All language subtitles for Vier Frauen und ein Todesfall - S01E01 - Herzkasper.deu

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Original subtitles

*

Wir gleichen den Lämmern, die auf der Wiese spielen,

während der Metzger schon das eine oder andere mit den Augen auswählt.

Denn wir wissen nicht in unseren guten Tagen,

welches Unheil das Schicksal uns bereitet.

Diese Worte des großen Schopenhauer gemahnen uns an eine Tugend,

die uns Menschen bisweilen abhanden kommt:

Demut vor dem, was uns erwartet.

Zeit für Ihre Medizin, Herr Professor!

Hab schon darauf gewartet.

Hab schon darauf gewartet.

Mama, muss i auf das depperte Begräbnis gehen?

I hab den ned 'kannt!

Und wenn du ihn 'kannt hättest, mit was tätest dich dran erinnern?

Samma lustig? Und im Dienst saufen?

I bin ned im Dienst.

I geh auf die Beerdigung - wie jeder anständige Mensch im Dorf.

Amen! Mama, komm!

Ned fahren, sonst nehmen wir dir den Schein weg.

Du bist ned im Dienst!

Wenn du fahrst, dann schon.

Was hab i ang'stellt, dass i mir euch verdient hab?

# Willst du dein Herz mir schenken?

# So fang es heimlich an!

# Dass unser beider Denken niemand erraten kann.

Mach kein G'sicht! Du bist schon wie dein Vater!

Ein Mal kommen s' ohne dich aus beim Fußball.

Hallo Papa!

Grüß di! Sag Servus zur Oma!

Grüß di, Maria!

Grüß euch!

Grüß di, Sabine! Wie geht's?

Spinnst du? Du kannst ned den Buam mitnehmen zu an Begräbnis!

Deine Mutter nimmt dich auch mit!

Grüß euch!

Servus!

Grüß Gott allerseits!

Grüß Gott, Herr Bürgermeister!

Was hat's der so gnädig? Die Leich rennt ihm eh ned davon.

Aaaah!

Heinrich!

Heinrich?

Heinrich Caspar hatte Demut vor dem Geschenk des Lebens.

Und wir, die wir zurückbleiben, werden das nie vergessen.

Nachdem er sich als weltberühmter Herzchirurg zur Ruhe gesetzt hatte,

war er immer noch in Herzensangelegenheiten unterwegs.

Als medizinischer Leiter der geriatrischen Klinik "New Age"

habe ich oft von seinem unendlichen Wissen profitiert.

Mit mir meine Patienten.

Er verschrieb sich ein Leben lang dem Kampf gegen die Krankheit.

Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit!

Er hat diesen Kampf für viele Patienten gewonnen.

Er selbst hat ihn aber verloren.

Kein Wunder, dass der den Geist auf'geben hat.

Das schaut so g'sund aus, dass es einen krank macht.

Regts euch ab! Das Vogelfutter is nach dem Wunsch von der Witwe.

Jetzt kapier i, was das heißt: ins Gras beißen.

A Leichenschmaus is a G'selchtes, a Brat'l, Knödel und a Bier.

Das is Bio-Müll.

Die Zug'reisten haben kein G'fühl für gar nix!

Bei der Altenbetreuung hat uns die Frau Professor auch drein'pfuscht.

Wir wissen selber, was unsere Alten wollen.

Ja, Kaffee und Schnaps saufen. Das is auch ein bissel tödlich.

Tödlich is das!

I glaub ned, dass der eines natürlichen Todes g'storben is.

Schimpfts ned, die Toten soll man ehren!

Gegen den Toten sagen wir eh nix.

Aber da is was faul beim Abgang vom Professor.

Wir sagen, was dir du nur denkst.

Was denk i mir? - Wenn du's ned weißt, sag i dir's:

Du denkst dir, dass da was ned sauber is,

wenn einer einen Herzkasperl hat.

Mitten im blühenden Leben!

Ah so?

So geblüht hat er nimmer.

