All language subtitles for 1981_B├╝rgschaft f├╝r ein Jahr.deu

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Original subtitles

* Personen und ihre Farben: *

Nina Kern, alleinerziehende Mutter

Irmgard Behrend, Musikschullehrerin

Werner Horn, Freund von Nina

Ja, dann wollen wir mal wieder.

Herr M�ller, hier, bitte. - Papiere, bitte.

Ja, der Fall Kern.

Ziemlich aussichtslos.

L�uft wahrscheinlich auf Entzug des Erziehungsrechts hinaus.

Wir mussten ihre Kinder vor 4 Monaten in Heime einweisen.

Kindesvernachl�ssigung, asozialer Lebenswandel und so weiter.

Auf jeden Fall bleiben die Kinder zun�chst im Heim.

Wie haben sich die Kinder eingelebt?

Normal.

Jacqueline sollten wir einem Psychologen vorstellen, schwierig.

Notieren Sie bitte.

Wann war der letzte Hausbesuch?

Moment, �h, am 10.10.80. Aufger�umt war.

Obwohl, das Kinderzimmer war nach wie vor kalt und unpers�nlich.

Arbeit?

Ja, seit 6 Wochen bei der BVG, sie w�scht U-Bahnen.

Auf der Arbeitsstelle war ich noch nicht.

Das holen wir nach. Probleme mit dem Alkohol?

Keine. Schulden auch nicht.

Ja, dann sehen wir mal nach, ob sie �berhaupt gekommen ist.

Die Adoption w�re bei den beiden Gro�en allerdings etwas schwierig.

Trotzdem bin ich f�r Klage auf Entzug des Erziehungsrechts.

Im Heim ist es besser.

Besser als zwischen leeren Flaschen und betrunkenen Kerlen aufzuwachsen.

Ich bin auch daf�r, aber m�glichst bald.

Tja, Frau Kern, nehmen Sie bitte Platz.

Sie sind Frau Braun? - Ja.

Guten Tag. - Guten Tag.

Die Nachbarin, wenn ich nicht irre. - Ja.

Danke, dass Sie gekommen sind.

Dann er�ffne ich die Beratung des Jugendhilfeausschusses.

Daran nehmen auch 2 B�rger aus Ihrem Wohngebiet teil.

Frau Irmgard Behrend, Musikschullehrerin.

Und Herr M�ller, Bauingenieur.

H�ren wir zun�chst die Jugendf�rsorgerin.

Frau Christine Kern, geboren am 13.05.53.

Wohnhaft Berlin-Mitte, Tucholsky-Str. 16.

Geschieden, Mutter von 3 Kindern, Ren�, Jacqueline und Mireille.

Vater ist ihr geschiedener Mann J�rgen Kern.

8-Klassen-Abschluss, seit 3 Jahren geschieden.

Der Mann hat sie wiederholt geschlagen.

Vor 2 Jahren informierten uns Nachbarn.

Die Kinder h�tten sie um essen angebettelt.

Frau Kern hat ihre Erziehungs- und Aufsichtspflicht vernachl�ssigt.

Trotz Aussprachen.

Oft hat Familie Braun die Kinder versorgt.

Die Mutter zog mit M�nnern umher.

Die Gro�en kamen m�de und ohne Fr�hst�ck in die Schule.

Jacqueline hat das Klassenziel nicht erreicht und ist verhaltensgest�rt.

Dreckiges Geschirr, Betten ohne Bez�ge, keine Gardinen.

Ren� ist bereits kriminell gef�hrdet.

Vor 4 Monaten haben uns Nachbarn informiert.

Die Kinder seien seit 2 Tagen unbeaufsichtigt.

Wir haben sie daraufhin durch eine einstweilige Verf�gung eingewiesen.

(Mann) Ja, Frau Kern.

Jetzt m�chten wir etwas von Ihnen h�ren.

Wie stellen Sie sich die Zukunft Ihrer Kinder vor?

Das mit dem Heim, das war ein Schock f�r mich.

Ich wei� jetzt erst, dass ich ohne meine Kinder nicht leben kann.

Ein bisschen lauter, Frau Kern.

Ich will meine Kinder wiederhaben.

Ich wei� ja selbst nicht, wie es soweit kommen konnte.

Ich habe solche Sehnsucht nach den Kindern.

Ich verspreche Ihnen, ich werde alles tun.

Die Kinder gehen doch da kaputt.

Nun, die Kinder gehen da nicht kaputt.

Sie haben erstmals nach Jahren ein sauberes und geregeltes Heim.

Wir mussten das tun, weil Sie sich als Mutter nicht gek�mmert haben.

Was da vorgelesen wurde, das ist ja alles richtig.

Aber ich will aus allem raus.

Die Vergangenheit ist vorbei.

Ich habe die Wohnung aufger�umt, ich gehe abends nicht weg.

Auf Arbeit ist man zufrieden mit mir.

Mein neuer Freund, Werner Horn, war schon im Heim, die Kinder besuchen.

Er ist kinderlieb.

Und das mir der Clique, das ist ein f�r allemal vorbei.

Hm.

Frau Braun, kennen Sie diesen Herrn Horn?

Ein netter und solider junger Mann.

Er f�hrt Schulspeisung.

Es ist wirklich manches anders geworden, seit sie befreundet sind.

Sie haben sich vorgenommen, Ihren alten Lebenswandel aufzugeben?

Durch die Heimeinweisung Ihrer Kinder ist Ihnen das endlich klar geworden.

Sie haben Pflichten als Mutter und sind Ihren Kindern etwas schuldig.

Ich wollte n�mlich bitten ... Ja, Frau Kern?

Wenn Sie mir die Kleine zur�ckgeben, kann ich ihnen beweisen, dass ich...

(Rotschopf) Jetzt denken Sie ein wenig naiv, Frau Kern.

Die Kinder waren Ihnen doch v�llig gleichg�ltig.

Sie k�nnen ohne Ihre Kinder nicht mehr leben, Sie?

Die Kinder waren Ihnen doch im Wege, wenn Sie mit M�nnern loszogen.

Da wird dann rasch die Wohnung aufger�umt, eine Arbeit aufgenommen.

Und hier spielen Sie die Reum�tige.

Das h�tten Sie sich alles fr�her �berlegen m�ssen.

Bitte geben Sie mir noch eine Chance.

Ich habe in den letzten Monaten alles getan.

