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- Peter Quint! - Peter Quint!
Wo sind Sie?
Quint, wo sind Sie?
DAS LOCH IN DER TÜR
Herein!
Sie haben mich gerufen?
Mrs. Grose. - Master?
Bevor ich abreise, müssen wir einiges bereden. Setzen Sie sich.
Wo ist Quint? - lch hab ihn nicht gesehen.
Siehst du? Er versteckt sich!
Hab ich dich!
Wenn er sich versteckt, kann ich nicht mehr lachen. - Mit ihm ist es schöner!
Darum verreise ich. lch bin nicht für die Kinder verantwortlich.
lch wollte nicht, dass mein Cousin und seine Frau so sterben.
Und auch nicht, dass ich nach ihrem Tod der Vormund ihrer Kinder werde.
Verzeihung, aber Sie sind der nächste Verwandte der Kinder!
Deshalb lasse ich sie hier wohnen. Es gehörte ihrem Vater,
aber ich kann hier nicht bleiben. - Und ich, Master?
Sie sind die Haushälterin. Sie müssen lhre Dienste fortsetzen.
Und der Kammerdiener des Verstorbenen, Mr. Quint?
Er ist schon lange hier, aber es wird kein Kammerdiener gebraucht.
Vielleicht später, für den Jungen.
Wenn er bleiben möchte, könnte er dann den Garten machen? - Bestimmt.
Dann ist da noch das Kindermädchen. - Miss Jessel.
lch hab sie seit gestern nicht mehr gesehen. Wo ist Miss Jessel?
Wir haben Sie gesehen!
Wir haben Sie gesehen! - lch dachte schon, ihr kommt nie! Wo wart ihr?
Sie atmen zu schwer für einen, der geschlafen hat!
Wisst ihr, mir ist nicht so gut. - Wir haben Sie da rennen sehen!
Seht mal, was ich ausgehustet habe. - Wo haben Sie die her?
Hab ich ausgehustet.
ln London treffe ich finanzielle Vorkehrungen für die Unterhaltskosten
und die Gehälter, aber ich selbst werde mich fern halten.
Es wird nicht vorkommen, aber sollte ein Notfall eintreten . . .
Miss Jessel, das Kindermädchen, wird mir sofort schreiben.
Sie muss informiert werden. - Das werde ich tun.
Wohin gehen wir? - Geduld! lhr werdet schon sehen.
Miss Jessel! - Ja, Master?
Wo waren Sie? - Spazieren.
Komm schon.
Braver Junge! Aufmachen.
Seht ihr?
lch muss sie zurücklassen, die beiden Äffchen.
Sie mag es. Gott weiß, warum.
Wahrscheinlich wegen der heißen Luft.
Woher wissen Sie das alles? - Quint, was passiert mit ihr?
Warte es ab!
Sie wird immer größer! - Je mehr sie raucht, umso größer wird sie.
Und weil sie nicht aufhören kann, es zu mögen, macht sie weiter.
lch glaube, sie ist glücklich dabei.
Und Sie haben keine Probleme mit Flora und Miles?
Sie sind Schmuckstücke! - Und ihr Unterricht?
Darum kümmere ich mich. - Bis sie zur Schule gehen.
Das wird lhre Entscheidung sein, Sir. - Was meinen Sie, Miss Jessel,
sollten wir ihnen sagen, dass ihre Eltern verstorben sind?
lch müsste Quint noch mal sprechen.
Die Kinder auch? - Nein, die kennen mich kaum.
lch schicke Quint zum Pförtnerhaus, da Sie es so eilig haben.
Hab keine Angst. - Hab ich nicht. - Du weinst!
Arme Kröte! - Sie mag es, das hat Quint doch gesagt. Er hat immer Recht!
Mrs. Grose sagt, Sie sollen zum Master ins Pförtnerhaus kommen. - Ach ja?
Unverzüglich!
Wann ist das? - Jetzt sofort. Er reist ab.
Heißt das, ich werde entlassen? - Möglicherweise.
Das heißt,
ich kann kein Stallbursche mehr sein? - Nicht, wenn Sie sich nicht beeilen!
Und ich kann auch kein Gärtner sein? - Sie werden nirgendwo mehr hinkönnen.
Kein Geld . . . Sie werden am Straßenrand verhungern!
Und du kannst mich nie mehr sehen, richtig, Margaret?
Nenn mich nicht so!
lch vergaß:
Nur wenn's dunkel ist. - Quint, geh! Oder du verpasst ihn!
Und du? Bleibst du? - lch gehöre zu den Kindern.
Komm mit mir. - Nein. lch will nicht mit dir gesehen werden.
Wie du willst!
Der Kröte gefällt's. - Sie ist tot!
Quint sagt, sie hat das Rauchen so geliebt, sie wollte alles haben.
Furchtbar! - Sie liebte es so sehr, dass sie sich dafür umgebracht hat.
Das versteh ich nicht. - Aber es ist die Wahrheit.
Auf Wiedersehen, Mrs. Grose. - Wiedersehen, Sir.
Quint! - Verzeihen Sie, Sir, aber werde ich entlassen?
Sie bleiben. - Danke, Sir.
Es gibt nichts für Sie zu tun.
Sie könnten im Garten arbeiten.
Ja.
Ja . . . Sir!
Ja, Sir. Danke, Sir.
lch mach das schon, Sir.
Nun,
es muss was zu tun geben: auf die Kinder aufpassen, die Haushälterin
und das Kindermädchen. Das müsste reichen. - Gewiss, Sir. - Tun Sie's!
Vielen Dank, Sir. lch stehe in lhrer Schuld.
Weiterfahren!
Wiedersehen, Sir. Leck mich doch am Arsch!
Lass sie los! - Dann verliere ich sie. - Sie wird in einer Ecke schlafen.
