie sich nicht unglücklich!

Halt's Maul, sonst ist sie tot! Gib mir den Schlüssel!

Den Schlüssel vom Versorgungsgang, los! Komm!

Herr Lichter, jetzt hören Sie mir zu!

Nehmen Sie mich als Geisel!

Lassen Sie. Frauen überleben Geiselnahmen häufiger als Männer.

Komm her.

* spannende Musik *

Los, komm!

Ihr Handy! Weg damit!

So, die Tür. Aufschließen, schnell.

Warum machen Sie das? Ich bin unschuldig.

Sie sind ein Idiot.

So, komm, weiter! Los!

Sie hätten eingreifen müssen! Wie ist das zu fassen?

Liebknecht, Fahndungsgruppe. Wir haben eine Lage.

Bewaffnete Geiselnahme, Amtsgericht.

Geschädigt ist eine Kollegin: Sarah Kohr.

Rechts!

Sie fahren. Gib ihr den Schlüssel.

Verschwinden Sie!

Hau ab, Mensch! Hau ab!

Fahr los, Mensch!

* quietschende Reifen *

Kann doch wohl nicht wahr sein!

* Martinshorn *

* spannende Musik *

* Musik läuft weiter. *

* nervöses Atmen *

Überlegen Sie sich, wo Sie hinwollen.

Wir fahren auf Reserve.

Benzin wird reichen, keine Sorge.

Ist nicht weit. So, jetzt rechts weg.

Ins Alte Land?

* düstere Musik *

Aussteigen, los! Den Schlüssel mit.

Kommen Sie her.

Schließen Sie die Handschellen auf. Los.

Haben Sie schon mal 'ne Pistole benutzt?

Wenn Sie tun, was ich sage, dann passiert nichts.

Das haben Sie auch zu Ihrer Assistentin gesagt, oder?

Ganz ruhig.

Ich bin ruhig. Ich habe gesehen, zu was Sie fähig sind.

Einen Scheißdreck haben Sie gesehen.

Es gab keinen Grund, Tanja umzubringen.

Kommen Sie. Haben Sie sie geliebt? Nein.

Sie lieben Ihre Frau. Die Affäre musste weg.

Der Streit ist eskaliert. Richtig?

Sie reden zu viel. Los, rein da!

* Kampflaute *

* trommelnde Musik *

Ich sag das nicht noch mal!

Rein da, los!

Handschellen anlegen, los!

Sie werden es überleben. Versprochen.

Ich scheiß auf Ihr Versprechen.

* treibende Musik *

* düstere Musik *

Was machst du hier bei uns?

Mein Angeklagter ist geflohen.

Ist das wahr? Du hast dich als Geisel angeboten?

Frau Mehringer, können wir dann? Gleich.

Was passiert als Nächstes?

Du holst die Kinder vom Tennis ab, ich mach meinen Job.

Essen ist im Kühlschrank.

Wir nehmen meinen Job genauso ernst wie deinen.

Erinnerst du dich?

Wir brauchen Bilder vom Angeklagten und der Polizistin.

Besorge ich.

Kennst du sie? Hm?

Sie war eine Zeugin.

* düstere Klänge *

* bremsende Reifen *

* Autotür geht auf. *

* Tür fällt zu. *

Eine Entführung - alle Achtung.

Was hat er vor?

Ich glaube nicht, dass Ihr Mann einen Plan hat.

Er ist nicht hier. - Es ist nur Routine.

Danke für Ihr Verständnis. - Wollen Sie mir Ihre Karte dalassen?

Selbstverständlich.

(Liebknecht) Bitte sehr. - Danke.

Tschüss. - Tschüss.

* Sie atmet kurz aus. *

Die Frau ist bereit, ihren Mann zu verraten.

So viel zu dieser Ehe.

Die Lichters sind geschieden. Beschleunigtes Verfahren.

(Mehringer) Hätten Sie das anders gemacht?

* düstere Klänge *

* Geräusche aus dem Kofferraum *

* erschöpftes Atmen *

Scheiße.

* spannende Musik *

* Handytöne *

Kann ich mal dein Handy haben?

Gott, bin ich froh.

Danke.

Ach! Hier.

Zucker? Ist drin.

Keine Spur von Lichter. Der ist weg.

Vielleicht bei seiner Frau.

Alleine kommt er nicht weit.

Die Fahndung war bei ihr. Die sind jetzt am Bootslager.

Hier.

Die Kollegen wollen mit dir sprechen,

aber ich fahr dich heim, wenn du möchtest.

Neu? Das Auto.

Äh, nee. Gut gepflegt.

Also: Wohin?

Das Auto war nicht gepflegt, vollgemüllt war das.

Der Fluchtwagen?

Das war ziemlich runter.

Außer der Kofferraum, der war sauber.

Das ist doch das Erste, wo man Sachen reintut - Kofferraum.

Der Typ vom Innenhof. Der Besitzer von dem Wagen, habt ihr den?

Sarah! Das ist nicht dein Fall. Da stimmt was nicht.

* düstere Musik *

Ich habe Ihnen das alles jetzt fünfmal erzählt.

Und sogar unterschrieben.

Kann ich jetzt bitte einfach nach Hause?

Das wird wohl eher nichts, Herr Vogel.

"Beihilfe zur Flucht ist eine Straftat."

Und?

"Er hatte eine Waffe an Ihrem Kopf, herrje!"

