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M. Bardeuil wird im Empfangsbüro erwartet.
- Joe, spielst du heute Abend? - Klar.
Lolo! Beeil dich!
Ja, Moment.
- N'Abend, Paul. - Tschüs.
Zeig deine Tasche.
Paul, musst du immer in den Damenhandtaschen wühlen?
- Tschüs, Popol. - Tschüs.
Tschüs, Paul.
- Tschüs. - Fane!
- Kein Ticket? - Nein. Hab's nicht dabei.
Das muss ich melden.
Ich zahl's dir. So brauch ich nicht nach oben.
Okay, Paul?
Ich bin echt blöd.
Also gut, ich muss jetzt nach oben...
- Mein Kleingeld. - Hab heute Nachtschicht.
Blödmann!
Lass mich los! Du altes Arschloch!
Wenn ich dich schnappe, kriegst du was ab!
Du kriegst was ab!
Shawenhick! Kannst du endlich mit dem Radau aufhören?
Das geht dich einen Dreck an!
- Lilas, gib her! - Aua! Lass mich los!
Gib her oder ich knall dir eine.
Mann! Hatte sie gerade repariert.
Hört auf rumzubrüllen, dann schlag ich dein Tür nicht ein.
Das geht dich einen Dreck an!
Du gehst mir auf den Wecker mit deinem Scheiß.
Lilas, alles klar?
Ja. Lieb von dir, Fane.
"Lieb von dir, Fane." Sie ist ganz hingerissen.
Das kann sie gut. Blas ihm einen.
Shawenhick! Du bist besoffen, aber sei höflich.
Sie kostet mich ein Vermögen!
Kein Grund, sie zu ramponieren.
Tussen erzieht man.
Hör auf, die Arme zu verkloppen!
Die Arme! Zum Totlachen.
Kümmere du dich um sie! Ich schenk sie dir.
Nein, ich verkaufe sie.
Du spinnst.
Doch. Ich verkauf sie dir.
Gegen dein Karnickel da. Ist doch deins, oder?
Ja.
- Hast du Bier? - N' ganzen Kasten.
Hol sie. Das müssen wir feiern.
Deine Frau kocht für uns.
L'ÉTÉ EN PENTE DOUCE
Du Stinker!
- Wir sind bald da. - Freust du dich, dass ich da bin?
Klar. Sonst hätte ich dich nicht mitgenommen.
Mit dem Tod deiner Mutter ist das vielleicht nicht angemessen.
So ist es halt und damit Punktum!
Was soll der Scheiß! Ist die Beerdigung nicht morgen?
Ist das dein Haus?
Ist das dein Haus?
Sie ist erst gestern gestorben.
Du hast ein echtes Haus!
Hallo, Jeannot.
Freu mich, dich zu sehen, Stéphane.
Guten Tag.
Der Yankee und ich fragten uns, ob du wohl kommst.
Ob man dir Bescheid gesagt hat.
Von wegen! Hab's in der Zeitung gelesen.
Ich dachte, die Beerdigung ist morgen. Wie stehe ich jetzt da?
Sie sollte morgen sein. Sie ist gestern gestorben.
- Der Pfarrer beerdigt nur heute. - Was?
Der Pfarrer ist ein Wichser.
Wie ist es geschehen?
Sie überquerte die Straße ohne aufzupassen. Ein LKW...
Sie war sofort tot.
Mo hat alles gesehen. Er stand am Fenster.
Schon wieder ein LKW?
Warum gehen die auf die Alten los?
Mo will mit dem Hund zur Beerdigung.
- Das geht so nicht. Ihr Bruder... - Ich weiß.
- Nun, Mo? - Er will auch nicht...
Großer Gott! Lasst ihn mal 5 Minuten in Ruhe.
Mo, Blödmann, ich bin's.
Mo, ich bin's.
Nicht die Anstalt, Fane. Nicht die Anstalt, Fane!
Keine Sorge, Brüderchen. Keiner schickt dich in die Anstalt.
Doch, sie haben's gesagt! Mama sagte immer...
Hör auf, Mo! Hör mir zu.
Mama ist tot.
Sie sagt jetzt nichts mehr.
Sie ist da, Mama, im Sarg.
Okay. Sie ist im Sarg. Aber sie sagt nichts mehr.
Aber ich sage: Du kommst nicht in die Anstalt!
- Echt? - Echt.
Wir müssen los.
Zur Beerdigung. Wir sind schon verspätet. Okay?
Pilou auch. Sie wollen nicht.
Die können uns alle mal.
Ihr könnt uns alle mal!
Mach keinen Skandal.
Der Pfarrer akzeptiert den Hund sicher nicht.
Pilou kommt mit mir.
Er ist ein Gottesgeschöpf wie wir.
Die Typen aus der Werkstatt
piesacken ihn und werfen Steine.
Hör auf mit dem Scheiß, Mo. Wir sind verspätet.
Das bringt nur Ärger.
Ich komme mit dem Hund.
Scheiße. Dann nimm den verdammten Köter eben mit.
Der Pfarrer hat nichts dagegen!
Beeil dich, wir sind spät dran.
Verabschieden wir uns jetzt gemeinsam von unserer Schwester.
Auf der Schwelle Seines Hauses
Erwartet Unser Vater dich.
Und Gottes Arme
Werden sich dir öffnen
Auf der Schwelle Seines Hauses
Erwartet Unser Vater dich
Wenn sich die Pforten des Lebens
In Liebe öffnen
Im Frieden Gottes
Das Haus ist alt. Es war schon vor den Werkstätten da.
Ich weiß nicht, wann es gebaut wurde, aber es ist alt.
Es gehörte meinem Vater.
Hör dir das an! Glaubst du, er trauert?
In der Kirche hat er geplärrt und jetzt macht er Musik.
Ist er verrückt?
Nein. Nur ein bisschen durcheinander.
Wir trieben Unsinn im Fluss und hatten Granaten gefunden.
Und der Idiot hat versucht eine zu reparieren.
Das Ding ging in die Luft.
Wenn er nervt, kommt er in die Anstalt,
ich verkaufe die Bude und wir zwei hauen ab.
Ich werde Krimis schreiben.
Das kann jeder. Ich kauf mir eine Schreibmaschine.
Ich hab nie ein Haus gehabt.
Alle Macker waren heute Nachmittag geil auf dich.
- Aber du bist mit mir. - Klar.
- Warum? Hast du einen Grund? - Du bist nett.
Großer Gott, heilige Maria!
Entschuldigung. Ich hab geklopft, aber keiner hat geantwortet.
Was fällt Ihnen ein?
- Ich hab geklopft... - Der Idiot da oben hört nichts!
Ich entschuldige mich. Ich bin Herr Leval.
Notar.
Ich komme nur kurz vorbei.