Nein.
So kann sie sich nicht bewegen.
So stirbt sie. - So ist sie sicher. Morgen hol ich sie wieder rauf.
Sie wird sich verletzen. - Aber nicht sterben. - Wer sagt das?
Quint.
Schon gut, Mrs. Grose.
Wir hören Sie.
Wir sind sogar schon da.
Esst ihn jetzt, wo er noch heiß ist. - Ja, Mrs. Grose.
Gieß die Milch darüber, Flora. Und auf Porridge kommt immer brauner Zucker.
Nein! - Oh, doch, das gehört sich so.
Hört auf . . . Das müsst ihr mir erklären. Wieso ''nein''?
Wir möchten Salz. - Nur Salz. - Lächerlich!
lhr tut, was ich sage. Aufhören!
Salz bitte, Mrs. Grose. Auch für Flora. - Warum?
Zucker ist schmutzig, Salz ist rein. - Wer hat euch denn das erzählt?
Und andere Kinder? - Was ist mit ihnen?
Spielen die mit ihren Familien?
Gib mir mal den Handfeger. - Mit anderen Kindern?
Na ja, vielleicht.
Feiern sie bei anderen zu Hause? Und laden sie nach Bly ein?
Also? - Und Weihnachten tauschen alle Geschenke aus?
Es gibt viele Geschenke, weil es viele Freunde gibt. - Geht's darum?
Anders als bei Flora und mir . . .
Na ja,
eure Mom und euer Dad waren anders.
Ja.
Mit ihren Kindern zu spielen, hielten sie wohl für Zeitverschwendung.
Übrigens, wer hat dir das Reiten beigebracht? lch.
Und wie man nur mit Brotkrümeln einen Vogel mit der Hand fängt? Peter Quint!
Komm! Wie man im Dunkeln gucken kann? Wie man durch die Bäume sieht?
Wie man so schnell wie eine Eule eine Maus ausmachen kann? - Sie!
Richtig.
Selbst wenn sie euch auf ihre Art liebten . . . - Liebten?
Ja, Flora. Jetzt ist es zu spät.
Er sagt jetzt, dass sie tot sind. Wir durften es nicht wissen. - Eurer Mom
gefiel es hier nicht auf Bly.
Euer Vater war immer auf der Suche nach mechanischen lnstrumenten.
Er mochte Maschinen und Krach.
Also reisten sie um die Welt.
Sie fuhren nach lndien und ganz runter zur Spitze Afrikas.
Und . . .
Sie hatten einen Unfall.
Verstehst du? Ganz plötzlich.
Sie fuhren ein französisches Automobil.
Nun, sie sind tot, Flora.
Darum müssen sie für immer zu uns zurückkommen.
Jetzt ''Benehmen''.
Gut! Und es bedeutet? - Haltung.
Das ist nur eine Bedeutung. Miles, wenn eine Dame ins Zimmer kommt . . .
Dann stehe ich auf. - Und . . .? - Warte, bis sie sich hinsetzt.
Flora.
''Guten Morgen, Madam, ich bin Sir Charles Warren.''
Setz dich, Miles.
''Treten Sie doch bitte ein, Sir.''
''Vielen Dank, Miss . . .?'' Miles, setz dich!
''Flora Tyrell, es freut mich, Sie kennen zu lernen!''
Gut! - Wir machen nie Höflichkeitsfehler.
Könnten wir nicht was Schwierigeres machen? - Schlag was vor. - Also . . .
Vater und Mutter, warum sind sie noch nicht zurück?
Sie werden noch lange wegbleiben. - Bis wann? - Kann ich nicht sagen.
Das reicht nicht.
Frechheit nutzt dir nichts!
Manieren sind alles! - Ja, das stimmt! - Flora und ich glauben lhnen nicht.
lch kann nicht mehr sagen, als ich weiß. - Nein?
Nein, Miles. Bitte lies das vor. - Eine Frage.
Ja?
Wenn Tote sterben . . .
Du meinst, wenn die Toten tot sind? - Wohin gehen sie?
Wenn sie freundlich und nett sind, kommen sie in den Himmel,
sonst leider zum Teufel. - ln die Hölle.
Richtig. Wo es sehr heiß ist!
Völliger Blödsinn!
Deshalb hab ich Miss Jessel gefragt und nicht unseren Vormund.
lch hab mich nur dran erinnert, was Sie mir gesagt haben.
lch fand nur, dass ihr wissen solltet, dass eure Eltern tot sind.
lch hab aber nicht geweint, oder? - Nein, du nicht, aber Flora schon.
Ein bisschen.
ln der Nacht hat sie ins Bett gemacht. - Armes Kind.
lch hab Miss Jessel nach den Toten gefragt, ihr aber nicht geglaubt.
Nicht nach dem, was Sie erzählt haben. - Gut.
Dass die Guten in den Himmel und die Bösen in die Hölle kommen, ist Unsinn.
Ja, aber . . .
Wo sind meine Eltern jetzt?
Nachdem man sie nach Hause gebracht hat, werden sie in Kisten getan
und einige Tage später in dieses Loch gesteckt.
Dann muss Mrs. Grose es uns bald sagen, denn ich will es sehen.
Es gibt da nichts zu sehen.
lch will es! Sie können das regeln.
lch versteck mich in den Sträuchern!
Es gibt nichts zu sehen! Sie stecken die Kisten in die Erde, schütten dann
den Dreck da drüber und fertig.
Wissen Sie noch, was Sie über die Toten erzählt haben? Wohin sie gehen?
Erzählen Sie's noch mal.
Die Toten gehen nirgendwohin. Sie können nirgendwohin.
Himmel und Hölle gibt's gar nicht. - Richtig.
Und später werden wir uns alle zu ihnen gesellen.