Ka Wunder, bei dem Eisblock von Frau!

Außer Haus is sie aber aufgetaut!

Ah so? - Das weißt auch ned? Was bist du für ein Wirt?

Zähl zwei und zwei zusammen!

Vier! Und?

Die Sache is klar: Die hat einen jüngeren Liebhaber.

Und jetzt, wo der Professor nimmer is, hat sie einen Haufen Geld!

Sabine, du bewegst dich hart am Rand der Verleumdung - rechtlich g'sehn!

Wieso? Du bist doch ned im Dienst.

Ich mein's nur gut.

Jetzt muss si unser Bürgermeister anstrengen!

Wieso?

Damit sie das Altersheim ned zusperrt.

A reiche Witwe mag si nimmer mit Arbeit ärgern. Stimmt's, Julie?

Oder er is schon längst der Lokführer am Nebengleis.

Der hat keinen Dampf mehr im Kessel.

Woher weißt denn du das?

Faktum ist:

Zwei und zwei ist vier!

"Wenn ihr nicht sofort die Pappe haltet, geht es euch an den Kragen!"

Pappe? Papp'n heißt das. Pappe schreibt nur a Zug'reiste.

Genau! - Also wissen wir, woher das kommt.

Wir sind am Rande der Verleumdung? Der Brief ist eine Drohung!

Ich erstatte Anzeige.

Damit die Körndlfresserin weiß, mit wem sie's zu tun hat.

Es is taktisch unklug, dass sie weiß, was wir am Kasten haben.

Schaust du zu viel fern?

Die Frau Professor unterschätzt uns, und das ist unser Vorteil!

Was willst jetzt tun?

Recherchieren.

An der Uni dient Heinrichs Werk einem guten Zweck.

Hier verstaubt es nur.

Wenn du Hilfe beim Ordnen brauchst...

Danke, ich komm schon zurecht.

Vielleicht fahre ich eine Weile weg, wenn alles erledigt ist.

Ich brauche Abstand, um das alles zu vergessen.

Nimm dir den Dorftratsch nicht zu Herzen, Henriette.

Was haben die Leute hier gegen uns? Wir haben uns wirklich engagiert!

Zwecklos! Überall nur Ablehnung. Ich glaube, sie hassen uns.

Nein, die Menschen hier sind einfach ... sehr einfach.

Wie kommt diese Person darauf, dass Heinrich keines natürlichen Todes...

Auf dem Land machen dumme Gerüchte schnell die Runde.

Ich habe ihn gefunden und untersucht. Es war ein schwerer Infarkt.

Alles ist unendlich traurig für dich, aber vielleicht ist das ein Trost:

Er starb in Ausübung dessen, was ihm am wichtigsten war.

Trink aus, i möcht zusperren.

Bring mir noch einen Schnaps!

Du g'hörst heim ins Bett!

Was tu i dort?! I kann nimmer hören, wie sie die ganze Zeit plärrt.

Wer? Die Pia?

Vergiss es.

Habts Probleme?

Weißt, was i bei euch Weibern ned kapier?

Warum stehts ihr auf Arschlöcher?

Die Typen, die euch ausnutzen, g'fallen euch!

Aber die, die zu euch halten, werden beschissen!

Steiger di ned rein! Das is a Blödsinn.

Was weißt denn du? Gar nix!

Aber ich weiß, was der 'saubere' Professor für einer war.

Weißt, was das Schlimmste is?

Dass meine Alte, die blöde Kuh, dem Arschloch auch noch nachplärrt!

Weil sie ...

.. wirklich ganz tief in den alten Trottel verknallt war!

Das is der Gipfel!

Der verdreht keiner mehr den Kopf.

Aber das hilft mir nix.

Die Pia will si trotzdem scheiden lassen. Sie hat schon eine Wohnung.

Weißt, was sie g'sagt hat?

"Wir können ja Freunde bleiben."

Das sagt sie zu ihrem Ehemann! Ihr Weiber seids das Letzte!

