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Dr. Johannes "Joe" Jessen
Kommissar Vincent Ruiz
Nora Jessen
(Sina) Du glaubst, du kennst mich.
(Sina) Du glaubst, du verstehst mich.
(Sina) Aber die Wahrheit ist, du kennst mich nicht.
(Sina) Du wirst mich nie verstehen.
(Sina) Und wenn du mich fragst, wozu ich fähig bin, frage ich dich:
(Sina) Wozu bist du fähig?
In den Monaten, in denen ich Leo Barreis psychiatrisch betreut habe,
habe ich einen jungen Mann kennengelernt,
der sich seiner Erkrankung bewusst geworden ist.
Er hat gelernt, seine Wut zu kontrollieren.
Er reagiert auch in schwierigen Situationen verantwortungsvoll.
Der Gesellschaft droht keine Gefahr vor Leo Barreis
und er kann aus dem Maßregelvollzug entlassen werden.
Dr. Jessen ... Sie haben damals das psychiatrische Gutachten verfasst.
Ja.
Haben Sie Fragen? Ja.
Leo ... Sie erinnern sich an mich?
Ja.
Darf ich mich zu ihm setzen?
Sie wissen, warum Sie im Maßregelvollzug sind?
SIE haben mich dorthin gebracht.
Und wissen Sie auch noch, warum ich das getan habe?
Ich hatte eine Persönlichkeitsstörung.
Ich habe jemandem wehgetan, aber ... jetzt geht es mir besser.
Wem haben Sie weggetan?
(leise) Riecke.
Wie?
Riecke Lehmann. Riecke hat mit Ihnen in der Gärtnerei gearbeitet.
Sie war damals 16 Jahre alt. Sie wollten mit ihr ins Kino gehen.
Wie hat Riecke reagiert?
Sie hat mich ausgelacht.
Was haben Sie daraufhin getan? Ihr gesagt, sie soll aufhören.
Sie lachte weiter. Mich einen Idioten genannt.
Was haben Sie getan?
Sie sind ihr von der Arbeit gefolgt, haben sie zu Hause überfallen,
sie zusammengeschlagen und vergewaltigt.
Sie haben ihr den Unterkiefer gebrochen und das Jochbein.
Sie haben mir damals gesagt, Riecke habe eine Maske aufgehabt.
Sie haben gesagt, viele Menschen haben eine Maske auf.
Habe ich eine Maske auf?
Nein.
Hat Frau Kaspercyk eine Maske auf?
Nein.
Erzählen Sie mir von den Stimmen. Von den Stimmen, die Sie hören.
Sie sagt nichts mehr.
Wer?
Leo, was mögen Sie lieber? Winter oder Sommer?
Sommer. Tag oder Nacht?
Nacht. Äpfel oder Apfelsinen? Apfelsinen. Männer oder Frauen?
Frauen. Rock oder Hose? Rock.
Strümpfe oder Strumpfhose?
Strümpfe. Lippenstiftfarbe? Rot.
Die Farbe ihrer Augen? Braun. Was trägt sie heute? Rock.
Welche Farbe hat ihr BH? Schwarz. Und Sie wissen, wo sie wohnt? Ja.
Ja?
Ich habe keinen Namen genannt. Von wem sprechen Sie?
Sie sprechen von Ihrer Ärztin.
Herr Vorsitzender, ich muss gegen die Art der Befragung protestieren.
Frau Kaspercyk ist eine tolle Frau.
Sie träumen von ihr. Sie haben Fantasien.
Aber mal ganz im Ernst. Sie ist nicht ganz Ihre Kragenweite.
Frau Kaspercyk ist hübsch, sie ist gebildet, sie ist erfolgreich.
Sie will Ihnen helfen. Aber sie wird Sie zurückweisen.
Machen Sie dann das Gleiche mit ihr wie mit Riecke Lehmann?
Werden Sie sie bestrafen für die Missachtung?
Werden Sie sie zusammenschlagen und quälen bis sie ...
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht daran denke,
was ich Riecke angetan habe. Und ihren Angehörigen.
Ich kann es leider nicht rückgängig machen.
Ich kann nur hoffen, dass Sie mir ... ... eines Tages vergeben.
Dr. Jessen!
Ihre Arte der Befragung war vollkommen unprofessionell.
Dr. Kaspercyk, diese Anhörung entscheidet darüber,
ob Ihr Patient aus dem Vollzug entlassen wird.
Ich dachte, ich tue Ihnen einen Gefallen.
Ich mach diesen Job über zehn Jahren.
Ich weiß, wann jemand eine Gefahr für die Gesellschaft darstellt.
Es ist nicht die Gesellschaft, um die ich besorgt bin.
Es ist sehr viel persönlicher.
Ey, sag mal, geht's noch, du Spast? - Okay, das reicht.
Herrschaften, es ist Romeo und Julia und keine Vorabendsoap.
Mike, falls du's vergessen hast, Romeo denkt, dass Julia tot ist.
Also spar dir die Zungenküsse, okay?
Was gibt's da zu grinsen, Sina? - Sorry.
Wenn du am Freitag deinen Text immer noch nicht kannst,
übernimmt Charlotte deine Rolle.
Du wolltest unbedingt die Julia spielen, also tu was dafür.
Applaus gibt es nicht fürs Rumstehen und gut aussehen.
Wir sehen uns am Freitag.
Hallo, Mausezahn.
Du sollst mich doch nicht so nennen! Entschuldige.
Hallo, Dr.Jessen. Hallo, Sina.
Können Sie mich 'n Stück mitnehmen? Kein Problem.
Charlotte! Kommst du mal? - Jetzt krieg ich auch noch Anschiss.
Sie sehen gestresst aus. Gibt's Ärger?
Gute Beobachtungsgabe.
Ihr zieht euch um, ich warte.
Wie ist das eigentlich, wenn man Ihnen als Psychiater was erzählt.
Dürfen Sie das weitersagen?
Nein.
Okay.
Können wir? - Ja, ich wart nur auf dich.
Beeilt euch.
Ja, ich weiß, die Elternspende.
Sie können mich am Schiffbeker Weg rauslassen. Sag einfach wo.
Augen schön nach vorne, Doktor!
Und? Wie seh ich aus?
Super! Wohin wollt ihr denn?
Wissen wir noch nicht. Mal gucken. Ja, da vorne können Sie halten.
Super, danke! Tschüss! - Tschüss!
Tschüss.
* Joe übt am Klavier. *
Kein Glaube, keine Treue, noch Redlichkeit ist unter meinen Männern.
Falsch sind sie ...
Mama! Ja, entschuldige, der Text ist nicht angestrichen.
Ich hab aus Versehen Ninas Buch eingesteckt.
Falsch sind sie ...
* Joe übt Klavier. * Papa! Ja!
Lauter Schelme. Lauter Schelme, lauter Heuchler.
Stimmt das eigentlich, Mama!? Sind alle Männer Heuchler?
* Nora und Charlotte sprechen in einer Geheimsprache. *
* Geräusch *
Bleib! Bleib! Ich geh.
Sina!
Sina!
Ruf die Polizei!
Sina!
Sina!
Sina!!!
Sina?
Sina ...
Ich will dir nichts tun.
Ich bin Dr. Jessen.
Joe.
