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Ja, das können sie.
Ich bin in einer gewissen Beziehung ein Glückspilz.
Bei der Kriminalin?
Sie haben mich nach meinem Beruf gefahren.
Kein Grund zu erschrecken.
Oh, ich spreche mich.
Nein, nein, ich finde das sehr interessant.
Kommen Sie, wir setzen noch raus, ich ziehe die Talgrund ab.
Ja, gerne.
Was ist denn so interessant daran?
Na, der Beruf.
Ich habe noch nie einen Polizeiband kennengelernt.
Privatmannich.
Dienstlich schon.
Oh, weih, oh, weih, oh, weih, oh, weih.
Wollen wir nicht darüber reden?
Ich bin ein berüchtigter Schnellfahrer.
Gelb freizt mich, dass Gelb an der Ampel macht.
Ja, ja, ich verstehe schon.
Was machen Sie denn bei der Polizei?
Sind Sie vielleicht bei der Mordkommission?
Nein.
Ach.
Tatsächlich.
Da läuft es dann ja kalt über den Rücken.
Aber wieso?
Denn das beruf jeder andere auch.
Oder der Mordkommission.
Na, sie werden was erzählen können und die Arbeit geht ihnen nicht aus, was?
Soll ich Ihnen sagen, wer das kommt?
Mord wird fast alltäglich.
Mein Eindruck, dass nämlich Mord immer mehr seinen Schrecken verliert.
Könnte man das so sagen?
Nein, das kann man ganz sicher nicht so sagen.
Sind Sie davon überzeugt?
Ja.
Meine Meinung ist, dass die Geschichte, Zeitgeschichte, meine ich,
unsere jüngste Geschichte uns an Mord gewöhnt hat.
So sehr gewöhnt hat, dass Mord einem als etwas, entschuldigen Sie,
den Ausdruck als etwas ganz Normales vorkommt.
Sehen Sie das nicht ein bisschen ähnlich?
Nein, ganz und gar nicht.
Mord bleibt nun mal das Schlimmste aller Verbrüchen.
Bleibt es.
Mein Sing.
Ja, meine ich.
Da stimme ich Ihnen voll zu.
Wenn Sie einsteigen, so abwarten Sie die Talstation.
Ich muss mich beeilen, sonst komme ich zu spät zum Kurkonsert.
Jetzt kommen Sie mit, Sie werden es nicht bereuen.
Kommt sie.
Kommt sie los.
Leicht die Kalanien von Zucchini.
Dann kommt sie.
Kommt sie.
Dann mal wieder.
Ja, nehmen wir doch schon Platz.
Ich warte noch.
Ich bin verabredet mit einem jungen Mädchen, die kommt aus Rotach rüber.
Die ist dort auf der Haushaltsschule.
Ich stelle sie gleich vor.
Das Herz wird ihnen aufgehen.
In Ordnung.
Dann habe ich vorstellend, Herr Derrick,
wir haben so den Vormittag kennengelernt.
Roland Foss, Gabriele Foss.
Das Mädchen aus Rotach.
Aus der Haushaltsschule.
Richtig.
Guten Tag.
Grüß Gott.
Herr Derrick hat einen sehr interessanten Beruf.
Er ist bei der Münchner Mordkommission.
Schwärmen Sie auch für Coolkonzerte?
Ich weiß es noch nicht, das ist eine Première für mich.
Na, sie macht sich nichts draus.
Sie geht nur meinen Weg mit, weil sie es ganz lieb findet.
Was gefällt Ihnen nicht daran?
Ach, das ist doch nur was für ältere Leute.
Ach, was?
Die sehe ich gar nicht.
Sie hat nicht das Gefühl, dass ich habe.
Eine wegstrecken, das Gefühl, mir kann keiner mehr.
Ich habe es geschafft.
Und nun fiedelt mir mal was vor.
Kommen Sie nachher noch mit auf ein Glas?
Nein, ich will noch rüber nach Kreuz.
Ach, was Kreuz?
Das läuft ja nicht davon.
Geben Sie sich in Stoßen, kommen Sie mit.
Herr Derick, Ihr Beruf interessiert mich sehr.
Ich bin ganz scharf darauf, was von Ihnen zu hören.
Du hörst doch ja etwas vor.
Und ich sage, dass es schade ist.
Wo wohnen Sie denn, Hotel Alpenbosen?
Nein, im Tannenholz.
Tannenholz?
Ja, vielleicht sehen wir uns da mal.
Ich bin wirklich sehr interessiert.
Not -Kommission.
Das war der dann richtiges Echo vorgerufen.
Hier.
Namen Herr Große?
Oh, dem Namen der Derick.
Das sind Überraschungen.
Sie gehen auch ins Kassel, oder?
Nein, der kleine Überabend überguckt sich die große Welt.
Hallo.
Hallo, guten Abend.
Ich hoffe, Sie haben Glück.
Pssst, wieder wenn Sie sich beschreiben, aber im Moment schon.
Im Moment, den ganzen Abend gewinnt sich schon, ich verliere.
Oh.
Wollen Sie vielleicht meinen Platz?
Nein, dann haben Sie Gott's Willen an.
Dann haben Sie vielleicht jetzt Zeit und nehmen einen Drinkmidea.
Ja, sehr gerne.
Gut.
Ich hätte Sie besucht.
Vielleicht morgen schon.
Sie sind eine aufregende Bekanntschaft für mich.
Was nehmen Sie ans Kotsch?
Mit Soda, ja.
Zwei Skotsch mit Soda.
Wie finden Sie sich?
Oh, nett.
Sehr nett.
Nett ist doch kein Ausdruck.
Entschuldigung, ich sage, ich finde das mit.
Faszinierend.
Ja.
Prost.
Auf ihr Wohl.
Wann, wo haben Sie sie kennengelernt?
In einem Lokal vor drei Wochen.
Sie saß da zusammen mit anderen Mädchen.
Alle aus der Haushaltsschule.
Sie fiel mir sofort auf.