"Deswegen bin ich ja so kleinlich."

"Mein scheiß Kofferraum war aufgeräumt."

"Na und? Das ist doch kein Fehler!"

Ich habe Ihnen gesagt, Sie sollen verschwinden.

Erinnern Sie sich? Ja.

Sind Sie aber nicht.

Erst als Lichter Ihnen gesagt hat, Sie sollen abhauen.

Ich war erschrocken. Ja, weil er schon eine Geisel hatte.

Ich hab damit nichts zu tun.

Ach, kommen Sie.

Sie sollten in den Kofferraum. Die Geisel spielen.

Sie haben mit dem Schlüssel im Innenhof gewartet.

Das war kein Zufall.

Woher kennen Sie Thomas Lichter?

Er war gut zu uns.

Zu unseren Bäumen.

Was? Apfelbäume.

Wir hatten eine marode Plantage übernommen.

Und vollkommen überdüngt. Ruiniert.

"Über Jahre nichts geerntet."

"Hat ewig gebraucht, den Boden zu regenerieren."

"Das Labor Lichter macht jeden Tag Analysen."

Obst und Boden.

Das ist sein Job, Herr Vogel.

Keine Ernte, kein Geld.

Wir waren blank.

Und da war Thomas der Einzige,

der in dieser schweren Zeit zu uns gehalten hat.

Ohne teure Rechnungen zu stellen. Thomas, das ist ein Guter!

Wir wurden Freunde.

"Wie hatten Sie Kontakt? Er hatte keinen Besuch in der U-Haft."

"Wie haben Sie das angestellt? Wie haben Sie sich verabredet?"

Ich habe da einen anderen Insassen besucht.

Der hatte mir geschrieben und über den lief das.

Schreiben Sie den Namen auf.

Ach, kennen Sie seine Frau?

Nein, er ist immer alleine auf unseren Hof gekommen.

Und sie war auch nicht dafür, dass wir Zahlungsaufschub bekommen haben.

Die sind verschieden, die Lichters. Inwiefern?

Ihm geht es um die Sache.

Und ihr wohl nur ums Geldverdienen, das war immer unser Eindruck.

Mehr weiß der Komplize nicht. Ich fahre dich heim.

Sie denken quer. Das ist gut.

Die ganze Flucht war geplant, alles.

Auch dass der Fahrer nicht wusste was der nächste Schritt ist.

Schlimm? Ich will einsteigen.

Einsteigen? In was?

In die Suche. In den Fall. Ich will zur Fahndung.

Bring mich da rein. Auf keinen Fall.

Kommt nicht infrage! Du bist befangen!

Motiviert bin ich. Nein!

Der hat mir eine Waffe an den Kopf gehalten.

Alles, aber tu mir das nicht an!

Ist es wegen ihr? Wegen deiner Frau?

Wir haben eine Gefährdungslage. Ein Formular für die Verwaltung.

Zwei Stempel und meine Unterschrift.

Willkommen in der Fahndungsgruppe, Frau Kohr.

KDDler werden ja dauernd ausgeliehen.

Willst du deinen scheiß Beklagten finden, ja oder nein?

Meine Spur ist die einzige, die ihr habt.

Ja oder nein?

Du und meine Frau seid nicht gerade ein Dreamteam.

Und? Du wirst dir nichts sagen lassen.

Sie wird dir streiten. Und dann ...

Was? Du bist immer impulsiv.

Wir haben uns Jahre nicht gesehen. Sag mir nicht, wie ich bin.

Gibt es ein Problem? Nein, sie ist nur wütend.

Eigentlich das Beste, was uns passieren kann.

* dynamische Musik *

Komm, Thomas, ich hab uns was gekocht.

Dann erzählst du mir, was du vorhast.

Ich werde dir nichts sagen, Götz.

Ist zu gefährlich.

Ein Toter ist genug.

Okay, über Verstärkung freuen Sie sich nicht.

Egal, was kommt, die Zeit halte ich auch noch durch.

Sie verlassen die Fahndung?

Liebknecht geht in Pension. Dienstalterbedingt.

Und Sie beerben ihn, nehme ich an. So ist der Deal.

Er ist schon lange krank, wir ziehen ihn mit.

Alkohol? Parkinson.

Aber statt den Hut zu nehmen, will der alte Mann durchhalten.

Das ehrt ihn, finde ich gut.

Bevor wir anfangen: Haben Sie ein Problem mit mir?

Sie meinen, außer der Affäre mit meinem Mann?

Das ist ewig her.

Ich dachte, Anton hätte nie was gesagt.

Anton ist leicht zu durchschauen. Finden Sie etwa nicht?

Habt ihr was gefunden? - (Mann) Nichts.

* Musik übertönt das Gespräch. *

Dieser Ort macht nur Sinn für einen Fahrzeugwechsel.

Wir erweitern den Ring. Bundesweite Fahndung. Kontakt zu Interpol.

Er musste improvisieren. * Sie schnallt sich ab. *

Um keine Spuren zu hinterlassen. Hey! Wo wollen Sie hin?

* spannende Klänge *

* Rauschen, Piepen *

Hier.

Jetzt entspann dich, Thomas.

Keiner weiß, dass du hier bist.

Willst du ein Glas Rotwein?

(über Funk) "Ich finde Sie."

