All language subtitles for Bones and Names (2023)

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Original subtitles

(Piepton)

Und ich?

Was und du?

Was ist mit mir?

Das ist nicht mein Problem.

Warum bist du nur so kalt?

Ich bin nicht kalt.

Doch, du bist kalt.

Ich muss mich schützen.

- Vor was denn? - Vor dir.

Vor mir?

Ist doch bescheuert.

- Komm her. - Nein.

- Bitte, - Nein.

(Klassische Musik spielt)

(Musik wird leiser)

(Musik endet)

Wir rangen, wir rangen, musste nicht proben?

Nee, krieg ich so hin.

- Klappt doch ganz gut? - Ja, das wird schon.

Mit wem musste da eigentlich knutschen?

Keine Ahnung. Weiß nicht, ob die schon besetzt ist.

Ich glaube, das machen die heute erst.

- Die Sex-Szenen casten die aber nicht. - Nee.

(Tippen)

- Alles okay? - Ja, klar. Wieso?

- Nur so? - Ich sage doch gar nichts.

Okay.

Hast du schon was von deiner Agentin gehört?

- Wieso? - Wegen den Sex-Szenen.

Nee.

Die Regisseurin will die wohl so drehen.

Aber da muss man halt mal drüber sprechen.

Krass.

- Die entscheidet das einfach so? - Na klar.

Ist ja Ihr Film.

Wenn dir das wichtig ist, dann müssen wir uns da irgendwie einig werden.

Wie? Und die sagt dann, es ist mir wichtig, dass du deinen

Schwanz in Nahaufnahme zeigst und dann wird das so gemacht?

Nee, ja.

Jetzt steht das halt so im Buch.

- Erzählt ja auch irgendwie was. - Was denn?

Jetzt lass mal, Joni.

- Mich interessiert das einfach. - Ja, ich merke das schon.

Also ich finde es ein bisschen irritierend, dass sich das überhaupt nicht beschäftigt.

Das überlasse ich dir.

- Hör mal auf jetzt. - Puh, okay.

- Was, puh, okay? - Nix.

Ich will mich überhaupt nicht streiten.

Ich möchte nur sagen dürfen, dass ich das ein bisschen weird finde,

dass mein Freund seinen Schwanz vor die Kamera hält.

Das ist aber alles überhaupt noch nicht raus.

Außerdem gehört das auch immer ein bisschen zum Job.

Ja, das ist dann immer dein Totschlag-Argument.

Weil du dich jedes Mal so anstellst.

Frag dich mal, warum.

- Bist du fertig? - Ja.

- Ja? - Hmm.

Also ich würde mich jedenfalls nicht full frontal vor die Kamera stellen.

- Musst du ja auch nicht. - Gott sei Dank.

(Knistern)

- Hier. - Mit dem hier.

6,2,0,9,8,1,7,5.

(Wählgeräusch)

Ja, Hallo?

- Hallo, ist da dunkel? - Ja genau.

Dann machen wir doch mal das Licht an!

Ähm, hier.

Ähm, 9, 9, 5, 3, 7, 8, 0, 0.

(Wählgeräusch)

Dunkel.

- Hallo, ist da wirklich dunkel? - Ja, wer ist denn da?

Ja, dann machen Sie doch mal hell!

Jetzt ich.

(Knistern)

(Wählgeräusch)

Ja, Hallo?

Schönen guten Tag, hier spricht das Reisebüro Sonnenschein.

- Spreche ich mit Frau Roseneck? - Ja?

Super, wir haben ein Gewinnspiel veranstaltet und Sie haben gewonnen!

Gut. Habt ihr die Szene also gelernt?

Kannst du übersetzen?

Ja.

Der Text sitzt?

Ich spreche auch Französisch.

Verstehe. Also seid ihr gut vorbereitet?

Ja.

Also wonach ich suche...

Es ist nicht so einfach, wir müssen das zusammen finden.

Es muss leicht sein...

aber keine Komödie.

Mit einer gewissen Freiheit in eurem Spiel, ok?

Aber auch mit ernsten Aspekten.

Es ist nicht schwer, keine Tragödie oder Drama.

Wir müssen es zusammen finden, ok?

Alles klar.

Ich gehe nach hinten.

Könnt ihr einmal die Positionen wechseln für mich?

Tauscht kurz eure Positionen.

Nein, vorher war es besser. Entschuldigung.

Stellt euch wieder zurück, ja.

Kommt runter. Sammelt euch.

Ja, stellt euch gegenüber, das ist gut, Boris.

Wie heißt die Andere nochmal?

Carla, richtig. Drehst du dich auch zu ihm um?

Gut. Schließt eure Augen.

In Ordnung.

Wir kommen runter.

Alles gut?

Konzentration. Wenn ihr soweit seid.

Bitte.

Können wir mal reden?

- Es gibt nichts mehr zu sagen. - Ich finde schon.

Ja, aber ich nicht.

Dann kannst du mir ja mal zuhören.

Okay, leg los.

Also, ich hab nachgedacht.

- Ja? - Hmm.

Ich hab nachgedacht und ich finde, das ist keine gute Idee, wenn du einfach abhaust.

Warum nicht?

Weil ich dich liebe, deshalb.

Das ist alles?

Das ist wohl schon einiges.

Das ist eine Lüge, oder?

Er ist eine ...

Er lügt.

Ich möchte ...

Ich will ihre Tränen.

Wie sagt man Tränen auf Deutsch?

- Tränen? - Ich möchte Tränen.

Okay.

Mach es nochmal, das ist gut. Fang nochmal an.

Schau ihn an.

Weil ich dich liebe ...

Hey, hey, ich bin's doch.

- Hör auf damit, Jerome. - Hey, komm.

Komm mal her, bitte.

Hey, ist gut.

- Schlag ihn! - Alles gut.

Schlag ihn!

Na also.

Nicht schlecht. Danke.

Das war schön, oder?

Vielleicht einen kleinen Kaffee jetzt?

Ich hab zugesagt, Jerome.

Ich geh nach Genf.

Das ist wichtig für mich.

Und ich?

Was? Und du?

Was ist mit mir?

Das ist doch nicht mein Problem.

- Warum bist du so kalt? - Ich bin nicht kalt.

- Doch, du bist kalt. - Nein, ich schütze mich.

Hör auf zu zappeln.

Schau sie an und sag: Und ich?

Ich zapple zu viel?

Du zappelst zu viel. Kommentar, Kommentar.

Das gibt's doch nicht, das gibt's nicht. Bleib gerade.

- Kannst du bitte mit mir ... - Jerome, hör auf, bitte.

- Warum denn nicht? - Weil es nicht geht.

Es geht nicht mehr!

Danke.

Ich krieg's nicht hin.

Das ist offensichtlich.

Ja, kannst du noch mal von da so kommen?

Entschuldigung.

Tut mir leid.

Früher oder später musst du ihn schlagen.

Ja, ich schlag ihn.

- Jetzt komm mal her. - Nein, Jerome, nein.

Bitte komm. Lass uns bitte einfach...

- Lass mich. - Einfach in Ruhe reden.

Nein, hör auf.

- Es geht nicht mehr! - Warum denn nicht?

