All language subtitles for Lotta 1x04 Lotta . das ewige Warum.deu

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Original subtitles

* Beschwingte Musik: Adele singt "Right As Rain" *

Lotta Brinkhammer

Meinolf Brinkhammer

Sebastian Brinkhammer

Wir müssen uns beeilen. Der Bus kommt.

Wir beide sind schon auf dem Weg. Schmeckt der Reis?

Verdammt scharf, aber lecker. Bitte. Trink, trink, trinken!

Wir sind im Stress, aber wie geht's dir? Du fehlst mir.

Okay. Käse, heute? Nein? Doch kriegst du jetzt.

Hey, mach's gut. Sag tschüss! Viel Glück bei der Prüfung. Ciao.

Hallo, warte!

* Beschwingte Musik: Adele: "Right As Rain" *

Bin gleich wieder da. Komm, Süße!

Und links.

Tschüss!

Entschuldigung! Vorsicht, heiß und fettig! Danke!

Warten Sie! Danke. Super.

Guten Morgen. Ist was für Brinkhammer dabei?

Ja, für dich hab ich auch was. Danke.

* Spannende Musik *

Ich hab, ich hab, ich hab ...

Hey, meine Maus.

Na du, bist du fertig? Bereit für zu Hause?

Ja. Dann packen wir.

Alles hier rein mit deinen ganzen Schlafsachen. Okay, alles rein.

Warte mal!

Hi, Gritt. Oh, Hallo.

Die sind ja süß. Ja, ne.

Die hängen wir immer am letzten Tag vor den Ferien auf.

Das hier ist von Lilo? Ja.

Lilo kann schreiben? Ja, sehr gut sogar.

Seit wann? Seit einem halben Jahr.

Hey, was?

Und noch mal! Ja.

Willst du das auch spielen? Ja.

Du, ich kann das aber nicht alleine. Warum?

Weil ich dazu zu müde bin. Warum?

Weil ich die ganze letzte Zeit lernen musste. Wa ...

Soll ich dir zeigen warum?

Hier!

Hey! Mann, ich bin halbe Ärztin jetzt.

Entschuldigung!

Was ist, meine Maus?

Willst du da hin? Ja!

Der zittert am Arm. Wo?

Da.

Bin ja auch nicht mehr der Jüngste.

Warum machst du's dann?

Vielleicht weil es schön aussieht.

Ein bisschen Kohle wäre auch nicht schlecht.

Geben wir ihm 'ne Münze? Okay!

Hier!

Schönen Tag.

Hier, Schatz!

Süße, bleibst du mal mit Fräulein Erzleben im Garten?

Okay? Wunderbar.

Hi, Mona! Hi, Freya!

Hallo. Und war die Post schon da?

Ah ... Ja! Und? Hast du's Physikum bestanden?

Gratuliere!

Zwei Jahre. Und alles nur für so 'nen Lappen.

Das war der erste Hügel. Der Gipfel kommt noch.

Jetzt fährst du erst mal zu deinem Süßen nach Indien, oder?

Nee, ich mach in den Semesterferien 'ne Famulatur.

Du musst dich mal entspannen. Ich will auf diesen Gipfel!

Entspannen kann ich später. Danke fürs Auspacken.

(alle) Überraschung!

Hey! Was macht ihr alle in Halle?

Man wird nur einmal im Leben Frau Doktor, oder?

Bin ich doch noch gar nicht.

Frau Doktor! Ich hab's ganz fürchterlich im Knie.

Da hilft nur eins. Abnehmen. Ich bin so stolz auf dich.

Wie du das alles schaffst. Vor allem als Frau. Als was denn sonst?

Prost! Auf dich.

Hat dein Typ sich schon gemeldet? Nee, der wollte nach Goa.

Aha. Hat wahrscheinlich schlechten Empfang.

* Indische Musik * Oh, ich glaub, da klingelt's.

Hi, David. Hallo, mein Schatz!

* Gekicher * (David) Stör ich gerade?

Warte mal, ich geh kurz raus.

Okay, die Neuigkeiten des Tages. Ich hab bestanden. Gratuliere.

Danke.

Problem ist nur, die ganze Sippe ist aufgetaucht.

Na ja, einer fehlt ja, oder? Aber schön, dich zu sehen. Ja.

Wo bist du?

Wo ich bin? Och, och ... Auf so einer Party.

Was soll der Scheiß?

Hi. Hi.

Tataa! Hey!

Ach Mann ...

Hi! Hi!

Überraschung.

Bärchen?

Bitte, bitte, nur einen Moment für uns allein.

Bitte, bitte. Wo bist du denn?

Wir sind hier.

Hallo, mein Bärchen. - Hallo, Mama.

Herzlichen Glückwunsch.

Gut siehst du aus.

Oh, darf ich vorstellen. Meinolf, Lottas Vater.

Bastian, ihr Bruder. Marlies, seine Frau.

Das ist Katharina, meine Mutter. - Hallo, freut mich. Guten Tag.

Ah, super. Ist der Wein schon draußen? Ja.

Mona, wir brauchen noch mehr Gläser und Teller. Bin dabei.

* Geschirrklappern * Alles okay?

Alles gut.

Lotta?

Lotta? Alles gut.

Hier, trink mal einen Schluck. Danke.

Alles gut.

Und das war alles Davids Idee, ja? Ja.

Ich dachte wirklich, der kommt erst in einem Monat wieder.

Der Mann steckt voller Überraschungen.

Aber es geht um mehr. Es geht um alles.

Hä?

Jetzt überleg mal, warum hat der wohl eure beiden Familien eingeladen?

Hey, Mona, was machst du an Davids Jacke?

Sein Handy hat vorhin geklingelt und da ...

Nee. Doch.

Pack das weg! Lotta, der will dir ...

Der will dir einen Antrag machen!

Na warte.

Darf ich? Darf ich kurz?

So, weil wir jetzt alle endlich mal versammelt sind,

möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen ...

Komm, das Büfett sieht so lecker aus. Wir holen uns was.

Ein Vampir fährt auf einem Tandem und wird von der Polizei angehalten.

Fragt der Polizist: "Na, haben Sie was getrunken?"

Das kannst du nicht allein entscheiden.

Was? Das Ganze hier. "Nö, nur zwei Radler".

Sie neigen zur Hypersalivation. Was?

Deine Mutter guckt mich ständig an. Alle wissen Bescheid, nur ich nicht.

Was will uns Frau Doktor damit sagen?

Man nennt das Überraschung. - Erhöhter Speichelfluss.

Ach, so. Bei uns heißt das Humor.

Wollen wir nicht einfach den Abend genießen.

(David) So, jetzt aber.

Weil wir alle gemeinsam an einem Tisch sitzen, zum ersten Mal,

möchte ich die Gelegenheit nutzen... Scheiße. Das müssen wir rauswaschen.

Lotta, ist okay. Weißt du, wo meine Jacke ist?

Nee, aber ich hab einen Pullover, den bring ich dir.

Du musst mich nicht bemuttern. Bemuttern?

Du bringst mir Essen, willst mein Hemd waschen, mich warm anziehen.

Es ist okay. Die Sonne scheint, alle sind da.

Das ist noch von mir. Hab ich auf dem Dachboden gefunden.

Ich dachte, es gefällt euch. Was, wie, wie euch?

Ihr zieht doch jetzt zusammen. Ist ja interessant.

Ciao. Tschüss.

Okay, okay, sag's mir.

Ähm ...

Könnten Sie das Ding mal einfahren?

Ach, das schaffen Sie schon. Mit 'n bisschen Gefühl.

Deine große Rede vorhin?

Ach, äh, ich wollte ein Hohelied auf dich singen.

