All language subtitles for Derrick S3.E7 ∙ Kein schöner Sonntag.de

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Original subtitles

Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.

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Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.

Hallo, Jörg.

Du siehst aus, als hättest du gewonnen.

Habe ich.

Ich war toll in Form.

Im Club fragen sie, warum du nicht mehr kommst.

Weil es mir keinen Spaß macht, immer zu verlieren.

Wenn du nicht trainierst.

Weißt du, ob Vater zu Hause ist?

Müsst er eigentlich.

Am Samstag?

Na, ich weiß nicht.

Was meinst du denn?

Er ist doch fast keinen Abend mehr zu Hause.

Er macht Überstunden.

Da ist doch irgendwas, eine Bilanz oder sowas.

Ja, sagt er.

Stimmt denn das nicht?

Jemand hat ihn gestern Abend gesehen.

Aber nicht im Büro.

Wo denn?

In so einem komischen Lokal.

Papa?

Was schreist du denn so?

Muss doch nicht gleich jeder hören.

Tu doch nicht so geheimnisvoll.

Du glaubst doch nicht... Verruhig dich.

Ach, da seid ihr ja gleich beide.

Hast du gewonnen, Helga?

In zwei Sätzen.

Sie wird noch Clubmeisterin.

Dann müsst ihr morgen aber einen sehr guten Tag haben.

Tag, Mama.

Gibt es denn heute nichts zu essen?

Ach, ich versuche mich ums Essen zu drücken.

Aber euer Vater reagiert nicht.

Ich dachte, wir gehen vielleicht aus.

Wo ist denn Vater?

In seinem Zimmer.

Warum will er denn nicht ausgehen?

Er sagt, er hat zu arbeiten.

Aber ich merke nichts davon.

Jürgen!

Sprich du doch mal mit ihm.

Auf dich hört er vielleicht.

Tag, Vater.

Ach, Tag, Junge.

Wie spät ist es denn?

Halb eins.

Ist dir nicht gut?

Doch, doch.

Das heißt, ich muss mir was überlegen.

Und das habe ich schon den ganzen Vormittag getan.

Beruflich?

Wie?

Ja, natürlich.

Nichts Schlimmes, nichts Besonderes.

Es geht eben heute alles nicht mehr so glatt wie früher.

Mama will ausgehen.

Führ du die beiden doch aus, Jürgen.

Ich habe zu arbeiten.

Musst du noch weggehen?

Wieso?

Gestern Abend hatte ich einen Freund von mir gesehen.

Gestern Abend?

Ja.

In einem Nachtlokal.

Ja, aber ich... Und Mama hat gemeint, du warst im Büro.

Na, wie sieht's aus?

Kannst du deinen Vater losreißen?

Nein, das kann er nicht.

Aber ich will dir einen Vorschlag machen, Margot.

Geh du doch mit Helga Forellen essen.

Ich habe das Geld schon in der Hand.

Du kommst nicht mit.

Nein.

Würdest du mir Jürgen hier lassen?

Ich möchte gerne etwas mit dir besprechen.

Das heißt, wenn du lieber mitgehen willst... Nein, nein, ich bleibe schon hier.

Was willst du denn mit Jürgen?

Ich habe dir doch gesagt, dass ich etwas mit ihm besprechen will.

Was willst du denn mit ihm besprechen?

Und der Junge hat doch auch Hunger.

Nein, Mama, ich habe keinen Hunger.

Wir schlagen uns ein paar Eier in die Pfanne.

Sag mal, du hast nicht zufällig die Absicht, uns das Wochenende zu verderben?

Aber davon ist doch gar keine Rede, Margot.

Ich habe gewiss nicht die Absicht, euch das Wochenende zu verderben.

Gewiss nicht.

Stimmt was nicht, Vater?

Wieso?

Sieht man mir an, dass etwas nicht stimmt?

Ja, eigentlich schon.

Ich weiß mir keinen Rat mehr.

Ich zermatere mir den Kopf...

aber ich sehe keinen Ausweg aus meiner Situation.

Ich habe Unterschlagungen begangen.

Was hast du?

Du hast richtig verstanden, Unterschlagungen.

Ich habe im Laufe der Zeit über 100.000 Mark verantragt.

Mein Gott.

Und nun musst du mich fragen, warum.

Warum, Vater?

Wie soll ich dir das erklären?

Ich bin da hineingeschlittert.

Ich wollte euch alles bieten.

Ihr solltet keinen Mangel leiden.

Mangel ist natürlich Unsinn.

Ich wollte, dass meine Familie etwas Besonderes darstellt.

Das fing mit Kleinigkeiten an, ganz harmlos.

Mit Vorgriffen auf meine Provisionen.

Ich führte, dass ich dazu geradezu ein Recht hätte.

Schließlich bin ich Prokurist der Firma.

Sie hat mir große Gewinne zu verdanken.

So jedenfalls habe ich das vor mir selbst zu entschuldigen versucht.

Zuerst habe ich auch immer alles zurückgegeben.

Und dann habe ich versucht, durch größere Bataille schnellere Gewinne zu erzielen.

Und das ist daneben gegangen.

Und jetzt?

Jetzt sitze ich in der Tinte.

Mit 100.000.

Und Montag ist Revision.

Revision?

Und übermorgen fliege ich auf.

Haben Sie denn schon was gemerkt?

Das glaube ich nicht.

Die Revision war sowieso fällig.

Nur, diesmal kommt sie etwas früher.

Aber du wirst doch so einen Betrag irgendwo auftreiben können, Vater.

Du kennst doch genügend Leute von der Bank.

Natürlich, aber die verlangen Sicherheiten.

Und was ist mit dem Haus?

Kannst du keinen Kredit aufnehmen auf das Haus?

Das habe ich doch schon getan.

Deine Lebensversicherung?

Ist schon beliebt.

So, also wir gehen jetzt.

Kommt ihr mit?

Nein, Mama.

Fahrt ruhig los.

Was habt ihr denn zu besprechen?

Das spielt doch keine Rolle.