Aber jetzt kommt ja pl�tzlich keiner mehr, da ist man ja abgestempelt.

Wir gehen nicht mehr das geringste Risiko auf Kosten Ihrer Kinder ein.

Nicht nach all dem.

3 Jahre haben Sie uns get�uscht, lauter Versprechungen.

Wenn wir Sie abgestempelt h�tten, dann w�rden wir ja kaum hier sitzen.

Und finden Sie nicht selbst, dass Sie genug Chancen hatten?

Jetzt geht es um Ihre Kinder. Wissen Sie, was die brauchen?

Eine Chance, normal aufzuwachsen.

Noch Fragen?

Keine?

Frau Kern, Frau Braun, wenn sie bitte drau�en warten w�rden.

Wenn ich das schon h�re. Die soll ruhig wissen, woran sie ist.

* Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses diktiert. *

Als Ergebnis der Aussprache haben wir etwas beschlossen.

Wir �berpr�fen die Angaben Frau Kerns zu ihren neuen Lebensverh�ltnissen.

Handelt es sich dabei um einen Fall ehrlicher Reue?

Gibt es Voraussetzungen daf�r,

die 5-j�hrige Tochter Mireille nach Hause zu entlassen.

Absatz.

Detaillierte Festlegungen: 1. regelm��iger Besuch im Heim.

2. regelm��ige Hausbesuche durch die F�rsorgerin.

3. Herr M�ller, Frau Behrend nahmen an der heutigen Beratung teil.

Sie sind B�rger aus dem Wohngebiet.

Wir hoffen auf die Mitarbeit dieser beiden B�rger ...

Von mal mit reinschauen, war deine Rede, nicht von Mitarbeit.

Den letzten Punkt streichen wir. Ich habe gar keine Zeit daf�r.

Meine Familie ... - �berlege mal in Ruhe.

Das ist eine komplizierte Sache.

Ich bin weder kompetent, noch hatte ich je mit solchen Leuten zu tun.

Sie wohnt doch bei dir um die Ecke. - Na und?

Wenn ich mich ...

Sie haben recht, Herr ... M�ller.

Nat�rlich habe ich recht.

Also, ich habe mir das heute angeh�rt und gut.

Sie m�ssen sich nicht rechtfertigen, das verstehen doch alle.

Wollen die Kinder denn �berhaupt nach Hause?

Ja, die meisten wollen.

Das w�rde mich schon interessieren.

Kann man denn mit den Kindern mal reden?

Sicher.

Ich habe ja keine Familie wie Herr M�ller.

Aber ich kenne mich da nat�rlich auch nicht aus.

Wenn ich Ihnen da helfen kann.

Also gut, ich w�rde das machen.

Wecken wie immer?

Ja.

Nina.

Das wird.

Ach, jetzt f�ngt der ganze Mist von vorne an.

Nacht. Nacht.

Komme gleich.

Morgen. Morgen.

Tsch�s.

Morgen, Herr Braun. Morgen.

Tsch�s, mein Hase.

* Er pfeift eine Melodie. *

Oh Mann, du kennst doch die Stra�e.

Dann gibt es eine Plakette nach 20 Jahren, oder?

Man f�hrt nie 2-mal dieselbe Stra�e. Deine Spr�che!

Immer dieses Dreckgelb, wenn da mal eine Blaue drunter w�re.

Mein Rock hat auch eine sch�ne Farbe, passt prima.

Denk an Honig, ist auch gelb. Babykacke auch!

* stumme Szene *

Du, ich komme auf den Zug, Begleiter.

Sch�n f�r dich.

Die m�ssen dir Mireille wiedergeben.

Und wenn das l�uft, dann geben sie dir auch die beiden Gro�en.

M�ssen die.

Aber den Werner, den solltest du dir warmhalten, auf solche stehen die.

Der ist doch gar nicht so schlecht.

* Eine Autot�r wird zugeschlagen. *

(Kind) So, jetzt die Haare dr�ber, ja?

Das ist aber fein, und so sch�ne Sterne.

Wiedersehen, Kinder. - (alle) Wiedersehen.

Wiedersehen.

Na ja, so schlecht ist es doch gar nicht.

Und wenn Ihr Kind dort aufwachsen w�rde?

Na, Sie machen mir Spa�.

Ist Ihnen niemals dieser Gedanke gekommen?

Dass Ihr Leben auch ganz anders h�tte verlaufen k�nnen?

Nein, man muss schon wissen, was man will.

Tag. - Guten Tag.

Wir wollten euch mal kennenlernen, dich und deine Schwester.

Jacqueline.

Jacqueline!

Tag.

Sie ist erk�ltet.

Gef�llt es euch hier? Ja, soweit nicht schlecht.

Bitte sch�n. Danke.

Die isst keine Schokolade.

Davon wird ihr schlecht.

Bitte sch�n.

Na, kommt, geht rein.

Warum isst Jacqueline keine Schokolade?

Man kommt nicht an sie ran.

Sehen Sie meine Mutter?

Sagen Sie ihr einen sch�nen Gru� von Jacqueline.

Und dass ich warte, Ren� auch.

Frau Kern.

Ich soll Sie gr��en.

Von Ihren Kindern, wir waren gestern dort.

Wie kommen Sie dazu, meine Kinder zu besuchen?

Herr M�ller und ich, wir w�rden uns gern nochmal mit Ihnen unterhalten.

Es war doch Ihr Wunsch, Mireille probeweise nach Hause zu holen.

Passt Ihnen Sonntag?

Sonntag?

Nachmittags, ja.

Aber jetzt gehen Sie bitte.

Nacht. Nacht.

Nina.

Aufstehen.

Nina!

Na, komm, komm, Nina.

Ach, du Schei�e, habe ich verpennt? Es ist doch Sonntag.

Komm, Nina, ist gleich 11. Wir haben noch eine Menge vor heute.

Die kommen doch erst nachmittags.

Oh, schau, schau.

Eier und Streifenw�rstchen.

Du, sag mal, vielleicht sollte man die Wurst mal anders schneiden.

Du, so zum Beispiel.

Ich glaube, das ist ein ganz gro�er Unterschied.

Na?

Kriegen eure Kinder auch mal was anderes?

Ich dachte, wenn meine wieder da sind, koche ich selbst.

Das ist schon blau.

Was ist denn das?

Hustentee, was anderes war nicht da.

Ach, Werner, ohne Kaffee kannst du mich ganz vergessen.