Ich wollte Ihnen mein Beileid aussprechen.
Sind Sie deshalb hier?
- Wollen Sie was trinken? - Danke, lieber nicht.
Bei so einer Hitze vermeide ich jegliches Übermaß.
Sie sind ulkig.
Ich trinke bei so einer Hitze mehr als bei minus 20 Grad.
Kommen Sie in meiner Kanzlei vorbei um den Nachlass zu regeln.
Den Nachlass?
Reiner Papierkrieg. Muss aber gemacht werden.
Sie und Ihr Bruder erben das Haus.
Sie müssen entscheiden, ob Sie es verkaufen oder behalten wollen.
Die Besitzer der Werkstatt Voke sind sehr interessiert.
Dazu kommt der Fall Ihres Bruders. All das muss besprochen werden.
- Wer sagt, dass ich verkaufe? - Niemand.
Es ist nur eine Eventualität. Da gibt es gesetzliche Bestimmungen.
Merken Sie sich das: Ich bleibe hier
und kümmere mich um meinen Bruder. Sagen Sie das den Vokes.
Die kriegen mein Haus nicht, sie wollen es eh nur abreißen.
- Es geht nicht um... - Perfekt.
Ich melde mich wegen der Formalitäten. Guten Abend.
Schakal!
Ratten, Aasgeier!
Sollen sie versuchen, mich rauszuekeln!
Ich bin hier zu Hause!
Wir sind hier zu Hause.
Du, ich und der Hornochse Mo da oben.
Und keiner wird uns nerven.
Wir machen alles, was du willst. Ich freu mich, hier zu sein.
Nun?
Was, nun?
- Sorgen? - Warum Sorgen?
Nein. Da war beinahe niemand.
Nur die zwei Brüder.
Hättest den Spinner sehen sollen. Der kann einem echt leid tun.
Sind sie zurück?
Hast du Fanes Tusse gesehen?
- Fane war mit einer Tusse? - Eben.
Wo die wohl herkommt?
Frag mich, wie er die aufgegabelt hat.
Kapier ich nicht.
Unvorstellbar, dass er sich so eine angelt.
Sicher eine Hure.
Der Hunger ruft die Tiere aus ihrem Bau.
He, Mo...
Trinken wir auf die Bullenhitze.
- Trinkst du was, Mo? - Nein.
Er trinkt nie.
Er weiß, dass Trinken eine Todsünde ist.
Meine Mutter hat ihm das jahrelang eingetrichtert.
Mo hat nie gesündigt, nie.
Außer sich ab und zu mal einen runterzuholen.
Etwa nicht?
Die Kinder spielen auf der Straße
und werden überfahren. Oder sie spielen mit Handgranaten
und werden so...
Verkrüppelt oder debil. Wozu macht man bloß Kinder?
- Ich will Kinder. - Nicht im Traum!
- Alle Frauen wollen Kinder. - Die dann auf der Straße spielen.
Sie werden Rad fahren oder mit Granaten spielen.
Man kann es ihnen verbieten, sie tun es trotzdem.
Sie tun es und werden von einem LKW überrollt.
Nur um uns zu nerven.
- Die Eier brennen an, Fane. - Ich rede von Kindern!
Komm essen, Mo,
Hör zu, Mo. Du willst doch nicht in die Anstalt?
Nicht in die Anstalt, Fane!
Dann musst du dich nützlich machen. Wir sind kein Dienstpersonal.
Hör mit dem Getue auf!
Schrei ihn nicht an.
Ich stelle die Dinge klar, damit er sie kapiert.
Verstehst du, Mo, oder nicht?
Wenn hier einer nachdenkt, bin ich das.
Die Wäsche...
Ich wasche die Wäsche.
In der Anstalt kriegt man nichts zu essen.
Haargenau, die Wäsche.
Und das Essen.
Ja, das Essen.
Und der Abwasch, putzen,
fegen, Unkraut jäten.
All das, ja.
Und bügeln, waschen, scheuern.
Abfalleimer leeren, Milch holen.
Genau. Das musst du alles schaffen.
Ja. Das kann ich.
Das kann ich, Fane!
Ich zeig es Ihnen.
Sie sind nett.
Sie ist ein nettes Püppchen.
Wir drei machen das mit links.
Bedien uns, Mo.
- Wir leben von unseren Renten. - Genau!
Wir sollten heiraten, Fane.
Sonst finden die Leute das komisch. Die Leute sind böse.
Frauen, die Kinder wollen, schick ich zum Teufel.
Entweder wir heiraten oder ich gehe.
Ich will nicht in ein Geschäft kommen und hören:
"Die Hure von Stéphane Leheurt!" Das will ich nicht.
Wenn einer das sagt, bringe ich ihn um. Auf der Stelle!
Den schalte ich aus.
Das ändert nichts. Die Leute tratschen trotzdem weiter.
Ich frag mich, wer die Tusse ist.
Wir reißen das Haus ab und bauen einen Parkplatz für Gebrauchtwagen.
Das verbindet die zwei Gebäude.
Und da hinten machen wir, was wir wollen. Eine Mauer...
Er verkauft nicht.
Vorher war's die Alte.
Sollte ich mich mit ihr streiten?
Ich hab geduldig gewartet, dass sie krepiert.
So redet man nicht über alte Leute.
Oh, Lilas...
Warte, warte...
Warte...
Warte, Lilas.
Kann nicht.
Fane!
Hab keine Angst.
Mach ich Ihnen Angst?
Genieren Sie sich nicht.
Das sollte ich tun.
Wir haben gestern Abend zu viel getrunken. Und die Hitze...
Es ist heiß.
Ich ertrage Hitze nicht, ich schwitze.
Meine Haut ist ganz feucht.
Keine Sorge. Ich bin Fanes Frau.
Alle Frauen sind gleich.
Das steht fest.
Und alle Männer auch. Da ist nichts dabei, das ist die Natur.
Ja.
Jetzt ist gut. Ich bin wie alle Frauen.
Ah nein, nicht wie die anderen! Nein.
Ich bin wie alle, Maurice. Sie sind nett.
Machen wir Kaffee. Ich zeig's Ihnen.
Ja!
Ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Sie hatten eine Fliege am Bein, ich wusste nicht, was ich tun sollte.
Mein Gott, ich wusste es echt nicht.
Reden Sie nicht mehr, Maurice. Ich lehre Sie, Kaffee zu kochen.
Wo ist der Kaffee?
Es wird wieder furchtbar heiß heute.
Ich hab viel zu tun.
Muss ich heute machen.
Ein Berater für Autozubehör wird an die Kasse 28 gebeten.
- Ihre Kaution, mein lieber Leheurt. - Das ist cool von Ihnen.
Ich begann schon, mir Sorgen um meine acht Tage zu machen.