Ich finde das toll, dass du dein Physikum geschafft hast.

Und weil ich stolz auf dich bin. Und was noch?

Was noch?

Du willst mich nichts fragen?

Doch. Wahrscheinlich viel. Nachher. Was meinst du?

Der Ring in deiner Tasche. Oh, der Ring. Mama?

Er muss erst seine Mutter fragen! Was ist los mit dir?

Ich hab meiner Mutter einen Stein aus Indien mitgebracht. * Knall! *

Na, toll! Was parken Sie auch so knapp?

Kratzer am Auto sind wie Falten im Gesicht. Machen uns interessanter.

Wie charmant. Mit einem Auto hat mich noch nie jemand verglichen.

Ich liebe Autos. Aber schon lange keine Frau mehr.

Ich komm für den Schaden auf. Mama?

Danke, Bärchen.

Der sieht fast so aus wie der Alte.

Den leistete ich mir bei meiner ersten Indienreise. In den 80ern.

Gab's damals schon Golfhotels? Ich war in einem Ashram meditieren.

Du dachtest, der Ring ist für dich. Pfff.

Du dachtest, ich würde dir einen Antrag machen. Klar.

Das ist nicht lustig. Du hättest mich doch sowieso nie geheiratet.

Und ich hätte mich auch nicht getraut zu fragen.

Oh, das ist interessant. Wieso? Weil ich nie weiß, wie du reagierst.

Jetzt weißt du's doch. Ja. Panisch!

Im ersten Moment vielleicht.

Aber was ist, wenn die Panik nachlässt, hä?

Du würdest dein Versprechen auf Lebenszeit abgeben.

Wie oft hast du mir versprochen, nach Indien zu kommen.

Vier Mal, fünf Mal? Du weißt, was hier los war.

Lilo, das Studium, nebenbei arbeiten ...

Ja und jetzt ist auch noch dein Typ wieder da.

Ich hätte dich sowieso nicht geheiratet.

Wehe! Wehe!

Komm, komm, komm, komm, komm.

Hey, Lilo, was machst du?

Die brauchst du heute nicht. Warum?

Wir gehen heute nicht in den Kindergarten. Warum?

Es sind Ferien. Los, komm! Warum? Ich muss jemanden treffen.

Zacki! Rein die Tasche und her. Komm, komm, komm, komm.

Gleichschritt und eins, zwei, drei.

Professor Bieler? Ja? Lotta Brinkhammer.

Auf meiner Uhr ist es zehn nach. Tut mir leid.

Ihre Idee, ein Reanimationszentrum nach amerikanischem Vorbild,

ist großartig. Da dachte ich ...

(Notarzt) Der Mann ist beim Joggen zusammengebrochen.

Intubation vorbereiten. So, was kann ich für Sie tun?

Ähm, ich studier an der Uniklinik. Ich wollte fragen,

ob ich meine Famulatur bei Ihnen machen könnte. 1 mg Adrenalin.

Ist das Ihr Kind? Ja. Lilo, komm, jetzt lass mal!

Ich brauche voll belastbare Arbeitskräfte.

Ich hab mit Kind gearbeitet und mein Physikum durchgezogen.

Und Sie glauben, ich bin nicht belastbar? Ja.

Und jetzt gehen Sie an die Luft. Sie sind weiß um die Nase. Ähm ...

Prof. Bieler? Ich wollte eigentlich ...

Weiß um die Nase ... Idiot.

Stimmt aber, ehrlich gesagt. Ich dachte, der Typ ist anders.

Und das war die einzige spannende Abteilung hier. Komm doch zu uns!

In die Dermatologie? Ich will was lernen. Das kannst du bei uns auch.

Zum Beispiel, wie man ganz gemütlich seinen Nachmittag verbringt.

Pillen stellen hatte ich schon im Altenheim.

Und da waren wir ein bisschen flotter. Wo bist du denn? Hier!

Stationsverteilung? Klar.

Ah, Mist!

Lotta! - Lotta?

Ganz ruhig. Wo ist Lilo?

Sie ist draußen und spielt mit Ihrer Freundin aus der Dermatologie.

Was ist passiert? Ich vermute mal eine vasovagale Synkope.

Ein Schwächeanfall. Ich weiß, was das ist.

Auslöser können Schmerz- oder Schreckerlebnisse,

Belastungssituationen sowie viszerale Reflexe ... Ja, schon gut.

Hatten Sie in letzter Zeit Stress? Nein.

Unregelmäßig gegessen? Nein.

Sie müssen sich schonen! Ja. Nein, im Ernst.

Wir lassen Sie zur Beobachtung einen Tag hier.

Nein, das geht nicht. Doch.

Hi. Hi. Was machst du hier? Was wohl? Ich mach mir Sorgen.

Hattest du das öfter in letzter Zeit? Nein.

Du bleibst aber erst mal zur Beobachtung hier. David, bitte.

Ich bin nicht deine Patientin.

Noch nicht.

Aber bald. Hä?

Ich fange morgen bei Bieler an. Ich darf bei ihm meinen Facharzt machen.

Ist doch schön. Da hatte doch die Dekanin ihre Finger im Spiel.

Nein, Lotta, Dr. Bieler hat mich direkt gefragt.

Aber du wolltest nie wieder in eine Klinik.

Ich weiß. In Indien sah ich, wie es ist, mit Nichts zu arbeiten.

Jetzt will ich wissen, wie es an der Spitze läuft.

Und das Wichtigste ist: Ich kann in Halle sein bei dir und Lilo.

* Beschwingte Musik *

Langweilig. Langweilig?

"Raupe, wie siehst du denn aus", fragte die Schnecke.

"Ich bin jetzt eine Puppe", sagte die Puppe.

Die Schnecke lief weiter und sah sich ...

Schon krass, oder? Was?

Da, wie die sich halten.

Brauchst du schon Vertrauen.

* Beschwingte Musik *

Lilo kann seit einem halben Jahr ihren Namen schreiben.

Und ich hab nichts bemerkt.

Dabei geht es mir so gut, wenn sie um mich herum ist.

Dann fahr doch einfach mal ein bisschen runter.

Kann sein, dass mein Zimmer für 'ne Weile frei wird.

Ja? Hmm.

Wollt ihr verreisen? So was Ähnliches.

Hallo! Hallo!

Brinkhammer. Wir haben telefoniert. Sie kommen wegen des Housesittings?

Ja, das ist Lilo. Schön. Ja, gut.

Couchgarnitur, Fernseher ...

Ah. Fisch.

Vormittags und abends. Okay. Alles klar.

Hallo!

Ich möchte hierbleiben, Lotta.

Okay. Okay.

Danke.

Nur weil deine Familie eine Spedition hat, heißt das nicht,

dass du dauernd umziehen musst. Das ist kein Umzug.

Ich passe nur ein paar Wochen auf das Haus auf.

Heißt das, du rufst mich bald schon wieder an? Nee.

Wenn du meckerst, mach ich das allein. Du musst dich schonen.

Sag mal, hier willst du ernsthaft einziehen?

Ja. Du hast erst geheiratet und dich dann in so ein Teil gesetzt.

Ich setz mich vorher rein und guck was kommt.

Du fandst unser Haus immer spießig.

Stimmt. Du arbeitest auch bei Papa

und schneidest deinen Rasen mit der Nagelschere.

Eine britische Rasenschere. Und ja, ich bin ein Spießer.

Im Gegensatz zu dir. Woher willst du das wissen?

Ich weiß nur eins: Wenn du hier nicht wahnsinnig wirst,

werden's deine Nachbarn.

Die stehen jetzt schon hinter den Gardinen.

Weißt du was? Ist mir egal. Ich zieh das durch.

Ich weiß.

Tach.

Tach.