Fertig?

Ja.

Kann i heut bei dir schlafen?

Naa.

Ihr Weiber seids alle gleich.

Aha.

Ah!

Mit der Pia?

Hochinteressant!

Die Körndlfresserin war eifersüchtig. Das is das Motiv.

Mord aus Eifersucht. Klassisch.

Du sagst, du besuchst deinen Taufpaten. Den ...

Schössbender Severin. Der is doch im Heim?

Ja, aber der is irgendwie ... - und i hab ihn schon ewig nimmer g'sehn.

Deshalb besuchst ihn! Nebenbei recherchierst.

Was recherchier ich?

Details! Indizien!

Indizien sind was anderes.

Dann halt nur Details. Komm ned ohne Beweise zurück!

Au weh! Miss Marple und ihre Schwestern. Was kochts ihr aus?

Gar nix.

Sie haben Müllsackerln g'holt.

Gehts mir nicht auf den Wecker!

Wann san wieder Gemeinderatswahlen?

Früher als er glaubt.

Ich will Frieden in der Gemeinde. Ihr machts den Leuten unnötig Angst.

Ihr suchts einen Mörder, wo keiner is.

Abwarten!

* Telefon *

Und wenn er Recht hat?

Dann brauch'ma einen guten Anwalt.

Tut mir Leid, aber ich kann nicht darüber reden.

Danke!

Wieso?

Is es dir zu finster? Soll i das Licht einschalten?

Alles verwanzt!

Was machst du da?

Die wollten meine Matratze verseuchen. Mit Plutonium!

Wer?

Die Weiße Liga.

Onkel Severin ...

Kann ich dir vertrauen, Sabine?

Die Weiße Liga! Wovon redest du?

Die wollen mein Herz. Das ist eine internationale Organisation.

Steig auf den Deckel!

Was?

Schau aus dem Fenster!

Mit dem Glas!

Und?

Das dritte Fenster von links.

Das war das Büro vom Professor Caspar. Da is es passiert.

Was?

In dem roten Sessel ist er gestorben, nachdem sie ihm das Gift gegeben hat.

Wer?

Na die Agentin!

Zuerst hat sie ihn gefüttert - wie ein Ross mit Würfelzucker.

Dann hat sie sich auf ihn gesetzt und gewartet, bis er stirbt.

Auf und nieder ist sie dabei! Bis das Gift gewirkt hat.

Onkel Severin, du hast mir sehr geholfen!

Aber du musst mir helfen! Ich bin der Nächste auf der Liste.

* Klopfen *

Sie kommen!

(Frau draußen:) Herr Schösswender!

Nicht aufmachen!

Ich klär das.

Sabi, was machst denn du da?

Meinen Onkel besuchen. Wieso?

Was Sie mit dem Wasser haben!

Auf und nieder!

Er dreht alle Wasserhähne auf und setzt sich stundenlang daneben.

Ich wundere mich, weil du sonst nie herkommst.

Gibt's einen speziellen Grund?

Nein.

Es klingt brutal, aber dein Onkel gehört in eine geschlossene Anstalt.

Möglich, aber manchmal kriegt er schon noch was mit.

Was meinst denn?

Ich hab g'hört, du ziehst aus?

Von wem hast das g'hört?

Ich hab's halt g'hört.

Bitte nicht schon wieder!

Die Lampe funktioniert einwandfrei!

Das ist es ja.

Lassen Sie die Lampe, bevor Ihnen wieder die Glühbirne runterfällt!

Ich halt das nimmer aus!

Da stimmt etwas nicht. Hier sind 200.000 Euro abgebucht.

Darf ich?

Moment, Frau Professor. Wir schauen gleich nach.

Da haben wir's schon!

Das hat seine Richtigkeit. Ihr Gatte hat das vor zwei Wochen veranlasst.

Eine Barabhebung über 200.000 Euro.

Passt etwas nicht?

Nein, nein. Danke.

Gern.

Das is ned gut fürs Kreuz.

