All language subtitles for La.Moglie.più.Bella.1970-6

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Original subtitles

RECHT UND LEIDENSCHAFT

DIESER FILM IST REIN FIKTIV.

JEDE ÄHNLICHKEIT MIT ECHTEN LEBENDEN PERSONEN IST REIN ZUFÄLLIG

Elende Bullen!

Kommen, um uns zu verhaften...

Vito. Hol das Auto. Du fährst mich.

- Ist der Koffer fertig? - Ja.

- Die haben keine Beweise. - Eben. Kein Problem.

- Ist das nicht riskant? - Don Antonino weiß, was er tut.

Don Antonino? Der lässt sich auch verhaften?

Und Don Carmelo Nicosia und Ferdinando Zucca.

- Ich kenne ein sicheres Versteck! - Lohnt sich dieses Mal nicht.

Keine Sorge... alles wird gut gehen.

Die Polizei ist auf Draht. Unterschätzt sie bloß nicht.

Irgendwann bauen wir ihnen ein Monument...

aus Dankbarkeit, dass sie uns sesshaft gemacht haben.

Die Zeiten haben sich geändert, diesmal gewinnen wir nicht.

Der Direktor muss informiert werden, das ich wichtig.

Don Antonino, das ist...

Ich weiß, Vito, der Sohn deines Bruders.

Komm, Vito, lass dich anschauen.

Mach uns einen Kaffee.

Vor fünf Jahren wurdest du also von den Amantia-Brüdern entführt.

Sie schlugen dich grün und blau, weil du deinen Onkel nicht verraten wolltest.

- Aber er sagte nichts. - Er wusste doch auch gar nichts.

Aber die dachten, er weiß was, und prügelten ihn.

Er hätte sie sofort wissen lassen können, dass er nichts weiß,

aber er wäre eher gestorben, als wie ein Verräter dazustehen.

Was die Amantias betrifft...

über diese Sache sollte eines Tages gesprochen werden.

Wann Ihr befiehlt, Don Antonino.

Sobald wir wieder zurück sind, Vito.

Da fällt mir ein, seit mindestens 20 Jahren saß ich nicht mehr.

Es ist viel komfortabler, 4-Mann-Zellen, Badezimmer...

Und gelegentlich Fernsehen...

Eine teuflische List der Behörden, um uns Menschen weich zu machen.

Das Gefängnis muss hart sein! Voller Entbehrungen!

Drinnen lernt man Geduld,

zu warten, auszuhalten und keine Angst mehr zu haben.

Das ist zumindest ein Mal im Leben von Nutzen.

- Was ist nun mit ihnen? - Vielleicht haben sie Angst.

Oder es graut ihnen, den großen Don Antonino einzusperren...

Tust du mir einen Gefallen, Vito? Sag ihnen, wir sind bereit.

Das könnt ihr nicht verlangen, ich will euch nicht verhaftet sehen.

Ich gehe halb in die Grube, falle aber nicht hinein. Ich muss das tun.

Gehört alles zu meinem Plan.

Zuweil sind sogar diese Verhandlungen sinnvoll.

Man will mir den Prozess machen? Fein...

Aber ich suche den Belastungszeugen selbst aus.

Wie kann ich euch helfen, Don Antonino?

Wir machen viel zusammen, wenn ich zurück bin.

Nun geh, ruf die Polizei.

- Die haben doch sicher einen Plan. - Das wird ihnen wenig nützen.

Jemand will gegen sie aussagen.

Der Mann wurde doch von Stella gekauft.

Nach der Anklageerhebung wird sich rausstellen,

dass der Zeuge gelogen hat.

Er wird etwas einsitzen, sich das aber gut bezahlen lassen.

Don Antonino und die Anderen sind frei, unschuldig,

und wir können sie nicht zweimal wegen der selben Tat anklagen.

- Sie sind also gegen die Verhaftung. - Ich brauche Zeit für Beweise!

Diese Leute sind gewitzt und sehr kreativ.

Aber wir müssen pflichtgemäß gegen sie vorgehen.

Kommen Sie rein...

Lieutenant, da ist ein junger Mann, der von Don Antonino kommt.

Soll reinkommen.

Guten Morgen.

War runtergefallen.

Don Antonino schickt mich. Sie sind bereit, Ihnen zu folgen.

Woher weiß er eigentlich, dass ein Haftbefehl vorliegt?

Fragen Sie ihn, er steht jedenfalls zu Ihrer Verfügung.

Sag ihm, wir sind in 10 Minuten bei ihm.

Ganz die Ehre.

Jetzt gerade...

Ruhig! Ein Arrest ist ein Arrest,

ein Prozess ein Prozess und Gefängnis Gefängnis.

Und ich möchte dort niemals landen,

entkommen ist wirklich schwer.

Sie kommen.

Wenn ich etwas tun kann, sagen Sie es.

Manchmal muss man handeln und manchmal muss man warten.

Nicht wahr, Herr Anwalt? Alles zu seiner Zeit.

Ich kann nicht einfach warten!

Vorwärts.

Vito, bewahre dir diesen Enthusiasmus.

Bis dahin ist es besser, wenn sich nichts ändert.

- Wie alt bist du? - 22.

Da war ich schon verheiratet. Familie war uns immer wichtig...

Keine Dummheiten.

Die Anderen können sich gerne ruinieren...

für uns gilt Familie und Arbeit.

Such dir ein gutes Mädchen, mit hoher Moral.

Am besten, sie ist arm.

Don Antonino Stella wird außerhalb von Sizilien angeklagt,

fern von seiner Heimat, ungeplagt von Schweigepflicht.

Es wird schwer für ihn, sich der Gerechtigkeit

zu entziehen, nach einer langen Karriere...

Sie schreiben Mist und verstecken sich. Wer schreibt so was?

- Und wenn was dran ist? - Und wenn er verurteilt wird?

Wenn! Aber!

Einige zweifeln, andere nicht. Ich nicht.

Ohne ihn ist alles fad.

Vito! Gehen wir zu Clelia.

Hast du Geld? Die will was haben!

- Ich habe nur Tausend Lire. - Für uns drei? Niemals!

Kommst du nicht mit? Das sind 10.000 Lire.

Gut, einer von uns muss zugucken.

Du arbeitest immer, wenn ich hier vorbei komme.

Du kommst immer vorbei, wenn ich hier arbeite.

Unterhältst du die Familie?

Ich trage meinen Teil dazu bei.

Wo stand euer Haus?

In Santa Ninfa, wir waren nicht zuhause.

Eine Verwandte von mir heiratet demnächst.

Du wirst mir ihre Aussteuer sticken.

Ich komme nochmal und rede mit deinem Vater.

Wer war das?

Sag es! Sag es!

Sag es...

Sag du es ihnen doch, wenn du es weißt.

Da war ein Mann, der hat mit Francesca geredet... wer war das?