Und ich dachte, das wär's.
So ein Mädchen müsste man haben.
Wie alt schätzen Sie sie?
Zwei, 23.
Richtig, 23.
Ja, und ich bin 44.
Und?
Ja, das dachte ich auch.
Warum nicht?
Wissen Sie, mir hat es im Leben oft an Mut gefehlt.
Vortreten, ich erfortun, das war nicht meine Sache.
Ich hätte mir nie etwas zugetraut.
Aber dann habe ich mir plötzlich ein Herz gefasst.
Ich bin hin und habe sie angesprochen.
Ich habe es riskiert.
Und ich bin froh darüber.
Seitdem bin ich ein anderer Mensch geworden.
Und habe auch eine andere Position eingenommen.
Zurecht oder unrecht.
Was müssen Sie mir erklären?
Jetzt wird der Polizist ein Ehemann.
Keine Angst.
Ich meine nur, ein Mann in meinem Alter und ein so junges Mädchen,
ist das richtig, nicht richtig.
So gesehen kam ich darauf,
dass richtig oder nicht richtig möglicherweise keine festen Größen sind.
Dass es rechtfertigungen gibt, von denen wir keine Ahnung haben.
Oder wie geht es bei Ihnen bei der Mordkommission?
Ist das alles völlig unproblematisch?
Sehen Sie, das möchte ich gerne wissen.
Was möchten Sie gerne wissen?
Hassen Sie Mörder?
Albert?
Du stell dir vor, ich habe alles verspielt.
Ich habe einfach zu viel Risiko.
Was?
Spielen heißt riskieren.
Er verliert.
Hier mein Lichter.
Alles für dich.
Warte.
Ich liebe dieses Mädchen.
Sie fragten mich, ob ich Mörder hasse.
Vergessen Sie es.
Das ist unwichtig.
Ja, ich komme doch schon.
Was ist los?
Ja, reden Sie doch deutlicher.
Ja, ich komme Sie doch beim besten Wind.
Ich versteh nicht.
Ja, hören Sie doch.
Ja, jetzt habe ich Sie verstanden.
Ja, da kommt er gerade.
Ein Moment einmal.
Ein Telefongespräch für Sie.
Weil Sie im Feder kranker sind.
Oder ein Betrug.
Derek?
Nein.
Wer ist denn da?
Großer.
Herr Großer?
Was ist denn passiert?
Hallo!
Hallo Herr Großer, was ist denn mit Ihnen?
Vermeldet sich nicht mehr.
Ja vielleicht ist die Leitung...
Nein, nein, die Verbindung besteht.
Er antworten nicht mehr.
Hallo Herr Großer!
Hallo Herr Großer!
Da muss was passiert sein.
Soll ich die Polizei machen?
Ich weiß ja nicht mal, wo er wohnt.
Sagen Sie, gibt es hier eine Fachschule?
Haushaltsschule?
Ja.
Wo finde ich die?
Können Sie mir das beschreiben?
Wenn Sie es jetzt rausgehen, gleich links, rechts.
Und dann geht es gerade aus.
Und dann kommt ein Ding, ein Eck.
Und dann...
Ich fände es schon.
So.
Der Klinge weckt das ganse Haus auf.
Das könnte Sie sein.
Hallo Herr Darek, was gibt's denn?
Herr Grosse hat mich gerade angerufen.
Er war kaum zu verstehen.
Dann wurde das Gespräch unterbrochen, er antwortete nicht mehr.
Ich komme doch gerade von ihm.
Kommen Sie.
Ja.
Sie wissen, nach welchen Modellen er ist.
Ja, oben in der Pension Reute am Berg.
Es muss irgendwas passiert sein.
Ich versteh das nicht.
Er war doch vollkommen in Ordnung.
Kommen Sie, steigen Sie ein.
Ich fahre noch mal schnell weg.
Ich bitte noch mal mit Entschuldigung.
Was ist hier denn los?
Glauben Sie.
Guten Abend.
Guten Abend.
Trepper München.
Ja, was ist passiert?
Ein Mann ist erschossen worden, also die Fenster zu machen wollte.
Schon jemand da?
Ja, der Arzt und ein Kollege von mir, sie sind oben.
Dann nicht mal rein.
Ja, natürlich, aber...
Sie gehört zu mir.
Erschossen worden.
Albert Großer.
Warten Sie hier, nehmen Sie Platz.
Ich kann Ihnen im Moment wirklich nicht mehr sagen.
Wo ist das Zimmer, bitte?
Im ersten Stock.
Danke.
Bitte, meine Herrschaften, gehen Sie doch vorläufig auf den Zimmer.
Er hat eine Schusswunder auf der rechten Brustseite.
Dass der Mann noch die Kraft gehabt hat, sich zum Telefon zu schlägen,
ist eine Wunder.
Ja.
Wenn der Kollege aus Miesbach kommt, ich bin unten, ich warte auf ihn.
Ja, ich sage Bescheid.
Kann ich hier irgendwo warten?
Bitte.
Hier.
Danke.
Ist das...
Ja.
Wir haben uns vor dem Casino getrennt.
Ich wurde mit meinem Wagen gekonnt.
Sie beide, sie gingen sicher zu Fuß.
Ja, es ist ja nicht weit von mir.
Sie gingen sich mit ihm hierher.
Tja, sind natürlich mit reingegangen.
Ja, zum Telefonieren.
Hätten wir einen Tag, sie besorgt.
später und mich auf den Wagen begleitet und wiegt ihn mir nach.
Wie lange kennen Sie ihn denn?
Ach, mein Gott, drei Wochen.
Entschuldigen Sie bitte, aber das, das Kleid, das Sie da tragen, das...
Hat er bezahlt?
Darf ich mal.
Auch von ihm?
Feuern.
Ich war nicht dabei, als er ihn gekauft hat.
Er passte nicht,
er musste enger gemacht werden und wir sind dann zum Jubilär gegangen.