Schlag ihn.

Ich kann nicht.

Komm her, du.

Da, siehst du. Ich schubse dich.

Versuch ihn zu schlagen.

Ja, schlag ihn. Das ist gut.

- Okay, komm, mach. - Los geht's.

Schubs ihn.

Denk ans Schubsen. Schubs ihn weg.

Nein, Jérôme, es geht nicht mehr!

Ich werd ihn schlagen, ja. Ich werd ihn schlagen.

(Klassische Musik spielt)

Ich schlage ihn.

Ich kann nicht mehr, verstehst du?

(Musik endet)

Wir reden schon manchmal darüber.

Aber ich finde nicht, dass das jetzt übermäßig präsent ist, oder?

Nein, eigentlich nicht, ne.

Und wenn es Todesfälle gibt im Freundeskreis, wie die Gitte neulich?

Ja, das war traurig.

Rückt das dann näher, oder bleibt das abstrakt?

Naja, das ist dann plötzlich sehr ergreifbar, klar.

Die Güte stand ja komplett im Leben.

Das kam ja von heute auf morgen mit der Krankheit.

Da habe ich schon mal gedacht, Mensch, das hätte auch ich sein können.

Oder der Micha.

Ich weiß nicht.

Bei mir ist es irgendwie anders.

Also es nimmt mich schon sehr mit, wenn ich mich von Freunden verabschieden muss.

Aber gleichzeitig ist es auch ganz weit weg von mir.

Der Tod, meinst du?

Ja.

Ich weiß nicht.

Ich bin jetzt 72.

Ich kann ja rechnen.

Also ich weiß, dass ich jetzt nicht mehr ewig Zeit vor mir habe.

Na, bitte ja. Also ein bisschen Zeit ja schon noch, oder?

Ja, ja, gut. Aber ich weiß, wo ich stehe.

Ich bin ein alter Mann.

Aber andererseits bin ich ja auch noch ein halbes Kind.

Ja, das stimmt ja. Das stimmt ja wirklich.

Teenager.

Ein Halbstarker,

Und das ist natürlich dann ein Schock, wenn so was wie mit der Gitte passiert.

Was schockt dich denn daran genau?

Der Einbruch der Realität.

Ja.

Und dass eben die Brücken zur Kindheit abreißen.

Na ja, das ist schon So.

Es gibt ja nicht diesen einen Moment, wo man denkt So, jetzt bist du alt.

Das kommt ja so ganz schleichend.

Na ja, ich bin ja trotzdem immer noch die alte Heidi, ne?

Nee, nee, die junge Heidi. Also, oder?

Die Junge alte Heidi.

Oder die alte junge Heidi.

Tschuldigung.

- Ich bin nicht geflohen, Martin. - Nicht geflohen? Aber du bist doch hier.

- Aber ich muss zurück. - Zurück? Wohin zurück?

Nach drüben.

- Bitte lass mich gehen, ich komme mit. - Du gehst freiwillig zurück? Dorthin?

Martin, ich kann's dir nicht erklären.

Ich muss. Drüben ist Typhus. Ich muss mit den Medikamenten.

Helga, ich versteh dich nicht. Du musst? Ja, wer zwingt dich denn?

Niemand mehr.

(Filmrauschen)

Aber glaube mir doch.

Ich muss das noch tun.

Das eine noch.

Es gibt niemand mehr, der mir das abnehmen kann.

Das geht nicht in meinen Kopf, Helga.

- Du hilfst dem Feind? - Hast du's einmal erlebt?

Hast du einmal zugesehen, wie die Menschen wegsterben und verenden?

Und du kannst nicht helfen, weil du keine Medikamente hast.

Da lernst du begreifen, dass es keine Feinde mehr gibt.

Ach was Feinde. Banditen, Gesindel.

Nein. Menschen. Auf alle Fälle.

Menschen wie du und ich.

(Straßenlärm)

Und? Wie fandst du's?

Ja, ganz gut.

- Mochtest du nicht so? - Doch, schon.

Aber?

Ja, bisschen rührselig vielleicht.

(Sirene heult)

Rührselig?

Ich fand's gar nicht rührselig.

Ich schon.

Also ich fand's rührend, aber nicht rührselig.

Ich hab doch gesagt, dass ich's mochte.

Ich fand's an manchen Stellen ein kleines bisschen rührselig.

- Ist doch kein Problem. - Nee.

(Auto fährt vorbei}

An welchen Stellen denn?

Also ich mochte das Dokumentarische daran total.

Aber es ist dann schon bisschen rührselig, wie sie spielt.

- Was? Wer? Maria Schell? - Ja.

- Boah, die ist doch wahnsinnig toll. - Okay.

- Was ist denn los? - Nichts.

Sag doch mal.

Frag mich doch nicht, wie ich's finde, wenn du's dann gar nicht hören willst.

Ich will das doch hören.

Nein, du lässt meine Meinung ja nicht stehen.

Klar lass ich die stehen.

- Ja. - Ja.

Stimmt halt nur manchmal nicht.

Das war ein Witz.

Nee, das war kein Witz.

Mann, Joni.

Du nervst.

Ich kann auch ausmachen.

Nee, schon gut, ich wollte eh noch etwas arbeiten.

Ja?

(Holz knarzt)

(Tür geht auf und zu)

Okay, also.

Rechter Arm oben, linker Arm unten.

Knie raus. Und es geht los.

Eins, zwei, drei, vier.

Eins, zwei, drei, vier.

Eins, zwei, drei, vier.

Eins, zwei, drei, vier.

Links, links, klack.

Rechts, rechts, klack.

Links, links, klack.

Rechts, rechts, klack.

Okay.

Und jetzt?

Musik.

(Schnelle Musik spielt)

Mitte!

Klack, Klack!

(Leichte, vergnügliche Musik spielt)

(Öffnet Flasche)

(Musik wird lauter)

(Musik endet)

(Fußschritte)

(Stellt Leiter weg)

- Kann man doch machen. - Ja, passt ganz gut.

- Willst du ein Wasser? - Gerne.

(Öffnet Flasche)

Danke.

- Wie war eigentlich dein Date neulich? - Welches Date?

- Mit dem Architekten. - Achse, der.

- Hab ich abgesagt. - Wieso?

Die Babysitterin hat abgesagt.

Ich kann auch mal aufpassen.

Ich war eh total kaputt.

Okay.

Und bei dir?

Wie läuft es mit dem neuen Text?

- Im Moment eigentlich ganz gut. - Worum geht's?

Vordergründig um eine Krankheit und eine Reise.

Wohin?

Weiß ich noch gar nicht genau. Muss ich mir überlegen.

Ist glaube ich auch nicht so wichtig. Geht eher um das Gehen.

Tod, Verlust, Loslassen, sowas alles.

Alles gut mit dir?

Ja, wieso?

Na ja. Tod, Verlust,

Irgendwie ungewohnte Themen für dich, oder?

Stimmt.

Ja, ich muss mal gucken. Das kommt sehr auf die Form an.

Ich finde die gerade noch.

(Türklingel)

Oh Mann. Der kommt immer zu früh.

Aber es klingt irgendwie spannend.

Ich freue mich drauf.

