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Lux.
* Lux bellt. *
Ja, ich komme. Ich muss vorher nur noch zu Mama, und Lux abliefern.
Bringst du was zu trinken mit?
* Lux bellt. *
Okay, wir sehen uns auf der Party. Bis dann.
Lux?
Lux!
* angespannte Musik *
Na komm, komm her. So ein braver Hund. Ja, so ein braver Hund.
* Sie lacht. *
(lachend) Ja. Braver Hund.
Ja.
(Frau) Oh, ich habe so Hunger, wow.
* Leute reden durcheinander. *
* Team-Ruf *
* Im Hintergrund läuft elektronische Musik. *
* Die angespannte Musik schwillt an. *
(Frau) Was ist Ihr Plan, die Nahrungsmittelkrise abzuwenden?
(Seljestad) Wir stehen momentan vor einer Herausforderung,
was unseren Lachs angeht.
Das Bakterium, das den Lachs krank gemacht hat,
kam mit der Strömung zu uns.
Die Ursache liegt jenseits unserer Grenzen.
(Frau) Sollten andere das Problem lösen,
könnte ein Impfstoff aus dem Ausland kommen?
(Seljestad) Das würde Probleme bringen.
"Norwegen ist sicher, wenn es autark ist.
Das zeigt die Geschichte."
"Sie schließen aus, die WHO zu fragen,
selbst wenn wir Nahrungsmittelknappheit riskieren?"
(Seljestad) "Wir haben Fachleute, die daran arbeiten,
die Genießbarkeit unseres Lachses..."
"10.000 neue Höfe und Gewächshäuser
sind innerhalb von zehn Jahren entstanden.
Habe ich doch gesagt: 11.239 neue Höfe und Gewächshäuser.
"Ziemlich gut, was?" (Mann) "Norwegen an erster Stelle."
Wir können die Geflügelproduktion erhöhen.
Aber uns fehlen Brutmaschinen.
Es dauert mindestens fünf Monate, bis alles in Gang kommt.
Das ist zwei Monate länger als der Lachsvorrat reicht.
Fleisch: Es dauert zu lange, bis ein Kalb geschlachtet werden kann.
Aber wir können die Gemüseproduktion
in kurzer Zeit verdreifachen.
Also Alfalfasprossen, Spinat, Chinakohl,
Grünkohl, Blumenkohl, Brokkoli.
Da sind überall haufenweise Proteine drin.
Und wir können das indoor züchten.
Ja.
Dann müssen wir sehen, wie wir das auf gute Art und Weise lösen.
Arman, wären Sie so freundlich, die einzelnen Schritte festzulegen,
die notwendig sind, um zu einer Lösung zu gelangen?
Aber natürlich.
* Vogelzwitschern *
* Er seufzt. *
* Nachrichtenton *
"Wie oft habe ich mir heute
auf meinen eigenen Werbespot einen runtergeholt?"
(Rune) Kommst du mit, eine rauchen?
Hallo.
So schlimm?
Frische Luft.
* anschwellende angespannte Musik *
(Frauenstimme) "Norweger sind höflich.
Man begrüßt sich mit Händeschütteln und einem Lächeln.
Und man bedankt sich oft."
Sollten wir nicht zu einem Hof gefahren werden?
Worauf warten wir noch? Keine Ahnung.
(Frauenstimme) "...und sehr hilfsbereit.
In Norwegen ist man gleichberechtigt."
So läuft das also mit Leuten wie uns.
Wir warten immerzu auf etwas.
Aber niemand sagt uns, worauf wir eigentlich warten.
(Frauenstimme) "...Sprache nicht beherrschen.
Jeder freut sich, wenn Sie
auf Norwegisch Auf Wiedersehen sagen."
* Die Stimme spricht leise weiter. *
Was machst du damit?
Die sind aus der Heimat meiner Partnerin.
Pagodenbaumsamen sind das.
Wir haben so einen ...
verrückten Traum, in einem ...
Wald aus Pagodenbäumen ein Haus zu bauen.
Ein winziges Stück England hier in Norwegen.
Das ist nicht verrückt. Ich weiß nicht.
