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Original subtitles

als Simone als Nina

align:startals Martin als Thilo

*Kinder singen auf Englisch*

(Singt): "Sei meine Schwester, sei mein Bruder.

Du kannst es ändern.

Höre nicht auf das, was andere sagen.

Alle Guten Dinge...

sind auf dem Weg für dich."

(Meret): Mega. Merken wir uns den Move?

Ja. Der war cool.

(Ben): Mama? Hey, Ben.

Na?

Da bist du ja endlich.

(Ben): Hey. Aufpassen, das ist heiß.

Die Zöpfe sind fertig. Nicht so laut.

Wie findest du es?

Cool?

Ja. Komm endlich runter. Opa wartet.

Soll ich dir helfen? Geht schon.

Los, Beeilung.

Los, los, los.

Morgen machen wir weiter.

Kappe?

(Ben): Niklas, bist du da oben? Mama sagte, ich soll dich holen.

Tschüss.

Bist du bereit?

Ich komme ja schon.

Ja.

Hey, Simone, hier...

Ich komm runter. Leise.

*Sie flüstert*

Komm, wir müssen uns beeilen.

Ja... Hoffentlich sieht uns Opa nicht.

(Flüsternd): Schnell.

*Sie flüstern*

Klingel mal.

Papa kommt schon.

Hallo. Komm schnell. Beeile dich.

Hallo.

Ich klingele.

(Flüsternd): Okay, komm.

Er kommt.

(alle singen): Happy Birthday to you.

So. Kann ich bei heute bei Papa pennen? Freitag erst.

Außerdem ist es mein Haus. Es müsste also bei Opa heißen.

Und da Opa wegen Geburtstag seine Ruhe haben will, bitte nicht.

Danke.

Ich habe morgen Frühschicht. Das wird zu chaotisch.

Guck mal, Opa. Was ist das? Das schenke ich dir.

Danke. Das ist aber Löwenzahn.

Wenn der mal im Rasen ist, wirst du ... Opa, ich will das.

Was ist damit? Wir haben in der Schule eine Aufführung.

Ich will mich da anmelden. Cool, oder? Ja, ist cool.

Hat das was mit dem Bild zu tun? Ja.

Ich will eins davon anziehen. Ein Kleid?

Ja.

Ich kann aber auch alle drei anziehen. Die Kleider?

Ja, mit Pause.

Kennst du Miss T.? Nein. Den Song kann ich schon.

Hör mal. Er singt es immer. Miss T.? Ja.

Miss T.. Zwei, drei...

(Singt englisch): "Lasst uns nicht bis morgen warten.

Liebe wird dich schützen, wenn du rufst ..."

Niklas, Miss T. ist doch eine Frau, oder?

Ja, und? Willst du nicht was singen, was zu dir passt?

Die machen sich doch lustig. Das passt doch zu mir.

(Ben): Ja, ist peinlich. Hey.

Selber peinlich. Jetzt setz dich bitte wieder an den Tisch.

Danke. Willst du noch ein Glas? Nein, war lecker.

Hör mal, wenn Ben hier schlafen will, kann er das machen.

Das ist kein Problem. Du hast das doch gesagt.

Dass die Kinder feste Strukturen brauchen.

Gerade jetzt, wo wir...

Ihr wollt zocken, nicht? Ach ... Nur ein bisschen ...

Koordination, Reflexe.

Ja, klar, verstehe.

Nein, das verstehst du nicht.

Ich vermisse dich, Simone.

Die sechs Monate sind fast rum. Bei mir hat sich nichts geändert.

Können da ein anderes Mal drüber reden - mit mehr Zeit?

Ja. Ja?

Okay. Willst den noch? Nein.

Bald, ja? Ja.

*Zirpende Grillen*

*Klingende Glöckchen*

*Verträumte Musik*

*Entfernte Stimmen*

Ich bin Nina.

Hä?

(Ben): Oh, Mann.

Was hast du denn vor? Habe ich was verpasst?

Nein.

*Türklingel*

(Ben): Ich muss los.

Tschüss.

Wer ist denn das?

Hm? Wer?

Na ... Ni-na.

Die Nina halt. Wer ist das?

Ich?

Ich muss zur Schule.

Ja. Jetzt will er so in die Schule gehen. Okay.

Wie hat er das denn gesagt?

War er wütend? Vielleicht ist es nur ein Spaß.

Nein, der hat das ganz normal gesagt.

Normal? Ja, selbstverständlich.

Weißt du, was das ist?

Miss T..

Doch, das ist diese Sängerin vom Wettbewerb.

Glaub mir.

Hallo.

Hallo. (Meret): Endlich, wie cool.

(Vater): Wir kommen zu spät.

Wer bist denn du? (Sandra): Hey, Meret hat das gleiche Kleid!

Das ist auch mein Kleid.

Sie hat es sich ausgeliehen. Sie hat ja keins. Noch nicht.

Hey, hallo. Grüßt euch. Na, ihr?

Die Meret muss heute mal allein in die Schule

und du kommst dann nach. Papa, warum?

Niklas. Nina - ich heiße jetzt Nina.

(Sandra): Gehst du so zur Schule? Es geht um die Musikshow.

Da willst du auch mitmachen? Ja, klar.

Showbiz, was? Ja, Showbiz.

Okay, also macht's gut.

Komm, wir klären noch was.

Was denn klären? Erzähl ich dir gleich.

Was denn klären? Ist ja gut.

Hey, hey... Jetzt pass mal auf.

Du ziehst dich um. Du kommst zu spät zur Schule.

Nein! Du kannst doch so nicht in die Schule.

Warum nicht?

Weil du kein Mädchen bist. Jetzt zieh dich um. Nein.

Zieh das jetzt aus.

Lass mich in Ruhe.

Ähm...

Schau mal.

Ich rufe in der Schule an ... Aber ihr sagt:

"Lügen darf man nicht, und ich bin nicht krank."

Niklas, es reicht. Nina - und ich muss mich anmelden.

Aber doch nicht so. Doch. Zieh dich um.

Nein, ihr seid alle so gemein.

Nikki, jetzt ... Nina!