* langer Piepton *

* spannende Musik *

Egal, was passiert, Götz,

du musst alles leugnen. Du hast mir nicht geholfen.

Mich ewig nicht gesehen. Wenn das nichts nützt,

dann habe ich dich gezwungen.

Mhm. - Versprich mir das.

Könnt ihr mich mitnehmen? Und an der JVA rauslassen?

Sehr nett, danke.

Danke.

Wir sind wie eine Hotelkette.

Ist die U-Haft überfüllt, übernehmen wir paar von den Sportsfreunden.

Bis wir ausgebucht sind. Sieht gar nicht überfüllt aus.

Jetzt ist ja auch gerade Essensausgabe - Fütterung.

* Er lacht. *

So, welche Zelle zuerst?

Jakub Romanowski. Romanowski.

* Er klopft. *

Kein Hunger?

Das Abendmahl überlasse deinen Feinden.

Chinesisches Sprichwort?

Drei Jahre Kantinenerfahrung hier.

Man munkelt, er ist weg. Darum sind Sie hier.

Sie sind Freunde? Gemeinsame Interessen.

Wirklich? Welche?

Körperkunst.

Tätowierungen.

Er hat keine, soweit ich das sehen konnte.

Ich habe ihm einen Gefallen getan. Hatte Besuch von seinem Kumpel.

Dieser Kumpel hat ihm zur Flucht verholfen.

Definition für Ärger, Jakub.

Meine Zeit ist abgesessen. Ich komme in sechs Tagen raus.

Dann erzählen Sie mir einfach keinen Scheiß.

Thomas hat sich für Tätowierungen interessiert.

Es ging ihm um so eine Oberarmtätowierung.

Sowas wie ein Totenkopf mit einem Messer durch den Schädel.

Was Street-Gangs so haben.

Okay, Sie haben ihm geholfen. Wie?

* Tür fällt zu und wird verriegelt. *

Sie kommen in sechs Tagen raus.

Sie nehmen Ihr illegales Smartphone sicher mit oder?

Sie zeigen es mir oder dem Beamten nach der Durchsuchung Ihrer Zelle.

(leise) Ist Ihre Entscheidung.

Hier ist kein Empfang. Nur auf dem Sportplatz.

Ich kicke hier immer vormittags.

Thomas stand währenddessen in der Ecke

und war mit dem Ding im Internet.

Sie können sich einloggen. Passwort ist gespeichert.

Jeden Tag, immer vormittags für seine Recherche?

Ja, anfangs für den Brief. Was für einen Brief?

Thomas hat seiner Frau Briefe geschrieben. Per E-Mail.

Und sie haben nach einem bestimmten Tattoo gesucht.

Wie lange ist das her?

Drei Monate. Das war an meinem Geburtstag, das weiß ich noch genau.

06. Juni, falls Sie mir eine Karte schicken wollen.

Und der Besuch von seinem Kumpel, war der davor oder danach?

Danach.

Sechster Juni. Mal sehen.

"Ich habe eine Spur. Ich kann meine Unschuld beweisen.

Dir und allen anderen."

Was hat er am 06. Juni entdeckt?

Er hatte plötzlich kein Interesse mehr an dem Handy.

Er gab mir auch fast alle Tattoo Magazine wieder.

Und kaum noch mit mir geredet.

Moment mal, was heißt "fast alle wiedergegeben"?

Eins nicht.

Der räumt sogar auf, bevor er flieht.

Die Juni-Ausgabe.

* düstere Klänge *

"Foto: BT."

* geheimnisvolle Musik *

* Stimmen aus dem Haus *

* Klingel *

Na, Sie haben ja Nerven.

Thomas Lichter ist hier. Irgendwo im Alten Land.

Wie kommen Sie darauf?

Ein Seefunkgerät hat an Land einen Radius von 50 Kilometern,

mehr nicht. Was?

Lichter sucht nach Spuren. Nach einem Tattoo.

Nach einem Täter.

Ich muss in die Ermittlungsakte gucken.

Den Kollegen Liebknecht erreiche ich nicht.

Verstehe. Sie wollen zu meinem Mann.

Nein, ich bitte Sie, in die Akte ...

Nur der Staatsanwalt hat die Akte. Worum geht's hier wirklich?

Es geht um unseren gemeinsamen Job.

Er ist nicht hier.

Tut mir leid. Sie müssen den Abend allein verbringen.

* Hundegebell *

(erstaunt) Sarah. Ihr seid getrennt?

Was machst du denn hier?

Arbeiten.

Ganz schön hellhörig.

Ist ein bisschen eng hier. Aber so bin ich nah bei den Kindern.

Hier.

Sie weiß Bescheid, Anton.

Sarah, ich hab dich so gebeten, dich da rauszuhalten.

* Er seufzt. *

Hier, guck mal.

Das gleiche Tattoo.

Der unbekannte Angreifer?

Hier, das Kürzel: BT.

Ich find raus, wer das Foto gemacht hat. Vielleicht weiß der mehr.

Du willst schon los?

Du hättest dich heute im Gericht austauschen lassen als Geisel.

Ich hatte Angst um dich. Ja?

Es ist doch ein bisschen hellhörig.

* Stimmen von oben *

Schlaf gut.

* melancholische Musik *

* bedrohlicher Klang *

* spannende Musik *

BT.

Bertram Temme?

Kommen Sie ruhig näher.

Sagt mir nichts, nein.