(Öffnet Tür)

(Begrüßt Gäste)

Danach war ich drei Jahre im Ensemble aber...

...das Drehen hat mir gefehlt und seitdem arbeite ich frei.

Also spielst du kein Theater mehr?

Selten.

Gehst du noch oft hin?

Ins Theater?

Ja.

Nie.

Ich habe schon lange aufgehört, das Theater zu lieben.

Warum?

Das Theater und ich hatten eine toxische Beziehung.

Gut, danke Carla.

Du bist dran, Tim.

Zeit zum Aufwachen.

Okay, ähm ...

Mein Französisch... nicht cool.

Das macht nichts. Gerne auf Deutsch.

Ich verstehe das Meiste und den Rest übersetzt du mir.

- Natürlich. - Ich verstehe auch alles. So gut wie.

Aber mit dem Sprechen ist halt so eine Sache.

Ja.

Also...

Hallo, ich heiße Tim.

Ich war gerade für ein paar Monate mit Freunden unterwegs in einem kleinen VW-Bus.

Das war sehr toll.

Dann hat mich aber meine Agentin

zurück nach Berlin verdonnert.

Es gab janz jute Anfragen.

Seine Agentin hat ihn wegen Angeboten aus dem Urlaub geholt.

Hör zu, das tut mir leid.

Ich habe mich natürlich sehr über die Zusage gefreut.

Die Rolle ist super interessant.

Was magst du an der Figur?

Ich mag seine Direktheit.

Und seine Ruhe.

Dass er was bei jemandem auslöst.

Also bei Jerome.

Und dass da was ins Rollen kommt.

Das finde ich spannend.

Das ist spannend.

Oder?

Ja.

Ok, sehr gut. Danke!

Danke Tim.

Lasst uns am Anfang einsteigen.

Wir werden erst lesen. Warte...

Ich glaube, du hast meine Notizen.

Lass uns die Bücher tauschen, weil du meine Notizen hast.

Er war ein ernster Mann.

Er hat oft Witze erzählt,

da war immer eine Ernsthaftigkeit in ihm, eine Melancholie.

Ein kleiner, melancholischer Papa.

Hast du ihn geliebt?

- Ja, auf meine Weise, - Ist das gut?

Ich finde es gut.

Ist es nicht ein bisschen schwer?

Ein bisschen aber nicht so, dass es den Film stört.

Nein?

Es ist wichtig, ihren Familienhintergrund zu kennen.

Es liegt nicht an dir. Ganz und gar nicht.

Ich frage mich nur, ob der Text so funktioniert.

Ich mag die Szene sehr.

Ah ja? Warum?

Ich finde sie rührend.

Das ist das Problem. Sie soll nicht rührend sein.

Sie muss ambivalent sein.

Was mich interessiert ist diese Ambiguität.

Ich weiß, die meisten Szenen...

könnte man sehr eindeutig spielen.

Aber wir müssen immer dagegen gehen.

Auch wenn es manchmal nervt.

Ja, das geht manchmal gegen den Instinkt.

Es ist dieser Kontrollverlust, der mich interessiert.

Ok?

Du verlierst Kontrolle, wenn du gegen deinen Instinkt gehst.

Und die Situation ist an sich ambivalent.

Wenn euch das nervt, dann seid genervt von mir...

und nicht von der Szene...

denn ich kann das aushalten, stimmt's, Lucy?

Kein Kommentar.

Also lasst uns weitermachen.

Wir gehen weiter und suchen nach dem Zweideutigen.

Seid ihr schon lange zusammen?

Fast acht Jahre jetzt.

Wie schön.

- Und ihr? -Oje.

- Seit Ewigkeiten. - Ja?

Seit 22 Jahren.

- Wow! - Ja, peinlich, oder?

Nee, wieso? Ist doch schön.

Ja, doch. Ja, es ist auch schön.

Haben uns nach dem Abi kennengelernt und dann hat es aus irgendeinem Grund gehalten.

- Und Kinder habt ihr auch? - Ja, drei Mädchen.

- Die sind 16, 12 und 4. - Süß.

Die letzte war, äh, ja, kleine Nachzüglerin.

Okay.

- Und habt ihr Kinder? - Nee.

Wollt ihr nicht?

Doch, schon, aber ...

hat sich einfach nicht SO ergeben bis jetzt.

Verstehe.

Tim, hast du Kinder?

Nee.

- Ist nichts für dich. - Doch, voll.

Ja, ich liebe Babys.

Als Kind habe ich mal gesagt, ich will sechs Babys haben, mindestens.

Wie süß.

Naja, okay.

Vielleicht keine sechs.

Zwei bis drei?

Find ich schon nice.

Und hast du eine Freundin?

Oder einen Freund?

Weder noch.

Bis gleich.

- Bist du nervös? - Schon ein bisschen.

Wird super.

Ich find die Fragen immer so unspannend.

Die werden bestimmt voll spannend sein.

- Meinst du? - Klar.

Du bist doch klug.

(Gurt löst sich)

(Schlüssel)

Kommst du?

Ich würd gern hierbleiben.

Da drin gibt's einen Aufenthaltsraum. Da kannst du viel besser zuhören.

Ja, aber ich hör dir so gern im Auto zu.

Da kann ich ein bisschen rumfahren.

- Aber da drin gibt's Kaffee. - Ich hol mir einen auf die Hand.

Okay, wenn du meinst.

Aber es dauert bestimmt noch eine Dreiviertelstunde, bis ich dran bin.

Das macht doch nix.

Okay. Wie du willst.

Viel Spaß, Joni.

Danke. Dir auch viel Spaß.

(Autotür)

(Hintertür)

(Hintergrundgeräusche im Supermarkt)

-Da. - Hallo.

Ja, da ist sie.

Hey, Maus. Alles gut?

Ja, wir haben schon darüber gesprochen, dass das keine schöne Sache war.

Brauchen Sie noch irgendwas von mir?

Ja, wenn Sie dann hier unterschreiben wollen.

Sie bekommen eine Vorladung von der Polizei.

- Wieso das denn? Die ist gerade mal zehn. - Ja, so ist das Prozedere.

Um ein Gespräch mit einem Jugendbetreuer wird sie nicht herum kommen.

Jetzt sollten Sie mal auf Ihre Art Ihrer Tochter klarmachen, dass das nicht geht.

Ja, wir regeln das schon. Vielen Dank.

Wollen wir? Komm, Maus.

(Fußschritte)

Einmal ist so was erlaubt.

- Einmal, okay? - Ja.

(Klassische Musik spielt)

(Musik endet)

(Gespräch im Radio}

Das war ein Auszug aus dem dritten Brandenburgischen Konzert von Bach.

Leichtfüßig interpretiert von den Prager Philharmonikern.

Wir sprechen weiterhin mit unserem heutigen Studiogast, dem Autor Jonathan Schank.

Herr Schank, vorhin haben Sie erzählt, dass das Schreiben für Sie zwar persönlich,

aber nicht autobiografisch ist.

In welchem Verhältnis stehen denn

die Konflikte Ihrer Protagonistinnen mit Ihnen selbst?

Ich bringe meine Figuren eigentlich fast immer in Situationen,

die mir sehr vertraut sind,

aus denen ich sie dann herausreiße.