- Vito Juvara. - Der Neffe von Don Primo Juvara?

- War er unhöflich? - Nein, er war eigentlich ganz nett...

Schau mal, Francesca, wir sind arm. Bereite uns keine Sorgen...

Jeder will sie heiraten!

Mich?

EHRT DIE KRIEGER

- Das reicht nur für zwei. - Ist Vito auch da?

Nein, ist er nicht! Clelia mag nur Costanzo und Mauro, sie hat ihn abgelehnt!

- Was sagt man über Francesca Cimarosa? - Nichts zu holen, nichts zu bestellen.

- Lebte neben mir, vor dem Erdbeben. - Sie ist doch nur ein Kind!

- Interessiert sie dich? - Vielleicht...

- Sie ist verlobt, denke ich. - Mit wem?

Mit ihrem Cousin. Kommt aus Palermo jeden Sonntag, er heißt Bernardo Cantatore.

Ich bin mir aber nicht sicher. Er kommt immer

am Mittag und geht mit den Cimarosas essen.

Dann lädt er die Familie zum Kaffee ein...

Francesca bestellt immer Eis und lässt sich viel Zeit damit...

Sie muss Eis wirklich mögen.

Ich wundere mich, dass Sie keinen weißen Stock haben,

woher sollen die Anderen wissen, dass Sie blind sind?

Kommt und schaut euch das an!

Wie sollen die Mitleid haben, wenn sie etwas Unanständiges tun?

Wenn Sie nicht blind sind, warum starren Sie dann so?

Dann sind Sie wohl blind! Hier, eine Almose von mir.

Haben wir die Sprache verloren?

- Ich gehe nach Hause. - Schnell, nimm den Jungen mit.

Komm, gehen wir!

Der ist gefährlich, leg dich nicht mit ihm an! Los!

Komm nie wieder in unsere Stadt.

Bleib in Palermo, da ist das Eis besser.

Das ist doch wohl Geschmackssache.

Sonntag werde ich am Bahnhof sein. Steigst du aus dem Zug, blüht dir was.

- Ein Risiko für beide von uns... - Ich heiße Vito Juvara...

falls du die Polizei rufen willst.

Ich kann mich verteidigen.

Guter Junge.

Verstehen Sie, Sie haben meine Verlobte angestarrt.

Sie ist nicht deine Verlobte.

Kein Ehemann aus Palermo für Francesca Cimarosa, sie ist Privatbesitz...

Ich verstehe nicht.

Du sollst nicht verstehen, nur vergessen.

Dann lebst du länger.

Das ist deine... nimm sie zurück.

Damit lebst du länger.

Diese Leute sind sehr wohlhabend...

Wer ist das?

Die mit der Aussteuer.

Kommen Sie rein...

Hat alles meine Tochter gemacht, sie hat sich nachts die Augen verdorben.

Sehr schön. Alles traditionelle Qualität.

Wie viele Teile?

Acht Bezüge, sechs Laken und zwei Tischdecken.

Guten Morgen.

Schauen wir mal...

Ich begreife nicht, wie man Aussteuer im Laden kaufen kann.

Diese Arbeit steckt voller Leidenschaft!

Diese Blumen, die Sterne und die Blätter...

sind nicht nur Werk von Nadel und Faden.

Sie sind mit vielen Gedanken gefüllt...

- Es ist wunderschön. - Ihre Verwandte wird zufrieden sein.

Hier heiratet eigentlich niemand, aber das macht nichts.

Wir bezahlen Sie. Und die Aussteuer schenken wir einer anderen Braut.

Tante, machen Sie einen Kaffee. Möchtest du den Garten sehen?

Komm, ich möchte mir dir reden...

Dauert nicht lange, der Kaffee.

Dein Cousin aus Palermo kommt nicht mehr. Bist du nicht sauer?

- Hast du ihn geliebt? - Ja, wie einen Cousin.

Er erzählte immer viel von Palermo und kaufte mir Eis.

Ich freute mich immer wegen dem Eis auf den Sonntag.

Ihre Tochter hat tolle Arbeit geleistet, sie sollte die Aussteuer bekommen.

Sie gehört ihr.

Für ihren künftigen Hausstand.

Glückwunsch...

Die gefällt mir nicht. Zieht sich an wie eine Hure.

Was bringt eine Frau mit in die Ehe, wenn nicht ihre Tugend?

Urteile nicht nach der Kleidung.

Das ist wichtig.

- Warum hast du meinem Cousin gedroht? - Sagte er das?

- Das war falsch, Vito. - Warum?

- Das war meine Sache. - Was meinst du?

- Zu wählen... - Zwischen ihm und mir?

Du solltest mehr Selbstvertrauen haben.

Jetzt weißt du, dass er wegen dir nichts riskiert.

Und du?

Ich hätte riskiert, wenn er es darauf angelegt hätte.

Und so viel würden Sie für eine Francesca Cimarosa wagen?

Ich habe dich zur Frau erkoren, oder?

Er nimmt sie hoch zu sich.

- Hi, Francesca. - Hi...

- Ist keiner zuhause? - Niemand. Hast du Angst?

- Vor was? - Vor meinen Wünschen.

Sag mir, was du willst, dann weiß ich, ob ich Angst habe.

- Und wenn es dir Angst macht? - Frag mich, dann wissen wir es.

Verlange, was du willst, aber demütige mich nicht.

Eine Katastrophe, Vito!

Unglaublich. Können wir sprechen?

Es ist etwas passiert...

Don Antonino hat zu viel riskiert.

- Die Leute sind verrückt... - Beruhige dich.

- Wir müssen etwas entscheiden... - Na dann.

Man sagt, Don Antonino ist erledigt.

Gib mir einen Namen.

Pietro Colosimo.

Don Antonino hat ihn einst gerettet.

- Genau. - Den mochte ich nie.

Er ist bereit, gegen Don Antonino auszusagen.

- Was weiß er? - Genug! Wenn er redet, dann...

- Warum riskiert Colosimo sein Leben? - Er ist sich sicher, er tut es nicht.

Die Brüder Amantia...

Pietro Colosimo mit seinen neuen Herren.

Wenn Don Antonino nicht zurück kommt, dann...

- Das sind Maden. - Ruinieren sie Don Antoninos Pläne.

- Verdammt, alles war falsch! - Wann ist Colosimo vorgeladen?

Nächsten Freitag, im Polizeiquartier in Palermo...

Der Freitag bringt Unglück.

Geh zurück in's Büro, und ruhig Blut.

Komm, ich bringe dich nach Hause.

Wir werden nicht erneut zulassen, dass Milliarden verschwendet werden...

für Baracken wie diese!

Wir werden nicht zulassen, dass monatlich nur eine Handvoll Wohnungen gebaut werden

und Manager sich die Taschen bis zum Rand voll machen...

Geh nach Hause, hier ist es unsicher. Wir sehen uns.

... das hat uns Sicherheit gegeben!