- Wie kann ich Ihnen danken? - Schon gut.
Der kleine Gigi erwartet seine Eltern am Empfang.
M. Bafort wird ins Personalbüro gebeten.
Wiedersehen, Monsieur Dugé.
Na, keine Kontrolle zum Abschied?
- Ich hab gerade die Kasse geklaut. - He, Fane!
Du hast Recht, zum Abschied.
Den bezahlst du morgen, nicht wahr?
Natürlich nicht.
Blödian.
Setzen Sie sich, Maurice. Ich zeige Ihnen etwas.
Schauen Sie.
Kennen Sie sie?
Nein.
Das ist Marilyn Monroe, eine amerikanische Schauspielerin.
Sie hat haufenweise Filme gemacht.
- Gibt's hier keinen Fernseher? - Nein.
Sie haben nie fern gesehen?
Doch. Auf dem Bauernhof, wenn ich die Milch hole,
da gucke ich manchmal 5 Minuten.
Dann sagen sie: "Wir müssen arbeiten. Geh jetzt."
Sie mögen nicht, dass ich ihr Fernsehen ansehe.
Gut. Und wem ähnelt die da?
Ich weiß nicht.
Logisch, ich bin weder geschminkt noch gekämmt.
Gut. Jetzt muss abgeräumt und abgewaschen werden.
Ich zeige es Ihnen.
Nein, Monsieur Roger! Ich bin's!
Ich bin's.
- Zorro ist zurück! - Alles klar?
Ich mach mich davon.
Ich hab jetzt ein Haus.
Ich war im Geschäft und hab gesagt: "Tschüs, Leute, ihr stinkt mir,
"gebt mir meine Knete". Haben sie gemacht.
Du haust ab? Ein Haus da unten, in deinem Loch?
Von wegen Loch! 2 000 Einwohner. Voll mit Touristen im Sommer.
Im Moment wimmelt es nur so von Idioten in Shorts. Von wegen Loch!
Was ist los, Maurice? Warum weinen Sie?
Mama ist gegangen. Draußen sind alle böse
und ich will nicht in die Anstalt.
Mama und Tante Enya sind beide gegangen.
Sie dürfen nicht weinen!
Sie kommen nicht in die Anstalt. Fane will es nicht.
Wir bleiben alle drei hier. Alles wird gut.
Sie haben gut gearbeitet. Das ist sehr gut, Maurice.
Weinen Sie nicht, mir zuliebe.
Ja.
Bravo. Das feiern wir, okay?
Ja.
Ich hab nur den gefunden.
Das ist der Sonntags-Aperitif für den Besuch.
- Kam viel Besuch? - Nie!
Sie hat nicht viel da gelassen.
Nur das.
Mein Gott, guck dir das an.
Hast du sie damit gesehen?
Damit sah sie noch nackter als nackt aus.
Verstehst du?
Die Schlampen ziehen sich an, um noch nackter auszusehen.
Hättest sie sehen sollen!
Sie wagte es, so rumzulaufen.
Und ihr BH! Die Brüste quollen nur so raus. Verdammt...
Sie machte alle geil.
- Hättest du sehen sollen. - Ja.
Komm, wir trinken was.
Auf die geile Hure und auf dein Haus. Glückspilz.
Nenn sie nicht Hure.
Fane, ich sag doch nichts Schlechtes. Sie gehört dir, Schluss.
Aber eine Hure ist sie. Davon bin ich überzeugt.
- Sie vögelt mit jedem. - Verprügeltest du sie deshalb?
Das machte ich, wenn sie nervte.
Und sie nervte oft mit ihren Heiratsgeschichten.
- Hat sie dich noch nicht gefragt? - Nein.
Sie ist ein nettes Mädchen.
Das ist sehr, sehr hübsch.
Das ist mein Zimmer.
Komm. Komm her.
Na, komm schon.
- Das ist Flipo. - Wer ist das?
Flipo!
Flipo!
Er ist lustig.
- Hast du Durst? - Oh nein.
Davon werde ich zappelig. Ich darf nicht trinken,
nicht wie Fane.
Das Zimmer erinnert mich an mein Kinderzimmer.
Waren Sie ein böses Kind?
Was für eine Idee!
Kinder sind böse.
Ich auch und Fane auch, als wir klein waren.
Ich war sehr böse.
Ich habe nicht auf Mama gehört und der liebe Gott hat mich bestraft.
Deshalb hat Fane diese lange Narbe. Das war ich.
Also hat Gott mich bestraft und ich bin für immer ein Kind.
Ein böses, ungezogenes Kind.
Aber ich bin trotzdem gewachsen und die anderen Kinder
sind böse zu mir.
Sie geben mir Fußtritte. Vor allem einer, den ich gut kenne,
aber ich sag nichts, denn sein Vater ist Polizist.
Und sie werfen mit Steinen nach Pilou.
Draußen sind wirklich alle böse.
Weil ich böse zu meinem Bruder war.
Meinem kleinen Bruder.
Ich sollte auf ihn aufpassen, aber nein!
Sie heben mir Teile vom Gehirn rausgenommen.
Deshalb bin ich schlecht,
Mir fehlen Teile im Kopf.
Viele Leute sind Schweinehunde mit einem heilen Hirn.
Ich hab auch so ein Zimmer. Genau so.
- Und dann... - Fane ist auch böse.
Es ist nicht seine Schuld, er ist ein Taugenichts.
Ich bin auch ein Taugenichts.
Das hat nichts mit Kindern zu tun.
Kinder sind das Gegenteil von böse.
Wenn Fane wollte, könnte er mir ein Kind machen.
Wir würden heiraten und hier sein.
Alle drei und das Kind.
Mo, dieses Kind wäre lieb. Ganz lieb.
Ich würde mich darum kümmern. Ja, das würde ich tun.
Das will ich.
Ich will ein kleines Mädchen, das mir ähnelt!
Fane will nicht.
Fane will nicht!
Weißt du, wie Kinder auf die Welt kommen?
Wie, Mo? Sag es mir.
Nein, Mo, mach das nicht.
Genier dich nicht. Das ist die Natur.
Heute früh haben wir gesagt, wir genieren uns nicht. Stimmt's?
Ich weiß. Sie kommen in den Bauch von den Mamas.
In Ordnung. Und wie kommen sie da hin?
Der liebe Gott!
Perfekt, Mo. Und wenn der liebe Gott will, dass ich ein Kind bekomme?
Fane wäre böse. Ihm ist der liebe Gott egal. Er ist ein Taugenichts.
Du bist so lieb, Mo. So lieb.
Ich möchte dir eine Freude machen.
Und heute früh, Mo? Gefiel es dir, mich nackt zu sehen?
Fang nicht wieder an. Sieh mich an.