Und er hat Albert ungeheuer respektvoll behandelt.
Ja, Grosse hat sie geliebt.
Ja, ich glaube.
Sie wissen es nicht genau?
Ach, mein, genau.
Ja, Sie haben jedenfalls seit drei Wochen ein.
Ein optimes Verhältnis mit Herrn Gosser.
Ja?
Ja, dann müssten sie einiges über ihn wissen.
Woher kommt, was er tut, seine Verhältnisse, seine Ansichten,
seine Familienumstände.
Natürlich weiß ich einiges von ihm.
Wer könnte ihn erschossen haben?
Oh mein Gott, in drei Wochen erfährt man zwar vieles, aber doch nicht alles.
Er hat dazu ihn mal über Schwierigkeiten gesprochen, die er hat.
Geschäftlich, persönlich.
Nein.
Im Gegenteil, er macht einen ganz besonderen glücklichen Eindruck.
Das müssen sie doch auch beurteilen können.
Ja, das ist richtig.
Guten Abend.
Sie sind der Kollege Gassmannischen?
Guten Abend, mein Name ist der Eng.
Mir ist General Außenstelle Miesbach, mein Kollege.
Wie hört es, sind Sie so etwas wie Zeuge?
Ich habe Herrn Gosser flüchtig gekannt.
Die Dame ist befreundet mit Herrn Gosser.
Ich habe Herrn Gosser heute Morgen zufällig kennengelernt und war dann heute
Abend bis kurz vor seinem Tod mit ihm zusammen.
So wie vor allen Fossen.
Na, da können Sie uns ja was sagen.
Um ein Haar, könnte ich Ihnen sogar sagen, wer in der Schossen hat.
Gosser hat sich schwer verletzt, wie er war, noch ans Telefon geschleppt,
um mich anzurufen.
Entschuldigen Sie, warum gerade Sie?
Er wusste, dass ich bei der Mordkommission bin.
Hat er was gesagt?
Nichts, was Rückschlüsse zulässt?
Nichts mehr.
Gerade noch seinen Namen und...
Echtstens Stömmen, nichts mehr.
Glauben Sie, dass er den Täter erkannt hat?
Ja, das glaube ich.
Ich bin sogar ziemlich sicher.
Die Entfernung ist nicht sehr groß.
Ich aus dem Fenster fähre direkt hierher raus, also großer Muss in der Katar.
Sagen Sie, was sind das für ein Mädchen?
Das ist ein Urlaubshorn.
Sie kennen den seit drei Wochen, sie waren ziemlich oft zusammen.
Wir siehten die aus, ich meine, was hatten die an?
Wir waren zusammen im Spiekersieh noch.
Ach so.
Er mochte es, dass sie sich hübsch anzog.
Gut, wir werden sie gleich vernehmen.
Besten Dank, Herr Kollege.
Wenn wir irgendwelche Fragen haben, dann melden wir uns.
Haben Sie was dagegen, wenn ich noch bleibe?
Nein, wahrscheinlich werden wir sowieso zusammenarbeiten müssen.
Der Tod ist aus München, der Täter, möglicherweise auch.
Komm.
Du dein Leid.
Komisch.
Jetzt bin ich eine Stunde lang verhört worden,
aber das hat mich noch keiner gefragt.
Ja, tut mir leid.
Wissen Sie, ich hab so einen Mann noch nie kennengelernt.
So ängstlich und dann...
und dann wieder genau das Gegenteil.
Ich denk so oft daran, wie ich ihn kennenlernte.
Erzählen Sie mal.
Ich sah ihn schon eine ganze Weile.
Er starrte mich an, er fixierte mich.
Es fiel allen auf.
Da hast du einen Verehrer, Gabi.
Wie der dich anseht, der frisst dich ja gar nicht.
Da stand er plötzlich auf.
Komm, der hat was vor, der sieht dir den Schlossen aus.
Jetzt geht er zum Angriffen.
Er konnte nicht sprechen.
Er brachte zuerst gar keinen Ton heraus.
Verzeihen Sie bitte.
Entschuldigen Sie, dass ich hier...
dürfte Sie einen Augenblick sprechen?
Mich?
Ja, Sie.
Nur einen Moment.
Worüber wollen Sie mit mir sprechen?
Ja, überall.
Überall.
Entschuldigen Sie.
Verzeihen Sie.
Ich wollte Sie nicht belästigen.
Entschuldigen Sie.
Er lacht.
Und da gefiel er mir plötzlich.
In diesem Augenblick fühlte ich, was er für ein Mensch ist.
Schwach, aber voller...
Humor, ne?
Kommen Sie, ich bring Sie jetzt nach Hause.
Das war alles ein bisschen viel für Sie heute.
Danke.
Frau Berger.
Ja?
Geh' ich' die Suche für Sie.
Danke.
Guten Morgen, Frau Berger.
Frau Nemfos ist nicht da, die ist nach München.
Nach München?
Ich bin selbst überrascht.
Du weißt doch, Schülern hier ist doch in der Ausbildung, ne?
Ja.
Ja, für ein Jahr.
Hat sie gesagt, was sie in München will?
Nein, das hat sie nicht.
Sie hat sich ganz überraschend entschlossen?
Gestern jedenfalls wusste ich noch nichts davon.
Frau Berger, ich...
Ich habe eine Frage an Sie.
Sagen Sie, was für ein Mädchen ist Sie eigentlich?
Was wollen Sie wissen?
Na, Art, Wesen, Charakter.
Nun, Sie ist intelligent, das ganz bestellen.
Sie weiß, was sie will.
Sie hat Ihre bestimmte Vorstellungen.
Sie ist kein ...
Sie ist kein Hieratyp.
Kein Sohn für Ihr.
Vor allen Dingen, dass Sie kein Rat suchen können.
Keine Schule, die der Art ist fast zu selbstständig.
Wie ist das ernachten?
Es kann einer werden.
Nein.
Sagen Sie, Gabriele ist doch nicht verwickelt in diesem Mordfall.