Es ist wegen meines Studiums.

Und ausgerechnet heute?

Also warum denn?

Mama.

Ja, ist es gut.

Kann ich deinen Wagen nehmen?

Ja, natürlich.

Hier ist der Schlüssel.

Oh, Entschuldige bitte.

Was ist los, Hans?

Nichts.

Was soll los sein?

Nichts ist los.

Na schon.

Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt, wenn ihr

zwei so attraktive Frauen alleine ausgehen lasst.

Was, Helga?

Es ist sehr die Frage, wann wir heute Nachmittag nach Hause kommen.

Nehmt euch Zeit.

Macht euch einen angenehmen Nachmittag.

Tja.

So ist das.

Und du warst aus gestern Abend.

Hängt das mit deiner Situation zusammen?

Ach, ich hatte so eine verrückte Idee.

Es lohnt mich, davon zu sprechen.

Warum denn nicht?

Was war das für eine Idee?

Du weißt, was das für ein Lokal ist.

Ich weiß nur, dass es einen schlechten Ruf hat.

War das eine Verbrecherkneipe?

Wer da verkehrt, hat ein paar Jahre weg und die entsprechenden Erfahrungen.

Was wolltest du da?

Ich dachte mir, ich könnte vielleicht jemandem einen Tipp geben.

Einen Tipp?

Ja, wenn bei uns eingebrochen würde.

In die Firma.

Nachts rein.

Den Kassenraum aufgebrochen.

Was dann, Vater?

Da liegt immer sehr viel Bargeld.

Ich habe den Kassenraum unter mir.

Niemand würde wissen, wie viel Geld fehlt.

Es würden eben 100.000 Mark mehr fehlen.

Damit wäre die Sache vom Tisch, verstehst du?

Ja.

Und?

Was heißt und?

Was stellt man sich so vor?

Was war dann?

Ich habe eine Stunde da herum gesessen.

Dann bin ich nach Hause gegangen.

Gott sei Dank.

Die hätten dich ja völlig in der Hand gehabt.

Das habe ich mir schließlich auch gedacht.

Es war gut, dass du das nicht gemacht hast.

Sehr gut, Vater.

Obwohl...

Die Idee.

Der Einfall an sich ist nicht schlecht, nicht wahr?

Wenn das eine Möglichkeit ist...

wozu brauchen wir da fremde Leute?

Wie stellst du dir das vor?

Das ist die Alarmanlage.

Wir kennen nur wenige Menschen in der Firma.

Man müsste sie ausschalten.

Dann käme man sofort zu mir und ich müsste ein hundertprozentiges Alibi haben.

Und wenn ich es mache?

Bist du froh, wenn ich es mache?

Du bist verrückt.

Aber wenn das eine Möglichkeit ist... Das kommt überhaupt nicht infrage.

Du sagst, es gibt keine andere.

Ich will nicht weiter darüber sprechen.

Aber es ist doch absolut sicher, das hast du selber gesagt.

Ich will nicht, dass du weiter darüber sprichst.

Aus, Schluss, vorbei.

Also was hast du denn vor?

Am Montag.

Nimm doch mal an, du hättest jemanden gefunden in der Kneipe.

Dem hättest du doch sagen müssen, wie er reinkommt, ohne dass er den Alarm auslöst.

Natürlich hätte ich das.

Und die Zahlen.

Welche Zahlen?

Für die Kombination.

Und wie er den Tresor aufkriegt.

Das kannst du mir doch auch sagen.

Aber ich kann dich doch da nicht mit hineinziehen.

Aber ich bin doch schon mittendrin.

Hör doch mal zu, Vater.

Mehr als 20 Jahre lang hast du für mich gesorgt.

Alles in Ordnung gebracht.

Jetzt tue ich das für dich.

Das ist doch Wahnsinn.

Ich kann doch nicht zulassen, dass du einen Einbruch begehst.

Und ich kann nicht zulassen, dass er dich ins Gefängnis stecken.

Das können Sie mit dir auch.

Aber es ist doch überhaupt keine Gefahr.

Das hast du doch selber gesagt.

Wenn ich weiß, wie ich reinkomme.

Wenn du mir die Kombination gibst.

Und das Geld.

Das macht mir keine Gewissensbisse.

Die haben dich sowieso schlecht genug bezahlt.

Sag mal, sind die nicht überhaupt versichert?

Das sind sie wohl.

Vater.

Wenn das ein Ausweg ist.

Warum machen wir das nicht?

Ja.

Ich habe leider keine zusammenhängenden Karten mehr bekommen.

Einer muss alleine sitzen.

Gib mir die Karte.

Was denn?

Wir sitzen nicht zusammen?

Die besten Karten waren schon ausverkauft.

Wo ist denn das?

Hinten?

Auch mir macht das nichts aus.

Gib schon her, Helga.

Also weißt du, das finde ich aber schade.

Ist doch nur ein bisschen weiter hinten normal.

Geht ihr doch schon mal voraus, ja?

Bis nachher, Vater.

Bist es dir nicht doch noch überlegen?

Mach dir doch keine Sorgen.

Bis zur Pause bin ich wieder da.

Tschüss.

Was machen Sie denn da?

Halt, ich stehe nicht!

Ich schieße!

Ich muss schießen!

Halt doch stehen, Junge!

Halt doch stehen!

Seid doch vernünftig!

Mach doch keine Dummheit!

Halt!

Halt!

Halt!

Halt!

Halt!

Kann ich... etwas...

Na, wie ist es?

Wieso?

Was?

Hat es dir nicht gefallen?

Ich finde es großartig.

Aber wahrscheinlich gefällt es ihm wieder mal nicht.

Wieso soll es mir denn nicht gefallen?

Doch, ich kenne doch deinen Geschmack.

Was möchtet ihr trinken?

Trinken?

Ich möchte eigentlich was.

Nur ein Glas Sekt!

Komm, Jörg!

Wir sind gleich wieder da.

Aber ich will gar nicht.

Alles in Ordnung?

