All language subtitles for 05 Schutzbefohlen

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Original subtitles

* sanfte düstere Klänge *

Guck mal. - Wunderschön.

Warum heißt es "Vergissmeinnicht" und nicht "Vergiss mich nicht"?

Mein Schatz, das ist ein Eigenname.

Frau Berger, Herr Chen, wir können.

Danke.

Abfahrt.

* melancholische Klänge *

* düstere Klänge *

* sanfte Klänge *

* düstere Klänge *

* sanfte Klänge *

Ist Opa hier gestorben?

Alles in Ordnung?

* düstere Musik *

(Chen, hallend) "Marie?"

Marie?

Dein Vater hätte diese Geste sehr gemocht.

Es ist nur kein so schöner Ort, um sich zu erinnern.

Hey.

Wenn er mit dir hier auf Geschäftsreise war,

hatte er nie Zeit.

Wir haben kaum gesprochen, wenn er in Deutschland war.

Ja, das Hafenprojekt war ihm sehr wichtig.

Er wäre stolz auf dich, dass du seine Vision zu Ende führst.

Das ist aber nicht von uns.

Papa, warum steht hier "Boom"?

Hier stimmt was nicht.

Runter! Hinter das Auto. Runter. Runter. Runter.

Alice, weg da!

Alice!

Scheiße.

* spannungsgeladene Musik *

In Deckung bleiben.

Scheiße, wir kommen hier nicht weg!

Flach bleiben und hinter den Achsen.

Alice? Alice, kannst du mich hören?

* Schuss *

Polizei. Einsteigen.

Das gilt Ihnen. Das ist noch nicht vorbei.

Mailin. Mailin.

* Reifenquietschen *

Scheiße.

Hallo, Sarah.

Jetzt bist du zu Hause.

Hier seid ihr in Sicherheit, versprochen.

Ich kann die Blumen für dich am Kai ablegen, wenn du magst.

Mailin, komm ins Haus, bitte.

* sanfte düstere Musik *

(Mann) Wer ist das?

Kriminalhauptkommissarin Kohr.

Arbeitet im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

Seien Sie froh, dass sie da war.

Die war doch nicht zufällig hier. Die hat uns beobachtet.

Ihnen Job und Leben gerettet trifft es eher.

Ihnen müssen noch die Ohren klingeln.

Was wollen Sie von meinem Klienten?

Wir sind ihretwegen hier, Herr Stölzer.

Meinetwegen?

Wir haben die Schützenposition. Knapp 300 Meter.

In der Schute da drüben.

Es gibt ein paar schwache Reifenspuren.

Die Spusi sagt, es wird etwas dauern.

(Mann) Wie lange?

Unsere Leute sind schnell und genau, Stölzer.

Gut gewählter Ort.

Schon etwas von Ihrer Kollegin gehört?

Wird noch durchgecheckt, ist aber okay.

Meine restlichen Leute sind in der Villa

bei Herr Chen und seiner Familie.

Unsere Leute auch.

Tut mir leid.

Er hat sie vom Grundstück geschickt, will keine Polizei zum Schutz.

Sie waren doch auch mal bei der Truppe hier.

Mhm. Wir sind uns nie begegnet.

Ist lange her. Privat ist besser bezahlt.

Sie haben noch Freunde bei der Polizei.

Warum fragen Sie das? Ist keine Frage.

Ist normal. Und außerdem bewiesen.

Sie haben letzte Woche einen Finger- abdruck in einer Hotelbar gesichert.

Und einen alten Freund bei der KTU um einen Gefallen gebeten. Danke.

Er hat den Fingerabdruck für Sie durch den Polizeicomputer gejagt.

Mir ist ein Typ aufgefallen. Hat zu viel getrunken, zu viel gefragt.

Zu Chen? Zu seiner Investition in Hamburg und dem Hafen?

War vielleicht Zufall. Nein.

Warum stellen Sie mir nach?

Weil wir wissen, wem der Abdruck gehört.

Bei der Anfrage gingen bei der Staatsanwaltschaft

alle roten Lampen an.

Die Waffennummer stimmt mit dem gestohlenen Gewehr überein.

Sie wissen, wer der Attentäter ist?

Henning Lanz. Kriminalhauptkommissar.

Nach einem Besuch in der Waffenkammer

untergetaucht und verschwunden.

Er hat reichlich was eingepackt.

Sprengstoff, Munition, Lang- und Kurzwaffen.

Sowas darf man nicht.

Kollegen der Fahndung waren erfolglos.

Henning Lanz verschwindet, taucht unter

und erst mit "Ihrem" Fingerabdruck wieder auf.

Warum will Lanz Ihren Klienten umbringen?

Das weiß ich nicht. Aber Sie hätten den Scheiß hier verhindern können.

Mailin hat sich in ihr Zimmer verkrochen.

Sie möchte nicht reden.

Gib ihr Zeit.

Und zeig ihr keine Angst.

Angst? Ich habe keine Angst.

* Er keucht. * Mian?

Mian.

Mian, wo ist dein Spray?

* Er ringt nach Luft. *

Herr Chen, Ihr Spray.

Wir haben eins da, wenn Sie es brauchen.

Danke.

Irgendwie unheimlich.

Die sehen einfach alles.

Wir könnten zurück nach Schanghai.

Für eine Weile.

Die paar Tage schaffen wir auch noch.

Bis zur Unterschrift.

Trotz allem heute, es sind gute Leute, die uns beschützen.

(überrascht) Anton.

Haben Sie einen Moment? Frau Broschke.

Ich verstehe, dass Herr Chen niemanden sehen will

und ich respektiere das.

Ich muss ihm etwas vermitteln, das würde ich Ihnen geben.

Wir müssen bei den Terminen und Fristen bleiben.

Der Termin ist in drei Tagen. Punkt.

Der darf uns jetzt nicht abspringen.

Ich wäre sehr dankbar,

wenn das heute so klein wie möglich gehalten wird.

Eine Sprengstoffexplosion.

Wie stellt sich Ihr Wirtschafts- senator "Kleinhalten" vor?

Ein defektes Spielzeug.

Hallo. - Danke.

Danke.