"Domani."

Wir haben Solidarität, Einheit und Kampf kennen gelernt...

und deshalb sind wir organisiert, zu kämpfen...

und wollen jenen helfen, die bei dem Erdbeben alles verloren haben.

Einen Kampf, der nicht nur aufbaut, sondern auch Siziliens Probleme zeigt...

um es zu verändern und zu stärken!

- Nun, "Domani", wie geht's? - Ich kann nicht laut genug klagen.

- Und die Familie? - Ich habe einen weiteren Sohn...

Wenn das weiter geht, kann ich bald betteln gehen.

- Don Antonino kümmert sich um dich. - Immer dasselbe... das dauert!

Flenn nicht, wir werden was für dich finden.

Du wirst einen Job und Essen haben, ein Haus und medizinische Versorgung.

Die Baracken sind doch furchtbar.

Es ist wichtig, dass Don Antonino zurück kommt, aber jemand will das nicht...

... ein Spitzel.

Genug von Don Vito...

...sucht einen Anderen.

- Du lässt Don Antonino im Stich? - Ich bin krank.

- Was hat das damit zu tun? - Ich will nicht in den Knast.

Du redest wie ein Feigling. Durch uns

bist du bisher immer davon gekommen.

Richtig, aber ich möchte das Glück nicht herausfordern.

Das Glück meinte es immer gut mit dir.

Sie gaben dir eine Baracke, selbst ohne Anspruch darauf...

Wir sind Erdbebengeschädigte.

Ja, aber ihr seid nicht erfasst.

Ohne Freunde würde euch eine Überprüfung auf die Straße setzen.

Wer ist es?

- Was will Juvara? - Mit Ihnen reden...

Wenn er dran ist.

- Warum so viel Zucker? - Ist doch wie immer!

Das ist meine Sache! Und wenn ich ihn bitter wollte?

Ich gebe Ihnen einen anderen.

Wollen Sie das?

Kein Bedarf mehr.

Was ist passiert?

Lass mich los!

Francesca, wo willst du hin? Francesca, halt!

Francesca! Halt!

- Rosa, Rosa... - Nicht sterben...

Rosa.

- Francesca, komm. - Nein.

Nein...

Vito Juvara!

- Er ist tot. - Wer?

Colosimo... er wurde erschossen.

- Ich hörte Schüsse. Wer war es? - Du nicht, du warst hier...

- Ich möchte meinen Onkel besuchen. - Da musst du zum Gericht.

- Das wusste ich nicht. - Doch, ich sagte es dir.

- Sicher hast du das vergessen. - Entschuldigen Sie die Störung.

Übrigens, der Mörder ist erkannt worden...

Wenn die ihn schnappen, sehen wir uns sicher wieder.

- Sie war da, als es passierte. - Ach, sei ruhig!

- Francesca, dein Kleid ist schmutzig. - Sie hat sich nieder gebeugt.

- Halt dein verdammtes Maul! - Vito, hör auf! Er war auch dort!

Na und? Was gewesen, ist gewesen!

Du verstehst das nicht, du hast es nicht gesehen!

- Beruhige dich, mein Kind. - Komm mit...

Bleib nicht lange weg, Francesca...

Weißt du, was ich denke?

Auf dich zu verzichten.

- Warum? - Du bist nicht die Richtige.

- Ich denke schon. - Dann sollte dich das mehr aufregen.

- Was habe ich falsch gemacht? - Kleine Dinge, die mich zweifeln lassen.

Wie du reagiert hast, als ich mich mit Pio stritt.

- Welche Reaktion? - Ich mochte sie nicht, es kränkte mich.

Ich war verängstigt, ich hasse Gewalt...

und ich kriege den Toten nicht aus dem Kopf.

Als er starb, wiederholte er immerzu... Rosa.

"Rosa"... Vielleicht ist das der Name seiner Frau.

Kanntest du ihn?

Nein, aber was machst das? Er war ein Mensch.

Hier könnten wir deine Eltern wohnen lassen.

Oh, Vito!

Die Eltern meiner Frau wohnen hier. Hier ziehen wir eine Wand hoch...

und ein Bad könnte hier sein.

Ich habe mich auch gefragt, ob du der richtige Mann bist.

- Oh, wirklich? - Ich wollte dich verlassen.

Was? Mich verlassen?

Schau auf deine Schuhe...

- Nein, der andere. Er ist kaputt.

Warum redest du mit kaputten Schuhen?

- Ich kaufe dir neue. - Behandele mich nicht so.

Für wen hältst du dich?

Ich bringe dich zum Lachen.

Selbst auf dem Sterbebett würdest du noch diskutieren, ob richtig oder falsch!

Vito, wir haben einen Tisch reserviert.

Gehen wir.

Wollten wir nicht allein essen?

Ich habe Freunde eingeladen... so lernst du sie kennen.

- Das ist nicht schön. - Was?

- Du hast nicht gefragt. - Du hast schlechte Laune. Gehen wir.

- Auf Raten? - In bar, ich bin doch ein Geschäftsmann!

- Und was sagen die Amantias? - Platz ist für jeden,

aber bei nur einem gehört der Platz mir.

- Francesca! - Ich gehe nach Hause.

Francesca, komm zurück!

Ich muss mit eurer Tochter sprechen...

... allein.

Erlaube dir nicht noch mal, dass du mich so vor anderen behandelst!

- Aber Vito... - Ich rede jetzt.

Die lachen schon über mich, was soll erst nach der Hochzeit passieren?

- Vito... - Sag nichts. Nichts!

- Was wolltest du? - Mich entschuldigen.

Gibt es nicht! Soll ich mir es nochmal überlegen?

Vielleicht ist das gut so, alles überdenken.

Es tut mir leid, aber ich denke.

Du denkst immer! Ich könnte dich schlagen!

Was guckst du mich so an? Hör auf!

Hör auf damit!

Warum willst du mich heiraten?

Und du? Damit du mich vor dem Traualtar im Stich lassen kannst?

Du willst mich nur, weil du es entschieden hast,

nicht, weil du mich liebst.

Morgen früh, im Rathaus, unterschreiben wir. Zufrieden?

Warum soll ich unterschreiben, wenn du mich nicht verstehst?

Ihr seid bettelarm, aber eure Tochter ist voller Hochmut!

Also, morgen um 10, und dankt Gott dafür!

Kommen Sie, die Papiere sind bereit.

Es ist schon 11, Vito...

Da ist Federico...

Sie sind arbeiten gegangen.

Sie sollen draußen auf dem Feld sein.

- Alle? - Ja, alle.

Tante, fahr nach Hause und koche etwas. Wir feiern!

Bring sie nach Hause.

Scheint, als wäre ich gerettet!

Was glotzt du so? Was willst du, du Trottel?

- Was schaust du denn so? - Vito, hör auf.

- Wollen wir zu Clelia? - Warum nicht?

Gute Idee.