Und das ist alles? - Das ist alles.
Komm.
Ziehen Sie diese Sachen aus!
Möchten Sie mich nackt sehen? - Die sind vom Master! - Der ist tot.
Das ist kein Grund für Sie, sich so was anzumaßen! - Stehen sie mir nicht?
Einem Mistschaufler wie lhnen? - Mist? Mist nennen Sie das?
lch dachte, ich wäre der Stallbursche. - Gekrochen sind Sie vor ihm!
lch weiß es noch genau. Gekrochen!
''Ja, Sir! Nein, Sir! Bitte, Sir!''
Er war ein Dandy! - Eifersüchtig waren Sie, nicht wahr? Ausziehen!
Sie haben keine Erlaubnis dazu. Und wenn's nach mir ginge,
dürften Sie nicht mal in den Stall gehen!
lch danke lhnen dafür. - Sie sind Dreck, Quint!
Gehen Sie in den Stall, wo Dreck hingehört!
Sie sind eine Dame, Mrs. Grose.
Und in lhrem Haar sitzt eine Laus, so groß wie mein Finger.
Ob Sie verrotten?
All diese Lügen!
Kommen Sie nie wieder hier rein, oder ich schreibe dem Vormund der Kinder.
Maden wimmeln in lhrem Schädel!
Sie enden noch mal in einer Kneipe, wo Sie sich Bier leihen müssen!
Und ziehen Sie die Sachen aus!
Dieses Haus kann ohne Sie geführt werden, Peter Quint!
Schrumpliger Arsch!
Nicht reinkommen!
Miles und Flora, liegt ihr im Bett?
Ja!
Habt ihr eure Gebete gesprochen?
Ja, haben wir. - lch glaube euch nicht.
Wir sind gerade dabei. - Gut. Jetzt sagt mir nach:
Bitte, Gott, am Ende dieses Tages
danken wir Dir,
dass wir diesen Tag überstanden haben
und in Deinen sicheren Händen
wohlauf sind.
Amen.
Sie dürfen nicht reinkommen! Amen!
Mrs. Grose. lch stecke ein paar Nadeln in sie rein, so . . .
Es sieht ihr ähnlich. - Nicht wahr? - Wird sie jetzt sterben?
Nur wenn Quint es sagt. - Will sie schon sterben?
Sie ist schon nahe dran. - Dann muss sie.
Gib mir mal eine Nadel.
Quint, warum liebt Miss Jessel Sie? - Tut sie das?
Aber sicher!
Aber warum hat sie solche Angst vor lhnen? - Weil sie ihn liebt, Dummkopf!
Was machen Sie mit Miss Jessel, wenn Sie sie lieben? Und sie mit lhnen?
Das ist einfach! - Wie weißt du das? - Sie jagen sich Todesangst ein!
Flora ist lustig, wenn sie sich Mühe gibt.
Was machen Sie mit Miss Jessel?
Wir spielen nur Spielchen.
Das ist alles.
Sind die nicht wunderschön?
Kommt schon! Miss Flora!
Kommen Sie, ich bitte Sie!
Lassen Sie mich in den Laden gehen, bitte! - Na schön.
Wenn ich den finde, den ich suche, kaufen Sie ihn mir dann? - Also . . .
Welcher ist es? - Der da!
Der orange?
lch mach das schon.
Du kennst seinen Namen? - Klar!
Meine Güte!
Er ist wunderschön!
Dieser hier ist ein Admiral. - Das stimmt.
So ein kluges Kind. - Er lebt nur 48 Stunden.
Dann muss er sterben. Das ist nicht alles. lch muss das erklären.
Deine Zunge ist wie ein Falter: immer in Bewegung. - Er hat keinen Magen.
Unmöglich! - Und auch keinen Mund.
Er kann nicht fressen. Er muss ein Weibchen finden, bevor er stirbt.
Er will sich nur paaren.
Er muss einmal einen anderen Falter lieben, danach zählt nichts mehr.
Um zu lieben, muss er sterben.
Dummes Mädchen!
Nur Unsinn im Kopf!
Quint hat dir das erzählt. - Vielleicht auch nicht.
Woher hast du nur diese dummen ldeen? - Es muss die Wahrheit sein.
Du willst doch nicht schreien, oder?
Oder?
Nein.
So ist gut.
Du Grobian!
Grobian?
Sag, dass es dir Leid tut.
Sag es!
Los, sag's!
Es tut mir Leid.
Schon besser.
Bitte hör jetzt auf!
Halt's Maul!
Wie ein Hühnchen am Spieß!
Du bist nur ein Hund von der Straße.
Sag es!
lch bin nur . . . - Mach schon.
lch bin nur ein Hund von der Straße.
So eine Schande.
So ein Quatsch!
Hätte ich das gewusst, am Anfang . . .
Auch Quatsch.
Man liebt, wie man glaubt, lieben zu können. Das ist alles.
Aber all der Schmerz?
Das Verletzende, das Schmutzige des Ganzen.
Was hast du gedacht, als wir anfingen? Dass es nett sein würde? - Zärtlich!
Glaubst du nicht, dass es weh tut, geboren zu werden oder zu sterben?
Glaubst du, man wird nicht verletzt, wenn man liebt?
Dann bist du eine Heuchlerin.
Ja.
Margaret . . . - Nicht Margaret! Niemals so intim!
Das auch nicht!
Auf die Art kann ich mich nicht hingeben.
Was willst du denn?
Das Verlangen nach dir.
Sie müssen Durst haben, meine Liebe! - Der Stöpsel war nicht drauf.
lch wollte ihn nur drauftun. - Natürlich.
Bitte, ich entschuldige mich.
Wirklich?
lch hab Kopfschmerzen, ich dachte . . . - Morgens um halb zehn?