Dass du dir das antust! Die Gurken kannst dir im Supermarkt kaufen.

Wer seine Gurken im Supermarkt kauft, hat kein Rückgrat.

Und? - Es gibt keinen Mörder. Es gibt nur einen schönen Tod.

Redest weiter oder sollen wir raten?

Raten!

Red!

Die Weiße Liga steckt dahinter.

Der Onkel ist nicht mehr richtig im Kopf, aber er sieht noch gut.

Was hat er g'sehn?

Du tust dir die Gartlerei an? Warum kaufst die Gurken ned im Supermarkt?

Was hat der Severin g'sehn?

G'schnackselt haben sie, die Pia und ihr Herzcaspar.

Nach einer Viagra-Fütterung! Und wenn's am schönsten is, ...

.. dann muss man gehen.

I versteh nur Bahnhof.

Genau wie seine Lok in den Tunnel g'fahren is, is es finster 'worden.

Du meinst ...?

Kaum is er 'kommen, war er weg.

Von Mord ka Spur.

Und der Drohbrief?

Wahrscheinlich jemand, dem du auf die Nerven gehst.

Da gibt's ja genug.

Unser Dorf Ilm darf nicht Chicago werden. I mach da ned mit!

Willst jetzt in die Politik gehen?

Naa, i geh in die Offensive.

I sag's ned gern, aber i glaub, wir tun der Körndlfresserin Unrecht.

Schon die ganze Zeit!

# Oh wie wohl ist mir am Abend, mir am Abend.

# Wenn zur Ruh die Glocken schlagen, ding dong, ding dong.

Grüß Gott, Frau Professor!

Grüß Gott.

Wir haben Karottenkuchen mitgebracht.

Mit Vollkornmehl.

Und einen Apfel-Ingwer-Saft.

Das freut mich wirklich sehr!

Es ist einmal was anderes.

Das Büffet ist eröffnet!

"Es wechselt Pein und Lust."

"Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du musst!"

Frau Professor, von wem is das? Das haben Sie sicher parat.

Friedrich von Goethe!

Friedrich von Goethe?

Den werden Sie doch kennen!

Bei uns kennt man nur Johann Wolfgang von Goethe.

Mit Ihren Plombenkillern können S' in Deutschland alte Leut vergiften.

Aber ned bei uns!

Treiben Sie's nicht zu weit!

I hab no keinen in den Tod 'trieben!

Julie, lass es gut sein!

Seids ihr auch auf der falschen Seite des Gesetzes?

Ihre Unterstellungen sind absurd!

Wenn hier jemand Leute in den Tod treibt, dann sind Sie es!

Jetzt bin ich die Mörderin?!

Wer gibt den Leuten Gefäßverenger und Zirrhose-Beschleuniger?

Was sagt sie?

Sie meint deinen Schnaps.

Mein Schnaps hat noch keinen um'bracht.

Seit 400 Jahren lebt meine Familie in diesem Tal!

Und a Zug'reiste macht meinen Zirbenschnaps ned madig!

Ein gesunder Körper und ein gesunder Geist sind die Voraussetzungen

für die Freude am Altwerden! Mein Mann ging mit gutem Beispiel voran!

Und der Schwester Pia an die Wäsche! Deshalb hat er sterben müssen.

Julie!

Und, habts es lustig?

Da fehlt ein Hunderter Kardiakum.

Das kriegt doch bei uns niemand.

Komisch.

Bitte fahr vorsichtig! Der Bub sitzt hinten. Um sechs seids wieder da.

Ja, ja. Du, Mama!

Wie viel?

Tanken, Kinokarten, ein bissel essen. 300 Euro?

300?

Da wär der neue Heckspoiler auch dabei.

50. Den Heckspoiler kannst dir schnitzen.

Danke! - Viel Spaß!

Baba!

Pfiat di!

Der wird nie erwachsen.

Alles hat Vor- und Nachteile.

So hab i das G'fühl, i bleib ewig jung.