Das ist ein Vorgang, der mir eigentlich auch erst

SO in den letzten Monaten bewusst geworden ist.

Das ist etwas, das zieht sich durch meine Bücher hindurch.

Ist das denn auch etwas, das Sie aus Ihrem eigenen Leben kennen,

also diesen Ausbruchsgedanken?

Naja, früher kannte ich das überhaupt nicht.

Aber jetzt SO langsam mit dem Älterwerden merke ich schon,

dass aufgrund der Tatsache, dass es eben mit dem Älterwerden

immer weniger Veränderungen im Leben gibt,

dass da natürlich auf der anderen Seite

auch eine Sehnsucht wächst und größer wird.

Sie sprechen jetzt von Ausbruch und Veränderung.

Können Sie sich denn vorstellen, Ihr eigenes Leben

einfach so zurückzulassen und neu anzufangen?

Haben Sie das in sich, meinen Sie?

Naja, SO rigoros möchte ich da gar nicht sein.

Es gibt einfach zu viele Dinge in meinem Leben,

die mir sehr, sehr wichtig sind

und die ich mir überhaupt nicht vorstellen kann aufzugeben.

Was zum Beispiel?

Zum Beispiel meinen Freund.

- Ihr Partner? - Ja, mein Lebensgefährte.

An materiellen Dingen hängen Sie nicht so sehr?

Nicht so sehr.

Sie haben mit Ihren Büchern und Texten relativ früh Erfolge feiern können.

Naja, Erfolge.

Naja, sagen wir, Sie haben recht schnell

eine gewisse Öffentlichkeit mit Ihrer Arbeit erreicht.

(Holz knarzt)

- Hat doch gut geklappt, oder? - Sehr.

War's nicht zu persönlich?

Im Radio?

Nö, wieso?

Auch nicht zu ...

... kitschig?

Ne, fand ich nicht. Fand's gut.

(Knistern)

- Ah, super. - Wie bestellt.

Das ist für Sie.

- Danke! - Schönen Abend!

(Stellt Tüte ab)

- Das ist für dich. - Dankeschön.

Das geht nicht auf.

Ach Mann, da ist Kümmel drin.

Echt?

An meinem nicht.

- Wollen wir tauschen? - Ja.

- Wär's okay? - Klar.

Hier.

- Dankeschön. - Klar.

- Guten Appetit. - Dir auch.

Ich liebe Kümmel.

(Ruhige Musik spielt)

(Musik wird lauter)

(Musik endet)

- So, Hallo. - Guten Tag.

Naima Kreuzbacher. Frau Schank, richtig?

Ja, freut mich.

Du bist Josie?

Hallo Josie.

(Stuhlrücken)

Okay.

Erzähl mir mal in deinen eigenen Worten, was in dem Geschäft passiert ist.

Kannst du nicht erzählen?

Ich hab Shampoo geklaut.

- Shampoo? - Ja.

Verstehe. Irgendein besonderes Shampoo?

- Ja, Apfelshampoo. - Apfelshampoo.

Das klingt aber wirklich ziemlich lecker.

Ja.

Das hat bestimmt gut gerochen, oder?

Das glaub ich.

Ich hatte früher eins, das hat nach Zimt gerochen.

Das war richtig lecker. Das hab ich geliebt.

Und sag mal, wo hast du das versteckt, das Shampoo?

In meiner Hose.

In der Hose, die du jetzt gerade anhast?

Nein, in meiner Latzhose.

Ach so, ich hab mich schon gewundert.

In die Taschen, da würde so ein Shampoo vielleicht gar nicht reinpassen.

Okay.

Hör mal zu, Josy.

Ich hab das Gefühl, du bist ein ziemlich smartes Mädchen.

Und deshalb würde ich dich und deine Mama eigentlich gar nicht lange hier behalten.

Ich würde sagen, du nennst mir drei Gründe,

warum du sowas nicht noch mal machen würdest.

Die schreibe ich dann hier auf.

Und dann machen wir einen großen Haken an das Ganze.

- Was meinst du? - Ja, okay.

Super.

Dann ... überleg mal.

Weil ... es nicht erlaubt ist?

- Weil es verboten ist. - Genau.

Das ist schon mal ein guter erster Grund.

Und was könnte der zweite sein?

Weil ... ähm ...

Weil die Leute, die das Shampoo machen, kein Geld für ihre Arbeit bekommen?

Das finde ich auch einen wirklich sehr guten zweiten Grund.

Und fällt dir noch ein dritter ein?

Weil ...

ähm ...

Weil ...

Weil ...

Weil ...

ähm ...

Zwei Wochen?

Wer hat denn gesagt, zwei Wochen?

Ja, ich weiß.

Und?

Was und?

Hast du dich entschieden?

- So einfach ist das nicht. - Doch!

- Das ist tatsächlich ziemlich einfach. - Na ja, für dich vielleicht.

Nein, für dich auch.

Ich muss denen Bescheid geben, ob ich den Job annehme.

Ich weiß.

Ich würde den gerne annehmen. Und ich würde dich gerne mitnehmen.

Und du musst dich einfach nur entscheiden, ob du das willst oder nicht.

Ja.

Ja?

- Kommst du mit? - Nein, ich meine ...

Ich meinte ja, ich muss mich entscheiden.

Bist du in ihn verliebt?

Was?

- Hast du dich in ihn verliebt? - Nein.

Danke.

Entschuldigt den Lärm.

Wenn er dir sagt, dass er sich nicht verliebt hat...

glaubst du ihm?

Nein.

Warum nicht?

Weil er nicht ehrlich ist.

Und du, Boris?

Sagst du die Wahrheit, wenn sie dich fragt?

Ich glaube schon.

Wieso glaubst du das?

Ich glaub ich weiß noch nicht, dass ich in ihn verliebt bin.

Aber du, Boris, weißt schon, dass du dich verlieben wirst.

Ja.

Aber ich versuche mich für ihn dagegen zu wehren.

Glaub ich.

Warum wehrst du dich dagegen?

Weil es weh tun wird.

Wem?

Beiden.

Ok. Also bist du hin- und hergerissen zwischen ihr...

und ihm.

Es ist deine Verantwortung, die schwer auf dir lastet.

Gut. Wir gehen nochmal zu der Frage.

Wir springen zu dem Moment, in dem sie die Frage stellt.

Schaut euch genau an.

Gut.

Denkt an eure Vergangenheit.

An eure Geschichte.

Schaut euch an.

Eure Augen.

Die Augen, die Nase, die Lippen, den Mund.

Wie habt ihr euch über die Jahre verändert?

Was ist gleich geblieben?

Was fühlt sich vertraut an?

Was fühlt sich fremd an?

Ihr könnt lachen, wenn ihr wollt.

Lasst euren Gefühlen freien Lauf.

Und wenn du soweit bist...

Stell deine Frage.

- Hast du dich in ihn verliebt? - Noch einmal, bitte.

Hast du dich in ihn verliebt?

Nein.

Nein?

Du bist nicht in ihn verliebt.

Nein.

Nein.

Schwörst du das?

Ja, ich schwör's.

Ja.

Okay?

Okay.