Du brauchst dich nicht zu genieren.
Findest du mich schön, Mo?
Genier dich nicht.
Du bist so lieb.
Ich hab dich sehr gern.
Du bist gleichzeitig ein Mann und ein Kind.
Verstehst du das?
Ich möchte dir etwas Gutes tun.
Schau her.
Ich werde dir die Sinnenfreude beibringen.
Das hat dich nie jemand gelehrt, armer Mo.
Und das bleibt ein Geheimnis zwischen uns, okay?
Das ist die Natur, verstehst du? Alle Welt tut es.
Du brauchst dich nicht zu genieren.
Aber es bleibt unser Geheimnis, ja?
Streichel mich.
Streichel mich überall, wo du willst. Überall, um mir Gutes zu tun.
Warte, warte.
Wie elegant!
- Es ist Zeit. - Zeit?
Zeit zum Milch holen und das tue ich jetzt.
Pilou, Pilou, Pilou!
Da warten immer Kinder auf mich, wenn ich Milch holen gehe.
Sie schreien Gemeinheiten und piesacken Pilou.
Sie singen: "Mo ist eine Molluske."
Im Moment sind sie ständig da.
Kümmer dich nicht drum.
Irgendwann schnapp ich mir einen und zerquetsche ihn - so!
Wenn Sie... Wenn du mitkommst, zeig ich dir das Dorf
und keiner verspottet mich.
Glaubst du?
Na klar.
Gut. Einverstanden.
- Weißt du, das vorhin... - War gar nichts!
Das ist unser Geheimnis, verstanden? Merkst du dir das?
Ja, ein Geheimnis. Das ist die Natur.
Gut, okay. Es ist die Natur.
Machen wir das noch mal mit der Natur?
Das ist der Buchladen.
Da kaufe ich die Zeitung für Mama.
Die Dame schreibt den Preis in ein Heft
und manchmal nehme ich mir ein Nuts.
He, Pilou! Pilou, Pilou, Pilou!
Das ist das Lebensmittelgeschäft. Bei M. Foire.
M. Foire ist nett. Er sagt:
"Wie geht's, Mo?"
Und ich sage dann: "Gut, Monsieur Foire. Und Ihnen?"
Und er: "Weiß noch nicht, müsste aber gehen."
Und dann lacht er.
- Wie geht's, Mo? - Gut, Monsieur Foire. Und Ihnen?
Weiß noch nicht, müsste aber gehen.
Pilou!
Fahrt, Autos! Fahrt vorbei, Autos!
Fahrt vorbei, Autos!
- Nehmen Sie den Kasper an die Leine! - Mo! Hör auf!
- Fahrt, Autos! - Mo, hör auf! Beruhige dich!
Sie sind nett. Sie sind nett, weil du da bist.
Verstanden. Aber jetzt beruhige dich.
Soll man dich für einen Irren halten?
Bist du böse?
Nein.
Das ist die Sonne. Sie macht mir Kopfschmerzen.
Los. Geh die Milch holen.
Guten Tag.
Mo ist in Hochform. Hab seinen Auftritt gesehen.
Stört Sie das?
Nicht besonders.
Ich heiße Voke. André Voke.
- Haben Sie von mir gehört? - Ich bin nicht von hier.
Aber Sie bleiben vielleicht?
Was geht Sie das an?
Hallo, Mo. Du bist mit einem prima Mädchen unterwegs.
Rede nicht mit ihr!
Ich frag nur nach dem Namen meiner Nachbarin.
- Hübsche Nachbarin dazu. - Lilas.
Wunderbar, Lilas.
Das ist ein Name, der...
Sie sind Fanes Mädchen. Man hat's mir gesagt.
Wenn das so ist...
Das Dorf ist klein.
Allein die Tatsache, dass wir zwei miteinander reden...
Alle Welt wird es in einer Stunde wissen.
Was wollen Sie?
Tragen Sie die Brille immer?
Ja.
Spielen Sie nicht die Idiotin.
Ich kann Ihnen Besseres bieten, falls Sie das wollen.
Aber nicht hier und nicht jetzt.
Ich habe um nichts gebeten. In Wahrheit heirate ich Fane.
Auch wenn ihn alle für einen Taugenichts halten.
Er hat ein Haus und Ruhe. Er wird Bücher schreiben.
Und ich werde seine Frau und wir behalten Mo bei uns.
Großer Gott! Fane, der große Literat?
Geh! Lass sie in Ruhe!
Schon gut, Mo. Lass uns in Ruhe, ja?
Lass sie in Ruhe!
Verdammt, mein Auto!
Hör zu, Hübsche...
Duzen Sie mich nicht.
Duz sie nicht!
Wir zwei können uns einigen. Ich kann dir Dinge erzählen.
Morgen ist Sonntag
und ich trinke ein Gläschen auf dem Dorfplatz. Verstanden?
Hau ab, du und deine Karre!
Du blöder Arsch gehst mir auf den Geist!
Der blöde Arsch macht dich fertig! Er zerquetscht dich!
Mo, wir gehen heim. Komm, wir gehen nach Hause.
Er hat dich belästigt. Das darf keiner und ich bin kein Arsch.
Nein, Mo. Natürlich nicht.
Er ist der blöde Arsch!
Du darfst nicht mit ihm reden.
- Er ist der Werkstattbesitzer? - Ein blöder Arsch.
Jetzt ist gut. Vergessen wir das, ja? Wir gehen nach Hause.
- Hast du keine Kopfschmerzen mehr? - Kopfschmerzen?
- Wegen der Sonne. - Nein, das ist vorbei.
Ich habe M. Laubié vom Bauernhof um Tabletten gebeten.
Ich hab gesagt, dass ich Kopfschmerzen habe.
Die ist für dich.
Du musst auf die Wespen acht geben.
Ah ja.
Manchmal tritt man in ein Nest
und dann werden sie wütend und stechen.
Einmal wurde ich 17 Mal gestochen.
Am Kopf, an den Armen, überall.
Man kann von einem Stich sterben,
und ich lebe noch, trotz der 17 Stiche.
Ganz aufgeschwollen, aber lebendig.
Wo wart ihr denn?
Ah, in Ordnung.
- Hier war kein Mensch. - Was will der Typ hier?
Siehst du, wie sie mich behandelt? "Der Typ".
Du bist Zeuge. Ich hab kein Wort gesagt. Und sie: "Der Typ".
Hör auf, Shawenhick.
Ich habe deine Sachen geholt.
Claude glaubte nicht, dass ich ein Haus habe.
Er bleibt heute Abend hier. Zur Abschiedsfeier. Hier, trink.
Er tut dir nichts.
Ich tue niemandem etwas. Das Haus finde ich geil.
- Und er? Trinkt er nicht? - Nein.