Nach so vielen Jahren unterwegs und in Camps, können wir ...
da noch hoffen, jemals ein Haus zu besitzen?
Ich wäre froh, wenn ich in meine kleine Wohnung in der Stadt könnte.
Oh, in der Stadt. Wir waren zu arm, um in der Stadt zu wohnen.
Dafür hattet ihr eine hübsche Aussicht. Ja.
Wir konnten uns keine Nachbarn leisten.
Deine Partnerin: Weißt du, wo sie ist?
* nachdenkliche Musik *
(Miriam) Uma? - Ja?
Alles ruhig? - Ja. Alles in Ordnung.
Ihr habt ein paar Stunden,
bis die nächste Drohnenpatrouille kommt. - Okay.
Das ist ein Minenfeld, an dem ihr vorbeimüsst.
Minenfeld?
Diese ... Route ist sicher.
Aber ich brauche zwei Leute auf dem Boot,
die Bescheid wissen: Mauro und dich.
Okay.
Wieso eigentlich genau?
Für alle Fälle. Zuerst fahrt ihr hier vorbei.
Am Vogelschutzreservat. Nicht öffentlich zugänglich.
Aber haltet die Köpfe unten.
Und dieses GPS hat euren Treffpunkt
an der Küste vor Bergen einprogrammiert.
Mauro hat sich eingeprägt, wie ihr fahren müsst.
Und er hat auch ein GPS-Gerät.
Bist du bereit? - Äh, ja. Ja, natürlich.
Bitte sehr. - Danke.
(Soldat) Identifikationsnummer 19? Bitte aufstehen.
Nummer 19, wo sind Sie?
Ja? Was wollen Sie? Sie steigen in den anderen Bus um.
Ich fahre weiter mit den anderen. Sie steigen um.
Kommen Sie.
* angespannte Musik *
* leise Durchsagen über Funkgerät *
* elektronisches Piepen *
* angespannte Musik *
* düstere Musik *
(Soldat) Okay. Gehen Sie weiter.
Weitergehen.
Gehen Sie weiter.
* spannende Musik *
* leise Gespräche *
* ferne Sirene*
* Die Sirene wird lauter. *
* Die Sirene stoppt. *
Was ist los?
Sie hat sich übergeben, die ganze Nacht.
Ich habe versucht, ihr was zu trinken zu geben. Sie konnte nicht.
Gute Besserung, Hilde. Danke.
(Sanitäter) Wir müssen los.
Hoffentlich wird sie bald wieder. Wolltest du nicht nach Oslo?
Meine Freistellung wurde widerrufen.
Wegen der Krankheit bei den Lachsen.
Ja, wir hätten lieber auch
eine Mauer rund um die Nordsee errichten sollen.
Wir wären nicht infiziert worden. Hätte den Scheiß draußen gehalten.
* spannende Musik *
* Der Wind heult. *
Alles okay?
* Das Kind schreit. *
* Gemurmel *
* unverständliche Funkdurchsage *
Hallo. Willkommen.
Ich bin sicher, Sie haben viele Fragen
und ich werde sie anschließend beantworten.
Aber zuerst wird Oberst Hammer
von der norwegischen Grenzpatrouille
Ihnen etwas sagen.
"Ich spreche heute zu Ihnen
als Leiter der norwegischen Grenzkontrolle,
um Ihnen mitzuteilen, dass Sie überprüft, bewertet
und in das Arbeitsprogramm aufgenommen wurden.
Meinen Glückwunsch."
* aufgeregtes Gemurmel *
"Allerdings bedeutet das nicht,
dass Sie tun und lassen können, was Sie wollen.
Dass Norwegen das beste Land ist,
liegt daran, dass wir hier Regeln haben.
Brechen Sie unsere Regeln, müssen Sie unser Land verlassen.
Sie werden in den Ihnen zugewiesenen Betrieben arbeiten.
Auf Feldern, im Gartenbau und in der Fischzucht.
Danach werden Sie in andere Betriebe versetzt,
wo Sie neue Fähigkeiten lernen.
