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(Telefonnummer wird gewählt.)
(Freizeichen)
(Freizeichen)
(Anrufbeantworter) "Hallo, das ist die Mailbox von Max Böhm.
Hinterlassen Sie eine Nachricht."
Hallo, Max, ich bin's. Ich bin jetzt auf dem Weg.
Wir wollten noch mal telefonieren, bevor ich komme.
Egal, bin morgen früh in der Schweiz, dann sehen wir uns ja.
Bis dann.
(Flotte Musik)
(Flotte Musik)
(Flotte Musik)
Was für 'ne scheiß Fahrt.
Oh je. Mal sehen, was das hier wird.
Hallo?
Hallo-ho!
Na, du?
Max?
Hallo?
Hallo?
Oh, hallo!
Sag cheese!
Na, wo ist dein Herrchen?
Ladies!
Na, wie geht's?
Max?
(ruft) Max?
(Handy klingelt.)
(Handy klingelt.)
(Handy klingelt.)
(Handy klingelt.)
Wie sieht's aus? - Bin hier oben fast fertig.
Hervé? - Katherine? Sehen wir uns heute noch?
Hervé!
Bist du fertig? - Ja.
Franck?
Ja, und? - Die Verletzungen sind post mortem.
Ah ja? - Sieht aus wie ein Herzinfarkt.
Ist 'ne ziemliche Schweinerei.
Die Viecher haben ihn überall zerfressen.
Sie sind seit gestern an ihm dran. - Lecker. - Ja.
Franck!
Franck! - Ja! Was ist?
Lass ihn in Ruhe. - Wieso? - Beweg deinen Arsch.
Herr Anselme?
Geht's Ihnen etwas besser?
Ja.
Woher kennen Sie Herrn Böhm?
Er... kannte meine Eltern.
Sie... hatten hier mal ein Haus.
Was hat's mit den Vögeln auf sich?
Wohin bringen die ihn?
Zur Autopsie.
Was war der Grund Ihres Besuches?
Wir... haben an einem Projekt gearbeitet.
Projekt? Worum... ging's?
Muss das wirklich jetzt sein?
Ja.
Monsieur Anselme, möchten Sie jemanden zu Rate ziehen?
Nein.
Nein, danke.
Wissen Sie, wo Sie heute Nacht schlafen? - Ja.
Hier.
Das ist unmöglich. Wir versiegeln das Haus.
Nein,... nicht HIER. Ich... geh ins Gästehaus.
Sind Sie sicher?
Es geht mir gut.
Okay.
Daisy...
Jetzt sind wir keine Freunde mehr.
Er geht rein.
Es war versiegelt.
(Jonathan erinnert sich.)
(Max) "Jonathan? Wollen wir das Verfahren mal ausprobieren?
Wie fühlst du dich, Jonathan?"
"Ich fühle gar nichts.
Es,... es ist sehr verwirrend.
Na ja, es ist, als,...
als würde ich einen Küchenschrank öffnen.
Da sind lauter Gegenstände drin und...
Ich will einen rausnehmen und...
Auf einmal ist da gar nichts."
"Weißt du, Jonathan,...
...bevor ich es ausprobiert habe, war ich ein Wrack.
Ich hatte meinen Sohn verloren. Ich war...
Keine Ahnung, wer ich war.
Aber dieses Verfahren hat mir wieder auf die Beine geholfen.
Du... musst auf das achten, was in dir ist.
Sieh tief in dich hinein.
Du bist vielleicht über Nellys Verlust hinweg, aber...
Aber deine ersten Jahre, deine Erinnerungen,...
die fehlen dir und die willst du doch zurück.
Ich meine, es sind Erfahrungen deines Lebens,
die einfach zu dir gehören."
Was machen Sie hier?
Sie wissen schon, warum die Polizei Tatorte versiegelt?
Ich, ich wollte mir etwas holen.
Kommen Sie runter.
Entschuldigung.
So!
Um was geht"s hier?
Er hat mir gesagt, ich soll der... Route der Störche folgen.
Osteuropa, Naher Osten, Afrika...
Er hat alles organisiert.
Reisespesen für mich. Die Kontaktmänner in anderen Ländern.
Dann sind Sie auch Ornithologe, he?
Nein.