Was passiert mit den Sachen?
Gehen ins Labor.
Was hat Sina Martensen bei Ihnen zu Hause gemacht?
Sie stand vor der Tür. Und dann ist sie weggelaufen.
Warum? Das weiß ich nicht.
Ich hab gedacht, vielleicht hat sie einen Unfall gehabt.
Sind Sie ihr nachgelaufen? Ja.
Kann ich dann nach Hause?
Noch nicht. Wir ermitteln in einem Mordfall.
Wie geht es ihr? Wir haben ihr was zur Beruhigung gegeben.
Sie ist dehydriert, hat Hämatome an den Beinen.
Keine innere Blutungen.
Drogen? Muss ich den Bericht abwarten.
Haben Sie untersucht, ob sie vergewaltigt wurde?
Dazu brauch ich die Einwilligung der Eltern. Darf ich?
* Handy klingelt. *
Ruiz!? Ich bin's, Anna. Wir brauchen dich.
Leichenfund. Kanalweg 7.
Über die Terrasse nach oben.
(Anna) Der Tote ist ein Kollege von uns.
Ralf Martensen. Polizeihauptkommissar im Drogendezernat.
Er sollte eigentlich auf 'nem Lehrgang in Köln sein
und erst am Freitag wiederkommen. Dumm gelaufen.
Irgendwas stimmt da nicht. Was meinst du?
Als ich die Kinder von der Schule abgeholt habe ...
Ich meine, Sina wollte mir was sagen.
Hat sie aber nicht.
Das war ihre Entscheidung. Du bist kein Hellseher, Joe.
Sei so lieb, fahr da vorne rechts.
Ich muss zu Sinas Eltern. Du kannst morgen die Polizei anrufen
Ich will nach Hause. Lotte ist allein.
Ich muss wissen, was passiert ist.
Was ist denn hier los?
(Polizist) Guten Abend. Sie können hier momentan nicht durch.
Ich bin der zuständige Psychiater.
Er wurde von hinten niedergeschlagen. Wahrscheinlich mit dem Hockeyschläger
Die Leiche wurde gedreht.
Am Rücken sind Stichverletzungen von einem Messer oder einer Schere.
Die eigentliche Tatwaffe haben wir noch nicht gefunden.
Wer wohnt nebenan? Ein alter Witwer.
Hat der was gehört? Der hat seit den Achtzigern nichts mehr gehört.
* Lacht *
Ja ...
Das ist noch interessant.
Da beugte sich jemand über den Körper und hat diese Blutspuren hinterlassen
Das Zimmer gehört der Tochter Sina. 16 Jahre alt.
Es gibt noch eine andere Tochter. Sophie.
Die lebt aber nicht mehr zu Hause.
Was ist mit der Ehefrau? Die arbeitet bei der Telefonseelsorge
Sie hatte Nachtschicht, als die Kollegen sie anriefen.
Sie ist im Krankenhaus. Ihre Tochter steht unter Schock.
Möglicherweise hat sie den Mord beobachtet. Oder ...
Sie ist davongelaufen und dann stand sie bei einem Bekannten vor der Tür.
Was für ein Bekannter? Das bin ich.
Ausgerechnet. Wer hat den reingelassen?
Ich freu mich auch, Sie zu sehen. Darf ich?
Warum ist das Mädchen zu Ihnen gekommen?
Sie ist eine Schulfreundin meiner Tochter.
Ich denke, ... sie wollte dahin, wo sie sich sicher fühlt.
Und was hat sie gesagt?
Sie war traumatisiert. Nichts.
Nett, dass Sie vorbeigeschaut haben. Aber dies ist 'n Tatort.
Wenn ich Sie bitten dürfte! Kommen Sie!
Doktor!
Ich hab erfahren, dass Leo Barreis wieder auf freiem Fuß ist.
Danke, noch mal. Schließlich hat's mich ein halbes Jahr gekostet,
um dem Arsch nachzuweisen, dass er das Mädchen vergewaltigt
und fast totgeschlagen hat. Auf Wiedersehen.
Ralf Martensen war ein ganz besonderer Mensch.
Und ein vorbildlicher Kollege.
Er war einer von uns.
Ich danke Ihnen. Sie können jetzt wieder an Ihre Arbeit gehen.
Waren Sie schon in der Klinik? Haben Sie mit dem Mädchen gesprochen?
Die war noch nicht vernehmungsfähig. Haben wir irgendetwas Verwertbares?
Ein Motiv? Tatwaffe? Zeugen? Nein. Nein. Und nein.
Ein möglicher Racheakt?
Wir gehen grad die aktuellen und die alten Fälle von Martensen durch.
Aber das dauert.
Ruiz. Mir liegt persönlich sehr daran,
dass wir den Fall schnell aufklären. Schade!
Ich dachte, ich kann 'ne ruhige Kugel schieben
und mir die Eier schaukeln. Hängen Sie sich rein!
Stellen Sie sich vor, ich wäre das Mordopfer und es macht Ihnen was aus.
Ich stelle mich gern jeder Herausforderung.
Guten Morgen.
Waren wir verabredet? Nein.
Ich hatte plötzlich Sehnsucht nach Ihnen. Freuen Sie sich?
Sie sind befördert worden. Ja.
Ich hab Ihnen etwas mitgebracht. Hm, natürlich.
Ich dachte, Sie können eine Katze gebrauchen.
Ein Hund wäre mir lieber. Einen Hund besitzt man.
Sie brauchen etwas, dass Sie besitzt!
Wenn sie nach ihrer Mutter kommt, wird sie 'ne gute Rattenjägerin.
Hier gibt's keine Ratten.
Wann ist es denn so weit? Im Dezember.
Was macht das Zittern?
Ein ständiges Auf und Ab.
Ich weiß, warum Sie hier sind.
Ich brauche Ihre Hilfe.
Nein, brauchen Sie nicht!
Sie kennen das Mädchen gut. Hat sie gestern irgendetwas zu Ihnen gesagt?
Sie war traumatisiert. Jetzt ist sie ansprechbar.
Sie wurde vor einer Stunde in die Psychiatrie verlegt.
Der Amtsarzt stuft sie als selbstmordgefährdet ein und will,
dass sie unter Beobachtung bleibt.
Helfen Sie mir, das Mädchen zum Reden zu bringen.
Sie kennt Sie und vertraut Ihnen!
Sonst wär sie gestern hier nicht aufgetaucht.
Jeder Psychiater, der seinen Beruf ernst nimmt, wird Ihnen sagen,
dass ich der Falsche bin. Genau wegen der Nähe.
Ralf Martensen war mein Chef, als ich bei der Mordkommission anfing
Alles was ich weiß, hab ich von ihm gelernt.
Er war ein hervorragender Polizist.
Und er war mein Freund.
Das tut mir leid.
Ich bin sicher, Sie werden rausfinden, was passiert ist.
Warum tun Sie so, als würde Sie das Ganze nicht interessieren?
Sie haben heute schon dreimal in der Klinik angerufen
und sich nach Sinas Befinden erkundigt.
Muss ein komisches Gefühl sein, wenn die beste Freundin der Tochter
vielleicht eine Mörderin ist.
Kommen Sie mit mir in die Klinik.
Weiß man schon, ob das Mädchen einen Freund hat?