Sie hat mir gestern Nacht noch erzählt, was passiert ist.
Verwickelt?
Nein, nein.
Sie wurde nur als Zeugen vernommen.
Der Mann hat ihr wertvolle Geschenke gemacht.
Ich weiß.
Es spricht ja nicht gegen Sie, dass sie sie angenommen hat.
Er konnte es sich sicher leisten.
Ich finde es trotzdem nicht richtig.
Was?
Dass sie ihr Geschenke gemacht hat?
Dass sie sie annimmt.
Ich dachte, es ist ein Urlaub.
Ja?
Ja, ist gut.
Ja, sage mal.
Was willst du hören?
Weißt du, wer eben angerufen hat?
Nächstes Mal.
Es wurde dein Name erwähnt, im Zusammenhang mit einem Mordfall.
Ich weiß nicht.
Sie müssen sich ehren.
Herr Dereck macht gerade ein paar Tage Urlaub.
Wenn Sie dem jetzt mit einem Mordfall kommen,
dann läuft er so schnell in seine Beine tragen.
Jetzt bist du hier.
Was ist denn los?
Erklär ich dir alles.
Ein Sammler.
Ein Hauptkommissar Meers aus Miesbach will ich sprechen.
Kommt er her?
Es kommt er her.
Er ist schon unterwegs.
Das sind die Vernehmungsprotokolle.
Sie sagen nicht viel aus.
Es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass der Täter aus Wiese stand.
Alles deutet viel mehr darauf hin,
dass der Mord um seinen Motiv im Privatleben des Toten zu suchen ist.
Also hier in München?
Ja.
Seine Adresse dabei?
Ja, hier ist sie.
Er ist unverheiratet.
Eine Waage bezeichnet, was für ein Kaufmann ist der?
Angestellt, selbstständig?
Angestellt.
Das war schwer zu glauben.
Im Spiel Casino hat er mit Geld nur so um sich geworfen.
Vielleicht hat er irgendwelche Unterschlagungen gemacht.
Möglich.
Manches, was er gesagt oder getan hat,
bekommt ihm nachhinein eine gewisse Bedeutung.
Als ich ihm auf seine Frage zum Beispiel bestätigte,
dass ich bei der Mordkommission bin,
da starte er mich ganz erschrocken an und sagte,
da läuft's einem ja kalt über den Rücken.
Muss nichts bedeuten?
Nein, das muss nicht.
Das kann aber.
Sein Erschrecken jedenfalls war ganz ungewöhnlich.
Vielleicht ist das Schrecken auch zu viel gesagt.
Erstaunen wäre besser.
Erstaunen?
Für das er gar keinen gründet?
Nein, persönlichen gründ.
Und dann sagt er Sachen wie, Mord wird fast alltäglich.
Mein Eindruck ist, dass Mord immer mehr seinen Schrecken verliert,
und dass uns unsere jüngste Geschichte an Mord gewöhnt hat.
So sehr gewöhnt hat, dass Mord einem fast schon als etwas Normales vorkommt.
Als etwas Normales?
Ja, als etwas Normales.
Das hört sich allerdings merkwürdig an.
Merkwürdig ist auch folgendes Mal sehen, ob ich das noch zusammen kriege.
Dass richtig oder nicht richtig keine festen Größen sind.
Und dass es Rechtfertigungen gibt, von denen wir keine Ahnung haben.
Kann es sein, dass dir eine Marke hatte?
Ja, kann es möglich sein.
Was hältst denn davon?
Jemand stellt dir ohne jede Vorwarnung.
Ganz direkt die Frage, hassen Sie Mörder?
Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Ich sage auch nicht, aber es ist, es bekommt plötzlich alles einen Sinn.
Jetzt, wo der Mann tot ist.
Guten Tag.
Guten Tag.
Wohnt hier Herr Großer?
Ja, Herr Großer wohnt hier.
Aber er ist nicht zu Hause, er ist zur Kur an Achwissing.
Wer sind Sie bitte?
Die Haushältin.
Von Herrn Großer?
Nein, von Herrn Daum.
Herr Großer wohnt hier in Hause seines Schwages.
Können wir Herrn Daum sprechen?
Bitte wer sind Sie überhaupt?
Kriminalpolizei.
Herr Daum ist im Büro.
Können wir mit ihm telefonieren?
Bitte, kommen Sie herein.
Danke.
Augenblick, bitte.
Bitte schön.
Hallo?
Firma Dorb und Gu?
Kann ich bitte mit Herrn Dorb sprechen?
Tut mir leid, ich darf im Moment nicht durchstellen.
Herr Dorb möchte nicht gestört werden.
Mein Name ist Derrick, Kriminalpolizei.
Tut mir leid, Herr Dorb hat gesagt, keine Gespräche.
Hallo?
Sie darf im Moment nicht durchstellen.
Wer war denn da im Apparat?
Frau Schönheits.
Ist sie immer so ängstlich?
Sie will wohl keinen Fehler machen.
Können Sie mir nicht sagen, worum es geht?
Doch.
Herr Grosse ist gestern Nacht ermordet worden.
Ermordet?
Der wurde erschossen in seiner Pension über die WC.
Komm, Sette.
Das muss sofort Frau Dörper klaren.
Komm, Sette.
Ja, was ist denn, Frau Kages?
Albert ist tot.
Er ist in Wisse erschossen worden, ermordet worden.
Die Herren sind von der Polizei.
Guten Tag.
Albert, ich hab's eben selber gehört.
Moment mal.
Wer ist der Mann?
Herr Schark, der Tennislehrer von Frau Dörper.
Ich weiß, es ist mein Mann schon.
Ich habe versucht, mit ihm zu telefonieren.
Er muss im Büro sein.
Seine Sekretärin wollte mich nicht verbinden.
Wieso denn?
Haben Sie nicht gesagt, warum Sie es haben?
Ich wollte Sie ihm sagen, ich sei eine Sekretärin.
Ja, kommen Sie.