Geht's dir gut?

Ja.

Ich geh eine rauchen.

Und bringe jemanden um wegen diesen Scheiß-Geräuschen.

- Wir machen 10 Minuten Pause. - Okay.

Ist alles okay mit Jeanne?

Ja, das ist manchmal ein bisschen schwer für sie.

Also so rein emotional.

Ach so.

Dann ist das ihre Geschichte,

(Gefühlvolle Musik spielt)

(Musik endet)

Dann weiß ich erstmal Bescheid.

Ja. Danke.

Ja.

Alles klar.

Danke.

Ciao ciao.

- Tut mir leid. - Ist gut.

Gut, dann halten wir das alles mal so fest.

Die Weiterbildung würde am 24. Januar starten.

22.

Ach richtig, 22.

Und das Ganze dauert 6 Monate.

Und die Kosten liegen bei ...

5.420 Euro.

Ja, ich habe jetzt einfach alles mal Soweit angegeben und werde es weiterleiten.

Dankeschön.

Allerdings muss ich Ihnen Sagen, dass die Wahrscheinlichkeit,

dass die Weiterbildung nicht genehmigt wird, ziemlich hoch ist.

Okay.

Wieso würde es in Ihrem Fall Sinn machen?

Also, das trage ich nicht. Das wird man mich fragen.

Also, ich bin ausgebildete Sängerin.

Ja, und als alleinerziehende Mutter ist es für mich nicht mehr so machbar,

meiner Arbeit nachzugehen, wie ich das vor der Geburt meiner Tochter konnte.

Ich verstehe. Sie waren an der Oper?

Ja, genau. Ich habe da als Gast an verschiedenen Häusern gearbeitet.

Und jetzt geben Sie Privatunterricht, ja?

Ja, genau. Und das läuft eigentlich auch ganz gut.

Nur hätte ich mit der Weiterbildung die Möglichkeit, nicht nur

Privatstunden anzubieten, sondern auch Trainings in Unternehmen ...

Ich bin auf Ihrer Seite,

Ich finde es alles super.

Aber ich kann Ihnen jetzt schon sagen, was Sie da oben hier sagen werden.

Ja?

Die werden sagen ...

man muss hier nicht aus seinem Hobby einen Beruf machen.

Verstehe.

Ich mache mir hier nochmal ein Vermerk, dass

die Weiterbildung in Ihrem Fall Sinn macht.

Danke. Das wär toll.

Das Ding ist echt super.

Ich habe jetzt jeden Morgen viel mehr Energie.

Super, Papa. Und benutzt du auch diesen neuen Blender?

- Was? - Den Mixer, den ihr euch gekauft habt.

Ach so, ja.

Richtig gut.

Ich mache mir auch jetzt jeden Morgen meinen Schmutschie mit.

Hat er Schmutschie gesagt?

Smoothie, Papa.

- Hab ich doch gesagt. - Nee, Schmutschie hast du gesagt.

Smoothie.

Smoothie.

Ja, Smoothie.

Erst s und dann sch.

- S-Moothie. - Super.

Ja, hab ich doch gesagt.

Das kommt von sankt.

Genau, das wird ganz sanft püriert.

Ja, okay, gut.

Dann sag ich jetzt eben ... sanft.

Ich mach den halt. Ich trink ihn.

Ich trink dieses Ding.

Möchte hier vielleicht noch jemand Brot?

Nee, ich hab noch.

- Ich mach das schon. - Danke, danke, danke.

Jonathan, tust du mir noch was auf?

Du, hör mal. Ich hab gehört, du gehst eine ganze Woche auf Klassenfahrt?

Nach England, aber ich vergesse immer, wie die Stadt da heißt.

- Mama, wo fahren wir noch mal hin? - Nach Brighton.

Das ist eine sehr schöne Stadt.

Da gibt es diese schönen Piers am Strand entlang.

Und diese riesigen, tollen, weißen Felsen.

- Cool. - Da waren wir doch auch mal, oder?

Ganz genau. Und diese riesigen, weißen Felsen.

Seven Sisters.

- Diese Kreidefelsen. - Genau, die Kreidefelsen.

Du, da wirst du unheimlich viel Spaß haben.

Da fahrt ihr bestimmt auch hin.

Bekommst du denn keine Heimweh?

Weil du so lange weg bist von zu Hause?

Nee, Josie, das packst du doch, oder?

Ja, ich glaub schon.

Also ich werd die Mama bestimmt schon ein bisschen vermissen, aber...

Aber ich hatte immer so schreckliches Heimweh als Kind.

- Es war furchtbar. - Ja, ist wahr? Sehr süß.

Ich weiß noch, einmal waren wir in Mainz, auf Klassenfahrt,

und dann habe ich so geheult abends,

dann sind meine zwei besten Freundinnen, Vicky und Marike, du kennst die,

sind zu unserer Lehrerin und meinen, Frau Lehrerin, könnte

der Boris vielleicht bei uns im Mädchenzimmer schlafen?

Dann durfte ich so in dem Hochbett mit denen schlafen.

- Ja, das ist ja auch gut. - Das find ich ja super.

Aber alle Jungs, neidisch.

Das glaube ich!

Hallo.

- Hey.

Alles gut?

Ähm, ja.

Ich wallte nur kurz was sagen.

Ja?

Also, ich wollte dir sagen ...

Ja?

Ja, du machst was mit mir.

- Ich mach was mit dir? - Ja.

Du machst was mit mir und ich glaub, ich muss rausfinden, was das ist.

Was?

Was du mit mir machst.

Okay.

Okay.

Ja, das war schon alles.

- Möchtest du reinkommen? - Ah, nee.

Sorry .. ich muss ...

Ich meld mich bei dir, okay?

Sorry.

Dann sehen wir uns später.

- Oder ein anders Mal. - Ja, okay. Viel Spaß!

Danke, danke, danke...

Ja, das war sehr charmant.

Sehr niedlich.

So könnten wir es drehen, und es würde funktionieren.

Aber lasst uns diesmal etwas gefährlicheres ausprobieren.

Kein Lubitsch, kein Pialat.

Kannst du herkommen, bitte?

Ich erklär's dir.

Du übersetzt, ok?

Ich mag gern, was du machst.

Es gefällt mir sehr. Ok?

Aber ich würde gern eine Version sehen...

in der du mehr Spaß am Verbotenen hast.

Verstehst du?

Sie mag, was du machst, aber hab mehr Spaß am Verbotenen.

Okay, super.

Denn er ist nicht frei. Er ist nicht zu haben.

In Ordnung?

Und du, hör zu.

Zeig mir eine Version, in der du mehr zu verlieren hast.

In der du mehr riskierst.

Denn es gibt ja auch noch deine Frau, oder?

Ja, klar. Meine Frau.

Liebst du deine Frau?

Ja, ich liebe sie sehr.

Das ist es!

Ja, ich liebe sie sehr.

Sicher?

Ja. Ich liebe meine Frau wirklich sehr.

Ok, sehr gut.

Dann fangen wir nochmal an.

Bitte.

Hey!

Hey.

Alles gut?

Ja, ich wollte dir nur ...

kurz was sagen.

Ja?

Also ich wollte dir sagen, du ...