Mir war nicht klar, wie spät es ist.
Sie sehen mich an, als wäre es ein schlimmes Verbrechen.
Wie Sie sicherlich wissen, ist der Morgen für Arbeit vorgesehen.
Morgen werden der Master und seine Frau bestattet. Der frühere Master.
Die Kinder sollen der Beerdigung nicht beiwohnen?
Als Kindermädchen entscheiden Sie. - Aber sie sollten nicht gehen?
lm Gegenteil, wenn Sie sie vorbereitet haben . . . - Nein, das hab ich nicht.
Was sie nicht schon wissen, müssen sie auch nicht wissen. - Ja . . .
Es liegt mir fern, lhnen zu sagen, was sie tun oder lassen sollten.
Sie nehmen lhre Pflichten wahr
und ich die meinen.
Liebes Kind!
Liebes Kind . . .
lch bin eingeschlafen.
Bleiben Sie sitzen.
Verzeihen Sie mir. Mir war gerade so schwindelig.
lch habe es bereits gesehen.
Aber warum?
Warum wollen Sie sich selbst verletzen?
Würden Sie Miss Jessel heiraten, wenn Sie könnten?
lch weiß nicht. - Haben Sie Angst, sie zu heiraten?
lch bin nicht so dumm, sie zu fragen.
Das verstehe ich nicht.
Sie könnte mich abweisen.
Aber natürlich, liebes Kind!
Wir glauben alle, dass es das Ende der Welt ist, dass es keine Zukunft gibt.
Alles, was uns bleibt, sind Unwichtigkeiten.
Aber wir besiegen das. - Bitte lassen Sie mich allein.
Als ich jung war, habe ich auch mal einen Mann geliebt.
Wir lebten in den Pennines. Mein Vater beschlug Zugpferde beim Grundbesitzer.
lch liebte einen, hatte aber nie den Mut, es zu zeigen.
Er zog nach Ramsgate und lernte eine Französin kennen.
lch habe zwei Tage ununterbrochen geweint.
Er war so ein guter Mann.
Der älteste Sohn des Pfarrers.
Was habe ich geweint!
Sie meinen . . .
Sie meinen, ich hab ein gebrochenes Herz oder bin traurig?
Das ist aber nicht so.
Das ist eine Fehlinterpretation.
Peter.
Sein Name ist Quint!
Sein Werk!
lch weiß nicht. - Doch, das wissen Sie.
Das war's! - Vielleicht baten die Kinder ihn darum.
lch werde ihm nicht das sagen, was ich sollte. Aber eins versprech ich lhnen:
Er kommt nicht mehr ins Haus, und wenn ich mich an den Vormund wenden muss!
Er bleibt draußen! Er bleibt beim Pförtnerhaus!
Es ist ihm verboten, das Haus zu betreten!
Erzählen Sie noch mal, wie lhr Vater den Zigeunern das Pferd verkaufte.
Mein Vater.
Was mir zuerst einfällt, ist, was für ein fürchterlicher Verbrecher er war.
Wir zogen immer rum
und kamen an einen Ort namens Carrickfergus. Da geschah es.
Er beschließt, einen alten Gaul zu klauen
und ihn den Zigeunern zu verkaufen.
Er meinte viel über Pferde zu wissen, aber die Zigeuner wussten viel mehr.
Er klaut also das Vieh und führt mich und diesen alten Sargschlepper
über den Belfast Solway nach Brough Hill, wo gerade Pferde verkauft werden
auf einem Jahrmarkt.
lch werde nie den Tag vergessen, an dem er versuchte, es zu verkaufen.
Er hatte einen Riesensack Hafer.
Geklaut.
Er mischt Soda darunter und verfüttert ihn ans Pferd, damit es sich aufbläht.
Damit die Knochen
nicht rausgucken.
Das arme Biest hatte aber solche kahle Flecken.
Er schmiert sie mit Leim zu,
zerschneidet ein Kaninchenfell, klebt das drauf und pinselt es mit Teer ein,
damit es scheckig aussieht.
Dann nimmt er eine Handvoll . . . nein, ein so langes, heißes Stück lngwer
und steckt es dem Pferd hinten rein, um's zu beleben. lhr müsst zur Kirche.
Er sagt zu mir: ''Wir gehen zum Fluss und warten auf den Sonnenuntergang.''
''Auf den Sonnenuntergang?'', frag ich. Er sagt: ''Sollte ein ldiot es kaufen,
sieht er's erst morgen richtig.''
Dann sieht er einen Zigeuner auf uns zukommen. Einen Riesenkerl!
Mein Vater nimmt einfach das Pferd
und marschiert auf den Kerl los, so was von eingebildet! Er sagt:
''Guten Abend, Sie sehen aus wie einer, der was von Pferden versteht!
lch verkaufe lhnen dieses prachtvolle Tier für nur 5 Shilling!
Es kommt gerade von einem Schiff aus Arabien.''
Der Zigeuner sieht meinen Vater von oben nach unten an.
Dann sieht er sich das Pferd an, erkennt aber nichts in der Dunkelheit!
Der Zigeuner sagt: ''lch geb dir 2.''
Dad steckt schnell die 2 Shilling ein.
Der Zigeuner springt aufs Pferd und reitet ins Wasser! Und sofort
fängt es an, sich zu drehen,
zu bocken, zu treten und zu furzen!
lch dachte, die Briten kommen!
Das Kaninchenfell kam runter, die Farbe tropfte von den Beinen,
die kahlen Stellen wurden sichtbar, und das Stück lngwer
kam wie eine Kanonenkugel aus dem Arsch des armen Gauls geschossen!
Mein Dad sah aus! Er zitterte, war weiß wie ein Fisch und betete!
Zum ersten Mal in seinem Leben!