Nina, kein Theater jetzt, komm.

Werner, ob du vielleicht mal zu der Braun ...

War ich schon, keiner da.

Im ganzen Haus trinken die jetzt Kaffee.

Aber dass ich bei Hustentee hier vor mich ...

Vor mich oder vor mir? Was willst du denn sagen?

Dass es mir schlecht geht.

Die sollen ihre G�ren nochmal nach Flaschen schicken.

Mindestens 5 Pfund haben die mir aus dem Haus geschleppt.

Aber wenn Nina mal 3 Kaffeebohnen braucht, 3!

Ich war im Keller, deine Kohlen sind alle.

Was, habe doch letztes Jahr den Keller vollgemacht.

Wann kommen deine neuen? Ich war vorsorglich.

Ich habe letztes Jahr den ganzen Keller vollgerammelt.

Du hast im Fr�hjahr keine bestellt? Die werden im Sommer blo� schlecht.

Kohlen werden nicht schlecht.

Ich habe gelesen, alles was man einkellert, verliert an N�hrwert.

Kohlen haben keinen N�hrwert.

Das sind mehr so Steine.

Du, Werner. Ja?

Wenn die hier frieren, ist alles aus.

Tag, Frau Krampe. Morgen, Nina.

Wissen Sie, meine Kohlen sind alle und wir haben noch viele Eier.

Bitte?

Keine Kohlen! Was?

Ich ...

Ich wollte Ihnen da Eier bringen, sind aber schon gekocht.

Meine Kohlenm�nner haben mich sitzenlassen, Herr Dr. Heinemann.

Ist auf niemanden mehr Verlass.

Ich w�rde Sie Ihnen gleich Montagfr�h wiederbringen.

Ich habe keine oben.

Wenn Sie mir ihren Kellerschl�ssel geben, bin ich fix wieder da.

Den hat meine Frau. Die ist au�er Haus.

So, da kann man nichts machen. Entschuldigung.

Bitte.

Tag, k�nnen Sie mir ein paar Kohlen pumpen?

War ja nur eine Frage.

Wir m�ssen auch aufs Geld gucken. Vergessen Sie es.

Werner, B�geleisen.

Ja.

Und hei�es Wasser.

Nina, komm doch mal her.

Was hast du hier wieder fertiggebracht?

Schei�e, kein Saum drin.

Das schaffen wir nie bis um 4.

Nina, keine Klipser.

Du kannst aber nicht zuziehen.

Wie bei Brauns.

* T�rklingel *

Komme!

* Klingel *

Komme gleich!

Tag. Tag.

Das ist Werner.

Horn. Behrend.

Horn. M�ller.

Kann ich Ihnen Kaffee machen? Hm.

Ach, ich habe gar keinen.

Na, dann Tee. Einen Tee.

�h, aber nur Hustentee. Dann trinken wir einen Hustentee.

Lass mal, Nina.

Ich mache das.

Setzen Sie sich doch.

Es ist sch�n warm hier. Ja, das ist immer so bei mir.

Frau Kern, ich ...

Wir m�ssten noch ein paar Stores haben.

Wenn Sie wollen? Nein.

Frau Kern, nun erz�hlen Sie doch mal.

Also, der Werner, der Herr Horn, der hat eine Schrankwand angemeldet.

Und in 2 Jahren ... Da ist dann der Fernseher abbezahlt.

Herr Kern, da k�nnen Sie jetzt nicht rauf.

Nanu?

Besuch von der F�rsorge, die pr�fen nochmal alles.

Dann komme ich heute Abend.

Warten Sie.

Wieviel? - 5 Mark w�rden reichen.

Vielleicht ein Zehner, das verrechnet sich doch besser.

Vielen Dank.

* Die Frau z�hlt leise. *

Moment.

* Sie z�hlt. *

Danke.

Warum isst Jacqueline eigentlich keine Schokolade?

Vielleicht mag sie keine.

Das ist aber selten.

Ich esse ja auch keinen Spinat.

Mann, ist das eine R�uberbraut.

Die Wohnung sieht ordentlich aus. Fragt sich nur, wie lange.

Bei der m�sste man dranbleiben.

Blo�, ich habe noch andere F�lle, da ist die noch gold.

Na, was ist?

Machen Sie allein weiter?

Hm, das ist N�tigung.

Aber ich bin ja auch doof.

(erb�rmlich) Mama, Mama, Mama!

* Das Kind weint. *

* L�rm von vielen Leuten, laute Musik *

Mama, Mama, Mama!

Jacqueline, nun komm mal her.

Die Mama ist doch da, ist doch gut.

Nun h�re auf zu weinen, pst, die Mama ist doch da.

* Partyl�rm *

* Jacqueline weint weiter. *

(Frau) Jacquelinchen, h�re doch auf zu weinen.

Schlaf doch endlich. Mensch, Ruhe da dr�ben!

Ihr sollt meine Kinder in Ruhe lassen!

(Mann) Mensch, was ist denn hier los?

Komm, der Onkel hat das Richtige f�r dich.

Mach den Mund auf, Schokolade rein. So, nun ist Ruhe!

Nein!

Hier. Was ist das?

Unsere Verpflichtung f�r Frau Kern. Ich unterschreibe nichts.

Ist doch nur der Form halber.

Deshalb unterschreibe ich es nicht. Herr M�ller.

Das wird eine Art B�rgschaft, und ich bin dann wieder der Dumme.

Mann, hier rei�t was ein.

Wer wollte nur das M�gliche wagen?

Dazu ruft Gott keinen aus dem Schlaf.

Sind Sie in der Kirche?

Ja.

Na?

Na ja.

Weihnachtsgeschenk f�r die Kleine.

Hm, sch�n.

Du, die Schleuder ist kaputt. Wenn du mal eine Minute Zeit hast?

Hm.

Trinkst du noch einen Schluck mit? - Nein.

Habe schon Z�hne geputzt.

Wie war es denn? - Hm.

Normal. Wieviel kostet die Karre?

Ich meine, bei dieser Kern.

Normal, wieviel denn? - 150.

150 f�r einen Puppenwagen?

Du kommst dann, ja? - Hm.

Da ist ja nicht mal eine Matratze drin.

�berlege, was eine Alleinstehende mit 3 Kindern Weihnachten schenken kann.

Ah, ich fand es beschissen.

So bauen wir Schranken.

Frau Kern hatte keine gute Kindheit.