Nein, bin ich nicht.
Was sind Sie dann?
Ähm...
Er hat mir vertraut.
Eigentlich ging's nur darum, Datenmaterial zu sammeln.
Er sagte, ich sollte wenigstens ein Mal im Leben aus der Uni rauskommen.
So 'n Blödsinn. Wie ist der Code?
1984.
Zeigen Sie's mir.
Max hat ein paar Störche
mit satellitengesteuerten Mikro- transmittern beringt. Ähm...
Das Programm dafür ist hier drin.
Ihr Aufenthaltsort wird in Echtzeit übermittelt.
Es ist mit dem Satellitentelefon verbunden.
Er ist seit Jahren nur dieser einen Gruppe gefolgt.
Vor zwei oder drei Jahren fiel ihm auf,
dass die Anzahl der Störche, die von Afrika nach Osteuropa zurückflog,
stark zurückgegangen war.
Vielleicht wegen der Umwelt- bedingungen oder Krankheiten.
Er wollte, dass jemand den Vögeln folgt...
und beobachtet, wo sie sind... und warum sie verschwinden.
Ich habe morgen noch weitere Fragen. Wir sind noch nicht fertig.
Okay.
Der Scheißstorch macht mich echt wahnsinnig.
Irgendwas ist hier komisch. Ja, okay.
Kann ich den Kerl erschießen?
Nein, lass uns erst noch mit ihm reden.
Mach ihm mal einen Tracer ran.
Wo soll ich ihn ranmachen? - Muss ich dir das wirklich sagen?
Hä?
Sehen wir uns mal das Gästehaus an.
Woher hat der das Geld?
Aus Afrika! Was hat der da gemacht?
Was hast du über den Jungen rausgefunden?
Auch wenn er Psychologie und Philosophie studiert hat,
ist es trotzdem ein Wichser.
Es ist hier so langweilig!
Ja, sind ein paar Wichser in der Geschichte.
Check mal Marcel Minaus.
M i n a u s.
Er wohnt in Bulgarien.
Ich muss Schluss machen.
Ja, danke.
Katharine!
Oh lala, nicht viel geschlafen, he? - Gut geraten.
Wir haben was gefunden. - War's doch kein Herzinfarkt?
Doch, doch. - Also?
Er hat 'ne Herztransplantation vornehmen lassen.
Ändert das irgendwas für uns? - Vielleicht ja.
Herzpatienten stehen unter ständiger ärztlicher Aufsicht.
Sie bekommen Immunsuppressiva um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden.
Sehr schwer zu bekommen. - Und jetzt?
In keiner seiner Krankenakten, in keinem Krankenhaus,
finde ich etwas über diese OP.
Weder in Genf noch in Montreux noch sonst wo in der Schweiz.
Wir recherchieren jetzt in ganz Europa.
Es ist möglich, dass Max dieses Herz illegal transplantiert wurde.
Okay. - Ciao.
Geh schlafen. - Mach ich.
Augenblick noch.
Sie haben Ihren Wohnsitz in der Schweiz, seit Sie sieben waren.
Leben Ihre Eltern noch hier?
Meine Adoptiveltern lebten in Montreux.
Ähm, Paul und Nelly Anselme.
Ich kam dann mit sieben ins Internat.
Lebten?
Er ist seit 10 Jahren tot.
Sie ist dieses Jahr gestorben.
Was ist mit Ihren leiblichen Eltern?
Tot.
Wie sind sie gestorben?
Sagen Sie, ist das hier wirklich nötig, ich bin...
Ja, ist es.
Unser Haus im Kongo brannte nieder und sie waren noch drin. 1991.
Haben Sie sich dabei die Hände verbrannt?
Sie sind echt der Superbulle, he?
Ich mach nur meine Arbeit.
Wie genau war Ihre Beziehung zu Herrn Böhm?
Vaterfigur?
Sind Sie schwul, Herr Anselme?
Und Sie?
Wann und wo hatte Herr Böhm seine Herztransplantation?
Verzeihung?
Wann und wo hatte Herr Böhm seine Herztransplantation?
Hör ich zum ersten Mal.
Dann kannten Sie ihn doch nicht so gut.
Was haben Sie jetzt vor?
Werden Sie weiter den Störchen folgen?