- du machst was mit mir. - Ich mach was mit dir?

Ja, und ich glaube, ich muss rausfinden ...

was das ist.

Was?

Was du mit mir machst.

Ja, das war eigentlich alles.

Willst du nicht reinkommen?

Ähm, nee, nee, ich ...

äh, muss los und ich ...

Sorry, wir sehen uns einfach, ja?

- Sicher?

Okay, ciao.

Ciao.

(Straßenlärm)

(Fußschritte)

(Öffnet Tür)

- Jonathan? - Helen.

- Genau. - Hallo.

Ich setz mich dahin.

Willst du was trinken?

Ja, gern.

Entschuldigung.

- Hallo. - Hey, was darf's sein?

Ähm, ich hätte gern auch einen Kaffee,

- Einen Cappuccino mit Hafermilch, bitte. - Gerne.

Und habt ihr Kuchen?

Ja, klar.

Wir haben Schoko-Walnuss, Schoko-Birne, Schoko alleine.

Himbeer-Baiser, Cheesecake und Apple Crumble.

Okay, wow! Dann nehme ich Himbeer-Baiser!

- Vielen Dank. - Ach, stopp!

Ich nehme doch lieber Schoko-Walnuss.

Alles klar! Bringe ich.

Schön, dass das geklappt hat.

Ja, ja.

Ich war erst nicht sicher, aber ich fand deine Annonce so ungewöhnlich.

- Ja? - Ja, also meine ich positiv.

Und dann war deine Mail so nett und das fühlte sich dann richtig an.

Und jetzt?

Jetzt immer noch.

Wenn ich gleich den Kuchen habe, dann bin ich sate.

Ja.

Im Oktober sind es genau fünf Jahre.

Im Oktober habe ich mich getrennt und im November hatte er den Unfall.

Da waren keine vier Wochen dazwischen.

Ja, er war sofort tot.

Einerseits war ich erleichtert,

also dass er nicht gelitten hat,

aber ich hätte mir gewünscht, ihn nochmal zu sehen,

mit ihm zu sprechen, ganz kurz wenigstens.

Ja.

Was hättest du ihm denn gesagt?

Wahrscheinlich hätte ich alles zurückgenommen.

Die Trennung.

Wahrscheinlich hätte ich ihm gesagt, dass ich mich geirrt habe,

dass ich überfordert war,

dass ich weggelaufen bin und mir nicht anders zu helfen wusste.

Aber das wäre wahrscheinlich nicht ganz fair gewesen.

Warum nicht?

Weil, ähm ...

als der Anruf kam ...

als ich von seinem Unfall erfahren habe ...

da dachte ich sofort auf einen Schlag ...

ich will ihn zurück.

Den Gedanken hatte ich kurz vorher aber überhaupt nicht.

Vorher habe ich mich befreit gefühlt.

Ich wollte wirklich raus aus der Beziehung.

Ja, der konnte anstrengend sein,

SO fordernd,

bedürftig,

und dann wieder ...

komplett bei sich, in sich ruhend

und witzig.

Sorry.

Aber wir haben so viel gelacht zusammen.

Das kannte ich vorher gar nicht, dass man in der Beziehung so viel lachen kann.

Aber am Ende war mir das dann zu viel,

das Leben mit ihm.

Wie würdest du die Zeit danach beschreiben?

Die Wochen danach ...

die waren ...

diese Schuld ...

das Gefühl der Schuld, das war ...

das war so groß, da wäre ich ...

da wäre ich, da wäre ich fast dran zerbrochen.

Ja.

Besteht die Möglichkeit?

Nein, nein, der hatte einen Herzinfarkt hinterm Steuer,

das war alles, ganz banal.

Ja.

Was würdest du sagen, war im Nachhinein das Schwierigste an dem ganzen Prozess?

Das Schwierigste war, mich zu erlauben, zu trauern.

Ich hatte mich ja getrennt,

ich wollte nicht mehr bei ihm sein, wieso sollte ich also das Recht haben,

SO extrem um ihn zu trauern?

Das war wirklich komplex, diese ...

zwei Arten ...

der Trauer, also dieses Trauern auf zwei Ebenen.

Wie meinst du das?

Naja ...

auch als die Verlassene betrauerst du ja eine Beziehung, die vorbei ist.

Und dazu war ich doch überhaupt nicht gekommen.

Und plötzlich war er tot.

Da sind mir diese zwei Arten der Trauer um die Ohren geflogen.

Wie unterscheiden die sich denn?

Die eine ist,

ja, die eine ist leise ...

leise, immer da, egal was du machst, aber ganz leise so.

Und die andere?

Die ist laut.

Ohrenbedeutend laut.

- Und die wechseln sich ab? - Ja.

Und manchmal lassen die so auf sich warten,

als hätte die eine ihren Einsatz verpasst.

Und dann denkt man so,

jetzt ist Ruhe.

Und dann geht's aber wieder von vorne los.

Und irgendwann ...

Irgendwann?

Gewöhnt man sich dran.

Dann ist das wie so ein Tinnitus,

den du manchmal gar nicht mehr wahrnimmst, obwohl du weißt, dass er immer da ist.

Und irgendwann,

irgendwann ist es dann sogar schön.

Der ist lecker, der Kuchen. Möchtest du ein Stück?

Ja, gern.

Ja.

- Gut, ne? - So lecker.

(Gefühlvolle Musik spielt)

Ja.

(Musik endet)

(Tippt)

(Holz knarzt)

Morgen.

Na?

Na?

Kommst du gut voran?

In der Küche ist Kaffee für dich.

Du hast den ganzen Tag Zeit und jetzt fällt dir das ein?

- Hallo! - Na, ihr zwei?

- Alles gut bei euch? - Ja, alles super.

- Wir sind ein bisschen spät dran. - Das ist doch kein Ding.

- Willst du schon mal reinkommen? - Tschüss.

- Pauline, Josie ist da! - Ganz viel Spaß, ja?

- Tschüss! - Sie ist in ihrem Zimmer.

Hier sind ihre Sachen.

Danke, dass es so kurzfristig geklappt hat.

Ja, na klar.

Du, Pauli freut sich doch, wenn Josie hier schläft.

Ich bin dann übermorgen zurück und würde so gegen Abend vorbeikommen, okay?

- Wo geht es denn hier eigentlich? - Hannover.

Ich gebe da einen Workshop. 2 Tage Atemtraining in der Bank.

Aha, in der Bank.

Ja, die machen immer mehr einen auf ganzheitlich.

- Okay, ich muss. - Ja, okay.

Na dann, gute Reise.

- Danke, euch auch! - Danke ...

- Tschüss. - Ciao, mach's gut.

(Fahrstuhl fährt)

Wie fühlt es sich an, So umgeben zu sein, Boris?

Wie fühlst du dich?

Es ist ein bisschen seltsam aber...

Es ist nicht unangenehm.

Wie ist es dann?

Ich weiß es nicht. Es beruhigt mich.

Es gibt mir Sicherheit.

Ich verstehe.

Es gibt dir Sicherheit, weil dich beide wollen.

Du wirst nie allein sein. Die beiden sind da, richtig?

Ja.

Und du?