Du weißt doch wohl noch, sie hat Einfluss.

Broschke hat mal wieder die Hosen voll.

Sie will nicht ewig Staatsrätin bleiben.

Der Hafenausbau ist ihre Chance.

So oder so: Hamburg tut das Projekt gut.

Das sehen übrigens alle so. Alle bis auf einen.

Guten Tag. Bitte, Mian Chen erwartet Sie.

Ich mache das.

Herr Chen, Herr Mehringer.

Ich weiß, wer Sie sind.

* Er räuspert sich.*

(Stölzer) Andi, kümmer dich ums Auto, Mo, du machst den Schreibkram.

(Mann) Muss das sein? - (Stölzer) Ja, das muss sein.

Alice, übernimm die Tagesschicht. Jungs, danke, ihr macht die Nacht.

Hiervon steckt sich ... jeder eins ein.

Draufgucken vor und nach jeder Schicht.

Während des Dienstes jede volle Stunde, verstanden?

Er kennt solche Routinen. Lanz wird sein Aussehen verändern.

Ich dachte, Sie besprechen sich.

Man spricht nicht mit mir,

sondern über mich. Kaffee?

Auf keinen Fall. Ich traue der deutschen Polizei nicht.

Das wissen Sie. Ihr Personenschutz hat meinen Vater das Leben gekostet.

Das tut mir heute noch sehr leid, Herr Chen.

Das war ein unverzeihliches menschliches Versagen.

Wir vom LKA-Schutzteam für Chens Vater

waren eine Idee von offizieller Seite.

Verstehe. Die Politik wollte zeigen,

wie wichtig der Mann der Stadt ist? Ja.

Ähm, Zucker, Milch? Schwarz, danke.

Das war kein Anschlag. Es war ein Autounfall.

Waren Sie dabei?

Eine Kollegin hatte die Fahrt übernommen.

Und wie sich rausstellte, zugedröhnt bis zur Oberkante.

Ui, Drogen im Dienst. Aufputschmittel am Steuer.

Im Wagen die Schutzperson. Vor ihnen die Kaimauer.

Der Wagen stürzt ins Wasser. Chens Vater bricht sich das Genick.

Darum sind sie zu Ihnen in den Wagen gestiegen.

Die haben Sie erkannt.

Und die zugedröhnte Kollegin?

Was ist mit der passiert? Wurde die belangt?

Koma.

Belangt wurden wir alle. Als klares Zeichen für

die chinesischen Geschäftsfreunde und die Familie.

Wir wurden am selben Tag verbannt aus dem LKA-Personenschutz.

Das ist Quatsch. Es gibt keine Sippenhaft bei der Polizei.

Aber dienstbedingte Versetzungen gibt's.

Der Job war ja ohnehin erledigt.

Also wurden wir abberufen.

Lisa Hendler, ich und Henning Lanz.

* beunruhigende Klänge *

Sie kennen ihn?

* bedrohliche Klänge *

* Piepen, Funksprüche *

* bedrohliche Klänge *

* anschwellende Klänge *

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie absurd das ist?

Die eine Frau Ihres Teams bringt meinen Vater ins Grab,

der andere wollte mich umbringen.

Und Sie wollen die dritte Person dieses unsäglichen Trios

in mein Sicherheitsteam setzen? Genau deshalb, ja.

Frau Kohr weiß, wie der Mann tickt, kennt seine Gewohnheiten,

kann sein Motiv aufdecken. Nur so finden wir Henning Lanz.

Sie haben Frau Kohr erlebt.

Der Staatsanwalt möchte gehen.

Dafür ist der Knopf nicht gedacht, Herr Chen.

Siehst du? Erledigt.

Ich weiß, dass du mich verstehst.

Ich lerne Deutsch seit drei Jahren.

Wir werden vielleicht länger in Hamburg leben, sagt Papa.

Und, gefällt's dir? Ich meine, bis auf heute.

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Wo ist denn deine Mutter? Meine Mutter ist tot.

Mein Papa sagt, sie ging, als ich kam.

Arbeitest du jetzt hier?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Was heißt Arsch retten? Ist das was Gutes?

Ich denke schon.

Arsch ist Popo, oder? Mhm.

Gibt's in Schanghai böse Menschen?

Siehst du, hier auch. Ein paar.

Manchmal gehen die uns durch die Lappen. Heute ist so ein Tag.

Frau Kohr sollte bei uns bleiben. Sie hat heute hervorragend reagiert.

Alleine hätten wir es nicht geschafft.

Wir brauchen die Frau, um den Attentäter zu verstehen.

Sie kennt ihn, wir nicht.

* beunruhigende Klänge *

Nacht. Nacht.

Danke. Auch im Namen von Mian Chen.

Ich kann verstehen, dass Ihr Chef gegen meine Mitarbeit ist.

Er vermisst seinen Vater. Das war ein furchtbares Unglück.

Sie hatten Glück. Ja.

Ja, ich hatte an diesem Abend nach der Sitzung schon frei.

Als ich den Anruf bekam, bin ich zum Unglücksort.

Ich meine danach.

Der Sohn übernimmt das Projekt

und er übernimmt auch Sie als Übersetzerin.

Mian Chen und auch seine Tochter sprechen sehr gut Deutsch.

Ich hab's ihnen beigebracht.

Das heißt, Sie kennen die Familie gut, auch privat?

Sie wissen's längst. Sie können doch gut beobachten.

Warum ist Ihre Beziehung nicht offiziell?

Mian hat nicht nur das Vermögen geerbt,

sondern auch die Werte von seinem Vater,

es fällt ihm sehr schwer, davon abzuweichen.

Es gibt die stillen,

ruhigen Momente.

Die liebe ich.

Aber Mian, er fühlt sich immer noch

dem Willen seines Vaters verpflichtet.

Deswegen lebt auch das Hafenprojekt?

Ja.

Nur deshalb.

Wo haben Sie die her?

Habe doch Freunde bei der Polizei.

Gibt ja nicht viele Infos über Sie, aber das konnte ich rauskriegen.

Schokolade. Mhm.

Hat Lanz sich für den Hafenausbau interessiert?

War er dafür oder dagegen?