Stilles Wasser, bitte!

Also ohne Kohlensäure.

Das ist also das legendäre Sportcafe.

Und da hinten ist die Gerüchteküche? Fehlt nur die liebe Frau Zirbner!

Hätten Sie was 'braucht von ihr?

Sie wissen sicher auch Bescheid über meinen Mann und Schwester Pia.

Das dürfen Sie nicht alles so ...

Was? Persönlich nehmen?

Hab ich kein Recht, die Wahrheit über die Todesumstände zu erfahren?

Ja, nur ... - Was?

Es is ein bissel ...

Deftig!

Ich bin Deftiges gewöhnt, seit ich hier lebe.

Fang du an!

Du warst dabei!

I war ned dabei!

Mein Onkel war dabei.

Ihr Onkel?

Gestern häng i da 2 Kilo Bauchfleisch her, heute san sie fort!

Grüß euch!

Servus!

Mir geht's nicht anders. Ich hab so ein G'wirks im Medikamentenkammerl!

Da fehlt ein Herzmittel, das keiner nimmt!

Bei uns kriegt keiner eines - außer dem Professor. Gott hab ihn selig!

Und keiner war's, stimmt's? 12 Euro 80!

Es is nie einer g'wesen. - Wie viel?

12,80. I gib dir noch was für die Katzerln mit.

Die haben wir ertränken müssen. Keiner wollt die armen Viecherln.

So arm!

Pfiat di!

Und was kriegst du, Zirbenbäuerin?

Nix. Bauchfleisch hast ja keines.

I hab a schöne Hendlbrust.

Naa, die hast schon in der Schule g'habt.

Die arme Sünderin! Magst mi um Vergebung bitten?

Bist ja ned der Papst.

Neuigkeiten gäb's halt.

Sagst mir endlich, wo wir hinfahren?

Immer gradaus.

Seit wann hast diese Konservendose?

Seit mir die Schantinger den Führerschein 'zupft haben.

Du hast nie einen g'habt!

Nur die ersten 20 Jahr ned. Dann hab i den Schein g'macht im Winter.

Dann nehmen s' ihn mir weg wegen lächerlichen 1,3 Promille!

Da hast einen neuen Mercedes und darfst mit einer Mülltonne fahren!

Kann der Paulmichl nix machen?

Soll i jetzt lachen oder was?

Hat dir die der Arzt gegen die Bandscheiben verschrieben?

Da vorn links!

Da is die Villa von der Körndlfresserin!

Stimmt. Die macht einen Super-Kräutertee.

Was?

* Die Bremsen quietschen. *

Das is die Neuigkeit? I geh ned zu der ins Haus! Nie und nimmer!

Schade. Jetzt muss sie alles mir und der Sabine erzählen.

Nehmen Sie Platz!

Frau Zirbner, ich wollte mich bei Ihnen bedanken.

Wofür?

Für Ihre taktlose Offenheit.

Sie haben mir die Augen geöffnet über meinen flotten Heinrich.

Trotzdem gibt es noch ein paar Ungereimtheiten.

Der Professor hat kurz vor seinem Tod 200.000 Euro vom Konto abgehoben.

Und die Pia hat sich eine eigene Wohnung 'kauft.

Zähl zwei und zwei zusammen!

Die Pia!

Die hat den Drohbrief g'schrieben.

Genau! Und wissen Sie, was beim Fleischhauer war?

Lassen Sie mich raten! Kein Bauchfleisch?

Richtig!

Und im Alterheim ist ein Herzmittel verschwunden.

Das hat die Oberschwester erzählt.

Zähl zwei und zwei und zwei zusammen! Wie viel is das?

Sex?

Ein Verbrechen aus Lust und Leidenschaft?

Der spinnerte Onkel von der Sabi ...

Sie weiß Bescheid.

Der Severin hat g'sehn, wie die Pia Ihrem Mann eine Tablette 'geben hat.

Und dann ... - Ich weiß Bescheid!

