All language subtitles for L aile ou la Cuisse - 1976) - HD 1920x816p - Louis de Funes - Borsalino

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Original subtitles

Jedes Jahr versetzt ein Ereignis alle Verleger in Aufregung.

In wenigen Tagen werden über eine Million Exemplare

eines bestimmten Buches in Frankreich gedruckt.

Es ist nicht der letzte Roman eines Erfolgsautors,

sondern der berühmte Gastronomie-Führer Guide Duchemin.

Das beliebte und gefürchtete Buch mit rotblauem Umschlag

erscheint zeitgleich in allen großen Buchhandlungen.

Die meisten Exemplare gehen ins Ausland,

denn kein Frankreich-Tourist

würde ohne diese Art von Bibel reisen,

die es ihm erlaubt, blind seine Dollars, Pfund Sterling,

Escudos, Rubel oder jede andere Währung

gegen die Spezialitäten französischer Kochkünste einzutauschen.

Der neue Guide Duchemin ist Thema Nr. 1 in den Zeitungen.

Ausführlich wird jeder Stern kommentiert,

der einem Restaurant zuerkannt

oder aber denen aberkannt wird, die versagt haben.

Die Prüfungen sind unangekündigt,

aber sie haben den internationalen Ruhm

einiger Restaurants begründet.

Deshalb fürchtet jeder, ob berühmt oder nicht,

den Besuch eines Duchemin-Mitarbeiters.

BRUST ODER KEULE

Sie sind bei der "Coquille d'Or", was kann ich für Sie tun?

Sind Sie sicher?

Auf jeden Fall vielen Dank. Ich werde sofort etwas unternehmen.

Nochmals vielen Dank!

Bei uns soll ein Prüfer von Duchemin sein.

Welcher?

- Der Dicke an Tisch 5. - Sind Sie sicher?

Hatte der 'n Mantel an? Die Garderobe von Tisch 5!

Sie sagen sofort dem Koch Bescheid.

Geben Sie her!

Kann ich bei Ihnen vielleicht bestellen?

Verzeihen Sie. Die Austern scheinen Ihnen zu schmecken.

Darum laden wir Sie zu einem weiteren Dutzend ein.

- Sie sind exzellent, nicht? - Das sind sie. Danke.

Ich würde gern etwas bestellen, bitte.

Ich hätte gern Rohkost...

Nun wünsche ich guten Appetit!

...und Ente mit Pfirsich.

Und davor ein Mineralwasser.

Wir haben noch eine Überraschung!

Oh, mein Mineralwasser!

Das geht zu Tisch 5! Der ist von Duchemin!

Mein Wasser!

Es kann nie kalt genug sein, nicht wahr?

Das ist der für Nr. 5! Der von Duchemin!

- Das hab ich nie bestellt! - Eine kleine Aufmerksamkeit!

Tisch Nr. 5 ist der von Duchemin!

Endlich! Mein Mineralwasser.

Bitte, krieg ich nun meinen Tee?

Darf ich Ihnen einen kleinen Armagnac anbieten?

Die Garderobe von Monsieur!

Wiedersehen, Monsieur.

- Das ist Ja ganz gut gelaufen. - Wir haben alles gegeben.

Ein Segen, dass ich hier war!

Die Typen von Duchemin kenne ich alle!

Die legen mich nicht mehr rein!

"Die Typen von Duchemin Kenn ich alle!"

Wünschen Herr Direktor ins Büro zu fahren?

Nein, wir haben noch Zeit. Gehen wir noch zum Japaner.

Sie werden sich noch überarbeiten.

In einem Monat muss das Buch fertig sein.

Und dann löst mich mein Sohn ab.

Glauben Sie, er kann das nicht?

Wieso? Ich hab nichts gesagt.

Sie haben 'ne Grimasse gemacht!

- Aber ich versichere Ihnen... - Mein Sohn wird Chef, basta!

Victor! Wir pflanzen Sojabohnen! Da, da und da!

- Soja? - Soja!

Herr Generaldirektor...

- Morgen, meine Herren! Dubreuil! - Herr Direktor?

Wie fanden Sie das "Coquille d'Or"?

Das Menü war ganz ausgezeichnet!

Fast zu gut. Ich denke, ich wurde erkannt.

Ist der Bericht fertig? Sehr gut!

- Vielleicht sollte noch mal jemand... - Nein, das geht schon.

Marguerite!

Hab ich im richtigen Moment angerufen?

Ja, schreiben Sie:

Japanisches Restaurant "Kobe". Vom Soukiyaki über das Tepanyaki

über das Chochimi und das Chabou Chabou

springt und wirbelt und flattert alles,

um dann wie durch Zauberhand auf dem Teller zu landen.

Herr Generaldirektor, im Studio wären alle für die Fotos bereit.

Guten Tag, meine Herren!

Ist auch alles da? Gut, dann fangen wir an.

Und zur Inspiration: Musik!

Das ist Wagner! Der ist was fürs Großwild!

Für Wildschweine und dergleichen!

Für ein Hühnchen mit so reizvoller Blässe

oder den Hummer a la Roskoff

muss etwas anderes her.

Suchen Sie etwas Leichtes, Subtiles, Flüssiges!

Beeilung!

Wird der Guide zum festgelegten Datum fertig?

Etwa 100 Restaurants fehlen noch,

aber wenn wir uns beeilen,

ist der Entwurf in ein paar Tagen fertig.

Behält das "Petit Versailles" seine Sterne?

Das ist eine delikate Sache...

- Der Schneider erwartet Sie! - Komme.

Wenn man Sie wie einen Penner empfangen soll

und Sie bei jedem Muschelgericht und dem Anblick der Rechnung.

Ihr Leben riskieren wollen,

gehen Sie ins "Aux Delices de l'Ocean"!

Wenn Sie weiter so herumwirbeln,

können Sie vor der Academie Francaise

in Unterhosen auftreten.

- Ich halt ja schon still! - Das Atelier! - Ja, komme!

Hallo? Ja! Nein!

Ja. Ja? Nein!

- Ihr Dentist. - Guten Morgen, M. Duchemin.

Ich habe doch gar keinen Termin.

Sie sind nicht gerade einer meiner einfachsten Klienten.

Wie wär's morgen? Mir ist heute irgendwie...

Ich hab meinen Apparat dabei!

Ist das wirklich alles nötig?

Machen Sie bitte den Mund auf.

Den Mund! Den Mund!

- Der Test für den Kindernachtisch. - Sehr wichtig!