In fünf Jahren werden diejenigen,
die ihre Arbeit gemäß unseren hohen Standards erfüllt
und unsere Regeln befolgt haben, alle Regeln,
die Möglichkeit erhalten,
sich für die Staatsbürgerschaft zu bewerben.
Ihre Arbeit fängt heute an."
* Applaus und fröhliches Gemurmel *
(Lydersen) Fragen?
Hilf mir bei meiner Theorie mit deinem Junggehirn.
Wenn uns die Rotmaulseuche
von außerhalb infiziert hat, wo finden wir die Bakterien dann?
Im Meer. Um das zu verstehen, braucht man kein junges Gehirn.
Hol mal deine Regenjacke.
60-16-08 Nord.
4-39-49 Ost.
Eigentlich wäre das doch die Aufgabe
von Gesundheitsbehörde und Seuchenschutz.
Ja, aber ist es nicht toll,
an einem schönen Tag aus dem Hamsterrad auszubrechen? Ja.
* angespannte Musik *
Die Minen werden durch akustische Signale ausgelöst.
Wir dürfen den Motor nicht benutzen, bis wir hier weg sind.
Nehmt euch die Paddel.
* leichte spannende Musik *
* wiederholter hoher Signalton *
Wir sind durch.
* Piep-Signal *
Willkommen, ich bin Ruta.
Charlie.
Freut mich sehr. Ja.
Und wie heißt das Baby?
Hope. Hope.
Sie muss müde sein.
Ihr habt eine lange Reise hinter euch, nehme ich an.
Ja.
Es ist schön bei uns.
Die Landwirtin, Lyder, ist ein guter Mensch.
Wenn du deine Arbeit machst, wird sie für dich sorgen.
Ich bin für die Kinderbetreuung zuständig.
Ich kann mich um Hope kümmern,
dann kannst du dich eingewöhnen und anfangen zu arbeiten.
Okay, danke.
Hope? Möchtest du zu mir kommen?
(Singsang) Hallo.
Sie ist sicher bei mir.
Ja, natürlich.
(Singsang) Hallo. Okay.
Wir werden uns gut um sie kümmern.
Ja? Ja, das machen wir.
Also keine Rotmaulbakterien im Meer. Was bedeutet das?
Keine Yersinia ruckeri, nein.
Das bedeutet, dass meine Theorie falsch ist.
(Frauenstimme) "Halten Sie sich bereit für die Gesichtserkennung."
"Halten Sie sich bereit für die Gesichtserkennung."
* spannende Musik *
Wo ist sie? - Ich weiß nicht!
Hinter uns!
Los, schneller, Mann! Los, los, los!
Da ist sie! - (Uma) Fahr schneller!
Vorsicht!
Schieß die Drohne ab!
Na los!
Argh!
* Sie kreischt. *
Hallo, willkommen. - Danke.
Äh, wen soll ich denn hier treffen? - Präsident und Stellvertreterin.
Sie können dort warten, sie werden gleich da sein.
Danke.
(Frau) Amund verspätet sich.
Es ist seine wöchentliche Stunde Auszeit. Wir lassen ihm Spielraum.
Ingvild Kamfjord. - Ariel Mowinkel.
Sind Sie verwandt mit Politiker Johan Ludwig Mowinckel?
Nein, aber mein Ur-Ur-Großvater hat lange für ihn gearbeitet.
Nach Mowinckels Tod änderte mein Ur-Ur-Großvater
seinen Namen von Karlsen in Mowinckel, um ihn zu ehren.
Meine Ur-Ur-Großmutter fand,
wir dürfen den Namen nicht genauso schreiben wie er
und deshalb schreiben wir Mowinkel ohne C.
Witzig.
Möchten Sie vielleicht etwas trinken?
Nein, danke.
Also, Ariel.
Was dachten Sie, als Sie hergebeten wurden?
Ich dachte, vielleicht hat wer
aus dem Büro des Ministerpräsidenten
die Rede gehört, die ich für Seljestad geschrieben habe.
Und warum sollten wir mit Ihnen
über eine Rede sprechen, die von Ihnen stammt?