Thomas Lichter war sicher nicht hier.

Er interessiert sich für Ihre Arbeit.

Frau Kohr, ich bin neugierig, worum es geht.

Es geht um diese Kerle

und um das Tattoo hier.

Von welcher Abteilung sind Sie?

Es geht um einen Mord.

Warum wundert mich das nicht?

Hamburger Street-Gangs.

Darum ging es damals in meiner Reportage,

ist nur schon eine ganze Weile her.

Kommen Sie doch mal rüber.

Das ist es noch nicht ... Da! Was bedeutet dieses Tattoo?

Jede Gang hat das.

Manche Stiche sind sogar ausgesprochen kunstvoll.

Ein Bilderdienst hat die Bilder wahrscheinlich später weiterverkauft.

* Haustürklingel *

Der Kurier endlich.

Haben Sie die Namen?

Nein, könnte ich aber sicherlich rausfinden.

Tun Sie mir den Gefallen?

Hier.

Das ist die Nummer, unter der bin ich zu erreichen.

Ich muss rausfinden, wo die Kerle jetzt sind.

* spannende Musik *

Treppe? Treppe? Da.

* spannende Musik *

Stehen bleiben!

* Musik wird leiser. *

Ich bin unbewaffnet.

Sie schießen nicht.

Runter! * Schuss *

Los, zu meinem Wagen.

* spannende Musik *

* Schuss *

* Er stöhnt schmerzerfüllt. *

Scheiße.

* Sie keucht. *

Anton, ich hab ihn. "Du hast Thomas Lichter?"

Aber wir haben ein Problem. Er ist verletzt.

Dann bring ihn hierher. In seine Zelle, sofort.

"Du bist in der JVA?" Ja.

Ja. Todesfall, Suizid. Jakub Romanowski.

Du hast den Mann besucht.

Vor der Entlassung bringt sich keiner um.

Sarah, wo bist du?

Lichter wurde angeschossen. "Was?"

Wer hat ihn angeschossen? Wahrscheinlich die Leute,

die auch Romanowski umgebracht haben.

* Lichter keucht. *

Die Zelle ist nicht sicher.

Na, zur Not stellen wir ihn unter besonderen Schutz.

Jetzt tu, was ich dir sage!

Er ist mir entwischt.

Wohin bringen Sie mich?

Das sagen Sie mir.

Sie fassen hier nichts mehr an.

Die Rechtsmedizin holt die Leiche zur Obduktion ab.

* düstere Musik *

Sie hatte ihn. Aber er ist entwischt.

Du glaubst der Frau?

So nah dran wie Sarah, ich mein Frau Kohr, war keiner von uns.

Sie hält sich nicht an Dienstverordnungen.

Deshalb hat sie ihn aufgespürt!

Was ist, wenn's stimmt, dass Lichter momentan nirgends sicher wäre?

Du bist nicht objektiv, das wirst du kaum bestreiten.

Aber du schon.

Hier rechts, oder?

Hier rechts und dann sind wir gleich da. Scheiße.

* spannende Musik *

Frau Kohr! Ach, Herr Mehringer!

Anton. Ich such Sarah.

Vorsicht.

Ich wusste nicht, dass Sie zwei sich wieder sehen.

Das freut mich aber. Na ja, also so ist das nicht.

Im Moment. 'tschuldigung. Da kann ich Ihnen

die Telefonnummer meiner Tochter nicht geben, wenn sie Abstand möchte.

Wissen Sie, wo sie ist?

Meine Tochter teilt sich mir nicht gern mit. Erinnern Sie sich?

Es könnte sein, dass sie Sie um Hilfe bittet.

Ich glaube, ihre Mutter bittet sie als Letzte um Hilfe.

Ja, nicht die Mutter - die Ärztin.

Wie viele Schüsse haben Sie gehört? Einen oder zwei? Mehrere?

(Temme) Es hat mehrmals geknallt.

Nachdem sie raus war.

(Mehringer) Er ist hier aufgetaucht, aber warum, wissen Sie nicht?

Vielleicht aus demselben Grund wie Ihre Kollegin?

Frau Kohr ist nicht unsere Kollegin.

Ist das auch von Ihnen?

Ja, ja, ja. - Eine Straßen-Gang.

Ein Freundeskreis mit Kampferfahrung?

* emotionsloses Lachen *

Rufen Sie an, falls sie wieder auftaucht.

Die Frau steht auf der Fahndungsliste.

Wie bitte?

* düstere Klänge *

* spannende Musik *

Wer sind Sie? Was wollen Sie hier?

Haben Sie Verbandszeug? Sie helfen mir!

Was ist passiert?

Thomas!

* schmerzerfülltes Stöhnen *

Frau Kohr hat draußen auf Thomas Lichter geschossen,

brennt dann mit ihm durch.

Bin ich der Einzige, der das komisch findet?

Sind Sie mal drauf gekommen, dass die Frau

uns die ganze Zeit was vorspielt? - Nein.

Warum konnte Lichter aus dem Gericht fliehen, hm?

(Mehringer) Wie fing alles an?

(Liebknecht) Er hat Sarahs Waffe an sich gebracht.

Es ist Zeit, die Sache anders durchzuspielen.

Auf welcher Seite steht Sarah Kohr? - Das ist kompletter Unsinn!

Wir beruhigen uns jetzt. - Wieso beruhigen?