1 von 20.

2 von 20.

- Null. - M. Godefroy!

Ich habe hier zwei Degengriffentwürfe

für Ihren Auftritt bei der Academie.

Der erste stellt eine Hühnerkeule auf einem Putenflügel dar.

Der zweite eine Putenkeule auf einem Hühnerflügel.

Sie haben zumindest Fantasie! Ich nehme den ersten.

Noch ein paar Unterschriften, die Post muss gleich raus!

Das hier - sofort abschicken.

Und das hier... Es ist alles in Ordnung!

Sie dinieren im "Richelieu-Matignon".

Ich sollte einen Tisch dort bestellen.

- Ist mein Sohn da? - Er arbeitet auf seinem Zimmer.

Gerard! Gerard, bist du da?

- Was machst du da? - Eine Studie über Eier.

Du arbeitest zu viel!

Mittags und abends je 3 Restaurants, dazu noch die Praxis!

- Das ist doch normal. - Man muss auch mal entspannen!

- Du isst heute Abend da! - "Richelieu-Matignon".

3 Sterne! Dort kostest du alle Spezialitäten!

Ohne Kostenlimit!

Danke, aber heute wollte ich...

Vergiss deine Vorstadt-Restaurants!

Heute wird geschlemmt! Aber zieh dich um! Anzug, Krawatte.

Hübsch sieht er aus!

Sagt mal, ist Roland schon da?

Mist. Was soll denn das? Ihr Ferkel!

Salut!

Schaut euch das an!

Roland, ich hab heute Abend ein kleines Problem.

- Du spielst nicht? - Doch, aber ich muss vorher essen.

Ok, dann trittst du im 2. Teil auf.

Schick mir Ficelle ins Lokal, wenn er fertig ist. Er ersetzt mich.

Hier der Zirkus, da der Verlag. Wie lange willst du das noch machen?

Ein Glück, dass das so ist! Unsere Einnahmen reichen doch nie.

Wir spielen Ja nur In der Provinz, wo keiner Geld hat'!

Wir brauchen das Geld, das ich damit verdiene.

Irgendwann musst du dich entscheiden.

Aber ja, ich komm zum Zirkus!

Die Abrechnung von heute. Die Ausgaben stehen hinten.

- Guten Abend. - Ich nehme die Melone mit Portwein,

dann das Ei in Aspik und die Kräutermakrele,

dann die Gänseleberpastete, Flusskrebs im Sud...

- Statt der Gänseleberpastete? - Nein, beides.

Ich bin noch nicht fertig!

Dann nehme ich gegrillte Meerbarbe und ein Bressehuhn à la Francaise.

Dann den Kalbskopf... Nein, lieber ein Stück Ziegenkäse.

Also erst den Ziegenkäse und dann den Kalbskopf.

Wie ist denn Ihr Sauerkraut?

Ganz gut.

Gut, eine kleine Portion zum Kosten.

Geht es schnell? Ich habe es etwas eilig.

Aber ja.

Sieh dir das an! Das darf doch nicht wahr sein!

Hierher kommen wir nie wieder!

- Wo wollen Sie hin, junger Mann? - Ich werde erwartet.

Du bist spät!

Ich musste durch die Hintertür rein.

Der Herr isst für mich weiter. Denk an die Rechnung!

Wer von euch will mit Jumbo spielen?

Moment! Dann soll Jumbo selbst wählen.

Jumbo, du hast die Wahl! Los!

- Vielleicht hat er Durst! - Hier! Hier! Trink, Jumbo!

Er will nicht trinken!

Er hat mir die Flasche gestohlen!

Mein Herr, Jumbo hat Sie gewählt.

Kommen Sie!

Ja, es kostet nichts!

Hört auf! Wisst ihr nicht, wer das ist?

Das ist unser Präsident!

Mach, dass du hier rauskommst! Sollen wir ihn saubermachen?

Das ist er gar nicht!

Als ich gestern über meinen Sohn sprach, zogen Sie eine Grimasse.

Herr Direktor, ich...

Ich habe es gesehen, Sie machten...

Mein Sohn! 3 Restaurants gestern Mittag!

Und abends das "Richelieu-Matignon".

Hier, die Rechnung! Gucken Sie nach vorn!

Manche Gerichte hat er sogar zweimal gegessen!

Halten Sie!

Guten Tag!

Ich habe einen Tisch für mich reservieren lassen.

Ich bin Mr. Young.

Schieben Sie Ihren Arsch in die Ecke.

Gern.

Die Karte, bitte!

- Danke! - Was wollen Sie?

Tomatensalat...

und ein Entrecôte Bordelaise.

- Mit Cola? - Oh, nein!

Mit Jungem Beaujolais!

Sehr, sehr gut! Wirklich wunderbar!

Aber noch sehr jung...

Wo ist die Toilette?

Am Ende des Korridors links, immer den Fliegen nach.

Zweimal frittieren!

- Was suchen Sie hier? - Was? Ist das die Toilette?

- Steht's hier aus wie 'ne Toilette? - Ja... Nein!

- Ich sagte, am Flurende links. - Ja, genau!

Danke.

Die Rechnung, bitte!

Die Rechnung ist aber sehr...

Wer es sich nicht leisten kann, muss picknicken.

Analysieren Sie mir das mal, Gauthier.

Ja, wird sofort erledigt.

Wie war die Rundreise durch die Provinz?

Darüber wollte ich mit Ihnen reden.

Offenbar werden alle größeren Restaurants

von einer sehr großen Firma gekauft...

Welche Firma?

Die Tricatel-Kette, soweit ich weiß.

Die mit den Autobahnimbissen?

- Jetzt wollen sie groß einsteigen. - Das haut mich um! Sicher?

- Offizielle Beweise habe ich nicht. - Ich muss es aber genau wissen!

Der Guide erscheint in einem Monat und ich will diesem Dosenverkäufer

nicht unwissentlich Sterne geben!

Sie wünschen?

Der Klempner, die Heizung ist kaputt.

Guten Morgen, meine Herren!

Ich soll die Heizung überprüfen.

Ich bin gleich zurück.

Herein.

Entschuldigen Sie, es geht um den Klempner...

- Klempner? - Der, der Ihre Heizkörper prüft.

- Interessiert mich nicht! - Ich halte ihn für unecht!

- Ich verstehe gar nichts. - Der Klempner...

Der ist kein Klempner. Ich war selbst mal einer.

Ich habe es sofort gemerkt.