Weil der Redenschreiber des Ministerpräsidenten
jetzt in Pension geht und es ist Wahljahr.
Es ist keine Schande, vorankommen zu wollen.
Dann sind Sie die erste Mowinkel ohne C,
die politische Ambitionen hegt?
Ich möchte betonen, dass ich immer eine Anhängerin von Heyerdahl war.
Ein guter Ausgangspunkt, aber reden wir erst mal über das Praktische.
Wenn Sie die Stelle annehmen, müssen Sie hier einziehen,
immer verfügbar sein, keine freien Wochenenden.
Haben Sie einen Freund? - Nein.
Gut. Wegen des Wahlkampfs müssen Sie viel reisen.
Ja, ich habe es gern stressig.
Reicht Ihnen Ihre eigene Gesellschaft? - Ja, natürlich.
Haben Sie sich Gedanken gemacht
über eine Rede für den Ministerpräsidenten?
J... Ja. - Okay. Sie haben das Wort.
Ich bin es gewohnt, Reden zu schreiben, nicht, sie zu halten.
Redenschreiber lesen ihre Reden laut vor, wenn sie allein sind.
Tun Sie so, als wären Sie allein.
Hin und wieder denke ich daran, wie es früher war.
Vor all den Krisen. Bevor wir die Mauer bauen mussten.
Und ich ertappe mich dabei, wie ich mich nach so einer Welt sehne.
Und ich weiß, dass ich nicht allein stehe mit dieser Sehnsucht.
Aber wenn ich darüber nachdenke,
weiß ich, dass sich auch andere genau wie ich dabei ertappen,
wie sie sich selbst die Frage stellen:
Warum soll sich Norwegen als Nation
um jeden Preis Beschlüssen unterwerfen,
die von einem Regime gefasst wurden,
so fern von unseren eigenen Werten?
Also das, wonach ich mich eigentlich sehne,
das Erste, woran ich jeden Morgen beim Aufwachen denke,
das, wofür ich mich jeden Tag einsetze ...
ist die Stärkung unserer norwegischen Werte.
Das, was Norwegen ausmacht.
Die Gegenwart zu gestalten.
Und um nach vorne blicken zu können,
müssen wir den Blick zurückwenden.
"Den Blick ... zurückwenden."
Daran sollte ich vielleicht arbeiten. Hi.
Grieg Amund Heyerdahl.
Ariel Mowinkel. Ja, ich weiß.
Esther?
Hi. Hi.
Hey.
Geht es Hilde besser?
Sie ist zur Überwachung auf der Intensivstation.
Ich bin nur kurz nach Hause gekommen,
um für sie Klamotten und Waschzeug zu holen.
Ja. Ja.
Ich schaffe es nicht, Pflanzen zu gießen.
Daran sollst du nicht mal denken.
Haben die Ärzte gesagt, was ihr fehlt?
Na ja, sie haben Angst, dass sie ...
eine Hirnhautentzündung haben könnte.
Ein paar anderen von der Party geht es ebenfalls schlecht.
Oh. Tora. Ja, du...
Vielleicht lieber nicht, falls es was Ansteckendes ist.
* Ein Auto hupt zweimal kurz. *
Mach es gut. Du auch.
Sag Bescheid, wenn ich helfen kann.
Ja, mache ich. Bis dann.
* spannende Musik *
Möchten Sie Kaffee? Echten Kaffee? (Ariel) Gerne.
Wissen Sie, wie viele Kaffeebohnen nötig sind
für ein Kilo ... frisch ... gerösteten Kaffee?
Ungefähr 8000.
Donnerwetter.
Wow. Interessieren Sie sich auch ... für Botanik?
Nein, das kann ich nicht behaupten.
Aber ich musste darüber für eine Rede etwas lesen.
Aha, okay.
Was meinen Sie? Werde ich die Wahl gewinnen?
"Unser Weg" führt ja in allen Umfragen.
Ja, stimmt. Aber es ist noch eine Weile hin bis zur Wahl.
Und, ähm, na ja, ich bin davon abhängig, ...
dass Ihr Chef auch...
Sie kennen Odd ja gut.