Aha. Dann ... mein Beileid.

Moment! Das heißt also, dass ...

.. dass die Pia dem Professor was geben hat, was er ned vertragen hat.

Warum hätte sie das tun sollen?

Ja, warum schreibt s' einen Drohbrief?

Vielleicht wollt er ihr die 200.000 wieder wegnehmen.

Das sind alles nur Indizien, wir brauchen Beweise!

Meine Worte.

Ziehen wir jetzt alle an einem Strang. Alle vier?

Dann wäre jetzt der passende Moment für eine Entschuldigung.

Komm, Julie.

Wieso? Hab i was auspatzt? - Julie!

Gut, also .. das war ein Justiz-Irrtum.

Äh .. wie bitte?

Menschliches Versagen.

A Ausrutscher. Himmelherrgottsakrament!

I hab mich mein Lebtag noch bei keinem entschuldigt!

'tschuldigung.

Wir hatten eben beide keinen guten Start.

Dafür starten wir jetzt durch!

Prost! - Prost!

Johnny, ich brauch Hilfe!

Da kommst ausgerechnet zu mir?!

Ich weiß, du hast es nicht leicht mit mir.

Ich hab wahrscheinlich einen Riesen-Fehler gemacht.

Aber du musst mir helfen!

Ich hab so eine Angst ... bitte!

Lass mich nicht im Stich!

I lass dich ned im Stich, dafür bin i viel zu blöd.

Stefan, ich möchte nur sicher sein.

Ich bitte dich, der Sache nachzugehen.

Bin gleich wieder zurück.

Dauert nur eine Minute.

Was ist? Was willst du denn von mir?

Ich habe alles kontrolliert.

Frau Zirbner, es fehlt kein einziges Medikament.

Bist du sicher, Stefan? - Ich wüsste das sofort,

wenn etwas nicht in Ordnung wäre.

Kann ich sonst noch was für dich tun?

Mir schmeckt des ned. I hab mi ned verhört!

Ist die Knapp Elsbeth im Haus?

Julie, sag uns bitte, was du vorhast!

I brauch nur meine Gurken. - Für was jetzt bitte?

Für d' Oberschwester.

Frau Zirbner, lassen Sie es gut sein!

Wir haben uns da in etwas hineingesteigert.

Erstens: I bin die Julie.

Zweitens: Du hast keine Ahnung, wie i mich hineinsteigern kann.

Hat sie das nicht schon..? - Bis jetzt war sie wie immer.

Die wachsen bei mir wie die Schwammerl nach einem Reaktorunfall.

I hab mir dacht ... - Danke, Julie.

Bring sie doch gleich in die Küche!

Mach doch eine G'sichtsmaske für eure Senioren!

Wieso san die alle im Plastik, wie im Supermarkt?

Ich mach des, damit sie frisch bleiben.

I hab da so a Maschindl. Aus der Weltraumtechnologie.

Ah, geh?!

Gut, Elsbeth.

Du hast sicher noch einen Haufen Arbeit.

Habts euer Chaos wieder in Ordnung 'bracht?

Was meinst denn?

Du hast ja gestern erzählt, dass euch a Herzmittel fehlt, des ..

Kardiakum forte.

Genau! - Da muss i noch einmal durchschauen.

Bei mir rieselt aa schon der Kalk. - Gurken, das ist es!

Das Beste gegen Verkalkung! Griaß di!

Pfiat di!

Was ist denn?

I hab überhaupt nix ...

Hilfe!

He!

Sagt Ihnen der Namen Kardiakum forte was?

Erstens: Wir sind per du.

Zweitens: Es ist ein Herzmittel.

Vermutlich ein starkes, weil forte. - Findest DU raus, wie das wirkt?

Ich muss nur im Lexikon nachschauen.

Sabine! Was hamma denn?

Da war was Komisches mit meinem Onkel im Park.

Die Oberschwester wollt euch a Gurken schenken.

Naa, der Holzer Johnny hat meinen Onkel bedroht.