- Marguerite! - Ja, bitte?

Prüft gerade ein Klempner die Heizungen?

Das kann nicht sein, die Prüfung war vor einem Monat.

- Ja, Herr Generaldirektor? - Ganz ruhig, Dubreuil!

Ich frage und Sie antworten nur mit "ja". Verstanden?

- Verzeihen Sie, Herr Direktor... - Soll ich Sie feuern?

Ja, Herr Direktor, selbstverständlich.

Gut. Ist der Klempner noch da?

- Ja, noch dabei. - Sie sollen...

Ja.

Lächeln Sie! Denken Sie an was Schönes!

Danke, Herr Direktor!

Sie gehen jetzt lässig aus dem Büro

- lassen den Klempner machen und kommen zu mir! - Ja.

Wiederholen Sie, was ich sage:

"Einen Aperitif mit Ihnen im Druckraum? Ich eile!"

Einen Aperitif mit Ihnen im Druckraum? Ich eile!

Ich erwarte Sie.

- Soll ich das auch wiederholen? - Idiot!

Versammeln Sie alle hier!

Festnehmen!

Er flitzt durchs Fenster! Sie runter! Sie hoch! Schnell!

Marguerite!

- Mein Kronleuchter! - Herr Direktor!

Hier herum...

Papa!

Bringt ihn in den Redaktionsraum!

- Und ich? - Schnell, eine Leiter!

Halten Sie durch, Leiter kommt schon!

- Wir brauchen doch keine Leiter! - Mein Bein!

Haben Sie Schmerzen?

Rufen Sie einen Krankenwagen!

Aber der Guide soll doch in einem Monat erscheinen!

Rufen Sie das Arbeitsamt an, wir brauchen einen Ersatz für Sie!

Lasst mich mit ihm allein!

Für wen haben Sie das geklaut?

Für wen haben Sie das geklaut?

Wie viel hat man Ihnen dafür geboten?

Ich zahle Ihnen...

Ich zahle Ihnen 200 Francs,

wenn Sie mir sagen, wer dahinter steckt.

Er will nicht reden. Gut, geh zu deinem Wagen und warte auf mich.

- Keine Widerrede! - Ja, Papa. Ich ziehe mich um...

- Haben Sie noch die Entwürfe vom letzten Jahr? - Aber ja.

Also: Wir lassen den Klempner in 10 Minuten damit entwischen.

Er kommt gleich!

Stehen bleiben!

Bleib dran!

Kleb nicht so an ihm dran!

Schneller, wir verlieren ihn!

- Links! Und fahr über Rot! - Aber... - Das ist egal!

Geh ihm hinterher!

Tag, Lambert! Sie haben's?

Jetzt wissen wir, wer die Sterne kriegt!

Auf die werden wir uns konzentrieren!

Jetzt wissen wir welche, bevor die es selber wissen.

Wenn ich etwas sagen darf: Sie sind fast so was wie ein Genie.

Sie dürfen! Sie dürfen. Ich denke es ja auch.

- Was haben Sie dafür bezahlt? - Eine Million. Alte Francs.

Ich hab nur 32 Francs dafür bezahlt.

Das sind die Akten für den alten Guide!

Aber, Herr Generaldirektor...

Kommen Sie mal!

Na los!

Nehmen Sie die Brille ab.

- Aufhören! - Warum?

- Ich rede mit der Gewerkschaft! - Das war doch wohl verdient.

Vielleicht, aber zwei reichen!

Wir können alles in Ruhe besprechen.

Bitte?

Ich suche einen Herrn aus dem Aufzug.

Er trug einen hellen Anzug, gemustert, mit Karos.

- In welcher Angelegenheit? - Er hat seinen Füller verloren.

- Ich bringe ihn zurück. - Der gehört sicher M. Lambert.

Er ist der Assistent von Tricatel

und freut sich sicher über den Füller.

Tragen Sie hier bitte Ihren Namen ein.

Nein, nein.

Na, gut. Danke.

- Und? - Ich hab meinen Füller eingebüßt.

Aber ich weiß, wer dahinter steckt! Der Typ heißt Lambert.

Lambert? Wer soll denn das sein?

Der Assistent des Chefs von Tricatel.

Tricatel? Jacques Tricatel?

Ja, der Typ von den Autobahnimbissen.

Mein Sohn, diesen Tricatel werde ich mir kaufen!

M. Bouvard! M. Duchemin ist am Telefon!

Der von dem Gastronomie-Führer?

- Hallo? - Lieber M. Bouvard!

Sie haben mich doch eingeladen zu Ihrer Sendung.

- "Alle Schläge sind erlaubt". - Aber Sie lehnten immer ab.

Diesmal sage ich zu.

Toll! Sie sind der Letzte, der noch fehlte.

Ich habe eine Bedingung.

Mein Gegner soll Tricatel sein.

Kein Problem!

Tricatel gegen Duchemin, das wird ein Renner!

Aber wird er zusagen?

Das ist Ihr Problem, aber ich habe einen Tipp für Sie:

Er muss davon überzeugt sein, dass die Idee von ihm allein stammt.

Sie können sich nicht vorstellen, wie geschmeichelt ich mich fühle,

- der Star Ihrer Sendung zu sein. - Ich schätze mich glücklich!

Heutzutage sind Leute Ihres Formats knapp gesät.

Da stimme ich Ihnen zu. Außerdem bin ich sehr telegen.

Wenn ich da bin, sieht man nur mich. Bitte sehr!

Das einzige Problem ist,

einen Gegner zu finden, der mir gewachsen ist.

Es soll ja nicht irgendwer sein.

Ich habe schon darüber nachgedacht und eine Liste dabei.

Alles Personen Ihres Formats.

Lacour... Grotesk!

Gavavere? Hält 3 Minuten durch.

- Warum ist der Name durchgestrichen? - Welcher?

- Duchemin. - Der hält doch wohl nicht durch!

Da bin ich anderer Meinung. Der wäre ein perfekter Gegner.

Aber wie soll man ihn überreden?

Mit etwas Heuchelei ginge das.

Man müsste ihn überzeugen, dass alles seine Idee war.

Was halten Sie davon?

Sie haben das Format eines Machiavelli.

Halt, halt! Sie verstehen mich falsch.

Ich habe es allein geschafft.

Für die nächsten Tage brauchen Sie mehr Energie!

Sie müssen in absoluter Topform sein!

Sie kennen meinen Gegner, oder zumindest seinen miesen Ruf.