Der Vater war oft krank, die Mutter mit den 4 Kindern alleingelassen.

In der Familie wurde viel gebr�llt.

Nina hat fr�h geheiratet, das erste Kind war unterwegs.

H�uslich war sie ja nicht, das muss man sagen.

Das zweite Kind wollte sie, um den Mann zu halten.

Und er schleppt ihr seine Saufkumpane in die Wohnung.

Dann wurde gefeiert und danach gab es immer Streit.

Und die dritte Schwangerschaft hat sie zu sp�t bemerkt.

Der Mann hat getobt und sich ja dann auch aus dem Staub gemacht.

Ja, ich h�re sie noch.

Wenn ich gro� bin, richte ich mir eine sch�ne Wohnung ein.

Sie hat ja heute noch die M�bel ihrer Mutter.

Wir haben uns sehr um Nina gek�mmert. - Traudel!

Aber jetzt, der neue Freund, das ist eine Perle, sage ich Ihnen.

Mit dem schafft sie es.

Doch, sowas sieht man.

Das ist doch durchaus m�glich.

Wir probieren das jetzt erstmal mit Mireille.

Vielleicht schaffen wir das bis Weihnachten.

Wo hast du so lange gesteckt, Nina?

Die geben mir die Kleine. Ich spendiere, was trinkst du?

Wie immer. 3 Pfeffi, 2 Bier.

Und wir, Nina? Ihr seid voll, ihr geht nach Hause.

Na, du? Na, du?

Du, die haben hier prima Buletten. Hast du auch Hunger?

2 Buletten!

Werner, was hast du denn?

Ich verstehe das nicht, du kannst zuhause essen.

Aber ich habe jetzt Hunger und die Buletten sind wirklich prima.

Ich trinke ein Bier weniger.

Eine halbe Stunde muss man sich beherrschen k�nnen.

Dir geht es um die Mark. Hier eine Mark, da eine Mark.

Hey!

Das hat nicht geklappt, was?

Sag mal, willst du mir wegen einer lumpigen Mark den Abend versauen?

Ich sehe doch, dass dir der Zahn tropft, hier.

Ich finde es unvern�nftig, sich hier vollzustopfen.

Und zuhause wird alles schlecht.

Eier und Streifenw�rstchen. Ich will Buletten, jetzt.

Und wenn du noch lange redest, schmei�e ich eine Runde f�rs Lokal.

An so einem Tag.

Schmeckt doch nicht schlecht.

Also, Jungs, so geht es ja nun wirklich nicht.

Was?

Hey!

Birgit, die Herren wollen zahlen.

2 Buletten, ein Pils, einmal Bruch.

Das ist ein Fernrohr.

Willst du auch mal? - Hm.

Hast du es selber bemalt. - Ja, mussten alle.

Ich habe noch was.

Aha, Briefpapier.

Jedes riecht anders, das ist n�mlich Riechpapier.

Da braucht man gar nichts mehr zu schreiben.

Mami.

Ich dachte schon, du kommst nicht. Weinst du, Mami?

Jetzt ist alles gut.

Kommen Sie noch kurz zu uns rauf.

Nein, vielleicht ein andermal. Heute habe ich noch was vor.

Aha.

# Es ist ein Ros' entsprungen aus einer Wurzel zart.

# Wie uns die Alten sungen von Jesse kam die Art.

# Und hat ein Bl�mlein 'bracht mitten im kalten Winter.

# Wohl zu der halben Nacht.

* Sie spielt den Walzer "An der sch�nen blauen Donau" *

Ich kann heute nicht.

Schon wieder?

Ich wei� doch auch nicht, warum es so unregelm��ig kommt.

Nicht mal da hast du System.

So einen Vater wie dich h�tte ich gern gehabt.

* Jemand h�mmert, bohrt und s�gt. *

* Im Radio l�uft Weihnachtsmusik. *

Nein, das ist f�r Jacqui und Ren�. Mach mal deins.

Ich w�rde erstmal das Bild fertigmachen.

Was man anf�ngt ...

Komm her. Zusammen schaffen wir das schon.

So, das ist hier ... Haus.

Na?

F�r mich? Nein, f�r die Gro�en.

Ach.

Na, freust du dich schon?

# Ach, Schneewittchen hat's gut, wei� wie Schnee, rot wie Blut ...

* Sie summt die Melodie. *

Allerdings mitten im Vorschuljahr.

Die Anforderungen sind ziemlich hoch.

Ich bitte Sie, Mireille ist vorher in diesen Kindergarten gegangen.

Sie sind verpflichtet, sie wieder zu nehmen.

Der Platz steht ihr ja auch zu. Ja.

Wir haben schon 2 Sorgenkinder in dieser Gruppe.

Mireille bekam eine sehr gute Beurteilung.

Heim ist Heim, wir haben hier etwas andere Ma�st�be.

Gut, probieren wir es.

Denken Sie an Essengeld.

Hausschuhe gezeichnet, Schlafanzug gezeichnet.

Turnsachen, na, sie wissen ja. Hier k�nnen Sie noch alles nachlesen.

Und gew�hnen Sie Mireille allm�hlich an Kaltwaschung.

Mach nicht so laut!

Warum denn? Wei�t du doch!

Was willst du draufhaben?

Nur Butter, aber kein Schwarzbrot.

Hier steht Schwarzbrot, ist auch ges�nder f�r die Z�hne.

Also Wurst oder Marmelade? Nur Butter, aber kein Schwarzbrot.

Das habe ich mir doch gedacht, dass Sie das sind!

Mein Mann kommt von Nachtschicht! Guten Morgen, entschuldigen Sie.

Noch bis in den Gruppenraum.

Komm, binde ab, ist besser so, die anderen kommen auch zu Fu�.

Die kann ich auch in der Umkleide abbinden.

Wenn ich dich abhole, da fahren wir bis nach Hause.

So, und jetzt binden wir ihn ab.

Will aber nicht. Sonst kriege ich meinen Bus nicht.

Du sollst den Rollschuh abbinden. N�!

Ich will aber nicht. Du spinnst wohl?

Lass mich in Ruhe.

Na, hier ist ja was los!

Tsch�s.

Nina!

Na, du?

Kleinen Schnaps dazu?

Nein, nein, lieber nicht. Da wird ja gar nicht gefragt.

Aber nur den einen, Prost. Prost!

Wie geht es denn?

Prima!

Und dein Traum?