Ihre Mitschüler sagen ja, aber keiner weiß, wer das ist.
Hat ein Geheimnis draus gemacht. Laptop und Handy haben wir überprüft,
aber auch keinen Hinweis gefunden.
Wenn die Kleine endlich was sagen würde, dann wären wir alle schlauer.
(Polizist) Wir haben was!
Gab es Einbruchspuren in dem Haus? Nein.
Die Tür stand weit offen, als die Kollegen ankamen.
Warum lag Martensen in Sinas Zimmer? Was hatte er da oben zu suchen?
Nicht mutmaßen, bevor wir mehr wissen.
Ich hoffe, Sie sind nicht voreinge- nommen, weil der Tote ihr Freund war
Ronnie!
Dr. Jessen. Frau Martensen.
Sie will mich nicht sehen.
Wir werden mit ihr reden.
Das ist meine Tochter Sophie. Hallo, Sophie.
Tut mir leid, was mit Ihrem Vater geschehen ist.
Muss es nicht.
Kommen Sie, Doktor.
Wie soll ich's angehen?
Reden Sie behutsam mit ihr.
Durch die Befragung wird sie gezwungen sein,
sich an Details zu erinnern, die sie verdrängt hat.
Dadurch durchlebt sie das Geschehen noch einmal.
Und zeigen Sie ihr keine Fotos vom Tatort.
Dafür ist es noch zu früh.
Ich werde nicht zögern, die Befragung zu unterbrechen,
wenn Sie sie unter Druck setzen.
Sie halten sich im Hintergrund?
Hallo, Sina.
Hallo, Sina.
Sina ...
Ich werde unser Gespräch aufzeichnen.
Ich werde die Aufnahmen bei Bedarf dem Gericht zur Verfügung stellen.
Hast du das verstanden?
Weißt du, warum du hier bist?
Papa ist tot.
Willst du uns erzählen, von gestern Abend?
Sina?
Ich kann mich nicht erinnern.
Versuch dich zu erinnern!
Du hattest Probe gestern.
Lotte und ich haben dich danach im Auto mitgenommen.
Erinnerst du dich?
Mit wem warst du verabredet?
Weiß ich nicht mehr.
Als du nach Hause gekommen bist,
wie spät war es da? Ich erinnere mich nicht.
Ich hab heut Theaterprobe. Ich muss dem Engels noch Bescheid sagen.
Mach dir keine Sorgen. Die Schule weiß Bescheid.
Warum kannst du dich nicht erinnern?
Da ist 'ne Tür ...
Aber die geht nicht auf.
Warum geht sie nicht auf?
Ist abgeschlossen.
Sina ...
Als du nach Hause gekommen bist ... Gingst du gleich in dein Zimmer?
Früher haben Sophie und ich uns ein Zimmer geteilt.
Als sie ausgezogen ist, hat sie gesagt, dass ich auch gehen soll.
Warum hat sie das gesagt?
Sie hat auf mich aufgepasst.
Sie hat mir gesagt, wo es sicher ist und wo nicht.
Wo ist es denn nicht sicher?
Im Bad, wenn die Tür nicht abgeschlossen ist.
Im Schuppen, abends manchmal im Auto.
In meinem Zimmer, wenn ich alleine war.
Warum ist es da nicht sicher?
Sina?
Sina?
Hörst du was?
Es rauscht.
Was ist das für ein Rauschen?
Tolle Vorstellung. Das Mädchen wird bestimmt 'ne tolle Schauspielerin.
Bisschen mehr Fantasie, Ruiz. Hier geht's um Fakten, Doktor.
Warum führt er eigentlich 'ne Befragung durch?
Wer leitet die Ermittlungen? Das Mädchen ist traumatisiert.
Ich bat ihn darum, damit wir erfahren, was passiert ist.
Ich sag Ihnen, was passiert ist. Sina hat ihren Vater getötet.
Davon bin ich nicht überzeugt. Ach nein? Das ist die Tatwaffe.
Da ist das Blut des Opfers dran und Sinas Fingerabdrücke.
Haben die Kollegen im Wald gefunden.
Handy klingelt.
Ja? Wir haben auf dem Bett des Mädchens Spermaspuren gefunden.
Ja und?
Danke.
Was ist?
Die Schweigeminute, die ich für Ihren Freund abgehalten habe,
hätte ich gern zurück.
Auf dem Bett des Mädchens wurden Spermaspuren gefunden.
Sie sind vom Vater.
Martensen hat seine Tochter missbraucht
und sie hat ihn umgebracht.
Mit ein bisschen Glück kommt sie mit Notwehr davon.
* Klopfen *
Sina hat ihn nicht getötet.
Sie war's nicht.
Kommen Sie doch rein!
Warum erzählen Sie mir das?
Damit Sie das der Polizei sagen. Warum machen Sie das nicht selbst?
Möchten Sie sich setzen?
Erzählen Sie mir von Ihrem Vater.
Er war ein Kontrollfreak.
Sperrstunde, Kleidervorschriften. Nichts, was über den Knien endet.
Ich durfte keinen Nagellack tragen.
Ich durfte nicht auf Partys gehen.
Ich durfte kein rot tragen.
Warum kein rot? Weil nur Huren rot tragen.
Was hat Ihre Mutter dazu gesagt? Dass er altmodisch ist?
War ihr Vater gewalttätig? Er hat uns nicht geschlagen.
Aber das heißt nicht, dass er uns nichts angetan hat.
Hat er Sina oder Sie jemals angefasst?
Würde ihr das helfen?
Ich frag nur, ... weil die Wahrheit den Menschen nicht immer hilft.
Sie müssen der Polizei von Ihrem Vater erzählen.
Das würde meine Mutter umbringen. Was ist mit Sina?
Sina hat ihren Vater geliebt und sie hat ihn gehasst.
Aber sie hat ihn nicht umgebracht.
"Hallo, hier ist Charlotte. Ich bin grad nicht zu erreichen."
Versteh ich nicht. Sie wollte schon vor 'ner Stunde hier sein.
Ohhh! Bist du okay? Hast du Schmerzen?
Alles gut.
Ich glaube, er hat mich gerade getreten.
Da ist sie ja!
Wo warst du denn? Ich wollte Sina im Krankenhaus besuchen.
Ich hab da angerufen, aber die wollten mir nichts sagen.
In der Schule erzählen Sie, dass Sina ihren Vater umgebracht hat.
Ich hatte nicht genug Geld dabei. Drei Euro haben gefehlt.
Wegen drei scheiß Euro macht der so 'n Stress! Wer?
Der bescheuerte Taxifahrer. Kannst du den bezahlen, Papa?
65 Euro 20.
Was bitte? Warte mal!
Warte! Bist du verrückt geworden?
Sie bekommen noch Geld.
Danke, Dr. Jessen.
Nettes Mädchen Ihre Tochter.
Was wollen Sie hier? Gar nichts.
Ich wohn jetzt bei meinem Onkel. Der hat 'n Taxiunternehmen.
Der glaubt dran, dass jeder Mensch 'ne zweite Chance verdient hat.
Und Sie, Dr. Jessen?
Was passiert jetzt mit Sina?
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.
Ich konnte erreichen, dass ich sie bei mir in der Praxis befragen kann.