Bis jetzt ignorierten wir ihn. Das war ein Fehler,

der verhängnisvoll werden kann.

Die Gefahr wird zu groß,

wir müssen ihn auf seinen Platz verweisen!

Uns stehen schaurige Prüfungen bevor.

Es ist durchaus essbar.

Es ist von Tricatel. Da müssen Sie durch.

Ich brauche umfassendste Informationen!

Ich brauche schnell einen kompletten Bericht über Tricatel!

Meine Herren, guten Appetit!

- Wollen Sie es wieder gutmachen? - Ja, Herr Generaldirektor.

Sie verfolgen Duchemin.

Er informiert sich sicher auch über mich.

Ich möchte wissen, was er macht.

Ich soll ihn also ständig verfolgen?

Genauso. Sie werden mich über alles informieren.

- In Ordnung. Wann geht's los? - Wenn Sie den anderen fertig haben.

Ich muss mit dir sprechen, Papa.

Ich spiel dir schon viel zu lang etwas vor.

Sieh mich nicht so an.

Damit jagst du mir keinen Schreck ein.

Also: Ich werde dich verlassen.

Marguerite!

Ja?

- Wer sind Sie? - Ihre neue Sekretärin.

- Wie heißen Sie? - Marguerite, und Sie?

Zu mir sagt man: Herr Generaldirektor!

Wie alt sind Sie?

22, und Sie?

- Können Sie Steno? Fremdsprachen? - Aber ja!

Einige. Parla italiano. l speak English.

Muy bien. Schreiben Sie:

Wenn Sie binnen kurzem an einem Magengeschwür sterben wollen,

dann gehen Sie ins "Dindon Farci",

ein neues Lokal in der Pariser Vorstadt.

Ich muss mit dir reden. Es ist sehr wichtig!

Das ist die Vertretung. Sie heißt Marguerite, wie die andere.

Wolltest du mir nicht was sagen?

Nein. Ja... Das machen wir später.

- Das ist mein Sohn! - Sind Sie da sicher?

Also bitte! Schreiben Sie!

Schon das Horsd'œuvre wird nach Wunsch mit Staubschicht serviert.

Die Jakobsmuscheln werden mit einer Ölschicht gereicht...

Im "Dindon Fareci" bekommen Sie das übelste Essen ihres Lebens,

und das mit beispielhafter Regelmäßigkeit.

Alles ist ungenießbar!

Außer an Sonntagen, da ist geschlossen.

- Was gibt es denn? - Ich habe nur nachgedacht.

Wir starten morgen zu einer Rundreise durch die Provinz.

Du musst mitkommen. Es ist sehr wichtig!

Ja. Nein! Morgen kann ich leider nicht.

Ich habe einen Haufen Verabredungen...

Nix da! Es ist meine letzte Reise.

Die möchte Ich mit dir zusammen machen.

Ich zeige dir noch ein paar Tricks.

- Ja, es ist schade, aber ich... - Nein?

Wo war ich?

Ich hab morgen was Wichtiges zu diktieren.

Jederzeit.

- Wohnen Sie weit weg von hier? - Ziemlich. Bringen Sie mich heim?

Na ja... Ja.

Sehr nett. Mir tun nämlich die Füße weh.

- Macht Ihnen das was aus? - Nein.

In Holland tragen wir alle Holzschuhe.

- Ach, Sie sind Holländerin? - Ja.

Sind Sie immer so schnell mit den Sekretärinnen?

Sie sehen gar nicht aus wie der Sohn des Chefs,

der sich auf alle Frauen stürzt.

Schüchtern, was?

Darf ich Sie morgen zum Essen einladen?

Ich würde gerne zusagen.

Aber Ihr Vater bat mich,

ihn auf seiner Rundreise zu begleiten.

- Ach. Sie verreisen mit meinem Vater! - Ja, für ein paar Tage.

Tut mir Leid. Wir holen das nach. Danke.

- Ich begleite dich jetzt doch, Papa! - Wunderbar, mein Sohn.

Dann sage ich Marguerite, dass sie hier bleiben soll.

Oder sollen wir sie mitnehmen?

- Sie könnte nützlich sein. - Na gut.

Ein kleines Halbes für mich! Morgen früh geht's los!

- Wohin denn? - Ich muss mit meinem Vater weg.

Ihr kommt mit dem Zirkus nach, und wir treffen uns abends.

Eine Provinztour?

Hartnäckige Gerüchte besagen, dass Tricatel im Begriff ist,

gewisse Restaurants aufzukaufen, die für ihre Küche bekannt sind.

Dieser finstere Typ hat sein Zerstörungswerk

noch nicht aufgegeben!

Er will die letzten Bollwerke

erstklassiger französischer Küche ausradieren!

Oder er will verhindern, dass die Franzosen vergleichen!

Ich glaube, wir werden verfolgt.

Verfolgt? Von wem?

Seit etwa 2 Stunden folgt uns ein weißes Auto.

Fahren Sie langsamer, wir prüfen das.

Ich kann ihn abhängen, wenn Sie wollen.

Wie denn?

- Indem ich Gas gebe. - Nein! - Können Sie?

- Nur keine Sorge. - Dafür ist es zu spät.

- Geben Sie Gas! - Vielen Dank!

Festhalten!

Bitte nicht so leichtsinnig!

Das schaffen wir!

- Hatten Sie Angst? - Nein, ich liebe das.

- Und Sie? - Ich auch, ja.

Niemand darf uns erkennen!

Also ich bin der Opa, der euch auf der Hochzeitsreise begleitet.

Ich habe an alles gedacht.

Steckt diese Ringe an, so wirkt es echter.

- Herzlich willkommen! - Guten Tag. Ich habe 3 Zimmer reserviert.

Eins für mich, eins für das junge Paar

und eins für den Chauffeur.

- Auf welchen Namen bitte? - Monsieur de Nedelec.

- Wollen Sie auch speisen? - Natürlich!

Also, Gerard und ich hier und Marguerite gegenüber!

Ich möchte die Hochzeitsnacht mit meinem Mann verbringen.

Wo habe ich meinen Kopf? Schwiegertochter und Sohnemann da.

Und ich natürlich dort.

Nicht schlecht!

- Ich nehme das hier. - Ich auch.

- Worauf wartest du? - Ich... mein Koffer.

Du wohnst gegenüber! Wir sind hier, um zu arbeiten!

Wir essen in einer Stunde.

Nein, das ist meins!