Der ist kaum noch zuhause.

Ach nein. Krach?

Feierabendjobs.

Will dir was bieten, was?

(Frau) Ach, Nina!

Dich gibt es ja auch noch. Und ich dachte, du lebst nicht mehr.

Wo bist du abgeblieben? Ach, Mireillchen, meine Kleine.

H�, bisschen blass siehst du aus. - H�r doch auf.

Hab gar nicht gewusst, dass ihr kommt.

Schau, Dieter, was?

Wei�t du noch, wo Hansi beim Pfefferminz abgebissen hat?

Das holen wir jetzt nach. - Ja, los.

Danach gehen wir alle ins "Richter".

Nein, wir gehen zu ihr, ist gem�tlicher.

Auf einem Bein kannst du nicht stehen.

Auf einem nicht. Doch, kann ich.

Mache es gut, tsch�s.

Nina, was ist? - Warum geht die denn?

Prost! - Prost!

Alles okay? Hm.

Du, Mutti, ich musste heute im Waschraum schlafen.

Was war denn los?

Frau Lange sagt, ich schunkele immer so im Schlaf, das st�rt die anderen.

Ich rede mit Frau Lange, das ist nicht in Ordnung mit dem Waschraum.

Warum schunkelst du denn auch?

Du schunkelst ja auch.

Ich? Ach, das m�sste ich doch merken.

Wie denn, wenn du schl�fst?

Stecken die in den Waschraum. Was?

Mireille, beim Schlaf, weil sie schunkelt.

Wie schunkelt? Na, so.

W�rde ich mir aber nicht gefallen lassen.

Lasse ich mir auch nicht.

Nina, ich kriege ein Kind.

In welchem Monat?

Zweiter, glaube ich.

Beh�ltst du es?

Im zweiten habe ich nie was gemerkt.

Behalte es doch.

Hey, Pummel, mach doch nicht solche Dinger.

Nun heule doch nicht.

Ist schon schei�e mit dem bissel Leben.

Ja?

Frau Kern.

Ich komme wegen des Waschraums.

Ist gut, dass Sie kommen, wir haben Schwierigkeiten mit Mireille.

Sie weigert sich, auf Toilette zu gehen.

Wir haben feste Zeiten, das ist bei 20 Kindern nicht anders m�glich.

Bitte, kommen Sie.

Wir achten schon auf Sauberkeit.

Hier w�rden mich auch keine 10 Pferde raufkriegen.

Na, wenigstens ein paar Vorh�nge.

Die Kinder duschen doch auch zusammen.

Das ist doch was ganz anderes.

Ich arbeite seit 20 Jahren hier.

Noch nie hat sich ein Kind beschwert, nicht eins.

Und Sie sind die erste Mutter.

Entschuldigen Sie, Mireille gef�llt es sehr.

Es war nur ... Ja.

Wir k�nnen ja bei der Elternversammlung dar�ber sprechen.

Ihre Toiletten sind wirklich sehr sauber.

Hallo, Nina.

Mireille war gestern wieder bei uns.

Na ja, man hilft gern, wenn man kann.

Na, Nina, wie l�uft es bei den Versammlungen?

Einmal im Monat, ich habe das mit Ihrer Frau besprochen.

Ja, ist gut.

Wei�t du, irgendwie gef�llt sie mir nicht in letzter Zeit, die Kleine.

Wieso? Mireille ist v�llig in Ordnung.

Sie kommt, glaube ich, etwas nach ihrer Schwester, wei�t du.

Du musst gut auf sie aufpassen.

Oder man m�sste mal mit der F�rsorge dr�ber reden.

Wieso? Mireille ist v�llig anders.

Die beiden sind ganz verschieden.

Sei vern�nftig, du.

Oder m�ssen wir erst wieder ... Aber wieso denn?

Mireille ist v�llig in Ordnung.

Ist der Papa zuhause?

Nein, der musste nochmal auf die Baustelle.

Tag. Tag.

Ihr Mann ist nicht da? Ich bin Nina Kern.

Ah, Tag, Frau Kern.

Bitte. Kaffee?

Ja, bitte.

Ach, nehmen Sie doch bitte Platz.

Von wem hast du die Puppe gekriegt? - Von meiner Oma.

Und wann?

Zum Geburtstag. - Wann hast du Geburtstag?

Bitte, setzen Sie sich.

Er muss jeden Moment da sein.

Darf ich? Aber ja.

Bitte.

Los, gib meinen Puppenwagen her! - Ich fahre noch!

Du kriegst gleich ein paar geknallt.

Lass los! - Das ist meiner!

Aua! - Aua!

Das ist mein Puppenwagen. - Lass mich aber auch.

Das ist meiner. - Doofe Ziege.

Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?

Danke sch�n.

Hier, da kriegst du eben deine olle Karre und deine bl�de Heike.

Ein sch�ner Puppenwagen, hm?

Ach, f�r so eine bl�de Karre geben wir doch kein Geld aus.

Und wenn wir Frau Behrend bitten?

Die ist lieb, die hat sogar ein Klavier.

Kann ich nicht mitkommen? Zur Versammlung, nein.

Gehst du eben nicht hin.

Du, wir m�ssen uns jetzt am Riemen rei�en.

Warum nicht zu Tante Braun? Die ist morgen nicht da.

Wir k�nnen nicht immer zu ihr. Machen wir doch sonst auch immer.

Sonst ist vorbei, kapiert?

Lassen Sie mich doch bitte mal durch mit dem Kind.

Sie sehen doch ... (Mireille) Au!

Hallo!

Die Milch l�uft aus.

Halt mal.

Ich kann nicht mehr.

Bis zu dem Schild, ja?

Nur, wenn du mich tr�gst.

Du bist zu schwer.

Mireille. Mireille!

Du, stehst du auf? Du holst dir den Tod, Mireille.

Komm, komm, du bist doch schon gro�.

Ich gehe alleine.

Mireille, bitte, ich muss zur Arbeit.

Mireille!

Steh jetzt auf.

Mireille, du bist doch schon gro�.

Komm!

Du, pass mal auf, wenn du es schaffst, schenke ich dir was.

Was denn? Na, vielleicht ...

Entweder, du stehst auf, oder ... Oder was?

Oder ich lass dich hier sitzen. Mir reicht es jetzt!

Mireille, bleib stehen, nicht �ber die Stra�e!