Die Dame gehört ganz dir.

- Willst du noch Kaffee? - Nein, danke.

- Er will dich nicht, verstanden? - Du bleibst in Zukunft unten.

Ich bin nur wegen ihm hier, nicht wegen dir.

Wer wohl schon alles hier war! Die Amantias, und der Glatzkopf...

Hast du dich im Spiegel gesehen?

Putz deine Zähne!

- Die sind zauberhaft. - Du nervst mich langsam.

- Ich muss mich doch wehren! - Nein.

- Weil du es sagst? - Richtig.

Wenn du schlecht gelaunt bist, bin ich immer der Dumme.

- Du weißt doch gar nichts. - Wieso? Bin ich ein Idiot?

- Gut, dass du das siehst. - Seit der Geschichte mit Francesca...

Komm her! Was hast du über Francesca gesagt?

- Nichts. - Willst du mich nerven?

Vito, ich war hier, er hat ihren Namen nicht erwähnt.

Er hat nur gemurmelt.

Richtig, er erwähnte Francesca nicht.

- Warum schickst du sie nicht weg? - Ich brauche keinen Trost!

- Gehen wir, ich muss raus. - Ich komme mit!

- Stimmt es, dass Vito verlassen wurde? - Ja, echt heftig verlassen!

- Vito, schau, da ist Francesca... - Francesca? Wer ist das?

- Das ist sie. - Warum lässt du Pio nicht ran?

- Und wenn wir darum bitten? - Nein!

Schaut euch die Baustelle der Amantias an!

Die folgen uns...

Das sind die Bodyguards der Brüder.

- Fahr schneller! - Den Revolver...

- Nicht, Vito! - Ruhe!

Hol ihn runter!

Der Chef lässt fragen, ob ihr mit ihm essen wollt.

- Das ist doch ein Kind... - Das stimmt so nicht.

- Hallo, Vito Juvara. - Hallo.

Das Essen wartet.

Und ich habe Hunger.

Genießt es!

Nun, Vito, wollen wir vergessen?

Guck auf deine Hand, Pasquale... Du hast den Ring noch.

Ich habe versucht, ihn zu vergessen... fünf Jahre lang.

Es tat weh, als du mich damit schlugst, die Narben sieht man noch!

- Wir haben vergessen, du solltest auch. - Was hattet ihr zu vergessen?

- Wir verloren einen Freund. - Die verliert jeder.

- Erschossen auf offener Straße. - Meint ihr Colosimo?

Colosimo? Den kannten wir kaum. Wie geht's Domani, Vito?

Domani?

Den hab ich kaum gekannt.

Vito, wollen wir einen Deal machen? Hier gibt es viel zu tun.

Wir tun uns zusammen und bilden ein Monopol.

Und Don Antonino? Der ist raus?

Don Antonino ist erledigt. Er geht in den Knast.

Vielleicht kommt er raus, als alter Mann.

Wenn ich euch sage, er wäre hier, würdet ihr

zittern. Er und erledigt?

Ich würde lachen, wenn er jetzt käme. Angst hättet ihr.

Mit falschen Aussagen wolltet ihr ihn klein kriegen.

Du bist jung und erhältst eine große Chance. Bist du dabei?

Ich nehme an.

Aber nur, wenn Pasquale die Ohrfeigen annimmt,

die er mit damals verpasst hat.

Rede ihm ruhig gut zu, Domenico...

Schade, Vito.

Bringt Vitos Freundin auch etwas.

Was, irre ich mich? Bist du nicht verlobt?

Das ist sie nicht, seine lebt in den Baracken...

Ach, in den Baracken?

Wann findet denn die Hochzeit statt, Vito?

Gibt es nicht, sie hat es sich anders überlegt.

Jemand aus den Baracken hat dir den Laufpass gegeben?

Tut mir leid...

Entschuldigung!

- Wir reden nicht über mich. - Richtig, das ist privat.

- Danke für das Essen... - Sehen wir uns, Vito?

Gewiss...

Die haben mich verhöhnt.

Nein, sie dachten nur, du würdest nicht ablehnen.

Sie haben ja Recht... Francesca hat mich lächerlich gemacht.

Paolo!

- Was wollte der? - Er wollte wissen, ob Vater zuhause ist.

Los, rein mit euch! Alle rein! Los!

Holt sie!

- Hilfe! - Halt!

Lasst mich gehen!

- Haut ab! - Francesca! Francesca!

- Rein! - Lasst mich!

- Rein mit dir! - Hilfe!

Rein!

Geht nach Hause!

Francesca! Francesca!

Francesca! Francesca!

- Was willst du von mir? - Bleib locker.

- Willst du mich umbringen? - Nein, ich tue dir nicht weh.

Das hast du schon!

- Nicht weinen... - Ich weine nicht, du Idiot!

Ich sprach nicht mit dir...

Haltet das Maul!

Es ist alles vorbereitet.

Sie ist so jung? Und was macht der Junge hier?

War nicht eingeplant. Kommt ihr?

Francesca.

- Was wollen die mit dir machen? - Nichts, die wollen nur reden.

Das ist das beste Zimmer. Hier ist das Waschbecken.

Die Fenster sind vergittert!

Lass dich mal ansehen...

Was hast du, bist du nicht glücklich?

- Du wirst sehen, es wird lustig. - Halt's Maul!

- Wo kommst du denn her? - Costanzo nahm mich mit.

Verschwinde.

Sag ihm, wir reden später!

- Ich wusste nichts von ihr. - Sie ist besser als du.

- Schick wenigstens ihn nach Hause.

Mutter weint, sag ihr, dass mir hier nichts passieren wird.

Die brauchen dich zuhause.

Und du?

Nichts wird passieren. Vito liebt mich...

Ja, wir haben uns gestritten, aber jetzt ist alles gut.

Paolo!

Sag Mutter, sie soll sich nicht sorgen.

- Das ist kein Bordell. Verstanden? - Entschuldige.

Bringt ihn zurück.

Das wirst du bezahlen!

- Komm... - Nein.

Ich könnte dich jetzt sogar nach Hause schicken,

jeder wird denken, es sei passiert.

- Für mich ist es nicht passiert. - Und wenn ich dich nicht heirate?

- Und wenn schon. - Und wer wird dich dann nehmen?

- Dann werde ich eine alte Jungfer.

Wann wirst du es jemals lernen?

- Wann, frage ich dich! - Wenn ich tot bin!

Hochmütig bist du, nichts weiter.

Knie nieder vor mir, knie dich hin!

Hier, nieder, auf die Knie!

Wenn du das tust, bringe ich dich nach Hause.

Ich höre nichts, und sie schreit auch nicht...

Die schreien nicht immer.

- Magst du sie? - Ja...

- Ich nicht, die ist nicht hübsch. - Nein? Ich wäre gern dort drin.

Gib mir eine Zigarette.

- Dumm, dass Clelia gehen musste. - Ja, zu schade.