Lanz ist kein politischer Mensch, soweit ich weiß.

Ich denke, das können wir als Motiv ausschließen.

Und Rache?

Er verliert seinen Job wegen dem Unglück am Hafen.

Mian Chen als Sohn ist schuld?

Jemanden umbringen drei Jahre nach der Versetzung?

Das glaube ich nicht.

Er kriegt einen einsamen Schreibtischjob.

Und Sie gehen schadfrei zum KDD.

Stimmt das?

Ihr Staatsanwalt.

Ex-SEK, Elite.

Nach der Altersgrenze durchgereicht zum LKA-Personenschutz.

Auch da einer der Besten.

Für ihn ist ein langweiliger Schreibtischjob Höchststrafe.

Er wechselt die Seiten.

Eine Auftragsarbeit.

* ruhige Klänge *

* Schritte *

Wenn dieser Verrückte Erfolg hat...

Was passiert mit Mailin, wenn mir wirklich etwas zustößt?

Sie hätte niemanden.

Ich versuche, wie eine Mutter für Mailin zu sein.

Ich versuche wirklich alles richtig zu machen.

Für dich.

Aber du siehst es nicht.

Du lässt mich nicht.

* Tür fällt zu. *

Guten Morgen. Morgen.

Na? Wie war dein erster Tag? Gut.

Und, ähm, wie wurdest du von ihm, ähm, von ihnen aufgenommen?

Du weißt, ich hasse Schokolade.

Frau Broschke. Guten Morgen.

Frau Kohr, wir brauchen Sie als Teamplayerin.

In zwei Tagen ist Abschluss. Der Chinese unterschreibt.

Egal, was Sie tun, Sie tun es bitte leise.

Herr Mehringer sagte, Sie suchen den Auftraggeber.

Wir haben hier Umweltorganisationen gegen das Projekt.

Auch radikale Gruppen gegen eine Elbvertiefung.

Wer sich demokratisch zusammenfindet,

stimmt nicht über Auftragsmorde ab.

Können wir vergessen. Wir suchen jemanden,

der das Projekt als Bedrohung seiner eigenen Existenz ansieht.

Jemand mit Tunnelblick, der gerne delegiert,

Geld hat und Verbindungen.

Malte Gramberg.

Wer ist das? Hamburger Reeder. Dritte Generation.

Solvent und sehr renitent in der Hafenfrage.

Was hat er gegen Investoren,

die den Hafen aufpolieren? Das müssen Sie Herrn Gramberg fragen.

Er arbeitete mit zwielichtigen Leuten zusammen,

um den Bau zu stoppen. Zwielichtig heißt?

Internettrolle, die irgendwo im Ausland sitzen,

mit Fake News Stimmung verbreiten.

Geld für gekaufte Demonstrationen,

Unterstützung von gewalttätigen Aktivisten.

* unruhige Klänge *

Frau Broschke kenne ich ganz gut.

Kommen Sie, ich zeig Ihnen mal was.

* Vogelgezwitscher *

Wunderschöne Anlage. Ja.

Das Lebenswerk meiner Frau.

Als es ihr noch gut ging, hat sie das alles allein geschafft.

Und heute arbeiten hier zwei Gärtner rund um die Uhr

und kriegen nicht einmal die Hälfte hin.

Beeindruckend.

Einen weiteren Frühling, nur noch einen.

Hier.

Das wünscht sich Sabine und dafür, Frau Kohr, tu ich alles.

Das kann ich verstehen.

Nein, das verstehen Sie nicht.

Aber das ist die Antwort auf alle Ihre Fragen

und der Verdacht, der da bei Ihnen mitschwingt.

Herr Gramberg, Sie haben auf illegalen Wegen versucht,

das China-Projekt zu stoppen.

Trolle, Kampagnen, gekaufte Aufmärsche.

Hat Ihnen Frau Broschke diesen Unsinn erzählt?

Ich und kriminell. Das hätte sie wohl gerne.

Ich habe mich gewehrt. Ich wehre mich weiter, ganz legal.

Ob ihr das passt oder nicht. Was haben Sie gegen den Investor?

Doch nichts gegen den Investor. Gegen das Projekt.

Früher, in guten Zeiten,

sind meine Frau und ich hier runtergewandert zur Elbe.

Der neue Anleger, der wäre genau hier gegenüber

und die Infrastruktur quer durch unseren Garten.

Wissen Sie,

mit der Krankheit von Sabine habe ich gelernt,

dass es auch andere Ziele gibt, für die man kämpfen sollte.

Ja. Für den nächsten Frühling.

Sie soll noch spüren, dass alles so bleibt, wie es ist.

Das ist schön.

Das ist romantisch.

Das ist ein super Mordmotiv.

Mit Chens Tod vor der Unterschrift können Sie Ihr Versprechen halten.

* unruhige Klänge *

Sie kennen mich nicht.

Wenn ich gewollt hätte, wäre der Mann längst tot.

* ruhige Musik *

(Mann) Komm, Alice, ich übernehme mal.

Na los, jetzt geh rauchen.

Niemand wurde verletzt.

Erst die Explosion, dann Schüsse. 300 Meter - für Profis kein Problem.

Aber Ihren Auftritt konnte Lanz nicht vorhersehen.

Was, wenn für ihn alles nach Plan lief?

Er will Mian Chen nicht töten?

Er hat euch beobachtet. Ich auch.

Ich hab ihn nicht gesehen. Aber vielleicht er mich.

Warum hat er dann nicht abgebrochen?

Er will mich zwingen einzugreifen?

Aber warum?

Die Polizei weiß, wer er ist. Ich kenne ihn von früher.

Vielleicht wollte er, dass ich Teil des Teams werde. Hey.

Hier, für dich. Für Papas Arsch.

Wie bitte? Na, fürs Retten.

"Danke." - "Ein Glücksbringer."

(Stölzer) "Und schon sehe ich alt aus mit der Schokolade."

Mailin, kommst du? Wir müssen ins Haus.

Okay, angenommen, Sie haben recht:

Was will Lanz von Ihnen?

* bedrückende Klänge *

Analyse der Reifenspuren.

Wir kennen Marke, Modell, Fahrzeugalter und Uhrzeit.