(Kollege): Martin?

Ich ... Ich muss.

Ja. Bist du da?

Was mache ich jetzt? Ich kann nicht meinen Dienst absagen,

nur weil unser Sohn sich verkleidet hat.

Ja, ja klar. Dann bleibe ich zu Hause.

Okay. Komme.

(Kollege): Hi, Simone. Hi.

(Kollege): Was war denn los?

Ach ...

Niklas, der hat einfach gerade so eine Phase. Ah.

Wird nicht die Letzte sein.

Jungs, die haben einfach zu viel Energie.

Hatten meine auch.

Das Schöne ist - es legt sich wieder.

*Funkspruch*

Nein, so schlimm ist es nicht.

Niklas hat nur eine Erkältung.

Scheiße. Ich ...

Ja ... Tschüss.

Was machst du? Du hättest dich verletzen können.

Hab ich aber nicht. Jetzt reicht's.

Komm, wir gehen rein.

Nina - und ich lasse mich nicht einsperren.

Was ist denn plötzlich los mit dir?

Ist das wegen dieser Miss T.-Nummer?

Oder warum tust du so? Mama, ich tue nicht so.

Ich bin ein Mädchen.

Seit wann das?

Seit immer.

Ich habe mich nicht getraut, es zu sagen.

Weil ich dachte, dass ihr mich dann nicht mehr lieb habt.

Darf ich jetzt zur Schule?

Bitte.

Nein.

Wir gehen rein.

*Melancholische Musik*

*Dumpfer Aufprall*

Hallo. (Meret): Hallo.

Ich habe uns für die Musikshow eingetragen.

Cool! Danke schön.

Ist doch klar. Kommst du morgen wieder?

Ich weiß nicht.

Das ziehen wir zusammen durch. Egal was die Erwachsenen sagen.

(Ben): Mama. Ja?

Wo ist meine Kiste?

Hier.

Tadaa. Au.

Spinnst du? Was soll denn das?

Du sagtest doch, was man nicht braucht, kann man weggeben.

Aber das sind alle deine Klamotten.

Dann können wir endlich richtige Klamotten kaufen. Stopp.

Du räumst das sofort wieder auf. Mama, mach was.

Hilfst du ihm jetzt? Bitte?

(Sandra): Was ist mit Niklas? Nichts ist mit dem.

Nichts?

Weiß ich nicht.

Er hat sich vor mich gestellt und gesagt, er heißt Nina.

Und dann hat er seine Klamotten aussortiert.

Ist nicht witzig. Das ist schon witzig.

Das ist Showbusiness. Hast du vorhin selbst gesagt.

Lass ihn doch machen.

Was?

Bei den Kids ändert sich doch ständig alles.

Eine Phase nach der anderen.

Der soll sich ausprobieren.

Interessant wird es doch nur, wenn ihr euch wehrt.

In einer Woche ist das vorbei.

Hm. Ah!

Du bleibst eine Woche zu Hause.

Eine Woche? Ja. Eine ganze Woche?

Ja. Zum Glück. Kannst du dich raushalten?

Endlich eine gute Entscheidung. Halt dich raus! Spinnst du?

*Entfernte Stimmen*

*Türklingel*

(Ben): Wehe, du gehst mit raus. Ben. Pausenbrot.

Wir frühstücken was.

Ich mache dir einen Kakao. Eine ganze Woche. Ja, eine Woche.

Lass mich.

Ja, jetzt iss doch mal was.

Nein.

Was du dir wünscht, kann man nicht einfach machen.

Doch. Du kannst die ganze Woche Miss T. singen.

Und für die Musikshow üben.

Und so sein.

Das ein bisschen ausprobieren. Wie eine Probe.

Ich brauche keine Probe. Aber ich.

Okay.

Aber dafür...

wenn du genug geprobt hast,

dafür darf ich dann zur Schule.

Als Nina.

Eins nach dem anderen.

Komm, der Opa wartet auf dich.

Opa! Hallo.

Opa, hallo. Hallo.

Hallo. Ja, da sind wir schon.

Ja... Also, dann.

Bis später. Tschüss, Mama.

Hallo, Opa! Hallo.

Das ist die Mailbox von Martin. Ich bin nicht zu erreichen.

Nachrichten gerne nach dem Piepton. Hey, Martin.

Ich habe Niklas für eine Woche krank gemeldet.

Dann kann er das zu Hause etwas ausprobieren. Hey, Olli.

Die Sache mit dem Kleid.

Ich muss jetzt. Rufe mich zurück. Ciao.

Hey, André. (André): Morgen.

Morgen. (Kollege): Morgen.

Bleib doch bitte auf der Unterlage.

Opa? Ja.

Kannst du mich nochmal die Geschichte erzählen,

wie du Oma erobert hast.

Den Berg habe ich erobert, aber nicht Oma.

Oma hatte einen zu großen Dickkopf.

Guck mal, Opa.

Du siehst ja aus, wie deine Oma.

Wirklich.

Und?

Hast du wirklich gut getroffen, Nicki.

Opa? Ja. Nina. Ich heiße immer noch Nina.

Ja, ja. Nina.

Nina. Ni-na.

Ja.

Was machst du da? Ich gucke was nach.

Namensänderung.

Hier.

Paragraph 12.

Ja.

Namensänderung: Der Vorname eines Kindes vor Vollendung des

16. Lebensjahres ... Das ist hier der Fall.

Ja?

Ist nur möglich ...

schwerwiegende Gründe ...

zum Wohle des Kindes.

Einfach aus einer Laune heraus kann man den Namen nicht ändern.

Opa ... Aber guck mal ...

Niklas war einfach falsch.

Meine Eltern wussten ja nicht, dass ich Nina heiße.

Ich bin ja ein Mädchen und kein Junge.

Wir haben nur einen Fehler korrigiert.

Du meinst ...

wir würden nur einen Fehler korrigieren?

Ist doch so. Hm.

Ja.

Haben wir den Stoff für den 2,25er schon bestellt?

(Kollegin): Ja, haben wir.

Sag mal, hast du noch alte Spielsachen von deinen Töchtern?