- Du magst sie, was? Hübsche Frau. - Wirklich bezaubernd...

Nun...

Wasch dich.

Was macht ihr hier? Haut ab!

- Der Junge! - Ihm geht's gut, und Francesca auch...

Sie ist gut dran, bereitet schonmal die Aussteuer vor.

Verbrecher!

Ruhig bleiben, ist für alle das Beste.

Wohin haben sie Francesca gebracht?

Ich weiß nicht, ich habe nichts gesehen!

- Tano, was machen wir jetzt? - Nichts. Die Armen können nichts machen.

Ich bringe dich nach Hause.

Nun bist du meine Frau, für immer...

Du denkst, du hasst mich, aber du liebst mich für das, was ich getan habe.

Lass mich raus, ich muss atmen, ich brauche Luft.

Wo ist die See?

Ich habe dir ein neues Kleid gekauft, damit wir essen gehen können.

Dann fahren wir zu dir und bereiten die Hochzeit vor.

Ich könnte mich weigern, aber ich will dich. Das wird eine Feier!

- Dein Vater ist einverstanden. - Mein Vater?

Ende gut, alles gut. Siehst du?

Für meinen Schmerz hätte eine Wiese genügt.

Komm.

Glückwunsch, Francesca!

So nah an unserem Haus waren wir.

Möge die Madonna dich segnen!

Mama!

Vito, Francesca, eine Überraschung, ein Geschenk von Don Antonino...

...für dich zum Dank, Vito, weil er ungestört bleibt...

Es gehörte der Tochter der...

Gute Wahl!

Leg sie um.

Leg sie um!

Guten Abend.

Tano Cimarosa!

Vergesst nicht, ich bin Vito Juvara...

Und nun trinkt, Freunde.

Habt ihr geglaubt, ich bin einverstanden und glücklich?

Das haben uns diese Kerle doch gesagt!

- Francesca... - Paolo.

- Mir ist nichts passiert, siehst du? - Wir lassen sie büßen.

Okay, schlaf jetzt.

- Mama... was soll ich tun? - Was willst du tun, mein Kind?

Es geht nicht um mich, sondern darum, wie er mich behandelt.

Warum macht er das? Wer bin ich denn?

Du bist ein Unglückskind, weil dein Vater ein Feigling ist.

Ich hätte ihn töten sollen...

Du musst ihn nicht heiraten.

- Wäre es damit beendet? - Was meinst du?

Ich nehme ihn nicht. Und dann?

Das ist alles?

Wenn du ihn nicht nimmst, lässt er nicht ab, bis wir ruiniert sind.

- Es gibt noch Gesetze. - Nicht für diese Leute.

- Wohin gehst du, Francesca? - Raus.

- Raus? - Ich muss etwas laufen.

Musumeli Rita!

Musumeli Rita! Musumeli Rita!

Musumeli Rita!

Das ist für deinen Cousin, Cimarosa...

Und das für deine Cousine Adelaide. Macht 200 Lire.

Ich habe nichts, aber ich bringe es morgen.

Morgen? Was machst du dann hier?

Mir ist passiert, was auch euch passiert ist. Was soll ich machen?

- Soll ich ihn heiraten? - Was weiß ich.

- Aber ihr habt geheiratet. - Was blieb mir übrig?

Wurdet ihr glücklich?

Ich hatte eine Familie. Aber meine Söhne sind schon alle begraben.

Und eurer Mann? Habt ihr ihn geliebt?

Wenn er morgens aus dem Haus ging, war ich zufrieden...

wenn er abends zurück kam und ich mit ihm schlafen musste, weinte ich.

Mit der Zeit verging das, ich gewöhnte mich daran.

Dann wurden die Jungs geboren, auch daran gewöhnte ich mich.

Da ist Francesca! Schaut, wie glücklich sie ist!

Sieht gut aus als Nicht-Jungfrau!

- Grüße an die hübsche Braut! - Grüße an die miesen Freunde!

- Wohin geht es? - Zu der Polizei...

- Was sagte sie? - Los, gib Gas!

- Francesca, wie geht es dir? - Erzähl, was passiert ist.

- Wo willst du denn hin? - Zu der Polizei.

Was hat sie gesagt?

Sie sagt, sie will zur Polizei!

- Das macht sie nicht. - Meinst du wirklich?

Richtig, ich glaube das nicht.

Wenn du das tust, wirst du das ewig bereuen.

Wenn du mich hinderst, wirst du es bereuen.

- Wir können Juvara verhaften. - Habt ihr Domani gefunden?

Nein, es handelt sich um etwas Anderes.

Du willst ihn also bestrafen, weil er dich vergewaltigt hat.

Und jetzt will er dich nicht mehr heiraten.

Nein, ich will ihn nicht mehr heiraten.

- Was willst du dann? - Ihn bestrafen.

Ihren kleinen Bruder entführten sie auch.

Ich weiß, wie das endet... Flammen, Leidenschaft, Tränen...

und am Ende heißt es, alles gut, wir lieben uns wieder.

Wir haben viel Arbeit zu tun.

Stehl uns keine Zeit. Holen Sie den kleinen Bruder.

Cimarosa Verräter!

Cimarosa Verräter! Cimarosa Verräter!

Cimarosa Verräter! Cimarosa Verräter! Cimarosa Verräter!

"Am 18ten diesen Monats, mithilfe einiger Komplizen,

...entführte Vito Juvara Miss Cimarosa, um sie zu vergewaltigen.

Während der Entführung wurden zur Einschüchterung Schüsse abgefeuert."

Wurde auch auf Menschen gezielt?

Wir waren nicht hier, wir waren arbeiten.

Ich weiß, aber wir werdet danach doch gefragt haben.

- Nein. - Warum nicht?

- Warum denn? - Die entführen eure Tochter und ihr...

Wir waren nicht da, also wissen wir nicht, ob es eine

Entführung war oder ob geschossen wurde...

Aber du warst da.

Fang an, Mama und Papa werden dann auch Courage kriegen.

Trink etwas Limonade.

Wir wollen die bestrafen, die deine Schwester misshandelt haben. Nun, los.

Das Paar ist hier.

- Du hast es gesehen! - Ich?

Mein Gott! Vito Juvara ist nicht so wichtig!

Hast du gesehen, wie man sie in's Auto gesteckt hat?

- Ich sah, dass sie einstiegen... - Einstiegen?

Stolz, aber schießend.

Oder hast du keine Schüsse gehört?

Sie können ebenfalls angeklagt werden.

Ich habe nur zwei Verliebte bewirtet!

Wollen Sie sagen, das Mädchen war einverstanden?

Junge Leute überstürzen oft Dinge und verschwinden dann.

Kurzer Report, dann weg mit ihnen!

Du bist der einzig wahre Zeuge.

Willst du mir auch sagen, sie war sich einig mit Vito Juvara?