Im Umfeld vom Tatort gibt es drei Kameras an zwei Kreuzungen.

Der Wagen war von der Schutz beschlagnahmt.

Henning Lanz bedient sich wirklich gerne bei den Kollegen.

Gute Wahl. Bemerkt keiner, wenn so eine Kiste vom Betriebshof fährt.

Von keinem Besitzer als gestohlen gemeldet.

Freie Fahrt auf Hamburgs Straßen.

Also geben wir das Auto in die Fahndung.

Warte mal, Anton.

Er hört den Polizeifunk ab. Mit Sicherheit.

Den Vorteil sollten wir nutzen.

Was für einen Vorteil?

Fahndungsaufruf nur per Fax, Telefon

und die guten alten Besprechungen vor Schichtbeginn.

Du hast sicher noch ein Faxgerät? Na klar.

Das ist altmodisch. Aber dann sind wir einen Schritt voraus.

Ich habe jetzt Schluss, wir könnten was essen, uns besprechen.

Vielleicht kommen wir dann drauf,

warum Lanz dich in Chens Umfeld will. Sushi?

Ich hab heute Abend Schicht in der Villa.

Wenn ich da mitspiele, dann richtig.

Zusammen mit ihm? Mit Stölzer?

Der ist geschieden.

Zweimal.

Das ist es, was dir dazu einfällt? Familienstand und Schokolade?

Ein angemessener Ort und auch genügend Platz für die Presse.

Finden Sie nicht?

Ist die Frage, ob sich Herr Chen mit den anderen Rednern absprechen will.

(Marie) Es reicht, wenn sie uns die Abschriften besorgen.

Ja, so rum geht's auch.

Danke.

* angespannte Musik *

* Musik verklingt. *

Frau Kohr?

Das ist quasi die größte Auszeichnung,

die Sie kriegen können.

Ich soll nicht rausgehen, würde aber gern gutes Essen holen.

Chinesisch, nehme ich an? Vor allem beeindruckend.

Und romantisch.

Das wäre heute wichtig.

Ich organisier das für Sie.

Marie hat recht.

Ich gebe ihr keine Chance.

Manchmal vergesse ich, dass sie keine Chinesin ist,

sondern Deutsche.

Sie ...

Sie wollen ausgerechnet von mir'n Rat?

Meine Frau starb bei der Geburt von Mailin.

Sie ist die Mutter meines Kindes.

Diesen Platz kann niemand einnehmen.

Sie glauben echt, sie will den Ersatz spielen?

Das will keine Frau. Glauben Sie mir.

Stark, schwach, chinesisch, deutsch -

ist doch egal.

Den Platz in einem fertigen Lebensentwurf einnehmen? Nee.

Ich glaube, sie will der Lebensentwurf selbst sein.

* Handy *

Wir haben ihn.

* düsteres Dröhnen *

Was machst du hier? Ich bin der Wachposten.

Es ging kein Funk raus? 'ne Streife hat den Wagen entdeckt.

Der Revierleiter hat mich angerufen.

Ich hab gesagt, die sollen sich zurückziehen.

Er ist noch nicht aufgetaucht.

Das können wir beschleunigen. Und wie?

Jetzt fahnden wir nach dem Wagen.

Nach dem Auto, das wir schon haben?

Über Funk. An alle.

Hoffentlich auch an Henning Lanz. Wozu?

Der ist doch hier irgendwo. Irgendwo, Anton.

Willst du an jede Tür im Viertel klopfen?

Er kann das Auto aufgeben.

Ja. Aber dann kennen wir sein Revier und seine Bleibe.

Ein perfekt gewählter Ort.

Anonym, unauffällig.

Hier bereitet er sich vor.

Geh nach Hause, Anton.

Ich mach das.

* leiser Polizeifunk *

"Zentrale an alle Einheiten:

Suche nach verdächtigem Fahrzeug."

"Kennzeichen Hamburg- Heinrich-Gustav-477."

"Vorsicht, Fahrer ist bewaffnet."

Und? Wie war's?

Wie sieht es aus?

Ein guter Ort. Keine Sorge, alles so, wie du es brauchst.

Marie.

Wollen wir reden? - Ist noch irgendetwas zu erledigen?

Nein.

Meine Ansprache ... eine Kleinigkeit.

Hier sind die Abschriften.

* bedrückende Musik *

* Musik schwillt an. *

* spannende Musik *

* Musik schwillt an. *

* dramatische Musik *

Wir können es hier und jetzt beenden.

Das können wir nicht.

Warum nicht?

Weil du mich brauchst.

Bei was auch immer.

Du willst mich dabeihaben.

Versau's dir nicht aus 'ner Scheißlaune heraus.

* Sie stöhnt. *

* Schrei *

Scheiße.

* Keuchen *

Fuck.

* ruhige Musik *

Ah.

Warum dieser Alleingang?

* Sie stöhnt. * Tut weh?

* Schmerzlaut *

Hat ja wunderbar geklappt.

So ganz alleine.

Ich weiß jetzt, wo sein Versteck ist.

* düstere Klänge *

* Klopfen *

Er hat Sie und Ihr Team studiert und benotet.

Sie kriegen eine Vier.

Ausreichend.

Autsch.

Autsch?

Ist schon in Ordnung.

Einschätzung des Gegners. Das tun wir auch.

Aber ich hab 'nen Fehler gemacht.

'ne glatte Sechs.

Es gibt keinen Auftraggeber.

Das ist persönlich, das hier hat was Manisches.

Der ist noch lange nicht am Ziel.

Das heißt, er ist noch gefährlicher.

* unheilvolle Klänge *

Close-Combat-Munition. Für Schüsse aus nächster Nähe.

Er will Chen in die Augen sehen, wenn er ihn tötet.

Tatwaffe.

Ich war von Anfang an Teil seiner Planung.

Was will der von mir?

* spannungsvolle Musik *

* Klacken *

Was fehlt ihm noch?

Öffentlichkeit?

Kein Hinweis, kein Wort über das Hafenprojekt.

Nichts über den Hamburg-Schanghai-Deal.

Und trotzdem Mian Chen.