Ist für sie besser als in der Klinik Und wenn es zur Anklage kommt?
Sie ist strafmündig. 16.
Im schlimmsten Fall bekommt sie bis zu zehn Jahren.
Ich hab nichts gemerkt.
Sina war ständig bei uns zum Essen. Über Nacht.
Hat auf Lotte aufgepasst. Hat die Wochenenden hier verbracht.
Sie wollte nie zu Hause sein. Nicht bei ihrem Vater.
Wenn ich nur daran denke, dass Charlotte bei Sina übernachtet hat.
Welcher Gefahr sie ausgesetzt war.
Du kannst doch den Menschen nicht in die Köpfe schauen.
Aber ich sollte. (Stimme Sophie) Aber sie hat ihn nicht umgebracht.
... wo es sicher ist und wo nicht.
Ich hab dir deine Musik mitgebracht.
(Sina) Danke, dass Sie mir geholfen haben, da rauszukommen, Dr. Jessen.
Nur für unser Gespräch. Danach musst du wieder zurück.
Warum zittern Sie?
Nicht der Rede wert. Das ist Ihre erste Lüge.
Ja ...
Im Moment hat das Jugendamt die Pflegschaft für dich übernommen.
Ich will wieder nach Hause.
Und die Ärzte wollen, dass du erst mal in der Klinik bleibst.
Sie machen sich Sorgen um dich.
Ich bin nicht verrückt. Sagen Sie denen das.
So einfach ist das nicht.
Die werden schon auf Sie hören. Sie sind ja nicht irgendjemand.
Wissen Sie den Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen?
Mandarinen sind nicht so süß.
Frisches Obst ist gesund. Das würde Ihnen auch mit Ihrem Zittern helfen.
Helfen Sie mir da rauszukommen.
Ich möchte dir ein paar Fragen stellen.
Du kannst Sie beantworten oder nicht. Das liegt bei dir.
Ich werde nicht sauer sein oder böse, wenn du sie nicht beantwortest
Wenn dir eine Frage Angst macht, hebst du die rechte Hand.
Das ist unser Zeichen. Dann weiß ich, dass ich aufhören muss, okay?
Wo bist du geboren? In Hamburg.
Du bist die Jüngste? Ja.
Wie alt ist deine Schwester?
Ähm ... 22.
Wie ist es zu Hause?
Wie im Gefängnis.
Dein Vater war sehr streng.
Ja.
Was bedeutet das?
Ich möchte noch mal auf den Abend neulich zu sprechen kommen.
Kannst du dich inzwischen erinnern, mit wem du verabredet warst?
Nein.
Um wie viel Uhr bist du nach Hause gekommen?
So gegen sechs, glaub ich.
War deine Mutter da? Nein, die hatte Spätschicht.
Die stellt dann das Essen immer in die Mikrowelle.
Du stehst vor euerm Zuhause.
Schaust dir das Haus an.
War irgendetwas ungewöhnlich?
Nein.
Du geht's zur Tür und schließt auf.
Hab keine Angst, es wird nichts geschehen. Ich bin bei dir.
Was siehst du?
Papas Aktentasche. Er ist da.
Eigentlich wollte er erst am Freitag wiederkommen.
Was geht dir durch den Kopf? Ich bin nicht gern mit ihm allein.
Was wirst du tun? Versuchen, schnell in mein Zimmer zu kommen.
Tür abzuschließen. Mich in mein Bett zu legen.
Dann wird er mich in Ruhe lassen. Was bedeutet das?
Hörst du was? Die Mikrowelle. Schritte und da rauscht Wasser.
Ich muss mich beeilen.
Ich geh durch den Garten, die Treppe hoch.
Zu meinem Zimmer und da schließ ich dann die Jalousien.
Damit er nicht sieht, dass ich zu Hause bin.
Was ist los?
Er ist schon im Zimmer.
Ist noch jemand im Haus? Nein.
Kannst du sehen, wer es ist?
Es rauscht.
Es war noch jemand im Haus. Und wer? Sina hörte den Wasserhahn im Bad.
Suchen Sie da nach Fingerabdrücken.
Was glauben Sie, was wir den ganzen Tag tun? Da war nichts.
Warum sind Sie so sicher, dass es Sina war?
Vielleicht wollte ihre Schwester Sophie sie beschützen
Was ist mit der Mutter?
Wenn Martensen seine Töchter jahrelang missbraucht hat?
Warum sind Sie so sicher, dass Sina es nicht war?
Ich sage Ihnen warum, Doktor. Weil Sie es so wollen.
* Glockenspiel *
Hallo! Hallo.
Frau Martensen.
Dr. Jessen.
Ich hab Helene gefragt, ob sie nicht vorbeikommen will.
Ich war heut noch mal in der Klinik.
Sie redet immer noch kein Wort mit mir.
Vielen Dank, dass Sie sich um sie kümmern.
Frau Martensen ...
Hatte Sina eigentlich oft Streit mit ... ihrem Vater?
Ich weiß gar nicht, wann sie mal keinen Streit hatten.
Das letzte Mal haben sie sich wegen des Lehrers gestritten. Herr Engels.
Der mit unseren Töchtern das Theaterstück probt.
Worum ging es da?
Bitte!
Herr Engels und seine Frau haben einen kleinen Jungen. Finn.
Sina hat öfter mal auf ihn aufgepasst. Bis vor ein paar Wochen.
Bis vor ein paar Wochen.
Und dann?
Dann war plötzlich Schluss.
Warum?
Mein Mann hat gesehen, ... wie Herr Engels Sina mal nach Hause brachte
und angeblich zum Abschied geküsst hat.
Sina hat gesagt, es wäre nichts passiert. Er hätte sich geirrt.
Er hat ihr verboten, noch mal zu den Engels zu gehen.
Es gab ein Riesenkrach.
Er hat sich sogar bei der Vertrauenslehrerin beschwert.
Und?
Hat Ihr Mann sich geirrt?
Sina hat oft von Herrn Engels erzählt.
Ich kann mir vorstellen, ... dass sie ein bisschen verliebt in ihn war.
Können Sie sich vorstellen, dass ihr Mann eifersüchtig war?
Wie?
Auf wen?
Wie meinen Sie das?
Frau Martensen, Sie wissen genau, was ich meine.
Warum hatte Sina Angst vor ihrem Vater? Joe! Lass es gut sein.
Er war streng.
Er war immer sehr streng mit ihr. Er war mehr als streng.
Und Sie wissen es.
Sahen Sie die Anzeichen nicht oder wollten Sie sie nicht sehen?
Ich muss jetzt gehen.
Das war ziemlich unsensibel von dir!
Diese Frau hat gerade ihren Mann verloren.
Und ihre Tochter steht unter Mordverdacht.
Diese Frau verdrängt die Tatsache,
dass beide Töchter seit Jahren von ihrem Vater missbraucht wurden.
Sogar jetzt noch, wo die Wahrheit das Einzige ist,
was ihrer Tochter noch helfen könnte Ich versteh dich nicht mehr!
(Stimme Frau Martensen) Ich kann mir vorstellen,
dass sie ein bisschen verliebt in ihn war.
(Stimme Sina) Ich hab heut Theaterprobe.
Ich muss dem Engels Bescheid sagen.