- Also lügt deine Schwester. - Lassen Sie ihn, er hat alles gesagt.

- Dann unterschreibt. - Was?

Sie ist minderjährig und ihr die Eltern.

Lassen Sie sie gehen, sie kommen um vor Angst.

Gibst du auch auf?

Nein, ich unterschreibe.

Die können gehen.

- Bleiben Sie am Ball. - Diese Unterschrift hilft nicht viel,

aber wir tun unser Bestes.

Vielen Dank.

Das war also unsere Chance, Vito Juvara zu verhaften?

- Ich habe keine Angst... - Du Verräter!

Ich will nichts mit der Polizei zu tun haben. Ich werde Vito schon noch töten!

- Dann landest du im Knast. - Und er unter der Erde!

Und dann? Tot ist tot. Er muss büßen, wenn er lebendig ist.

Du bist ein Verräter, mit dir rede ich nicht mehr.

Nötig war das bestimmt nicht...

aber es wird eh fallen gelassen.

- Der Bruder hat dicht gehalten. - Und die Eltern?

Haben nichts gesagt, denn sie ist minderjährig.

Ihr Bruder ist wichtiger, denn der war dabei.

- Sie hat uns auch angezeigt. - Sicher. Aber sie kriegt sich ein.

Krank ist sie.

Früher sprach sie mit den Hühnern.

Du Idiot, kleine Kinder sprechen immer mit Tieren...

und einige Tier sprechen mit Erwachsenen.

War das auf mich gemünzt?

Anwalt, Don Antonino muss davon nichts erfahren.

- Vito, dein Auto steht im Halteverbot. - Ich parke, wo ich will!

- Don Antonino weiß alles. - Sagen Sie es ihm trotzdem nicht.

Ich sorge dafür, dass sie die Anzeige zurück zieht.

Keine Sorge, man kann dich nicht verhaften...

Nehmen wir an, sie überzeugt ihren Bruder und ihre Eltern.

Ich werde nicht zusehen, eher mache ich sie fertig!

Papa, sie haben die Ziege getötet!

Was will dieser Bastard hier?

Ich bringe den Brautschleier für Ihre Tochter.

Was gibt es Schöneres als eine Hochzeit?

Sicher, Vito macht Fehler, aber er macht sie aus Liebe.

So, Tano. Lasst uns das vergessen und lieber Hochzeit feiern.

Sie haben eine meiner Ziegen getötet!

Ihr habt euch aufgrund des Verhaltens eurer Tochter Feinde gemacht.

Warum stellt ihr euch quer? Tut es dir leid wegen der Ziege?

Ist Vito auch da?

- Was machst du, dich verstecken? - Spar dir die Worte.

Früher klopfte mein Herz bei deiner Stimme und deinen Schritten.

Gib mir 23.000 Lire, bezahl die Ziege.

Ziege? Ich bin doch kein Hirte.

Du willst mir Angst einjagen,

aber du hast auch Angst vor mir.

Angst vor dir?

Warum, du bist ein Nichts. Sogar noch weniger als Nichts.

Und du, Vito Juvara, wenn du vor einem Nichts Angst hast,

dann bist du ein Angsthase!

Bleib hier! Komm her! Sag das nochmal!

Sag das nochmal und ich schneide dir die Zunge ab!

- Komm, wiederhole es! - Reiß dich doch zusammen, Vito!

- Was habt ihr da drin, Don Tano? - Die Früchte unserer Arbeit.

Etwas Weizen, Wein, Öl.

Ist das alles, was ihr habt?

Ihr müsst aufpassen. Ein Streichholz, und alles fängt Feuer.

Viel Glück, Don Tano.

Habt ihr ihn gehört? Es war deutlich genug!

Was soll ich tun? Tag und Nacht Wache stehen?

Und wenn ich arbeiten gehe, wer übernimmt dann die Wache?

Und wenn nicht, wer verdient das Geld?

Francesca, du musst die Anzeige zurück ziehen. Tu, was ich sage.

Du hast ihn nach Hause gebracht, stürz uns nicht in's Unglück!

Ich tue nicht das, was er will.

Ich bringe dich eigenhändig um!

- Ihr müsst das auch nicht tun! - Ich sorge nicht mehr für dich!

Wo will Francesca hin?

Keine Sorge, sie wird schon wieder vernünftig.

Gehen wir nach Hause.

- Endlich denkt ihr an mich! - Du beklagst dich doch immer.

Wenn ein Hund bellt, schlag ihn nicht, sondern füttere ihn...

Ich will zurück zu meiner Familie. Ich bin krank...

Du versteckst dich nicht zum ersten Mal...

Don Antonino hat dir stets vertraut.

Ich beklage mich nur, wenn ich die Last nicht mehr ertrage...

Ein Freund sagte, wir könnten nach Amerika auswandern.

- Warum können wir nicht gehen? - Welcher Freund?

Ihm kann man vertrauen, ganz sicher.

- Hat er mit jemandem geredet? - Nicht während meiner Schicht.

Aber während Mauros Schicht war er unten in der Stadt...

Das war nicht erlaubt!

Komm, du fährst nach Trapani...

- Wieso? - Du musst mal das Klima wechseln.

- Ihr wollt sicher, dass ich einsteige... - Keine schlechte Idee...

Was macht es, wenn ich sterbe! Dann seid ihr sicher.

- Beeil dich. - Domani, du bist in Schwierigkeiten.

In den Händen von Räubern...

Nun bist du mit deinem Latein am Ende.

Die Amantias haben überall Spitzel.

Wenn der Typ uns gefährlich wird, lassen wir ihn verschwinden.

Wohin? Amerika?

Wir zeigen ihm schon die Richtung.

- Ist sie auf Diät? - Esst das doch selbst!

Das ist nicht lustig.

Sie redet mit sich selbst.

Gib mir mehr Soße.

Die Soße ist toll heute. Paolo, bring mir etwas Wein.

Soße, Wein... das imponiert mir nicht.

Trink etwas Wein... Ess noch was!

Es gibt genug Wurst und Käse. Ess, was immer du willst!

Hol sie rein.

Francesca!

- Ziehst du die Anzeige zurück? - Lieber esse ich Gras.

Gut, dann unterschreiben wir.

Vito Juvaras Anwalt will, dass wir seine Schuldunfähigkeit unterschreiben.

- Wir unterschreiben gegen dich! - Was habt ihr damit zu tun?

- Es zählt, was wir sagen! - Ihr stellt euch gegen mich?

Es gibt welche, die Macht haben,

und andere, die sich verteidigen müssen!

Du redest leicht, aber ich muss mein Hab und Gut schützen!

Gehört das nicht auch zu eurem Hab und Gut?

Und was hat er damit gemacht? Was er wollte!

Papa, muss ich ewig den Blick senken?

- Rede nicht so mit mir! - Francesca, kränk deinen Vater nicht!

Er kränkt mich!