16:30 Uhr, Kollegin, das wollen wir aber nicht zur Regel werden lassen.

Es ist das erste Mal und ich hatte ernste Gr�nde.

Die Kinder waren unbeaufsichtigt ... Ja, ich wei�, was da passiert.

Mami, wir spielen grad sch�n. Na, meine Maus.

Komm mal schnell, wir haben eine H�hle.

Hier kann man schlafen und kochen.

Das d�rfen sie gar nicht anfangen, Kinder kennen keine Grenzen.

Komm, komm jetzt raus da.

Ich muss aber erst ...

Ausziehen, waschen, ab in die Falle.

Ich will noch das Essen kochen. Ein andermal.

Stimmt es, Tante Behrend? Mann, immer so fr�h ins Bett.

Ich k�nnte jetzt einen Kaffee gebrauchen.

Und ich k�nnte heute einen Schnaps vertragen.

Hab aber keinen im Haus.

Tja.

Tja. Ja, ist ja auch richtig.

Chef, da wartet eine Frau auf dich.

Na ja, na und? Mach, M�dchen, Zeit ist Geld.

Muss ich bis morgen eingezahlt haben, hab ich vergessen, wirklich.

Sowas bucht man doch von Konto ab.

5 Raten a 50, 250 Mark, ganz sch�n.

Wie man vergessen kann, seine Raten zu zahlen, begreife ich nicht.

Frau Kern, bringen Sie das in Ordnung, und zwar heute.

Da kann ein ganz b�ses Ding draus werden.

Wo ist nun der Nullpunkt? - Ja, gleich.

Ach, Sie haben kein Geld?

Lassen Sie es stunden. Die stunden mir nichts mehr.

Wenn Sie vielleicht ... Ich, nein.

Das machen Sie mal sch�n allein. Tag.

Zwei, drei, vier.

Und, im, Takt. H�rst, du, das, Me-, tro-, nom?

* Aus den R�umen dringt der Klang verschiedener Instrumente. *

Zwei, drei, vier, und, im, Takt.

Wie beim Sport.

Zwei, drei, vier, und, im, Takt.

H�tte ich mir denken k�nnen, dass sie zu Ihnen rennt.

So geht das nicht, wenn die Rechte nicht wei�, was die Linke macht.

Ich wollte ihr helfen. Na, das ist eine sch�ne Hilfe!

Frau Kern muss vor allem lernen, mit den Dingen allein zurechtzukommen.

Raten nicht bezahlt, dramatisieren Sie das nicht.

Ich dramatisiere nicht, hier geht es ums Prinzip.

Wie soll sie so sp�ter mit 3 Kindern fertig werden?

Ja, ja, ist ja gut. Kommt, Kinder!

Und Mitleid ist da v�llig fehl an Platz.

Ist gut, Herr M�ller, wir sprechen uns das n�chste Mal besser ab.

Sind die Alimente dabei?

Er hat im Moment nichts fl�ssig.

Na h�r mal, das Geld steht dir zu.

Jedes Gericht w�rde dir ...

Hast du Angst? Ach.

Er ist der Vater meiner Kinder.

Also das geht nicht.

Na gut, jetzt haben wir hier 634 Mark.

So, die monatlichen Heimkosten?

70 Mark pro Kind. 70 Mark pro Kind.

140 Mark.

Miete ... Das w�ren die Alimente, ja.

Miete?

11,50 Mark.

11,50 Mark.

11,50 Mark. Gas, Licht?

85 Mark im Vierteljahr, das ist aber hoch.

Das teilen wir durch 3, macht 28,30 Mark.

Raten, 20 Mark Nachzahlung.

Die monatliche Rate? 50.

Sind 376,20 Mark.

Da w�rde ich vorschlagen, du nimmst 66,20 Mark.

F�r Geburtstage, Feiern, Kino, Weihnachten, Ostern und so.

66,20 Mark.

So, da bleiben dir 310 Mark. Geteilt durch 31.

Sind 10 Mark pro Tag.

10 Mark?

3,20 Mark Zigaretten, da bleiben noch �ber 6 Mark.

Das t�ten wir jetzt hier ein.

Und wehe, du nimmst am Tag mehr als einen Umschlag.

Jeden Morgen einen.

(Radio) Wir berichten heute von Carl Zeiss Jena gegen Benfica Lissabon.

* Gespr�ch unverst�ndlich. *

Ist der Stuhl frei?

Ja, aber nicht f�r Sie.

Herr Kern, ich komme von der F�rsorge.

Ihr k�nnt mich mal.

Ein Bier. Und Sie?

Einen Korn bitte.

Ich kommen wegen der Alimente, Sie sind seit Monaten im R�ckstand.

Ich habe im Moment kein Geld.

* Fu�ballreportage im Radio *

Bei uns Freischaffenden ist das manchmal so.

Sie sind freischaffend, als was? Maler.

Sie werden von diesem Monat an p�nktlich am 15. bezahlen.

Und das Offenstehende zahlen Sie in Raten von 50 ab, monatlich.

Geht es ihr denn gut?

Sie werden zahlen, sonst verklage ich Sie.

Und H�nde weg von Ihrer geschiedenen Frau.

Hier, das ist meine Arbeitsstelle, wenn Sie gerade keine Arbeit haben.

Melden Sie sich, wir suchen Maler.

Herr Kern, das war die Gelbe Karte, n�chstes Mal ist Platzverweis.

Tag. Tag.

Ich komme nur kurz, folgendes: Frau Behrend war bei Jugendamt.

Sie hat eine einstweilige Verf�gung erwirkt f�r die beiden Gro�en.

Moment.

Nicht vor Ende des Schuljahres und probeweise, versteht sich.

Der Antrag ist vor Ihrer Ratengeschichte eingereicht worden.

Sonst w�re ich dagegen gewesen.

Aber hier muss die n�chsten Wochen alles wie am Schn�rchen klappen.

Sonst gibt es keine Chance. Bestimmt, ich verspreche es Ihnen.

Wollen Sie nicht reinkommen? Ein andermal.

Bitte.

Na, aber nur auf einen Sprung.

Trinkst du ein Bier? Nein, ich muss noch fahren.

Wo ist denn Mireille?

Bei Frau Braun.

* Musik aus dem Radio *

Wir r�umen um, Herr M�ller.

Die Kinder kriegen das gro�e Zimmer und wir ziehen da r�ber.

Wenn wir alle anfassen, geht das ganz fix.