Ich fahre gleich mit Ihnen, bitte.
Das ist nicht weit von mir.
Frau Dörper.
Ja, was ist denn?
Frau Dörper.
Guten Tag, Frau Schönerls.
Guten Tag, Frau Dörper.
Ist mein Mann sein?
Ja, wer hat Besucher, möchte nicht gestört werden.
Frau Schöner, als würden Sie bitte für Frau Dörper sein.
Guten Tag von Foss.
Guten Tag Herr Derrick.
Derrick?
Ja, das ist der Herr, von dem ich ihn erzählt habe.
Ach so.
Grüß Gott Herr Derrick.
Guten Tag.
Mein Name ist Dorb.
Albert Großer ist mein Schwager.
Ich habe so eben erfahren, was passiert ist.
Hast du das auch schon gehört?
Ja.
Ich habe gar den Begriff zugenommen.
Oh Gott, ich kann es noch gar nicht glauben.
Hast du schon Einzelheiten?
Er soll durch ein Fenster schossen wollen.
Ich nehme an, Sie wollen mit mir sprechen.
Ja, wenn es möglich ist, zur nächsten Linie.
Allein geht es.
Danke.
Bitte nicht weg.
Ist es dein Kaffee oder Tee?
Tee bitte.
Frau Schilders.
Ja, ich mag das.
So, da bin ich mit meinem Herr.
Okay.
Bitte bleiben Sie auch, ja?
Natürlich.
Sie sind also Herr Derik?
Ja, das ist Herr Klein.
Nein, bitte.
Danke.
Waren Sie auch dabei, Herr Klein?
Nein, ich war nicht dabei.
Ja,
Sie waren also Vormittags beim Kurkonzert und abends in der Spielbank bei denen.
Ja, ich hatte Ihren Schwager zufällig morgens kennengelernt.
Und müssen nun seinen Tod untersuchen.
Richtig, ja.
Ich habe gleich eine Frage an Sie.
Sind Sie vor dem Foss, ist Sie von sich aus zu Ihnen gekommen?
Ja, Sie waren mit meinem Schwager befreundet, offenbar sehr gut befreundet.
Und wollte mir die Nachricht, die Details persönlich mitteilen.
Sie fühlte sich dazu offenbar verpflichtet,
was ich hier sehr hoch anrechnen kann.
Sie hat Sie nicht vorher angerufen?
Nein, Sie hat sich, wie Sie gesagt, einfach in Zug gesetzt und ist hergekommen.
Hat der Schwager Angehörige?
Ja, meine Schwester.
Sie war meine erste Frau.
Vor allem halben Jahr ist sie gestorben.
Ich habe dann wieder geheiratet,
was übrigens keinen Einfluss gehabt hat auf meinem Verhältnis zu meinem
Schwager.
Er wohnt in meinem Hause.
Ihr Schwager sagte mir, dass er bereits seit sechs Wochen hier wie sie sei?
Ja, das kann stimmen.
Es sind jetzt fast sechs Wochen.
Er war doch zur Kur?
Ja, das heißt zunächst zur Kur, aber dann gefiel es ihm dort so gut,
dass er mich fragte, hast du was dagegen, wenn ich länger bleibe?
Ich nehme an,
dass seine Bekanntschaft mit vollem Foss dabei eine Rolle gespielt hat.
Ich sage dem bitte, wenn es dir dort so gut gefällt,
bleib so lange wie du willst.
Sie müssen nämlich wissen,
dass er nie vorher Urlaub gemacht hat oder nur sehr selten.
Also ich war direkt froh, dass er, wie soll ich sagen,
dass er Spaß daran bekam.
Auszuspannen, nichts zu tun.
Ja, ja, er sagte mir, dass er es genieße, die Beine wegzustrecken, das Gefühl,
das Geschafft zu haben.
Was könnte damit gemeint haben?
Wir waren das Gefühl, das Geschafft zu haben.
Ja, hat er es nicht geschafft.
Das ging ihm doch sehr gut.
Ja, wie gut ging es ihm denn?
Ich meine finanziell.
Finanziell?
Er war doch bei ihnen angestellt.
Ja.
Was verdiente er?
Oh Gott, ein ganz normales Gehalt,
er verwaltete das Lager hochempfindliche Elektro -Teile,
ein verantwortungsvoller Posten.
Ja, weil er muss doch vermögen gehabt haben.
Vermögen?
Nein, also das kann man nicht sagen.
Er hat dem Spielcasino mit dem Geld um sich geworfen,
mit Chips und Werte von tausenden.
Voll ein Foss, er hat ein Geschenke gemacht, Kleider, Schmuck.
Konnte sich das leisten?
Ich kann es einfach, wenn er keine Schulden gemacht hat.
Aber vielleicht kommt das alles noch auf mich zu.
Was passiert denn jetzt, ich meine, wie?
Wie wollen Sie vorgehen?
Wollen Sie nach Hause jetzt?
Ja, ich möchte natürlich meine Frau nach Hause bringen.
Selbstverständlich.
Gestatten Sie, dass wir mitkommen?
Ihr Schwager hat doch bei Ihnen gewohnt.
Hat er eine eigene Wohnung in Ihrem Haus?
Nein, er hat zwei Zimmer.
Ist das interessant für Sie?
Ja, wir würden Sie gerne mal sehen.
Natürlich, bitte kommen Sie dann.
Vorher möchte ich allerdings kurz mit Frau Foss sprechen.
Ja, gerne.
Vielleicht in meinem Konferenzzimmer.
Bitte kommen Sie.
Ich warte da nicht mehr rauf.
Ja, danke.
Ja, ich war heute Morgen in Ihrer Schule.
Ich war ganz überrascht, dass Sie so plötzlich nach München gefahren sind.
Ich konnte heute Nacht nicht schlafen.
Es ging mir alles im Kopf rum, wieder und wieder.
Ich dachte mir plötzlich, du musst doch nach München.
Du musst es Ihnen erklären und erzählen.