Die Schulleitung und Herr Engels beraten,
ob die Aufführung verschoben werden soll.
Kennen Sie Herrn Engels gut? Warum fragen Sie?
Er scheint für die Kinder sehr wichtig zu sein.
Sina erzählt oft von ihm.
Frau Groth, ich wollte noch die Bücher abgeben.
Soll ich sie Ihnen geben oder ... - Ich mach das.
Herr Engels ist ein ausgezeichneter Lehrer. Die Schüler vertrauen ihm.
Und ich auch.
Martensen hat sich doch bei Ihnen über Engels beschwert.
Worauf wollen Sie hinaus? Was wurde denn in der Sache unternommen?
Bei so einem Vorwurf hat die Schule entsprechende Verfahrensregeln.
Solche Vorwürfe sind gefährlich.
Sie können eine Karriere ruinieren oder schlimmer, ein Leben zerstören.
Sie haben Sina nicht geglaubt. Sina selbst hat es abgestritten.
Vielleicht weil sie Angst vor ihrem Vater hatte.
Herr Engels bestätigte Sinas Aussage. Damit war die Sache für mich erledigt
Oder was meinen Sie hätte ich noch tun können?
Halten Sie Sina für fähig, einen Mord zu begehen?
Sina wäre niemals fähig, einen Menschen umzubringen.
Hat Sie Ihnen von ihren Problemen erzählt? Das musste sie nicht.
Als Lehrer merkt man, wenn einem Schüler etwas auf der Seele lastet.
Wann ist Ihnen das aufgefallen? Irgendwann letzten Sommer.
Ich hab sie im Auge behalten. Sie ist in die Theater-AG eingetreten.
Wir haben geredet. Sie hat Ihnen vertraut?
Ja, ich glaub schon.
Ich hab ihr zugehört.
Sinas Vater hat sich bei Frau Groth über Sie beschwert. Wussten Sie das?
Ja.
Er hat gesehen wie Sina mir einen Abschiedskuss gegeben hat.
Er glaubte, gesehen zu haben, wie Sie Sina geküsst haben.
Das war ein Missverständnis.
War Sina in Sie verliebt?
So was kommt vor.
Und es macht Ihnen nichts aus? Ich fasse das als Kompliment auf.
Wenn ich meinen Job gut mache, kann ich einen Schüler verändern.
Was er empfindet, was er denkt.
Was geschieht, wenn eine Schülein diese Verliebtheit sexualisiert?
Ich trete einen Schritt zurück. Weise sie sanft ab.
Ich habe Sina das Gefühl gegeben, etwas besonderes zu sein.
Das hat nichts mit körperlicher Anziehung zu tun.
Frau Engels!? Johannes Jessen. Ich bin Charlottes Vater.
Wir kennen uns von einer Schulfeier. Ja. Ich weiß. Hallo!
Du musst Finn sein!?
Sina hat auf dich aufgepasst. Ja, das hat sie.
Wir müssen jetzt rein. Frau Engels?
Kannten Sie Sinas Vater? Herrn Martensen.
Eigentlich nicht. Manchmal hat er sie nach dem Babysitten abgeholt.
Finn, wartest du mal da!?
Nach allem, was Sina so erzählt hat, muss er ein Tyrann gewesen sein.
Ja. Ein Kontrollfreak.
Wussten Sie, dass er sich bei der Schule über Ihren Mann beschwert hat
Ja. Und ich mach mir Vorwürfe. Weswegen?
Ich hätte merken müssen, dass Sina in meinen Mann verknallt ist.
Als er sie mal nach Hause gefahren hat, hat sie ihn geküsst.
Ihr Vater wurde wütend. Verständlicherweise.
Das hat Ihr Mann Ihnen erzählt? Er hat sich geschämt.
Er wollte nicht, dass Sina sich Hoffnungen macht.
Danach konnte sie natürlich nicht mehr bei uns arbeiten. - Finn!
War Ihr Mann vorgestern Abend zu Hause?
Wieso fragen Sie das eigentlich alles? Weil es mich interessiert.
Ja, er war zu Hause. Ich hatte Geburtstag. Er hat gekocht.
Und Kuchen gebacken. Kuchen! Wie schön.
Wie viele Kerzen waren denn auf dem Kuchen?
Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Sehr.
Tschüss.
* Wagen springt nicht an. *
Das gibt's doch nicht.
Sie sehen zu viele Filme, Doktor.
Das gerade war kein Film. Das war ein Mordversuch.
Schauen Sie sich mein Auto an.
An Fahrer, Kennzeichen, Automarke können Sie sich nicht erinnern?
Es war ein PKW, äh ... dunkelgrün.
Es ging sehr schnell. Mehr brauchen wir doch nicht.
Wir verhaften einfach jeden Halter eines grünen PKWs in Hamburg.
Da muss der Richtige ja dabei sein. Es war Gregor Engels. Sinas Lehrer.
Er hatte ein Verhältnis mit ihr.
Hat sie das gesagt?
Nein. Hat er das gesagt? Nein. Gott sei Dank.
Ich dachte schon, Sie hätten keine Beweise für Ihre Behauptungen.
Sinas Vater hat sich in der Schule über ihn beschwert.
Engels hat Sina geküsst. Ich stelle ihm einige Fragen
und schon will mich jemand umringen. Sie stellen Fragen?
Ermitteln Sie jetzt oder was? Ja, irgendjemand muss es ja tun.
Sina ist unschuldig.
Doktor, es könnte sonst wer auf Sie abgesehen haben!
Gestern stand Leo Barreis vor meiner Haustür.
Er hat meine Tochter im Taxi nach Hause gefahren.
Wann wollten Sie mir das erzählen?
Für jemanden der den Menschen eigentlich helfen sollte,
haben Sie viele Feinde. Vielleicht sind Sie im falschen Beruf gelandet.
Lass doch die Polizei ihre Arbeit machen.
Ich will nicht, dass du dich ständig in Gefahr bringst.
Verstehst du nicht, dass ich dem Mädchen helfen muss?
Ich fühl mich verantwortlich. Wir erwarten ein Kind, Joe!
Wo ist da dein Verantwortungsgefühl?
Ich weiß, dass Engels in dem Auto saß.
Und eins ist ganz klar: Charlotte wird ihn nicht mehr sehen.
Seid ihr verrückt geworden? Engels ist der beste Lehrer von allen.
Er ist der Einzige, der uns zuhört und uns nicht wie Kinder behandelt.
Charlotte.
Herr Engels ... hat mit Sina ein ...
Mausezahn ...
Er hat sich an Sina rangemacht.
Du lügst.
Nina.
Was willst du?
Ich bin dein Vater. Ich will wissen, wie's dir geht.
Du rufst nicht zurück. Du meldest dich nicht.
Nur weil wir einmal telefoniert haben, heißt das nicht,
dass zwischen uns alles in Ordnung ist.
Wenn du Zeit brauchst, ist das Okay. Ich ...
* Handy klingelt. *
Geh ruhig ran. War dir ja immer schon wichtiger.
Ja? Gregor Engels fährt keinen dunkelgrünen PKW. Ich hab's überprüft
Dann lag Jessen falsch. Vielleicht besorgte er sich einen anderen Wagen.
Ich frag bei den Autovermietungen. Was weißt du noch über Engels?