Ja, im Keller.

Kann ich mir die leihen?

Ja. Dann hole ich mir die ab.

Klar. Cool.

Hallo. Hallo.

Danke fürs Einspringen.

War mir eine Freude. Wo ist er?

Noch oben.

Simone?

Du kannst doch nicht entscheiden, ohne mit mir zu reden.

Schwer mit dir zu reden, wenn du nicht da bist.

Du Welt bleibt nicht stehen, bis du Feierabend hast.

Du hättest gestern Abend anrufen können. Warum riefst du nicht an?

Mal gefragt, wie es uns geht. Wer was sagte, ist nicht der Punkt.

Wie wollt ihr denn so weiterkommen?

Gut, dann ...

Reden wir jetzt. Tja ... gut.

Gut.

Also, ich ...

Deine Entscheidung ist vorschnell.

Ich habe die ganze Nacht überlegt. Ich glaube ...

es ist das Beste, wenn wir keine Gegenwehr aufbauen.

Wenn wir ihn machen lassen, wie er jetzt sein will.

Diese Nina-Sache.

Die Nina-Sache.

Sag mal, seid ihr ... Könntet ihr mal bitte aufhören?

Im Flur die Schuhe ausziehen. Ist das so schwer?

Ist so recht, Papa, ja?

Ja, geht doch.

So. Morgen ist mein Tag.

Bis dahin überlege ich mir, wie wir mit dem Quatsch ...

Mama, bist du da? Ja, hab eine Überraschung.

*Ruhige Klaviermusik*

Aber ...

Da sind ja keine Kleider drin. Nein?

Und das da?

Hör mal.

Das kann man doch anziehen.

Guck doch mal: Das ist schön.

Wie findest du das?

Das sieht toll aus.

Wollen wir uns schminken? (Begeistert): Ja!

Das sieht super aus, oder?

Was denn? Gefällt's dir nicht?

Ich habe nie ein Mädchen so laufen sehen.

Du siehst doch auch nicht so aus.

Nur weil ich ein Mädchen bin, bin ich keine Tussi.

Weißt du, was wir machen?

Wir machen Karneval. Du darfst mich schminken.

Okay. Wie du willst.

Was wird das?

Ich mache einen Regenbogen auf der Seite.

Okay? Dann mache ich dich grün.

Da und da und da und da.

Ich mache dir einen Bart. Jetzt siehst du aus wie ein Regenbogen.

Wie was? Wie ein Regenbogenmonster.

Ein Regenbogenmonster? Wie ein Monster?

Die fressen wir auf.

Na, warte! Fang mich.

(Ben): Aus dem Weg. Selber.

Wo warst du so lange? Skate-Park.

Hab ich dir heute Morgen gesagt. Gut. Ähm ...

Und Schule? Wie war Schule? Hast du den Aufsatz gekriegt?

Den hab ich dir gestern gezeigt. Was? Englisch? Ja.

Tut mir leid. Das ist gerade alles etwas viel.

Muss ich auch ein Kleid tragen? Dass du mir zuhörst?

Hier ... Warte.

(Mann): Die Kiste? Da rein. Ja, okay.

Und das auch. Das Buch auch. Okay. Tschüss.

Ja, tschüss.

Halt.

Sie! Halt!

Mann!

Was hast du gemacht?

Da war dein Fotoalbum drin.

Mit deinen Fotos.

Mama ... Das war ja nicht ich.

Wollen wir endlich neue Kleider kaufen?

Hä?

Komm.

Aha. Komm.

Dauert noch einen Moment. Ja.

Senf? Glaubst du auch, das mit Niklas ist meine Schuld?

Was? Nein. Wieso?

Doch. Ach. Doch, das ist alles ...

Das ist alles meine Schuld.

Das ist doch keine Schuldfrage.

Ich will das aber nicht. Ich will weder die Trennung,

noch das wir ... Glaube ich dir.

Bitte. Nicht mit "Indianer kennt keinen Schmerz" und so.

So ein Mist. Überleg mal.

Gott. Man muss eben aufpassen, was man den Kindern erzählt.

Wirkt wohl lange nach.

Mein Würstchen. Ich habe meinen Freund Stefan gefragt ...

Den Architekten? Genau den.

Wie man das Obergeschoss zu einer eigenen Wohnung ausbauen kann.

Hier? Hier oben? Ja.

Für die Zukunft.

Falls Simone und du tatsächlich ...

Nur falls ...

Eine eigene Wohnung kann sich doch keiner mehr leisten.

Ja ...

So ... Ja, Senf.

Ich gehe Senf holen. Ja.

*Entfernte Radiomusik*

Da sind wir. So.

Das Wetter ist gut.

Auf geht's.

Hier hatte ich mal eine Aufnahmeprüfung.

Seitdem trainiere ich jede Woche hier bei Sturm und Wetter.

Cool. Ja, nicht? Ist aber nichts für Weicheier.

Bitte.

*Stöhnt angestrengt*

Hey, war doch nur ein Spaß.

Jetzt kämpfen wir. Bist du bereit? Ja.

Wenn du bereit bist zu verlieren.

Du musst dich noch umziehen. Das geht auch mit dem Kleid.

Das ist super beweglich.

Komm. Hund, hüpf.

Und rennen.

Okay, pass auf.

Komm her, wir machen Folgendes: Wir wetten.

Okay. Also ...

Wenn ich gewinne,

musst du das anziehen.

Okay. Aber wenn ich gewinne ...

ziehst du nachher mein Kleid an.

Ist doch viel zu klein.

So ein ähnliches in deiner Größe.

Gut. Einverstanden.

So.

Muss das sein? Vorsicht zuerst.

Mann. Ja, ja, tadellos, oder?

Auf die Plätze ... Fertig ...

Los!

Hey! Du hast mich geschnitten.

Du schummelst.

*Angestrengtes Stöhnen*

Na, warte.

Ich habe gewonnen! Ich habe gewonnen!

Ich habe gewonnen! Ja!

Gewonnen! Ich habe gewonnen.

Ich habe gewonnen!