Weiß ich noch nicht.
Wäre ich in Ihrem Alter, würde ich's tun.
Lieber früher als zu spät.
Bin noch nicht fertig.
Hab mir das heute früh angesehen.
Die Störche sind schon fast in Bulgarien.
Wo immer Sie sich in den nächsten Tagen aufhalten...
Rufen Sie mich an! Okay?
Sie können gehen.
Danke.
Jonathan?
Jonathan Anselme?
Marcel Minus? - Minaus.
Kommen Sie, wir sind spät dran.
Geht nicht! Springen Sie rein!
(Marcel) Scheiße, verdammte!
Jonathan. Okay, also dann: Freut mich.
Sie sind Engländer?
Ja, Engländer. Seh schon.
Nein, danke, wenn ich arbeite, habe ich gerne einen klaren Kopf.
Ach Quatsch. Vergessen Sie die Arbeit.
Heute zeige ich Ihnen erst mal das richtige Sofia.
Und? Wie geht's Max?
(Discomusik)
Nazdrave! - Nazdrave!
Fantastisch! Sie sind ein Linguist wie ich.
Und Sie und Max? Arbeiten Sie schon lange miteinander?
Eigentlich mache ich nur die Ablesungen für Max.
Er zahlt mir was dafür.
Ich meine, ist nicht unbedingt die große Sache.
Ein Freund von mir beobachtet die Vögel.
Rajko Nikolitsch, ein Roma. Der beste Ornithologe auf dem Balkan.
Okay.
Hey, Kiki!!!
Was, was, was ist das? - Das ist...
Absinth.
Oh, Gott! Nein, nein, nein, nein, nein.
Sie wissen doch, Van Gogh hat sich sein Ohr abgesäbelt,
nachdem er den Scheiß gesoffen hat. - Kommen Sie!
Auf Max! Nazdrave!
Das nimmt kein gutes Ende, Mann. Das ist nicht gut für mich.
Auf Max.
Noch einen!
Geh tanzen. - Was?
Geh rauf und schüttle deinen Arsch. Ich will was zu lachen haben.
Alter, ich glaub manchmal, du hast einen an der Waffel.
Wir stehen hier wie zwei schwule Killer. Schaff uns Mädels ran!
Damit wir nicht auffallen.
Mir geht es um die UN-Einsätze von 95 bis 97.
Insbesondere die im Kongo. Kurz vor Mobutus Tod.
Und was genau?
Haben Sie mal von einem Schweizer gehört, Max Böhm?
Ich kannte Böhm. Er war ein Handlanger des Regimes.
Ich fand in keinem der Artikel über Mobutus Sturzes was über Böhm.
Böhm hielt sich im Hintergrund.
Er spielte schon eine wichtige Rolle, aber eher im Verborgenen.
Er überwachte die Diamantenminen. Im Dschungel.
Er musste dafür sorgen, dass die Steine nach Kinshasa kamen.
Nach 98 lebte er in Montreux. Er wurde ein angesehener Ornithologe
Er spezialisierte sich auf Störche.
Sehen Sie, das Leben ist ein Puzzlespiel.
Als er sich zurückzog, spendete er die Hälfte seines Einkommens
an eine unabhängige Organisation. DFE: Doctors for everyone.
Es geht um Millionen. - Schön für Böhm.
Na ja, Störche, Spenden...
Wirkte er auf Sie wie jemand der eine späte Erleuchtung hatte?
Soll alles vorkommen.
Es kann auch heißen, dass jemand, der sein Leben den Störchen widmet,
mit den Menschen weitgehend abgeschlossen hat.
Haben Sie dort mal von einem Arzt gehört,
der mit seiner Familie bei einem Brand umkam?
Ja. Das war nicht nur so ein Arzt. Das war ein erstklassiger Herzchirurg
Tatsächlich? Kannten sich die beiden vielleicht?
Nicht ganz unwahrscheinlich.
Vom Absinth kriege ich immer diese verrückten Träume.
Du nicht?
Ich erinnere mich an nichts mehr.
Ist das deins? - Hat... Max gehört.
Was ist das für ein Programm?
Das gehört zu einem... größeren Forschungsprojekt über den...
Populationsrückgang.