Wenn Ihnen das zu aufregend ist, Herr Liebknecht,

angeln Sie doch jetzt schon am Gardasee.

Dafür hat jeder Verständnis.

Bodensee. Und ich angle nicht, ich werde züchten.

Und apropos Verständnis: Ich verstehe Ihre Ablehnung der Kollegin nicht.

Was läuft denn da?

* düstere Musik *

Der Mann mit dem Tattoo hat Tanja umgebracht, nicht ich.

Ist ja gut. Ich glaube Ihnen.

Vorsicht, Vorsicht. * Lichter stöhnt. *

Und drücken.

Sie haben das Tattoo gefunden, jetzt sind die hinter Ihnen her.

Sie sind nicht mehr hinter Gittern. Los.

Hoch mit ihm.

* Er schreit. *

Er braucht einen Arzt!

* Klingel *

Danke!

So. Die Schmerzen verschwinden jetzt,

aber Sie schlafen eine Weile.

Können Sie mal halten?

Sie ziehen Ihre Mutter da mit rein,

warum riskieren Sie das alles für Thomas?

Warum riskieren Sie Ihren Job? Wozu?

Der Staatsanwalt, Götz.

Ich habe sie im Gericht beobachtet.

Er ist verliebt in sie.

Eine Halbe am Morgen und eine Ganze am Abend.

Nicht mehr als zwei am Tag, ja?

Auf Wiedersehen.

Vielleicht hat der recht.

Womit? Dass Anton dich liebt.

Ist das jetzt deine Art von Fürsorge, Mama?

Das war Sex, mehr nicht.

Ich bin müde, ich fahre jetzt nach Hause.

Guckst du dir seine Wunde noch mal an?

Ach ja, unter der Nummer bin ich im Moment zu erreichen.

Gern geschehen, Sarah.

Das kann mich meine Zulassung kosten.

Aber sowas ist ja immer egal. Da nehmt ihr euch beide nichts.

Da nehmen wir uns beide nichts?

Redest du gerade von Papa oder was?

Komm, lass gut sein jetzt. Ich bin müde.

Ist mir rausgerutscht, okay?

Papa ist 20 Jahre tot, und es rutscht dir immer wieder raus.

Papa war krank. Tablettensucht ist eine Krankheit.

Stell dir vor, das weiß ich.

Ich komme übermorgen zurück und schaue mir die Wunde an. Gute Nacht.

Gute Nacht, Sarah.

Gute Nacht.

Hey!

Ich traue Ihnen nicht.

Das ist nicht Ihr Ernst, oder?

Warum steht der Kahn trocken?

(Götz) Wir wollten ihn reparieren damals.

Aber Thomas,

Thomas hat das Bootfahren aufgegeben.

Warum?

Die Gnädigste kann nicht schwimmen.

Seine Exfrau? Ja.

Das war es dann mit unserem gemeinsamen Traum auf dem Wasser.

(Götz) Schade.

Ist wirklich schade.

Jakub Romanowski war schon tot, bevor er hing.

Das war also kein Suizid. Ein Tötungsdelikt.

Sie hat recht, die Nummer ist größer, als wir dachten.

* düstere Klänge *

(Temme) Wussten Sie das?

Früher waren alle Obstbäume im Alten Land so groß wie der hier.

Haben die Bauern alles weggehauen.

Heute gibt es nur noch diese Bonsaiplantagen.

Und wissen Sie, warum?

Für die Pflücker.

Jetzt kann keiner mehr von der Leiter fallen.

Tolle Geschichte.

Sagen Sie mir, dass Ihre Geschichte besser ist.

Wenn es so weit ist, ist es Ihre Geschichte.

Versprochen? Versprochen.

Die Gang gibt es heute nicht mehr so.

Einer hat sich totgefahren bei einem illegalen Rennen.

Und die anderen?

Früher brutale Schläger, heute gut situiert.

Leuré Chemicals.

Französischer Mischkonzern,

hat von der Zahnpasta bis zum Nervengas

so ziemlich alles im Programm.

Und einen Firmensitz in Hamburg.

Pflanzenschutz und Düngemittel.

Was haben die vier Jungs damit zu tun?

Zumindest einer von denen, der arbeitet im Personenschutz.

Bei Leuré Chemicals.

Apfel?

Danke.

Man sieht sich.

* Düstere Klänge dauern an. *

Die Weltbevölkerung wächst und wächst,

dementsprechend mehr Lebensmittel werden benötigt.

Das heißt, wir müssen unsere Ernte schützen.

Mit Pflanzenschutzmitteln, ob chemisch oder biologisch ist egal.

Frau Kohr, kommen Sie bitte?

Hallo. Hallo.

Kommen Sie rein.

Ziehen Sie ein oder aus?

Bonuszahlungen werden dieses Jahr in Quadratmetern beglichen. Und Lage.

Sie sehen mich begeistert. Bitte.

Ihr Anliegen betrifft vielleicht eher die Personalabteilung.

Weil Sie nichts wissen über Schläger im Sicherheitsteam?

Frau Kohr, ich prüfe die Vita jedes Bewerbers.

Vorstrafen werden nicht akzeptiert. Jugendstrafen sind gestrichen.

Ja. Diese Leute sollten die gleichen Chancen haben.

Oder bessere Chancen?

Weil Sie es mit dem Gesetz nicht so genau nehmen?

Wir sind nicht die Mafia.