Freunde von dir? Komm doch erst mal rein.

Also: Küche, Wohnzimmer.

Was sagst du?

Äh, ja ... Ist schön. Also, ungewöhnlich.

Wo sind deine Freunde noch mal?

Wir sind nur zu dritt. Wunderst du dich gar nicht?

Ganz ehrlich, Lotta: Bei dir wundere ich mich über gar nichts mehr.

Schade. Unten ist noch das Schlaf- zimmer und oben das Kinderzimmer.

(Lilo) Lotta? Komm mal! Maus, ich komm gleich.

Ich zeig David nur noch schnell unser Haus.

Ihr wohnt hier?

WIR wohnen hier.

Wir-wir.

Hast du die Sachen von meiner Mutter geholt?

Ja, aber ich muss noch Platz für deine Bücher schaffen.

Na, jetzt wunderst du dich doch, hä? Ja, Lotta, jetzt wundere ich mich.

Was ist, wenn ich gar nicht will? Du willst nicht? Doch. Nein.

Das geht alles etwas schnell. Ist da jemand panisch?

Nein. Das ist doch nur wieder so 'ne Idee von dir.

Wir waren zwei Jahre getrennt. Ich war oft allein und hatte Sehnsucht.

Ich hab keinen Bock mehr abends zu entscheiden,

ob wir zu dir oder zu mir gehen. Ich möchte ein Heim. Für Lilo. Für uns.

Ich möchte mit dir zusammenwohnen.

Ach, hier, um den müssen wir uns kümmern.

Aber dafür wohnen wir auch für umsonst. Ich hab ihn Harald getauft.

Schon traurig, hä? So ein Fisch allein.

Ja, das ist ein Blue Dempsey. Sehr schwer zu vergesellschaften.

Hat ein ziemlich aggressives Revierverhalten.

Ja, ich hatte mal ein Aquarium als kleiner Junge.

Wunderbar, dann kümmerst du dich um den Hosenscheißer.

Also? Was sagst du?

Okay. Okay? Okay! Okay!

Ja! Okay, das ist auch nur für drei Wochen.

Was? Ach so. Nur ein Probelauf? Nee, sagen wir lieber ...

Es ist ein Anfang.

Okay? Okay. Okay.

Tataa! Unser Garten! Oh!

Welch ein Zaun!

Godzilla, Godzilla.

Hallo?!

* Wecker klingelt. *

Guten Morgen.

Scheiße, ich muss los! Was? Es ist Samstag.

Bieler kennt kein Wochenende. Und ich bin noch in der Probezeit. Oh, Mann!

Ich würd auch schnell machen.

Okay.

(liest) "Wer bist du denn?", fragte die Schnecke.

"Eine Raupe", sagte die Raupe. Die beiden gingen ein Stück.

Plötzlich verwandelte sich die Raupe.

"Raupe, wie siehst du aus?",

fragte die Schnecke. "Ich bin jetzt eine Puppe", sagte die Puppe.

Die Schnecke lief weiter und sah sich noch einmal um.

Da hatte sich die Puppe schon wieder verändert.

Bagger! Was? Wollen wir nicht weiterlesen?

Ich will Bagger spielen. Was denn für 'n Bagger?

Der Bagger von Max.

Mit dem willst du spielen?

Der Bagger hat es ihr angetan. Bagger, Planierraupen, LKWs.

Lilo liebt Nutzfahrzeuge. Das ist ungewöhnlich.

Nee, ihr Opa ist Spediteur. Ihr Mann ist Arzt, hab ich gehört?

Hat sich das schon rumgesprochen? Das geht hier ganz schnell.

Ich werd auch ... Also ... Ich bin bald Ärztin.

Ja ... Sie können Lilo übrigens ruhig hierlassen. Ach, nein.

Ich will Sie wirklich nicht ... Nein, ich weiß, wie das ist.

Man kommt sonst zu nichts im Haushalt, ne?! Ist schon gut.

(Patientin) Hallo! Geht's gut? Ja, alles in Ordnung.

Ach, Gott! Lotta! Du sollst dich schonen. Ich wollt David besuchen.

Ich finde es toll, dass ihr zusammen- wohnt. Das hält ihm den Rücken frei.

Er kriegt die einfachsten Dinge nicht hin. Er hat ja die Stelle bei Bieler!

Als Dekanin hab ich da auch ein Wörtchen mitzureden.

Aber das bleibt unser Mädchengeheimnis, ja?

Wie findest du das Kleid? Schön. Es gefällt dir? Mh.

(singt) Badabadada, Badabadada.

Gar nicht so schlecht, David. Für den Anfang. - Danke.

Hi! Hi! Was machst du hier?

Ähm ... Dein Blue-Dingsi-Fisch ... Der ist am Abkacken.

Der rührt sich nicht.

Deswegen kommst du her?! Ja, du bist doch der Experte.

Ja, aber hier retten wir Menschenleben!

Aber nur wegen des Fisches haben wir die Bude umsonst.

Die können in Schockstarre fallen. Ich schau ihn mir am Abend an. Danke.

Wie geht's? Keine Schwindelgefühle mehr? Nein, alles gut.

Sie hatten Glück. Sie fanden schnell eine Wohnung.

Die haben wir nur vorübergehend.

Genießen Sie die Zeit vor dem Berufs- leben. Danach haben Sie keine mehr.

Und Sie haben Ihre Zeit genossen?

Leider nein. Darum sitze ich auch nach einem 18-Stunden-Tag

heute allein vor meiner Fertigpizza.

Dann kommen Sie doch einfach zum Abendessen zu uns.

So war das nicht gemeint. - Doch, unbedingt.

Lotta kocht gerne. Ein kleines gemütliches Abendessen.

Ja, gerne.

(David) Ja, um acht? - (Bieler) Ja.

Papa!

Warum bist du hier in Halle? Geschäftlich.

Und der Champagner?

Ähm ... Wir machen jetzt diese Zweigstelle hier auf.

Und da werden heute die Verträge beim Notar ...

Wir stoßen einfach alle an. Eine Zweigstelle?

Ja. In Halle? Hast du nie von erzählt.

Ja, wann denn? Hast ja nie Zeit.

Ich muss dann auch. Tschüss.

Mach's gut.

Hier, Cherry-Tomaten.

Einfach das rausschneiden und mit Weißwein und Thymian anschmoren.

Und dazu die abgelaufene Polenta. Wohl bekommt's.

Alles hier drin. Das schmeißen die alles weg?

Weil's keiner mehr kauft, wenn's nicht picobello ist

oder das Datum nicht stimmt. Ich lebe davon.

Greifen Sie zu. Nein, danke. Ich will Ihnen das nicht wegnehmen.

Sind herzlich eingeladen. Probieren Sie's mal. Schmeckt richtig gut.

Und zum Nachtisch gibt's Mousse au Chocolat.

Zwei Tage abgelaufen, aber das ist noch richtig gut.

Ich mach Ihnen auch etwas fertig.

Und dann lad ich Sie auf ein Tässchen Tee ein.

Wie wär's?!

Es ist schön hier.

Ja, ruhig.

Nur die Leiter macht mir manchmal zu schaffen.

Und das Wetter?

Im Winter ... wird es ein bisschen frisch.

Aber bis auf ein paar Nächte halt ich immer durch.

Waren Sie damit schon mal beim Arzt?

Was meinen Sie? Auf dem Arm.

Die dunklen Dinger.

Dürfte ich mir das mal ansehen? Ich bin selber halbe Ärztin.

Krebs, oder? Ich studiere noch, aber ich weiß,

dass Sie das von einem Arzt untersuchen lassen sollten.

Das wird nicht klappen. Wieso?

Ich habe keine Krankenversicherung. Die schicken mich weg.