*Nina summt*

Ich verstehe schon, dass dich was wurmt.

Das mit Mama und mir ist auch nicht einfach, oder?

Wir werden schon rausfinden, was das ist, das dich verwirrt.

Dann wird das alles wieder gut.

Weißt du was? Jemand der so viel Spaß hat am Wettkampf

und so gut ist darin, kann nur ein Junge sein.

Ich sag's dir ...

Auch in einem Kleid, bist du nie ein Mädchen.

Hey ...

Ist alles okay? Hey ...

Hey, wo willst du denn hin?

Hm?

Hey ...

Was ist denn passiert? Hm?

Magst du nicht drüber reden?

Hallo.

Hallo.

Das wird schon wieder.

*Melodische Popmusik*

(Ben): Spinnst du? Das ist auch mein Zimmer.

Aber das ist meine Seite. Ich muss es mit ansehen.

Ja, und?

Ich will keinen Mädchenscheiß.

Du hast dich gerade selbst eingesperrt.

Schnauze!

Hey, Großer ... Hey ...

Ist gerade ziemlich viel, was?

Aber wir schaffen das. Wir kriegen das hin.

Wenn er sich mal abregt.

Na?

Dekorierst du um?

*Nina singt*

*Musik endet*

Willst du mir sagen, was mit Papa passierte?

Du kannst mir das ruhig erzählen.

Du musst duschen. Auf keinen Fall. Niemals!

Ich gehe mich nicht mehr duschen.

Lass mich. Gib den Stift.

Da. Was ist denn damit?

N-I-N-A.

Wenn es sein muss, kaufen wir die morgen Klamotten.

Aber jetzt ...

Wäschst du dich.

Waschen ja, aber duschen nicht.

Von mir aus, aber ... Okay, Deal!

*Telefon klingelt*

Hey, na? (Tom): Wo bleibst du denn?

Scheiße, stimmt, es Mittwoch.

Frau weg, Kopf weg, was? Ich bestelle dir ein Bier ...

Nein, lass mal. Bist du sicher?

Ja ... Was ist denn los?

Ich will meine Jungs nicht verlieren.

Wirst du nicht.

Ja, aber mit Niklas ... Wirst du nicht!

Hör auf damit.

Du bist ein Superdad. Schlag dir das aus dem Kopf.

Okay?

Du bist gelegentlich ein Idiot ...

mit Herz.

(lachend): Du mich auch.

Kommst du rum? Nein. Trink mal einen mit für mich.

Mach ich. Ja.

Mach's gut. Ciao. Ja, bis dann.

Guck mal, das ist doch hübsch. Ja.

Was kostet das?

align:startSteht doch drauf.

Mama! Tadaa.

(Frau): Das steht ihrer Tochter aber klasse.

Man kann auch schöne Sachen kaufen. (Tochter): Mama ...

(Frau): Genießen Sie es, so lange sie noch niedlich ist.

Und, wie findest du es?

Hä?

Ziehst du das mal aus? Wir machen wann anders weiter.

Aber das ist doch so schön.

(Flüsternd): Wir ziehen das jetzt aus. Warum denn?

Warum denn? Ausziehen.

Nein. Stell dich nicht an.

Au, das tat weh. Schhhh.

Das war der Knopf. Ist nicht so schlimm.

Ist gut. Okay ... Alles gut?

Gut, dann komm.

Aber ...

Du hast das Kleid vergessen.

Du machst jetzt keine Szene. Nicht hier, nicht jetzt.

Dann kaufe das Kleid! Nein, wir gehen nach Hause. Nein! Doch!

Nein! Doch!

Doch, jetzt ...

Nein!

Wir gehen jetzt nach Hause. Nein.

Hör mal, das war doof von mir.

Entschuldige.

Schämst du dich für mich?

Nein, ich liebe dich über alles.

Du hättest gern Niklas zurück.

Weißt du ...

Ich hatte acht Jahre lang einen Jungen.

Jetzt ist der auf einmal weg.

Das ist nicht so leicht.

Ich bin da, Mama.

Ich brauche nur ...

nur noch ... Ein bisschen Zeit.

Bisschen.

Okay?

Wollen wir nach Hause fahren?

(Meret): Ich habe eine super Idee für unsere Show.

Wir haben die Brillen an.

Wir ziehen eine andere Brille drüber.

So. Dann in der Show ...

ziehen wir die Brille aus und lassen die fallen.

Dann haben wir die andere Brille an.

Das wär doch cool.

Warum brauchen Erwachsene immer so viel Zeit?

*Es klopft*

Simone?

Hey. Hi. Ich habe mir was überlegt.

Ich habe die Woche meine Schichten abgegeben.

Ich bin frei verfügbar und würde gern Zeit mit den Jungs haben.

Schichten abgegeben. Ging das so einfach?

Es geht um unsere Kinder.

Es ist wichtig, dass die beiden ein Vorbild haben.

Einen Vater, der sie begleitet. Weißt du?

Ja ...

Bitte? Ja ... Du hast recht.

Die sind da oben. Ich muss kochen und Nilas ...

Nina muss mal in die Dusche. Machst du das?

Ja.

Danke.

Gern.

Nein!

Lass mich in Ruhe. Nein, ich dusche nicht.

Hey, was ist denn jetzt?

Lass mich. Will nicht.

Ich dusche nie wieder.

Aber Papa hat recht ... Du musst doch irgendwann.

Sonst stinkst du doch.

Hä? Weißt du, was ich dir mache? Crêpe.

Simone? Du verstehst mich auch nicht. Ich dusche nicht!

Ich dusche nie wieder!

Jetzt ist mal gut hier. Nie wieder!

Du wirst das Haus vorher nicht verlassen.

Hast du das verstanden? Ich hasse euch. Hey.

Was ist passiert? Was soll das Geschrei?

Will nicht duschen.

Aha.

*Es klopft*

Hier ist Opa.

Kann ich reinkommen?

Opa? Ja.

Sag mal, was ist denn los?

Kannst du mir erklären, was die von dir wollen?

*Sie flüstert*

Ja, ja ...

Klar, das verstehe ich.

Warte mal ...