Es gibt keinen Auftraggeber,

kein Hafenprojekt, das er sabotieren will.

Im Gegenteil. Es ist Wut im Spiel, Hass.

Es ist ein sehr persönliches Motiv.

Ich kenne diesen Mann nicht.

Ich habe nach dem Tod meines Vaters

niemanden gedrängt, ihn oder Sie zu degradieren.

Ich habe diesen Mann noch nie gesehen.

Es gibt eine Verbindung zwischen Ihnen und Henning Lanz.

Und jetzt setzen Sie sich hin und denken darüber nach.

Wie reden Sie mit mir?

Ich hab ihn heute aufgeschreckt.

Das macht ihn sehr unberechenbar, Herr Chen.

Was plant dieser Verrückte mit Ihnen, Frau Kohr?

Sie wissen es selbst nicht.

Er hat Ihr Leben verschont, sagen Sie selbst.

Zweimal.

Erstaunlich.

Frau Kohr hat ihr Leben riskiert für Sie. Zweimal.

Das finde ich erstaunlich.

(Chen) Und sie hat dabei Ihren Job gemacht, Herr Stölzer. Oder?

Papa, ich kann nicht schlafen. - Jetzt nicht.

Mailin, mein Schatz.

Ich komm gleich zu dir, ja?

Du hast noch das Schokoladenauto von Frau Kohr?

Ich will zurück nach Hause. - Ich weiß.

Sie haben meinen Auftraggeber ganz schön wütend gemacht.

Wir brauchen Antworten.

Das war Absicht.

Ihre Absicht kann mich meinen Job kosten.

Nehmen Sie mir das übel? Mh-mh.

Übel nehm ich Ihnen das mit der Schokolade.

Jetzt wein ich mich in den Schlaf.

Aber bitte nicht vor den Kollegen.

Nee, ich hab hier 'ne kleine Dachwohnung.

Verstehe. Gute Nacht. Gute Nacht.

Lanz ist Perfektionist.

Sie waren ihm heute sehr nah.

Was ist, wenn er die Begegnung auch nur inszeniert hat?

Wozu? Keine Ahnung.

'ne Wanze, Bild, Ton, GPS.

Hängt er Ihnen was an,

ist er über unsere Schritte informiert

und Sie hätten einen Zweck für ihn.

Ich prüf meine Kleidung, wenn ich mich ausziehe.

Vier Augen sehen mehr als zwei.

Träumen Sie weiter, Herr Stölzer.

* Seufzen *

* sanfte Musik: "Glory Box" von Portishead *

* Es klopft. *

* Sie stöhnt. *

* Vogelzwitschern über Musik *

Morgen.

Das Dachgeschoss hat auch Kameras.

Es war spät, da war ein Zimmer, und wir sind erwachsen.

Die Erwachsenen halten sich an den Kodex in unserem Team.

Dass Eifersucht keine Rolle spielt? Find ich gut.

Ich bin nicht im Team, sagten Sie. Ja.

(leise) Schlampe.

Alles in Ordnung?

Ja. Sicher?

Mailin hat ins Bett gemacht, das ist die Aufregung.

Das ist noch nie passiert.

Es ist alles neu für das Kind, die ganze Situation.

Und jeder ist angespannt. Sie spürt doch unsere Angst.

Ich bring das zur Wäscherei.

Wir verschieben die Unterschrift heute.

Wir machen was Schönes mit Mailin.

Was sagst du dazu?

Du hast drei Jahre dafür gearbeitet, das ist doch viel zu wichtig.

Mailin ist wichtig, und sie soll genau das wissen.

Das würde nur für sie bedeuten, noch länger eingesperrt zu sein.

Es gibt im Moment keinen Ort, an dem wir für uns sein können.

Vielleicht ja doch.

(Mailin) Mmh.

Verbrenn dir nicht die Finger.

Sehr gut.

Ich schlag jetzt noch die Sahne für dich, ja?

(Chen) Oh, wow. - Wow.

(Chen) Habt ihr den gebacken? - Ja.

Ich wusste gar nicht, dass du backen kannst.

Chefsessel.

Soll ich anschneiden?

Ja. - Okay.

Mehringer. Bettina. Ist jetzt nicht der Empfang?

Die Vertragsunterzeichnung. Hat sich erledigt.

Wir sind vertagt auf morgen Abend.

Einfach so? Wo ist der Chinese?

Wieso macht Kohr seine Termine? Wo sind sie?

Du wartest hier.

Du lässt dich von der flachlegen und am nächsten Morgen

suchen wir die Schutzperson, wissen von nichts.

Fällt dir da was auf oder ist kein Blut zurück im Hirn?

* Klingel *

Uns ist niemand gefolgt.

Hier vermutet uns wahrscheinlich niemand.

Wenn es in dem Job um Wahrscheinlichkeit geht,

dann hast du verloren.

Lanz plant sein Attentat sehr genau, das wissen wir doch.

Er wird mit Spontanität nicht umgehen.

Ich übrigens auch nicht.

Du hast mich ziemlich vorgeführt.

Es geht mir um das Mädchen.

Ich hab die Verantwortung für die Familie.

Ach, darum geht's dir.

Wer hier den Hut aufhat oder was?

Das ist mein Job, Sarah.

Wir kriegen die Unterschrift,

die Familie macht Urlaub in der Heimat,

wir kommen alle etwas runter und ihr sucht nach Lanz.

Und jetzt sag mir, was verkehrt daran ist.

Das Mädchen interessiert dich doch gar nicht.

Du brauchst Chen als Köder für Lanz.

(Mailin) Hallo.

Du bist eine gute Mutter für Mailin, Marie.

* Er ringt nach Luft. *

* Husten *

Ich habe dich als Vormund eingesetzt,

falls mir etwas zustößt.

Du tust es schon wieder.

Du musst mich so was doch vorher fragen, Mian ...

Hier ist die Sahne. - Danke.

Was ist los? Du beschwerst dich gar nicht.

So einen Überfall kannst du nicht leiden.

Ich bin froh, dass du mal vorbeikommst.

Wir waren hier viel zu selten zusammen.

Schade eigentlich.

Ist alles in Ordnung?

Mama?

Ich werd verkaufen.