Sie schnappten ihn sich,
rissen ihm die Klamotten vom Leib
und warfen ihn in den Fluss!
Er wäre fast ersoffen! Aber er schwamm zum anderen Ufer und rannte davon!
Das war das letzte Mal, das ich den alten ldioten gesehen hab!
Und euch würde ich nie anlügen, so wahr mir Gott helfe.
Das ist mein Vater.
Also,
gefällt es dir, Flora?
Es hat nur ein Ohr. Das andere hab ich abgebrochen.
lch reparier's. Willst du's? - Bitte! - Dann gib mir einen Kuss.
Los!
Na gut.
Komm her.
Hier. Bitte, Schätzchen.
Es gehört dir.
Da, wie fühlt sich das an? - Schrecklich. - Wieso?
lch kann mich nicht bewegen.
Das ist der Sinn der Sache.
Wirklich?
Vielleicht machen wir es falsch. - Miles, das tut weh!
Soll es auch.
Wir müssen, glaub ich, noch mal von vorn anfangen.
Schreien nutzt dir nichts. Es muss möglichst schmerzhaft sein.
Quint sagt, wenn es weh tut, ist es die Wahrheit. Jetzt weiß ich's. - Und?
Zieh deine Schuhe aus. - Nein. - Zieh dein Kleid aus. - Niemals!
Flora, du benimmst dich wie ein Baby. - Tu ich nicht. - Es war abgemacht:
Wir lieben uns und haben eine ekstatische Affäre.
Ekstatische Affären sind langweilig.
lst schon Teestunde?
Was stellst du dich so an? Letzte Woche haben wir noch zusammen gebadet!
Hör auf!
Bleib stehen! So macht man keinen Sex!
Das wird dir noch Leid tun!
Bitte, Miles!
Hör auf! Lass das!
ln diesem Haus darf keiner eintreten, ohne anzuklopfen!
lch muss euch fragen, was ihr da macht! Warum schreit Miss Flora?
lch werde lhnen genau sagen, was wir gemacht haben.
Wir haben Sex gemacht.
Mitten im Leben sind wir dem Tod geweiht. Wo finden wir Beistand
außer bei Dir, Herr, dem unsere Sünden missfallen.
Trotzdem, Herr, allerheiligster,
allmächtiger Gott, liefer uns nicht dem Schmerz des ewigen Todes aus.
Herr, der Du die Geheimnisse unseres Herzens kennst, erhöre unsere Gebete.
Und verschone uns, allerheiligster und allmächtiger Gott,
der Du der heiligste und gnädigste Retter bist . . .
Da, Quint! - Was hast du ihr gesagt?
Dass Quint sie erwartet. - Gehen Sie nicht hin, Quint?
Natürlich nicht! - Warum sie dann dorthin bestellen?
Weil man das so macht.
Was? - So macht man Liebe.
Wie denn?
Ach, halt's Maul, Flora. - Quint, sie liebt Sie!
Stimmt. - Dann müssen Sie hingehen. Sie sagen immer: ''Treffen wir uns'',
und sie kommt her und wartet.
Aber Sie gehen nie hin. Warum nicht, Quint?
Das ist schwer zu erklären.
Sie dürfen nicht mehr ins Haus, Quint. Das sagt Mrs. Grose. - Ach ja?
lst es lhnen verboten, Miss Jessel zu sehen? - Das hat man mir gesagt.
Aber sie wartet ständig auf Sie, nicht wahr? - Sie liebt ihn.
lst es nicht so, dass Liebe eine Qual ist?
lch würde es hassen, zu lieben.
Das ist alles langweilig. All diese Probleme!
Manchmal, wenn man hasst, liebt man in Wirklichkeit.
Ratten! Ratten in meiner Küche!
Quint müsste sie fern halten.
Wo sind Miles und Flora? Sind sie nicht bei lhnen? - Heute Morgen nicht.
Quint hat einen Drachen. - Ein erwachsener Mann! Verschwendung!
Die Kinder waren so aufgeregt! Sie sind zur Kalkgrube. - Kalkgrube?
Sie dürfen da nicht spielen. Es ist gefährlich! - Quint ist dabei.
Der passt doch nicht auf! lch gehe hin.
Kommen Sie nicht mit? - lch hab zu tun.
Es klappt nicht.
Es funktioniert nicht. - Doch, das tut es. Komm mal her.
Weiter zurück, Flora.
Hier anfassen.
Wenn ich sage: ''Lauf!'', dann läufst du wie der Wind!
Moment noch. Jetzt, lauf!
Schneller!
Lauf weiter!
Gib her!
Vorsicht, der Abgrund!
Gütiger Gott!
Alles in Ordnung? - Natürlich!
Quint hat doch auf mich aufgepasst! - Sie fieses Schwein! Sie Dreckskerl!
Sehen Sie sich den Jungen an! - Über den Felsen hinaus! Wie war's?
Gut eigentlich. Wie fliegen!
Miles?
Nein, Quint!
Sie kommen hier nicht rein!
Was suchen Sie? Was wollen Sie
von uns? - Uns?
Wollen Sie Geld?
Halten Sie mich für einen Dieb? - Uns alle töten?
Wollen Sie das?
lch habe lhnen das Haus verboten!
Drücken Sie ab.
Drücken Sie ab.
Haben Sie Angst davor, mich zu töten, Mrs. Grose?
lch schreibe dem Vormund! Sie sehen sie zum letzten Mal!
Du bist es. Du glaubst, ich werde schreien?
Siehst du? lch werde nicht schreien.
Peter!
Nein! Nicht Peter!
Er kommt nicht!
Er wurde gewarnt.
Er kann nicht.
Was will er von lhnen? Sie tanzen für ihn wie eine Puppe!
lch hab geschlafen. - Sie hätten ihn gelassen?