Die werden ja völlig verstört sein.
Sie haben mir heute Nacht gar nicht erzählt, dass Sie die Familie Dort kennen.
Wie gekannt habe ich sie auch nicht, aber ich habe natürlich von ihr gehört.
Albert hat mir davon erzählt, von seinem Schwager und seiner Schwägerin.
Und wo er lebt, wie er lebt und was er arbeitet.
Davon haben Sie mir auch nichts gesagt.
Aber Sie haben mich nicht danach gefragt.
Oh doch, ich habe ganz deutlich danach gefragt.
Ich habe gefragt, wie gut Sie ihn kennen.
Ich habe nach seinen Verhältnissen gefragt.
Beruflich, familiär.
Dann habe ich das wohl falsch verstanden.
Entschuldigen Sie.
Habe ich damit einen Fehler gemacht?
Nein, vergessen Sie es.
Wollen Sie gleich wieder nach Wiessee zurück?
Nein.
Herr Dort baut mich noch in München zu bleiben.
Er hat mein Hotelzimmer bestellt.
Er möchte mich seiner Familie vorstellen.
Wie lange wollen Sie oder sollen Sie in München bleiben?
Ich weiß es nicht.
Ich nehme an, das wird sich ergeben.
In Ordnung, dann.
Bitte.
Tut mir leid, wenn ich hier den Sturm markiert habe,
aber das soll ich mitreden.
Ich meine, die Einzelheiten kennst ja nur du.
Ja, was ist denn Vorteil?
Hat das du ganz umvoreingenommen bist?
Okay.
Welchen Andruck hast du?
Von wem, von der Kleine?
Von allen Beteiligten.
Ja, welchen Eindruck.
Eigentlich gar keinen.
Nur nette Leute.
Ja.
Komm.
Bitte meine Herren, kommst Ihnen drauf.
Na, bevor geht's.
So.
Hier sind seine Zimmer.
Sie wollen sich also umsehen.
Kann ich Ihnen behilflich sein?
Ich kenne mich ja einige Weißen aus.
Also wenn Sie mir sagen, was Sie suchen.
Danke, wir machen uns schon.
So, hier sind seine Schriftzeiten.
Das sind seine Briefe.
Eine Fotos.
Was haben wir hier?
Ah ja.
Ein Tagebuch.
Interessant für Sie?
Ja, möglich.
Wir werden sehen.
Entschuldigung, bitte.
Herr Maria, Herr Beschlüsse vergesst.
Hallo.
Du bist schon zu Hause.
Ja, wir haben gekommen.
Tagela.
Was wissen wir euch?
Arbeit ist tot.
Fertig.
Hat sich irgendwas ergeben.
Noch nicht.
Wir wollten ganz gerne diese Sachen hier mitnehmen.
Die ist hier aufsteigend.
Auch seine Bankauszüge.
Ja, auch die.
Schon gut.
Ah ja, das ist mein Bruder Alfred.
Tag.
Er hat das gerade aus erfahren.
Wohnen Sie auch hier im Haus?
Ja, es ist groß genug.
Wir sind gerne in Familie.
Wir hängen alle aneinander.
Das hört man sehr selten.
Nichts, absolut nichts.
Also, dass wir es bei Albert Grosse mit einem netten Menschen zu tun haben.
Was ich hier lese, geht nur eins hervor.
Dass es sich um keinen aggressiven Menschen handelt.
Ganz im Gegenteil.
Unerfällig, eher schwach als stark.
Kein Karriere -Typ, eher weich.
Hast du die Fotos gesehen?
Ja, habe ich.
Ein Typ, der eigentlich keine Feinde hat.
Man werden Grund, einen solchen Mann zu erschießen.
Auf eine so radikale verzweifelte Art.
Der Ausdruck ist gut.
Was ist gut?
Du sagst auf eine so radikale verzweifelte Art.
Das ist es.
Das ist richtig.
Du sagst mal...
Gehen wir was essen?
Nein, ich habe noch keine.
Okay.
Ich bring dir dann was mit.
Miesbach hat noch ein paar Sachen geschickt.
Die sind im Zimmer des Toten befanden.
Komm.
Bravo.
Großartig.
Bist du nicht großartig?
Ja, sehr gut.
Ah!
Ja!
Wuh!
Ich hoffe, wir stören nicht dazu sehr.
Nein, nein, keinesfalls.
Wollen Sie reinkommen?
Ja, sehr gern.
Guten Tag, Frau Leinfos.
Guten Tag.
Na, Sie sind ja gestern doch noch nach Rotterg gefahren, ne?
Wir haben wohl noch ein paar Sachen geholt.
Ja.
In welchem Hotel wurden Sie denn hier?
Oh, ich wohne bei uns.
Ich habe meinen Mann gesagt, das sind wir Albert schuldig.
Warum soll er im Hotel wohnen?
Außerdem ist sie mir sehr sympathisch.
Sehr sympathisch.
Ich habe es ja noch gar nicht gesagt, aber jetzt weiß es.
Danke.
Nach allem, was ich erfahren habe, hat Albert Gabriele sehr gemocht.
Sagen das ganz offen.
Er hat dich geliebt.
Grund genug für mich sind die Familie aufzunehmen.
Das finde ich auch.
Darf man Sie nach dem Grund Ihres Besuches fragen?
Das darf man.
Wir wollen zu Ihrem Bruder.
Der ist im Haus.
Danke.
Ja, das sind Überweisungen, die ich vorgenommen habe.
Woher haben Sie sie?
Die waren bei seinen Sachen.
Die Kollegen von Miesbach haben sie uns überlassen.
Sie haben hier im Schwager einige Tausende überwiesen.
Und zwar in Abständen von wenigen Tagen.
Ja, Sie haben.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Bitte sehr.
Sie haben ihn ja selbst in der Spielbank gesehen.
Ja, das ist richtig.
Und dann die Geschenke, die Ihr Frau Landfoss gemacht hat.
Das verstehe ich viel eher.