Was, wenn sie die Scheune niederbrennen?

- Ist sie wichtiger als ich? - Sag das nicht.

- Was machen wir dann? - Es reicht, Mama.

Tano! Tano!

- Tano, wir sind ruiniert! - So ein Unglück.

Wir sind ruiniert.

Wo ist sie? Wo ist diese Verrückte?

- Wo bist du, du Scheusal? - Hier, Papa.

Du verrückte Schlampe, Kind des Judas!

Du wolltest meine Familie ruinieren, und nun? Was nun?

Sag mir, was sollen wir tun?

Wir pflügen den Acker neu und betteln!

Und da ich keine Jungfrau mehr bin, kann ich als Hure arbeiten!

Alles, alles, solange wir keine Angst haben!

Jetzt, wo wir nichts haben, kann Vito uns nichts mehr tun!

Jetzt geht und erzählt die Wahrheit!

Raus, hau ab, ich will dich nicht mehr sehen!

Du bist nicht meine Tochter! Für mich bist du gestorben!

- Sie brannte selbst die Scheune nieder? - Ja...

- Aber... - Hallo, Vito.

Und so eine muss mir über den Weg laufen.

Die Scheune anzustecken...

- Warum hat sie das gemacht? - Damit du gar nichts mehr begreifst.

- Und die Familie? - Dürstet. Der Junge muss arbeiten gehen.

- Sie haben sie aus dem Haus gejagt. - Wo ist sie?

In Salemi. Sie arbeitet in einer Kantine in einer Autobahnraststätte.

Unter Hunderten von Männern.

Ich bin mir sicher, dass sie sich wehren kann...

Warum schluckst du nicht deinen Stolz und fängst neu an?

Geh hin, entschuldige dich und fangt neu an.

Sie kann uns nicht schaden, aber solch eine Verrückte ist unberechenbar.

Eher entschuldige ich mich bei meinem ärgsten Feind!

Alles in Ordnung, niemand ist uns gefolgt.

Francesca, du kennst uns nicht, wir wissen

aber alles über dich und wollen reden...

Steig ein.

Wir wollen dich nicht entführen, nicht so, wie Vito es tat.

Du fragst dich sicher, was habe ich mit denen zu schaffen?

Nichts, wirst du sagen, aber das stimmt nicht.

Wir haben etwas gemeinsam...

wir sind beide von derselben Person beleidigt worden, du weißt, wer.

Bis vor einigen Wochen warst du ein anständiges und geachtetes Mädchen.

Und nun lacht er über dich!

Was er uns angetan hat, ist ohne Bedeutung...

Er muss dafür bezahlen!

Die Justiz zu bemühen, wäre für dich selbst ein Fehler...

wir müssen das selbst regeln.

Von selbst kommt er nicht zu uns und spricht mit uns, aber es ist notwendig.

Wir müssen über die Vorfälle sprechen...

denn du warst uns von Anfang an sympathisch.

Wir sind auf deiner Seite, wir verstehen dich, haben selbst Töchter.

Vito Juvara muss für seine Taten büßen!

Was wollt ihr denn von mir?

Morgen ist Sonntag, bitte ihn darum, mit dir zur Badeanstalt zu fahren.

Dort ist geschlossen, aber es ist hübsch und er wird sicher zusagen.

Und dann?

Du entschuldigst dich und verschwindest kurz...

Ein Motorradfahrer von uns nimmt dich dann mit zurück in's Dorf.

- So endet die Demütigung. - Und Leute haben wieder Respekt vor dir.

Was wollt ihr ihm denn antun?

- Ihn überzeugen... - ... mit Worten.

Wir haben unsere Argumente.

Wir verschrecken ihn und bringen ihn zur Vernunft!

Nun, Francesca, was sagst du dazu?

Wenn ihr seinen Wagen auf der Straße seht, dann habe ich ihn überreden können.

Ich glaube, das Ding ist gelaufen.

Wenn ich dir das Leben rette...

- Wenn ich das tun würde... - Was soll das?

Wenn ich dir das Leben rette, tust du dann, was ich verlange?

- Was müsste ich tun? - Hintergeh mich nicht, bloß nicht.

- Versprichst du es? - Drohst du mir?

Ich? Nein.

Wer sonst?

Gib mir dein Wort. Ja oder Nein?

Wie willst du mir das Leben retten?

Indem ich dir rate, umzudrehen. Fahr nicht weiter.

Sag mir, warum soll ich umkehren? Stimmt was nicht?

Gib mir dein Wort und ich sage es dir.

- Und wenn du mich belügst? - Ja oder Nein?

Selbst ich habe es nicht bemerkt! Alle sind auf dich reingefallen.

Deine Eltern, meine Freunde, die Polizei und ich.

Wir haben dich für etwas gehalten, was du nicht bist...

Du bist erst 16!

Wir haben dich alle als Erwachsene behandelt.

- Nein, du bist erst 16... - Hör auf! Ja oder Nein?

- 16, 16, 16... - Ich bin 15!

15, da macht man so was. Gibst du mir das, kriegst du das.

- Ja oder Nein? - Selbst die Amantias hast du überzeugt.

- Woher weißt du das? - Sagen wir, ich habe Fantasie.

"Ja oder Nein, Ja oder Nein, Ja oder Nein..."

Meine Antwort ist Nein!

Nein, wenn es gelogen ist, wenn nicht, auch nein!

Ich lasse mir nicht die Pistole auf die Brust setzen, nicht von dir!

Ich sage nicht Danke zu einer Hochmütigen...

Fahr mit dem Bus nach Hause, dort ist die Haltestelle.

Domani?

Warum bist du nicht in Trapani?

Ich kann mich nicht ewig verkriechen.

Was machst du hier?

Ich warte... auf einen Freund.

Er wollte mir helfen, nach Amerika auszuwandern.

Und du erwartest ihn mit einem Gewehr?

Ich denke, du brauchst frische Luft.

Ist Don Antonino schon informiert?

Und, was hat er gesagt?

- Nichts. - Kein Wort?

- Nein. - Er verachtet mich.

Vito, das hast du dir selbst eingebrockt.

Bade das aus, vielleicht vergisst Don Antonino.

Vito Juvara, sie möchte mit dir reden... aber allein.

Sei vorsichtig.

Domani hatte einen Herzanfall. Dein Glück, Vito...

Sein Glück, wenn er einen schnellen Tod hatte.

Dir gelingt einfach zu viel in letzter Zeit...

Di Leo...

- Was hast du jetzt wieder vor? - Hast du keinen Sinn für Gerechtigkeit?

Du sprichst von Gerechtigkeit? Eine Verräterin bist du!

Du hast mich her gebracht, aber verhaften kannst du mich nicht!

Gestehe dein Vergehen und ich ziehe die Anzeige zurück.

Ich heirate keine, die Bedingungen stellt.