Bedroht?! - Ja, er hat ihn beim Kragen 'packt.

Wie er mi g'sehen hat, ist der Holzer weg.

Der Onkel war total verschreckt.

Vielleicht ist der Holzer gar ned so bös mit der Pia.

I muss zum Rocco!

Um achte bei dir!

Was ist bei mir? - Lagebesprechung!

Was ist, wenn das rauskommt?!

Dreh ned durch, Pia! - Wenn ich da bleib, dreh ich durch!

Ich muss weg!

Des is a Glasl zu wenig.

Die Sabi kommt ned.

Hat kan Babysitter auf'trieben.

Wieso die Klane kan g'scheiten Mann find't?

Weil's kan gibt.

Oder kennst du einen?

Zumindest keinen hiesigen. - Bei uns gibt's aber nur hiesige.

Der Einzige, der ein bissl Format hat, ist der .. Doktor Auinger.

Der könnt mir g'fallen. - Da schau her!

Julie! - Den tät ich mir fangen.

So kenn i dich gar ned.

Und was tatst dann mit ihm machen?

Fressen tät i ihn. Fressen.

Guten Abend, Frau Professor! - Guten Abend ...

.. bei Aktenzeichen XY gelöst.

Aha!

Was hamma rausg'funden?

Kardiakum forte ist ein extrem herzstärkendes Mittel.

Aber Heinrich hat das Gegenteil gebraucht.

Jemand hat ihm absichtlich das Falsche gegeben.

Gut kombiniert!

Heinrich konnte nur noch mit Viagra ... NUR noch mit Viagra.

Und die Pia hat das g'wusst.

Ja, wer sonst, wenn ned die Pia?

Ich - zum Beispiel.

Aber ich hab ihn nicht umgebracht.

Die Tablette, die die Pia dem Professor g'füttert hat,

war Viagra präpariert mit dem ...

.. Kardiakum forte.

Eine absolut tödliche Mischung für Heinrich!

So ein ausg'schamtes Luder!

Er hat wohl nicht sehr gelitten.

Und? Was mach ma jetzt?

Wir müssen den Professor wieder ausgraben und untersuchen.

Was? Wir? - Nein ...

Nein, das machen die Gerichtsmediziner!

Die werden Spuren finden von dem Herzmittel.

Ja, ich bin's.

Maria, da läuft was Komisches.

Die Pia und der John packen gerade ihre Koffer ins Auto.

Du, die hauen ab!

Was machen wir jetzt?

Ja, gut.

Ich ruf gleich bei die Schantinger an

Stefan! Entschuldige bitte die späte Störung.

Ich hätte doch noch eine große Bitte an dich.

Aha.

Hast du dir das gut überlegt?

Eine Exhumierung ist immer mit Unannehmlichkeiten verbunden.

Ich weiß, dass sein Tod ein schwerer Schock für dich ist, aber ...

Selbstverständlich.

Wenn das dein Wunsch ist, Henriette.

Ich werde die Kollegen von der Pathologie verständigen.

Gleich morgen früh.

Gute Nacht, Henriette.

* Polizei-Sirene *

Du solltest einen guten Grund haben, wenn du mich aus dem Bett holst!

Ich habe Briefe gefunden in Heinrichs Unterlagen.

Zwanzig Jahre alte Briefe. - Liebesbriefe von einer anderen!

Deswegen weckst mich auf!

Nichts dergleichen!

In den Briefen steht, dass er ein Dieb war.

Er hat seine Karriere auf geistigem Diebstahl begründet.

Wie macht man so was?

Er hat vor zwanzig Jahren eng mit Herzspezialisten zusammengearbeitet.

Es ging um eine neue Operationstechnik.

Bitte, setzt euch da hin.

Du hast überhaupt nichts in der Hand gegen uns!

Du kannst uns doch ned einfach mitschleppen!

Es bestehen schwerwiegende Verdachtsmomente,

die es notwendig erscheinen lassen, eine Befragung durchzuführen.