Das Haus. Einfach zu groß für 'ne alte Frau allein.

Was? Du willst es nicht.

Also. * Handyklingeln *

Ein paar Interessenten gibt es schon.

Ja?

(Lanz) "Ich hätte dich fallen lassen können."

"Du schuldest mir was, Sarah."

Wieso Chen?

Was hat er dir getan? "Das mag ich an dir."

"Du stellst Fragen. Du willst Antworten."

"Ich verstehe, warum der Staatsanwalt auf dich setzt."

Du kannst darauf setzen, dass ich dich aufhalte, Henning.

"Den Angreifer, der sein Leben einsetzt,

kann niemand aufhalten."

"Simple Regel."

"Sorg dafür, dass das Kind nicht dabei ist."

Dazu müsst ich wissen, wann und wo wir uns sehen.

* Knattern *

* unheilvolle Musik *

Du bist hier.

Wir sollten ruhig bleiben. Ich weiß nicht, wie er hergefunden hat.

Ruhig bleiben? Du telefonierst zwei Minuten mit dem Scheißkerl.

Woher weiß er, dass wir hier sind?

Frau Berger, Herr Chen, wir müssen. Wir müssen gehen, kommen Sie.

Vielleicht will er genau das.

Ab in den Wagen, kommt, zack, zack, zack, Beeilung.

Die Broschke war da.

Ich bekomme Anrufe aus der Senatskanzlei!

Können wir mal über meinen Anruf reden?

Alles hat mit dem Unfall damals zu tun.

Vor drei Jahren? Mian Chen Senior?

Ist dir das bei Kirschkuchen mit Muttern eingefallen?

Lanz will für sein Ziel sterben. Was sagt uns das?

Dass er verrückt ist. Nein.

Er hat nichts zu verlieren, weil er alles verloren hat.

Geld, Macht und Status nicht.

Eine verlorene Liebe ist unser Motiv.

Nach so einem Verlust will man nicht mehr leben.

Weise Worte aus deinem Mund.

Du hast gesagt, du kanntest Lisa Hendler nicht gut.

Aber Henning Lanz vielleicht. Die zwei als Paar? Was ändert das?

Wir brauchen ein Motiv für Lanz. Und eine Verbindung zu Chen.

Das muss für ihn funktionieren.

Wie geht es Mailin? - Ihr geht's gut.

Warum haben Sie Frau Kohr zurückgelassen?

Ihre Sicherheit hatte absolute Priorität, Frau Berger.

Die Kohr bei uns zu haben, ist gut.

Und es ist auch nichts passiert.

Es ist nichts passiert, weil wir agiert haben,

es war 'ne kritische Lage.

Sie holen sie aber auch nicht zurück.

Sie haben vorher schon gestritten wegen des Ausflugs, nicht wahr?

Aber Sie sind der Boss und sie spurt nicht, das ...

Sie waren mit ihr im Bett.

Den hab ich gesehen.

Der war bei den Vorbereitungen,

der Saalbesichtigung mit Frau Broschke.

Vorbereitungen zur Vertragsunterschrift?

Der war einer von den Kabelträgern oder Handwerkern oder so.

Er will ihm dabei in die Augen sehen.

Passt auf, das ist unsere Chance.

Kein Wort zu Sarah Kohr, zum Staatsanwalt, zur Staatsrätin.

Ist das klar? - Was haben Sie vor?

Nee, nee, was hat er vor? Er muss sich vorbereiten.

Er wird früh da sein, aber wir auch.

Fünf Minuten Teamsitzung.

* EKG piept. *

Du hast sie nie besucht?

Sie hat uns damals alle in die Scheiße geritten mit ihren Drogen.

Wir mochten uns schon vorher nicht.

Eine Wachkoma-Patientin kann dich vielleicht hören.

Die Ärzte werden die Geräte abstellen.

Das letzte EEG war negativ. Klinisch tot.

Sie hat keine Verwandten,

nur einen Freund, der sie jede Woche besucht, sagt die Stationsschwester.

(Broschke) "Schicken Sie die Kohr auf die richtige Spur."

"Dann ist sie beschäftigt." Die wäre?

"Malte Gramberg. Wir waren uns doch einig, sie durchleuchtet ihn."

"Wo ist sie überhaupt?" Kann ich nicht sagen,

die Kohr arbeitet allein. * Tuten *

Lanz kauft hier regelmäßig Blumen und bezahlt mit Kreditkarte.

* Operngesang *

Der Vertrag ist ja noch nicht unterschrieben.

Wir geben uns nicht geschlagen.

Also besteht Hoffnung?

Und was ist mit den anderen Gegnern der Elbvertiefung?

Die sind ja laut und haben schon viel bewegt.

Also wenn die Geld brauchen, kein Problem.

Hauptsache, es kommt noch mal Schwung in die Sache.

Ja. Es ist ja noch nichts entschieden, gar nichts.

Da kann die Frau Broschke vor der Presse rumtönen, wie sie will.

Die Unterzeichnung ist verschoben worden.

* Er lacht. * Machen Sie Witze?

Wenn ich wüsste, wer diesen Chinesen umbringen will,

dem würde ich glatt einen satten Bonus bezahlen.

Na ja ... Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ohne Zucker. Danke. Kreditkarte ist gestohlen.

Außer den Blumen hat Lanz damit

ein paar allgemeine Besorgungen gemacht, verteilt über die Stadt.

Er geht frühstücken! Auch jetzt noch, wo es eng für ihn wird.

Immer derselbe Laden.

Und immer dieselbe Zeit.

* unbehagliche Musik *

Kaffee, schwarz, bitte.

Danke.

Morgen, Sarah.

* Klicken * Ich habe dich für schlauer gehalten.

* Klicken * Ich dich auch.

* erstaunter Lacher *

Ich bin alleine hier, keine Sorge.

Du wolltest du mit mir reden, reden wir.

Ihr wart ein Paar, Lisa und du. Wir sind es.

Es gibt keine Hoffnung für euch, Henning.

Sie mochte den Kaffee hier.

Die Ärzte wollen die Geräte abstellen.

Deswegen willst du Chen töten?

Warum ich?