Kann doch gar nicht sein! Es ist so!

Ich will auch keine Versicherung.

Ich habe meine Hütte. Ich habe mein Essen. Mein Einkommen.

Was brauch ich mehr? Einen Arzt.

Ich habe beschlossen, mich von niemandem mehr abhängig zu machen.

Aber ... Von niemandem.

Der Tee ist fertig.

"Raupe, wie siehst du denn aus?", fragte die Schnecke.

"Ich bin jetzt eine Puppe", sagte die Puppe.

Die Schnecke lief weiter und sah sich noch einmal um.

Da hatte sich die Puppe schon wieder verändert.

"Puppe, wie siehst du denn aus?", sagte die Schnecke.

"Ich bin nun ein Schmetterling", sagte der Schmetterling.

Plötzlich war die Schnecke ganz traurig.

"Du veränderst dich", sagte die Schnecke.

"Aber ich bleibe immer gleich."

"Stimmt", antwortete der Schmetterling.

"Und trotzdem sind wir Freunde."

(David) Hi. Hey.

Ich dachte, das Essen ist schon fertig.

Hey, ganz entspannt. Läuft alles nach Plan.

Außerdem kam die Einladung überraschend. Entschuldigung.

Ich dachte, du magst Überraschungen. Was hast du da gekauft?

Sind die noch gut? Hab ich nicht gekauft.

So was schmeißen die weg. Du kochst Müll für meinen Chef?!

* Türklingel * Sonst schiebt er sich 'ne Tiefkühlpizza rein.

Lotta, das ist mein Chef. Ich bin auf Probezeit.

Und ich will diesen Job unbedingt haben. Bitte, versau's nicht.

Hallo, Herr Professor. Wie schön. - Guten Abend.

Herein in die gute Stube. - Das riecht ja fabelhaft.

Guten Abend. Hallo.

Ich hab, ähm ... Ich hoffe, der passt.

Fantastisch. Vielen Dank.

Ein Chardonnay aus Australien. Hervorragend.

Er soll noch besser sein, als der aus dem Burgund.

Dann sollten wir den gleich testen und lassen die Köchin weiter zaubern.

Wollen wir in den Garten gehen? - Gerne.

Hm, hm!

Darf ich Ihnen noch mal auftun? Sehr gern. Sehr, sehr gern.

Und was ist mit Ihnen? Essen Sie nicht?

Doch, es war sehr gut. Aber ich muss, ähm, aufpassen.

Aber Ihnen scheint's zu schmecken.

Ja, meine erste warme Mahlzeit heute Auf Station war die Hölle los, was?

Ja.

Sie sind ja auch schon ganz weiß um die Nase.

Sie meinen, ich sollte das tun, was ich Ihnen geraten habe?

In meinem Fall wäre das unsinnig. Ich bin allein.

Wenn ich länger zu Hause rumsitze und nicht gebraucht werde, dreh ich durch

Jetzt übertreiben Sie aber. - Nein.

Sie können sich glücklich schätzen mit so einer Frau. Danke.

Hast du gehört? Ja.

Ich kenne keinen Mediziner, wo die Beziehung funktioniert.

Tolle Aussichten. - Wer will mit 'nem Typen zusammen sein,

der immer Überstunden macht? Es geht immer um Leben und Tod.

Zum Beispiel 'ne Frau, die auch Leben retten will. Hört sich gut an.

Ich sag Ihnen was: Wenn Sie wirklich was bewegen wollen,

müssen Sie an die Spitze. Und da gibt's keine Zeit für was anderes.

Man kann auch mit einfachen Mitteln helfen. Mit einfachen Mitteln

löst man einfache Probleme. Wollen Sie Landarzt werden?

Oder in die Entwicklungshilfe? Warum nicht? - Auf keinen Fall.

Interessant! Was ist Ihr Plan?

Ich will eine Ärztin sein, die für alle da ist.

Spitzenmedizin kann sich halt nicht jeder leisten.

Worauf wollen Sie hinaus? Okay. Ich frag Sie ganz direkt.

Würden Sie jemanden ohne Krankenversicherung behandeln?

Privatpatienten sind uns lieber, was, David?

Ja. - Vor allem Ihrer Mutter.

Und, wenn jemand keine Versicherung hat?

Dann hat er an der falschen Stelle gespart.

Eine gute Behandlung ist wie ein gutes Essen.

Es braucht fähige Menschen die es zubereiten,

die entsprechenden Gerätschaften und natürlich die exklusiven Zutaten.

Und das kostet.

Ja, da haben Sie natürlich recht.

(Bieler) Also dann, bis morgen in aller Frische.

(David) Absolut. - (Bieler) Vielen Dank.

(David) Gerne. Gute Nacht.

Wieso lädst du deinen Chef ein, ohne es vorher mit mir abzusprechen?

Entschuldigung. Ich will einfach nur gut mit ihm auskommen.

Ich dachte, du freust dich, ihn kennenzulernen.

Du willst doch deine Famulatur bei ihm machen. Hat sich erübrigt.

Wieso? Er wollte mich nicht, weil ich ein Kind hab.

Ach, was. Und heute Abend durfte ich ihn als dein Frauchen

bekochen und bedienen. Blödsinn, Lotta.

Hast du nicht gehört, was er sagte? Ich soll zu Hause bleiben,

damit du Karriere machen kannst. Quatsch.

Er hat wahrscheinlich schlechte Erfahrungen gemacht.

Das kriegen wir schon hin.

Was war denn das mit der Krankenversicherung?

Kennst du dich mit Melanomen aus?

Hautkrebs? Ist nicht so mein Spezialgebiet.

Könntest du dir bitte trotzdem mal eins angucken? Bei dir?

Nein, ein älterer Herr. Ich hab ihn zufällig kennengelernt.

Er ist nicht versichert. Ich kann keine Diagnose stellen.

Wenn er nicht versichert ist, kann ich ihn nicht weitervermitteln.

Hast du die Leute in Indien auch nach ihrer Versicherung gefragt?

Jetzt sind es ja schon zwei ...

Fische.

Ja, ich hatte noch einen dazugekauft.

Aber du hattest recht. Der eine war wahrscheinlich einfach nur träge.

Wollen wir mal sehen, welcher von beiden überlebt.

Die kämpfen die ganze Zeit miteinander.

Blue Dempsey. Aggressives Revierverhalten.

Man kann auch streiten und zusammenleben.

* Klingelton Computer *

Hey! Hey!

Immer noch in Goa?

Ja, immer noch in Goa. Affenhitze hier.

Schön für dich.

Hier ist es eiskalt. Keiner da, der mich wärmt.

Was machen wir denn da?

Dann mach mal deine Augen zu.

Jetzt stell dir mal vor, du wärst auch in Goa.

Und die Sonne ist so warm,

dass du sie überall auf dem Körper gleichzeitig spürst.

Und es wird wärmer ... und wärmer und wärmer ...

Und wärmer ... und wärmer ...

Jetzt mach die Augen wieder auf.

Lotta, bist du da?

Ich war nie weg.

Nächsten Freitag? Natürlich, Herr Professor, das kann ...

Das Wochenende? Ja, natürlich, wenn Sie meine Hilfe brauchen, bin ich da.

Auf Wiederhören.

Oh!

Tschüss. Schönen Tag.

Wo ist denn Lilo?

Ich bin weg.

Ach, Schatz! Ja, Bärchen?

Weißt du, ob ich noch irgendwo Socken habe?

Ah, Dankeschön.

Ist das nicht herrlich so ein Frühstück im Grünen?

Aber, sag mal, die Eier ... Die Eier.

Wie lange hast du die Eier gekocht? Das mach ich nach Gefühl.