Was denn, jetzt?

Tja.

Nun kommt doch mal.

Der Kleiderschrank, der kommt hierher, passt.

Zollstock.

Haben wir nicht.

Ich sage euch, der passt, der passt genau.

Los, fass mal an. Los, du bist doch nur zu faul, komm.

Zugleich.

Sagen Sie mal, w�re es nicht besser nach der Renovierung?

Und nochmal.

Na?

Ziemlich knapp.

Wieso, hier ist noch ein Spielraum.

Passt genau.

Passt nicht.

Hopp!

Und ran!

Na los, nochmal.

Ich habe doch genau gemessen.

Komisch. Ja, geht nicht.

Spielraum vergessen, was?

# Ein himmelblauer Trabant rollt �bers Land mitten im Regen.

* Sie summt die Melodie. *

Hallo, Mireille, mein Schatz, ist die Mama da?

Wirklich nicht?

Na, Mausepieps?

Ich komme, Mireille.

Ja, herzlichen Gl�ckwunsch zum Geburtstag.

H�rt doch auf, ich habe keinen Geburtstag, Mensch!

Alles Gute, alles Gute.

Los, kommt, wir feiern hier drin.

* Sie l�rmen enorm. *

Nina hat Geburtstag!

Die Blumen sind �brigens von mir.

Aber macht wenigstens leise.

Mann, Nina morgen ist das sowieso eiskalter Kaffee.

�berhaupt nichts zu essen da. Nein, zu essen habe ich nichts.

Gib mir mal einen Zug.

Mach doch mal Musik. - Schmei�t mal das Radio an.

Bist du immer so? Macht leise, macht aber leise!

Prost, Papa!

Dieser schei� Kasten, wieder kaputt, was?

Der ist doch nicht kaputt, Menschenskind, hier.

Na ja.

Strom sparen.

Da sparst du am falschen Ende.

Wenn das Radio aus ist, kommt auch kein Strom, den du verbrauchst.

Pass mal auf, ein Wasserhahn tropft auch immer ein bisschen.

Und hier kommt auch immer ein bisschen durch.

Da kommt nichts durch, Quatsch.

Hast du mal eine Zigarette? Nein, habe ich nicht.

Dann tanzen wir jetzt.

Komm mal mit. Was ist?

Nun lass sie doch mal los.

Du, wer ist denn das da?

Der? Irgendein Typ aus dem "Eck".

Und? Gut, der ist gut.

* allgemeiner Party-Trubel *

Sag mal, Nina, irgendwas hat sich hier ver�ndert.

Ich habe umger�umt, die Kinder kriegen jetzt das gro�e Zimmer.

Menschenskind, Mireille! Ruhe hier!

Was ist denn nun los?

Raus hier, alle!

Mireille!

Mireille?

Komm nach Hause, Mireille.

Mireille, komm runter, bitte. Warum hast du nicht geklingelt?

Mireille.

150 Gramm Teewurst.

200, darf es sein? Ich m�chte 150 Gramm.

Den F�nfziger mehr? Ich habe 150 Gramm verlangt.

Den ganzen Tag solche Kunden und wir gehen in die Klapsm�hle.

* T�rklingel *

Ja.

* Klingel *

Ja, ja doch!

(Mann) Kann ich mal reinkommen?

Bitte.

Wollen wir nicht lieber ins Zimmer gehen?

Nein, lass mal.

Eigentlich wollte ich dir was mitbringen.

Blo� Blumen, das war mir zu bl�d.

Tja.

Ja.

Jetzt f�llt mir nicht mal ein Witz ein.

Ich mag auch keine Witze.

Nina. Ja.

Ich denke oft an dich. Ich rede sogar mit dir.

Deshalb f�llt mir jetzt nichts ein.

Wollen wir nicht doch rein? Nein.

Wei�t du, was ich jetzt �berlege?

Dass es falsch war herzukommen? Nein.

Ich �berlege ...

Ich m�chte dich anfassen.

Du hast eine sch�ne Schei�e hinter dir, stimmt es?

Nein.

Doch, doch.

Sch�n siehst du aus.

Werner.

Ja?

Nichts.

Ich muss mal mit dir reden.

Nina.

Das kannst du doch nicht machen, Nina.

Wir verstehen uns doch so gut.

Wer ist es?

Schon vorbei.

Du, die Kinder und ich, wir geh�ren doch zusammen.

Wirklich?

(beide) Und 2, und 3, und 4. Und vor, zur�ck, zur Seite, ran.

Und 7, und 9, und 10, ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm.

Und 1, und 2 ...

Komm, lauf anst�ndig.

Da hast du.

Schmeckt wohl nicht? - Hm, doch.

Isst ja gar nicht richtig.

Du mogelst ja, du mogelst ja?

Ey, lass mich los!

Lass mich! - Ey!

Lass mich los! - Sag mal, spinnst du?

Pass auf, du!

Wehe, du machst das nochmal. Jacqueline!

Jacqueline, h�r zu.

Britt, komm da weg!

Na komm, so, nun weine doch nicht.

Komm doch mal her, hm?

* Mireille lacht wieder. *

Na, siehst du.

Du, ich gehe mal ein bisschen flirten, ja.

Darf ich?

Hier, willst du?

Von dem Mist kriegen wir da genug.

Du willst nicht mit mir reden, stimmt es?

Brauchst blo� einen Ton zu sagen und ich flattere ab.

Na ja.

Kinder schaffe ich mir sowieso keine an.

Und au�erdem, ich haue hier bald ab.

Mensch, mache blo� keinen Quatsch, du.

Ich baue ihr mal ein richtiges Bett. Hm.

Da m�ssen wir Bretter besorgen.

Besorge ich.

Ich m�chte tanzen gehen.

Sagen wir Frau Braun Beschied, hm?

Sie schl�ft doch fest.

Ich mag nicht immer andere Leute bitten.

Du bist sch�n.

Komm.

Hilf mir.

Hilf mir!

Was ist denn?

Ich liebe dich. Ist es so schlimm?

Schlimm.

Es ist schlimm.

Es ist sch�n.

* laute Tanzmusik *

Darf ich bitten?

Wo gibt es denn sowas? Mein geschiedener Mann!

Wegen der Kinder, wir wollten reden.

Keine Schl�gerei, ich kriege �rger, bitte!

Nach dem Tanz, okay?

(Mann) Hau endlich ab hier, Mensch!