Was macht das mit dir?

Es ist schwer, ihn anzusehen.

Warum?

Es tut weh.

Wo tut es weh?

Hier.

Ja, da.

Lass deine Hand dort.

Schließ deine Augen.

Geh auf den Schmerz zu.

Hab keine Angst. Es kann dir nichts passieren.

Andererseits ist alles möglich.

Und du?

Was wünschst du dir?

Ich will, dass sie geht.

Du willst, dass sie geht?

Ja.

Ja?

Wo soll sie denn hingehen?

Wo soll sie denn hingehen?

Keine Ahnung. Irgendwohin.

Es stört.

Irgendwo hin. Sie stört ihn.

Sie stört dich?

Dann sag ihr, dass sie gehen soll.

Ich soll ihr sagen ...

- Dass sie gehen soll. - Okay.

Du... gehen.

Auf Deutsch. Du gehen, du gehen!

Geh!

Kannst du bitte gehen?

Warum siehst du ihn nicht an? Was ist los?

Schau ihn an, er sagt, du sollst gehen.

Du kannst doch einfach abhauen, Mann.

Ganz ehrlich. Du bist eine richtige ...

Ich hab genug!

Hau ab!

Fick dich!

Verpiss dich!

Es reicht!

Verschwinde! Lass uns in Ruhe, und komm nie mehr zurück!

Fick dich, du Stück Scheiße!

Umarmt euch.

Na los.

Danke!

Danke!

Danke.

Danke. So ist's gut.

Danke.

(Handy vibriert)

Ah, mein Mann ist da.

- Sag mal, hast du das auch? - Was?

Dass man was nach Hause mitnimmt.

Von hier, meinst du?

Ja, manchmal schon. Bisschen.

Gestern hab ich gedacht ...

ich hau einfach ab.

Ich geh einfach nicht nach Hause.

- Und bist du abgehauen? -Nö.

Natürlich nicht.

Aber ich kann ihn schon verstehen. Also, Jerome.

Das hat bestimmt auch was.

Einfach mal was anderes ausprobieren.

- Aber nicht weitersagen. - Keine Sorge.

- Ciao, mach's gut. - Bis nächste Woche.

(Tür öffnet sich)

Hallo.

Joni?

(Holz knarzt)

(Musik spielt am Telefon)

Gwendoline, 18.

(Musik spielt weiter)

(Freizeichen)

Hey, hier ist Stefan. Wer ist denn da?

Hallo, hier ist die Gwendoline.

- Gwendoline? - Ja, Gwendoline.

- Ja, schöner Name. - Danke, deiner auch.

Sag mal, wie alt bist denn du?

Ich bin 18.

Ja, und ich bei den Chippendales.

Stefan, war der bescheuert.

Voll.

- Nee, nee, du. - Lass mal, du kannst das besser.

Hallo, hier ist die Gwendoline. Wie heißt du denn?

(Tür öffnet sich)

(Holz knarzt)

Ach, du bist ja schon da.

Ich muss gleich wieder los, aber wir können uns später treffen und zusammen was essen.

Klar, gerne.

- Also nur, wenn du magst. - Doch, doch, gerne.

Was ist denn?

Warum lässt du mich sterben?

Was?

In deinem Roman.

Warum muss ich da sterben?

- Das bist doch nicht du. - Natürlich bin ich das.

Der Schauspieler und der Schriftsteller,

Das sind so wir, oder?

Und ich werde krank und du pflegst mich und dann bin ich tot.

Und du fühlst dich befreit?

Was bedeutet das?

- Das ist nur eine Geschichte. - Verarsch mich nicht.

Ich verarsch dich nicht.

Warum schreibst du sowas?

Weil mir das Angst macht.

Was macht dir Angst?

Dass du nicht mehr da bist.

Ich bin aber da.

Ich bin doch da. Du bist nicht da.

Ich bin auch hier.

Nein, bist du nicht.

Nicht bei mir. Nicht wirklich.

Willst du, dass ich gehe?

Ich weiß es nicht.

Nein.

(Tür öffnet sich)

(Straßenlärm)

(Düstere Musik spielt)

Das gibt es seit 1952.

Mein Großvater hat das Unternehmen gegründet,

dann ging es auf meinen Vater über, und seit fünf Jahren mache ich das.

Noch gar nicht so lange.

Stimmt.

Wie kommt's?

Ich konnte mir das lange nicht vorstellen.

Das ist ja wahrscheinlich auch normal als junger Mensch.

Will man sein eigenes Ding machen.

Ich habe dann ziemlich viel ausprobiert.

War im Ausland. Ich habe meine Frau kennengelernt.

Kinder bekommen.

Und dann haben wir uns irgendwann selbstständig gemacht.

Das war einerseits super.

Weil man sich doch ein bisschen freier fühlt.

Aber andererseits ...

Andererseits ist es auch sehr stressig.

Ja, total.

Immer abhängig zu sein von den Nachfragen.

Und von den Vorlieben der Kundschaft.

Das hat uns ganz schön geschlaucht.

Was haben Sie denn verkauft?

Belgische Süßwaren.

Ja, da gibt es tolle Sachen.

Schokolade und Marzipan.

Und Gummizeugs und sowas.

Klingt super.

Ja.

Aber es hat sich dann doch mehr und mehr abgezeichnet,

dass wir das nicht für immer machen wollten.

Warum heißt das Unternehmen eigentlich nicht Becks wie Sie?

Tiedemann ist mein Geburtsname.

Ich habe bei unserer Hochzeit den Namen meiner Frau angenommen.

Wollte aber das Andenken an meinen Großvater aufrechterhalten.

Also ist der Name geblieben.

Verstehe.

Außer dem Namen haben wir aber nicht viel behalten.

Ich habe schnell gemerkt, dass ich einen anderen Zugang zu dem Beruf habe,

als mein Vater und mein Großvater.

Inwiefern?

Ich finde, dass wir dem Tod zu wenig Platz im Leben einräumen.

Trauer wird oft als etwas verstanden, das Angst macht.

Und lähmt.

Und das deckt sich nicht mit den Erfahrungen, die Sie hier machen?

Ich beobachte eher, dass Trauer etwas in Gang setzt.

Es kann natürlich auch erstmal ein Schock sein.

Aber viele Menschen sind Überrascht, wie gut es ihnen tut,

proaktiv mit dem Verlust umzugehen.

Mit zu entscheiden, wie ein Abschied aussehen soll.

Eigentlich kann man in fast jede Entscheidung involviert sein.

Die meisten wissen das bloß nicht.

Es geht mir nicht darum, die Auswirkungen eines Todes

auf die Zugehörigen zu schmälern.

Das ist natürlich ein großes Thema.

Aber ich denke schon,

dass sich die Art der Auseinandersetzung

mit den Praktikalitäten positiv auf diesen Prozess auswirken kann.

Weil es die Angst ein bisschen kleiner macht.

Ja.

Und weil es ein Weg ist, den geliebten Menschen zu feiern.

Die letzte Ruhestätte zu schmücken.

Eine Urne oder einen Sarg auszusuchen, weil es die Persönlichkeit repräsentiert.

Und wenn Sie sich selbst einen aussuchen müssten?