Hat er irgendwelche, na ja, finsteren Pläne?
Nein.
Das war ein Witz.
Nein, Odd ist okay. Er ist ein guter Mann.
Aber für mich ist wichtig, wenn Sie in diesem Job anfangen,
dass Sie selbst es auch wollen.
Verstehen Sie? Ich werde Sie niemandem wegnehmen.
Nein, ich kann mir das sehr gut als neue Herausforderung vorstellen.
Super.
Was glauben Sie, warum ich Ministerpräsident geworden bin?
Und es nach zwölf Jahren immer noch bin?
Weil Sie ein fähiger Politiker sind.
Na ja!
Also ... Ingvil ist deutlich besser im Kuhhandel als ich.
Weil Sie eine klare Vision haben für Norwegen.
Ich mag sie.
Du magst alle, die dich mögen. Ja, stimmt. Bin einfach gestrickt.
Dann macht mal ohne mich weiter. Ich habe noch ein Meeting.
Noch ein bisschen Kaffee? Ja, gern.
Der ist gut, was?
Ariel, ich bin ganz ehrlich zu Ihnen.
Die bevorstehende Wahl
wird die wichtigste überhaupt für "Unser Weg".
Ich ... bin nicht mehr der frische Wind.
Aber ich habe noch einiges vor.
Und Sie ... und Ihre Generation werden dieses Land erben.
Ihr seid es, die ich überzeugen muss.
Ich brauche Sie.
Norwegen braucht Sie.
* spannende Musik *
Sophia!
In Ihren Unterlagen steht, Sie sind Sozialarbeiter.
Was genau haben Sie gemacht?
Ich saß in einem kalten, fensterlosen Büro,
wo ich Menschen traf, denen ich nicht helfen konnte,
weil die Regierung keine Mittel hatte.
Und nach ein paar Jahren konnte man sich mich nicht mehr leisten.
Die Arbeit hier wird Ihnen besser gefallen.
Ich versichere Ihnen, Miss Lyder:
Jede Arbeit wird mir gefallen, egal was für eine.
Das ist die modernste Gartenbauanlage in Norwegen.
Computer sorgen dafür,
dass die Pflanzen die richtige Nahrung erhalten.
So etwas habe ich noch nie gesehen.
Früher haben wir Gemüse importiert. Jetzt produzieren wir alles selbst.
Wollen Sie probieren?
Die? Ja.
Oh, wow.
Die ist richtig gut. Oh Mann.
Ich denke, mir wird es hier gefallen.
Zuerst brauchen Sie eine gründliche Einarbeitung.
Fangen Sie an, indem Sie lernen, wie man den Boden säubert.
(Mann) "Hast du zugesagt?" - Selbstverständlich habe ich das.
Für Heyerdahl arbeiten? Das darfst du nicht.
Du wirst zum Teil der großen Macht.
Fang nicht damit an. - "Du solltest radikal sein.
Arbeiten für den Präsidenten ist konformistisch."
Für das Gesundheitsministerium über Kohl zu schreiben nicht?
Das ist immerhin bodenständig.
"Vergeude nicht dein Talent damit, ihm zur Wiederwahl zu helfen.
Dann musst du mich nach Oslo einladen."
Dann kann ich darüber schreiben, wie Macht korrumpiert.
Du, ich werde jetzt auflegen. Bis später.
Immer wenn ich ein kleines bisschen Erfolg habe, was passiert?
Amunds Geier stürzen sich auf mich,
reißen mir das Fleisch von den Knochen
und lassen mich elendig verrecken.
Und dabei dachte ich, hier findet Sie keiner.
In der winzigsten Besenkammer
des ganzen Universums, verdammt noch mal.
* Beide schmunzeln. *
Ah, hier.
Ein kleines...
Danke schön. - Ja.
Ich erinnere mich noch an Ihren ersten Tag hier.
Sie waren so nervös.
Das bin ich immer noch. - Sie sind gut.
Und das wissen Sie auch.
Ich werde Sie schrecklich vermissen.
Was? So ein Unsinn. Kommen Sie her.
Gut, dass Sie schnell kommen konnten.