Ach so?! - Bitte!

Und was für Verdachtsmomente?

Der Stand der Ermittlungen erlaubt es mir derzeit nicht,...

.. nähere Auskünfte darüber zu geben.

Ein Assistent machte für diese neue Technik bahnbrechende Entdeckungen.

Die Lorbeeren wollte der Heinrich für sich.

Er intrigierte den jungen Assistenten aus dem Team hinaus

und publizierte die Forschungs- Ergebnisse unter seinem Namen!

Steht alles da drin!

* Hupen *

Die Briefe sind von dem Assistenten?

* Hupen * Ja.

Warum hat sie dein Mann aufgehoben? - Da rechts.

Da stehen massive Drohungen drin.

Heinrich hatte vielleicht Angst vor einer Erpressung.

Das kann ich mir vorstellen. - Das war seine Rückversicherung.

Es ist aber nichts passiert.

Keine Erpressungsversuche.

Wir waren einige Jahre in Amerika.

Da ist wohl Gras über die Sache gewachsen.

Aber dann ist Heinrich diesem Assistenten wieder begegnet.

Und wer ist der? * Telefon *

"Henriette Caspar. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht."

Hallo Henriette.

Ich bin's. Stefan.

Ich wollte dir sagen, wie sehr ich dich respektiere.

Du hast mit der Geschichte zwischen mir und Heinrich nichts zu tun.

Aber du solltest die Wahrheit erfahren.

Die Wahrheit ist: Ich habe diese Klinik aufgebaut

und acht Jahre lang geleitet.

Dann kam er. Nach drei Monaten war es nur noch die "Dr. Caspar Klinik".

Genau wie damals .. vor zwanzig Jahren.

Frau Holzer, es ist besser für Sie, wenn Sie mit der Behörde kooperieren!

Aus einem einfachen Grund: Wenn Sie nicht kooperieren,...

.. dann ist das ned gut.

Du sagst jetzt nix, Pia. Paulmichl komm endlich auf'n Punkt!

Gut, dass Sie da sind, weil ...

Wir sind an einem heiklen Punkt der Befragung.

Wir wissen, was Sache ist!

Frau Professor, es tut mir so Leid! Es tut mir so Leid!

Ich wollt nicht, dass das passiert.

Aber ich hab ihn auf dem Gewissen.

Ich hab ihn umgebracht. - Pia!

Das is ein volles Geständnis.

Sie alle waren Zeugen ...

Dein Geständnis kannst dir in die Haar' schmieren!

Du hast ihn a bissl überstrapaziert.

Aber Sie haben ihn nicht umgebracht.

Für Ehebruch wird niemand mehr eing'sperrt, außer daheim vielleicht.

Und wer war's dann?

Dich muss man auf alles mit der Nase stoßen!

Ihr seid euch sicher, dass ich den Richtigen verhafte?!

Hundertprozentig, junger Mann!

Ich hab mir gleich 'dacht, dass mit dem Auinger was ned stimmt!

I hab glaubt, den tätst am liebsten fressen!

Das hast du gesagt? - Hab ich nicht!

Wann war denn das bitte?

Vor drei Stunden!

Das musst mir erst beweisen.

Ist das ist sicher der Richtige? * Schuss *

Die Extra-Knödel, bitte sehr!

Ah, herrlich!

Sonst passt alles?

Wenigstens gibt's diesmal ein ordentliches Essen!

Entschuldige.

Gedenktafeln haben schon ganz andere Mörder kriegt.

Des werd' i nie vergessen, wie der dasitzt ...

Auf dem Sessel, wo der Professor g'storben ist,hat er sich erschossen.

Versteh i irgendwie.

So ein Selbstmord hat Vorteile.

Man weiß in der Sekunde, wer Opfer und wer Täter ist.

I glaub ja ned, dass des a Selbstmord war.

Untertitel: Sabine Schinhan, Claudia Kraus, ORF-Enterprise, 2005.

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