Herein!

Sie haben meinen Koffer. Das ist Ihrer.

Ich bringe ihn rüber.

- So. - Danke.

Jetzt hast du meinen Koffer genommen!

- Na, bitte! - Ich hole Ihren.

- So, da ist er. - Ja, danke schön.

Das ist Ihrer.

- Was machen Sie da? - Das ist mein Zimmer.

Es ist meins! Da ist mein Bett und...

Gehen Sie rüber! Los!

Marguerite, das ist Ihr Zimmer!

Du bleibst da!

- Das ist ihr Koffer! - Ja, das ist meiner!

- Und wo kommt das hin? - Ich hab doch alles erklärt!

Mein Sohn und meine Schwiegertochter dort, ich da.

Gerard, mein Koffer!

Analysiere genau, was du isst.

Romanée Courti, 1964.

Oh, Pardon.

Er ist vollmundig, hat Fleisch und ist trocken am Gaumen.

Sie können einschenken.

Ficelle, geh und sag Gerard Bescheid.

Er isst da drüben mit seinem Vater.

- Kann ich Ihn wieder ablösen? - Spinnst du?

Guten Abend!

Oh, man riecht förmlich, dass hier am Tisch Künstler sind.

So riechen sie. Kaufen Sie eine meiner Zeichnungen,

ehe sie ein Vermögen wert sind! Sehen Sie!

Das erste Bild zeigt einen Zirkus.

Aber das ist noch nicht alles.

Das hier ist ein trauriger Clown.

Was ist auf dem dritten Bild? Ein Schauspieler, der nicht da ist!

Ein Künstler, aber er ist nicht da. Und man wartet und wartet!

Trotzdem kommt der Künstler einfach nicht!

Raus! Wir sind doch kein Flohmarkt! Verkaufen Sie Ihr Zeug woanders!

- Ihr seid Zeug! - Unglaublich.

Ich muss kurz mal telefonieren. Entschuldigt mich.

Es sind ganz sicher die an Tisch 5. Da kommt sein Sohn.

Sollen wir ihn saubermachen?

Achtung!

Das ist er ja gar nicht! Er ist es nicht!

- Tut mir Leid! - Du hast aber lange telefoniert.

Tut mir Leid, es ist etwas kompliziert.

Ich war auch telefonieren. Aber ich habe dich nicht gesehen.

Ja, ich war extra draußen telefonieren.

Niemand sollte mich hören. Es war wichtig.

Das war merkwürdig gestern Abend. Zu Anfang war alles mittelmäßig.

Lasche Gerichte, woher auch immer, aber gut serviert.

Und im zweiten Teil war alles wunderbar!

- Ob die mich erkannt haben? - Möglich.

- Sind wir heute wieder ein Paar? - Nein!

Für heute Abend habe ich mir etwas anderes ausgedacht.

- Guten Abend. - Wir haben 3 Zimmer reserviert.

Für den Baron de la Courneuve?

- Kann jemand die Koffer tragen? - Ich habe leider kaum Personal.

- Vielleicht könnten Sie selbst... - Bin schon dabei.

Chef, Ich bitte Sie!

- Die haben Sie aber gut erzogen! - Sie haben sich sehr verbessert.

Das ist nicht schlecht. Wie findet ihr's?

Ausgezeichnet.

- Sehr anständig. - Das ist Ja nicht normal!

- Dafür ist Frankreich eben ein Markt. - Ist da Bier drin?

Was macht er denn da?

Was macht er denn?

Was machen Sie?

Papa! Die Wirtin kommt!

Verzeihen Sie, Baron.

- Sie werden am Telefon verlangt. - Danke.

Soll ich gehen?

Danke, zu liebenswürdig, Herr Di...

Worauf warten Sie noch?

- Hallo! - Guten Abend, Duchemin!

Wie läuft die Reise?

- Haben Sie 'ne Telefonzelle? - Die ist gerade besetzt.

Ich kann dem Baron gern was übermitteln.

Wie? Verstehe. Clever!

- Ich höre. - Findest du es nicht seltsam,

dass du als Duchemin einen Sohn hast,

der als Clown im Zirkus arbeitet?

- Wiederholen Sie! Ich verstehe nicht! - Du verstehst mich sehr gut.

In Kürze wird dein Sohn wieder hinausgehen,

um zu telefonieren. Folge ihm!

- Wer ist denn da? - Dein Gegner von "Alle Schläge sind erlaubt"!

Ich richte es aus.

Da war ein Spaßvogel dran, Herr Baron.

Entschuldigt, ich muss mal schnell telefonieren.

Ich auch.

Ich auch.

Vielen Dank! Für die nächste Nummer

brauchen wir einen Freiwilligen! Wer möchte?

Ich kann die Kinder nicht hören!

Jumbo sucht sich jetzt jemanden aus.

Wähle, Jumbo. Er hat Sie gewählt!

Setzen Sie sich hier auf den Stuhl.

Setzen Sie sich. Jumbo rasiert Sie jetzt gratis.

- Jumbo, seif ihn ein. - Bravo, Jumbo!

Los geht's! Sehr schön macht er das!

Halt! Ihr habt euch geirrt!

Geh zur Seite!

Das ist unser Präsident!

Wir müssen ihn säubern!

- Bist du jetzt traurig, Papa? - Nur keine Sorge.

Aber ich hätte es gern anders erfahren.

Ich wollte schon länger mit dir reden.

Machst du das schon lange?

Ich hatte vor einiger Zeit Schauspielunterricht.

Das gefiel dir nicht besonders.

Du bist freiwillig bei mir geblieben!

Aber dann habe ich das hier aufgezogen.

Und das läuft?

- Wir sind am Anfang. - Die Leute lachen über Schaum?

Du meinst, die Leute lachen, wenn ich dich mit dem Eimer bekippe?

Vielleicht.

- Es hat versagt. - Wie du.

Du willst sie nicht zum Lachen bringen.

Das muss man wollen?

Ja, das muss man.

Ich will keinen zum Lachen bringen und auch selbst nicht lachen!

Mach deinen Quatsch weiter! Tschüss!

Du bist gekündigt!

Aber die Show geht weiter!

Darf ich mal durch?

Sie haben noch nicht fertig gegessen.

Ich bin satt. Es war sehr gut.

- Sie werden aufessen. - Lassen Sie mich durch!

Nein. Sie kommen erst mal mit in die Küche!

Fassen Sie mich nicht an!

- Essen! - Das werde ich nicht tun.