Ich meine Geschenke an eine Frau, der man Gefühle entgegenbringt.
Nichts dagegen.
Tja.
Mein lieber Sprager hat ihn wie es ja eine Menge Geld gelassen.
für einen Williamt -Ring, den er ihr geschenkt hat.
Zum Beispiel.
Es wird uns interessieren, was der gekostet hat.
Ja, der Ring hat 20 .000 gekostet.
Albert hat mir die Expertise mitgeschickt, dass ich glaube schon,
dass der Ring, soweit ich das beurteilen kann, seinen Preis wert war.
Den Sie anstandslos bezahlt haben?
Nein, nicht sofort.
Ich habe zuerst mit ihm telefoniert und ihn gefragt,
ob das denn unbedingt notwendig sei.
Er sagte, es sei ein Verlobungsring.
Ob was?
Also, mir hat er von vorst nicht als eine Verlobte vorgestellt.
Also, ich glaube, ich muss jetzt etwas erklären,
was das verhältnis zu meinem Schwager betrifft.
Brauchen Sie mal.
Oh ja, sehr gerne.
Vielen Dank.
Ja, also, Albert hat sich an seiner Schwester gehangen.
Ihr Tod, Sie starb an Herzversagen, hat den sehr...
den sehr mitgenommen ihnen verändert.
Was möchte ich sagen?
So etwas wie aus der Bahn geworfen.
Sie verstehe, was ich meine.
Ich war sehr froh, dass er jemanden gefunden hatte.
Noch dazu ein so junges, ein so nettes Mädchen.
Bissen Sie, ich habe ihm das Geld geschickt und mir gedacht, wenn es ihm hilft,
wenn er ein Menschen gefunden hat, der zu ihm passt,
dann ist das Geld sehr gut angelegt.
Ja, bitte?
Ach Sie sind es.
Ich möchte mich nachvoll ein Foss erkundigen.
Sie hat sich Urlaub genommen?
Urlaub genommen?
Nein.
Sie hat die Ausbildung aufgegeben.
Sie geht endgültig weg.
Wie?
Ja, das meine ich.
Sie holt gerade ihre Sachen ab.
Ein Augenblick.
Okay.
Tschau.
Bis dann.
Wer war der Mann?
Und wer hat sie abgeholt?
Stellt es fest, auch warum sie nicht mehr in die Schule zurück will.
Hallo, voll ein Foss.
Ist so ein Zufall.
Sie haben gerade eingekauft?
Ja.
Sind Sie jetzt dauernd in München?
Ja, ich...
Herr Dopp macht ihm mit den Vorschlägen nach München zu kommen und hat mir eine
Stellung angeboten.
In seiner Firma?
Ja.
Da kann man ja nur gratulieren.
Ähm, sagen Sie, hätten Sie einen Moment Zeit für mich?
Man will Sie nicht weglassen im Hausel -Dorp.
Hab ich recht?
Ja, Sie sind ungeheuer freundlich zu mir und ich ...
Ich fühle mich einfach wohl dort.
Leben eigentlich Ihre Eltern noch?
Nein, die sind vor einigen Jahren gestorben.
Familienleben.
Verstehen Sie wirklich ganz normales, echtes Familienleben?
Das habe ich nie kennengelernt.
Und lernen Sie das jetzt kennen?
Ja, ich glaube schon.
Äh, mich wundert etwas, Frau Landfors.
Was?
Sie fragen nicht, was es Neues gibt.
Oh, mein Gott, was soll es Neues geben?
Zum Beispiel wer der Mörder von Albert Grosse ist.
Interessiert Sie das nicht mehr oder hat sich diese Frage für Sie übrig?
Sie brauchte kein Wort herausziehen, sah mich nur an.
War es Kaltblödigkeit?
Ich würde eher sagen, sowas irgendwie nicht Betroffenheit, aber ich meine,
das ist ja heutzutage nichts Besonderes.
Nicht Betroffenheit.
Großherz zum Beispiel, was hat er noch zu dir gesagt?
Nord wird fast alltäglich, kommt einem fast vor wie was normales.
Na bitte.
Dann gib mir mal das Tagebuch.
Mir ist aufgefallen, er hat wirklich sehr an seiner Schwester gehangen,
ihr Tod hat ihn, wie sagt er dort, total verändert?
Aus der Bahn geworfen.
Richtig, aus der Bahn geworfen.
Da wollen wir mal sehen, Moment.
Hier irgendwo, hier ist es ja, hier beschreibt es.
Sie starb um 11 Uhr abends, ich sah wie Martin die Treppe herunterkam,
er sagte, sie ist tot, es war plötzlich ganz still im Haus.
Ihre Stimme war nicht mehr zu hören.
Die schreckliche Stimme hat er aufgehört.
Ende des Tagebuches.
Aber was bedeuten diese Punkte?
Ich weiß nicht.
Du sag mal in dem Fotoalbum, ist da nicht ein Bild seiner Schwester?
Ja.
Seine jetzige Frau ist jünger.
Bedeutend jünger.
Und schöner.
Warte mal.
Hier, in irgendeiner Stelle, da wird der Arzt in der Schwester erwähnt.
Ja, Frau Dort war meine Patientin, eine bedauernswerte Frau.
Sie hat die letzten Jahre fast nur im Krankenwett verbracht.
Mehrere Operationen, Magen, Langalle, Schließlich das Herz.
Ein wahrer Leidensweg.
Es gibt Menschen, die in entsetzlicher Weise geprüft werden.
Alle Auflehnung ist dann zwecklos.
Sie sagen Auflehnung?
Nun Frau Dopp, eine sonst vitale Frau, die sich gegen ihr Schicksal strebte.
Dr.
Ihr Bruder schreibt in seinem Tagebuch, dass sie, ich zitiere,
eine schreckliche Stimme gehabt habe.
Ja, sie tyrannisierte die ganze Familie damit.
Eine durchdringende Stimme, die durch das ganze Haus hatte.