Ich ... Ich habe eine Idee.

(Flüsternd): Wenn ich dir die Augen verbinde ...

Mit Omas Tuch.

Warte ... Dann veranstalten wir ...

einen Blinde-Kuh-Badespaß.

Komm ...

Ich führe dich.

Aus dem Weg, Fußvolk.

Hier kommt ... Ihre Majestät, die Königin.

Stufe, Stufe.

Sehr gut.

Jetzt geruhen Sie bitte auf dem Thron Platz zu nehmen.

Wir verdunkeln nun den Palast.

So ... Die Vorhänge werden zugezogen.

Schließ ab, Opa. Ja.

Wir sind in Sicherheit.

Ich schließe nun den Vorhang. Aber bleib stehen. Ja.

Siehst du was?

Ich bitte um das Kleid.

Warte ...

Vielen Dank.

Endlich.

Vorsichtig.

Wasser Marsch!

Das Wasser läuft. Er duscht.

Er duscht. Ja.

*Nina singt*

Singt er jetzt? Ja.

*Entfernte Stimmen*

Bei mir hat er nie gesungen. Hast du nichts verpasst.

*Entfernter Gesang*

Er ...

Sie ... sie ...

hat gesagt, dass sie sich schon immer als Mädchen fühlt.

Ich verstehe nicht, wieso wir ...

Wieso haben wir das nicht gemerkt?

Naja, weil ...

Es ist einfach etwas viel. Das mit unserer Auszeit ...

Damit hat das nichts zu tun. Ja ...

Ja.

Fertig!

Tadaaaa ...

Hey ... Seid ihr jetzt zufrieden?

Ja. Ja. Jetzt gibt es lecker Crêpes.

Natürlich. Danke.

*Melancholische Musik*

*Elektronischer Klang* Trans ...

Transgender: Wie unterstütze ich mein Kind?

Wenn wir fertig sind, können wir ein Eis essen.

Oder? Habt ihr Lust?

Ja!

(Ben): Wieso muss ich mit? Ich bin nicht krank. Ich auch nicht.

Gib das her. Nein. Meinst du, ich schlage dich nicht,

weil du ein Kleid an hast? Hey, es ist gut jetzt.

Wir sind eine Familie.

Wie du und Mama?

Genau.

Haus B ist schon richtig, oder? Ja. Glaube schon.

Familientherapie.

(Ärztin): Magst du Nemo?

Clownfische leben in Gruppen von Männchen,

unter Anführung eines Weibchens.

Hör auf jetzt damit. Das Weibchen ist größer. Willst du gucken?

Wenn das Weibchen stirbt, verwandelt sich das stärkste

Männchen in ein Weibchen und wird die Anführerin.

Wusstest du das?

Die Mädchen kümmern sich auch um Nachwuchs.

Wir sind aber keine Fische.

(Ben): Ich muss auf Toilette.

Warte kurz. Wir sind gleich fertig. Er muss aber.

(Ärztin): Darfst dir ruhig anschauen.

Draußen liegen Comics, wenn du dort warten willst. (Ben): Danke.

So will ich aussehen, wenn ich erwachsen bin.

(Ärztin): Ja? Genau so?

Ja ... Ich habe ja andere Haare, aber sonst ...

Sie sind doch Ärztin, oder?

align:startJa.

align:startGenau genommen Psychiaterin.

Können Sie das hier wegmachen?

align:startMöglich ist das.

Wenn du ausgewachsen bist - mit 18 - gibt es Möglichkeiten.

Bis dahin vergeht aber noch viel Zeit.

Ich bin mir sicher, du wirst wissen, was dein Weg ist.

Wenn du willst, begleite ich dich.

Das kann doch nicht sein.

Ich muss noch mal allein mit deinen Eltern sprechen.

Schau mal, was dein Bruder macht.

Schau mal: Darfst dir einen mitnehmen.

Das sieht schön aus.

Ich glaube, ich nehme den.

Danke schön. Gerne.

Sie machen sich Sorgen.

Ja.

Kann ich verstehen.

Ninas Frage ist mutig.

Seien Sie das auch.

Bis Nina volljährig ist, vergeht viel Zeit.

Vielleicht liebt sie dann ihren Körper, wie er ist.

Vielleicht auch nicht.

Wie? Vielleicht auch nicht.

Ähm ... Was ... Was kommt da auf uns zu?

Müssen wir Pubertätsblocker geben?

Oder Hormon ... Alles mit der Ruhe.

Das sind Fragen für die Zukunft.

Auch in der Pubertät wird nichts unternommen,

was irreversibel wäre. Es geht nur um eine psychotherapeutische

Begleitung. Das Wichtigste für Nina ist:

Dass sie sich akzeptiert fühlt, wie sie sich wahrnimmt.

Dass sie nach außen leben kann, was sie fühlt.

Diese Umstellung braucht bei den Eltern mehr Zeit,

als bei den Kindern.

Das kann wehtun - sogar sehr.

Mir tut nichts weh.

Mir geht's ganz wunderbar.

Ich brauche keine Fachkraft, weil ich nicht will,

dass meinem Sohn der Penis abgeschnitten wird.

Entschuldigung. Alles gut.

Bleib stehen, verdammt.

Hey!

Machst du dir keine Sorgen? Natürlich mache ich das.

Was, wenn das nur eine Phase ist? Deswegen sind wir hier.

Um das rauszufinden. Willst du es dann einfach zurückbauen?

Vielleicht ist er nur verwirrt oder traumatisiert.

Vielleicht ist ihm was in der Schule passiert.

Ja, vielleicht. Ich weiß es nicht. Ich habe Angst.

Aber du quatscht von Hormonen und Operationen.

Vielleicht mit oder ohne Penis. Darum geht es nicht.

Wenn das passiert, wird er nie Kinder haben können.

Es geht darum, Nina ernst zu nehmen.

Sonst verlieren wir sie. Wenn du noch einmal "sie" sagst,

piss ich vor die Wand.

(Ben): Ihr wisst nicht, wie peinlich ihr seid.

Ben.

Kommst du bitte? Ben.