Dein Freund Rajko, hat er vor noch herzukommen?
Ich versteh das nicht.
Ich habe ihn zuletzt vor drei Wochen gesehen. Er war sehr aufgeregt.
Jetzt, wo die Vögel hier sind, müsste er auch hier sein.
Whoohoohoo! Du bist 'n Rockstar, Mann.
Du magst Speed, hm? - Das macht einen wieder wach, he?
(Die Kinder lachen und johlen.)
Hooooo!
Hey.
(Marcel spricht Romanes.)
(Marcel spricht Romanes.)
Irgendwas stimmt nicht.
Hier wohnt Rajko?
Ja.
Warte mal kurz. Bitte!
Hi, wie geht's?
(Sie unterhalten auf Romanes.)
Ich glaub's einfach nicht.
Er sagt...
Er sagt, dass Rajko ermordet wurde.
Auf grauenvolle Weise.
Verdammte Scheiße.
Ich muss schnell wohin.
Kannst du mich fahren? - Ja, klar.
Okay.
(Sie sprechen Romanes.)
Kann ich das Motorrad hier stehen lassen?
Ja, klar. Lass es stehen. Ganz ruhig, ist okay.
(Laute Musik)
Zu wem gehen wir? - Zu Djuric, dem Roma-Arzt.
Was wollte der eben? - Ach, nichts. Keine Sorge. Ist okay.
Ah ja? - Ja.
Irina! Doc!
(Sie sprechen Romanes.)
Alles okay, komm.
Hallo.
(Sie sprechen Romanes.)
Hallo.
Sie sind doch kein Bulle, oder?
Nein, er ist kein Bulle. Du weißt genau, ich würde nie...
(Er spricht Romanes.)
Ich habe mit Rajko an einem Forschungsprojekt gearbeitet.
Ich folge der Flugroute der Störche nach Afrika.
(Sie sprechen Romanes.)
Ich will wissen, was mit ihm passiert ist. Er war mein Freund.
Und wir haben auch keine miesen Dinger gedreht.
Ich habe ihm einen guten Job verschafft.
Ich hätte ihn nie in irgendwas Gefährliches mit reingezogen.
(Er spricht Romanes.)
Alle denken, ihr hättet irgendwelches Zeug verschoben.
Ich hab seine Notizen gelesen. Da steht rein gar nichts drin.
Nur was über Störche.
Was sagt denn die Polizei dazu?
Ach, die Behörden freuen sich über jeden Zigeuner weniger.
Nicht nur in Bulgarien.
Roma werden in meinem Land wie Dreck behandelt.
Ja, aber das hier ist ein Mordfall, oder?
Den muss die Polizei offiziell untersuchen. - Du glaubst mir nicht?
Zeig ihm die Fotos.
Sie wollen mehr über Roma erfahren? Lesen Sie Rajkos Buch.
Schauen Sie rein, es ist sehr schön.
Er war ein Künstler.
Ja.
Nimm es!
Eins darfst du nicht vergessen.
Niemand schert sich hier um die Roma.
Das ist vor drei Jahren geschehen.
Die haben einen 15-jährigen getötet und sein Herz entnommen.
Sehr sorgfältig und gekonnt.
Venen und Arterien wurden vom Organ entfernt abgetrennt,
damit das Herz nicht beschädigt wird.
Organschmuggel, verstehst du?
Ich habe ein medizinisches Gutachten an Interpol geschickt
und nie wieder etwas gehört. - Alles klar?
Oh, Scheiße.
Sie holten mich, als sie die Leiche fanden.
Er wurde mit System gefoltert.
Ich fand ein starkes Narkotikum in seinem Blut.
Sie wollten, dass er redet.
Vielleicht ehemalige Soldaten, Mafia,...
Poli... (Schuss)
Runter!
Mach schon!
(Schüsse)
Ruhig!
Schschsch! Sieh mich an!
Ganz ruhig.
(Schuss)
(Schüsse)
"Töte ihn!"
(Schrei!)
(Sie rufen und schreien durcheinander.)
(Toilettenspülung)
"Jonathan, wir hatten eine Abmachung. Du solltest anrufen."
Das ist kein Ferientrip. Du hast so 'ne Art Bewährung.
"Hast du mich verstanden?"