Was ist passiert?

Der Wachmann ist gekommen.

Welcher Wachmann?

Der Wachmannvater.

Aber der machte erst im Eingang seinen Rundgang.

Er hat mich gesehen.

Bist du sicher?

Wo ist das denn passiert?

Oben beim Kassenschrank.

Ich hatte ihn schon unten.

Er stand plötzlich da.

Ich bin sofort weggelaufen.

Aber er ist mir nach und hat geschrien, dass er schießt.

Er hat geschossen?

Nein, er hat nicht geschossen.

Ich bin einfach weitergerannt.

Aber dann bin ich gestolpert und er hat mich erwischt.

Ich habe versucht, ihn wegzustoßen.

Dabei ist das Geländer gebrochen.

Er ist runtergefallen auf die Treppe.

Auf die Treppe?

Ja.

Ich glaube, der Mann ist schwer verletzt.

Er konnte nicht mehr aufstehen.

Ich bin sofort runter.

Ich wollte ihm helfen.

Er hat mich angestarrt.

Ich bin über den Hof und nichts wie weg.

Vater, was machen wir?

Der Mann liegt da.

Er kann sich nicht mehr rühren.

Hat er dich erkannt?

Ich weiß nicht.

Ich habe den Mann nie gesehen.

Nein, ich glaube nicht.

War es dunkel?

Er hat mich mit der Taschenlampe angeleuchtet.

Dann kann er keine genauen Angaben machen.

Du fährst hier im Theater.

Du hast das allerbeste Alibi.

Hier, liest dir das Programmheft genau durch.

Und wenn er nicht auf ein Stück fragt, sage ich, es ist komisch.

Was machen wir?

Was willst du machen?

Was ist mit dem Geld?

Das habe ich fallen lassen.

Das liegt irgendwo.

Ich weiß nicht mehr.

Vater, was machen wir mit dem Mann?

Wir können ihn nicht liegen lassen.

Was willst du tun?

Die Polizei anrufen und sagen, du hast einen Einbruch gemacht.

Deine Mann ist die Treppe runtergeworfen.

Vorsicht, Mutter kommt.

Wir sind nicht zusammen.

Ja, was ist denn?

Du hast das doch gesagt.

Warum bleibt er da?

Entschuldige, Mama.

Ich mache das schon.

Ihr habt diskutiert über das Stück.

Jörg ist dagegen.

Ich wusste, es gefällt ihm nicht.

Er ist zu modern.

Zu modern?

Ich glaube, er versteht es nicht.

Das ist ja nun wirklich nicht so schwer.

Sie meinen, man soll alles selber interpretieren?

Das ist der Trick dabei.

Mitbestimmung des Zuschauers.

Das steht im Programm.

Das ist ein Aufhänger für die Kritik.

Da haben wir andere Sorgen.

Prost.

Prost.

Hey, hey.

Seht mal, wie der trinkt.

Nicht so nervös.

Wieso denn nervös?

So trinkt er nur, wenn er aufgeregt ist.

Er kann ja auch trinken, weil er durst hat.

Ja, schon.

Es fängt an.

Komm.

Oh, und dass er erst mal in Ruhe austrinkt.

Die warten schon.

Mach doch mal.

Komm.

Was machen wir?

Der Mann stirbt uns vielleicht.

Du musst erst mal rein.

Du musst im Theater gewesen sein.

Setz dich auf deinen Platz.

Alles andere besprechen wir nachher.

Komm, los.

Bravo, bravo, Herr Weniger.

Ein Heuschrecken.

Ja, was verfahren wir?

Was verfahren wir?

Ho, ho.

Lass das.

Du bist doch kein Schmetterling.

Fliegen ist dem Menschen unerlässliches Bedürfnis.

Wir atmen.

Und essen.

Und trinken.

Und Philosophie.

Es ist ganz einfach.

Man muss nur Selbstvertrauen haben.

Niemand fällt jährlich an den Stall.

Ho, ho, ho.

Aber doch nicht auf dem Fahrrad.

Komm, komm.

Ich kann nicht mehr machen.

Nein, du willst uns doch nicht gewaltsam entführen wollen.

Die werden die Dame doch nicht gewaltsam entführen wollen.

Ho, ho.

Jetzt fliegt er langsamer.

Bravo, Papa.

Er steigt noch höher.

Da ist er wieder.

Ich bin in Gewässer der Luft erreicht.

Wo kommt denn der Wagen?

Ist das unser Wagen?

Ja, das siehst du doch.

Wir haben ihn doch ganz woanders abgestellt.

Glaub mir, es ist unser Wagen.

Steig wieder.

Ich hätte schwören können, dass wir ihn woanders abgestellt haben.

Na ja, ich werde anscheinend alt.

Ich weiß nicht, wo er gestanden hat.

Aber unser Wagen ist es.

Papa, ist das nicht in Ordnung?

Lass mich dort hinfahren.

Der Mann liegt hilflos auf dem Boden.

Wir fahren jetzt ruhig nach Hause.

Wenn deine Mutter auf ihr Zimmer gegangen ist,

dann gehst du in den Garten und wartest auf mich.

Wenn es so weit ist, komme ich runter.

Dann fahren wir zusammen hin.

Ist gut.

Ist doch nichts als eine Schamme.

Wo bleibst du denn?

Da steht sein Fahrrad.

Er liegt bestimmt noch da, Vater.

Er liegt auf dem Steinboden.

Das kann eine Falle sein.

So wartet doch.

Aber du kannst doch zufällig einmal nachts in deinem Büro zu tun haben.

Das stimmt allerdings.

Ich habe doch gesagt, du sollst das Fenster öffnen und die Scheibe einschlagen und.

..

Entschuldige.

Hörst du was?

Nichts.

Er liegt noch da, Vater.

Das sieht aber schlimm aus.

Ist er tot?

Nein, tot scheint er nicht zu sein.

Er ist mit dem Hinterkopf aufgeschlagen.

Vielleicht hat er einen Schädelbruch.