(Mädchen): Hallo.

Hallo.

Nina sollte am Montag wieder in die Schule.

Denkst du.

Was ist dein Vorschlag?

Home-Schooling?

Sie muss in die Schule und sie will es.

Ich hab schon mit Frau Amarigesprochen. Du ...

entscheidest das jetzt alles allein?

Hm?

Es ist dir egal, was ich denke?

Ich bin sowieso schon aussortiert.

Sie hat mich angerufen.

Können wir bitte versuchen, das wie Erwachsene zu besprechen?

Gerne. Ja, super. Cool.

Du kannst ihn so nicht in die Schule schicken. Sie.

Doch, das können wir. Nein.

Die vermöbeln ihn.

Was glaubst du, was passiert?

Willst du das?

Ich verbiete das. Ich mache da nicht mit. Punkt.

Du bist nicht im Dienst.

Wenn du das nicht mit uns angehen kannst, machen wir es

ohne dich. Gemeinsam?

Das sagst gerade du.

Du hast ihm den Quatsch erst eingepflanzt. Ich?

Mit Plätzchenbacken, Fingernägel machen

und Zöpfchen zum Geburtstag. Wegen so einem Blödsinn

traute sich unser Kind nicht, mit uns zu reden.

Es ist meine Schuld. Prima. Meine Schuld.

Du wolltest doch eine Tochter.

Nina?

Nina?

Hey.

So ...

Ist da noch Platz bei dir?

Na?

Ach, Mama ...

Hm?

Ich will so gern zurück in deinen Bauch.

Und als Mädchen geboren werden.

Wie Meret.

Du möchtet immer ... Nina sein?

Na klar.

Ich habe genug geprobt? Willst du wieder in die Schule?

In die Schule? Ja. Wirklich? Ja.

Aber ...

Papa ... Papa.

Papa ist mein Problem, nicht deins. Okay?

Danke.

Bierchen?

(Sandra): Gern.

Weißt du, das ist ...

Wie soll ich das sagen? Es ist als ...

als hätte ich jetzt erst meine Augen auf gemacht.

Jetzt sehe ich sie.

Jetzt sehe ich mein Kind.

Krass.

Ja ...

Das ist nicht nur eine Phase? Nein.

Nein. Jetzt ist es, wie es ist.

Wenn es irgendwann anders wird, ist das so.

Für jetzt, für heute ändert das nichts.

Oder?

Ich weiß nicht.

Ich habe nie überlegt, dass es nur eine Phase sein könnte.

Hör mal auf mit den Phasen. Du klingst wir Martin.

Wow! Tiefschlag.

Cheers. Cheers.

Ich habe das gelesen. Das hilft dir vielleicht.

Was?

*Stimmungsvolle Musik*

Guck mal, so schön. Superschön.

Juhu! Sollen wir los? Ja.

Kommt Meret auch? Natürlich. Juhu!

Das Kleid ist so schön.

Hallo. Hallo. (Frau Amari): Hallo. Sind wir zu spät?

Nein, alles gut, kein Stress.

Guten Morgen. Schön, dass du wieder da bist.

Das wird alles gut. Ich werde auf sie aufpassen.

Danke.

*Gebrüll*

(Meret): Jetzt wissen sie es.

*Stimmengewirr*

*Glocke klingelt*

(Frau Amari): Ihr Lieben, ich habe die Freude, euch eine neue

und doch bekannte Mitschülerin vorzustellen.

Nina.

Das ist ein besonderer Tag für sie.

Für uns alle.

Da Nina noch neu ist,

wünsche ich mir, wie bei allen Kindern,

dass ihr sie freundlich aufnehmt, ja?

(alle): Ja. - Gut.

Fragen dürft ihr gern anbringen. Ja?

(Schülerin): Ist das wie ein Geburtstag von Nina?

(Fr. Amari): Gute Beschreibung. Wie ein Geburtstag.

*Gekicher*

Ja?

- Können wir Happy-Nina-Tag singen?

- Ja, das ist eine schöne Idee.

Happy-Nina-Tag singen? Ja. Wer fängt an?

(Alle singen): Happy Nina-Tag für dich.

Happy Nina-Tag für dich.

Happy Nina-Tag ...

(Frau Amari): Dann bis morgen. Ja. Viel Spaß.

(Meret): Wir gehen ins Baumhaus. Ich habe einen neuen Tanz.

(Liam): Ben. Ist das dein Bruder?

Bist du jetzt schwul?

Guck dich mal an. Was ist denn das?

(Meret): Guck dich doch an, du Fashion-Unfall.

(Schülerin): Geil gekontert.

(Ben). Hau ab nach Hause. (Liam): Selbst Ben ist es peinlich.

Pass auf, dass dir keiner deine Fummel klaut.

Du kleine Schwuchtel. Lass uns abhauen.

(Tom): Heute nichts Süßes. Komm, lass.

Danke. Tschüss.

Danke schön. Guten.

*Handy klingelt*

War klar.

Ja ...

Glasewald.

Was?

*Es klopft*

Hey ... hey ...

Ist alles gut bei dir? Hallo, Frau ...

... Amari. Ja.

Was ist passiert? (Ben): Ich wurde zusammengeschlagen,

Nicht er. Sie! Ich bin Nina. Kapiere es doch endlich.

Sei still! Ich habe dir gesagt, du sollst dich fernhalten.

Du musst überall hin mitkommen.

Geh doch woanders hin.

Das ist mein Skatepark. Aber meine Schule.

(Fr. Amari): Ruhe jetzt. So.

(Ben): Kein Wunder, dass sie dich Schwuchtel nennen. Hey!

Komm, Niklas. Niklas!

Nina!

Es ist alles okay. Alles okay.

(Fr. Amari): Es waren einige Kinder da,

aber geprügelt haben sich nur die.

Ach. Und ja, wie ich gesehen habe, hat Nina angefangen.

(Ben): Sag ich doch. Na! Komm, komm!

align:start(Fr. Amari): "Zusammengeschlagen" ist etwas übertrieben.

Am besten klären Sie das in Ruhe zu Hause.

Ja. Habt ihr das verstanden? Ja.