Engels arbeitete bis vor vier Jahren in Schleswig-Holstein.
In Degelsdorf. Jeder kennt jeden. Seine Frau war seine Schülerin.
Bei der Hochzeit war sie gerade mal 18 Jahre alt.
Ihre Familie hat 'ne Menge Geld. Er bräuchte nicht mehr zu arbeiten.
Er hat jetzt seine zweite Frau. Die erste hieß Carina. Gebürtige Riedel.
Von ihr stammt auch das gemeinsame Kind. Wo ist die jetzt?
Das weiß leider niemand.
Carina Engels ist vor vier Jahren spurlos verschwunden.
Gut. Danke.
Danke, dass Sie gleich angerufen haben.
Was für ein Glück, dass Sie den Hörer noch abnehmen können.
Frau Riedel?
Meine Tochter ist tot. Und ich weiß auch, wer sie umgebracht hat.
Sie ist nicht nach Hause gekommen.
Sie wollte einkaufen gehen und ist nicht wiedergekommen.
Das wollte Gregor uns jedenfalls weiß machen.
Ich hab ihm nie übern Weg getraut. Schon vor der Hochzeit nicht.
Er hat sie behandelt wie ein Hündchen,
dass er vorm Ertrinken gerettet hat.
Und dafür sollte sie ihm auch noch dankbar sein.
Sie war nicht mehr dieselbe. Engels hat irgendwas mit ihr gemacht.
Sie hat einfach nie mehr gelächelt.
Wenn Kinder ihre Eltern Eltern verlieren, dann sind es Waisen.
Aber wenn Eltern ihr einziges Kind verlieren ...
Da gibt's kein Wort dafür, oder?
Wie hat Engels auf Carinas Verschwinden reagiert?
Er hat gesagt, sie hat ihn sitzen lassen.
Sie sei mit 'nem anderen Typen durchgebrannt. Aber das stimmt nicht.
Das hätte ich gewusst. Carina hat mir immer alles erzählt. Das war gelogen.
Danach ist er gleich weggezogen? Von einem Tag auf den anderen.
Hat meinen Enkel mitgenommen. Finn. Konnte mich nicht mal verabschieden.
Sie sind doch Psychiater?
Hmhm.
Mein Mann ist vor zwei Jahren gestorben.
Und jetzt bin ich ganz allein.
Und weiß immer noch nicht, was mit Carina passiert ist.
Können Sie mir sagen, wie man damit klarkommt?
(Polizist) Ralf Martensen war Polizist durch und durch.
Er war ein herzlicher, mitfühlender und weiser Mann.
Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seinen Kollegen,
die einen Freund und ein Vorbild verloren haben.
Warum stehst du nicht bei uns?
Er war kein schlechter Mensch.
Wissen Sie, was einen guten Ermittler ausmacht, Doktor?
Wir gehen immer davon aus, dass jeder lügt. Jeder!
Täter, Opfer, Verdächtige. Alle.
Das macht gute Polizisten aus uns. Aber erbärmliche Ehemänner und Väter
Leo Barreis ist übrigens verschwunden.
Was? Er ist nicht zu dem Termin bei seiner Therapeutin erschienen.
Der Onkel weiß auch nicht, wo er ist.
Natürlich kann ich das machen. Wann brauchen Sie die Übersetzung?
Das ist kein Problem.
Charlotte!
Entschuldigung!
Kein Problem! Danke.
Keine Ursache.
Wann ist es denn so weit?
Hallo?
Irgendwer da?
So nehm ich dich beim Wort.
Nenn Liebster mich.
So bin ich neu getauft und will hinfort nicht Romeo mehr heißen.
Wer bist du,
der du, von der Nacht beschirmt, dich drängst in meines Herzens Rat?
Mit Namen weiß ich nicht zu sagen, wer ich bin.
Hätt ich ihn schriftlich, ...
... so zerriss ich ihn.
Mein Ohr trank keine 100 Worte noch von diesen Lippen.
Doch es kennt den Ton.
Würde dir das gefallen?
Licht.
Applaus.
Wo sind denn alle?
Ich hab allen abgesagt.
Ich muss mich erst entscheiden, was wir mit Sinas Rolle machen.
Die Schulleitung will, dass die Aufführung wie geplant stattfindet.
Du würdest gern die Julia spielen, stimmt's?
Ich kann den ganzen Text.
Ich glaube, dass du eine fantastische Julia wärst.
Echt?
Absolut.
Du wärst meine erste Wahl.
Leider geht das nicht.
Dein Vater erlaubt es nicht.
Das kann er doch nicht machen.
Ich bin mir sicher, er meint es gut.
Weißt du, Eltern wollen ihre Kinder beschützen.
Wenn ihnen jemand nicht gefällt wollen sie nicht,
dass ihre Kinder mit ihm Zeit verbringen.
Er will nicht, dass du weiter zu den Proben kommst. - Was?
Auch nicht für die Nonne? - Nein. Tut mir leid.
Ich weiß, dass du ein ganz großes Talent bist.
Es tut mir weh, dass du nicht die Chance hast, es allen zu beweisen.
Vielleicht überlegt er es sich ja noch mal.
Hey!
Du bist noch so jung.
Du wirst noch viele Chancen bekommen.
Na komm.
* Geräusch *
Charlotte?
Charlotte!
Was ist denn los?
Das kannst du Papa fragen.
* Telefon klingelt. *
Ja? (verzerrte Stimme) Frau Jessen,
Ihr Mann sollte aufhören, Fragen zu stellen.
Es könnte ihm irgendwann leidtun. * Geräusch *
Es wäre schlimm, wenn Ihrer kleinen Familie etwas zustößt.
Sie sind doch schon mal durch ihn in Gefahr geraten, oder?
Stand ja in allen Zeitungen.
Kommen Sie zurecht?
Ich war dagegen.
Ich wollte kein zweites Kind.
Zuerst.
Aber dann haben wir uns dafür entschieden.
Es tut mir leid.
Wir haben uns FÜR das Kind entschieden.
Wenn irgendwas ist, rufen Sie mich an.
Schlimme Sache.
Das mit Ihrer Frau.
Ich kam gerade vorbei als sie mit dem Krankenwagen abgeholt wurde.
Was haben Sie hier verloren? Was wollten Sie denn?
Bitte hören Sie auf, meine Frau zu belästigen.
Ich hab ihr ein paar Fragen gestellt Genau das gefällt mir nicht.
Verschwinden Sie, bevor ich ausfallend werde.
Weiß Ihre Frau von Sina Martensen?
Merken Sie nicht, dass dieses Mädchen lügt?
Sie versuchte, mir einen Kuss zu geben.
Ich wies sie zurück. Jetzt rächt sie sich.
Sina war was Besonderes für Sie.
Alle meine Schüler sind was Besonderes. Klar.
Aber hin und wieder sticht eine heraus. Sie weckt Ihr Interesse.
Nicht die Schönste, nicht die Intelligenteste.
Aber sie hat etwas, dass unwiderstehlich ist.
Eine Schwäche, eine Arroganz, die Sie bestrafen müssen.
Sie haben gespürt, dass das Mädchen von ihrem Vater missbraucht wurde.
Und Sie haben ... ihr Potenzial als Spielzeug entdeckt.