Wir müssen sofort einen Arzt holen.

Ja, ja.

Nur, es wäre nicht gut, wenn er jetzt aufwacht.

Mich kennt er ja.

Geh rauf, ruf die Polizei an.

Die Polizei?

Ja, wir müssen noch nicht sagen, wer anruft.

Bis die hier sind, sind wir längst weg.

Und sie können ihn ins Krankenhaus bringen.

Lass mich doch überlegen, Junge.

Das muss alles ganz genau überlegt sein.

Wir haben doch schon so viel Zeit verloren.

Ach so gut, ich rufe an.

Wo hast du das Geld gelassen?

Oben, ich habe es irgendwo auf den Gang fallen lassen.

Wenn er zu sich kommt, pass auf, dass er dich nicht sieht.

Er hat mich doch schon gesehen.

Vater!

Vater!

Was ist denn?

Hast du telefoniert?

Der Mann stirbt uns noch.

Ich bin ja dabei.

Hallo?

Polizei?

Sie kommen.

Er ist immer noch bewusstlos.

Komm schon, los, komm, komm, komm.

So, und jetzt weg.

Du hast das Geld mitgenommen, natürlich.

Jetzt kriegst du sie weg.

Komm, los.

Unglaublich.

Sie müssen durch das Fenster rein sein.

Einfach die Scheibe anziehen.

Die Scheibe ist zwar eingeschlagen und dann rein.

Glaube ich nicht.

Das glauben Sie nicht?

Nein.

Ich meine, die Scheibe ist zwar eingeschlagen, aber wissen Sie,

wenn jemand an den Griff ran will, dann schlägt er die

Scheibe nicht hier ein, sondern da, wo der Griff ist.

Ach so, ja, aber wie sind Sie dann rein?

Durch die Tür, toll, was?

Ja, aber da müssten Sie doch einen Schlüssel gehabt haben.

Der Wachmann hatte einen.

Dieser Wachmann machte doch genau vorgeschriebene Kontrollgänge, nicht?

Ja, durch die Halle und die Lagerräume.

Da sind Steckuhren zu bedienen.

Wenn Ihnen irgendwas auffiel, verdächtige Geräusche oder Lichter...

Die Büros, muss er die auch kontrollieren?

Die Büros... Nein, das glaube ich nicht.

Das glauben Sie nicht, ja.

Das müsste unser Herr Schirmer wissen.

Mein Pokerist, der müsste ja nicht längst da sein.

Ja, Herr Schirmer.

Guten Morgen, Herr Direktor.

Das ist Herr Schirmer, mein Pokerist.

Das sind die Herren von der Kriminalpolizei.

Na, Sie sind sicher genauso sprachlos wie ich, Schirmer.

Ja, allerdings.

Eingebrochen bei uns?

Ja, sehen Sie sich das mal an.

Und da müssen Sie sich erst mal oben umschauen.

Der Kassenschrank steht offen.

Was?

Ja, und wozu wir uns eine teure Alarmalager eingebaut haben, das weiß ich auch nicht.

Der Kassenschrank steht offen?

Sperrangelwald.

Ja, aber Herr Direktor, wir hatten eine Menge Bargeld im Tresor.

Da finden Sie nichts mehr.

Sie haben ganze Arbeit geleistet.

Und den Wachmann haben Sie auch auf dem Gewissen.

Was?

Unseren Wachmann?

Der hat die Kerle offenbar überrascht.

Sie haben den armen Teufel über die Treppe geworfen.

Und was ist passiert?

Da hören Sie, ein 60-jähriger Mann ein ganzes Stockwerk runter.

Ist er tot?

Verletzt, sehr schwer verletzt.

Wir kennen doch den Mann.

Natürlich, Herr Balter, ein sehr gewissenhafter Mann.

Das ist ja entsetzlich.

Ist er denn schwer verletzt?

Immer noch bewusstlos.

Hoffentlich kommt er durch.

Hier ist er gelegen.

Stundenlang.

Mit dem Kopf auf den Steinen.

Das ist ja schrecklich.

Dass der Mann überhaupt noch lebt, ist ein Wunder.

Vorsicht.

Gehen Sie ruhig hin, Herr Stürmer.

Die Polizei hat alle Spuren schon gesichert.

Sobald überhaupt Spuren vorhanden sind.

Die Sache ist nämlich höchst kurios.

Ja, das Ganze ist ein bisschen ulkig.

Ulkig?

Wieso ulkig?

Der Kassenraum untersteht Ihnen, ja?

Natürlich, er ist mein Bokorist.

Das hier ist sein Revier.

Alles, was mit Geld zusammenhängt.

Wie viel Geld fehlt denn?

Da muss ich erst nachschauen.

Das weiß er auf den Pfennig genau.

Ich habe die Aufstellung hier.

Schreibt es.

Wie viel ist es denn ungefähr?

130.000 Mark.

Nicht schlecht, was?

Ganz schöner Reilbach.

So viel Geld übernachtet hier?

Freitags kommen unsere Verkaufsfahrer zurück mit dem Geld und rechnen ab.

Aber wir können es ja nicht mehr auf die Bank bringen.

Dafür haben wir die Alarmanlage.

Aber die war ja außer Betrieb gesetzt.

Und einen Geldschrank, den man offenbar nur scharf ansehen

muss, dass er vor Schreck gleich von selbst aufgeht.

Sehen Sie sich das an.

Nicht ein Kratzer.

Gewaltsam ist der Tresor ja auch nicht geöffnet worden.

Wie haben Sie ihn denn aufgemacht?

So wie Sie ihn aufmachen.

Sie haben die richtige Kombination eingestellt.

Aber die kennen doch nur ich.

Herr Schunk und meine Sekretärin.

Von Schliebach?

Ja.

Sie wollten mal den Tresor öffnen, hatten die Kombination vergessen.

Ich war nicht da und als ich zurückkam, machten Sie mir einen Riesenkrach.

Also ja, ich erinnere mich.

Sie sagten, dass wenigstens meine Sekretärin die Kombination wissen müsse.