- Das ist mein Bruder. - Das passt wohl nicht zusammen.
Ich habe was gekauft.
- Stimmt's Claude? - Ja.
Komm gucken, Puppe.
- Was ist das? - Schön, oder?
- Es gab auch elektrische. - Was ist das?
Sie ist sehr schön.
- Was ist das? - Ich mach sie auf.
Lass mich machen.
Finger weg. Der erste, der sie anrührt ist tot!
Ich hab sie gekauft.
Der Erste, der sie anrührt ist ein toter Mann.
Keiner rührt mein Arbeitsgerät an.
Kriegst sie noch nicht mal auf!
Erzähl keinen Stuss. Ich muss mich nur an sie gewöhnen.
Es gibt zwei Positionen:
drücken und gleichzeitig anheben.
- Ich hab das mal gelernt. - Aber was ist das?
Warte. Bleib hier, Lilas, lass keinen ran.
Weg mit euch.
Habt ihr das gesehen?
Scheiße, Großbuchstaben!
Hier. Und da bewegt man den Wagen.
Muss mich dran gewöhnen.
Ich muss es lernen. Das ist wie alles.
Du wirst Geduld brauchen, bis das ein Buch wird.
Zehn Jahre für ein Kapitel.
Du nervst. Ich lerne es. Lilas wird mir helfen.
Ich kann ihr sogar diktieren.
Verdammt noch mal! Rühr die Maschine nicht an.
40 000 hat sie mich gekostet!
Willst du sie mir mit deinen Dreckspfoten kaputtmachen?
Das ist kein Spielzeug, hörst du?
Das ist weder für Kinder noch für dich.
Ich hab nichts gemacht!
Ich hab dich mit deinen Dreckspfoten gesehen!
Wir haben Voke gesehen.
Dédé Voke, den jungen. Er hat geredet.
- Was geht mich das an? - Er will das Haus kaufen.
Er hat sich nur erkundigt.
Er will das Haus!
Er hat mir Fragen gestellt, aber Mo hat ihn abgewiesen.
Aber nicht du, was?
- Was soll das heißen? - Knete und Ficken.
Du hast mit dem Scheißkerl nicht zu reden. Hörst du, Lilas?
Sonst werde ich sauer.
Wenn er dich belabert, mach ich ihn fertig!
Er wollte wissen, ob ich mit dir bin.
Er hat gesagt, dass die Leute tratschen werden.
Ich hab die Maschine gekauft, um in Ruhe zu arbeiten.
Ich habe ungeheuer viel zu tun.
Ich kann keine Tusse gebrauchen, die mich übers Ohr hauen will.
Sie hat nichts gemacht. Es ist nicht ihre Schuld.
Voke ist angekommen.
Jetzt mischt der sich ein! Mo, halt die Schnauze.
- Schimpf sie nicht aus! - Ich tu, was ich will!
Schimpf sie nicht aus!
Lass mich in Ruhe, Claude!
Sei doch lieb! Was hab ich dir getan?
Ich kann dir die Narben zeigen. Verschwinde.
Du bist besoffen und machst Stunk.
Ich mache Stunk! Ich bin zu Besuch.
Der Idiot hat mich eingeladen. Ich mache keinen Stunk.
Sag mal...
Wirst du dich von ihm vögeln lassen?
Verschwinde, Miststück!
Hör zu, Lilas...
Ich bin nicht besoffen. Mein Kopf ist klar.
Du bist ein fantastisches Mädchen. Du gefällst mir immer noch.
Im Ernst.
Ich hätte dich nicht an ihn abgeben dürfen.
Seitdem träum ich von dir. Ich schließe die Augen...
und sehe deinen Busen und deinen runden Hintern.
Im Ernst, das macht mich verrückt. Ich sehe nur eins: deinen Hintern.
Hör auf oder ich rufe Fane.
Lass mich in Ruhe! Du bist plump!
Ich bin für dich gekommen.
Ich bitte dich nicht zurück zu kommen.
Du kannst dich mit Fane verheiraten.
Aber dann? Falls er stirbt?
Was dann?
Scheiße, Fane.
Was soll das?
Hau ab. Verschwinde, los!
Das war nur ein Witz, Fane.
Verdammt noch mal! Ich lade dich ein,
ich helf dir beim Umzug und du jagst mich weg?
Du bist eingeladen, aber nicht über Nacht.
Du baggerst Lilas an und heckst Mordpläne aus.
Was erzählst du da? Ich bin dein Freund.
Sie ist die Hure. Sie wird dich ausnehmen.
Los, verschwinde.
Mo!
Schmeiß ihn raus, Mo!
Mach ihn fertig!
Du wirst sehen!
Bring ihn raus, Mo!
Die Schreibmaschine!
- Hör auf! - Raus, raus!
- Hör auf! - Raus!
Los, Mo!
Dir zeig ich's!
Mo, hör auf! Hör auf!
Lass ihn los!
Das war's. Komm rein.
- Ich wusste, dass du kommst. - Warum duzen Sie mich?
Das ist meine Art.
Leute, die mir sympathisch sind, sieze ich nicht.
Du bist mir sympathisch. Das wusste ich sofort.
Was wollen Sie von mir? Ich weiß nicht, warum ich hier bin.
Weil ich dir Dinge zu erzählen hab und du sie wissen willst.
Es geht um mich, meinen Bruder und das Haus zwischen den Werkstätten.
Fane will nicht verkaufen. Was wollen Sie mit dem Haus?
Wir vereinigen die Werkstätten und bauen einen Parkplatz.
Eine Abteilung für Gebrauchtwagen. Das fehlt hier.
Aber das ist nicht alles.
Wir machen ein Restaurant für Fernfahrer auf.
Einen Schnellimbiss, schlechten Fraß für viel Knete.
Die Fahrer müssen regelmäßig anhalten.
Die akzeptieren jeden Fraß.
Und sie zahlen. Garantiert. Ich kenn mich da aus.
Warum erzählen Sie mir das?
Du vergeudest deine Zeit mit Fane.
Eine Frau wie du...
Ich will dich nur aus der Affäre ziehen.
Mit mir ziehst du das große Los.
Du bist die geilste Frau, die ich je gesehen habe.
Mein Blut kommt ins Wallen, wenn ich dich ansehe.
Weißt du, was dir mit Fane passiert?
Er heiratet mich. Das hat er gesagt.
Dich heiraten?
Er versäuft die Rente seines Bruders und schickt dich auf den Strich.
Die Leute werden nicht akzeptieren, dass eine Tusse wie du
in dem Haus mit 2 Männern lebt, von denen einer Irre ist.
So was beschäftigt die Leute.
Sie tratschen schon.
Für sie bist du eine Hure, die Knete gerochen hat.
Ich kann dir Besseres bieten.