Hast du mich verstanden? Jonathan?
Ja, ja.
"Warum glaubst du, will ich wissen, wo du dich rumtreibst?"
Ich hab keine andere Wahl. Sonst bleibt nur Interpol.
Nein, nein, ich, ich bringe die ganze Sache hier schon zu Ende.
Das, das, was wir angefangen haben.
W-was Max Böhm und ich angefangen haben. Das hätte er so gewollt.
Okay. Mach weiter.
Du rufst mich jeden Tag an.
Ich hoffe, wir verstehen uns diesmal.
Ja, okay.
"Es ist ein weiter Weg nach Israel. Gute Reise."
Okay. Bis dann.
(Musik)
Hey!
Danke.
Ich will zu Ido Gabbor.
Immer geradeaus, da runter, dann links.
Da lang. Ist nicht weit.
Da drüben.
Danke.
Verzeihung?
Hallo, ähm, verstehen Sie mich? - Ja.
Ich, ähm,... suche Ido Gabbor.
Die sagten, Sie wüssten, wo ich ihn finde.
Wer sind Sie, bitte?
Ein Freund?
Äh...
Irgendwie schon, wir, ähm, haben so 'n Projekt zusammen.
Die Scheißstörche!
Ja, die Scheißstörche.
Ido ist... nicht da.
Ich muss mit ihm reden. Sind Sie seine Frau?
Ich bin seine Schwester. Sarah.
Ich bin Jon...
Jonathan. Freut mich.
Könnten Sie mir vielleicht... sagen, wo ich ihn finde?
Es wäre wirklich wichtig.
Ich bin hier fertig. Ich bring Sie hin.
Wollen Sie auch die Störche sehen?
Ähm,... ja.
Fahren wir mit Ihrem Motorrad? - Ja, können wir machen. Danke.
Wir haben hier jedes Jahr Tausende von diesen Vögeln.
Und fast noch mehr Leute wie Sie, die herkommen,
um sie sich anzuschauen.
Sie tanken noch mal auf,
bevor es über die Wüste weitergeht.
Es ist wunderschön, oder?
Ja. Ja.
Schickes T-Shirt, was Sie da anhaben.
Ja.
Hat das was zu bedeuten?
Ist die Band von 'nem Freund von mir in New York.
Die sind super.
Waren Sie mal in New York? - Ein paar Mal, ja.
Ich würde auch gern mal nach New York.
Fliegen Sie hin!
Wo ist ihr verlorener Bruder? Die Störche sind da. Wo ist er?
Ido...
Er... ist tot.
Er starb vor 'nem Monat.
Das... tut mir sehr leid.
Was ist passiert?
Er wurde von ein paar Palästinensern getötet.
Ich bin jetzt allein.
Entschuldigung, ich will nicht groß drüber reden. Verstehen Sie sicher.
Haben Sie vielleicht Hunger?
Es ist heiß. Da arbeitet keiner. Ich hätte frei.
Wenn Sie wollen?
Ja, gern. Das wär nett.
Tut mir sehr leid, dass ich Ihnen bei Ihrem Projekt nicht helfen kann.
Alles in Ordnung, Jonathan?
Ja, Entschuldigung, ich bin nur...
...ganz schön erledigt.
Sind Sie Fotografin?
Ja.
Ich fotografier ganz gern.
Mein Bruder hat mir eine Polaroidkamera gekauft.
Vor zwei Monaten. Ist echt schön.
Ich hab auch... 'ne echt coole Kamera.
Ähm,... eine...
echt coole, 'ne Art...
360 Grad Kamera.
Du musst am Band ziehen, dann fährt so ein Drehkopf raus.
Der dreht sich und filmt alles um dich rum.
Sehr cool. - Ja, klingt gut.
Ja... Film ist auch besser als digital.
Find ich auch. - Ist so.
Sind Sie fertig?
Ja, danke. Es war ganz toll.
Augenblick, ich... räum mal ab. - Lassen Sie, ich mach das.
Nein, schon gut, ehrlich. Ich...
Wirklich? - Ist das Mindeste, was ich tun kann.
Ist das ein,... ein Mülleimer?
Jonathan? Kommen Sie auch raus?
Das ist mein Lieblingsplatz.
Das ist ja wie South London.