Also kennen drei Leute die Kombination?

Nein.

Wieso nein?

Ich habe auch mal Ihren Herrn Gehrhus am Tresor gesehen.

Er brauchte mich gar nicht nach der Kombination zu fragen.

Also ja, stimmt, stimmt.

Weil ich die Kombination so leicht vergesse, haben ich

gesagt, merken Sie sich die auch mal, Herr Gehrhus.

Also haben wir schon vier, ne?

Aber von diesen vier kommt ja keiner in Frage.

Ich weiß nicht und Herr Schirmer auch nicht.

Und können Sie sich vorstellen, dass Sie Schliebach nachts ins Haus

schleicht und einen Wachmann durchs Geländer schreist?

Das ist ja lächerlich.

Und mein Herr Gehrhus, der Mann singt den Kirchenchor.

Nein, nein.

Da sind schon Profis am Werk gewesen.

Haben Sie die Alarmanlage gesehen?

Die müssen sich mal anschauen.

Ja, warum hat sie nicht funktioniert?

Weil Sie sie kaputt gemacht haben.

Da sehen Sie.

Einfach mit der Kneifzange durchgeknipst.

Und das Ding hat keinen Laut mehr von sich gegeben.

Ja, da sind Sie eben auf dem Holzweg.

Man kann nämlich die Anlage nicht auf diese Weise außer Betrieb setzen.

Wieso?

Der Draht ist doch durch.

Der Alarm wäre trotzdem losgegangen.

Man hat den Draht durchgeschnitten, nachdem der

Alarm auf ganz normale Weise abgestellt wurde.

Wozu haben die dann die Leitung unterbrochen?

Sie werden es nicht für möglich halten.

Sie wollten uns für dumm verkaufen.

Das ist doch wohl nur eine Annahme.

Das ist eine Annahme.

Kennen Sie den Wachmann?

Ja, ich habe ihm seine Arbeit angewiesen.

Was hat er genau zu tun nachts?

Die Lagerräume zu inspizieren.

Und die Büroräume?

Na, Ihr Büro zum Beispiel.

Nein, das gehört nicht zu seiner Aufgabe.

Aber er hatte einen Schlüssel.

Einen Schlüssel?

Ja, den habe ich ihm gegeben.

Für alle Fälle.

Aber vorgesehen war es nicht?

Nein.

Es war genau festgelegt, wann er seine Rundgänge zu machen hatte.

Der erste war um 1 Uhr nachts, der zweite um 4 Uhr nachts.

Warum er das geändert hat, weiß ich nicht.

Das ist mir völlig rätselhaft.

Das ist die Schliebach.

Die habe ich auch angerufen.

Da haben Sie noch einen Geheimnisträger.

Guten Morgen, Schliebach.

Entschuldigen Sie, dass wir Ihnen den Sonntag morgen kaputt machen.

Aber bei uns ist eingebrochen worden.

Sagen Sie Gott, was will ich?

Schirmer.

Die Sache ist vollkommen mysteriös.

Da war doch eine Menge Geld im Schrank.

Über 130.000 Mark.

Die sind weg.

Hast du Schirmer gesagt, wann der Einbruch war?

Nein.

Das verstehe ich nicht.

Er sagte doch, der Bachmann sollte seinen Rundgang

um 1 Uhr nachts und um 4 Uhr in der Früh machen.

Und er versteht nicht, wieso der Mann das geändert hat.

Das kann man doch gar nicht wissen.

Eigentlich nicht.

Aber er weiß es.

Das

ist völlig mysteriös.

Das ist die Sekretärin von Herrn Schirmer von Schliebach.

Die Herren von der Kriminalpolizei.

Kommen Sie, Schliebach.

Das müssen Sie sich mal ansehen.

Die Herren, Sie stecken hier.

Das ist ja unglaublich.

Warum stehst du eigentlich andauernd am Fels?

Herrgott, lass mich doch stehen.

Ich sehe raus.

Warum soll ich nicht raussehen?

Weil du es sonst auch nicht tust.

Kommst du nicht mit, Jürgen?

Ich sage doch nein.

Schade.

Es tut mir leid.

Ich komme vielleicht nach.

Alles Gute.

Hoffentlich gewinnst du.

Ich versuch's.

Vater, was ist?

Wo ist Mama?

Sie bringt Helga zum Tennisklub.

Alles in Ordnung, Herr Jürgen.

Sie tappen völlig im Dunkeln.

Der Wachmann-Vater.

Was ist mit ihm?

Nein, er lebt.

Aber er ist ohne Bewusstsein.

Sie haben ihn nicht verhören können.

Er lebt also noch?

Ja, aber er ist schwer verletzt.

In welchem Krankenhaus liegt er denn?

Das weiß ich nicht.

Darüber wurde nicht gesprochen.

Aber ich hätte danach fragen sollen.

Damit wir uns selbst erkundigen können.

Das ist wichtig.

Das ist lebenswichtig.

Ach, was, da macht man sich Gedanken dabei.

Ist der Mann vielleicht schon tot?

Was sagst du?

Der Mann darf doch nicht sterben, Vater.

Ja, das sage ich ja.

Der Mann darf doch nicht sterben.

Man darf nicht reden.

Reden?

Er darf nicht sterben.

Sonst habe ich ihn umgebracht.

Umgebracht?

Was redest du da für einen Unsinn?

Was heißt hier umgebracht?

Du hast dich gewehrt.

Der Mann ist durch ein Geländer gestürzt.

Das ist ein unglücklicher Zufall.

Dafür trägst du doch keine Verantwortung.

Du hast nicht das Mindeste damit zu tun, Junge.

Nicht das Mindeste.

Mach dir doch keine Gedanken darüber.

Für uns kommt es jetzt darauf an, dass der Mann keine Aussage machen kann.

Wenn er wieder zu sich kommt, sind wir vielleicht verloren.

Da kann man doch nur hoffen.

Ich meine, da ist einem doch die Eigenhaut am nächsten.