Ah, nach Gefühl. Hm, ganz schön hart, deine Gefühle.

Wenn's dir zu hart ist, mach's dir einfach selbst.

Oh! Kannst du Lilo heute Nachmittag für 'ne Stunde nehmen?

Lotta, ich muss arbeiten. Ich würde auch gern mal freihaben.

Das kann ich nicht, wenn ich hier festsitze. Weißt du was?

Heut Abend schmeiß ich den Grill an und du lädst jemanden ein. Okay.

Küsschen?

Iiiiih. - Hey.

Wir sprechen uns in zehn Jahren wieder.

Ich will Bagger spielen.

Okay.

Dann Augen zu.

Warum? Weil's 'ne Überraschung ist.

Mach die Augen zu! Hast du? Ja.

Augen zu. Schön die Augen zulassen, Fräulein.

Augen zu, Augen zu.

Warte! Hier, hier, hier, hier, hier. Hier hinstellen. Augen auf!

Tataa! Überraschung.

Und, toll? Na, los, komm! Gucken wir's uns an.

Hi! Hallo.

Ganz kurze Frage. Meine Tochter liebt Bagger.

Könnte sie vielleicht 'ne Runde mitfahren?

Na, klar. Immer rein damit.

Das ist super lieb. Danke. Süße! Du darfst mal hoch. Na, komm!

Hab selbst zwei Töchter, aber die kämen nie auf die Idee.

(Baggerfahrerin) Super machst du das. Klasse!

Warst du schon mal in einem echten Bagger?

Nein.

Kurze Frage, Frau, Frau ...

Ich bin Helga. Hi. Ich bin Lotta.

Ähm, ich müsste noch mal kurz weg.

Könnte ich Lilo kurz 'ne Stunde hier parken und sie wieder abholen? Klar.

Das macht doch Spaß. Super. Und für dich okay, Maus?

Ciao. Tschüss.

Hallo!

Schon Feierabend?

Herr, Herr, ja wie denn eigentlich?

Ostern.

Paul Ostern.

Ich habe mich nur kurz hingelegt. Sie heißen Ostern?

Ja, man hat mich an Ostern auf 'ner Kirchentreppe gefunden. Im Körbchen.

Ein Findelkind?

Sie kennen die Leute hier schon länger, hm?

Angenehme Gegend.

Ruhig, sauber.

Nette Nachbarn.

Und nicht weit zur Arbeit.

Haben Sie das schon immer gemacht? Als Statue verkleidet.

Ich war Buchhändler, Vertreter.

Klempner.

Kellner, Kurier, ach ...

Dann waren Sie schon mal in einer gesetzlichen Krankenkasse. Bitte.

Mischen Sie sich da nicht ein.

Herr Ostern, Sie sind krank und Sie müssen untersucht werden.

Und was das Schlimmste ist: Jetzt haben Sie mich an der Backe.

So leid es mir tut, Herr Ostern, ich sehe keine Möglichkeit,

Sie zu versichern. Es sei denn, Sie weisen eine feste Anstellung nach

Daher sehe ich keine Möglichkeit, Sie zu versichern.

Es sei denn, Sie weisen eine feste Anstellung nach.

Oder Sie beantragen Sozialhilfe. Ich dachte, jeder ist verpflichtet,

eine Krankenversicherung abzuschließen. Richtig.

Aber wir sind nicht verpflichtet, jeden aufzunehmen.

(liest) "Bei uns wird das 'Wir' großgeschrieben." Ist schön.

Er hätte uns nicht verlassen dürfen. Dafür wird er jetzt bestraft?

Das sind unsere Vorschriften. Gut, dass Sie sich daran halten.

Allerdings sehe ich, dass Ihre Frau bei uns versichert ist.

Frau? Das haben Sie jetzt nicht von mir.

Es gäbe die Möglichkeit, sich über Ihre Frau ... Danke!

Herr Ostern!

Sie sind verheiratet? Ich möchte nicht darüber sprechen.

Aber, wenn es über die Versicherung Ihrer Frau ...

Ich will nicht darüber sprechen.

Sie sind aber auch stur!

Ich bin stur?

Ich habe 20 Jahre meines Lebens unter stattlicher Aufsicht verbracht.

Säuglingsstation, Kinderheim, Jugendheim, Erziehungsheim.

Jugendstrafanstalt.

Ich will von niemandem mehr abhängig sein. Niemandem! Ende!

Und da ist Gas und hier ist die Bremse.

Wenn du mal ganz schnell bremsen musst, ne!

Hallo. Hallo. Alles gut?

Ja, alles super. Lilo, komm, wir gehen nach Hause.

Kommst du mich mal wieder besuchen? - Ja.

Komm, Mausi! Eh, wow, huu.

Vielen lieben Dank, Helga. Gerne.

Hi, Mona, ich bin's.

Ich hab mal kurz 'ne Frage. Ähm ... Kennst du jemanden,

der eine Gewebeprobe entnehmen und analysieren könnte?

Super. Und ähm ... sag mal ... Könnte er dies auch tun,

ohne dass jemand in der Abteilung was davon merkt?

Wenn irgendwas ist, wir sind unten, ja?

Gute Nacht, meine Maus. Gute Nacht.

Ab 19 Uhr ist der Kollege in der Onkologie. Seitenflügel, 1.Stock.

Danke.

Ah, lecker. - Fleisch.

Wauwauwau. So, hier Partnerschaftstest.

Och, nee, bitte Mona. Oh ja.

Also, was ist am Wichtigsten in einer Partnerschaft?

A: Guter Sex. A.

(Mona) Würd ich auch sagen. B: Streit vermeiden.

C: Offen über alles reden. (Lotta und David gleichzeitig): C!

Wow! Was heißt hier: Wow!?

Nichts. Nee, sag mal, was heißt dein Wow?

Na ja, wenn zwei NICHT offen über alles sprechen, seid das ihr beide.

Was? Wieso?

Habt ihr offen über deinen Rückzieher gesprochen?

Rückzieher? Dein Antrag, der keiner war.

Nur weil ihr in meinen Taschen einen Ring findet, heißt das nicht,

dass ich dich heiraten muss. Musst du nicht. Hatten wir geklärt.

Das war jetzt ein offenes Gespräch für euch, ja?

Hautkrebs. Ist auch eine schöne Bettlektüre.

Du, ich kann das Licht auch ausmachen.

Nee, es geht schon.

Ich wollte vorhin nicht, dass es so absolut klingt. Es tut mir leid.

Kein Problem. Sei nicht so nachtragend.

Bin ich nicht. Bin nur erstaunt, wie selbstsicher du sagen kannst,

dass du mit mir nicht alt werden willst.

Das hab ich nicht gesagt. Aber gemeint und das ist in Ordnung.

Bis vor Kurzem hatten wir eine Fernbeziehung.

Jetzt hocken wir aufeinander. DU wollest den Probelauf.

Ja, aber wenn dich irgendwas stört, ist es vielleicht besser,

wenn du ausziehst. Ah, gleich ausziehen, ja? Hm.

Heute hü, morgen hott.

Genau deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dich zu heiraten.

Jetzt kannst du's dir noch nicht mal mehr vorstellen.

Das war deine Idee mit dem Haus, Lotta. Ja.

Und kaum gibt es ein Problem, soll ich einfach so ausziehen, ja?

Ja, bitte. Da ist die Tür.

Weißt du was?

Das kannst du knicken. Ich bleibe.

Gut, dann hab ich die Couch und den Fernseher für mich alleine.

Mach nicht so laut, bitte. Ich möchte schlafen.

Das ist bescheuert. ICH will im Bett bleiben.

Dann ziehen wir es also durch. Und wie wir es durchziehen.