Leuré Chemicals ist ein Global Player,

und wir sind die kleine deutsche Außenstelle.

Meine Abteilung schützt die Forschung,

den Vertrieb, die Geschäftsführung.

Ich versuche nichts zu versauen und für die Bosse gut auszusehen.

Worum geht's genau?

Persönlich bekannt?

Lassen Sie mir die Bilder da, und ich komme auf Sie zu.

Wann?

Sobald sich das Chaos gelichtet hat. Versprochen.

Was interessiert Sie an den Männern?

Bekommen wir ein Problem?

Engagiert sich der Konzern im Alten Land?

Na ja, Obst, Obst natürlich.

Die Leuré Chemicals stellt Insektenschutz her,

Kunstdünger, wir sind Marktführer.

Aber was hat das mit der Sache zu tun?

Das weiß ich noch nicht.

Sie haben meine Unterstützung.

Ich werde zusammentragen, was wir haben.

Danke. Bitte.

Macht nichts, wenn es schnell geht.

* tonloser Pfiff *

* Handy *

* düstere Klänge *

(hallend) Keine weiteren Zeugen.

Toiletten sind dahinten?

(Frau) Ja, genau, dort entlang.

* spannende Musik *

* Autoreifen quietschen. *

(leise) Scheiße.

Gott, haben Sie mich erschreckt. Das hoffe ich doch.

Sind Sie allein?

Laufen Sie mir jetzt weg?

Wie haben Sie mich gefunden?

Frau Kohr, ich bin nicht erst seit gestern dabei.

Sie machen Fehler.

Jemand hat sich über mich erkundigt vor dem Termin.

Tja.

Thomas Lichter ist Ihnen entkommen, hm?

Ja.

Frau Kohr, Sie haben guten Grund, den Instanzen zu misstrauen.

Sprechen wir darüber. Auf dem Präsidium. Sie und ich.

* Motor springt an. *

Was soll das?

Sie haben doch gesagt ... (Liebknecht) Ja.

Sie hätte uns sowieso nichts erzählt.

Ihr Mithäftling ist tot, Ihre Geliebte ist tot,

Menschen um Sie herum sterben, Herr Lichter.

Wir sollten es aufklären, bevor es Sie oder mich erwischt.

Leuré Chemicals. Kennen Sie?

Pestizide, Düngemittel.

Die beliefern fast alle Obstplantagen hier.

Ja, Marktführer.

Monopolist trifft es eher.

Millionenumsätze - allein hier im Alten Land.

Ihr Institut macht Bodenuntersuchungen.

Auf den Obstplantagen.

Ja, alles Routine.

Lebensmitteltests, Pflanzen- untersuchungen, das meiste pro forma.

Gehen wir mal davon aus,

der Mörder von Tanja Relitz ist bei Leuré angestellt.

Was? Er schlägt in Ihrem Labor zu.

Wie passt das zusammen?

Aber es gibt keinen Konflikt zwischen unserem Labor und so einem Multi.

Ich habe Papiere gesehen.

Unterlagen mit Ihrem Firmennamen drauf.

Laborberichte, Rechnungen, soweit man das erkennen kann.

Nein, ausgeschlossen.

Woher wollen Sie das wissen?

Sie sind seit einem Jahr aus dem Geschäft.

Die Firma gehört Ihrer Frau.

Was hätten Sie gemacht, wenn man Ihnen gesagt hätte:

"Ihr Mann ist ein Mörder"?

* sanfte Musik *

Ich habe mich noch gar nicht bedankt.

Für das Prügeln, Anketten und fast verbluten lassen.

Gern geschehen.

Hier.

* spannende Musik *

Thomas, wie kommst du hier rein?

Du hast vergessen, den Fingerabdruckscanner zu ändern.

Polizei. Ich habe ein paar Fragen bezüglich Leuré Chemicals.

Sie sagen, du bist auf der Flucht. Was denkst du dir dabei?

Welche Geschäfte machst du mit denen?

Das geht dich nichts mehr an.

Gibt es Vorkommnisse mit Leuré? Aktuell oder in der Vergangenheit?

Nein. Ich bekomme Aufträge von denen. - Welche Aufträge?

Biochemische Analysen, Gutachten aller Art. Die zahlen gut.

Ja, ich habe die Rechnungen gesehen.

(Thomas) Warum hast du dich nicht gemeldet? Ich habe dir gemailt.

* spannende Klänge *

Ich sollte die sehen.

Wir sollten hierherkommen.

Wir verschwinden. Los, kommen Sie. Kommen Sie!

Hinten raus.

* spannende Musik *

Okay. - Warten wir aufs SEK.

Nein, ich gehe vorne rein und zwar jetzt.

Und verhafte Thomas Lichter.

(Mann) Ein Ton und ich drücke ab. Haben Sie mich verstanden?

Ja.

(Mann) Ich werde Sie jetzt entwaffnen.

Bleiben Sie ganz ruhig.

* unheilvolle Musik *

Polizei! Die Waffe weg!

Legen Sie die Waffe auf den Boden!

* bedrohliche Klänge *

Das ist der Mann, der Tanja umgebracht hat.

Der ist bestimmt nicht allein. Laufen Sie!

Laufen Sie!

* spannende Musik *

Hier.

Das ist nicht meine Waffe.

Wie scheißegal ist das denn jetzt?

Liebknecht wurde mit meiner Waffe erschossen.