Geschäftsführerin der Snackbar, die ich öffnen werde.
Du kümmerst dich ums Personal. Du sitzt an der Kasse.
Du kriegst einen Anteil der Einnahmen.
Er verkauft nicht. Sie kriegen das Haus nicht.
Mit deinem Busen kannst du bei Fane alles erreichen.
Du kannst ihn verrückt machen, zum Verkauf bringen.
- Ich geb dir Anteile der Snackbar. - Und eine Schürze?
Wenn das das große Los ist...
- Du bist das große Los. - Ihr seid alle Dreckskerle!
Mein Vater hat mir schon gesagt, dass ich mit meinem Arsch weit komme.
Und ich bin weit gekommen. Aber jetzt habe ich ein Haus.
Fane heiratet mich. Ich bekomme Kinder.
Fane wird euch alle beeindrucken.
Werd nicht sauer.
Rühr mich nicht an!
Ich zerbeul dir deine Karre.
Ihr stinkt mir - alle!
Ihr wollt mich nur mit euren Dreckspfoten begrapschen.
Verdammt, ihr seid alle bekloppt!
Sie sind verheiratet. Sie haben eine Frau.
Aber Sie bieten mir eine Stelle als Kellnerin an,
um mich nebenbei zu vögeln. Sie sind ein Dreckskerl!
Wirf den Stein weg!
Scheiße! Die Motorhaube!
Herrgott noch mal!
Da bist du ja!
Klar, da bin ich. Was gibt's?
Er hat Angst vor Uniformen, also spielt euch nicht auf.
Nun? Wie geht's, Maurice?
Du hattest einen Unfall?
Entweder ihr habt zu viel gesoffen oder ihr spinnt.
Ich war nicht weg und hatte keinen Unfall.
Meine Karre! Sie stand da. Wo ist sie?
Die krieg ich allein nicht hoch. Wenn ihr beide mir helft...
Er geht bald auf Rente.
Bitte Voke um den Abschleppwagen..
Der piesackt mich nur. Ich rede nicht mit ihm.
Du brauchst einen Abschleppwagen.
Mit einem Seil und einer Karre holt mich da jeder raus.
- Du brauchst einen Abschleppwagen. - Heute ist Sonntag.
Du gehst ein bisschen zu weit!
Wir haben dich hergebracht, jetzt sieh zu, wie du zurecht kommst.
Und zwar schnell, denn der darf dort nicht bleiben.
Hallo, Olivier.
- Was machst denn du hier? - Du arbeitest sonntags?
Tolle Werkstatt.
Ja, tolle Werkstatt.
Stinkt nach Benzin. Davon krieg ich Kopfschmerzen.
- Hast du keine Kopfschmerzen? - Ich hab Kopfschmerzen.
Ich mache einen Ölwechsel, deshalb stinkt es.
Stinkt echt.
Rauch hier nicht.
Der Gestank bei der Hitze ist schwer zu ertragen.
Glaubst du, ich ertrage ihn? Bist du deshalb hier?
- Ich muss malochen. - Ich brauche Hilfe.
Was für Hilfe?
Meine Karre liegt im Straßengraben. Ich brauch den Abschleppwagen.
Wie hast du das gemacht?
Ich war's nicht. Hatte noch nie einen Unfall.
Ein Kumpel hat mein Auto genommen.
Verstehe. Der schien gut drauf zu sein. Wir haben ihn gehört.
Ich sag Kumpel, aber er ist ein Lump.
- Was hat der hier zu suchen? - Achtung!
Na... hast wohl schön gepichelt?
Geht dich das was an?
Tut es! Ich schufte bei der Bullenhitze,
während du...
Was will er hier?
Er braucht den Abschleppwagen.
Ein Typ hat sein Auto in den Graben befördert.
Was? Was braucht er?
- Den Abschleppwagen. - Den Abschleppwagen.
Geh zum Teufel!
Die Bullen haben mich zu dir geschickt. Du bist besoffen.
Ich hab dir nichts getan, also reiß dich zusammen.
- Geh zum Teufel! - Verdammt, nicht noch mal!
- So behandelt man keinen Kunden. - Du bist ein Arsch!
Und dein Bruder ist ein Arsch. Und deine Hure ist ein Arsch.
Und das Haus ist Scheiße.
- Bist du fertig? - Ich bleib dabei.
Er soll abhauen.
Hier wird sonntags nicht gearbeitet.
Der Abschleppwagen hat 'ne Panne. Deine Karre kann warten.
Die Bullen haben mich geschickt.
Ich gehe zu ihnen und erstatte Anzeige.
Die holen sich deine Hure.
Guck, was sie gemacht hat. Guck!
Gestern haut mir der Irre aufs Dach
und jetzt schlägt mir die Hure die Kofferhaube ein.
Was haben nur alle mit meinem Auto?
Warum hätte Lilas das getan?
- Weil sie eine Hure ist, Punkt. - Das ist nicht wahr.
Los, verpiss dich. Geh zu deinem Miststück.
Ich will dich hier nicht mehr sehen!
Verpiss dich!
Und die Natur?
Nein, Mo.
Geh jetzt hin.
Entschuldige dich, schließ Frieden.
- Das kostet dich nichts. - Mich entschuldigen?
Es lohnt die Mühe.
Gut. Ich mach's morgen.
Nachher.
Sofort, sonst tust du es nie.
Trotzdem... Ich hab das Auto erst seit 2 Monaten.
Armer Mo...
Ist da jemand?
Verdammter Dreckskerl!
Dann darf ich aber auch!
- Rühren Sie mich nicht an. - Ich tu mir keinen Zwang an.
- Verschwinde, du fetter Arsch. - Du, steck deinen Schwanz ein.
Lass mich mit der Dame reden. Du hattest deinen Anteil.
Sag ihm, er soll sein Haus verkaufen.
Du kannst ihn überzeugen.
Sonst schreib ich ihm den Krimi,
nach dem, was ich gesehen hab. Kapiert?
Und du armer Irrer hältst das Maul.
Rühr mich nicht mehr an, sonst landest du in der Anstalt.
Diesmal gehorchst du mir, du Schlampe.
Mo kommt nicht in die Anstalt und du entschuldigst dich.
Mich entschuldigen? Bei deiner Frau?
Entschuldigt sich dein Bruder die Hure zu vögeln?
Nenn sie nicht so! Sie ist prima und wir heiraten.
Du musst dich entschuldigen. Du bist hier bei mir.
Ich will dich nur warnen. Ich tu das für dich.
Sie ist eine Hure.
Nenn sie nicht so. Sag ihr: "Verzeihung, Madame Leheurt".
Du bist bei mir, Voke.
Verzeihung, Madame Leheurt.
Wir heiraten?
Fane, ich kann es!