Ich sprach nicht von Heirat, aber wenn du zugibst, was du getan hast...

werde ich dich vielleicht wieder lieben und achten.

Zieh die Anzeige zurück, dann achte ich dich.

Ich würde das nicht aus Angst tun...

und dann kannst du mich nicht achten...

oder, ich würde dir somit Recht geben, und dann verachtest du mich.

Und was soll ich tun?

Geh auf den Marktplatz oder in ein öffentliches Café, ganz egal.

Gebe zu, dass du mir ein Unheil angetan und dich schlecht verhalten hast.

Bezahl meinem Vater die Schäden. Die Ziege, die Scheune... nein, das war ich ja.

Steckst du mit dem Lieutenant unter einer Decke?

Nein...

Was denkst du, was ich bin, ein Trottel? Mich in deine Hände zu begeben?

Du tust also nicht, worum ich dich bitte?

Vito!

Da ihr euch nicht einigen konntet, brauche ich auch deine Aussage.

- Wie war es wirklich, Juvara? - Sie wollte entführt werden,

ihre Eltern hatten nichts gegen die Hochzeit, ich bin reich und sie arm.

Aber es dauerte ihr zu lange und ich sollte sie sofort heiraten.

Dann habt ihr die Entführung ja auch richtig schön gefeiert, richtig?

Also warst auch du mit der Hochzeit einverstanden.

Ich änderte meine Meinung und sie wollte Rache an mir nehmen.

Wieso hast du es dir überlegt?

Ich mag es kaum sagen... denn sie ist noch jung.

Aber Sie zwingen mich ja dazu, also sage ich es Ihnen.

Ich fand heraus, dass sie keine Jungfrau mehr war.

Sie hatte einen Freund vor mir...

Pio, der neben ihr gelebt hat...

sah sie oft mit älteren Jungs, in den Feldern.

Stimmt das?

Ich gebe zu, ich war bereit, alles zu verzeihen...

aber ihr Hochmut hat mich letztendlich davon abgebracht.

Sie hat auch die Ziege selbst getötet, ich habe Zeugen dafür.

Sie ist verrückt und falsch.

Hat dir dein Anwalt diese Lügen in's Ohr geflüstert?

Das sage ich jedem, es ist die Wahrheit!

Unterschreib das Protokoll.

Ihr könnt gehen, erstmal. Aber verlasst den Ort nicht.

Francesca.

Komm her.

Es sieht schlecht aus,

nicht einmal deine Eltern stehen dir bei.

Das heißt wohl, ich habe Recht.

Weißt du, was dir bevorsteht?

Wenn es zu einem Prozess kommt, musst du dich gegen alle behaupten.

Du brauchst einen Rechtsanwalt, einen, der keine Angst hat...

Monatelang musst du dich mit Gerichten und Tribunalen rumplagen.

Unangenehme Dinge werden passieren. Und du musst dich untersuchen lassen.

Ja, sie werden prüfen, ob du noch eine Jungfrau bist, oder nicht.

All das wird offiziell festgehalten.

Wenn du Tränen hast, bereite dich darauf vor, sie zu vergießen.

Bist du dir sicher?

Wie du meinst...

... ich verfolge die Anzeige weiter.

Da kommt sie!

Du verleugnest meinen Sohn, bist du jetzt glücklich?

- Sollen wir Gras fressen? - Mir doch egal!

Komm jetzt mit uns!

Wohin?

Jetzt reden wir!

Was ist los? Bringt das Mädchen her!

Ich kümmere mich um sie!

Raus, raus! Ich habe gesagt, ich kümmere mich um sie!

Wir reden später...

Komm. Husch!

- Die Ehe befreit von der Sünde. - Welche Sünde habe ich begangen?

Ganz einfach, die Sünde der Fleischeslust. Ja oder Nein?

Tu nicht so, als verstehst du nicht. Hast du Vergnügen empfunden?

Weg da! Ja oder Nein?

Fühlst du dich nicht wohl?

Tut mir leid, das ist seine Schuld. Du heißt Francesca.

- Cimarosa. - Gut, Cimarosa.

Weißt du, die Ehe ist nicht zum Vergnügen da, sondern für die... Ki...

- Für die Kinder? - Was spricht gegen eine Heirat?

Nichts, aber den heirate ich nicht.

- Ich denke nicht daran. - Was murmelst du da?

Warum muss ich ihn heiraten, wenn er mir nicht gefällt?

Von welcher Lust sprichst du? Von der besagten Lust?

Die Frau nimmt hin, nicht teil...

Meine Mutter nicht, sie ist glücklich mit meinem Vater.

Von welchem Glück sprichst du? Wir leben doch nicht für das Glück!

Das passiert, wenn Kinder und Eltern im selben Raum nächtigen!

Gebt doch Obacht! Schickt sie wenigstens hinaus!

Tot umfallen soll dieses Miststück...

Ich fand es richtig, was sie getan hat!

Was sagst du da?

Du kleine Schlampe!

Holt sie!

Nein! Nein! Nein!

Nein!

- Was ist passiert? - Was haben sie dir angetan?

Sie sagte, Francesca hätte das Richtige mit der Anzeige getan.

Das sollte mir gelten!

Du, mein Vater, und du, Mutter, was habt ihr getan?

Ich bin ein Feigling, ein Bastard! Sieh mir in's Gesicht!

- Anna, was soll ich tun? - Tano, was willst du denn tun?

Francesca, ich bin es leid, ein Feigling zu sein.

Wir haben schon Don Antonino gedient, aber

erzähl das dem Halbstarken nicht...

Sehen Sie, Mr. Cimarosa, wie leicht das war?

Für sie vielleicht.

Was? In zwei Tagen? Wunderbar!

Wir bereiten alles vor, Danke, küss die Hand!

Vito, Don Antonino und die Anderen...

Sie kommen in zwei Tagen wieder, alle unschuldig. Ein Triumph!

Vito, was hast du?

Keine Sorge, Don Antonino wird sich um alles kümmern,

selbst um diese Francesca Cimarosa...

- Die Polizei ist an meinem Haus! - Warum stürmst du hier rein?

Mein Auto steht draußen, wir können abhauen!

Vito, was sollen wir machen?

Einen Kaffee, Tante.

Ich warte darauf, dass man mir die Ehre erweist.

Alles wegen Francesca, dieser Nutte!

Weder die Amantias noch die Polizei haben es je geschafft.

Aber Francesca...

Ein kleines Mädchen brachte mich zum Fallen.

Tante, pack meinen Koffer. Onkel kommt zurück, und ich gehe.

Vito!

Vito Juvara?

- Wo ist der Lieutenant? - Er hat Wichtigeres zu tun.

Sie bringen sie...

Der bekommt mindestens 10 Jahre aufgebrummt...

So viel?

Da ist Francesca!

Francesca, gutes Mädchen!

Was, warum weinst du? Tut er dir leid?

Warum weint sie denn?

Francesca!

DAS ENDE

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