- Oh doch. - Was soll das?

- M. Duchemin. - Wer?

Sie sind Duchemin!

Erinnern Sie sich an das "Relais des Cigales"?

Italienische Spezialitäten! Mein Laden war immer voll!

Dann nahmen Sie mir die Sterne weg!

Erinnern Sie sich jetzt?

Sie haben mich ruiniert! Los, essen!

- Schmeckt nicht gerade gut, was? - Sogar sehr schlecht.

Heute bin ich nur Geschäftsführer, und serviere diesen Mist.

Aber es schmeckt wie im "Relais des Cigales".

Das mag sein. Aber da kochte ich den Mist wenigstens.

- Das waren Sie nicht? - Nein!

Ich bekomme täglich eine Lieferung aus der Fabrik des großen Chefs.

- Fertig? - Es war sehr gut.

Wann Schluss ist, bestimme ich! Sie essen hier weiter!

Jetzt gibt es Schnecken. Gina, serviere!

Essen!

Los, hopp, hopp.

Die sind scheußlich, was?

Los, noch eine!

Fürchterlich, nicht? Gina, die Austern!

So, los. Sind ja nur drei.

Ein Kunde hat sie übriggelassen.

Los, essen!

Was ist denn?

Ach, das ist ja ulkig!

Weiter. Schön langsam.

Entzückend!

- Die sind doch nicht frisch! - Nein, aber es sind ja nur 3.

- Der nächste Gang! - Bohneneintopf.

- Die Sauerkrautplatte! - Nein!

Los, los!

- Huhn im Topf! - Nein!

Huhn im Topf! Los!

- Das ist ganz schön widerlich, was? - Man gewöhnt sich nicht dran.

Das wird man müssen, denn bald gibt es nichts anderes mehr!

Jetzt noch ein Dessert, Ja? Nur ein kleines, los.

Es muss sein! Sie essen alles, was wir in der Küche haben!

- Ich mag nicht. - Alles!

Und nun? Ziehen wir weiter oder gehen wir nach Paris zurück?

Keine Ahnung, morgen sehen wir weiter.

Waren Sie auch drin?

Ja, ich hab die Vorstellung gesehen.

- Haben Sie mich verraten? - Nein, ich schwöre es!

Ich hatte selbst keine Ahnung. Gehört das hier alles Ihnen?

Fast alles.

Brauchen Sie keine Sekretärin?

Schon, aber wir können Sie nicht bezahlen.

Ich mache Ihnen einen Sonderpreis.

Worauf warten Sie?

Ich kann nicht rein, mein Vater hat mich rausgeschmissen.

Dann schlafen Sie mit in meinem Zimmer.

Keine Angst, ich werde Ihnen schon nichts tun.

- Gar nichts? - Kommen Sie. Ganz kameradschaftlich.

Seien wir leise, ich will Vater nicht wecken.

Papa! Was ist denn los? Was hast du denn?

Was ist los mit dir?

- Klinik... Klinik... - Du willst in die Klinik?

Unbeschreiblich war das! Henri, nicht so schnell!

So sind wir schneller da.

Er bedrohte mich mit der Flinte und ich musste alles essen.

- Gerard! - Ja, Papa?

- Lass mich nicht im Stich. - Du hast mich doch gefeuert!

- Warte noch die Sendung ab. - Schmeiß mich raus, wann du willst.

- Sie müssen essen! Das ist gut... - Nein! Später.

- Dann eben eine Appetit-Spritze... - Spritzen? Unglaublich!

- Der Arzt versprach mir... - Er hat sie angeordnet.

Sie lügen! Keine Spritzen! Doktor!

Oh, dir geht's besser?

Noch eine kleine!

Nur eine kleine noch.

Gerard! Koste das!

- Was Ist das? - Rind.

- Schmeckt es nach was? - Schmeckt nach Rind.

Das sind grüne Bohnen.

- Wonach schmeckt das? - Nach grünen Bohnen.

Fahr in dieses Restaurant und bestell alles,

was auf der Karte steht.

Soll ich das auch alles essen?

Nein. Du lässt alles hierher bringen.

Für mich!

Es hat geklappt. Ich hab ihn!

- Na, endlich! Wo ist er? - In einer Klinik.

- Wieso das denn? - Er lässt sich gesund pflegen.

- Was hat er denn? - Das weiß ich nicht.

- Finden Sie das raus! - Wie?

Lassen Sie sich was einfallen!

Ich kenne all diese Gerichte gut und weiß, woher sie kommen.

Ich will alles kosten, und du sagst mir nicht, was es ist.

- Los! - Mund auf.

Deine Hand.

Ein anderes Bier!

Deine Hand.

Ich hab meinen Geschmackssinn verloren!

Alles schmeckt wie Watte und Wasser.

Ich konnte immer alles herausschmecken! Und jetzt? Nichts!

- Was haben Sie denn gespritzt? - Das, was Sie verordneten.

Ich hab den Geschmackssinn verloren!

Ich esse Fleisch und Fisch und schmecke nichts!

Der Wein schmeckt wie Wasser. Was hab ich nur?

- Ageusie. - Was ist das?

Es kommt aus dem Griechischen

und bedeutet 'partieller oder gänzlicher.

Verlust des Geschmackssinns'.

- Das kann dauern. - Das ist ja furchtbar!

Das kriegen wir schon wieder weg.

Morgen hab ich das TV-Duell mit Tricatel

und den Empfang bei der Academie Francaise.

Wenn rauskommt, dass Charles Duchemin,

Herausgeber des berühmten Guide Duchemin,

den Geschmackssinn verloren hat, dann brüllt die Welt vor Lachen!

Ageusie.

- Ageusie? - Er leidet an Ageusie.

Es kommt vom Griechischen Wort für "Verlust"

und "geusis", dem Wort für Geschmack.

- Verlust des Geschmackssinns. - Ja klar, Ageusie.

Was? Duchemin hat den Geschmackssinn verloren?

Er schmeckt nichts mehr. Ageusie.

- Sind Sie sicher? - Er hat Angst, dass es bekannt wird.

Der alte Duchemin hat seinen Geschmackssinn verloren!

Und er will nicht, dass es bekannt wird!

Verzeihung! Wo ist das Zimmer von M. Duchemin?

Mit "D" am Anfang.

Zimmer 179 im 3. Stock. Sie können den Fahrstuhl benutzen.

Papa!

- 'Ne Horde Journalisten will zu dir! - Was, hierher?