Ich hab alles vorbereitet, die Zigaretten, alles. Ich kann es!
- Schrei nicht. Mach mir Kaffee. - Ich kann es!
Ich hab alles gemacht. Ich komm nicht in die Anstalt, oder?
Aber nein, dein Platz ist hier bei uns.
Ja.
Dein Kaffee ist gut, Mo.
Kalt aber gut.
Ich hab die ganz Nacht getippt. Du bist in meinem Roman. Zufrieden?
Warte, ich les dir vor.
Du hast die Maschine angerührt! Ich hatte dich gewarnt.
Einmal anrühren und du bist in der Anstalt!
Hör mit den Grimassen auf.
Das war ich nicht.
Ich war's nicht, nicht die Anstalt!
Rose hatte eine Dummheit gemacht. Um ihrem Sohn die Anstalt zu ersparen
und damit ihr Mann sich nicht schämt, ging sie weit weg.
Das warst du nicht, Brüderchen.
- Du machst den Kaffee. - Ja.
- Wo fahren Sie hin? - Nach Villeneuve.
Perfekt.
Schon gut.
- Mein Auto ist besser als seins. - Entschuldigung.
Ich war vor Ihnen da!
Ich hab für so was keine Zeit.
Blöde Kuh!
Die Kneipe kommt dort hin. Ins Erdgeschoss.
Ich hab alles geplant. Wir brauchen Tische, Stühle und ein Schild:
"Wirtschaft Leheurt".
Und die Leute, nach allem, was geschehen ist?
Nichts ist geschehen.
Wenn sich jeder um sein Bier kümmert,
können wir drei eine ruhige Kugel schieben.
- Wir heiraten. - Wirklich?
Ernsthaft. Wir machen ein großes Fest.
Zu Ehren von Mme. Leheurt und ihrer Wirtschaft.
Wir laden alle ein. Bis auf die Vokes.
Mo, armes Kind, bring uns den Sonntagsaperitif.
- Heute ist nicht Sonntag. - Was weißt du?
Geht dein Roman voran?
Und wie. Ich schreib alles auf: du, ich, die Wirtschaft, Mo...
Selbst die Hurensöhne Voke.
- Das wird ein Buch! - Ich krieg das hin.
Die Leute wollen ein Happyend.
Diese Hitze, die verdammte Hitze...
Was ist? Kommst du nicht rein?
Ich warte schon seit 10 Minuten.
Komm rein.
Na, setz dich, Fane.
Also, wie schon gesagt, ich will eine Wirtschaft öffnen.
Ja. Und wie viel brauchst du dafür?
- Ich brauche einen Tresen... - Ja.
Sieben Tische und dreißig Stühle.
Eine Kaffeemaschine, Farbe und ein Aushängeschild.
Ein Aushängeschild...
Für deinen Warenbestand kriegst du einen Kredit. 120 000 Franc?
Gut. Sehr gut, Monsieur Bressoul.
Und was gibst du als Garantie?
Ich erstatte sie zurück.
Ich weiß. Aber die Regionalleitung will Konkretes.
Ich habe...
das Sparbuch meiner Mutter und das meines Bruders.
Schauen wir mal.
Das reicht nicht.
Du musst mir dein Haus als Garantie geben, in Ordnung?
Lieber nicht, Monsieur Bressoul.
Dann kann ich dir keine 120 000 Franc leihen.
In Ordnung, Monsieur Bressoul. Ich muss es mir überlegen.
Übrigens...
Es geht mich nichts an, aber stimmt es, was im Dorf
über die Frau gesagt wird, die du mitgebracht hast?
Wie Sie sagen, Monsieur: Das geht Sie nichts an.
Fertig?
Mo!
Zeig, dass du ein guter Kellner bist. Wir sind durstig.
Wir kriegen Spaß.
Meine Damen und Herren...
Hier sind keine Damen, Mo.
He, Yankee, du bist keine Dame.
Meine Herren...
Zwei Särge.
Zwei Bier!
Zwei Bier!
Du hast dein Tablett verloren, Mo!
Nein, macht nichts.
Nein. So ist gut.
Setz dich.
Gehört dir das, Mo?
Nicht anrühren. Fane wird böse.
Zeig mal...
Das ist nicht deine Größe, Mo.
Das ist nicht seine Größe!
Nicht anrühren. Der gehört Lilas. Fane wird böse.
Ah, der gehört Lilas?
Dann wird Fane nichts sagen.
Er teilt doch so gern alles.
Stimmt's, Mo? Vögelst du mit ihr?
Ihr seid dumme, dicke Ärsche!
Na, Jungs...
Bald fertig?
Beinahe, Fane. Wir haben kurz Pause gemacht, wegen der Hitze.
Ihr habt Recht, Jungs.
Oh, ich auch.
Die Fahrerei hat mich erledigt.
Mo, bring uns Bier!
Wir haben das Hochzeitskleid gekauft. Ihr werdet sehen!
Die Leute werden Stielaugen machen!
- Zeig es ihnen. - Das darf man nicht im Voraus tun.
Ach, Madame Lilas, machen Sie uns die Freude.
Nein. Das bringt Unglück.
- Du wirst es gut mit ihr haben. - Und mit meinem Bruder.
Gutes Geschäft.
In einem Jahr bau ich aus...
Ich mach ein Hotel auf.
Vielleicht kaufst du sogar Vokes Werkstatt.
Warum nicht, Jeannot? Warum nicht?
Danke, Mo.
Bring deinen Cousin aus Paris zur Hochzeitsfeier mit.
- Das wird ein Riesenfest. - Das ganze Dorf kommt.
Bis auf die Voke-Brüder.
Tolle Feier für eine tolle Puppe.
Wirst du mein Trauzeuge?
- Ich? - Mit wem rede ich, Idiot?
Das ist eine Ehre, Fane.
Das ist eine Ehre.
- Das macht er nie. - Er hat eine Garantie gegeben.
Von wegen. Der zahlt nicht.
Den Kredit bezahlen sie mit eurem Geld.
Ihr legt das Geld auf eure Konten,
und die Bank leiht es einem Saufbold, der es nicht zurückbezahlt.
André, du nervst. Du bist nur auf das Haus aus.
Ja, bin ich. Ich will nicht, dass es ein Fremder kauft.
Das kann uns teuer zu stehen kommen.
Wenn ihr Geld für einen Trecker braucht, wird man euch sagen:
"Entschuldigung, aber M. Leheurt hat alles verbraucht."
Ich nehme mein Geld aus der Bank.
Meine Damen und Herren...
Zwei Bier.
Fragt sie, was er mit der Hure ausheckt.
Er will ein Hotel öffnen.
Was hab ich gesagt! Einen Puff!
Unter den Augen unserer Kinder!
Wir sind alle zur Hochzeit eingeladen. Bis auf Voke.