Das sind die beiden Polizeibeamten.

Was wollen die denn noch?

Du gehst am besten auf dein Zimmer und bleibst oben.

Sie haben nicht das Geringste in der Hand.

Dann komm, geh schon.

Geh, komm.

Bisschen vorsichtig, Harry.

Den Mann nicht direkt angehen.

Ja, ja.

Ich merkte das.

Ach, Sie sind es noch nicht?

Ja, ja.

Ist zum Auswachsen.

Tut mir leid.

Bitte kommen Sie rein.

Danke.

Hat Ihnen den Sonntag ja auch verdorfen.

Ja, den und schon viele andere.

Wir stören bestimmt.

Nein, nein, nein.

Ich bin heute allein.

Das heißt, so gut wie allein.

Meine Tochter spielt einen Tennis-Turnier.

Vielleicht wird sie Klubmeisterin.

Meine Frau bringt sie gerade rüber.

Bitte nehmen Sie doch Platz.

Danke.

Möchten Sie was zu trinken haben?

Ja, Schirmer, alles spricht dafür, dass der Täter aus dem Hause kommt.

Ja, aus der Firma, meine ich.

Die Kenntnis ganz bestimmter Dinge wäre sonst gar nicht zu erklären.

Ja, ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass ich das hier ausgeschlossen hatte.

Sie kennen doch alle Leute aus der Verwaltung.

Würden Sie dafür jeden die Hand ins Feuer legen?

Ja, also, die Hand ins Feuer legen ist so eine Sache.

Sehen Sie, das meine ich.

Es gingen ja wirklich nur ein paar Leute in Frage, falls Ihre Annahme stimmt.

Zwei oder drei.

Man müsste die Verhältnisse übersetzen.

Oder prüfen.

Wie meinen Sie das?

Ja, ob jemand über seine Verhältnisse lebt.

Zu Leichtsinn neigt, zu Unkorrektheiten.

Das meinte ich, das wollte ich sagen.

Ja, das ist klar.

Lassen Sie mich überlegen.

Wir können ja mal die Angestelltenliste...

Guten Tag.

Das ist mein Sohn.

Guten Tag.

Die Herren sind von der Polizei.

Warum bist du nicht zum Tennis gegangen?

Ich gehe nicht zum Tennis.

Haben Sie was Neues gehört von dem Wachmann?

Von dem Wachmann?

Ich habe meinem Sohn erzählt, was im Werk passiert ist.

Und dass ein Wachmann verletzt wurde.

Lebt der Mann noch?

Ja, aber das habe ich dir doch gesagt.

Aber vielleicht weiß man was Neues.

In welchem Krankenhaus liegt er denn?

Rechts der Isar.

Kann man da nicht anrufen?

Ja, was soll man da anrufen?

Na, wie es ihm geht, Vater.

Wie es ihm geht.

Das weißt du doch, Junge.

Mein Sohn meint, ich müsse mich persönlich um den Mann kümmern.

Weil er ja schließlich zu unserem Betrieb gehört.

Ja, weil er gestern Nacht deutlich zu spüren gebildet.

Kennen Sie den Wachmann?

Nein, er kennt ihn nicht.

Kennen Sie den Wachmann?

Nein.

Ich werde mich schon um ihn kümmern, Jürgen.

Ich verspreche es dir.

So, und nun geht es zum Tennis.

Zum Tennis?

Ja, warum nicht?

Guten Tag.

Guten Tag.

Die beiden Herren sind von der Polizei.

Sie kommen noch einmal wegen dieser Einbruchgeschichten.

Ach so, ja.

Ist es nicht eine unglaubliche Sache?

Weiß man schon etwas Neues?

Frau Schirrmann.

Ja, meine Frau.

Nein, wir wissen noch nichts Neues.

Da ist doch dieser Wachmann verletzt worden.

Wie geht es ihm denn?

Unverändert.

Warum bist du zurückgekommen?

Es sind noch die Ausscheidungsspiele.

Bitte behalten Sie doch Platz.

Danke.

Das Endspiel ist erst heute Nachmittag.

Kommt der Mann durch?

Ja, das wissen wir noch nicht.

Hat der wirklich einen Schädelbruch?

Schädelbruch?

Ja, hast du nicht gesagt, der Mann hat einen Schädelbruch?

Ich?

Woher soll ich das wissen?

Ich weiß lediglich, dass der Mann verletzt ist.

Und da er das Bewusstsein verloren hat, nahm ich an, dass er eine Kopfverletzung hat.

So habe ich das gemeint.

Na ja, es kann ja sein.

Jedenfalls ist es schrecklich.

Wann war das denn?

Es war gestern Nacht, kurz vor 21 Uhr.

Da waren wir gerade im Theater.

Ach, Sie waren im Theater?

Ja, in der Komödie.

Die ganze Familie?

Ja, die ganze Familie.

Wann waren wir eigentlich zurück?

So um viertel vor elf.

Ja, wir sind um sieben Uhr abgefahren.

Die Vorstellung fängt um acht Uhr an.

Dauert bis zehn, zehnunddreißig, viertel vor elf.

Kompliment, sehr präzise.

Bitte, Schwester.

Können Sie mir nicht mehr sagen?

Na, seine Chancen.

Wir stehen in seinen Chancen.

Kann ich denn nicht einmal den Arzt sprechen?

Schwester, bitte.

Ich kann auch warten.

Es macht mir überhaupt nichts aus, zu warten.

Ja, ist gut, danke.

Vielen Dank, Schwester.

Aber Jürgen...

Was hast du denn?

Du bist ja völlig außer dir.

Hast du nur noch bewusstlos.

Ja, das ist so.

Noch nicht zu sich gekommen.

Sie sind weg.

Nur noch ein paar Routinefragen.

Nichts Besonderes.

Was ist los?

Jürgen hat mit dem Krankenhaus telefoniert.

Und?

Er lebt noch, Vater.

Er lebt.

Gott sei Dank.

Natürlich, Gott sei Dank.

So lange er noch bewusstlos ist.