Alles, was er lhnen antut! Jede Abscheulichkeit! - lch hab geträumt!
Sie ernähren sich von ihm!
ln diesem Haus ist das Zimmer eines jeden ein privater Ort.
Das ist eine Regel.
Warum, Margaret?
Warum?
Sie haben doch auch bemerkt,
dass im Mondlicht, das durchs Fenster fällt,
die Bettlaken besonders weiß sind?
Man hält ihn am Ende fest. Nein, das Ende des Pfeils. - So?
Das ist es. Genau da.
Den Arm strecken. Strecken . . . Jetzt loslassen.
Oje.
Gar nicht schlecht. Weißt du, was sie in China sagen?
Wenn man fest genug ans Ziel denkt, trifft man's mit verbundenen Augen.
Ja. - Wie denn?
Na ja . . .
Zuerst macht man die Augen zu.
Dann denkt man ganz fest ans Ziel.
lm Geiste sieht man, wie der Pfeil ins Schwarze trifft.
Und dann schießt man!
Geschafft! - Großer Gott!
Du bist so schlau, Quint!
Wollen wir jetzt spazieren gehen?
Darf ich mit lhnen über Peter Quint sprechen?
Das hat keinen Sinn. Wozu? - Sie sollten sich mit ihm treffen.
Das werde ich nicht tun. - Na gut, Miss Jessel. lch verstehe.
Würdest du etwas für mich tun? - Was immer Sie möchten.
lch möchte Miss Jessel sehen.
Der Schrumpelarsch verbietet es mir.
Aber ich muss sie sehen. - Sie hassen Miss Jessel. - Und wie!
Wenn ich Sie also richtig verstehe, lieben Sie sie? - Das stimmt.
lch liebe sie wirklich. - lst doch einfach. lch kann alles regeln.
Machst du's? - Ja. - Braver Junge! Komm schon, rollen!
Kann ich sie behalten, um zu üben?
Aber pass bloß auf.
Die Chinesen sehen das Ziel und tun dann so, als hätten sie es getroffen.
Weil sie fest dran denken. - Richtig.
Sie machen die Augen zu. - Und schießen!
Miles, das könnte gefährlich werden!
lch war kein Kind wie du. lch hatte kein großes Haus,
keine neuen Kleider, neues Spielzeug . . . - Wer war lhr Vater?
Mr. Jessel natürlich! - Was hat er gemacht?
Er war Küster.
Er war sehr schüchtern und zärtlich. Meine Mutter liebte ihn.
Warum?
Sie heirateten fünf Jahre nach meiner Geburt.
Er war nicht mein echter Vater. Er war nur ein netter, kleiner Mann.
lch verstehe. Mögen Sie nette und zärtliche Menschen?
Jetzt nicht mehr, Flora.
Nach Mr. Jessels Tod hat Mutter sich umgebracht. So sehr liebte sie ihn.
Er war so ruhig. Aber nach seinem Tod kannte meine Mutter die Wahrheit.
Die Wahrheit?
Die Welt ist ein gewalttätiger Ort.
Nichts ist wirklich ruhig. Selbst noch im Tod bringt man Schmerz.
Alles in Ordnung, Miss Jessel! Sie sind ganz blass geworden.
lch kann nicht schwimmen und dachte . . .
lch hatte Angst. - Keine Sorge. lch kann schwimmen und hätte Sie gerettet.
Quint sagt, er will Sie nie wieder sehen! Und dass alles vorbei ist.
Miles, nicht doch! - Er sagt, Sie sind im egal und können verrecken!
Schlag den Ball nicht so!
Er sagt, er will nichts mehr mit lhnen zu tun haben.
Was sagen Sie dazu?
Du hattest kein Recht, meinen Ball wegzuschlagen. - Das sagen Sie dazu?
Zu Quint?
lch glaub's nicht. - Sie sind ihm jetzt gleichgültig!
Wenn das stimmt, sollte er es mir direkt ins Gesicht sagen. Fang!
Das ist einfach! lch kann alles regeln.
Was machst du hier? - lch wollte Sie sehen . . .
Den alten Quint? - . . . um zu sagen, dass ich Miss Jessel gesprochen habe.
Sie liebt Sie. - Tu deinen Arsch weg! - Sie liebt Sie! - Wer?
Miss Jessel! Sie denkt nur an Sie und an den Tag, wo Sie zusammen sind!
Du lügst mich doch nicht an? - Nein!
Sie will Sie sehen und lhnen vergeben. Seien Sie nett und zärtlich.
Sie liebt Sie von ganzem Herzen! - Wie hübsch du das sagst.
Was hat sie noch gesagt? Was für Lügen hat sie noch erzählt?
Mrs. Grose, ich helfe lhnen rauf!
Oje!
lch hab höllische Höhenangst!
Geben Sie mir lhre Hand, Mrs. Grose. Es ist ziemlich sicher.
Geben Sie mir lhren Korb. - Hier, bitte.
Geh schon mal hoch, ich schaff das jetzt.
lch komme hinterher.
Du kannst so charmant sein, wenn du willst. Eine Einladung ins Baumhaus!
Vielen Dank! - Es ist mir eine Freude! - Da wären wir dann!
lst das schön hier! - Quint hat es für uns gebaut. Er hat 4 Monate gebraucht!
Kommt Miss Flora auch? - Bestimmt.
lch weiß noch, wie ich als Kind . . .
Was war das? - Es gibt hier Eichhörnchen.
lch hab aber was gehört.
Es könnte höchstens . . . - Was denn? - lch seh mal nach.
Siehst du was?
Miles, sei vorsichtig!
Ja.
Wo bist du?
Moment.
Sei ein braver Junge,
komm zurück und trink deinen Tee! - Das mache ich bestimmt!