Das klingt mir schon so, als wär ich ein Monster.
Aber genau das sind Sie.
Sie wissen gar nichts, Dr. Jessen.
Wie reagierte Ihre Frau, als sie erfuhr,
dass Sie schon wieder eine Schülerin missbraucht haben?
Denn genau das haben Sie mit ihr ja auch gemacht.
Lassen Sie meine Frau aus dem Spiel. Aber das ist kein Spiel.
Ich sag Ihnen, was ich mit Sina gemacht habe.
Ich hab sie gefickt. Auf jede erdenkliche Art und Weise.
Aber das ist vorbei.
Ich hab jetzt Lotte.
Sie haben sie zu mir gebracht.
Haben Sie das vergessen?
Sie wollen ja unbedingt, dass sie Theater spielt.
Ich hab mit Lotte viel geredet.
Lange.
Der kleine Mausezahn ...
Ja.
Sie hat mir ihre Geheimnisse verraten.
Mädchen in diesem Alter haben so viele Geheimnisse.
Lotte ist ... etwas ganz Besonders.
So neugierig und so talentiert in so vielen Dingen.
Hilfe!
Papa!
Papa! Hör auf!
Wir haben geschlossen. Ich weiß.
Setz dich!
Nina, nur fünf Minuten, dann musst du mich nie wiedersehen,
wenn du nicht willst. Bitte!
Ich weiß, dass ich 'n beschissener Vater bin.
Als deine Mutter damals mit dir weggegangen ist, wollte sie nicht,
dass ich dich zu oft sehe und ...
Irgendwann hab ich selbst geglaubt, dass es besser ist für dich und ...
Und dann hab ich gedacht, wenn du alt genug bist ...
Das alles ist scheiße, ich ...
Ich will, dass du ein Teil meines Lebens bist.
Ich weiß, dass ich das nie wieder gut machen kann.
Aber vielleicht können wir ja was Neues ... anfangen.
Weiß auch nicht.
Guten Morgen.
Ich möchte zu meiner Frau.
Zu meinem Kind.
Charlotte geht es gut. Sie ist bei ihrem Großvater.
Kann ich raus? Sie haben nicht an einen Baum gepinkelt.
Sie haben einen Mann krankenhausreif geprügelt.
Engels hat Anzeige gegen Sie erstattet
und eine einstweilige Verfügung gegen Sie erwirkt.
Sie müssen ab sofort mindestens 100 Meter Abstand halten.
Er hat sich unberechtigt auf meinem Grundstück aufgehalten.
Ich hab das Protokoll gelesen. Er hat meine Familie angegriffen.
Er hat mich angegriffen. Verbal. Er hat mich reingelegt.
Wenn ich Sie noch mal in der Nähe von Engels oder Sina erwische ...
Sina wurde systematisch missbraucht.
Zuerst von ihrem Vater, dann von Engels. Es gibt keine Beweise.
Sie halten sich von beiden fern. Ist das klar?
Das hat er beabsichtigt! Er hat mich provoziert.
Er hat sich nicht gewehrt.
Er wollte, dass man mir verbietet, mich um Sina und ihn zu kümmern.
Ich bin der Einzige, der ihm gefährlich werden kann.
Er manipuliert jeden in seiner Umgebung.
Er ist brillant, die Menschen genau dazu zu bringen,
das zu tun, was er will und wann er es will.
Sie können jetzt gehen.
Was machen Sie denn hier?
Anke Groth hat mir eine Nachricht auf Band gesprochen. Hören Sie mal!
(Stimme Anke Groth) Hallo, Dr. Jessen, Anke Groth hier.
Die Vertrauenslehrerin. Sie haben mich doch nach Herrn Engels gefragt.
Es gibt da etwas, dass Sie wissen sollten.
Ich bin morgen in der Schule. In der Bibliothek.
Frau Groth?
Frau Groth?
Ich probier's noch mal.
* Ein Handy klingelt. *
Ach du Scheiße.
Ist sie das?
Glykol im Rotwein.
Wenn Sie in die Scheiße treten, dann ordentlich, Doktor.
Sie war Sinas Vertrauenslehrerin. Martensen hat sich bei ihr beschwert
Sie wollte mir etwas über Engels erzählen. Jetzt ist sie tot.
Sehen Sie da keinen Zusammenhang? Martensen wurde erstochen.
Groth vergiftet. Da gibt's kein Muster.
Wie soll ich Engels ein Verhältnis mit einer Schülerin nachweisen?
Der nimmt sich einen Anwalt, streitet alles ab und geht vom Hof.
Nicht wenn wir's richtig anstellen.
Sina Martensen behauptet, sie hätte eine Affäre mit Ihnen.
Sie lügt. Warum sollte sie lügen?
Weil ich sie zurückgewiesen habe. Wir werden Sinas DNA finden.
In Ihrem Auto, in Ihrem Haus.
Sie hat auf meinen Sohn aufgepasst.
Ich hab sie öfter nach Hause gefahren.
Sie müssen ihn provozieren.
Wenn er lügt, sieht er Sie direkt an und wenn er nervös wird,
reibt er mit der Hand auf dem Oberschenkel.
Warum haben Sie Ralf Martensen getötet? Soll das ein Witz sein?
Er hat Sina und Sie doch erwischt. Das war ein Missverständnis.
SIE hat MICH geküsst. Fragen Sie sie.
Fragen Sie ihn nach der Lehrerin.
Wusste die Vertrauenslehrerin Anke Groth von Ihrer Affäre mit Sina?
Was hat sie Ihnen erzählt?
Beantworten Sie die Frage.
Ich hab keine Affäre.
Was Ihnen Frau Groth erzählt hat, was sie weiß oder nicht weiß,
das spielt für mich keine Rolle.
Anke Groth wurde monatlich Geld auf ihr Konto überwiesen.
Und zwar nachdem Martensen sich bei ihr über Sie beschwert hat.
Sie wusste von Ihrer Affäre und hat Sie erpresst. Womit?
Ich hab nichts getan. Sie müssen ihn weiter unter Druck setzen!
Was macht er da mit Engels?
Engels ist da wegen ... der Anzeige gegen Dr. Jessen.
Sie sind eine großartige Polizistin.
Aber lügen ist nicht der Schwerpunkt Ihrer Talentlage.
Ich bin Ronnie Nielsen. Ich bin hier der Chef.
Das Gespräch ist beendet. Sie können gehen.
Ruiz!?
Engels hat Martensen getötet und die Lehrerin auch.
Und wie stellen Sie sich das vor? Der gesteht einfach mal zwei Morde?
Engels macht Fehler, wenn er unter Druck gerät. Unter Druck!?
Wollen Sie sich noch mal mit ihm prügeln?
Halten Sie sich aus der Sache raus.
Ihnen hab ich ausdrücklich untersagt,
ihn weiter in die Sache zu involvieren.
Wir müssen beweisen, dass es zwischen Engels und Sina
eine sexuelle Beziehung gibt. Wie wollen Sie das beweisen?
Es geht nur über Sina.
Er war schon einmal verheiratet.
Das ist seine erste Frau.
Sie heißt Carina.
Du hast auf Ihren Sohn aufgepasst. Auf Finn.
Sie ist spurlos verschwunden
kurz nachdem er seine zweite Frau Nadja kennengelernt hat.