Gut. Und deinen Spezialpatienten ziehst du auch durch? Ja.

Na, dann, gute Nacht, mein Schatz. Ich hab dich sehr lieb.

Morgen wieder.

Lilo, komm! Wir müssen los. Warum?

Keine Diskussion, jetzt. Abmarsch. Ich will hierbleiben.

Ginge das? Es dauert auch nicht lang Na gut.

Aber das nächste Mal müssen Sie auf die beiden aufpassen. Mach ich.

Sie haben Glück. Wir haben einen Arzt und wir haben einen Termin.

Lassen Sie das. Ich bin bei der Arbeit.

Sie versauen mir mein Geschäft.

Jetzt mal ernsthaft. Sie müssen untersucht werden.

Das bringt nichts.

Gut. Das wissen wir erst, wenn wir da waren.

Warum sind Sie denn so stur? Ihr Hocker!

Uniklinik? Die ist doch staatlich, oder? Kommt nicht infrage.

Kommen Sie. Außerdem lassen die mich nicht durch die Tür.

Wer sagt, das wir vorne reingehen? Jetzt nicht so laut!

Ich will da nicht hinein. - Herr Ostern, richtig? Mona.

Sind Sie die Ärztin? Haha, Ärztin.

Nein, aber ich bringe sie zum Richtigen, keine Sorge.

Wir wollen ja wissen, woran wir sind, nicht wahr? Kommen Sie!

Guten Tag.

Entschuldigung. Hallo. Gute Besserung. Hallo.

Bitte!

Darf ich vorstellen. Dr. Reddy. Herr Ostern, der Bekannte von Lotta.

Hallo.

Einmal Gewebeprobe. Ich weiß Bescheid. Dann setzen Sie sich mal.

Wo haben wir es denn?

Aha.

So, dann lass ich euch mal, ja? Wiedersehen, Herr Ostern.

Bleiben Sie nicht hier? - Tut mir leid. Ich muss weiter.

Hallo, ich bin auch noch hier!

Hast du mal eine Minu ...? Was machst denn du hier? Hey.

Hi. - Hi.

Ähm, ich mach 'ne Studie fürs neue Semester.

Dr. Reddy ist so lieb und hilft mir dabei.

Nach der Gewebeprobe zu urteilen, handelt es sich um ein Melanom.

Es müsste so schnell wie möglich operativ entfernt werden.

Gefolgt von einer Chemotherapie.

Die Metastasierung ist in vollem Gange.

Operation? Chemotherapie? Willst du ihn heimlich operieren lassen?

Wenn du so weitermachst, kannst du dein Studium in die Tonne kloppen.

Ich wollte nur 'ne Diagnose. Ohne Versicherung darf der Mann

nicht behandelt werden. Angst, um die Probeanstellung.

Darum geht's doch ... Was machst du überhaupt hier?

Du sollst dich schonen. Bitte, warten Sie!

So hilfst du ihm nicht. Soll ich wegschauen?

Nein. Du sollst ihn in eine Einrichtung bringen,

die sich um solche Leute kümmern kann. Solche Leute?

Ja. Okay, okay, ja.

Viel Glück mit deiner Spitzenmedizin.

Herr Ostern!

Danke. Vielen Dank!

"Metastasierung im vollen Gange".

Jetzt kann ich mir nicht einmal was vormachen.

Ja, Sie haben Krebs. Sie müssen operiert werden.

Ich kümmere mich um die Versicherung Ich will nichts!

Sie können sich nicht aus dem Leben stehlen.

Sie haben eine Chance. Kann ich!

Haben Sie mal an diejenigen gedacht, die Sie vielleicht noch brauchen?

Die Leute auf dem Marktplatz. Lilo und ich.

Ja, tut mir leid. Aber so schnell werden Sie mich nicht los.

Hey, Kleiner. Stalkst du mich? Lotta, du musst mitkommen.

Es gibt ein Problem. Ist was mit Marlies?

Nein, mit Papa. Er war die die letzten Tage voll unzuverlässig.

Und jetzt ist er weg. Aha. Guck mal, hier!

Er gibt in den letzten Tagen voll viel Geld aus. Hier in Halle.

Ja, wegen eurer ... neuen Zweigstelle, hm?

Was für eine Zweigstelle? Ich traf Papa vor ein paar Tagen.

Er meinte, ihr macht einen neuen Laden auf.

Jetzt redet er auch noch wirres Zeug Meinst du, Papa wird dement?

Das meiste Geld gibt er im 'Saliner Hof' aus.

Kennst du den? Nie gehört. Wir müssen da hin.

Jetzt? Jetzt!

Guten Tag. Wohnt hier zufällig ein Gast namens Brinkhammer?

Da muss ich im System nachschauen. Danke.

Was ist denn? Da ist er doch.

Na, warte! Bastian, komm jetzt.

Guck ihn dir doch mal an. Was denkst du, macht er hier?

Keine Ahnung. Och, man.

Er ist nicht dement. Er hat ein Date! Ach ...

Mit wem denn? Und genau das ist seine Sache.

Die kenn ich doch. Das ist doch die, die Mutter von, von ...

Ich geh da jetzt hin. Nein, Sebastian, bitte.

Das geht dich nichts an. Papa ruiniert unsere Firma.

Natürlich geht mich das was an. Das ist die Mutter meines Freundes.

David, hi. Nein, nein ... Das kannst du nicht machen!

Doch! David, bitte, komm sofort in den 'Saliner Hof'.

Sebastian dreht durch. Ich weiß gar nicht, welches Zimmer.

Schon wieder Champagner. Und das ist noch nicht alles.

* Evergreenmusik schrill und laut. *

So was hast du gehört?

Ganz schöner Aufwand für EINE Platte.

Das ist nicht irgendeine Platte.

Lass ihm seinen Spaß. Das ist das letzte Mal in seinem Leben.

Entschuldigung wegen der Lautstärke. Ich mach sofort leiser.

Hallo. Ihr spioniert mir nach?

Lotta, ich bin echt enttäuscht.

DU bist enttäuscht? Was soll ich da sagen?

Unsere Firma geht vor die Hunde und der Herr amüsiert sich.

Unsere Firma finanziert den Spaß! Stopp!

Wenn jemand all die Jahre auf meine Kosten gelebt hat dann ihr!

Wir wollen uns doch jetzt nicht über Geld streiten, oder?

Dann erklär der Dame bitte, was uns gerade durch die Lappen geht

Stockholm, Rom und Bratislava. Hör auf und lass Katharina aus dem Spiel

Mama? - Bärchen. Bärchen.

Mama? - Bärchen, es ist schwer zu verstehen,

aber auch deine Mutter ... - Ich will nichts wissen.

Was machst du dann hier? Ich hab mich auch nie bei dir eingemischt.

So ein Schwachsinn. - Bitte?

Du hast dich immer eingemischt.

Bei der Frau, die ich liebe, fängst du was mit ihrem Vater an. - Na und?

Wir wollten das von euch fernhalten. Das hat nichts mit euch zu tun.

Dann schleppst du auch noch Mamas Platte an. Jetzt ist Schluss!

Die Firma gehört auch dir. Also kümmere dich drum.

Ich hätte nie gedacht, dass du das wegen einer Affäre opferst.

Was heißt denn hier Affäre? Bin ich etwa ein One-Night-Stand oder was?

Hoffentlich nicht mehr! - Das geht dich überhaupt nichts an.

Also, wenn ihr zusammen seid, zieht ihr jetzt zusammen?

Fahren wir jetzt zusammen in Urlaub? Weißt du was, Lotta?

Kriegt ihr mal euren Probelauf auf die Reihe.

Dann reden wir weiter.

Was heißt auf die Reihe kriegen? Ruhe! Er hat recht.