Was machst du denn da?
Großer Gott, er hat die Leiter weggenommen!
Hilf mir!
Guten Abend, Quint. - Guten Abend, Junge.
lhre Haare sehen so ordentlich aus. - Gefällt's dir?
lch hab doch gesagt, dass ich alles regle. Viel Glück, Quint.
Sie sind da oben.
Schick siehst du aus.
So sauber.
lch hab nie geglaubt, dass dir nichts mehr an mir liegt. Es war eine Lüge.
Lügen.
Alles Lügen. - Du musstest mich sehen.
Stimmt.
Du würdest sogar deine Arbeit dafür riskieren.
Du weißt, dass Mrs. Grose nur einen Brief an den Master schicken muss,
und du bist hier erledigt. Das weißt du.
Das steht dir nicht. Es sieht
unbequem aus.
Du glühst ja!
Bist du gerannt?
Nicht gerannt, Margaret.
lch hab keine Angst, Quint. lch weiß, was du willst, und es ist gut so.
Wie stark du bist!
Willst du diesen Eindruck erwecken?
Dunkel und kalt, als ob du gleich Böses vorhast.
Ja?
lch hätte nur . . . Hast du je daran gedacht?
lch hätte nur schreien oder zum Polizisten ins Dorf gehen brauchen.
Du wärst ins Gefängnis gekommen. Für Jahre!
lch hätte dir alles antun können für das, was du mit mir gemacht hast.
Nein. - Wieso nicht?
Was hat mir mein Schweigen gebracht?
Mich.
Du hast Miles gesagt, dass ich dir egal bin und du jetzt Schluss machst.
Das hier ist das Ende, nicht wahr? Heute Nacht?
Wie du willst.
Das will ich.
Sieh doch.
lch hab keine Angst.
lch bin frei.
Es ist vollbracht.
Siehst du, Quint, wie wenig es bedeutet?
lch brauche dich bei mir, Margaret.
lch möchte, dass du bei mir bleibst.
Um mit dir in deinem Schweinestall zu leben?
lch geb dir ''Schweinestall''!
Du Sau!
Wer ist da unten?
Wer ist da? - Peter Quint.
Lassen Sie mich sofort runter!
Dafür werden Sie büßen! Quint!
Du bist es, Master Miles. Hilf mir runter, ich bitte dich!
Keine Sorge, ich hole Sie sofort runter! - Braver Junge!
lch hab überall nach Miles und Flora gesucht.
Sie waren schon früh auf. Sie sind zum See gegangen.
lch mache mir ernste Sorgen um sie. Wegen ihres Benehmens und dem,
was sie mir gestern angetan haben.
Obwohl mir untersagt wurde, dem Master zu schreiben, muss ich es tun.
Was Miles lhnen angetan hat, halte ich für unerhört,
aber Sie sollten es als Scherz auffassen, meinen Sie nicht?
Sind lhre Augen heute so schwach? - Nein, warum?
lch hab mich nur gefragt, warum . . . - Warum was?
Warum Sie hier einen Schleier tragen!
Sie Schlampe.
Es war alles nur ein Trick, um mich reinzulegen!
Der Teufel! Der Teufel ist in euch gefahren! Gott möge euch verzeihen!
Loslassen! - lch hab's doch gesehen!
Du hättest Flora fast umgebracht! - Sie haben mich aufgehalten!
Sie haben sich eingemischt! - Sie haben ihn aufgehalten!
Miles hatte Recht! Scheren Sie sich zum Teufel!
Sinn der Sache war . . . Aber das verstehen Sie nicht! Es war ein Spiel!
lch sollte sterben! - Ein Spiel? Sterben?
Sie haben es verdorben! - Du willst sterben? - Ja!
Nun? - Was soll ich sagen?
Sie haben Sie letzte Nacht mit ihm gesehen! - Ja.
Sie haben nachgespielt, was Sie getan haben. - Nein! - Doch, alles!
Sie können nicht alles nachspielen, sie können nicht wissen . . .
Es sind Kinder!
Sie können nicht verstehen, dass das, was ich getan hab . . .
All das Böse, wenn Sie so wollen,
es geschah aus Liebe.
Halten Sie's jetzt, wo Sie mit eigenen Augen gesehen haben, was es anrichtet,
immer noch für Liebe? - Bitte nicht.
Was, wenn Flora gestorben wäre? Und auch noch durch Miles?
Margaret, haben Sie daran gedacht?
Früher hätte ich Mitleid gehabt.
Aber jetzt . . .
lch schicke einen Brief nach London.
Entweder Sie gehen und kommen nie mehr wieder,
oder Sie werden entlassen.
Diese Schande!
Es gibt keinen Unterricht heute . . . - Und wieso nicht? Sind Sie krank?
lch bin müde. - Es steht nichts an der Tafel.
lhre Augen sind rot und geschwollen, als ob Sie geweint haben.
Und wenn schon. - Darf ich Sie fragen:
Haben Sie große Schmerzen? Lassen Sie mich helfen.
Es ist zu spät. - Wieso?
lch bin krank. - lch aber nicht.
Sie lieben ihn.
Nein. - Doch, das tun Sie.
lch hasse . . .
Dann lieben Sie ihn doch!
Aber Sie weinen ja. Sie leiden so.
Mach dir um mich keine Sorgen.
Das tue ich aber.
Wenn du nur verstehen könntest, wie grausam ich zu euch war.
Dass ich euch so irregeführt habe! - Das haben Sie nicht.
An die Tafel schreibe ich die Grammatik und schöne Worte . . .
lch wollte euch nie was anderes zeigen. - Sie meinen Quint?
lch schäme mich so. - lch kann lhnen helfen.
Nein, es hat alles ein Ende. - Lassen Sie mich helfen.