Mireille ist zuhause, was?

Die schl�ft schon allein.

Komm, du bist mir eine sch�ne Mutter.

Ich gehe auf die F�rsorge.

Was redest du da, h�r doch mal zu.

Wenn du mit dem Arschloch, diesem Spinner nochmal ankommst ...

Ich sage es dir ... - (Barkeeper) 8,60, bitte.

Brauchst du Geld?

Was? Ich doch nicht.

Mama, Mama! Mireille.

Mireille.

Mama! Frau Braun!

Geh zur�ck.

Mama, Mama! Frau Braun, Frau Braun!

Mama, Mama, Mama!

Mireille.

Frau Braun, Frau Braun! Mama!

Vielleicht schl�fst du heute doch besser zuhause?

Na ja. Och, nein!

Mein Geschiedener, wei�t du? Ach, h�r auf!

Werner!

Ist es doch gar nicht wert.

Ich w�rde mich mal um Mireille k�mmern.

Tsch�s, bis morgen.

Sag mal, was ist denn mit dir los?

Nina, mach es nicht noch schlimmer, Frau Braun hat uns alles erz�hlt.

Voll wie eine Natter. Los, komm hoch, komm.

Sag mal, spinnst du? Komm, raus!

Herr M�ller!

Bist du wahnsinnig? Guck mal, wie du aussiehst.

Ich kann ohne meine Kinder nicht leben, dass ich nicht lache.

Ihr habt doch nur drauf gewartet.

Ja, ich trinke, weil es mir schmeckt.

Na und? Ich war 2 Stunden tanzen.

Jeden Abend 2 Bier vorm Fernseher. Auf so einen leisen Tod schei�e ich!

Du bist ja betrunken.

Ich bin nicht besoffen, ich stinke mich an.

Manchmal bewundere ich euch.

Immer alles so gleichm��ig und im Takt.

Ein Mief ist das hier, zum Ersticken.

Und manchmal, da kotzt ihr mich an.

Ja, ich wei�, was ihr alles f�r mich getan habt.

Es ist nach Mittag, machst du dir keine Gedanken �ber Mireille?

Die ist bei Frau Braun. Und dann ist alles in Ordnung?

Arbeiten warst du auch nicht.

Also f�r mich ist jetzt Schluss hier. Ich steige aus.

* Er schlie�t die T�r. *

Sch�n.

Wunderbar.

Da probieren wir das n�chste Mal gleich eine Sonate.

Frau Behrend, meine Eltern werden mich abmelden.

Ich soll mich entscheiden: Fu�ball oder Klavier.

Meine Zensuren sind nicht gut.

Und was meinst du dazu?

Im Fu�ball bin ich wirklich besser, im Fu�ball k�nnte ich Erfolg haben.

Sagt auch mein Vater.

Na ja.

Tja, so einfach ist das.

Hach, so viel Arbeit, so viel M�he hast du dir gemacht.

Und das willst du einfach alles aufgeben?

F�r mich ist sie ein unzuverl�ssiges Flittchen.

Sie hat in uns 2 Doofe gefunden. Aber ich glaube ...

Leute wie die Kern kann man nicht �ndern, sie wollen es auch gar nicht.

Sie sollen nur niemanden informieren.

Ich akzeptiere Ihren Entschluss.

Aber wenn Sie was sagen, hat sie keine Chance.

Noch 2, Herrmann. Sie wollen weitermachen?

Ja! Also, ich nicht.

Bis hier und keinen Schritt weiter.

Was wollen wir bei Tante Behrend?

Ich habe Mist gebaut, Mireille.

Guck mal, da kommt sie ja schon.

Mireille.

Bist du m�de?

Komm, wer zuerst deinen Schatten �berholt.

Jetzt haben wir ihn.

* Sie klopft an die Scheibe. *

Das ist ein sehr nettes Ehepaar. Hm.

Na und?

Die beiden wollen ein Kind und Frau Manthei kriegt keine.

Schlimm ohne Kinder. Ja.

Und darum wollen sie eins adoptieren.

Komm, Mireille.

Wollte dein Heiner nicht heute Abend kommen?

Der kommt nicht mehr.

Seit wann?

Schon l�nger.

Das kann er doch nicht machen!

Bis gestern habe ich noch geglaubt, er kommt zur�ck.

Er kommt nicht mehr, er hat gesagt, er kommt nie mehr.

Nina, ist ja gut.

Ist ja gut.

Komm, jetzt gehst du sch�n schlafen.

Ich bleibe heute da, ja?

* Kneipenl�rm *

Nina.

* Er r�uspert sich. *

Du, das Bett f�r Mireille, das baue ich dir nat�rlich noch.

Das habe ich ja versprochen.

Das ist nett.

Heiner, komm zur�ck, ich brauche dich.

Das geht nicht.

Wirklich nicht.

Du, ich bin alt genug.

Wenn du mal was anderes brauchst, das verstehe ich doch.

Nein, Nina.

Du machst dir jetzt nur was vor. Ich sp�re das doch.

Du, wir beide auseinander, das kann gar nicht sein.

Nina, ich liebe die andere.

Das hast du zu mir auch gesagt.

Nein, du, das habe ich nie gesagt.

Das ist nicht wahr.

Das ist nicht wahr, das sagst du nur so.

Pummel.

Nicht doch. Du hast es dir wegmachen lassen?

Der w�re doch nie weg von seiner Frau.

* Das Karussell quietscht bei jeder Bewegung. *

Na ja.

Wenn du mich brauchst, dann ...

Ich muss da jetzt allein durch.

Nina, sch�n, dich wieder mal zu sehen.

Wir waren in der N�he im Kino, ich dachte, wir kommen mal rein.

Tag. Tag.

Warum hast du uns solange nicht besucht?

Ich wollte immer vorbeischauen, aber du wei�t doch, keine Zeit.

Komm.

Na, und die Gro�en sind jetzt bei dir?

Ab Juli.

Und?

Geht ganz gut.

* Die Kinder streiten sich um etwas. *

Fast wie eine richtige Familie.

Nur ohne Mann.

Guck mal, Mama. Fein.

Mireille ist sehr verst�ndig.

Die Jacqueline gebe ich weg.

Ich schaffe es nicht.

Tsch�s, Ren�. Tsch�s.

Du holst uns doch bald hier raus, nicht?

(Jacqueline) Tsch�s, Mama. - (Ren�) Tsch�s, Mama.

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