Ich soll Trauzeuge sein.
Er lädt ein und wir zahlen. Benutzt er den Kredit dazu?
Wie die uns angemacht hat!
Sie trocknete ihre Wäsche und wackelte mit den Hüften.
Hätte ich gewollt...
Ich weiß jedenfalls eins. Die, die in deren Wirtschaft gehen,
gehen in einen Puff.
Guten Tag!
Ich bin aus zwei Gründen hier.
Erstens heirate ich Stéphane.
Sie sind alle zur Feier eingeladen.
Suchst du etwas?
Warum duzen Sie mich?
Duzen Sie alle, die Sie nicht gevögelt haben?
Dann duzen Sie sicher viele. Zweitens ist hier jemand,
der glaubt, seine Virilität zu beweisen, indem er Damenwäsche klaut.
Ein wahrer Mann.
Eine Dame... Eine Hure. Ich hab sie mit dem Irren vögeln gesehen.
Hol dir doch einen runter. Oder kannst du das nicht?
Und der will mich vögeln!
Behalt ihn. Und wenn du keinen Ständer mit deiner Frau kriegst,
kannst du an mich denken.
Pilou!
Ich bin bereit!
Ich nicht.
Du siehst toll aus.
Mann, Mo... So hab ich dich noch nie gesehen!
Schön, dich als Bruder zu haben. Ich bin stolz auf dich.
Warte, Moment.
Ich bin bereit.
Großer Gott, Lilas.
Marilyn Monroes Ebenbild!
Pilou!
Sie sind schon alle drinnen.
Sie sind verspätet. Ich habe 14 Uhr 30 gesagt. Jetzt ist 15 Uhr.
Ich habe noch vier Hochzeiten in Villeneuve.
Dann fangen wir schnell an. Sind viele Leute da?
Nein. Niemand.
- Wo sind die Trauzeugen? - Niemand?
- Mo ist da. - Ich brauche zwei Zeugen.
Sie kommen noch.
Ich kann nicht warten. Ich brauche 30 Minuten bis nach Villeneuve.
- Sie können Zeuge sein. - Ich bin schon der Pfarrer.
- Ich kann nicht alles tun. - Dann heiraten wir im Rathaus.
Das ist das Gleiche. Die wollen auch zwei Zeugen.
- Hast du ihnen die Uhrzeit gesagt? - Ja
Sie haben sicher geglaubt, die Einweihung findet zuerst statt.
- Sie warten sicher in der Kneipe. - Das wäre blöd.
Das zahlen die mir heim, Ehrenwort.
Das kannst du mir glauben.
Scheiße...
Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Das lasse ich nicht durchgehen.
Tag. Wollte nur mal reinschauen.
Ich möchte Ihnen zur Hochzeit gratulieren.
- Wir konnten nicht heiraten. - Ah ja?
Keiner ist gekommen.
Bring M. Leval die Sandwichplatte.
Traurig, eine Hochzeit ohne Gäste. So ist das nicht gedacht.
Wie eine Wirtschaft ohne Kunden.
Nach den Ereignissen würde ich an Ihrer Stelle
sofort verkaufen.
Sie kommen nicht! Sie können nicht zurückzahlen.
Sie machen Pleite und das Haus wird versteigert.
Verkaufen Sie lieber.
Lass ihn. Das ändert nichts.
Verschwinde! Ich mach dich fertig.
Du scheinst Besuch zu haben, Voke.
Ja. Sieht ganz so aus.
Sie lädt dich nicht zur Hochzeit ein, sondern zur Hochzeitsnacht.
Ist ja nicht euer Auto.
Erwartest du jemand?
Setz dich, ich muss dich sprechen.
Ich rede lieber draußen.
Komm, setz dich, sag ich.
Ich warne dich... Wenn du Schaden anrichtest...
Ich verlasse Fane.
Ich wusste, dass es so endet. Also kommst du zu Voke,
um zu sehen, ob seine Vorschläge noch gültig sind. Recht hast du.
Ich hab mir gesagt: "Ich gehe zu dem Arschficker Voke."
"Aber nicht um zu vögeln."
André, ich gehe und die Wirtschaft wird in Gang kommen.
Und du kriegst das Haus nicht.
Und mich kriegst du auch nicht. Nie.
Du hast verloren.
Lilas!
Ich geb dir 50 % von der Snackbar.
- Bring ihn dazu zu verkaufen. - Ich will alles.
Ich will heiraten und das Haus.
Du kriegst alles. Ich lass mich scheiden.
Du wirst die Chefin sein.
Ich liebe dich.
Du bist rührend, Voke.
Aber ich liebe Fane. Und dich kann keiner lieben.
Ein Bier, Chef!
Chef, ein Bier!
Ich mach dich fertig. Ich mach euch alle fertig.
Ihr glaubt, ich stecke alles ein? Ihr Säcke!
Ich mach euch einen nach dem anderen fertig. Vollidioten!
Wir werden alle verrückt
mit der Hitze. Jetzt müsste doch alles gutgehen,
mit deinem Bruder.
Gib mir einen Pastis.
- Ein Pastis. - Zwei.
- Ein Bier. - Ein Ricard.
Einen Perroquet.
Großer Gott, jetzt geht's los.
Pastis, Bier...
Fane, Lilas geht fort!
Im Bus, mit dem Koffer.
Meine Damen und Herren...
Sie fährt mit dem Bus weg.
Ich hab sie festgehalten und die Milch verschüttet.
- Wo gehst du hin? - Sie geht fort, Fane.
Das ist besser für alle.
Mo, pack deinen Koffer.
Wir gehen alle drei.
Mo, willst du dein Leben lang Milch holen?
Die Wirtschaft steht zum Verkauf.
Das Haus auch. Ab sofort.
- Sag mir einen Preis. - Das war so nicht vorgesehen.
Wie viel hast du dabei?
Das müssen wir besprechen.
Leer deine Taschen aus.
So.
Du kriegst das Haus für 524 Franc. Guter Preis.
Ich kauf's dir ab. Drei Millionen. Ich mach dir sofort einen Scheck.
Dir verkaufe ich's nicht.
Du gibst mir 524 Franc
und das tolle rote Auto. Guter Preis. Abgemacht.
In Ordnung, André?
In Ordnung.
Aber ich sag's lieber gleich, die Sonnenblende ist im Eimer.
Zahl die Runde.
Meine Runde.
Lade das ins Auto. Wir haben noch was zu erledigen.
Komm her, Brüderchen.
Pilou!
Was ist das?
Was ist das?
Ja!
1... 2...
3...
4!
Geht's, Lilas?
Das ist die Natur.
Pilou, Pilou, Pilou!
Untertitel: Sabine Hapke-Prenczina TÉLÉTOTA
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