Sie sind unten in der Halle, aber sie kommen!

- Wir müssen hier weg. - Wie denn?

Ich würde sagen...

Warte hier!

Nehmen wir die Hintertreppe.

Sie kommen! Beeil dich!

Schnell, hier drauf!

Seht mal seine Fieberkurve!

- Geht's? - Wohin fahren wir? - Zum Parkhaus.

Schnell, da ist er!

Halt dich gut fest!

Nicht anfassen!

Das ist er nicht. Wo ist er?

Was soll das?

Ich will nicht fotografiert werden!

- Da ist er! - Los, komm!

Schnell, macht Fotos!

Hier werden dich die Reporter nie finden.

- Ich kann doch nicht im Pyjama bleiben! - Warum nicht?

Ich rufe Marguerite an, sie soll dir einen Anzug bringen.

- Was mache ich bis dahin? - Bis dahin setzt du dich hierhin.

Ich hole dir was zum Spielen.

Das ist Suzy, sie mag keine neuen Gesichter.

Komm, Süße.

Das ist mein Papa. Viel besser als der Pyjama ist das auch nicht.

Man kann damit unter die Leute.

Papa! Wo willst du denn hin?

Mir muss etwas einfallen, sonst macht mich Tricatel...

Was denn?

Die Fabrik von Tricatel muss hier in der Nähe sein.

Da muss ich rein! Meine einzige Chance!

- Aber Papa, in deinem Zustand! - Zustand? Und ob!

Ich kann nicht mal mehr richtig wütend werden.

Du kannst nicht mehr wütend werden? Das kann ich für dich!

Du gehst jetzt in den Wohnwagen, schluckst deine Medizin und wartest!

- Gut. - Geh!

Die ist so gut bewacht! Wie sollen wir da reinkommen?

Ich finde es heraus. Aber du kommst nicht mit.

Ich bin also zu nichts mehr nütze, erledigt!

- So war das nicht gemeint. Aber es Ist gefährlich! - Ja, Ja.

- Geht's? - 'N bisschen schwindlig.

Mach das Ding zu!

- Mach das Ding zu! - Ich bin da.

Marguerite, mach es schnell zu!

Sie wird uns auf dem Hof absetzen.

- Mein Gegner ist noch nicht da. - Nein.

Er wird seine Kräfte bis zuletzt schonen.

Daran tut er gut.

- Ach so? - Sie werden überrascht sein.

Wir haben noch 20 Minuten. Setzen Sie sich schon mal hin.

Da?

Ich kann's kaum erwarten!

Siehst du, es ging gut.

- Warum bleibt der nicht hier? - Das geht nicht.

Komm!

Chef, sehen Sie mal.

- M. Tricatel, Entschuldigung... - Ja, was ist?

Der Sicherheitsdienst der Fabrik rief an.

Steht sie in Flammen?

Nein, zwei Männer sind dort eingedrungen.

Dafür ist doch die Polizei da.

Der Beschreibung nach handelt es sich um Duchemin und seinen Sohn!

- Duchemin ist in meiner Fabrik? - Genau.

- Sollen wir die Polizei rufen? - Nein! Haltet sie da bloß fest!

Wollen Sie damit sagen, dass...

Produzieren wir halt 'n paar Dosen mehr.

Na los!

Schon so spät! Weiter!

Sie haben Produktionseinheit 3 aktiviert.

Da, guck dir das an!

Komm jetzt!

- Was ist das? - Meine Uhr! Zeit für die Spritze!

Nun hab dich nicht so, ist gleich vorbei.

- Meine Uhr! - Was?

Meine Uhr! Los, hol sie!

Warum immer ich?

Gerard! Gerard!

Gerard, antworte doch!

Es ist nicht kalt. Gar nicht kalt.

Sie gehen ins Labor!

- Eckige Eier und eckige Hühner! - So kann er sie besser verpacken.

- Der Hahn hat keine Federn. - So muss man ihn nicht rupfen.

Koste!

- Das ist Petroleum! - Das habe ich erwartet!

Sieh mal her!

Und heraus kommt Fleisch!

- Los, koste! - Nein! - Los! - Nein!

Langsamer! Ihr dürft sie nicht einholen.

Drängt sie in die Kühlhalle.

Bleibt vor der Tür. Sie haben nur eine Chance rauszukommen.

Da geht's raus!

- Komm, wir verkriechen uns. - Nein!

Das ist eine Falle! Gib mir deine Krawatte.

Sie sind abgefüllt.

Da lang!

- Die ist zu. - Warte!

Hilf mir.

Du glaubst, dir machen dir einfach so die Tür auf?

Die tun alles, um uns hierzubehalten.

Wir kommen hier schon raus.

Hat geklappt!

Polizei!

- Die weichen nicht aus. - Ich halte nicht an.

Mist!

Liebe Sportfreunde, guten Abend.

Ich sage mit Absicht Sportfreunde,

denn obwohl kein Sportverein hier antritt,

wird es heute sportlich werden.

Heute Abend sind "alle Schläge erlaubt".

Wir haben 150 Konserven mehr produziert.

- Ausgezeichnet. - Sie sind dran.

Links auf Ihrem Bildschirm: Der König der industriellen Küche,

der Napoleon des Fast Food: Tricatel!

Vielen Dank!

Auf der rechten Seite Ihres Bildschirms begrüßen wir gleich

den Herausgeber des Guide, der seinen Namen trägt,

den berühmten Autor und Kritiker Charles Duchemin!

Schneller, wir kommen zu spät!

Monsieur Duchemin verspätet sich um ein paar Minuten.

Das überrascht mich nicht.

- Und warum nicht? - Weil er Angst vor mir hat!

Weil dieser Mann, der Sterne verteilt oder aberkennt,

der verurteilt und bestraft,

der behauptet,

allein die französische Küche zu repräsentieren...

weil dieser Mann, und das weiß ich aus sicherer Quelle,

unfähig ist, eine Seezunge Provençale

von einem Gemüse-Eintopf zu unterscheiden,

oder einen großen Bordeaux von einem Apfelwein.

Auf diesem Tisch steht alles für einen Test bereit.

Wenn er kommt.

Duchemin kommt nicht, weil er erledigt ist.

Was er repräsentiert, ist erledigt.

Eine komplizierte Küche für Privilegierte,

die kompliziert sind!

Ich ernähre Millionen!

Und vielleicht schon morgen

ernähre ich die ganze Weltbevölkerung!