Vielen Dank, dass Sie so schnell angerufen haben. Sicher.

Nehmen Sie es nicht so schwer.

Das war nicht gut da draußen, aber vorher lief es gut.

Mama. Nina.

Ben.

Wieso in der Schule? Ich denke, das war auf dem Skatepark?

Natürlich. Aber Ninas erster Schultag.

Der lief super.

Danke.

Nicht streiten. Das hast du nicht getan, oder?

Bis heute Abend. (Ben): Ciao, Papa. Tschüss.

(Kollege): Alles okay? Alles super. Alles gut.

Komm. Schlüssel. Ich fahre. Nein, so fahren wir nicht.

Okay. Du fährst.

Was ist denn hier los? Können wir fahren?

Gut.

Ich will nichts hören dazu. Gar nichts.

Nicht jetzt. Überhaupt nicht.

*Meret brüllt*

(Meret): Spielst du Spion? - Man darf doch gucken.

Moment. Hast du gefragt?

(Meret): Bitte? - Später vielleicht.

Hey ... Sag mal ...

*Sie lachen*

Ach, Mensch, Mäuschen.

Was ich dich fragen wollte ...

Wo zieht ...

wenn ihr schwimmen habt oder beim Sport ...

Findest du okay, dass Niklas...

align:startNina.

Ja, Nina. Entschuldige.

Ähm ...

dass Nina sich bei dir ... bei den Mädchen umzieht?

Oder findest du das peinlich, unheimlich oder ekelig?

align:startWieso das denn?

Ich dachte, das ist komisch.

align:startWir ziehen uns schon immer voreinander um.

align:startIch helfe ihr auch, den Penis zu verstecken.

align:startDanke schön fürs Tablet.

Du hast die blödesten Freunde.

(Ben): Ich habe den blödesten Bruder. Schluss! Ja?

Ihr ... ich ... das ist alles ganz schön viel.

Wir müssen zusammenhalten.

Geht das?

(beide): Aber ... (schreiend): Nichts aber!

Zusammenhalten habe ich gesagt. Ist das so schwer?

Hä?

Mama?

*Sie stöhnt angestrengt*

(beide): Hi. Hallo.

Na? Na?

Ist irgendwas passiert?

(Sandra): Nein. Wir wollen auch nicht lange stören.

(Christoph): Wir sind als Vertretung hier.

Es geht um die Situation.

Das hat Konsequenzen. Dinge wie: Welches Klo,

wo umziehen und da haben wir oder die Kinder,

beziehungsweise wir und die anderen Eltern

einen Elternabend einberufen, um darüber zu sprechen.

Über die Situation.

Am 24. in der Schule, um sieben.

Aha.

align:start(Sandra): Es geht um die Kinder.

- Ja. - Ist viel für sie.

Vielleicht zu viel.

Gemeinsam finden wir eine Lösung.

Für alle. Besonders für dein Kind.

Ja ... ähm ... gut.

Ja, dann am Dienstag, 19:00 Uhr.

Hey, was machst denn du?

(Ben): Ich ziehe zu Papa.

Bleib doch hier. Das war scheiße, dass ich laut war.

Bleib doch hier. Ben.

Ben, bitte, jetzt ... Ben!

*Elektronische Klänge*

Wie machst du das mit dem Feuerball immer?

(Ben): Komm schon.

Sie klopft*

Wer gewinnt? Ich.

Du hast deine Zahnspange vergessen.

Ben, ich muss mal mit Papa reden. Okay.

Ähm ... alleine.

Okay. Ja?

Mama? Hm?

Es gibt einen Elternabend wegen Nina am 24..

*Zahnputzgeräusch*

Ich will den auch nicht. Aber die Eltern.

Wir müssen für unser Kind einstehen.

Ja.

Das sehe ich auch so.

Kommst du mit?

Ich habe mir einen Anwalt genommen.

Ich will das Sorgerecht.

Was?

Du ... du ... Kannst du gehen? Ich würde gern duschen.

Er hat sich einen Anwalt genommen.

Du spielst ja gar nicht mehr.

(Ben): Geht unsere Familie jetzt komplett kaputt?

Ich will einfach nur meinen nervigen Bruder zurück.

Ich weiß ...

*Leise Trommelschläge*

*Nina singt auf Englisch*

*Entfernte Stimmen*

Eine Unterschrift.

Wir können die drei neuen Outfits malen.

(Sandra): Meret?

Kommst du bitte rüber? (Meret): Wieso?

(Sandra): Oma hat gebacken. - Menno.

Okay. Wechseln.

*Es klopft* Ja?

(Mike): Hey. Hallo.

Wollen Sie auch zum Elternabend. Sind Sie Simone?

Sieht man mir das an? Ich bin Mike von Transnetzwerk.

Sie telefonierten mit meiner Kollegin. Sie sind ...

Die Unterstützung für heute Abend. Das freut mich. Hi, Mike.

Haben Sie auch ein Kind, das ... Also ...

Ich bin das Kind. Ich wurde mit weiblichen Merkmalen geboren.

Ja, als Mädchen geboren. Jetzt steht da ein Mann.

Das geht Ihnen durch den Kopf. Nein.

Doch. Vielleicht. Ich weiß es nicht.

Ich weiß nicht, was mich erwartet.

Nina wird das schaffen. Mit Ihrer Unterstützung.

Kinder in dem Alter sind tolerant. Probleme bringen die Erwachsenen.

(Mutter 1): Das mit dem Umziehen ist ein Problem.

(Mike): Noch einmal: Nina hat keine physische Behinderung,

weswegen sie eine extra Ausstattung bräuchte.

(Sandra): Wir meinen das nicht böse. Wir sorgen uns.

Nina war ein Junge und körperlich ist sie es noch.

Gab es ein Problem?

Hat Meret sich beschwert?

Meret kennt Nina, seit die krabbeln können.

Meret nannte Nina Nina, bevor ich davon wusste.

Scheinbar gibt es kein Problem, aber du machst eins.