Die suchen jetzt eine Polizistenmörderin.

Uns gehen die Freunde aus.

Da ist Wasser, wir kommen nicht weiter, das wissen die.

Genau deswegen!

* spannungsgeladene Musik *

Wir nehmen das Boot.

* Spannende Musik läuft weiter. *

Scheiße!

* düstere Musik *

* Musik fährt fort, leise Unterhaltung. *

Frau Mehringer, das ist die Tatwaffe.

Danke.

Der Trecker ist nicht am Haus, Götz ist bestimmt im Lager.

* Er stöhnt leise. *

Was wollte Ihr Exmann hier?

Hat Frau Kohr nichts gesagt? Ich wollte nur, dass er verschwindet.

Ich hatte Angst vor Thomas.

Das ist Kohrs Dienstpistole.

Das heißt gar nichts, Anna. Wie viele Schüsse haben Sie gehört?

Einen Schuss, Anton, ein einziger!

Und mit dieser Pistole wurde geschossen.

Liebknecht ist tot. Ihre Waffe.

* Er stöhnt leise. *

Hier. - Danke, Götz.

(Götz) Geht's? - Ja.

Oh Mann, was für ein Scheiß.

Es tut mir leid, ich muss das Lager leer kriegen.

Morgen bringe ich die Kisten ins Werk.

(Thomas) Ulrike ahnt nicht, mit wem sie da Geschäfte macht.

So ein Schwachsinn. Sie war die Falle.

Sie gehört zu denen. Das kann nicht sein.

* Handy * Ja?

Woher wusstet ihr, dass sie hier sind?

Liebknecht hatte einen Sender an das Auto deiner Freundin montiert.

Er hätte sie vor Leuré festnehmen können.

Ja, aber nicht Thomas Lichter.

Sie musste uns zu ihm führen.

Geb ich nicht gerne zu, aber das war gut.

Ist ja super aufgegangen für den Kollegen.

Du hast behauptet, Lichter wäre Kohr entwischt.

Sie hat dich angelogen.

Halt dich endlich raus aus meinem Job.

Du solltest auf Verstärkung warten.

Du behauptest doch ständig, sie sei unschuldig wie eine Jungfrau.

Anna, hör zu:

Lass uns beide von dem Fall zurücktreten.

Ich bin einmal zurückgetreten.

Für diese Frau nicht noch mal.

Ach, leck mich, Anton, wirklich.

* ruhige, geheimnisvolle Musik *

Das habe ich im Auto gefunden.

Danke.

Und so habe ich über Obst, über Ernte

und über den Naturkreislauf viel gelernt.

Nicht zuletzt, dass das Alte Land nicht so heißt,

weil es alt wäre. Olland.

Die Holländer haben im Mittelalter hier schon geerntet. Um ...

1113. - ... 1113.

Ja. Daher der Name. Woher ich das weiß?

Weil ich meinen Rundgang durch unser Apfelmuseum schon absolviert habe,

und jetzt sind Sie dran.

* Applaus *

* anhaltender Applaus *

Hereinspaziert.

Noch ein paar Fragen von der Presse. - Muss das sein?

Das ist die Überraschung, die Sie meinten?

Sie bringen mich in Lebensgefahr.

In der Öffentlichkeit tut Ihnen niemand was.

Ach ja? Ein Kollege ist tot.

Warum treffen wir uns hier?

Wegen der Dramatik.

Leuré Chemicals hat sich für eine langfristige Partnerschaft

für das Museum entschieden.

(zögernd) Keine Einmalzahlung, sondern eine Beteiligung nach Bedarf.

Apropos Beteiligung: Warum beteiligt sich Leuré Chemicals

in großem Stil an Obstexporten aus dem Alten Land?

Das ist Unsinn.

(Temme) Und wo sind die 114 Tonnen Äpfel geblieben,

die Saturn Export vor einem Jahr angekauft hat?

Die Firma ist mir nicht bekannt.

(langsam) Saturn Export.

Vor einem Jahr gegründet

und hundertprozentige Tochter von Leuré Chemicals.

Woher haben Sie diesen Quatsch, Herr ...

Also ein Chemieriese kauft Obst und das Obst wird verladen,

aber das Obst kommt nirgendwo an.

Das ist ja mal eine abenteuerliche Geschichte,

die Sie da aufgedeckt haben.

Ja, da haben Sie recht.

Das ist fast so, als wären die 114 Tonnen Obst

auf den Weltmeeren verloren gegangen. - Tja.

(Pressesprecher) Hat jemand noch eine seriöse Frage für mich?

Sie?

Ist da irgendetwas dran? Kann man das verwenden?

An dieser Geschichte? - (Mann) Ja.

(Pressesprecher) Nein. Nein, da muss irgendeine Falschmeldung ...

Ich hab Sie für schlauer gehalten, Frau Kohr.

Was soll Ihnen das bringen? Außer weiteren Ärger.

Sie töten eine Laborassistentin und einen Polizisten. Das ist Ärger?

Sie wissen nichts, ne? Gar nichts, Frau Kohr.

Nur einen behinderten Exzentriker im Team.

Was ist mit Ihrem Team?

Zwei Schläger sind im Ausland, laut Bundespolizei.

Betriebsbedingte Versetzung. Ich nenne das Angst.

Laufen Sie, Frau Kohr. So schnell und so weit Sie können.