Oh! Nein, danke.
Jonathan!
Du musst echt lockerer werden.
Du bist einfach... zu ernst.
Danke.
Gutes Zeug.
Haut rein.
Haut rein.
(Jonathan singt) "God save our noble Queen ..."
(Beide lachen.)
Scheiße, ich hätt mit 'nem Fahrrad herkommen sollen. Wär cooler gewesen
Erst recht bei den Benzinpreisen hier.
Krieg ich 'n Schluck? Ja? Danke.
Du bist ganz gut auf dem Fahrrad. - Ja und wie.
Du hast da Israels leckerste Chips am Wickel.
Scheiße! - Scharfes Zeug.
Ehrlich? Isreckerste,... Isleckste... Wicks am Chippel?
Du bist ja echt süß, wenn du stoned bist.
Oh, danke.
Soll ich für dich tanzen? - Ja.
Gibt's in Israel Stangentanz-Clubs?
Äh, ja, klar. Ich kann dich gern zu einem bringen. Oh mein Gott!
Ah, ah, ah, ah...
Und jetzt 10 Sekunden drin halten.
Eins,...
zwei,...
drei,... vier,...
fünf,... sechs,...
Ah, tut mir leid.
Ich hab das zuletzt gemacht damals...
im Rugby-Club. Da war ich 16.
Ganz ruhig, ja? - Schon gut, schon gut.
Setz dich!
Ich steh ganz gern.
Lassen Sie uns allein.
Wir sind froh, dass er hier ist. - Und schließen Sie die Tür.
Dann hast du deinen Platz gefunden?
Die wissen hier noch nicht, wie sehr du am Arsch bist?
Hab ich dir gefehlt?
Warum bist du hier? - Wir nehmen den Fall noch mal auf.
Du hast uns nicht die Wahrheit gesagt.
Ist das der einzige Fall, den sie dir bei Interpol geben?
Du hättest sie nicht so oft flachlegen sollen.
Oder du hättest sie einfach bezahlen sollen, so wie jeder andere auch.
Komm schon! Damit sind wir durch.
Das denkst du.
Diesmal bist du fällig.
Du hältst Montreux für 'n Dreckloch?
Dann werde ich dich jetzt mal in eins schicken.
Fick dich!
(Jonathan träumt.)
"Jonathan?"
"Ich lieg auf 'ner Lichtung."
"Du musst diese Erinnerungsebene verlassen.
Um die geht es heute nicht."
"Jonathan, kannst du mich hören?"
"Wo bist du, Jonathan?
Konzentration, Konzentration!"
Oh! - Guten Morgen.
Hey, was machst du? Was soll das?
Ach Gott, jetzt hab dich nicht so. - Ich will einfach nur duschen.
Oh! Was für 'n Hintern! - Hör auf!
Du bist schon wieder so ernst. Das ist ein super Foto.
Ich verschwende meine Polaroids nicht an viele Leute.
Kannst stolz sein. Bleib stehen! Bleib doch mal stehen!
Perversling! Hier, mein Hintern! - (erfreut) Yeah!
Das willst du, ja? Okay, gleiches Recht für alle.
Na warte! (Sarah juchzt und lacht.)
(Gefühlvolle Musik)
An die ersten sechs Jahre meines Lebens erinnere ich mich nicht mehr.
Kein bisschen mehr?
Ich weiß nicht mal mehr, wie meine Eltern ausgesehen haben.
Wie ihre Stimmen waren, wie sie gelacht haben. Gar nichts.
Was ist passiert?
Ich bin zu nah an die Sonne geflogen.
Ikarus.
Ich war gerade sechs...
Ich weiß nicht mehr, wie's passiert ist.
Ich bin mit meinen Eltern... in den Kongo gezogen.
Echte Idealisten.
Sie haben da eine Klinik eröffnet.
Eines Nachts haben die Rebellen... im Haus Feuer gelegt.
Meine Mutter, mein Vater,...
mein Bruder...
Oh, Jonathan.
Ich wurde gerettet.
Ich kam ins Krankenhaus und dann zu 'ner anderen Familie.
Du musst doch noch was wissen. Irgendwas.
Nein. Ich hab... alles versucht.
Sogar Hypnose. (Jonathans Handy klingelt.)