Was ist denn los?

Was ist mit dem Mann?

Warum ist Jürgen so aufgeregt?

Was fragst du mich?

Ich gehe jetzt.

Wohin?

Ich fahre ins Krankenhaus.

Ja, ich dachte, wir würden zum Tennisclub rüberfahren.

Wir könnten dann mit Helga zusammen Mittag essen.

Ich fahre ins Krankenhaus.

Waren im Theater.

Die ganze Familie.

Sag mal, mit dem Jungen ist doch was.

Ja, das habe ich gesehen.

Schirmer ist kalt wie ein Profi, ja?

Schönes Alibi hat er.

Ungefragt Not, das ist runter wie ein Gebet.

Harry!

Sie können wenigstens so viel ganz machen.

Wie geht es Ihnen denn so schlecht?

Jedenfalls ist keine Besserung eingetreten.

Dein Herz ist nicht besonders.

Aber man tut doch alles für den Mann, nicht wahr?

Alles, was man tun kann.

Schwester, können Sie mir nicht sagen, was mit ihm passiert ist?

Oder soll ich warten?

Vielleicht kann ich doch den Arzt sprechen.

Du hörst doch, dass es nicht geht.

Wieso nicht?

Ich warte hier, bis er Zeit für mich hat.

Ich darf doch warten, oder?

Entschuldige.

Herr, wir erkundigen uns gerade nach dem Befinden des Patienten.

Kriminaloberinspektor Derek.

Schwester, das ist Inspektor Klein.

Kann man den Patienten schon sprechen?

Eine Minute.

Er ist noch nicht bei Bewusstsein.

Es darf niemand vorgelassen werden, auch die Polizei.

Wo ist der Arzt, Schwester?

Kommen Sie mit.

Danke.

Der Arzt wird ihm auch nichts anderes sagen können.

Wir sind natürlich interessiert daran, den

Mann so bald wie möglich zu vernehmen, nicht?

Ich verstehe.

Aber selbst wenn er jetzt zu sich kommt und seinen Zustand erschockt und so,

dann wird er doch eher nur fantasieren.

Ich meine, mit einer brauchbaren Aussage können Sie doch da nicht rechnen, oder?

Doch, doch.

Damit rechnen wir.

So.

Ich bin zwar kein Fachmann, aber das verstehe ich nicht.

Mhm.

Da ist ja der Arzt.

Die Geschichte nimmt Sie sehr mit?

Ja, ja, natürlich.

Sie kannten doch den Fachmann gar nicht?

Nein.

Er tut Ihnen leid?

Ja.

Ja.

Alter Mann, über 60.

Über 60 ist er?

Ja.

Und nicht besonders kräftig.

War ziemlich lange krank.

Es war also ganz einfach für den Täter, nicht?

Wussten Sie, dass der Fachmann eine Pistole bei sich hatte?

Hat er?

Aber er hat nicht geschossen.

Also, wie ich sagte, es darf niemand zu ihm.

Nicht einmal seine Frau dürfte bei ihm bleiben.

Seine Frau?

Ja, die Frau war die ganze Nacht hier.

Es hat keinen Sinn, Jürgen.

Die Frau ist unanstrengend.

Tja, wir müssen jetzt Geduld haben, Frau Balte.

Mir kann es helfen.

Frau Balte, mein Sohn möchte Ihnen gerne sagen, das heißt, wir möchten Ihnen gerne

beide sagen, wie sehr wir diesen Unglücksfall bedauern.

Als ich heute früh sagte, dass ich ins Krankenhaus fahren wollte, um mich um

Ihren Mann zu kümmern, bestand mein Sohn darauf, gleich mitfahren zu dürfen.

Ich dachte, das wäre das Beste.

Ich danke Ihnen.

Ich habe mich schon bei Ihrem Vater bedankt.

Für seine Anteilnahme.

Aber ich bitte Sie, das ist doch selbstverständlich.

Ich darf nicht bei ihm drin bleiben.

Er kämpft.

Er kämpft mit dem Tod.

Wir wünschen ihm alles Gute.

Ich hätte gerne noch etwas Persönliches mit Frau

Balte besprochen, wenn Sie nichts dagegen haben.

Na ja.

Bitte kommen Sie doch gerne, Frau.

Wenn Ihr Mann wieder das Bewusstsein erlangt und Sie zu ihm dürfen,

dann sagen Sie ihm doch bitte, dass wir da waren.

Herr Schirme und sein Sohn Jürgen.

Und dass wir uns persönlich um ihn kümmern werden.

Auch finanziell.

Das soll nicht nur ein Trostplaster sein.

Ich werde dafür sorgen, dass die Firma sich darum kümmert.

Danke, Herr Schirme.

Besten Dank.

Mein Mann hat immer sehr gut von Ihnen gesprochen.

Ja, das freut mich.

Ja, Jürgen, ich glaube, wir gehen jetzt am besten hier.

Können wir ja doch nicht mehr helfen.

Alles Gute, Frau Balte.

Alles Gute.

Danke, Schwester.

Was hat Herr Schirme Ihnen versprochen, Frau Balte?

Wir sollten uns keine Sorge machen um das finanzielle Gewürbe.

Das alles regeln.

Es sind alles sehr gute Menschen.

Ja, bis auf den, der Ihren Mann auf dem Gewissen hat.

Komm, Harry, schau mal was.

Oder sagen wir, er weiß Bescheid.

Er weiß genau Bescheid.

Du weißt, weswegen er hier ist?

Er hat Angst, dass der Wachmann redet.

Ja, ich schnappe ihn mir.

Ich nehme jetzt keine Rücksicht mehr.

Was ist denn?

Was wollen Sie denn schon wieder?

Ich habe meine Aussage gemacht.

Das kann sich doch nur noch um Belanglosigkeiten haben.

Der Sonntag ist sowieso im Eimer und die Alibi ist keine Belanglosigkeit.

So, bitte, fangen wir noch mal von vorne an.