(Christoph): Ich weiß nicht, wer es weiß: unsere Tochter

hilft seit Langem eurem achtjährigen Sohn Niklas

dabei, seinen Pimmel zu verstecken.

align:startIch finde, das ist ein Problem.

(Mike): Nina versteckt ihren Penis,

weil sie suggeriert bekommt, dass das das Problem ist,

was sie von den anderen Mädchen unterscheidet.

- Das ist doch. - Nein, ist es nicht.

Was Nina möchte, ist so akzeptiert zu werden,

wie die anderen Mädchen. Deswegen ist es wichtig,

dass sie sich in der Mädchenumkleide umziehen darf.

- Soll uns das beruhigen? - Ja. Kannst du aufhören, zu tun

als wären wir Fremde? Du kennst doch mein Kind.

Die ist keine Gefahr. Sie will akzeptiert werden.

Die suchte sich die Situation doch nicht aus.

(Sandra): Normal ist es nicht. (Mutter 2): Genau.

Was ist denn normal, euer Meinung nach?

Bist du normal?

Ist es normal, so ein Kind auszuschließen?

(Fr. Amari): Ich möchte euch sagen,

dass die Kinder die Veränderung fantastisch gemeistert haben.

Wir müssen es ihnen nur nachmachen.

Ich schlage vor, wir fragen die Mädchen aus der Klasse,

ob sie Nina in die Umkleide nehmen wollen.

Und akzeptieren dann auch das Ergebnis.

Wer ist dafür?

Super - ist doch ein eindeutiges Ergebnis.

*Entfernte Stimmen*

(Mike): Melde dich einfach.

Dankeschön.

Nina kann froh sein, dass sie dich hat.

Komm gut heim. Danke.

Tschüss. Tschüss.

Hallo.

Hallo.

Sie sind Ninas Vater?

Sie hätten heute dabei sein sollen.

Und Sie sind? Ich bin Mike Sahin, vom Transnetzwerk.

Ach.

Ich habe das Gleiche durch wie Nina - nur in die andere Richtung.

Sie haben ... Sie haben ...

Ja. Ich habe schon viel über Sie gehört.

Über mich? Ja.

Mein Vater wollte es auch nicht akzeptieren.

Er wollte, dass ich ein Mädchen bleibe - zu meiner Sicherheit.

Wir haben keinen Kontakt mehr.

Denken Sie da mal drüber nach.

*Motorbrummen*

*Nina singt*

(Ben): Halt die Klappe!

Halt selber die Klappe. Ich will auch nicht hier sein.

Mann, check es doch endlich. Wegen dir hat Papa Mama verklagt.

Wegen dir gehen wir vor Gericht.

Wegen dir kommen wir vielleicht in ein Heim.

Alles wegen dir.

Mann. Hallo.

Bennie?

Was ist hier los?

Simone?

Was ist? Ben hat es ihr gesagt - mit dem Sorgerecht.

Kannst du dich um Nik... um Nina kümmern?

Ich kümmere mich um Martin.

Ja. Mama.

Hey, schhh ...

Ich bin da, hörst du?

*Die Tür knarzt*

Ben? Ben?

Ben schläft im Baumhaus. Und Niklas? Ist zu Hause.

Ich hätte nicht übel Lust, dich rauszuschmeißen, du Idiot.

Nicht jetzt. Es reicht. Ich weiß!

Du machst einen Fehler.

Ben.

Schläfst du schon?

Möchtest du runter kommen? Ich habe deine Lieblingsflips.

Und Brezeln.

Und Cola und Tofuwürstchen.

Ich bringe es dir hoch.

Okay.

Wenn was ist, ich bin drüben.

Schlaf gut.

*Melancholische Musik*

Hey, was machst du denn hier?

Ich habe auf dich gewartet.

Dass du aufstehst.

Aha.

Das sind Bens Klamotten, oder?

Warum hast du die an?

Weißt du, ich will nicht mehr, dass du und Mama streiten.

Und wenn es nicht anders geht,

spiele ich wieder Niklas für dich.

Weißt du ...

Ich habe ihn so lange gespielt.

Den Niklas. Ich kann ihn auch noch länger spielen.

Du gehst jetzt mal nach Hause zu Mama. Sie sorgt sich doch.

Tschüss. Hey.

Zieh bitte dein Kleid wieder an, ja?

Danke, Papa.

Los, ab mir dir. Tschüss, Papa.

*Es klopft*

Hey. (Ben): Hi. Hey, mein Großer.

Er wollte nach Hause.

Ja ...

Ja ... Papa?

Wolltet du was anderes sagen?

Ja, ja ... Ich ...

Also ...

Was ich gemacht habe, ist ...

Es tut mir leid. Ich hätte es besser vorbereiten sollen. Hey.

Also ...

Das hier ... ist ...

totaler Mist und das mache ich rückgängig.

Hört mal zu, ihr zwei.

Niemand in unserer Familie soll sich verstellen,

nur um mir einen Gefallen zu tun. Okay?

Es ... tut mir leid, dass ich euch Angst gemacht habe.

Schon gut.

Übrigens, ich habe dein Zimmer übernommen.

Hast du nicht. Doch. Habe ich. Hast du nicht.

Oh! Oh!

Entschuldige.

*Entfernte Kinderstimmen*

Hast du? (Ben): Ja.

Los. Gut.

*Sie singt auf Englisch*

*Sie jubelt*

(entfernt): Wie war es in der Schule?

Was machst du da?

Ich ...

Ich habe das gelesen. Das soll helfen beim Abschiednehmen.

*Er schnaubt, sie lacht*

Unser Kind schläft da oben.

*Sie lacht*

Bist du glücklicher ohne mich?

Ja ...

Ja.

*Hupen*

Los, beeilt euch. Die Show fängt gleich an.

Hier. Glücksbringer.

Danke. Pass gut drauf auf.

Willst du nicht vorne sitzen? Nein, es geht schon.

Danke schön.

Angeschnallt? Ja. Nein.

*Nina singt auf Englisch*

(Ben): Hilfe, bitte lasst mich raus.

Opa, sing mit! Kann den Text nicht.

*Alle singen auf Englisch*

UNTERTITELUNG: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2023

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