* spannungsgeladene Musik *

* Musik wird bedrohlicher. *

Können wir reden?

* Musik fährt fort. *

Ist er im Haus?

Nein.

* Musik wird bedrohlicher. *

Unsere Firma ist das eine, aber was machst du mit Leuré Chemicals?

Das ist der Teufel! Die haben Menschen umgebracht!

Was soll das, Thomas? Du meintest, du bist allein.

Haben Sie es schon durchgegeben? Was?

Dass Ihr Exmann alleine hier ist.

Hat sie telefoniert seit Sie beide sprechen?

Eine Nachricht verschickt?

Geben Sie mir Ihr Handy.

Ich seh nach und wir alle beruhigen uns.

* Sie schreit laut. *

Sind Sie wahnsinnig?

Sie kann nicht schwimmen! Ich weiß.

114 Tonnen Äpfel. Was war damit?

Die Leuré Chemicals tötet Ihre Assistentin in Ihrem Labor. Warum?

Sie ertrinkt! - Gift!

Der Dünger war verseucht.

Mit Tetra-Cylan. Was ist Tetra-Cylan?

Ein Nervengift.

Die Analyse hat das bewiesen. Die ganze Plantage.

Ich hab's entdeckt. Die Werte waren alle extrem.

Das ist deren Schuld, das ist ein riesen Skandal.

* angsterfüllte Laute *

Warum Tanja Relitz? Wieso wurde sie umgebracht?

Sie wurden mit ihr verwechselt.

Sie haben Leuré mit Ihrem Wissen erpresst.

* Schuss *

* Durchladen, Schuss *

Los, laufen Sie!

* spannende Musik *

Ein Jagdgewehr. Kaliber .308 Winchester.

Wir haben die Nummer, wieso ist die Waffe nicht zugeordnet?

Das dauert. Es gibt kein Bundesregister

und manche Kreisverwaltungen arbeiten noch mit Karteikarten.

Das ist ein Witz. - Nope.

(Mehringer) Nur das Alte Land.

Konzentrieren Sie sich auf die Ordnungsämter dort.

Ja.

Sie können mir ruhig glauben, ich hab keine Adresse.

Ich weiß nicht, wo Lichter ist. * Stöhnen *

* düstere Klänge *

Also, ich habe die Telef... Die Telefonnummer.

Lichter hat versucht, mich zu erreichen.

Im Handy, da... dahinten.

* Tastenklicken *

* düstere Musik *

Sie sind verhaftet. Was?

Was denn? Überrascht? Thomas Lichter ist in Lebensgefahr.

Wir finden ihn. Herrgott, die sind schneller!

Ulrike Lichter hat Bodenproben untersucht.

Ganze Landstriche sind auf Jahre ruiniert.

Deshalb kauft der Konzern das giftige Obst.

Und wenn das rauskommt, sind die für immer erledigt.

* Handy *

Ja?

Ihre Mutter. Machen Sie's kurz.

Ja?

Ich bin im Haus von Weiler. Ich wollte die Wunde versorgen.

Hier sind zwei Männer, die haben nach deinem Verwundeten gefragt.

Und ist jemand im Haus?

Nein, niemand da.

Sagt dir Tetra-Cylan was?

Nierenkrebs, Leberversagen, je nach Dosis.

Tödliches Zeug. Wieso?

Schau mal.

"Okay, danke. Bleib bitte im Haus, ja?"

Anton, sie hört mir nicht zu. Keiner hört mir zu!

* Schlüsselklimpern * Mann, Sarah!

Sarah, was ... Bleiben Sie stehen!

Hör mal!

Anna! (Polizist) Götz Weiler.

Die Nummer auf dem Waffenteil.

Das Gewehr, der Eigentümer, wir wissen, wer und wo. Ein Apfelbauer.

Ich hab die Handyortung, ist nicht weit von hier.

* spannende Musik *

Götz!

Mein Gott, hast du mich erschreckt.

Was ist denn los?

Die haben Ulrike umgebracht. - Was?

Einfach erschossen. - Polizei.

Sie sind beide verhaftet. Auf die Knie! Los, auf die Knie!

(Mehringer) Die Hände verschränkt hinter den Rücken.

(Mehringer) Ich bin Polizeibeamtin.

(Mann) Dann verstehen Sie, dass wir gründlich sind.

(Mehringer) Damit kommen Sie nicht durch.

"Flüchtiger Häftling tötet Beamtin und Freund, richtet sich selbst" -

ich denke, die Schlagzeile ...

* spannende Musik *

* leise Stimmen *

* Spannende Musik läuft weiter. *

Du hättest im Knast bleiben sollen. Du Idiot.

(Mann) Das war deine Chance. Deine einzige.

* Musik wird ruhiger. *

Ihre Kollegin, Frau Kohr, hatte ich bereits kennengelernt.

Andere Abteilung.

Und was machen Sie?

Hauptsächlich Verhaftungen, Herr Täufer.

Ihre Hände bleiben da, wo ich sie sehen kann.

Seien wir ehrlich: Keiner will dich so richtig.

Du bist kein Teamplayer, Sarah.

Vielleicht versuche ich es doch mit meiner Frau.

Beruflich.

Ich bin Staatsanwalt.

Ich bestimme, wie ermittelt wird und wen ich einsetze.

Ich will dich.

Ruf mich an.

* ruhige Gitarrenmusik *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2018

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