Der Scheiß hat nicht funktioniert.
(Jonathans Handy klingelt.)
Ich hab echt Schwierigkeiten.
(Jonathans Handy klingelt.)
Ziemliche Schwierigkeiten.
Kann ich dir vertrauen?
(Jonathans Handy klingelt.)
(Böhms Stimme) "Du musst deinen Atem mit dem Geräusch in Einklang bringen.
Konzentriere dich auf das Geräusch. Konzentrier dich auf das Licht.
Konzentrier dich auf meine Stimme.
Es geht tiefer... und tiefer.
Nimm das auf, was ich dir nun sage.
Du wirst es tief, tief in dir aufnehmen.
Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du dich erinnern.
Du wirst dich daran erinnern, weshalb du hier bist.
Jetzt konzentrier dich, Jonathan! Ich werde nun bis zehn zählen.
Eins,... zwei,... drei,... vier,... fünf,...
sechs,... sieben,... acht,... neun,... zehn ..."
Gottverdammte Scheiße, noch mal.
Was ist das?
Das ist Israel. Ich bin Soldatin und muss meine Übungen machen.
Nach all dem, was du mir erzählt hast,...
solltest du vielleicht mittrainieren.
Nicht?
Du,... du bist völlig verändert.
Du weißt rein gar nichts über mich.
Seit mein Bruder tot ist,... ist es für mich nicht so leicht.
Vor ein paar Monaten fing Ido an,
sein Gewehr abends mit in die Sümpfe zu nehmen.
Als,... als hätte er Angst vor irgendwas.
Und es... waren sicher die Palästinenser?
Wie sicher könnte ich da sein?
Dieses Buch... gehörte einem Ornithologen in Bulgarien
der auf dieselbe Weise ums Leben kam wie dein Bruder.
Das hier ist der Standardring, den die Ornithologen verwenden.
Und den hab ich noch nie gesehen.
Max war Spezialist. Er hätte mir davon erzählt.
Heutzutage kann man alles zurückverfolgen.
Aber nicht die Vögel. Scheiße, die fliegen...
alle einfach so drüber weg. Na ja,...
keine Sicherheitschecks, keine Ausweiskontrollen, keine...
Sie fliegen Zehntausende von Kilometern.
Aus der Schweiz nach Bulgarien, Istanbul, Israel, den Kongo...
Nach sechs Wochen sind sie in Südafrika.
Vielleicht geht es um Nachrichten.
Oder um irgendwas in der Art. Oder...
Ich dreh langsam durch. Weiß nicht. Scheiße!
Was denkst du? - Dass du mich in Gefahr gebracht hast.
Sarah, hauen wir ab.
Lass uns von hier verschwinden.
Wieso sollte ich mit dir irgendwohin gehen?
Ich kann selbst auf mich aufpassen.
Ido!
(weint) Du Idiot.
Sarah?
(liest) Flieg nicht zu nah an die Sonne. Such mich, wenn es vorbei ist
(schreit) Scheiße!
Das ist ein sehr hübscher Stein.
Was ist der wert?
Zwischen 15 und 30 Tausend Dollar.
Wenn jemand solche Steine verkaufen will, wo würde er das machen?
Antwerpen.
(Handy klingelt.)
(Handy klingelt.)
"Warum gehst du nicht ans Telefon, du kleiner Wichser?"
Wenn du nicht machst, was ich dir sage,
zerquetsche ich dich wie eine Wanze. - Wovon reden Sie?
Wovon ich rede? Von Storchenringen und von Diamanten.
"Ich rede von einer Falschaussage gegenüber einem Polizeibeamten."
Ich rede davon, dass du in Scheiße absäufst.
Erzählen Sie das Sarah.
Wer ist das? - Idos Schwester.
Sie weiß mehr darüber als Sie und ich zusammen.
Wo ist sie? - Keine Ahnung. Sie ist weg.
Wo ist der Bruder? - Der ist tot.
Zu viele Tote um dich herum, mein Freund.
Ich brauche ein Bild von ihr. Jetzt! - Wozu?
Sieht aus, als ob sie 'n Spielchen mit dir treibt.
Okay. - Ich mein's ernst.
Ja. Ich schick Ihnen eins.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2015
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