Sind Sie ... die Einzigen hier? - Ja.
Dann ist also niemand sonst hier draußen gewesen?
Nein.
* düstere Musik *
* Sirene *
* weiter düstere Musik *
(Mann) Es waren sieben Personen im Boot.
Die Gesichtserkennung hat nichts ergeben.
Alle unbekannt.
(Hammer) Geben Sie das bitte weiter.
Zwei Flüchtlinge wurden tot gefunden.
Einer im Meer, einer bei einer Lachszuchtanlage.
Und die anderen auf dem Boot? - Nach denen suchen wir noch.
Werden sie untersucht? - Nicht im Krankenhaus.
Vom Militärarzt. Das hat Priorität. - Verstanden.
Ja. Wir haben zwei gefunden.
* düstere Musik *
* Die Musik klingt aus. *
* Startmelodie *
(Ingvild) Amund wird heute
in einer Sondersendung eine Rede halten.
Ich habe Ihnen ein Briefing geschrieben.
Es ist streng vertraulich, daher nur in Papierform.
Auf dem Ausdruck steht Ihr Name.
Versuchen Sie nicht, ihn zu kopieren.
Können Sie etwas sagen zu Stil, Form, Länge?
Der Ruhe verströmende, verlässliche Landesvater sind die Stichworte.
Der Inhalt bestimmt die Länge. - Okay.
Sie haben also doch einen Freund. - Nein, das ist mein Bruder.
Ach so. - Vigleik.
Ich bin sehr froh, dass Sie sich nicht haben abschrecken lassen.
(Mann) Bereit für die Übertragung in drei, zwei...
Zwei Menschen sind an der Küste vor Bergen
im Meer tot aufgefunden worden.
Es war offensichtlich erneut ein tragischer Versuch
von Menschen auf der Flucht, unsere Grenzen zu überwinden.
Auch wenn Norwegen klar und deutlich
in allen internationalen Foren erklärt hat,
dass unsere Grenzen unüberwindbar sind.
"Im Zuge der routinemäßigen Obduktion der Verstorbenen
durch Spezialisten der Abteilung für biologische Kriegsführung
wurde eine Infektion festgestellt.
Ein Bakterium in ihren Leichnamen."
Wir wissen nicht, ob der Erreger für den Tod verantwortlich ist.
"Aber die Art, wie es passiert ist..."
Die Art, ... wie diese Infektion hergekommen ist,
mit einem Boot aus dem Ausland, demonstriert uns erneut,
dass wir weiter nur uns selbst vertrauen können.
"Bis wir genau wissen, welche Gefahr dieser Erreger darstellt,
werden Beschränkungen des Verkehrs von und nach Bergen eingeführt.
Jeder, der Bergen verlassen will,
muss einen Antrag stellen und den Grund der Reise nennen."
"Wie ist es möglich, dass Flüchtlinge Erreger einschleppen?"
"Es ist klar, dass wir uns verletzbar gemacht haben."
Hey.
Wie ... ernst ist diese Sache?
Ehrlich gesagt, das... Das weiß ich nicht.
Okay.
Wenn der Ministerpräsident sagt, ...
was er da gerade gesagt hat im Fernsehen, ...
dann ist das scheißernst.
"Hör mal, ich habe Angst um dich.
Lass einfach alles liegen und stehen und verschwinde aus Bergen."
Ich kann nicht. Ich darf hier nicht weg.
Wenn ein Land zusammenbricht, denkt jeder bloß noch an sich.
Klar? Sieh zu, dass du aus Bergen verschwindest.
"Komm jetzt zu uns."
* Er legt auf. *
* Sie stöhnt frustriert auf. *
* Signalton *
* angespannte Musik *
Du kannst jetzt nicht reinkommen. Es gab einen Unfall.
Ich will nur mit Stefan reden. Er ist es, der den Unfall hatte.
Was ist denn passiert? Er war oben im Dienstraum.
Wir haben ihn auf dem Boden gefunden.
Wahrscheinlich hatte er einen ... Schwächeanfall.
Untertitel 2024: Untertitel-Werkstatt Münster
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