Und zwar auf ganz einfache, natürliche und gesunde Weise.

Und ein Duchemin wird mir nicht das Gegenteil beweisen.

Mein lieber Tricatel, Sie haben sich geirrt.

M. Duchemin ist soeben angekommen. Musik!

Das soll Duchemin sein?

Das ist doch Schwindel! Der war niemals ein Duchemin.

Ganz Frankreich sieht Ihnen zu! Bitte!

Ich will den richtigen Duchemin!

- Pardon, sind Sie M. Duchemin? - Ich bin Gerard Duchemin,

- Herausgeber des Guide Duchemin. - Aber das ist Charles Duchemin!

Das war er.

Er hat sich zurückgezogen, und ich hab seine Stelle eingenommen.

- Ganz zufällig heute? - Genau.

- Wer beweist mir, dass das stimmt? - Ich!

Das ist Charles Duchemin! Er muss sich den Test machen!

- Er ist mein Nachfolger! - Seit heute? - Ja.

- Mein Sohn macht das, Sie Mörder! - Was?

- Giftmischer! - Moment! Bitte, bitte!

Nehmen Sie wieder Platz.

Und da Sie jetzt von Ihrem Sohn ersetzt werden,

verlassen Sie bitte die Bühne.

Ja, ich löse mich in Luft auf!

Keine Sorge, du schaffst das.

Ich hab aber nicht deinen Gaumen!

Den hab ich von meinem Vater geerbt.

Er hatte ihn von seinem Vater, so wie du ihn von mir hast.

Ich versuch's.

Ein Lendenbraten von argentinischem Rind. Alter 3 Jahre.

Richtig.

Steinbutt in Chambertin-Wein. Etwas zu sehr durch.

Richtig!

Das ist ein so genannter Südfranzose,

tatsächlich ein Gemisch aus 1/3 italienischem, 1/3 griechischem

sowie Farbstoffen und chemischen Beigaben,

die bei Tricatel täglich in großen Mengen verarbeitet werden.

Auch richtig.

Entschuldigen Sie, M. Duchemin. Ich möchte Ihnen etwas zeigen.

Sehen Sie. Das wird Sie interessieren.

Das haben wir zufällig vorhin aufgenommen.

- ...die Fabrik eingedrungen sind. - Dafür ist die Polizei da.

Der Beschreibung nach handelt es sich um Duchemin und seinen Sohn!

Duchemin ist in meiner Fabrik?

Ich glaube, Ihr Sohn hat Schwierigkeiten.

Das geht nicht! So nicht!

Dazu hat er kein Recht!

Die Färbung ist schön glutrot, ein bisschen violett...

Brillanter Glanz... Das ist ein Bordeaux.

Ein großer Bordeaux!

Die wenigen Schwebeteilchen schließen auf edle Fäulnis.

Die Teilchen sinken langsam zu Boden.

Dieser Wein ist 23 Jahre alt.

Das ist ein 53er. Ein echter Jahrhundertwein!

Dieser Wein wächst auf einer Erde,

und diese Erde ist sehr kieshaltig.

Es ist ein Medoc. Diese Rebe hat auch außerordentlich viel Sonne.

Er dürfte an einem Hang mit guter Südwestlage stehen,

einem Hügel mit idealer Neigung.

Das ist ein St. Julien,

Château Léoville-Las Cases, 1953!

Richtig!

- Und jetzt testen wir M. Tricatel. - Mich? Ich bin doch kein Kritiker!

Aber sie ernähren andere, das ist schlimmer!

Sie wissen nicht, was Sie da produzieren!

Er isst lieber in Hotels, denen ich drei Sterne verliehen habe!

Gleiches Recht für alle, M. Tricatel.

Mund auf, kosten Sie.

Ein wunderschönes Stückchen Fisch. Auf!

Dürfte ich jetzt um ein Urteil bitten über alles,

was Sie probiert haben?

Es ist absolut ekelhaft. Die wollen mich vergiften!

- Das sind keine Lebensmittel! - Es sind Ihre Produkte!

Millionen müssen das jeden Tag schlucken!

Nie! Das ist absolut unmöglich!

- Das stammt aus Ihrer Fabrik. - Sie lügen!

Sie wissen das genau!

Was soll ich so genau wissen?

Bitte zeigen Sie doch den Toncheck, der vor der Sendung gemacht wurde.

- Bitte! - Danke.

Steht sie in Flammen?

Nein. Zwei Männer sind eingedrungen.

Dafür ist doch die Polizei da.

Der Beschreibung nach handelt es sich um Duchemin und seinen Sohn.

- Duchemin ist in meiner Fabrik? - Ja.

- Sollen wir doch die Polizei rufen? - Nein! Haltet sie da bloß fest!

Wollen Sie damit sagen...

Produzieren wir halt 'n paar Dosen mehr.

Nur noch ein paar Fädchen, dann sind wir fertig.

Nähen Sie schneller! Das wird nie fertig!

Sie waren ja zur Anprobe nicht da!

- Machen Sie, schneller! - Das ist Handarbeit.

Guten Morgen, Papa.

- Wie gefalle ich dir? - Seltsam, aber gut. Großartig!

- Warum machst du nicht weiter? - Darüber haben wir geredet.

- Dann steht dein Entschluss fest? - Ja, Ja, und nochmals ja!

Willst du nicht auch mal so was tragen?

Nein, danke.

- Es ist besser als ein Clownskostüm. - Nein, nein.

- Ist das dein Abschiedsgeschenk? - Das ist für Marguerite.

Die wird sich freuen. Marguerite! Mein Sohn hat was für Sie!

Ich wusste, dass Sie an mich denken würden.

Die andere Marguerite bleibt endgültig.

- Ich brauche eine Jüngere Hilfe. - Ja, du hast recht, Papa.

Steht dein Entschluss immer noch fest?

- Ich kann's ja noch mal überschlafen. - Lass dir Zeit.

Na! Etwas schneller!

Ich hoffe, das Essen macht demjenigen alle Ehre,

den wir heute aufzunehmen gedenken:

Dem wohl würdigsten Verteidiger der französischen Gastronomie,

diesem talentierten Schriftsteller, der mit unseren schönsten Worten

überall die Küche unseres Landes besingt: Charles Duchemin,

dem ich nach der geheiligten Formel zurufen möchte:

Guten Appetit, neues Mitglied der Academie Francaise.

Danke.

Eine Trüffelpastete Imperiale

nach dem Spezialrezept von Charles Duchemin!

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