Weil du die Einzige bist, die Fragen stellt.

Weil du dich nicht bestechen lässt, weil du dich festbeißt.

Und ... weil du es hättest sein müssen,

die die Fragen stellt, als es passiert ist.

Okay, ich hör dir zu.

Wir stecken die Waffen ein.

Lisa ...

Lisa hat in ihrem Leben keine Drogen genommen.

Ich ...

* Autotür fällt zu. * Schöner Versuch.

Lanz!

Fuck. Umgebung sichern, er ist hinten raus.

Was war deine Idee? Wolltest du ihn erschießen?

Zum zweiten Mal, du verarschst mich jetzt zum zweiten Mal.

Den Kaffee zahlst du.

Lisa Hendler steuert unter Drogen den Wagen,

der Wagen stürzt über die Kante in die Elbe, ganz einfach.

Es gab keine Untersuchung damals?

Die Schuldfrage war ja mit der Blutprobe der Fahrerin geklärt.

Das heißt, Chens Vater wurde nicht obduziert?

Nein. Aus Respekt gegenüber seiner Familie.

Chens Leiche wurde von offizieller Seite ruck, zuck freigegeben

und nach China gebracht.

Weil klar war, dass der Sohn als Nachfolger

mit dem Hafenprojekt weitermacht. Das war sicher die große Hoffnung.

Die standen damals vorm Abschluss.

Es war in trockenen Tüchern, die Unterschrift fehlte.

Der Rettungsdienst war zuerst hier.

"Die Rettungskräfte

bergen die Fahrerin Lisa Hendler aus dem kalten Wasser."

"Sie war noch am Leben. Chens Vater war aber bereits tot."

* ruhige Klänge *

Die Airbags sind nicht aufgegangen. Ja, das kommt vor.

In so einer Limousine sind etliche Airbags. Alle versagen?

Zufall?

Was, du meinst, der Wagen wurde über die Kante geschoben?

Was ist, wenn Chens Vater bereits tot war?

Und Lisa Hendler, die Fahrerin? Sie wurde unter Drogen gesetzt.

Sie sollte draufgehen. Sie sollte schuld sein.

Ein geplanter Mord? Ein Komplott? Das ist deine Idee?

Nicht meine Idee, die Idee von Lanz.

Unsere Freunde vom Personenschutz ließen ihn nicht ausreden.

Das war ein kurzes Frühstück.

Aber wer sollte dem Senior den Tod wünschen?

Frag Broschke. Sie kennt ihn. * Er seufzt. *

Anton, warum kriechst du so einer in den Arsch?

Weil deine Tour auf der Straße funktioniert,

aber nicht in der Politik. Du hast mich gefragt.

Du hast mich eingesetzt.

Herrgott, die Broschke dreht am Rad, die kriegt einen Blutrausch.

Die will heute nur den Deal über die Bühne bringen.

Warten wir das ab.

Du kannst gerne abwarten. Lanz wartet nicht.

Sebastian Weisach. Wer?

Das ist der Rettungssanitäter von damals.

Der ist jetzt Pfleger bei den Grambergs.

So, das sieht doch gut aus, Frau Gramberg.

Hallo.

* actiongeladene Musik *

* unterdrückter Schrei *

* Keuchen * Ab hier tut's weh.

Das war kein Unfall damals im Hafen, oder?

Los, rede jetzt.

Wir wussten, dass was nicht stimmte. Man sieht, ob sich jemand beim Unfall

das Genick bricht oder nicht. Der war schon tot.

Sicher? Ja, ganz sicher.

Die Frau am Steuer?

Die war so dicht, die hätte keinen Meter fahren können.

Steht so aber nicht im Bericht. Da kam plötzlich so ein Typ.

Er meinte, er regelt alles.

Wir sollen nur den Mund halten und den Unfallbericht schönen.

Ja, und?

Die Polizei kam ewig nicht.

Er hat uns vollgelabert. Hat uns Geld versprochen. Echt viel Geld.

War das ein Chinese? Nein, ein Deutscher.

Gramberg. Quatsch, Gramberg doch nicht.

Wieso arbeiten Sie hier? Wie kommen Sie an den Job?

Vor 'nem Jahr oder so,

da kam der Typ plötzlich wieder zu mir.

Ich sollte mich bei Gramberg umhören.

Wegen dem Hafen und so.

Aufstehen.

Mitkommen.

Rein da.

Festnahme auf dem Grundstück von Malte Gramberg.

Tatverdächtiger Sebastian Weisach befindet sich im Schuppen.

Ja.

(Stölzer) Alice, ich bin's.

"Bist du noch am Veranstaltungsort?"

Er wird kommen. Ich weiß es.

"Bist du dir sicher?"

Ich war in seinem Versteck.

Er bereitet sich akribisch vor. Der macht keine Fehler.

"Sind die Jungs schon da?"

Ja, sind da.

Sebastian hat sich letztes Jahr bei uns vorgestellt.

Beste Referenzen.

Und er ist Sabine eine große Hilfe.

Ihr Pfleger spielt eine Rolle beim Tod von Chens Vater.

Und es war kein Unfall.

Wirklich neu für Sie?

Sie verdächtigen mich?

Die Füße hätte ich dem Mann geküsst.

Versteh ich nicht.

Kurz vor seinem Tod hat Mian Chens Vater

doch einen Rückzieher gemacht.

Was? M-hm.

Das Hafenprojekt war tot.

* bedrohliche Klänge *

* unverständlicher Funkspruch *

Sehr gut.

Herr Chen.

Ich habe ein paar Fragen zu Ihrem Leben in Schanghai.

Und, äh ...

Zu Ihrem Eindruck von Hamburg. Okay?

(Chen) Gerne. Aber ...

... meine Verlobte soll mit ins Bild.

Ist Ihre Story.

Wie Sie wollen, Herr Chen. Sehr gerne.

Gut. Dann fangen wir mit den persönlichen Fragen an.

Was ist denn so dringend? Das wäre meine Frage.

Ihr Büro hat um einen Termin gebeten.

Nein.

Was wird das? Sie hätten keine Befragung erlaubt.

Befragung? Ich brauche Antworten, aber schnell,

sonst stirbt der nächste Geschäftsmann.