Wir gehen jetzt. Sofort. Das ist so peinlich.

Das ist das Normalste der Welt. Zwei Menschen im Bett. Knickeknacke.

Jetzt raus hier! Ich brauch einen Drink.

"Mamas alte Platte".

Frischst du jetzt mit mir alte Erinnerungen auf?

Wie kommst du jetzt auf so was?

* Lautes Gelächter *

Glaubst du wirklich, sie hat angefangen? Nein, auf keinen Fall.

Er hat sie verführt mit seinen Liedern. Der Liederliche.

Meine Mutter steht nicht auf so Arbeitertypen.

Hey, mein Papa ist Fuhrunternehmer.

Ich hätte nie, nie daran gedacht, dass Meinolf auf so jemanden steht.

Was heißt denn "auf so jemanden"? Entschuldige mal.

Also meine Mutter war cool und locker. Meine Mutter war ein Hippie.

Ach und meine ist verkniffen oder was?

Und ich bin wirklich ...

... die erste Frau, die du wirklich liebst?

Wirklich.

* Romantische Musik *

Hey, wohin gehst du? Komm!

Hey!

Na los, komm!

* Romantische Musik *

Uuuhhaaaa!

Ohhh ...

Ohhh, Scheiße, mein Kopf.

Es ist erst neun. Lass uns noch schlafen, ja?

Was? Was hast du gesagt? Schlafen, bitte.

Nee, davor.

Es ist neun.

Lilo!

Oh, Scheiße. Lilo! Lilo! Scheiße. Lilo ...

Guten Morgen. Entschuldigung. Es gab 'ne kleine Krise in der Familie.

Um die Wogen zu glätten, brauchten wir 'ne Flasche Wodka ...

Ja, das riech ich. Es war gestern schon zu spät.

Ich wollte nicht mehr stören. Sie haben eine Verantwortung.

Die können Sie nicht bei mir abladen. Es war eine Ausnahme.

Kümmern Sie sich um Ihr Kind. So wie wir das alle hier tun.

Sie haben doch Zeit, oder nicht?

Kümmern Sie sich um Ihr Leben und ich kümmere mich um meins.

Der hast du's aber gegeben. - Ich will zu Max.

Das geht jetzt nicht. Warum?

Da müsste sich Lotta bei Verena entschuldigen. Das kann sie nicht.

Warum? - Sie ist zu stolz, ihre Fehler zuzugeben.

Das hast du aber schön aufgesagt. Ich gucke Pippi Langstrumpf.

Ich kann Fehler zugeben. ICH mach wenigstens welche.

Was soll das heißen? Ich versuch hier was:

Wie ich jemanden helfen kann. Wie wir zusammenleben können.

Dabei mach ich auch Fehler. Und ich nicht? Doch.

Aber die meiste Zeit gehst du auf Nummer sicher.

Was ist los? Komm mal klar, Lotta!

Lotta! Süße, bitte, jetzt nicht.

Der Mann im Fernsehen, komm schnell!

Was?

Der Mann im Fernsehen. Was ist los?

(Reporterin) Es sollen mehrere Bäume gefällt werden.

Der Baumhausbewohner Herr Ostern sträubt sich noch.

(Ostern) Ich wohne hier und bleibe.

Seit Jahren bin ich hier. Auch im Winter. Sind die wahnsinnig?

Wohin soll ich? Es hat bis jetzt noch niemanden gestört!

Hey, was soll der Scheiß!

Bleiben Sie hier! Lassen Sie mich! Schalten Sie das Ding aus!

Was soll der Scheiß? Soll ich das jedem erklären. Ja!

Wir fällen, weil es eine Gefährdung darstellt. Das ist sein Zuhause.

Und er ist krank. Das sind die Bäume auch.

Sie haben einen Pilz. Der bewuchert sie und sie werden brüchig.

Und wohin soll er?

Tja, ich habe keine Ahnung. Werner, geh an die Arbeit jetzt.

Ist gut, nicht anfassen.

Mensch, was machen Sie? Das können Sie auch normal runterholen.

So 'ne Scheiße hier!

Herr Ostern, wir, wir finden schon 'ne Lösung.

Sie können ja erst mal mit zu mir kommen. Das kann ich nicht.

Na, klar, können Sie.

Müssen Sie.

Guten Tag.

Hier wohnen Sie? Ja, aber nur vorübergehend.

Das sind nicht meine Möbel.

Mal was anderes.

Du hast da noch was im Gesicht. Komm her, Mausi. Ist gut.

Wenn Sie wollen, kann ich Ihnen im Wohnzimmer ein Bett machen?

Einmal draußen, immer draußen. Ich bau mir was im Garten zusammen.

Ähm ... Ich bin gleich wieder da.

Hallo, Lilo! Hast du Lotta gesehen?

Hey! Gut, ich wollte dich nämlich ...

Warte, warte! Bitte, sag nichts! Was?

Es war saublöd von mir gestern. Hä?

Ich hätte Lilo nicht mit reinziehen sollen. Und deshalb habe ich ...

Tataa! Und du meinst, Lilo freut sich darüber?

Ich will mich bei dir entschuldigen.

Ich bin so glücklich, dass du bei mir bist. Und ... * Klopfen *

Kurze Frage ... Oh! Gibt es irgendwo ein Verlängerungskabel?

Ich guck gleich mal nach.

Das ist ein wunderbarer Strauß. Der braucht Wasser.

Das ist Herr Ostern.

Und Herr ... Ostern ... wohnt kurze Zeit bei uns.

Sag mal, geht's noch? Er ist auf der Straße.

Ich hab Angst, er tut sich was an.

Du bringst einen Suizidgefährdeten ins Haus!

Dafür gibt's Einrichtungen. Die mag er nicht.

Habe nichts anderes gefunden. Aber das müsste als Vase dienen.

Danke, Herr Ostern.

Danke, Herr Ostern.

Lotta. Das ist ... Ja, mein Gott.

Hab mal wieder aus dem Bauch raus entschieden. * Türklingel *

Party, ja? Keine Sorge. Herr Ostern!

Fragt nicht. Könnt ihr das Taxi bezahlen, bitte?

Ich bleibe nur eine Nacht. Das geht nicht.

Wir haben andere Sorgen. Hattest du Stress mit Katharina?

In der Sauna. Aber alles in Ordnung. In der Sauna? * Klopfen *

Entschuldigung. Dübel? Für die Hängematte.

Keine Sorge. Wird nur ein kleines Loch.

In der Werkzeugkiste. Die ist unter der Treppe. Danke.

Kühlschrank wäre auch voll. Champagner, Kaviar, Hummer. Hey!

Was? - Vertrag ich nicht.

Gibt es auch Joghurt? Die Werkzeugkiste, Herr Ostern.

Wohnt der auch hier?

Herr Ostern ist in einer Notsituation und übernachtet hier.

Ich bin wohl zum Spaß hier. Verdammte Scheiße, was ist hier los?

Kann ich irgendwie helfen?

Du kannst nicht einfach verschwinden.

DU bist aus der Sauna abgehauen. Ich wollt keine Vorträge hören.

Ich erklärte dir den Aufguss und du lässt mich nicht mehr ins Zimmer.

"One-Night-Stands" schließen irgendwann die Tür ab.

Ach, das war ein Missverständnis. Das du nicht korrigiert hast.

Das ist feige. Dann nörgelst du auch noch an mir rum.

Mir ist kalt. Na und?

Ich hab nur angedeutet, dass man einen Mann nicht ...

Bärchen nennen soll. Stopp.

Ihr könnt über alles reden. Aber nicht hier! Tschüss.

Was war das denn, bitte? Ich hab keine Ahnung.

Ja, nee, ist klar.