Bitte.
lch werde gehen. - Gehen? Bitte nicht,
Sie müssen bleiben.
lch regle alles. lch sag's Quint, und er wird Sie treffen. - Nein.
Ein letztes Mal. - lch liebe Quint, aber ihr könnt mir nicht helfen.
Fangen Sie mich doch!
Hab ich dich!
Jetzt bin ich dran. - Nein!
Lass mich zu Atem kommen.
Was haben Sie noch übers Sterben gesagt?
Was sagst du? - Wohin gehen die Toten?
Die Toten?
Die gehen nirgendwohin. Sie können nirgendwohin.
Wie begegnet man ihnen?
Wenn man ihnen begegnen will, muss man selber sterben.
Die Toten sehen sich also? - Richtig.
Aber lieben sie sich auch? - Klar tun sie das.
Aber lebende Menschen lieben sich auch.
Na ja,
ich glaub schon.
Aber manchmal ist es schwer zu sagen.
Wenn man jemanden liebt, möchte man ihn umbringen.
Sagen Sie das bitte noch mal, Quint.
Wenn man jemanden wirklich . . .
Wenn man jemanden wirklich liebt, möchte man ihn manchmal umbringen.
lch hab einen Fahrer bestellt.
lch schicke das alles voraus
nach London.
Morgen bin ich weg.
lch stell die Kisten in die Kutsche, Madam. - Vielen Dank.
Bleib du hier, ich gebe dir ein Zeichen vom Turm.
Ach Peter, hast du geglaubt, ich würde dich ohne ein Wort verlassen?
Wir wollen nicht, dass Sie gehen! - Hilfe!
Wir möchten, dass Sie bei uns bleiben.
Sie müssen bleiben!
Wir lieben Sie!
Hast du den See?
Er hat die falsche Form. - Er ist gut genug.
Das sind alles Bäume? - Die kommen um den See rum.
Die lnsel in der Mitte.
Das Schilf. - Das erkennt man kaum! - Benutze deine Fantasie!
Das Boot. - Es hat ein Loch! Was nutzt ein Boot mit einem Loch?
Es soll sinken! - Was ist das?
Gib her.
Das ist Miss Jessel.
Hab ich gemacht.
Sie ertrinkt.
Die Enten noch, Flora. - Die wollte ich weglassen. - Wieso?
Du hast sie falsch gemacht. - Hab ich nicht!
Enten sind weiß. - Es gibt kein Weiß. - Rotgrüne kommen nicht in Frage.
So ein Quatsch, ich hab sie gemacht! - lch hasse sie!
Jetzt hast du's kaputtgemacht.
Nein.
Stehen Sie auf!
Gehen Sie, heute noch, denn ich hab geschrieben.
Und damit hat es sich.
lch hab lhnen erzählt, was ich weiß, also reisen Sie unverzüglich ab
nach Bly House. - Ja, Sir.
lhre Vorgängerin musste sehr plötzlich weg. lch glaube,
sie musste dringend zu ihrer Familie, ein Verwandter ist krank geworden.
Die Kinder sind fast allein, abgesehen von der Haushälterin und dem Gärtner.
lch verstehe.
Fragen? - Wenn die Kinder nicht sehr krank sind oder ein Unfall passiert,
soll ich Sie auf keinen Fall belästigen. - Auf keinen Fall.
Das Wohlergeben und der Unterricht obliegen nur mir? - Uneingeschränkt.
Aber Sie verlangen doch Berichte . . . - Ab und zu. Sagen wir, alle 6 Monate?
lch bin ein beschäftigter Mann . . . - lch gehe unverzüglich.
lch bin lhnen sehr dankbar.
Der Butler bringt Sie hinaus.
Bitte, Miles, deine Pflaumen. - Danke, Mrs. Grose.
Hier sitzen wir nicht so oft.
Nein. - Es gibt einen besonderen Anlass.
Das verstehen wir nicht. - Nun, Kinder, zuerst einmal:
wie ihr gemerkt hat, hat Miss Jessel uns verlassen. - Wirklich? - Ja.
Sie musste zu einem Verwandten, der krank geworden ist. - Wirklich?
Warum wurde uns das nicht mitgeteilt?
Sie wollte nicht, dass ihr euch aufregt. Sie wollte einfach nur weg.
lhr wisst ja, wie gern sie euch hatte, und deshalb hat sie
sich nicht verabschiedet. - Nun gut. - lch soll euch ausrichten,
dass sie euch alles Gute wünscht. - Heißt das, sie kommt nie wieder?
So ist es . . . - Das ist verblüffend!
Was denn? - Sie wird zurückkommen!
lm Gegenteil. - Sie muss!
Sie kann nirgendwohin.
Also kann sie nur hier bleiben. - Es kommt eine neue Gouvernante.
Also muss Miss Jessel . . . - Was sagten Sie da?
lhr werdet eine neue Lehrerin kennen lernen. - Das glaub ich nicht.
Miss Jessel würde das nie erlauben. - Miss Jessel ist weg!
lch hätte gern noch ein paar Pflaumen.
Und ich etwas Käse, bitte.
Es tut mir Leid.
Bitte nicht bewegen.
Es wird nicht lange dauern.
Miss Jessel wartet.
Kommt, Kinder! Kommt runter!
Willkommen auf Bly House. Sie werden hier bestimmt glücklich. - Bestimmt.
War es eine anstrengende Reise? - Nein, gar nicht.
Also,
das sind Miss Flora
und Master Miles.
Eure neue Gouvernante.
Sie werden nie
in lhrem ganzen Leben liebere Engel finden als Miles
und Flora. - Hatten Sie eine angenehme Reise?
Danke, Flora, ja sicher.
Miles, Liebes?
Geben Sie mir die Hand.
Drücken Sie sie kräftig.
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