Nadja war auch seine Schülerin. Genau wie du.
Du bist nicht die Erste.
Du wirst auch nicht die Letzte sein. Für ihn ist es nur ein Spiel.
Hat euch irgendjemand mal zusammen gesehen?
Habt ihr mal was zusammen unternommen?
Wenn ich dir das sage, darf ich dann mit ihm sprechen?
Wir sind übers Wochenende mal in seinem Wohnwagen gewesen.
Auf dem Campingplatz.
Da hat jemand gearbeitet, der hat uns gesehen.
Gregor hat ihm gesagt, dass ich seine Tochter bin. Wo war das?
Weiß ich nicht. Hab auf der Fahrt geschlafen.
Seid ihr lange gefahren?
Weiß nicht, glaub schon.
An was kannst du dich erinnern?
Aus dem Wohnwagen konnte man 'nen Fluss sehen und Angler.
War das die Elbe?
Keine Ahnung. Kann ich jetzt bitte mit ihm sprechen? Bitte!
Wenn wir den Wohnwagen finden, haben wir einen Beweis für ihr Verhältnis.
Da müssen doch ihre Fingerabdrücke sein.
Aber das ist als Beweis immer noch dünn.
Aber eine Bestätigung für Sinas Aussage.
Auf Engels ist ein Wohnwagen zugelassen.
Den hat er vor zwei Jahren als gestohlen gemeldet.
Warum wundert mich das jetzt nicht? Erinnert sich Sina an den Weg?
Tut sie nicht. Ich checke mal die Modellbeschreibung
Vielleicht hat jemand den Wohnwagen gesehen.
Es gibt vielleicht noch eine andere Möglichkeit.
* Das Handy von Engels klingelt. *
Ja, Engels!?
Ich bin's.
Du sollst mich doch nicht anrufen.
Keine Angst. Ich hab das Handy von dem Jungen aus dem Zimmer neben mir.
Das ist nicht gut, dass du mich anrufst.
Aber ich muss deine Stimme hören.
Ich muss dich sehen.
Das geht nicht. Noch nicht.
Ich glaub, ich hab 'n Fehler gemacht.
Ich hab der Polizei vom Wohnwagen erzählt.
Die haben mir so viele Fragen gestellt.
Was hast du genau erzählt?
Ich hab so getan, als wüsste ich nicht, wo er ist.
Das hast du gut gemacht, Kleines.
Mach dir keine Sorgen.
Kann ich dich sehen?
Nee, im Moment nicht. Das verstehst du doch, oder?
Liebst du mich nicht mehr?
Ich muss Schluss machen. Ich melde mich bei dir.
Ich komm dich besuchen, versprochen.
Ist was passiert?
In die Schule wurde eingebrochen. Ich muss hin.
Ich möchte jetzt allein sein.
Bitte.
Er ist da vorne rein.
Sie müssen natürlich da bleiben.
Ja klar.
Ich hätte nicht gedacht, dass er sich so leicht reinlegen lässt.
Welcher ist es nun?
Sina hat gesagt, sie konnte das Wasser sehen. Und Angler.
Das kann man hier nicht.
Ruiz?
Hallo, Joe.
Ich nehme an, Sie sind nicht allein hier!?
Nein.
Sie haben doch mit denen nichts zu tun.
Die wollen doch nur wissen wie. Aber Sie wollen doch wissen warum.
Es geht Ihnen nicht aus dem Kopf, was ich über Ihre Tochter gesagt habe
Wie nah wir uns gekommen sind.
Es frisst Sie auf!
Es ist nichts passiert, Herr Engels.
Sie sind ein Lügner.
Charlotte wird nichts sagen.
Das ist nichts, ... was Mädchen Ihren Vätern erzählen.
Haben Sie Ralf Martensen umgebracht?
Ja, er hat's verdient.
Nach allem, was er Sina angetan hat. Sie haben ihr das Gleiche angetan.
Das war's Engels. Nehmen Sie die Arme über den Kopf.
Arme über den Kopf, hab ich gesagt, Arschloch.
Man sieht sich!
Ruiz! Weg da!
Ja, danke Anna.
'Ne gute Nachricht gibt's zur Abwechslung übrigens auch.
Leo Barreis wurde verhaftet.
Er ist über seiner Therapeutin hergefallen.
Zwei Kollegen konnten sie gerade noch retten.
Wer sagt's dem Mädchen?
* Handy klingelt. *
Ja? Wenn Engels Martensen umgebracht hat,
warum hat er sich in Sinas Zimmer versteckt? Das ergibt keinen Sinn.
Doktor, Sie gehen mir ... Martensen sollte nicht zu Hause sein
Was, wenn der Täter es nicht auf Martensen abgesehen hat?
Sondern Sina diejenige war, die getötet werden sollte.
Warum sollte Engels Sina töten wollen?
Genau. Dafür gibt es keinen Grund.
Ich glaube, er wollte sich schützend vor den eigentlichen Täter stellen.
Schützend? Vor wen denn?
Doktor?
Fuck.
Frau Engels?
Möchten Sie sich setzen?
Warum haben Sie das getan?
Warum konnten Sie uns nicht in Ruhe lassen?
Wir waren doch glücklich.
Frau Engels. Sehen Sie nicht, dass alles ihre Schuld war?
Sie war die Böse.
Ich hab ihr Handy bei uns im Schlafzimmer gefunden.
Er konnte nichts dafür.
Sie hat versucht, ihn mir wegzunehmen.
Sie wollte unsere Familie zerstören.
Ich musste doch irgendwas unternehmen
Ich bin ins Haus. Hab auf sie gewartet.
Da ist plötzlich ihr Vater gekommen. Der sollte doch gar nicht da sein.
Ich dachte, wenn Sina dafür weggesperrt wird,
kann sie mir nichts mehr tun.
Ich hab mir so sehr gewünscht, dass sie tot ist.
Gute Nacht, Doktor.
Doktor!
Nadja Engels?
Engels ... Was war das? Ein Messer?
Ein Messer ...
Scheiße.
Nehmen Sie die Hand weg!
Aber das gibt doch Flecken. Das krieg ich raus, keine Sorge.
Anna! Notarztwagen in die Praxis von Doktor Jessen. Schnell!
Und schreib die Engels zur Fahndung aus!
Doktor! Schauen Sie mich an!
Ja, bleib bei mir! Bleiben Sie bei mir, Doktor!
Hey! Hey, hey, hey! Nicht abhauen.
Warum muss alles sterben, Doktor Jessen?
Joe, nicht abhauen! Joe! Muss mich ein bisschen ausruhen.
Ausruhen kannst du dich später. Kennst du den?
Kommt ein Mann zum Psychologen und sagt:
Doktor helfen Sie mir, mein wahres Ich zu finden ...
Die Kollegen riefen an. Nadja Engels hat sich von 'ner Brücke gestürzt.
Tot?
Hi.
Hi!
Ähm, ich...
... wollt nur noch mal Danke sagen.
Vielleicht meldest du dich ja mal wieder.
Klingt nach 'nem guten Plan.
(Stimme Engels) "Es geht Ihnen nicht aus dem Kopf,
was ich über Ihre Tochter gesagt hab."
"Charlotte wird nichts sagen."
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2016.
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