* Bohrgeräusch * Mann, Herr Ostern!

Sie können doch nicht einfach in die Wand bohren.

Wissen Sie, wie alt das war?

Das ist doch kein Problem. Ich krieg das schon wieder hin.

Das brauchen Sie nicht. Sie sollen verschwinden.

Wir brauchen keine Penner im Garten. - Ich bin kein Penner.

Ich will hier nur schlafen. - Unmöglich ist das. Entschuldigung.

Ich bin kein Penner! So geht das nicht.

Sie sind hier nicht allein auf Ihrem Baum. Ich bin kein Penner.

Natürlich sind Sie das nicht. Ich bin kein Penner!

Herr Ostern, am besten, Sie gehen jetzt mal hoch. Sofort!

Was ist jetzt mit dir los? Wohin willst DU?

Ich halte diesen Kinderkram nicht mehr aus! Das sagt der Richtige.

Bei dir kümmert sich Mama um alles. Was? Der Job bei Bieler!

Wer glaubst du, hat das gedeichselt?

Weißt du was? Scheißegal. Ich bau mir jetzt was Eigenes auf.

Du dir? Was ist denn mit uns? Was denn bitte für ein 'uns'?

Dieses Haus, dieses ganze Wohnen auf Zeit ist totaler Schwachsinn.

Ist es nicht.

Wir wissen jetzt mehr.

Du hast einen Plan, ich bin spontan.

Du weißt, was du willst. Ich bin noch am Suchen.

Du bist überlegt und vorsichtig. Ich handle aus dem Bauch heraus.

Klar wird das schwer auf Zeit, das weiß ich.

Ja und wie soll das gehen, bitte?

Ich weiß es nicht. Wirklich. Keine Ahnung.

Ich auch nicht. Was heißt das jetzt? Keine Ahnung. Ich gehe.

Machst du Schluss? Mann, dann sag's doch wenigstens!

Es tut mir leid.

Hat nichts mit Ihnen zu tun.

Wann merkt man eigentlich, dass es vorbei ist?

Wie war das bei Ihnen?

Sie hat mich vor die Tür gesetzt.

Sie meinte, man hält's mit mir nicht aus.

Glauben Sie, ich bin auch so jemand?

Wie lange hat denn Ihre Ehe gedauert?

32 Jahre.

Gisela ist sehr geduldig.

Das heißt, Sie sind noch verheiratet?

Für eine Scheidung müsste ich zu einer Behörde.

Herr Ostern.

Sie hängen noch an ihr.

In Erinnerungen.

* Pfeifen *

Guten Morgen. Guten Morgen.

Wohl bekommt's! Das ist lieb, danke, Herr Ostern.

Gern geschehen.

* Er pfeift. *

Was ist eine Vogelmutter?

Woher hast du das?

Von Verena?

Meint sie vielleicht Rabenmutter?

Sag mal ehrlich. Hättest du gerne so 'ne Mutter, wie die von Max?

Gut. Ich könnte es nämlich auch nicht.

Warum? Was glaubst du denn?

Vielleicht weil die Mutter von Max eine Schnecke ist.

Eine Schnecke? Ja, so wie in unserem Buch.

Die Schnecke bleibt immer gleich. Und du bist der Schmetterling.

Und ich mag Schmetterlinge.

Warte mal. Herr Ostern?

Ich weiß jetzt, was ich mache. Ich will nämlich ...

Herr Ostern?

Hallo, hören Sie mich. Herr Ostern?

Herr Ostern?

Wenn du wegen deines Vaters kommst, er fuhr wohlbehalten nach Hause.

Ja, schön. Nee, darum geht's nicht. Herr Ostern, ein Bekannter von mir,

ich hab ihn einliefern lassen. Dr. Bieler wird sich sicher kümmern.

Er muss operiert werden. Hat aber keine Versicherung.

Als Dekanin könntest du ... Deine Menschenliebe in allen Ehren.

Mit so Aktionen richtest du mehr Schaden an, als dass sie nützen.

Nur die Operation. Das gibt Ärger!

Wenn das publik wird. Okay, stell dir mal vor,

dein Mann hätte damals mit seinem Krebs keine Versicherung gehabt.

Du hättest alles in deiner Macht stehende getan.

Du unterstützt David in allem. Du bist ein Familienmensch.

Bitte, hilf mir!

Bitte.

Ich kümmere mich drum.

Und? Ich glaube, Ostern kann hierbleiben.

Super.

Tja ... Die drei Wochen sind um.

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

Tschüss. - Tschüss.

Ich bin nicht fürs Zusammenleben gemacht. Ach!

Ich frag mich die ganze Zeit, wie Mama und Papa das hingekriegt haben?

Ich finde, es ist doch was Gutes dabei rumgekommen.

Ja.

Ein Spießer und eine Loserin.

Ach Große.

Jetzt mach dich mal nicht kleiner als du bist.

Zumindest hast du's versucht.

Dein Typ kommt noch. Sicher.

Und wenn nicht? Wenn nicht ..

Kannst du im Alter immer noch Spaß haben. Siehe Papa.

Zurück in die WG?

Ach Große, komm mal her.

Okay, ich ...

Ich geb nur noch den Schlüssel ab und sag der Nachbarin tschüss.

Ich wollte mich verabschieden und den Schlüssel abgeben.

Danke. Ciao. Wiedersehen.

* Hupen *

Ihr Bettnachbar Herr Ostern, der ist wo?

Auch hier liegen die Delikatessen im Müll.

Und? Die Melanome sind weg. Sehr gut.

Ich muss noch eine Chemotherapie machen,

sonst mach ich's nicht mehr lange. Die machen Sie aber auch!

Ich hab gedacht, Haare verlieren, an Schläuchen hängen,

lohnt sich nicht mehr. Aber dann hab ich mich an Ihre Worte erinnert.

Sie hatten Recht. Ich bin ja nicht alleine.

Da dachte ich, ich müsste vielleicht ausprobieren,

ob ich mit jemandem zusammenwohne.

Wie wollen Sie das schaffen? Schwierig.

Im Augenblick wohne ich im Vierbett- zimmer. Ich halt es kaum aus.

Hm, das riecht ja wieder mal fabelhaft.

Hallo! Hallo.

Herr Ostern? Die Klinik übernimmt die OP.

Aber die Chemotherapie wird aufwändiger.

Kein Problem.

Die suchen Teilnehmer für 'ne Langzeitstudie.

Aha. Und woher ...

Wollen Sie nicht auch was? Nein, danke. Ich muss los.

Wohin? Ferien.

Hätte ich längst schon machen sollen.

Danke, Frau Doktor. Ich bin noch kein Doktor.

Noch nicht.

Aber das werden Sie gefälligst.

Hi. Na?

Hast du uns deinen Herrn Ostern doch noch aufs Auge gedrückt. Ja.

Lilo und ich fahren weg bis Ende der Ferien.

Ich, ich, ich kann da nicht mit. Wegen der Arbeit. Ich weiß.

Freunde bleiben wird wohl nichts, hä?

Lotta, es tut mir leid, dass ich einfach abgehauen bin.

Ich, ich hab es versucht, wirklich. Aber ich ... Ich kann das nicht.

Ich bin mir sicher, dich findet schon noch die Richtige.

Geht's da mal weiter? (beide gleichzeitig) Ja, doch!

Als Paar gehen wir auch nicht. Offensichtlich nicht, ne?

Und nu?

(Kassiererin) Zusammen oder getrennt?

Was? - Zahlen Sie zusammen oder getrennt?

(beide gleichzeitig) Getrennt.

Guck mal, ich glaub, das ist unser Bus.

Wohin fahren wir? Lass dich überraschen.

Warum?

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2015

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