Einen Sarg?

Ich habe da keine Präferenz.

- Nicht? - Nein.

Wie kommt's?

Wissen Sie, am Ende sind wir doch alle nur Knochen und Namen.

Wir gehen alle so, wie wir gekommen sind.

Klingt jetzt aber nicht sehr kundenfreundlich.

Sie sind ja auch kein Kunde.

Noch nicht.

Und was machst du denn so beruflich?

- Ich bin Lehrerin. - Ja, echt?

Ja.

Du bist ganz schön jung für eine Lehrerin.

Vielleicht.

Und willst du auch wissen, was ich so mache?

Gerne.

- Rat mal. - Ähm, Arzt?

- Nee. - Bauarbeiter?

Auch nicht.

- Ähm, Tiertrainer. - Ich bin Immobilienmakler,

Was ist das denn?

Irgendwas mit Häusern, glaube ich.

Cool.

Und sag mal, bist du auch eine strenge Lehrerin?

Manchmal.

Es ist doch langweilig. Lass uns was anderes machen.

Jetzt warte doch mal.

Sorry, das war meine Tochter.

- Du hast eine Tochter? - Ja.

Sag mal, was hast du heute noch so vor?

Weiß nicht.

- Der kommt doch nie im Leben. - Wetten?

- Was haben wir denn davon? - Ist doch egal.

Das wird so witzig, wenn er merkt, dass es den Namen auf der Klingel nicht gibt.

Der ist doch nicht dumm.

Der kommt doch nicht extra hierher gefahren.

Da, das Auto, das ist er.

-Da. - Quatsch.

Doch, da, guck.

- Oh mein Gott. - Der parkt da!

- Komm, wir gucken noch mal. - Aber vorsichtig.

- Was macht der denn da? - Der sucht den Namen auf der Klingel.

Der ist so dumm. Der ist echt drauf reingefallen.

Ja.

Shit!

Hat er uns gesehen?

Ich weiß es nicht.

Mist.

Können Sie sich bitte die Schuhe ausziehen?

Ein bisschen wie ins Bett gehen.

Ja, oder?

Passt doch ganz gut.

Können Sie mal den Deckel zu machen?

Soll ich?

Ist alles in Ordnung?

Ja.

Einen Moment noch, bitte.

Ja, natürlich.

(Handy vibriert)

(Klopfen)

Hey.

Ja, warte mal.

Ganz kurz.

(Klopfen)

Ja.

Entschuldigung.

Ja, Josie.

Okay.

Bei Pauline?

Aha.

Ja, gut. Schick mir die Adresse, ja?

Alles klar, ich ruf dich danach an.

Und denk an die Adresse. Alles klar. Entschuldigung.

Ich muss los.

Ich finde wirklich, das geht gar nicht.

Weißt du, dieser Typ, der ...

Der kam ja aus irgendeinem Vorort angedüst.

Der hat den totalen Aufstand gemacht.

Der wollte sogar die Polizei rufen.

Ich hab dem dann gesagt, nein, das sind nur Kinder

und das war ein blöder Streich und so.

Die haben das nicht böse gemeint, aber ...

Keine Ahnung, dem war das natürlich total unangenehm, ja?

Der hat sich irgendwie ertappt gefühlt, wahrscheinlich.

Also, der hat wirklich gedacht, der hat hier ein Date.

Ja, verstehe.

Ich bin echt fix und fertig.

Also ...

Pauline meinte übrigens auch, dass das Josies Idee war.

Und ganz ehrlich, ich kann es mir auch nicht anders erklären.

Also, Pauline würde auf Sowas niemals kommen.

Ja, ich ...

Ich mag Josie wirklich gerne, aber ich glaube,

es wäre besser, wenn die beiden erst mal keinen Kontakt mehr hätten.

Ich kann das auch gerne nochmal mit Natascha besprechen, aber ...

Ja, ich würde das gerne ernst nehmen.

Also, für mich war das nicht einfach nur ein Kinderstreich.

Klar, das geht natürlich überhaupt nicht.

Wo ist sie denn?

Ja.

Josie? Kommst du?

Hab jemanden.

Ist es eine Frau?

Nein.

- Ein Mann? - Ja.

Opa?

Richtig.

Hab jemanden.

Ist es ein Mann?

Nein.

- Ist es eine Frau? - Ja.

- Kennen wir sie persönlich? - Nein.

- Ist sie berühmt? - Ja.

- Ist es eine Schauspielerin? - Nein.

- Ist es eine Sängerin? - Ja.

- Ist es Tina Turner? - Wer?

- Gut, Tina ist es nicht. - Nee.

- Was ist? - Nichts.

Mach weiter.

Also, es ist nicht Tina,

- aber es ist eine Sängerin. - Ja.

- Magst du sie? - Ja

- Mag Boris sie? - Voll.

- Taylor Satt? Ja

Hab jemanden.

(Schritte)

Oh, hi.

Hallo.

Alles okay?

Äh, ja. Ich wollte dir nur kurz was sagen.

Ja?

Also, ich wollte dir sagen ...

Dass ich was mit dir mache.

- Magst du reinkommen? - Ist okay.

Ja, komm rein. Auf jeden Fall.

Ich habe ein paar Gäste da.

Ah, hi, hallo.

Ja, und ich finde nämlich, auch das muss man sich einfach öfter vor Augen halten.

Du auch.

Sodass du dir einfach mal denkst, wie war es denn bei unseren Großeltern?

Wie war es da?

Ja, wie war es bei unseren Großeltern?

Richtig und wichtig, aber auch sehr einseitig betrachtet.

- Da macht man was falsch. - Das sagte ich nicht.

Aber es kommt drauf an, durch welche Perspektive man es betrachtet.

Ja, und weißt du, welche Perspektive geil ist?

- Objektiv. - Objektiv.

Du denkst, du kannst es ganz objektiv betrachten.

- Naja. - Natürlich nicht.

Eben nicht.

Ah, das mag ich.

- Welches? - Das hier.

- Das hat mein Dad mir geschenkt. - Ja?

Und, mochtest du?

Ich habe es noch nicht gelesen.

Ne, ne, ne. Gib mal her. Ich lese es dann jetzt.

(Schritte)

Heinrich Böll.

Worum geht es?

- Um Brot. - Um Brot, ja.

Das auch, ja.

Und darum, wo man so hin will. Im Leben.

Und um die Liebe.

Ah, Brot und Liebe.

Geile Kombi.

Witzig,

Was denn?

Ich habe nicht so Schnell mit dir gerechnet.

War das doof?

Was?

- Hier so anzutanzen. - Quatsch.

Voll gut.

Alles gut?

Ja?

Und dein Freund?

Was ist mit dem?

Der ist jetzt kein Dealbreaker mehr?

Keine Ahnung.

Kompliziert?

(Weint)

Sorry.

(Ruhige Musik spielt)

(Musik endet)

Ist dir nicht warm?

Josie schläft da drüben.

Habe ich gesehen.

Wie kommt es?

Die haben eine ziemliche Dummheit gemacht.

Ich mach mal Kaffee.

(Schritte)

(Schnelle Musik spielt)

(Sehr ruhige Musik spielt)

(Musik endet)

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