Heute ist doch die Unterschrift. Sarah.

Woher sind die Informationen über Malte Gramberg,

Ihren Gegner in Sachen Hafenprojekt?

Über Trolle, Finanzierung illegaler Aktionen - woher?

Die Ermittlungsbehörden hatten keine Erkenntnisse.

Sie aber schon. Das reicht mir.

Wir sprechen uns.

Ihr Informant ist Herr Weisach, Krankenpfleger bei den Grambergs.

Er beschafft Informationen.

Sie bauen sich daraus Ihr Feindbild.

Und Dinge, die Sie ihm anhängen können. Ja?

Ich kenne den Mann nicht.

Die Chinesen haben mich über Malte Gramberg

auf dem Laufenden gehalten.

Stimmt es, dass Chen Senior die Verhandlungen mit der Stadt

damals abgebrochen hat?

Was wollen Sie mir denn daraus drehen?

Also ja.

Wir haben keine große Sache draus gemacht.

Der Sohn hat ja dann übernommen, und wir sind uns einig.

Also? Es war kein Unfall.

Chen Senior wurde umgebracht.

Er wurde umgebracht?

Wer hat jung geerbt und ist jetzt Chef?

Sie glauben, Mian Chen hat seinen Vater umgebracht?

Henning Lanz glaubt das.

Seine Freundin war die Fahrerin.

Dafür soll Chen büßen.

Ich lade Sie zum Essen ein. Nein, danke.

Das ist angenehmer als eine Befragung der Staatsanwaltschaft.

Es war keine einfache Zeit,

aber gemeinsam

konnten wir das Projekt endgültig auf den Weg bringen.

Noch eine letzte Frage ...

Wer hat im Auftrag Ihren Vater umgebracht?

Wie bitte?

Es war Mord.

Aber nicht nur Ihr Vater ist gestorben,

auch die Fahrerin starb.

Die Freundin von Henning Lanz.

Es ist also ein persönliches Motiv.

Deswegen sollen Sie sterben.

Ich verstehe nicht.

Ihr Vater hatte das Hafenprojekt längst abgesagt.

Sie setzen kein Erbe fort.

Sie marschieren in eine ganz andere Richtung.

Was soll das alles? - Sarah, jetzt reicht's.

Du packst deine Sachen und verschwindest.

Wer hat damals die Rettungskräfte bestochen?

(Alice) Hey! * dumpfer Schlag *

Kontakt! Runter! Runter!

Die Treppe rauf.

Schnell, schnell!

* spannende Musik *

Wo sind deine Leute?

Veranstaltungsort. Scheiße.

Du hast gesagt, mein Vater war kurz vor dem Abschluss.

Pscht!

Dass er sich mit den Hamburgern einig war.

* Musik schwillt an. *

* dramatische Musik *

Verstehen Sie: Das sieht merkwürdig aus.

Sie sagen nichts über das Scheitern der Verhandlungen.

Am selben Tag kommt der Mann um, der diesen Rückzieher macht.

Dinge scheitern kurzfristig. Das ist Politik.

Das ist normal . Aber Mord nicht.

Wenn wir uns zumindest darauf einigen können.

Sie haben keinerlei Ahnung, wie viel das für Hamburg bedeutet.

Sie haben ja nie erwähnt, dass Sie oft von Olaf Stölzer betreut wurden,

als er noch Beamter war. Sie kennen sich gut.

Und? Stölzer kündigt bei der Polizei,

nach dem Unfalltod Ihres chinesischen Investors,

und heuert beim Sohn an.

Ihre Empfehlung. Der Mann macht Karriere.

Das ist nicht verboten. Und das soll ein Zufall sein?

Ich würde eher sagen:

Herr Stölzer ist Ihr Mann fürs Grobe, Frau Broschke.

(Stölzer) Pst!

Ich nehme die andere Seite.

Okay.

Henning, das macht keinen Sinn.

Leg die Waffe weg und hau ab.

Ich bin der Einzige, der hier bleiben will, Sarah.

(Chen) Du hast mich angelogen.

Betrogen.

Du hast gelogen über meinen Vater.

(Chen) Warum?

Du bist Teil des Ganzen.

* Musik schwillt an. *

* flirrende Geigen *

(Stölzer) Sie werden noch gebraucht.

Rufen Sie den Rettungsdienst.

Ich hatte keine Wahl.

Du musst mir glauben, ich ...

Ich liebe dich.

Ich wurde gezwungen.

(Chen) Von wem?

* Schrei *

Ich hatte gehofft, ich irr mich.

Chen!

Der Hafen-Deal, das ist ein Supergeschäft.

Das kriegen wir immer noch hin!

Oh, Fuck!

* Schmerzlaute *

Wenn du stirbst, dann erbt deine Tochter.

Aber Marie ist ihr Vormund.

Du siehst ...

... keiner braucht dich.

Also überleg's dir.

Mach nicht den gleichen Fehler wie dein Vater.

Mailin! Wo ist sie?

Oben. Da rein. Rein da!

Mitkommen.

* dumpfe Musik *

* pulsierende Musik *

Kommode vor die Tür.

Legen Sie sich auf dem Boden, vor Mailin, weg von der Tür.

Alles wird gut. Versprochen.

Wo ist Marie?

* spannende Musik *

Wo ist er?

Er war's nicht.

Chen ist genauso Opfer wie du.

Ich weiß, was damals passiert ist.

Ich habe einen Zeugen.

Was ...?

* Schuss *

Komm schon, ich habe dir grade das Leben gerettet.

Du wolltest mich bei euch haben, um mich zu kontrollieren.

Ja, Scheiße, hat nicht hingehauen.

Du hast Chens Vater umgebracht.

Du hast meine Kollegin umgebracht. Ist doch egal, Sarah.

* Musik verklingt. *

* sanfte Musik *

Es wird nichts vertuscht.

Das verspreche ich dir.

(leise) Das weiß ich.

Sarah.

* ruhige Musik *

* Klopfen *

Herr Chen? Ich bin's.

Sie sind jetzt in Sicherheit.

* sanfte Klaviertöne *

(Chen) Danke.

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021

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