Ich habe Ihnen gesagt, und meine Familie hat

das bestätigt, dass wir im Theater waren.

Na gut, ich will die Theaterkarten sehen.

Die Theaterkarten, das ist eine derartige Unverschämtheit.

Wo sind die Karten?

Margot?

Ja?

Margot, wo sind die Karten?

Was für Karten?

Die Theaterkarten von gestern Abend.

Ich verstehe gar nicht.

Wozu brauchst du sie denn?

Die Herren wollen mein Alibi überprüfen.

Offenbar hält man mich für den Täter.

Was?

Das ist ja unglaublich.

Selbstverständlich waren wir im Theater.

Du siehst doch, dass man uns nicht glaubt.

Also hol die Karten.

Sie werden sich gleich sehr entschuldigen.

Bei meinem Pech.

Ich habe die Karten nicht.

Aber ich habe sie dir doch gegeben.

Die hat Helga.

Die muss Helga noch in der Tasche haben.

Ja, dann hol die Tasche.

Die Herren sind nur durch Augenschein zu überzeugen.

Das ist ungeheuerlich.

Und was sagst du dazu?

Alibi, Alibi, wie sich das anhört.

Als ob ich ein Schwerverbrecher wäre.

Und das nennt sich Rechtsstaat.

Wo ist die Handtasche?

Helga hat die Tasche mitgenommen.

Die Herren werden uns vielleicht begleiten?

Ja, ja.

Gut, wir wollten ja sowieso zum Tennisclub fahren.

Ich kann mich ja auch da entschuldigen.

Ich fürchte, Sie werden sich noch eine Weile gedulden müssen.

Wir können ja nicht vier Mann hoch da einfach reinplatzen.

Das ist ja Dr. Wege.

Jürgen, geh doch mal zu ihm und frag ihn, wo Helga ist.

Und ob sie im Endspiel ist.

Ich hoffe, Sie sind sich im Klaren darüber, was es bedeutet, eine Sportlerin

vor einem Endspiel auf diese Weise zu irritieren.

Aber darauf können Sie natürlich keine Rücksicht nehmen.

Nun ist sie im Endspiel.

Ja, sie ist im Endspiel.

Im Moment trainiert sie auf Platz vier.

Ich bitte Sie doch, einen Augenblick herzukommen.

Mit der Handtasche.

Ich hoffe, Sie sind damit einverstanden.

Oder wollen Sie mit der Sirene auf den Platz fahren?

Es genügt durchaus, wenn ich die Karten sehe.

Die Theaterkarten habe ich nicht.

Dann müssen Sie an meiner Handtasche sein.

Ah, da sind Sie ja.

Was hat denn die Polizei damit zu tun?

Sie wollen nur die Karten sehen.

Ach, da seid ihr ja.

Kommt noch mal her.

Entschuldige bitte, dass wir dich beim Spiel stören mussten.

Aber zunächst einmal gratuliere zum Finale.

Danke, Papa.

Jürgen sagte, dass man die Theaterkarten sehen will.

Ja, man hat heute Nacht in Betrieb bei uns eingebrochen.

Auf ziemlich mysteriöse Weise.

Und die Polizei...

Die Herren sind von der Polizei.

Prüfen jetzt die Alibis der Betriebsangehörigen nach.

Bitte, meine Herren.

Wann fängt denn das Endspiel an?

In einer halben Stunde.

Da sind wir ja gerade richtig gekommen.

Wo ist denn die vierte Karte?

Jürgen, gib doch mal deine Karte her.

Mach schon, Junge.

Mach, mach, mach.

So, bitte.

Wir konnten leider keine zusammenhängenden Plätze bekommen.

Ich saß zwischen meiner Frau und meiner Tochter.

Mein Sohn saß ein paar Reihen hinter uns.

Sie können das bestätigen, Frau Schirmer.

Aber selbstverständlich.

Frau Schirmer?

Ja, natürlich.

Und gleich überhaupt nicht verstehe, was Sie mit dieser Frage bezeichnen.

Sie saßen also... Aber das sehen Sie doch.

Ein paar Reihen hinter uns.

Stimmt, ja.

Ich habe meinen Sohn in der Pause noch gefragt,

ob er vorne sitzen wollte, aber er wollte nicht.

Zufrieden?

So, mein Schatz, du kannst wieder zurückgehen.

Nehmen wir mal gleich mit.

Ich will mich nur noch von den Herren hier verabschieden.

Tja, damit wäre die Sache für uns ja wohl erledigt.

Sie haben Ihre Pflicht getan.

Vielleicht sogar ein bisschen mehr als sonst.

Aber das muss man ja heutzutage wohl hinnehmen.

Meiner.

Nicht unbedingt.

Komm.

Ja, Klein?

Ja, danke.

Herr Schirmer?

Kommen Sie bitte noch einmal zurück.

Ja, bitte.

Das Krankenhaus hat eben angerufen.

Der Wachmann ist gestorben.

Auf Wiedersehen, Herr Schirmer.

Warum fahren wir den Stiffer?

Ich halte ja schon.

Schau mal in den Rückspiegel an.

Ich bedaure natürlich den Tod dieses Mannes, aber so wie die Dinge stehen,

konnte uns nichts Besseres passieren.

Er hätte dich erkannt.

Und wenn er dich nicht erkannt hätte, dann hätte er dich beschrieben.

Die Gefahr ist Gott sei Dank vorbei.

Ja, ich schäme mich nicht zu sagen Gott sei Dank.

Du bist viel zu empfindlich.

So kommt man nicht durchs Leben.

Du hast einige Zeit darüber vergehen.

Da wirst du nicht mehr daran denken.

Da haben wir ganz andere Sachen vergessen müssen.

Übrigens, der Wagen, den du dir immer gewünscht

hast, darüber können wir jetzt sprechen.

Das ist doch auch was.

Was ist denn?

Nichts, Vater.

Nichts.

Was meinst du?

Warst du jung?

Die einzelne Karte, hm?

Ja.

Harry, jetzt kannst du mir seinen Vater holen.

Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017

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