Was ist denn mit euch?
Warum werde ich denn nicht?
So geht das den ganzen Tag.
Sie quälen trotz.
Sie will uns quälen.
Uns alle, jeden von uns.
Geht sie auf.
Geht sie ob Gott das Willen rauf und bringt sie sie zum Schwein.
Baaaaaahhhhhh!
Aber so ist das normal mit den Kranken.
Entweder sind sie sanft, bütig, weise oder böse.
Und dann sind sie in der Qual für die Umgebung.
Die Todesursache Herzversagen ist eindeutig?
Ich verstehe Ihre Frage nicht.
Worauf wollen Sie hinaus?
Sie haben noch den Todenschall ausgeschrieben.
Ja, Herzversagen.
Nach Lage der Dinge, eindeutig.
Soll ich dir mal sagen, was ich denke?
Ich lerne da ein, wie Sie einen Mann kennen.
Lagerverwalter in der Firma ist eines Schwagers, also keine tolle Position.
Aber der Mann wirft mit Geld um sich, spielt im Casino,
macht seiner Freundin teure Geschenke,
die seinen Schwager dann ohne zu morgen bezahlt.
Die Frage ist, warum tut er das?
Warum war Albert Grossoß so sicher, dass sein Schwager bezahlt?
Na, sag's.
Er hat seinen Schwager in der Hand.
Winkt auf einmal ganz nah an, ich war.
Aber wie wollen wir das beweisen?
Er ist tot.
Wir werden das beweisen.
Wir brauchen nur ein paar Tage Zeit.
Wir möchten ein Dorf sprechen, Mr.
Zauber.
Ach, die Herren von der Polizei.
Guten Tag, dürfen wir einkommen.
Ja, sehr verständlich, bitte kommen Sie rein.
Wir haben Besuch bekommen.
Ich wollte Sie schon anrufen,
nachdem wir tagelang nichts von Ihnen gehört haben.
Guten Tag.
Guten Tag.
Guten Tag.
Ja, nun platzst du mir hier rein in ein gemütliches Beisammensein.
Das lässt sich allerdings nicht leugnen.
Wollen Sie nicht eine Tasse T mit uns bringen?
Frau Kage, freust du dich rein?
Aber ich bitte Sie, das sind doch keine Umstände.
Frau Kardus, da zweitere.
Wir verzichten.
Darf ich fragen?
Wir haben noch ein paar Vernehmungen durchzuführen.
Stellen Sie uns Ihr Arbeitszimmer zu verfügen.
Ja, natürlich.
Bitte.
Wen wollen Sie den vernehmen?
Frau Lentfoss, bitte.
Wollen Sie sich setzen?
Nein, danke.
Frau Lentfoss, ich habe versucht, mir darüber klarzulernen,
welche Gründe Sie veranlasst haben, könnten uns nicht alles zu sagen.
Aber ich...
Nein, Moment, nicht, nicht, nicht.
Sie haben uns nicht alles gesagt.
Das muss gar nicht erst bewiesen werden.
Wir wissen, warum sie hier aufgenommen worden sind.
Und warum sie nun hier leben, wie im Schoße einer Familie.
Was ist das, was Sie vermisten?
Nein, war das ein Grund, oder?
War es eine Versuchung, die Sie erleben sind?
Hat Ihnen Herr Größer vor seinem Tod etwas anvertraut,
was uns nicht sagen wollten oder konnten?
Nein.
Wir wollten fair sein, wir wollten eine Chance geben.
Herr Dau, bitte.
Und auch hier, Bruder.
Was ist denn da los?
Was wird denn da besprochen?
Warum schauen Sie mich nicht an?
Warum sagen Sie nichts?
Warum sagen Sie nichts?
Weil Sie von allem nichts wissen.
Kann ich dabei sein?
Nichts dagegen, Frau Kahl, es kommt doch nicht an.
Ich habe Ihnen eine Mitteilung zu machen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft ist gestern Morgen die Exhumierung Ihrer
ersten Frau vorgenommen worden.
Der Leichnam wurde untersucht.
Ihre Frau starb nicht an Herzversagen, sondern an Zürich und Kali.
Copyright WDR 2021 Die Bruder hat den Tod seiner Schwester in seinem Tagebuch
beschrieben.
Sie starb im 11.
Abends.
Ich sah, wie Martin die Treppe herunterkam.
Er sagte, sie ist tot.
Und vorher steht, wir waren alle zusammen, Martin, Alfred, Frau Cargis.
Wir warteten.
Worauf, Herr Dorb?
Worauf warteten alle?
Dass er herunterkommen würde und sagen, sie ist tot.
Sonst sind wir verrückt.
Exhumierung?
Ich habe dazu meine Einwilligung nicht gegeben.
Sie waren nicht nötig.
Sie waren kaltiger.
Wer sagt das?
Wo steht es geschrieben?
Hier ist der Bericht.
Sie fragen mich gar nicht, warum es so weit gekommen ist.
Ich weiß es.
Aber sagen Sie es nur.
Ich konnte es nicht mehr ertragen, wie sie uns alle gequält hat.
Gequält mit ihrem Hass.
Ihrem abgrundtiven Hass auf alles, was nicht krank war wie Sie.
Was ist der Haftbefehl gegen Sie?
Wegen Verdacht des Mordes begangen an Ihrer ersten Frau und an Ihren Schwage.
Sie haben Ihren Schwage erschossen,
weil sie seiner Verschwiegenheit nicht mehr sicher waren,
weil er sie mit immer neuen Geldforderungen erbrest hat.
Sie bekamen Angst.
Und Sie?
Sie wurden durch Albert Großer zur Mitwisserin.
Darum kam sie kurz nach seinem Tod hierher zu einem Dorb, erzählt ihm alles,
was er wussten.
Und wurden zum Schein in die Familie aufgenommen.
Eine Familie von lauter netten Leuten.
Fraulein Foss wäre mit Sicherheit Ihr drittes Opfer geworden.
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